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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="l"><head>L</head>
                <entry xml:id="labskaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Labskaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Kochk.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gericht aus Pökelfleisch, Hering u. verschiedenen
                                anderen Zutaten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Alexandra wollte etwas exotisch Norddeutsches essen: Labskaus
                                [111.7], ein Seemannsgericht.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lächeln">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lächeln</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">dem Lachen ähnliche Mimik, die Freude,
                                Freundlichkeit o.Ä. erkennen lässt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D lächeln 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ihr Grinsen, verhuschtes Lächeln [96.7] und so viel
                                verkniffener Ernst […]</quote>
                            <quote>[…] sie habe sich bei den Verhandlungen durch damenhaftes
                                Lächeln [122.11] und blitzschnelles Kopfrechnen ausgezeichnet
                                […]</quote>
                            <quote>Doch Marian Marczak entwaffnete alle mit hilflos anmutendem
                                Lächeln [199.9].</quote>
                            <quote>Das Lächeln [257.15] der Alten im glänzend weiß ausgeschlagenen
                                Sarg, ein Lächeln [257.16], das mir auf einem der Fotos vorliegt und
                                von dem der Fotograf behauptet, es sei »mehr ein spöttisches
                                Grienen denn ein erlöst wirkendes Lächeln [257.18] gewesen«, hat
                                sich der Trauergemeinde übertragen.</quote>
                            <quote>[…] ihr reichte es nur zum »verkniffenen Lächeln
                                [286.11]«  […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lachen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lachen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ lachen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch eine Mimik, bei der der Mund in die Breite
                                gezogen wird, die Zähne sichtbar werden u. um die Augen Fältchen
                                entstehen, [zugleich durch eine Abfolge stoßweise hervorgebrachter,
                                unartikulierter Laute] Freude, Erheiterung, Belustigung o.Ä.
                                erkennen lassen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹lachen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Dem Witwer gefiel dieses ans Schrille grenzende Lachen [11.24]
                                […]</quote>
                            <quote>Ihr Lachen [21.21] brauchte Zeit […]</quote>
                            <quote>Erst als die Piątkowska von einer Jahre zurückliegenden
                                Tätigkeit berichtete, […] gewann wieder ihr Lachen [29.2]
                                Vorhand:</quote>
                            <quote>Jedenfalls verbürgt Reschkes Tagebuch wiederholtes Lachen [40.22]
                                der Piątkowska.</quote>
                            <quote>Danach ihr Lachen [73.12].</quote>
                            <quote>[…] bekam er mit nachgestelltem Lachen [79.31]
                                Antwort:</quote>
                            <quote>Und selbst Dein Lachen [86.17], von dem ich oft meinte, daß es
                                mich auslache, findet immer neue Hallräume […]</quote>
                            <quote>Danach ihr Lachen [181.20].</quote>
                            <quote>Ihr mädchenhafter Übermut […] und ihr Lachen [292.20] von
                                damals sind sich treu geblieben.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#gelächter">Gelächter</ref>; <ref target="#lachfalte">Lachfalte</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lachfalte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lachfalte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beim <ref target="#lachen">Lachen</ref>, durch häufiges Lachen bes.
                                in der Umgebung der Augen entstehendes <ref target="textgrid:24cg9#falte.1">Falten (1)</ref></hi> [°
                            D Lachfältchen]</def><cit>
                            <quote>Dazu vielfach verästelte Lachfalten [33.4]...</quote>
                            <quote>Schon begann er, ihre Lachfalten [40.22] zu zählen:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lack">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lack</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[farbloses] flüssiges Gemisch, mit dem Möbel,
                                Türen, Fensterrahmen, Gegenstände aus Metall u.a. angestrichen
                                werden u. das nach dem Trocknen einen glänzenden, schützenden
                                Überzug bildet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dunkelblau das stabile Gestänge, keine Roststellen, nirgendwo
                                blätternder Lack [57.30].</quote>
                            <quote>Lack [80.20] und Chrom glänzten.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#lackgrund">Lackgrund</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lackgrund">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lackgrund</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#lack">Lack</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#grund.3">Grund (3)</ref></def><cit>
                            <quote>Seitlich des Fahrradsitzes meidet die laubgrüne Schrift auf
                                weißem Lackgrund [204.23] die Landessprache […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>

                <entry xml:id="lage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="lage.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">die [augenblicklichen] Verhältnisse, Umstände, die
                                    bestehende Situation</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>Nicht zu vergessen die Zuspitzung der ohnehin zugespitzten
                                    Lage [152.8] in Georgien, Litauen, Jugoslawien.</quote>
                                <quote>[…] zumal die Schwarzseher, nach Lage [172.18] der
                                    Dinge, meistens recht behalten;</quote>
                                <quote>[…] so beschreibt mir Reschke als Reszkowski die
                                    gegenwärtige Lage [259.17] im Rückblick:</quote>
                                <quote>Die Neudeutschen tun sich schwer mit der veränderten Lage
                                    [259.30] […]</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24ch2#weltlage">Weltlage</ref></xr><re><form> in der Lage sein etw. zu
                                    tun</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. sofort tun können</hi> [°
                                        D3a]</def><cit>
                                        <quote>Mister Chatterjee […] war sogleich in der Lage
                                            47.11], die Besorgnisse seiner neipenbekanntschaft zu
                                            zerstreuen:</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="lage.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Stelle, wo etw. (in Bezug auf seine Umgebung)
                                    liegt/gelegen ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] indem er Ferienhäuser in attraktiver Lage [55.16]
                                    suchte […]</quote>
                                <quote>Die Lage [136.14] des Friedhofs sollte in Augenschein
                                    genommen und Auskunft über die Pflege der Gräber eingeholt
                                    werden.</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24cg9#friedhofslage">Friedhofslage</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#kurlage">Kurlage</ref>;
                                    <ref target="#lageplan">Lageplan</ref>; <ref target="textgrid:24cgq#ostseelage">Ostseelage</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgx#seeuferlage">Seeuferlage</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lageplan">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lageplan</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#plan-1.2">¹Plan (2)</ref> der <ref target="textgrid:24cgk#lage.2">Lage
                                    (2)</ref> u. Umgebung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke konnte […] einen Lageplan [112.15] des zukünftigen
                                Friedhofs ausbreiten.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lager">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lager</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="lager.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">für das vorübergehende Verbleiben einer größeren
                                    Anzahl Menschen eingerichteter [provisorischer] Wohn- od.
                                    Übernachtungsplatz</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def>
                            <xr>
                                <ref target="textgrid:24cgj#konzentrationslager">Konzentrationslager</ref>; <ref target="#lagerfeuer">Lagerfeuer</ref></xr></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="lager.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Lager (a) für Kriegsgefangene</hi> [D
                                Gefangenenlager]</def><cit>
                                <quote>[…] dessen Inschrift an französische Kriegsgefangene
                                    erinnert, die während der Jahre 1870/71 in Lagern [174.26]
                                    gestorben waren.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lagerfeuer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lagerfeuer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">offenes <ref target="textgrid:24cg9#feuer">Feuer</ref> in einem <ref target="textgrid:24cgk#lager.a">Lager
                                    (a)</ref>, bes. einem Ferien-, Zeltlager o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] verkohlte, regennaß glänzende Reste eines Lagerfeuers
                                [277.5] gaben Zeugnis […]</quote>
                            <quote>Ein Dutzend Pfadfinder mochten die Feldsteine in die
                                schilfbestandene Bucht ans Lagerfeuer [277.12] gerollt
                                haben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lamento">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lamento</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs. abwertend</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gejammer, heftige Klage</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die vier Antrittsbesuche stehen bei Reschke zum Lamento [182.25]
                                gereiht.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lampe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lampe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <re><form> die Lampe halten</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">etw. beleuchten, genau schildern</hi>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>Soll ich dabeisein und trotz Hotelzimmerbeleuchtung die Lampe
                                    [78.7] halten?</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="land">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Land</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -es; Pl. Länder</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="land.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl. Länder</form>
                            <sense n="a)" xml:id="land.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">politisch selbstständiges, von Grenzen
                                        umgebenes Gebiet; Staatsgebiet; Staat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5]</ref></def>
                                <cit>
                                    <quote>[…] worauf er ein Ergebnis ausgespuckt bekam, das
                                        nach absehbarer Zeit die Entvölkerung der zum Anschluß
                                        freigegebenen Länder [98.11] befürchten ließ.</quote>
                                    <quote>[…] spürbar besonders in armen Ländern [161.12], so
                                        auch in Polen […]</quote>
                                    <quote>[…] daß die Stadt Gdańsk […] Künstler ins
                                        Land [162.29] gerufen habe […]</quote>
                                    <quote>Doch bis es soweit war, mußte Chatterjee weitere
                                        bengalische Vettern ins Land [213.18] rufen, unter ihnen
                                        wiederum Marwaris.</quote>
                                </cit><xr><ref target="#landesfarben">Landesfarben</ref>; <ref target="#landessprache">Landessprache</ref>;
                                        <ref target="#landeswährung">Landeswährung</ref>; <ref target="#landsmann">Landsmann</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24ch1#vaterland">Vaterland</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="land.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Bundesland </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Viele Anmeldungen aus den Ländern [148.18] des kaum mehr
                                        als Staat existierenden ostdeutschen Gebildes verlangten
                                        Einäscherung […]</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="land.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">nicht näher abgegrenztes Gebiet, Gelände;
                                    Landstrich, Gegend</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wie krebsartig das östlich der Stadt wuchernde
                                    Industriegebiet sich ins flache, nur durch den Weichseldeich
                                    begrenzte Land [159.9] frißt.</quote>
                                <quote>Und nun soll Land [246.5] genommen werden.</quote>
                                <quote>So unbebaut das Land [278.6] - wenn man vom Stallgebäude
                                    absieht - über dem See gehügelt ist […]</quote>
                                <quote>Vom Dorffriedhof aus hat man einen weiten Blick übers Land
                                    [299.29].</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24cgf#hügelland">Hügelland</ref>; <ref target="#landnahme">Landnahme</ref></xr></sense>
                        <sense n="3." xml:id="land.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Gebiet außerhalb der städtischen Zivilisation,
                                    das bes. durch das Betreiben von Landwirtschaft geprägt ist;
                                    dörfliche Gegend</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Dann, nach lustigen Schulgeschichten, in denen es […] um
                                    Ferien auf dem Land [27.11] und um das Absammeln von
                                    Kartoffelkäfern ging, sei ihr abrupt der Faden gerissen:</quote>
                                <quote>Ihre Kindheit, die sie teils auf dem Land [241.5], teils in
                                    der Niederstadt verbracht hatte […]</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24ch0#unschuld">Unschuld</ref></xr></sense>
                        <sense n="4." xml:id="land.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">nicht mit Wasser bedeckter Teil der Erdoberfläche
                                    (bes. im Unterschied zum Meer, zu größeren Gewässern); Festland
                                </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] hier in den Wassergräben des eingedeichten Landes
                                    [125.27], dort im Uferschilf, allerorts lärmten Kröten
                                    […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landebahn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landebahn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Piste auf Flugplätzen für das Starten und
                                Aufsetzen der Flugzeuge </hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D landen]</ref></def><cit>
                            <quote>Gegen diese ideale Friedhofslage sprach der zu nah gelegene
                                Flughafen von Gdańsk, dessen Landebahnen [64.11] dort […]
                                Raum einnahmen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landesfarben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landesfarben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#farbe.1a">Farben (1a)</ref>, wie sie die Fahne eines
                                    <ref target="textgrid:24cgk#land.1a">Landes (1a)</ref> zeigt </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Das hochgeklappte Verdeck ist in den Landesfarben [204.26]
                                gestreift: weißrot, weißrot.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landessprache">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landessprache</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgx#sprache.1">Sprache (1)</ref>, die von [dem überwiegenden
                                Teil] der Bevölkerung eines <ref target="textgrid:24cgk#land.1a">Landes (1a)</ref> gesprochen
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Seitlich des Fahrradsitzes meidet die laubgrüne Schrift auf
                                weißem Lackgrund die Landessprache [204.23] und will
                                allgemeinverständlich sein: »Chatterjees
                                Rikscha-Service«.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landeswährung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landeswährung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in einem bestimmten <ref target="textgrid:24cgk#land.1a">Land (1a)</ref>, Staat
                                gültige <ref target="textgrid:24ch2#währung.1">Währung (1)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] eine Schiefertafel neben dem Eingang, auf der, stündlich
                                verändert, der amerikanische Dollar im Verhältnis zur Landeswährung
                                [10.27] teurer und teurer wurde […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landleben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landleben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch das Wohnen, den Aufenthalt in ländlicher,
                                dörflicher Umgebung geprägte, sich ergebende Lebensweise; <ref target="textgrid:24cgk#leben.2b">Leben
                                    (2b)</ref> auf dem Land</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke ist in seinen Aufzeichnungen verwundert über die »an
                                Details des westpreußischen Landlebens [141.30] so tiefverwurzelten
                                Kindheitserinnerungen«  seiner Sekretärin […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landnahme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landnahme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Eroberung, Inbesitznahme u. Besiedelung von
                                    <ref target="textgrid:24cgk#land.2">Land (2)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Mehr noch, Erwartung sprach aus ihm, weil seine Ahnung, die er
                                »Asiens lautlose Landnahme [48.4]«  nannte, so bildhaft
                                bestätigt wurde.</quote>
                            <quote>Die im Sejm ausgesprochene Warnung vor »deutscher Landnahme
                                [236.19]«  will er schon hier ans Brett genagelt sehen
                                […]</quote>
                            <quote>Als Pole bedaure er, mit seinen Orts- und Grundbuchkenntnissen
                                der neuen deutschen Landnahme [243.23] zugearbeitet zu
                                haben.</quote>
                            <quote>[…] entwirft ein Schreckensbild herrischer Landnahme [282.3]
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes (der
                                Gestalt des Bodens, des Bewuchses, der Bebauung, Besiedelung o.Ä.)
