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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="s"><head>S</head>
                <entry xml:id="saab">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Saab</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Wagen des Herstellers <ref target="textgrid:24cgw#saab">Saab
                                [Register]</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Versuchsweise stelle ich mir die beiden in einem Saab [70.27]
                                vor.</quote>
                            <quote>Saab [71.8] oder Volvo oder doch ein Peugeot?</quote>
                            <quote>Jemand riet mir, ihm einen Alfa Romeo zuzumuten, zuletzt tippte
                                ich auf schwedische Modelle, Saab [284.16] oder Volvo.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="saat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Saat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                         <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg></form>
                    <sense>                       
                        <def><hi rend="italic">Weiterentwicklung, Entfaltung einer Initiative</hi>
                            [°]</def>
                        <cit>
                            <quote>Dennoch streut die Idee, und überall geht die Saat [231.15]
                                auf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sache">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sache</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[21*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="sache.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="sache.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Angelegenheit, Vorgang, Vorfall, Umstand</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Ich muß mich an Nebensätze klammern oder ein einzelnes
                                        Wort leermelken, damit ihre Sache [92.13] in Fluß
                                        bleibt.</quote>
                                    <quote>Ist ihre Liebe nicht jetzt schon gewöhnlich, ihr Geschäft
                                        mit den Toten gemachte Sache [98.27]?</quote>
                                    <quote>Du siehst, liebe Alexandra, unsere Sache [108.14]
                                        läuft.</quote>
                                    <quote>Tags drauf wurde die Sache [119.22] öffentlich.</quote>
                                    <quote>Der Aufsichtsrat erklärte öffentlich sein Bedauern, und
                                        die Journalisten verloren den Spaß an der Sache
                                        [154.18].</quote>
                                    <quote>Immer häufiger nennt er ihn »meinen Geschäftsfreund
                                        und Partner in zukünftiger Sache [206.22]«.</quote>
                                    <quote>Mit den drei deutschen Stimmen und Marczaks Stimme wäre
                                        die Sache [209.9] perfekt gewesen, wenn die Alte nicht mit
                                        angedrohtem Rücktritt Aufschub erwirkt hätte.</quote>
                                    <quote>Die Sache [211.18] sei gelaufen, hieß es.</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="sache.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <re><form>*in Sachen </form><sense><def><hi rend="italic">bezüglich,
                                                zum Thema, wegen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Doch der Nachweis deutsch-polnischer
                                                Zusammenarbeit in Sachen [29.8] Orgel und
                                                Orgelprospekt war wiederum von zündender
                                                Qualität.</quote>
                                            <quote>[…] weshalb er in Sachen [105.11] Einheit
                                                genauso viele Bejahungen wie Verneinungen
                                                gegeneinander aufrüsten konnte: </quote>
                                            <quote>Marczak hatte sie in der Hand, so auch bei jener
                                                Aufsichtsratssitzung, die in Sachen [198.28]
                                                Umbettung keinen Entschluß zugelassen hatte.
                                            </quote>
                                        </cit>
                                    </sense>
                                </re></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="sache.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Gegenstand, um den es geht; Gegenstand der
                                    Diskussion; eigentliches Thema</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>Er neigte dazu, erst nach längerer Rede zur Sache [38.23] zu
                                    kommen, wobei er kaum ausgesprochene Kühnheiten sogleich wieder
                                    fragwürdig werden ließ.</quote>
                                <quote>Alexandra Piątkowska wollte die Sache [38.26] auf den
                                    Punkt gebracht sehen.</quote>
                                <quote>Erst nachdem er umständlich den Friedhof am Hagelsberg
                                    beschrieben hat, kommt er zur Sache [53.2], wird ihm die von der
                                    Witwe vorgeschlagene »Polnisch-Deutsch-Litauische
                                    Friedhofsgesellschaft«  wichtig.</quote>
                                <quote>All das lenkt nur ab, will mich hindern, zur Sache [225.27]
                                    zu kommen.</quote>
                                <quote>Wollte auch ich nahtlos und mit der Feststellung, der
                                    restliche Aufsichtsrat sei zur Sache [229.27] gekommen, meinen
                                    Bericht fortsetzen, käme ich gleichfalls zu rasch dem bloßen
                                    Ablauf dessen nach, was Handlung ist. </quote>
                                <quote>Jedenfalls kam man, von Vielbrand aufgerufen, sogleich zur
                                    Sache [231.6].</quote>
                            </cit>
                            <re><form>zur Sache! </form>
                                <def><hi rend="italic">wir wollen zu unserem Thema kommen!</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>»Zur Sache [178.3], bitte!«  rief der
                                        Vorsitzende Marczak.</quote>
                                    <quote>Wir hätten gewiß noch länger geschwiegen, wenn Vielbrand
                                        nicht ›Zur Sache [229.25]!‹  gerufen
                                        hätte.«</quote>
                                </cit></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="sache.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <form type="inflected">meist Pl.</form><def><hi rend="italic">Ding,
                                    Gegenstand, Etwas; Waren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Nun weiß ich, wo ist Kaufhaus Sternfeld gewesen und wie
                                    billig waren da hübsche Sachen [222.13].</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="4." xml:id="sache.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">etw., wofür
                                    sich jmd. einsetzt; Ziel; Anliegen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie nannte den Zeichner und Kupferstecher […] einen
                                    »Verräter an polnische Sache [75.15]«, weil er sich,
                                    als nach den Teilungen Polen in höchster Not war, in Berlin,
                                    ausgerechnet in Berlin dienstbar gemacht habe.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sächelchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sächelchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.:- </form>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleiner [wertvoller] Gegenstand (verschiedenster
                                Art)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In Eile, als brenne es hinter ihr, hatte sie dies, das und noch
                                ein paar Sächelchen [77.22] für den Professor eingepackt
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sachlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sachlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das nicht von Gefühlen, Vorurteilen Bestimmtsein;
                                Unvoreingenommenheit, Objektivität</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D objektiv 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Im Weihnachts- und Neujahrsbrief ist es die sonst auf
                                Sachlichkeit [90.26] eingeschworene Piątkowska, die sich des
                                mageren Körpers auf, unter und neben ihrem Fleisch erinnert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sachwalter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sachwalter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der für jmdn., etw. in der Öffentlichkeit
                                eintritt, der sich zum Fürsprecher od. Verteidiger von jmdm., etw.
                                macht, gemacht hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Er, dieser immer korrekte Sachwalter [208.7] nackter Interessen,
                                hat mich mundtot gemacht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sack">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sack</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Säcke</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff,
                                starkem Papier, Kunststoff o.Ä., das dem Transport od. der
                                Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Es geht um Körbe, Kiepen, Beutel, Säcke [100.19], Netze […],
                                leider auch um erbärmliche Plastiktüten.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24ch2#wolkensack">Wolkensack</ref></xr>
                        <re><form> *in Sack und Asche gehen</form>
                            <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">Buße tun</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Man zwang uns, jahrelang in Sack und Asche [247.30] zu
                                        laufen.</quote>
                                </cit></sense></re>
                        <re><form>mit Sack und Pack</form>
                            <sense><def><hi rend="italic">mit aller Habe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] alle, die hätten flüchten müssen, Armenier und
                                        Krimtataren, Juden und Palästinenser, Bengalen oder
                                        Pakistani, Esten oder Letten, die Polen und schließlich die
                                        Deutschen mit Sack und Pack [37.22] Richtung Westen.</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sackgasse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sackgasse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Straße, die nur eine Zufahrt hat u. am Ende nicht
                                mehr weiterführt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die rechte Seite begrenzten verschachtelt stehende Neubaukästen,
                                die auch das Straßenende sperrten: eine Sackgasse [240.18].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="säkulum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Säkulum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitraum von hundert Jahren; Jahrhundert</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dabei geht ein Säkulum [15.31] zu Ende, das sich
                                Vernichtungskriegen, Massenvertreibungen, dem ungezählten Tod
                                verschrieben hatte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sarg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sarg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[19*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s; Pl. Särge</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(meist aus Holz, auch aus Metall gefertigtes)
                                kastenförmiges, längliches Behältnis mit Deckel, in das ein Toter
                                gelegt wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee flügge, nur noch um
                                Begräbnisinstitute […] und zu erwartende Schwierigkeiten beim
                                Überführen der Särge [40.27] und Urnen […]</quote>
                            <quote>Ein schwarzer Sarg [136.5], ein nußbrauner.</quote>
                            <quote>In ihm standen Särge [226.9] gestapelt:</quote>
                            <quote>Jeder Sarg [226.13] mit grob gepinselter Zahl numeriert.</quote>
                            <quote>Wróbel war sicher, daß die Särge [226.19] belegt waren;</quote>
                            <quote>Und Wróbel hob den Deckel des ihnen zunächst, mit dem Fußende
                                voran stehenden Sarges [226.29] […]</quote>
                            <quote>[…] worauf Reschke […] mit Blitzlicht in den klaffend
                                geöffneten Sarg [227.2] hinein fotografierte, mehrmals, mit Pausen
                                dazwischen, die das Blitzlicht verlangte.</quote>
                            <quote>Die Brakup lag im noch offenen Sarg [256.1] aus
                                Kiefernholz.</quote>
                            <quote>Um den Sarg [256.13] Tulpen und Kerzen gestellt.</quote>
                            <quote>Das Lächeln der Alten im glänzend weiß ausgeschlagenen Sarg
                                [257.16] […] hat sich der Trauergemeinde übertragen.</quote>
                            <quote>Als sich die Trauernden vorm Sarg [257.22] drängten, um Abschied
                                zu nehmen […]</quote>
                            <quote>Als der geschlossene Sarg [258.4] aus der Abdankungskapelle
                                getragen, als Kirchenbanner, drauf Heiligenbilder, entrollt wurden
                                […]</quote>
                            <quote>[…] Wróbel gleich hinterm Sarg [258.7] […]</quote>
                            <quote>Durch eine Lupe erkenne ich farblich abgestimmte […] Särge
                                [273.26], die Timmstedts Kundendienst zukünftig, neben herkömmlichen
                                Särgen [273.27], die sich zum Fußende hin verjüngen, im Angebot
                                führen wird.</quote>
                            <quote>Sogar Schneewittchens gläserner Sarg [273.31] will in Mode
                                kommen.</quote>
                            <quote>Und leicht fiel es mir, das von Timmstedt vorgeschlagene Verbot
                                von Särgen [274.5] aus tropischen Hölzern wie Teak, Mahagoni und
                                Palisander zu begrüßen...</quote>
                            <quote>[…] eine Ausstellung anregen, in der […] Beinhäuser und
                                traditionelle Särge [275.2] zu den neuesten Kreationen einen
                                kulturgeschichtlichen Bogen schlagen...</quote>
                            <quote>Beide stehn wir entzückt vor den steingehauenen, seitlich
                                gelagerten Ehepaaren auf den Abdeckungen der steinernen Särge
                                [297.11].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg4#billigsarg">Billigsarg</ref>;<ref target="#sargdeckel">Sargdeckel</ref>; <ref target="#sargform">Sargform</ref>;
                                <ref target="#sargkatalog">Sargkatalog</ref>; <ref target="#sargkultur">Sargkultur</ref>; <ref target="#sargnagel">Sargnagel</ref>;
                                <ref target="#sargproduktion">Sargproduktion</ref>; <ref target="#sargrand">Sargrand</ref>;
                                <ref target="#sargträger">Sargträger</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargdeckel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargdeckel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg6#deckel">Deckel</ref></def><cit>
                            <quote>Jerzy Wróbel atmete laut, solange er den Sargdeckel [227.6]
                                hochhielt […]</quote>
                            <quote>In Fleischfarbe abgebildet ist Wróbels eine Hand, die rechte, wie
                                sie mit der linken Hand, die nicht ins Bild kam, vom Fußende weg den
                                Sargdeckel [227.24] hochstemmt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargform">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargform</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#form.b">Form (b)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Durchaus vertretbar diese künstlerische Weiterentwicklung der
                                klassischen, doch mittlerweile protzig verkommenen Sargform
                                [274.3].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargkatalog">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargkatalog</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#katalog.2">Katalog (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir […] das Wälzen von
                                Sargkatalogen [108.31] […] so viel Spaß, nein, wohl mehr innere
                                Freude bereiten könnte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargkultur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargkultur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#kultur">Kultur</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] wie er gerade anhand von Modellen, nicht größer als
                                Zündholzschachteln, die neue Sargkultur [273.22] der Aufsicht
                                nahezubringen versucht.</quote>
                            <quote>Nach einer Notiz will Reschke mit Timmstedt ein Gespräch über die
                                neue Sargkultur [274.28] führen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargnagel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargnagel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">am unteren Ende zugespitzter, am oberen Ende
                                abgeplatteter od. abgerundeter [Metall]stift, der zum Verbinden bes.
                                von Holzteilen <ref target="#sarg">Sarg</ref> dient</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1; D Nagel 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nun sah man bestätigt, daß die sorgfältig katalogisierte Sammlung
                                handgeschmiedeter Sargnägel [132.4] […] mehr war als eine
                                Schrulle:</quote>
                            <quote>[…] kantig gebliebene Sargnägel [132.10] wiesen […] auf
                                Reschkes gegenwärtige Pläne. </quote>
                            <quote>Mit den Büchern mußte die Sammlung handgeschmiedeter Sargnägel
                                [132.19] in die Wohndiele umziehen.</quote>
                            <quote>Ich glaube zwei handgeschmiedete Sargnägel [227.25], die keinen
                                Halt mehr gaben, am rechten Sargrand erkennen zu können, passend für
                                Reschkes Sammlung.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargproduktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargproduktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#produktion.1a">Produktion (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Mit der ostdeutschen Firma »VEB Erdmöbel«  war man
                                nicht ins Geschäft gekommen, weil deren Sargproduktion [133.13]
                                allenfalls für Kremierungen getaugt hätte;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargrand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargrand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sarg">Sarg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rand.3">Rand (3)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Ich glaube zwei handgeschmiedete Sargnägel, die keinen Halt mehr
                                gaben, am rechten Sargrand [227.26] erkennen zu können, passend für
                                Reschkes Sammlung.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sargträger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sargträger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der einen <ref target="#sarg">Sarg</ref> mit seiner
                                Körperkraft stützt u. so fortbewegt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D tragen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Den Fotos nach, die Reschke geschossen und auf den Rückseiten
                                datiert hat, hätten die polnischen Sargträger [145.24] auch deutsche
                                sein können.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ursprünglich mündlich überlieferter Bericht über
                                eine im Einzelnen nicht verbürgte, nicht alltägliche, oft wunderbare
                                Begebenheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Hat aber wieder kaputt gemacht alles, wie Sage [99.22] erzählt,
                                denn Rat von Patrizier hat ihm beide Augen gestochen und blind
                                gemacht, damit er nicht konnte Wunderuhren machen woanders.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sahne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sahne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch Zentrifugieren gewonnener, oben
                                schwimmender, fetthaltigster Teil der Milch; Rahm</hi> [° D
                            1a,b]</def><cit>
                            <quote>Die Witwe hatte zum Schluß Sahne [36.6] an die Pilze gerührt
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sakralbau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sakralbau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -ten</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">religiösen Zwecken dienendes Bauwerk</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als ihm seine Wissenschaft noch kurzweilig gewesen war
                                und ihm einige Sakralbauten [45.10], zum Beispiel die zuletzt vom
                                Trümmerschutt befreite Petrikirche, neu zu entdeckende Grabplatten
                                zu bieten hatten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="salami">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Salami</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kräftig gewürzte, rötlich braune, luftgetrocknete
                                Dauerwurst aus Schweine-, Rind-, Eselsfleisch, deren Haut oft mit
                                einem weißen Belag, der durch das Trocknen an der Luft entsteht,
                                überzogen ist od. einen weißen Überzug aus Kreide o.Ä. hat</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] dazu Käse aus Frankreich, Mortadella und Salami [276.25]
                                in Scheiben, dänisches Bier und spanische Oliven.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="salatgurke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Salatgurke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fleischige, längliche, grüne od. grüngelbliche
                                Frucht, die sich bes. zum Bereiten von Salat, einer mit
                                verschiedenen Marinaden od. Dressings zubereiteten kalten Speise,
                                eignet</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D, D Gurke 1a,b; D Salat 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Plötzlich gibt es irgendwo frischen Blumenkohl, Salatgurken
                                [18.2], oder ein fliegender Händler bietet neuerdings aus dem
                                Kofferraum seines Polski Fiat Bananen an […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="salz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Salz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Bergbau od. durch Eindampfen von [Meer]wasser
                                gewonnene weiße, kristalline Substanz, die zum Würzen von Speisen
                                verwendet wird; Kochsalz</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Beim Nachgießen hat Reschke gekleckert. Der verlachte
                                Rotweinfleck. Salz [36.9] drüber.</quote>
                            <quote>[…] das Streudöschen Salz [143.5] nicht vergessen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#salzkartoffel">Salzkartoffel</ref>: <ref target="#salzstange">Salzstange</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="salzkartoffel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Salzkartoffel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">essbare Gemüseknolle, die ohne Schale in
                                    <ref target="#salz">Salz</ref> enthaltendem Wasser gekocht wird</hi> [° D, D
                            Kartoffel]</def><cit>
                            <quote>Nachdem die Witwe Salzkartoffeln [34.19] aufgesetzt hatte
                                […]</quote>
                            <quote>Die Witwe hatte […] gehackte Petersilie über die mehlig
                                zerfallenen Salzkartoffeln [36.8] gestreut.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="salzstange">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Salzstange</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">stangenförmiges, längliches, mit groben
                                    <ref target="#salz">Salz</ref>körnern bestreutes Gebäck</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke […] kam, Salzstangen [261.18] knabbernd, zur
                                Einsicht: Nichts findet ein Ende.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammelbestattung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammelbestattung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#bestattung">Bestattung</ref> mehrer Toter zugleich</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Hat er, der Massengräber ausdrücklich ablehnte - »Nie wieder
                                darf es dazu kommen!«  -, mögliche Sammelbestattungen
                                [139.5] vorweg geahnt?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammelgrab">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammelgrab</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gräber</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#grab.a">Grab (a)</ref>; für mehrere Tote</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er könne sich durchaus Sammelgräber [196.18] vorstellen
                                […]</quote>
                            <quote>Allen Planungsdaten könne man ablesen, daß die Sammelgräber
                                [250.8] regelmäßiger beschickt werden müßten.</quote>
                            <quote>Wo Volksmassen aufmarschiert waren […], sollten demnächst
                                schon Sammelgräber [251.10] dicht bei dicht Platz finden.</quote>
                            <quote>Manche sind hier so groß wie jene Findlinge, die auf dem
                                Versöhnungsfriedhof mit schlichter Inschrift Verwendung finden,
                                neuerdings auf Sammelgräbern [277.10].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammelstelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammelstelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Platz, an dem etw. [Gesammeltes] zusammengetragen
                                [u. gelagert] wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Sammelplatz a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] vielmehr sehe ich meinen ehemaligen Banknachbarn als
                                eifrigen Fähnleinführer, der sich […] durch die Einrichtung
                                einer Sammelstelle [140.25] ausgezeichnet hat […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammelsystem">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammelsystem</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Prinzip, nach dem etw. zusammengetragen wird</hi>
                            [°D System 2]</def><cit>
                            <quote>Dein Sammelsystem [298.14] galt als beispielhaft.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammetkragen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammetkragen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>Sammet = ältere Form für Samt</form>
                        <usg><hi rend="spaced">iron.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">den Hals teilweise od. ganz umschließender Teil
                                der Kleidung aus Samt, einem feinen Gewebe, meist aus Baumwolle, mit
                                seidig-weicher, wie Pelz beschaffener Oberfläche von kurzem
                                Flor</hi> [°D Kragen 1¸ D Samt]</def><cit>
                            <quote>Da sich Reschke Extravaganzen, etwa einen Sammetkragen [63.11]
                                zum auf Taille geschnittenen Herbstmantel, leistete […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sammlung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sammlung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit von Gegenständen, Dingen, für die man
                                sich interessiert und die man zusammenträgt, um sie (wegen ihres
                                Wertes in größerer Anzahl, wegen ihrer Schönheit o.Ä.) [in einer
                                bestimmten Ordnung] aufzuheben</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2a, D sammeln 1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Nun sah man bestätigt, daß die sorgfältig katalogisierte Sammlung
                                [132.4] handgeschmiedeter Sargnägel […] mehr war als eine
                                Schrulle:</quote>
                            <quote>Mit den Büchern mußte die Sammlung [132.19] handgeschmiedeter
                                Sargnägel in die Wohndiele umziehen.</quote>
                            <quote>Ich glaube zwei handgeschmiedete Sargnägel, die keinen Halt mehr
                                gaben, am rechten Sargrand erkennen zu können, passend für Reschkes
                                Sammlung [227.27].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sandbett">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sandbett</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[zum Ufer flacher werdender] Boden eines
                                Gewässers, der mit Sand bedeckt ist, eine aus verwittertem Gestein,
                                meist aus Quarz bestehende, feinkörnige, lockere Substanz</hi> [° D
                            Sand 1]</def><cit>
                            <quote>Dann hat Reschke flache, kaum überspülte Steine aus dem Sandbett
                                [145.5] gehoben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sandinist">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sandinist</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anhänger des Sandinismus, einer (in den 1970er- u.
                                1980er-Jahren entstandenen) am Marxismus-Leninismus orientierten
                                Ideologie, Bewegung in Nicaragua</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D, D Sandinismus]</ref></def><cit>
                            <quote>Ferner beklagt er den bürokratischen Kleinkram im
                                Universitätsbereich, die Wahlniederlage der Sandinisten [99.16] in
                                Nicaragua, das Wetter und die neonationalen Töne seiner
                                Kollegen;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sandstein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sandstein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Sedimentge<ref target="textgrid:24cgx#stein.2a">stein (2a)</ref>; aus verwittertem
                                Gestein, meist Quarz, das durch Bindemittel (Ton, Kalk u.a.)
                                verbunden ist</hi> [°D1; D Sand 1]</def><cit>
                            <quote>[…] viel Diabas und auf Hochglanz polierter Granit, wenig
                                Sandstein [22.15], Marmor und Muschelkalk.</quote>
                            <quote>Den geräumigen Beischlag grenzten zur Gasse hin in Sandstein
                                [31.30] gehauene Reliefs ab:</quote>
                            <quote>[…] bis vor die Stufen des ihrer Haustür vorgelagerten
                                Beischlags, dessen in Sandstein [76.11] gehauene Reliefs das Spiel
                                der Putten und Amoretten kaum noch ahnen ließen.</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">harte Masse</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das zum Sandstein [227.19] gehärtete Kopfkissen hebt den Schädel,
                                dessen Kinn die Hemdkrause drückt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sanduhr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sanduhr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">dem Messen bestimmter Zeitabschnitte dienendes
                                Gerät aus zwei übereinander angeordneten, durch einen Hals
                                miteinander verbundenen, kegelförmigen o.ä. Glaskörpern, aus deren
                                jeweils oberem feiner Quarz in den jeweils unteren rieselt</hi> [°
                            D, D Sand 1]</def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Relief, das eine Sanduhr zeigt als Symbol für die
                                Vergänglichkeit</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] die Grabplatte im Boden des nördlichen Seitenschiffs,
                                deren Zierschild im Relief […] zur rechten Seite die Krone über
                                der Sanduhr [61.18], darunter den Totenkopf und überm Schild einen
                                Schwan zeigt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sarkasmus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sarkasmus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beißender, verletzender Spott, Hohn, der jmdn.,
                                etw. lächerlich machen will</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Er nannte sie vital, zum Sarkasmus [52.4] neigend
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sarkophag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sarkophag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(meist aus Stein od. Metall gefertigter)
                                prunkvoller, großer, in einer Grabkammer od. der Krypta einer Kirche
                                o.Ä. aufgestellter Sarg, in dem hoch gestellte Persönlichkeiten
                                beigesetzt werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie er Bodengrabplatten und Grabsteine, Sarkophage [17.5] und
                                Epitaphe […] heraldisch bestimmt und emblematisiert
                                […]</quote>
                            <quote>Nach einer Notiz will Reschke […] eine Ausstellung anregen,
                                in der »etruskische Sarkophage [275.1], Tumben, Beinhäuser und
                                traditionelle Särge zu den neuesten Kreationen einen
                                kulturgeschichtlichen Bogen schlagen...«</quote>
                            <quote>Immer wieder schön sind die etruskischen Sarkophage
                                [297.9].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="satanskunst">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Satanskunst</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Hexen; Zauberei</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Hexerei]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sie, die den Bengalen einen »falschen
                                Engländer«  genannt und ihm aus ihrer katholischen
                                Gottlosigkeit heraus Hexerei und Schlimmeres, »Satanskunst
                                [287.30]«, nachgesagt hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sattel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sattel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/kurz für Bergsattel/</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vertiefung an einem Bergrücken zwischen zwei
                                Gipfeln</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Bergsattel]</ref></def><cit>
                            <quote>Unterhalb des Steilhangs liegt auf gerundetem Sattel [299.11] ein
                                Dorf […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="satz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Satz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[22*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Sätze</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Allgemeinen aus mehreren Wörtern bestehende, in
                                sich geschlossene, eine Aussage, Frage od. Aufforderung enthaltende
                                sprachliche Einheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihren akzentuierten Sätzen [11.21] war Gelächter vor- und
                                nachgestellt […]</quote>
                            <quote>[…] indem sie erklärend in knappen, alles verknappenden
                                Sätzen [19.3] sprach und ab und an ihr Glockenvogelgelächter
                                entließ.</quote>
                            <quote>Die Witwe sagte: »Das war mal gewesen Solidarność«,
                                und hatte dann doch einen weiteren Satz [19.30] übrig, der die
                                Schroffheit ihres Nachrufs ein wenig mildern sollte: </quote>
                            <quote>Der Witwer will diesem Satz [20.4] der Witwe »eine an
                                Verzweiflung grenzende Bitterkeit«  abgehört
                                haben.</quote>
                            <quote>War das schon der zündende Satz [26.3]?</quote>
                            <quote>Zwischen polnischen Ausrufen drängten sich ihre von Artikeln
                                befreiten Sätze [40.12] und Nebensätze:</quote>
                            <quote>Ein Satz [53.20] der Witwe, dem nur zuzustimmen ist:</quote>
                            <quote>Später […] hat er sogar Alexandras Hinweis auf ausreichend
                                viel Deutschmark mit einem, wie er einräumte, leichtfertigen Satz
                                [72.3] quittiert: </quote>
                            <quote>Und ihren nach Mitternacht oder am frühen Morgen lachend
                                verkündeten Satz [78.26]:</quote>
                            <quote>Etwas zu lang die Predigt des Konsistorialrates Karau, der
                                überbetont die Wörter »Heimaterde«  und »                                Rückkehr«  in seine immerfort Gleichnisse suchenden Sätze
                                [137.2] schummelte.</quote>
                            <quote>Sicher ging man dabei von zu Lebzeiten geäußerten Wünschen aus,
                                die ihre Erfüllung in immer dem gleichen Satz [149.10] suchten,
                                dort, nur dort den letzten Platz zu finden, wo man geboren
                                sei.</quote>
                            <quote>Doch den Satz [167.11]: »Gegenwärtig erlaubt das hohe, dem
                                politischen Trend angepaßte Zinsniveau günstige Anlagen«, hat er
                                keinem Brief anvertraut […]</quote>
                            <quote>Sein Satz [183.13] ›Das ist euer Bier!‹  beweist
                                immerhin, wie geläufig sein Umgangsdeutsch ist.</quote>
                            <quote>Ihr Mann […] brachte es nur zu dem einen Satz [184.18]: ›                                Richtig einladend, euer Friedhof!‹</quote>
                            <quote>Seine Sätze [189.31] […] sagen wenig über seine Einschätzung
                                der neuen, im Fernsehen gefeierten Vernichtungssysteme.</quote>
                            <quote>Allen Leidtragenden sprach sie ihr Beileid aus, das sie auf den
                                Satz [203.8]: »Nu mecht ewje Ruh sain«, verknappte.</quote>
                            <quote>Selbst Alexandras in beiden Sprachen erklärter Protest, der in
                                den schönen Satz [208.10] mündete: ›Umbettung wird sein nur über
                                meine Leiche!‹, wirkte wie aus dem Fenster gesprochen
                                […]</quote>
                            <quote>[…] ihr Satz [215.29]: »Wenn nicht kommt in Protokoll
                                alles, werd ich zurücktreten gleich«, steht bei Reschke notiert. </quote>
                            <quote>Frau Johanna Dettlaff […] fand bei Karau Unterstützung, als
                                sie den abmahnenden Satz [238.30]: »Privat- und Geschäftsleben
                                müssen künftig streng getrennt werden«, ins Protokoll
                                aufgenommen haben wollte. </quote>
                            <quote>Da sie Satz [247.5] nach Satz [247.5] zuerst auf polnisch,
                                anschließend in ihrem liebenswerten Deutsch gesprochen hat, konnte
                                ich ihre Schlußsätze notieren:</quote>
                            <quote>Bei gleichbleibender Schönschrift verändern sich Abläufe mitten
                                im Satz [258.30].</quote>
                            <quote>Allerdings hat sich Reschke bereits im nächsten Satz [272.6],
                                der, wie nun häufig, aus Abstand geschrieben wurde,
                                korrigiert:</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg9#fragesatz">Fragesatz</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#klammersatz">Klammersatz</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#konjunktivsatz">Konjunktivsatz</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgp#nebensatz">Nebensatz</ref>; <ref target="#satzstellung">Satzstellung</ref>;
                                <ref target="#satzzeichen">Satzzeichen</ref>; <ref target="#schlußsatz">Schlußsatz</ref>;
                                <ref target="#standardsatz">Standardsatz</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="satzstellung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Satzstellung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Aufeinanderfolge der Wörter im
                                <ref target="#satz">Satz</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wortstellung]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur wenn die Witwe erregt war […] gingen ihr häufiger als
                                sonst die Artikel aus und verstolperte sich ihre Satzstellung
                                [39.11].</quote>
                            <quote>Nicht ihre Satzstellung [86.25] oder ihr sparsamer Umgang mit den
                                Artikeln […] bereiten mir Schwierigkeiten, vielmehr ist es die
                                mal rücklings stürzende, mal voranstürmende Gangart des
                                Schreibverlaufs.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="satzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Satzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Rechtsspr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schriftlich niedergelegte rechtliche Ordnung, die
                                sich ein Zusammenschluss von Personen (z.B. ein Verein) od. eine
                                Körperschaft des öffentlichen Rechts gibt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] noch fehlten als notwendiges Zubehör weitere
                                Gründungsmitglieder, ein Gesellschaftervertrag, die Satzung [41.11]
                                und Geschäftsordnung […]</quote>
                            <quote>Aber das Paar hat seine Idee freigegeben; schon läuft sie und
                                ruft Personal auf den Plan, das, laut Satzung [82.10], mitreden
                                will, nicht nur indirekt flüstern. Bald</quote>
                            <quote>Die Gesellschafter Dettlaff, Vielbrand und Karau reisten ab,
                                nachdem sich der Aufsichtsrat eine Satzung [121.9] plus
                                Geschäftsordnung gegeben und den Vizedirektor der Nationalbank zum
                                Vorsitzenden gewählt hatte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="satzzeichen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Satzzeichen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Sprachw.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">grafisches <ref target="textgrid:24ch4#zeichen.3b">Zeichen (3b)</ref>;, das innerhalb
                                eines <ref target="textgrid:24cgx#satz">Satzes</ref> bzw. eines Textes bes. die Funktion der
                                Gliederung hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Offenheit, die nur Satzzeichen [82.4] als Gehege duldet.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sauerkohl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sauerkohl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">landsch.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fein gehobelter, mit Salz, Gewürzen [u. Wein] der
                                Gärung ausgesetzter u. auf diese Weise konservierter Weißkohl, der
                                gekocht od. roh gegessen wird; Sauerkraut</hi> [° D; D
                            Sauerkraut]</def><cit>
                            <quote>Nach Schweinebraten zu gekümmeltem Sauerkohl [181.8] haben sie
                                gemeinsam und beispielhaft in der Küche den Abwasch gemacht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="säule">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Säule</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">walzenförmige [sich nach oben leicht verjüngende],
                                meist aus Basis, Schaft u. Kapitell bestehende senkrechte Stütze
                                eines Bauwerks, die aber auch frei stehend dekorativen Zwecken
                                dienen kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Vor breiter Fensterfront Säulen [54.27], deren Betonkerne von
                                genoppten, rundum laufenden Keramikschalen ummantelt sind. </quote>
                            <quote>Zur Küche hin weitere Säulen [54.29] in altziegelroter
                                Verkleidung.</quote>
                            <quote>Im Hintergrund ein Relief, genoppt wie die Säulen
                                [54.31].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#säulenportal">Säulenportal</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="säulenportal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Säulenportal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#säule">Säule</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#portal">Portal</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Er sprach wie ein Makler mit günstigem Angebot und hatte
                                zimmerreiche Nebengebäude, das Säulenportal [178.15] und ein
                                Eschenrondell im Innenhof zu bieten, dazu Karpfenteiche zuFüßen des
                                Olivaer Waldes.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schädel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schädel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schädel.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Skelett des Kopfes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] die Einrichtung von Grüften, aufgefüllt mit Schädeln
                                    [195.5] und Knochen, diese, nach Reschke, »anschaulichste
                                    Darstellung des Todes«.</quote>
                                <quote>Das zum Sandstein gehärtete Kopfkissen hebt den Schädel
                                    [227.20], dessen Kinn die Hemdkrause drückt.</quote>
                                <quote>Natürlich war es ihm wichtig, in seinem Tagebuch »die
                                    anrührende Schönheit des mumifizierten Mannes« 
                                    festzuhalten, dessen leicht seitlich geneigten Schädel [227.30],
                                    den immer noch üppigen Faltenwurf des Leichenhemdes bis zu den
                                    verdeckten Füßen hin.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#schädelfragment">Schädelfragment</ref>; <ref target="#schädelschale">Schädelschale</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schädel.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Kopf [in seiner vom Knochenbau bestimmten
                                    Form]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie hat ihr Kopftuch mehrmals so fest um ihren kleinen,
                                    bereits geschrumpften Schädel [190.22] gewickelt, daß die
                                    vermummte Kugel grad noch die engstehenden Augen […]
                                    preisgibt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgk#langschädel">Langschädel</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schädelfragment">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schädelfragment</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bruchstück eines <ref target="textgrid:24cgx#schädel.1">Schädels (1)</ref>;</hi> [°
                            D Fragment a]</def><cit>
                            <quote>Knochen über Knochen, Schädelfragmente [195.21] , Beckenschalen
                                und Schlüsselbeine zuhauf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schädelschale">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schädelschale</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wie eine Schale, Halbkugel geformte Knochenreste
                                eines <ref target="textgrid:24cgx#schädel.1">Schädels (1)</ref>;</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schale 4]</ref></def><cit>
                            <quote>Auch dort Knochen und Schädelschalen [196.10]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schaden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schaden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Schäden</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="schaden.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><re>
                                <form type="inflected">o.Pl.</form>
                                <form>*Schaden nehmen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                                <def><hi rend="italic">[in einer bestimmten Hinsicht] geschädigt,
                                        beeinträchtigt werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Ein kleiner Streit, dieses Hin und Her, wobei der Inhalt
                                        des Netzes keinen Schaden [13.12] nehmen durfte, hielt das
                                        Paar an Ort und Stelle, als hätten beide ihren Treffpunkt
                                        nicht aufgeben, noch nicht aufgeben wollen.</quote>
                                    <quote>Ihre Liebe nahm keinen Schaden [90.25].</quote>
                                    <quote>Zunehmend bereitet mir das Tagesgeschehen Kummer, weil
                                        unsere Idee unter der Last deutscher Unverträglichkeiten
                                        Schaden [98.14] nehmen könnte...</quote>
                                </cit>
                            </re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schaden.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">durch Verlust od. [teilweise] Zerstörung eines
                                    Guts entstandene Einbuße</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Schon am 25. Januar hat der erste Sturm, von England über
                                    Belgien und Nordfrankreich kommend, beträchtliche Schäden
                                    [101.28] angerichtet.</quote>
                                <quote>[…] als trotz Ersatz der Schäden [152.23] die Klagen
                                    betroffener Trauerfamilien kein Ende nahmen […]</quote>
                            </cit></sense>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schallblase">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schallblase</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Zool.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">blasenartige Ausstülpung der Mundschleimhaut bei
                                Froschlurchen, die als Resonator wirkt u. die Stimme des Tieres
                                verstärkt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] dazu das werbende Locken der mit Schallblasen [283.6]
                                gerüsteten Männchen, die auf der Wasserfläche des verzweigten
                                Grabensystems trieben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scham">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scham</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch das Bewusstsein, (bes. in moralischer
                                Hinsicht) versagt zu haben, durch das Gefühl, sich eine Blöße
                                gegeben zu haben, ausgelöste quälende Empfindung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Danach Zweifel, Zaudern, Mitmachen, Scham [275.16], Schweigen,
                                Sichtotstellen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schande">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schande</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was jmds. Ansehen in hohem Maße schadet</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Schande [24.9] für Polen ist das!</quote>
                            <quote>[…] wenn sie ihre zu lang währende Mitgliedschaft in der
                                Partei als Schande [92.30] verurteilt […]</quote>
                            <quote>Schande [215.20] ist über uns gekommen!</quote>
                            <quote>Reschke spricht von Schande [224.10], die Piątkowska von
                                doppelter Schande [224.10].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schärfe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schärfe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Heftigkeit, Nachdruck</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mag sein, daß ihr Gebrauch der fremden Sprache dem Verbot
                                zusätzliche Schärfe [11.5] beimischte […]</quote>
                            <quote>[…] der als Vizedirektor der Nationalbank mit »sanfter
                                Schärfe [120.10]«  darauf gepocht habe […]</quote>
                            <quote>[…] verstand es, als vielsprachiger Gesprächsleiter jeder
                                heftig werdenden Rede und Widerrede die Schärfe [198.11] zu nehmen
                                […]</quote>
                            <quote>Erregt der eine, mit Schärfe [269.14] der andere, baten beide
                                darum, sie zu entlasten und ihre Plätze im Aufsichtsrat umgehend neu
                                zu besetzen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schatten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schatten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="schatten.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Bereich, der vom Licht der Sonne od. einer
                                    anderen Lichtquelle nicht unmittelbar erreicht wird u. in dem
                                    deshalb nur gedämpfte Helligkeit, Halbdunkel [u. zugleich Kühle]
                                    herrscht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Hohe, Schatten [67.23] versprechende Kastanien, Ulmen,
                                    Trauerweiden.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="b)" xml:id="schatten.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">(mehr od. weniger scharf begrenzter) im Schatten
                                    (a) eines Körpers liegender Ausschnitt einer im Übrigen von
                                    direktem Licht beschienenen Fläche, der sich dunkel von der
                                    helleren Umgebung abhebt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgp#nachtschatten">Nachtschatten</ref>; <ref target="#schattenriß">Schattenriß</ref>;
                                    <ref target="#sonntagmorgenschatten">Sonntagmorgenschatten</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schattenriß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schattenriß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Darstellung von Gegenständen u. Personen als nur
                                den Umriss erkennen lassender schwarzer <ref target="textgrid:24cgx#schatten.b">Schatten
                                (b)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schattenriss]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich sehe das Paar nicht mehr oder nur noch als Schattenriß
                                [92.7].</quote>
                            <quote>Von ihrem Bummel zu zweit zeugt als Schattenriß [155.26] ein
                                Scherenschnitt, der beide auf ein Blatt bringt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schatzkammer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schatzkammer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Räumlichkeiten, in denen eine Ansammlung von
                                kostbaren Dingen (bes. Schmuck, Gegenständen aus edlem Metall u.Ä.)
