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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
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                <head>I</head>
                <entry xml:id="idee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Idee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[76*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
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                        <sense n="1." xml:id="idee.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">o. Pl.</form>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Grundgedanke, Plan des Versöhnungsfriedhofs,
                                    Entwurf des Versöhnungsprojekts</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] weil sie, schreibt er, »vom Eigentlichen
                                    ablenken, von der Idee [16.17], von unserer großen, die Völker
                                    versöhnenden Idee [16.18]...«.</quote>
                                <quote>Vielleicht nahm ihre Idee [29.15] erste Gestalt an, um sich
                                    mit dem Zigarettenrauch wieder zu verflüchtigen.</quote>
                                <quote>[…] wurde, ohne Schmerz, ein Gedanke geboren, gelang es
                                    dem Witwer und der Witwe, eine Idee [37.6] abzustimmen, deren
                                    einfache Melodie sich als Ohrwurm erweisen sollte
                                    […]</quote>
                                <quote>Es muß ein langes Gespräch bei immer neu aufgebrühtem Kaffee
                                    gewesen sein, das […] diese Idee [37.13] entfacht, zu ihrer
                                    Idee [37.13] erklärt und schließlich zur völkerversöhnenden Idee
                                    gewölbt hat.</quote>
                                <quote>Jetzt, nachdem die Idee [39.13] raus ist, kann ich nicht mehr
                                    zurück.</quote>
                                <quote>Das war später, als ihre Idee [40.8] schon wie selbsttätig um
                                    sich griff.</quote>
                                <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee [40.24] flügge, nur noch um
                                    Begräbnisinstitute […]</quote>
                                <quote>[…] doch fand Alexandra all das und auch den Namen ihrer
                                    gemeinsamen Idee [40.28], den Alexander vorgeschlagen hatte, ein
                                    Gelächter, ihr Glockenvogelgelächter wert.</quote>
                                <quote>[…] unsere, kaum gezeugt, schon geborene Idee [53.6]. </quote>
                                <quote>Man wollte geeignetes Gelände finden und der Idee [62.25] als
                                    Projekt zu fester Kontur verhelfen […]</quote>
                                <quote>[…] ihre Idee [65.1] lädiert, ihr Entschluß, kaum
                                    gefaßt, schon gebremst, und ihre Begeisterung, die gestern noch
                                    hell entflammt war, deutlich niedriger geschraubt.</quote>
                                <quote>Nicht nur ich, auch Alexandra sah vor sich, was bisher nur
                                    Idee [69.23] ist.</quote>
                                <quote>Überzeugt vom Anspruch der Toten auf Heimkehr und der
                                    Umsetzbarkeit ihrer Idee [70.3] gewiß […]</quote>
                                <quote>Da der Złoty nichts tauge, müsse die Währung des
                                    westdeutschen Staates ihrer zum Projekt gewordenen Idee [70.21]
                                    das Fundament legen.</quote>
                                <quote>Sprachen sie zwischendurch über ihre Idee [79.23]?</quote>
                                <quote>Oder wurde ihre Idee [79.28], der es noch immer an Zunder
                                    fehlte, durch Liebe beatmet?</quote>
                                <quote>Aber das Paar hat seine Idee [82.9] freigegeben;</quote>
                                <quote>Vorsichtig und von etlichen Wenn und Aber umzäunt, hat
                                    Reschke der gemeinsamen Idee [85.9] einigen Vorschuß auf Zukunft
                                    hingeblättert: </quote>
                                <quote>Sie berichtet, daß die katholische Kirche […] »                                    unsere Idee [87.30]«, bei allen voraussehbaren
                                    Schwierigkeiten, »Gottwohlgefällig«  genannt
                                    habe.</quote>
                                <quote>Die Idee [88.16] der Friedhofsgesellschaft komme überraschend
                                    gut an.</quote>
                                <quote>Du siehst, liebe Alexandra, unsere Idee [88.24] birgt,
                                    wenngleich dem Tod verpflichtet, ein lebensbejahendes Element
                                    […]</quote>
                                <quote>Wie nebensächlich steht das geschrieben, und doch wird ihm
