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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="f"><head>F</head>
                <entry xml:id="fabrikdirektor">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fabrikdirektor</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Leiter eines Betriebs, in dem auf industriellem
                                Wege durch Be- u. Verarbeitung von Werkstoffen unter Einsatz
                                mechanischer u. maschineller Hilfsmittel bestimmte Waren, Produkte
                                in großer Stückzahl hergestellt werden</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Fabrik 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Allenfalls laufen Scheingeschäfte, bei denen ausländische
                                Briefkastenfirmen und einheimische, alteingesessene Fabrikdirektoren
                                [205.26] ihren Schnitt machen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fach">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fach</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Fächer</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="fach.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Themengebiet, das in der Schule unterrichtet
                                    wird</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>In anderen Fächern [15.21] warst Du gewiß keine Leuchte, aber
                                    Deine Aufsätze ließen schon früh erkennen...</quote>
                                <quote>In fast allen Fächern [140.3] überdurchschnittlich gut, ließ
                                    er zwar von sich abschreiben, wollte dafür aber gelobt, von
                                    allen gelobt werden.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="fach.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">durch festeres, meist starres Material von der
                                    angrenzenden Umgebung abgeteilter, der Aufbewahrung von etw.
                                    dienender Teil eines Behältnisses, Möbelstücks o.Ä.</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgf#handschuhfach">Handschuhfach</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachbereich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachbereich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Hochschulw.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">organisatorisch zusammengefasster Bereich von
                                wenigen wissenschaftlich od. ausbildungsmäßig zusammengehörenden
                                Fächern als Untergliederung od. anstelle einer Fakultät an
                                wissenschaftlichen Hochschulen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] eine Idee gehabt und beharrlich gegen Widerstände der
                                Kollegen aus anderen Fachbereichen [106.15] durchgesetzt, sogar
                                ziemlich rücksichtslos durchgesetzt hatte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachliteratur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachliteratur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ein bestimmtes Fachgebiet behandelnde, bes.
                                wissenschaftliche <ref target="textgrid:24cgk#literatur.2">Literatur (2)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als werde er von nun an daheim, etwa auf dem Weg zur
                                Ruhruniversität, seine Fachliteratur [18.21], dicke Wälzer zum Thema
                                barocker Emblematik, in einem […] Einkaufsnetz tragen.</quote>
                            <quote>Weil sich in Alexandras windschiefem Büchergestell zwischen der
                                nautischen Fachliteratur [180.30], oder belastet von einem Stoß
                                Krimis, gewiß ein Atlas fand […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachmann">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachmann</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -leute</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der auf einem bestimmten Gebiet die
                                entsprechenden Fachkenntnisse hat, sich in seinem Fachgebiet genau
                                auskennt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Fachleute [106.29] […] wurden zu Vorträgen
                                eingeladen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachsimpelei">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachsimpelei</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs., oft abwertend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ausgiebiges <ref target="#fachsimpeln">Fachsimpeln</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur das »liebe Professorchen«  wird ab und zu
                                angerufen, sobald seine Fachsimpelei [87.22] nach Bestätigung
                                verlangt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachsimpeln">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachsimpeln</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ fachsimpeln</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich ausgiebig über rein fachliche, rein
                                berufliche Angelegenheiten unterhalten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Muß das unter Friedhofsbäumen, die sich zusehends entblößten, ein
                                Fachsimpeln [28.5] zwischen dem Emblematiker und der Vergolderin
                                verschnörkelter Embleme gewesen sein!</quote>
                            <quote>[…] geriet immer wieder ins Fachsimpeln [74.7], zumal
                                Alexandras Tätigkeit als Vergolderin oft […] auf die Schrift-
                                und Ornamentvergoldung hölzerner und steingehauener Epitaphe
                                konzentriert war […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fachsimpelei">Fachsimpelei</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachwerk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachwerk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Archit.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bauweise, bei der die Wände aus einem Gerippe von
                                Balken bestehen, dessen Zwischenräume durch Mauerwerk (Ziegelsteine,
                                Lehm o.Ä.) ausgefüllt sind</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Hälfte eines der Kleinhäuschen in Fachwerk [240.22], unterm
                                Teerpappendach und mit Verandavorbau, war Erna Brakups
                                Zuhause.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fachwerkgebäude">Fachwerkgebäude</ref>; <ref target="#fachwerkhaus">Fachwerkhaus</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachwerkgebäude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachwerkgebäude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fachwerk">Fachwerk</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gebäude">Gebäude</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo ein zur Jahrhundertwende erbautes Ziegel- und
                                Fachwerkgebäude [67.2] als Sitz der Friedhofsverwaltung den
                                Haupteingang zum Friedhof bewacht hatte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachwerkhaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachwerkhaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fachwerk">Fachwerk</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#haus.1c">Haus (1c)</ref></def><cit>
                            <quote>Ach ja, zuunterst und wie zu Füßen der hochkant stehenden
                                Hotelschachtel lud spielzeugklein das Fachwerkhaus [235.29] am
                                Radauneufer zu Thekengesprächen ein.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fachwerkhäuschen">Fachwerkhäuschen</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachwerkhäuschen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachwerkhäuschen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>/Vkl. zu <ref target="#fachwerkhaus">Fachwerkhaus</ref>/</def><cit>
                            <quote>[…] schlurfte er zielstrebig auf eine Kneipe zu, die als
                                stilecht renoviertes Fachwerkhäuschen [45.3] gleich hinterm hochkant
                                stehenden Hotel auf ihn wartete, putzig ans Ufergebüsch der Radaune
                                gerückt.</quote>
                            <quote>Im nur mäßig besuchten Fachwerkhäuschen [45.17] war Platz an der
                                Theke.</quote>
                            <quote>Es war kurz nach Mitternacht, als sich die Herren vor dem
                                Fachwerkhäuschen [50.22] verabschiedeten.</quote>
                            <quote>Nein, Reschke hatte keine Zuflucht ins Fachwerkhäuschen [76.24]
                                an der Radaune im Sinn.</quote>
                            <quote>Mein ehemaliger Mitschüler wird sich häufig am Ort ihrer ersten
                                Begegnung, im Fachwerkhäuschen [161.33], mit dem Bengalen getroffen
                                und mit ihm Dortmunder Exportbier getrunken haben.</quote>
                            <quote>Knapp eine Woche nach dieser Sitzung hat Reschke wieder einmal
                                ein Gespräch mit Chatterjee geführt, diesmal nicht im
                                Fachwerkhäuschen [199.15] an der Radaune […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fachwissen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fachwissen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fundierte Kenntnis auf einem bestimmten
                                Gebiet</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Fachkenntnis]</ref></def><cit>
                            <quote>Obgleich Fachwissen [48.8] den Professor auf Grabbodenplatten
                                spezialisiert hatte, war ihm das hinduistische Götterwesen
                                überschaubar, die Göttin Kali sogar unter dem Namen Parwati
                                bekannt.</quote>
                            <quote>Deren Fachwissen [162.23] sei Grundlage der angestrebten
                                Fließbandproduktion, demnächst laufe sie an...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="faden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Faden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *jmdm. reißt der Faden</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">beim Sprechen, Reden plötzlich nicht mehr
                                    weiterwissen, den gedanklichen Zusammenhang verlieren</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                <quote>Dann, nach lustigen Schulgeschichten […] sei ihr abrupt
                                    der Faden [27.12] gerissen:</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="fahne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist rechteckiges, an einer Seite an einer Stange
                                befestigtes Tuch, das die Farben, das Zeichen eines Landes, eines
                                Vereins, einer Gemeinschaft o.Ä. zeigt u. als Symbol o.Ä. für etw.
                                gilt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo die Tribüne mit Fahnen [251.9] und Zubehör ihren
                                Sonntagmorgenschatten warf, sollten demnächst schon Sammelgräber
                                dicht bei dicht Platz finden.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgz#totenfahne">Totenfahne</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fähnlein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fähnlein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Untereinheit des Jungvolks, in dem die 10 bis
                                14-jährigen Jungen organisiert waren, umfasste ca. 40 Jungen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#WA2" type="source">[WA2]</ref></def><cit>
                            <quote>Unsere gemeinsame Schülerzeit dämmert mir: wir - zwei
                                Hitlerjungs, in einer Schulbank zwar, doch nicht im selben Fähnlein
                                [102.25] bei Morgenfeiern in Kolonnen aufmarschiert […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fähnleinführer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fähnleinführer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#führer">Führer</ref> einer Gruppe der
                                Hitlerjugend</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] vielmehr sehe ich meinen ehemaligen Banknachbarn als
                                eifrigen Fähnleinführer [140.23] […]</quote>
                            <quote>Doch auch die schreckliche Zeichnung muß Leistung des
                                Fähnleinführers [140.31] Reschke gewesen sein;</quote>
                            <quote>Und daß er mit vierzehneinhalb Fähnleinführer [156.19] gewesen
                                ist […]</quote>
                            <quote>Nachdem er sich dem versammelten Aufsichtsrat als ehemaliger
                                Fähnleinführer [286.31] vorgestellt hatte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fähre">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fähre</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Wasserfahrzeug zum Transportieren, Übersetzen von
                                Personen über einen Fluss, einen See od. eine kürzere
                                Meeresstrecke</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Sicher ist, daß sie die Fähre [158.27] von Schiewenhorst nach
                                Nickelswalde über die mündende Weichsel genommen haben;</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#autofähre">Autofähre</ref>; <ref target="textgrid:24ch2#weichselfähre">Weichselfähre</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="fahrer.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">jmd., der berufsmäßig ein [Kraft]fahrzeug (als
                                    Transport-, Verkehrsmittel o.Ä.) fährt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                                <quote>Leider fehle es an Fahrern [58.16] oder Rikschawalas, wie man
                                    in Calcutta sage, obgleich die Taxichauffeure, wie man ja sehe,
                                    nahezu arbeitslos seien.</quote>
                                <quote>Vom bisher einzigen polnischen Fahrer [59.13] betrieben,
                                    rollte auf der Hotelauffahrt eine Fahrradrikscha gleichen
                                    Modells ein […]</quote>
                                <quote>Der dritte Fahrer [80.23] sah fremdländisch aus.</quote>
                                <quote>Da der Fahrer [204.3] kein Pakistani, sondern semmelblond
                                    ist, könnte er Pole und wenn nicht Pole, dann Kaschube
                                    sein.</quote>
                                <quote>Die Räder und drangehängten Kisten sehen schäbig aus, die
                                    Fahrer [204.14] mürrisch, die Insassen bekümmert.</quote>
                                <quote>Auf anderer Abbildung schiebt der Fahrer [204.15] die
                                    beladene Kiste.</quote>
                                <quote>Der Fahrer [204.27] steckt in uniformähnlicher, dennoch
                                    sportlicher Kleidung:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgv#rikschafahrer">Rikschafahrer</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#taxifahrer">Taxifahrer</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="fahrer.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">jmd., der ein Kraftfahrzeug
                                    fährt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                <quote>Ich denke mir Fahrer [64.30] und Beifahrerin schweigend, wenn
                                    nicht enttäuscht und ziemlich nachdenklich geworden:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg3#autofahrer">Autofahrer</ref>; <ref target="textgrid:24cgn#mercedesfahrer">Mercedesfahrer</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgr#panzerfahrer">Panzerfahrer</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrgast">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrgast</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gäste</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der in einem öffentlichen Verkehrsmittel
                                fährt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Weißrot gestreift das Klappdach zum Schutz der Fahrgäste [57.28]
                                bei widrigem Wetter.</quote>
                            <quote>Kurz vorm Olivaer Tor glaubte Reschke, nicht irgendein Gefährt,
                                sondern eine mit zwei Fahrgästen [71.2] besetzte Fahrradrikscha
                                überholt zu haben.</quote>
                            <quote>»Mister Marczak ist ein treuer Fahrgast [202.24] und immer
                                gefällig«, sagte der Bengale nach letztem Sprung über das
                                schmiedeeiserne Gitter.</quote>
                            <quote>Wie auf den Schwarzweißfotos aus Kriegszeiten die Warschauer
                                Fahrgäste [205.2] von starrem Ausdruck sind, blickt auch Erna Brakup
                                unbewegt in die Kamera […]</quote>
                            <quote>[…] sogleich entsteht mir ein Bild, auf dem eine blitzneue
                                Fahrradrikscha mit einer Unke als Fahrgast [211.29] in Richtung
                                Zukunft rollt...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fahrgastsitz">Fahrgastsitz</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rikschafahrgast">Rikschafahrgast</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrgastsitz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrgastsitz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fahrgast">Fahrgast</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#sitz.3">Sitz (3)</ref></def><cit>
                            <quote>Ihr kindliches Händeklatschen, als sie die Miniatur ausgepackt
                                und uns beide als Püppchen auf dem Fahrgastsitz [289.14] der
                                güldenen Rikscha entdeckte!</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrpreis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrpreis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#preis">Preis</ref> für eine <ref target="#fahrt">Fahrt</ref>
                                mit einem öffentlichen Verkehrsmittel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] denn die Rikschas legten wie die Taxis den nur im
                                Fahrpreis [138.5] unterschiedlichen Weg mit seitlich wehendem
                                Trauerflor zurück.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrrad">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrrad</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fahrzeug mit zwei hintereinander angeordneten
                                Reifen, das durch Treten von Pedalen angetrieben wird</hi> [°
                            D]</def><cit>
                            <quote>Sie hätten diese Strecke oft per Fahrrad [59.29]
                                genommen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fahrradrikscha">Fahrradrikscha</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rad.1">Rad (1)</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgv#radsportweltmeister">Radsportweltmeister</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrradrikscha">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrradrikscha</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[24*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fahrrad">Fahrrad</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rikscha">Rikscha</ref></def><cit>
                            <quote>In einigem Abstand zu der Reihe wartender Taxis stand Mister
                                Chatterjee neben einer Fahrradrikscha [57.20].</quote>
                            <quote>›Denn der Fahrradrikscha [58.22]‹, rief Mister Chatterjee,
                                ›gehört die Zukunft.‹</quote>
                            <quote>In seinen Aufzeichnungen sah er […] Kuraufenthalte und das
                                umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrradrikscha [58.29] als
                                flankierende Bestrebungen zur Friedhofsgesellschaft.</quote>
                            <quote>[…] die Vorzüge der wendigen, lärmschwachen und selbstredend
                                abgasfreien Fahrradrikschas [59.7] im städtischen Nahverkehr
                                […]</quote>
                            <quote>Vom bisher einzigen polnischen Fahrer betrieben, rollte auf der
                                Hotelauffahrt eine Fahrradrikscha [59.14] gleichen Modells ein
                                […]</quote>
                            <quote>Kurz vorm Olivaer Tor glaubte Reschke, nicht irgendein Gefährt,
                                sondern eine mit zwei Fahrgästen besetzte Fahrradrikscha [71.3]
                                überholt zu haben.</quote>
                            <quote>Wenn überhaupt etwas, dann hat die Fahrradrikscha [81.2]
                                Zukunft!</quote>
                            <quote>Doch als mein ehemaliger Mitschüler für die nur kurze Fahrt zum
                                nunmehr gepachteten Friedhofsgelände eine Fahrradrikscha [121.17]
                                benutzen wollte, kam es zu einem Wortwechsel […]</quote>
                            <quote>Schon sehe ich uns voraus, etwa um die Jahrtausendwende, kurz
                                nachdem, wie Chatterjee sagt, die Fahrradrikscha [124.28] das Auto
                                aus den Städten verdrängt hat.</quote>
                            <quote>Ältere Trauergäste fanden es anstößig, daß einige jüngere
                                Trauergäste […] schon den Hinweg vom Hotel zum Friedhof, dann
                                den Rückweg in Chatterjees Fahrradrikschas [138.2] genommen hatten
                                […]</quote>
                            <quote>Sie kennen ja meine These: Nur die Fahrradrikscha [161.29] hat
                                Zukunft!</quote>
                            <quote>Die einzige Sorge, die ihn bewegt, betrifft zu lange
                                Einfuhrfristen für holländische Fahrradrikschas [162.10], zudem den
                                ständigen Ärger beim Zoll.</quote>
                            <quote>[…] die Fahrradrikscha [164.12] als Transportmittel, das
                                besonders gerne von unseren jungen Trauergästen benutzt wird
                                […]</quote>
                            <quote>[…] so vorbehaltlos ich als Autofahrer bereit bin, Verzicht
                                zu leisten und in seiner Fahrradrikscha [200.11] das Vehikel zur
                                Rettung der Großstädte zu sehen […]</quote>
                            <quote>Übrigens hat sie Chatterjee auf die Idee gebracht, die
                                Fahrradrikscha [202.29] als Transportmittel für Kleinumzüge
                                anzubieten.</quote>
                            <quote>Mir liegt ein Foto vor, auf dem die Brakup in einer
                                Fahrradrikscha [203.28] bei hochgeklapptem Verdeck sitzt, obgleich
                                das Foto Schönwetter beweist.</quote>
                            <quote>[…] indem er ab sofort die fabrikneue Zulieferung einer
                                vorerst noch begrenzten Anzahl von Fahrradrikschas [210.17]
                                garantierte […]</quote>
                            <quote>[…] und sogleich entsteht mir ein Bild, auf dem eine
                                blitzneue Fahrradrikscha [211.29] mit einer Unke als Fahrgast in
                                Richtung Zukunft rollt...</quote>
                            <quote>[…] die Fahrradrikscha [213.11] »                                Solidarność«  wurde zum Serienprodukt entwickelt und
                                sollte, über Europa hinaus, den Bedarf afrikanischer, asiatischer
                                und südamerikanischer Großstädte decken.</quote>
                            <quote>Wegen Verdienste um Produktion von Fahrradrikscha [286.2] hat er
                                teures Auto bekommen.</quote>
                            <quote>Dennoch sind sie nicht im schwedischen Fließbandprodukt, sondern
                                in einer Fahrradrikscha [287.24] bengalisch-polnischer Produktion
                                zum Standesamt gefahren.</quote>
                            <quote>Doch hat sein Hochzeitsgeschenk, das zierliche, ganz aus
                                Golddraht gewirkte Modell einer Fahrradrikscha [289.11], sogar
                                Alexandra erfreut.</quote>
                            <quote>[…] weil auch dort das innerstädtische Verkehrschaos mit
                                Hilfe der Fahrradrikscha [289.20] behoben werden sollte.</quote>
                            <quote>Die Zukunft gehört der Fahrradrikscha [294.28].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fahrradrikschabetrieb">Fahrradrikschabetrieb</ref>;
                            <ref target="#fahrradrikschaproduktion">Fahrradrikschaproduktion</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrradrikschabetrieb">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrradrikschabetrieb</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fahrradrikscha">Fahrradrikscha</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#betrieb.1b">Betrieb
                            (1b)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] es in Warschau […] einen legalen
                                Fahrradrikschabetrieb [204.11] von Polen für Polen gegeben hat,
                                Personen- und Gütertransport.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrradrikschaproduktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrradrikschaproduktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fahrradrikscha">Fahrradrikscha</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#produktion.1a">Produktion
                            (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] aber die dreißigprozentige Kapitalbeteiligung der
                                Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft an S. Ch. Chatterjees
                                Fahrradrikschaproduktion [163.19] ist […] ans Licht
                                gekommen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrradsitz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrradsitz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Gen.
                            -es</form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#fahrrad">Fahrrad</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#sitz.3">Sitz (3)</ref></def><cit>
                            <quote>Seitlich des Fahrradsitzes [204.22] meidet die laubgrüne Schrift
                                auf weißem Lackgrund die Landessprache und will
                                allgemeinverständlich sein: »Chatterjees
                                Rikscha-Service«.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrspur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrspur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(dem Verkehrswesen verschriebener) Lebensweg</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] Chatterjee höre ich auf zukünftiger Fahrspur [162.7]
                                autoverstopfte Großstädte, Rom und Paris, retten.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrstuhl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrstuhl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Aufzug</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Kurz nach elf verlangte er den Schlüssel, nahm den Fahrstuhl
                                [76.26] ins vierzehnte Stockwerk hoch […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="fahrt.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="fahrt.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">das Zurücklegen einer bestimmte Strecke</hi>
                                    <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D fahren 2c]</ref></def><cit>
                                    <quote>Doch als mein ehemaliger Mitschüler für die nur kurze
                                        Fahrt [121.16] zum nunmehr gepachteten Friedhofsgelände eine
                                        Fahrradrikscha benutzen wollte, kam es zu einem Wortwechsel
                                        […]</quote>
                                    <quote>Auf der Fahrt [159.6] durch die Niederung fällt auf, wie
                                        krebsartig das östlich der Stadt wuchernde Industriegebiet
                                        sich ins flache, nur durch den Weichseldeich begrenzte Land
                                        frißt.</quote>
                                    <quote>Sein Tagebuch meldet täglich neue Aktivitäten; und doch
                                        sind zwei Wochenendausflüge belegt: die Autofahrt über die
                                        Weichselbrücke ins Werder und die Fahrt [124.16] an einen
                                        See.</quote>
                                </cit><xr><ref target="#fahrpreis">Fahrpreis</ref>; <ref target="#freifahrschein">Freifahrschein</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24cgf#hinfahrt">Hinfahrt</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#stadtrundfahrt">Stadtrundfahrt</ref></xr></sense><sense n="b)" xml:id="fahrt.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">[bestimmte]
                                        Fortbewegung mit einem Fahrzeug o.Ä.</hi> [° D fahren
                                    2a]</def><cit>
                                    <quote>Und Mister Chatterjee, dessen Firma mittlerweile über
                                        dreißig Rikschas betrieb, stellte eine spätere Fahrt
                                        [121.21] in Aussicht.</quote>
                                    <quote>Sie lehnte nicht nur Fahrten [164.18] mit den melodisch
                                        läutenden Rikschas ab, sie empörte sich gegen deren
                                        Besitzer, die ihr unbegreifliche Person.</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="textgrid:24cg3#autofahrt">Autofahrt</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rikschafahrt">Rikschafahrt</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24cgz#taxifahrt">Taxifahrt</ref></xr>
                            </sense>
                            <sense n="c)" xml:id="fahrt.1c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num><re><form>*in Fahrt kommen</form>
                                    <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                    <sense><def><hi rend="italic">[…] in Schwung geraten</hi>
                                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*1]</ref></def><cit>
                                            <quote>Wenn doch auch wir mit unseren Friedhofsplänen so
                                                erfolgreich in Fahrt [71.7] kämen...</quote>
                                        </cit></sense></re></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="fahrt.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Reise</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>Der Bengale setzte sich eine Rennfahrerkappe auf. Reschke
                                    wünschte gute Fahrt [60.2].</quote>
                                <quote>Auf längere Fahrten [284.20] nahm Jerzy Wróbel sie
                                    mit.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fährte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fährte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Jägerspr.</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Spur […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein Satz der Witwe, dem nur zuzustimmen ist: »Auf Friedhof
                                muß Schluß sein mit Politik!«, hat mich auf die Fährte [53.22]
                                gebracht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fahrzeug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fahrzeug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">u.a. mit Rädern, Kufen od. Tragflächen
                                ausgerüstete technische Konstruktion mit Eigen- od. Fremdantrieb zur
                                Beförderung von Personen u. Lasten [D] Unkenrufe
                                [Fahrrad]rikscha</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Nein, nicht aus Dakka oder Calcutta habe er die Rikscha
                                eingeführt, vielmehr entspreche dieses Fahrzeug [58.4] aus
                                holländischer Produktion europäischen Ansprüchen.</quote>
                            <quote>[…] und dieses Wort sich vom japanischen »Jin riki
                                shaw«  herleitet, das heißt: vom Läufer gezogenes Fahrzeug
                                [163.11].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fakultät">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fakultät</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fachgebiet, berufliches Betätigungsfeld</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Bin ich von gleiche Fakultät [27.22] wie der Herr.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Fälle</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="fall.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><sense n="a)" xml:id="fall.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">sich in einer bestimmten
                                        Weise darstellende Angelegenheit, Sache, Erscheinung</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D¹Fall 2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Oder so sehe ich ihren Fall [78.14], obgleich Reschke nur
                                        wenige Einzelheiten seinem Tagebuch anvertraut hat.</quote>
                                    <quote>Sogleich griff die Presse den Fall [153.14] auf.</quote>
                                    <quote>Im übrigen kann man davon ausgehen, daß in allen Fällen
                                        [193.2] ein Alterswunsch erfüllt worden ist.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24ch4#zweifelsfall">Zweifelsfall</ref></xr></sense><sense n="b)" xml:id="fall.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">etw., womit man rechnen
                                        muss</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgd#gründungsfall">Gründungsfall</ref></xr><re><form> *auf jeden Fall</form>
                                    <sense><def><hi rend="italic">ganz bestimmt, unbedingt</hi>
                                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D¹Fall 2a*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Auf jeden Fall [72.9] verlangt unser
                                                Doppelprojekt ganzen Einsatz!</quote>
                                            <quote>Ihr solltet auf jeden Fall [186.14] Umbettungen
                                                zulassen.</quote>
                                            <quote>Auf jeden Fall [284.18] war er seit Mitte März
                                                ohne Auto.</quote>
                                        </cit></sense></re>
                                <re><form> *auf keinen Fall</form>
                                    <sense><def><hi rend="italic">absolut nicht, unter keinen
                                                Umständen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D¹Fall 2a*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Auf keinen Fall [63.16] sehe ich ihn mit einem
                                                Porsche vor dem Hevelius vorfahren.</quote>
                                            <quote>Aber in die Katakomben will Alexandra auf keinen
                                                Fall [297.13].</quote>
                                        </cit></sense></re>
                            </sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="fall.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><re><form>*zu Fall bringen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">scheitern lassen, zunichte machen;
                                            stürzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D¹Fall 1b*2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Deren Verlassenheit und stehengebliebener Geruch
                                            hätten sein Hochgefühl zu Fall [44.16] bringen
                                            können.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *zu Fall kommen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">hinfallen, hinstürzen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*1]</ref></def><cit>
                                        <quote>Jedenfalls war die Witwe schon zur Stelle, als der
                                            Witwer anstieß, stolperte, doch nicht zu Fall [7.5]
                                            kam.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                        </sense>
                        <sense n="3." xml:id="fall.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><usg><hi rend="spaced">Rechtsspr.</hi></usg><def><hi rend="italic">Gegenstand einer Untersuchung; Verhandlung</hi> [D¹Fall
                                3]</def><cit>
                                <quote>Verbrieft ist nur ihre spätere Meinung zum Fall [110.27]
                                    Malskat:</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="falle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Falle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">tödliche Gefahr; Verderben</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Eine der typischen Chausseen, die beiderseits von Linden und
                                Kastanien bestanden sind und im Sommer einen tiefgrünen Tunnel
                                bilden, ist den Kröten zur Falle [159.28] geworden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fallenlassen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fallenlassen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abwärtsbewegung durch Entspannen der Muskeln</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Im Vergleich dazu waren dem Wissenschaftler nur wenige und immer
                                gleich trübe Gesten geläufig, etwa das sprachlose Heben und
                                Fallenlassen [50.8] der Hände nach Art alternder Männer;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fallsucht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fallsucht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o. Pl.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">volkst. veraltet</hi></usg><usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Epilepsie</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Es ist, als hätten ihre Wörter und mit ihnen die einzelnen
                                Buchstaben die Fallsucht [86.31].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="falsche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Falsche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ falsch</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nicht so, wie es sein sollte; fehlerhaft; nicht
                                richtig</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                            <quote>Heute weiß ich, wir haben versagt, sehe aber dennoch, wie sich
                                gegenwärtig alles zum Besseren fügt. Falsches [282.17] schlägt
                                richtig aus!</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fälschung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fälschung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Nachahmung [eines Originals, von etw. Echtem]</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Ist Kunst nicht Fälschung [110.30] immer bißchen?</quote>
                            <quote>Kein Wunder: mit all ihrem Charme überspielte sie die jeder
                                Rekonstruktion zugrunde liegende Fälschung [114.19]...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="falte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Falte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="falte.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">vertiefte, unregelmäßig geformte Linie in der
                                    Haut</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Entsaftet hat der Leib Falten [160.3] geworfen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgk#lachfalte">Lachfalte</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="falte.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">durch Übereinanderlegen
                                    oder Zusammenschieben von Stoff entstandener, schmaler, lang
                                    gestreckter, wellenförmiger od. geknickter Stoffteil</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                <ref target="#faltenwurf">Faltenwurf</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#knitterfalte">Knitterfalte</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="faltenwurf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Faltenwurf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -würfe</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fall eines Gewandes in <ref target="textgrid:24cg9#falte.2">Falten (2)</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Es sind männlich langgliedrige Hände, deren Gebein, im Gegensatz
                                zum Kopf, der skelettiert ist, von Haut, sichtbar bis zum Faltenwurf
                                [227.15] der Leichenhemdärmel, zusammengehalten wird;</quote>
                            <quote>[…] dessen leicht seitlich geneigten Schädel, den immer noch
                                üppigen Faltenwurf [227.31] des Leichenhemdes bis zu den verdeckten
                                Füßen hin.</quote>
                            <quote>[…] wenngleich die Vergolderin keine Feinheiten der
                                spätgotischen Faltenwürfe [254.6] zuschlämmte, viel von seiner
                                möglichen Schönheit vergangen.</quote>
                            <quote>Der vorher grämlich wirkende Ausdruck des blasenden,
                                langgelockten, eher einen jungen Mann als eine Jungfrau im
                                Faltenwurf [254.18] verbergenden Engels gewann jene herbe Anmut
                                […]</quote>
                            <quote>[…] vorbei an Konsolen, die Wendeltreppe hinauf, vor
                                barockem Faltenwurf [291.15] und zopfig wuchernden Spiegelrahmen
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="familie.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Gruppe aller miteinander [bluts]verwandten
                                    Personen; Sippe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Danach habe sie unvermittelt sich selbst und ihre Familie
                                    [20.12] mit dem Dichter und dessen Familie [20.13] als »                                    vertriebene Flüchtlinge von Osten weg nach westliche
                                    Gegend«  vereinigt […]</quote>
                                <quote>[…] stellte sich der […] Mann als jemand mit
                                    britischem Paß vor, der […] seine weitere und
                                    weitverzweigte Familie [46.5] teils in Dakka, teils in Calcutta
                                    wisse […]</quote>
                                <quote>Meine Familie [56.30] übrigens auch.</quote>
                                <quote>Hochbetagte Frauen wurden zu Grabe getragen, denen viel
                                    Familie [145.20] Geleit gab.</quote>
                                <quote>Bei den Urnenbeisetzungen war der Kreis der Leidtragenden
                                    kleiner, oft nur auf die engere Familie [149.5]
                                    beschränkt.</quote>
                                <quote>Mußte das Paar sich unbedingt der Familie [181.21]
                                    zeigen?</quote>
                                <quote>So individuell die einzelnen Gräber auf Wunsch der Familien
                                    [188.25] gärtnerisch gestaltet sein mögen, der Schnee hat alles
                                    gleich gemacht.</quote>
                                <quote>[…] wo, vergessen oder wie aufgespart, das Grabmal der
                                    Familie [199.18] Klawitter zum Treffpunkt wurde.</quote>
                                <quote>[…] wollten sie dort entspannen […], wo die Familie
                                    [233.22] herkam, wo Heimat gewesen war, wo in lieblicher
                                    Landschaft das Leben noch ruhig und einfach verlief.</quote>
                                <quote>[…] seit der verunglückten Weihnachtsreise finde ich
                                    keinen Hinweis mehr auf Familie [292.14].</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#brauereibesitzerfamilie">Brauereibesitzerfamilie</ref>; <ref target="#familiengeschichte">Familiengeschichte</ref>;
                                    <ref target="#familiengrab">Familiengrab</ref>; <ref target="#familiengruppe">Familiengruppe</ref>;
                                    <ref target="#familienmitglied">Familienmitglied</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#trauerfamilie">Trauerfamilie</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="familie.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">aus einem Elternpaar od.
