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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="d"><head>D</head>
                <entry xml:id="dach">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dach</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Dächer</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">oberer Abschluss eines Hauses, eines Gebäudes, der
                                entweder durch eine horizontale Fläche gebildet wird od. häufiger
                                durch eine mit Ziegeln od. anderem Material gedeckte
                                [Holz]konstruktion, bei der die Flächen in bestimmtem Winkel
                                zueinander stehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] den Giebel der Großen Mühle, überm Dach [235.16] von
                                Sankt Katharinen die Turmspitze des Kiek in de Köck und die
                                Dominikanerkirche hinterm Runddach der Markthalle.</quote>
                            <quote>Mit ziegelroten, nicht etwa schindelbraunen Dächern [278.10]
                                zuunterst, säumt das Ufer eine Siedlung […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg4#blätterdach">Blätterdach</ref>; <ref target="#dachkonstruktion">Dachkonstruktion</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cg9#flachdach">Flachdach</ref>; <ref target="textgrid:24cgf#holzschindeldach">Holzschindeldach</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgv#runddach">Runddach</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#teerpappendach">Teerpappendach</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dachkonstruktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dachkonstruktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def><hi rend="italic">Traggerüst eines <ref target="textgrid:24cg6#dach">Daches</ref> aus Holz, Stahl
                                od. Stahlbeton; Dachstuhl</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Auf dem geräumten Gelände wurde […] eine Markthalle gebaut,
                                die […] unter ihrer breit gewölbten Dachkonstruktion in sechs
                                Budenreihen ein mal üppiges, oft nur dürftiges Angebot
                                vereinigt:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dachshaarpinsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dachshaarpinsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#pinsel">Pinsel</ref> aus Dachshaaren, dem
                                schwarz-weißen Fell eines zu den Mardern zählenden Tiers</hi> [° D
                            Dachs 2; Bro]</def><cit>
                            <quote>Sein Weihnachtsgeschenk, ein gewiß teurer Dachshaarpinsel [184.1]
                                für die Vergolderin, lag neben dem Teller der Mutter, in einer
                                Plastiktüte verpackt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dahlie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dahlie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(zu den Korbblütlern gehörende) im Spätsommer u.
                                Herbst blühende [Garten]pflanze mit großen Blüten in verschiedenen
                                Formen u. Farben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur wenige Sorten Schnittblumen standen noch in den Eimern:
                                Dahlien [8.4], Astern, Chrysanthemen.</quote>
                            <quote>Obgleich die Dahlien [8.15] und Chrysanthemen mehr hergaben,
                                entschied sich die Witwe für Astern.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dame">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dame</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="dame.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Frau, Fräulein (auch als übliche Bezeichnung für
                                    eine Frau im gesellschaftlichen Verkehr)</hi> [D ¹Dame
                                1a]</def><cit>
                                <quote>[…] worauf zwei adrett gekleidete Damen [59.17] - beide
                                    in Reschkes Alter - Chatterjees Dienste beanspruchten:</quote>
                                <quote>Und kräftig die Pedale tretend, als gehörte das Rikschafahren
                                    mit zwei fülligen Damen [60.6] im gutgefederten Gefährt zu
                                    seinem Konditionstraining […]</quote>
                                <quote>Die Herren eher salopp gekleidet, die Damen [72.30] im
                                    Reisekostüm mit viel Schmuck.</quote>
                                <quote>[…] und nachmittags in der Engelsgrube […]
                                    verabredet gewesen sind, und zwar »mit einigen dort
                                    tonangebenden Herren und Damen [110.18]«.</quote>
                                <quote>Die Herren und Damen [211.12] vom Bund, unter ihnen Frau
                                    Dettlaff, sahen sich außerstande, behilflich zu werden
                                    […]</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="b)" xml:id="dame.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">gebildete, kultivierte, gepflegte Frau</hi> [D
                                ¹Dame 1b]</def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><ref target="textgrid:24cgw#johanna_dettlaff">Johanna Dettlaff [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>Eigentlich hatte Frau Dettlaff, die ich als stattliche,
                                    geschmackvoll in Schwarz gekleidete Dame [137.4] zu erkennen
                                    glaube, als Sprecherin des Bundes […] eine vorbereitete
                                    Rede halten wollen […]</quote>
                                <quote>Was mögen die immer noch rüstige Dame [274.7], der elegante
                                    Vizedirektor zu den allerneuesten »Erdmöbeln« 
                                    gesagt haben?</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dampfschiff">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dampfschiff</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch eine Dampfmaschine angetriebenes größeres
                                    <ref target="textgrid:24cgx#schiff">Schiff</ref>, Dampfer</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Noch vor Schichau wurde Klawitter tätig. Sein erstes Dampfschiff
                                [202.2].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="darbietung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Darbietung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw. Aufgeführtes, Vorgetragenes; Vorführung</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Bestimmt fand Marczak, mit seinem Sinn für theatralische Gesten,
                                Gefallen an dieser Darbietung [281.6].</quote>
                            <quote>Meine Darbietung [296.20] soll, sagte mir Alexandra später, allen
                                Touristen im weiten Rund Stille befohlen haben, selbst den
                                Japanern.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="darstellung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Darstellung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="darstellung.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Veranschaulichung, Ansicht; Ausdruck</hi>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>[…] nur die Einrichtung von Grüften, aufgefüllt mit
                                    Schädeln und Knochen, diese, nach Reschke, »anschaulichste
                                    Darstellung [195.6] des Todes«.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="darstellung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Schilderung [in der
                                    Tagespresse]</hi> [°]</def>
                            <xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#gegendarstellung">Gegendarstellung</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="daten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Daten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(durch Beobachtungen, Messungen, statistische
                                Erhebungen u. a. gewonnene) [Zahlen]werte, (auf Beobachtungen,
                                Messungen, statistischen Erhebun-gen u.a. beruhende) Angaben,
                                formulierbare Befunde</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Dabei verfügt die Uni über Geräte, die Daten [93.10] speichern,
                                im Übermaß...</quote>
                            <quote>Man versorgt mich mit elementaren Daten [97.19].</quote>
                            <quote>Sie sei bereit, mit allen Unterlagen und Daten [250.16] nach
                                Düsseldorf umzuziehen […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgr#planungsdaten">Planungsdaten</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="datenspeicher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Datenspeicher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorrichtung an elektronischen Rechenanlagen zum
                                Speichern von Informationen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Speicher 3]</ref></def><cit>
                            <quote>Selbstverständlich übergeben wir unseren Datenspeicher [280.7]
                                absolut virusfrei.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="datierung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Datierung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitangabe auf einem Schriftstück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>In seinem an mich gerichteten […] Begleitbrief hat mein
                                Mitschüler, von der Datierung [297.31] im Briefkopf abgesehen, auf
                                Zeitsprünge verzichtet.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="datum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Datum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Daten</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="datum.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">dem Kalender entsprechende Zeitangabe,
                                    Tagesangabe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Sein Brief gibt als Datum [15.27] den 19.Juni 1999
                                    an.</quote>
                                <quote>Auf einer grauen, gänzlich abgelaufenen Granitplatte stand
                                    frisch in Keilschrift mein Name eingemeißelt […]. Ohne
                                    Datum [62.9] freilich.</quote>
                                <quote>Später - schon in Bochum und unter dem Datum [71.31] des 9.