                                    dieser Computer […] bei der Fleischwerdung ihrer Idee
                                    [93.14] behilflich werden.</quote>
                                <quote>Nur mit Hilfe der Deutschmark können wir unserer Idee [94.7]
                                    zu ansehnlicher Gestalt verhelfen...</quote>
                                <quote>Da ihre Idee [94.31] bombig einschlug, kam ihm eine Flut von
                                    Spielmaterial ins Haus […]</quote>
                                <quote>Zunehmend bereitet mir das Tagesgeschehen Kummer, weil unsere
                                    Idee [98.13] unter der Last deutscher Unverträglichkeiten
                                    Schaden nehmen könnte...</quote>
                                <quote>Witold sagt, weil er mich ärgern muß immer, daß unsere Idee
                                    [99.4] ist von falsches Bewußtsein […]</quote>
                                <quote>Die jüngste Tochter hält sich heraus, offenbar ist ihr unsere
                                    Idee [99.14] nichtig.</quote>
                                <quote>Zum Glück waren beide nicht nur auf ihre Idee [100.9]
                                    fixiert. </quote>
                                <quote>Kein Wunder, daß ihm die auf einem stillgelegten Friedhof
                                    geborene Idee [104.16] sogleich einleuchtete. </quote>
                                <quote>Wie konnte sich der gespaltene Reschke auf eine Idee [106.8]
                                    versteifen, die ihn täglich ermahnte, durchsetzungsfähig,
                                    unbeirrbar, ja, bedenkenlos zu sein? </quote>
                                <quote>Bereits in der Idee [107.31] sah man die Möglichkeit einer
                                    deutsch-polnischen Entkrampfung abgezeichnet.</quote>
                                <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir die praktische Umsetzung
                                    unserer Idee [108.29] […] so viel Spaß, nein, wohl mehr
                                    innere Freude bereiten könnte.</quote>
                                <quote>Die Idee [115.19] zahlte sich aus. </quote>
                                <quote>[…] wenn ihre Idee [116.27] gelernt habe, freihändig zu
                                    laufen […]</quote>
                                <quote>Die litauische Komponente der Idee [119.1], der »                                    Polnische Friedhof in Wilna«  und dessen finanzielle
                                    Ausstattung auf DM-Basis, wurde in einem zusätzlichen
                                    Paragraphen aufgehoben […]</quote>
                                <quote>Mein ehemaliger Mitschüler, der seine zum Vertrag verfestigte
                                    Idee [119.24] »ein Jahrhundertwerk«  genannt hat,
                                    reagierte empfindlich, als ihm nicht alle Welt zustimmen
                                    wollte.</quote>
                                <quote>Wie erklärbar der Russenhaß vieler Polen sein mag, unsere
                                    Idee [120.30] läßt Pauschalurteile nicht zu. </quote>
                                <quote>Doch unsere Idee [125.1], die nun eine feste Adresse hat,
                                    wird von den großen Umwälzungen nicht betroffen sein
                                    […]</quote>
                                <quote>Die Tatsache, daß […] die völkerrechtlich wirksame
                                    Anerkennung der polnischen Westgrenze ausgesprochen wurde, ist
                                    für die weitere Umsetzung unserer Idee [135.17] günstig
                                    gewesen:</quote>
                                <quote>Bloß weil wir haben Idee [144.6] gehabt?</quote>
                                <quote>Unsere Idee [148.9] weist nach vorne, selbst dann, wenn sie
                                    den Toten ein nur knapp bemessenes Stück Heimaterde
                                    verspricht.</quote>
                                <quote>Fast bewundere ich, wie die beiden, gehoben von ihrer Idee
                                    [171.28], mehr und mehr abseits ihrer Nationen lebten
                                    […]</quote>
                                <quote>Und an Grab von Mama und Papa fiel uns schöne Idee [175.24]
                                    ein...</quote>
                                <quote>Vielleicht hielten sie die Seniorenheime für vertretbar,
                                    sogar für lobenswert als Ergänzung ihrer Idee [180.12].</quote>
                                <quote>Ich hätte mir gewünscht, diesen Bericht auf ihre schöne Idee
                                    [181.23] und deren entsetzliche Fleischwerdung beschränken zu
                                    können.</quote>
                                <quote>Ihr Mann […] ging zwar auf unsere Idee [185.7] und
                                    deren, weiß Gott, schwierige Umsetzung ein, allerdings so, wie