                                aufbewahrt wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schatz 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nicht nur das Brautpaar, auch die Trauzeugen glaubten, solange
                                der amtliche Vorgang dauerte, als Insassen einer Schatzkammer
                                [291.28] in andere Zeit gespiegelt zu sein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schauergeschichte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schauergeschichte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Geschichte, Erzählung, in der unheimliche, Schauer
                                erregende Dinge vorkommen; Gruselgeschichte</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Marczak berichtete, daß mehrere Abgeordnete des Sejm diese
                                Unterstellung zurückgewiesen, er sagte, als »stalinistische
                                Schauergeschichte [197.25]«  entlarvt hätten;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schauerlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schauerlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Erregen von Schauder, Entsetzen; Grausigkeit</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D schauerlich a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und diese Details, jeden Fingerzeig Reschkes auf Gebein und
                                Beinkammern, griff Vielbrand auf, um sie, befreit von barocker
                                Schauerlichkeit [196.14], dienstbar zu machen:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schäufelchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schäufelchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(zum Aufnehmen von körnig o.Ä. beschaffenem
                                Material, bes. von Erde, Sand o.Ä. bestimmtes) handliches Gerät, das
                                aus einem breiten, in der Mitte leicht vertieften Blatt besteht, das
                                in stumpfem Winkel an einem kurzen [Holz]stiel befestigt ist</hi> [°
                            D Schaufel 1a]</def><cit>
                            <quote>Dann holte sie im Backsteinhaus […] ihre Gießkanne und ein
                                Schäufelchen [203.25] ab, das andererseits zum Harken
                                taugte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schauspieler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schauspieler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Berufsbez.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der (nach entsprechender Ausbildung)
                                bestimmte Rollen auf der Bühne od. im Film künstlerisch gestaltet,
                                darstellt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Fred, der sich für einen Schauspieler [186.10] hält
                                […] gab seinen Senf dazu:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schaustellung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schaustellung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                        <usg><hi rend="spaced">selten</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[öffentlich] zeigen, ausstellen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Oder hat Timmstedt später Schaustellungen [275.5] dieser Art
                                gefördert?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheibe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheibe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch einen geraden Schnitt von einem größeren
                                Ganzen abgetrenntes flaches, scheibenförmiges Stück (bes. von
                                bestimmten Lebensmitteln)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] schnitt die Pilze zu kleinfingerdicken Scheiben [34.21],
                                die sie auf mittlerer Flamme brutzeln ließ.</quote>
                            <quote>[…] dazu Käse aus Frankreich, Mortadella und Salami in
                                Scheiben [276.25], dänisches Bier und spanische Oliven.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheibenzüngler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheibenzüngler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">primitive Familie der Froschlurche, mit
                                scheibenförmiger, unterseits weitgehend oder völlig am Mundboden
                                festgewachsener Zunge, beweglichen Lidern und vertikal-elliptisch,
                                herzförmig oder dreieckig geformter Pupille. Discoglossidae</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#WWW148" type="source">[WWW148]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war der Professor der Kunstgeschichte gut vorbereitet
                                zum nicht nur naturwissenschaftlichen Vortrag über Scheibenzüngler
                                [126.4], Schlammtaucher, Erd- und Wechselkröten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form> /kurz für Geldschein/ </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schein von bestimmter Größe (durch Wasserzeichen,
                                schmalen Metallstreifen u. besonderen Druck gegen Nachahmungen
                                geschützt), der den aufgedruckten Geldwert repräsentiert;
                                Banknote</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Geldschein]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Witwer wollte nicht nur seine, er wollte auch ihre Astern,
                                den nun einzigen Strauß, bezahlen und zog Scheine [10.31] aus der
                                Brieftasche, unsicher angesichts der an Nullen so reichen
                                Währung.</quote>
                            <quote>Und sie gab acht, daß er der Marktfrau nicht zu viele Scheine
                                [12.11] hinblätterte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheingeschäft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheingeschäft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geschäft.1">Geschäft (1)</ref>; das nur vorgetäuscht
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Allenfalls laufen Scheingeschäfte [205.25], bei denen
                                ausländische Briefkastenfirmen und einheimische, alteingesessene
                                Fabrikdirektoren ihren Schnitt machen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheitel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheitel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="scheitel.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Linie, die das Kopfhaar in eine rechte u. linke
                                    Hälfte teilt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] links von ihm trägt die junge Chefin der Agentur für
                                    Touristik ihren Scheitel [273.5] madonnenhaft […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#seitenscheitel">Seitenscheitel</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="scheitel.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">bes. Archit.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">oberste Stelle, höchster Punkt von etwas</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><xr>
                                <ref target="#scheitelöffnung">Scheitelöffnung</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheitelöffnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheitelöffnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Archit.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">höchster Punkt, oberster Stelle einer Kuppel</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Und inmitten der Rotunde, mit Blick in die Halbkreiskugel bis
                                hoch zur kreisrunden Scheitelöffnung [295.28], sei ihnen, schreibt
                                Reschke, das Herz weit geworden.</quote>
                            <quote>[…] doch ist der Unkenruf von mir abgehoben gewesen bis hoch
                                zur Scheitelöffnung [296.29] und über diese hinaus...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheitern">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheitern</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ scheitern</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ein angestrebtes Ziel o.Ä. nicht erreichen, keinen
                                Erfolg haben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Nun bin ich neugierig auf ihr Scheitern [53.23].</quote>
                            <quote>Gegen unsere Absprache ergriff sie das Wort und beklagte - wie
                                zuvor ich - stehend das Scheitern [246.25] der litauischen
                                Komponente im Gesellschaftsvertrag.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scherbe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scherbe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stück von einem zerbrochenen Gegenstand aus Glas,
                                Porzellan od. Ton</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In der einst durchweg gelb und grün verglasten Veranda - einige
                                Scherben [242.5] waren durch milchglasige Vierecke ersetzt worden
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scherenschnitt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scherenschnitt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(meist kleinformatiges, oft symmetrisch
                                aufgebautes gegenständliches od. ornamentartiges) durch das
                                Herausschneiden bestimmter Formen aus einem Blatt Papier
                                hergestelltes Bild</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Von ihrem Bummel zu zweit zeugt als Schattenriß ein
                                Scherenschnitt [155.26], der beide auf ein Blatt bringt:</quote>
                            <quote>Ein biedermeierliches Paar, dem Reschkes zweites
                                Geburtstagsgeschenk entsprach: ein mit vielen Scherenschnitten
                                [156.4] illustrierter Band.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scherz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scherz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nicht ernst gemeinte [witzige] Äußerung, Handlung,
                                die Heiterkeit erregen soll; Spaß</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sogar einen Scherz [280.6] bringt er unter:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheu">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheu</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Hemmung, distanziertes Misstrauen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Überwiegend sind es westdeutsche Kunden, die die Rikscha zu
                                nutzen keine Scheu [59.22] haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scheune">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scheune</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">landwirtschaftliches Gebäude, in dem bes. Heu u.
                                Stroh gespeichert wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Immer wieder kalbten zwischen Ramkau und Matern Kühe, zerbrach
                                dem Lehrer in der Volksschule Weidengasse der Rohrstock, brannten
                                Scheunen [241.10] ab […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#gutsscheune">Gutsscheune</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schichauzeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schichauzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zeit.2b">Zeit (2b)</ref>; der <ref target="textgrid:24cgw#schichauwerft">Schichauwerft
                                    [Register]</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Allen Bahngleisen, den Arbeiterhäusern aus Kaiser- und
                                Schichauzeiten [214.23] und der Werft mit Kränen und Docks
                                vorgelagert […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in flächenhafter Ausdehnung in einer gewissen Höhe
                                über, unter od. zwischen anderem liegende einheitliche Masse</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] die verschiedenen Pinsel, mit denen in acht Schichten
                                [252.14] übereinander der Kreidegrund aufgetragen wird
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgn#mastixschicht">Mastixschicht</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schieberunwesen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schieberunwesen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">verwerfliches, Ruhe u. Ordnung störendes Treiben
                                von jmd., der [in wirtschaftlichen Krisenzeiten] unerlaubte,
                                unsaubere Geschäfte macht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schieber 4; D Unwesen b]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nachdem er das vielbeklagte Schieberunwesen [52.19], die
                                vorm Hotel bettelnden Kinder, den Zustand der Bürgersteige, die
                                lückenhafte Straßenbeleuchtung und die […] zunehmende
                                Kriminalität […] beklagt [hatte]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiefertafel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiefertafel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[kleine] flache Platte aus Schiefer, einem aus
                                dünnen, ebenen Lagen bestehenden Gestein, auf die (mit Kreide bzw.
                                Griffel) geschrieben werden kann</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schiefer 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Viel Kundschaft bei offener Tür und eine Schiefertafel [10.25]
                                neben dem Eingang, auf der, stündlich verändert, der amerikanische
                                Dollar im Verhältnis zur Landeswährung teurer und teurer wurde
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schienenstrang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schienenstrang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(über eine größere Distanz) zu Gleisen montierte
                                Schienen, der aus Profilstahl bestehender, auf einer Trasse
                                verlegter Teil einer Gleisanlage, auf dem sich Schienenfahrzeuge
                                fortbewegen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schiene 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] waren sie, wie bei allen Besuchen zuvor, mit der
                                Straßenbahn nach Brzeźno gefahren, ein Schienenstrang [264.20],
                                der mir aus anderer Geschichte, am Friedhof Saspe vorbei,
                                alteingefahren ist.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiff">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiff</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großes, bauchiges, an beiden Enden meist schmaler
                                werdendes od. spitz zulaufendes Wasserfahrzeug</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst später, viel später kam Lenin, der kein Schiff [202.3]
                                gebaut, nur Ideen gehabt hat.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg6#dampfschiff">Dampfschiff</ref>; <ref target="#schiffer">Schiffer</ref>; <ref target="#schiffsanker">Schiffsanker</ref>;
                                <ref target="#schiffsbauingenieur">Schiffsbauingenieur</ref>; <ref target="#schiffskapitän">Schiffskapitän</ref>;
                                <ref target="#schiffsmodell">Schiffsmodell</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiffer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiffer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Führer eines <ref target="textgrid:24cgx#schiff">Schiffes</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Sankt Johann war Kirche der Schiffer [196.7],
                                Segelmacher und Fischer […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiffsanker">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiffsanker</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def>
                            <hi rend="italic">schweres eisernes, an einer Kette od. einem Tau
                                befestigtes, meist zweiarmiges hakenartiges Gerät, das vom
                                    <ref target="#schiff">Schiff</ref> auf den Grund eines Gewässers hinabgelassen
                                wird, wo es sich festhakt u. dadurch das Schiff an seinem Platz
                                festhält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ²Anker 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und dann weitete sich vor dem Tor zur Leninwerft - kurz bevor sie
                                umbenannt wurde - der Platz mit den drei hochragenden Kreuzen, an
                                denen gekreuzigt drei Schiffsanker [19.28] hängen.</quote>
                            <quote>An anderer Stelle wußte er, hinter Unkraut versteckt, eine hohe
                                Stele aus Kalkstein, davor einen verrosteten Schiffsanker
                                [174.29].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiffsbauingenieur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiffsbauingenieur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf einer Hoch- od. Fachschule ausgebildeter
                                Techniker, der sich auf die Konstruktion von <ref target="textgrid:24cgx#schiff">Schiffen</ref>
                                spezialisiert hat</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schiffbau; D Ingenieur]</ref></def><cit>
                            <quote>Schiffsbauingenieure [161.20], Beamte der Stadtverwaltung,
                                Prälaten und sogar Milizoffiziere lassen sich kostengünstig zum
                                Arbeitsplatz oder nach Dienstschluß bis vor die Haustür
                                bringen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiffskapitän">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiffskapitän</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Kommandant eines <ref target="textgrid:24cgx#schiff">Schiffes</ref></hi> [D
                            Kapitän 1]</def><cit>
                            <quote>Dann fand ich im Schutt, rechts vom zerstörten Hauptaltar, einige
                                stark fragmentierte, halb in den Grüften versunkene Grabplatten,
                                darunter eine für zwei Schiffskapitäne [196.6] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schiffsmodell">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schiffsmodell</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#schiff">Schiff</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgn#modell.2">Modell (2)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] einem Restaurant, in dem die Gäste auf langen Bänken und
                                unter getreu aufgetakelten Schiffsmodellen [111.3] an langen Tischen
                                sitzen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <superEntry>
                    <entry xml:id="schild-1">
                        <form>
                            <lbl><hi rend="superscript">1</hi></lbl>
                            <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schild</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">der</form>
                                 <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                            <usg><hi rend="spaced">Heraldik</hi></usg>
                        </form>
                        <sense><def><hi rend="italic">schildförmiger, zentraler Teil eines
                                    Wappens</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wappenschild]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] deren Zierschild im Relief […] einen Baum, zur
                                    rechten Seite die Krone über der Sanduhr, darunter den Totenkopf
                                    und überm Schild [61.19] einen Schwan zeigt […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24ch4#zierschild">Zierschild</ref></xr></sense>
                    </entry>
                    <entry xml:id="schild-2">
                        <form><lbl><hi rend="superscript">2</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schild</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">das</form>
                                 <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                        <sense><def><hi rend="italic">Tafel, Platte mit einem Zeichen, einer
                                    Aufschrift o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] in der das Untergeschoß des ehemaligen Wehrturms mit
                                    handgemaltem Schild [10.23] »Kantor«  als
                                    Wechselstube ausgewiesen war.</quote>
                                <quote>Bei dem ging es um erklärende Schilder [243.31] an
                                    historischen Gebäuden und um Straßenschilder in der Alt- und
                                    Rechtstadt.</quote>
                                <quote>Dort konnte man auf moosgrünem, zu den Rändern hin ornamental
                                    gewelltem Schild [244.11] lesen, wie die Kirche laut polnischer,
                                    englischer, russischer und deutscher Inschrift genannt sein
                                    wollte.</quote>
                                <quote>Konsistorialrat Karau griff das Stichwort Europa auf und
                                    schlug möglichst vielsprachige Beschriftung der formschön
                                    geräumigen Schilder [244.23] vor:</quote>
                                <quote>Nichts sei einzuwenden gegen zweisprachige Schilder [245.13],
                                    wenngleich er für viersprachige Inschriften, einschließlich
                                    russischer, plädiere.</quote>
                                <quote>Dann kamen Muster viersprachiger Straßenschilder und Schilder
                                    [271.6] für Baudenkmäler zur Ansicht.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgn#messingschild">Messingschild</ref>; <ref target="#straßenschild">Straßenschild</ref></xr></sense>
                    </entry>
                </superEntry>
                <entry xml:id="schilf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schilf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bes. an Ufern von Teichen u. Seen wachsendes Gras
                                mit sehr hoch wachsenden, kräftigen, rohrförmigen Halmen, langen,
                                scharfkantigen Blättern u. verzweigten Rispen aus rotbraunen
                                Ährchen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schilfrohr]</ref></def><cit>
                            <quote>Im Ufergestrüpp fanden sie zwischen Schilf [277.4] eine kleine
                                Bucht […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schilfbestand">Schilfbestand</ref>; <ref target="#schilfufer">Schilfufer</ref>;
                            <ref target="textgrid:24ch0#uferschilf">Uferschilf</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schilfbestand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schilfbestand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bewuchs aus <ref target="#schilf">Schilf</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Zwischen dem Schilfbestand [143.7] hatten sie eine sandige Bucht
                                gefunden, klein genug für das Paar.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schilfufer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schilfufer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit <ref target="#schilf">Schilf</ref> bewachsene
                                <ref target="textgrid:24ch0#ufer">Ufer</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Manchmal hörten Olek und Ola gemeinsam Tonbandkassetten; was von
                                den Wochenendausflügen ins Werder oder an die Schilfufer [166.9]
                                kaschubischer Seen geblieben war: im Chor und vereinzelt,
                                Unkengeläut.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schillerkragen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schillerkragen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anfang des 20. Jh. übliche Bezeichnung für den
                                offen getragenen Kragen - den Hals teilweise od. ganz umschließender
                                Teil der Kleidung - am Sporthemd (benannt nach Friedrich
                                Schiller)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#WWW154" type="source">[° WWW154, D Kragen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihre Seitenscheitel und Zöpfe, Propellerschleifen und
                                Schillerkragen [96.6] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schimmel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schimmel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">weißhaariges Pferd</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß dessen Auge geblitzt, sich sein Schnurrbart
                                gesträubt, sein Pferd, ein Schimmel [148.3], geäpfelt habe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schirm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schirm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schirm.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">aufspannbarer Regen- od. Sonnenschutz mit Schaft
                                    [u. Griff od. Fuß]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] einen schwarzen Borsalino und - passend zum Schirm
                                    [132.26] - einen asphaltgrauen Regenmantel gleichfalls
                                    italienischer Herkunft;</quote>
                                <quote>Nachdem er im neuen Anzug - und bei Regen mit Schirm [139.7]
                                    - weiteren Begräbnissen das Geleit gegeben [hatte].</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgv#regenschirm">Regenschirm</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schirm.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">schildähnlicher Gegenstand zum Schutz gegen
                                    Luftzug o. Ä.</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D3a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgr#pergamentschirm">Pergamentschirm</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlacht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlacht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">heftiger, längere Zeit anhaltender [aus mehreren
                                einzelnen, an verschiedenen Orten ausgetragenen Gefechten
                                bestehender] Kampf zwischen größeren militärischen Einheiten</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Straff, sachlich, mit Bürstenhaarschnitt und randloser Brille
                                gerüstet, sprach aus ihm ein General kurz vor der Schlacht
                                [207.21].</quote>
                            <quote>»Seit Schlacht [288.24] von damals«, sagte Alexandra,
                                »sind alle Türken verrückt auf Rache, dein Mister Chatterjee
                                auch.«</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgw#schlacht_bei_liegnitz">Schlacht bei Liegnitz [Register]</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlaf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlaf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der Erholung des Organismus dienender Zustand der
                                Ruhe, der Entspannung (bei Menschen u. Tieren), in dem die Augen
                                gewöhnlich geschlossen, das Bewusstsein ausgeschaltet u. viele
                                Körperfunktionen herabgesetzt sind</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie sie einander beim Frühstück im Hotelrestaurant beteuern
                                konnten, hat während kurzer Phasen erschöpften Schlafs [79.17] er
                                nicht, sie nicht geschnarcht.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schlafzimmer">Schlafzimmer</ref></xr><re>
                            <form>[keinen] Schlaf finden</form>
                            <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">[nicht] einschlafen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und so, den geknüpften und gehäkelten Maschen aller
                                        Einkaufsnetze folgend, die die Witwe von ihrer Mutter geerbt
                                        hatte, wird der Witwer doch noch Schlaf [54.17] gefunden
                                        haben;</quote>
                                    <quote>Nur wenig Schlaf [79.11] fanden Alexandra und
                                        Alexander.</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlafzimmer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlafzimmer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schlaf">Schlaf</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zimmer.b">Zimmer (b)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Auch das gleichfalls nach Süden gelegene Schlafzimmer [32.16]
                                zeigte die Witwe dem Witwer mitsamt angrenzendem Bad.</quote>
                            <quote>Das Schlafzimmer [242.1] war zugleich Wohnzimmer.</quote>
                            <quote>Stichwörtern lese ich ab, daß in Erna Brakups Kate Wohn- und
                                Schlafzimmer [264.30] sowie die Veranda überfüllt gewesen sind, kein
                                Durchkommen, zu wenige Stühle.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Schläge</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schlag.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(von einer Uhr, einer Glocke o.Ä.) durch
                                    Anschlagen erzeugter Ton, regelmäßige Folge von [gleichen]
                                    Tönen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#glockenschlag">Glockenschlag</ref></xr>
                            <form>in Verbindung mit einer Zeitangabe</form>
                            <def><hi rend="italic">genau um</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                <quote>Es mag an diesem Tag, zu dieser Stunde - Schlag [7.19] zehn
                                    Uhr - Fügung gewesen sein, die uns zusammenführte...</quote>
                                <quote>Schlag [9.13] zehn: das war die Katharinenkirche.</quote>
                                <quote>Kurz vor Schlag [14.19] elf von Sankt Katharinen
                                    herab.</quote>
                                <quote>Es muß ein langes Gespräch […] gewesen sein, das nach
                                    mehrmaligem Anhören des benachbarten Glockenspiels »kurz
                                    vor Schlag [37.13] neun«  diese Idee entfacht […]
                                    hat.</quote>
                                <quote>Denn auf Schlag [62.21] zwölf war Alexander Reschke mit
                                    Alexandra Piątkowska verabredet:</quote>
                                <quote>[…] was Schlag [91.14] zwölf, als ein blutiges, bis zum
                                    Schluß waffenklirrendes Jahrzehnt verging […]</quote>
                                <quote>Darüber das Glockenspiel vom Rathausturm, Schlag [253.14]
                                    volle Stunde:</quote>
                                <quote>Über die Eheschließung schreibt Reschke nur, sie sei »                                    Schlag [291.20] elf Uhr!«  im Roten Saal vollzogen
                                    worden […]</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="schlag.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">durch eine heftige, schnelle, ausholende Bewegung
                                    herbeigeführtes Auftreffen auf etw., Treffen von jmdm.,
                                    etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] auf der in erhabenem Relief überm Eichenlaub das
                                    Profil eines Polizeihelms aus Freistaatzeiten zur Ansicht kommt,
                                    darunter durch Schläge [175.7] beschädigte Schrift: ›Unsern
                                    Toten‹.</quote>
                                <quote>Schon die Ägypter haben Schlag [252.21] nach Schlag [252.21]
                                    jene hauchdünn getriebenen Blättchen gewonnen, die heute noch,
                                    zu jeweils fünfundzwanzig Blatt versammelt, ein Heft Blattgold
                                    bilden...</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="3." xml:id="schlag.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">mit einer Kelle, einem großen Löffel zugemessene
                                    Portion (bei einer Essenausgabe)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] in Polen gebe es jetzt gegen Vorlage eines »                                    Kuroniówka«, benannt nach dem Sozialminister Jacek Kuroń,
                                    für Notleidende einen Schlag [92.25] Suppe […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlagabtausch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlagabtausch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">heftige Auseinandersetzung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dank Marczaks Charme schlug der Umgangston der versammelten
                                Aufsichtsräte, selbst bei kontroverser Debatte, so gut wie nie in
                                verletzenden Schlagabtausch [198.5] um […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlagzeilenwort">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlagzeilenwort</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einzelnes <ref target="textgrid:24ch2#wort.1a">Wort (1a)</ref>; in der durch große
                                Buchstaben hervorgehobenen, bes. auffälligen Überschrift eines
                                Beitrags auf der ersten Seite einer Zeitung, einer
                                Zeitungsrubrik</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schlagzeile]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] all das hat eine auflagenstarke Zeitung, die unserem
                                Volk täglich zuspricht, auf ein einziges Schlagzeilenwort [91.21]
                                gebracht: ›Wahnsinn!‹</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlamm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlamm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">feuchter, breiiger Schmutz; schmierige,
                                aufgeweichte Erde</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Als dann Vulkanausbrüche auf der Insel Luzon die zuvor
                                gelieferten Bilder […] unter Asche und Schlamm [261.14]
                                begruben […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlammtaucher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlammtaucher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zu der Ordnung der Froschlurche zählende Frösche
                                von schlankem Körperbau und unauffälliger Färbung, die u.a. in
                                Westeuropa verbreitet sind; Pelodytidae</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW156" type="source">[WWW156]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war der Professor der Kunstgeschichte gut vorbereitet
                                zum nicht nur naturwissenschaftlichen Vortrag über Scheibenzüngler,
                                Schlammtaucher [126.5], Erd- und Wechselkröten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlangestehen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlangestehen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in einer langen Reihe anstehen</hi> [D Schlange
                            3a*]</def><cit>
                            <quote>Ab Mitte der sechziger Jahre hat sie ihre Rente durch Botengänge,
                                Schlangestehen [220.2] vorm Fleischerladen und ähnliche
                                Dienstleistungen aufgebessert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlechte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlechte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ schlecht</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">charakterlich, moralisch nicht einwandfrei,
                                böse</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D schlecht 4]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] selbst wenn sie richtig gedacht und gut gemeint war, ist
                                sie doch zum Schlechten [282.15] mißraten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schleife">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schleife</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schnur, Band, das so gebunden ist, dass zwei
                                Schlaufen entstehen und das als Schmuck gedacht ist</hi> [°
                            D1a,b]</def><cit>
                            <quote>[…] fuhr vorm Friedhofsportal in einem Taxi S. Ch.
                                Chatterjee vor, um sich mit Kranz und Schleife [258.10] dem
                                Trauerzug einzureihen;</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgr#propellerschleife">Propellerschleife</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlimme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlimme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→schlimm</form></form>
                    <sense>
                        <def><hi rend="italic">in hohem Maße unangenehm, unerfreulich; negativ;
                                übel, arg</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D schlimm 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Wenngleich mir das Ende der Mauerzeit Genugtuung bereitet, ahne
                                ich Schlimmes [89.11].</quote>
                            <quote>Hier jedenfalls befürchtet man Schlimmes [102.17], doch ahne ich,
                                Ihr habt andere Sorgen ...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schlimmere">Schlimmere</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlimmere">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlimmere</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>Komp. zu →Schlimme</def><cit>
                            <quote>[…] und ihm aus ihrer katholischen Gottlosigkeit heraus
                                Hexerei und Schlimmeres [287.30], »Satanskunst«, nachgesagt
                                hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlitten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlitten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">salopp</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Auto […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war ich sicher, daß die Autodiebe […] niemals
                                hätten versucht sein können, ein Skoda-Modell oder einen noch so
                                gepflegten alten Schlitten [284.11], etwa einen Peugeot 404, Baujahr
                                1960, zu klauen und umzufrisieren;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schloßkirche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schloßkirche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zu einer Schlossanlage gehörende <ref target="textgrid:24cgj#kirche.1">Kirche
                                    (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schlosskirche]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>die zum ehemaligen Zisterzienserkloster gehörende Kathedrale von Oliva
                            <ref target="textgrid:24cgt#VaV" type="source">[VaV]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Fotos auf dem verglasten Geschirrschrank zeigen […]
                                Mutter und Sohn vorm Portal der Olivaer Schloßkirche
                                [35.24]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schluck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schluck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die durch reflexartige zusammenziehende Bewegung
                                der Zungen- u. Halsmuskeln vom Mund in die Speiseröhre u. den Magen
                                erfolgende Aufnahme einer Flüssigkeitsmenge (als einzelner
                                Vorgang)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2; D schlucken 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Später trank die Alte brav Schluck [242.9] nach Schluck
                                [242.10].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlummer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlummer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">leichterer, oft kürzerer Schlaf, bes. als Zustand
                                wohltuender Entspannung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ohne ironisch zu werden, rief er Erna Brakup aus gelegentlichem
                                Schlummer [198.20] in das Geschehen nach Tagesordnungspunkten
                                zurück.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlurfen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlurfen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→schlurfen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">geräuschvoll [u. schleppend] gehen, indem man die
                                Schuhe über den Boden schleifen lässt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie wird ihm das Schlurfen [18.30] abgewöhnen.</quote>
                            <quote>Sie wollte ihm nicht das Schlurfen [173.3], er ihr nicht das
                                Zigarettenpaffen abgewöhnen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schlurfschritt">Schlurfschritt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlurfgang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlurfgang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gang.2">Gang (2)</ref>; mit schleppenden
                                Schritten</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] worauf er, nun mit seinem Schlurfgang [76.22] allein,
                                den Weg zurück nahm.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlurfschritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlurfschritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schlurfen">Schlurfen</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#schritt">Schritt</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] passe ich mich seinem Schlurfschritt [44.12] an, bin ich
                                sein Nachtschatten und Echo.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schluß.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Zeitpunkt, an
                                    dem etw. aufhört, beendet wird; letztes Stadium; Ende</hi>
                                 [Schluss D1a]</def><cit>
                                <quote>Und gegen Schluß [15.28] schreibt er, bei sonst klarer
                                    Diktion, über weltweite Vorbereitungen zur Feier der
                                    Jahrtausendwende:</quote>
                                <quote>Erst gegen Schluß [18.10] seiner Klage werden ihm wieder die
                                    Einkaufsnetze der Witwe lieb, prall gefüllt mit
                                    Bedeutung.</quote>
                                <quote>Die Witwe hatte zum Schluß [36.5] Sahne an die Pilze gerührt
                                    […]</quote>
                                <quote>Gegen Schluß [54.6] seiner Eintragungen »auf
                                    Allerseelen«  wurde Reschke noch einmal das
                                    Einkaufsnetz der Witwe wichtig.</quote>
                                <quote>[…] was Schlag zwölf, als ein blutiges, bis zum Schluß
                                    [91.14] waffenklirrendes Jahrzehnt verging […]</quote>
                                <quote>Danach wurde sie leise, wie ich gegen Schluß [247.4] meiner
                                    Rede laut, allzu laut geworden bin.</quote>
                                <quote>Diese Einsicht konnte sogar Gerhard Vielbrand teilen, er
                                    rief: ›Schluß [287.10] der Debatte!‹</quote>
                                <quote>Mir gefiele dieser Schluß [294.31].</quote>
                                <quote>Deswegen, nur deswegen schreibe ich diesen Bericht bis zum
                                    Schluß [298.21].</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#sitzungsschluß">Sitzungsschluß</ref></xr><re><form> es ist Schluss [mit etw.]
                                            </form><sense><def><hi rend="italic">etw. hat aufgehört;
                                            mit etw. wird aufgehört</hi>  [Schluss D1a]</def><cit>
                                        <quote>Ein Satz der Witwe, dem nur zuzustimmen ist: »                                            Auf Friedhof muß Schluß [53.22] sein mit Politik!«,
                                            hat mich auf die Fährte gebracht.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>mit etw. ist Schluss</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">jmd., etw. ist ruiniert</hi> [Schluss
                                        D1a*]</def><cit>
                                        <quote>Wird in Dresden Schluß [76.17] sein mit VEB
                                            Blattgold.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schluß.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Folgerung, Ableitung</hi>  [Schluss D2a]</def><cit>
                                <quote>[…] hat dennoch eine Polemik zurückgewiesen, die
                                    […] zu dem Schluß [192.22] gekommen war, bei dem »                                    einträglichen Geschäft mit dem Heimweh alter Leute handelt es
                                    sich um triste Asyle und wahre Sterbehäuser, die man dichtmachen
                                    muß«.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlüssel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlüssel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gegenstand zum Öffnen u. Schließen eines
                                Schlosses</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Kurz nach elf verlangte er den Schlüssel [76.26] […]</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>Abbildung, Nachbildung eines Schlüssels [°]</def><cit>
                            <quote>[…] eine Kalksteinplatte, auf der unter unleserlichem Namen
                                zwei Hände im Flachrelief einen Schlüssel [196.10] fassen.</quote>
                            <quote>Sogar für überlieferte Symbole bleibe Raum, etwa für den vorhin
                                noch erwähnten Schlüssel [196.26].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlüsselbein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlüsselbein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beidseitig ausgebildeter Röhrenknochen des
                                Schultergürtels, der das Brustbein mit dem Schulterblatt
                                verbindet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Knochen über Knochen, Schädelfragmente, Beckenschalen und
                                Schlüsselbeine [195.21] zuhauf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlußfest">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlußfest</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#fest">Fest</ref>, das zum Abschluss, Ende von etw.
                                veranstaltet wird</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] damit sich unsere Kolonne - ich war beim »                                Unternehmen Coloradokäfer«  dabei - zum Schlußfest [170.4]
                                in der Gutsscheune Kelpin ein paar Extras leisten konnte:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlußfolgerung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlußfolgerung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">logische Ableitung; Schluss, mit dem etw. aus etw.
                                gefolgert, abgeleitet wird</hi> [° D Schlussfolgerung; D
                            Folgerung]</def><cit>
                            <quote>Nein, mich entsetzen seine Schlußfolgerungen [200.16]!</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schlußpunkt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlußpunkt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *einen Schlusspunkt […] setzen</form>
                        <sense><def><hi rend="italic">etw. Unangenehmes endgültig abschließen,
                                    beendet sein lassen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schlusspunkt 2*]</ref></def><cit>
                                <quote>Auch ich würde mich jetzt gerne verabschieden und wünschte,
                                    meinem Bericht hier den Schlußpunkt [294.25] setzen zu
                                    dürfen.</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="schlußsatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schlußsatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -sätze</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">letzter, abschließender <ref target="#satz">Satz</ref></hi> [D
                            Schlusssatz 1a]</def><cit>
                            <quote>Da sie Satz nach Satz zuerst auf polnisch, anschließend in ihrem
                                liebenswerten Deutsch gesprochen hat, konnte ich ihre Schlußsätze
                                [247.7] notieren:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmähbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmähbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#brief">Brief</ref>, in dem mit verächtlichen Worten
                                etw. od. jmd. beleidigt, beschimpft, schlecht gemacht wird </hi> [°
                            schmähen]</def><cit>
                            <quote>Das Geschäft lief, doch blieben die Erfolge meines Mitschülers
                                nicht ungetrübt: viele Schmähbriefe [139.27] in der gestapelten
                                Post.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmähung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmähung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense>
                        <def><hi rend="italic">verächtliche Reden, Schreiben in denen jmd., etw.
                                beleidigt, beschimpft, schlecht gemacht wird</hi> [° D
                            schmähen]</def><cit>
                            <quote>Im übrigen hat eine Vielzahl beipflichtender Artikel und
                                begeisterter Briefe die Schmähungen [141.2] aufgewogen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmelzkäse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmelzkäse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus zerkleinertem [Hart]käse unter Zugabe
                                bestimmter Salze durch Erwärmung und dadurch weich gewordener,
                                rindenloser [streichbarer] <ref target="textgrid:24cgj#käse">Käse</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Feuerzeuge aus aller Welt, Kümmel und Mohn in Tütchen,
                                Schmelzkäse [10.8] und Perlonstrümpfe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmerz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmerz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch Krankheit, Verletzung o.Ä. ausgelöste, sehr
                                unangenehme körperliche Empfindung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und jetzt erst klickte es, fiel der Groschen, wurde, ohne Schmerz
                                [37.5], ein Gedanke geboren […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgj#kopfschmerz">Kopfschmerz</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmollen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmollen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ schmollen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus Unwillen über jmds. Worte od. jmds. Verhalten
                                gekränkt schweigen [u. seine Verstimmung im Gesichtsausdruck
                                erkennen lassen]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Solange […] wird er mit dem Priester der Petrikirche und
                                unserem Paar, gleichfalls mit Karau gehofft haben, die Brakup werde
                                nach kurzem Schmollen [231.3] bald wieder mit Topfhut und in ihren
                                Filzstiefeln dabeisein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schmuck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schmuck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist aus kostbarem Material bestehende
                                Gegenstände (wie Ketten, Reife, Ringe), die zur Verschönerung, zur
                                Zierde am Körper getragen werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Herren eher salopp gekleidet, die Damen im Reisekostüm mit
                                viel Schmuck [72.31].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnabel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnabel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bei verschiedenen Wirbeltieren, bes. den Vögeln)
                                vorspringender, oft spitz auslaufender, von einer Hornschicht
                                überzogener Fortsatz vorn am Kopf</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Johann Uphagens Wappen, in dem des silbernen Schwans
                                höckriger Schnabel [74.17] ein goldenes Hufeisen trug
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnappschuß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnappschuß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fotografie, deren Motiv gerade so im Bild
                                festgehalten wird, wie es vorgefunden wird</hi> [D
                            Schnappschuss]</def><cit>
                            <quote>Weil er den Schnappschuß [12.22] schräg steil von oben machte und
                                dabei die Schuhkappen der hockenden Marktfrau ins Bild kamen, zeugt
                                dieses Foto von der erstaunlichen Größe der Steinpilze.</quote>
                            <quote>[…] ein Schnappschuß [158.29] zeigt die Piątkowska in
                                hellblauer Bluse an der Reling der Autofähre.</quote>
                            <quote>Hätten nicht Fotos, die das Paar als Paar ausweisen - etwa
                                […] der Schnappschuß [181.31] durch Selbstauslöser, der sie
                                beim Picknick an einem Seeufer zeigt -, als Hinweis auf ihr spätes
                                Verhältnis genug gesagt?</quote>
                            <quote>Diesen Schnappschuß [205.4] wird Reschke geknipst haben, denn auf
                                der Rückseite steht sein Vermerk:</quote>
                            <quote>Und deshalb muß mir das Foto der Erna Brakup als Rikschafahrgast
                                mehr sagen, als solch ein Schnappschuß [205.31] beweisen
                                kann.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="schnaps">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnaps</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form></form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cg6#dienst">Dienst</ref></def></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="schnarchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnarchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ schnarchen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beim Schlafen meist mit geöffnetem Mund tief ein-
                                u. ausatmen u. dabei ein dumpfes, kehliges Geräusch (ähnlich einem
                                Achlaut) von sich geben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Später jedoch, an anderer Stelle ihrer Geschichte, notierte er
                                nur mäßig störendes Schnarchen [79.19];</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneckenfraß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneckenfraß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schaden anrichtendes Abfressen, Verzehren durch
                                Schnecken, Weichtiere mit länglichem Körper und zwei Fühlerpaaren am
                                Kopf die sich auf einer von ihnen selbst abgesonderten Spur aus
                                Schleim auf dem Fuß sehr langsam fortbewegen</hi> [° D Fraß 2; D
                            Schnecke 1]</def><cit>
                            <quote>Vier oder fünf kaum vom Schneckenfraß [8.6] gezeichnete
                                Steinpilze lagen gereiht auf einer verjährten Titelseite der lokalen
                                Tageszeitung […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schneckenfraßspur">Schneckenfraßspur</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneckenfraßspur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneckenfraßspur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schneckenfraß">Schneckenfraß</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#spur.2">Spur (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] außer dem moosigen Unterfutter der Pilzhüte geringe
                                Schneckenfraßspuren [33.25].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Niederschlag in Form von kleinen, weißen Flocken
                                aus aus mehreren zusammenhaftenden Eiskristallen</hi> [° D; D
                            Schneeflocke]</def><cit>
                            <quote>Schnee [187.15] fiel, der liegenblieb, immer mehr Schnee
                                [187.16], Schnee [187.16] pulvrig auf Schnee [187.16].</quote>
                            <quote>Wie sehr ich dieses Geräusch vermißt habe: über knirschenden
                                Schnee [187.20] laufen, Spuren machen im Schnee [187.21]. </quote>
                            <quote>[…] der Schnee [188.26] hat alles gleich gemacht. </quote>
                            <quote>Zum ersten Mal höre ich sie über Schnee [189.3] hinweg
                                lachen.</quote>
                            <quote>Er hat die Brakup im Schnee [190.13] fotografiert
                                […]</quote>
                            <quote>Alle mir vorliegenden Fotos erzählen vom Januarfrost, von der
                                Wintersonne, vom blau verschatteten Schnee [190.18].</quote>
                            <quote>Den runden Geburtstag der Alten hatte man noch im Januar, als
                                Schnee [258.17] lag, in der Hundegasse gefeiert.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schneeballschlacht">Schneeballschlacht</ref>; <ref target="#schneefall">Schneefall</ref>;
                                <ref target="#schneekappe">Schneekappe</ref>; <ref target="#schneelast">Schneelast</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneeballschlacht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneeballschlacht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gegenseitiges Sichbewerfen mit kleineren, mit den
                                Händen geformten festen Kugeln aus <ref target="#schnee">Schnee</ref></hi> [° D; D
                            Schneball 1]</def><cit>
                            <quote>Schneeballschlacht [191.7] nennt man das.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneefall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneefall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Niederschlag in Form von <ref target="#schnee">Schnee</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Es ist, als wollte sich die Natur für allzu lange ausgebliebenen
                                Schneefall [187.18] entschuldigen. </quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneekappe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneekappe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schnee">Schnee</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#kappe">Kappe</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Angesichts der Schneekappen [189.1] auf den Urnen mußte Alexandra
                                lachen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneelast">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneelast</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schnee">Schnee</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#last.1">Last (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] wo unter den Schneelasten [187.29] das geräumte, gut
                                eineinhalb Hektar große Friedhofsgelände immer noch zu erahnen
                                war;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schneewittchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schneewittchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(im Volksmärchen) junges Mädchen, das wegen seiner
                                Schönheit von seiner Stiefmutter verfolgt u. schließlich mit einem
                                vergifteten Apfel fast umgebracht wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sogar Schneewittchens [273.31] gläserner Sarg will in Mode
                                kommen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnellstraße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnellstraße</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gut ausgebaute, meist wenigstens vierspurige
                                    <ref target="#straße">Straße</ref> für den Schnellverkehr</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Das Zimmer des Sohnes, nun Arbeitszimme der Piątkowska,
                                öffnete nach Süden hin Aussicht über die Schnellstraße
                                [32.13].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnitt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnitt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schnitt.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Trennung; Zäsur</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Indem das Paar jedoch klein beigab und sich entlasten ließ,
                                    blieb ihm der Schnitt [238.18] erspart.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="schnitt.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><re><form>*seinen Schnitt machen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">bei einem Geschäft einen bestimmten
                                            Gewinn machen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Allenfalls laufen Scheingeschäfte, bei denen
                                            ausländische Briefkastenfirmen und einheimische,
                                            alteingesessene Fabrikdirektoren ihren Schnitt [205.27]
                                            machen.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnittblume">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnittblume</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(für einen dekorativen Zweck, bes. zum Aufstellen
                                in einer Vase [als Teil eines Blumenstraußes], für Gebinde o.Ä.)