                                    einem Elternteil u. mindestens einem Kind bestehende
                                    [Lebens]gemeinschaft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und Wróbel bot sich an, der versammelten Aufsicht
                                    einige Projekte am Pelonker Weg zu zeigen, etwa den
                                    schloßähnlichen Sommersitz der Familie [178.11] Schopenhauer
                                    […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#familienangehörige">Familienangehörige</ref>; <ref target="#familienausflug">Familienausflug</ref>
                            </xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familienangehörige">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familienangehörige</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die nähsten Verwandten, Mitglieder der
                                    <ref target="textgrid:24cg9#familie.b">Familie (b)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Laut Reschkes Bericht waren nicht nur Familienangehörige [136.8]
                                und Freunde der Verstorbenen anwesend;</quote>
                            <quote>Weil viele abgelehnt werden mußten, war oft lästiger Briefwechsel
                                mit Familienangehörigen [150.28] die Folge.</quote>
                            <quote>Deutlich, wenn nicht gar fordernd, spreche sich die Bereitschaft
                                der Familienangehörigen [177.8] aus, diesen Wunsch der Eltern,
                                Großeltern, Urgroßeltern zu erfüllen.</quote>
                            <quote>Weder war Reschke im schwarzen Kammgarnanzug dabei noch unter
                                breitkrempigem Hut die Piątkowska, doch waren viele
                                Familienangehörige [215.8] gekommen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familienausflug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familienausflug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -ausflüge</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#familie.b">Familie (b)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#ausflug">Ausflug</ref></def><cit>
                            <quote>Wo Reschke Waldwiesen erinnerte und sonntägliche Familienausflüge
                                [64.21], bedrängten zeltartig konstruierte Holzhäuser einander
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familiengeschichte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familiengeschichte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#familie.a">Familie (a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#geschichte.1">Geschichte
                            (1)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] schließlich durch kurzgefaßte Familiengeschichten
                                [17.10] einst namhafter Patriziergeschlechter beredt gemacht hatte
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familiengrab">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familiengrab</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gräber</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Grabstätte, in der die Angehörigen einer
                                    <ref target="textgrid:24cg9#familie.a">Familie (a)</ref> beigesetzt werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Übrigens war das Familiengrab [36.29] meiner Großeltern
                                väterlicherseits, gelegen im Mittelfeld der Vereinigten Friedhöfe,
                                damals schon meinen Eltern vorbehalten...</quote>
                            <quote>Umständlich ging es […] um die Überführung der Gebeine aus
                                Familiengräbern [195.1] in die Beinkammern […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familiengruppe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familiengruppe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#familie.a">Familie (a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gruppe">Gruppe</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Eine Familiengruppe [154.5] reiste empört mit der Asche des
                                Vaters und Großvaters wieder ab.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familienmitglied">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familienmitglied</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -er</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#familie.a">Familie (a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgn#mitglied.2">Mitglied (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] die erklärte Bereitschaft so vieler Landsleute, die
                                Gebeine ihrer Familienmitglieder [211.15] auf den
                                Versöhnungsfriedhof Gdańsk umzubetten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="familienname">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Familienname</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Nach<ref target="textgrid:24cgp#name.a">name (a)</ref> eines od. beider
                                Elternteile, der den aus dieser Partnerschaft hervorgehenden Kindern
                                gegeben wird; Zuname</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] der nicht mehr Reschke, sondern wie vor der einst
                                üblichen Eindeutschung von Familiennamen [259.6] Reszkowski heißt
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[beim Fischen] gemachte Beute</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] welche Fischer zu welchen Preisen ihren Fang [221.21]
                                aus Zugnetzen vermarktet hatten […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="farbe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Farbe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="farbe.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><sense n="a)" xml:id="farbe.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">mit dem Auge wahrnehmbare
                                        Erscheinungsweise der Dinge, die auf der verschiedenartigen
                                        Reflexion und Absorption von Licht beruht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] schon nahm der Himmel Farbe [236.14]
                                        an...</quote>
                                    <quote>[…] sie hatte sich zum weitkrempigen Hut ein
                                        knappsitzendes Kostüm schneidern lassen, dessen Farbe
                                        [290.12] Reschke als ein »warmes, zum Gold hin
                                        tendierendes Neapelgelb«  beschreibt
                                        […]</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cgk#landesfarben">Landesfarben</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#totenfarbe">Totenfarbe</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="farbe.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">das
                                        Buntsein, Farbigsein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Die beiden haben sich unterwegs und später auf dem
                                        Versöhnungsfriedhof fotografieren lassen, mehrmals in Farbe
                                        [188.13].</quote>
                                    <quote>Mir liegen in Farbe [227.8], genauer, in bräunlichem
                                        Grau, zwei Fotos vor.</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="#farbfoto">Farbfoto</ref></xr>
                            </sense></sense><sense n="2." xml:id="farbe.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">färbende Substanz; Mittel
                                    zum Färben, Anmalen; Farbstoff</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] als uns am Rand des brüchig eingezäunten Geländes,
                                    wo Schrebergärten beginnen, ein mutwillig mit Farbe [175.29]
                                    beschmiertes Grab für russische Kriegsgefangene des Ersten
                                    Weltkrieges entsetzte.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="farbfoto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Farbfoto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#farbe.1b">Farbe (1b)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#foto">Foto</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Das Farbfoto [204.20] jedoch, auf dem Erna Brakup Mittelpunkt
                                ist, zeigt ein blitzneues Rad aus der
                                Werfthallen-Produktion.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fassade">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fassade</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vordere (gewöhnlich der Straße zugekehrte)
                                Außenseite eines Gebäudes; Front, Vorderseite</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>An einige besonders hinfällige Fassaden [30.20] gelehnt, standen
                                schon wieder Gerüste.</quote>
                            <quote>Wir haben auf Fassaden [110.29] viel gemalt, was nie ist gewesen
                                vorher.</quote>
                            <quote>[…] wer in den restlichen Fischerkaten und hinter den
                                bröckelnden Fassaden [221.25] der Bürgerhäuser nahe der
                                Straßenbahnhaltestelle gewohnt [hatte].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fassadenrest">Fassadenrest</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fassadenrest">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fassadenrest</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -e</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fassade">Fassade</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rest.1a">Rest (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Diese Gasse, die wie die übrige Stadt gegen Kriegsende bis auf
                                Fassadenreste [30.12] niederbrannte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="faust">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Faust</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">geballte Hand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf den Sitzungstisch soll sie geschlagen haben, mit der Faust
                                [216.5], immer wieder.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fax">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fax</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mithilfe eines Faxgeräts beim Sendenden erzeugte
                                Kopie, die der Empfänger erhält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar hatte mich die Denkwitz per Telefon und Fax [174.9]
                                vorgewarnt, aber dieser Ansturm...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="faxen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Faxen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ faxen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mithilfe eines Faxgeräts übertragen</hi> [D
                            faxen]</def><cit>
                            <quote>So wie bisher, mit Telefonkontakt zur adligen Sekretärin in
                                Bochum und allzu arglosem Faxen [237.16] über Interpress, ging es
                                nicht weiter.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="februar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Februar</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zweiter Monat des Jahres</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Das war gegen Ende Februar [98.6], als der ostdeutsche Staat in
                                Richtung Westen auszulaufen drohte […]</quote>
                            <quote>Dabei ist zwischen den Stürmen das Wetter mild, zu mild für den
                                Februar [102.4].</quote>
                            <quote>[…] es bleibt bei meinem Verdacht, daß dieser, schon ab
                                Februar [124.20] mit orkanartigen Stürmen zu früh ausgerufene
                                Frühling alle Welt trügt.</quote>
                            <quote>Bis Mitte Februar [191.8] hielt der Frost an.</quote>
                            <quote>Ab Ende Februar [192.17] entstand, wie selbst Vielbrand zugeben
                                mußte, eine kritische Situation.</quote>
                            <quote>[…] Mitte Februar [195.11], als der Frost nachließ.</quote>
                            <quote>Ferner ist zu berichten, daß ab Februar [236.30] mit
                                Chartermaschinen Leichen eingeflogen wurden […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#februarbrief">Februarbrief</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="februarbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Februarbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im <ref target="#februar">Februar</ref> geschriebener
                                    <ref target="textgrid:24cg4#brief">Brief</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sauber und krakelig rechtfertigen die Februarbriefe [98.28]
                                meinen Unwillen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="feder.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">[spitz zulaufender] metallener Gegenstand, mit
                                    dem (mithilfe eines Federhalters) geschrieben od. gezeichnet
                                    wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>Zwar fließen ihm hymnische Übersteigerungen aus der Feder
                                    [84.10], doch gibt er kaum etwas von den wirklichen
                                    Anstrengungen im zu schmalen Bett preis […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgd#goldfeder">Goldfeder</ref></xr>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">jmd., der anschaulich und detailliert
                                    Geschehnisse niederschreibt</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>An Material mangele es nicht. Gesucht sei eine detailfreudige
                                    Feder [293.23].</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="feder.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">auf dem Körper eines Vogels
                                    wachsendes Gebilde, das aus einer Art hornigem Stiel besteht,
                                    von dem feine rippenartige Verzweigungen od. fadenartige Gebilde
                                    ausgehen, u. das zusammen mit vielen gleichartigen das Gefieder
                                    des Vogels bildet u. dem Fliegen sowie dem Wärmeschutz
                                    dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><xr>
                                <ref target="#federbett">Federbett</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="federbett">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Federbett</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit <ref target="textgrid:24cg9#feder.2">Federn (2)</ref> gefülltes Deckbett</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie lag mit Hut unter wolkigem Federbett [240.25] und
                                schrie:</quote>
                            <quote>Wróbel hielt ihre rechte Hand, die seitlich aus dem Federbett
                                [242.18] fingernd seine Hand gesucht hatte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fehler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fehler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="fehler.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was falsch ist, vom Richtigen abweicht;
                                    Unrichtigkeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Hat jeden Fehler [39.28] verbessert, so war der!</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="fehler.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">irrtümliche Entscheidung,
                                    Maßnahme; Fehlgriff</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>›Haben gelernt nichts aus Vergangenheit, machen Fehler
                                    [212.17] doppelt gemoppelt‹  […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feier">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feier</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">festliche Veranstaltung anlässlich eines
                                bedeutenden Ereignisses od. eines Gedenktages</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Und gegen Schluß schreibt er, bei sonst klarer Diktion, über
                                weltweite Vorbereitungen zur Feier [15.30] der
                                Jahrtausendwende:</quote>
                            <quote>[…] als Ende Mai die Hochzeit Anlaß zur Feier [287.20] bot
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg6#doppelfeier">Doppelfeier</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feierabend">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feierabend</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Freizeit im Anschluss an den Arbeitstag</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Das Paar war der Meinung, es dürfe nach Feierabend [180.15] an
                                sich, nur an sich denken.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feiertag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feiertag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jährlich wiederkehrender Gedenktag [an dem nicht
                                gearbeitet wird] [Da] Unkenrufe Weihnachten</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] er verbrachte die Feiertage [116.19] bei seiner jüngsten
                                Tochter […]</quote>
                            <quote>Und mußte diese familiäre Gewalttour, wenn schon, dann unbedingt
                                zwischen den Feiertagen [182.5] abgehakt werden, Station nach
                                Station?</quote>
                            <quote>Schon für den zweiten Feiertag [182.10] war in Göttingen,
                                Gebhards Hotel, ein Doppelzimmer bestellt.</quote>
                            <quote>Sonst steht noch zu lesen, daß das Wetter während der Feiertage
                                [187.11] zu mild, viel zu mild gewesen sei:</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#feiertagsrummel">Feiertagsrummel</ref>; <ref target="textgrid:24ch2#weihnachtsfeiertag">Weihnachtsfeiertag</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feiertagsrummel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feiertagsrummel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Hektik kurz vor und während der
                                    <ref target="textgrid:24cg9#feiertag">Feiertage</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Weihnachten und der ganze Feiertagsrummel [184.13] sind schon
                                deprimierend genug.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feind">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feind</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="feind.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Angehöriger einer feindlichen Macht, feindlicher
                                    Soldat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>»Sag' ich ja«, rief sie, »mit Tod hört Feind
                                    [25.23] auf, Feind [25.23] zu sein.»</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="feind.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">feindliche Macht</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                <quote>Was Dir der Feind [151.1] genommen, hast Du im Tod
                                    gewonnen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feinheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feinheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sorgfältig herausgearbeitete Struktur; Detail</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] wenngleich die Vergolderin keine Feinheiten [254.5] der
                                spätgotischen Faltenwürfe zuschlämmte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feld</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[17*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="feld.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><sense n="a)" xml:id="feld.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Unterteilung auf dem
                                        Friedhof</hi> [°]</def><cit>
                                    <quote>[…] nur jene zahlreichen, in einem abseits liegenden
                                        Feld [22.19] gereihten Kindergräber nicht, die auf das
                                        Seuchenjahr '46 datiert waren:</quote>
                                    <quote>Auf allen Feldern [23.15] kann ich Allerseelen-Betrieb
                                        beobachten:</quote>
                                    <quote>Sie nahm alle vier Felder [69.20] in Betracht und wies
                                        mit kurzem Arm in jede Richtung.</quote>
                                    <quote>Das untere Viertel, den Urnenbereich, sehe ich bis dahin
                                        gleichfalls als geschlossenes Feld [188.24].</quote>
                                </cit><xr><ref target="#friedhofsfeld">Friedhofsfeld</ref>; <ref target="textgrid:24cgd#gräberfeld">Gräberfeld</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24ch0#urnenfeld">Urnenfeld</ref></xr></sense><sense n="b)" xml:id="feld.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">von einer
                                        zusammenhängenden Fläche abgetrenntes, abgeteiltes
                                        Teilstück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                    <quote>Sprach er vom niederländischen Manierismus, zählte sie
                                        das halbe Pferd im roten Feld [28.12] und die drei Lilien
                                        auf blauem Grund im Wappen des Jakobus Schadius als
                                        vergoldenswert auf.</quote>
                                    <quote>[…] deren Zierschild im Relief auf senkrecht
                                        zweigeteiltem Feld [61.16] links untereinander zwei Sterne
                                        […] und überm Schild einen Schwan zeigt
                                        […]</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="textgrid:24cg3#außenfeld">Außenfeld</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#kassettenfeld">Kassettenfeld</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24cgn#mittelfeld">Mittelfeld</ref></xr>
                            </sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="feld.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">weite, unbebaute Bodenfläche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>So unbebaut das Land […] über dem See gehügelt ist und
                                    Wechsel nur zwischen Feld [278.8] und Wald bietet, gespiegelt,
                                    auf glatter Fläche gespiegelt, lese ich ein anderes Bild
                                    ab:</quote>
                                <quote>Unterhalb des Steilhangs liegt auf gerundetem Sattel ein
                                    Dorf, davor, ummauert im freien Feld [299.12] und von Zypressen
                                    bestanden, der Friedhof.</quote>
                                <quote>[…] den nach links locker stehenden Mischwald, die zum
                                    See hin auslaufenden Felder [277.28], einen hölzernen Stall mit
                                    Flachdach auf vorgelagertem Hügel, abermals Wald, dann wieder
                                    Felder [277.30] und inmitten der Felder [277.30]
                                    Baumgruppen.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="3." xml:id="feld.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def><hi rend="italic">Gebiet, Sach-, Tätigkeitsbereich, Forschungs-,
                                    Fachgebiet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6]</ref></def><cit>
                                <quote>Weniger sicher bewogte sich die Vergolderin im Feld [74.22]
                                    blankgetretener Bodengrabplatten, weshalb sie […] die Bitte
                                    nach gelegentlicher Übersendung seiner Doktorarbeit
                                    aussprach:</quote>
                                <quote>Wenn große Worte noch Sinn machen, dann hier, auf dem Feld
                                    [164.10] unserer gemeinsamen Bestrebungen.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="4." xml:id="feld.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">veraltend Kriegsschauplatz, Schlachtfeld,
                                    Front</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5]</ref></def>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">von der Konkurrenz abgegrenzter Markt</hi>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>Seine sechs Vettern, unter ihnen drei Marwaris, fanden ein
                                    geräumig abgestecktes Feld [206.4] vor und gründeten in
                                    Warszawa, Łódź, Wrocław und Poznań Filialen.</quote>
                            </cit><re><form> *jmdm. das Feld überlassen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">sich zurückziehen u. dadurch jmdm. den
                                            Weg zu etw. frei machen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Jener Ministerpräsident […] konnte sich, als in
                                            zwei Wahlgängen um das höchste Staatsamt gestritten
                                            wurde, bereits im ersten nicht behaupten; abgeschlagen
                                            überließ er das Feld [171.23] zwei
                                            Vielversprechern.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *etw. ins Feld führen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. als Argument anführen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Meist holte sie weit aus und führte die Schlacht bei
                                            Liegnitz ins Feld [288.17], bei der ein Herzog aus
                                            ruhmreichem Piastengeschlecht […] die Mongolen zur
                                            Umkehr gezwungen haben soll.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense><sense n="5." xml:id="feld.5"><num type="ordering"><hi rend="bold">5.</hi></num><def><hi rend="italic">abgegrenzte
                                    Bodenfläche für den Anbau von Nutzpflanzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Sonst gab nichts Laut, es sei denn Lerchen, die hoch über den
                                    frühreifen Feldern [143.20] bis in den Abend hinein ihre Bühne
                                    hatten.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#feldrand">Feldrand</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feldforschung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feldforschung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">systematisches, an Ort u. Stelle vorgenommenes
                                Sammeln von wissenschaftlich auswertbaren Daten über Verhältnisse in
                                der Wirklichkeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Jerzy Wróbel, von dem es heißt, er betreibe in seiner
                                ewigen Windjacke spurensichernde Feldforschung [122.6]
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feldrand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feldrand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -ränder</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#feld.5">Feld (5)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rand.1a">Rand (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] dazu im Halbkreis Steine, wie sie häufig an Feldrändern
                                [277.7] liegen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feldstein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feldstein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.- e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf einem Acker liegender od. von dort (als
                                störend) entfernter [größerer] <ref target="textgrid:24cgx#stein.2b">Stein (2b)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein Dutzend Pfadfinder mochten die Feldsteine [277.11] in die
                                schilfbestandene Bucht ans Lagerfeuer gerollt haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feldzug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feldzug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">groß angelegte Aktion, Unternehmung, Kampagne</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als er während der Kriegsjahre die damals zwangsläufigen
                                Kartoffelkäferaktionen organisiert und zum Feldzug [167.20] gegen
                                den amerikanischen Coloradokäfer umbenannt hat.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fenster">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fenster</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist verglaste Öffnung, die Licht [u. Luft] in
                                einen geschlossenen Raum dringen lässt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Exklusiv war nur der Blick durch die Fenster [198.1] auf alle
                                Türme der Alt- und Rechtstadt.</quote>
                            <quote>Inmitten der immer kleinteiliger werdenden Diskussion stand
                                Reschke auf und stellte sich vor eines der Fenster [235.11] im
                                siebzehnten Stock des Hevelius.</quote>
                            <quote>Als Reschke das Fenster [235.31] einen Spalt weit öffnete, stand
                                schon die Piątkowska mit Zigarette neben ihm.</quote>
                            <quote>Mir war, als sei die Stadt eine Täuschung, und nur die bei
                                handbreit geöffnetem Fenster [236.4] eindringende und von Abgasen
                                gesättigte Luft schien wirklich zu sein.</quote>
                            <quote>Dann aber war mir, als seien die Kirchen […] und die
                                Markthalle von einem inneren Feuer bewohnt, das sogleich die hohen
                                Fenster [236.11] und alle Luken sprengen werde...</quote>
                            <quote>Diese Peinlichkeiten kamen zur Sprache, nachdem das Paar seine
                                Abseitsposition an einem der Fenster [239.5] mit Panoramablick
                                aufgegeben hatte und wieder am Sitzungstisch saß;</quote>
                            <quote>Immer wieder weist Reschke darauf hin, daß nur bei geschlossener
                                Tür und dichten Fenstern [252.4] vergoldet werden darf.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fensterfront">Fensterfront</ref>; <ref target="#fensterseite">Fensterseite</ref></xr><re><form> *aus dem
                                Fenster [hinaus] sprechen</form>
                            <sense><def><hi rend="italic">vergeblich, erfolglos reden, sprechen</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Selbst Alexandras in beiden Sprachen erklärter Protest
                                        […] wirkte wie aus dem Fenster [208.11] gesprochen
                                        […]</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fensterfront">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fensterfront</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def><hi rend="italic">breite [meist als Vorder- od. Stirnseite der Straße
                                zugewandte] Seite eines Hauses, die von zahlreichen
                                    <ref target="textgrid:24cg9#fenster">Fenstern</ref> durchbrochen ist</hi> [° D; D Front
                            1a]</def><cit>
                            <quote>Vor breiter Fensterfront [54.27] Säulen, deren Betonkerne von
                                genoppten, rundum laufenden Keramikschalen ummantelt sind.</quote>
                            <quote>Beide geben, die Fensterfront [274.9] im Rücken, nur von der
                                Sitzordnung her ein Paar ab […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fensterseite">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fensterseite</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#fenster">Fenster</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#seite.2a">Seite (2a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Er behauptet: »In der Bankreihe an der Fensterseite