                                    ich ihn kenne, von oben herab: </quote>
                                <quote>Als meine älteste Tochter jedoch ganz ungefragt ihre Meinung
                                    über unsere Idee [186.4] zum besten gab, war das selbst für
                                    Alexandra zuviel.</quote>
                                <quote>[…] wenn Reschke wieder einmal Anlaß sah, auf die
                                    ursprüngliche Idee [198.26] des Versöhnungsfriedhofes
                                    zurückzukommen.</quote>
                                <quote>[…] daß Reschke in günstiger, seiner Idee [206.26]
                                    zuträglicher Zeit expandierte, als alles ins Rutschen geriet,
                                    die Welt aus den Fugen war und nichts mehr als sicher galt; </quote>
                                <quote>Einprägsam sehe ich sie ihre Idee [206.31]
                                    personifizieren:</quote>
                                <quote>Nun geht mir besser schon, und weiß ich wieder, daß Idee
                                    [228.24] ist richtig. </quote>
                                <quote>Dennoch streut die Idee [231.15], und überall geht die Saat
                                    auf.</quote>
                                <quote>Uns allen ist bekannt, wem Idee [239.17] und Gestaltung des
                                    Versöhnungswerkes zu verdanken sind...</quote>
                                <quote>Doch seit geraumer Zeit leide die Idee [245.25], schlimmer
                                    noch: indem man ihr plattes Gewinnstreben beimische, rühre man
                                    eine üble Brühe an.</quote>
                                <quote>Das ist nicht mehr unsere Idee [246.10].</quote>
                                <quote>Hofften sie, ihre vom zugreifenden Interesse verschüttete
                                    Idee [248.15] wieder freischaufeln zu können? </quote>
                                <quote>Nun waren wir ohne Idee [267.28]...</quote>
                                <quote>Und dann scheiterte auch noch unsere Idee [275.28]...</quote>
                                <quote>[…] daß dieses Gerät, in Korrespondenz mit seinem
                                    Bochumer Heimcomputer, bei der tätigen Umsetzung der Idee
                                    [280.5] treue Dienste geleistet habe; </quote>
                                <quote>Danach entwickelt er aus dem weltweiten Heimatverlust seine
                                    und Alexandras ursprüngliche Idee [281.23], die Heimkehr der
                                    Toten und den Versöhnungsgedanken […]</quote>
                                <quote>[…] kommen mir Zweifel, ob unsere Idee [282.13] gut und
                                    richtig gewesen ist;</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg9#friedhofsidee">Friedhofsidee</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="idee.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">[schöpferischer] Gedanke, Vorstellung, guter
                                    Einfall</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Nun sagen meine Recherchen, daß er schon einmal - und zwar
                                    als Professor - eine Idee [106.13] gehabt und beharrlich
                                    […] durchgesetzt hatte. </quote>
                                <quote>[…] als Reschkes Idee [107.8] im Universitätshaushalt
                                    gutdotiert Platz gefunden hatte […]</quote>
                                <quote>[…] konnte zielstrebig handeln, Tatsachen schaffen und
                                    einer bloßen Idee [107.23] Beine machen.</quote>
                                <quote>Wenn ich doch Alexandra von der Menschenfreundlichkeit seiner
                                    Idee [164.1] überzeugen könnte.</quote>
                                <quote>Na ja, Ideen [186.9] muß man haben.</quote>
                                <quote>Vorerst nur einige Hunderttausend, arm an Gepäck, doch reich
                                    an Ideen [200.26].</quote>
                                <quote>Erst später, viel später kam Lenin, der kein Schiff gebaut,
                                    nur Ideen [202.4] gehabt hat.</quote>
                                <quote>Übrigens hat sie Chatterjee auf die Idee [202.29] gebracht,
                                    die Fahrradrikscha als Transportmittel für Kleinumzüge
                                    anzubieten. </quote>
                                <quote>Sie folgten ihren Ideen [210.4], sei es, um sie zu retten,
                                    sei es, um ihnen Flügel zu machen. </quote>
                                <quote>Gerne sehe ich Reschke mit leeren Händen zurückkommen - seine
                                    Idee [211.20] stank mir von Anfang an […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgx#spinneridee">Spinneridee</ref></xr><re><form> *fixe Idee</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">eine unrealistische Vorstellung od.