                                in bestimmter Weise geprägter Teil, Bereich der Erdoberfläche;
                                Gebiet der Erde, das sich durch charakteristische äußere Merkmale
                                von anderen Gegenden unterscheidet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo in lieblicher Landschaft [233.23] das Leben noch
                                ruhig und einfach verlief.</quote>
                            <quote>Reschke hat mir die Landschaft [277.25] beschrieben
                                […]</quote>
                            <quote>[…] eine Siedlung, die in Terrassen hügelwärts steigt, sich
                                dabei sorgsam der Landschaft [278.12] anschmiegt […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landschulheim">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landschulheim</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einrichtung, in der sich Schulklassen jeweils für
                                einige Tage zur Erholung u. zum Unterricht aufhalten</hi> [° D
                            Schullandheim; D Heim 2]</def><cit>
                            <quote>Im Landschulheim [42.4] oder sonstwo.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landsmann">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landsmann</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) Landsleute</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der aus demselben <ref target="textgrid:24cgk#land.1a">Land (1a)</ref>
                                stammt, aus derselben Landschaft, Gegend kommt wie ein anderer </hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sehen Sie, bitte, in mir einen Vorboten oder Quartiermacher der
                                zukünftigen Weltgesellschaft, in der sich die ichbezogenen
                                Angstzustände Ihrer Landsleute [47.24] verlieren werden.</quote>
                            <quote>[…] nahm an seinem Tisch ein - wie sich herausstellte -
                                Landsmann [55.7] Platz […]</quote>
                            <quote>Bei ihren Landsleuten [88.2] polnisch-litauischer Herkunft habe
                                sie […] Zuspruch erfahren können:</quote>
                            <quote>[…] indem er unsere immer älter werdenden Landsleute [96.15]
                                als »umgesiedelte Flüchtlinge«  in seinen Rubriken
                                führt.</quote>
                            <quote>Ich vermute, daß Furcht vor der zeitbedingten Gewißheit, in
                                fremder Erde liegen zu müssen […] den Lebensabend meiner
                                Landsleute [97.4] verlängert hat.</quote>
                            <quote>Sogar aus Amerika und Australien schrieben Landsleute
                                [141.4].</quote>
                            <quote>Unsere hochbetagten Landsleute [177.1] sind sogar bereit,
                                leerstehende oder vom Konkurs bedrohte Gewerkschaftsheime zu
                                beziehen […]</quote>
                            <quote>[…] weil die erklärte Bereitschaft so vieler Landsleute
                                [211.15] […] durch keinen Beschluß außer Kraft gesetzt werden
                                könne.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landsmannschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landsmannschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vereinigung von Flüchtlingen u. Heimatvertriebenen
                                aus den östlichen Teilen des Deutschen Reiches vor 1945</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke schreibt von ersten Kontakten mit der organisierten
                                Landsmannschaft [88.9].</quote>
                            <quote>[…] die ihm von immer mehr Ortsgruppen der organisierten
                                Landsmannschaft [93.23] geliefert wurden.</quote>
                            <quote>Die meisten Ortsstellen der organisierten Landsmannschaft [97.17]
                                beantworten mein Rundschreiben mit Interesse.</quote>
                            <quote>[…] nachmittags in der Engelsgrube, im »Haus der
                                Hansestadt Danzig«  und Sitz der organisierten
                                Landsmannschaft [110.16], verabredet gewesen sind</quote>
                            <quote>[…] etliche Ortsstellen der organisierten Landsmannschaft
                                [136.10] hatten Beobachter, der Bund Frau Johanna Dettlaff
                                geschickt.</quote>
                            <quote>Jener junge Mann namens Dr. Torsten Timmstedt hat […] die
                                Anliegen der Landsmannschaft [237.26], obgleich selber kein
                                Flüchtlingskind, als »echte Herausforderung« 
                                begriffen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landstraße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landstraße</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">außerhalb von Ortschaften verlaufende, kleinere,
                                befestigte <ref target="textgrid:24cgx#straße">Straße</ref>, die bes. dem Verkehr zwischen den
                                Ortschaften dient </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und fahr nicht so schnell auf Landstraße [80.10].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landtagswahl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landtagswahl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Wahl zu einem Landtag, der Volksvertretung eines
                                Bundeslandes</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Landtag 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Danach ging es um […] Parteiengezänk und die bevorstehenden
                                Landtagswahlen [185.18].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="landwirtschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Landwirtschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">planmäßiges Betreiben von Ackerbau u. Viehhaltung
                                zum Erzeugen von tierischen u. pflanzlichen Produkten</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wo die Landwirtschaft [234.1] ohnehin keine Zukunft habe
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langatmigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langatmigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">allzu ausführliche, weitschweifige Art </hi> [° D
                            langatmig]</def><cit>
                            <quote>Wróbels Langatmigkeit [198.13] verkürzte er durch
                                Zwischenfragen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="länge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Länge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="länge.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">zu weitschweifige, spannungslose, langweilige
                                    Stelle, langatmiger Abschnitt </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Der Geschäftsbericht hatte Längen [232.14].</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="länge.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*sich in die Länge ziehen</form>
                                <def><hi rend="italic">länger dauern als erwartet; sich verzögern,
                                        sich hinziehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] es ist ein Spaziergang […], der sich in
                                        Reschkes Kladde in die Länge [264.26] zieht, indem er ihn
                                        wiederholt erinnert […]</quote>
                                </cit></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="länge.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">räumliche Ausdehnung in einer Richtung </hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="#längenmaß">Längenmaß</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="längenmaß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Längenmaß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Maßeinheit für die Ausdehnung in der <ref target="textgrid:24cgk#länge.3">Länge
                                    (3)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Da […] er das Längenmaß [160.13] der platten Körper mit fünf
                                […] Zentimetern angibt, werden es wohl doch Froschlurche, also
                                Unken, gewesen sein […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langeweile">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langeweile</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">als unangenehm, lästig empfundenes Gefühl des
                                Nicht-ausgefüllt-Seins, der Eintönigkeit, Ödheit, das aus Mangel an
                                Abwechslung, Anregung, Unterhaltung, an interessanter, reizvoller
                                Beschäftigung entsteht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Schweiß, Trillerpfeifen, Kommandos und Langeweile [69.6].</quote>
                            <quote>[…] Stefan Bieroński, den häufig Langeweile [198.23]
                                heimsuchte […]</quote>
                            <quote>Süße Langeweile [208.2] entführte Bieroński.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langlebigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langlebigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Erreichen eines hohen Alters, hohe
                                Lebenserwartung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] diese und weitere Informationen verrieten einiges über
                                die Langlebigkeit [96.11] ehemaliger Flüchtlinge.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langschädel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langschädel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">länglicher, ovaler <ref target="textgrid:24cgx#schädel.2">Schädel (2)</ref></hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Reschkes leicht schräg geneigter Langschädel [49.2].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langschiff">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langschiff</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Archit.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">lang gestreckter Hauptteil einer Kirche, der aus
                                Haupt- u. Seitenschiffen bestehen kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Langhaus]</ref></def><cit>
                            <quote>In gepflegtem Zustand alle Bodengrabplatten, die Mitte der
                                achtziger Jahre aus dem Langschiff [225.17] in den linken
                                Seitenflügel des Altarraums verlegt wurden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langseite">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langseite</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">längere, von jeweils zwei parallel verlaufenen
                                    <ref target="textgrid:24cgx#seite.5a">Seiten (5a)</ref> eines Rechtecks</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>An den Langseiten [272.29] des Tisches hat der Aufsichtsrat Platz
                                genommen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langspielplatte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langspielplatte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">dünne, aus Kunststoff gepresste runde Scheibe mit
                                auf jeder Seite je einer spiralförmigen, feinen Rille, in der
                                Tonaufnahmen gespeichert sind, die mithilfe eines Plattenspielers
                                wiedergegeben werden können und die eine lange Spieldauer hat</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schallplatte]</ref></def><cit>
                            <quote>Entweder legte er Langspielplatten [253.11] auf, oder sie hörten
                                einen Radiosender […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="langzeitgeschichte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Langzeitgeschichte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zeitlich entfernter, länger zurückliegende
                                    <ref target="textgrid:24cgd#geschichte.1">Geschichte (1)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>An zwei Stellen der Tagebucheintragungen korrespondieren die
                                Lang- [267.30] und Kurzzeitgeschichten miteinander.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lärm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lärm</hi></form><pc>,</pc> <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">als störend u. unangenehm empfundene laute,
                                durchdringende Geräusche </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dazu kam der Lärm [64.16] startender und landender
                                Flugzeuge;</quote>
                            <quote>Überall Stau, Streß, Lärm [81.7]!</quote>
                            <quote>Wenn Chatterjee mit seinem Verkehrskonzept allen […] im Lärm
                                [210.14] ertaubten Großstädten behilflich werden wollte
                                […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cgj#krötenlärm">Krötenlärm</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="last">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Last</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="last.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was drückend, schwer auf jmdm., etw. liegt;
                                    [größeres] Gewicht, das etw. belastet </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def>
                            <xr>
                                <ref target="textgrid:24cgx#schneelast">Schneelast</ref></xr>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">belastender, unerträglicher Zustand</hi>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>Zunehmend bereitet mir das Tagesgeschehen Kummer, weil unsere
                                    Idee unter der Last [98.13] deutscher Unverträglichkeiten
                                    Schaden nehmen könnte...</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="last.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">Pl.</form><re><form>*zu jmds. Lasten</form>
                                <usg><hi rend="spaced">Kaufmannsspr.</hi></usg>
                                <def><hi rend="italic">auf jmds. Rechnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Alle Nebenkosten gingen zu Lasten [118.19] der
                                        Gesellschaft.</quote>
                                </cit></re>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lastesel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lastesel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Wortspiel
                            zu Lastesel und Beschwerde</form><usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <hi rend="bold">Ü</hi> </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was als Grund für Schwierigkeiten,
                                Widrigkeiten angesehen und verantwortlich gemacht wird</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] ist ihm der Kapitalismus Lastesel [93.5] aller
                                Beschwerden, auch der eigenen:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="latein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Latein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die Sprache u. Literatur der alten Römer als
                                Unterrichtsfach</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° Db, D lateinisch a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß ich bei ihm Mathe, Latein [60.14] abschreiben
                                durfte, wird so gewesen sein;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laub">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laub</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Blätter von Bäumen u. Sträuchern </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Unter hochragenden, allen politischen Wechselfällen entwachsenen
                                Buchen und Linden, die ihr Laub [25.19] fallen ließen