                                    November - hat er sogar Alexandras Hinweis auf ausreichend viel
                                    Deutschmark mit einem, wie er einräumte, leichtfertigen Satz
                                    quittiert:</quote>
                                <quote>Außer dem Datum [110.8], 15. März, weiß ich nicht
                                    viel.</quote>
                                <quote>Alexandra wunderte sich über ein Dutzend schwarzpolierter
                                    Granitsteine, auf denen samt Mondsichel und Stern die Namen und
                                    Daten [175.10] polonisierter Tataren eingemeißelt
                                    stehen.</quote>
                                <quote>Hinzu kommt, daß die schlichten Grabkreuze, die vorläufig die
                                    Namen und Daten [188.28] der Toten aufsagen, in ihrer
                                    Einheitlichkeit bestätigt werden:</quote>
                                <quote>[…] wobei die Namen und Daten [196.20] der Umgebetteten
                                    auf schlichtem Stein alphabetisch gereiht Platz finden
                                    könnten.</quote>
                                <quote>Nach zwölfter Flanke - Reschke hat mitgezählt - wies
                                    Chatterjee auf den polierten Granit und tippte auf den zuoberst
                                    gemeißelten Namen, dann auf die Daten [202.8] 1801 bis
                                    1863:</quote>
                                <quote>Entwürfe, auf denen die Namen und die Daten [271.7]
                                    kulturhistorischer Anmerkungen in gleich großer Schrift
                                    untereinander standen, wurden abgelehnt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgx#sterbedatum">Sterbedatum</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="datum.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Zeitpunkt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Allen nach jenem Datum [193.28] verstorbenen Umsiedlern
                                    sollte nunmehr die Möglichkeit der Rückkehr durch Umbettung
                                    eröffnet sein.</quote>
                                <quote>[…] denn von diesem Datum [255.6] an durften die Polen
                                    endlich visafrei über die Westgrenze hinweg durch Deutschland
                                    nach Frankreich, Holland, Italien reisen […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgp#novemberdatum">Novemberdatum</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#todesdatum">Todesdatum</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="dauer.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Zeitspanne von bestimmter Länge; Zeitraum</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Die zusätzliche Nutzungsgebühr für die gesamte Dauer [118.16]
                                    des Pachtvertrages belief sich auf 6 Millionen DM und mußte
                                    innerhalb von zwei Jahren beglichen werden.</quote>
                                <quote>Auf einem anderen Zettel wird schöngeschrieben der Rat
                                    erteilt, Alexandra möge endlich die Dauer [275.7] ihrer aktiven
                                    Mitgliedschaft in der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei
                                    dokumentieren […]</quote>
                                <quote>Damals fingen wir über längere Dauer [280.20] das melodische,
                                    wenn auch tieftraurig stimmende Rufen einiger werbender
                                    Tieflandunken ein […]</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="dauer.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><re><form>*auf Dauer</form>
                                <def><hi rend="italic">für unbegrenzte Zeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Auf Dauer [270.7] gesehen ist nichts überzeugender als
                                        der Vorteil...</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="#dauernutzung">Dauernutzung</ref></xr></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauerhupen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauerhupen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ständige Betätigung der Hupe, einer Vorrichtung an
                                Fahrzeugen, mit der akustische Signale gegeben werden können</hi> [°
                            D Hupe; D hupen]</def><cit>
                            <quote>Fortan schaffte dieses Geläut mit seiner schönen Traurigkeit das
                                aggressive Dauerhupen [213.4] aus der Welt, zumindest im
                                innerstädtischen Bereich.</quote>
                            <quote>Rom ist frei von Gestank, kein Dauerhupen [297.25], nur noch das
                                melodische Geläut der Dreitonklingeln.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauerjammer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauerjammer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fortwährender <ref target="textgrid:24cgh#jammer.a">Jammer (a)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieser ›Oh, weh dir!‹  kündende Dauerjammer
                                [126.10].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauerkonflikt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauerkonflikt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch das wiederhohlte Aufeinanderprallen
                                widerstreitender Auffassungen, Interessen o.Ä. entstandene,
                                anhaltend schwierige Situation, die zum Zerwürfnis führen kann</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Konflikt 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch haben mich die beiden Buben weniger angestrengt als ihre
                                auf Dauerkonflikt [116.22] versessenen Eltern.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauerkrise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauerkrise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fortwährende <ref target="textgrid:24cgj#krise">Krise</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Übers Wetter, den Dollarkurs, die Dauerkrise [49.13] der Werft,
                                sie redeten jetzt eher belanglos.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauernutzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauernutzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgp#nutzung">Nutzung</ref> auf [lange] <ref target="textgrid:24cg6#dauer.2">Dauer
                                    (2)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Umständlich ging es um […] die Beinkammern der jeweiligen
                                Pfarrkirche, deren begrenzte Innenräume keine Dauernutzung [195.3]
                                zuließen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dauerregen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dauerregen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">lange anhaltender <ref target="textgrid:24cgv#regen">Regen</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Selbst bei Dauerregen [298.9] durfte jeder erst dann vom Acker,
                                wenn er drei Literflaschen bis zum Korkenschluß mit abgesammelten
                                Kartoffelkäfern gefüllt hatte...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dazwischenreden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dazwischenreden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ dazwischenreden</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich störend, hindernd in jmds. Angelegenheiten,
                                in ein Gespräch einmischen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] das vorlaute Dazwischenreden [90.9] der Politik, dieser
                                sogar die Träume einholende »Hufschlag des reitenden
                                Weltgeistes«, diese Transparentinschriften.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="debatte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Debatte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">lebhafte Diskussion, Auseinandersetzung,
                                Streitgespräch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach Zahlung eines zinslosen Kredits, den der Aufsichtsrat nach
                                kurzer, zum Teil fernmündlich geführter Debatte [150.2] genehmigte
                                […]</quote>
                            <quote>[…] faßte der gerade noch beschlußfähige Aufsichtsrat
                                […] nach zu kurzer Debatte [152.29] […] den Beschluß, das
                                Friedhofsgelände durch einen Zaun zu schützen […]</quote>
                            <quote>Bei sonst normalem Friedhofsbetrieb kam es während der
                                Aufsichtsratssitzung vom 5. November zu kontroverser Debatte
                                [174.2].</quote>
                            <quote>Dank Marczaks Charme schlug der Umgangston der versammelten
                                Aufsichtsräte, selbst bei kontroverser Debatte [198.4], so gut wie
                                nie in verletzenden Schlagabtausch um […]</quote>
                            <quote>Dieses Problem löste eine längere Debatte [232.1] aus
                                […]</quote>
                            <quote>Die Debatte [234.28] über diesen letzten Punkt im
                                Geschäftsbericht verlief wie eingeübt.</quote>
                            <quote>Diese Einsicht konnte sogar Gerhard Vielbrand teilen, er rief:
                                ›Schluß der Debatte [287.10]!‹</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgr#parlamentsdebatte">Parlamentsdebatte</ref></xr>
                    <re><form type="inflected"><lbl>FVG</lbl>zur Debatte stehen</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">als Frage anstehen, Thema sein</hi> [D
                                Diskussion 2*]</def><cit>
                                <quote>[…] als die Grabsteininschrift »Nach Unrecht ward
                                    das Recht geboren, die Heimat blieb ihm unverloren« 
                                    zur Debatte [151.12] stand.</quote>
                            </cit>
                        </sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deckel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deckel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aufklappbarer od. abnehmbarer Verschluss eines
                                Gefäßes, Behälters […] u.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und Wróbel hob den Deckel [226.28] des ihnen zunächst, mit dem
                                Fußende voran stehenden Sarges, so daß der gehobene Deckel [226.30]
                                einen Winkel von etwa fünfundvierzig Grad bildete, […]</quote>
                            <quote>Einfach so: Deckel [227.4] auf, knips, knips, Deckel [227.5]
                                zu.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgx#sargdeckel">Sargdeckel</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#topf.1">Topf (1)</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="delikt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Delikt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ungesetzliche, strafbare Handlung, Straftat</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie stocherte im Vorleben der Piątkowska herum […] und
                                behandelte Alexandras Parteimitgliedschaft wie ein Delikt
                                [286.23].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="demontage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Demontage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Abbauen, Abbrechen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Demontage [153.28] geriet zum Volksfest.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="demut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Demut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in der Einsicht in die Notwendigkeit u. im Willen
                                zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] stand zwischen allen, die wie sie die Beichte hinter
                                sich hatten, im Mittelgang, wartete in Demut [257.1] die letzten
                                Sünder ab […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="denken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Denken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Gen.
                                -s</form><form type="inflected">→ denken</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eine bestimmte Gesinnung haben, gesinnt sein</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Der schlagende Beweis militärischer Stärke lasse gleichzeitig die
                                Ohnmacht westlichen Denkens [200.20] erkennen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="denkmal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Denkmal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -mäler</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="denkmal.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">zum Gedächtnis an eine Person od. ein Ereignis
                                    errichtete, größere plastische Darstellung; Monument</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Über all wurden Denkmäler [16.10] gestürzt.</quote>
                                <quote>Aber Denkmäler [19.31] bauen können wir Polen immer
                                    noch.</quote>
                                <quote>Überall Märtyrer und Denkmäler [20.1] von Märtyrer!</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#baudenkmal">Baudenkmal</ref>; <ref target="#denkmalschild">Denkmalschild</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cg7#ehrenmal">Ehrenmal</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="denkmal.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Denkmal der gefallenen Werftarbeiter in
                                    Danzig</hi> <ref target="textgrid:24cgt#VaV" type="source">[VaV]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und ihm auf seine Bitte hin ein dem Denkmal [20.9]
                                    eingeschriebenes Gedicht des Dichters Czeslaw Milosz Zeile nach
                                    Zeile übersetzt:</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="denkmalschild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Denkmalschild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Plakette an einem <ref target="textgrid:24cg6#denkmal.a">Denkmal (a)</ref>, die
                                Auskunft darüber gibt, aus welchem Anlass oder zu wessen Ehren es
                                erichtet wurde</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Beantragt wurde, Straßen- und Denkmalschilder [244.6] nun auch
                                mit überlieferten deutschen Namen und Erklärungen zu beschriften
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="denkschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Denkschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">an eine offizielle Stelle gerichtete <ref target="textgrid:24cgx#schrift.2">Schrift