                                abgeschnittene <ref target="textgrid:24cg4#blume">Blume</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Vor den Auslagen einer Bäuerin, die in einem Korb gehäuft und auf
                                Zeitungspapier gebreitet Pilze, zudem in drei Eimern Schnittblumen
                                [7.10] anbot, fanden Witwer und Witwe einander.</quote>
                            <quote>Nur wenige Sorten Schnittblumen [8.3] standen noch in den Eimern:
                                Dahlien, Astern, Chrysanthemen. </quote>
                            <quote>Die Schnittblumen [8.9] waren dritte Wahl.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnittlauch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnittlauch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Pflanze mit röhrenartigen, grasähnlichen Blättern,
                                die klein geschnitten bes. als Salatgewürz verwendet werden</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] grobe Knoblauchwurst, mit Zwiebeln und Schnittlauch
                                [143.2] vermengten Quark […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnitzwerk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnitzwerk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesammtheit der Schnitzereien, durch das [mit
                                einem Messer] Abschneiden von Stücken, Spänen hergestellte Figuren,
                                Formen o.Ä. aus Holz</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D -werk 1; D schnitzen a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] das verschollene Vorleben ihrer Stadt, deren
                                mittelalterliche bis barocke Geschichte der Vergolderin vom
                                Schnitzwerk [222.4] der Hochaltäre bis hin zu den Knitterfalten
                                verzückter Heiliger bekannt war;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnörkel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnörkel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der Verzierung dienende, gewundene, geschwungene,
                                spiralige o.ä. Form, Linie</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sie waren ihr alle, auch Ferber und seine drei
                                Schweinsköpfe, bekannt, ja, familiär vertraut bis in den
                                aberwitzigsten Schnörkel [74.20] und in die letzte Helmzier
                                hinein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">langes, dünnes, aus mehreren zusammengedrehten od.
                                -geflochtenen Fäden, Fasern o. Ä. hergestelltes Gebilde</hi> [D
                            ¹Schnur 1]</def><cit>
                            <quote>[…] gereiht auf langer, zur Kette geknüpfter Schnur [77.30]:
                                getrocknete Steinpilze […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#seidenschnur">Seidenschnur</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnurrbart">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnurrbart</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bei Männern) über der Oberlippe wachsende
                                [steife] Haare</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Bart 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß dessen Auge geblitzt, sich sein Schnurrbart [148.2]
                                gesträubt, sein Pferd, ein Schimmel, geäpfelt habe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schnürschuh">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schnürschuh</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Schuh, der mit einem festen Band, was durch
                                mehrere Ösen o.Ä. geführt, fest angezogen u. dann verknotet wird,
                                zugebunden wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D schnüren 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Nein, nicht winterliche Pelzstiefel, halbhohe Schnürschuhe
                                [256.5] trug sie […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schöffe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schöffe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bei Strafgerichten ehrenamtlich eingesetzter Laie,
                                der zusammen mit dem Richter die Tat des Angeklagten beurteilt u.
                                das Maß der Strafe festlegt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Namen und Wappen ausgestorbener Patriziergeschlechter, vom
                                Schöffen [74.12] und Ratsherrn Angermünde […] bis zu Johann
                                Uphagens Wappen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schönheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schönheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art, die jmdm. sehr gut gefällt, die jmds.
                                Geschmack entspricht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D schön 1c]</ref></def><cit>
                            <quote>Natürlich war es ihm wichtig, in seinem Tagebuch »die
                                anrührende Schönheit [227.29] des mumifizierten Mannes« 
                                festzuhalten […]</quote>
                            <quote>Selbst nach dem komplizierten Auftragen der acht leimgebundenen
                                Kreideschichten war ihm […] viel von seiner möglichen Schönheit
                                [254.7] vergangen.</quote>
                            <quote>[…] entstand die Figur in ihrer von anonymer Hand gewollten
                                Schönheit [254.15] aufs neue.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schönschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schönschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ordentliche, regelmäßige <ref target="textgrid:24cgx#schrift.1a">Schrift (1a)</ref>;
                                [zu der jüngere Schüler durch Übungen im Deutschunterricht
                                angehalten werden]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Wenn vorhin Reschkes Schönschrift [86.22] zu loben war, muß nun
                                zugegeben werden, daß es mir schwerfällt, die Briefe der
                                Piątkowska bis ins letzte Gekraksel zu entziffern.</quote>
                            <quote>Doch den Satz […] hat er keinem Brief anvertraut, vielmehr
                                mit Schönschrift [167.14] nur deshalb in seine Kladde geschrieben,
                                damit ich folgern darf:</quote>
                            <quote>Bei gleichbleibender Schönschrift [258.29] verändern sich Abläufe
                                mitten im Satz.</quote>
                            <quote>Reschke, der alles Gesehene in Schönschrift [261.17] zu Papier
                                gebracht hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schönwetter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schönwetter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">warmes, sonniges <ref target="textgrid:24ch2#wetter">Wetter</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mir liegt ein Foto vor, auf dem die Brakup in einer
                                Fahrradrikscha bei hochgeklapptem Verdeck sitzt, obgleich das Foto
                                Schönwetter [203.29] beweist.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schorf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schorf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Bot.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch Pilze hervorgerufene Pflanzenkrankheit mit
                                schorfartigen, krustenartigen Ausbildungen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D 1,2]</ref></def><cit>
                            <quote>Besser gelingt ihm das Ziegelwerk der Klostermauer: »Von
                                Schorf [8.1] befallen...«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schornstein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schornstein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">über das Dach hinausragender od. auch frei stehend
                                senkrecht hochgeführter Abzugsschacht für die Rauchgase einer
                                Feuerungsanlage</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] auf dessen Gelände noch immer als imposanter Klinkerbau,
                                mit Abdankungshalle und zwei Schornsteinen [66.15], das Krematorium
                                stand.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schoß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schoß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beim Sitzen durch den Unterleib u. die
                                Oberschenkel gebildete Vertiefung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Finger im Schoß [204.1] verflochten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schramme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schramme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von einem [vorbeistreifenden] spitzen od. rauen
                                Gegenstand durch Abschürfen hervorgerufene, als längliche Aufritzung
                                sichtbare Hautverletzung od. Beschädigung einer glatten
                                Oberfläche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und zufällig […] blieben wir bis auf ein paar Schrammen
                                [264.5] heil und retteten uns in den Westen;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrebergarten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrebergarten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gärten</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kleingarten">Kleingarten</ref> innerhalb einer
                                Gartenkolonie am Stadtrand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wo Reschke Waldwiesen erinnerte und sonntägliche
                                Familienausflüge, bedrängten zeltartig konstruierte Holzhäuser
                                einander, umgeben von Schrebergärten [64.23].</quote>
                            <quote>Gleich hinter dem Krematorium […] ging das Parkgelände
                                hinter brüchigem Zaun in Schrebergärten [68.26] über.</quote>
                            <quote>[…] die Betonpfosten haben anderswo, etwa zwischen
                                Schrebergärten [153.26] oder bei der Umzäunung von Hühnerhöfen,
                                Verwendung gefunden.</quote>
                            <quote>[…] als uns am Rand des brüchig eingezäunten Geländes, wo
                                Schrebergärten [175.28] beginnen, ein mutwillig mit Farbe
                                beschmiertes Grab für russische Kriegsgefangene des Ersten
                                Weltkrieges entsetzte.</quote>
                            <quote>Ringsum Gestrüpp, rostender Schrott, die Reste eines
                                Holzschuppens, dahinter Schrebergärten [202.1].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">heftige Gemütserschütterung, die meist durch das
                                plötzliche Erkennen einer [vermeintlichen] Gefahr, Bedrohung
                                ausgelöst wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] folgte ich doch nach nur kurzem Schreck [8.20] - oder
                                war es der Glockenschlag? - einer Verführung besonderer Art, nein,
                                einem Sog...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrecken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrecken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schrecken.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">von Entsetzen
                                    u. Angst bestimmtes, sehr belastendes, quälendes u. oft
                                    lähmendes Gefühl</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Nicht frei von Schrecken [71.15] habe er die Umarmung
                                    erlebt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#schrecknis">Schrecknis</ref>; <ref target="#schreckensbild">Schreckensbild</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="schrecken.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">etw., was Schrecken, Angst hervorruft</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Vom Dominikanerkloster ist nur die düstere Nikolaikirche
                                    übriggeblieben, deren innere Pracht ganz auf Schwarz und Gold
                                    beruht; ein Nachglanz einstiger Schrecken [10.13].</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreckensbild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreckensbild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schrecken">Schrecken</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#bild.3">Bild (3)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Gleich hinter dem Schreckensbild [78.16] seiner Grabsteinplatte
                                und den Hinweisen auf herbeispekulierte Verwandtschaft
                                […]</quote>
                            <quote>[…] entwirft ein Schreckensbild [282.3] herrischer Landnahme
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrecknis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrecknis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -se</form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was <ref target="textgrid:24cgx#schrecken.1">Schrecken (1)</ref>; erregt</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vermutungen, nach denen die kürzlich gemeldete Ermordung eines
                                indischen Politikers den Bengalen zur plötzlichen Abreise genötigt
                                haben könnte, wurden von anderen Schrecknissen [293.4]
                                verdrängt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreiben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreiben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schriftliche Mitteilung meist sachlichen Inhalts,
                                offiziellen Charakters</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In einem der Schreiben [88.14] sei »vitales Interesse an
                                Rückkehr in die Heimat, wenn auch der Toten nur« 
                                formuliert worden.</quote>
                            <quote>Amtliche Schreiben [108.10] bestätigen, daß es Reschke gelang,
                                allen »Beerdigungswilligen«  die steuerliche
                                Absetzbarkeit des Grundbetrages in Aussicht zu stellen.</quote>
                            <quote>Reschke konnte […] Schreiben [112.13] hochrangiger
                                Ministerialbeamter, fiskalische Gutachten und einen Lageplan des
                                zukünftigen Friedhofs ausbreiten.</quote>
                            <quote>Die Piątkowska legte Schreiben [112.16] der Wojewodschaft,
                                der Polnischen Nationalbank, Zweigstelle Gdańsk, zweier
                                Abgeordneter des Sejm und der Bistumsverwaltung vor.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreibkraft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreibkraft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der berufsmäßig Schreibarbeiten
                                ausführt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Denkwitz hat eine Schreibkraft [170.18] einstellen müssen und
                                jemanden, der ihr bei der kompliziert gewordenen Buchführung zur
                                Hand geht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreiblust">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreiblust</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgk#lust">Lust</ref> an literarischer Tätigkeit</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Hat etwa Reschke sogleich nach diesem Gespräch begonnen, jemanden
                                mit Schreiblust [294.10] zu suchen;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreibtisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreibtisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einem Tisch ähnliches Möbelstück zum Schreiben,
                                das meist an einer od. an beiden Seiten Schubfächer zum Aufbewahren
                                von Schriftstücken, Akten o. Ä. besitzt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Arbeitsplatz</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Nur zweimal um die Ecke habe er in der Hauptpost seinen
                                Schreibtisch [36.29] gehabt.</quote>
                            <quote>Hätte er […] seinen Schreibtisch [238.13] nach Düsseldorf
                                verlegt, »Bungagolf«  bejaht und einen landesweiten
                                Kundendienst ausgebaut, wäre Trennung die Folge gewesen, nicht
                                auszudenken!</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreibverlauf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreibverlauf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch1#verlauf.2">Verlauf (2)</ref>; der aufgezeichneten Wörter
                                [auf einem Blatt Papier o.Ä.]; Schriftbild</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Nicht ihre Satzstellung oder ihr sparsamer Umgang mit den
                                Artikeln […] bereiten mir Schwierigkeiten, vielmehr ist es die
                                mal rücklings stürzende, mal voranstürmende Gangart des
                                Schreibverlaufs [86.29].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreibweise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreibweise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art, in der ein Wort geschrieben wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Da in des Witwers Notizen polnische und deutsche Schreibweisen
                                [20.27] willkürlich wechseln, folge ich seinen unentschlossenen
                                Benennungen […]</quote>
                            <quote>Auf einer grauen, gänzlich abgelaufenen Granitplatte stand frisch
                                in Keilschrift mein Name eingemeißelt, wenn auch nach älterer
                                Schreibweise [62.5] und ergänzt durch die Vornamen meiner Brüder
                                […]</quote>
                            <quote>Vom ersten bis zum letzten Brief folgt sie der polnischen
                                Schreibweise [87.17] ihrer Vornamen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schreibwerkzeug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schreibwerkzeug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">speziell geformter Gegenstand, mit dessen Hilfe
                                etwas handschriftlich geschrieben, aufgezeichnet werden kann</hi> [°
                            D Werkzeug 1a]</def><cit>
                            <quote>Da mir mein ehemaliger Mitschüler zwischen den per Post
                                zugestellten Krempel seinen Füllfederhalter gelegt hat, kann ich das
                                Schreibwerkzeug [82.15] - im Gegensatz zum Auto seiner Wahl -
                                bestimmen:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schrift.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="schrift.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Folge von Buchstaben, Wörtern, Sätzen, wie
                                        sie sich in einer bestimmten materiellen Ausprägung dem Auge
                                        darbietet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] vor dem breitformatigen Granit - mit übrigens
                                        frisch vergoldeter Schrift [29.25] - ist es unvermittelt
                                        wieder die Witwe gewesen, die der Handlung Auftrieb gab. </quote>
                                    <quote>Noch einmal […] ging der Professor Bodenplatten ab,
                                        deren erhabene Schrift [61.8], kaum noch leserlich, die
                                        Namen und Sterbedaten einst mächtiger Patrizier und, in
                                        barockem Deutsch, Bibelzitate aufsagte. </quote>
                                    <quote>[…] darunter durch Schläge beschädigte Schrift
                                        [175.7]: ›Unsern Toten‹  .</quote>
                                    <quote>Seitlich des Fahrradsitzes meidet die laubgrüne Schrift
                                        [204.23] auf weißem Lackgrund die Landessprache und will
                                        allgemeinverständlich sein: »Chatterjees
                                        Rikscha-Service«</quote>
                                    <quote>Entwürfe, auf denen die Namen und die Daten
                                        kulturhistorischer Anmerkungen in gleich großer Schrift
                                        [271.8] untereinander standen, wurden abgelehnt.</quote>
                                    <quote>In der zweiten Rikscha gleichen Modells sitzen die
                                        Trauzeugen Jerzy Wróbel und Helena, eine Kollegin der
                                        Piątkowska, als Vergolderin mehr auf Schrift [290.5]
                                        spezialisiert.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cgg#inschrift">Inschrift </ref>; <ref target="#schönschrift">Schönschrift</ref>;
                                        <ref target="#schriftvergoldung">Schriftvergoldung</ref>; <ref target="#schriftzeile">Schriftzeile</ref>;
                                        <ref target="#sütterlinschrift">Sütterlinschrift</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgz#transparentinschrift">Transparentinschrift</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="schrift.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Gesamtheit der in einem System
                                        zusammengefassten grafischen Zeichen, bes. Buchstaben, mit
                                        denen Laute, Wörter, Sätze einer Sprache sichtbar
                                        festgehalten werden u. so die lesbare Wiedergabe einer
                                        Sprache ermöglichen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Als jedoch Alexandra Piątkowska fragte, ob […]
                                        mit einer fünften Schriftzeile gerechnet werden müsse, und
                                        zwar in bengalischer Sprache und Schrift [271.19], fand man
                                        das nicht besonders witzig.</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="textgrid:24cgj#keilschrift">Keilschrift</ref></xr></sense>
                            <sense n="c)" xml:id="schrift.1c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num><def><hi rend="italic">die einem Menschen eigene, für ihn
                                        charakteristische Schrift, die er, mit der Hand schreibend,
                                        hervorbringt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Handschrift 1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Wie nach einem Rohrbruch ergießen sich Obszönitäten, die,
                                        allzu lange gestaut, in unangefochten gleichmütig bleibender
                                        Schrift [84.16] Blatt nach Blatt füllen;</quote>
                                </cit>
                                <xr><ref target="#schriftbild">Schriftbild</ref></xr></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schrift.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">geschriebener, meist im Druck erschienener
                                    längerer Text bes. wissenschaftlichen, literarischen,
                                    religiösen, politischen o.ä. Inhalts; schriftliche Darstellung,
                                    Abhandlung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg6#denkschrift">Denkschrift</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schriftbild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schriftbild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">äußere Form, Gestalt, Ausprägung einer
                                    <ref target="textgrid:24cgx#schrift.1c">Schrift (1c)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sein seitenlanges Handschreiben, das gleichmäßig Rand
                                hält und dessen wie gestochen wirkendes Schriftbild [84.1] noch
                                immer die Zeugnisnote »sehr gut«  verdiente
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schriftsteller">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schriftsteller</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der [beruflich] literarische Werke
                                verfasst</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Schriftsteller [204.16] Kazimierz Brandys läßt in seinem
                                Roman »Rondo«  dieses zeitbedingte Verkehrsmittel
                                rollen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schriftvergoldung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schriftvergoldung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#schrift.1a">Schrift (1a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#vergoldung">Vergoldung</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] zumal Alexandras Tätigkeit als Vergolderin oft über
                                Monate auf die Schrift- [74.9] und Ornamentvergoldung hölzerner und
                                steingehauener Epitaphe konzentriert war […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schriftzeile">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schriftzeile</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#schrift.1a">Schrift (1a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zeile">Zeile</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Als jedoch Alexandra Piątkowska fragte, ob […] mit einer
                                fünften Schriftzeile [271.18] gerechnet werden müsse, und zwar in
                                bengalischer Sprache und Schrift, fand man das nicht besonders
                                witzig.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrille</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ schrill</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in unangenehmer Weise durchdringend hell, hoch u.
                                grell klingend</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D schrill 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dem Witwer gefiel dieses ans Schrille [11.23] grenzende Lachen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(der Fortbewegung dienendes) Versetzen eines
                                Fußes, meist nach vorn, unter gleichzeitiger Verlagerung des
                                gesamten Körpergewichts auf diesen Fuß</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie mit kurzen, hart aufstoßenden Schritten [14.10].</quote>
                            <quote>[…] gleichfalls gewinnt die Witwe, wie sie neben ihm Schritt
                                [18.28] vor Schritt [18.28] Richtung Friedhof setzt, durch bloße
                                Willensstärke Kontur:</quote>
                            <quote>Dann trat sie näher, noch einen Schritt [24.7] näher an die
                                schiefstehenden Grabsteine heran, die dem Witwer bemerkenswert
                                gewesen waren.</quote>
                            <quote>[…] daß ich ihm nun aber Schritt [60.15] auf Schritt [60.16]
                                folgen muß, ist zuviel verlangt.</quote>
                            <quote>[…] wobei Reschkes längere Schritte [68.2] von der
                                Piątkowska laut in Metern gezählt wurden […]</quote>
                            <quote>Sie machte einen kleinen Schritt [78.11], er einen
                                Stolperschritt.</quote>
                            <quote>Und als Chatterjee den Kofferträger bemerkte und nach wenigen
                                Schritten [80.24] neben ihm war, nannte er den Pakistani frisch
                                angestellt:</quote>
                            <quote>Und in ihren Filzstiefeln trat sie nun, Schritt [229.7] nach
                                Schritt [229.8] rückwärts gehend, bis zur Tür zurück.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schlurfschritt">Schlurfschritt</ref>; <ref target="#stiefelschritt">Stiefelschritt</ref>;
                                <ref target="#stöckelschuhschritt">Stöckelschuhschritt</ref>; <ref target="#stolperschritt">Stolperschritt</ref></xr>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Weiterkommen (in einer Angelegenheit)</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Wir haben einen nicht unwesentlichen Schritt [112.6] voran getan
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schroffheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schroffheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Ausdrücken seiner Ablehnung durch eine
                                abweisende u. unhöfliche Haltung [ohne viel Worte];
                                Verbitterung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D schroff 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Witwe sagte: »Das war mal gewesen Solidarność«,
                                und hatte dann doch einen weiteren Satz übrig, der die Schroffheit
                                [19.30] ihres Nachrufs ein wenig mildern sollte:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrott">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrott</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">unbrauchbare, meist zerkleinerte Abfälle aus
                                Metall od. [alte] unbrauchbar gewordene Gegenstände aus Metall
                                o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ringsum Gestrüpp, rostender Schrott [201.31], die Reste eines
                                Holzschuppens, dahinter Schrebergärten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schrulle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schrulle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">seltsame, wunderlich anmutende Eigenart,
                                Angewohnheit, die zum Wesenszug eines Menschen geworden ist</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Auch wenn ich mich an einen Mitschüler seines Namens nicht
                                erinnern kann, schon ist er mir mit seinen eingefleischten Schrullen
                                [18.26] und beginnenden Altersbeschwerden vertraut;</quote>
                            <quote>Nun sah man bestätigt, daß die sorgfältig katalogisierte Sammlung
                                handgeschmiedeter Sargnägel […] mehr war als eine Schrulle
                                [132.7]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schub">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schub</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Schübe</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anzahl von gleichzeitig sich in Bewegung
                                setzenden, abgefertigten, beförderten Personen […]</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Als sich die Bar in rasch aufeinanderfolgenden Schüben [72.27]
                                füllte, worauf lärmig Fröhlichkeit ausbrach, zahlte Reschke
                                sogleich, weil er so viel Andrang der Piątkowska nicht zumuten
                                wollte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schubkraft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schubkraft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> 
                        </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Physik, Technik</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kraft.3">Kraft (3)</ref>;, mit der etw. nach vorn
                                getrieben, gestoßen wird; Vortrieb</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schub 1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Und doch gibt er der Schubkraft [53.9] des Unternehmens
                                Vorschuß:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schuh">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuh</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fußbekleidung aus einer festen, aber biegsamen,
                                glatten od. mit Profil versehenen Sohle [mit Absatz] u. einem
                                Oberteil meist aus weicherem Leder</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und jetzt erst überprüfte Reschke seine Garderobe und kaufte für
                                sich, was mir vorliegende Quittungen belegen, einen schwarzen
                                Kammgarnanzug, schwarze Schuhe [132.24] […]</quote>
                            <quote>Ihre zu leichten Schuhe [225.2] seien für weiteres
                                Friedhofsgelände ungeeignet.</quote>
                            <quote>Beim Abstieg von der Chaussee zum tiefliegenden Seeufer zeigte
                                sich, daß Alexandra wieder einmal untaugliche Schuhe [277.3]
                                trug.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgf#hausschuh">Hausschuh</ref>; <ref target="#schnürschuh">Schnürschuh</ref>; <ref target="#schuhgröße">Schuhgröße</ref>;
                                <ref target="#schuhkappe">Schuhkappe</ref>; <ref target="#schuhwerk">Schuhwerk</ref>; <ref target="#stadtschuh">Stadtschuh </ref>;
                                <ref target="#stöckelschuh">Stöckelschuh</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schuhgröße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuhgröße</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in Zahlen ausgedrückte <ref target="textgrid:24cgd#größe.1d">Größe (1d)</ref> eines
                                    <ref target="textgrid:24cgx#schuh">Schuhs</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er stellte sich neben sie. Schuhgröße [7.6] dreiundvierzig neben
                                Schuhgröße [7.7] siebenunddreißig.</quote>
                            <quote>Sein Tagebuch bestätigt Allerseelen und gibt die Schuhgröße
                                [7.16] preis.</quote>
                            <quote>Wie ihre Schuhgrößen [16.25] sind ihm ihr Parfüm und sein
                                Rasierwasser mitteilenswert gewesen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schuhkappe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuhkappe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">fester [aufgesetzter] Teil vorn u. hinten am
                                    <ref target="#schuh">Schuh</ref>, der die Wölbung formt u. versteift</hi> [D
                            Kappe 2d]</def><cit>
                            <quote>Weil er den Schnappschuß schräg steil von oben machte und dabei
                                die Schuhkappen [12.23] der hockenden Marktfrau ins Bild kamen,
                                zeugt dieses Foto von der erstaunlichen Größe der
                                Steinpilze.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schuhwerk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuhwerk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgx#schuh">Schuhe (in Bezug auf Art u.
                                    Beschaffenheit)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] er hat sich gleichfalls festes Schuhwerk [187.25]
                                geleistet.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulbank">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulbank</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">früher</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit einem Pult verbundene <ref target="textgrid:24cg4#bank-1.a">¹Bank
                                    (a)</ref>; für <ref target="#schüler">Schüler</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] man wird uns als Untertertianer in eine Schulbank
                                [21.28] gezwängt haben […]</quote>
                            <quote>Reschke und ich in einer Schulbank [60.13], und daß ich bei ihm
                                Mathe, Latein abschreiben durfte, wird so gewesen sein;</quote>
                            <quote>Unsere gemeinsame Schülerzeit dämmert mir: wir - zwei
                                Hitlerjungs, in einer Schulbank [102.24] zwar, doch nicht im selben
                                Fähnlein bei Morgenfeiern in Kolonnen aufmarschiert […]</quote>
                        </cit><re><form> *die Schulbank drücken</form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">zur Schule gehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Nur weil er und ich vor einem halben Jahrhundert Arsch
                                        neben Arsch die Schulbank [15.7] gedrückt haben sollen?
                                    </quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulbuch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulbuch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -bücher</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lehr- u. Arbeits<ref target="textgrid:24cg4#buch">buch</ref> für den
                                Schulunterricht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Um wenigstens etwas zu tun, schickt sie neuerdings über ihren
                                Verein, ›Die Gesellschaft der Freunde von Wilno und Grodno‹,
                                polnische Schulbücher [158.19] über die Grenze.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schuld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuld</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *in jmds. Schuld sein […]</form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">jmdm. sehr zu Dank verpflichtet sein</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Stimmt, ich bin in deiner Schuld [298.20].</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="schuldirektor">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schuldirektor</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Leiter bestimmter Schul- u. Hochschultypen</hi> [D
                            Direktor 1a]</def><cit>
                            <quote>[…] so viel verkniffener Ernst, flankiert vom Schuldirektor
                                [96.8] und Klassenlehrer:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schule">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schule</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schule.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Lehranstalt, in der Kindern u. Jugendlichen durch
                                    planmäßigen Unterricht Wissen u. Bildung vermittelt werden</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Mußte zu oft die Schule [15.12] wechseln.</quote>
                                <quote>[…] nannte den immer noch als Schule [19.16] betriebenen
                                    Kasten »meine ehemalige Penne«  […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#schüler">Schüler</ref>; <ref target="#schulenglisch">Schulenglisch</ref>;
                                    <ref target="#schulgeschichte">Schulgeschichte</ref>; <ref target="#schulmief">Schulmief</ref>;
                                    <ref target="#schulzeit">Schulzeit</ref>; <ref target="textgrid:24ch1#volksschule">Volksschule</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="schule.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">bestimmte künstlerische od. wissenschaftliche
                                    Richtung, die von einem Meister, einer Kapazität ausgeht u. von
                                    ihren Schülern u. Schülerinnen vertreten wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie sagte: »Ist typisch Krakauer Schule
                                    [253.7].«</quote>
                            </cit>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <form>der alten Schule</form>
                            <def><hi rend="italic">der früher herrschenden Richtung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6]</ref></def><cit>
                                <quote>Mehrmals nannte sie mich altmodisch oder, mit ihren Worten,
                                    ›von alte Schule [52.13] noch‹  […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulenglisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulenglisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in der <ref target="textgrid:24cgx#schule.1">Schule (1)</ref>; erworbene
                                Englischkenntnisse</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als das junge, von Reschke hübsch genannte Mädchen
                                hinter der Theke ihr Schulenglisch [48.21] unter Beweis stellte,
                                indem sie die Herren fragte, ob »more German beer« 
                                gewünscht sei […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schüler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schüler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl (m+f) - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Junge, Jugendlicher, der eine <ref target="textgrid:24cgx#schule.1">Schule
                                    (1)</ref>; besucht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Durften nicht Schüler [36.19] in Lyzeum sein.</quote>
                            <quote>Zum Beispiel soll ich, was er und andere Schüler [39.16]
                                bewundert haben wollen, eine lebende Kröte geschluckt haben.</quote>
                            <quote>Also gut, ich habe als Schüler [60.9] auf Wunsch Kröten
                                geschluckt.</quote>
                            <quote>Kommentierte Fotos von Klassentreffen sagten ihm, wie viele
                                restliche, inzwischen hochbetagte Schüler [95.31] immer noch
                                reiselustig waren.</quote>
                            <quote>Hinzu kamen Klassenfotos […], darauf namentlich aufgelistet
                                vorn hockende, dann sitzende, nachgestellt stehende, dahinter erhöht
                                gestellte Schüler [96.4] und Schülerinnen.</quote>
                            <quote>Und als ihm diese ungeschickte Zeichnung […] von allen
                                Lehrern und Schülern [140.7] nur Tadel einbrachte, stand er in
                                Tränen;</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgn#mitschüler">Mitschüler</ref>; <ref target="textgrid:24cgr#petrischüler">Petrischüler</ref>;
                                <ref target="#schülerausdruck">Schülerausdruck</ref>; <ref target="#schülererinnerung">Schülererinnerung</ref>;
                                <ref target="#schülerin">Schülerin</ref>; <ref target="#schülerzeit">Schülerzeit</ref>;
                            <ref target="#schulbank">Schulbank</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schülerausdruck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schülerausdruck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schüler">Schüler</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#ausdruck.1">Ausdruck (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Er bekannte, frühreif ein Bibliothekshocker gewesen zu sein,
                                nannte den immer noch als Schule betriebenen Kasten »meine
                                ehemalige Penne«  und erklärte ihr umständlich diesen
                                Schülerausdruck [19.17].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schülererinnerung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schülererinnerung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schüler">Schüler</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg7#erinnerung.1">Erinnerung (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] oder hatte er mich, seinen Banknachbarn, schon im Auge,
                                herausgefiltert aus seinen Schülererinnerungen [294.12], als Wróbel
                                die Chronik vorschlug?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schülerin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schülerin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -nen</form></form>
                    <sense>
                        <def>/w. Form zu <ref target="#schüler">Schüler</ref>/ <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Hinzu kamen Klassenfotos diverser Volks- und Mittelschulen,
                                Lyzeen und Gymnasien, darauf namentlich aufgelistet […] Schüler
                                und Schülerinnen [96.5].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schülerzeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schülerzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schüler">Schüler</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zeit.2b">Zeit (2b)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Doch weil ich mir alle Hin- und Rückwege lang, die Reschke
                                vorgibt, schon zu Schülerzeiten [44.6] die Hacken abgelaufen habe
                                […]</quote>
                            <quote>Ich hörte aus dem Geplapper der Frauen heraus, daß es ihr Wunsch
                                war, […] die Große Allee von Danzig nach Langfuhr zu befahren,
                                hin und zurück, wie dazumal, während Schülerzeiten [59.28].</quote>
                            <quote>Unsere gemeinsame Schülerzeit [102.23] dämmert mir:</quote>
                            <quote>[…] wo während Reschkes und meiner Schülerzeit [214.12] das
                                Café Vierjahreszeiten beliebt gewesen war […]</quote>
                            <quote>[…] den die alte Frau am Tag ihres einprägsamen Rücktritts
                                leicht zittrig in jener Ableitung der Sütterlinschrift geschrieben
                                hat, die auch Reschke und mir während Schülerzeiten [230.6]
                                eingepaukt wurde […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulfreundin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulfreundin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -nen</form>
                        <form>/w. Form/</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[frühere] Mitschülerin, mit der man befreundet
                                ist</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schulfreund]</ref></def><cit>
                            <quote>Die beiden Schulfreundinnen [60.2] riefen: »Können wir Ihnen
                                wärmstens empfehlen, dieses Vergnügen! Sie sind doch auch von hier,
                                oder?«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulgeschichte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulgeschichte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geschichte.1">Geschichte (1)</ref>;, die von Erlebnissen in
                                der <ref target="textgrid:24cgx#schule.1">Schule (1)</ref>; handelt</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dann, nach lustigen Schulgeschichten [27.9], in denen es um
                                Freundinnen, unter ihnen zwei jüdische, um Ferien auf dem Land und
                                um das Absammeln von Kartoffelkäfern ging, sei ihr abrupt der Faden
                                gerissen:</quote>
                            <quote>Anfangs nur Schulgeschichten [36.18].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulmief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulmief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#schule.1">Schule (1)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgn#mief">Mief</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Jetzt, wo ich mit meinen übriggebliebenen Wörtern ganz
                                woandershin will, holt er mich in den Schulmief [42.17]
                                zurück.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulnote">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulnote</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in einer Ziffer, einem Wort od. einer Punktzahl
                                ausgedrückte Bewertung einer schulischen Leistung; Zensur,
                                Zeugnisnote</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Note 2a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] auch fiele es schwer, dem doppelten Unreifezeugnis mit
                                besseren Schulnoten [172.17] nachzuhelfen, zumal die Schwarzseher,
                                nach Lage der Dinge, meistens recht behalten;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulschluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulschluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ende der täglichen Unterrichtszeit</hi> [D
                            Schulschluss 1]</def><cit>
                            <quote>Immer nach Schulschluß [42.24]: Hildchen und ich.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schulzeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schulzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeit, Jahre in der jmd. die <ref target="textgrid:24cgx#schule.1">Schule (1)</ref>;
                                besucht hat</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er duzte mich, als wäre ihm die Schulzeit [15.20] unvergänglich
                                geblieben:</quote>
                            <quote>Nein, Alexandra, die hat schon immer, jedenfalls meine Schulzeit
                                [45.16] lang, so gestunken.</quote>
                            <quote>So empfindlich las Reschke die Glossen, daß ich mich frage, ob
                                mein Banknachbar aus Schulzeiten [139.31] etwa jener
                                langaufgeschossene, picklige Junge gewesen ist, den leiseste Kritik
                                zum Weinen brachte.</quote>
                            <quote>Und dann verpflichtet er mich mit Hinweis auf unsere gemeinsame
                                Schulzeit [298.7]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schüssel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schüssel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw. in einem tieferen, meist runden od. ovalen,
                                oben offenen Gefäß Angerichtetes, Aufgetragenes; Gericht,
                                Speise</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>»Na, sehen Sie«, sagte die Piątkowska beim Auftragen
                                der dampfenden Schüsseln [35.30], »mein Mann war noch höher
                                raus bißchen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schutt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schutt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in kleinere u. kleinste Stücke zerbröckelte Reste
                                von Gesteinsmassen, Mauerwerk o.Ä., die vormals zu einem größeren
                                [massiven] Ganzen (Fels od. Bauwerk) gehörten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Als das Gewölbe zum letzten Mal nieder kam, sprangen unterm
                                Schutt [60.27] einige der Bodengrabplatten.</quote>
                            <quote>Dann fand ich im Schutt [196.4], rechts vom zerstörten
                                Hauptaltar, einige stark fragmentierte […]Grabplatten
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#gewölbeschutt">Gewölbeschutt</ref>; <ref target="textgrid:24cgz#trümmerschutt">Trümmerschutt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schutz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schutz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form> </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was eine Gefährdung abhält od. einen Schaden
                                abwehrt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Weißrot gestreift das Klappdach zum Schutz [57.28] der Fahrgäste
                                bei widrigem Wetter.</quote>
                            <quote>[…] man möge am teuren Draht sparen und Bauelemente der
                                jüngst hinfällig gewordenen Berliner Mauer zollfrei nach Polen
                                einführen, um sie zum Schutz [153.20] des deutschen Friedhofs
                                abermals aufzustellen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schütze">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schütze</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schütze.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Astrol.</hi></usg>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Tierkreiszeichen für die Zeit vom 23.11. bis
                                    21.12.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4a]</ref></def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>
                                <hi rend="italic">plastische Darstellung des Schützen im
                                    Tierkreiszeichen</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Sie hat ihm nicht ohne Stolz im Kreis der Tiere und
                                    zeichenhaften Gestalten den Löwen gezeigt, der mit Krebs und
                                    Schütze [155.11], Stier und Jungfrau nicht neuvergoldet glänzte,
                                    sondern matt erdfarben schimmerte.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="schütze.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def>
                                <hi rend="italic">Soldat des untersten Dienstgrades beim Heer</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgr#panzerschütze">Panzerschütze</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwan">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwan</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; Pl. Schwäne</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="schwan.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">großer Schwimmvogel mit sehr langem Hals, weißem
                                    Gefieder, einem breiten Schnabel u. Schwimmfüßen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und ist dann bei den viel zu vielen Schwänen
                                    [265.26] am Ufersaum, die er als »verseuchte Nutznießer der
                                    verseuchten See«  beschimpft.</quote>
                                <quote>Zwei Schwäne [265.28] können schön sein, aber eine
                                    verfressene, gesättigt noch gierige Horde Schwäne
                                    [265.30]...</quote>
                                <quote>Als sie kurz vor Jelitkowo umkehrten, redeten sie immer noch,
                                    von Schwänen [266.6] flankiert, aufeinander ein, sie an ihm
                                    vorbei, er über sie weg.</quote>
                                <quote>An anderer Stelle verwandeln sich ihm die vielen, »zu
                                    vielen gierigen Schwäne [268.15] im seichten
                                    Ostseesud«  nach Jahren Distanz zu einem einzigen
                                    gefräßigen Schwan [268.17] […]</quote>
                                <quote>Wie gut, daß sich Alexandra noch heute zwar nicht an den
                                    Schwan [268.19], wohl aber an meinen, zugegeben, altmodisch
                                    steif gesetzten Antrag erinnert:</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="b)" xml:id="schwan.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Abbildung, Nachbildung eines Schwans (a)</hi>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>[…] deren Zierschild im Relief […] einen Schwan
                                    [61.19] zeigt […]</quote>
                                <quote>[…] bis zu Johann Uphagens Wappen, in dem des silbernen
                                    Schwans [74.17] höckriger Schnabel ein goldenes Hufeisen trug
                                    […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwarz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwarz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">dunkelste Farbe, die Farbe von Teer</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Vom Dominikanerkloster ist nur die düstere Nikolaikirche
                                übriggeblieben, deren innere Pracht ganz auf Schwarz [10.12] und
                                Gold beruht; ein Nachglanz einstiger Schrecken.</quote>
                            <quote>Gold auf Schwarz [28.25].</quote>
                            <quote>[…] dessen Wappen, trotz Zungenrot und Helmblau, auf Schwarz
                                [74.15] und Gold beruhte […]</quote>
                        </cit>
                        <re><form>in Schwarz </form><sense><def><hi rend="italic">in schwarzer
                                        Kleidung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Eigentlich hatte Frau Dettlaff, die ich als stattliche,
                                        geschmackvoll in Schwarz [137.4] gekleidete Dame zu erkennen
                                        glaube, als Sprecherin des Bundes nach der Einsegnung eine
                                        vorbereitete Rede halten wollen […]</quote>
                                    <quote>[…] kniete später zwischen anderen in Schwarz
                                        [257.2] vor der Kommunionsbank […]</quote>
                                    <quote>Jung und alt, waren über hundert Leute in Schwarz
                                        [255.28] gekommen;</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwarzseher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwarzseher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der die Zukunftsaussichten negativ,
                                pessimistisch einschätzt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] zumal die Schwarzseher [172.18], nach Lage der Dinge,
                                meistens recht behalten;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwarzweiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwarzweiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ schwarzweiß</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in Schwarz, Weiß u. Abstufungen von Grau</hi> [D
                            schwarz-weiß b]</def><cit>
                            <quote>Dieses scheint echt zu sein wie jene Abbildungen, die mir in
                                Schwarzweiß [204.7] vorliegen […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#schwarzweißfoto">Schwarzweißfoto</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwarzweißfoto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwarzweißfoto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#schwarzweiß">Schwarzweiß</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#foto">Foto</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Wie auf den Schwarzweißfotos [205.1] aus Kriegszeiten die
                                Warschauer Fahrgäste von starrem Ausdruck sind, blickt auch Erna
                                Brakup unbewegt in die Kamera […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwedisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwedisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die schwedische Sprache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Ganz in meinem Sinn setzten sie viersprachige Straßenschilder
                                durch, wollten allerdings Russisch durch Schwedisch [250.4] ersetzt
                                sehen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwefeldunst">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwefeldunst</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -dünste</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg6#dunst.b">Dunst (b)</ref>; des Schwefels, einem nicht
                                metallischen Stoff [von gelber Farbe], der in verschiedenen
                                Modifikationen auftritt u. bei der Verbrennung blaue Flammen u.