                                […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cgf#herbstlaub">Herbstlaub</ref>; <ref target="#laubbaum">Laubbaum</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laubbaum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laubbaum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -bäume</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#laub">Laub</ref> tragender <ref target="textgrid:24cg4#baum">Baum</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gefiltert von Laubbäumen [135.29] fiel Sonnenlicht auf die
                                Trauernden;</quote>
                        </cit><xr><ref target="#laubtunnel">Laubtunnel</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laubtunnel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laubtunnel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tunnel">Tunnel</ref>, der von dicht stehenden
                        <ref target="textgrid:24cgk#laubbaum">Laubbäumen</ref> gebildet wird</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Im Laubtunnel [159.3] der Chausseebäume an Strandwäldern
                                entlang.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lauch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lauch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Porree</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Sellerie, kindskopfgroße Wruken, Lauch [7.13] und rote
                                Bete.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laufen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laufen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ laufen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich in aufrechter Haltung auf den Füßen in
                                schnellerem Tempo so fortbewegen, dass sich jeweils schrittweise für
                                einen kurzen Augenblick beide Sohlen vom Boden lösen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Atemlos kam er pünktlich an, sagte aber nicht, was ihn in Schweiß
                                gebracht hatte, sondern rief, im Laufen [62.29] noch, als dürfe die
                                Flucht nicht enden: »Das beste ist, wir nehmen den
                                Wagen...«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laufende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laufende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <re><form>*auf dem Laufenden sein</form><sense><def><hi rend="italic">immer über
                                    das Neueste informiert sein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D laufend c]</ref></def><cit>
                                <quote>Die Brakup war mal wieder auf dem laufenden [189.31].</quote>
                            </cit>
                        </sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="läufer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Läufer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der sich mit schnellen Schritten
                                fortbewegt</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] Chatterjee wird sich erinnert haben, daß […] dieses
                                Wort sich vom japanischen »Jin riki shaw«  herleitet,
                                das heißt: vom Läufer [163.11] gezogenes Fahrzeug.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laufrikscha">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laufrikscha</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(in Ost- u. Südasien) der Beförderung von Personen
                                dienender zweiräderiger Wagen, der von einem Menschen […]
                                gezogen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Rikscha]</ref></def><cit>
                            <quote>Übrigens stand er in einem Jogginganzug neben dem Gefährt, das,
                                wenngleich keine der berüchtigten, von Kulis betriebenen
                                Laufrikschas [57.24], dennoch deplaziert wirkte, gewiß auf den
                                ersten Blick.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laufzeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laufzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abspieldauer</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Eine Videokassette von immerhin halbstündiger Laufzeit [134.11]
                                gehört zum mir gelieferten Material.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laune">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laune</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="laune.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><form type="inflected">o. Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Stimmung, augenblickliche Gemütsverfassung</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>Alexandra war von mitreißend guter Laune [292.18].</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="laune.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">einer Laune entspringender Einfall, spontane [ein
                                    wenig abwegige] Idee</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Dc]</ref></def><cit>
                                <quote>Wahrscheinlich folgte sie einer Laune [288.3], denn
                                    Chatterjee und seine Vettern waren ihr fremd geblieben.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="laut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Laut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="laut.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><re><form>Laut geben</form>
                                <def><hi rend="italic">Töne von sich geben</hi> [°]</def><cit>
                                    <quote>Sonst gab nichts Laut [143.19], es sei denn Lerchen, die
                                        hoch über den frühreifen Feldern bis in den Abend hinein
                                        ihre Bühne hatten.</quote>
                                </cit></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="laut.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">mit dem Strom des Atems bei bestimmter Stellung
                                    der Sprechwerkzeuge hervorgebrachter Schall; kleinste Einheit
                                    der gesprochenen Sprache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24ch4#zischlaut">Zischlaut</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="leben.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">Pl. selten</form>
                            <def><hi rend="italic">das Lebendigsein, Existieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Doch nun, mit Beginn des neuen Zeitalters, wird wieder das
                                    Leben [16.2]...</quote>
                                <quote>»Der Tod ist das Tor zum Leben [23.3]«</quote>
                                <quote>Das Leben [103.27] geht weiter.</quote>
                                <quote>Dieser lebhafte, oft anstrengend lebendige, ja, spontan
                                    lebensfrohe und tätig das Leben [200.3] bejahende Mensch
                                    […]</quote>
                                <quote>Wer hätte damals hoffen mögen, daß Leben [259.21] wieder
                                    lebenswert sein wird.</quote>
                                <quote>Denn nichts, sage ich, nicht einmal das Leben [266.13] findet
                                    ein Ende.</quote>
                            </cit><xr><ref target="#lebendige">Lebendige</ref>; <ref target="#lebensfreude">Lebensfreude</ref>;
                                    <ref target="#lebzeiten">Lebzeiten</ref>; <ref target="textgrid:24cgr#privatleben">Privatleben</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="leben.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">Pl. selten</form>
                            <sense n="a)" xml:id="leben.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Dauer, Verlauf des Lebens (1), der Existenz,
                                        des Daseins</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def>
                                <cit>
                                    <quote>Sie nannte den Zeichner und Kupferstecher, der gegen Ende
                                        seines Lebens [75.13] die Königlich-Preußische Akademie
                                        reformiert hatte, einen »Verräter an polnische
                                        Sache«  […]</quote>
                                    <quote>Auf gelbbraun geflecktem Granit stand wie eine Nachricht,
                                        gemeißelt für niemanden, Paul Stellmacher, dessen Leben
                                        [223.19] von 1884 bis 1941 dauerte.</quote>
                                    <quote>[…] wenn Alexandra und ich bedenken, wie viele
                                        Straßen, Plätze, Städte, Stadien und Werftanlagen im Verlauf
                                        unseres Lebens [272.13] ihre Namen haben ablegen, ändern,
                                        erneuern müssen […]</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cg4#berufsleben">Berufsleben</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="leben.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Art zu leben, Lebensweise</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und wie er […] fünf Rosen im Wappen des Theologen
                                        Aegidius Strauch […] deutet und mit den Wechselfällen
                                        eines streitbaren Lebens [17.26] in Beziehung setzt -
                                        Strauch verbrachte Jahre in Festungshaft -, so deutelte er
                                        an den geerbten Einkaufsnetzen der Witwe.</quote>
                                </cit><xr><ref target="#landleben">Landleben</ref></xr>
                            </sense></sense>
                        <sense n="3." xml:id="leben.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><form type="inflected">o. Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">der Alltag, die Wirklichkeit, in der sich das
                                    Leben abspielt; […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wo die Familie herkam, wo Heimat gewesen war, wo in
                                    lieblicher Landschaft das Leben [233.23] noch ruhig und einfach
                                    verlief.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd. der lebt, noch nicht gestorben ist</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Nach all dem Unrecht, das sich Menschen angetan haben, sollte es
                                doch möglich sein, […] nicht nur den Lebenden [85.14] eine
                                bessere Zukunft zu eröffnen […]</quote>
                            <quote>Doch unsere Idee, die nun eine feste Adresse hat, wird von den
                                großen Umwälzungen nicht betroffen sein, weil sie den Toten dient,
                                nicht den Lebenden [125.4].</quote>
                            <quote>Den mannshohen Grabstein im Rücken, gingen der Rikschabetrieb und
                                die Friedhofsgesellschaft, mithin Bewegung und Stillstand, die
                                Lebenden [202.16] und die Toten, abermals einen Handel ein
                                […]</quote>
                            <quote>Man verstehe sich weiß Gott nicht als exklusiv, »vielmehr
                                kann nun der Versöhnungsgedanke in Bereiche getragen werden, die den
                                Lebenden [234.7] offenstehen...«</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebendige">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebendige</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd. der lebendig, voller <ref target="textgrid:24cgk#leben.1">Leben (1)</ref>
                                ist</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] erfreute ihn, bei allem Erschrecken, diese neue
                                Bekanntschaft vorm Hintergrund so vieler Lebendiger [46.23].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebensabend">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebensabend</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">letzter Lebensabschnitt [im Ruhestand]</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich vermute, daß Furcht […] den Lebensabend [97.4] meiner
                                Landsleute verlängert hat.</quote>
                            <quote>Immer wieder hatten hochbetagte Trauergäste […] den Wunsch
                                geäußert, […] in dessen landschaftlich freundlicher Umgebung
                                ihren Lebensabend [176.23] verbringen zu dürfen.</quote>
                            <quote>Konsistorialrat Dr. Karau nannte den Lebensabend [177.31] »                                die Zeit der Einkehr und also Heimkehr«.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg8#läbensabend">Läbensabend [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebensalter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebensalter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zahl der Lebensjahre</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Ist es nicht so, als versuche das hohe Lebensalter [96.28] der
                                ehemaligen Umsiedler uns mahnend anzudeuten, daß man mit Ungeduld
                                auf die Gründung der Friedhofsgesellschaft wartet, ja, sie
                                herbeisehnt?</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebensbeweis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebensbeweis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#beweis.2">Beweis (2)</ref> vom Vorhandensein von
                                etw.</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mag sich die Politik durch auftrumpfende Lebensbeweise [171.6]
                                immer wieder in den Vordergrund drängen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebenserwartung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebenserwartung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitspanne, die ein Mensch voraussichtlich [noch]
                                leben wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zum Beweis der überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung [96.17]
                                schickte er der Piątkowska Fotokopien solcher Geburtstags- und
                                Jubiläumsinserate […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebensfreude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebensfreude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#freude">Freude</ref> am <ref target="textgrid:24cgk#leben.1">Leben (1)</ref>,
                                Daseinsfreude</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Beeindruckt von der Lebensfreude [192.1] einer Vielzahl alter
                                Menschen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebensversicherung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebensversicherung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch1#versicherung.a">Versicherung (a)</ref> über eine bestimmte
                                Summe, die im Todesfall an die Hinterbliebenen des Versicherten, im
                                Erlebensfall an den Versicherten selbst ausbezahlt wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Jener junge Mann namens Dr. Torsten Timmstedt hat bei einer
                                Lebensversicherung [237.24] Erfahrungen im Management gesammelt
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lebzeiten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lebzeiten</hi></form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">in der Fügung: zu Lebzeiten</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">während des <ref target="textgrid:24cgk#leben.1">Lebens (1)</ref>; zu der Zeit,
                                als jmd. noch lebte</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wenngleich beide keine Rückkehr zu Lebzeiten [26.20]
                                erhofft haben?</quote>
                            <quote>Sicher ging man dabei von zu Lebzeiten [149.9] geäußerten
                                Wünschen aus, die ihre</quote>
                            <quote>Wenn bisher freiwillig und zu Lebzeiten [215.21] der Beschluß
                                gefaßt wurde, in der Heimat letzte Ruhe zu finden, soll fortan über