                                            Meinung, die jmdn. beherrscht u. von der er nicht
                                            abzubringen ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3*]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] doch so amüsiert ein Außenstehender das hier
                                            turtelnde, dort auf eine fixe Idee [92.10]
                                            eingeschworene Hin und Her lesen mag, selten steht
                                            Handfestes geschrieben. </quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="idee.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><def><hi rend="italic">Leitbild, das jmdn. in seinem Denken, Handeln
                                    bestimmt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und schließlich zur völkerversöhnenden Idee [37.14]
                                    gewölbt hat. </quote>
                                <quote>Nur lustlos folgten sie ihm; beiden war, seit Beginn der
                                    Aktion Umbettung, ihre Idee [222.21] abhanden gekommen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgn#marktlückenidee">Marktlückenidee</ref>; <ref target="textgrid:24ch1#versöhnungsidee">Versöhnungsidee</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="inbrunst">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Inbrunst</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sexuelles Verlangen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] aber in einem Brief, Wort für Wort niedergeschrieben,
                                wolle sie diese Anhäufung von Deutlichkeiten, gar solche, die ihr
                                die Inbrunst [85.3] eingegeben hätte, nie wieder lesen.</quote>
                            <quote>Aber nein, sie schmeckten noch einmal die Nacht im Hotel
                                Kaiserhof nach, den Besuch von Zimmer zu Zimmer, die Wiederkehr
                                ihrer gestauten Inbrunst [111.23];</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="inder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Inder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einwohner zu <ref target="textgrid:24cgw#indien">Indien [Register]</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Über drei leere Barhocker hinweg sprach ihn von links her ein im
                                Stil südostasiatischer Diplomaten gekleideter Herr an, dessen
                                wundersam gurgelndes Englisch auf einen studierten Pakistani oder
                                Inder [45.32] schließen ließ.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="industriegebiet">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Industriegebiet</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gebiet.2">Gebiet (2)</ref> mit vielen Industrieanlagen
                                [der Schwerindustrie]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf der Fahrt durch die Niederung fällt auf, wie krebsartig das
                                östlich der Stadt wuchernde Industriegebiet [159.7] sich ins flache,
                                nur durch den Weichseldeich begrenzte Land frißt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="industrielandschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Industrielandschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gebiet, das durch Industrieanlagen der
                                Schwerindustrie geprägt ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Eine Industrielandschaft [33.11], die von relativ viel Grünfläche
                                aufgelockert wird...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ineinander">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ineinander</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ ineinander</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einer in den andern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] läßt aber nun ihr »übersinnliches Mit- und
                                Ineinander [86.13]«  mal als brausenden Orgelton, mal von
                                gezupftem Instrument nachhallen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="information">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Information</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[…] über alles Wissenswerte in Kenntnis
                                setzende, offizielle, detaillierte Mitteilung über jmdn., etw.</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] speiste er seinen Heimcomputer […] mit
                                Informationen [95.25], die er den letzten Seiten dieses
                                Heimatblättchens ablas.</quote>
                            <quote>[…] gut vorsortierte Fundgruben für Reschke, denn diese und
                                weitere Informationen [96.10] verrieten einiges über die
                                Langlebigkeit ehemaliger Flüchtlinge.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="inhalt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Inhalt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="inhalt.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">das in einem Gefäß, Behältnis o.Ä. Enthaltene</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Ein kleiner Streit, dieses Hin und Her, wobei der Inhalt
                                    [13.12] des Netzes keinen Schaden nehmen durfte […]</quote>
                                <quote>Sie ließ das Netz mit Inhalt [78.8] auf den Teppichboden
                                    gleiten.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="inhalt.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">etwas, was in etw.