                                    (2)</ref> über eine wichtige [öffentliche] Angelegenheit</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nachdem ich in der als Tagebuch geführten Kladde und in seiner
                                ungedruckt gebliebenen Denkschrift [106.5] »Das Jahrhundert der
                                Vertreibungen«  über diese Widersprüche gestolpert bin
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dessert">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dessert</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Nachspeise, Nachtisch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Beim Essen - Vorspeise, Hauptgericht, Dessert [73.25] - gaben die
                                beiden ein Paar ab, das sich viel zu erzählen hatte.</quote>
                            <quote>Da waren sie schon beim Dessert [75.31].</quote>
                            <quote>Später, als Witold, noch vor dem Dessert [183.27], gegangen war,
                                hat sie geweint, wollte mir aber nicht sagen, mit welchen Worten ihr
                                Sohn sie gekränkt hat.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="detail">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Detail</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einzelheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst als die Piątkowska von einer Jahre zurückliegenden
                                Tätigkeit berichtete, die ihr den Orgelprospekt der Johanniskirche
                                […] bis ins Detail [29.1] vertraut gemacht hatte
                                […]</quote>
                            <quote>Reschke ist in seinen Aufzeichnungen verwundert über die »an
                                Details [141.30] des westpreußischen Landlebens so tiefverwurzelten
                                Kindheitserinnerungen«  seiner Sekretärin […]</quote>
                            <quote>Und diese Details [196.12], jeden Fingerzeig Reschkes auf Gebein
                                und Beinkammern, griff Vielbrand auf […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">anschauliche, klare Äußerung; Enthüllung</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] aber in einem Brief, Wort für Wort niedergeschrieben,
                                wolle sie diese Anhäufung von Deutlichkeiten [85.2], gar solche, die
                                ihr die Inbrunst eingegeben hätte, nie wieder lesen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutsch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die deutsche Sprache [eines Einzelnen od. einer
                                Gruppe]; die näher gekennzeichnete deutsche Sprache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Mutter nicht, aber der Vater hat Deutsch [39.24]
                                gesprochen.</quote>
                            <quote>[…] Chatterjee polnisch antwortete und gleich darauf in
                                seltsamem Deutsch [48.24] darum bat, den Professor zu einem weiteren
                                Bier einladen zu dürfen […]</quote>
                            <quote>[…] ging der Professor Bodenplatten ab, deren erhabene
                                Schrift, kaum noch leserlich, die Namen und Sterbedaten einst
                                mächtiger Patrizier und, in barockem Deutsch [61.10], Bibelzitate
                                aufsagte.</quote>
                            <quote>Zuerst soll sie in ihrer Sprache, dann in ihrem Deutsch [120.23]
                                gesagt haben:</quote>
                            <quote>Anrührend, wie sich der jungenhaft schlaksige Priester der
                                Petrikirche zu Beginn seiner kurzgefaßten Grabrede für sein, wie er
                                sagte, »sehr mangelhaftiges Deutsch [136.30]« 
                                entschuldigte.</quote>
                            <quote>Alle dachten, sie schlafe endlich, und standen schon an der Tür,
                                da kam noch einmal ihr verschollenes Deutsch [242.22] auf:</quote>
                            <quote>Da sie Satz nach Satz zuerst auf polnisch, anschließend in ihrem
                                liebenswerten Deutsch [247.6] gesprochen hat, konnte ich ihre
                                Schlußsätze notieren:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutsche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutsche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[25*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="deutsche.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Einwohner zu <ref target="textgrid:24cgw#deutschland">Deutschland
                                    [Register]</ref></hi> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] alle, die hätten flüchten müssen, Armenier und
                                    Krimtataren, Juden und Palästinenser, Bengalen oder Pakistani,
                                    Esten oder Letten, die Polen und schließlich die Deutschen
                                    [37.21] mit Sack und Pack Richtung Westen.</quote>
                                <quote>Sie hielt, »weil Deutsche [40.32] sind reich und müssen
                                    immer sein erste«, ihren Gegenvorschlag, »                                    Deutsch-Polnische Friedhofsgesellschaft«, für
                                    wirksamer.</quote>
                                <quote>Dann versuchte er, Witz zu beweisen, indem er auf jüngste
                                    politische Veränderungen anspielte und die mögliche Vereinigung
                                    aller Deutschen [47.2] »den deutschen Eintopf« 
                                    nannte.</quote>
                                <quote>Wie uns Deutschen [53.13] wird den Polen das Recht der Toten
                                    auf Heimkehr zuerkannt werden müssen.</quote>
                                <quote>Hier, genau hier wird sein Heimkehr von Deutsche [69.28], wo
                                    schon sind tot!</quote>
                                <quote>[…] gefiel sich ein Weilchen im Austausch nationaler
                                    Klischees, was Polen und Deutschen [74.6] als typisch nachgesagt
                                    wird […]</quote>
                                <quote>Nicht nur, weil Deutsche [101.17] bald eins sind und an
                                    Friedhof nicht mehr denken möchten, auch sonst wird knapp
                                    alles.</quote>
                                <quote>Die Tatsache, daß nach Ende des Zweiten Weltkriegs Millionen
                                    Deutsche [105.20] ihre Heimat […] verlassen mußten, teilte
                                    gleichfalls seine Urteilskraft, ohne ihn zu zerreißen;</quote>
                                <quote>[…] während die Piątkowska Polen und Deutsche
                                    [106.2], ob sie nun Wilno oder Danzig hatten verlassen müssen,
                                    »arme Flüchtlinge alle«  nannte.</quote>
                                <quote>Vielleicht wär' sonst schiefgegangen mit Friedhof für
                                    Deutsche [131.16].</quote>
                                <quote>Formulierungen wie »Friedhofs-KZ«  und »                                    Die Deutschen [153.15] lieben Zäune«  wurden von einer
                                    Glosse überboten […]</quote>
                                <quote>Du magst recht haben, Alexandra, wir Deutschen [170.30]
                                    können uns nicht freuen...</quote>
                                <quote>Aus des allabendlich diskutierenden Paares Gerede kann ich
                                    ein halbes Dutzend Beurteilungen der Deutschen [172.3] und Polen
                                    herausfiltern, darunter dieses Zeugnis:</quote>
                                <quote>Des gerechten Ausgleiches wegen habe ich dann, ohne zur
                                    Wodkaflasche greifen zu müssen, uns, die Deutschen [212.15],
                                    verflucht.</quote>
                                <quote>Sie zählte zu den knapp sechshundert Deutschen [217.5], die
                                    in Gdańsk und Umgebung übriggeblieben waren.</quote>
                                <quote>Vielleicht kamen nur knappe fünfhundert zusammen, die
                                    glaubten, Deutsche [217.7] zu sein, später wurden es mehr und
                                    mehr.</quote>
                                <quote>Als nach der Wende in Osteuropa allen in Polen gebliebenen
                                    Deutschen [220.9] erst zögernd, dann doch erlaubt wurde, sich in
                                    einem Verein zu finden, war Erna Brakup nicht nur passiv
                                    dabei.</quote>
                                <quote>Weil Deutsche [230.16] müssen liegen bei Deutsche [230.16]
                                    und Polen bei Polen.</quote>
                                <quote>Deutsche [247.12] sind hungrig immer, auch wenn sie sind satt
                                    schon.</quote>
                                <quote>»Das ist nun mal polnische Tradition, die wir als
                                    Deutsche [269.10] zu respektieren haben«, sagte Frau
                                    Dettlaff.</quote>
                                <quote>Zwar ist es erfreulich, daß in unserer alten Heimat nun
                                    wieder Deutsche [270.24] geboren werden, doch dürfen wir das
                                    ohnehin überforderte Krankenhauswesen unserer polnischen Freunde
                                    nicht zusätzlich belasten.</quote>
                                <quote>Geeint waren die Deutschen [276.13] uneiniger denn
                                    je;</quote>
                                <quote>Als Tote kehren die Deutschen [294.28] heim.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg8#deitsche">Deitsche [Brakup Namen]</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#neudeutsche">Neudeutsche</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="deutsche.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def> der Deutsche (a) <ref target="textgrid:24cgw#alexander_reschke">Alexander Reschke
                                    [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>Die Polin und der Deutsche [173.4]!</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutschkenntnisse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutschkenntnisse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kenntnis.2">Kenntnisse (2)</ref> der deutschen
                                Sprache</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Reschke wird schon auf dem Markt, spätestens auf dem Friedhof die
                                Piątkowska nach den Ursachen ihrer Deutschkenntnisse [39.21]
                                gefragt haben, verbunden natürlich mit Komplimenten.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutschmark">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutschmark</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[18*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">iron.</hi></usg></form>
                    <sense>
                        <def><ref target="#dm">DM</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>»Hier alles irre teuer!«  rief sie. »Aber für
                                Herr mit Deutschmark [12.12] billig immer noch.«</quote>
                            <quote>Ihr kauft mit Deutschmark [29.3] Orgel ganz neu für Kirche Marii
                                Panny.</quote>
                            <quote>Rund halbe Million Deutschmark [54.24] müssen schon sein
                                […]</quote>
                            <quote>Mit Deutschmark [70.23] wird klappen.</quote>
                            <quote>Eine Million Deutschmark [70.28] zu Anfang muß sein.</quote>
                            <quote>Später - schon in Bochum und unter dem Datum des 9. November -
                                hat er sogar Alexandras Hinweis auf ausreichend viel Deutschmark
                                [72.2] mit einem, wie er einräumte, leichtfertigen Satz
                                quittiert:</quote>
                            <quote>Haben bestimmt Deutschmark [73.9] genug...</quote>
                            <quote>War, zumindest beiläufig, von Friedhöfen in Gdańsk und Wilna,
                                von ausreichend viel Deutschmark [79.25] die Rede?</quote>
                            <quote>[…] jammert er über westlichen Überfluß und die
                                erbar-mungslose Härte der westdeutschen Währung, die bei ihm, nach
                                Alexandras Sprachgebrauch, nur noch »Deutschmark
                                [92.29]«  heißt;</quote>
                            <quote>Nur mit Hilfe der Deutschmark [94.6] können wir unserer Idee zu
                                ansehnlicher Gestalt verhelfen...</quote>
                            <quote>[…] wenngleich man dann auf einen Grundbetrag von allenfalls
                                500 Deutschmark [94.20] wird hoffen können.</quote>
                            <quote>Am 31. März betrug der Kontostand 317 400 Deutschmark
                                [115.18].</quote>
                            <quote>[…] die wegen der kürzlich vollzogenen Währungsunion in
                                Sorge um das arme Polen war, das fortan mit der Deutschmark [142.12]
                                Tür an Tür leben müsse.</quote>
                            <quote>Reschke war sicher, daß die Deutschmark [142.15] genug zu tun
                                haben werde, die ostdeutsche Wirtschaft auf die Beine zu
                                bringen.</quote>
                            <quote>Gut angelegte sechzehn Millionen Deutschmark [157.24] brachten
                                einen so hohen monatlichen Zinsgewinn ein […]</quote>
                            <quote>Geld, ausreichend viel Deutschmark [180.10] sollte dort Ordnung
                                stiften.</quote>
                            <quote>Vielbrand […] sprach von 37 000 Umbettungsanträgen bei
                                angehobener Grundgebühr von sage und schreibe 2000 Deutschmark
                                [209.16].</quote>
                            <quote>Mit je 30 000 Deutschmark [234.18] gaben annähernd zweihundert
                                zukünftige Clubmitglieder ihren vorausbezahlten Einstieg in das
                                Projekt »Bungagolf«  bekannt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutschsein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutschsein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">deutsches Nationalbewusstsein</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Auf das reduzierte Deutschsein [220.30] der alten Frau soll Frau
                                Johanna Dettlaff irritiert und angeekelt reagiert haben
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="deutung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Deutung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Versuch, den tieferen Sinn, die Bedeutung von etw.