                                scharfe Dämpfe entwickelt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schwefel]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Hafen her wehende Schwefeldünste [30.18] hatten alle
                                steingehauenen Giebelfiguren entstellt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwefelgeruch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwefelgeruch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geruch">Geruch</ref> nach Schwefel, einem nicht
                                metallischen Stoff [von gelber Farbe], der in verschiedenen
                                Modifikationen auftritt u. bei der Verbrennung blaue Flammen u.
                                scharfe Dämpfe entwickelt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schwefel]</ref></def><cit>
                            <quote>Noch mal vorbei am teilnahmslosen Portier und raus in die Nacht
                                mit ihrem Schwefelgeruch [44.31].</quote>
                            <quote>Vertraut war ihm die bittersüße Mischung aus Abgas- und
                                Schwefelgeruch [72.15].</quote>
                            <quote>Über allem liegt Schwefelgeruch [159.10]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwefelgestank">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwefelgestank</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gestank">Gestank</ref> des Schwefels, einem nicht
                                metallischen Stoff [von gelber Farbe], der in verschiedenen
                                Modifikationen auftritt u. bei der Verbrennung blaue Flammen u.
                                scharfe Dämpfe entwickelt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schwefel]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und dabei weder den Schwefelgestank [52.25] noch die
                                Abgaswolke über der Stadt vergessen hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwefellöschplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwefellöschplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -plätze</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ort, an dem Schwefel, ein nicht metallischen Stoff
                                [von gelber Farbe], der in verschiedenen Modifikationen auftritt,
                                nach dem Brennen mit Wasser übergossen und vermischt wird</hi> [°
                            Schwefel; D ¹löschen 1d]</def><cit>
                            <quote>Aus nordwestlicher Ecke pustete Wind den Gestank der
                                Schwefellöschplätze [80.16] im Hafen woandershin.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweigen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweigen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Nichtreden; das Nicht-mehr-Reden</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Oder richtiger: ich vermute Schweigen [29.7] zwischen dem
                                Paar.</quote>
                            <quote>Dennoch kam kein Schweigen [49.19] auf.</quote>
                            <quote>[…] doch wie kurz oder lang das Schweigen [246.20] nach
                                seinem Abgesang gewesen ist, bleibt nur zu vermuten.</quote>
                            <quote>Danach Zweifel, Zaudern, Mitmachen, Scham, Schweigen [275.16],
                                Sichtotstellen.</quote>
                            <quote>Und als Marian Marczak in das Schweigen [287.6] hinein »                                Niemand hier ist ohne Vorgeschichte«  sagte und sogleich
                                die Augen niederschlug, wurde ihm zugestimmt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweinebraten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweinebraten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Kochk.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größeres Stück <ref target="#schweinefleisch">Schweinefleisch</ref>, das
                                unter Hitzeeinwirkung [in Fett] zubereitet wird, bis es gar u. an
                                der Oberfläche braun ist</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Braten; D braten a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach Schweinebraten [181.8] zu gekümmeltem Sauerkohl haben sie
                                gemeinsam und beispielhaft in der Küche den Abwasch gemacht.</quote>
                            <quote>Es gab Zanderfilet in Dillsoße und Schweinebraten [292.17]
                                danach.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweinefleisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweinefleisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg9#fleisch.3">Fleisch (3)</ref>; vom Schwein, einem
                                kurzbeinigen Säugetier mit gedrungenem Körper, länglichem Kopf,
                                rüsselartig verlängerter Schnauze, rosafarbener bis schwarzer, mit
                                Borsten bedeckter Haut u. meist geringeltem Schwanz;
                                Hausschwein</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schwein 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Stopfgarn und Räucherfisch, amerikanische Zigaretten und
                                polnische Senfgurken, Mohnkuchen und viel zu fettes Schweinefleisch
                                [10.6] […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#schwain">Schwain [ Brakup Missingsch]</ref>;
                        <ref target="#schweinebraten">Schweinebraten</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweinerei">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweinerei</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ärgerliche Sache; üble Machenschaft</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Na, war ich Karteileiche, wie man auf deutsch sagt, lange vor
                                achtundsechzig schon, als in Warszawa antisemitische Schweinerei
                                [275.19] ging los...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#schwainerei">Schwainerei [ Brakup Missingsch]</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweinsgalopp">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweinsgalopp</hi></form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">in der
                            Fügung: im Schweinsgalopp</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs. scherzh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schnell u. nicht so sorgfältig</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als eine Allerweltsgeschichte hätte beginnen können, begann sich
                                die Welt oder ein Teil dieser unabänderlichen Welt tatsächlich zu
                                verändern, und zwar ohne Umstände zu machen, im Schweinsgalopp
                                [16.9].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweinskopf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweinskopf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -köpfe</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kopf">Kopf</ref> eines Schweins, eines kurzbeinigen
                                Säugetiers mit gedrungenem Körper, rüsselartig verlängerter
                                Schnauze, rosafarbener bis schwarzer, mit Borsten bedeckter Haut u.
                                meist geringeltem Schwanz</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Schwein 1a]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">heraldische Darstellung eines Schweinekopfs</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] sie waren ihr alle, auch Ferber und seine drei
                                Schweinsköpfe [74.19], bekannt, ja, familiär vertraut
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Med. </hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wässrige, salzige Absonderung der Schweißdrüsen,
                                die bes. bei körperlicher Anstrengung u. bei großer Hitze aus den
                                Poren der Haut austritt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Bevor sie zum Parkplatz liefen, tupfte Alexandra ihm den Schweiß
                                [63.26] von der Stirn […]</quote>
                            <quote>Schweiß [69.5], Trillerpfeifen, Kommandos und Langeweile.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgr#pennälerschweiß">Pennälerschweiß</ref>; <ref target="#schweißfleck">Schweißfleck</ref></xr>
                        <re><form type="inflected"><lbl>FVG</lbl> in Schweiß [geraten o.Ä.]</form>
                            <sense><def><hi rend="italic">schwitzen</hi> [°]</def><cit>
                                    <quote>Atemlos kam er pünktlich an, sagte aber nicht, was ihn in
                                        Schweiß [62.29] gebracht hatte […]</quote>
                                </cit>
                            </sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schweißfleck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schweißfleck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch <ref target="#schweiß">Schweiß</ref> verschmutzte Stelle in
                                einem Kleidungsstück</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Fleck 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Er sah ihre Schweißflecken [78.8].</quote>
                            <quote>Gleich hinter dem Schreckensbild seiner Grabsteinplatte […]
                                reihten sich die getrockneten Pilze, das Einweckglas, der Bernstein
                                samt Mücke im Einkaufsnetz und die dunkelblauen Schweißflecke
                                [78.22].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="schwelle.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">untere Begrenzung von etw., Befestigung,
                                    Trittfläche</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Schon beim Aufstieg verrät ein als Schwelle [223.29]
                                    mißbrauchter Granit den Namen Silberstein.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="schwelle.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">aus Holz, Stahl od. Stahlbeton bestehender Teil
                                    einer Gleisanlage, auf dem die Schienen befestigt sind</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg7#eisenbahnschwelle">Eisenbahnschwelle</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwenk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwenk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Film</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bewegung, Drehung (der laufenden Kamera um ihre
                                senkrechte od. waagerechte Achse, bei der sie mehr od. weniger lange
                                über das zu fotografierende Objekt wandert</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Während das Beileid ausgesprochen wurde, hat der
                                Videofilm-Kameramann mit langsamen Schwenks [137.15] die in
                                Kreuzform verlaufenden Lindenalleen […] eingefangen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwester">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwester</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Person weiblichen Geschlechts im
                                Verwandtschaftsverhältnis zu einer anderen Person, die von denselben
                                Eltern abstammt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Einem Jungen, der seine kleine Schwester [57.6] an der Hand
                                hatte, kaufte er zu überhöhtem Preis sechs Ansichtspostkarten
                                ab.</quote>
                            <quote>So erfuhr Wróbel […] wer alles am Tisch saß, als Frieda
                                Formella, Erna Brakups jüngste Schwester [173.20], im Herbst '32 mit
                                Otto Prill, einem Vorarbeiter der Margarinefabrik Amada, Hochzeit
                                feierte.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg8#schwestä">Schwestä [ Brakup Missingsch]</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwiegersohn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwiegersohn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -söhne</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ehemann der Tochter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur die drei Schwiegersöhne [183.4] hätten, schreibt Reschke,
                                Interesse für die Deutsch-Polnische Friedhofsgesellschaft
                                gezeigt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwierigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwierigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="schwierigkeit.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def>
                                <hi rend="italic">etw., was der Verwirklichung eines Vorhabens o.Ä.
                                    im Wege steht u. nicht ohne weiteres zu bewältigen ist;
                                    Problem</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee flügge, nur noch um
                                    Begräbnisinstitute, fristgerechte Bestattungen, Leichentransport
                                    und zu erwartende Schwierigkeiten [40.26] beim Überführen der
                                    Särge […]</quote>
                                <quote>Anfangs sei er auf Schwierigkeiten [58.12] gestoßen, doch
                                    habe er sich den zuständigen Behörden gegenüber gefällig
                                    erweisen können.</quote>
                                <quote>Nicht ihre Satzstellung oder ihr sparsamer Umgang mit den
                                    Artikeln […] bereiten mir Schwierigkeiten [86.28], vielmehr
                                    ist es die mal rücklings stürzende, mal voranstürmende Gangart
                                    des Schreibverlaufs.</quote>
                                <quote>Sie berichtet, daß die katholische Kirche […]»                                    unsere Idee«, bei allen voraussehbaren Schwierigkeiten
                                    [87.30], »Gottwohlgefällig«  genannt habe. </quote>
                                <quote>Davon ist so gut wie nichts überliefert, allenfalls geben die
                                    Briefe und sein Tagebuch Hinweise auf Schwierigkeiten [92.18]
                                    beim Telefonieren zwischen Ost und West. </quote>
                                <quote>Mehr Schwierigkeiten [150.26] bereiteten gewünschte
                                    Grabsteininschriften.</quote>
                                <quote>Nur aus Posen wurden Schwierigkeiten [231.13]
                                    berichtet.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg3#absatzschwierigkeiten">Absatzschwierigkeiten</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="schwierigkeit.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">meist Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">etw., was für jmdn. sehr unangenehm ist, was
                                    jmdm. Ärger, Sorgen o.Ä. bereitet, was jmdn. behindert, was
                                    jmdm. das Leben schwer macht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Solche Rückgriffe sollten schon bald den Aufsichtsrat der
                                    Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft in Schwierigkeiten
                                    [149.14] bringen;</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="schwimmhaut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Schwimmhaut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#haut.a">Haut (a)</ref>; zwischen den Zehen bestimmter
                                Tiere, bes. der Schwimmvögel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Alle vier Finger der Vorderbeine und gleichfalls die vier der
                                Hinterbeine samt Schwimmhaut [159.30], sogar der Ansatz des fünften
                                Fingers vorne wie hinten, sind den Fotos abzulesen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="scotch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Scotch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(aus [teilweise] gemälzter Gerste hergestellter)
                                schottischer Whisky</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Medizinstudentin ließ sich zu einem Scotch [49.10]
                                einladen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>


                <superEntry>
                    <entry xml:id="see-1">
                        <form>
                            <lbl><hi rend="superscript">1</hi></lbl>
                            <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">See</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">der</form>
                                 <lbl type="frequency">[14*]</lbl> </form>
                            <form type="inflected">Gen. -s; Pl. -n</form>
                        </form>
                        <sense><def><hi rend="italic">größere Ansammlung von Wasser in einer
                                    Bodenvertiefung des Festlandes; stehendes Binnengewässer</hi> [D
                                ¹See]</def><cit>
                                <quote>[…] die Autofahrt über die Weichselbrücke ins Werder und
                                    die Fahrt an einen See [124.16].</quote>
                                <quote>[…] ob im flachen Werder oder an den Ufern kaschubischer
                                    Seen [125.26], hier in den Wassergräben des eingedeichten
                                    Landes, dort im Uferschilf, allerorts lärmten Kröten
                                    […]</quote>
                                <quote>Und in höher gelegenen Seen [125.31] und Tümpeln gibt es
                                    Gelbbauchunken sogar.</quote>
                                <quote>Alexandra hatte zum Picknick eingekauft, das sie am Ufer
                                    eines Sees [142.31] nahe Zuckau auf hübsch rotblau besticktem
                                    Tuch breitete:</quote>
                                <quote>[…] was von den Wochenendausflügen ins Werder oder an
                                    die Schilfufer kaschubischer Seen [166.9] geblieben war:</quote>
                                <quote>[…] und ließ am Ufer des Sees [234.13] keine Hochbauten
                                    zu […]</quote>
                                <quote>Ähnlich verfahre man neuerdings in Olsztyn, wo die
                                    Friedhofsgesellschaft ein erstes »Bungagolf«-Projekt
                                    zwischen den Masurischen Seen [270.3] plane.</quote>
                                <quote>Von fern kamen Stimmen über den See [277.17], rauh, wie im
                                    Streit, dann wieder Stille.</quote>
                                <quote>Und abermals Stille, zumal der Himmel überm See [277.24] ohne
                                    Lerchen war.</quote>
                                <quote>[…] den nach links locker stehenden Mischwald, die zum
                                    See [277.28] hin auslaufenden Felder […] und inmitten der
                                    Felder Baumgruppen.</quote>
                                <quote>Selten rillt Wind den See [278.2].</quote>
                                <quote>Und dann, nachdem er alles brav ausgepinselt hat, sogar den
                                    altbraunen Stall, sagt er dem See [278.4] eine Spiegelung nach,
                                    die ich nur wörtlich nachschreiben kann:</quote>
                                <quote>So unbebaut das Land - wenn man vom Stallgebäude absieht -
                                    über dem See [278.7] gehügelt ist und Wechsel nur zwischen Feld
                                    und Wald bietet, gespiegelt, auf glatter Fläche gespiegelt, lese
                                    ich ein anderes Bild ab:</quote>
                                <quote>Wenn ich nunmehr erkennen muß, daß […] die Ufer einst
                                    wolkenspiegelnder Seen [282.10] in Masuren und in der Kaschubei
                                    überbaut, verbaut und der Besitzgier anheimgefallen sind
                                    […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgw#radaunesee">Radaunesee [Register]</ref>; <ref target="#seefläche">Seefläche</ref>;
                                    <ref target="#seeufer">Seeufer</ref>; <ref target="#seewasser">Seewasser</ref></xr></sense>
                    </entry>

                    <entry xml:id="see-2">
                        <form><lbl><hi rend="superscript">2</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">See</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">die</form>
                                 <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                            <form type="inflected">Gen. - ; o.Pl.</form>
                        </form>
                        <sense><def><hi rend="italic">Meer</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D 2See 1a]</ref></def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><ref target="textgrid:24cgw#ostsee">Ostsee [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] ist dann bei den viel zu vielen Schwänen am
                                    Ufersaum, die er als »verseuchte Nutznießer der verseuchten
                                    See [265.27]«  beschimpft.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#seesteg">Seesteg</ref></xr></sense>
                    </entry>
                </superEntry>

                <entry xml:id="seebestattung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seebestattung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(anstelle einer Beerdigung vorgenommene)
                                feierliche Versenkung der Urne mit der Asche des Verstorbenen im
                                Meer</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] kam es später dennoch, von Kuttern aus, zu »wilden
                                Seebestattungen [236.28]«, mit denen sich Fischer aus Putzig und
                                Heisternest ein Zubrot verdienten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seefläche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seefläche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#see-1">¹See</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#fläche.1">Fläche (1)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] selbst jetzt, nachdem Windstöße die Seefläche [278.29]
                                aufgerauht und das Bild zerstört haben.</quote>
                        </cit>
                    </sense>
                </entry>

                <entry xml:id="seele">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seele</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit dessen, was das Fühlen, Empfinden,
                                Denken eines Menschen ausmacht; Psyche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Reschke litt zwar unter dem Befund, zwei Seelen [105.25]
                                in seiner Brust zu haben, hätte sich aber nach operativer Entfernung
                                der einen oder anderen als entseelt empfunden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seemannsgericht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seemannsgericht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eine typische, als Mahlzeit zubereitete Speise der
                                Fischer und Schiffer</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D ²Gericht]</ref></def><cit>
                            <quote>Alexandra wollte etwas exotisch Norddeutsches essen: Labskaus,
                                ein Seemannsgericht [111.8].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seesteg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seesteg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleine, schmale Brücke [für Fußgänger], die in die
                                    <ref target="textgrid:24cgx#see-2">²See</ref> hinausführt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Steg 1a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Fotos auf dem verglasten Geschirrschrank zeigen den Mann der
                                Witwe in Marineuniform, sie und ihren Mann auf dem Zoppoter Seesteg
                                [35.23] und Mutter und Sohn vorm Portal der Olivaer
                                Schloßkirche:</quote>
                            <quote>Nur mit ihresgleichen oder wenn Touristen kamen und nach dem
                                Verbleib des Seestegs [220.5] und der Badeanstalt fragten, sprach
                                sie in immer seltsamer werdenden Ausprägungen ihre
                                Muttersprache.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#seestegfoto">Seestegfoto</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seestegfoto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seestegfoto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#seesteg">Seesteg</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#foto">Foto</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Etwas zu lange verlor sich der Witwer in Betrachtung der
                                Seestegfotos [36.2].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seeufer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seeufer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#see-1">¹See</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch0#ufer">Ufer</ref></def><cit>
                            <quote>Am schilfbestandenen Seeufer [126.22] nahe Kartuzy […]
                                zitierte der Professor, weil Unken den Ton angaben, aus den
                                Dichtungen der Romantiker […]</quote>
                            <quote>Das Tagebuch sagt nicht, ob sie diese Bitte an einem Seeufer
                                [127.18] oder zwischen Kopfweiden ausgesprochen hat.</quote>
                            <quote>Ostseelage, Strandkiefernwälder und kaschubische Seeufer [176.27]
                                seien erwünscht.</quote>
                            <quote>Hätten nicht Fotos, die das Paar als Paar ausweisen - etwa
                                […] der Schnappschuß durch Selbstauslöser, der sie beim
                                Picknick an einem Seeufer [182.2] zeigt -, als Hinweis auf ihr
                                spätes Verhältnis genug gesagt?</quote>
                            <quote>Die erste Bungalowsiedlung sollte sich an waldig gehügeltes
                                Seeufer [234.9] schmiegen.</quote>
                            <quote>Beim Abstieg von der Chaussee zum tiefliegenden Seeufer [277.2]
                                zeigte sich, daß Alexandra wieder einmal untaugliche Schuhe
                                trug.</quote>
                            <quote>Ein erster mißglückter Versuch wurde am Seeufer [280.10]
                                gemacht:</quote>
                            <quote>[…] spiegelt nun mit Hilfe jener Voraussicht, die er kurz
                                zuvor an einem kaschubischen Seeufer [281.30] erprobt hatte
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#seeuferlage">Seeuferlage</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seeuferlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seeuferlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#seeufer">Seeufer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#lage.2">Lage (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Tatsächlich habe sich golfgünstiges Gelände mit Seeuferlage
                                [269.27], geeignet für eine Bungalowsiedlung, in der Kaschubei nahe
                                Kartuzy gefunden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seewasser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seewasser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#see-1">¹See</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wasser.b">Wasser (b)</ref></def><cit>
                            <quote>Von jenem Picknick ist noch zu melden, daß die vier Bierflaschen
                                im lauen Seewasser [144.21] nicht kühl werden wollten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="segel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Segel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großflächiges [drei- od. viereckiges] Stück
                                starkes [Segel]tuch o.Ä., das mithilfe bestimmter am Mast eines
                                [Wasser]fahrzeuges o.Ä. befestigter Vorrichtungen ausgespannt wird,
                                damit der Wind gegen seine Fläche drücken u. dem Schiff, Fahrzeug
                                usw. Fahrt geben kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Keinen Kahn, kein Segel [277.31], nur zwei schwimmende Enten
                                erwähnt er, im Gegenverkehr.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#segelmacher">Segelmacher</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="segelmacher">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Segelmacher</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Berufsbez.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Handwerker, der <ref target="#segel">Segel</ref> herstellt u.
                                [Reparatur]arbeiten an Segeln, Takelage o.Ä. ausführt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Sankt Johann war Kirche der Schiffer, Segelmacher
                                [196.7] und Fischer […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seidenschnur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seidenschnur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#schnur">Schnur</ref> aus Seide, einem feinen Gewebe
                                aus Fäden vom Kokon eines Seidenspinners</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Seide a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>Im Haus trägt sie ihre an einer geflochtenen Seidenschnur [34.27]
                                um den Hals.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seife">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seife</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist in Form von handlichen Stücken einer festen
                                Substanz, auch in flüssiger od. pastenartiger Form hergestelltes
                                wasserlösliches Mittel zum Waschen, das bes. in der Körperpflege
                                verwendet wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Hausschuhe, wusch mit eigener Seife [76.29] die Hände
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seite">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seite</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[26*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="seite.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic"> eine von mehreren Personen, Parteien, die einen
                                    unterschiedlichen Standpunkt vertreten od. sich als Gegner
                                    […] gegenüberstehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D9a]</ref></def><cit>
                                <quote>Dennoch klagte Reschkes Tischnachbar über mangelnden
                                    Kooperationswillen auf polnischer Seite [55.27].</quote>
                                <quote>Der Aufsichtsrat bestand aus den Gesellschaftern Dettlaff,
                                    Vielbrand und Karau sowie auf polnischer Seite [119.14] aus den
                                    Gesellschaftern Marian Marczak […] und Erna Brakup
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] faßte der […] Aufsichtsrat - auf deutscher
                                    Seite [152.27] fehlten die Mitglieder Karau und Vielbrand -
                                    […] den Beschluß, das Friedhofsgelände durch einen Zaun zu
                                    schützen […]</quote>
                                <quote>Die Presse hatte sich auf polnischer wie deutscher Seite
                                    [157.12] beruhigt.</quote>
                                <quote>Zwar lief die Sitzung zufriedenstellend an […], doch
                                    dann löste die deutsche Seite [176.17] durch bloßes Nennen von
                                    Wünschen eine grundsätzliche Diskussion aus.</quote>
                                <quote>[…] dem Gesellschaftervertrag widerfuhr eine Ergänzung,
                                    der abzulesen war, daß man auf deutscher Seite [178.23] kein
                                    finanzielles Opfer scheuen werde.</quote>
                                <quote>Dennoch hielt man sich, bei allem Interesse des
                                    Vizedirektors, auf polnischer Seite [194.13] zurück. </quote>
                                <quote>Erst als ein neues Projekt beantragt wurde, kam auf
                                    polnischer Seite [233.2] Unruhe auf […]</quote>
                                <quote>An den Langseiten des Tisches hat der Aufsichtsrat Platz
                                    genommen, doch sitzt nicht die deutsche der polnischen Seite
                                    [273.1] steif gegenüber;</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="seite.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="seite.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">rechts od. links [von der Mitte] gelegener
                                        Teil einer räumlichen Ausdehnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Es ließe sich mehr über gleichfalls eingeebnete Friedhöfe
                                        auf der gegenüberliegenden Seite [66.22] der Großen Allee
                                        sagen;</quote>
                                    <quote>Die weitläufigen Parkanlagen auf der anderen Seite
                                        [214.9] der Großen Allee boten Platz. </quote>
                                    <quote>Wróbel führte sie in eine Nebenstraße, an deren linker
                                        Seite [240.15] sich zwischen morschen Holzschuppen einige
                                        Fischerkaten reihten.</quote>
                                    <quote>Die rechte Seite [240.16] begrenzten verschachtelt
                                        stehende Neubaukästen, die auch das Straßenende sperrten:
                                        eine Sackgasse.</quote>
                                    <quote>Von dort ging es […] in die Langgasse, auf deren
                                        linker Seite [290.25], kurz vorm Kino Leningrad, das immer
                                        noch Leningrad hieß, auf Breite zweier Häuser ein
                                        Spielcasino seit wenigen Tagen offenstand.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cg4#baumseite">Baumseite</ref>; <ref target="textgrid:24cg9#fensterseite">Fensterseite</ref>;
                                        <ref target="#seitenkapelle">Seitenkapelle</ref>;
                                <ref target="#seitenschiff">Seitenschiff</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="seite.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Ort, Stelle in einer gewissen seitlichen
                                        Entfernung von einer Person, Sache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] deren Zierschild im Relief auf senkrecht
                                        zweigeteiltem Feld links untereinander zwei Sterne und einen
                                        Baum, zur rechten Seite [61.18] die Krone über der Sanduhr
                                        [zeigt].</quote>
                                    <quote>Und nochmals flankte er ins Grabmalgeviert, dann wieder
                                        auf meine Seite [201.19], um mir anzuvertrauen
                                        […]</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="3." xml:id="seite.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Partie des menschlichen Körpers, die als
                                    fließender Übergang zwischen seiner vorderen u. hinteren Fläche
                                    in Längsrichtung von Kopf bis Fuß verläuft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>Wie gerne er das gefüllte Netz an Alexandras Seite [54.10]
                                    getragen habe.</quote>
                                <quote>Weil Frau Martha Eggert, die Witwe des Egon Eggert, anwesend
                                    war, konnte sie eines späteren Platzes an der Seite [136.19]
                                    ihres Mannes sicher sein.</quote>
                                <quote>Nicht daß Alexandras Sohn Witold den Mann an der Seite
                                    [182.29] seiner Mutter direkt und mit Fingerzeig beleidigt
                                    hätte;</quote>
                                <quote>[…] nicht daß Alexanders Töchter Sophia, Dorothea und
                                    Margaretha der Frau an der Seite [183.1] ihres Vaters
                                    schnippisch, abschätzig, schroff begegnet wären; </quote>
                            </cit>
                            <re><form>Seite an Seite</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">gemeinsam [im Einsatz für ein u.
                                            dieselbe Sache]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Schulter 1*2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Seit' an Seit' [207.9] gestellt und notfalls Rücken
                                            an Rücken; denn für die kommende Sitzung, die Anfang
                                            April stattfinden sollte, war Kampf angesagt.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="4." xml:id="seite.4"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="seite.4a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 4. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">eine der beiden [bezifferten] Flächen eines
                                        Blattes, einer Buch-, Heft-, Zeitungsseite o.Ä.</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und dann beklagt er zwei Seiten [18.7] lang den
                                        Niedergang handgefertigter Produkte und den Sieg des
                                        westlichen Kunststoffbeutels als ein weiteres Symptom
                                        menschlicher Selbstaufgabe.</quote>
                                    <quote>[…] - ich sehe ihn in Hausschuhen vor dem Apple
                                        sitzen - mit Informationen, die er den letzten Seiten
                                        [95.26] dieses Heimatblättchens ablas.</quote>
                                </cit></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="seite.4b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">[auf beiden Seiten (6a) beschriebenes od.
                                        bedrucktes] Blatt eines Hefts, Druckerzeugnisses o.Ä.</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6a]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] gelesene Seiten [252.7] müssen behutsam
                                        umgeblättert werden, wie ja auch sie verzögert das Blattgold
                                        abnimmt und anstaucht. </quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="5." xml:id="seite.5"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">5.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="seite.5a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 5. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">eine von mehreren ebenen Flächen, die einen
                                        Körper, Gegenstand begrenzen; aus einer Blickrichtung
                                        sichtbarer Teil der Oberfläche eines Körpers,
                                        Gegenstands</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Auf der anderen Seite [221.8] des Sitzungstisches sah und
                                        hörte man Erna Brakup gleichfalls nicht unbefangen.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cgk#langseite">Langseite</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rückseite">Rückseite</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="seite.5b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">linke od. rechte, vordere od. hintere,
                                        zwischen oben u. unten befindliche Fläche eines Raumes,
                                        Gegenstands, Körpers</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                    <ref target="#seitenportal">Seitenportal</ref>;
                            <ref target="textgrid:24ch0#unterseite">Unterseite</ref></xr></sense></sense>
                        <sense n="6." xml:id="seite.6"><num type="ordering"><hi rend="bold">6.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">eine von mehreren Erscheinungsformen; Aspekt,
                                    unter dem sich etw. darbietet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D8a]</ref></def><cit>
                                <quote>Noch kann ich mich mit der makabren Seite [197.4] der
                                    geplanten Aktion nicht recht befreunden.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seitenflügel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seitenflügel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">seitlicher Teil eines größeren Gebäudes, der in
                                einem Winkel an das Hauptgebäude anschließt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Flügel 4]</ref></def><cit>
                            <quote>In gepflegtem Zustand alle Bodengrabplatten, die Mitte der
                                achtziger Jahre aus dem Langschiff in den linken Seitenflügel
                                [225.17] des Altarraums verlegt wurden.</quote>
                            <quote>Sogleich wurde man einig, im Seitenflügel [270.28] des geräumigen
                                Seniorenheims am Pelonker Weg eine Entbindungsstation mit Kreißsaal
                                einzurichten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seitenkapelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seitenkapelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#kapelle">Kapelle</ref>, die auf der rechten oder
                                linken <ref target="textgrid:24cgx#seite.2a">Seite (2a)</ref>; des Hauptschiffs einer Kirche
                                liegt</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dennoch ist der Weg an den Seitenkapellen [60.28] entlang, durchs
                                Mittelschiff oder Querschiff, am Altarraum vorbei, namhaft und
                                vieldeutig gepflastert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seitenportal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seitenportal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#portal">Portal</ref> an der <ref target="textgrid:24cgx#seite.5b">Seite (5b)</ref>;
                                -nfront [einer Kirche] od. seitlich des Hauptportals</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Also lief ich, lief ich davon, mir weg und raus aus dem südlichen
                                Seitenportal [62.18], lief, wie ich schon lange nicht mehr gelaufen
                                bin, lief und war am Ende froh zu wissen, wohin...</quote>
                            <quote>Durch einen Bauzaun und das nur locker mit einem Bretterverschlag
                                gesperrte Seitenportal [195.14] zum rechten Kirchenschiff hatten sie
                                Einlaß gefunden, Wróbel voran.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seitenscheitel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seitenscheitel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgx#scheitel.1">Scheitel (1)</ref>; auf der linken od.
                                rechten Kopfhälfte</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihre Seitenscheitel [96.5] und Zöpfe, Propellerschleifen und
                                Schillerkragen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seitenschiff">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seitenschiff</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Archit.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Raum in einer Kirche, der auf der rechten oder
                                linken <ref target="textgrid:24cgx#seite.2a">Seite (2a)</ref>; des Hauptschiffs liegt</hi> [°
                            D]</def><cit>
                            <quote>[…] die Grabplatte im Boden des nördlichen Seitenschiffs
                                [61.15] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sekretariat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sekretariat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="sekretariat.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">der Leitung einer Organisation, Institution,
                                    eines Unternehmens beigeordnete, für Verwaltung u.
                                    organisatorische Aufgaben zuständige Abteilung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                <quote>Er richtete in seiner Junggesellenwohnung ein Sekretariat
                                    [132.16] ein, das bald darauf seiner Universitätssekretärin Raum
                                    und leergeräumte Regale bot.</quote>
                                <quote>[…] während er und sein vorerst nur halbtags besetztes
                                    Sekretariat [133.3] vorsorglich mit der Visaabteilung der
                                    polnischen Botschaft Kontakt hielten […]</quote>
                                <quote>Er […] überläßt ihr das Sekretariat [142.6] nach knapp
                                    zwei Wochen.</quote>
                                <quote>[…] der andere war dem Sekretariat [249.24] des Bischofs
                                    mit Sitz in Oliva verpflichtet.</quote>
                                <quote>Das Sekretariat [250.13] in Bochum sei diesen und kommenden
                                    Aufgaben nicht mehr gewachsen.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="sekretariat.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Raum, Räume eines Sekretariats (a)</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                                <quote>Es war richtig, Liebste, das Sekretariat [139.15] so früh
                                    einzurichten, auch wenn uns dadurch meine Wohnung klein geworden
                                    ist.</quote>
                                <quote>Nur sein Bochumer Sekretariat [170.15] blieb überschaubar,
                                    »...wenngleich es dort«, schreibt Reschke, »nicht
                                    mehr recht wohnlich zugeht.</quote>
                                <quote>Wieder zu zweit rinken sie in Reschkes Wohnung plus
                                    Sekretariat [182.18] auf das neue Jahr:</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sekretärin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sekretärin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Angestellte, die für eine Führungskraft die
                                Korrespondenz abwickelt u. technisch-organisatorische Aufgaben o.Ä.