                                [15.8].«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ferien">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ferien</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Urlaub</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Dann, nach lustigen Schulgeschichten, in denen es um Freundinnen,
                                unter ihnen zwei jüdische, um Ferien [27.10] auf dem Land und um das
                                Absammeln von Kartoffelkäfern ging […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgq#osterferien">Osterferien</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ferienhaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ferienhaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -häuser</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">für Ferienaufenthalte bestimmtes <ref target="textgrid:24cgf#haus.1c">Haus
                                    (1c)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] indem er Ferienhäuser [55.15] in attraktiver Lage suchte
                                und Kapitalbeteiligung sowie interessierte Kundschaft anbot.</quote>
                            <quote>Es ging um Ferienhäuser [233.7] und Golfplätze.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ferne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ferne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="ferne.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">räumliche Entfernung, Distanz, größerer
                                    Abstand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Wo kam es her? Ich könnte nicht sagen, von nah, aus der Ferne
                                    [143.19].</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="ferne.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">innere, geistige Distanziertheit </hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Jerzy holte aus einem der ehemaligen Spitalgebäude den
                                    Priester, der freundlich aufschloß und uns zwischen den
                                    Kirchenbänken mit seiner Ferne [225.12] zum Papst
                                    bekanntmachte:</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ferngespräch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ferngespräch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">über den Nahbereich hinausgehendes
                                Telefongespräch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Interpress-Büro in der Hundegasse konnte Reschke
                                Ferngespräche [124.9] führen und später sogar faxen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fernheizungsleitung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fernheizungsleitung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Rohre, durch die heißes Wasser oder Dampf zur
                                Erwärmung von Gebäuden geschickt wird</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das untere Drittel […] wird vom Röhrengeschlinge einer
                                Fernheizungsleitung [223.7] überbrückt […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fernrohr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fernrohr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist fest montiertes optisches Gerät zum
                                Betrachten entfernter Objekte, die mit dem bloßen Auge nicht
                                deutlich zu erkennen sind; Teleskop</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie durch ein richtig gehaltenes, wie durchs verkehrt
                                vorgehaltene Fernrohr [266.1]: weit weg, nahbei.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fernsehen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fernsehen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fernsehen.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">mithilfe der Hochfrequenztechnik meist drahtlos
                                    erfolgende Übertragung gewöhnlich vertonter [bewegter] Bilder,
                                    die auf dem Bildschirm eines Empfangsgeräts sichtbar gemacht
                                    werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Auch in Gdańsk und Bochum sahen Alexander und Alexandra,
                                    was ihnen das Fernsehen [90.21] in die Stube brachte.</quote>
                                <quote>Weit weg, doch mit Hilfe des Fernsehens [152.4] nah
                                    herangebracht, löste der Überfall des Irak auf das Ölscheichtum
                                    Kuwait eine Krise aus, die bald Golfkrise genannt wurde.</quote>
                                <quote>Nur wenige Minuten lang erlaubten sie dem Fernsehen [165.27],
                                    ihr Wohnzimmer mit krisenhaften Ereignissen zu besetzen.</quote>
                                <quote>[…] sagen wenig über seine Einschätzung der neuen, im
                                    Fernsehen [190.3] gefeierten Vernichtungssysteme.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="fernsehen.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">in einem bestimmten Bereich
                                    sendende Fernsehanstalten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="#fernsehteam">Fernsehteam</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fernsehteam">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fernsehteam</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gruppe von Mitarbeitern des <ref target="textgrid:24cg9#fernsehen.2">Fernsehens
                                    (2)</ref>, die Aufnahmen für eine Sendung machen o.Ä.</hi> [°
                            D]</def><cit>
                            <quote>Kaum Presse, kein Fernsehteam [134.6] war anwesend
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fernziel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fernziel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#ziel.1">Ziel (1)</ref>, das nicht sofort, sondern für
                                einen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt angestrebt wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Beifällig wurden die Hinweise der Piątkowska auf das Fernziel
                                [120.19] Wilna und den dort in Pacht zu nehmenden Friedhof
                                bewertet.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ferse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ferse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <re><form> *jmdm. auf den Fersen sein […]</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">jmdn. so verfolgen, dass man immer dicht
                                    hinter ihm ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                <quote>Mal bin ich voraus, dann hinterdrein, bin ihnen auf den
                                    Fersen [266.2], überhole sie, sehe sie näher kommen, größer
                                    werden, wieder schwinden: das ungleiche Paar unterwegs.</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="fest">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fest</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[größere] gesellschaftliche Veranstaltung [in
                                glanzvollem Rahmen]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] desgleichen einem sommerlichen Fest [10.15], das,
                                Dominik genannt, seit dem späten Mittelalter […] mit Trödel und
                                Ramsch Einheimische und Touristen anzieht.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgx#schlußfest">Schlußfest</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feststellung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feststellung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Feststellen; ausdrückliche Erwähnung,
                                entschiedene Aussage</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Dc]</ref></def><cit>
                            <quote>Wollte auch ich nahtlos und mit der Feststellung [229.26], der
                                restliche Aufsichtsrat sei zur Sache gekommen, meinen Bericht
                                fortsetzen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="festtag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Festtag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tag.1">Tag (1)</ref>, der jmdm. od. einem Ereignis
                                zu Ehren festlich begangen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Arbeit der Vergolderin bestand darin, die Spuren des
                                ursprünglichen Zustands, etwa an den Ziffern der kirchlichen
                                Festtage [99.28], zu sichern.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="festungshaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Festungshaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">früher</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[in einer Festung zu verbüßende] Haftstrafe bei
                                militärischen u. politischen Vergehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Strauch verbrachte Jahre in Festungshaft [17.27]
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fett">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fett</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *sein Fett [ab]bekommen […]</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">verdientermaßen für etw. getadelt, bestraft
                                    werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                <quote>Jedenfalls bekamen abwechselnd Litauer, Russen und Polen ihr
                                    Fett [212.13] ab.</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="feuer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feuer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Form der Verbrennung mit Flammenbildung, bei der
                                Licht u. Wärme entstehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dann aber war mir, als seien die Kirchen alle, die Türme, die
                                Mühle, das Zeughaus und die Markthalle von einem inneren Feuer
                                [236.10] bewohnt […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgh#johannisfeuer">Johannisfeuer</ref>; <ref target="textgrid:24cgk#lagerfeuer">Lagerfeuer</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feuerbestattung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feuerbestattung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Form der Bestattung, bei der die Leiche verbrannt
                                wird; Einäscherung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Was mag Reschke sich gedacht haben, als er […] die Vorzüge
                                der hinduistischen Feuerbestattung [138.29] aufzählte?</quote>
                            <quote>[…] weil eine wachsende Zahl "Beerdigungswilliger" auf
                                Feuerbestattung [148.17] Wert legte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feuersturm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feuersturm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch Feuersbrünste hervorgerufene, einen starken
                                Sog verursachende, stürmische Aufwinde</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als unter Bomben und Granaten die Stadt im Feuersturm
                                [195.25] zerfiel...</quote>
                            <quote>[…] worauf abermals die Stadt in Flammen... durch alle
                                Gassen der Feuersturm [236.13]... schon nahm der Himmel Farbe
                                an...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feuerunke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feuerunke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -n</form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cgv#rotbauchunke">Rotbauchunke</ref></def><cit>
                            <quote>[…] allerorts lärmten Kröten, aus deren Brunstgeräusch
                                Reschke Rotbauchunken, die sogenannten Feuerunken [125.29],
                                heraushörte.</quote>
                            <quote>Seitdem weiß ich, daß Feuerunken [128.4] in längeren Abständen
                                als Gelbbauchunken rufen […]</quote>
                            <quote>An einem warmen Maitag schaffte eine Rotbauchunke, auch Tiefland-
                                oder Feuerunke [283.10] genannt, bis zu vierzig Rufe in der
                                Minute.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="feuerzeug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Feuerzeug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[kleines] Gerät zum Entzünden einer Flamme (für
                                Raucher)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] oft nur dürftiges Angebot vereinigt: Stopfgarn und
                                Räucherfisch, amerikanische Zigaretten […] Feuerzeuge [10.7]
                                aus aller Welt, Kümmel und Mohn in Tütchen, Schmelzkäse und
                                Perlonstrümpfe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="figur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Figur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="figur.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">[künstlerische] Darstellung eines menschlichen,
                                    tierischen od. abstrakten Körpers</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">aus Holz geschnitzter Engel</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Sie hatte die holzgeschnitzte Figur [253.28] aus anderer
                                    Werkstatt übernommen.</quote>
                                <quote>[…] entstand die Figur [254.14] in ihrer von anonymer
                                    Hand gewollten Schönheit aufs neue.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgd#giebelfigur">Giebelfigur</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="figur.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><re><form>*eine [traurige] Figur abgeben</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">durch seine Erscheinung, sein
                                            Auftreten einen [traurigen] Eindruck machen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Der gab 'ne ziemlich traurige Figur [104.26] ab mit
                                            seiner ewigen Baskenmütze […]</quote>
                                    </cit></sense></re>
                        </sense><sense n="3." xml:id="figur.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def><hi rend="italic">handelnde Person, Gestalt
                                    in einem Werk der Dichtung</hi> [5c]</def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgn#märchenfigur">Märchenfigur</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="figuration">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Figuration</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Kunstwiss.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">figürliche, bildhafte Darstellung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Mit anderen Figurationen [254.22] wird der Engel Beiwerk eines
                                Altars gewesen sein, als dessen zentrales Motiv ich die Auferstehung
                                vermute.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="filiale">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Filiale</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zweigstelle, -niederlassung, die in einem anderen
                                Stadtteil od. an einem anderen Ort unterhalten wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Seine sechs Vettern, unter ihnen drei Marwaris, fanden ein
                                geräumig abgestecktes Feld vor und gründeten in Warszawa, Łódź,
                                Wrocław und Poznań Filialen [206.5].</quote>
                            <quote>S. Ch. Chatterjees Europareise diente der Gründung und dem Ausbau
                                von Filialen [210.7]; </quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="film">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Film</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit der Filmkamera aufgenommene Abfolge von
                                bewegten Bildern, Szenen, Handlungsabläufen o.ÿÄ., die zur
                                Vorführung im Kino […] bestimmt ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] welche Filme [222.7] mit Asta Nielsen oder Harry Piel,
                                mit Zarah Leander oder Hans Albers ab wann in den zwei Kinos des
                                Vorortes gezeigt wurden, erfuhr sie durch die Brakup.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24ch1#videofilm.a">Videofilm (a)</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="filz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Filz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="filz.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def> /kurz
                                für <ref target="#filzhut">Filzhut</ref>/ <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Dazu die Brakup: klein, hutzelig, bedeckt vom topfförmigen
                                    Filz [134.28], die Füße in Gummigaloschen.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="filz.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">durch Pressen vorwiegend
                                    aus Schafwolle u. anderen Tierhaaren hergestelltes dichtes
                                    Material</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><xr>
                                <ref target="#filzhut">Filzhut</ref>; <ref target="#filzpantoffel">Filzpantoffel</ref>;
                                <ref target="#filzstiefel">Filzstiefel</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="filzhut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Filzhut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#filz.2">Filz (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#hut.1">Hut (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Wie in einer Muschel sitzt sie, trägt ihren topfförmigen Filzhut
                                [203.30] und steckt noch immer in den winterlichen Filzstiefeln aus
                                Kriegszeiten.</quote>
                            <quote>[…] mit einer herzrot glühenden Brosche korrespondierte, die
                                am Filzhut [242.15] der Brakup Halt gefunden hatte.</quote>
                            <quote>[…] auch den Filzhut [256.5] hatte sie zu Hause lassen
                                müssen:</quote>
                            <quote>Ohne Filzhut [265.13] sah unsre liebe Erna ein wenig fremd aus
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="filzpantoffel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Filzpantoffel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#filz.2">Filz (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#pantoffel">Pantoffel</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Und die gegenwärtige Kunst, bis hin zu Beuys, zelebriert geradezu
                                diese Gegenstände; kein Filzpantoffel [100.27] ist vor ihr
                                sicher.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="filzstiefel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Filzstiefel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#filz.2">Filz (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stiefel.2">Stiefel (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Dick eingemummelt kam in ihren Filzstiefeln [189.7] die Brakup
                                angewackelt und hörte nicht auf zu reden...</quote>
                            <quote>Breitbeinig in Filzstiefeln [191.3], wie sie in Kriegszeiten
                                getragen wurden, wirft Erna Brakup.</quote>
                            <quote>[…] und steckt noch immer in den winterlichen Filzstiefeln
                                [203.31] aus Kriegszeiten.</quote>
                            <quote>Die Brakup stand, während sie sprach, mit Hut, in ihren ewigen
                                Filzstiefeln [208.19]:</quote>
                            <quote>Mit letztem Wort begann sie ihre Filzstiefel [229.1] […]
                                wieder anzuziehen […]</quote>
                            <quote>Und in ihren Filzstiefeln [229.7] trat sie nun, Schritt nach
                                Schritt rückwärts gehend, bis zur Tür zurück.</quote>
                            <quote>So, in Filzstiefeln [229.16], die sie gelegentlich auszog, unterm
                                Topfhut, den sie nie abnahm, vollstreckte sie ihren Rücktritt wie
                                eine Strafe.</quote>
                            <quote>[…] wird er […] gehofft haben, die Brakup werde nach
                                kurzem Schmollen bald wieder mit Topfhut und in ihren Filzstiefeln
                                [231.4] dabeisein.</quote>
                            <quote>Ihre Filzstiefel [240.27] standen am Fußende der angejahrten
                                Bettstatt, darunter der Nachttopf.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="finanzen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Finanzen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Finanz-, Geldwesen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Von Finanzen [239.20] verstehe er wenig, doch könne nichts
                                Anrüchiges geschehen sein, weil ja kein Geld fehle, sich Geld
                                hingegen vermehrt habe, nahezu wunderbar.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="finanzgebaren">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Finanzgebaren</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art des Umgangs mit [öffentlichen]
                                Geldmitteln</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Marczak, der mehr wußte, als er zu sagen für klug hielt,
                                beschwichtigte, indem er Reschkes Finanzgebaren [239.12] als »                                ungewöhnlich, doch gewinnbringend«  einstufte.</quote>
                            <quote>Es ging um das Finanzgebaren [285.6] der beiden im allgemeinen
                                und besonders um die Finanzierung eines Neuwagens.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="finanzierung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Finanzierung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Aufkommen für Kosten, indem finanzielle Mittel
                                für etw., jmdn. zur Verfügung gestellt werden</hi> [° D finanzieren
                            1]</def><cit>
                            <quote>Und Bieroński schweigt, weil ihm Karau die Finanzierung
                                [179.12] eines ›echt spätgotischen‹  Gewölbes
                                versprochen hat...</quote>
                            <quote>Und Reschke, der arme Reschke, der keine Flanke wagte, doch an
                                Klawitters Stelle Partner sein wollte, bot aus seinen verdeckten
                                Töpfen weitere Finanzierung [202.12] an.</quote>
                            <quote>Es ging um das Finanzgebaren der beiden im allgemeinen und
                                besonders um die Finanzierung [285.7] eines Neuwagens.</quote>
                            <quote>Als ihr außer einer nicht deutlich genug deklarierten Spende zur
                                Finanzierung [286.15] der Orgel für die Kirche zum Heiligen Leichnam
                                nichts angehängt werden konnte, wurde die Dettlaff
                                persönlich.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgn#mitfinanzierung">Mitfinanzierung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="finderstolz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Finderstolz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmds. »Stolz (b), etwas [zufällig] entdeckt
                                zu haben</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dort fanden wir wahre Raritäten, die uns Jerzy mit verschämtem
                                Finderstolz [174.22] wie Stücke aus grauer Vorzeit
                                bloßlegte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="findling">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Findling</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Geol.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vereinzelt liegender, großer Gesteinsblock in
                                einem ehemals vergletscherten Gebiet, der während der Eiszeit
                                dorthin gelangte</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D erratisch]</ref></def><cit>
                            <quote>Manche sind hier so groß wie jene Findlinge [277.8], die auf dem
                                Versöhnungsfriedhof mit schlichter Inschrift Verwendung finden,
                                neuerdings auf Sammelgräbern.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="finger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Finger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[10*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="finger.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">eines der fünf beweglichen Glieder der Hand bei
                                    Menschen […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] in seinen Gesten jedoch, die langsam beschwörend,
                                    plötzlich heftig - und mit Hilfe aller Finger [50.3] - Episoden
                                    aus einer ringförmig morgenländisch verlaufenden Geschichte
                                    erzählten […]</quote>
                                <quote>Die kurzen, kräftigen Finger [70.18] der Vergolderin
                                    rechneten ihm vor, praktisch und sprechend:</quote>
                                <quote>Die Finger [204.1] im Schoß verflochten.</quote>
                                <quote>Erna Brakups Finger [256.14] hielten, miteinander verknotet,
                                    den Rosenkranz und ein Heiligenbildchen, auf dem Reschke die
                                    Schwarze Madonna erkannt haben will.</quote>
                                <quote>Als sich die Trauernden vorm Sarg drängten, um Abschied zu
                                    nehmen, wobei jeder und jede die verknoteten Finger [257.23]
                                    tätschelte […]</quote>
                                <quote>Als sie ihn einen »Radsportweltmeister« 
                                    nannte und dabei, was Reschke als »verletzend« 
                                    notierte, »verächtlich mit den Fingern [50.18]
                                    schnippte«, nahm Chatterjee das hin […]</quote>
                                <quote>Vom Polen-, spätestens vom Frankreichfeldzug an haben wir sie
                                    in Flaschen sammeln müssen, selbst bei Regen, mit klammen
                                    Fingern [241.24].</quote>
                                <quote>Bevor Erna Brakup mit verknoteten Fingern [264.14] auf dem
                                    Friedhof Matarnia unter die Erde kam, besuchte das Paar zum
                                    letzten Mal die Fischerkate.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24ch4#zeigefinger">Zeigefinger</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="finger.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">eines der fünf beweglichen
                                    Glieder an den Extremitäten von Froschlurchen</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Alle vier Finger [159.29] der Vorderbeine und gleichfalls die
                                    vier der Hinterbeine samt Schwimmhaut, sogar der Ansatz des
                                    fünften Fingers [159.31] vorne wie hinten, sind den Fotos
                                    abzulesen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fingernagel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fingernagel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -nägel</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleine, schildförmige Platte auf der Oberseite des
                                vordersten Fingergliedes</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Nagel 3]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sogar drei Fingernägel [227.17] der rechten,
                                aufliegenden Hand sind geblieben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fingerzeig">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fingerzeig</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fingerzeig.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">deutende Geste, Zeigefinger</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Als wäre ihr am Elterngrab mütterlicher Rat erteilt worden,
                                    wies die Piątkowska mit Fingerzeig [29.28] auf das gehäkelte
                                    Erbstück, das dem Professor noch immer anhing, lachte kurz auf
                                    und sagte:</quote>
                                <quote>Nicht daß Alexandras Sohn Witold den Mann an der Seite seiner
                                    Mutter direkt und mit Fingerzeig [182.29] beleidigt
                                    hätte;</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="fingerzeig.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">nützlicher Hinweis, Wink, durch
                                    den jmd. auf etw., jmdn. aufmerksam gemacht wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                <quote>Und diese Details, jeden Fingerzeig [196.12] Reschkes auf
                                    Gebein und Beinkammern, griff Vielbrand auf, um sie, befreit von
                                    barocker Schauerlichkeit, dienstbar zu machen:</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="firma">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Firma</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kaufmännischer Betrieb, gewerbliches
                                Unternehmen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und Mister Chatterjee, dessen Firma [121.20] mittlerweile über
                                dreißig Rikschas betrieb, stellte eine spätere Fahrt in
                                Aussicht.</quote>
                            <quote>Mit der ostdeutschen Firma [133.12] »VEB
                                Erdmöbel«  war man nicht ins Geschäft gekommen
                                […]</quote>
                            <quote>Die Lizenz einer Firma [162.17] aus Rotterdam hat er schon in der
                                Tasche.</quote>
                            <quote>Ein Stockwerk höher zahlte die Firma [279.21] Chatterjee &amp;
                                Co. Miete.</quote>
                            <quote>[…] daß die Verwaltungen der expandierenden Gesellschaft und
                                der auf Export zielenden Firma [279.31] im gleichen Hochhaus,
                                Stockwerk über Stockwerk, eingemietet waren.</quote>
                            <quote>Anfangs blieb der Ton gemäßigt, weil Timmstedt »die kühnen
                                und jetzt schon gewinnbringenden Investitionen in die Firma [285.11]
                                Chatterjee &amp; Co.«  lobte […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg4#briefkastenfirma">Briefkastenfirma</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="firmeninschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Firmeninschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Name (u. Kontaktadresse) eines Unternehmens</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Den Hemdbruststreifen füllt die Firmeninschrift [204.31] und die
                                Nummer der Rikscha.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="firmenmarke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Firmenmarke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgn#marke">Marke</ref> des Herstellers</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sicher ist: vorm Kauf fotografierte er die Pilze und nannte die
                                Firmenmarke [12.21] seiner Kamera japanisch.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="firnisgeruch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Firnisgeruch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geruch">Geruch</ref> von Firnis, einem schnell
                                trocknenden, farblosen Öl, das als Schutzschicht auf etw.