                                zu erfassen; Auslegung, Interpretation</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich lasse meines Mitschülers Abschweifungen über das Doppelgrab
                                der Brüder Mackensen und die große Porphyrplatte, in deren Mitte ein
                                springender Hirsch Deutungen [225.23] zuläßt, beiseite;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="devisen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Devisen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Ausland auszuzahlende Zahlungsanweisungen in
                                fremder Währung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Polnische Restauratoren bringen Devisen [34.11].</quote>
                            <quote>Schließlich ist nicht zu überhören, daß meiner gegen Devisen
                                [40.2] exportierten Vergolderin etliche Auslandsaufenthalte
                                hilfreich gewesen sind.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#devisenbasis">Devisenbasis</ref>; <ref target="#devisenzahlung">Devisenzahlung</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="devisenbasis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Devisenbasis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf der Grundlage von <ref target="#devisen">Devisen</ref></hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Vielleicht könne später, wenn man die Russen raus habe, auf
                                Devisenbasis [158.13] verhandelt werden, doch gegenwärtig...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="devisenzahlung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Devisenzahlung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#devisen">Devisen</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zahlung">Zahlung</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß Litauen die Rückkehr beerdigungswilliger Polen durch
                                Devisenzahlung [94.5] beglichen sehen will.</quote>
                            <quote>Zwar zeigte man sich grundsätzlich an Geschäften gegen
                                Devisenzahlung [109.11] interessiert, hielt aber dennoch das Ganze
                                für nicht realisierbar.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dezember">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dezember</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zwölfter Monat des Jahres</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er im Dezember [116.5]: »Jahre haben wir aufeinander
                                gewartet; was zählen da wenige Monate...«</quote>
                            <quote>Wenn im November noch Friedhofsbetrieb vorherrschte, standen ab
                                Dezember [171.17] nun auch in Polen Großereignisse an.</quote>
                            <quote>Am 30. Dezember [182.13] steht Limburg an der Lahn auf dem
                                Programm, wo sie über Silvester bleiben und die Altstadt besichtigen
                                wollen.</quote>
                            <quote>Marczak, der sogleich zustimmte, nannte den 1. Dezember [193.25]
                                1970 als Stichdatum;</quote>
                            <quote>Hier haben sie auf Dezember [224.30] '70, als Streik war,
                                Arbeiter eingesperrt.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#dezemberbrief">Dezemberbrief</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dezemberbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dezemberbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im <ref target="#dezember">Dezember</ref> geschriebener
                                    <ref target="textgrid:24cg4#brief">Brief</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>In einem der Dezemberbriefe [89.19] - jeweils vier an der Zahl -
                                berichtet Reschke zwar ausführlich über »weitere
                                Anfangserfolge, geeignet, unsere Friedhofsidee zu fördern«,
                                verkündet dann aber:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dezennium">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dezennium</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitraum von zehn Jahren, Jahrzehnt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] kaum hatte das neue Dezennium [91.16], das ich mit
                                Bangen und Hoffnung beginnen sah, unwiderruflich begonnen
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diabas">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diabas</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ergußgestein, schwarz oder dunkelgrün, Gemenge von
                                Plagioklas und Augit (Verwendung als Pflaster-, Wegstein)</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#Bro" type="source">[Bro]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie ziellos zögerte er vor diesem, vor jenem Grabstein: viel
                                Diabas [22.14] und auf Hochglanz polierter Granit, wenig Sandstein,
                                Marmor und Muschelkalk.</quote>
                            <quote>Auch diese Steine aus üblichem Material: Diabas [23.6] und
                                schwarzschwedischer Granit.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diagnose">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diagnose</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Med., Psych.</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Feststellung, Bestimmung einer körperlichen od.
                                psychischen Krankheit (durch den Arzt)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Beurteilung solch trüber Diagnosen [172.14] gehört nicht zu
                                den Aufgaben, die mir mein ehemaliger Mitschüler gestellt hat
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dichter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dichter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verfasser eines sprachlichen Kunstwerks</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und ihm auf seine Bitte hin ein dem Denkmal
                                eingeschriebenes Gedicht des Dichters [20.10] Czeslaw Milosz Zeile
                                nach Zeile übersetzt:</quote>
                            <quote>Danach habe sie unvermittelt sich selbst und ihre Familie mit dem
                                Dichter [20.13] […] vereinigt und sogleich einen weiteren Bogen
                                geschlagen:</quote>
                            <quote>[…] wie der Dichter [61.21] und Hofhistoriograph Martin
                                Opitz von Boberfeld […] im Kreis der Fruchtbringenden
                                Gesellschaft genannt wurde.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dichtung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dichtung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sprachliches Kunstwerk</hi> [D ²Dichtung
                            1]</def><cit>
                            <quote>[…] zitierte der Professor, weil Unken den Ton angaben, aus
                                den Dichtungen [126.28] der Romantiker […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dieb">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dieb</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der fremdes Eigentum heimlich entwendet</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Hat Reschke mit einem Porsche Diebe [284.14] gereizt?</quote>
                            <quote>Und wenn sie reden mit dir wie mit Dieb [285.28] ?</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#autodieb">Autodieb</ref>; <ref target="#diebesgut">Diebesgut</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diebesgut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diebesgut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Beute, die ein <ref target="#dieb">Dieb</ref> gemacht hat</hi> [D
                            Diebesbeute]</def><cit>
                            <quote>[…] zudem behauptet wurde, man hätte das Diebesgut [152.19]
                                tags drauf, […] bei Blumen- und Kranzverkäufern mit Stand neben
                                der Dominiksmarkthalle käuflich erwerben können […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diele">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diele</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="diele.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">langes, schmales Fußbodenbrett</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Mit Hilfe eines bereitliegenden Kanthakens hob Wróbel zwei
                                    Dielen [226.2] aus dem Bohlenbelag.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#dielenboden">Dielenboden</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="diele.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Vorraum, geräumiger Flur,
                                    in dem sich meist die Garderobe befindet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24ch2#wohndiele">Wohndiele</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dielenboden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dielenboden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -böden</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[Fuß]<ref target="textgrid:24cg4#boden.2">boden (2)</ref> aus <ref target="textgrid:24cg6#diele.1">Dielen
                                    (1)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Einfach widerlich, wie dieser Vielbrand überall Maß nimmt, hier
                                am Putz klopft, dort die Dielenböden [179.10] nach Hausschwamm
                                absucht.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>


                <entry xml:id="dienst">
                    <form>
                        <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienst</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>

                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="dienst.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Service, (bezahlte) Arbeitsleistung</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] worauf zwei adrett gekleidete Damen - beide in
                                    Reschkes Alter - Chatterjees Dienste [59.17]
                                    beanspruchten:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#dienstleistung">Dienstleistung</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="dienst.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*jmdm. [gute] Dienste leisten</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">jmdm. sehr nützlich sein</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3*]</ref></def><cit>
                                        <quote>In seiner Erklärung - und auf dem Tonband - weist er
                                            darauf hin, daß dieses Gerät […] bei der tätigen
                                            Umsetzung der Idee treue Dienste [280.6] geleistet
                                            habe;</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="dienst.3"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="dienst.3a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 3. a)--></hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">berufliche Arbeit, Tätigkeit, Erfüllung von
                                        [beruflichen] Pflichten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cg6#dienstschluss">Dienstschluss</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#nachtwächterdienst">Nachtwächterdienst</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24cgz#tresendienst">Tresendienst</ref></xr><re><form><lbl><hi rend="bold">Spr</hi></lbl>Dienst ist Dienst, und
                                        Schnaps ist Schnaps</form>
                                    <sense>
                                        <def><hi rend="italic">Arbeit u. Privatvergnügen muss man
                                                auseinander halten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                            <quote>»Dienst [116.30] ist Dienst [116.30] und
                                                Schnaps ist Schnaps«, steht in einem ihrer
                                                Aprilbriefe.</quote>
                                        </cit>
                                    </sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="dienst.3b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Arbeitsverhältnis, Stellung, Amt</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24ch1#verwaltungsdienst">Verwaltungsdienst</ref></xr>
                                <re><form>*im Dienst […]</form>
                                    <sense><def><hi rend="italic">etw. fördern, für etw.