                                erledigt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Als meiner langjährigen Sekretärin [139.18] kann ich ihr vollauf
                                vertrauen.</quote>
                            <quote>Doch einen Großteil der Korrespondenz konnte er seiner Sekretärin
                                [141.16] überlassen, seit Jahren war sein Briefstil ihrer.</quote>
                            <quote>Reschke ist in seinen Aufzeichnungen verwundert über die »an
                                Details des westpreußischen Landlebens so tiefverwurzelten
                                Kindheitserinnerungen«  seiner Sekretärin [141.31]
                                […]</quote>
                            <quote>So wie bisher, mit Telefonkontakt zur adligen Sekretärin [237.15]
                                in Bochum und allzu arglosem Faxen über Interpress, ging es nicht
                                weiter.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24ch0#universitätssekretärin">Universitätssekretärin</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sekundärliteratur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sekundärliteratur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Wissensch.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wissenschaftliche <ref target="textgrid:24cgk#literatur.2">Literatur (2)</ref>; über
                                Primärliteratur</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Er nannte Zitate, gewonnen aus Sekundärliteratur [95.15], den
                                schnörkeligen Wust barocker Emblematik als der Speicherung bedürftig
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstaufgabe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstaufgabe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zustand, in dem jmd. nicht mehr gegen etw. wehrt;
                                Resignation</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und dann beklagt er zwei Seiten lang den Niedergang
                                handgefertigter Produkte und den Sieg des westlichen
                                Kunststoffbeutels als ein weiteres Symptom menschlicher
                                Selbstaufgabe [18.10].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstauslöser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstauslöser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Fot.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorrichtung an einer Kamera zum automatischen
                                Betätigen des Verschlusses</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D auslösen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Hätten nicht Fotos, die das Paar als Paar ausweisen - etwa
                                […] der Schnappschuß durch Selbstauslöser [182.1], der sie beim
                                Picknick an einem Seeufer zeigt -, als Hinweis auf ihr spätes
                                Verhältnis genug gesagt?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstgänger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstgänger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was wie von selbst, ohne dass viel dafür
                                getan werden müsste, den gewünschten Erfolg hat</hi> [D
                            Selbstläufer]</def><cit>
                            <quote>In glanzvollen Werbebroschüren gepriesen, war das Projekt unter
                                dem Motto »Den Lebensabend in der Heimat verbringen« 
                                ein Selbstgänger [191.21].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstverständlichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstverständlichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was sich von selbst versteht, was als
                                selbstverständlich angesehen, erwartet, vorausgesetzt wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] eine Selbstverständlichkeit [249.9], die niemanden
                                überraschte, unser Paar ausgenommen. </quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstzeugnis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstzeugnis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eigenes Bekunden, Aussage über sich selbst</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Wie nebensächlich steht das geschrieben, und doch wird ihm dieser
                                Computer, den er, laut Selbstzeugnis [93.12], »nur
                                stümperhaft«  zu bedienen versteht, bei der Fleischwerdung
                                ihrer Idee behilflich werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="selbstzweifel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Selbstzweifel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf sich selbst, sein eigenes Denken u. Tun
                                gerichteter <ref target="textgrid:24ch4#zweifel">Zweifel</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] selbst wenn er in Momenten des Selbstzweifels [156.23]
                                meinte, ständig in sich den Hitlerjungen bekämpfen zu müssen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sellerie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sellerie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen, aromatisch
                                duftenden Blättern u. einer als (essbare) Knolle ausgebildeten
                                Wurzel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Bäuerin hockte seitlich der Markthalle zwischen anderen
                                Bäuerinnen und dem Ertrag ihrer Kleingärten: Sellerie [7.13],
                                kindskopfgroße Wruken, Lauch und rote Bete.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="semester">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Semester</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Studienhalbjahr an einer Hochschule</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber Kunstgeschichte nur sechs Semester [27.23] und Professor
                                kein bißchen.</quote>
                            <quote>[…] und sagte für das folgende Semester [131.22] die
                                lehrende Tätigkeit ganz und gar ab.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seminar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seminar</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lehrveranstaltung [an einer Hochschule], bei der
                                die Teilnehmer unter [wissenschaftlicher] Anleitung bestimmte Themen
                                erarbeiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] indem ich ein Seminar [100.15] über Gebrauchsgegenstände
                                zum Zwecke des Einkaufs und Verkaufs veranstalte.</quote>
                            <quote>Und ganz aus dem Häuschen waren sie, als ich - hoffentlich mit
                                Deiner Erlaubnis - Dein liebes Geschenk ins Seminar [101.6]
                                trug.</quote>
                            <quote>Eine Studentin, die am Seminar [104.24] zum Thema Körbe,
                                Einkaufsnetze, Plastiktüten teilgenommen hatte […]</quote>
                            <quote>Kaum in Bochum zurück, übergab er die laufenden Seminare [131.20]
                                und den praxisbezogenen Studiengang für Kunsthistoriker seinen
                                Assistenten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="senf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Senf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *seinen Senf dazugeben</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">[ungefragt zu allem] seine Meinung sagen,
                                    seinen Kommentar geben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                <quote>Dieser Fred, der sich für einen Schauspieler hält, […]
                                    gab seinen Senf [186.12] dazu:</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>

                <entry xml:id="senfgurke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Senfgurke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in Stücke geschnittenes, in Essig mit Senfkörnern,
                                Zucker, Salz u. Gewürzen eingelegtes längliches grünes Gemüse</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D, D Gurke 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Stopfgarn und Räucherfisch, amerikanische Zigaretten und
                                polnische Senfgurken [10.5], Mohnkuchen und viel zu fettes
                                Schweinefleisch […]</quote>
                            <quote>[…] ein Glas Senfgurken [143.3], Radieschen, zu viele
                                hartgekochte Eier, Pilze in Essig und Öl, dazu Butter und Brot, das
                                Streudöschen Salz nicht vergessen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="senior">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Senior</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: (m+f) -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">älterer Mensch, Mensch im Rentenalter,
                                Ruheständler</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] die ersten fünf Heime konnten mit über sechshundert
                                Senioren [192.3] belegt werden […]</quote>
                            <quote>[…] gefördert durch den gewünschten, ja, heiß ersehnten
                                Ortswechsel, steigerte sich die Hinfälligkeit der Senioren
                                [192.12].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#seniorenbetreuung">Seniorenbetreuung</ref>; <ref target="#seniorenklinik">Seniorenklinik</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seniorenbetreuung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seniorenbetreuung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#senior">Senior</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#betreuung">Betreuung</ref></def><cit>
                            <quote>Also sah sein Studiengang Kurse für die Bereiche
                                Erwachsenenbildung, Massentourismus, Freizeitgestaltung und
                                Seniorenbetreuung [106.29] vor.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="seniorenheim">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seniorenheim</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[13*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einrichtung mit Altenwohnungen speziell für alte
                                Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Altenwohnheim]</ref></def><cit>
                            <quote>Bei Hotelketten, auf Golfplätzen mit Clubräumen und in
                                Seniorenheimen [107.3] wurde Kulturbedarf erfragt.</quote>
                            <quote>Und schon trug Vielbrand, unterstützt von Frau Johanna Dettlaff,
                                einen Antrag auf Einrichtung komfortabler Seniorenheime [176.26]
                                vor:</quote>
                            <quote>Das Interesse an heimatlich gelegenen Seniorenheimen [177.6]
                                wachse.</quote>
                            <quote>In der vorliegenden Projektbeschreibung werde ausschließlich der
                                Ausdruck Seniorenheime [177.28] benutzt.</quote>
                            <quote>Vielleicht hielten sie die Seniorenheime [180.11] für vertretbar,
                                sogar für lobenswert als Ergänzung ihrer Idee.</quote>
                            <quote>[…] die ersten ehemaligen Gewerkschaftshäuser wurden als
                                Seniorenheime [191.11] bezogen.</quote>
                            <quote>Jedenfalls nahmen die Sterbefälle in den Seniorenheimen [192.16]
                                zu.</quote>
                            <quote>Unter den achtunddreißig Todesfällen seit Eröffnung der
                                Seniorenheime [192.29] zähle man sieben Neunzig- bis annähernd
                                Hundertjährige, keiner der Verstorbenen sei jünger als siebzig
                                gewesen.</quote>
                            <quote>Danach wurde die Zunahme der Seniorenheime [232.4], die anfangs
                                in Zeitungen als »bloße Sterbehäuser«  denunziert
                                worden waren, begrüßt […]</quote>
                            <quote>[…] lobten die Suppenküchen einiger Seniorenheime [243.14]
                                und bewerteten ihre Tätigkeit - vom Umbettungsgeschäft abgesehen -
                                als sinnvoll, weil versöhnend […]</quote>
                            <quote>Die Seniorenheime [246.1] konnten von uns noch hingenommen
                                werden, dienen sie doch ortsnah der Vorbereitung zum Tode;</quote>
                            <quote>[…] zumal das Programm »Den Lebensabend in der Heimat
                                verbringen«  durch Betrieb von Seniorenheimen [269.21]
                                […] und das Projekt »Bungagolf«  überall
                                Nachahmung fanden.</quote>
                            <quote>Sogleich wurde man einig, im Seitenflügel des geräumigen
                                Seniorenheims [270.29] am Pelonker Weg eine Entbindungsstation mit
                                Kreißsaal einzurichten.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#seniorenheimplatz">Seniorenheimplatz</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="seniorenheimplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seniorenheimplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -plätze</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#seniorenheim">Seniorenheim</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#platz.4">Platz (4)</ref></def><cit>
                            <quote>Mit Bedarf von zwei- bis dreitausend Seniorenheimplätzen [177.12]
                                dürfe man rechnen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="seniorenklinik">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seniorenklinik</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#senior">Senior</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#klinik">Klinik</ref></def><cit>
                            <quote>Er gab sogar weitere Beträge seiner streng gehüteten »                                stillen Reserven«  preis, als die Einrichtung einer nach
                                westlichem Standard ausgerüsteten Seniorenklinik [192.7] beschlossen
                                werden mußte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="september">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">September</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">neunter Monat des Jahres</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Das Motiv ergab sich Anfang September [158.25], an einem
                                Wochenende.</quote>
                            <quote>Reschke traf sich ab Anfang September [161.4] wiederholt mit
                                Chatterjee […]</quote>
                            <quote>Seine Geschäftsreise ist zwischen Ende September [170.21] und
                                Anfang Oktober datiert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="serienprodukt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Serienprodukt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgr#produkt">Produkt</ref>, das in großer Anzahl und in
                                gleicher Ausführung gefertigt wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Serie 1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] die Fahrradrikscha »Solidarność«  wurde zum
                                Serienprodukt [213.12] entwickelt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="service-programm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Service-Programm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Umfang angebotener Leistungen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Bald gehörten die innerstädtische Paketzustellung und
                                Kurierdienste zum Service-Programm [203.1].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="serviererin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Serviererin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">weibliche Person, die [als Angestellte in einer
                                Gaststätte] die Gäste bedient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur zögernd, wie gegen innere Widerstände, näherte sich die
                                Serviererin [55.5] weißgerüscht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sessel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sessel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit Rückenlehne, gewöhnlich auch mit Armlehnen
                                versehenes, meist weich gepolstertes, bequemes Sitzmöbel (für eine
                                Person); Polstersessel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Couch mit zwei Sesseln [35.12]. </quote>
                            <quote>Zur Couch und den Sesseln [261.9] gehörte ein Tischchen, auf dem
                                Knabberzeug stand.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="seßhaftigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seßhaftigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abgeneigtheit, seinen Wohnsitz, seinen
                                Aufenthaltsort häufig zu wechseln</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D sesshaft b]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihr Spruch - »De Fremde soll man belobijen, abä nech
                                hinjehn, wo fremd ist«  - war Zeugnis ungebrochener
                                Seßhaftigkeit [147.2].</quote>
                            <quote>Als Hunderttausende ihr Bündel schnürten, waren sie, zufällig
                                oder aus unbeirrbarer Seßhaftigkeit [217.10], dageblieben oder
                                hatten den Ortswechsel in Richtung Westen verpaßt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="seuchenjahr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Seuchenjahr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgh#jahr.1">Jahr (1)</ref>;, in dem sich eine gefährliche
                                Infektionskrankheit schnell ausgebreitet und viele Menschen
                                betroffen hat</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Seuche]</ref></def><cit>
                            <quote>Alle Steine sagten unter polnischen Namen Sterbedaten ab Ende der
                                fünfziger Jahre auf, nur jene zahlreichen, in einem abseits
                                liegenden Feld gereihten Kindergräber nicht, die auf das Seuchenjahr
                                [22.20] '46 datiert waren:</quote>
                            <quote>Nicht weit entfernt erschreckten Holzkreuze auf Kindergräbern,
                                denen wir schon vor Jahresfrist unter deutschen und polnischen Namen
                                das Seuchenjahr [175.20] '46 abgelesen hatten.</quote>
                            <quote>Erna Brakup war bei Kriegsende eine vierzigjährige Witwe; ihre
                                drei Kinder starben im Seuchenjahr [217.17] '46 an Typhus.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sicherheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sicherheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sicherheit.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Zustand des Sicherseins, Geschütztseins vor Gefahr
                                    od. Schaden; höchstmögliches Freisein von Gefährdungen</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Ein stabiler Wagen, der Sicherheit [70.29]
                                    garantiert.</quote>
                                <quote>[…] kein Wunder, daß die wechselnden
                                    Trauergesellschaften Fragen nach der Sicherheit [154.4] ihrer
                                    Toten zu stellen begannen.</quote>
                                <quote>[…] wenige Weißrussen und Ukrainer, viele Russen und
                                    Polen, denen die von der Mehrheit geforderte Unabhängigkeit zu
                                    wenig Sicherheit [211.5] versprach […]</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="sicherheit.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Gewissheit,
                                    Bestimmtheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] denn mit Sicherheit [94.3] müsse man erwarten, »                                    daß Litauen die Rückkehr beerdigungswilliger Polen durch
                                    Devisenzahlung beglichen sehen will.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sicherheitsbeamte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sicherheitsbeamte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Polizist, dessen Aufgabe darin besteht, eine hoch
                                stehende Persönlichkeit o. Ä. zu beschützen</hi> [° D
                            Leibwächter]</def><cit>
                            <quote>Erna Brakup lief mit, als der hohe Gast […] den inneren und
                                äußeren Kreis aus Sicherheitsbeamten [129.25] und Fotoreportern als
                                natürliche Gegebenheit ertrug […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sicht.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Betrachtungsweise, Sehweise,
                                    Anschauungsweise</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Er bewertete ihre Sicht [75.18] als »zu eng« 
                                    und den Grafiker, »weil über das Rokoko hinausweisend, als
                                    bedeutend und von europäischem Rang«.</quote>
                                <quote>Während das Beileid ausgesprochen wurde, hat der
                                    Videofilm-Kameramann […] aus polnischer Sicht [137.19]
                                    einige Akzente gesetzt, indem er Benutzer der Parkanlage
                                    […] vorführt […]</quote>
                                <quote>Zwar hatte sich der Złoty irgendwo tief unten, wie es aus
                                    Warschauer Sicht [152.1] hieß, stabilisiert und war nun
                                    konvertibel, aber die Preise kletterten weiter und straften
                                    Löhne und Gehälter mit Mißachtung.</quote>
                                <quote>[…] eine - aus meiner Sicht [214.2] - mehr zwielichtige
                                    als beispielhafte Person.</quote>
                                <quote>Das finanzielle Angebot war aus polnischer Sicht [234.17]
                                    günstig:</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="sicht.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Möglichkeit, [in die Ferne] zu sehen; Zugang, den
                                    der Blick zu mehr od. weniger entfernten Gegenständen hat</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Ich sehe beide aus wechselnder Sicht [265.31]. Wie durch ein
                                    richtig gehaltenes, wie durchs verkehrt vorgehaltene Fernrohr:
                                    weit weg, nahbei.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg3#aussicht.2">Aussicht (2)</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sichtotstellen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sichtotstellen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich unauffällig und angepasst im Hintergrund
                                halten</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Danach Zweifel, Zaudern, Mitmachen, Scham, Schweigen,
                                Sichtotstellen [275.16].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sichtweite">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sichtweite</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Entfernung, bis zu der etw. gesehen u. erkannt
                                werden kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sind mir die beiden, zumal ihre Kinder erwachsen und
                                außer Haus sind, handlich und immer in Sichtweite [54.4]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="siebenjahresdistanz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Siebenjahresdistanz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus der <ref target="textgrid:24cg6#distanz">Distanz</ref> von sieben <ref target="textgrid:24cgh#jahr.1">Jahren
                                    (1)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] es ist ein Spaziergang […], der sich in Reschkes
                                Kladde in die Länge zieht, indem er ihn wiederholt erinnert, anfangs
                                unmittelbar, dann aus Siebenjahresdistanz [264.28].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="siedlung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Siedlung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="siedlung.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Gruppe [gleichartiger, kleinerer] Wohnhäuser;
                                    Feriendorf</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Mit ziegelroten, nicht etwa schindelbraunen Dächern
                                    zuunterst, säumt das Ufer eine Siedlung [278.11], die in
                                    Terrassen hügelwärts steigt […]</quote>
                                <quote>[…] damit der geschachtelten Kompaktheit dieser Siedlung
                                    [278.17], in der ich das Spiegelbild einer mir vom Entwurf her
                                    vertrauten Bebauung sehe, nichts Hinderliches im Weg
                                    steht.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg4#bungalowsiedlung">Bungalowsiedlung</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="siedlung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">menschliche Niederlassung; Ansammlung von
                                    Gebäuden, in denen Menschen wohnen, samt den dabei befindlichen,
                                    anderen Zwecken dienenden Bauten, Einrichtungen, Verkehrsflächen
                                    usw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] dahinter Bahngleise, die Siedlung [66.28]
                                    Neuschottland, die Werft, der Hafen.</quote>
                                <quote>[…] abseits der Siedlung [223.21] Stolzenberg, die auf
                                    dem hinteren Buckel des Bischofsberges liegt […]</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgp#neubausiedlung">Neubausiedlung</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sieg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sieg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Erfolg, der darin besteht, sich in einer
                                Auseinandersetzung, im Kampf, im Wettstreit o. Ä. gegen einen
                                Gegner, Gegenspieler o. Ä. durchgesetzt zu haben, ihn überwunden,
                                besiegt zu haben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] brennende Ölquellen und die Flucht der Kurden, den
                                verkündeten Sieg [261.13] und die grob geschätzten Toten
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Durchsetzung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und dann beklagt er zwei Seiten lang den Niedergang
                                handgefertigter Produkte und den Sieg [18.8] des westlichen
                                Kunststoffbeutels als ein weiteres Symptom menschlicher
                                Selbstaufgabe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sieger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sieger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der bei einem Kampf, Wettstreit o.Ä. den
                                Sieg errungen hat; Gewinner</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Über den Sieger [171.23] sagte Alexandra:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="siegheilruf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Siegheilruf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Hoch<ref target="textgrid:24cgv#ruf.2">ruf (2)</ref>; der Nationalsozialisten
                                während des 3. Reiches</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Sieg]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] meinerzeit für Großaufmärsche vor Tribünen, Siegheilrufe
                                [214.29], Marschmusik, Kommandos und Gauleiterreden
                                geeignet.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="signal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Signal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[optisches od. akustisches] Zeichen mit einer
                                bestimmten Bedeutung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und dazu gab Alexandras Engel das Signal [253.27]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="signatur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Signatur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unterschrift</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir liegt mit ihrer gekrakelten, seiner säuberlichen Signatur
                                [215.18] vor, was ihre gemeinsame Ohnmacht zu Papier gebracht
                                hat:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="silber">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Silber</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">weiß glänzendes, weiches Edelmetall (chemisches
                                Element)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Schließlich das Geschenk der Piątkowska an den Bund: die
                                Kopie eines aus Silber [113.10] getriebenen und teilvergoldeten
                                Bechers der Danziger Brauerzunft, mit Widmung, 1653 datiert;
                            </quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="silberhaar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Silberhaar</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">silbergraues od. weißes <ref target="textgrid:24cgf#haar.2">Haar (2)</ref>;</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Touristen klatschten, als der Staatsmann von oben herab ein
                                wenig winkte und sein Silberhaar [130.28], weil dem die Sonne
                                günstig stand, aufleuchten ließ.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="silo">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Silo</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[schacht- od. kastenförmiger] Speicher od. hoher
                                Behälter zur Lagerung von Schüttgut, bes. Getreide, Erz, Kohlen,
                                Zement</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Stoß Briefe, die gelochten Abrechnungen und datierten
                                Fotos, seine mal als Tagebuch, dann wieder als Silo [14.27]
                                zeitraffender Spekulationen geführte Kladde […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="silvester">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Silvester</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">letzter Tag des Jahres, 31. Dezember</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als auf und unter dem Brandenburger Tor Silvester [90.16]
                                gefeiert wurde, durfte, bis in indische und brasilianische Slums
                                hinein, mitgefeiert werden, sah die weltweite Völkerfamilie zu und
                                staunte.</quote>
                            <quote>Am 30. Dezember steht Limburg an der Lahn auf dem Programm, wo
                                sie über Silvester [182.14] bleiben und die Altstadt besichtigen
                                wollen.</quote>
                            <quote>Eigentlich hatten wir mit Margaretha und ihrem Fred gemeinsam
                                Silvester [186.1] feiern wollen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#silvesternacht">Silvesternacht</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="silvesternacht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Silvesternacht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgp#nacht">Nacht</ref> von <ref target="#silvester">Silvester</ref> zum 1.
                                Januar</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und was dort in der Silvesternacht [91.11] geschah, […] hat
                                eine auflagenstarke Zeitung, die unserem Volk täglich zuspricht, auf
                                ein einziges Schlagzeilenwort gebracht: ›Wahnsinn!‹</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="singen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Singen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ singen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit der Stimme (ein Lied, eine Melodie o.Ä.)
                                hervorbringen, vortragen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Stumm bleibt ihr Beten und Singen [268.10].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgd#gesang">Gesang</ref>; <ref target="#singende">Singende</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="singende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Singende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd. der <ref target="textgrid:24cgx#singen">singt</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mir fielen drei Untertassenteller auf, halb oder nur noch
                                spärlich gefüllt mit Lutschbonbons, von denen die Singenden [265.8]
                                und Betenden nahmen, um bei Stimme zu bleiben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="singspiel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Singspiel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Musik</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bühnenstück (meist heiteren, volkstümlichen
                                Inhalts) mit gesprochenem Dialog u. musikalischen Zwischenspielen u.
                                Gesangseinlagen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] passend allenfalls für ein Singspiel [21.29] nach
                                berühmtem Vorbild, geeignet für Märchenfiguren, doch nicht für
                                dieses vom Zufall verkuppelte Paar;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sinn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sinn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[13*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sinn.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <re><form>ganz in [jmds.] Sinn </form><sense>
                                    <def><hi rend="italic">wie es [sich jmd.] gewünscht hätte</hi>
                                        <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D3a]</ref></def><cit>
                                        <quote>72 Prozent der Rückmeldungen zeigen
                                            Beerdigungswilligkeit im Sinne [97.22] unserer
                                            Friedhofsgesellschaft an.</quote>
                                        <quote>Übrigens waren beide Beerdigungsinstitute an einer
                                            Zusammenarbeit mit einem polnischen Institut, im Sinne
                                            [109.5] von Joint venture, interessiert.</quote>
                                        <quote>Ganz im Sinne [196.22] des verehrten Herrn Professor
                                            Dr. Reschke ließe sich die eine oder andere
                                            Bodengrabplatte steingehauen beschriften.</quote>
                                        <quote>Ganz in meinem Sinn [250.2] setzten sie viersprachige
                                            Straßenschilder durch, wollten allerdings Russisch durch
                                            Schwedisch ersetzt sehen.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form> *etw. im Sinn haben</form><sense><def><hi rend="italic">etw.
                                            Bestimmtes vorhaben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Nein, Reschke hatte keine Zuflucht ins
                                            Fachwerkhäuschen an der Radaune im Sinn [76.25].</quote>
                                        <quote>Ähnliches hatte die Piątkowska im Sinn
                                            [85.27]:</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="sinn.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Ziel u. Zweck, Wert, der einer Sache
                                    innewohnt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5]</ref></def><cit>
                                <quote>Doch zu diesem Wahn und zum Sinn [92.3] dieses Wahns, zu
                                    unserem Wahn-Sinn sage ich ja, ja, immer wieder ja...</quote>
                                <quote>Jedenfalls ging von seinen zeitbedingten Thesen, sei es zur
                                    Universitätsreform, sei es zum Sinn [103.9] studentischer
                                    Mitbestimmung, besonders aber zum Verständnis der
                                    Kunstgeschichte, etwas Radikales aus.</quote>
                                <quote>Ich weiß nicht, ob er oder sie der alten, übriggebliebenen
                                    Frau den Sinn [189.29] des Golfkrieges erklärt hat.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24ch2#wahn-sinn">Wahn-Sinn</ref></xr></sense>
                        <sense n="3." xml:id="sinn.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Sinngehalt,
                                    gedanklicher Gehalt; Bedeutung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und so dem erschreckenden Vorschein seines
                                    Grabsteins einen Sinn [77.13] zu geben […]</quote>
                                <quote>Das Wort Friedhofsruhe wurde oft negativ benutzt, jetzt müßte
                                    - nein, Alexandra, ich höre Dein Stirnrunzeln -, muß es mit
                                    neuem Sinn [85.19] erfüllt werden.</quote>
                            </cit>
                            <re><form>etw. macht [k]einen Sinn</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. ergibt [k]einen Sinn, ist [nicht]
                                            verständlich, sinnvoll</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                        <quote>Wenn große Worte noch Sinn [164.9] machen, dann hier,
                                            auf dem Feld unserer gemeinsamen Bestrebungen.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="4." xml:id="sinn.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Gefühl, Verständnis für etw.; innere Beziehung zu
                                    etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Bestimmt fand Marczak, mit seinem Sinn [281.5] für
                                    theatralische Gesten, Gefallen an dieser Darbietung.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sit-in">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sit-in</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Aktion von Demonstranten, bei der sich die
                                Beteiligten demonstrativ irgendwo, bes. in od. vor einem Gebäude,
                                hinsetzen, um auf Missstände aufmerksam zu machen, gegen etw. zu
                                protestieren o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke war dennoch nur mäßig radikal. Zielsetzungen, die sich
                                allzu revolutionär gaben, hat er als Mitglied des Lehrkörpers und
                                als Einzelperson bei den damals üblichen Sit-ins [103.21]
                                abgelehnt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="situation">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Situation</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="situation.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Verhältnisse, Umstände, in denen sich jmd.
                                    [augenblicklich] befindet; jmds. augenblickliche Lage</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Ab Ende Februar entstand, wie selbst Vielbrand zugeben mußte,
                                    eine kritische Situation [192.18].</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="situation.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Verhältnisse, Umstände, die
                                    einen allgemeinen Zustand kennzeichnen; allgemeine Lage</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgn#marktsituation">Marktsituation</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sitz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sitz.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Ort, an dem sich eine Institution, Regierung,
                                    Verwaltung o.Ä. befindet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wo ein zur Jahrhundertwende erbautes Ziegel- und
                                    Fachwerkgebäude als Sitz [67.3] der Friedhofsverwaltung den
                                    Haupteingang zum Friedhof bewacht hatte und so seinem Gedächtnis
                                    verhaftet geblieben war.</quote>
                                <quote>Sie berichtet, daß die katholische Kirche, in Gestalt des
                                    Bischofs mit Sitz [87.29] in Oliva, nicht nur Interesse gezeigt,
                                    sondern »unsere Idee«  […]»                                    Gottwohlgefällig«  genannt habe.</quote>
                                <quote>Etliche Ortsgruppen, mit Sitz [88.12] in niedersächsischen
                                    und schleswig-holsteinischen Städten, hätten positiv
                                    geantwortet, andere nicht frei von Mißtrauen. </quote>
                                <quote>Fest steht, daß sie […] nachmittags in der Engelsgrube,
                                    im »Haus der Hansestadt Danzig«  und Sitz
                                    [110.16] der organisierten Landsmannschaft, verabredet gewesen
                                    sind […]</quote>
                                <quote>Einprägsam sehe ich sie ihre Idee personifizieren: beim
                                    Rathausempfang oder auf Einladung des Bischofs mit Sitz [207.2]
                                    in Oliva, auf Ehrenplätzen in der Baltischen Oper
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] regten Vielbrand und Marczak an, einen
                                    übergeordneten Aufsichtsrat zu gründen, und schlugen Warschau
                                    als Sitz [231.25] vor. </quote>
                                <quote>Der eine leitete ein Architekturbüro, das bereits Pläne für
                                    »Bungagolf«  auf dem Reißbrett hatte, der andere
                                    war dem Sekretariat des Bischofs mit Sitz [249.24] in Oliva
                                    verpflichtet.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="sitz.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Platz mit Berechtigung zur Stimmabgabe</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Diese Personen hatten zugesagt, im Gründungsfall als
                                    Gesellschafter die drei deutschen Sitze [117.12] im Aufsichtsrat
                                    zu besetzen, Frau Dettlaff auf Vorschlag des Bundes.</quote>
                                <quote>Sie sprach eine aussterbende Sprache, »weshalb ihr«,
                                    schreibt Reschke, »der Sitz [129.3] im Aufsichtsrat der
                                    Friedhofsgesellschaft zu Recht zugesprochen wurde. </quote>
                                <quote>Mit Mühe hatte ihr Jerzy Wróbel die Unvereinbarkeit eines zum
                                    Friedhof gehörenden Arbeitsplatzes mit ihrem Sitz [146.4] in der
                                    Aufsicht erklärt […]</quote>
                                <quote>So kam es, daß Erna Brakup Sitz [220.17] und Stimme im
                                    Aufsichtsrat der Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft
                                    erhielt.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="3." xml:id="sitz.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">etw., was zum Daraufsitzen bestimmt ist, was als
                                    Sitzgelegenheit dienen soll (z.B. in einem Saal, in od. an einem
                                    Fahrzeug, einer Maschine o.Ä.)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg4#beifahrersitz">Beifahrersitz</ref>; <ref target="textgrid:24cg9#fahrgastsitz">Fahrgastsitz</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cg9#fahrradsitz">Fahrradsitz</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sitzordnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzordnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">festgelegte Reihenfolge, welche [Sitz-]Plätze die
                                Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Veranstaltung, Sitzung o.Ä.
                                [am Tisch] einnehmen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in bunter Reihe hat sich eine Sitzordnung [273.2]
                                ergeben, nach der Vielbrand als Vorsitzender zwischen zwei
                                Neumitgliedern sitzt:</quote>
                            <quote>Beide geben, die Fensterfront im Rücken, nur von der Sitzordnung
                                [274.10] her ein Paar ab […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[14*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Versammlung, Zusammenkunft einer Vereinigung,
                                eines Gremiums o. Ä., bei der über etw. beraten wird, Beschlüsse
                                gefasst werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] aber die dreißigprozentige Kapitalbeteiligung […]
                                an S. Ch. Chatterjees Fahrradrikschaproduktion ist erst anläßlich
                                einer viel später einberufenen Sitzung [163.20] der Aufsicht ans
                                Lichtgekommen.</quote>
                            <quote>Zwar lief die Sitzung [176.14] zufriedenstellend an […] doch
                                dann löste die deutsche Seite durch bloßes Nennen von Wünschen eine
                                grundsätzliche Diskussion aus.</quote>
                            <quote>Schon bei der Sitzung [193.17] Anfang März war es gereizt
                                zugegangen.</quote>
                            <quote>Vielbrand drohte mit Abbruch der Sitzung [199.5].</quote>
                            <quote>Knapp eine Woche nach dieser Sitzung [199.13] hat Reschke wieder
                                einmal ein Gespräch mit Chatterjee geführt […]</quote>
                            <quote>Seit' an Seit' gestellt und notfalls Rücken an Rücken; denn für
                                die kommende Sitzung [207.9], die Anfang April stattfinden sollte,
                                war Kampf angesagt.</quote>
                            <quote>Weil auf Jerzy Wróbel, […] wenig Verlaß war und Beistand
                                allenfalls von Erna Brakup kommen konnte […], verlief die
                                Sitzung [207.16], wie sie nicht hätte ablaufen dürfen.</quote>
                            <quote>Die nächste Sitzung [209.11] sollte in zwei Wochen stattfinden,
                                man hatte es eilig.</quote>
                            <quote>Solange jedoch auf diesem Papier die laufende Sitzung [230.30]
                                andauert, wird er […] gleichfalls mit Karau gehofft haben, die
                                Brakup werde nach kurzem Schmollen bald wieder […]
                                dabeisein.</quote>
                            <quote>Punkt für Punkt wurde abgehakt. Die Sitzung [232.31] verlief gut,
                                zu gut.</quote>
                            <quote>[…] und ich war dagegen, den bei ihm notierten, schon
                                während vorletzter Sitzung [236.23] gestellten Antrag auf
                                Beisetzungen in der Danziger Bucht zu erwähnen, und trage nun
                                nach:</quote>
                            <quote>Das geschah zu Beginn der Sitzung [243.26]. Die Aufsicht nahm das
                                hin. Unser Paar zögerte.</quote>
                            <quote>Es gibt Fotos von dieser Sitzung [272.25] am langen Tisch, an
                                dessen Kopfende die Gesellschafter Dettlaff und Marczak
                                geschäftsführend vorsitzen, […]</quote>
                            <quote>Gleich nachdem sie den Ehrenvorsitz niedergelegt hatten […]
                                wurde die Aufsicht der Friedhofsgesellschaft zu einer Sitzung
                                [285.2] aus besonderem Anlaß einberufen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cg3#aufsichtsratssitzung">Aufsichtsratssitzung</ref>; <ref target="textgrid:24cgd#gründungssitzung">Gründungssitzung</ref>;
                                <ref target="#sitzungsgeld">Sitzungsgeld</ref>; <ref target="#sitzungsprotokoll">Sitzungsprotokoll</ref>;
                                <ref target="#sitzungsraum">Sitzungsraum</ref>; <ref target="#sitzungsschluß">Sitzungsschluß</ref>;
                                <ref target="#sitzungstisch">Sitzungstisch</ref>; <ref target="#sitzungsverlauf">Sitzungsverlauf</ref>;
                                <ref target="#sondersitzung">Sondersitzung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sitzungsgeld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungsgeld</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#geld.1">Geld (1)</ref>;, das jmd. für die Teilnahme
                                an einer <ref target="#sitzung">Sitzung</ref> erhält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nun besserte Sitzungsgeld [220.19] ihre Rente auf, und zwar
                                verdient:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzungsprotokoll">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungsprotokoll</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sitzung">Sitzung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#protokoll">Protokoll</ref></def><cit>
                            <quote>Dazu gab es kein Sitzungsprotokoll [161.1].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzungsraum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungsraum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sitzung">Sitzung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#raum.2">Raum (2)</ref></def><cit>
                            <quote>Wir tagten in einem dürftig ausgestatteten Sitzungsraum [119.7]
                                […]</quote>
                            <quote>Man stelle sich den Sitzungsraum [197.28] im höchsten, dem
                                siebzehnten Stockwerk des Hevelius als zwei zusammengelegte
                                Hotelzimmer vor.</quote>
                            <quote>Mit letztem Wort begann sie ihre Filzstiefel, die sie gewöhnlich
                                vom Herbst bis in den April hinein trug, doch im überheizten
                                Sitzungsraum [229.2] des Hotels gerne ablegte, wieder anzuziehen
                                […]</quote>
                            <quote>Weil […] dieser jedoch gleich nach seiner
                                Rücktrittserklärung den Sitzungsraum [244.4] verlassen hatte
                                […]</quote>
                            <quote>[…] worauf dieser zum Telefon griff und vier, genau vier, in
                                ihren Hotelzimmern wartende Anwärter in den Sitzungsraum [249.1]
                                rief […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzungsschluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungsschluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sitzung">Sitzung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#schluß.1">Schluß (1)</ref></def><cit>
                            <quote>Frau Johanna Dettlaff beklagte vor Sitzungsschluß [238.26] - der
                                Punkt »Verschiedenes«  wurde abgehandelt -
                                Versäumnisse der geschäftsführenden Gesellschafter […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzungstisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungstisch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="idflected">Gen. -(e)s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sitzung">Sitzung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgz#tisch">Tisch</ref></def><cit>
                            <quote>Heftig, zornig ging es am Sitzungstisch [194.19] zu.</quote>
                            <quote>Auf den Sitzungstisch [216.4] soll sie geschlagen haben, mit der
                                Faust, immer wieder.</quote>
                            <quote>Auf der anderen Seite des Sitzungstisches [221.8] sah und hörte
                                man Erna Brakup gleichfalls nicht unbefangen.</quote>
                            <quote>Diese Peinlichkeiten kamen zur Sprache, nachdem das Paar seine
                                Abseitsposition an einem der Fenster mit Panoramablick aufgegeben
                                hatte und wieder am Sitzungstisch [239.7] saß;</quote>
                            <quote>Der Magistrat der Stadt hatte der Friedhofsgesellschaft im
                                nahegelegenen Altstädtischen Rathaus mit einem Sitzungstisch
                                [272.21] aus schwerer Eiche und dem Dutzend Altdanziger Eichenstühle
                                einen Raum gestellt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sitzungsverlauf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sitzungsverlauf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#sitzung">Sitzung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#verlauf.1">Verlauf (1)</ref></def><cit>
                            <quote>Den hier berichteten Sitzungsverlauf [272.17] sollte man sich
                                nicht mehr im siebzehnten Stockwerk des Hotels Hevelius
                                vorstellen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="skala">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skala</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vollständige Reihe zusammengehöriger, sich
                                abstufender Erscheinungen; Stufenleiter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Diese breite Skala [104.2] von Meinungen brachte ihn oft in
                                Disput mit sich selbst.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="skandal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skandal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Geschehnis, das Anstoß u. Aufsehen erregt</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Anfangs blieb der Ton gemäßigt, weil […] Marczak »                                keinen Skandal [285.12]«  wünschte, doch dann kam es zum
                                Verhör.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ski">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ski</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form>
                    <sense>
                        <def><hi rend="italic">schmales, langes, vorn in eine nach oben gebogene
                                Spitze auslaufendes Brett aus Holz, Kunststoff od. Metall, an dem
                                der Skistiefel mit der Bindung (2) befestigt wird, sodass sich jmd.
                                damit [gleitend] über den Schnee fortbewegen kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] zudem Ohrenschützer und Skier [140.29] für die Soldaten
                                an der Ostfront gestapelt und verpackt wurden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="skizze">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skizze</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit groben Strichen hingeworfene, sich auf das
                                Wesentliche beschränkende Zeichnung [die als Entwurf dient]</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] etwa die entzückende Skizze [101.2] nach einer Magd mit
                                Henkelkorb.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="skoda-limousine">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skoda-Limousine</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Personenwagen mit festem Verdeck der Marke
                        <ref target="textgrid:24cgw#skoda">Skoda [Register]</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Limousine]</ref></def><cit>
                            <quote>Fuhr er eine dieser westlich der Elbe exotisch wirkenden
                                Skoda-Limousinen [63.10]?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="skoda-modell">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skoda-Modell</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgw#skoda">Skoda  [Register]</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgn#modell.1">Modell
                            (1)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war ich sicher, daß die Autodiebe […] niemals
                                hätten versucht sein können, ein Skoda-Modell [284.10] oder einen
                                noch so gepflegten alten Schlitten, etwa einen Peugeot 404, Baujahr
                                1960, zu klauen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="skorpion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Skorpion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Astrol.</hi></usg>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Tierkreiszeichen für die Zeit vom 24. 10. bis 22.
                                11.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">plastische Darstellung des Skorpions im
                                    Tierkreiszeichen</hi> [°]</def>
                            <quote>Der Piątkowska gab die Uhr letzte Arbeit: die Sonne zwischen
                                Krebs und Zwillingen und auch der Mond zwischen Waage und Skorpion
                                [157.4] verlangten nach Gold.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="slum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Slum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Elendsviertel [einer Großstadt]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als auf und unter dem Brandenburger Tor Silvester gefeiert wurde,
                                durfte, bis in indische und brasilianische Slums [90.18] hinein,
                                mitgefeiert werden […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="socke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Socke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kurzer, bis an die Wade od. in die Mitte der Wade
                                reichender Strumpf</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und jetzt erst überprüfte Reschke seine Garderobe und kaufte für
                                sich, was mir vorliegende Quittungen belegen, einen schwarzen
                                Kammgarnanzug, schwarze Schuhe, schwarze Socken [132.24]
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <re><form>*sich auf die Socken machen</form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">aufbrechen [um irgendwohin zu gehen]</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Und machte mich dann doch auf die Socken [53.20].</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sockel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sockel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sockel.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">unterer [abgesetzter] Teil eines Grabsteins, der
                                    bis zu einer bestimmten Höhe reicht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] jedes Grabmal muß standsicher aufgestellt und durch
                                    Dübel mit dem Sockel [150.10] oder dem Fundament verbunden
                                    sein.</quote>
                                <quote>Auf grauem Sockel [199.20] ein schwarzer, auf Hochglanz
                                    polierter Granit.</quote>
                                <quote>Abseits, auf leerem Sockel [224.18], zwei junge Burschen mit
                                    Stöpseln in den Ohren.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="sockel.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Block aus Stein o. Ä., auf dem etw., bes. eine
                                    Säule, Statue steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Erhöhung</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Reschke hingegen verkneift sich jede körperliche Anspielung,
                                    faßt aber ihre Liebe kostbar in erhabene Begriffe, als wolle er
                                    sie auf einen Sockel [91.8] stellen.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sodbrennen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sodbrennen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich vom Magen bis in den Rachenraum ausbreitende
                                brennende Empfindung, die von zu viel, seltener auch von zu wenig
                                Magensäure herrührt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein leichter Kopfschmerz war ihm wichtig und die Möglichkeit
                                beginnenden Sodbrennens [51.6];</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="software-system">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Software-System</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einheit aus technischen Bauelementen, die (im
                                Unterschied zur Hardware) nicht technisch-physikalischer
                                Funktionsbestandteil einer Datenverarbeitungsanlage (wie z.B.