                                aufgetragen wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Firnis]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Steinpilze hätten den anfänglich vorherrschenden Firnisgeruch
                                [34.17]»und obendrein Alexandras Parfüm« 
                                übertönt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Wasser lebendes, durch Kiemen atmendes
                                Wirbeltier mit einem von Schuppen bedeckten Körper u. Flossen, mit
                                deren Hilfe es sich fortbewegt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Ab und zu sprang ein Fisch [143.13].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fischteich">Fischteich</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#räucherfisch">Räucherfisch</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fischer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fischer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., dessen Beruf der Fischfang ist</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>So maulten Nachbarn, Bierkutscher, Werftarbeiter, die Fischer
                                [128.20] in Brösen […]</quote>
                            <quote>[…] Sankt Johann war Kirche der Schiffer, Segelmacher und
                                Fischer [196.8] […]</quote>
                            <quote>[…] welche Fischer [221.20] zu welchen Preisen ihren Fang
                                aus Zugnetzen vermarktet hatten […]</quote>
                            <quote>[…] kam es später dennoch, von Kuttern aus, zu »wilden
                                Seebestattungen«, mit denen sich Fischer [236.28] aus Putzig und
                                Heisternest ein Zubrot verdienten.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fischerdorf">Fischerdorf</ref>; <ref target="#fischerkate">Fischerkate</ref>;
                            <ref target="#fischernetz">Fischernetz</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fischerdorf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fischerdorf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">überwiegend von <ref target="textgrid:24cg9#fischer">Fischern</ref> bewohntes
                                    <ref target="textgrid:24cg6#dorf">Dorf</ref> bes. an der Küste</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie übte sich rasch ein notdürftiges Umgangspolnisch ein und
                                hielt ihr Zimmer in dem Kur- und Fischerdorf [217.20], das nun
                                Brzeźno hieß, wie einen Bunker, […]</quote>
                            <quote>Das ehemalige Fischerdorf [240.10] mit Bade- und Kurbetrieb bot
                                ein Bild alltäglichen Verfalls.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fischerkate">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fischerkate</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von <ref target="textgrid:24cg9#fischer">Fischern</ref> bewohnte
                                <ref target="textgrid:24cgj#kate">Kate</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] denn die Brakup wußte, wer in den restlichen
                                Fischerkaten [221.25] […] gewohnt, was fangfrische Flundern
                                gekostet, wie die Bademeister geheißen hatten.</quote>
                            <quote>Wróbel führte sie in eine Nebenstraße, an deren linker Seite sich
                                zwischen morschen Holzschuppen einige Fischerkaten [240.16]
                                reihten.</quote>
                            <quote>Bevor Erna Brakup mit verknoteten Fingern auf dem Friedhof
                                Matarnia unter die Erde kam, besuchte das Paar zum letzten Mal die
                                Fischerkate [264.16].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fischernetz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fischernetz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgp#netz.2">Netz (2)</ref>, das die Fischer zum Fischfang
                                verwenden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vier der Einkaufsnetze sind gehäkelter Natur, zwei sind geknüpft,
                                wie früher Fischernetze [17.17] von Hand geknüpft wurden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fischteich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fischteich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleineres stehendes Gewässer; kleiner See, in dem
                                    <ref target="textgrid:24cg9#fisch">Fische</ref> [zu gewerblichen Zwecken] gehalten werden</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Teich]</ref></def><cit>
                            <quote>Projekte wurden besichtigt, verworfen oder angenommen, so das
                                Herrenhaus Pelonken mit Nebengebäuden und Fischteichen [178.26]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flachdach">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flachdach</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg6#dach">Dach</ref> ohne od. nur mit geringer
                                Neigung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo als Neubau mit Flachdach [67.12] das
                                Spezialkrankenhaus für Studenten […] erbaut worden war.</quote>
                            <quote>[…] einen hölzernen Stall mit Flachdach [277.29] auf
                                vorgelagertem Hügel […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fläche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fläche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fläche.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">nach Länge u. Breite flach ausgedehnter Bereich;
                                    ebenes Gebiet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wo […] das Café Vierjahreszeiten beliebt
                                    gewesen war, schritt Wróbel Flächen [214.13] aus, frei für
                                    Pacht- und Nutzungsverträge mit der
                                    Friedhofsgesellschaft.</quote>
                                <quote>So unbebaut das Land […] über dem See gehügelt ist und
                                    Wechsel nur zwischen Feld und Wald bietet, gespiegelt, auf
                                    glatter Fläche [278.9] gespiegelt, lese ich ein anderes Bild
                                    ab:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#bildfläche">Bildfläche</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#seefläche">Seefläche</ref>;
                                <ref target="textgrid:24ch2#wasserfläche">Wasserfläche</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="fläche.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[glatte] flache Außenseite,
                                    Oberfläche eines Körpers, Gegenstands</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#grundfläche">Grundfläche</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flachkopf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flachkopf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -köpfe</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">flacher, in der Breite ausgedehnter
                                    <ref target="textgrid:24cgj#kopf">Kopf</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D flach 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Flachköpfe [160.1] und Augenwülste in den Leib
                                gedrückt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flachpinsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flachpinsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#pinsel">Pinsel</ref>, bei dem die Borsten längs,
                                in einer Linie nebeneinander angeordnet sind</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] während die Piątkowska das Blattgold auf dem
                                Engelsflügel nun mit weichem Flachpinsel [243.18] verstrich
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flachrelief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flachrelief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">relativ flach gearbeitetes <ref target="textgrid:24cgv#relief">Relief</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Basrelief]</ref></def><cit>
                            <quote>Und wie er in seiner Doktorarbeit die drei Disteln und fünf Rosen
                                im Wappen des Theologen Aegidius Strauch aus dem Flachrelief [17.23]
                                eines Grabsteins in Sankt Trinitatis [deutet]</quote>
                            <quote>Dann fand ich im Schutt […] eine Kalksteinplatte, auf der
                                unter unleserlichem Namen zwei Hände im Flachrelief [196.9] einen
                                Schlüssel fassen.</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">zusammengedrückter Körper einer überfahrenen
                                Kröte</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Einfach platt gemacht, zum Flachrelief [159.23] geworden, sind
                                sie als Kröten dennoch kenntlich geblieben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flakhelfer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flakhelfer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(im Zweiten Weltkrieg) noch nicht wehrpflichtige
                                Person, die bei der Flugabwehrartillerie mitarbeitet</hi> [° D; D
                            Flak 2]</def><cit>
                            <quote>»Wir beide als Flakhelfer [217.2]«, schreibt er, »                                in der Achtkommaacht-Großbatterie Brösen/Glettkau...«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flamme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flamme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="flamme.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">[in bläulich od. gelbrot leuchtenden Zungen]
                                    hochschlagender Teil des Feuers</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><re><form> *in
                                    Flammen aufgehen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">vom Feuer völlig zerstört werden</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Und als ihm diese ungeschickte Zeichnung, auf der die
                                            Stadt unterm Bombenhagel in Flammen [140.6] aufging,
                                            Tadel, von allen Lehrern und Schülern nur Tadel
                                            einbrachte, stand er in Tränen;</quote>
                                        <quote>Wir entkamen der Stadt Danzig, bevor sie in Flammen
                                            [261.22] aufging.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *in Flammen stehen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">mit aufschlagenden Flammen
                                            brennen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] etwa Mitte '43 hatte er ein Blatt
                                            hingestrichelt, auf dem die bis dahin heile Stadt unterm
                                            Bombenhagel mit allen Türmen in Flammen [125.24] stand
                                            […]</quote>
                                        <quote>[…] worauf abermals die Stadt in Flammen
                                            [236.12]...durch alle Gassen der Feuersturm...</quote>
                                    </cit></sense></re></sense><sense n="2." xml:id="flamme.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">an der Luft
                                    verbrennender Gasstrom</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] schnitt die Pilze zu kleinfingerdicken Scheiben, die
                                    sie auf mittlerer Flamme [34.22] brutzeln ließ.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flanke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flanke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Sport, Turnen</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stützsprung über ein Turngerät, bei dem eine
                                gestreckte Körperseite dem Gerät zugewendet ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5a]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach plötzlichem Sprung, einer seitlichen Flanke [201.1] über das
                                immerhin bauchnabelhohe Eisengitter […]</quote>
                            <quote>Nach abermaliger Flanke [201.6] warf er gespielt feierlich mit
                                Zahlen um sich […]</quote>
                            <quote>Nach zwölfter Flanke [202.6] - Reschke hat mitgezählt - wies
                                Chatterjee auf den polierten Granit und tippte auf den zuoberst
                                gemeißelten Namen, dann auf die Daten 1801 bis 1863:</quote>
                            <quote>Und Reschke, der arme Reschke, der keine Flanke [202.10] wagte,
                                […] bot aus seinen verdeckten Töpfen weitere Finanzierung
                                an.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#flankensprung">Flankensprung</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flankensprung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flankensprung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>
                            <ref target="#flanke">Flanke</ref></def><cit>
                            <quote>[…] noch und noch übte er den Flankensprung [201.30] aus dem
                                Stand.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flasche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[verschließbares] Gefäß aus Glas, Metall od.
                                Kunststoff mit enger Öffnung u. Halsansatz zum Aufbewahren von
                                Flüssigkeiten […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>»Sie benutzt die Küche gelegentlich als Werkstatt«,
                                schreibt Reschke und weist auf ein Regal voller Flaschen [34.15],
                                Dosen und Werkzeug hin.</quote>
                            <quote>Eine Flasche [36.4] bulgarischer Rotwein wurde leer.</quote>
                            <quote>Ich vermute eine zweite Flasche [40.19] bulgarischen Rotwein, die
                                sich im Küchenschrank der Witwe fand.</quote>
                            <quote>Angenommen, es war kein weiterer Rotwein im Haus, auch Wodka
                                nicht, dann fand sich bestimmt in einer Flasche [41.16], wie
                                aufgespart, ein Rest Honiglikör - grad zwei Gläschen voll.</quote>
                            <quote>Dann bat er darum, zwei weitere Flaschen [49.8] auf seine
                                Rechnung nehmen zu dürfen.</quote>
                            <quote>Es blieb bei der dritten Flasche [50.11] Export.</quote>
                            <quote>Der bulgarische Rotwein, das Gläschen Honiglikör und drei
                                Flaschen [50.29] Dortmunder Export hatten dennoch dem Witwer nicht
                                zu ausreichender Bettschwere verholfen […]</quote>
                            <quote>Vier Flaschen [143.5] Bier stellte sie ins schmatzende
                                Uferwasser.</quote>
                            <quote>Zwischen zwei Flaschen [162.25] Export hat der Professor in
                                Reschke den Bengalen darauf hingewiesen […]</quote>
                            <quote>Vom Polen-, spätestens vom Frankreichfeldzug an haben wir sie in
                                Flaschen [241.23] sammeln müssen, selbst bei Regen, mit klammen
                                Fingern.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg4#bierflasche">Bierflasche</ref>; <ref target="textgrid:24cgk#literflasche">Literflasche</ref>;
                            <ref target="textgrid:24ch2#wodkaflasche">Wodkaflasche</ref></xr><re><form> *[nach der] Flasche
                                greifen</form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">sich dem Alkohol ergeben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Sie griff nach der Flasche [212.9], sie, die allenfalls
                                        am Likörgläschen nippt […]</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fleisch.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">von Bindegewebe umgebenes weiches Muskelgewebe des
                                    menschlichen u. tierischen Körpers</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Im Weihnachts- und Neujahrsbrief ist es die sonst auf
                                    Sachlichkeit eingeschworene Piątkowska, die sich des mageren
                                    Körpers auf, unter und neben ihrem Fleisch [90.28]
                                    erinnert.</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="fleisch.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><usg><hi rend="spaced">bibl.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">menschlicher Körper [mit seinen Begierden] (im
                                    Unterschied zum Geist)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Hat nicht der lautverstärkte Ruf »Wir sind ein
                                    Volk!«  das Geflüster der Liebenden, ihr leises
                                    Beteuern: »Wir sind ein Fleisch [90.13]«,
                                    übertönt?</quote>
                            </cit></sense><sense n="3." xml:id="fleisch.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def><hi rend="italic">essbares Muskelgewebe von
                                    Tieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgj#krabbenfleisch">Krabbenfleisch</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#schweinefleisch">Schweinefleisch</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleischerladen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleischerladen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Metzgerei</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Ab Mitte der sechziger Jahre hat sie ihre Rente durch Botengänge,
                                Schlangestehen vorm Fleischerladen [220.3] und ähnliche
                                Dienstleistungen aufgebessert.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleischfarbe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleischfarbe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">blassrote Hautfarbe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Fleischton]</ref></def><cit>
                            <quote>In Fleischfarbe [227.21] abgebildet ist Wróbels eine Hand
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleischverknappung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleischverknappung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Rationierung von Fleisch- und Wurstwaren</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Zeitverknappung, wie früher gegeben hat Fleischverknappung
                                [101.20] oder Zuckerverknappung.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleischwerdung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleischwerdung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Umsetzung einer Idee in die Realität, Realisation
                                eines Ideals</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Wie nebensächlich steht das geschrieben, und doch wird ihm dieser
                                Computer, den er, laut Selbstzeugnis, »nur
                                stümperhaft«  zu bedienen versteht, bei der Fleischwerdung
                                [93.13] ihrer Idee behilflich werden.</quote>
                            <quote>Ich hätte mir gewünscht, diesen Bericht auf ihre schöne Idee und
                                deren entsetzliche Fleischwerdung [181.23] beschränken zu
                                können.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fleiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fleiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">strebsames u. unermüdliches Arbeiten; ernsthafte
                                u. beharrliche Beschäftigung mit einer Sache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] dann wieder überdeutliche Ortskenntnis mit des Witwers
                                forschendem Fleiß [9.16], dessen Ausbeute er in Häppchen seinen
                                Notizen beigemengt hat […]</quote>
                            <quote>Reschke konnte nicht nur den in Tabellen und Hochrechnungen
                                bewiesenen Fleiß [112.11] seines Computers […]
                                ausbreiten.</quote>
                            <quote>Zwischendurch mußte Alexandras Computer mit dem in Bochum
                                gespeicherten Fleiß [124.7] gefüttert werden.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#forscherfleiß">Forscherfleiß</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fliege">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fliege</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(in zahlreichen Arten vorkommendes) gedrungenes,
                                kleines Insekt mit zwei Flügeln u. kurzen Fühlern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Beschwerden der Presse, man habe den Journalisten erst nach
                                Unterzeichnung des Vertrages erlaubt, Fragen zu stellen, wehrt er
                                wie Fliegen [119.28] ab:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fließbandprodukt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fließbandprodukt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#produkt">Produkt</ref>, das während des
                                Herstellungsprozesses auf einem mechanisch bewegten Band von einem
                                Arbeitsplatz zum anderen befördert wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Fließband]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch sind sie nicht im schwedischen Fließbandprodukt [287.23],
                                sondern in einer Fahrradrikscha bengalisch-polnischer Produktion zum
                                Standesamt gefahren.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fließbandproduktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fließbandproduktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#produktion.1a">Produktion (1a)</ref> am Fließband, einem
                                mechanisch bewegten Band, auf dem bei der Fließarbeit die Werkstücke
                                von einem Arbeitsplatz zum anderen befördert werden</hi> [° D
                            Fließband]</def><cit>
                            <quote>Deren Fachwissen sei Grundlage der angestrebten
                                Fließbandproduktion [162.24], demnächst laufe sie an...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fluch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fluch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Flüche</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Zorn gesprochener Kraftausdruck</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie griff nach der Flasche, sie, die allenfalls am Likörgläschen
                                nippt, goß aus Wassergläsern Wódka Wyborowa in sich hinein und
                                steigerte ihre Flüche [212.11] zu Wortballungen, die ich nicht
                                zitieren mag.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flucht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flucht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eiliges Entfernen, um sich vor einer Gefahr in
                                Sicherheit zu bringen; Davonlaufen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D fliehen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dann sprach Reschke vom Bedürfnis des Menschen, zuletzt dort zur
                                endlichen Ruhe zu kommen, wo er vor Flucht [38.1] oder erzwungener
                                Umsiedlung seinen Ort gehabt […] habe.</quote>
                            <quote>[…] stellte sich der zierliche und doch erhebliche Energien
                                bündelnde Mann als jemand mit britischem Paß vor, der in Pakistan
                                geboren, nach der Flucht [46.3] von dort in Bombay aufgewachsen sei
                                […]</quote>
                            <quote>Erinnere mich noch deutlich an die Flucht [57.1], auch wenn ich
                                ganz klein gewesen bin damals...</quote>
                            <quote>Atemlos kam er pünktlich an, sagte aber nicht, was ihn in Schweiß
                                gebracht hatte, sondern rief, im Laufen noch, als dürfe die Flucht
                                [62.30] nicht enden:</quote>
                            <quote>Er studierte in Heidelberg und promovierte in Hamburg, wo sein
                                Vater bald nach der Flucht [102.30] als Postbeamter untergekommen
                                war.</quote>
                            <quote>Erika von Denkwitz, die mir auf keinem Foto vorliegt, war fünf
                                Jahre alt, als sich ihre Mutter mit ihr […] auf die Flucht
                                [141.25] in Richtung Westen machte.</quote>
                            <quote>Die haben nie durchgemacht Vertreibung und Flucht [187.5] in
                                Kälte.</quote>
                            <quote>[…] brennende Ölquellen und die Flucht [261.12] der Kurden
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#flucht">Flucht [Brakup Missingsch]</ref>; <ref target="#fluchtgepäck">Fluchtgepäck</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fluchtgepäck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fluchtgepäck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#flucht">Flucht</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gepäck">Gepäck</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Auf das reduzierte Deutschsein der alten Frau soll Frau Johanna
                                Dettlaff irritiert und angeekelt reagiert haben, »als hätte
                                sich in Lübeck ihr Fluchtgepäck [221.1], der Danziger
                                Hanseatendünkel, verdoppelt«.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flüchtling">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flüchtling</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der aus politischen, religiösen od.
                                ethnischen Gründen seine Heimat eilig verlassen hat od. verlassen
                                musste u. dabei seinen Besitz zurückgelassen hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Danach habe sie unvermittelt sich selbst und ihre Familie mit dem
                                Dichter und dessen Familie als »vertriebene Flüchtlinge [20.14]
                                von Osten weg nach westliche Gegend«  vereinigt
                                […]</quote>
                            <quote>[…] diese und weitere Informationen verrieten einiges über
                                die Langlebigkeit ehemaliger Flüchtlinge [96.12].</quote>
                            <quote>Mein Mitschüler […] klittert, indem er unsere immer älter
                                werdenden Landsleute als »umgesiedelte Flüchtlinge
                                [96.15]«  in seinen Rubriken führt.</quote>
                            <quote>[…] während die Piątkowska Polen und Deutsche, ob sie
                                nun Wilno oder Danzig hatten verlassen müssen, »arme
                                Flüchtlinge [106.3] alle«  nannte.</quote>
                            <quote>Er sah in Hausschuhen zu, sie mit Zigarettenspitze, als
                                zeitweilig Sturmfluten, Brandfackeln und Kurden als Flüchtlinge
                                [261.4] für Meldungen gut waren […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#flüchtlingskind">Flüchtlingskind</ref>; <ref target="#flüchtlingsstrom">Flüchtlingsstrom</ref>;
                                <ref target="#flüchtlingstreck">Flüchtlingstreck</ref>; <ref target="#flüchtlingsverband">Flüchtlingsverband</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flüchtlingskind">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flüchtlingskind</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#flüchtling">Flüchtling</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#kind.1">Kind (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] mit seinen vierunddreißig Jahren die Anliegen der
                                Landsmannschaft, obgleich selber kein Flüchtlingskind [237.27], als
                                »echte Herausforderung«  begriffen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flüchtlingsstrom">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flüchtlingsstrom</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -ströme</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">große Menge von <ref target="textgrid:24cg9#flüchtling">Flüchtlingen</ref></hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Hunger und Kriege, ungezählte Tote und Flüchtlingsströme [259.19]
                                schon unterwegs, bald am Ziel...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flüchtlingstreck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flüchtlingstreck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zug von <ref target="textgrid:24cg9#flüchtling">Flüchtlingen</ref>, die sich mit
                                ihrer auf Wagen, meist Fuhrwerke, geladenen Habe gemeinsam aus ihrer
                                Heimat wegbegeben</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Treck]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] indem er mit den Armeniern beginnt, keinen
                                Flüchtlingstreck [281.19], keine Zwangsumsiedlung ausläßt und
                                schließlich mit den vertriebenen Kurden aktuell wird.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flüchtlingsverband">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flüchtlingsverband</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; Pl. -verbände</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von ehemaligen <ref target="textgrid:24cg9#flüchtling">Flüchtlingen</ref> zur
                                Durchsetzung gemeinsamer Interessen gebildeter größerer
                                Zusammenschluss</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Verband 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Nein, nicht das von den Funktionären unserer Flüchtlingsverbände
                                [38.14] geforderte Recht auf Heimat meine ich […]</quote>
                            <quote>Im nachhinein weiß ich, daß von seiten des Flüchtlingsverbandes
                                [112.23]- offiziell »Bund der Danziger e.V.«  genannt
                                - diskrete Unterstützung zugesagt worden ist.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flügel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flügel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; Pl. -</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="flügel.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">(von mythologischen o.ä. Wesen) in der Form den
                                    Vogelflügeln ähnliches, zum Fliegen geeignetes Organ</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Dort hatte die Piątkowska gerade einem spätgotisch
                                    knienden Engel im Bereich des rechten Flügels [239.29] die
                                    Mastixschicht aufgetragen […]</quote>
                                <quote>Doch als der kniende Engel zusehends zu Gold kam, mit beiden
                                    Flügeln [254.9] gülden glänzte, […] entstand die Figur in
                                    ihrer von anonymer Hand gewollten Schönheit aufs neue.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg7#engelsflügel">Engelsflügel</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="flügel.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><re><form>*etw. Flügel [machen]</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. anstoßen, vorantreiben</hi>
                                        [°]</def><cit>
                                        <quote>Sie folgten ihren Ideen, sei es, um sie zu retten,
                                            sei es, um ihnen Flügel [210.5] zu machen.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flughafen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flughafen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größerer Flugplatz für den allgemeinen Flugverkehr
                                [bes. den Linienverkehr]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gegen diese ideale Friedhofslage sprach der zu nah gelegene
                                Flughafen [64.11] von Gdańsk […]</quote>
                            <quote>Natürlich war dem Flughafen [64.14] Rębiechowo Ausdehnung bis
                                hin nach Matarnia zugesichert.</quote>
                            <quote>Doch bevor er abermals nach Gdańsk reiste, trafen sich die
                                beiden auf dem Hamburger Flughafen [109.26] Fuhlsbüttel.</quote>
                            <quote>Ferner ist zu berichten, daß ab Februar mit Chartermaschinen
                                Leichen eingeflogen wurden, für die eine Kühlhalle auf dem
                                Frachtgutgelände des Flughafens [237.2] von Gdańsk,
                                Rębiechowo, gebaut werden mußte.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#flughafengebäude">Flughafengebäude</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flughafengebäude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flughafengebäude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#flughafen">Flughafen</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gebäude">Gebäude</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Das Flughafengebäude [258.1] und die Frachthallen nur zu
                                erahnen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flugplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flugplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gelände mit [befestigten] Rollbahnen zum Starten
                                u. Landen von Luftfahrzeugen, Wartungseinrichtungen, Gebäuden zur
                                Abfertigung von Passagieren u. Frachtgut, technischen Anlagen zur
                                Steuerung u. Überwachung des Flugverkehrs</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Friedhofshügel gesehen, grenzte gleich hinterm Dorf der
                                Flugplatz [257.31] Rębiechowo an.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flugticket">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flugticket</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fahrschein (für eine Flugreise)</hi> [° D Ticket
                            1a]</def><cit>
                            <quote>Das lese ich der Hotelrechnung ab, die mit den Flugtickets
                                [110.2], den Eisenbahnkarten und mehreren Taxiquittungen fotokopiert
                                zu den Unterlagen auf meinem Tisch gehört.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flugzeug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flugzeug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Luftfahrzeug, das während des Fluges durch den
                                aerodynamischen Auftrieb fest stehender bzw. umlaufender Flügel
                                getragen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dazu kam der Lärm startender und landender Flugzeuge
                                [64.17];</quote>
                            <quote>Wenn es bei ihr nicht schnell genug mit dem Visum geklappt hätte,
                                wäre ihm die Anreise mit dem Wagen oder per Flugzeug [115.25]
                                möglich gewesen.</quote>
                            <quote>Es hieß, der Engländer werfe sie nachts aus Flugzeugen [241.26]
                                ab: massenhaft, tonnenweise.</quote>
                            <quote>Während der Beerdigung startete oder landete kein einziges
                                Flugzeug [258.3].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flunder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flunder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(im Atlantik u. auch in Flussmündungen
                                vorkommender) braungelber, in großen Schwärmen lebender
                                Plattfisch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] denn die Brakup wußte, […] was fangfrische Flundern
                                [221.27] gekostet, wie die Bademeister geheißen hatten.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[lang gestreckter, schmaler] Raum innerhalb
                                […] eines öffentlichen Gebäudes, an dessen Seiten sich die
                                Türen zu den angrenzenden Räumen befinden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D 1Flur a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als die Brakup die Tür gefunden, diese rücklings
                                geöffnet und - kaum auf dem Flur [229.22] - nach letztem Blick hart
                                geschlossen hatte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fluß.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">größerer natürlicher Wasserlauf</hi> [D Fluss
                                1]</def><cit>
                                <quote>Damals befanden sich die Ateliers […] im Grünen Tor,
                                    einem Renaissancegebäude, das die Langgasse und den Langen Markt
                                    in östlicher Richtung zum Fluß [31.15], zur Mottlau hin,
                                    abschließt.</quote>
                                <quote>[…] und Chatterjee wird sich erinnert haben, daß es am
                                    Fluß [163.5] Hooghly Handelsniederlassungen der Holländer
                                    gegeben hat, bevor Calcutta den Engländern zur Beute wurde
                                    […]</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="fluß.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">fließende Bewegung; stetiger, ununterbrochener
                                    Fortgang</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Fluss 2]</ref></def><cit>
                                <quote>Ich muß mich an Nebensätze klammern oder ein einzelnes Wort
                                    leermelken, damit ihre Sache in Fluß [92.13] bleibt.</quote>
                            </cit><re><form> *in Fluss geraten</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">beginnen u. dann kontinuierlich
                                            fortwirken, fortdauern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Fluss 2*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Alles wird, wie schon die Griechen wußten, in Fluß