                                    ausgedrückt, dargestellt wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>Dann geht sie auf das letzte Briefdrittel ein, dessen Inhalt
                                    [85.7] sich sachlicher liest und kaum Ausrufezeichen
                                    benötigt.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="initiative">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Initiative</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erster tätiger Anstoß zu einer Handlung; erster
                                Schritt bei einem bestimmten Handeln</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und folgerichtig finde ich Hinweise auf die neuesten Initiativen
                                [162.13] des Bengalen mit britischem Paß.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="inlandsmarkt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Inlandsmarkt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Wirtsch.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">inländischer <ref target="textgrid:24cgn#markt.2">Markt (2)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zuerst soll der Inlandsmarkt [201.12] bedient werden, dann ist
                                Export angesagt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="innenhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Innenhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von einem Gebäude umschlossener, innerhalb eines
                                Gebäudekomplexes liegender Platz</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Hof 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Er sprach wie ein Makler mit günstigem Angebot und hatte
                                zimmerreiche Nebengebäude, das Säulenportal und ein Eschenrondell im
                                Innenhof [178.16] zu bieten […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="innenraum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Innenraum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -räume</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ringsum [von Wänden] umschlossener, im Inneren von
                                etw. liegender, das Innere von etw. bildender <ref target="textgrid:24cgv#raum.2">Raum
                                (2)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in die Beinkammern der jeweiligen Pfarrkirche, deren
                                begrenzte Innenräume [195.3] keine Dauernutzung zuließen
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="innenstadt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Innenstadt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">innerer Teil des Stadtgebietes größerer Städte,
                                durch den meist die Hauptgeschäftsstraßen führen; City, Zentrum</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] weshalb ihr ein langer Arbeitsweg zu den Werkstätten der
                                Innenstadt [31.7] vorgeschrieben war;</quote>
                            <quote>Er blickte auf die Innenstadt [235.12] hinab und ließ langsam den
                                Blick von rechts nach links wandern, als</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="innere">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Innere</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was von etw. umgeben, gegen außen abgegrenzt
                                ist, sich innerhalb von etw. Umschließendem, innen, in der Mitte
                                befindet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich bin mir sicher, daß er seinen alles verpatzenden Vortrag
                                zusätzlich mit jenen Fundstücken angereichert hat, auf die ihn Jerzy
                                Wróbel im Innern [195.9] der Kirchenschiffsruine von Sankt Johannis
                                aufmerksam gemacht hatte […]</quote>
                            <quote>[…] über Jahre hinweg im Inneren [291.13] des spätgotischen
                                Gebäudes tätig, hatte sie sich verdient gemacht:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="innerste">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Innerste</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Komp. zu
                            Innere</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">geistig-seelischer Bereich eines Menschen,
                                Gesamtheit seiner Gedanken, Gefühle, seiner seelischen Regungen
                            </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Innere 2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Doch nicht ich bin der Rufer gewesen, vielmehr hat die Unke aus
                                meinem Innersten [296.25] heraus...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="insasse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Insasse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -n</form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="insasse.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">jmd., der sich in einem Fahrzeug befindet, bes.