                                                arbeiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Diese sich edel gebende Rechthaberei im Dienst
                                                [53.17] der Toten stank mir von Anfang an.</quote>
                                        </cit></sense></re>
                            </sense></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dienstag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienstag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweiter Tag der mit Montag beginnenden Woche</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>So maulten […] sonnabends Marktfrauen, am Dienstag [128.22]
                                Müllmänner […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>


                <entry xml:id="dienstleistung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienstleistung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cg6#dienst.1">Dienst (1)</ref></def><cit>
                            <quote> Ab Mitte der sechziger Jahre hat sie ihre Rente durch
                                Botengänge, Schlangestehen vorm Fleischerladen und ähnliche
                                Dienstleistungen [220.3] aufgebessert.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dienstmädchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienstmädchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Hausangestellte, Hausgehilfin</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>So maulten Nachbarn, Bierkutscher, Werftarbeiter, die Fischer in
                                Brösen, die Arbeiterinnen der Margarinefabrik Amada, Dienstmädchen
                                [128.21] […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dienstrang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienstrang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#reichsarbeitsdienst">Reichsarbeitsdienst</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rang.2">Rang
                            (2)</ref></def><cit>
                            <quote>Nachdem er sich dem versammelten Aufsichtsrat als ehemaliger
                                Fähnleinführer vorgestellt hatte, befragte er die Dettlaff nach
                                ihrem Dienstrang [287.1] bei der Mädchenorganisation der
                                Hitlerjugend.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dienstschluss">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dienstschluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o. Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ende der täglichen <ref target="textgrid:24cg6#dienst.3a">Dienst(3a)zeit</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Dienstschluss]</ref></def><cit>
                            <quote>Schiffsbauingenieure […] und sogar Milizoffiziere lassen
                                sich kostengünstig zum Arbeitsplatz oder nach Dienstschluß [161.22]
                                bis vor die Haustür bringen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="digipad">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Digipad</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schreibunterlage mit Sensoren, die den beim
                                Schreiben [mit einem Plastikstift o.Ä.] entstehenden Druck messen
                                und im Computer graphisch abbilden</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das Spielen mit dem Computer muß Reschke Spaß bereitet haben.
                                Wörter wie Network, Monitor oder Digipad [94.28] rutschten in seine
                                Briefe.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diktator">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diktator</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">abwertend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">unumschränkter Machthaber in einem Staat;
                                Gewaltherrscher</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Kein Diktator [246.13], einzig die freie Marktwirtschaft
                                herrscht.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mündliche od. schriftliche Ausdrucksweise; Rede-,
                                Schreibstil</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und gegen Schluß schreibt er, bei sonst klarer Diktion [15.29],
                                über weltweite Vorbereitungen zur Feier der
                                Jahrtausendwende:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dillsoße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dillsoße</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">flüssige bis sämig gebundene Beigabe zu
                                verschie-denen Gerichten, die als Gewürz Dill enthält, eine krautige
                                Pflanze mit fein gefiederten, würzig duftenden Blättern u.
                                gelblichen Blüten in großen Dolden</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Dill; D Soße 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Es gab Zanderfilet in Dillsoße [292.16] und Schweinebraten
                                danach.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dimension">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dimension</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ausmaß (im Hinblick auf seine räumliche,
                                zeitliche, begriffliche Erfassbarkeit)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] doch hat der Blick vom siebzehnten Stockwerk auf die mit
                                allen Türmen wiedererstandene Stadt den Anwesenden die Dimension
                                [119.9] der vorliegenden Beschlußsache deutlich gemacht.</quote>
                            <quote>Leise, doch sichtlich erregt, wies Jerzy Wróbel der geplanten
                                Aktion eine »unmenschliche Dimension [194.16]« 
                                nach.</quote>
                            <quote>Da die Anzahl der Anträge einstiger Umsiedler aus Schlesien,
                                Ostpreußen und Pommern Dimensionen [231.22] annahm, die alle
                                Danziger Zahlen auf Mittelgröße herabstuften […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diminutiv">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diminutiv</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Sprachw.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eine Verkleinerung eines Substantivs ausdrückende
                                Ableitung; Verkleinerungsform</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst als die Witwe im Verlauf des Abendessens, bei diesmal
                                ungarischem Wein, seinen Universitätsrang mit Hilfe des Diminutivs
                                [74.31] verniedlichte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ding">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ding</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="ding.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Gegenstand, Sache, die nicht näher bezeichnet
                                    wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Ding 1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] er liebte es, nicht nur Dinge [104.21], sondern
                                    Gefühle, Tagträume, bloße Zufälle, selbst Luftspiegelungen auf
                                    sockelhohe Begriffe zu heben.</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="ding.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">meist Pl.</form><def><hi rend="italic">Vorgang, Ereignis</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Ding 2a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] zumal die Schwarzseher, nach Lage der Dinge
                                    [172.18], meistens recht behalten;</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diplomat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diplomat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">höherer Beamter im auswärtigen, diplomatischen
                                Dienst, der bei einem fremden Staat akkreditiert ist u. dort die
                                Interessen seines Landes vertritt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Über drei leere Barhocker hinweg sprach ihn von links her ein im
                                Stil südostasiatischer Diplomaten [45.30] gekleideter Herr an
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="diskussion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Diskussion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="diskussion.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Auseinandersetzung zwischen einzelnen Personen
                                    über bestimmte, sie angehende Fragen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] doch dann löste die deutsche Seite durch bloßes
                                    Nennen von Wünschen eine grundsätzliche Diskussion [176.18]
                                    aus.</quote>
                                <quote>Nach Reschkes Rapport gelang es Alexandra, diese Diskussion
                                    [197.8] zu beenden […]</quote>
                                <quote>Inmitten der immer kleinteiliger werdenden Diskussion
                                    [235.10] stand Reschke auf und stellte sich vor eines der
                                    Fenster im siebzehnten Stock des Hevelius.</quote>
                            </cit></sense><sense n="b)" xml:id="diskussion.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">[unter der Führung eines
                                    Diskussionsleiters stattfindendes, in bestimmter Form
                                    ablaufendes] Gespräch, Aussprache, Austausch von Meinungen
                                    mehrerer Personen über ein bestimmtes Thema</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgr#podiumsdiskussion">Podiumsdiskussion</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="disput">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Disput</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kontrovers geführtes Gespräch; Streitgespräch</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Diese breite Skala von Meinungen brachte ihn oft in Disput
                                [104.3] mit sich selbst.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="distanz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Distanz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">räumlicher Abstand, Zwischenraum, Entfernung</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Auch Reschke rückte einen Hocker näher, so daß nur ein letzter
                                als Distanz [46.17] leer blieb.</quote>
                            <quote>[…] wohl aber hatte Reschke einer privaten Produktion den
                                Auftrag erteilt, die Einsegnung des Friedhofs und - aus gebotener
                                Distanz [134.9] - die ersten Beerdigungen aufzuzeichnen.</quote>
                        </cit><usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <form>[…] aus der Distanz […]</form>
                        <def><hi rend="italic">aus einem zeitlichen Abstand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Soeben hat er noch Chatterjee, der im Taxi vorgefahren ist, als
                                Friedhofsbesucher eingeführt, sieht ihn nun aber aus überdehnt
                                zeitlicher Distanz [259.3] […]</quote>
                            <quote>An anderer Stelle verwandeln sich ihm die vielen, »zu vielen
                                gierigen Schwäne im seichten Ostseesud«  nach Jahren
                                Distanz [268.16] zu einem einzigen gefräßigen Schwan
                                […]</quote>
                            <quote>So etwas kann nur aus zeitlicher Distanz [293.31] begriffen und
                                abschließend gewertet werden.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgx#siebenjahresdistanz">Siebenjahresdistanz</ref>; <ref target="textgrid:24ch4#zehnjahresdistanz">Zehnjahresdistanz</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="distanzlosigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Distanzlosigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fehlender innerer [u. auch räumlicher] Abstand
                                zueinander</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D distanzlos]</ref></def><cit>
                            <quote>Doch auch den Witwer und die Witwe […] wird die
                                Distanzlosigkeit [22.6] der Vornamen erschreckt haben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="distel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Distel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(zu den Korbblütlern gehörende) krautige Pflanze
                                mit stacheligen Blättern u. Stängeln u. mehr od. weniger großen
                                Blütenköpfen mit lila od. weißen Röhrenblüten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und wie er in seiner Doktorarbeit die drei Disteln [17.21] und
                                fünf Rosen im Wappen des Theologen Aegidius Strauch [deutet]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">DM</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form>/kurz für Deutsche Mark/</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zur Zeit der Handlung noch Währungseinheit der
                                Bundesrepublik Deutschland</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Man könne jetzt schon von knapp dreißigtausend ausgehen, die
                                bereit seien, […] bis zu 1 000 DM [93.29] im voraus zu zahlen
                                […]</quote>
                            <quote>[…] in Reschkes erstem Kassenbericht sind sie mit 20 000 DM
                                [114.31] beziffert.</quote>
                            <quote>Wie auch immer errechnet, betrug die Pachtsumme 484 000 DM
                                [118.14] und sollte jährlich zum 2. November fällig sein.</quote>
                            <quote>Die zusätzliche Nutzungsgebühr für die gesamte Dauer des
                                Pachtvertrages belief sich auf 6 Millionen DM [118.17] und mußte
                                innerhalb von zwei Jahren beglichen werden.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#deutschmark">Deutschmark</ref>; <ref target="#d-mark">D-Mark</ref>; <ref target="#dm-basis">DM-Basis</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="d-mark">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">D-Mark</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><ref target="#dm">DM</ref></def><cit>