                                Einsatzanweisung, Programm o.Ä.) sind</hi> [° D Software; D System
                            5]</def><cit>
                            <quote>Das hätte ich ihm nicht zugetraut, diesen lockeren Umgang mit dem
                                Software-System [95.12].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sog">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sog</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">starke Anziehungskraft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] folgte ich doch nach nur kurzem Schreck - oder war es
                                der Glockenschlag? - einer Verführung besonderer Art, nein, einem
                                Sog [8.22]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sohle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sohle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">untere Fläche des Schuhs […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Hacken voran, setzte sie Mal um Mal mit ganzer Sohle [229.9]
                                auf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sohn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sohn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[15*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">männliche Person im Hinblick auf ihre leibliche
                                Abstammung von den Eltern; unmittelbarer männlicher Nachkomme</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Zuvor hatte sie mit ihrem Sohn [31.2] und ihrem Mann[…] zwei
                                Zimmer in einer Neubausiedlung […] bewohnt […]</quote>
                            <quote>Und als sich Witold, der spät geborene einzige Sohn [31.18]
                                […] nach Westen absetzte […]</quote>
                            <quote>Das Zimmer des Sohnes [32.11], nun Arbeitszimmer der
                                Piątkowska, öffnete nach Süden hin Aussicht über die
                                Schnellstraße.</quote>
                            <quote>Die Fotos auf dem verglasten Geschirrschrank zeigen […]
                                Mutter und Sohn [35.23] vorm Portal der Olivaer
                                Schloßkirche:</quote>
                            <quote>[…] der Sohn [35.26] mürrisch verschlossen […]</quote>
                            <quote>Witold, ihr Sohn [39.29], habe davon profitiert.</quote>
                            <quote>Nur kurz kamen sie auf ihren in Bremen Philosophie studierenden
                                Sohn [73.31] und auf seine drei berufstätigen und mehr oder weniger
                                verheirateten Töchter.</quote>
                            <quote>Die Piątkowska teilt mit, daß ihr in Bremen studierender Sohn
                                [98.30] alle Pläne seiner Mutter […] abgekanzelt habe.</quote>
                            <quote>Sie hatte über Weihnachten ihren Sohn [116.17] Witold zu Besuch
                                […]</quote>
                            <quote>[…] das Gleichnis vom verlorenen Sohn [150.22]
                                […]</quote>
                            <quote>[…] weshalb er dem einzigen Sohn [165.12] entsprechende
                                Vornamen gegeben habe. </quote>
                            <quote>[…] als wolle der Sommersitz des Vaters nachträglich die
                                Philosophie des Sohnes [179.5] bestätigen.</quote>
                            <quote>Nicht daß Alexandras Sohn [182.28] Witold den Mann an der Seite
                                seiner Mutter direkt und mit Fingerzeig beleidigt hätte;</quote>
                            <quote>[…] wollte mir aber nicht sagen, mit welchen Worten ihr Sohn
                                [183.29] sie gekränkt hat.</quote>
                            <quote>Keine Verwandten waren geladen, denn unser Paar hatte weder die
                                Töchter noch den Sohn [292.12] benachrichtigt;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sojabohne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sojabohne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">niedrige, buschige Pflanze, meist mit behaarten
                                Stängeln u. Blättern, kleinen, weißen od. violetten Blüten u.
                                kleinen runden od. nierenförmigen Samen in langen Hülsen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Demnächst will man in Großversuchen das veränderte Klima nutzen
                                und im Werder Reis pflanzen, in der Kaschubei Sojabohnen [259.29]
                                anbauen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="soldat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Soldat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Angehöriger der Streitkräfte eines Landes</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in der während des ersten oder zweiten russischen
                                Kriegswinters Wollsachen […] für die Soldaten [140.29] an der
                                Ostfront gestapelt und verpackt wurden.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#soldatenfriedhof">Soldatenfriedhof</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="soldatenfriedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Soldatenfriedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[große, einheitlich angelegte] Begräbnisstätte
                                gefallener <ref target="textgrid:24cgx#soldat">Soldaten</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gegenüber dem auf ansteigender Wiese benachbarten
                                Soldatenfriedhof [21.13] mit Ehrenmal der Roten Armee, auf dessen
                                Vorfeld ein Dutzend Halbwüchsige Fußball spielten, wußte die Witwe
                                ein Loch im Zaun.</quote>
                            <quote>[…] den Halbwüchsigen habe das Fußballspiel im Vorfeld des
                                sowjetischen Soldatenfriedhofs [26.29] keinen Spaß mehr
                                gemacht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sommer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Jahreszeit zwischen Frühling u. Herbst als wärmste
                                Zeit des Jahres</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der nicht enden wollende Sommer [11.14] und milde Herbst seien
                                als Gründe genannt worden.</quote>
                            <quote>Und weiße, von Nordost her schwimmende Wolkensäcke gehörten zum
                                kaschubischen Sommer [143.23].</quote>
                            <quote>Eine der typischen Chausseen, die beiderseits von Linden und
                                Kastanien bestanden sind und im Sommer [159.27] einen tiefgrünen
                                Tunnel bilden, ist den Kröten zur Falle geworden.</quote>
                            <quote>[…] und Reschkes Brüder waren seit Sommer [264.8] '43
                                tot:</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sommerakademie">Sommerakademie</ref>; <ref target="#sommeranfang">Sommeranfang</ref>;
                                <ref target="#sommerglück">Sommerglück</ref>; <ref target="#sommersitz">Sommersitz</ref>;
                                <ref target="#sommerwetter">Sommerwetter</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sommerakademie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommerakademie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einrichtung, die im <ref target="#sommer">Sommer</ref> kulturelle
                                und wissenschaftliche Veranstaltungen anbietet</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Fachleute, etwa […] die Managerin eines von Millionen
                                frequentierten Freizeitparks, der Programmdirektor einer sogenannten
                                Sommerakademie [107.1], wurden zu Vorträgen eingeladen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sommeranfang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommeranfang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anfang, Beginn des <ref target="textgrid:24cgx#sommer">Sommers</ref> (zwischen
                                20. u. 23. Juni)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf Sommeranfang [134.15] fanden die Einsegnung und danach zwei
                                Beerdigungen in der rechten hinteren Ecke des weitläufigen Geländes
                                statt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sommerglück">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommerglück</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sommer">Sommer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#glück.2">Glück (2)</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch erlaubt sie ihrem Leid nicht, unser anhaltendes
                                Sommerglück [158.22] zu verschatten...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sommersitz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommersitz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Haus einer [prominenten] Person als Aufenthaltsort
                                während des <ref target="textgrid:24cgx#sommer">Sommers</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Sommerresidenz]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] etwa den schloßähnlichen Sommersitz [178.11] der Familie
                                Schopenhauer oder das schon vormals als Altenheim genutzte
                                Herrenhaus Pelonken.</quote>
                            <quote>[…] als wolle der Sommersitz [179.4] des Vaters nachträglich
                                die Philosophie des Sohnes bestätigen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sommerwetter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sommerwetter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#sommer">Sommer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wetter">Wetter</ref></def><cit>
                            <quote>Kein blühender Raps mehr, doch gleichbleibend schönes
                                Sommerwetter [142.26].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonderkonto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonderkonto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">für bestimmte [wohltätige] Zwecke eingerichtetes
                                    <ref target="textgrid:24cgj#konto">Konto</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] fanden sich Mittel, gedacht als Starthilfe, für die ein
                                Sonderkonto [114.29] eingerichtet wurde;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sondermeldung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sondermeldung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">besondere, dringliche <ref target="textgrid:24cgn#meldung">Meldung</ref>, die
                                unerwartete, brisante Neuigkeiten enthält</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] am 21. Juni 1941, an einem Sonntag, als mit
                                Sondermeldungen [69.14] der Rußlandfeldzug begann […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonderrabatt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonderrabatt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">besonderen, zusätzlicher Preisnachlass</hi> [° D
                            Rabatt]</def><cit>
                            <quote>[…] Reschke, habe Sonderrabatte [285.17] westdeutscher
                                Beerdigungsinstitute eingestrichen, ohne deren Höhe klipp und klar
                                zu deklarieren;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sondersitzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sondersitzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eigens anberaumte, zusätzliche
                                <ref target="#sitzung">Sitzung</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Niemand wurde entlarvt, die Sondersitzung [287.17] verlief
                                folgenlos […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sonne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sonne.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <sense n="a)" xml:id="sonne.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">als gelb bis glutrot leuchtende Scheibe am
                                        Himmel erscheinender, der Erde Licht u. Wärme spendender
                                        Himmelskörper</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Die Touristen klatschten, als der Staatsmann von oben
                                        herab ein wenig winkte und sein Silberhaar, weil dem die
                                        Sonne [130.28] günstig stand, aufleuchten ließ.</quote>
                                    <quote>Doch als sie zu dritt ins Grüne fuhren, muß das Wetter
                                        wechselhaft gewesen sein: ab und zu brach die Sonne [276.19]
                                        durch.</quote>
                                    <quote>Weil draußen plötzlich die Sonne [291.30] durchkam,
                                        wurden Fotos gemacht […]</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgn#morgensonne">Morgensonne</ref>; <ref target="#sonnenlicht">Sonnenlicht</ref>;
                                        <ref target="#sonnenschein">Sonnenschein</ref>; <ref target="textgrid:24ch2#wintersonne">Wintersonne</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24ch2#wintersonne">Wintersonne</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="sonne.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Licht [u. Wärme] der Sonne; Sonnenstrahlen;
                                        Sonnenschein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Als Reschke kurz nach acht vor das Hotel trat, standen
                                        noch keine Taxis, aber einladend drei Rikschas schräg
                                        gegenüber in der Sonne [80.20].</quote>
                                </cit></sense>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="sonne.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">plastische Darstellung der Sonne im
                                    Tierkreiszeichen</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Der Piątkowska gab die Uhr letzte Arbeit: die Sonne
                                    [157.3] zwischen Krebs und Zwillingen und auch der Mond zwischen
                                    Waage und Skorpion verlangten nach Gold.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonnenlicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonnenlicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von der <ref target="textgrid:24cgx#sonne.1a">Sonne (1a)</ref>; ausgehendes
                                    <ref target="textgrid:24cgk#licht.1a">Licht (1a)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gefiltert von Laubbäumen fiel Sonnenlicht [135.30] auf die
                                Trauernden;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonnenschein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonnenschein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ausgestrahltes Licht der <ref target="textgrid:24cgx#sonne.1a">Sonne
                                (1a)</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D scheinen 1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Fotos überliefern weder Sonnenschein [290.6] noch
                                Regenschauer.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonnenuhr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonnenuhr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf einer waagerechten od. senkrechten Fläche
                                angeordnete Skala, auf der der Schatten eines zu ihr gehörenden
                                Stabes die Stunden anzeigt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Einzig die Sonnenuhr [179.2] in Funktion.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonntag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonntag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">siebter <ref target="textgrid:24cgz#tag.1">Tag (1)</ref>; der mit Montag
                                beginnenden Woche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und daß ich am 21. Juni 1941, an einem Sonntag [69.13], als mit
                                Sondermeldungen der Rußlandfeldzug begann, dort, vom Stehplatz aus,
                                in der vertieften Stadionschüssel ein Spiel gesehen habe - weiß
                                nicht mehr, gegen wen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sonntagmorgenschatten">Sonntagmorgenschatten</ref>; <ref target="#sonntagskleid">Sonntagskleid</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sonntagmorgenschatten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonntagmorgenschatten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgx#schatten.b">Schatten (b)</ref>; am <ref target="textgrid:24cgn#morgen">Morgen</ref>
                                eines <ref target="textgrid:24cgx#sonntag">Sonntags</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] wo die Tribüne mit Fahnen und Zubehör ihren
                                Sonntagmorgenschatten [251.9] warf, sollten demnächst schon
                                Sammelgräber dicht bei dicht Platz finden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sonntagskleid">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sonntagskleid</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltend</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nur am <ref target="#sonntag">Sonntag</ref> getragenes
                                    <ref target="textgrid:24cgj#kleid">Kleid</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie lag in ihrem schwarzwollenen Sonntagskleid [256.3].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sorge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sorge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sorge.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(durch eine unangenehme, schwierige, gefahrvolle
                                    Situation hervorgerufene) quälende Gedanken; bedrückendes Gefühl
                                    der Unruhe u. Angst</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Er notiert nur ihre plötzliche Sorge [76.15], es könne, wenn
                                    zwischen West und Ost die Mauer wegfalle, alles anders,
                                    schwieriger werden:</quote>
                                <quote>Das entsprach Reschkes Befürchtungen, dem allerdings weniger
                                    die verstreichende Zeit, weit mehr das Wetter Sorgen [101.26]
                                    bereitete:</quote>
                                <quote>Hier jedenfalls befürchtet man Schlimmes, doch ahne ich, Ihr
                                    habt andere Sorgen [102.17]...</quote>
                                <quote>Die einzige Sorge [162.9], die ihn bewegt, betrifft zu lange
                                    Einfuhrfristen für holländische Fahrradrikschas, zudem den
                                    ständigen Ärger beim Zoll.</quote>
                                <quote>In Lübeck hörte man sich Reschkes Sorgen [211.11] und Klagen
                                    an.</quote>
                            </cit>
                            <re><form> in Sorge </form><sense><def><hi rend="italic">sehr
                                            besorgt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                        <quote>Zurück in Gdańsk, mußte Alexander seine Alexandra
                                            beruhigen, die wegen der kürzlich vollzogenen
                                            Währungsunion in Sorge [142.11] um das arme Polen war
                                            […]</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="sorge.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o. Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Bemühen um jmds. Wohlergehen, um etw.;
                                    Fürsorge</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def>
                            <re><form> das lass nur meine Sorge sein </form><sense><def><hi rend="italic">dafür werde ich sorgen; dafür übernehme
                                            ich die Verantwortung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Das, liebe Alexandra, soll bitte ganz meine Sorge
                                            [72.4] sein.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sorgfalt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sorgfalt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, große
                                Behutsamkeit [beim Arbeiten, Hantieren]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] weil der mir kopfstehende Baukomplex
                                landschaftspflegende Sorgfalt [278.26] beweist;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sorte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sorte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art, Qualität (einer Ware, einer Züchtung o.Ä.),
                                die sich durch bestimmte Merkmale od. Eigenschaften von anderen
                                Gruppen der gleichen Gattung unterscheidet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur wenige Sorten [8.3] Schnittblumen standen noch in den Eimern:
                                Dahlien, Astern, Chrysanthemen.</quote>
                            <quote>[…] als Bildungsreisender ein Tourist besserer Sorte
                                [12.5].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sozialfall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sozialfall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -fälle</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der auf Sozialhilfe, staatliche
                                Unterstützung angewiesen ist</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Meine jüngste Tochter ließ nur Gespräche über ihre
                                Halbtagsstellung als Sozialpädagogin zu, das heißt, sie klagte über
                                alles: den Job, die Sozialfälle [184.9], die Kollegen, die
                                Bezahlung.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sozialminister">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sozialminister</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Leiter des <ref target="textgrid:24cgn#ministerium">Ministeriums</ref> für die
                                Gesellschaft, Gemeinschaft betreffende Angelegenheiten</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] in Polen gebe es jetzt gegen Vorlage eines »                                Kuroniówka«, benannt nach dem Sozialminister [92.24] Jacek
                                Kuroń, für Notleidende einen Schlag Suppe […]</quote>
                            <quote>Man habe deutscherseits das Beispiel des ehemaligen polnischen
                                Sozialministers [232.10] aufgegriffen, freilich ohne den Bedürftigen
                                die sogenannten »Kuroniówka«  abzuverlangen, man
                                teile unbürokratisch aus.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sozialpädagogin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sozialpädagogin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Berufsbez.</hi></usg>
                        <form>/w. Form/</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der sich mit der Erziehung des Einzelnen zur
                                Gemeinschaft u. zu sozialer Verantwortung außerhalb der Familie u.
                                der Schule befasst</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Sozialpädagogik]</ref></def><cit>
                            <quote>Meine jüngste Tochter ließ nur Gespräche über ihre
                                Halbtagsstellung als Sozialpädagogin [184.8] zu […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spalt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spalt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einen Zwischenraum bildende schmale, längliche
                                Öffnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Als Reschke das Fenster einen Spalt [235.31] weit öffnete, stand
                                schon die Piątkowska mit Zigarette neben ihm.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spannung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spannung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gespanntes Verhältnis; latente Unstimmigkeit,
                                Feindseligkeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1d]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] die zermürbende Spannung [157.15] zwischen dem immerfort
                                traurigen Ministerpräsidenten und dem in Gdańsk ansässigen
                                Arbeiterführer, der sich, wie viele Kleinwüchsige, berufen sah,
                                Großes zu tun.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spaß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spaß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Freude, Vergnügen, das man an einem bestimmten Tun
                                hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] den Halbwüchsigen habe das Fußballspiel im Vorfeld des
                                sowjetischen Soldatenfriedhofs keinen Spaß [26.30] mehr
                                gemacht.</quote>
                            <quote>Das Spielen mit dem Computer muß Reschke Spaß [94.26] bereitet
                                haben.</quote>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir die praktische Umsetzung unserer
                                Idee […] so viel Spaß [109.2], nein, wohl mehr innere Freude
                                bereiten könnte.</quote>
                            <quote>Der Aufsichtsrat erklärte öffentlich sein Bedauern, und die
                                Journalisten verloren den Spaß [154.17] an der Sache.</quote>
                            <quote>Dir hat es schon immer Spaß [294.17] bereitet, tatsächlicher als
                                alle Tatsachen zu sein...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spatenstich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spatenstich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die Tiefe, die mit dem Hineinstoßen eines Spatens,
                                eines Geräts aus einem viereckigen, unten mit einer Schneide
                                versehenen [Stahl]blatt u. langem [Holz]stiel, erreicht wird</hi> [°
                            D Spaten]</def><cit>
                            <quote>[…] wenn die Erde nicht tiefer als einen Spatenstich
                                [173.26] fröre […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spätfolge">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spätfolge</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erst längere Zeit nach einem Ereignis eintretende
                                    <ref target="textgrid:24cg9#folge">Folge</ref> (1)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sobald er sich als zu weitschweifig empfand, etwa beim Lob des
                                Pilzgerichtes in Anbetracht denkbarer Spätfolgen [51.13], faßte er
                                wie ein geübter Protokollführer seine Bedenken zusammen:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spätgotik">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spätgotik</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Phase gegen Ende der Gotik, einer europäischen
                                Stilepoche (von der Mitte des 12. bis zum Ende des 15.
                                Jahrhunderts)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Spätphase; D Gotik]</ref></def><cit>
                            <quote>Sichtbar getragene Geldbeutel finden sich, oft in prachtvoller
                                Ausführung, auf Holzschnitten seit der Spätgotik [100.25].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spätstil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spätstil</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vorherrschender <ref target="textgrid:24cgx#stil.1">Stil (1)</ref>; zum Ende
                                einer Epoche</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] daß der aus Mecheln stammende Baumeister Anthony van
                                Obbergen […] die Predigerhäuser neben der Katharinenkirche im
                                Spätstil [163.3] der Renaissance habe bauen können;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spazierengehn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spazierengehn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <form type="inflected">→ spazieren gehen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gemächlich [ohne bestimmtes Ziel] gehen;
                                schlendern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D spazieren 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Natürlich nicht so groß, aber gepflegt, daß man möchte Lust haben
                                auf Spazierengehn [113.26] und letztes Plätzchen suchen
                                schon...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spaziergang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spaziergang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gang.3">Gang (3)</ref>; zur Erholung, zum
                                Vergnügen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] es ist ein Spaziergang [264.24] entlang der nur schlapp
                                anschlagenden Ostsee in Richtung Jelitkowo […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="speicherung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Speicherung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Speichern; Sicherung von Daten [auf
                                Festplatte, Diskette o.Ä.]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D, °]</ref></def><cit>
                            <quote>Er nannte Zitate, gewonnen aus Sekundärliteratur, den
                                schnörkeligen Wust barocker Emblematik als der Speicherung [95.16]
                                bedürftig […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="speise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Speise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zubereitete Nahrung als einzelnes Essen;
                                Gericht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Keine Klagen über Speisen [183.8] und Getränke.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#speisekarte">Speisekarte</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="speisekarte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Speisekarte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verzeichnis der in einer Gaststätte erhältlichen
                                    <ref target="textgrid:24cgx#speise">Speisen</ref> auf einer Karte, in einer Mappe o.Ä.</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Mittagessen […] zeugt, außer der quittierten Rechnung,
                                eine Speisekarte [111.5] […]</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Wahlmöglichkeit, über etw. [frei] zu verfügen</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Wir müssen aufpassen, daß Polen nicht kommt auf deutsche
                                Speisekarte [247.11].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spekulation">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spekulation</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf bloßen Annahmen, Mutmaßungen beruhende
                                Erwartung, Behauptung, dass etw. eintrifft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Stoß Briefe, die gelochten Abrechnungen und datierten
                                Fotos, seine mal als Tagebuch, dann wieder als Silo zeitraffender
                                Spekulationen [14.27] geführte Kladde […]</quote>
                            <quote>Warum überhaupt sitze ich seinen Spekulationen [32.24]
                                auf?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was zur Hilfe, Unterstützung, Förderung
                                einer Sache od. Person gegeben wird, beitragen soll</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als ihr außer einer nicht deutlich genug deklarierten Spende
                                [286.15] zur Finanzierung der Orgel für die Kirche zum Heiligen
                                Leichnam nichts angehängt werden konnte, wurde die Dettlaff
                                persönlich.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgj#kleinspende">Kleinspende</ref>; <ref target="#spendengeld">Spendengeld</ref>;
                            <ref target="#spendenkonto">Spendenkonto</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spendengeld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spendengeld</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: -er</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Aufkommen aus <ref target="textgrid:24cgx#spende">Spenden</ref></hi> [D
                            Spendenaufkommen]</def><cit>
                            <quote>[…] er, Reschke, könne nicht nachweisen, aus welchen Töpfen
                                sein neues Auto, das nunmehr als Privatwagen gelten müsse,
                                finanziert worden sei, etwa aus Spendengeldern [285.22]?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spendenkonto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spendenkonto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bei einer Bank o. Ä. zeitweilig eingerichtetes
                                    <ref target="textgrid:24cgj#konto">Konto</ref>, auf das <ref target="textgrid:24cgx#spende">Spenden</ref> für einen
                                bestimmten Zweck eingezahlt werden können</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Hinzu kommt, daß, neben vielen Kleinspenden, beachtliche Beträge,
                                darunter einige aus Übersee, auf dem seit Anfang Juni eröffneten
                                Spendenkonto [139.24] verbucht worden sind.</quote>
                            <quote>Nicht zu reden vom Spendenkonto [157.28], mit dessen Hilfe die
                                Begräbniskosten der Bedürftigen beglichen wurden;</quote>
                            <quote>Und für Liederbücher, illustrierte Zeitschriften, den
                                Quelle-Katalog und weitere Hochglanzprodukte sorgte sie, indem sie
                                Mittel vom Spendenkonto [220.25] lockermachte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sperrkonto">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sperrkonto</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Bankw.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgj#konto">Konto</ref>, über das nicht od. nur
                                beschränkt verfügt werden kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Allerdings müsse ein Drittel der Summe für den Friedhof in Wilna
                                abgezweigt und auf einem Sperrkonto [94.2] verwahrt werden
                                […]</quote>
                            <quote>In Gegenwart eines Ministerialbeamten aus Bonn wurde in
                                Düsseldorf ein Vorvertrag notariell beglaubigt, der die Einrichtung
                                eines Sperrkontos [114.23] bei der Deutschen Bank erlaubte.</quote>
                            <quote>Zuvor wurden auf dem Sperrkonto [115.14] die ersten Einzahlungen
                                verbucht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spesenabrechnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spesenabrechnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg3#abrechnung">Abrechnung</ref> über Kosten, bes. bei der
                                Erledigung eines Geschäfts o.Ä. anfallende Unkosten, Auslagen, die
                                vom Arbeitgeber erstattet werden</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Spesen]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir liegen die Kopien von Spesenabrechnungen [117.18] vor,
                                beglichen von jenem Konto, das vom Gesamtdeutschen Ministerium mit
                                einer Starthilfe ausgestattet worden war.</quote>
                            <quote>Weder Spesenabrechnungen [161.1] noch Fotos belegen die
                                wiederholten Treffen.</quote>
                            <quote>Der Hinweis auf die dubiosen Spesenabrechnungen [239.1] der
                                zurückgetretenen Erna Brakup jedoch ist Vielbrand
                                zuzuschreiben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spezialfriedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spezialfriedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">besonderer <ref target="textgrid:24cg9#friedhof">Friedhof</ref></hi> [°]</def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkerufe</hi></usg>
                        <def>Versöhnungsfriedhof [°]</def><cit>
                            <quote>Besonders gerne ließ sich unsere Freundin zu Ihrem
                                Spezialfriedhof [258.24] fahren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spezialität">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spezialität</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was als etw. Besonderes in Erscheinung
                                tritt, als eine Besonderheit von jmdm., etw. bekannt ist, geschätzt
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Offenbar keine Spezialität [75.32], denn in Reschkes
                                Aufzeichnungen sind zwar die Suppe aus roten Beten, die Piroggen und
                                der Karpfen in Braunbiersoße, doch nicht der Nachtisch
                                vermerkt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spezialkrankenhaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spezialkrankenhaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fachklinik [auf einem Gebiet der Medizin]</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] wo als Neubau mit Flachdach das Spezialkrankenhaus
                                [67.12] für Studenten über eingeebnetem Gräberfeld […] erbaut
                                worden war.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spezialrikscha">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spezialrikscha</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eigens [für einen bestimmten Zweck] gefertigte,
                                besondere <ref target="textgrid:24cgv#rikscha">Rikscha</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Die von ihr angeregten Kleintransporte waren so beliebt, daß
                                Chatterjee Spezialrikschas [203.17] in seinen Montagehallen
                                produzieren ließ […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spiegelbild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spiegelbild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von einem Spiegel, einem Gegenstand aus Glas od.
                                Metall mit glatter Fläche, reflektiertes, seitenverkehrtes <ref target="textgrid:24cg4#bild.3">Bild
                                    (3)</ref>;</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Spiegel 1a]</ref></def><xr>
                            <ref target="#spiegelung">Spiegelung</ref></xr>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Entsprechung, Umsetzung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] damit der geschachtelten Kompaktheit dieser Siedlung, in
                                der ich das Spiegelbild [278.18] einer mir vom Entwurf her
                                vertrauten Bebauung sehe, nichts Hinderliches im Weg steht.</quote>
                            <quote>[…] wenn ja, bezweifle ich, daß die beiden fähig gewesen
                                wären, das den verschachtelten Tätigkeiten der Baugesellschaft »                                Bungagolf«  vorauseilende Spiegelbild [279.6] zu
                                erschauen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spiegelrahmen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spiegelrahmen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgv#rahmen.2">Rahmen (2)</ref>; für einen Spiegel, einem
                                Gegenstand aus Glas od. Metall, dessen glatte Fläche das, was sich
                                vor ihr befindet, als Spiegelbild zeigt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Spiegel 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Mit Tüchern verhängt, wartet ein Spiegelrahmen [181.11] auf
                                Neuvergoldung.</quote>
                            <quote>[…] vorbei an Konsolen, die Wendeltreppe hinauf, vor
                                barockem Faltenwerf und zopfig wuchernden Spiegelrahmen [291.16]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spiegelung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spiegelung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><ref target="#spiegelbild">Spiegelbild</ref></def><cit>
                            <quote>Und dann, nachdem er alles brav ausgepinselt hat, sogar den
                                altbraunen Stall, sagt er dem See eine Spiegelung [278.4] nach, die
                                ich nur wörtlich nachschreiben kann:</quote>
                            <quote>[…] und doch erfüllt mich diese Spiegelung [278.27], je
                                länger ich schaue, mit Trauer, die zunimmt, selbst jetzt, nachdem
                                Windstöße die Seefläche aufgerauht und das Bild zerstört
                                haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spiel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spiel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="spiel.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <re><form>*im Spiel sein </form><sense><def><hi rend="italic">mitwirken</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D12]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] wäre fintenreiches Hintergehen der Ehefrau
                                            oder routiniertes Hörneraufsetzen im Spiel [53.30]
                                            gewesen, glaub mir, Reschke, ich hätte dir nicht
                                            gefällig werden können;</quote>
                                        <quote>Bei allem, was geschieht, hat Wahnsinn im Spiel
                                            [91.26] zu sein.</quote>
                                        <quote>Dennoch steht in seinem Tagebuch, daß keine Absicht,
                                            vielmehr Zufall, und wenn nicht Zufall, dann Fügung, bei
                                            der Terminierung der Erstbegräbnisse im Spiel [135.10]
                                            gewesen sei […]</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="spiel.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="spiel.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum
                                        Vergnügen, zur Entspannung, aus Freude an ihr selbst u. an
                                        ihrem Resultat ausgeübt wird; das Spielen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Amoretten mit Amor im Spiel [32.1].</quote>
                                    <quote>[…] vor die Stufen des ihrer Haustür vorgelagerten
                                        Beischlags, dessen in Sandstein gehauene Reliefs das Spiel
                                        [76.11] der Putten und Amoretten kaum noch ahnen
                                        ließen.</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="spiel.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">nach bestimmten Regeln
                                        erfolgender sportlicher Wettkampf, bei dem zwei Parteien um
                                        den Sieg kämpfen </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1d]</ref></def>
                                <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                                <def><hi rend="italic">Fußballspiel</hi> [°]</def><cit>
                                    <quote>Und daß ich am 21. Juni 1941, an einem Sonntag, […]
                                        dort, vom Stehplatz aus, in der vertieften Stadionschüssel
                                        ein Spiel [69.16] gesehen habe - weiß nicht mehr, gegen
                                        wen.</quote>
                                </cit></sense></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spielart">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spielart</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(neben anderen existierende u. von ihnen sich
                                [leicht] unterscheidende) Form, Ausprägung von etw.; Variante</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>In ihrem Alter war Geduld vonnöten, jene Spielart [79.14] von
                                Humor, die Niederlagen ausschließt.</quote>
                            <quote>Nach Gesprächen mit Würdenträgern der Kirche lutherischer
                                Spielart [88.19] […] seien Anfangserfolge zu verbuchen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spielcasino">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spielcasino</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gewerbliches Unternehmen, in dem um Geld gespielt
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] kurz vorm Kino Leningrad, das immer noch Leningrad hieß,
                                auf Breite zweier Häuser ein Spielcasino [290.27] seit wenigen Tagen
                                offenstand.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spielen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spielen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ spielen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich zum Vergnügen, Zeitvertreib u. allein aus
                                Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise betätigen, mit etw.
                                beschäftigen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Das Spielen [94.26] mit dem Computer muß Reschke Spaß bereitet
                                haben.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgr#plastikspielzeug">Plastikspielzeug</ref>; <ref target="#spielmaterial">Spielmaterial</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spielmaterial">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spielmaterial</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgn#material.2">Material (2)</ref> zum
                                <ref target="#spielen">Spielen</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Da ihre Idee bombig einschlug, kam ihm eine Flut von
                                Spielmaterial [95.1] ins Haus, das er über das Keyboard einfütterte
                                und auf der Hard disk versammelte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spielraum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spielraum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Entfaltungsmöglichkeit</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Doch nicht nur der zu früh blühende Raps gab seinen Vorahnungen
                                Nahrung, mein Mitschüler […] fand für sein Talent breiteren
                                Spielraum [125.24]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spieß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spieß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">spitzer Stab</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D 1,2]</ref></def><cit>
                            <quote>Als wirr stehend Spieße [33.3] umzäunten sie die oberen, die
                                unteren Augenlider.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spinner">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spinner</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs. abwertend</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der wegen seines absonderlichen, skurrilen,
                                spleenigen Verhaltens auffällt, als Außenseiter betrachtet wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Spinner [42.13] mit seiner Spinneridee will sich genauer
                                an mich erinnern, als mir wichtig ist:</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#spinneridee">Spinneridee</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spinneridee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spinneridee</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#spinner">Spinner</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgg#idee.2">Idee (2)</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Spinner mit seiner Spinneridee [42.13] will sich genauer
                                an mich erinnern, als mir wichtig ist:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spitalgebäude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spitalgebäude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">landsch.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zu einem Krankenhauskomplex gehörendes
                                    <ref target="textgrid:24cgd#gebäude">Gebäude</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Spital 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Jerzy holte aus einem der ehemaligen Spitalgebäude [225.10] den
                                Priester […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spitalkirche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spitalkirche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>/kurz für <ref target="textgrid:24cgf#hospitalkirche">Hospitalkirche</ref>/</def><cit>
                            <quote>Also besuchten sie nicht das Klawittergrab, sondern die nahbei
                                liegende Kirche zum Heiligen Leichnam, die ab Ende des vierzehnten
                                Jahrhunderts Spitalkirche [225.7] gewesen ist […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spitze">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spitze</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="spitze.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def>/kurz für <ref target="textgrid:24ch4#zigarettenspitze">Zigarettenspitze</ref>/
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1e]</ref></def><cit>
                                <quote>Alexandra raucht jetzt mit Spitze [181.14].</quote>
                                <quote>Dann hat sich meine Alexandra gesetzt, um sogleich nach den
                                    Zigaretten, der Spitze [247.15] zu greifen.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="spitze.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">oberes Ende von etw. hoch
                                    Aufgerichtetem</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1d]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgz#turmspitze">Turmspitze</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spitzname">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spitzname</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">scherzhafter od. spöttischer Bei<ref target="textgrid:24cgp#name.a">name
                                    (a)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Was er nicht wußte: Professor Dr. Alexander Reschke hing, aus
                                Studentenmund, ein Spitzname [105.6] an, die Unke.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sportanlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sportanlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg3#anlage.1">Anlage (1)</ref>; zur Ausübung von
                                körperlicher Betätigung nach bestimmten Regeln [im Wettkampf] aus
                                Freude an Bewegung u. Spiel, zur körperlichen Ertüchtigung</hi> [°
                            D; D Sport 1a]</def><cit>
                            <quote>»Dahinter«, schreibt Reschke, »liegen noch immer
                                weitläufige Sportanlagen [68.27], die alle dem Fußballstadion
                                zugeordnet sind.«</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sportplatz">Sportplatz</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sporthalle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sporthalle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#halle.2">Halle (2)</ref>; zur Ausübung von
                                körperlicher Betätigung nach bestimmten Regeln [im Wettkampf] aus
                                Freude an Bewegung u. Spiel, zur körperlichen Ertüchtigung</hi> [° D
                            Sport 1a]</def><cit>
                            <quote>Als sie auf der Großen Allee, die Grunwaldzka heißt und den
                                Vorort Wrzeszcz mit der Stadt verbindet, in Höhe der ehemaligen
                                Sporthalle [65.6] in Richtung Stadt und bewachtem Parkplatz rollten
                                […]</quote>
                            <quote>[…] wie später der Kleine Exerzierplatz gleich neben der
                                Sporthalle [102.28] hieß...</quote>
                            <quote>So erfuhr unser Paar erst später, daß zwischen der ehemaligen
                                Sporthalle [250.31], die in den sechziger Jahren zur Baltischen Oper
                                umgebaut worden war […]</quote>
                            <quote>Übrigens wurde in jener Sporthalle [251.12] kurz nach dem
                                Kriegsende einem Gauleiter der Prozeß gemacht, der dem Sportstadion
                                hinterm Versöhnungsfriedhof zeitweilig seinen Namen gegeben
                                hatte;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sportplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sportplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -plätze</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#sportanlage">Sportanlage</ref> im Freien</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Kann mich aber nur an Poggen erinnern, die ich auf Sportplätzen
                                [42.5] oder am Strießbach auf Wunsch schluckte, wieder hochholte und
                                dann weghüpfen ließ.</quote>
                            <quote>Den Menschen im Ruhrgebiet, die mir, zugegeben, nicht annähernd
                                vertraut sind, hat das wenig bedeutet und allenfalls das auf
                                Sportplätzen [170.29]übliche Gebrüll abverlangt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sportstadion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sportstadion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def>
                            <ref target="#stadion">Stadion</ref></def><cit>
                            <quote>Übrigens wurde in jener Sporthalle kurz nach dem Kriegsende einem
                                Gauleiter der Prozeß gemacht, der dem Sportstadion [251.14] hinterm
                                Versöhnungsfriedhof zeitweilig seinen Namen gegeben hatte;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spott">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spott</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Äußerung od. Verhaltensweise, mit der sich jmd.
                                über jmdn., jmds. Gefühle o.Ä. lustig macht, seine Schadenfreude
                                ausdrückt, über jmdn., etw. frohlockt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gewiß, man grinste, doch Reschke ließ sich vom Spott [131.30]
                                seiner Kollegen nicht irritieren […]</quote>
                            <quote>Ohne Filzhut sah unsre liebe Erna ein wenig fremd aus, sie schien
                                zu lächeln, doch gleich mir will Alexandra eher Spott [265.15] als
                                letzten Ausdruck erkannt haben:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spottgeburt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spottgeburt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verkörperung, Auswuchs von etw., das die
                                Schadenfreude anderer hervorruft; Verhöhnung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] weiß Wörter wie »räuberisch«, »Spottgeburt
                                [282.2]«, »Teufelswerk«  […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprache">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprache</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[14*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sprache.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(historisch entstandenes u. sich entwickelndes)
                                    System von Zeichen u. Regeln, das einer Sprachgemeinschaft als
                                    Verständigungsmittel dient; Sprachsystem</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4a]</ref></def><cit>
                                <quote>Mag sein, daß ihr Gebrauch der fremden Sprache [11.4] dem
                                    Verbot zusätzliche Schärfe beimischte […]</quote>
                                <quote>Zuerst soll sie in ihrer Sprache [120.23], dann in ihrem
                                    Deutsch gesagt haben:</quote>
                                <quote>Sie sprach eine aussterbende Sprache [129.2] […]</quote>
                                <quote>[…] Messingschild, das in deutscher und polnischer
                                    Sprache [137.27] die zukünftige Nutzung der Parkanlage als »                                    Versöhnungsfriedhof«  - »Cmentarz
                                    Pojednania«  - bekannt macht.</quote>
                                <quote>[…] selbst bei kontroverser Debatte, so gut wie nie in
                                    verletzenden Schlagabtausch um, obgleich der Wortwechsel in zwei
                                    Sprachen [198.6], dazu auf englisch, oft genug Zündstoff
                                    bot.</quote>
                                <quote>Selbst Alexandras in beiden Sprachen [208.9] erklärter
                                    Protest […] wirkte wie aus dem Fenster gesprochen […]</quote>
                                        <quote>[…] und eine junge Frau Platz, die vorgab,
                                        deutscher Herkunft zu sein, doch die Sprache [249.16] ihrer
                                        Eltern kaum verstand.</quote>
                                        <quote>Als jedoch Alexandra Piątkowska fragte, ob
                                    […] mit einer fünften Schriftzeile gerechnet werden müsse,
                                    und zwar in bengalischer Sprache [271.19] und Schrift, fand man
                                    das nicht besonders witzig.</quote>
                                <quote>Plötzlich schlug Wróbel vor, jemand solle, gleich in welcher
                                    Sprache [293.8], eine Chronik, gewidmet dem Versöhnungsfriedhof,
                                    niederschreiben […]</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgj#kolonialsprache">Kolonialsprache</ref>; <ref target="textgrid:24cgk#landessprache">Landessprache</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgn#muttersprache">Muttersprache</ref>; <ref target="#sprachgebrauch">Sprachgebrauch</ref>;
                                    <ref target="#sprachraum">Sprachraum</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="sprache.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><form>meist in bestimmten Wendung </form>
                            <def><hi rend="italic">das Sprechen; Rede</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><re><form> *zur
                                    Sprache kommen</form><sense><def><hi rend="italic">erwähnt,
                                            besprochen werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Das alles kam in der Hundegasse natürlich nicht zur
                                            Sprache [165.22].</quote>
                                        <quote>Beim letzten Punkt der Tagesordnung, »                                            Verschiedenes«, kamen einige öffentliche Reaktionen
                                            zur Sprache [197.16].</quote>
                                        <quote>Diese Peinlichkeiten kamen zur Sprache [239.4],
                                            nachdem das Paar seine Abseitsposition an einem der
                                            Fenstermit Panoramablick aufgegeben hatte und wieder am
                                            Sitzungstisch saß;</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="sprache.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <form type="inflected">o. Pl.</form><def><hi rend="italic">Fähigkeit des
                                    Menschen zu sprechen; das Sprechen als Anlage, als Möglichkeit
                                    des Menschen sich auszudrücken</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Doch als es nach erstem Anlauf um das Recht der Toten ging,
                                    wurde der Piątkowska die Sprache [40.10] knapp.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="4." xml:id="sprache.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num><def><hi rend="italic">Ausdrucksweise, Stil</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def><cit>
                                <quote>Er beherrschte den hohen Ton gehobener Sprache
                                    [25.16];</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sprachfluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprachfluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cgv#redefluß">Redefluß</ref></def><cit>
                            <quote>Erna Brakups Sprachfluß [128.27] führt, nach bald fünf
                                Jahrzehnten Eindämmung […] Eigentümlichkeiten mit sich,
                                Raritäten sozusagen, die vom Verhall bedroht sind:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprachgebrauch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprachgebrauch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die in einer <ref target="textgrid:24cgx#sprache.1">Sprache (1)</ref> übliche
                                Ausdrucksweise u. Bedeutung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] jammert er über westlichen Überfluß und die
                                erbarmungslose Härte der westdeutschen Währung, die bei ihm, nach
                                Alexandras Sprachgebrauch [92.28], nur noch »                                Deutschmark«  heißt;</quote>
                            <quote>[…] so hat das eine Institut jetzt schon Verhandlungen mit
                                einem Betrieb in der DDR geführt, der sich, dem dortigen
                                Sprachgebrauch [108.23] folgend, VEB Erdmöbel nennt und Billigsärge
                                produziert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprachgrenze">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprachgrenze</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Trennung[slinie] zwischen zwei
                        <ref target="textgrid:24cgx#sprachraum">Sprachräumen</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sie zeigt an, wie asiatisch vorbestimmt Europas Zukunft ist: frei
                                von nationalstaatlicher Enge, von keinen Sprachgrenzen [282.23]
                                eingezäunt, vielstimmig religiös und überreich an Göttern
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprachraum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprachraum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gebiet, in dem eine bestimmte <ref target="textgrid:24cgx#sprache.1">Sprache
                                    (1)</ref>; od. Mundart gesprochen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>An interessierten Lesern werde es weder im polnischen noch im
                                deutschen Sprachraum [293.22] fehlen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sprachgrenze">Sprachgrenze</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sprachschatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprachschatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit der [in bestimmtem Kontext
                                üblicherweise verwendeten, stereotypen] Wörter</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Freigesetzte Gewalt schlug zu, Parolen aus dem Sprachschatz
                                [255.15], Szenen aus dem Bilderbuch deutsch-polnischer Geschichte
                                wiederholten sich häßlich […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprechchor">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprechchor</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -chöre</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gruppe von Personen, die zusammen, rhythmisch etw.