                                    jmd., der sich als Fahrgast in einem Verkehrsmittel aufhält</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                <quote>Die Räder und drangehängten Kisten sehen schäbig aus, die
                                    Fahrer mürrisch, die Insassen [204.14] bekümmert.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="insasse.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">jmd. der sich in einem Raum
                                    befindet</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Nicht nur das Brautpaar, auch die Trauzeugen glaubten,
                                    solange der amtliche Vorgang dauerte, als Insassen [291.28]
                                    einer Schatzkammer in andere Zeit gespiegelt zu sein.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="inschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Inschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf Stein, Metall, Holz o.Ä. durch erhabene
                                Herausarbeitung, durch Einritzen, Eingraben od. Ziselieren
                                angebrachte <ref target="textgrid:24cgx#schrift.1a">Schrift (1a)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Mit weit zurückliegenden Sterbedaten - Anfang der zwanziger bis
                                Mitte der vierziger Jahre - und mit Inschriften [23.1] über den
                                Namen […] erinnerten sie an die Vorvergangenheit der
                                Friedhofsanlage.</quote>
                            <quote>Reschke ärgerte sich zum wiederholten Mal über die »aus
                                lokalpatriotischem Stumpfsinn«  im Jahr 1873 zusätzlich
                                gemeißelte Inschrift [61.27]:</quote>
                            <quote>[…] bis ihn auf der Grabplatte der Eheleute Mattias und
                                Lovise Lemman die im Jahr 1732 gewidmete Inschrift [61.30]
                                erfreute:</quote>
                            <quote>Sogar Inschriften [69.25] wie ›Ruhe sanft!‹  und
                                ›Hier ruht in Frieden!‹  sagte sie wie Beschwörungen
                                auf.</quote>
                            <quote>[…] ein von guter Steinmetzarbeit zeugendes
                                Muschelkalkkreuz, dessen Inschrift [174.25] an französische
                                Kriegsgefangene erinnert […]</quote>
                            <quote>[…] wie die Kirche laut polnischer, englischer, russischer
                                und deutscher Inschrift [244.12] genannt sein wollte.</quote>
                            <quote>Er vermisse neben der französischen die schwedische Inschrift
                                [244.24].</quote>
                            <quote>[…] Grabsteine, deren hebräische und deutsche Inschriften
                                [223.31] vermoost sind […]</quote>
                            <quote>Auf russische Inschriften [244.29] könne man endlich und zwar
                                ganz und gar verzichten. </quote>
                            <quote>Nichts sei einzuwenden gegen zweisprachige Schilder, wenngleich
                                er für viersprachige Inschriften [245.14], einschließlich
                                russischer, plädiere.</quote>
                            <quote>Die deutschen Mitglieder der Aufsicht meinten, es müsse die
                                zuoberst verlaufende polnische Inschrift [271.11] deutlich größer
                                ausfallen als die drei anderssprachigen Beschriftungen. </quote>
                            <quote>Manche sind hier so groß wie jene Findlinge, die auf dem
                                Versöhnungsfriedhof mit schlichter Inschrift [277.9] Verwendung
                                finden, neuerdings auf Sammelgräbern.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#grabsteininschrift">Grabsteininschrift</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="insel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Insel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ringsum vom Wasser eines Meeres, Sees, Flusses
                                umgebenes Stück Land</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als dann Vulkanausbrüche auf der Insel [261.11] Luzon die zuvor
                                gelieferten Bilder […] unter Asche und Schlamm begruben
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#insel">Insel [Brakup Missingsch]</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#luzon">Luzon [Register]</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="institut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Institut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>/kurz für <ref target="textgrid:24cg4#beerdigungsinstitut">Beerdigungsinstitut</ref>/</def><cit>
                            <quote>[…] so hat das eine Institut [108.21] jetzt schon
                                Verhandlungen mit einem Betrieb in der DDR geführt, der sich, dem
                                dortigen Sprachgebrauch folgend, VEB Erdmöbel nennt und Billigsärge
                                produziert.</quote>
                            <quote>Übrigens waren beide Beerdigungsinstitute an einer Zusammenarbeit
                                mit einem polnischen Institut [109.5], im Sinne von Joint venture,
                                interessiert.</quote>
                            <quote>Die Überführung der Leichen sollte von einem Beerdigungsinstitut
                                übernommen werden, das Kontakt mit einem Institut [133.10] in
                                Gdańsk gesucht und bald darauf einen Kooperationsvertrag
                                geschlossen hatte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="instruktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Instruktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anweisung, Befehl</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>ROM wurde Alexandra als Read Only Memory, die Beschreibung des