                            <quote>An unserer D-Mark [56.17] kommen die nicht vorbei.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dm-basis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">DM-Basis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf der Grundlage der <ref target="#dm">DM</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Die litauische Komponente der Idee, der »Polnische Fried-hof
                                in Wilna«  und dessen finanzielle Ausstattung auf DM-Basis
                                [119.3], wurde in einem zusätzlichen Paragraphen aufgehoben
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dock">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dock</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anlage in Werften u. Häfen zum Überholen, Warten
                                von Schiffen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Allen Bahngleisen, den Arbeiterhäusern aus Kaiser- und
                                Schichauzeiten und der Werft mit Kränen und Docks [214.24]
                                vorgelagert […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dogma">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dogma</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bes. kath. Kirche</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">verbindliche, normative Glaubensaussage</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sogar das Verharren der katholischen Kirche im Dogma
                                [93.3] soll er mittels Gegendogma verursacht haben […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#gegendogma">Gegendogma</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doktor">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doktor</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="doktor.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><sense n="a)" xml:id="doktor.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">höchster akademischer Grad, der durch eine
                                    schriftliche wissenschaftliche Arbeit, die Dissertation, u. eine
                                    bestandene mündliche Prüfung, das Rigorosum, erworben wird</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Mein ehemaliger Mitschüler, der seinen Doktor [26.6] gemacht
                                    und es bis zum Professor gebracht hat […]</quote>
                            </cit></sense><sense n="b)" xml:id="doktor.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Träger eines Doktortitels</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] doch trug er seinen Berufsstand nach, gab sich als
                                    Doktor [23.30] der Kunstgeschichte und Professor mit
                                    Lehrtätigkeit im Ruhrgebiet zu erkennen […]</quote>
                                <quote>[…] segneten Hochwürden Bieroński, als Priester der
                                    Petrikirche, und Konsistorialrat Karau, als Doktor [133.28] der
                                    Theologie, den Versöhnungsfriedhof als ökumenisches Doppel
                                    ein;</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg6#dr.">Dr.</ref></xr>
                            </sense></sense><sense n="2." xml:id="doktor.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg><def><hi rend="italic">Arzt</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg8#doktä">Doktä [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doktorarbeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doktorarbeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">für die Erlangung des Doktorgrades angefertigte
                                wissenschaftliche Arbeit; Dissertation</hi> [° D; D
                            Dissertation]</def><cit>
                            <quote>Und wie er in seiner Doktorarbeit [17.21] die drei Disteln und
                                fünf Rosen im Wappen [deutet]</quote>
                            <quote>[…] wollte, um gründlich zu sein, das Thema seiner vor
                                Jahrzehnten abgeschlossenen Doktorarbeit [24.2], »Grabplatten
                                und Epitaphien in den Danziger Kirchen«, nicht verschweigen
                                […]</quote>
                            <quote>Das war im Frühjahr '58, als ich an meiner Doktorarbeit [25.3]
                                saß […]</quote>
                            <quote>Weniger sicher bewogte sich die Vergolderin im Feld
                                blankgetretener Bodengrabplatten, weshalb sie […] die Bitte
                                nach gelegentlicher Übersendung seiner Doktorarbeit [74.24]
                                aussprach:</quote>
                            <quote>Schon seine Doktorarbeit [103.13] über Bodengrabplatten liest
                                sich als Entwurf späterer Thesen.</quote>
                            <quote>[…] desgleichen sollen seine Notizen über das runenhafte
                                Hauszeichen des Patriziers Georg Brothagen und die Zitate aus seiner
                                Doktorarbeit [225.25] unbeachtet bleiben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dokument">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dokument</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Urkunde, amtliches Schriftstück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach detaillierter Erwähnung einer Vitrinenausstellung, die alte
                                Stiche, Veduten und vergilbte Dokumente [112.4] zur Ansicht brachte
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dokumentation">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dokumentation</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zusammenstellung, Ordnung u. Nutzbarmachung von
                                Dokumenten u. [Sprach]materialien jeder Art (z.B. Urkunden, Akten,
                                Zeitschriftenaufsätze zur Information über den neuesten
                                Erfahrungsstand)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Als ich sie fragte, ob ich ihr Fotos vom Versöhnungsfriedhof, die
                                ich für eine fortlaufende Dokumentation [184.12] sammle, zeigen
                                dürfe, winkte sie ab:</quote>
                            <quote>Fremd und gewiß unpassend für Reschkes Dokumentation [190.30]
                                wirkt ein Foto, daß die Piątkowska geschossen haben muß.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dollar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dollar</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Währungseinheit in den USA […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Viel Kundschaft bei offener Tür und eine Schiefertafel neben dem
                                Eingang, auf der, stündlich verändert, der amerikanische Dollar
                                [10.26] im Verhältnis zur Landeswährung teurer und teurer wurde
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#dollarkurs">Dollarkurs</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dollarkurs">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dollarkurs</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kurs.2">Kurs (2)</ref> des <ref target="textgrid:24cg6#dollar">Dollars</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Übers Wetter, den Dollarkurs [49.13], die Dauerkrise der Werft,
                                sie redeten jetzt eher belanglos.</quote>
                            <quote>Er, Reschke, habe seit Beginn der Golfkrise auf den unsteten
                                Dollarkurs [285.17] spekuliert;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dom">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dom</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">große, künstlerisch ausgestaltete, meist
                                bischöfliche Kirche mit ausgedehntem Chor</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Dom]</ref></def><cit>
                            <quote>Fest steht, daß sie am Tag nach der Ankunft und Hotelübernachtung
                                -Zimmer neben Zimmer - einen Stadtbummel gemacht, den Dom [110.12]
                                und in ihm die astronomische Uhr besucht […] haben
                                […]</quote>
                            <quote>Nur von der Autobahnbrücke herab sieht Alexandra tief unten den
                                Dom [182.17].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dominanz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dominanz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Dominieren; Vorherrschaft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Neudeutschen tun sich schwer mit der veränderten Lage,
                                während den Altpolen die asiatische Dominanz [259.31] erträglich zu
                                sein scheint […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="donnerwort">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Donnerwort</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gewaltiges, großes Wort; Pathetik</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieses Menschenrecht kennt keine Grenzen! Lauter Donnerworte
                                [53.16].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus zwei Spielern bestehende Mannschaft</hi> [D
                            ¹Doppel 2b]</def><cit>
                            <quote>[…] segneten Hochwürden Bieroński, als Priester der
                                Petrikirche, und Konsistorialrat Karau, als Doktor der Theologie,
                                den Versöhnungsfriedhof als ökumenisches Doppel [133.29]
                                ein;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppeladler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppeladler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schlafhaltung, bei der zwei Menschen Rücken an
                                Rücken liegen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Ihrer Aufforderung, endlich zu schlafen, das hieß Rücken an
                                Rücken zu liegen, verdanke ich die Notiz: »Machen wir
                                Doppeladler [79.22]«.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelaltar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelaltar</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifacher <ref target="textgrid:24cg3#altar">Altar</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Nichts ist wünschenswerter als die Symbiose Kali-Maria, als der
                                von Ihnen beschworene Doppelaltar [48.7].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppeldeutigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppeldeutigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Formulierung, die auf zweifache Weise
                                interpretiert werden kann, die einen Nebensinn enthält</hi> [° D
                            doppeldeutig a,b]</def><cit>
                            <quote>Und wenn er emblematisch wurde und ihr die Doppeldeutigkeiten
                                [166.5] barocker Grabsteine offenbarte, hing sie an seinen
                                Lippen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelfeier">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelfeier</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifache <ref target="textgrid:24cg9#feier">Feier</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Doch als im späteren Verlauf der Doppelfeier [138.15] das
                                Aufsichtsratsmitglied Erna Brakup in Stimmung geriet, lief das
                                Tonband.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelgrab">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelgrab</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gräber</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifaches <ref target="textgrid:24cgd#grab.b">Grab (b)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und dann - kaum standen sie unter Bäumen und zwischen
                                überwucherten Einzel- und Doppelgräbern [21.17] - stellte sich der
                                Witwer förmlich der Witwe vor:</quote>
                            <quote>[…] gelang es Alexandra, diese Diskussion zu beenden, indem
                                sie auf das Doppelgrab [197.9] ihrer Eltern auf dem Friedhof am
                                Hagelsberg hinwies und eine Umbettung […] strikt
                                verweigerte:</quote>
                            <quote>Ich lasse meines Mitschülers Abschweifungen über das Doppelgrab
                                [225.21] der Brüder Mackensen und die große Porphyrplatte, in deren
                                Mitte ein springender Hirsch Deutungen zuläßt, beiseite;</quote>
                            <quote>Zwei Holzkreuze nur bezeichnen das Doppelgrab [299.26].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelgrabstelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelgrabstelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifache <ref target="textgrid:24cgd#grabstelle">Grabstelle</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieser Doppelgrabstelle [23.11] sage ich nach, daß sie,
                                buchsbaumumrandet, weniger überwuchert ist als die benachbarten
                                Grabstellen.</quote>
                            <quote>Da aber Reschke ausschließlich jenes Gelände meinte, auf dem die
                                Doppelgrabstelle [66.30] einer Großeltern väterlicherseits den
                                Eltern vorbehalten gewesen war […]</quote>
                            <quote>Zudem war das Interesse an Doppelgrabstellen [136.17]
                                groß.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelhaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelhaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Bauw.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großes <ref target="textgrid:24cgf#haus.1b">Haus (1b)</ref> aus zwei Häusern, die
                                an der gemeinsamen Grenze aneinander gebaut sind, von denen aber
                                jedes auf eigenem Grundstück steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dem Doppelhaus [31.24] ul. Ogarna 78/79 hatte die Baugeschichte,
                                wie sonst keinem Haus in der Hundegasse, als Terrasse einen