                                äußert [als Zeichen von Protest]</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Als schließlich Protestveranstaltungen vor den restlichen
                                Bauelementen stattfanden und Sprechchöre [154.9] die Friedhofsruhe
                                störten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprecherin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprecherin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form><form> /w. Form/</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der von einer Gruppe gewählt u. beauftragt
                                ist, ihre Interessen zu vertreten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Sprecher 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Zugleich war Erna Brakup Sprecherin [128.13] der deutschstämmigen
                                Minderheit in Gdańsk, die sich bis dahin hatte sprachlos verhalten
                                müssen;</quote>
                            <quote>Eigentlich hatte Frau Dettlaff, die ich als stattliche,
                                geschmackvoll in Schwarz gekleidete Dame zu erkennen glaube, als
                                Sprecherin [137.5] des Bundes nach der Einsegnung eine vorbereitete
                                Rede halten wollen,</quote>
                            <quote>[…] erst als er der Brakup den hohen Grad ihrer
                                Verantwortung als Sprecherin [146.6] einer Minderheit deutlich
                                gemacht hatte […]</quote>
                            <quote>So herrschaftlich fährt neuerdings die Sprecherin [205.7] der
                                deutschen Minderheit in Gdańsk zum Versöhnungsfriedhof.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprechweise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprechweise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art des Sprechens in Ausdruck, Stil u.
                                Artikulation</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Redeweise]</ref></def><cit>
                            <quote>Seine altmodische, immer ein wenig gekränkt wirkende Sprechweise
                                [110.25], seine Abschweifungen...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="spruch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spruch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Sprüche</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="spruch.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">kurzer, einprägsamer, oft gereimter Satz, der eine
                                    Lebensregel, eine Lebensweisheit enthält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Einige nicht in Stein gehauene Sprüche [150.29] finde ich in
                                    den Aufzeichnungen meines überkorrekten Mitschülers
                                    […]</quote>
                                <quote>Warum Sprüche [151.26] ? Ist nicht Name genug in
                                    Stein?</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#grabspruch">Grabspruch</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="spruch.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Ausspruch, prägnante Äußerung</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Ihr Spruch [146.31] - »De Fremde soll man belobijen, abä
                                    nech hinjehn, wo fremd ist«  - war Zeugnis
                                    ungebrochener Seßhaftigkeit.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="3." xml:id="spruch.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">etw., was jmd. in einer bestimmten Situation
                                    [immer wieder in stets gleicher, oft formelhafter Formulierung]
                                    sagt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Ihr Standardsatz, den Reschke wie andere Sprüche [288.5]
                                    gesammelt hat, hieß: »Werd' ich mich nicht gewöhnen, daß
                                    nun, kaum ist Russe weg, gibt in Polen so viele
                                    Türken.«</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="sprung.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">das Springen; in die Höhe, nach vorn schnellende
                                    Bewegung [durch kräftiges Sichabstoßen mit den Beinen vom
                                    Boden]</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1a; D springen 1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Nach plötzlichem Sprung [200.31], einer seitlichen Flanke
                                    über das immerhin bauchnabelhohe Eisengitter […]</quote>
                                <quote>»Mister Marczak ist ein treuer Fahrgast und immer
                                    gefällig«, sagte der Bengale nach letztem Sprung [202.25]
                                    über das schmiedeeiserne Gitter.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="#sprungübung">Sprungübung</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="sprung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">feiner Riss (in einem
                                    spröden Material)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Nach Reschkes Aussage verschlingt, trotz Sprung [61.1], noch
                                    immer der im Neuwergschen Wappen aus Ranken wachsende Hund einen
                                    steinernen Knochen, und das seit 1538, als die
                                    Reliefplatte</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sprungübung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sprungübung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[zum Training häufig wiederholte] Bewegungen, die
                        aus einer Folge von <ref target="textgrid:24cgx#sprung.1">Sprüngen (1)</ref> bestehen</hi> [° Übung
                            3]</def><cit>
                            <quote>Er komme leider nicht mehr dazu, als sein eigener Angestellter
                                Rikscha zu fahren, worunter sein Konditionstraining leide, deshalb
                                müsse er sich mit Sprungübungen [201.17] behelfen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="spur.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Reihe, Aufeinanderfolge von Abdrücken od.
                                    Eindrücken, die jmd., etw. bei der Fortbewegung im Boden
                                    hinterlassen hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Wie sehr ich dieses Geräusch vermißt habe: über knirschenden
                                    Schnee laufen, Spuren [187.21] machen im Schnee.</quote>
                            </cit><re><form> *jmdm. auf der Spur bleiben </form><sense><def><hi rend="italic">einer Sache, einem Beispiel
                                            nacheifern</hi> [°]</def><cit>
                                        <quote>Doch wolle er nicht dem Größenwahn des legendären
                                            Subhas Chandra Bose, der als Führer Indiens so
                                            erbärmlich habe scheitern müssen, auf der Spur [165.16]
                                            bleiben […]</quote>
                                    </cit></sense></re><re><form> *einer Sache auf der Spur
                                    sein</form><sense><def><hi rend="italic">aufgrund sicherer
                                            Anhaltspunkte sich [weiterhin] bemühen, eine Sache zu
                                            erforschen, aufzudecken</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Zudem meinte Frau Dettlaff einigen »stillen
                                            Reserven«  auf der Spur [239.9] zu sein
                                            […]</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="spur.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><form type="inflected">meist Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">von einer äußeren Einwirkung zeugende [sichtbare]
                                    Veränderung an etw., Anzeichen für einen in der Vergangenheit
                                    liegenden Vorgang, Zustand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Die Arbeit der Vergolderin bestand darin, die Spuren [99.26]
                                    des ursprünglichen Zustands, etwa an den Ziffern der kirchlichen
                                    Festtage, zu sichern.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#goldspur">Goldspur</ref>; <ref target="textgrid:24cgf#holzwurmspur">Holzwurmspur</ref>;
                                    <ref target="#schneckenfraßspur">Schneckenfraßspur</ref>; <ref target="#spurensuche">Spurensuche</ref></xr>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Überreste [vergangener Kulturen]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Und Umbrien, auf den Spuren [180.27] der Etrusker...</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="spurensuche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Spurensuche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#spur.2">Spur (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#suche">Suche</ref></def><cit>
                            <quote>Wróbel befand sich auf Spurensuche [208.3].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit der Institutionen, deren Zusammenwirken
                                das dauerhafte u. geordnete Zusammenleben der in einem bestimmten
                                abgegrenzten Territorium lebenden Menschen gewährleisten soll</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Da der Złoty nichts tauge, müsse die Währung des westdeutschen
                                Staates [70.20] ihrer zum Projekt gewordenen Idee das Fundament
                                legen.</quote>
                            <quote>Das war gegen Ende Februar, als der ostdeutsche Staat [98.7] in
                                Richtung Westen auszulaufen drohte […]</quote>
                            <quote>In Wilno klappt nicht, weil Litauen will erst eignen Staat
                                [109.14] haben.</quote>
                            <quote>[…] er die dem auslaufenden Staat [111.25] bevorstehende
                                Volkskammerwahl, sie die polnische Teuerung […]</quote>
                            <quote>Viele Anmeldungen aus den Ländern des kaum mehr als Staat
                                [148.18] existierenden ostdeutschen Gebildes verlangten Einäscherung
                                und verzichteten auf christliche Begräbnisrituale.</quote>
                            <quote>[…] die ihrer Nation immer, selbst bei nicht existierendem
                                Staat [172.8], gewiß waren […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgq#ostblockstaat">Ostblockstaat</ref>; <ref target="#staatsamt">Staatsamt</ref>;
                                <ref target="#staatsangehörigkeit">Staatsangehörigkeit</ref>; <ref target="#staatsbeamte">Staatsbeamte</ref>;
                                <ref target="#staatsbesuch">Staatsbesuch</ref>; <ref target="#staatsbürger">Staatsbürger</ref>;
                                <ref target="#staatsmacht">Staatsmacht</ref>; <ref target="#staatsoberhaupt">Staatsoberhaupt</ref>;
                                <ref target="#staatsstruktur">Staatsstruktur</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="staatsamt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsamt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hohe offizielle Stellung im <ref target="#staat">Staat</ref>, die
                                mit bestimmten Pflichten verbunden ist; Posten</hi> [° D Amt
                            1a]</def><cit>
                            <quote>Jener Ministerpräsident […] konnte sich, als in zwei
                                Wahlgängen um das höchste Staatsamt [171.21] gestritten wurde,
                                bereits im ersten nicht behaupten;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsangehörigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsangehörigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">juristische Zugehörigkeit zu einem bestimmten
                                    <ref target="#staat">Staat</ref>, Nationalität</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zugleich gestand er, daß ihn die Ballung von immerhin achtzig
                                Millionen Menschen seiner strebsamen Staatsangehörigkeit [47.5] ein
                                wenig beunruhige […]</quote>
                            <quote>[…] wurde er namentlich und in jenem besonderen Englisch
                                angesprochen, das seiner mitternächtlichen Thekenbekanntschaft, dem
                                Bengalen britischer Staatsangehörigkeit [57.16], geläufig
                                war.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsbeamte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsbeamte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#beamte">Beamter</ref> des <ref target="textgrid:24cgx#staat">Staates</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] es ging nunmehr darum, ob man den aus Danzig stammenden
                                Grafiker Daniel Chodowiecki als Polen bewundern dürfe oder als
                                preußischen Staatsbeamten [75.4] verdammen müsse […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsbesuch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsbesuch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">offizieller Besuch eines <ref target="textgrid:24cgx#staatsmann">Staatsmannes</ref>
                                in einem anderen <ref target="#staat">Staat</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Kaum hatten die Verhandlungen zur Gründung der
                                Friedhofsgesellschaft begonnen, wurde zuerst in Warszawa, dann in
                                Gdańsk Staatsbesuch [129.15] angekündigt.</quote>
                            <quote>[…] daß schon die Ankündigung des Staatsbesuches [131.2] dem
                                Unternehmen »Versöhnungsfriedhof«  ein günstiges
                                Licht geworfen hatte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsbürger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsbürger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Angehöriger eines <ref target="textgrid:24cgx#staat">Staates</ref></hi> [D
                            Bürger 1a]</def><cit>
                            <quote>[…] doch wollte man einen Friedhof für polnische
                                Staatsbürger [211.8], gleich welcher Herkunft, nicht
                                zusichern.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#staatsbürgerin">Staatsbürgerin</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="staatsbürgerin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsbürgerin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def> /w. Form zu <ref target="#staatsbürger">Staatsbürger</ref>/</def><cit>
                            <quote>Mit gleicher Technik hat Reschke den Redefluß einer Frau
                                eingefangen, die als polnische Staatsbürgerin [128.10] deutscher
                                Herkunft zum Aufsichtsrat der Deutsch-Polnischen
                                Friedhofsgesellschaft gehörte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsmacht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsmacht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vom <ref target="#staat">Staat</ref> ausgehende Befugnis,
                                Möglichkeit, über Menschen u. Verhältnisse zu bestimmen, Herrschaft
                                auszuüben</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Macht 3]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und die »seit Zerfall der kommunistischen
                                Staatsmacht [52.22]«  zunehmende Kriminalität, desgleichen
                                den Machtzuwachs des katholischen Klerus beklagt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsmann">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsmann</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hoch gestellter Politiker (von großer
                                Befähigung)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><xr>
                            <ref target="#staatsbesuch">Staatsbesuch</ref></xr>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def><ref target="textgrid:24cgw#weizsäcker">Richard von Weizsäcker [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>Die Touristen klatschten, als der Staatsmann [130.27] von oben
                                herab ein wenig winkte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsoberhaupt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsoberhaupt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">oberster Repräsentant eines
                                <ref target="textgrid:24cgx#staat">Staates</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><xr>
                            <ref target="#staatspräsident">Staatspräsident</ref></xr>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def><ref target="textgrid:24cgw#weizsäcker">Richard von Weizsäcker [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>Und Alexandra Piątkowska versicherte Jerzy Wróbel, daß ihr
                                Alexander die Kurzvisite des Staatsoberhauptes [131.7] zwar nicht
                                eingefädelt, doch in terminliche Nähe mit den Verhandlungen gebracht
                                habe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatspräsident">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatspräsident</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#staatsoberhaupt">Staatsoberhaupt</ref> einer Republik</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach Notizen meines Mitschülers, die nun häufig der Zeit voraus
                                sind, soll der polnische Staatspräsident [213.23] seinen Namen
                                empfohlen haben […]</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <cit>
                            <quote>Man lachte über den Staatspräsidenten [292.26] und seine
                                Hofhaltung im Warschauer Schloß Belvedere.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staatsstruktur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staatsstruktur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gegliederter Aufbau, innere Gliederung des
                                    <ref target="textgrid:24cgx#staat">Staates</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Struktur 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieses Problem löste eine längere Debatte aus, die sich am Für
                                und Wider föderalistischer Staatsstrukturen [232.2] erhitzte,
                                schließlich ausuferte, aber hier nicht buchstabiert werden
                                muß.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Stadien</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit Rängen, Tribünen für die Zuschauer versehene,
                                große Anlage für sportliche Wettkämpfe u. Übungen, bes. in Gestalt
                                eines großen, oft ovalen Sportfeldes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Nichts Ungewöhnliches, wenn Alexandra und ich bedenken, wie viele
                                Straßen, Plätze, Städte, Stadien [272.12] und Werftanlagen im
                                Verlauf unseres Lebens ihre Namen haben ablegen, ändern, erneuern
                                müssen […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sportstadion">Sportstadion</ref>; <ref target="#stadionschüssel">Stadionschüssel</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stadionschüssel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadionschüssel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">oval gewölbtes, oben offenes
                                <ref target="#stadion">Stadion</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und daß ich […] dort, vom Stehplatz aus, in der vertieften
                                Stadionschüssel [69.15] ein Spiel gesehen habe - weiß nicht mehr,
                                gegen wen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[47*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Städte</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="stadt.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">größere, dicht geschlossene Siedlung, die mit
                                    bestimmten Rechten ausgestattet ist u. den verwaltungsmäßigen,
                                    wirtschaftlichen u. kulturellen Mittelpunkt eines Gebietes
                                    darstellt; große Ansammlung von Häusern [u. öffentlichen
                                    Gebäuden], in der viele Menschen in einer Verwaltungseinheit
                                    leben</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Und um schöne Stadt [27.8] rum stand Wald, immerzu
                                    Wald...</quote>
                                <quote>Der weiß, wie den Städten [81.8] zu helfen ist.</quote>
                                <quote>Etliche Ortsgruppen, mit Sitz in niedersächsischen und
                                    schleswig-holsteinischen Städten [88.13], hätten positiv
                                    geantwortet, andere nicht frei von Mißtrauen.</quote>
                                <quote>Dort hatte Reschke im Hotel Kaiserhof zwei nebeneinander
                                    liegende Zimmer mit Blick auf das nahe Mühlentor und die Türme
                                    der Stadt [110.1] bestellt.</quote>
                                <quote>Schon sehe ich uns voraus, etwa um die Jahrtausendwende, kurz
                                    nachdem, wie Chatterjee sagt, die Fahrradrikscha das Auto aus
                                    den Städten [124.29] verdrängt hat.</quote>
                                <quote>Bald zwang drohender Kollaps alle europäischen Metropolen -
                                    und später die mittelgroßen Städte [212.29] und Kleinstädte -
                                    zum autofreien Verkehr.</quote>
                                <quote>Als erfreuliche Tatsachen meldete er […] die Eröffnung
                                    von Versöhnungsfriedhöfen in den ehemals deutschen Städten
                                    [231.12] Breslau, Stettin, Landsberg an der Warthe, Küstrin und
                                    Glogau.</quote>
                                <quote>Nichts Ungewöhnliches, wenn Alexandra und ich bedenken, wie
                                    viele Straßen, Plätze, Städte [272.12], Stadien und Werftanlagen
                                    im Verlauf unseres Lebens ihre Namen haben ablegen, ändern,
                                    erneuern müssen […]</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg3#altstadt.1">Altstadt (1)</ref>; <ref target="textgrid:24cgd#großstadt">Großstadt</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgf#hauptstadt">Hauptstadt</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#kleinstadt">Kleinstadt</ref>;
                                    <ref target="#stadtbummel">Stadtbummel</ref>; <ref target="#stadtschuh">Stadtschuh</ref>;
                                    <ref target="#städtchen">Städtchen</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="b)" xml:id="stadt.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>die Stadt (a) <ref target="textgrid:24cgw#danzig">Danzig [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>Na, wird werter Herr Zimmer mit Blick haben auf Stadt [19.9]
                                    von ganz oben.</quote>
                                <quote>Rauchend führte die Witwe den Witwer aus der Stadt [20.22]
                                    über eine Brücke […]</quote>
                                <quote>Die Witwe führte ihn aus der Stadt [20.30] hinaus
                                    […]</quote>
                                <quote>Diese Gasse, die wie die übrige Stadt [30.11] gegen
                                    Kriegsende bis auf Fassadenreste niederbrannte […]</quote>
                                <quote>[…] wie alle Haupt- und Nebengassen der auferstandenen
                                    Stadt [30.15] […]</quote>
                                <quote>[…] weshalb mir die aus Ruinen täuschend echt
                                    nachgebaute Stadt [44.8] ein traumsicheres Pflaster geblieben
                                    ist […]</quote>
                                <quote>Schon oft war der Professor hier eingekehrt: während früherer
                                    Besuche in der ärmlichen, doch an Türmen so reichen Stadt [45.9]
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] dabei weder den Schwefelgestank noch die Abgaswolke
                                    über der Stadt [52.25] vergessen hatte […]</quote>
                                <quote>Kann sein, daß ich in der abgedunkelten Stadt [60.11]
                                    Reschkes Cousine Hildchen auf Parkbänken geknutscht habe
                                    […]</quote>
                                <quote>Da er seine Forschungen in den Hauptkirchen der Stadt [63.20]
                                    zu Fuß erledigte […]</quote>
                                <quote>Als sie auf der Großen Allee, die Grunwaldzka heißt und den
                                    Vorort Wrzeszcz mit der Stadt [65.5] verbindet, in Höhe der
                                    ehemaligen Sporthalle in Richtung Stadt [65.6] und bewachtem
                                    Parkplatz rollten […]</quote>
                                <quote>Als sie Richtung Stadt [70.25] rollten, dunkelte es.</quote>
                                <quote>Als Reschke den Wagen seitlich vom Hevelius parkte, lag die
                                    Stadt [72.12] schon im Novemberdunkel.</quote>
                                <quote>Überdeutlich gaben sie sich mit der Stadt [73.2]
                                    vertraut.</quote>
                                <quote>Die ehemaligen Einwohner der bis '39 freien, danach dem Reich
                                    eingegliederten Stadt [94.10] Danzig und Umgebung hatten
                                    […] erträgliches Unterkommen gefunden;</quote>
                                <quote>Die Tatsache, daß nach Ende des Zweiten Weltkriegs Millionen
                                    Deutsche ihre Heimat, Schlesien und Pommern, Ostpreußen, das
                                    Sudetenland und […] die Stadt [105.22] Danzig verlassen
                                    mußten […]</quote>
                                <quote>[…] der Blick vom siebzehnten Stockwerk auf die mit
                                    allen Türmen wiedererstandene Stadt [119.9] […]</quote>
                                <quote>[…] etwa Mitte '43 hatte er ein Blatt hingestrichelt,
                                    auf dem die bis dahin heile Stadt [125.23] unterm Bombenhagel
                                    mit allen Türmen in Flammen stand […]</quote>
                                <quote>Laß uns zurückfahren in Stadt [127.16].</quote>
                                <quote>Die Bürger der besuchten Stadt [130.29] staunten angesichts
                                    der Herrlichkeit, mochten aber nicht klatschen;</quote>
                                <quote>[…] diese ungeschickte Zeichnung, auf der die Stadt
                                    [140.6] unterm Bombenhagel in Flammen aufging […]</quote>
                                <quote>Jerzy Wróbel, der aus Grodno stammte, wurde nach Kriegsende
                                    in die Ruinen der Stadt [146.18] Gdańsk verschlagen
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] weil er das Vorleben der aus Trümmern erwachsenen
                                    Stadt [146.21] allenfalls auf dem Katasteramt fand.</quote>
                                <quote>Auf der Fahrt durch die Niederung fällt auf, wie krebsartig
                                    das östlich der Stadt [159.7] wuchernde Industriegebiet sich ins
                                    flache, nur durch den Weichseldeich begrenzte Land
                                    frißt.</quote>
                                <quote>[…] daß die Stadt [162.27] Gdańsk […]
                                    Handelsbeziehungen zu Holland und Flandern unterhalten und
                                    Künstler ins Land gerufen habe […]</quote>
                                <quote>[…] als unter Bomben und Granaten die Stadt [195.25] im
                                    Feuersturm zerfiel...</quote>
                                <quote>Ein Bild, das ich sehe, wenngleich ich die Stadt [195.26]
                                    verließ, als sie noch heil war... </quote>
                                <quote>[…] in Resthäusern zwischen den wochenlang qualmenden
                                    Trümmern der Stadt [217.13] […]</quote>
                                <quote>Mit Jerzy Wróbel interessierte sich Alexandra Piątkowska
                                    für das verschollene Vorleben ihrer Stadt [222.2]
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] von dessen Rand aus die dem Berg zu Füßen liegende
                                    Stadt [223.26] mehr erahnt als gesehen werden kann.</quote>
                                <quote>Weil die anreisenden Enkel und Urenkel der Verstorbenen nicht
                                    nur die vieltürmige Stadt [233.9], sondern auch deren flaches
                                    und gehügeltes Umland kennenlernten […]</quote>
                                <quote>Mir war, als sei die Stadt [236.3] eine Täuschung, und nur
                                    die bei handbreit geöffnetem Fenster eindringende und von
                                    Abgasen gesättigte Luft schien wirklich zu sein.</quote>
                                <quote>[…] worauf abermals die Stadt [236.12] in
                                    Flammen...</quote>
                                <quote>Wer hätte zu glauben gewagt, die Stadt [259.23] und ihr
                                    Umland werde sich doch noch wirtschaftlicher Blüte erfreuen
                                    dürfen.</quote>
                                <quote>Wir entkamen der Stadt [261.22] Danzig, bevor sie in Flammen
                                    aufging.</quote>
                                <quote>[…] ob angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der
                                    Stadt [271.17] mit einer fünften Schriftzeile gerechnet werden
                                    müsse […]</quote>
                                <quote>Der Magistrat der Stadt [272.19] hatte der
                                    Friedhofsgesellschaft im nahegelegenen Altstädtischen Rathaus
                                    […] einen Raum gestellt […]</quote>
                                <quote>Ein Jammer, daß Chatterjee nicht in der Stadt [289.8] ist, er
                                    hätte uns gerne persönlich zum Rathaus kutschiert.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="#stadtbibliothek">Stadtbibliothek</ref>; <ref target="#stadtmauer">Stadtmauer</ref>;
                                    <ref target="#stadtrundfahrt">Stadtrundfahrt</ref>;
                            <ref target="#stadtverwaltung">Stadtverwaltung</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stadtbibliothek">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtbibliothek</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stadt.b">Stadt(b)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#bibliothek.a">Bibliothek (a)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] welche Lektüre ihn im Lesesaal der Stadtbibliothek
                                [19.20] infiziert und zugleich geimpft habe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadtbummel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtbummel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Spaziergang [innerhalb der <ref target="textgrid:24cgx#stadt.a">Stadt (a)</ref>;]
                                ohne festes Ziel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Bummel a]</ref></def><cit>
                            <quote>Unschlüssig, ob er an seinem letzten Tag in Gdańsk noch einmal
                                die Marienkirche aufsuchen oder sich ziellos zum vormittäglichen
                                Stadtbummel [57.11] entschließen sollte, zögerte er zu lange vor dem
                                Hoteleingang;</quote>
                            <quote>Fest steht, daß sie am Tag nach der Ankunft und Hotelübernachtung
                                -Zimmer neben Zimmer - einen Stadtbummel [110.12] gemacht […]
                                haben […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="städtchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Städtchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def> /Vkl. zu <ref target="textgrid:24cgx#stadt.a">Stadt (a)</ref>;/</def><cit>
                            <quote>Nach einer Notiz will Reschke […] die Gründung einer
                                Nekropole nahe dem einst ostpreußischen Städtchen [274.29]
                                Rastenburg vorschlagen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadtmauer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtmauer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">früher</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der Befestigung einer <ref target="textgrid:24cgx#stadt.b">Stadt (b)</ref>
                                dienende, sie umgebende, dicke, hohe <ref target="textgrid:24cgn#mauer.b">Mauer (b)</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß der […] Wehrturm als nordwestlicher Eckturm zur
                                großen Stadtmauer [9.20] gehörte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadtrundfahrt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtrundfahrt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Besichtigungs-, Rund<ref target="textgrid:24cg9#fahrt.1a">fahrt (1a)</ref> durch
                                eine <ref target="textgrid:24cgx#stadt.b">Stadt (b)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber nur zwei seien auf Stadtrundfahrt [58.8] unterwegs.</quote>
                            <quote>[…] rollte auf der Hotelauffahrt eine Fahrradrikscha
                                gleichen Modells ein, die einen lächelnden Greis von der
                                morgendlichen Stadtrundfahrt [59.15] zurückbrachte;</quote>
                            <quote>Ich hörte aus dem Geplapper der Frauen heraus, daß es ihr Wunsch
                                war, nach nur kurzer Stadtrundfahrt [59.25] die Große Allee von
                                Danzig nach Langfuhr zu befahren […]</quote>
                            <quote>Ich lade Sie jetzt schon zu einer Stadtrundfahrt [80.30]
                                ein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stadtschuh">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtschuh</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stadt.a">Stadt (a)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#schuh">Schuh</ref></def><cit>
                            <quote>Wróbel voraus, stolperten sie - Alexandra in zu leichten
                                Stadtschuhen [223.11] - über mehrere abgeräumte, vom Wildwuchs
                                besetzte Friedhöfe […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stadtverwaltung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stadtverwaltung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stadt.b">Stadt (b)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#verwaltung">Verwaltung</ref></def><cit>
                            <quote>Schiffsbauingenieure, Beamte der Stadtverwaltung [161.20],
                                Prälaten und sogar Milizoffiziere lassen sich kostengünstig zum
                                Arbeitsplatz oder nach Dienstschluß bis vor die Haustür bringen.
                                Chatterjee</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stalinhymnus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stalinhymnus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">J. W. <ref target="textgrid:24cgw#stalin">Stalin [Register]</ref>
                                verherrlichendes Lied</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sie hatte sogar ihren Stalinhymnus [286.24] von anno '53 parat
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stalinismus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stalinismus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von J. W. <ref target="textgrid:24cgw#stalin">Stalin [Register]</ref> geprägte
                                Interpretation des Marxismus u. die darauf beruhenden, von Stalin
                                erstmals praktizierten autoritär-bürokratischen Methoden u.
                                Herrschaftsformen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie hatte sogar ihren Stalinhymnus von anno '53 parat und wurde
                                gezielt undeutlich, als sie eine »verhängnisvolle Nähe von
                                Stalinismus [286.26] und Judentum«  herbeiredete
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">geschlossener Raum, Gebäude[teil], in dem das Vieh
                                untergebracht ist, gehalten wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] einen hölzernen Stall [277.28] mit Flachdach auf
                                vorgelagertem Hügel […]</quote>
                            <quote>Und dann, nachdem er alles brav ausgepinselt hat, sogar den
                                altbraunen Stall [278.4], sagt er dem See eine Spiegelung nach, die
                                ich nur wörtlich nachschreiben kann:</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stallgebäude">Stallgebäude</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stallgebäude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stallgebäude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#stall">Stall</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gebäude">Gebäude</ref></def><cit>
                            <quote>So unbebaut das Land - wenn man vom Stallgebäude [278.6] absieht
                                - über dem See gehügelt ist […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stamokap">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword">
                                <hi rend="bold">Stamokap</hi></form><pc>,</pc> 
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Marxismus-Leninismus</hi></usg></form>
                    <sense><def>/kurz für staatsmonopolistischer Kapitalismus/</def><cit>
                            <quote>Timmstedts spöttisches Bekenntnis, ›Und ich bin mit neunzehn
                                ein Juso gewesen, Stamokap [287.14]!‹, löste abermals Gelächter
                                aus, dennoch blieb ein Mißklang.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Stände</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="stand.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic"> [für eine begrenzte Zeit] entsprechend her-,
                                    eingerichtete Stelle (z.B. mit einem Tisch), an der etw. [zum
                                    Verkauf] angeboten wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>»Kein Wunder«, schreibt der Witwer, »daß die
                                    Stände [8.10] neben der Dominikshalle so dürftig bestellt
                                    aussahen, schließlich sind an Allerseelen Blumen
                                    gefragt.</quote>
                                <quote>Selbst wenn mich die überraschend späten Steinpilze und
                                    Maronen an diesen besonderen Stand [8.19] gelockt haben mögen
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] zudem behauptet wurde, man hätte das Diebesgut tags
                                    drauf […] bei Blumen- und Kranzverkäufern mit Stand
                                    [152.21] neben der Dominiksmarkthalle käuflich erwerben können
                                    […]</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg4#blumenstand">Blumenstand</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="stand.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re>
                                <form type="inflected">o. Pl.</form>
                                <form>aus dem Stand</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">ohne Anlauf</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] noch und noch übte er den Flankensprung aus
                                            dem Stand [201.30].</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="stand.3"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stand.3a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 3. a)--></hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">im Ablauf
                                        einer Entwicklung zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichte
                                        Stufe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Meine Frage nach dem Stand [183.15] seines
                                        Philosophiestudiums hat er erhellend beantwortet:</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="stand.3b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">zu einem bestimmten
                                        Zeitpunkt erreichter Wert, gemessene Menge, Größe, Höhe o.
                                        Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4c]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgj#kontostand">Kontostand</ref></xr></sense></sense>
                        <sense n="4." xml:id="stand.4"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stand.4a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 4. a)--></hi></num><form type="inflected">o. Pl.</form><form>/kurz für Familienstand/ [D5a]</form><def><hi rend="italic">Status einer Person im Hinblick darauf, ob
                                        sie ledig, verheiratet, geschieden od. verwitwet ist</hi> [D
                                    Familienstand]</def><cit>
                                    <quote>[…] weil sie dem Gleichklang der Vornamen und dem
                                        gemeinsamen Stand [27.20] des Verwitwetseins noch eine
                                        weitere Doppelung draufsetzen wollte, überraschte ihn ihre
                                        berufliche Erklärung:</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="stand.4b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">gegenüber anderen
                                        verhältnismäßig abgeschlossene Gruppe, Schicht in einer
                                        hierarchisch gegliederten Gesellschaft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5c]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] dieser endlose Reigen der Stände [89.1], vom
                                        Patriziat bis zu den niederen Gewerken, ob König oder
                                        Bettler, sie alle tanzen in die Grube, so bis heute.</quote>
                                </cit></sense></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="standard">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standard</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im allgemeinen Qualitäts- u. Leistungsniveau
                                erreichte Höhe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Standard 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Er gab sogar weitere Beträge seiner streng gehüteten »                                stillen Reserven«  preis, als die Einrichtung einer nach
                                westlichem Standard [192.6] ausgerüsteten Seniorenklinik beschlossen
                                werden mußte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="standardausdruck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standardausdruck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">üblicher [stereotyper] <ref target="textgrid:24cg3#ausdruck.2">Ausdruck
                                (2)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Darauf kommt postwendend Antwort, die Trost spenden soll, indem
                                die Piątkowska das bekümmerte Gesicht ihres Ministerpräsidenten
                                mit des westdeutschen Kanzlers Standardausdruck [98.18]
                                vergleicht:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="standardsatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standardsatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">oft wiederholter, gewöhnlich geäußerter
                                    <ref target="#satz">Satz</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Ihr Standardsatz [288.5], den Reschke wie andere Sprüche
                                gesammelt hat, hieß:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="standardthema">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standardthema</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">oft angesprochenes, wiederholtes <ref target="textgrid:24cgz#thema">Thema</ref>;
                                Lieblingsthema</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Bieroński hörte zu, die Brakup erwacht, als Reschke sein
                                Standardthema [198.30] »Das Jahrhundert der
                                Vertreibungen«  um eine Variante bereicherte
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="standesamt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standesamt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Behörde, die Geburten, Eheschließungen, Todesfälle
                                o.Ä. beurkundet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch sind sie nicht im schwedischen Fließbandprodukt, sondern
                                in einer Fahrradrikscha bengalisch-polnischer Produktion zum
                                Standesamt [287.25] gefahren.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#standesbeamte">Standesbeamte</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="standesbeamte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Standesbeamte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#beamte">Beamter</ref>, dem Beurkundungen,
                                Eintragungen o.Ä. auf dem <ref target="#standesamt">Standesamt</ref> obliegen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Doch bevor ich das Paar vor den Tisch eines Standesbeamten
                                [283.26] stellen kann, muß noch einmal von Reschkes Verhältnis zu
                                Autos berichtet werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stapelung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stapelung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Aufschichten zu einem Haufen; übereinander
                                gelegte Menge gleicher Dinge</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D stapeln 1; D Stapel 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch mochte die unsystematische Stapelung [226.15] der Anzahl
                                von etwa dreißig neuverlegten Grabbodenplatten
                                entsprechen...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stärke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stärke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Macht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Der schlagende Beweis militärischer Stärke [200.19] lasse
                                gleichzeitig die Ohnmacht westlichen Denkens erkennen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="start">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Start</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die Anfangszeit, das Anlaufen einer Unternehmung,
                                der Beginn einer Entwicklung, eines Vorhabens o. Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4b]</ref></def><cit>
                            <quote>Kein schlechter Start [115.18].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#starthilfe">Starthilfe</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="starthilfe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Starthilfe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[finanzielle] Hilfe, die jmdm. den
                                    <ref target="#start">Start</ref> bei etw. erleichtern soll</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] fanden sich Mittel, gedacht als Starthilfe [114.29], für
                                die ein Sonderkonto eingerichtet wurde;</quote>
                            <quote>Mir liegen die Kopien von Spesenabrechnungen vor, beglichen von
                                jenem Konto, das vom Gesamtdeutschen Ministerium mit einer
                                Starthilfe [117.20] ausgestattet worden war.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="startkapital">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Startkapital</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Anfangs<ref target="textgrid:24cgj#kapital.1">kapital (1)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst nach Bilanzierung des Startkapitals [54.24] - »Rund
                                halbe Million Deutschmark müssen schon sein«  - wird sie
                                in eine Traumrechnung mit noch mehr Nullen geglitten sein.</quote>
                            <quote>[…] auf dem Weg zum geparkten Wagen sprach Alexandra
                                Piątkowska vom Erlös ihrer fast schlaflosen Nacht, vom Geld, das
                                als Startkapital [70.16] nötig sein werde.</quote>
                            <quote>[…] können wir die Friedhofsgesellschaft mit einem
                                Startkapital [95.7] gründen, das sich weit höher zu runden
                                verspricht, als meine ersten Hochrechnungen erwarten
                                ließen...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="station">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Station</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Aufenthalt[sort], Rast[platz] (während einer
                                Fahrt)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und mußte diese familiäre Gewalttour, wenn schon, dann unbedingt
                                zwischen den Feiertagen abgehakt werden, Station [182.5] nach
                                Station [182.5]?</quote>
                            <quote>Schlimm muß es ihnen ergangen sein, wenn auch von Station
                                [182.27] zu Station [182.27] mehr oder weniger schlimm.</quote>
                            <quote>Zur ersten Station [183.10], Bremen, steht geschrieben:</quote>
                            <quote>Schließlich die letzte Station [185.23] auf diesem Leidensweg,
                                den mein Mitschüler so lückenlos wie seine Grabbodenplatten in Reihe
                                gebracht hat.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="statistik">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Statistik</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schriftlich fixierte Zusammenstellung, Aufstellung
                                der Ergebnisse von Massenuntersuchungen, meist in Form von Tabellen
                                od. grafischen Darstellungen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke hatte anhand von Statistiken [106.18] nachgewiesen, wie
                                viele Studenten die Universität unvorbereitet auf das spätere
                                Berufsleben verlassen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="status">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Status</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stand, Stellung in der Gesellschaft, innerhalb
                                einer Gruppe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Während der Kriegsrechtszeit war zuunterst und hinter eigenem
                                Portal die Regierungsagentur »Polska Agencja Interpress«                                eingezogen, die nun einen privaten Status [31.29] suchte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ansammlung von Fahrzeugen in einer langen Reihe
                                durch Behinderung, Stillstand des Verkehrs</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                            <quote>Überall Stau [81.7], Streß, Lärm!</quote>
                            <quote>Nach vom Stau [109.27] behinderter Taxifahrt zum Hauptbahnhof
                                nahmen sie den nächsten Zug nach Lübeck.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="staub">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Staub</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was aus feinsten Teilen (z.B. von Sand)
                                besteht, in der Luft schwebt, sich als [dünne] Schicht auf die
                                Oberfläche von etw. legt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir jedenfalls steht vor Augen, wie unser Werk, das dem zu Staub
                                [164.4] verfallenden Menschen gewidmet ist, seinem Werkentwurf
                                beigeordnet werden kann.</quote>
                            <quote>Kein Ring, kein Rosenkranz, nur sandfarbener Staub [227.19] über
                                allem.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stehende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stehende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der sich in aufrechter Körperhaltung
                                befindet; aufgerichtet ist, mit seinem Körpergewicht auf den Füßen
                                ruht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D stehen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Ums Totenbett Gedränge der Stehenden [265.2].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stehimbiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stehimbiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verkaufsstand, Kiosk ohne Sitzplätze, an dem eine
                                kleine Mahlzeit eingenommen werden kann</hi> [° D Imbiss 1; D
                            Inbissbude]</def><cit>
                            <quote>Er hat sich alles quittieren lassen, sogar ihren Stehimbiß
                                [110.5] auf dem Hamburger Hauptbahnhof.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stehlampe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stehlampe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lampe mit Fuß u. meist größerem Schirm, die auf
                                dem Boden steht, nicht an der Wand oder Decke hängt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Soweit Reschkes Wille, den er, neben Mitbringseln anderer Art,
                                darunter eine formschöne Stehlampe [171.12], zum Gepäck für die
                                Rückreise zählte.</quote>
                            <quote>Die neue, formschöne Stehlampe [181.15] hat ihren Platz
                                gefunden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stehplatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stehplatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">keine Sitzgelegenheit bietender, nur zum Stehen
                                vorgesehener <ref target="textgrid:24cgr#platz.2">Platz (2)</ref>; (in einem Stadion, Theater,
                                Verkehrsmittel o.Ä.)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und daß ich […] dort, vom Stehplatz [69.15] aus, in der
                                vertieften Stadionschüssel ein Spiel gesehen habe - weiß nicht mehr,
                                gegen wen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steilhang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steilhang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">stark abfallender <ref target="textgrid:24cgf#hang.2">Hang (2)</ref></hi> [°
                            D]</def><cit>
                            <quote>Unterhalb des Steilhangs [299.10] liegt auf gerundetem Sattel ein
                                Dorf […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[19*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="stein.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def>/kurz für <ref target="textgrid:24cgd#grabstein">Grabstein</ref>/ <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Alle Steine [22.17] sagten unter polnischen Namen Sterbedaten
                                    ab Ende der fünfziger Jahre auf</quote>
                                <quote>Er fand am Rand des Friedhofs zwei schiefstehende Steine
                                    [22.29] […]</quote>
                                <quote>Auch diese Steine [23.5] aus üblichem Material:</quote>
                                <quote>Für ein Weilchen lasse ich ihn bei den übriggebliebenen
                                    Steinen [23.9].</quote>
                                <quote>Reschke achtete streng darauf, daß kein Stein [150.6] den
                                    Vorschriften der Friedhofsordnung querstand.</quote>
                                <quote>[…] stand verlegen in seiner Windjacke zwischen den
                                    Steinen [175.15] […]</quote>
                                <quote>[…] wobei die Namen und Daten der Umgebetteten auf
                                    schlichtem Stein [196.21] alphabetisch gereiht Platz finden
                                    könnten.</quote>
                                <quote>Mit Reschke bin ich einig, daß diese Steine [224.2] »zu
                                    unserer Zeit schon«  gestürzt worden sind.</quote>
                                <quote>Alte Steine [224.6], die vor sich hinreden:</quote>
                                <quote>Nur wenige Steine [224.19] blieben gestürzt übrig. </quote>
                                <quote>Immer bleiben Steine [224.20], denen man nachsagt, sie
                                    könnten reden...</quote>
                            </cit></sense><sense n="2." xml:id="stein.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stein.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">feste
                                        mineralische Masse (die einen Teil der Erdkruste
                                        ausmacht)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Einige nicht in Stein [150.29] gehauene Sprüche finde ich
                                        in den Aufzeichnungen […]</quote>
                                    <quote>[…] dem zufolge die erste Zeile der
                                        Grabsteininschrift gestrichen wurde, die zweite in Stein
                                        [151.20] gehauen werden durfte.</quote>
                                    <quote>Ist nicht Name genug in Stein [151.27]?</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="#sandstein">Sandstein</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="stein.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">mehr od. weniger großes Stück Stein (1 a),
                                        Gesteinsstück, das sich in großer Zahl in u. auf der
                                        Erdoberfläche befindet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Dann hat Reschke flache, kaum überspülte Steine [145.4]
                                        aus dem Sandbett gehoben. </quote>
                                    <quote>»In meiner Jugend gab es hier Krebse«, sagte er,
                                        als sich unter den Steinen [145.6] nichts regte.</quote>
                                    <quote>Alle drei schwiegen auf ihren Steinen [277.16].</quote>
                                    <quote>Wróbel ließ einige Steine [277.18] flach übers Wasser
                                        springen […]</quote>
                                    <quote>[…] dazu im Halbkreis Steine [277.6], wie sie häufig
                                        an Feldrändern liegen.</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cg9#feldstein">Feldstein</ref>;
                        <ref target="#steinmetz">Steinmetz</ref></xr></sense></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="steinfraß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinfraß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verwitterung aufgrund von Umwelteinflüssen wie
                                schwefelige und Schwefelsäure</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW167" type="source">[WWW167]</ref></def><cit>
                            <quote>Man wünschte sich diese heiteren Zeugnisse bürgerlicher Kultur
                                vor Steinfraß [32.3] und Moosbefall geschützt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steingutkrug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steingutkrug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zylindrisches od. bauchig geformtes, weißes,
                                glasiertes Gefäß aus Ton mit einem od. auch zwei Henkeln, das der
                                Aufnahme, vorübergehenden Aufbewahrung, dem Ausschenken einer
                                Flüssigkeit dient</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Krug 1; D Steingut 1,2]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Steingutkrug [242.7] sollte als Wärmflasche gefüllt und ein
                                Kännchen Hustentee aufgebrüht werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steinmetz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinmetz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Handwerker, der <ref target="textgrid:24cgx#stein.2b">Steine (2b)</ref>; behaut u.