                                mit Instruktionen [94.30] bestückten Arbeitsspeichers,
                                erklärt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="instrument">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Instrument</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="instrument.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">jmd., etw. als Mittel, dessen man sich (wie eines
                                    Werkzeugs) zur Ausführung von etw. bedient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Dafür fehlte es am Instrument [248.16]. […] Kein
                                    Einspruchs- oder gar Vetorecht.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="instrument.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def>/kurz für Musikinstrument/ <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def>
                            <def><hi rend="italic">fein gearbeitetes Gerät, mit dem Töne
                                    hervorgebracht werden, auf dem Musik gespielt wird</hi> [° D1; D
                                Musikinstrument]</def><cit>
                                <quote>[…] läßt aber nun ihr »übersinnliches Mit- und
                                    Ineinander«  mal als brausenden Orgelton, mal von
                                    gezupftem Instrument [86.14] nachhallen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="interesse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Interesse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[16*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="interesse.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">geistige Anteilnahme, Aufmerksamkeit</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie berichtet, daß die katholische Kirche […] nicht nur
                                    Interesse [87.29] gezeigt, sondern »unsere Idee«, bei
                                    allen voraussehbaren Schwierigkeiten, »                                    Gottwohlgefällig«  genannt habe.</quote>
                                <quote>Die meisten Ortsstellen der organisierten Landsmannschaft
                                    beantworten mein Rundschreiben mit Interesse [97.18].</quote>
                                <quote>Man zeigte Interesse [107.31].</quote>
                                <quote>Zudem war das Interesse [136.16] an Doppelgrabstellen
                                    groß.</quote>
                                <quote>Das Interesse [177.5] an heimatlich gelegenen Seniorenheimen
                                    wachse.</quote>
                                <quote>Das war zu erwarten gewesen: die Nationalbank in Gestalt
                                    ihres Vizedirektors zeigte Interesse [178.19], der Antrag wurde
                                    polnischerseits befürwortet und schließlich genehmigt;</quote>
                                <quote>Nur die drei Schwiegersöhne hätten, schreibt Reschke,
                                    Interesse [183.4] für die Deutsch-Polnische
                                    Friedhofsgesellschaft gezeigt:</quote>
                                <quote>Erstaunlich, wieviel Interesse [190.1] die Alte für jeweils
                                    aktuelle Ereignisse aufbringt...</quote>
                                <quote>Dennoch hielt man sich, bei allem Interesse [194.12] des
                                    Vizedirektors, auf polnischer Seite zurück. </quote>
                                <quote>Weiteres Interesse [270.5] werde aus Niederschlesien und von
                                    der Küste Pommerns gemeldet.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="interesse.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><sense n="a)" xml:id="interesse.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">das, woran jmdm. sehr
                                        gelegen ist, was für jmdn. od. etw. wichtig od. nützlich
                                        ist; Nutzen, Vorteil</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                    <quote>In einem der Schreiben sei »vitales Interesse
                                        [88.15] an Rückkehr in die Heimat, wenn auch der Toten
                                        nur«  formuliert worden.</quote>
                                    <quote>[…] daß die gebotene Umorientierung der Wirtschaft
                                        auf die Gesetze des Marktes, im Interesse [120.12] Polens,
                                        keine Halbheiten dulde […]</quote>
                                    <quote>Das Paar Reschke-Piątkowska versteht es, bedeutende
                                        Termine mit seinem Interesse [135.6] zu verknüpfen:</quote>
                                    <quote>Hofften sie, ihre vom zugreifenden Interesse [248.14]
                                        verschüttete Idee wieder freischaufeln zu können?</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="interesse.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><form type="inflected">meist Pl.</form>
                                <def><hi rend="italic">Bestrebung, Belange</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Er, dieser immer korrekte Sachwalter nackter Interessen
                                        [208.8], hat mich mundtot gemacht.</quote>
                                    <quote>Da bei Prüfung aller Konten offenbar geworden war, auf
                                        welch gewinnbringende Weise […] Reschke […] die
                                        Rikschaproduktion mit den Interessen [279.27] der
                                        Friedhofsgesellschaft verknüpft hatte […]</quote>
                                </cit>
                            </sense></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="interpress">
                    <form><form type="lemma">