                                            [47.15] geraten.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="flut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Flut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg></form>
                    <re><form> *eine Flut von etw.</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">eine [plötzlich auftretende] unerwartete große
                                    Menge von etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*]</ref></def><cit>
                                <quote>Da ihre Idee bombig einschlug, kam ihm eine Flut [94.31] von
                                    Spielmaterial ins Haus, das er über das Keyboard einfütterte und
                                    auf der Hard disk versammelte.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#bilderflut">Bilderflut</ref></xr></sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="folge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Folge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="folge.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was aus einem bestimmten Handeln, Geschehen
                                    folgt; Auswirkung eines bestimmten Handelns, Geschehens</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und ob er ernsthaft, ihr Gelächter nicht fürchtend,
                                    erwogen hat, seinen im Tagebuch notierten Hinweis auf
                                    Tschernobyl und die Folgen [12.18] als nachträgliche Warnung
                                    auszusprechen.</quote>
                                <quote>Der Witwer hatte sich fügen müssen und auch diesmal keinen
                                    Hinweis auf Tschernobyl und die Folgen [30.5] gewagt.</quote>
                                <quote>Weil viele abgelehnt werden mußten, war oft lästiger
                                    Briefwechsel mit Familienangehörigen die Folge [150.29].</quote>
                                <quote>[…] indem er jedem ökologischen Sündenfall, vom
                                    brasilianischen Regenwald bis zum Braunkohleabbau in der
                                    Lausitz, schlimmste Folgen [162.6] voraussagt;</quote>
                                <quote>In Litauen hatte die beim letzten Volksentscheid laut
                                    gewordene Gegenstimme der Minderheiten […] kein gutes Klima
                                    für Alexandras Wünsche zur Folge [211.6]:</quote>
                                <quote>Hätte er des Jungmanagers Aufgaben an sich gerissen […]
                                    wäre Trennung die Folge [238.16] gewesen, nicht
                                    auszudenken!</quote>
                                <quote>[…] blieben die Folgen [261.14] der abgewerteten
                                    Ereignisse dennoch für demnächst neue Bildfolgen
                                    ergiebig.</quote>
                                <quote>[…] daß uns beiden ein glückliches Altern bevorstand,
                                    bei wechselseitiger Fürsorge, bedingt durch den Unfall und
                                    dessen Folgen [267.14]...</quote>
                                <quote>Die Vielzahl anreisender Trauergäste […] hatte Risiken
                                    zur Folge [270.18], weil immer mehr hochschwangere Frauen der
                                    Enkel- und Urenkelgeneration die Reise nicht scheuten:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgx#spätfolge">Spätfolge</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="folge.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">das Aufeinanderfolgen von
                                    etw., Reihe von zeitlich aufeinander folgenden Dingen</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Jeder Sarg mit grob gepinselter Zahl numeriert. Die Nummern
                                    in geschüttelter Folge [226.14].</quote>
                                <quote>[…] als zeitweilig Sturmfluten, Brandfackeln und Kurden
                                    als Flüchtlinge für Meldungen gut waren, indem sie in rascher
                                    Folge [261.5] Bilder hergaben […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#bildfolge">Bildfolge</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="forderung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Forderung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nachdrücklich zum Ausdruck gebrachter Wunsch,
                                Anspruch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Niemand dürfe vom humanen Gemeinschaftswerk der
                                Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft irgendwelche Forderungen
                                [112.31] ableiten.</quote>
                            <quote>Jetzt, seit Anerkennung ihrer Grenze, wäre die Forderung [185.12]
                                nach Eigentum durchaus berechtigt, zumindest das Friedhofsgelände
                                betreffend.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="förderung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Förderung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[durch unterstützende Maßnahmen möglicher] Ausbau,
                                Verbesserung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] endlich den Namen meines bengalischen Geschäftsfreundes
                                tragen wird, dem weltweit die Förderung [272.3] des innerstädtischen
                                Rikschaverkehrs...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="förderungswürdigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Förderungswürdigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[gesetzliche] Berechtigung für [staatliche]
                                Unterstützung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D förderungswürdig]</ref></def><cit>
                            <quote>Da das Bonner Ministerium für gesamtdeutsche Fragen die
                                Förderungswürdigkeit [114.26] der noch zu gründenden
                                Friedhofsgesellschaft bereits anerkannt hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="form">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Form</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="form.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">Art u. Weise, in der etw. vorhanden ist,
                                    erscheint, sich darstellt; Erscheinungsweise, einzelne
                                    Erscheinungsform</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1c]</ref></def><cit>
                                <quote>Auf eine der Glossen […] hat er prompt als geübter
                                    Leserbriefschreiber geantwortet und seine organisatorischen
                                    Bemühungen die »letztmögliche Form [140.18] der
                                    Völkerverständigung«  genannt.</quote>
                            </cit></sense><sense n="b)" xml:id="form.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">äußere plastische Gestalt mit
                                    bestimmten Umrissen, in der etw. erscheint</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgj#kreuzform">Kreuzform</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#sargform">Sargform</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="formalität">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Formalität</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">äußere [behördliche] Vorschrift</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Nachdem sie alle Formalitäten [268.24] hinter sich hatten, fand
                                die Hochzeit am 30. Mai statt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="formmusterblatt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Formmusterblatt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Blankovorlage eines Formulars</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Deshalb hat er, mit Hinweisen auf die Friedhofsordnung, ein
                                Formmusterblatt [149.19] an alle im Computer Gespeicherten
                                geschickt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="formulierung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Formulierung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[treffender] sprachlicher Ausdruck</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Formulierungen [153.14] wie »Friedhofs-KZ«  und
                                »Die Deutschen lieben Zäune«  wurden von einer Glosse
                                überboten […]</quote>
                            <quote>Ich suchte vergeblich nach einer alles klammernden Formulierung
                                [175.26], doch selbst Jerzy und Alexandra standen versteinert
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="forscherfleiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Forscherfleiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#fleiß">Fleiß</ref> eines Forschers, Entdeckers</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>So betrieb des Professors Forscherfleiß [208.1] Vielbrands
                                Mühle.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="forschung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Forschung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[…] das Arbeiten an wissenschaftlichen
                                Erkenntnissen; Untersuchung eines wissenschaftlichen Problems</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Da er seine Forschungen [63.19] in den Hauptkirchen der Stadt zu
                                Fuß erledigte, hatte er den Wagen auf dem bewachten Hotelparkplatz
                                abgestellt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fortschritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fortschritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">positiv bewertete Weiterentwicklung; Erreichung
                                einer höheren Stufe der Entwicklung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In anderen Häusern machten Renovierungsarbeiten Fortschritte
                                [191.12].</quote>
                            <quote>Nur Chatterjee konnte beim nächsten Treffen - »                                Klawittergrab«  - Fortschritte [211.25] auflisten, die
                                Reschke »atemberaubend«  nannte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="foto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Foto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[45*]</lbl> </form><form type="inflected">Gen.- s;
                            Pl. -s</form></form>
                    <sense><def>/kurz für <ref target="#fotografie">Fotografie</ref>/</def><cit>
                            <quote>Weil er den Schnappschuß schräg steil von oben machte und dabei
                                die Schuhkappen der hockenden Marktfrau ins Bild kamen, zeugt dieses
                                Foto [12.24] von der erstaunlichen Größe der Steinpilze.</quote>
                            <quote>Dieser Stoß Briefe, die gelochten Abrechnungen und datierten
                                Fotos [14.26] - all das wäre besser bei einem Archivar abzulagern
                                gewesen als bei mir.</quote>
                            <quote>[…] weil es die gibt, wie die Cordhose und ihre
                                Stöckelschuhe, und zwar auf Fotos [16.23] die mir schwarzweiß und
                                farbig vorliegen.</quote>
                            <quote>An einem Pinnbrett Fotos [35.16]: die Porta Nigra, das Rathaus
                                von Antwerpen, die Zunfthäuser.</quote>
                            <quote>Die Fotos [35.21] auf dem verglasten Geschirrschrank zeigen den
                                Mann der Witwe in Marineuniform […]</quote>
                            <quote>Kein Foto [63.1] zeigt ihn am Steuer.</quote>
                            <quote>Wer mochte da abschalten und hier ein Foto [90.22] betrachten,
                                das Pilze zeigt, dort ein walnußgroßes Stück Bernstein gegen Licht
                                halten?</quote>
                            <quote>Kommentierte Fotos [95.29] von Klassentreffen sagten ihm, wie
                                viele restliche, inzwischen hochbetagte Schüler immer noch
                                reiselustig waren. </quote>
                            <quote>Von diesem ersten Besuch in Bochum gibt es Fotos [114.9] von
                                beiden […]</quote>
                            <quote>Auf einem Foto [115.6], das beide zeigt, stehen sie vor einer
                                Haustür […]</quote>
                            <quote>Erika von Denkwitz, die mir auf keinem Foto [141.21] vorliegt
                                […]</quote>
                            <quote>Den Fotos [145.22] nach […] hätten die polnischen Sargträger
                                auch deutsche sein können.</quote>
                            <quote>Dann wurden jene Fotos [158.23] geschossen, die Reschke allzu
                                sinnfällig ausgelegt hat.</quote>
                            <quote>Da die Fotos [158.25] nicht, wie sonst üblich, mit Ortsangaben
                                beschriftet sind, kann ich nur mutmaßen.</quote>
                            <quote>Auf den vier Fotos [159.11]schimmert der Asphaltbelag einer
                                Chaussee.</quote>
                            <quote>Erst die Fotos [159.19] bringen sie nah zueinander.</quote>
                            <quote>Alle vier Finger der Vorderbeine […] sind den Fotos [160.1]
                                abzulesen.</quote>
                            <quote>Auf zwei Fotos [160.4] ist das Gedärm seitlich
                                weggetrocknet.</quote>
                            <quote>[…] doch Reschke hat auf die Rückseiten der Fotos [160.8]
                                geschrieben:</quote>
                            <quote>Weder Spesenabrechnungen noch Fotos [161.2] belegen die
                                wiederholten Treffen.</quote>
                            <quote>Auf Fotos [167.1] sehe ich sie Hand in Hand oder Arm in
                                Arm.</quote>
                            <quote>Hätten nicht Fotos [181.30] […] als Hinweis auf ihr spätes
                                Verhältnis genug gesagt?</quote>
                            <quote>Als ich sie fragte, ob ich ihr Fotos [184.10] vom
                                Versöhnungsfriedhof, die ich für eine fortlaufende Dokumentation
                                sammle, zeigen dürfe, winkte sie ab:</quote>
                            <quote>Gret, wie ich sie früher rief, schnippte die gebreiteten Fotos
                                [186.6] und schnalzte mit der Zunge.</quote>
                            <quote>Fotos [188.10] lösen Vermutungen aus.</quote>
                            <quote>Alle mir vorliegenden Fotos [190.17] erzählen vom Januarfrost,
                                von der Wintersonne, vom blau verschatteten Schnee.</quote>
                            <quote>Fremd und gewiß unpassend für Reschkes Dokumentation wirkt ein
                                Foto [190.31], daß die Piątkowska geschossen haben muß.</quote>
                            <quote>Mir liegt ein Foto [203.27] vor, auf dem die Brakup in einer
                                Fahrradrikscha bei hochgeklapptem Verdeck sitzt, obgleich das Foto
                                [203.29] Schönwetter beweist.</quote>
                            <quote>Leider gibt es nur wenige Fotos [204.5], die Chatterjees
                                Rikschabetrieb dokumentieren.</quote>
                            <quote>Das Foto [205.9] wurde Ende März gemacht.</quote>
                            <quote>Und deshalb muß mir das Foto [205.30] der Erna Brakup als
                                Rikschafahrgast mehr sagen, als solch ein Schnappschuß beweisen
                                kann.</quote>
                            <quote>Mir liegen in Farbe, genauer, in bräunlichem Grau, zwei Fotos
                                [227.9] vor.</quote>
                            <quote>Auf Fotos [255.29] sehe ich die Traube vorm Portal.</quote>
                            <quote>Das Lächeln der Alten im glänzend weiß ausgeschlagenen Sarg, ein
                                Lächeln, das mir auf einem der Fotos [257.16] vorliegt
                                […]</quote>
                            <quote>Ein Foto [258.18] zeigt Wróbel und die Brakup beim Tanz.</quote>
                            <quote>Es gibt Fotos [272.25] von dieser Sitzung am langen Tisch
                                […]</quote>
                            <quote>Viel mehr sagen die Fotos [274.14] nicht.</quote>
                            <quote>Natürlich war ihre Rikschafahrt mehrere Fotos [289.24] wert, die
                                mir farbig vorliegen.</quote>
                            <quote>Auf der Rückseite eines Fotos [289.28] steht schön
                                geschrieben:</quote>
                            <quote>Die Rikscha, in der das Brautpaar auf Fotos [289.31] sitzt, ist
                                blumengeschmückt.</quote>
                            <quote>Die Fotos [290.5] überliefern weder Sonnenschein noch
                                Regenschauer.</quote>
                            <quote>Weil draußen plötzlich die Sonne durchkam, wurden Fotos [291.31]
                                gemacht […]</quote>
                            <quote>Nur von den Aufenthalten in Siena, Florenz und Rom liegen Fotos
                                [295.18] vor […]</quote>
                            <quote>Auf Fotos [295.24], von gefälligen Touristen geknipst, sieht das
                                Paar glücklich aus, auch vorm Pantheon.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgj#klassenfoto">Klassenfoto</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#schwarzweißfoto">Schwarzweißfoto</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgx#seestegfoto">Seestegfoto</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fotoalbum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fotoalbum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -alben</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einem Buch ähnlicher Gegenstand mit meist
                                unbedruckten stärkeren Seiten, Blättern, auf denen
                                    <ref target="textgrid:24cg9#fotografie">Fotografien</ref> […] zum Aufbewahren befestigt
                                werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Album 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] auch das Bochumer Appartement bewahrte gerahmte und in
                                Fotoalben [156.13] versammelte Erinnerungsstücke aus normal
                                glücklichen Tagen auf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fotograf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fotograf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Person, die eine <ref target="textgrid:24cg9#fotografie">Photografie</ref> macht</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Wie sie liegend zu viert ihre hohen und weiten Hüte gegeneinander
                                kehren und dabei vom Fotografen [12.31] so gelegt sind, daß es kaum
                                zu Überschneidungen kommt, bilden sie ein Stilleben.</quote>
                            <quote>Das Lächeln der Alten […] von dem der Fotograf [257.17]
                                behauptet, es sei »mehr ein spöttisches Grienen denn ein erlöst
                                wirkendes Lächeln gewesen«  […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fotografie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fotografie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einzelnes Lichtbild […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Verboten ist das Anbringen von Fotografien [150.11], künstlichen
                                Kränzen und Tafeln aus Glas oder Emaille...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#farbfoto">Farbfoto</ref>; <ref target="#foto">Foto</ref>; <ref target="#fotoalbum">Fotoalbum</ref>;
                                <ref target="#fotograf">Fotograf</ref>; <ref target="#fotoreporter">Fotoreporter</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fotokopie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fotokopie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fotografisch hergestellte Kopie eines
                                Schriftstücks, einer Druckseite od. eines Bildes; Ablichtung</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zum Beweis der überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung
                                schickte er der Piątkowska Fotokopien [96.18] solcher
                                Geburtstags- und Jubiläumsinserate […]</quote>
                            <quote>Außer dem Geschäftsbericht, den endlich vorzutragen Vielbrand
                                aufrief, ist mir in Fotokopie [230.2] ein handgeschriebener Brief
                                überliefert […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fotoreporter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fotoreporter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Berichterstatter, der für eine Zeitung
                                    <ref target="textgrid:24cg9#fotografie">Fotografien</ref> macht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Erna Brakup lief mit, als der hohe Gast […] den inneren und
                                äußeren Kreis aus Sicherheitsbeamten und Fotoreportern [129.25] als
                                natürliche Gegebenheit ertrug […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frachtgutgelände">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frachtgutgelände</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gelände.a">Gelände (a)</ref>, auf dem zu
                                transportierende Güter gelagert werden</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] Leichen eingeflogen wurden, für die eine Kühlhalle auf
                                dem Frachtgutgelände [237.2] des Flughafens von Gdańsk,
                                Rębiechowo, gebaut werden mußte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frachthalle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frachthalle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#halle.2">Halle (2)</ref>, in der Güter bis zum
                                Weitertransport aufbewahrt werden</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das Flughafengebäude und die Frachthallen [258.1] nur zu
                                erahnen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[13*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="frage.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">eine Antwort, Auskunft, Erklärung, Entscheidung
                                    o.Ä. fordernde Äußerung, mit der sich jmd. an jmdn. wendet</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Nachdem sich Chatterjee, gefordert durch Reschkes Fragen
                                    [59.4], ausführlich über den bevorstehenden Kollaps […]
                                    geäußert [hat]</quote>
                                <quote>Auf Reschkes Frage [79.29] beim Frühstück, ob sie seine
                                    Zimmernummer bei der Rezeption erfragt habe, bekam er mit
                                    nachgestelltem Lachen Antwort:</quote>
                                <quote>Die Beschwerden der Presse, man habe den Journalisten erst
                                    nach Unterzeichnung des Vertrages erlaubt, Fragen [119.28] zu
                                    stellen, wehrt er wie Fliegen ab:</quote>
                                <quote>Eher harmlose als bösartige Fragen [120.1].</quote>
                                <quote>[…] kein Wunder, daß die wechselnden
                                    Trauergesellschaften Fragen [154.4] nach der Sicherheit ihrer
                                    Toten zu stellen begannen.</quote>
                                <quote>Meine Frage [183.15] nach dem Stand seines
                                    Philosophiestudiums hat er erhellend beantwortet:</quote>
                                <quote>Bei Reschke stehen Alexandras Frage [271.24] und Timmstedts
                                    Freizügigkeit vor einem Hinweis in ferne Zukunft:</quote>
                                <quote>Weil Frau Johanna Dettlaff in ihrem Antrag die Präsenz der
                                    ehemals Ehrenvorsitzenden gefordert hatte, mußten sich Reschke
                                    und die Piątkowska einige Fragen [285.5] gefallen
                                    lassen.</quote>
                                <quote>Und sofort war Alexandra von Fragen [286.13]
                                    zugedeckt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg4#befragen">Befragen</ref>; <ref target="#fragebogen">Fragebogen</ref>; <ref target="#fragesatz">Fragesatz</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24ch4#zwischenfrage">Zwischenfrage</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="frage.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Problem; zu erörterndes
                                    Thema, zu klärende Sache, Angelegenheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Das ist vor allem eine politische Frage [56.8].</quote>
                                <quote>[…] war ihm einerseits die Lösung der deutschen Frage
                                    [105.14] durch Vereinigung »rein gefühlsmäßig
                                    wünschenswert«, fürchtete er andererseits nationalen
                                    Überschwang […]</quote>
                                <quote>Da das Bonner Ministerium für gesamtdeutsche Fragen [114.26]
                                    die Förderungswürdigkeit […] anerkannt hatte, fanden sich
                                    Mittel, gedacht als Starthilfe, für die ein Sonderkonto
                                    eingerichtet wurde;</quote>
                                <quote>Die Frage [152.12], ob das Versöhnungsfriedhof heißende
                                    Parkgelände […] eingezäunt werden sollte, wurde früh,
                                    gleich nach Gründung der Friedhofsgesellschaft gestellt, doch
                                    als nicht dringlich vertagt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg7#eigentumsfrage">Eigentumsfrage</ref>;
                        <ref target="textgrid:24cgj#kostenfrage">Kostenfrage</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fragebogen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fragebogen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vordruck, der eine Reihe zu beantwortender
                                    <ref target="textgrid:24cg9#frage.1">Fragen (1)</ref> enthält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und dankenswerterweise haben beinahe alle Ortsstellen meinen
                                Fragebogen [97.21] in Umlauf gebracht.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fragesatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fragesatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -sätze</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgx#satz">Satz</ref>, der eine <ref target="textgrid:24cg9#frage.1">Frage (1)</ref>
                                ausdrückt […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Interrogativsatz]</ref></def><cit>
                            <quote>Ausgehungerte Fragesätze [82.5] und Leidenschaft, streng auf zwei
                                Personen verengt, die mittels Papier zu Wort kommt, ohne Dreinrede
                                von außen...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frankreichfeldzug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frankreichfeldzug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von Mai bis Juni 1940 dauernder Blitzkrieg, mit
                                dem das Deutsche Reich ?Frankreich [Register] zur Kapitulation
                                zwang</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW028" type="source">[WWW028]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Polen-, spätestens vom Frankreichfeldzug [241.22] an haben
                                wir sie in Flaschen sammeln müssen, selbst bei Regen, mit klammen
                                Fingern.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="franzose">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Franzose</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einwohner zu <ref target="textgrid:24cgw#frankreich">Frankreich [Register]</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Weder Amerikaner noch Franzosen [244.28] seien häufig zu
                                Gast.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[71*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="frau.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">titelähnliche, auch als Anrede verwendete
                                    Bezeichnung für eine erwachsene Person weiblichen
                                    Geschlechts</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4a]</ref></def><cit>
                                <quote>Frau [23.9] Piątkowska wird inzwischen den Strauß Astern
                                    am Grab ihrer Eltern in eine Vase gestellt haben.</quote>
                                <quote>Glauben Sie mir, Frau [25.8] Piątkowska, ich begreife
                                    Ihre Empörung.</quote>
                                <quote>Sie nannten einander Herr Reschke und Frau [25.25]
                                    Piątkowska.</quote>
                                <quote>Aus Frau [52.3] Piątkowska wurde bald Alexandra.</quote>
                                <quote>[…] oder Frau [96.23] Frieda Knippel bei bester
                                    Gesundheit 86 Jahre alt geworden war […]</quote>
                                <quote>Eine Frau [112.31] Johanna Dettlaff sagte: »Nur um
                                    dieses Stückchen bemessene Heimaterde geht es.«</quote>
                                <quote>[…] und daß Frau [113.6] Dettlaff, eine rüstige
                                    Mittsechzigerin, mit einer Bernsteinkette, gereiht aus
                                    rundgeschliffenen Klunkern, behängt war, wird erwähnt.</quote>
                                <quote>Frau [117.5] Johanna Dettlaff, 65 Jahre alt und Ehefrau eines
                                    pensionierten Kreissparkassendirektors in Lübeck
                                    […]</quote>
                                <quote>Diese Personen hatten zugesagt, im Gründungsfall als
                                    Gesellschafter die drei deutschen Sitze im Aufsichtsrat zu
                                    besetzen, Frau [117.12] Dettlaff auf Vorschlag des
                                    Bundes.</quote>
                                <quote>Mit den Herren Karau und Vielbrand ist Frau [122.9] Johanna
                                    Dettlaff […] abgereist, um wiederzukommen, sobald Marczak
                                    den Aufsichtsrat rufen wird.</quote>
                                <quote>[…] etliche Ortsstellen der organisierten
                                    Landsmannschaft hatten Beobachter, der Bund Frau [136.11]
                                    Johanna Dettlaff geschickt.</quote>
                                <quote>Weil Frau [136.17] Martha Eggert, die Witwe des Egon Eggert,
                                    anwesend war, konnte sie eines späteren Platzes an der Seite
                                    ihres Mannes sicher sein.</quote>
                                <quote>Eigentlich hatte Frau [137.3] Dettlaff […] als
                                    Sprecherin des Bundes nach der Einsegnung eine vorbereitete Rede
                                    halten wollen […]</quote>
                                <quote>In Reschkes Aufzeichnungen wird erwähnt, daß Frau [138.11]
                                    Johanna Dettlaff bei dieser Gelegenheit doch noch zu ihrer
                                    insgesamt maßvollen Rede kam.</quote>
                                <quote>Frau [139.17] von Denkwitz erweist sich bei den neuen
                                    Aufgaben als hilfreich.</quote>
                                <quote>Frau [139.24] von Denkwitz ist jetzt ganztags hier...</quote>
                                <quote>[…] nach zu kurzer Debatte und auf Antrag von Frau
                                    [152.29] Johanna Dettlaff […]</quote>
                                <quote>Und schon trug Vielbrand, unterstützt von Frau [176.25]
                                    Johanna Dettlaff, einen Antrag auf Einrichtung komfortabler
                                    Seniorenheime vor:</quote>
                                <quote>Während Frau [176.29] Dettlaff mehr dem Gefühl folgte, nannte
                                    Vielbrand Argumente, die er für sachlich hielt.</quote>
                                <quote>Frau [177.30] Dettlaff zitierte wirkungsvoll aus
                                    Briefen.</quote>
                                <quote>Frau [197.3] Johanna Dettlaff sagte: »Noch kann ich mich
                                    mit der makabren Seite der geplanten Aktion nicht recht
                                    befreunden.«</quote>
                                <quote>Frau [198.16] Dettlaffs wiederholtes Begehren nach einem
                                    generellen Rauchverbot lockerte er durch eingeräumte
                                    Raucherpausen zugunsten der Piątkowska.</quote>
                                <quote>»Das geht entschieden zu weit!«  rief Frau
                                    [199.5] Dettlaff.</quote>
                                <quote>Bieroński und Wróbel wie aufgerufen, Frau [208.16] Dettlaff
                                    schockiert und Vielbrand versteinert...</quote>
                                <quote>Die Herren und Damen vom Bund, unter ihnen Frau [211.13]
                                    Dettlaff, sahen sich außerstande, behilflich zu werden
                                    […]</quote>
                                <quote>Auf das reduzierte Deutschsein der alten Frau soll Frau
                                    [220.31] Johanna Dettlaff irritiert und angeekelt reagiert haben
                                    […]</quote>
                                <quote>Marczak und Frau [231.19] Dettlaff gratulierten dem
                                    Paar.</quote>
                                <quote>[…] solange Frau [237.21] von Denkwitz in Bochum saß,
                                    mag Reschke nichts bemerkt oder wenig geahnt haben.</quote>
                                <quote>Frau [238.26] Johanna Dettlaff beklagte vor Sitzungsschluß
                                    […] Versäumnisse der geschäftsführenden Gesellschafter
                                    […]</quote>
                                <quote>Zudem meinte Frau [239.8] Dettlaff einigen »stillen
                                    Reserven«  auf der Spur zu sein […]</quote>
                                <quote>Wechselseitiger Respekt vor kultureller Leistung möge Teil
                                    jener Versöhnung werden, die Frau [245.16] Piątkowska und er
                                    vor Jahresfrist zu fördern begonnen hätten.</quote>
                                <quote>Aber verehrte Frau [247.19] Piątkowska!</quote>
                                <quote>Reschke will Frau [247.21] Johanna Dettlaffs halblautes
                                    Gezischel: »Man merkt ihr immer noch an, daß sie mal eine
                                    stramme Kommunistin gewesen ist«, mitgehört haben.</quote>
                                <quote>Sie sollten, verehrte Frau [248.2] Piątkowska, gemeinsam
                                    mit unserem lieben Herrn Professor, Ihren Entschluß noch einmal
                                    bedenken.</quote>
                                <quote>[…] waren Frau [248.25] Johanna Dettlaff und Marian
                                    Marczak bereit, nunmehr als Gesellschafter die Geschäfte zu
                                    führen […]</quote>
                                <quote>Wenn Timmstedt, der für Frau [249.18] Dettlaff in die
                                    Aufsicht kam […]</quote>
                                <quote>Das sehe auch Frau [250.15] von Denkwitz so.</quote>
                                <quote>Frau [268.27] Johanna Dettlaff und Marian Marczak berichteten
                                    vom Treffen aller geschäftsführenden Gesellschafter der nunmehr
                                    ganz West- und Nordpolen umfassenden
                                    Friedhofsgesellschaften.</quote>
                                <quote>»Das ist nun mal polnische Tradition, die wir als
                                    Deutsche zu respektieren haben«, sagte Frau [269.11]
                                    Dettlaff.</quote>
                                <quote>Frau [270.22] Johanna Dettlaff, die Bericht gab,
                                    sagte:</quote>
                                <quote>Vielbrand, ich bin sicher, hat sich an die Stirn geschlagen,
                                    und Frau [281.3] Dettlaff mag halblaut nach dem Psychiater
                                    gerufen haben.</quote>
                                <quote>Weil Frau [285.2] Johanna Dettlaff in ihrem Antrag die
                                    Präsenz der ehemals Ehrenvorsitzenden gefordert hatte, mußten
                                    sich Reschke und die Piaątkowska einige Fragen gefallen
                                    lassen.</quote>
                                <quote>Schließlich entdeckten selbst Vielbrand und Frau [286.8]
                                    Dettlaff die Komik der Geschenkaktion.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="frau.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">erwachsene Person weiblichen Geschlechts</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wie die überwiegend älteren Männer und Frauen [55.9]
                                    an den benachbarten Tischen […]</quote>
                                <quote>Ich hörte aus dem Geplapper der Frauen [59.24] heraus, daß es
                                    ihr Wunsch war, nach nur kurzer Stadtrundfahrt die Große Allee
                                    von Danzig nach Langfuhr zu befahren […]</quote>
                                <quote>[…] eine, wie Reschke schreibt, »freundliche Geste
                                    der Polen, zumal diese Frau [119.20] von besonderem Kaliber ist.