                                Tote verfügt werden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lederpantoffel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lederpantoffel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#pantoffel">Pantoffel</ref> aus einem aus gegerbter
                                Tierhaut gewonnenen, meist zähen, sehr reißfesten Material</hi> [° D
                            Leder 1]</def><cit>
                            <quote>Heil, weil aus dem Wagen geschleudert, der sich überschlug,
                                überschlug, blieben ein Lederpantoffel [299.21] und ein gehäkeltes
                                Einkaufsnetz.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leere">
                    <form>
                        <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leere</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nicht oder kaum gefüllter Zustand; karge
                                Einrichtung eines Raums</hi> [°]</def>
                        <cit>
                            <quote>Die weißrussische Gemeinde hat die einst nüchterne Leere [135.21]
                                des nur zweckdienlichen Raumes mit orthodoxem Pomp
                                gefüllt...</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <form>innere Leere</form>
                        <def><hi rend="italic">das [geistige] Nichtausgefülltsein</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ach, die Erleichterung und die Leere [267.26] danach.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Teil eines Sitzmöbels, an den man sich lehnen
                                kann; Stütze für Rücken u. Arme</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die üppig geschnitzten Lehnen [274.15] der feierlich schwarzbraun
                                polierten Stühle […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="#lehnstuhl">Lehnstuhl</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#stuhllehne">Stuhllehne</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehnstuhl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehnstuhl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bequemer <ref target="textgrid:24cgx#stuhl">Stuhl</ref> mit Arm<ref target="textgrid:24cgk#lehne">lehnen</ref>
                                u. hoher Rückenlehne</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] der dort gelangweilt im Lehnstuhl [273.12] lümmelt,
                                dürfte, nicht nur der Berufskleidung wegen, Hochwürden Bieroński
                                sein […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehrauftrag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehrauftrag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg3#auftrag.1">Auftrag (1)</ref>, an einer Hochschule
                                Vorlesungen, Seminare o.Ä. zu halten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] mancher Assistent, Dozent oder Professor ohne
                                Lehrauftrag [103.6] hat damals seine Karriere eingefädelt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehrbetrieb">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehrbetrieb</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Stattfinden von Lehrveranstaltungen (z.B. an
                                einer Hochschule)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Universität und - wie er der Piątkowska schreibt - »                                mehr noch ihr Lehrbetrieb [104.15]«  ekelten ihn
                                an.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehrer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehrer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Berufsbez.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der an einer Schule unterrichtet</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und als ihm diese ungeschickte Zeichnung […] von allen
                                Lehrern [140.7] und Schülern nur Tadel einbrachte, stand er in
                                Tränen;</quote>
                            <quote>Lehrer [146.21] und Priester hatten ihn glauben lassen, Gdańsk
                                sei immer polnisch, urpolnisch gewesen.</quote>
                            <quote>Immer wieder kalbten zwischen Ramkau und Matern Kühe, zerbrach
                                dem Lehrer [241.8] in der Volksschule Weidengasse der Rohrstock
                                […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cgj#klassenlehrer">Klassenlehrer</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehrkörper">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehrkörper</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Amtsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit der Lehrenden an einer Schule od.
                                Universität</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zielsetzungen, die sich allzu revolutionär gaben, hat er als
                                Mitglied des Lehrkörpers [103.20] und als Einzelperson bei den
                                damals üblichen Sit-ins abgelehnt.</quote>
                            <quote>[…] so rückversichert, fiel es ihm leicht, von der
                                Universität und ihrem Lehrkörper [131.28] Abschied zu
                                nehmen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lehrtätigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lehrtätigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Amtsspr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">berufliche <ref target="textgrid:24cgz#tätigkeit.1b">Tätigkeit (1b)</ref> als Dozent
                                [an einer Hochschule]</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] gab sich als Doktor der Kunstgeschichte und Professor
                                mit Lehrtätigkeit [23.31] im Ruhrgebiet zu erkennen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leib">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leib</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="leib.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Körper [von Tieren]</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Die Flachköpfe und Augenwülste in den Leib [160.2]
                                    gedrückt.</quote>
                                <quote>Entsaftet hat der Leib [160.3] Falten geworfen.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="leib.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Fruchtkörper, oberirdisch wachsender Teil des
                                    Pilzes</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Fruchtkörper]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] den fleischigen, in sich gewondenen Leib [12.27] der
                                    älteren beschatten breitrandige, wulstig mal nach innen, mal
                                    nach außen gerollte Krempen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leiche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leiche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Körper eines Toten, Gestorbenen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Überführung der Leichen [133.8] sollte von einem
                                Beerdigungsinstitut übernommen werden […]</quote>
                            <quote>Als hätte sich unser Paar die ersten Leichen [135.24]
                                ausgesucht:</quote>
                            <quote>Er lobt die »Minimalisierung der Leichen
                                [138.30]«  und wagt das Wort »                                Raumersparnis«.</quote>
                            <quote>Auf eine der Glossen, die […] in dem Vorwurf gipfelte, »                                mit Leichen [140.15] Rückeroberung«  betreiben zu wollen,
                                hat er prompt als geübter Leserbriefschreiber geantwortet
                                […]</quote>
                            <quote>Fortan sollte der Umbettung von Leichen [193.23] und Gebeinen
                                Platz eingeräumt werden.</quote>
                            <quote>Eine Armee deutscher Leichen [197.22] tritt zur Eroberung unserer
                                Westprovinzen an!</quote>
                            <quote>Ferner ist zu berichten, daß ab Februar mit Chartermaschinen
                                Leichen [236.30] eingeflogen wurden […]</quote>
                            <quote>Ausgebrannt das Autowrack, die Leichen [299.16] verkohlt.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg8#laichen">Laichen [Brakup Missingsch]</ref>;
                                <ref target="#leichenfledderei">Leichenfledderei</ref>; <ref target="#leichentransport">Leichentransport</ref></xr>
                        <usg><hi rend="bold">R</hi></usg>
                        <form>nur über meine Leiche!</form>
                        <def><hi rend="italic">das lasse ich auf keinen Fall zu!</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Umbettung wird sein nur über meine Leiche [208.11]!</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichenfledderei">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichenfledderei</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Ausrauben, Ausplündern einer
                                <ref target="#leiche">Leiche</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D fleddern a]</ref></def><cit>
                            <quote>Leichenfledderei [186.25] nenn' ich das!</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichenhemd">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichenhemd</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">weißes, über den Kopf gezogenes, weit
                                geschnittenes, langes Kleidungsstück mit Ärmeln, das dem Toten
                                angezogen wird; Totenhemd</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Sterbehemd; D Hemd 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Beide zeigen aus leicht verändertem Blickwinkel ein und dieselbe
                                Mumie, die über mürbem, einst weißem, nun stockfleckigem Leichenhemd
                                [227.11] die Hände rechts über links gelegt hält […]</quote>
                            <quote>[…] den immer noch üppigen Faltenwurf des Leichenhemdes
                                [227.31] bis zu den verdeckten Füßen hin.</quote>
                        </cit><xr><ref target="#leichenhemdärmel">Leichenhemdärmel</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichenhemdärmel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichenhemdärmel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">den Arm teilweise od. ganz bedeckender Teil eines
                                    <ref target="textgrid:24cgk#leichenhemd">Leichenhemds</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Ärmel]</ref></def><cit>
                            <quote>Es sind männlich langgliedrige Hände, deren Gebein […] von
                                Haut, sichtbar bis zum Faltenwurf der Leichenhemdärmel [227.16],
                                zusammengehalten wird;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichenschmaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichenschmaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">scherzh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gemeinsames Essen od. Kaffeetrinken, zu dem die
                                Angehörigen eines Verstorbenen die Trauergäste einladen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Was man früher Leichenschmaus [138.8] nannte, fand im Hevelius
                                statt.</quote>
                            <quote>Was mag Reschke sich gedacht haben, als er dem Leichenschmaus
                                [138.25] im Hevelius einen Nachruf lieferte […]</quote>
                            <quote>Man überließ das Wróbel und Erna Brakup, die keine Beisetzung und
                                im Hevelius keinen Leichenschmaus [157.1] verpaßten.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichentransport">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichentransport</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Beförderung von <ref target="textgrid:24cgk#leiche">Leichen</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee flügge, nur noch um […]
                                Leichentransport [40.25] […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leichenwagen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leichenwagen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">offener [Pferde] <ref target="textgrid:24ch2#wagen.2">wagen (2)</ref>, mit dem bei
                                Beerdigungen der Sarg mit dem Verstorbenen, vom Trauerzug gefolgt,
                                [feierlich] zur Begräbnisstätte gebracht wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] außerdem wurden ihr der Leichenwagen [145.29], das
                                Gärtnergerät und Werkzeug der Totengräber anvertraut.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leid">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leid</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="leid.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">tiefer seelischer Schmerz als Folge erfahrenen
                                    Unglücks</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>Dennoch erlaubt sie ihrem Leid [158.21] nicht, unser
                                    anhaltendes Sommerglück zu verschatten...</quote>
                            </cit><xr><ref target="#leidmotiv">Leidmotiv</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="leid.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Unrecht, Böses, das jmdm. zugefügt wird</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Der Präsident der westdeutschen Republik war unterwegs, um
                                    […] für die bevorstehende Nachbarschaft der beiden,
                                    einander so viel Leid [129.20] nachtragenden Völker gut Wetter
                                    zu machen.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leidenschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leidenschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">o.Pl.</form> </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich in starkem Gefühl, in heftigem, ungestümem
                                Besitzverlangen äußernde Zuneigung zu einem Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                            <quote>Ausgehungerte Fragesätze und Leidenschaft [82.6], streng auf zwei
                                Personen verengt […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leidensweg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leidensweg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#weg.3">Weg (3)</ref> des Leidens, des Erduldens, den
                                jmd. geht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Schließlich die letzte Station auf diesem Leidensweg [185.23],
                                den mein Mitschüler so lückenlos wie seine Grabbodenplatten in Reihe
                                gebracht hat.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leidmotiv">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leidmotiv</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Wortspiel zu Leitmotiv</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgn#motiv.3">Motiv (3)</ref>, das jmdm. als Leitgedanke
                                dient und ihm gleichzeitig <ref target="textgrid:24cgk#leid.1">Leid (1)</ref> bereitet</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Und selbst Dein Lachen […] findet immer neue Hallräume,
                                wenngleich es mir schmerzlich Deine Abwesenheit bewußtmacht und so,
                                weniger leitend, mehr mich leiden lassend, zu meinem Leidmotiv
                                [86.21] wird.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leidtragende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leidtragende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Trauernde</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D leidtragend]</ref></def><cit>
                            <quote>Bei den Urnenbeisetzungen war der Kreis der Leidtragenden [149.4]
                                kleiner […]</quote>
                            <quote>Allen Leidtragenden [203.7] sprach sie ihr Beileid aus
                                […]</quote>
                            <quote>[…] diese permanente Invasion Leidtragender [270.18], hatte