                                Beischlag zugestanden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelprojekt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelprojekt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifaches <ref target="textgrid:24cgr#projekt.a">Projekt (a)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Auf jeden Fall verlangt unser Doppelprojekt [72.9] ganzen
                                Einsatz!</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelstunde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelstunde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unterrichtsstunde, die doppelt so lange dauert wie
                                eine einfache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] mein Mitschüler, dem schon während der wöchentlichen
                                Doppelstunde [125.19] Kunsterziehung auf seinem Pelikanblock
                                erschreckend vorauseilende Kritzeleien gelungen waren
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelton">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelton</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweifacher <ref target="textgrid:24cgz#ton.2a">Ton (2a)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieser nach kurzem Anschlag klagende Doppelton [126.9].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppeltür">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppeltür</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tür.a">Tür (a)</ref>, die (zur besseren Isolierung)
                                aus zwei hintereinander angebrachten Türen besteht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war versucht, in einer noch offenen Bar ein Gläschen und
                                noch eins zu kippen, etwa im Schauspielerclub, der aus weit offener
                                Doppeltür [44.24] mit Gesang Betrieb meldete […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Übereinstimmung, Gemeinsamkeit bei zwei
                                Personen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] weil sie dem Gleichklang der Vornamen und dem
                                gemeinsamen Stand des Verwitwetseins noch eine weitere Doppelung
                                [27.20] draufsetzen wollte, überraschte ihn ihre berufliche
                                Erklärung:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="doppelzimmer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Doppelzimmer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#hotelzimmer">Hotelzimmer</ref> mit zwei
                                [zusammenstehenden] Betten</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Eine Rechnung belegt, daß sie die Nacht vom 17. zum 18. März im
                                Hamburger Hotel Prem, diesmal in einem Doppelzimmer [113.19],
                                verbracht haben.</quote>
                            <quote>[…] sicherte sie über das Büro für Touristik »                                Orbis«  ausreichend viele Einzel- und Doppelzimmer [133.6]
                                für die demnächst zu erwartenden Trauergäste.</quote>
                            <quote>Schon für den zweiten Feiertag war in Göttingen, Gebhards Hotel,
                                ein Doppelzimmer [182.11] bestellt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dorf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dorf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ländliche Ortschaft, kleinere Siedlung mit oft
                                bäuerlichem Charakter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo früher die Gehöfte des Dorfes [64.12] Bissau ihre
                                leicht gehügelten Äcker um sich versammelt hatten […]</quote>
                            <quote>Vom Friedhofshügel gesehen, grenzte gleich hinterm Dorf [257.31]
                                der Flugplatz Rębiechowo an.</quote>
                            <quote>Unterhalb des Steilhangs liegt auf gerundetem Sattel ein Dorf
                                [299.11], davor, ummauert im freien Feld und von Zypressen
                                bestanden, der Friedhof.</quote>
                            <quote>Ich nenne den Namen des Dorfes [299.22] nicht, auf dessen
                                Friedhof sie knapp vor der Mauer liegen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#dorffriedhof">Dorffriedhof</ref>; <ref target="textgrid:24cg9#fischerdorf">Fischerdorf</ref>;
                        <ref target="textgrid:24cgj#kurdorf">Kurdorf</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dorffriedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dorffriedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#friedhof">Friedhof</ref> eines <ref target="textgrid:24cg6#dorf">Dorfes</ref></hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Vom Dorffriedhof [299.28] aus hat man einen weiten Blick übers
                                Land.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dose">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dose</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="dose.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">kleiner [runder] Behälter mit Deckel</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>»Sie benutzt die Küche gelegentlich als Werkstatt«,
                                    schreibt Reschke und weist auf ein Regal voller Flaschen, Dosen
                                    [34.16] und Werkzeug hin.</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="dose.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form>/kurz für Konservendose/</form>
                            <def><hi rend="italic">Blechdose, in der Lebens-, Genussmittel luftdicht
                                    verschlossen konserviert werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Konservendose]</ref></def><cit>
                                <quote>Aus Dosen [276.22] sollten grönländisches Krabbenfleisch und
                                    norwegischer Räucherlachs gegabelt werden […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dozent">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dozent</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lehrender an einer Hochschule, Fachhochschule,
                                Volkshochschule u. a. Einrichtungen, bes. in der beruflichen Aus-
                                und Weiterbildung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] mancher Assistent, Dozent [103.6] oder Professor ohne
                                Lehrauftrag hat damals seine Karriere eingefädelt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dr.">
                    <form><form type="lemma">
                            <form type="headword"><hi rend="bold">Dr.= <ref target="#doktor">Doktor</ref></hi></form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><cit>
                            <quote>Ich vermute, daß Professor Dr. [38.19] Reschke diesen Vortrag
                                […] wie vor größerem Auditorium entwickelt hat.</quote>
                            <quote>Professor Dr. [105.5] Alexander Reschke hing, aus Studentenmund,
                                ein Spitzname an, die Unke.</quote>
                            <quote>[…] Dr. [117.8] Heinz Karau, Konsistorialrat der
                                Nordelbisch-Lutherischen Kirche.</quote>
                            <quote>Konsistorialrat Dr. [177.31] Karau nannte den Lebensabend »                                die Zeit der Einkehr und also Heimkehr«.</quote>
                            <quote>Ganz im Sinne des verehrten Herrn Professor Dr. [196.23] Reschke
                                ließe sich die eine oder andere Bodengrabplatte steingehauen
                                beschriften.</quote>
                            <quote>Jener junge Mann namens Dr. [237.24] Torsten Timmstedt hat bei
                                einer Lebensversicherung Erfahrungen im Management gesammelt
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="drängen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Drängen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ drängen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ungeduldig, nachdrücklich antreiben, etw. zu
                                tun</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4a]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Friedhofsordnung […] regelte endlich, auf Drängen
                                [232.22] der Piątkowska, das Recht auf anonyme
                                Begräbnisse.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="draht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Draht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schnurförmig ausgezogenes Metall</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] man möge am teuren Draht [153.17] sparen und Bauelemente
                                der jüngst hinfällig gewordenen Berliner Mauer [einführen]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#golddraht">Golddraht</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="draufsicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Draufsicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Fachspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ansicht von oben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber ihm reichte die Draufsicht [160.23].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreh">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreh</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einfall, Kunstgriff, mit dem sich ein Problem
                                lösen lässt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf solchen Dreh [186.12] muß man kommen. Das nenn' ich
                                Absahnen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreinrede">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreinrede</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh. veraltend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Einmischen in jmds. Angelegenheiten, in ein
                                Gespräch und Aufdrängen einer anderen Meinung</hi> [° D
                            dareinreden]</def><cit>
                            <quote>Ausgehungerte Fragesätze und Leidenschaft, streng auf zwei
                                Personen verengt, die mittels Papier zu Wort kommt, ohne Dreinrede
                                [82.7] von außen...</quote>
                            <quote>An diese lästige Dreinrede [119.29] werden wir uns gewöhnen
                                müssen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreitongebimmel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreitongebimmel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gebimmel">Gebimmel</ref> einer
                                    <ref target="#dreitonklingel">Dreitonklingel</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] obgleich ihr die vielen blitzblanken, die Alt- und
                                Rechtstadt belebenden Rikschas mit ihrem melodischen Dreitongebimmel
                                [289.5] gefielen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreitonklingel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreitonklingel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleine Glocke, die beim Anschlagen eine Folge von
                        drei <ref target="textgrid:24cgz#ton.2b">Tönen (2b)</ref> von sich gibt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Klingel 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Die in Chatterjees Werkstätten entwickelte Dreitonklingel
                                [212.30] ließ vielerorts ein melodisch tönendes Konzert vertraut
                                werden […]</quote>
                            <quote>Rom ist frei von Gestank, kein Dauerhupen, nur noch das
                                melodische Geläut der Dreitonklingeln [297.26].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#dreitongebimmel">Dreitongebimmel</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreizack">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreizack</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großer dreizinkiger Stab</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als sich Witwe und Witwer unterm geschwungenen Dreizack [63.23]
                                des Gottes Neptun trafen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dreizimmerwohnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dreizimmerwohnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#wohnung">Wohnung</ref> mit drei <ref target="textgrid:24ch4#zimmer.b">Zimmern
                                (b)</ref>, Küche u. Bad</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und als sich Witold […] nach Westen absetzte, um in Bremen
                                zu studieren, war die Witwe in der vormals engen, nun geräumigen
                                Dreizimmerwohnung [31.22] allein, aber nicht unglücklich.</quote>
                            <quote>In seinen Notizen hat Reschke, gleich nach der Beschreibung der
                                Dreizimmerwohnung [32.27], noch einmal rückblickend ihre Augen auf
                                sich wirken lassen:</quote>
                            <quote>Auch ich bewohne nach dem Tod meiner Frau […] eine
                                allerdings geräumige Dreizimmerwohnung [33.8] von studioartigem
                                Zuschnitt […]</quote>
                            <quote>Die Dreizimmerwohnung [121.3] in der Hundegasse stand ihm
                                offen.</quote>
                            <quote>[…] doch könnte mildernd gesagt werden, daß unser
                                deutsch-polnisches Paar Reife bewies, als ihm die täglich neue
                                Aufgabe gestellt war, in Alexandras Dreizimmerwohnung [172.22] zu
                                überwintern.</quote>
                            <quote>Als unser Paar nach Ende der ersten Januarwoche wieder in der
                                Hundegasse die Dreizimmerwohnung [187.14] bezog, wurde es doch noch
                                kalt.</quote>
                            <quote>Weil die Vergolderin einen Teil ihrer beruflichen Tätigkeit in
                                die Küche der Dreizimmerwohnung [238.21] verlegt hatte
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="drink">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Drink</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist alkoholisches [Mix]getränk</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Unschlüssig, was mit dem frühen Abend zu tun sei, lud der Witwer
                                die Witwe zu einem Drink [72.17] in die Bar, gleich hinter der