                                    Weit über achtzig, brabbelt sie unentwegt...«</quote>
                                <quote>Mit gleicher Technik hat Reschke den Redefluß einer Frau
                                    [128.10] eingefangen, die als polnische Staatsbürgerin deutscher
                                    Herkunft zum Aufsichtsrat […] gehörte.</quote>
                                <quote>Trotz schönen Wetters, heiter bis wolkig, waren gottlob nur
                                    wenige Neugierige gekommen: scheu abseits stehende alte Frauen
                                    [134.22], einige Arbeitslose.</quote>
                                <quote>[…] ein alter Mann lutherischen Glaubens und eine alte
                                    Frau [135.25] katholischen Glaubens wurden so kurz nacheinander
                                    beerdigt, daß beide Trauergemeinden der einen wie der anderen
                                    Zeremonie teilhaftig wurden.</quote>
                                <quote>[…] indem er Benutzer der Parkanlage, Frauen [137.20]
                                    mit Kleinkindern […] und kartenspielende Arbeitslose
                                    vorführt, die von den Beerdigungen kaum Notiz nehmen.</quote>
                                <quote>Hochbetagte Frauen [145.19] wurden zu Grabe getragen, denen
                                    viel Familie Geleit gab.</quote>
                                <quote>[…] nicht daß Alexanders Töchter Sophia, Dorothea und
                                    Margaretha der Frau [182.31] an der Seite ihres Vaters
                                    schnippisch, abschätzig, schroff begegnet wären;</quote>
                                <quote>Ich bin ihm dankbar, daß er den Wortfluß der alten Frau
                                    [189.10] gleich nach dem Friedhofsbesuch niedergeschrieben hat,
                                    ohne ihr Gebrabbel in schriftdeutsche Reihe zu bringen.</quote>
                                <quote>Ich weiß nicht, ob er oder sie der alten, übriggebliebenen
                                    Frau [189.29] den Sinn des Golfkrieges erklärt hat.</quote>
                                <quote>Auf das reduzierte Deutschsein der alten Frau [220.30] soll
                                    Frau Johanna Dettlaff irritiert und angeekelt reagiert haben
                                    […]</quote>
                                <quote>Nur Jerzy Wróbel trug seine Wißbegier der alten Frau [221.16]
                                    unbekümmert und manchmal mit einem Strauß Blumen wie ein
                                    Liebhaber an.</quote>
                                <quote>[…] ist mir in Fotokopie ein handgeschriebener Brief
                                    überliefert, den die alte Frau [230.3] am Tag ihres einprägsamen
                                    Rücktritts leicht zittrig in jener Ableitung der
                                    Sütterlinschrift geschrieben hat […]</quote>
                                <quote>Für die zurückgetretenen Brakup und Wróbel […] nahmen
                                    zwei junge Männer […] und eine junge Frau [249.15] Platz,
                                    die vorgab, deutscher Herkunft zu sein, doch die Sprache ihrer
                                    Eltern kaum verstand.</quote>
                                <quote>Die junge Frau [249.25] sprachlos deutscher Herkunft wies
                                    sich als Teilhaberin eines privaten Reiseunternehmens aus, das
                                    der staatlichen Agentur »Orbis«  Konkurrenz zu
                                    machen begann.</quote>
                                <quote>Doch zwingen weder die Straßenbahn noch der Abschiedsbesuch
                                    bei der aufgebahrten alten Frau [264.24] zum Zeitsprung; </quote>
                                <quote>Die Vielzahl anreisender Trauergäste […] hatte Risiken
                                    zur Folge, weil immer mehr hochschwangere Frauen [270.19] der
                                    Enkel- und Urenkelgeneration die Reise nicht scheuten:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg7#ehefrau">Ehefrau</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="3." xml:id="frau.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def><hi rend="italic">Ehefrau</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Weil sie sich als Witwe zu erkennen gegeben hatte, hätte nun
                                    er vom Tod seiner Frau [23.27] sprechen müssen […]</quote>
                                <quote>[…] und datierte jetzt erst, unvermittelt, den Tod
                                    seiner Frau [24.5]: »Edith starb vor fünf
                                    Jahren.«</quote>
                                <quote>Auch ich bewohne nach dem Tod meiner Frau [33.7] - es war
                                    Krebs - und seitdem die Töchter außer Haus sind, eine allerdings
                                    geräumige Dreizimmerwohnung von studioartigem Zuschnitt
                                    […]</quote>
                                <quote>Das gehe ihm, weil seit dem Tod seiner Frau [33.28] geübt,
                                    leicht von der Hand.</quote>
                                <quote>Solche Erinnerungen haften stärker als alle Pilzgerichte, die
                                    in italienischen Gaststätten auf den Tisch kommen, letztmalig in
                                    Bologna, als ich mit meiner Frau [34.7]...</quote>
                                <quote>Nicht etwa, daß er von seiner verstorbenen Frau [73.27], sie
                                    von ihrem zu früh gestorbenen Mann gesprochen hätte, da hing
                                    nichts nach außer gutsortierter Erinnerung.</quote>
                                <quote>[…] als sich ihre Mutter mit ihr und drei Geschwistern
                                    sowie dem Gutsverwalter und dessen Frau [141.24] von Stuhm aus
                                    […] auf die Flucht in Richtung Westen machte.</quote>
                                <quote>Zwei der Geschwister und die Frau [141.26] des Gutsverwalters
                                    starben unterwegs.</quote>
                                <quote>Wollen wir, Liebste, nun auch vor dem Gesetz Mann und Frau
                                    [268.22] sein?</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freibier">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freibier</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[aus Anlass einer Festlichkeit, eines Jubiläums
                                o.Ä.] kostenlos ausgeschenktes <ref target="textgrid:24cg4#bier">Bier</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als Chatterjee auf dem Werftgelände mit Freibier [207.5]
                                und Bratwurst seine vierte Montagehalle einweihte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freifahrschein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freifahrschein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gutschein für eine kostenlose <ref target="textgrid:24cg9#fahrt.1a">Fahrt
                                    (1a)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Die von ihr angeregten Kleintransporte waren so beliebt, daß
                                Chatterjee […] seine Beraterin mit einem Block Freifahrscheine
                                [203.19] beehrte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freipfeiler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freipfeiler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">frei stehende senkrechte Stütze mit rechteckigem
                                oder polygonalem Querschnitt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW029" type="source">[WWW029]</ref></def><cit>
                            <quote>Die wenigen Touristen und einige betende Polen verloren sich in
                                der Hallenkirche, deren neugespanntes Gewölbe von sechsundzwanzig
                                achteckigen Freipfeilern [60.24] bis zur nächsten Zerstörung
                                getragen wird.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freistaat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freistaat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Republik</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich weiß, daß die Danziger Synagogengemeinde ab 1937 gezwungen
                                war, diesen und andere Friedhöfe an den Freistaat [224.13] zu
                                verkaufen […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#freistaatzeit">Freistaatzeit</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freistaatzeit">
                    <form>
                        <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freistaatzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -en</form>
                        <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freistaatszeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zeit.1">Zeit (1)</ref>, während der Danzig den Status
                        eines <ref target="textgrid:24cg9#freistaat">Freistaats</ref> hatte (1920-1939)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#VaV" type="source">[° VaV]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Vater sei Postbeamter gewesen, schon während der
                                Freistaatszeit [36.27].</quote>
                            <quote>Weil mit einem Werftarbeiter verheiratet, der '42 auf der Krim
                                fiel, wußte sie, wer mit wem während der Freistaatzeit [147.21]
                                spinnefeind gewesen war:</quote>
                            <quote>[…] jene in eine freistehende Ziegelmauer eingelassene
                                Travertinplatte, auf der in erhabenem Relief überm Eichenlaub das
                                Profil eines Polizeihelms aus Freistaatzeiten [175.6] zur Ansicht
                                kommt […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#fraistaatzait">Fraistaatzait [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freizeitgestaltung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freizeitgestaltung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[berufliche] Planung von Freizeitaktivitäten für
                                jmd.; [Vergnügungs-] Programm im Urlaub</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Also sah sein Studiengang Kurse für die Bereiche
                                Erwachsenenbildung, Massentourismus, Freizeitgestaltung [106.28] und
                                Seniorenbetreuung vor.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freizeitpark">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freizeitpark</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gelände mit Verkaufsbuden, Karussells o.Ä.</hi> [D
                            Vergnügungspark]</def><cit>
                            <quote>Fachleute, etwa der Leiter eines Reiseunternehmens, die Managerin
                                eines von Millionen frequentierten Freizeitparks [106.31], wurden zu
                                Vorträgen eingeladen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freizügigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freizügigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">tolerante, weltoffene Einstellung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Bei Reschke stehen Alexandras Frage und Timmstedts Freizügigkeit
                                [271.25] vor einem Hinweis in ferne Zukunft:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <superEntry>
                <entry xml:id="fremde-1">
                    <form><lbl><hi rend="superscript">1</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fremde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd. der aus einer anderen Gegend, einem anderen
                                Land stammt, der an einem Ort fremd ist, an diesem Ort nicht
                                wohnt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sie blieb bei ihrer Ablehnung des Türken, aller Türken,
                                das heißt aller Fremden [288.11], die ihr, mehr noch als die
                                verhaßten Russen, zuwider waren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fremde-2">
                    <form><lbl><hi rend="superscript">2</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fremde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">unbekanntes, fern der eigenen Heimat liegendes
                                Land; [weit entferntes] Ausland</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie Alexandras Eltern mußten sie sich mit der Fremde [26.22]
                                vertraut machen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#fremde">Fremde [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                </superEntry>
                <entry xml:id="fremdenfeindlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fremdenfeindlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">feindselige Haltung gegenüber Menschen aus einer
                                anderen Region, einem anderen Volk od. Kulturkreis</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Eigentlich wünschte ich mir, daß die beiden am langen Tisch ihr
                                Gespräch weniger privat geführt hätten, zumal damals schon in
                                Zeitungen Berichte über Fremdenfeindlichkeit [111.18]
                                standen:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fremdsein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fremdsein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">andere Herkunft; Verschiedenartigkeit</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] auch er war schwarz gekleidet, was sein Fremdsein
                                [258.12] nicht aufhob.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hochgestimmter Gemütszustand; das Froh- und
                                Beglücktsein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Es wäre mir eine Freude [14.4], wirklich...</quote>
                            <quote>Was nun wird sein, macht Freude [70.10], weil menschlich
                                ist.</quote>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir die praktische Umsetzung unserer
                                Idee, […] so viel Spaß, nein, wohl mehr innere Freude [109.3]
                                bereiten könnte.</quote>
                            <quote>Einzig die Kinder bereiteten Freude [184.29].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#ankunftsfreude">Ankunftsfreude</ref>; <ref target="textgrid:24cg8#freide">Freide [Brakup Missingsch]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgk#lebensfreude">Lebensfreude</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freund">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freund</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[18*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -e</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="freund.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">jmd., der einem anderen in Freundschaft verbunden
                                    ist, ihm nahe steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Für Ihre Freunde [81.6] in Old Germany! </quote>
                                <quote>Laut Reschkes Bericht waren nicht nur Familienangehörige und
                                    Freunde [136.9] der Verstorbenen anwesend;</quote>
                                <quote>Löwe will herrschen natürlich, aber ist großzügig immer, will
                                    weite Reise machen und lustig feiern mit Freunde
                                    [155.17]...</quote>
                                <quote>Und weitere Überbleibsel, die unser Freund [175.2] für uns
                                    aufgespart hatte:</quote>
                                <quote>Ich bitte unsere polnischen Freunde [194.6], zu begreifen,
                                    daß uns die immensen Kosten bewußt sind.</quote>
                                <quote>Mitte März muß es gewesen sein, als das Paar von seinem
                                    Freund [222.17] eingeladen wurde, im, wie Reschke schreibt,
                                    »Polski Fiat«  von einem abgeräumten
                                    Friedhofsgelände zum nächsten zu hetzen.</quote>
                                <quote>Wróbel voraus, stolperten sie […] über mehrere
                                    abgeräumte, vom Wildwuchs besetzte Friedhöfe, auf denen ihnen
                                    der immerfort alles erklärende Freund [223.13] gestürzte,
                                    geborstene oder noch heile Grabsteine freilegte.</quote>
                                <quote>Und Freund [239.25] Wróbel ist es gewesen, der wenige Tage
                                    später mit gleichbleibend leiser Stimme eine beunruhigende
                                    Nachricht in die Hundegasse brachte.</quote>
                                <quote>[…] als der Freund [240.1] eintraf und von Erna Brakups
                                    Krankenlager berichtete.</quote>
                                <quote>Ihm, dem untätigen Zuschauer, der allenfalls liest oder mit
                                    Freund [252.6] Wróbel flüstert, ist jede ausladende Geste
                                    untersagt;</quote>
                                <quote>Die Brosche […] hatte ihr jemand - vielleicht Freund
                                    [256.11] Wróbel - am hochschließenden Kleid, knapp unterm Kinn
                                    befestigt.</quote>
                                <quote>[…] fällt mir mein alter Freund [259.13] Chatterjee ein,
                                    der als erster das heute überall praktizierte Rikschasystem
                                    erprobt hat...</quote>
                                <quote>Zwar ist es erfreulich, daß in unserer alten Heimat nun
                                    wieder Deutsche geboren werden, doch dürfen wir das ohnehin
                                    überforderte Krankenhauswesen unserer polnischen Freunde
                                    [270.26] nicht zusätzlich belasten.</quote>
                                <quote>Vom Haus in der Hundegasse, wo auf dem Beischlag für Freunde
                                    [290.16] und Nachbarn Cocktails serviert wurden […]</quote>
                                <quote>Unser Freund [294.21] hat wenig über die Hochzeit, doch
                                    anrührend viel zum Abschied von ›Olek und Ola‹ 
                                    gesagt, was alles ihn schmerze...</quote>
                                <quote>Freund [297.27] Chatterjee hat gewonnen - und wir mit
                                    ihm...</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#freundin">Freundin</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="freund.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">jmd., der etw. besonders
                                    unterstützt od. fördert</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><ref target="textgrid:24cgw#gesellschaft_der_freunde_von_wilno_und_grodno">Gesellschaft der Freunde von Wilno und Grodno
                                [Register]</ref></def><cit>
                                <quote>In Kirche von Heiliger Bartłomieja, wo liegt ganz nah bei
                                    Dein Hotel Hevelius, ist oft Treffen von Freunde [86.2] von
                                    Wilno und Grodno.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="3." xml:id="freund.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def> vertrauliche Anrede <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Übrigens hat unser gemeinsamer Freund [100.28] Chodowiecki
                                    […] in seinen Stichen und Zeichnungen viele dieser
                                    nützlichen Utensilien überliefert […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="freundin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Freundin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="freundin.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def> /w.
                                Form zu <ref target="textgrid:24cg9#freund.1">Freund (1)</ref>/</def><cit>
                                <quote>Dann, nach lustigen Schulgeschichten, in denen es um
                                    Freundinnen [27.10] […] ging, sei ihr abrupt der Faden
                                    gerissen: </quote>
                                <quote>Haben abgeholt meine Freundinnen [36.20] beide.</quote>
                                <quote>Offenbar Freundinnen [59.28], die beiden.</quote>
                                <quote>Besonders gerne ließ sich unsere Freundin [258.24] zu Ihrem
                                    Spezialfriedhof fahren.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="freundin.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[Lebens-] Gefährtin, eines
                                    Mannes</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Witold sagt, […] daß er nicht will kleine Freundin
                                    [99.7] haben, wie ich mir wünsch immer schon.</quote>
                                <quote>Na, kleine Freundin [183.30] hat er nun endlich.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frieden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frieden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="frieden.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">[vertraglich gesicherter] Zustand des inner- od.
                                    zwischenstaatlichen Zusammenlebens in Ruhe u. Sicherheit</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>All das werde dem Frieden [113.3] und der Völkerverständigung
                                    dienen.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="frieden.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><usg><hi rend="spaced">christl. Rel.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Geborgenheit in Gott</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Sogar Inschriften wie ›Ruhe sanft!‹  und ›                                    Hier ruht in Frieden [69.26]!‹  sagte sie wie
                                    Beschwörungen auf.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedensbewegung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedensbewegung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gruppe od. Organisation, die aktiv für den
                                Weltfrieden eintritt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein Zyniker, der früher mal extrem links stand, jetzt aber nur
                                noch Witze reißt, zum Beispiel über die Friedensbewegung [184.21]
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[72*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; Pl. -höfe</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ort, an dem die Toten bestattet werden</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber auf Friedhof [14.5] muß ich...</quote>
                            <quote>[…] und gleichfalls gewinnt die Witwe, wie sie neben ihm
                                Schritt vor Schritt Richtung Friedhof [18.29] setzt, durch bloße
                                Willensstärke Kontur:</quote>
                            <quote>Um den weiteren Weg der beiden zum Friedhof [20.20]
                                abzukürzen:</quote>
                            <quote>Die Witwe führte ihn aus der Stadt hinaus […] bis zur
                                Tankstelle für bleifrei tankende Touristen, der gegenüber ein alter,
                                von Buchen und Linden verschatteter Friedhof [21.5] liegt
                                […]</quote>
                            <quote>Er fand am Rand des Friedhofs [22.28] zwei schiefstehende Steine,
                                später zwei weitere, gänzlich verkrautet, und hatte Mühe, ihnen
                                irgendwas abzulesen.</quote>
                            <quote>Natürlich grenze das Auslöschen von Friedhöfen [24.21] an
                                Barbarei.</quote>
                            <quote>[…] waren sich Witwe und Witwer einig, daß irgendwo und ganz
                                gewiß auf Friedhöfen [25.22] die verfluchte Politik aufhören
                                müsse.</quote>
                            <quote>Natürlich wollten Mama und Papa viel lieber auf Friedhof [26.1]
                                in Wilno zu liegen kommen und nicht hier, wo fremd war alles und ist
                                geblieben fremd.</quote>
                            <quote>So hat der wuchernde Efeu die gewaltsame Räumung des Friedhofs
                                [26.12] überstanden und ist auf ihm gemäße Weise siegreich, wenn
                                nicht unsterblich geblieben...</quote>
                            <quote>Mußte sie unbedingt auf dem Friedhof [26.15] rauchen!</quote>
                            <quote>Und was habe ich auf Friedhöfen [32.22] oder in der Hundegasse zu
                                suchen?</quote>
                            <quote>Die wußten immer, wo auf Friedhof [37.2] in Wilno letztes
                                Plätzchen wird sein...</quote>
                            <quote>Reschke wird schon auf dem Markt, spätestens auf dem Friedhof
                                [39.20] die Piątkowska nach den Ursachen ihrer Deutschkenntnisse
                                gefragt haben, verbunden natürlich mit Komplimenten.</quote>
                            <quote>Erst nachdem er umständlich den Friedhof [53.1] am Hagelsberg
                                beschrieben hat, kommt er zur Sache […]</quote>
                            <quote>Auf Friedhof [53.21] muß Schluß sein mit Politik!</quote>
                            <quote>Na, werden sein wieder Friedhöfe [65.13] wie früher...</quote>
                            <quote>Das später Park Akademicki genannte Gelände gab zwischen der
                                Poliklinik und der Technischen Hochschule […] Raum für den etwa
                                eineinhalb Hektar großen Friedhof [65.30] […]</quote>
                            <quote>[…] und Sankt Joseph, der, wie die weiteren Friedhöfe
                                [66.1], ab 1966 eingeebnet wurde;</quote>
                            <quote>[…] für den katholischen Friedhof [66.9] der Gemeinden von
                                Sankt Nikolai […]</quote>
                            <quote>Es ließe sich mehr über gleichfalls eingeebnete Friedhöfe [66.22]
                                auf der gegenüberliegenden Seite der Großen Allee sagen;</quote>
                            <quote>[…] Sankt Peter und Paul mit dem anschließenden Friedhof
                                [66.27] für die Mennoniten […]</quote>
                            <quote>[…] wo ein zur Jahrhundertwende erbautes Ziegel- und
                                Fachwerkgebäude als Sitz der Friedhofsverwaltung den Haupteingang
                                zum Friedhof [67.4] bewacht hatte […]</quote>
                                <quote>War in Gomułkazeit, wo sie platt gemacht haben letzte deutsche
                                Friedhöfe [67.7].</quote>
                            <quote>Nachdem sie alles abgeschritten hatten, schätzten Alexander und
                                Alexandra die Größe des zur Parkanlage verfremdeten Friedhofs
                                [68.11].</quote>
                            <quote>Es sei ihm, meldet Reschke, die Witwe um den Hals gefallen, als
                                ihr, vom Rondell aus gesehen, der zukünftige Friedhof [71.14] vor
                                Augen stand.</quote>
                            <quote>War, zumindest beiläufig, von Friedhöfen [79.24] in Gdańsk und
                                Wilna, von ausreichend viel Deutschmark die Rede?</quote>
                            <quote>Oder blieb neben der Liebe im schmalen Bett kein Platz für
                                Friedhöfe [79.27] hier und dort?</quote>
                            <quote>Da wolln viele in Wilno auf Friedhof [88.5] zu liegen
                                kommen.</quote>
                            <quote>Ein aus Elbing stammender Konsistorialrat, der sich aktiv
                                beteiligen will, sagte mir, solch ein Friedhof [88.22] stimme ihn
                                als Verheißung jetzt schon fröhlich.</quote>
                            <quote>Oder willst Du in Gdańsk machen zwei Friedhöfe [89.31] mit Ruhe
                                sanft Ost und Ruhe sanft West?</quote>
                            <quote>Und selbst uns, Liebste, mag Wahnsinn […] auf den Friedhof
                                [91.31] geleitet, zum Pilzgericht mit Gerüchen verlockt, abermals
                                versammelt und im schmalen Bett ineinandergefügt haben.</quote>
                            <quote>[…] so daß, bei Garantie eines zugelassenen Friedhofs
                                [93.30], ein Grundkapital von rund 28 Millionen als gesichert zu
                                werten sei.</quote>
                            <quote>Allerdings müsse ein Drittel der Summe für den Friedhof [94.1] in
                                Wilna abgezweigt und auf einem Sperrkonto verwahrt werden
                                […]</quote>
                            <quote>Nicht nur, weil Deutsche bald eins sind und an Friedhof [101.18]
                                nicht mehr denken möchten, auch sonst wird knapp alles.</quote>
                            <quote>Kein Wunder, daß ihm die auf einem stillgelegten Friedhof
                                [104.16] geborene Idee sogleich einleuchtete.</quote>
                            <quote>Reschke konnte […] einen Lageplan des zukünftigen Friedhofs
                                [112.15] ausbreiten.</quote>
                            <quote>Gleichfalls ist ihr Besuch auf dem Ohlsdorfer Friedhof [113.21],
                                einer weitläufigen, parkähnlichen Anlage, sicher […]</quote>
                            <quote>So schön wie Ohlsdorf muß werden deutsche Friedhof [113.24] in
                                Gdańsk.</quote>
                            <quote>Selbstverständlich lagen die Begräbniskosten und die Pflege des
                                neuerdings deutschen Friedhofs [118.24], der offiziell »                                Versöhnungsfriedhof«  heißen sollte, bei den
                                Nutznießern.</quote>
                            <quote>Die litauische Komponente der Idee, der »Polnische Friedhof
                                [119.2] in Wilna«  und dessen finanzielle Ausstattung auf
                                DM-Basis, wurde in einem zusätzlichen Paragraphen aufgehoben
                                […]</quote>
                            <quote>Beifällig wurden die Hinweise der Piątkowska auf das Fernziel
                                Wilna und den dort in Pacht zu nehmenden Friedhof [120.20]
                                bewertet.</quote>
                            <quote>Gleichwohl sollten wir bei der gärtnerischen Pflege des Friedhofs
                                [125.5] […] auf Pflanzen bedacht sein, die der künftigen
                                Erwärmung der Erdoberfläche standhalten können.</quote>
                            <quote>Vielleicht wär' sonst schiefgegangen mit Friedhof [131.16] für
                                Deutsche.</quote>
                            <quote>[…] die sorgfältig katalogisierte Sammlung handgeschmiedeter
                                Sargnägel, die er seiner langjährigen Erforschung barocker
                                Grabsteine auf norddeutschen Friedhöfen [132.6] verdankte
                                […]</quote>
                            <quote>[…] wohl aber hatte Reschke einer privaten Produktion den
                                Auftrag erteilt, die Einsegnung des Friedhofs [134.8] und - aus
                                gebotener Distanz - die ersten Beerdigungen aufzuzeichnen.</quote>
                            <quote>Die Lage des Friedhofs [136.14] sollte in Augenschein genommen
                                und Auskunft über die Pflege der Gräber eingeholt werden.</quote>
                            <quote>Ältere Trauergäste fanden es anstößig, daß einige jüngere
                                Trauergäste […] schon den Hinweg vom Hotel zum Friedhof
                                [138.1], dann den Rückweg in Chatterjees Fahrradrikschas genommen
                                hatten […]</quote>
                            <quote>Mit Mühe hatte ihr Jerzy Wróbel die Unvereinbarkeit eines zum
                                Friedhof [146.3] gehörenden Arbeitsplatzes mit ihrem Sitz in der
                                Aufsicht erklärt […]</quote>
                            <quote>Im übrigen ist der Friedhof [148.8] Aufgabe genug.</quote>
                            <quote>[…] Bauelemente der jüngst hinfällig gewordenen Berliner
                                Mauer zollfrei nach Polen einführen, um sie zum Schutz des deutschen
                                Friedhofs [153.20] abermals aufzustellen.</quote>
                            <quote>Der Friedhof florierte [154.2], als ihm der Streit um den Zaun
                                widerfuhr;</quote>
                            <quote>Schon Allerseelen, das man still auf dem Friedhof [174.3] am
                                Hagelsberg begehen wollte, verlief hektisch:</quote>
                            <quote>Er, dem zwischen Oliva und Ohra alle längst abgeräumten Friedhöfe
                                [174.19] geläufig sind, führte uns später in angrenzendes Gelände,
                                zum ehemaligen Garnisonsfriedhof.</quote>