                                Risiken zur Folge […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leim">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leim</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wasserlöslicher, zähflüssiger Klebstoff
                                […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] geschnitzelte Kalbshaut, aus der Alexandra auf dem
                                Küchenherd den Leim [252.17] zubereitet […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leinen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leinen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus Flachsfasern hergestelltes, dauerhaftes u. gut
                                waschbares Gewebe in Leinwandbindung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Den Tisch deckt kaschubisches Leinen [35.20] mit gesticktem
                                Tulpenmuster.</quote>
                        </cit><xr><ref target="#leinenanzug">Leinenanzug</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leinenanzug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leinenanzug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#leinen">Leinen</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#anzug">Anzug</ref></def><cit>
                            <quote>[…] er im seesandfarbenen Leinenanzug [290.9] unter einem
                                Strohhut mit schmaler Krempe;</quote>
                            <quote>Im beigen Leinenanzug [292.2], der nun schon knittert
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leistung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leistung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="leistung.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">etw. Geleistetes; geleistete körperliche, geistige
                                    Arbeit; unternommene Anstrengung u. das erzielte Ergebnis</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>Doch auch die schreckliche Zeichnung muß Leistung [140.31]
                                    des Fähnleinführers Reschke gewesen sein;</quote>
                                <quote>Wechselseitiger Respekt vor kultureller Leistung [245.15]
                                    möge Teil jener Versöhnung werden, die Frau Piątkowska und
                                    er vor Jahresfrist zu fördern begonnen hätten.</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24cgj#kulturleistung">Kulturleistung</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="leistung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">das Erbringen von nutzbarer Leistung (1)</hi> [°
                                D leisten 1c]</def><cit>
                                <quote>Nur Leistung [249.29] zählt!</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#leistungswille">Leistungswille</ref></xr></sense>
                        <sense n="3." xml:id="leistung.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(im Rahmen einer [finanziellen] Verpflichtung)
                                    Geleistetes, Gewährtes, bes. geleisteter, gezahlter Betrag</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg7#eigenleistung">Eigenleistung</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leistungswille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leistungswille</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#leistung.2">Leistung (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wille">Wille</ref></def><cit>
                            <quote>Relativ jung, strahlen sie wenig Profil, aber viel Nettigkeit
                                aus, verbunden mit jenem lässigen Leistungswillen [273.18], der
                                fortan zugunsten der Friedhofsgesellschaft Kasse machen
                                wird.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leitartikel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leitartikel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Zeitungsw.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kommentierender <ref target="textgrid:24cg3#artikel.2">Artikel (2)</ref> an
                                bevorzugter Stelle einer Zeitung od. Zeitschrift zu wichtigen
                                aktuellen Themen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Diese Leute sind weniger reaktionär, als einige Leitartikel
                                [88.10] in ihrer Hauspostille glauben machen wollen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leiter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leiter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der etw. verantwortlich führt, der leitend
                                an der Spitze von etw. steht</hi> [° D ¹Leiter 1; D leiten
                            1]</def><cit>
                            <quote>Fachleute, etwa der Leiter [106.30] eines Reiseunternehmens, die
                                Managerin eines von Millionen frequentierten Freizeitparks, [...]
                                wurden zu Vorträgen eingeladen.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg3#abteilungsleiter">Abteilungsleiter</ref>; <ref target="textgrid:24cgd#gauleiter">Gauleiter</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lektorat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lektorat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Buchw.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stelle eines Verlagsmitarbeiters, der Manuskripte
                                prüft u. bearbeitet, Projekte vorschlägt u. Kontakt mit Autoren
                                aufnimmt bzw. unterhält </hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2a; D Lektor 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Da Arbeitsplätze in Museen rar seien, Kunstbuchverlage in der
                                Regel am Lektorat sparten [106.22], […] müsse der zukünftige
                                Kunsthistoriker neue Berufswege einschlagen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lektüre">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lektüre</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lesestoff</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] welche Lektüre [19.19] ihn im Lesesaal der
                                Stadtbibliothek infiziert und zugleich geimpft habe.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lenker">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lenker</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lenkrad, Lenkstange</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie selbstverständlich hatte er den Arm über den Lenker [57.21]
                                gelegt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lenkung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lenkung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Lenken; Führung, Leitung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>So sollte dem polnischen Bedürfnis nach zentraler Lenkung
                                [231.27] entsprochen werden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lerche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lerche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">am Boden nistender Singvogel von unauffälliger
                                Färbung, der mit trillerndem Gesang steil in die Höhe fliegt</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sonst gab nichts Laut, es sei denn Lerchen [143.20], die hoch
                                über den frühreifen Feldern bis in den Abend hinein ihre Bühne
                                hatten.</quote>
                            <quote>Und abermals Stille, zumal der Himmel überm See ohne Lerchen
                                [277.24] war.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lesebrille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lesebrille</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zum Lesen u. für den Nahbereich eingerichtete
                                    <ref target="textgrid:24cg4#brille">Brille</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] öffnete das Etui und setzte die Lesebrille [76.31]
                                auf.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lesende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lesende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der /die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der etw. Geschriebenes, einen Text mit den
                                Augen u. dem Verstand erfasst</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D ¹lesen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Frauen mit Kleinkindern, Rentner, Lesende [137.21],
                                einen einsamen Trinker […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der sich mit Lesen [in Bezug auf bestimmte
                                Lektüre] befasst</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Jetzt könnte ein Briefroman beginnen, dieses knisternde Hin und
                                Her, das bei verstellter Stimme mitteilt, indem es ausspart und
                                fortgesetzt dem Leser [82.3] mit vielsagenden Lücken zu tun
                                gibt.</quote>
                            <quote>An interessierten Lesern [293.21] werde es weder im polnischen
                                noch im deutschen Sprachraum fehlen.</quote>
                        </cit><xr><ref target="#leserbrief">Leserbrief</ref>; <ref target="textgrid:24ch4#zeitungsleser">Zeitungsleser</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leserbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leserbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Brief eines <ref target="textgrid:24cgk#leser">Lesers</ref> an den Autor, den
                                Herausgeber o.Ä. eines publizierten Textes, bes. [eine politische
                                Meinungsäußerung enthaltender] Brief eines Lesers einer Zeitung an
                                diese Zeitung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wie er in einem Leserbrief [105.16] schreibt
                                […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="#leserbriefschreiber">Leserbriefschreiber</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leserbriefschreiber">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leserbriefschreiber</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der einen <ref target="#leserbrief">Leserbrief</ref>
                                verfasst</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Auf eine der Glossen […] hat er prompt als geübter
                                Leserbriefschreiber [140.17] geantwortet […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lesesaal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lesesaal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größerer Raum in einer Bibliothek, in dem [von der
                                Ausleihe ausgeschlossene] Bücher u. Zeitschriften gelesen werden
                                können</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D, D Saal 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] welche Lektüre ihn im Lesesaal [19.20] der
                                Stadtbibliothek infiziert und zugleich geimpft habe.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lette">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lette</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl. (m+f)
                            -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"> Einwohner zu Lettland, einem Staat in
                                Nordosteuropa</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Lettland]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] alle, die hätten flüchten müssen, Armenier und
                                Krimtataren, Juden und Palästinenser, Bengalen oder Pakistani, Esten
                                oder Letten [37.21], die Polen und schließlich die Deutschen mit
                                Sack und Pack Richtung Westen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leuchte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leuchte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großer Geist, kluger Kopf</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>In anderen Fächern warst Du gewiß keine Leuchte [15.22], aber
                                Deine Aufsätze ließen schon früh erkennen ...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leugnen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leugnen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ leugnen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(etw. Offenkundiges wider besseres Wissen) für
                                unwahr od. nicht vorhanden erklären u. nicht gelten lassen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Zeit der Verdrängung, ja, das Leugnen [244.18] ist
                                vorbei.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leukämie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leukämie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Med.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bösartige Erkrankung mit einer Überproduktion an
                                weißen Blutkörperchen; Blutkrebs</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wenige Jahre nach dem Umzug in die Hundegasse starb ihr Mann an
                                Leukämie [31.17].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="leute">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Leute</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit anderen zusammen auftretende, als Menge o.Ä.
                                gesehene Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Diese Leute [88.9] sind weniger reaktionär, als einige
                                Leitartikel in ihrer Hauspostille glauben machen wollen.</quote>
                            <quote>[…] Geschäft mit dem Heimweh alter Leute [192.24]
                                […]</quote>
                            <quote>Gibt arme Leute [247.3] genug!</quote>
                            <quote>Erfrischend, wie vorurteilslos die jungen Leute [249.31] […]
                                die restlichen Anträge sogleich zu gestalten begannen.</quote>
                            <quote>Jung und alt, waren über hundert Leute [255.27] in Schwarz
                                gekommen;</quote>
                            <quote>Die guten Leute [271.26], Marczak voran, werden sich wundern
                                […]</quote>
                            <quote>Mehr als amüsiertes Kopfschütteln wird den noch jungen Leuten
                                [281.2] nicht eingefallen sein.</quote>
                            <quote>Die Leute [296.30] waren ganz stumm gemacht und haben nicht
                                gewollt klatschen ein bißchen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="libelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Libelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">am Wasser lebendes, größeres räuberisches Insekt
                                mit langem, schlankem Körper u. zwei Paar schillernden Flügeln</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Libellen [143.11] über dem Wasser, Hummeln, Kohlweißlinge, was
                                noch?</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="licht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Licht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="licht.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <sense n="a)" xml:id="licht.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was die Umgebung hell macht, erleuchtet
                                        u. dadurch Dinge sichtbar macht; Helligkeit; von einer
                                        Lichtquelle ausgehender Schein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def>
                                <cit>
                                    <quote>Wer mochte da […] ein walnußgroßes Stück Bernstein
                                        gegen Licht [90.24] halten?</quote>
                                    <quote>Dort liegen im dämmrig gebrochenen Licht [195.17]
                                        […] die Zeugnisse unserer Vergänglichkeit:</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="textgrid:24cgj#kerzenlicht">Kerzenlicht</ref>; <ref target="#lichtverhältnisse">Lichtverhältnisse</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24cgx#sonnenlicht">Sonnenlicht</ref></xr><re><form> *jmdn. in ein milderes
                                        Licht [rücken] </form><sense><def><hi rend="italic">jmdn.