                                Rezeption, ein.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="drittel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Drittel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der dritte Teil eines Ganzen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] standen der schlanke Rathausturm und der stumpfe Turm
                                der Marienkirche im Blick, beide von den Giebeln der
                                gegenüberliegenden Häuserfront im oberen Drittel [32.10] wie
                                abgeschnitten.</quote>
                            <quote>Du mußt wissen, daß in Gdańsk und Gdynia, nein, in ganze
                                Wojewodschaft mehr als Drittel [85.29] von Bevölkerung kommt von
                                Wilno und möcht da liegen, wenn Zeit ist rum.</quote>
                            <quote>Allerdings müsse ein Drittel [94.1] der Summe für den Friedhof in
                                Wilna abgezweigt und auf einem Sperrkonto verwahrt werden
                                […]</quote>
                            <quote>Der Computer hatte richtig gerechnet: nur ein Drittel [115.15]
                                der Einzahler machte von der angebotenen Raten-zahlung
                                Gebrauch.</quote>
                            <quote>Trotz der günstigen Kontostände muß gesagt werden, daß ein
                                Drittel [158.4] des Kapitals samt Zinsen der immer noch ruhenden
                                litauischen Vertragskomponente vorbehalten war;</quote>
                            <quote>Das untere Drittel [223.4] des erst Mitte der siebziger Jahre
                                eingeebneten Sankt-Joseph-Friedhofs wird vom Röhrengeschlinge einer
                                Fernheizungsleitung überbrückt […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#drittelanteil">Drittelanteil</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="drittelanteil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Drittelanteil</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#drittel">Drittel</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#anteil">Anteil</ref></def><cit>
                            <quote>[…] hatte sich die Piątkowska mit einer finanziellen
                                Zusicherung stark gemacht, die durch den Drittelanteil [210.19] am
                                Vermögen der Friedhofsgesellschaft gedeckt war;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dritte-welt-laden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dritte-Welt-Laden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Laden, in dem Erzeugnisse aus der Dritten Welt
                                angeboten werden, mit deren Kauf der Käufer die Länder der Dritten
                                Welt unterstützt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Geschenkt bekam ich einen Bildband, den ich bereits besitze:
                                Drost, ›Die Marienkirche‹, und Alexandra Topflappen aus einem
                                Dritte-Welt-Laden [185.21].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dübel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dübel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Bauw.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verbindungselement zum Zusammenhalten von
                                Bauteilen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] jedes Grabmal muß standsicher aufgestellt und durch
                                Dübel [150.9] mit dem Sockel oder dem Fundament verbunden
                                sein.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="duell">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Duell</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Widerstreit, Dualismus</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mir ist, als wolle Alexandra ihre manchmal kindisch anmutende
                                Widerborstigkeit durch Charme wettmachen. Ein amüsantes Duell
                                [52.9], dem ich gerne sekundiere.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="duett">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Duett</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Musik</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Komposition für zwei Singstimmen mit
                                Instrumentalbegleitung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>In jeder Oper hätten sie ihr Duett [13.18] singen können, schon
                                wüßte ich, nach wessen Musik.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dukatengold">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dukatengold</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">reinstes verarbeitetes <ref target="textgrid:24cgd#gold.1">Gold (1)</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Mattvergoldung und Glanzvergoldung mit Blattgold aus Dukatengold
                                [27.28].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="düne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Düne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch den Wind aufgeschütteter Sandhügel od.
                                -wall</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie werden ihren Weg an der alten Volksschule vorbei durch die
                                Dünen [265.22] genommen haben.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgx#stranddüne">Stranddüne</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dunkelheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dunkelheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zustand des Dunkelseins; lichtarmer Zustand</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Als uns Wróbel bei einbrechender Dunkelheit [176.8] von dem
                                wüsten Gelände führte, schlug ich vor, hier Ordnung einkehren zu
                                lassen, selbstverständlich auf Kosten der
                                Friedhofsgesellschaft.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgp#nachtdunkel">Nachtdunkel</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#novemberdunkel">Novemberdunkel</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dunst">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dunst</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Dünste</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="dunst.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">neblige Luft,
                                    getrübte Atmosphäre</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Er blickte auf die Innenstadt hinab und ließ langsam den
                                    Blick von rechts nach links wandern, als wollte er ihre Türme im
                                    Dunst [235.14] der Abenddämmerung zählen und deren Reihenfolge
                                    prüfen:</quote>
                            </cit></sense><sense n="b)" xml:id="dunst.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">von starkem Geruch [u. Dampf]
                                    erfüllte Luft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] seitlich die breit gelagerte, wie von Dünsten
                                    [13.24] geblähte Markthalle, düster Sankt Nikolai, die
                                    Bauersfrauen benachbarter Marktstände und mögliche
                                    Kundschaft;</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgx#schwefeldunst">Schwefeldunst</ref>
                            </xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="durcheinander">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Durcheinander</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unordnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und ihm war mit ihrer Person das Durcheinander [173.2] im
                                windschiefen Bücherregal liebenswert.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="durchgang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Durchgang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Öffnung, Weg zum Durchgehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Wir standen eng, wagten uns nicht in den schmalen Durchgang
                                [226.13].</quote>
                            <quote>Den Ausschnitt eines Durchgangs [240.20] breit sah man die Ostsee
                                kleine Wellen machen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="durchkommen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Durchkommen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ durchkommen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">trotz räumlicher Behinderung durch einen Raum, Ort
                                o.Ä. zum Ziel gelangen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Stichwörtern lese ich ab, daß in Erna Brakups Kate Wohn- und
                                Schlafzimmer sowie die Veranda überfüllt gewesen sind, kein
                                Durchkommen [265.1], zu wenige Stühle.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="durchmesser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Durchmesser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gerade Linie, die durch den Mittelpunkt einer
                                regelmäßigen ebenen od. räumlichen Figur geht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und die Pantheonkuppel war wie erbaut für den Unkenruf,
                                vielleicht weil Höhe und Durchmesser [296.20] von einem Maß
                                sind.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dürreperiode">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dürreperiode</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeit anhaltender großer Trockenheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Was hält Trockenheit, sogar Dürreperioden [125.11] aus?</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="duschgarnitur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Duschgarnitur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Set bestehend aus Brausekopf, Wasserschlauch und
                                Duschstange</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Reschkes letztes Mitbringsel aus Bochum, eine verchromte
                                Duschgarnitur [154.30] mit regulierbarer Mischbatterie, wurde
                                bereits am 7. August […] eingeweiht:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dustern">
                    <form><form type="lemma">
                            <form type="headword"><hi rend="bold">Dustern</hi></form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">in der Fügung: im Dustern</form><usg><hi rend="spaced">landsch.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Dunkelheit, Finsternis</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D duster]</ref></def><cit>
                            <quote>Bei Licht besehen oder im Dustern [79.8]: er mager, aber nicht
                                altersdürr, sie rundlich stramm, doch nicht verfettet: die beiden
                                gaben ein mögliches Paar ab.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="dutzend">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Dutzend</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[14*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Menge von zwölf Stück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] waren ihm nun die Einkaufsnetze der Witwe - sie erbte
                                nicht nur das eine, sondern ein halbes Dutzend [17.13] - Zeugnisse
                                vergangener Kultur […]</quote>
                            <quote>Gegenüber dem auf ansteigender Wiese benachbarten
                                Soldatenfriedhof mit Ehrenmal der Roten Armee, auf dessen Vorfeld
                                ein Dutzend [21.14] Halbwüchsige Fußball spielten […]</quote>
                            <quote>Überhaupt Altäre. Hab' ich drei Dutzend [27.31] schon fertig. In
                                Dominikanerkirche und überall.</quote>
                            <quote>Ich hätte mir, ungeladen und ein halbes Dutzend [49.11] Barhocker
                                entfernt, einen Wodka bestellt.</quote>
                            <quote>[…] weil aber Polen, inzwischen nur Polen die drei Dutzend
                                [121.28] Rikschas in Bewegung hielten, war das Nein der Witwe vom
                                Nationalstolz bestimmt […]</quote>
                            <quote>Ich verfüge über ein halbes Dutzend [129.9] Kassetten.</quote>
                            <quote>Der Präsident der westdeutschen Republik war unterwegs, um mit
                                wohlgesetzten Reden ein halbes Dutzend [129.17] Tölpeleien des
                                amtierenden Kanzlers zu überdecken […]</quote>
                            <quote>Aus des allabendlich diskutierenden Paares Gerede kann ich ein
                                halbes Dutzend [172.2] Beurteilungen der Deutschen und Polen
                                herausfiltern, darunter dieses Zeugnis:</quote>
                            <quote>Alexandra wunderte sich über ein Dutzend [175.8] schwarzpolierter
                                Granitsteine, auf denen samt Mondsichel und Stern die Namen und
                                Daten polonisierter Tataren eingemeißelt stehen.</quote>
                            <quote>Bald darauf begannen Renovierungsarbeiten in einem halben Dutzend
                                [179.22] Gewerkschaftsheimen, darunter solche mit
                                Meeresblick.</quote>
                            <quote>Ein gutes Dutzend [213.19] waren sie nun und brachten außer
                                Tatkraft Geschäftssinn mit;</quote>
                            <quote>[…] wie gottlos sie dem Handwerk des Vergoldens nachgegangen
                                sei und dennoch zwei Dutzend [256.24] Altären zu neuem Glanz
                                verholfen habe […]</quote>
                            <quote>Der Magistrat der Stadt hatte […] mit einem Sitzungstisch
                                aus schwerer Eiche und dem Dutzend [272.22] Altdanziger Eichenstühle
                                einen Raum gestellt, der ganz im Stil des siebzehnten Jahrhunderts
                                gehalten war.</quote>
                            <quote>Ein Dutzend [277.11] Pfadfinder mochten die Feldsteine in die
                                schilfbestandene Bucht ans Lagerfeuer gerollt haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>


            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>