                            <quote>Richtig einladend, euer Friedhof [184.19]!</quote>
                            <quote>Laßt euch von mir aus beerdigen auf eurem Friedhof
                                [186.24].</quote>
                            <quote>Gibt nicht so was auf polnische Friedhof [189.5].</quote>
                            <quote>Der Friedhof [191.8] wie tot.</quote>
                            <quote>Nach Reschkes Rapport gelang es Alexandra, diese Diskussion zu
                                beenden, indem sie auf das Doppelgrab ihrer Eltern auf dem Friedhof
                                [197.9] am Hagelsberg hinwies […]</quote>
                            <quote>[…] die Piątkowska wollte mit letztem Anlauf dem
                                polnischen Friedhof [210.8] in Wilno Raum schaffen;</quote>
                            <quote>Zwar wertete man das finanzielle Angebot als verlockend, doch
                                wollte man einen Friedhof [211.8] für polnische Staatsbürger, gleich
                                welcher Herkunft, nicht zusichern.</quote>
                            <quote>Zuerst fuhr Jerzy das Paar nach Ohra, einem Arbeitervorort,
                                dessen einstiger Friedhof [222.23] als Park genutzt wird
                                […]</quote>
                            <quote>Wróbel voraus, stolperten sie - Alexandra in zu leichten
                                Stadtschuhen - über mehrere abgeräumte, vom Wildwuchs besetzte
                                Friedhöfe [223.12] […]</quote>
                            <quote>[…] und steil ansteigt bis hin zum restlichen Jammer eines
                                alten jüdischen Friedhofs [223.25], von dessen Rand aus die dem Berg
                                zu Füßen liegende Stadt mehr erahnt als gesehen werden kann.</quote>
                            <quote>Ich weiß, daß die Danziger Synagogengemeinde ab 1937 gezwungen
                                war, diesen und andere Friedhöfe [224.12] an den Freistaat zu
                                verkaufen, um die Auswanderung ihrer Gemeindemitglieder nach
                                Palästina zu finanzieren.</quote>
                            <quote>Sie wollte keine Friedhöfe [225.1] mehr sehen.</quote>
                            <quote>Immer mehr Friedhöfe [245.20] stünden der Heimkehr offen.</quote>
                            <quote>Das Ganze verschönt mit versöhnendem Wortgeklingel, als wären
                                Golfplätze erweiterte Friedhöfe [246.9] nur.</quote>
                            <quote>Die Abdankung fand in der Kapelle seitlich des Friedhofs [255.24]
                                Matarnia statt.</quote>
                            <quote>Bevor Erna Brakup mit verknoteten Fingern auf dem Friedhof
                                [264.15] Matarnia unter die Erde kam, besuchte das Paar zum letzten
                                Mal die Fischerkate.</quote>
                            <quote>[…] waren sie, wie bei allen Besuchen zuvor, mit der
                                Straßenbahn nach Brzeźno gefahren, ein Schienenstrang, der mir aus
                                anderer Geschichte, am Friedhof [264.21] Saspe vorbei,
                                alteingefahren ist.</quote>
                            <quote>Unterhalb des Steilhangs liegt auf gerundetem Sattel ein Dorf,
                                davor, ummauert im freien Feld und von Zypressen bestanden, der
                                Friedhof [299.13].</quote>
                            <quote>Ich nenne den Namen des Dorfes nicht, auf dessen Friedhof
                                [299.23] sie knapp vor der Mauer liegen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#armenfriedhof">Armenfriedhof</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#barbarafriedhof">Barbarafriedhof [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cg6#dorffriedhof">Dorffriedhof</ref>; <ref target="textgrid:24cg7#extrafriedhof">Extrafriedhof</ref>; <ref target="textgrid:24cg8#friedhof">Friedhof
                                [Brakup Missingsch]</ref>; <ref target="textgrid:24cg8#friedhof">Friedhof [Brakup Hochdeutsch]</ref>;
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                                [Register]</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#mennonitenfriedhof">Mennonitenfriedhof [Register]</ref>;
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                                [Register]</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#sankt_katharinenfriedhof">Sankt Katharinenfriedhof [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgw#sankt_marienfriedhof">Sankt Marienfriedhof [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgx#spezialfriedhof">Spezialfriedhof</ref>; <ref target="textgrid:24ch0#urnenfriedhof">Urnenfriedhof</ref>;
                            <ref target="textgrid:24cgw#vereinigte_friedhöfe-1">¹Vereinigte Friedhöfe [Register]</ref>;
                            <ref target="textgrid:24cgw#vereinigte_friedhöfe-2">²Vereinigte Friedhöfe [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24ch1#versöhnungsfriedhof.a">Versöhnungsfriedhof (a)</ref>; <ref target="textgrid:24ch2#waldfriedhof">Waldfriedhof</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsallee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsallee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#allee.b">Allee (b)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Feierlich, wie Friedhofsalleen [67.21] sind, beschrieben sie ein
                                Kreuz, von dem weitere Haupt- und Nebenwege abgingen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsangebot">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsangebot</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#angebot.2">Angebot (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] ordnet diesem Rechtsanspruch das begrenzte
                                Friedhofsangebot [281.26] bei, kommt dann auf die allgemein
                                fragwürdige […] Qualität der Erde […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsanlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsanlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#anlage.1">Anlage (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Mit weit zurückliegenden Sterbedaten - Anfang der zwanziger bis
                                Mitte der vierziger Jahre - und mit Inschriften über den Namen
                                […] erinnerten sie an die Vorvergangenheit der Friedhofsanlage
                                [23.5].</quote>
                            <quote>Auf der Hinfahrt fiel mir diesmal, […] jenes kugelige
                                Wacholdergebüsch auf, das ich mir sogleich als genügsam vorstellte,
                                geeignet für unsere Friedhofsanlage [125.16]...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsbaum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsbaum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -bäume</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#baum">Baum</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Die Stille unter den Friedhofsbäumen [22.22] ließ sich durch das
                                entfernte Geschrei der Fußball spielenden Halbwüchsigen nicht
                                aufheben, sogar die Geräusche der Tankstelle blieben
                                ausgesperrt.</quote>
                            <quote>Die Friedhofsbäume [27.15] ohne Vögel.</quote>
                            <quote>Muß das unter Friedhofsbäumen [28.4], die sich zusehends
                                entblößten, ein Fachsimpeln zwischen dem Emblematiker und der
                                Vergolderin verschnörkelter Embleme gewesen sein!</quote>
                            <quote>Unter den Friedhofsbäumen [32.29] wandelte sich das Waschblau
                                ihres Blicks zum Lichtblau […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsbesuch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsbesuch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -e</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#besuch.1a">Besuch (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Über weitere Friedhofsbesuche [113.29] steht nichts
                                geschrieben.</quote>
                            <quote>Ich bin ihm dankbar, daß er den Wortfluß der alten Frau gleich
                                nach dem Friedhofsbesuch [189.10] niedergeschrieben hat
                                […]</quote>
                            <quote>[…] und sich Jahre nach der Jahrtausendwende dunkel an Erna
                                Brakups Beerdigung und Chatterjees Friedhofsbesuch [259.8]
                                erinnert:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsbesucher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsbesucher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#besucher">Besucher</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Nach jeweiligem Bekenntnis entspannt, bemerkten sie plötzlich,
                                daß nah und fern weitere Friedhofsbesucher [25.27] mit Blumen und
                                Windlichtern ihrer Toten gedachten.</quote>
                            <quote>Zur Großen Allee hin saß im Backsteinhaus eine Aufsichtsperson,
                                die tagsüber Friedhofsbesuchern [145.28] Auskunft erteilte
                                […]</quote>
                            <quote>Soeben hat er noch Chatterjee, der im Taxi vorgefahren ist, als
                                Friedhofsbesucher [259.2] eingeführt […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsbetrieb">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsbetrieb</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#betrieb.1a">Betrieb (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Wenn im November noch Friedhofsbetrieb [171.16] vorherrschte,
                                standen ab Dezember nun auch in Polen Großereignisse an.</quote>
                            <quote>Bei sonst normalem Friedhofsbetrieb [173.31] kam es während der
                                Aufsichtsratssitzung vom 5. November zu kontroverser
                                Debatte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofseingang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofseingang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg7#eingang">Eingang</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Dann kommt das hexenhaushafte Backsteinhaus am Park-
                                beziehungsweise Friedhofseingang [137.25] ins Bild […]</quote>
                            <quote>Auch am Friedhofseingang [203.21] fanden sich, sobald die Brakup
                                vorfuhr, Zuschauer.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsfeld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsfeld</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -er</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#feld.1a">Feld (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Auf halber Höhe bildete die Lindenallee ein Rondell, von dem aus
                                nach links und rechts gleichfalls Lindenalleen abzweigten, so daß
                                vier große Friedhofsfelder [67.18] […] vorstellbar geblieben
                                waren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsgärtner">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsgärtner</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gärtner">Gärtner</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Mittlerweile waren, außer den Totengräbern, zwei Friedhofsgärtner
                                [145.26] fest angestellt.</quote>
                            <quote>Dann holte sie im Backsteinhaus, wo die Totengräber und
                                Friedhofsgärtner [203.23] ihr Gerät aufbewahrten […] ihre
                                Gießkanne und ein Schäufelchen ab, das andererseits zum Harken
                                taugte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsgelände">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsgelände</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form><form type="inflected">Gen.
                            -es</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gelände.a">Gelände (a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Noch auf dem ehemaligen Friedhofsgelände [70.12] […] sprach
                                Alexandra Piątkowska vom Erlös ihrer fast schlaflosen Nacht, vom
                                Geld, das als Startkapital nötig sein werde.</quote>
                            <quote>Doch als mein ehemaliger Mitschüler für die nur kurze Fahrt zum
                                nunmehr gepachteten Friedhofsgelände [121.16] eine Fahrradrikscha
                                benutzen wollte, kam es zu einem Wortwechsel […]</quote>
                            <quote>[…] faßte der gerade noch beschlußfähige Aufsichtsrat
                                […] den Beschluß, das Friedhofsgelände [152.31] durch einen
                                Zaun zu schützen […]</quote>
                            <quote>Jetzt, seit Anerkennung ihrer Grenze, wäre die Forderung nach
                                Eigentum durchaus berechtigt, zumindest das Friedhofsgelände
                                [185.13] betreffend.</quote>
                            <quote>[…] wo unter den Schneelasten das geräumte, gut eineinhalb
                                Hektar große Friedhofsgelände [187.30] immer noch zu erahnen
                                war;</quote>
                            <quote>Im Frühjahr wird das rechte obere Viertel des Friedhofsgeländes
                                [188.21] aufgefüllt sein.</quote>
                            <quote>Knapp eine Woche nach dieser Sitzung hat Reschke wieder einmal
                                ein Gespräch mit Chatterjee geführt, diesmal […] auf
                                verwildertem Friedhofsgelände [199.16] hinter der Kirche
                                […]</quote>
                            <quote>Derzeit ist uns die Lust vergangen, weiteres Friedhofsgelände
                                [212.19] zu besichtigen, so sehr Wróbel drängt.</quote>
                            <quote>Mitte März muß es gewesen sein, als das Paar von seinem Freund
                                eingeladen wurde, im, wie Reschke schreibt, »Polski
                                Fiat«  von einem abgeräumten Friedhofsgelände [222.18] zum
                                nächsten zu hetzen.</quote>
                            <quote>Ihre zu leichten Schuhe seien für weiteres Friedhofsgelände
                                [225.2] ungeeignet.</quote>
                            <quote>Dann schlug Timmstedt vor, weiteres Friedhofsgelände [250.21] in
                                Pacht zu nehmen, damit sich die Aktion »Umbettung« 
                                zügig abwickeln lasse.</quote>
                            <quote>Wenn ich nunmehr erkennen muß, daß aus dem damals allerorts
                                gepachteten Friedhofsgelände [282.9] Besitztitel geworden sind
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsgesellschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsgesellschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[44*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. - ; Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="friedhofsgesellschaft.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gesellschaft.1">Gesellschaft (1)</ref>, die einen oder
                        mehrere <ref target="textgrid:24cg9#friedhof">Friedhöfe</ref> unterhält</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Als erfreuliche Tatsachen meldete er Gründungen von
                                    Friedhofsgesellschaften [231.10] […] in den ehemals
                                    deutschen Städten Breslau, Stettin, Landsberg an der Warthe,
                                    Küstrin und Glogau.</quote>
                                <quote>Frau Johanna Dettlaff und Marian Marczak berichteten vom
                                    Treffen aller geschäftsführenden Gesellschafter der nunmehr ganz
                                    West- und Nordpolen umfassenden Friedhofsgesellschaften
                                    [268.30].</quote>
                                <quote>Ähnlich verfahre man neuerdings in Olsztyn, wo die
                                    Friedhofsgesellschaft [270.1] ein erstes »                                    Bungagolf«-Projekt zwischen den Masurischen Seen
                                    plane.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="friedhofsgesellschaft.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>/kurz für <ref target="textgrid:24cgw#deutsch-polnische_friedhofsgesellschaft">Deutsch-Polnische Friedhofsgesellschaft
                                    [Register]</ref>/ [°]</def><cit>
                                <quote>Na, machen wir erst deutsch-polnische Friedhofsgesellschaft
                                    [109.19].</quote>
                                <quote>Da das Bonner Ministerium für gesamtdeutsche Fragen die
                                    Förderungswürdigkeit der noch zu gründenden
                                    Friedhofsgesellschaft [114.27] bereits anerkannt hatte
                                    […]</quote>
                                <quote>Rückzahlung wurde zugesichert, falls die Gründung der
                                    Friedhofsgesellschaft [115.4] bis Jahresende nicht zustande
                                    gekommen sein sollte.</quote>
                                <quote>Der gesamte Grund und Boden [wurde] von der nunmehr
                                    kurzgefaßt deutsch-polnisch genannten Friedhofsgesellschaft
                                    [118.8] unter Pachtvertrag genommen […]</quote>
                                <quote>Sie sprach eine aussterbende Sprache, »weshalb ihr«,
                                    schreibt Reschke, »der Sitz im Aufsichtsrat der
                                    Friedhofsgesellschaft [129.3] zu Recht zugesprochen
                                    wurde.</quote>
                                <quote>Kaum hatten die Verhandlungen zur Gründung der
                                    Friedhofsgesellschaft [129.13] begonnen […]</quote>
                                <quote>Die Aufsicht der Friedhofsgesellschaft [131.24] hatte noch
                                    während der Gründungssitzung den geschäftsführenden
                                    Gesellschaftern eine pauschale Vergütung zugestanden;</quote>
                                <quote>Und dennoch wird die Friedhofsgesellschaft [142.18] unter der
                                    veränderten Marktsituation kaum zu leiden haben.</quote>
                                <quote>Die Frage, ob das Versöhnungsfriedhof heißende Parkgelände
                                    […] eingezäunt werden sollte, wurde früh, gleich nach
                                    Gründung der Friedhofsgesellschaft [152.15] gestellt, doch als
                                    nicht dringlich vertagt.</quote>
                                <quote>[…] und obendrein Nachtwächter einzustellen,
                                    selbstverständlich auf Kosten der Friedhofsgesellschaft
                                    [153.2].</quote>
                                <quote>Der Kontostand der Friedhofsgesellschaft [157.19] bewies
                                    jedoch, daß die gespannte Weltlage dem deutsch-polnischen
                                    Versöhnungswerk nicht abträglich war.</quote>
                                <quote>Der Kontostand der Friedhofsgesellschaft [163.23] erlaubte
                                    die Transaktion.</quote>
                                <quote>Als uns Wróbel bei einbrechender Dunkelheit von dem wüsten
                                    Gelände führte, schlug ich vor, hier Ordnung einkehren zu
                                    lassen, selbstverständlich auf Kosten der Friedhofsgesellschaft
                                    [176.10].</quote>
                                <quote>Mit Genugtuung wurde festgestellt, daß eine Parlamentsdebatte
                                    im Sejm günstig für die Friedhofsgesellschaft [197.17] verlaufen
                                    sei.</quote>
                                <quote>Den mannshohen Grabstein im Rücken, gingen der Rikschabetrieb
                                    und die Friedhofsgesellschaft [202.15] […] abermals einen
                                    Handel ein […]</quote>
                                <quote>Reschke handelte richtig, als er - wie viel auch immer -
                                    Kapital der Friedhofsgesellschaft [206.6] in die
                                    Rikschaproduktion steckte.</quote>
                                <quote>[…] hatte sich die Piątkowska mit einer finanziellen
                                    Zusicherung stark gemacht, die durch den Drittelanteil am
                                    Vermögen der Friedhofsgesellschaft [210.20] gedeckt war;</quote>
                                <quote>[…] schritt Wróbel Flächen aus, frei für Pacht- und
                                    Nutzungsverträge mit der Friedhofsgesellschaft [214.15].</quote>
                                <quote>Doch Nutzen aus der Quelle Brakup, Nutzen für die
                                    Friedhofsgesellschaft [222.14] zog einzig Jerzy Wróbel.</quote>
                                <quote>Nach meinem Willen tritt sie erst jetzt wirklich zurück,
                                    nachdem sie vor dem Aufsichtsrat der Friedhofsgesellschaft
                                    [228.29] ihren Rücktritt wörtlich vollzogen hatte.</quote>
                                <quote>Beim Antrag »Bungagolf«  ging es nur noch um
                                    kürzere Erbpacht, eventuelle Kapitalbeteiligung der
                                    Friedhofsgesellschaft [235.6] und garantierte Arbeitsplätze
                                    […]</quote>
                                <quote>Zum Beispiel wird nicht deutlich, ab wann ein
                                    festangestellter Planungschef in einer Düsseldorfer Büroetage
                                    für die Friedhofsgesellschaft [237.9] tätig geworden
                                    ist.</quote>
                                <quote>Mit ihm hatte die Friedhofsgesellschaft [238.3] sich merklich
                                    verjüngt.</quote>
                                <quote>[…] ein weitläufiges Gelände, einst Kleiner
                                    Exerzierplatz, dann Maiwiese genannt, nunmehr der
                                    Friedhofsgesellschaft [251.4] zur Verfügung stand:</quote>
                                <quote>Den nur noch Ehrenvorsitzenden der Friedhofsgesellschaft
                                    [252.28] wurde die windstill gehaltene Küche, in der ein
                                    spätgotisch kniender Engel immer mehr Blattgold annahm, zum
                                    zentralen Ort.</quote>
                                <quote>Der Magistrat der Stadt hatte der Friedhofsgesellschaft
                                    [272.19] im nahegelegenen Altstädtischen Rathaus […] einen
                                    Raum gestellt, der ganz im Stil des siebzehnten Jahrhunderts
                                    gehalten war.</quote>
                                <quote>Relativ jung, strahlen sie wenig Profil, aber viel Nettigkeit
                                    aus, verbunden mit jenem lässigen Leistungswillen, der fortan
                                    zugunsten der Friedhofsgesellschaft [273.19] Kasse machen
                                    wird.</quote>
                                <quote>Aber den Rücktritt vom Ehrenvorsitz der Deutsch-Polnischen
                                    Friedhofsgesellschaft [279.9] haben Alexander und Alexandra
                                    gemeinsam vollzogen.</quote>
                                <quote>Zum Zeitpunkt ihres Rücktritts hatte die
                                    Friedhofsgesellschaft [279.16], deren Aufsicht im altstädtischen
                                    Rathaus tagte, schon eigene Büroräume […]</quote>
                                <quote>[…] auf welch gewinnbringende Weise, doch ohne Wissen
                                    der Aufsicht - nur Marczak wußte und schwieg -, Reschke das
                                    verzweigte Kapital der Friedhofsgesellschaft [279.25] angelegt
                                    [hatte]</quote>
                                <quote>[…] und so die Rikschaproduktion mit den Interessen der
                                    Friedhofsgesellschaft [279.27] verknüpft hatte […]</quote>
                                <quote>[…] wurde die Aufsicht der Friedhofsgesellschaft [285.1]
                                    zu einer Sitzung aus besonderem Anlaß einberufen.</quote>
                                <quote>Kein Wort über die Friedhofsgesellschaft [293.5] bis zum
                                    Kaffee.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="c)" xml:id="friedhofsgesellschaft.c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num><usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>/kurz für <ref target="textgrid:24cgw#polnisch-deutsch-litauische_friedhofsgesellschaft">Polnisch-Deutsch-Litauische Friedhofsgesellschaft
                                    [Register]</ref>/ [°]</def><cit>
                                <quote>Von Alexandra Piątkowska ist anzunehmen, daß sie
                                    kopfrechnend die Kosten der Friedhofsgesellschaft [54.22] zu
                                    ermitteln versuchte.</quote>
                                <quote>In seinen Aufzeichnungen sah er […] Kuraufenthalte und
                                    das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrradrikscha als
                                    flankierende Bestrebungen zur Friedhofsgesellschaft
                                    [58.30].</quote>
                                <quote>Die Idee der Friedhofsgesellschaft [88.16] komme überraschend
                                    gut an.</quote>
                                <quote>[…] können wir die Friedhofsgesellschaft [95.7] mit
                                    einem Startkapital gründen, das sich weit höher zu runden
                                    verspricht, als meine ersten Hochrechnungen erwarten
                                    ließen...</quote>
                                <quote>Ist es nicht so, als versuche das hohe Lebensalter der
                                    ehemaligen Umsiedler uns mahnend anzudeuten, daß man mit
                                    Ungeduld auf die Gründung der Friedhofsgesellschaft [96.30]
                                    wartet, ja, sie herbeisehnt?</quote>
                                <quote>72 Prozent der Rückmeldungen zeigen Beerdigungswilligkeit im
                                    Sinne unserer Friedhofsgesellschaft [97.23] an.</quote>
                                <quote>[…] daß ihr in Bremen studierender Sohn alle Pläne
                                    […], die sich mit der Friedhofsgesellschaft [99.1]
                                    befassen, als »typisches Produkt kleinbürgerlichen
                                    Wunschverhaltens«  abgekanzelt habe.</quote>
                                <quote>[…] gäbe es unsere Friedhofsgesellschaft [108.26] schon,
                                    könnte es mich verlocken, in die Erdmöbelproduktion
                                    einzusteigen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsgespräch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsgespräch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gespräch">Gespräch</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Oder blieb ihr Friedhofsgespräch [26.3] weiterhin von abgeräumten
                                Grabsteinen beschwert?</quote>
                            <quote>Ihr Friedhofsgespräch [26.23] kannte kein Ende.</quote>
                            <quote>Und erst beim Kaffee in Mokkatäßchen, grützig, wie ihn die Polen
                                lieben, holte das Friedhofsgespräch [36.16] den Nichtraucher, die
                                Raucherin wieder ein.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofshügel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofshügel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#hügel.1">Hügel (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Vom Friedhofshügel [257.30] gesehen, grenzte gleich hinterm Dorf
                                der Flugplatz Rębiechowo an.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsidee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsidee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgg#idee.1">Idee (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>In einem der Dezemberbriefe - jeweils vier an der Zahl -
                                berichtet Reschke zwar ausführlich über »weitere
                                Anfangserfolge, geeignet, unsere Friedhofsidee [89.21] zu
                                fördern«, verkündet dann aber:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofs-kz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofs-KZ</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/kurz für Konzentrationslager/</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anspielung auf <ref target="textgrid:24cgj#konzentrationslager">Konzentrationslager</ref>,
                                wobei im Roman der Versöhnungsfriedhof als ghettoähnlich
                                abgeschotteter Platz für deutsche Verstorbene wahrgenommen wird</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Konzentrationslager 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Formulierungen wie »Friedhofs-KZ [153.15]«  und
                                »Die Deutschen lieben Zäune«  wurden von einer Glosse
                                überboten […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofslage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofslage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#lage.2">Lage (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Gegen diese ideale Friedhofslage [64.10] sprach der zu nah
                                gelegene Flughafen von Gdańsk […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofslinde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofslinde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Pl. -n</hi></usg></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#linde">Linde</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] und die Alte wird das Paar zwischen verschneiten
                                Grabhügeln, vor weißverkappten Urnen und unter überzuckerten
                                Friedhofslinden [190.16] fotografiert haben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsordnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsordnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[10*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgq#ordnung.2">Ordnung (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Hab' gelernt deutsches Wort: Friedhofsordnung [40.15] ...</quote>
                            <quote>Na, machen wir deutsch-polnische Friedhofsordnung
                                [40.16]...</quote>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir die praktische Umsetzung unserer
                                Idee, also […] der Entwurf einer zukünftigen Friedhofsordnung
                                [108.31] […] innere Freude bereiten könnte.</quote>
                            <quote>Hinzu kam seine Gabe des Vortrags: beredt besiedelte er die
                                ehemals Vereinigten Friedhöfe Grabreihe um Grabreihe, all das nach
                                deutscher Friedhofsordnung [112.21].</quote>
                            <quote>Den Maßeinheiten deutscher Friedhofsordnung [118.10] folgend,
                                konnte bei voller Belegung mit 20 000 Grabstellen gerechnet werden,
                                einschließlich der kleineren Urnengräber.</quote>
                            <quote>Die von Reschke ausgearbeitete Friedhofsordnung [118.26] wurde
                                akzeptiert. </quote>
                            <quote>Deshalb hat er, mit Hinweisen auf die Friedhofsordnung [149.19],
                                ein Formmusterblatt an alle im Computer Gespeicherten
                                geschickt.</quote>
                            <quote>Reschke achtete streng darauf, daß kein Stein den Vorschriften
                                der Friedhofsordnung [150.7] querstand.</quote>
                            <quote>Es ging um die neuzufassende Friedhofsordnung [232.16] […]
                                und um die orthodoxe Kirche im ehemaligen Krematorium.</quote>
                            <quote>Die Friedhofsordnung [232.20] wurde um den Zusatz »                                raumkonzentrierte Zweitbestattungen«  länger
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsplan">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsplan</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -pläne</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#plan-1.1a">¹Plan (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Wenn doch auch wir mit unseren Friedhofsplänen [71.6] so
                                erfolgreich in Fahrt kämen...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsportal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsportal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#portal">Portal</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] fuhr vorm Friedhofsportal [258.9] in einem Taxi S. Ch.