                                                für nicht so schlimm halten, rechtfertigen</hi> [°
                                            D1a*]</def><cit>
                                            <quote>Und bei Reschke finde ich Hinweise, die den
                                                Unternehmer in ein milderes Licht [193.8]
                                                rücken:</quote>
                                        </cit></sense></re>
                                <re><form>*Licht auf etw. werfen </form><sense><def><hi rend="italic">etw. [in bestimmter Weise] erscheinen,
                                                deutlich werden lassen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                            <quote>[…] obgleich ihm bewußt war, daß schon die
                                                Ankündigung des Staatsbesuches dem Unternehmen »                                                Versöhnungsfriedhof«  ein günstiges Licht [131.3]
                                                geworfen hatte.</quote>
                                        </cit></sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="licht.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Tageslicht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] und nebensächlich blieb das gefärbte, durch die
                                        Verandaverglasung verfärbte Licht [268.6];</quote>
                                </cit><re><form> *ans Licht kommen </form><sense><def><hi rend="italic">[von etw. Verheimlichtem, Verborgenem]
                                                bekannt werden, offenbar werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*]</ref></def><cit>
                                            <quote>[…] die dreißigprozentige Kapitalbeteiligung
                                                […] ist erst anläßlich einer viel später
                                                einberufenen Sitzung der Aufsicht ans Licht [163.20]
                                                gekommen.</quote>
                                            <quote>Reschkes »stille Reserven«  waren
                                                bald offengelegt, seine Transaktionen kamen ans
                                                Licht [248.22].</quote>
                                        </cit></sense></re></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="licht.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="licht.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Lampe, Lichtquelle</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und nach der Andeutung eines kurzen Geplänkels - er
                                        wollte das Licht [79.2] ausknipsen, sie nicht
                                        […]</quote>
                                </cit><re>
                                    <form>Wortspiel zu *bei Licht besehen</form>
                                    <sense><def><hi rend="italic">genauer betrachtet</hi>
                                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Bei Licht [79.8] besehen oder im Dustern: er
                                                mager, aber nicht altersdürr, sie rundlich stramm,
                                                doch nicht verfettet:</quote>
                                        </cit></sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="licht.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Kerze</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24ch2#windlicht">Windlicht</ref></xr>
                            </sense></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lichtblau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lichtblau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sehr heller blauer Farbton</hi> [° D
                            lichtblau]</def><cit>
                            <quote>Unter den Friedhofsbäumen wandelte sich das Waschblau ihres
                                Blicks zum Lichtblau [32.30] […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lichtschalter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lichtschalter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorrichtung (in Form eines Hebels, eines Druck-
                                od. Drehknopfes) zum Ein- u. Ausmachen der elektrischen
                                Beleuchtung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schalter 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Jerzy fand sogleich den Lichtschalter [226.6].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lichtverhältnisse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lichtverhältnisse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das <ref target="textgrid:24cgk#licht.1a">Licht (1a)</ref> betreffende
                                Gegebenheiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke geht spielerisch mit den Lichtverhältnissen [267.31] in
                                Erna Brakups Veranda um:</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liebe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liebe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[17*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="liebe.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <sense n="a)" xml:id="liebe.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">auf starker körperlicher, geistiger,
                                        seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten
                                        Menschen [des anderen Geschlechts], verbunden mit dem Wunsch
                                        nach Zusammensein, Hingabe o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def>
                                <cit>
                                    <quote>Dennoch nahm das Verhältnis zwischen Alexander und
                                        Alexandra, von ihm »unsere Liebe [86.9] ohne
                                        Vergleich«  genannt, breiten Raum ein.</quote>
                                    <quote>Man könnte meinen, es hätte dieser Ansturm datensetzender
                                        Wirklichkeit der kaum entfachten Liebe [90.7] zwischen dem
                                        Paar abträglich werden können:</quote>
                                    <quote>Ihre Liebe [90.25] nahm keinen Schaden.</quote>
                                    <quote>Reschke hingegen verkneift sich jede körperliche
                                        Anspielung, faßt aber ihre Liebe [91.7] kostbar in erhabene
                                        Begriffe, als wolle er sie auf einen Sockel stellen.</quote>
                                    <quote>Und selbst uns, Liebste, mag Wahnsinn, freilich jener
                                        holde, der die Liebe [91.30] beflügelt, vorm Blumenstand
                                        zusammengeführt […] haben.</quote>
                                    <quote>Ist ihre Liebe [98.25] nicht jetzt schon gewöhnlich, ihr
                                        Geschäft mit den Toten gemachte Sache?</quote>
                                    <quote>Unsere Liebe [116.3] ist nicht bißchen nur und läuft
                                        nicht weg.</quote>
                                    <quote>Außer Tagebucheintragungen und kopierten Quittungen
                                        berichten Briefe, die Liebe [167.6] nur beiläufig
                                        beteuern.</quote>
                                    <quote>Ihre Liebe [212.2] hielt viel aus.</quote>
                                </cit><xr><ref target="#liebesbrief">Liebesbrief</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="liebe.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">sexueller Kontakt, Verkehr</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1c]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und ich - o Gott - war zur Liebe [79.5] fähig!</quote>
                                    <quote>Sie werden ihre Liebe [79.12] wie eine Aufgabe bewältigt
                                        haben.</quote>
                                    <quote>Oder blieb neben der Liebe [79.26] im schmalen Bett kein
                                        Platz für Friedhöfe hier und dort?</quote>
                                    <quote>Oder wurde ihre Idee, der es noch immer an Zunder fehlte,
                                        durch Liebe [79.28] beatmet?</quote>
                                    <quote>[…] etwa wenn sie ihn, was sein Brief verrät, gleich
                                        nach Vollzug der Liebe [84.25] bittet:</quote>
                                </cit></sense>
                            <sense n="c)" xml:id="liebe.1c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke,
                                        im Gefühl begründete Zuneigung zu einem [nahe stehenden]
                                        Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] er ertrug ihren Haß auf die Russen, indem er ihn
                                        so lange relativierte, bis er als enttäuschte Liebe [172.25]
                                        erträglich wurde.</quote>
                                </cit>
                                <usg><hi rend="bold">R</hi></usg>
                                <form>das tut der Liebe keinen Abbruch</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <def><hi rend="italic">das beeinträchtigt, mindert nicht die
                                        Sympathie, Zuneigung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1,2]</ref></def><cit>
                                    <quote>Die Zeit hat unserer Liebe [267.8] keinen Abbruch
                                        getan.</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="liebe.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*mit Liebe</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">mit großer Sorgfalt u. innerer
                                            Anteilnahme</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Mit Liebe [251.22] beschreibt er seiner Alexandra
                                            Handwerk.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liebende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liebende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der eine besonders starke geistige,
                                körperliche, emotionale Bindung zu einem bestimmten Menschen
                                hat</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D lieben 1b]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] zu der ihm teils abgeschmackte, teils originelle
                                Umschreibungen einfallen, die alle um die Geschlechtsorgane zweier
                                Liebender [84.8] bemüht sind.</quote>
                            <quote>Er versteckt die Geschlechtsorgane der beiden Liebenden [86.11]
                                nicht mehr in wechselnden Kostümen […]</quote>
                            <quote>Hat nicht der lautverstärkte Ruf »Wir sind ein
                                Volk!«  das Geflüster der Liebenden [90.13] […]
                                übertönt?</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liebesbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liebesbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#brief">Brief</ref>, den jmd. an die Person, die er
                                liebt, schreibt u. in dem er seine <ref target="textgrid:24cgk#liebe.1a">Liebe (1a)</ref>
                                ausdrückt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Piątkowska behauptete, sie könne nur Liebesbriefe [294.7]
                                schreiben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liebhaber">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liebhaber</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="liebhaber.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Mann, der um eine Frau wirbt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Nur Jerzy Wróbel trug seine Wißbegier der alten Frau
                                    unbekümmert und manchmal mit einem Strauß Blumen wie ein
                                    Liebhaber [221.17] an.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="liebhaber.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">jmd., der an einer Sache ein besonderes Interesse
                                    hat; jmd., der eine besondere Vorliebe für jmdn., etw. hat</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] während der Vater ein Liebhaber [165.11] der Poesie
                                    und besessen von Herrschaftsträumen gewesen sei […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liebste">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liebste</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltet</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Frau, die ein Mann liebt</hi> [D
                            ²Liebste]</def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg><def> Kosename von Alexander
                            Reschke für <ref target="textgrid:24cgw#alexandra_piątkowska">Alexandra Piątkowska [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>Wie ich Dir, Liebste [85.22], zusicherte, werde ich nach meiner
                                Rückkehr mit Personen […] Kontakt aufnehmen und zugleich
                                Grundlagen für eine Kartei schaffen...</quote>
                            <quote>Und all das, Liebste [89.3], geschieht in Zeiten großer
                                Veränderungen mit unwägbarem Ausgang.</quote>
                            <quote>Und selbst uns, Liebste [91.29], mag Wahnsinn, freilich jener
                                holde, der die Liebe beflügelt, vorm Blumenstand zusammengeführt
                                […] und im schmalen Bett ineinandergefügt haben.</quote>
                            <quote>Wir dürfen nicht, Liebste [116.15], noch nicht!</quote>
                            <quote>Tut mir leid, Liebste [127.30], aber...</quote>
                            <quote>Es war richtig, Liebste [139.15], das Sekretariat so früh
                                einzurichten, auch wenn uns dadurch meine Wohnung klein geworden
                                ist.</quote>
                            <quote>Mag sich die Politik durch auftrumpfende Lebensbeweise immer
                                wieder in den Vordergrund drängen, wir, Liebste [171.7], bleiben in
                                Stille unseren Toten verpflichtet; endlich</quote>
                            <quote>Wollen wir, Liebste [268.21], nun auch vor dem Gesetz Mann und
                                Frau sein?</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg3#allerliebste">Allerliebste</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lied">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lied</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf eine bestimmte Melodie gesungenes [lyrisches]
                                (meist aus mehreren gleich gebauten u. gereimten Strophen
                                bestehendes) Gedicht; Melodie, die einem Gedicht unterlegt ist</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><xr>
                            <ref target="#liederbuch">Liederbuch</ref></xr>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>polnische Nationalhymne [°]</def><cit>
                            <quote>Wie heißt es doch so mitreißend in Ihrem Lied [248.5]: ›Noch
                                ist Polen nicht verloren...‹</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liederbuch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liederbuch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -bücher</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#buch">Buch</ref> mit Text [u. Musik] von
                        <ref target="textgrid:24cgk#lied">Liedern</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und für Liederbücher [220.23] […] sorgte sie, indem sie
                                Mittel vom Spendenkonto lockermachte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lieferung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lieferung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bestimmte Menge einer zugestellten, überbrachten
                                Ware</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2; D liefern 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wurden in zwei Gemeinschaftsgräbern die ersten
                                Lieferungen [215.4] sterblicher Überreste in jeweils hundert