                            <form type="headword"><hi rend="bold">Interpress</hi></form> <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>/kurz für <ref target="textgrid:24cgw#polska_agencja_interpress">Polska Agencja Interpress [Register]</ref>/</def><cit>
                            <quote>So wie bisher, mit Telefonkontakt zur adligen Sekretärin in
                                Bochum und allzu arglosem Faxen über Interpress [237.16], ging es
                                nicht weiter.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="interpress-büro">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Interpress-Büro</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#büro">Büro</ref>, der <ref target="textgrid:24cgw#polska_agencja_interpress">Polska Agencja
                                    Interpress [Register]</ref></hi></def><cit>
                            <quote>Vom Interpress-Büro [124.8] in der Hundegasse konnte Reschke
                                Ferngespräche führen und später sogar faxen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="intervall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Intervall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -e</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="intervall.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">zeitlicher Zwischenraum; zwischen zwei
                                    Zeitpunkten liegender Zeitraum; Pause, Zeitspanne</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Bei höheren Wassertemperaturen waren die Intervalle [283.8]
                                    zwischen den Rufen kürzer.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="intervall.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><usg><hi rend="spaced">Musik</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic"> Abstand zweier zusammen od. nach-einander
                                    erklingender Töne</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>»Sofort, nur noch ein Viertelstündchen, damit ich das
                                    Verhältnis der Intervalle [127.28] zueinander...«</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="intervention">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Intervention</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das [vermittelnde] Eingreifen in ein Geschehen,
                                einen Streit o.Ä.</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D intervenieren 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Vielbrand entschuldigte sich schriftlich, weil er im Verlauf
                                einer telefonischen Intervention [151.22] das Wort Zensur verwendet
                                hatte;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="intrigenwirtschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Intrigenwirtschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">abwertend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ständiges Intrigieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>»Ich habe mich«, schreibt er, »durch ein
                                liebenswürdiges Geschenk von Deiner Hand anstoßen lassen, den Ärger
                                über die Universität und ihre Intrigenwirtschaft [100.14] durch
                                Tätigkeit abzustellen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="invasion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Invasion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">feindliches Einrücken von militärischen Einheiten
                                in fremdes Gebiet; Einfall</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Vielzahl anreisender Trauergäste, diese permanente Invasion
                                [270.17] Leidtragender, hatte Risiken zur Folge […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="investition">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Investition</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">langfristige Anlage von Kapital in Sachwerten</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] unterm Strich Grundlagen für Investitionen [170.13]
                                geschaffen […]</quote>
                            <quote>Anfangs blieb der Ton gemäßigt, weil Timmstedt »die kühnen
                                und jetzt schon gewinnbringenden Investitionen [285.10] in die Firma
                                Chatterjee &amp; Co.«  lobte […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ironie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ironie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">feiner, verdeckter Spott, mit dem jmd. etw.
                                dadurch zu treffen sucht, dass er es unter dem augenfälligen Schein
                                der eigenen Billigung lächerlich macht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Zum ersten Mal spricht er, ganz ohne Ironie [93.25], von »                                Beerdigungswilligen«.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="irritation">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Irritation</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verwirrung, Zustand des Verunsichertseins</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Dc]</ref></def><cit>
                            <quote>Mein Vorwissen, besser, meine schon früh ausgeprägte Gabe,
                                Kommendes rückgespiegelt zu sehen, war auf Irritation [45.25]
                                gefaßt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="italienerin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Italienerin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/w. Form/</form></form>
                    <sense><def>Einwohnerin zu <ref target="textgrid:24cgw#italien">Italien [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>Danach sang eine junge, bäurisch anmutende Italienerin [296.12]
                                bravourös, natürlich Verdi.</quote>
                        </cit>
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