                                Chatterjee vor, um sich mit Kranz und Schleife dem Trauerzug
                                einzureihen;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsrondell">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsrondell</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rondell.1">Rondell (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Ich sehe ihn und die Brakup mitten im Friedhofsrondell [191.2],
                                beide in heftiger Bewegung.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsruhe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsruhe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#ruhe">Ruhe</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Hier wurde mir das Wort Friedhofsruhe [22.25] wieder
                                bewußt.</quote>
                            <quote>Das Wort Friedhofsruhe [85.16] wurde oft negativ benutzt, jetzt
                                müßte - nein, Alexandra, ich höre Dein Stirnrunzeln -, muß es mit
                                neuem Sinn erfüllt werden.</quote>
                            <quote>Auf eine der Glossen, die unter der Überschrift »Deutsche
                                Friedhofsruhe [140.14] gesichert!«  stand […] hat er
                                prompt als geübter Leserbriefschreiber geantwortet […]</quote>
                            <quote>Als schließlich […] Sprechchöre die Friedhofsruhe störten
                                [154.9], zog der Aufsichtsrat nach fernmündlicher Beratung seinen
                                Beschluß zurück:</quote>
                            <quote>Wenngleich die Blumen- und Kranzdiebstähle, trotz
                                Nachtwächterdienst, nie ganz aufhörten, war zumindest die
                                Friedhofsruhe [154.20] wieder gewahrt.</quote>
                            <quote>Und dieser fotografierte Mund ist es, der über die Friedhofsruhe
                                [190.25] hinweg gesagt hat:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsstimmung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsstimmung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stimmung.2">Stimmung (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Möglich, daß sich die Raucherin und der Nichtraucher noch zwei,
                                drei Zigaretten lang der Friedhofsstimmung [29.14] überlassen
                                haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofstätigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofstätigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgz#tätigkeit.2">Tätigkeit (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Und wahrscheinlich wäre das von […] von Marczak als »                                erweiterte Friedhofstätigkeit [194.22]«  umschriebene
                                Unternehmen als nicht mehrheitsfähig zerredet, unter Streitgeröll
                                begraben worden […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofsverwaltung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofsverwaltung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#verwaltung">Verwaltung</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] wo ein zur Jahrhundertwende erbautes Ziegel- und
                                Fachwerkgebäude als Sitz der Friedhofsverwaltung [67.3] den
                                Haupteingang zum Friedhof bewacht hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="friedhofszaun">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Friedhofszaun</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Gen.
                            -es</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#friedhof">Friedhof</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zaun">Zaun</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Durch das Loch im Friedhofszaun [30.1] wechselten sie in die
                                frühnachmittägliche Gegenwart.</quote>
                            <quote>[…] vor Resten des Friedhofzaunes [223.1], dessen Lücken
                                durch einen Verhau aus Eisenbahnschwellen geschlossen sind.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frisur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frisur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art u. Weise, in der jmds. Haar frisiert ist;
                                Haartracht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Worauf Johanna Dettlaff bis zum silbrigen Haaransatz ihrer Frisur
                                [287.5] errötete.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frittenbude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frittenbude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleinerer Imbiss, an dem bes. Pommes frites
                                verkauft werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er gab zu verstehen, daß ihm eine ›Frittenbude
                                [183.21]‹  lieber gewesen wäre.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fröhlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fröhlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lustigkeit, Vergnügtheit</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Als sich die Bar in rasch aufeinanderfolgenden Schüben füllte,
                                worauf lärmig Fröhlichkeit [72.27] ausbrach, zahlte Reschke
                                sogleich, weil er so viel Andrang der Piątkowska nicht zumuten
                                wollte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frommser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frommser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erstes Markenkondom der Welt, 1912 von Julius
                                Fromm entwickelt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW031" type="source">[WWW031]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich soll Präservative - Frommser [42.15] genannt - in der Klasse
                                verteilt haben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frosch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frosch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Frösche</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(im u. am Wasser lebendes) Tier mit gedrungenem
                                Körper von grüner od. brauner Färbung, flachem Kopf mit breitem
                                Maul, großen, oft stark hervortretenden Augen u. langen, als
                                Sprungbeine ausgebildeten Hintergliedmaßen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war der Professor der Kunstgeschichte gut vorbereitet
                                zum nicht nur naturwissenschaftlichen Vortrag über Scheibenzüngler,
                                Schlammtaucher, Erd- und Wechselkröten, Frösche [126.5] jeder Größe
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#froschkonzert">Froschkonzert</ref>; <ref target="#froschlurch">Froschlurch</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="froschkonzert">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Froschkonzert</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">scherzh.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">anhaltendes Quaken vieler <ref target="textgrid:24cg9#frosch">Frösche</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als die Piątkowska, stolz auf ihren Wortschatz, ausrief:
                                »Richtiges Froschkonzert [126.2] überall« 
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="froschlurch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Froschlurch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zu den Amphibien gehörendes Tier einer weit
                                verbreiteten Ordnung, zu der echte Frösche, Kröten und Unken
                                gehören; Anura</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Lurch; WWW032]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war der Professor der Kunstgeschichte gut vorbereitet
                                zum nicht nur naturwissenschaftlichen Vortrag über […] Frösche
                                jeder Größe, Froschlurche [126.6], also auch Unken:</quote>
                            <quote>[…] werden es wohl doch Froschlurche [160.16], also Unken,
                                gewesen sein […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frost">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frost</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Temperatur unter dem Gefrierpunkt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Bis Mitte Februar hielt der Frost [191.8] an.</quote>
                            <quote>[…] und zwar kurz zuvor, Mitte Februar, als der Frost
                                [195.11] nachließ.</quote>
                            <quote>[…] daß selbst im Januar, als strenger Frost [202.21]
                                herrschte, viele Polen den günstigen Rikschatarif als vorteilhaft
                                erkannt hätten […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgh#januarfrost">Januarfrost</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#nachtfrost">Nachtfrost</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frucht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frucht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Früchte</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus dem Fruchtknoten entstehender Teil der
                                Pflanze, der den Samen bis zur Reife umschließt (u. der bei
                                bestimmten Bäumen, bei Pflanzen von Feld u. Garten essbar ist)</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>War ja alles zu haben, wenn auch teuer, zu teuer, sogar Früchte
                                [276.27] aus Neuseeland, Kiwi genannt.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fruchtdolde">Fruchtdolde</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fruchtdolde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fruchtdolde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schirmähnlicher od. büscheliger Blütenstand der
                        <ref target="textgrid:24cg9#frucht">Früchte</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Dolde]</ref></def><cit>
                            <quote>Es fehlte nicht an Akanthusblättern und Fruchtdolden
                                [150.25].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühgeburt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühgeburt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geburt">Geburt</ref> eines noch nicht ausgetragenen,
                                aber lebensfähigen Kindes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] vor oder nach Beerdigungen war es zu plötzlicher
                                Niederkunft, zu Frühgeburten [270.22] gekommen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühjahr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühjahr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abschnitt des <ref target="textgrid:24cgh#jahr.1">Jahres (1)</ref> zwischen
                                Winterende und Ende des Frühlings</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Das war im Frühjahr [25.3] '58, als ich an meiner Doktorarbeit
                                saß […]</quote>
                            <quote>Im Frühjahr [188.21] wird das rechte obere Viertel des
                                Friedhofsgeländes aufgefüllt sein.</quote>
                            <quote>Wenn im Vorjahr alles zu früh, viel zu früh gekommen war - der
                                Raps, die Unken -, war in diesem Frühjahr [276.6] alles spät, viel
                                zu spät dran.</quote>
                            <quote>In diesem Frühjahr [280.12] kommt alles zu spät.</quote>
                            <quote>Die Pfingstrosen sind in diesem Frühjahr [290.1] verspätet, wie
                                alles andere auch.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühjahrsreise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühjahrsreise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#frühjahr">Frühjahr</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#reise">Reise</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Sie […] erwogen eine gemeinsame Frühjahrsreise [243.10] nach
                                Schlesien […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühling">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühling</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Jahreszeit zwischen Winter u. Sommer mit meist
                                milden Temperaturen, in der die meisten Pflanzen zu wachsen [u. zu
                                blühen] beginnen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] es bleibt bei meinem Verdacht, daß dieser, schon ab
                                Februar mit orkanartigen Stürmen zu früh ausgerufene Frühling
                                [124.21] alle Welt trügt.</quote>
                            <quote>[…] zitierte der Professor […] aus den Dichtungen der
                                Romantiker und war mit dem letzten Zitat nach Achim von Arnim
                                […] wieder beim zu früh ausgebrochenen Frühling
                                [127.1]:</quote>
                            <quote>Darüber wurde es Frühling [254.30].</quote>
                            <quote>Ich erinnere mich: es wollte und wollte nicht Frühling [267.21]
                                werden.</quote>
                            <quote>Unkengeläut, das wir im Frühling [280.16] des vergangenen Jahres,
                                das früh, gewiß zu früh begann, zwischen Kopfweiden im flachen
                                Werder aufgenommen hatten, wurde uns behilflich.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühprägung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühprägung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einfluss in der [frühen] Kindheit, der die spätere
                                Verhaltensweise bestimmt</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Erst als die Jakobskirche hinter ihnen lag, ließ er von seinen
                                Frühprägungen [19.19] ab:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühstück">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühstück</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">am Morgen, am [frühen] Vormittag eingenommene
                                Mahlzeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Zum Frühstück [55.1], für das er kurz vor neun im Hotelrestaurant
                                einen freien Tisch fand, wollte Reschke Herbata, weil er Tee dem
                                grützigen Kaffee vorzog, dazu Konfitüre und Weißkäse
                                bestellen.</quote>
                            <quote>Wie sie einander beim Frühstück [79.15] im Hotelrestaurant
                                beteuern konnten, hat während kurzer Phasen erschöpften Schlafs er
                                nicht, sie nicht geschnarcht.</quote>
                            <quote>Auf Reschkes Frage beim Frühstück [79.29], ob sie seine
                                Zimmernummer bei der Rezeption erfragt habe, bekam er mit
                                nachgestelltem Lachen Antwort:</quote>
                            <quote>Ich weiß nicht, ob sie schon in Gdańsk, etwa beim Frühstück
                                [116.25] im Hevelius, geschworen hatten, einander mit einem
                                Wiedersehen erst dann zu belohnen […]</quote>
                            <quote>Vor und nach zu kurzen Aufheiterungen ließen Regenschauer ihr
                                spätes Frühstück [276.30] ins Wasser fallen, dennoch machten sie
                                irgendwo halt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="frühstückstisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Frühstückstisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tisch">Tisch</ref>, auf dem das <ref target="#frühstück">Frühstück</ref>
                                aufgetragen ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In seinen Aufzeichnungen sah er seines Nachbarn am
                                Frühstückstisch [58.28] geplante Kuraufenthalte und das
                                umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrradrikscha als flankierende
                                Bestrebungen zur Friedhofsgesellschaft.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fuge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fuge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <re><form> *aus den Fugen sein</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">den [inneren] Zusammenhalt verlieren; in
                                    Unordnung geraten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Fuge 1*2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] als alles ins Rutschen geriet, die Welt aus den
                                    Fugen [206.28] war und nichts mehr als sicher galt; er jedoch
                                    konnte seiner Alexandra gewiß sein.</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="fügung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fügung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schicksalhaftes Geschehen, Verknüpfung von
                                Ereignissen, hinter der eine göttliche, übernatürliche Macht
                                steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Es mag an diesem Tag, zu dieser Stunde - Schlag zehn Uhr - Fügung
                                [7.19] gewesen sein, die uns zusammenführte...</quote>
                            <quote>In Reschkes Kladde ist mit dieser Eintragung die Fügung [21.26]
                                besiegelt.</quote>
                            <quote>Dann erst stand vom Stolpern vor den Blumeneimern, von rostroten
                                Astern, von der Witwe und höherer Fügung [52.3] zu lesen.</quote>
                            <quote>Dennoch steht in seinem Tagebuch, daß keine Absicht, vielmehr
                                Zufall, und wenn nicht Zufall, dann Fügung [135.9], bei der
                                Terminierung der Erstbegräbnisse im Spiel gewesen sei, allerdings
                                eine Fügung [135.11], die ihn froh und dankbar gemacht habe.</quote>
                            <quote>[…] rein zufällig nur, nicht dank höherer Fügung [264.4],
                                kamen wir davon […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="führer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Führer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">leitende Person einer Organisation, Bewegung
                                o.Ä</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Doch wolle er nicht dem Größenwahn des legendären Subhas Chandra
                                Bose, der als Führer [165.15] Indiens so erbärmlich habe scheitern
                                müssen, auf der Spur bleiben […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#anführer">Anführer</ref>; <ref target="textgrid:24cg3#arbeiterführer">Arbeiterführer</ref>;
                                <ref target="#fähnleinführer">Fähnleinführer</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="füller">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Füller</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg></form>
                    <sense>
                        <def>/kurz für <ref target="#füllfederhalter">Füllfederhalter</ref>/</def><cit>
                            <quote>»Hör zu, Reschke«, hab' ich mit seinem Füller [53.19] an
                                den Rand gekritzelt, »das ist eine Furzidee!«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="füllfederhalter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Füllfederhalter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Federhalter mit eingebautem, nachfüllbarem
                                Tintenbehälter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dann schloß er das Etui und griff, als dränge es ihn, sich seiner
                                selbst zu versichern, zum Füllfederhalter [77.2].</quote>
                            <quote>Da mir mein ehemaliger Mitschüler zwischen den per Post
                                zugestellten Krempel seinen Füllfederhalter [82.14] gelegt hat
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#füller">Füller</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fund">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fund</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was gefunden, aufgefunden, [durch Forschen
                                o.Ä.] entdeckt worden ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Natürlich verdanke ich Wróbel diesen Fund [199.24].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fundstück">Fundstück</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fundament">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fundament</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="fundament.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">bis auf tragfähigen Untergrund hinabgeführter
                                    Unterbau eines Bauwerks</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] jedes Grabmal muß standsicher aufgestellt und durch
                                    Dübel mit dem Sockel oder dem Fundament [150.10] verbunden
                                    sein.</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="fundament.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[…] Grundlage, Basis</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Da der Złoty nichts tauge, müsse die Währung des
                                    westdeutschen Staates ihrer zum Projekt gewordenen Idee das
                                    Fundament [70.21] legen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fundgrube">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fundgrube</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was für ein bestimmtes Interesse sehr
                                ergiebig, wertvoll, von großer Bedeutung ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] gut vorsortierte Fundgruben [96.9] für Reschke, denn
                                diese und weitere Informationen verrieten einiges über die
                                Langlebigkeit ehemaliger Flüchtlinge.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fundstück">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fundstück</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">archäologischer <ref target="#fund">Fund</ref></hi> [D
                            Fundgegenstand b]</def><cit>
                            <quote>Ich bin mir sicher, daß er seinen alles verpatzenden Vortrag
                                zusätzlich mit jenen Fundstücken [195.8] angereichert hat, auf die
                                ihn Jerzy Wróbel im Innern der Kirchenschiffsruine von Sankt
                                Johannis aufmerksam gemacht hatte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="funker">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Funker</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Milit.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Soldat des untersten Dienstgrades bei der
                                Fernmeldetruppe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Aus dem Reichsarbeitsdienst entlassen, wurden wir auf
                                Truppenübungsplätzen in Uniform gesteckt, er als Funker [261.24],
                                ich als Panzerschütze ausgebildet, und westlich der Oder in den
                                Endkampf geworfen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="funktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Funktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> in Funktion</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">arbeitend</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1c]</ref></def><cit>
                                <quote>Einzig die Sonnenuhr in Funktion [179.2].</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="funktionär">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Funktionär</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hauptberuflicher od. ehrenamtlicher Beauftragter
                                eines politischen, wirtschaftlichen, sozialen od. sportlichen
                                Verbandes, der in Abhängigkeit von einer solchen Organisation
                                handelt u. ihren Interessen dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Nein, nicht das von den Funktionären [38.14] unserer
                                Flüchtlingsverbände geforderte Recht auf Heimat meine ich
                                […]</quote>
                            <quote>Hätte nicht gedacht, daß Eure Funktionäre [112.7] können so
                                höflich sein und revanchistisch reden kein bißchen...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="furcht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Furcht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="furcht.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Scheu; Ehrfurcht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] all das von Generationen in Furcht [61.12]
                                    gehaltener Kirchgänger, später von Touristen abgelaufen,
                                    blankgetreten und flächig eingeebnet;</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="furcht.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Angst</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Ich vermute, daß Furcht [96.31] vor der zeitbedingten
                                    Gewißheit, in fremder Erde liegen zu müssen, gemischt mit der
                                    Hoffnung, einst doch im heimatlichen Gottesacker letzte Ruhe zu
                                    finden, den Lebensabend meiner Landsleute verlängert
                                    hat.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fürsorge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fürsorge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">tätige Bemühung um jmdn., der ihrer bedarf</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß uns beiden ein glückliches Altern bevorstand, bei
                                wechselseitiger Fürsorge [267.13] […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fürstengruft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fürstengruft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gruft">Gruft</ref>, in der Angehörige eines
                                Fürstenhauses bestattet sind</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ausführlich finden in ihr Begräbnisbräuche und deren soziale
                                Stufungen Raum: das Gefälle zwischen Armenfriedhof und Fürstengruft
                                [103.17].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="für_und_wider">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Für und
                                Wider</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">in Wortpaaren</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vor- u. Nachteile</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D für I 1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieses Problem löste eine längere Debatte aus, die sich am Für
                                und Wider [232.1] föderalistischer Staatsstrukturen erhitzte
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="furzidee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Furzidee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">derb</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">unsinniger, törichter Einfall</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>»Hör zu, Reschke«, hab' ich mit seinem Füller an den
                                Rand gekritzelt, »das ist eine Furzidee [53.19]!«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fuß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fuß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Füße</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="fuß.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><re><form>etw. zu Füßen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etwas, was sich unterhalb von etwas
                                            befindet</hi> [°]</def><cit>
                                        <quote>[…] dazu Karpfenteiche zu Füßen [178.17] des
                                            Olivaer Waldes.</quote>
                                        <quote>Es müßte, weil kein Beinhaus möglich ist, eine
                                            besondere Grube ausgehoben und abgedeckt werden. Etwa
                                            dem Turm zu Füßen [196.3]...</quote>
                                        <quote>[…] von dessen Rand aus die dem Berg zu Füßen
                                            [223.26] liegende Stadt mehr erahnt als gesehen werden
                                            kann.</quote>
                                        <quote>Ach ja, zuunterst und wie zu Füßen [235.28] der
                                            hochkant stehenden Hotelschachtel lud spielzeugklein das
                                            Fachwerkhaus am Radauneufer zu Thekengesprächen
                                            ein.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="fuß.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">durch das Sprunggelenk mit dem Unterschenkel
                                    verbundener unterster Teil des Beines beim Menschen u. bei
                                    Wirbeltieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Dazu die Brakup: klein, hutzelig, bedeckt vom topfförmigen
                                    Filz, die Füße [134.29] in Gummigaloschen.</quote>
                                <quote>Er betrachtet seine Füße [145.1] unter Wasser, wie sie
                                    verschwimmen, mal so, mal so versetzt, ihm fern, fremd
                                    sind.</quote>
                                <quote>[…] dessen leicht seitlich geneigten Schädel, den immer
                                    noch üppigen Faltenwurf des Leichenhemdes bis zu den verdeckten
                                    Füßen [228.1] hin.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#fußball">Fußball</ref></xr><re><form> zu Fuß gehen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">einen Weg im Gehen zurücklegen u.
                                            nicht fahren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                        <quote>Zu Fuß [292.7] sind sie dann über den Langen Markt in
                                            die Ankerschmiedegasse gegangen.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> jmdm. zu Füßen […]</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. unterhalb von jmdm. […]</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                        <quote>In ihm standen Särge gestapelt: linker Hand bis hoch
                                            zum Gewölbe, vor der Treppe und uns zu Füßen [226.11]
                                            nur bis zur halben Grufthöhe.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *Fuß fassen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">[von Personen, Ideen usw.] sich nach
                                            einer geraumen Zeit in einer neuen Umgebung integrieren
                                            [u. durchsetzen], sich einen festen Platz schaffen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Der Bengale mit dem britischen Paß hatte in Polen Fuß
                                            [206.2] gefaßt.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *zu Fuß</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">[durch Fortbewegung] auf den Füßen;
                                            durch Gehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Da er seine Forschungen in den Hauptkirchen der Stadt
                                            zu Fuß [63.20] erledigte, hatte er den Wagen auf dem
                                            bewachten Hotelparkplatz abgestellt.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußball">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußball</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zwischen zwei Mannschaften ausgetragenes
                                Ballspiel, bei dem der Ball nach bestimmten Regeln mit dem ?Fuß (2),
                                Bein, Kopf od. durch körperlichen Einsatz unter Vermeidung
                                absichtlicher Berührung mit der Hand od. dem Arm über die Torlinie
                                des gegnerischen Tores zu spielen ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] auf dessen Vorfeld ein Dutzend Halbwüchsige Fußball
                                [21.15] spielten […]</quote>
                            <quote>Die Stille unter den Friedhofsbäumen ließ sich durch das
                                entfernte Geschrei der Fußball [22.23] spielenden Halbwüchsigen
                                nicht aufheben […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#fußballer">Fußballer</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußballer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußballer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <form>/kurz für Fußballspieler/</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der <ref target="#fußball">Fußball</ref> spielt</hi> [D
                            Fußballspieler]</def><cit>
                            <quote>Namen damals berühmter Fußballer [69.12] wie Goldbrunner, Lehner
                                fallen mir ein.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußballspiel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußballspiel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="fußballspiel.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">einzelnes Spiel im Fußballsport</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                <quote>An Fußballspiele [69.9] der Danziger Mannschaft, die eher
                                    Mittelklasse war, gegen auswärtige Vereine - Breslau, Fürth,
                                    sogar Schalke - erinnere ich mich. </quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#fußballstadion">Fußballstadion</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="fußballspiel.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Kicken, das Fußballspielen
                                    als Freizeitgestaltung</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] den Halbwüchsigen habe das Fußballspiel [26.29] im
                                    Vorfeld des sowjetischen Soldatenfriedhofs keinen Spaß mehr
                                    gemacht.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußballstadion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußballstadion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Sportplatz für <ref target="textgrid:24cg9#fußballspiel.a">Fußballspiele (a)</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Fußballplatz]</ref></def><cit>
                            <quote>»Dahinter«, schreibt Reschke, »liegen noch immer
                                weitläufige Sportanlagen, die alle dem Fußballstadion [68.28]
                                zugeordnet sind.«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußbodenheizung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußbodenheizung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anlage zum Erwärmen von Räumen,, deren Rohre im
                                od. unter dem Fußboden verlegt sind</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vielbrand investierte viel Zeit in die neue Aufgabe; sein
                                mittelständisches Unternehmen, spezialisiert auf Fußbodenheizung
                                [191.27], bot Möglichkeiten fachkundiger Zusammenarbeit.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">unteres <ref target="textgrid:24cg7#ende.2">Ende (2)</ref>, an das beim Liegen
                                die Füße platziert werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und Wróbel hob den Deckel des ihnen zunächst, mit dem Fußende
                                [226.29] voran stehenden Sarges […]</quote>
                            <quote>In Fleischfarbe abgebildet ist Wróbels eine Hand, die rechte, wie
                                sie mit der linken Hand, die nicht ins Bild kam, vom Fußende
                                [227.23] weg den Sargdeckel hochstemmt.</quote>
                            <quote>Ihre Filzstiefel standen am Fußende [240.27] der angejahrten
                                Bettstatt, darunter der Nachttopf.</quote>
                            <quote>[…] Särge, die Timmstedts Kundendienst zukünftig, neben
                                herkömmlichen Särgen, die sich zum Fußende [273.28] hin verjüngen,
                                im Angebot führen wird.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußgängerzone">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußgängerzone</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(aus einer od. mehreren [Geschäfts]straßen
                                bestehender) Bereich einer Stadt, in dem Fahrrad-, Auto- u.
                                Motorradfahren verboten ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ja, er habe eine Lizenz für den innerstädtischen Verkehrsbereich
                                bis in die Fußgängerzone [58.10] hinein und neuerdings sogar für die
                                Allee Grunwaldzka rauf und runter.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="fußweg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Fußweg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeit, die benötigt wird, um eine bestimmte Strecke
                                zu Fuß zu gehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein langer, dennoch kurzweiliger Fußweg [19.1], denn die Witwe
                                unterteilte ihn, indem sie erklärend in knappen, alles verknappenden
                                Sätzen sprach und ab und an ihr Glockenvogelgelächter
                                entließ.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="futter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Futter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Wortspiel zu Haustier und Futter</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Nachschub [an Datenmaterial]</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und täglich bekommt mein wirklich pflegeleichtes Haustier neues
                                Futter [97.16].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>