                                schlicht hölzernen Kleinbehältern bestattet.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24ch2#waffenlieferung">Waffenlieferung</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liegeplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liegeplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><ref target="#liegestatt">Liegestatt</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Muß letzter Liegeplatz [40.13] Heiligkeit haben...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="liegestatt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Liegestatt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg> letzte Liegestatt <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Grab</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Ich vermute, daß Professor Dr. Reschke diesen Vortrag sowie
                                weitere Gedanken über den Tod und des Menschen letzte Liegestatt
                                [38.21] beim Auf- und Abgehen und wie vor größerem Auditorium
                                entwickelt hat.</quote>
                        </cit><xr><ref target="#liegeplatz">Liegeplatz</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="likörgläschen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Likörgläschen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gläschen">Gläschen</ref>, aus dem man ein süßes, mit
                                Geschmacksstoffen o.Ä. versetztes alkoholisches Getränk zu sich
                                nimmt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Likörglas; D Likör]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie griff nach der Flasche, sie, die allenfalls am Likörgläschen
                                [212.9] nippt […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lilie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lilie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Heraldik</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">stark stilisierte Blüte der Lilie, einer hoch
                                wachsenden Pflanze mit schmalen Blättern u. trichterförmigen
                                Blüten</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Lilie 1,2]</ref></def><cit>
                            <quote>Sprach er vom niederländischen Manierismus, zählte sie das halbe
                                Pferd im roten Feld und die drei Lilien [28.13] auf blauem Grund im
                                Wappen des Jakobus Schadius als vergoldenswert auf.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="linde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Linde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl .-n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Laubbaum mit ausladender Krone, herzförmigen,
                                gesägten Blättern u. gelblichen, duftenden Blüten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] der gegenüber ein alter, von Buchen und Linden [21.5]
                                verschatteter Friedhof liegt […]</quote>
                            <quote>Unter hochragenden, allen politischen Wechselfällen entwachsenen
                                Buchen und Linden [25.19] […]</quote>
                            <quote>Vor dem Ziegelbau führte noch immer die gleichmäßig mit Linden
                                [67.11] bestandene Allee zum Michaelisweg […]</quote>
                            <quote>[…] zwischen den gleichmäßig Abstand haltenden Linden
                                [70.13] […]</quote>
                            <quote>Eine der typischen Chausseen, die beiderseits von Linden [159.26]
                                und Kastanien bestanden sind […]</quote>
                            <quote>[…] dreieinhalb Hektar groß unter Linden [214.17], Eschen,
                                Birken und Ahorn […]</quote>
                            <quote>Die Hauptallee und vier Queralleen auf ansteigendem Gelände von
                                Linden [222.29] bestanden […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg9#friedhofslinde">Friedhofslinde</ref>; <ref target="#lindenallee">Lindenallee</ref>;
                                <ref target="#lindenholz">Lindenholz</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lindenallee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lindenallee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#linde">Linde</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#allee.b">Allee (b)</ref></def><cit>
                            <quote>Auf halber Höhe bildete die Lindenallee [67.16] ein Rondell, von
                                dem aus nach links und rechts gleichfalls Lindenalleen [67.18]
                                abzweigten […]</quote>
                            <quote>Als Witwe und Witwer […] die querlaufende Lindenallee
                                [67.30] bis zur stadtwärts angrenzenden Poliklinik abgeschritten
                                […] hatten […]</quote>
                            <quote>[…] hat der Videofilm-Kameramann mit langsamen Schwenks die
                                in Kreuzform verlaufenden Lindenalleen [137.16] […] eingefangen
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lindenholz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lindenholz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#linde">Linde</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#holz.1">Holz (1)</ref></def><cit>
                            <quote>Der kniende, aus Lindenholz [253.16] geschnitzte Engel blies eine
                                Posaune:</quote>
                            <quote>Vierungen, Pfropfen im Lindenholz [253.29], gespritzte und
                                verspachtelte Holzwurmspuren zeugten von langwieriger
                                Behandlung.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="linie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Linie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Folge von Nachkommen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D7]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] um, wie es sein Vater schon vergeblich getan hatte, eine
                                verwandtschaftliche Linie [77.10] mit der Brauereibesitzerfamilie
                                Rebeschke bis ins siebzehnte Jahrhundert zurückzuverfolgen
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="linienführung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Linienführung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">festgelegter Verlauf einer Straßenbahn, Buslinie
                                o.Ä</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Alles, was Wróbel wichtig war, sogar die Linienführung [147.16]
                                der Straßenbahnen […] konnte die Brakup auf Befragen
                                hersagen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lippe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lippe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fleischiger oberer od. unterer Rand des
                                [menschlichen] Mundes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ging abermals auf beide Knie, bewegte die Lippen [257.6]
                                und lehrte ihren Alexander, daß in Polen gelebter Unglaube
                                katholisches Verhalten nicht ausschließt.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24ch0#unterlippe">Unterlippe</ref></xr><re><form> *an jmds. Lippen hängen
                                        </form><sense><def><hi rend="italic">einem Sprechenden
                                        konzentriert, gespannt zuhören [u. ihn dabei anblicken]</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und wenn er emblematisch wurde und ihr die
                                        Doppeldeutigkeiten barocker Grabsteine offenbarte, hing sie
                                        an seinen Lippen [166.6].</quote>
                                </cit>
                            </sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="litauer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Litauer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            (m+f)</form>
                    </form>
                    <sense><def> Einwohner zu <ref target="textgrid:24cgw#litauen">Litauen [Register]</ref> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] doch das Verlangen der Litauer [158.6] nach nationaler
                                Unabhängigkeit schloß Wünsche von Minderheiten aus.</quote>
                            <quote>Jedenfalls bekamen abwechselnd Litauer [212.13], Russen und Polen
                                ihr Fett ab.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="literatur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Literatur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="literatur.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">künstlerisches Schrifttum; Belletristik</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>[…] selbst wenn er in Cambridge, außer der englischen
                                    Literatur [46.8] des neunzehnten Jahrhunderts, Ökonomie studiert
                                    und in London erste Geschäftserfahrungen gesammelt habe
                                    […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#literaturwissenschaftler">Literaturwissenschaftler</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgp#nachkriegsliteratur">Nachkriegsliteratur</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="literatur.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">[fachliches] Schrifttum über ein Thema,
                                    Gebiet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg9#fachliteratur">Fachliteratur</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#ratschlagliteratur">Ratschlagliteratur</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgx#sekundärliteratur">Sekundärliteratur</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="literaturwissenschaftler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Literaturwissenschaftler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#wissenschaftler">Wissenschaftler</ref> auf dem Gebiet der
                                Literaturwissenschaft, das sich mit der <ref target="textgrid:24cgk#literatur.1">Literatur (1)</ref> im
                                Hinblick auf Geschichte, Formen, Stilistik u.a. befasst</hi> [° D; D
                            Literaturwissenschaft]</def><cit>
                            <quote>[…] er lachte sogar, als ihn ein Literaturwissenschaftler
                                [132.1], mit Anspielung auf das bekannte Begräbnisinstitut, »                                Professor Grieneisen«  nannte.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="literflasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Literflasche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#flasche">Flasche</ref> von einem Hohlmaß von einem
                                Kubikdezimeter Fassungsvermögen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Liter]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach zackigem Rapport beim Kreisbauernführer gelang es ihm, die
                                Prämie pro randvoll gefüllter Literflasche [167.23] um einen
                                Groschen auf annähernd eine Reichsmark zu steigern […]</quote>
                            <quote>Jedenfalls mußten wir täglich mindestens drei Literflaschen
                                [241.28] gestrichen voll...</quote>
                            <quote>Selbst bei Dauerregen durfte jeder erst dann vom Acker, wenn er
                                drei Literflaschen [298.11] bis zum Korkenschluß mit abgesammelten
                                Kartoffelkäfern gefüllt hatte...</quote>
                            <quote>[…] hast mir sogar mehrmals die dritte Literflasche [298.18]
                                gestiftet und die zweite aufgefüllt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lizenz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lizenz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[gegen eine Gebühr erteilte] rechtskräftige
                                Genehmigung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Ja, er habe eine Lizenz [58.9] für den innerstädtischen
                                Verkehrsbereich […]</quote>
                            <quote>Die Lizenz [162.17] einer Firma aus Rotterdam hat er schon in der
                                Tasche.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lob">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lob</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">anerkennend geäußerte, positive Beurteilung, die
                                jmd. einem anderen, seinem Tun, Verhalten o.Ä. zuteil werden
                                lässt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Lob]</ref></def><cit>
                            <quote>Sobald er sich als zu weitschweifig empfand, etwa beim Lob
                                [51.12] des Pilzgerichtes […]</quote>
                            <quote>Viel Lob [107.10] in der Presse und entsprechend viel
                                Tadel:</quote>
                            <quote>Demnach kann Reschke doch nicht der picklig langaufgeschossene,
                                auf Lob [140.21] erpichte Junge gewesen sein;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="loch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Loch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="loch.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">durch Beschädigung, [absichtliche] Einwirkung
                                    o.Ä. entstandene offene Stelle, an der die Substanz nicht mehr
                                    vorhanden ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Loch 1]</ref></def><cit>
                                <quote>Gegenüber […] wußte die Witwe ein Loch [21.15] im
                                    Zaun.</quote>
                                <quote>Durch das Loch [30.1] im Friedhofszaun wechselten sie in die
                                    frühnachmittägliche Gegenwart.</quote>
                            </cit>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Wissenslücke</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Das war wie Loch [222.11] vorher.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="loch.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">salopp abwertend</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">kleiner, dunkler [Wohn]raum; kleine, dunkle
                                    Wohnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgn#mansardenloch">Mansardenloch</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="locken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Locken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ locken</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(ein Tier) mit bestimmten Rufen, Lauten, durch ein
                                Lockmittel veranlassen, sich zu nähern</hi> [D ¹locken
                            1a]</def>
                        <cit>
                            <quote>[…] dazu das werbende Locken [283.5] der mit Schallblasen
                                gerüsteten Männchen […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lohn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lohn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Löhne</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[nach Stunden berechnete] Bezahlung für geleistete
                                Arbeit [die dem Arbeiter täglich, wöchentlich od. monatlich
                                ausgezahlt wird]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wozu er Beispiele für das Mißverhältnis zwischen Löhnen
                                [52.18] und Preisen nannte […]</quote>
                            <quote>[…] aber die Preise kletterten weiter und straften Löhne
                                [152.3] und Gehälter mit Mißachtung.</quote>
                            <quote>[…] und das bei steigenden Preisen, sinkender Produktion und
                                stagnierenden Löhnen [205.12].</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lösung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lösung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Lösen, Bewältigen einer [schwierigen]
                                Aufgabe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war ihm einerseits die Lösung [105.13] der deutschen
                                Frage durch Vereinigung »rein gefühlsmäßig wünschenswert«,
                                fürchtete er andererseits nationalen Überschwang […]</quote>
                            <quote>Jedem Problem sei eine Lösung [196.27] eigen.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="löwe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Löwe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="löwe.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Astrol.</hi></usg>
                            <sense n="a)" xml:id="löwe.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                                <form type="inflected">o.Pl.</form>
                                <def><hi rend="italic">Tierkreiszeichen für die Zeit vom 23.7. bis
                                        23.8.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Na, freu mich schon, wenn Löwe ist dran, weil ich
                                        Geburtstag hab, wenn Löwe [100.6] ist Herrscher...</quote>
                                    <quote>Löwe [155.13] macht, daß ich bin gut für Abenteuer und
                                        bißchen</quote>
                                </cit></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="löwe.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                                <def>plastische Darstellung des Löwen (1a) im Tierkreiszeichen
                                    [°]</def>
                                <cit>
                                    <quote>Besonders hat Löwe [100.4] noch übrig von erste
                                        Vergoldung.</quote>
                                    <quote>Na, freu mich schon, wenn Löwe [100.5] ist dran, weil ich
                                        Geburtstag hab, wenn Löwe ist Herrscher...</quote>
                                    <quote>Sie hat ihm nicht ohne Stolz im Kreis der Tiere und
                                        zeichenhaften Gestalten den Löwen [155.11] gezeigt
                                        […]</quote>
                                </cit></sense>
                            <sense n="c)" xml:id="löwe.1c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">jmd., der im Zeichen Löwe (1a) geboren
                                        ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Löwe [155.15] will herrschen natürlich, aber ist
                                        großzügig immer, will weite Reise machen und lustig feiern
                                        mit Freunde...</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="löwe.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Wappentier in Gestalt eines großen katzenartigen
                                    Raubtiers mit langer Mähne um Nacken u. Schultern beim
                                    männlichen Tier)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1, 2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] Bürgermeister Daniel Gralath […], dessen Wappen
                                    übrigens ein Löwe [271.31] krönt […]</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="loyalität">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Loyalität</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gewissenhafte und treue Gesinnung, Haltung,
                                Verhaltensweise</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er […] lobt die »trotz grundsätzlicher
                                Zweifel«  unbeirrbare Loyalität [142.5] der Denkwitz
                                […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lücke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lücke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">offene, leere Stelle; Stelle, an der etw. fehlt
                                (in einem zusammenhängenden Ganzen), durch die etw. unvollständig
                                erscheint</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] vor Resten des Friedhofzaunes, dessen Lücken [223.1]
                                durch einen Verhau aus Eisenbahnschwellen geschlossen sind.</quote>
                            <quote>Weil Alexandra nun doch wieder hören und sehen wollte, zwängte
                                sich Reschke nach ihr durch die Lücke [226.4].</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Unerwähntes, verschwiegene Ereignisse</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] der Papierwust, den mir mein ehemaliger Banknachbar
                                hinterlassen hat, zeichnet sich durch Lücken [237.7] aus.</quote>
                            <quote>Jetzt könnte ein Briefroman beginnen, dieses knisternde Hin und
                                Her, das bei verstellter Stimme mitteilt, indem es ausspart und
                                fortgesetzt dem Leser mit vielsagenden Lücken [82.4] zu tun
                                gibt.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="luft.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">(die Lufthülle der Erde bildender) besonders aus
                                    Sauerstoff u. Stickstoff bestehender gasförmiger Stoff, den
                                    Mensch u. Tier zum Atmen brauchen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def>
                            <cit>
                                <quote>Kühle, trockene Luft [226.7], kein benennbarer
                                    Geruch.</quote>
                                <quote>Mir war, als sei die Stadt eine Täuschung, und nur die bei
                                    handbreit geöffnetem Fenster eindringende und von Abgasen
                                    gesättigte Luft [236.5] schien wirklich zu sein.</quote>
                                <quote>»Luft [289.5] ist viel besser schon!«  rief
                                    sie.</quote>
                            </cit><xr><ref target="textgrid:24cg3#abendluft">Abendluft</ref>; <ref target="#luftfeuchtigkeit">Luftfeuchtigkeit</ref></xr><re>
                                <form>*etw. in Luft aufgehen lassen </form><sense><def><hi rend="italic">[etw.] spurlos verschwinden, unauffindbar
                                            werden lassen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1a*1]</ref></def><cit>
                                        <quote>Dieser Mister Chatterjee versteht es, meine oft
                                            trüben Vorahnungen in Luft [163.29] aufgehen zu
                                            lassen;</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re>
                                <form> *Luft für jmdn. sein</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">[in Bezug auf Personen] von jmdm.
                                            demonstrativ nicht beachtet werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Ich war für ihn Luft [183.24].</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="luft.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*in der Luft liegen </form><sense><def><hi rend="italic">bevorstehen; dem Zeitgeist entsprechen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*1,2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Vielleicht nahm ihre Idee erste Gestalt an, um sich
                                            mit dem Zigarettenrauch wieder zu verflüchtigen.
                                            Jedenfalls lag sie in der Luft [29.17], wollte ergriffen
                                            werden.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="luft.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">schwacher Wind; Brise; Luftbewegung</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Ein aufklappbarer Pergamentschirm schützt die Blättchen auf
                                    dem Vergolderkissen vor heftiger Luft [252.2]...</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="4." xml:id="luft.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">freier Raum, Platz, Spielraum [der an einer
                                    Stelle (unerwarteterweise) vorhanden ist]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Er klagte über Enge und stickige Luft [104.4], denn gleich
                                    anderen Professoren haben auch ihm Gastdozenturen […] jenes
                                    Maß an Weltläufigkeit vermittelt, das erlaubt, zu Hause nur noch
                                    Provinz zu wittern.</quote>
                            </cit>
                            <re><form> *sich Luft machen </form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense>
                                    <def><hi rend="italic">aufgestauten Ärger o.Ä. aussprechen u.
                                            sich dadurch Erleichterung verschaffen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4*2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Später wird ihr der wiederholte Ruf: ›Verdammte
                                            Politik macht alles kaputt!‹  ein wenig Luft
                                            [212.7] verschafft haben.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luftalarm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luftalarm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Milit.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wegen eines feindlichen Fliegerangriffs ausgelöste
                                Warnung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Fliegeralarm; D Alarm 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Kann sein, daß ich in der abgedunkelten Stadt Reschkes Cousine
                                Hildchen auf Parkbänken geknutscht habe, sogar beim Luftalarm
                                [60.12] bis nach der Entwarnung.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luftfeuchtigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luftfeuchtigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Met.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in Form von Wasserdampf in der <ref target="textgrid:24cgk#luft.1">Luft (1)</ref>
                                vorhandener Gehalt an Wasser[dampf]</hi> [° D; D Feuchtigkeit
                            1]</def>
                        <cit>
                            <quote>Die Luftfeuchtigkeit [253.7] in der Küche mußte ständig gemessen
                                und auf gleicher Höhe gehalten werden.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luftspiegelung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luftspiegelung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch Brechung der Lichtstrahlen an verschieden
                                dichten Luftschichten verursachte optische Täuschung, bei der ein
                                entferntes Objekt mehrfach od. auch auf dem Kopf stehend gesehen
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] er liebte es, nicht nur Dinge, sondern Gefühle,
                                Tagträume, bloße Zufälle, selbst Luftspiegelungen [104.22] auf
                                sockelhohe Begriffe zu heben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luftwaffenhelfer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luftwaffenhelfer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(gegen Ende des Zweiten Weltkriegs) als Gehilfe,
                                Mitarbeiter bei der Luftverteidigung eingesetzter Jugendlicher</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich hätte Alex, wie wir ihn in der Penne und später als
                                Luftwaffenhelfer [206.24] gerufen haben, soviel Weitsicht nicht
                                zugetraut […]</quote>
                            <quote>[…] als Reschke und ich noch Petrischüler waren, dann
                                Luftwaffenhelfer [251.16] wurden, danach zum Arbeitsdienst
                                kamen;</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -n</form> /kurz für Dachluke/ [D1] </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleines Klappfenster in einem Dach</hi> [D
                            Dachluke]</def><cit>
                            <quote>Dann aber war mir, als seien die Kirchen alle, die Türme, die
                                Mühle, das Zeughaus und die Markthalle von einem inneren Feuer
                                bewohnt, das sogleich die hohen Fenster und alle Luken [236.11]
                                sprengen werde...</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lupe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lupe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einfaches Vergrößerungsglas mit Fassung u. Griff
                                od. Vorrichtung zum Aufstellen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Durch eine Lupe [273.24] erkenne ich farblich abgestimmte,
                                eiförmige, verschachtelte, zur Pyramide gespitzte oder zur Violine
                                verfremdete Särge […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lust">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lust</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">inneres Bedürfnis, etw. Bestimmtes zu tun, haben
                                zu wollen; auf die Befriedigung eines Wunsches gerichtetes
                                Verlangen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Jetzt hätte ich Lust [98.22], meinen Ärger abzulassen.</quote>
                            <quote>Natürlich nicht so groß, aber gepflegt, daß man möchte Lust
                                [113.26] haben auf Spazierengehn und letztes Plätzchen suchen
                                schon...</quote>
                            <quote>Derzeit ist uns die Lust [212.19] vergangen, weiteres
                                Friedhofsgelände zu besichtigen, so sehr Wróbel drängt.</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cg8#lust">Lust [Brakup Missingsch]</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#reiselust">Reiselust</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgx#schreiblust">Schreiblust</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lutschbonbon">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lutschbonbon</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[meist runde, in ein Papier eingewickelte]
                                Süßigkeit, die man im Mund zergehen lässt</hi> [° D Bonbon, D
                            lutschen a]</def>
                        <cit>
                            <quote>Mir fielen drei Untertassenteller auf, halb oder nur noch
                                spärlich gefüllt mit Lutschbonbons [265.8], von denen die Singenden
                                und Betenden nahmen, um bei Stimme zu bleiben.</quote>
                            <quote>Vorhin noch waren mir […] die drei Untertassenteller voller
                                rosa Lutschbonbons [268.5] wichtig […]</quote>
                        </cit><xr><ref target="textgrid:24cgk#lutscher.a">Lutscher (a)</ref></xr>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lutscher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lutscher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="lutscher.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def>/kurz für <ref target="#lutschbonbon">Lutschbonbon</ref>/</def><cit>
                                <quote>Wróbel nahm von den Lutschern [265.12].</quote>
                                <quote>Wróbel war bei den Lutschern [265.19] geblieben, deren
                                    Vorrat, nach Bedarf, aufgefüllt wurde.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="lutscher.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Bonbonmasse am Stiel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] damit sich unsere Kolonne […] ein paar Extras
                                    leisten konnte: Streuselkuchen, Lutscher [170.6] und
                                    Malzbier.</quote>
                            </cit>
                        </sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="luxus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Luxus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kostspieliger, verschwenderischer, den normalen
                                Rahmen (der Lebenshaltung o.Ä.) übersteigender, nicht notwendiger,
                                nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische
                                Fülle</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie sehen, der Herr, ich lebe in Luxus [32.19] schon, wenn man
                                Vergleich macht mit allgemeine Verhältnisse.</quote>
                            <quote>Es war einmal. Abgelebter Luxus [125.1]!</quote>
                                    <quote>›Ist Luxus [155.4] schon!‹                                          rief sie.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="lyzeum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Lyzeum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Lyzeen</form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltet</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">höhere Schule für Mädchen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Durften nicht Schüler in Lyzeum [36.19] sein.</quote>
                            <quote>Hinzu kamen Klassenfotos diverser Volks- und Mittelschulen,
                                Lyzeen [96.2] und Gymnasien […]</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>