                                bearbeitet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vermittelt durch die Piątkowska, führte Reschke Gespräche mit
                                einigen Steinmetzen [149.27], die in städtischen Bauhütten
                                Restaurationsaufträge ausführten.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#steinmetzarbeit">Steinmetzarbeit</ref>; <ref target="#steinmetzbetrieb">Steinmetzbetrieb</ref>;
                                <ref target="#steinmetzwerkstatt">Steinmetzwerkstatt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="steinmetzarbeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinmetzarbeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#steinmetz">Steinmetz</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#arbeit.2b">Arbeit (2b)</ref></def><cit>
                            <quote>Zum Beispiel: inmitten Gestrüpp ein von guter Steinmetzarbeit
                                [174.24] zeugendes Muschelkalkkreuz […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steinmetzbetrieb">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinmetzbetrieb</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#steinmetz">Steinmetz</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#betrieb.3">Betrieb (3)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ließ sich auf dem Gelände des ehemaligen Krematoriums
                                ein Steinmetzbetrieb [150.4] nieder, der bald für den
                                Versöhnungsfriedhof auf Vorrat zu arbeiten begann.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steinmetzwerkstatt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinmetzwerkstatt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#steinmetz">Steinmetz</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#werkstatt">Werkstatt</ref></def><cit>
                            <quote>[…] einige der Steinmetzwerkstatt [150.16] empfohlene
                                Muster, die mir in Kopie vorliegen, wollten barocke
                                Grabsteingestaltung wiederbeleben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steinpilz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steinpilz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[13*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großer Röhrenpilz mit fleischigem, halb kugeligem,
                                dunkelbraunem Hut u. knolligem, weißem bis bräunlichem Stiel</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vier oder fünf kaum vom Schneckenfraß gezeichnete Steinpilze
                                [8.6] lagen gereiht auf einer verjährten Titelseite der lokalen
                                Tageszeitung […]</quote>
                            <quote>Selbst wenn mich die überraschend späten Steinpilze [8.18] und
                                Maronen an diesen besonderen Stand gelockt haben mögen
                                […]</quote>
                            <quote>Er schreibt, es habe, noch während die Witwe zahlte, ein Gespräch
                                über Pilze, besonders über die späten, verspäteten Steinpilze
                                [11.13] begonnen.</quote>
                            <quote>[…] nichts konnte sie von dem Blumenstand und den
                                Steinpilzen [11.19] trennen.</quote>
                            <quote>Wenn nicht die Blumen, darf ich […] einige Steinpilze
                                [12.7], diesen hier, den, den und noch den, auswählen und Ihnen zum
                                Geschenk machen?</quote>
                            <quote>[…] zeugt dieses Foto von der erstaunlichen Größe der
                                Steinpilze [12.25].</quote>
                            <quote>[…] die frühe schon beim Kauf der Steinpilze [16.30]
                                plazierte Einführung des gehäkelten Erbstücks […]</quote>
                            <quote>Sie putzte die vier dickbauchigen, breitkrempig und bucklig
                                beschirmten Steinpilze [33.23] […]</quote>
                            <quote>Der die Küche besetzende Geruch der Steinpilze [33.29] nötigte
                                beide, sich in Benennungen zu versuchen.</quote>
                            <quote>Ihn erinnerten die Steinpilze [34.2] an seine Kindheit
                                […]</quote>
                            <quote>Die Steinpilze [34.16] hätten den anfänglich vorherrschenden
                                Firnisgeruch »und obendrein Alexandras Parfüm« 
                                übertönt.</quote>
                            <quote>[…] getrocknete Steinpilze [77.30], und ein walnußgroßes
                                Stück Bernstein […]</quote>
                            <quote>Auf den Beifahrersitz legte er das andere Geschenk: ein
                                gehäkeltes Einkaufsnetz voller Mitbringsel, darunter getrocknete
                                Steinpilze [81.13].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stele">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stele</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Kunstwiss.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">frei stehende, mit Relief od. Inschrift versehene
                                Platte od. Säule (bes. als Grabstein)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>An anderer Stelle wußte er, hinter Unkraut versteckt, eine hohe
                                Stele [174.29] aus Kalkstein, davor einen verrosteten
                                Schiffsanker.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="stelle.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stelle.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Ort, Platz, Punkt innerhalb eines Raumes,
                                        Geländes o.Ä., an dem sich jmd., etw. befindet bzw. befunden
                                        hat, an dem sich etw. ereignet [hat]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Ich nehme an, daß mehr als vier Kröten versucht haben,
                                        hier oder dort oder alle an einer Stelle [159.21] die
                                        Chaussee zu überqueren.</quote>
                                    <quote>An anderer Stelle [174.28] wußte er, hinter Unkraut
                                        versteckt, eine hohe Stele aus Kalkstein, davor einen
                                        verrosteten Schiffsanker.</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgd#grabstelle">Grabstelle</ref>; <ref target="textgrid:24cgf#haltestelle">Haltestelle</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24cgq#ort">Ort</ref></xr><re><form>*an Stelle </form><sense><def><hi rend="italic">statt,
                                                stellvertretend für</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D anstelle I]</ref></def><cit>
                                            <quote>Und Reschke, der arme Reschke, der keine Flanke
                                                wagte, doch an Klawitters Stelle [202.11] Partner
                                                sein wollte, bot aus seinen verdeckten Töpfen
                                                weitere Finanzierung an.</quote>
                                        </cit></sense></re><re><form>*zur Stelle sein </form><sense><def><hi rend="italic">im
                                                rechten Moment [für etw.] da sein, sich an einem
                                                bestimmten Ort einfinden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                            <quote>Jedenfalls war die Witwe schon zur Stelle [7.4],
                                                als der Witwer anstieß, stolperte, doch nicht zu
                                                Fall kam.</quote>
                                        </cit></sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="stelle.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">lokalisierbarer Bereich […] an einem
                                        Gegenstand, der sich durch seine besondere Beschaffenheit
                                        von der Umgebung deutlich abhebt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgv#roststelle">Roststelle</ref></xr></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="stelle.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stelle.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic"> Punkt im Ablauf einer Rede o.Ä.</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Später jedoch, an anderer Stelle [79.18] ihrer
                                        Geschichte, notierte er nur mäßig störendes Schnarchen; sie
                                        wird ähnlich duldsam gewesen sein.</quote>
                                    <quote>An dieser Stelle [245.29] seiner Rede muß Reschke laut
                                        geworden sein.</quote>
                                    <quote>An anderer Stelle [268.14] verwandeln sich ihm die
                                        vielen, »zu vielen gierigen Schwäne im seichten
                                        Ostseesud«  nach Jahren Distanz zu einem einzigen
                                        gefräßigen Schwan […]</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="stelle.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">[kürzeres] Teilstück
                                        eines Textes, Vortrags, [Musik]stücks o. Ä.; Abschnitt,
                                        Absatz, Passage, Passus</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Es juckt ihn regelrecht, alle Register zu ziehen,
                                        flegelhaft unanständig zu sein und an zwei, drei Stellen
                                        [84.22] Ausdrücke zu benutzen, die ihm Alexandra im Eifer
                                        des Geschehens geflüstert hat, […]</quote>
                                    <quote>An zwei Stellen [267.29] der Tagebucheintragungen
                                        korrespondieren die Lang- und Kurzzeitgeschichten
                                        miteinander.</quote>
                                </cit></sense></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stellenwert">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stellenwert</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bedeutung einer Person, Sache in einem bestimmten
                                Bezugssystem</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Sachlich informiert er über den Stellenwert [298.2] des
                                übersandten Materials.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stellvertreter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stellvertreter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der einen anderen vertritt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">kath. Rel.</hi></usg>
                        <def>der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom bevorstehenden Papstbesuch war die Rede, von dessen Wirkung
                                auf den Zustand Polens sich Wróbel mehr versprach, als die
                                Piątkowska dem Stellvertreter [292.30] Gottes erlauben
                                wollte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sterbedatum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sterbedatum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -dat</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Todes<ref target="textgrid:24cg6#datum.a">datum (a)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Alle Steine sagten unter polnischen Namen Sterbedaten [22.17] ab
                                Ende der fünfziger Jahre auf […]</quote>
                            <quote>Mit weit zurückliegenden Sterbedaten [22.31] […] erinnerten
                                sie an die Vorvergangenheit der Friedhofsanlage.</quote>
                            <quote>[…] deren erhabene Schrift, kaum noch leserlich, die Namen
                                und Sterbedaten [61.8] einst mächtiger Patrizier und, in barockem
                                Deutsch, Bibelzitate aufsagte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sterbefall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sterbefall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -fälle</form>
                    </form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cgz#todesfall">Todesfall</ref></def><cit>
                            <quote>Jedenfalls nahmen die Sterbefälle [192.16] in den Seniorenheimen
                                zu.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sterbehaus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sterbehaus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -häuser</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#haus.1c">Haus (1c)</ref>; in das [alte] Menschen zum
                                    <ref target="#sterben">Sterben</ref> ziehen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] im Grunde gehe es um die Einrichtung von Sterbehäusern
                                [177.26], die man natürlich so nicht nennen dürfe.</quote>
                            <quote>Jedenfalls waren die Sterbehäuser [180.13] nicht Thema ihrer
                                abendlichen Gespräche in der ul. Ogarna.</quote>
                            <quote>[…] bei dem »einträglichen Geschäft mit dem Heimweh
                                alter Leute handelt es sich um triste Asyle und wahre Sterbehäuser
                                [192.24], die man dichtmachen muß«.</quote>
                            <quote>Danach wurde die Zunahme der Seniorenheime, die anfangs in
                                Zeitungen als »bloße Sterbehäuser [232.5]«  denunziert
                                worden waren, begrüßt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sterbekasse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sterbekasse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleinerer Versicherungsverein für Sterbegeld</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Man könne jetzt schon von knapp dreißigtausend ausgehen, die
                                bereit seien, über weitere Eigenleistungen und später fällige
                                Zuschüsse der Kranken- und Sterbekassen [93.28] hinaus, bis zu 1 000
                                DM im voraus zu zahlen […]</quote>
                            <quote>Reschke konnte […] Zusicherungen von Begräbnisinstituten und
                                Sterbekassen [112.12] […] ausbreiten.</quote>
                            <quote>[…] den Rest zahlten Kranken- und Sterbekassen [157.27]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="sterben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sterben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ sterben</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aufhören zu leben, sein Leben beschließen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wie ja das mittelalterliche Motiv Totentanz dem Sterben
                                [88.27] als Gleichheitsprinzip nicht nur makabre, nein, fröhliche
                                Reverenz erweist;</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#sterbehaus">Sterbehaus</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stern">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stern</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Figur, Gegenstand, um dessen kreisförmige Mitte
                                [gleich große] Zacken symmetrisch angeordnet sind, sodass er einem
                                am nächtlichen Himmel sichtbaren Gestirn ähnlich ist</hi> [° D 1a;
                            2a]</def><cit>
                            <quote>[…] deren Zierschild im Relief auf senkrecht zweigeteiltem
                                Feld links untereinander zwei Sterne [61.17] und einen Baum […]
                                zeigt […]</quote>
                            <quote>[…] ein Dutzend schwarzpolierter Granitsteine, auf denen
                                samt Mondsichel und Stern [175.10] die Namen und Daten polonisierter
                                Tataren eingemeißelt stehen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgn#mercedesstern">Mercedesstern</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sternchenaugen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sternchenaugen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">leuchtende, strahlende <ref target="textgrid:24cg3#auge">Augen</ref></hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] die Mutter lachend mit, wie Reschke schreibt, »                                Sternchenaugen [35.25]«, der Sohn mürrisch verschlossen, der
                                Offizier im Verwaltungsdienst der Handelsmarine schaut gleichmütig
                                drein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steuer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steuer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorrichtung in einem Fahrzeug zum Lenken in Form
                                eines Rades, Hebels o.Ä.</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D ¹Steuer a]</ref></def><cit>
                            <quote>Kein Foto zeigt ihn am Steuer [63.1].</quote>
                            <quote>Zwar fuhren sie mit Wróbel am Steuer [276.1], doch sind sie nicht
                                mit dessen Polski Fiat unterwegs gewesen.</quote>
                            <quote>[…] sah ich ihn lange, wann immer er zwischen dem Ruhrgebiet
                                und Gdańsk, Gdańsk und Bochum unterwegs war, in älteren Modellen
                                am Steuer [284.5];</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="steuergründe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Steuergründe</hi></form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">in der Fügung: aus Steuergründen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">um weniger Abgaben, Vermögen an den Staat abführen
                                zu müssen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D ²Steuer 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nachdem er aus Steuergründen [93.6] - »so was ist
                                abzugsfähig bei uns«  - einen Computer gekauft hat, sieht
                                er sich zwanghaft dem kapitalistischen Zuwachsprinzip
                                unterworfen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                        <form>/kurz für Kupferstich/ [D6]</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Blatt, Bild, das mittels eines Verfahrens
                                hergestellt wird, bei dem mit dem Grabstichel eine Zeichnung in eine
                                polierte Kupferplatte eingeritzt u. diese dann zur Herstellung von
                                Abzügen in den Vertiefungen eingefärbt wird</hi> [°D Kupferstich
                            1,2]</def><cit>
                            <quote>Übrigens hat unser gemeinsamer Freund Chodowiecki […] in
                                seinen Stichen [100.29] und Zeichnungen viele dieser nützlichen
                                Utensilien überliefert […]</quote>
                            <quote>Nach detaillierter Erwähnung einer Vitrinenausstellung, die alte
                                Stiche [112.4], Veduten und vergilbte Dokumente zur Ansicht brachte
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stichdatum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stichdatum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[…] festgesetzter Termin, der für […]
                                Maßnahmen, bes. Berechnungen, Erhebungen o. Ä., maßgeblich ist</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Stichtag]</ref></def><cit>
                            <quote>Marczak, der sogleich zustimmte, nannte den 1. Dezember 1970 als
                                Stichdatum [193.25];</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stichwort">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stichwort</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="stichwort.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Bemerkung, Äußerung o.Ä., die bestimmte
                                    Reaktionen, Handlungen auslöst</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                <quote>Konsistorialrat Karau griff das Stichwort [244.21] Europa auf
                                    und schlug möglichst vielsprachige Beschriftung der formschön
                                    geräumigen Schilder vor:</quote>
                                <quote>Kaum hatte Timmstedt seine Pläne offengelegt und mit dem
                                    Willen zu »flächendeckender Strategie«  ein
                                    Stichwort [250.27] geliefert, bat Alexandra ihren Alexander, mit
                                    ihr vorzeitig zu gehen.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="stichwort.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">Unkenrufe Pl. -wörter </form>
                            <def><hi rend="italic">einzelnes Wort, das man sich als Gedächtnisstütze
                                    od. als Grundlage für weitere Ausführungen notiert</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Stichwörtern [264.29] lese ich ab, daß in Erna Brakups Kate
                                    Wohn- und Schlafzimmer sowie die Veranda überfüllt gewesen sind,
                                    kein Durchkommen, zu wenige Stühle.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stiefel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stiefel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="stiefel.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <def>für Italien [°]</def><cit>
                                <quote>»Einmal will ich italienischen Stiefel [180.23] lang
                                    runterreisen und, wenn geht, Neapel sehn.«</quote>
                                <quote>Weil sich in Alexandras windschiefem Büchergestell […]
                                    ein Atlas fand, sehe ich die beiden über den italienischen
                                    Stiefel [181.1] gebeugt.</quote>
                                <quote>Sie will nun doch nicht allein den Stiefel [181.3] lang
                                    runter, sondern mit ihm gemeinsam.</quote>
                                <quote>Sie hatten die Reise über Slowenien, Triest geplant, fuhren
                                    aber, von neuesten Meldungen gewarnt, auf alteingefahrener
                                    Strecke über den Brenner den Stiefel [295.7] runter nach
                                    Rom.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="stiefel.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">langschäftiges Schuhwerk, das meist bis zu den
                                    Knien reicht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Mit letztem Wort begann sie ihre Filzstiefel […] wieder
                                    anzuziehen, den linken, den rechten Stiefel [229.4], nicht ohne
                                    Gestöhn, sonst aber stumm.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg9#filzstiefel">Filzstiefel</ref>; <ref target="textgrid:24cgr#pelzstiefel">Pelzstiefel</ref>;
                                    <ref target="#stiefelette">Stiefelette</ref>;
                        <ref target="#stiefelschritt">Stiefelschritt</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stiefelette">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stiefelette</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[eleganter] halbhoher Damen-, Herren<ref target="textgrid:24cgx#stiefel.2">stiefel
                                    (2)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Was im Tagebuch steht, begründet den Kauf pelzgefütterter, »                                sündhaft teurer Stiefeletten [187.24]«  für die
                                Piątkowska;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stiefelschritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stiefelschritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#stiefel.2">Stiefel (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#schritt">Schritt</ref></def><cit>
                            <quote>So ging sie und ließ den nicht mehr vollzähligen Aufsichtsrat
                                keinen Stiefelschritt [229.12] lang aus dem Auge.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stiel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stiel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bes. von Blumen) Stängel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Die beiden jüngeren [Steinpilze] sind im bauchigen Stiel [12.26]
                                breiter als die hoch gewölbten Hüte;</quote>
                            <quote>Sie putzte die vier dickbauchigen, breitkrempig und bucklig
                                beschirmten Steinpilze, deren Stiele [33.23] weder holzig noch
                                wurmstichig waren.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cg3#asternstiel">Asternstiel</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stier">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stier</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Astrol.</hi></usg>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Tierkreiszeichen für die Zeit vom 21.4. bis
                                21.5.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D 2a]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>plastische Darstellung des Stiers im Tierkreiszeichen [°]</def><cit>
                            <quote>Sie hat ihm nicht ohne Stolz im Kreis der Tiere und zeichenhaften
                                Gestalten den Löwen gezeigt, der mit Krebs und Schütze, Stier
                                [155.11] und Jungfrau nicht neuvergoldet glänzte, sondern matt
                                erdfarben schimmerte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stifter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stifter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der größere finanzielle Mittel zur Gründung
                                u. Förderung von etw. zur Verfügung stellt, gestellt hat</hi> [° D;
                            D ¹stiften 1a]</def><cit>
                            <quote>Gralath gehörte zu den Stiftern [228.13] der Orgel für die Kirche
                                zum Heiligen Leichnam […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stil</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="stil.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(von Baukunst, bildender Kunst, Musik, Literatur
                                    o.Ä.) das, was im Hinblick auf Ausdrucksform, Gestaltungsweise,
                                    formale u. inhaltliche Tendenz o.Ä. wesentlich,
                                    charakteristisch, typisch ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Auf dem geräumten Gelände wurde ab 1895 in neugotischem Stil
                                    [9.29] eine Markthalle gebaut […]</quote>
                                <quote>Der Magistrat der Stadt hatte […] einen Raum gestellt,
                                    der ganz im Stil [272.23] des siebzehnten Jahrhunderts gehalten
                                    war.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="#spätstil">Spätstil</ref>; <ref target="#stilmöbel">Stilmöbel</ref></xr>
                            <re><form> im Stil </form><sense><def><hi rend="italic">nach Art</hi>
                                        [°]</def><cit>
                                        <quote>Über drei leere Barhocker hinweg sprach ihn von links
                                            her ein im Stil [45.29] südostasiatischer Diplomaten
                                            gekleideter Herr an […]</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense><sense n="2." xml:id="stil.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[durch
                                    Besonderheiten geprägte] Art u. Weise, etw. mündlich od.
                                    schriftlich auszudrücken, zu formulieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg4#briefstil">Briefstil</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stille</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="stille.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">durch kein lärmendes, unangenehmes Geräusch
                                    gestörter [wohltuender] Zustand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Die Stille [22.21] unter den Friedhofsbäumen ließ sich durch
                                    das entfernte Geschrei der Fußball spielenden Halbwüchsigen
                                    nicht aufheben […]</quote>
                                <quote>Und in die Stille [143.25] und über das endlose Unken hinweg
                                    sagte die Piątkowska:</quote>
                                <quote>[…] wir, Liebste, bleiben in Stille [171.8] unseren
                                    Toten verpflichtet;</quote>
                                <quote>Von fern kamen Stimmen über den See, rauh, wie im Streit,
                                    dann wieder Stille [277.18].</quote>
                                <quote>Und abermals Stille [277.23], zumal der Himmel überm See ohne
                                    Lerchen war.</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="stille.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Zustand, der dadurch
                                    geprägt ist, dass [plötzlich] kein lautes Geräusch, kein Ton
                                    mehr zu hören ist, alles schweigt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Meine Darbietung soll, sagte mir Alexandra später, allen
                                    Touristen im weiten Rund Stille [296.22] befohlen haben, selbst
                                    den Japanern.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stilleben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stilleben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bildliche Darstellung von Dingen, bes. Blumen,
                                Früchten, erlegten Tieren u. Gegenständen des alltäglichen Lebens,
                                in künstlerischer Anordnung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Stillleben 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie sie liegend zu viert ihre hohen und weiten Hüte gegeneinander
                                kehren […], bilden sie ein Stilleben [13.1].</quote>
                            <quote>[…] oder war sie es, die »Schön wie Stilleben
                                [13.4]«  gesagt hat?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stillstand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stillstand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zustand, in dem etw. stillsteht, nicht [mehr]
                                läuft, nicht [mehr] in Betrieb ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Während die Piątkowska zum Stillstand [100.9] gebrachte Zeit
                                vergoldete, dachte Reschke sich als Professor Übungen für seine
                                Studenten aus.</quote>
                            <quote>Den mannshohen Grabstein im Rücken, gingen der Rikschabetrieb und
                                die Friedhofsgesellschaft, mithin Bewegung und Stillstand [202.15],
                                die Lebenden und die Toten, abermals einen Handel ein
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stilmöbel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stilmöbel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">als Imitation eines früheren <ref target="textgrid:24cgx#stil.1">Stils (1)</ref>;
                                hergestelltes <ref target="textgrid:24cgn#möbel.1">Möbel(1)</ref>stück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der hoch aufgeschossen sitzende Herr, der sein gewelltes Haar
                                silbrig weiß wie eine den Stilmöbeln [273.10] angepaßte Perücke
                                trägt, ist, kurz nach erwünschtem Rücktritt, Konsistorialrat
                                Karau;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stimme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stimme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[17*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="stimme.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stimme.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">das, was mit einer bestimmten
                                        [charakteristischen] Klangfarbe an Lauten, Tönen erzeugt
                                        wird, [beim Sprechen, Singen o.Ä.] zu hören ist</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] die Stimme [23.23] seitlich hinter ihm wird ihn
                                        vielleicht erschreckt, jedenfalls zurückgeholt
                                        haben.</quote>
                                    <quote>Nur ein Tonband gibt mit Reschkes Stimme [127.19]
                                        Auskunft, wo er mit seinem Aufnahmegerät und dem sensiblen
                                        Mikrofon unterwegs gewesen ist […]</quote>
                                    <quote>Und mit leiser, immer um richtigen Ausdruck bemühter
                                        Stimme [136.21] antwortete Jerzy Wróbel wie eine
                                        Amtsperson.</quote>
                                    <quote>Ihre Stimme [220.26] war, wenn die Aufsicht tagte, nicht
                                        zu überhören.</quote>
                                    <quote>Und Freund Wróbel ist es gewesen, der wenige Tage später
                                        mit gleichbleibend leiser Stimme [239.26] eine beunruhigende
                                        Nachricht in die Hundegasse brachte.</quote>
                                    <quote>Von fern kamen Stimmen [277.17] über den See, rauh, wie
                                        im Streit, dann wieder Stille.</quote>
                                    <quote>Abermals fern rauhe Stimmen [277.20].</quote>
                                </cit><re><form> bei Stimme bleiben </form><sense><def><hi rend="italic">bei längerem Sprechen der Heiserkeit
                                                vorbeugen</hi> [°]</def><cit>
                                            <quote>Mir fielen drei Untertassenteller auf, halb oder
                                                nur noch spärlich gefüllt mit Lutschbonbons, von
                                                denen die Singenden und Betenden nahmen, um bei
                                                Stimme [265.9] zu bleiben.</quote>
                                        </cit>
                                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                                        <def><hi rend="italic">Stil in dem etw. gehalten ist</hi>
                                            [°]</def><cit>
                                            <quote>Jetzt könnte ein Briefroman beginnen, dieses
                                                knisternde Hin und Her, das bei verstellter Stimme
                                                [82.2] mitteilt, indem es ausspart und fortgesetzt
                                                dem Leser mit vielsagenden Lücken zu tun gibt.
                                            </quote>
                                        </cit></sense></re></sense><sense n="b)" xml:id="stimme.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">bestimmter
                                        [charakteristischer] Klang, Tonfall einer Stimme (1a):</hi>
                                    <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] wie warm, weich, annähernd in Baßlage grummelnd,
                                        doch immer ein wenig verschnupft seine Stimme [128.7]
                                        klingt, wie fordernd sie ihre Wörter anstößt und mit dem
                                        Unkengeläut mischt.</quote>
                                </cit></sense>
                            <sense n="c)" xml:id="stimme.1c"><num type="ordering"><hi rend="bold">c)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">Stimme (1a) des Menschen beim Singen;
                                        Singstimme</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2c]</ref></def><cit>
                                    <quote>Seine schöne, wenn auch leicht zittrige Stimme [296.8]
                                        erprobte anfangs zaghaft, dann waghalsig die Kuppel.</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="stimme.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><sense n="a)" xml:id="stimme.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Stimmrecht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Warum sich Reschke und die Piątkowska nur als
                                        geschäftsführende Gesellschafter ohne Stimme [117.30] im
                                        Aufsichtsrat verstehen wollten […]</quote>
                                    <quote>Jetzt rächte sich, daß die Piątkowska und Reschke als
                                        geschäftsführende Gesellschafter keine Stimme [153.5] im
                                        Aufsichtsrat hatten.</quote>
                                    <quote>[…] den geschäftsführenden Gesellschaftern fehlte
                                        ohnehin die Stimme [191.17] im Aufsichtsrat.</quote>
                                    <quote>So kam es, daß Erna Brakup Sitz und Stimme [220.18] im
                                        Aufsichtsrat der Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft
                                        erhielt.</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="stimme.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">jmds. Entscheidung für
                                        jmdn., etw. bei einer Wahl, Abstimmung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D6a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Mit den drei deutschen Stimmen [209.8] und Marczaks
                                        Stimme [209.9] wäre die Sache perfekt gewesen, wenn die Alte
                                        nicht mit angedrohtem Rücktritt Aufschub erwirkt
                                        hätte.</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgd#gegenstimme">Gegenstimme</ref>;
                            <ref target="#stimmenthaltung">Stimmenthaltung</ref></xr></sense></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stimmenthaltung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stimmenthaltung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abgabe der <ref target="textgrid:24cgx#stimme.2b">Stimme (2b)</ref>;, durch die zum
                                Ausdruck gebracht wird, dass weder mit Ja noch mit Nein gestimmt
                                wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur Erna Brakups Kommentar wurde als Stimmenthaltung [179.30]
                                gewertet:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stimmung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stimmung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="stimmung.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="stimmung.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">bestimmte augenblickliche
                                        Gemütsverfassung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgf#hochstimmung">Hochstimmung</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24ch4#zwischenstimmung">Zwischenstimmung</ref></xr><re><form> in
                                        Stimmung</form><sense><def><hi rend="italic">in guter Laune,
                                                Stimmung</hi> […] <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                            <quote>Doch als im späteren Verlauf der Doppelfeier das
                                                Aufsichtsratsmitglied Erna Brakup in Stimmung
                                                [138.16] geriet, lief das Tonband.</quote>
                                        </cit></sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="stimmung.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <def><hi rend="italic">augenblickliche, von bestimmten Gefühlen,
                                        Emotionen geprägte Art u. Weise des Zusammenseins von
                                        [mehreren] Menschen; bestimmte Atmosphäre in einer Gruppe o.
                                        Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] es verlief bei gelöster Stimmung [117.24],
                                        Tischreden wurden gehalten […]</quote>
                                </cit></sense>
                        </sense><sense n="2." xml:id="stimmung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[ästhetischer] Eindruck,
                                    Wirkung, die von etw. ausgeht u. in bestimmter Weise auf jmds.
                                    Empfindungen wirkt; Atmosphäre</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Nicht nur die Bauern klagten, die allgemeine Stimmung [276.9]
                                    entsprach dem naßkalten Mai.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg9#friedhofsstimmung">Friedhofsstimmung</ref>;
                        <ref target="#stimmungsbild">Stimmungsbild</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stimmungsbild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stimmungsbild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bildhafte, anschauliche Schilderung, Darstellung
                                einer <ref target="textgrid:24cgx#stimmung.2">Stimmung (2),</ref> die einer Situation, einem Ereignis
                                o.Ä. zugrunde liegt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Reschke, dieser Zunftmeister erhabener Rede, überliefert
                                mir zwar eine Galerie gereihter Stimmungsbilder [26.8]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stirn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stirn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(beim Menschen u. bei bestimmten Wirbeltieren)
                                obere Gesichtspartie; [sich vorwölbender] Teil des Vorderkopfes über
                                den Augen u. zwischen den Schläfen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Bevor sie zum Parkplatz liefen, tupfte Alexandra ihm den Schweiß
                                von der Stirn [63.27] […]</quote>
                            <quote>Ihr Kinn, das sich doppelt vor kurzem Hals wölbt, seine hohe und
                                steile Stirn [155.31], der zu wenig Kinn widerspricht.</quote>
                            <quote>Der immer sorgfältig gekleidete Mittvierziger, dessen durch
                                Haarausfall weitreichende Stirn [198.8] wie poliert glänzte
                                […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stirnrunzeln">Stirnrunzeln </ref></xr><re><form> *sich an die Stirn [schlagen] </form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs. </hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">kein Verständnis für etw. haben</hi> [D
                                    Kopf 1*]</def><cit>
                                    <quote>Vielbrand, ich bin sicher, hat sich an die Stirn [281.3]
                                        geschlagen […]</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stirnrunzeln">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stirnrunzeln</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Runzeln, in Falten Legen der <ref target="#stirn">Stirn</ref> [als
                                Ausdruck der Missbilligung o.Ä.]</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nein, Alexandra, ich höre Dein Stirnrunzeln [85.18]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <superEntry>
                    <entry xml:id="stock-1">
                        <form>
                            <lbl><hi rend="superscript">1</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stock</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">der</form>
                                 <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                        <sense><def><hi rend="italic">von einem Baum od. Strauch abgeschnittener,
                                    meist gerade gewachsener dünner Ast od. Teil eines Astes, der
                                    bes. als Stütze beim Gehen, zum Schlagen o.Ä. benutzt wird</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgv#rohrstock">Rohrstock</ref></xr><re><form> *am Stock gehen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">in einer schlechten körperlichen
                                            Verfassung sein, sehr krank sein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D 1a*1]</ref></def><cit>
                                        <quote>Später, nach einem datierten Vorgriff auf die
                                            Jahrtausendwende, schreibt er: »Laufe am Stock
                                            [35.7], fast erblindet...«</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                    </entry>

                    <entry xml:id="stock-2">
                        <form><lbl><hi rend="superscript">2</hi></lbl><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stock</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">der</form>
                                 <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                        <sense><def><hi rend="italic">Geschoss, das höher liegt als das Erdgeschoss;
                                    Etage, Obergeschoss, Stockwerk</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                <quote>Die Wohnung im dritten Stock [32.4] lag am Ende der Gasse
                                    […]</quote>
                                <quote>Im Hevelius wollte er dann doch nicht ins Zimmer im
                                    vierzehnten Stock [44.28].</quote>
                                <quote>Inmitten der immer kleinteiliger werdenden Diskussion stand
                                    Reschke auf und stellte sich vor eines der Fenster im
                                    siebzehnten Stock [235.11] des Hevelius.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="#stockwerk">Stockwerk</ref></xr></sense>
                    </entry>
                </superEntry>
                <entry xml:id="stöckelschuh">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stöckelschuh</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#schuh">Schuh</ref> mit hohem, spitzem Absatz (bes.
                                am Pumps)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Stöckelabsatz]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] weil es die gibt, wie die Cordhose und ihre
                                Stöckelschuhe [16.23], und zwar auf Fotos die mir schwarzweiß und
                                farbig vorliegen.</quote>
                            <quote>Alexandras Stöckelschuhe [187.21] müssen pausieren...</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stöckelschuhschritt">Stöckelschuhschritt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stöckelschuhschritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stöckelschuhschritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#stöckelschuh">Stöckelschuh</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#schritt">Schritt</ref></def><cit>
                            <quote>[…] um dann […] zu folgen, und das mit kurzen, durch
                                alle Gassen weit hallenden Stöckelschuhschritten [77.26].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stockwerk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stockwerk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[10*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cgx#stock-2">²Stock</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß der von achteckiger Grundfläche über sieben
                                Stockwerke [9.19] hoch ragende Wehrturm als nordwestlicher Eckturm
                                zur großen Stadtmauer gehörte.</quote>
                            <quote>Kurz nach elf verlangte er den Schlüssel, nahm den Fahrstuhl ins
                                vierzehnte Stockwerk [76.27] hoch […]</quote>
                            <quote>Aber du hast mir Nummer gesagt und Stockwerk [80.1] wie hoch, na,
                                als wir gestritten haben bißchen über großer polnischer Künstler in
                                preußische Akademie.</quote>
                            <quote>Natürlich war es das zentral gelegene Hotel Hevelius, in dem die
                                Piątkowska Einzelzimmer und einen Konferenzraum im siebzehnten
                                Stockwerk [117.17] vorbestellt hatte.</quote>
                            <quote>[…] doch hat der Blick vom siebzehnten Stockwerk [119.8] auf
                                die mit allen Türmen wiedererstandene Stadt den Anwesenden die
                                Dimension der vorliegenden Beschlußsache deutlich gemacht.</quote>
                            <quote>Man stelle sich den Sitzungsraum im höchsten, dem siebzehnten
                                Stockwerk [197.29] des Hevelius als zwei zusammengelegte Hotelzimmer
                                vor.</quote>
                            <quote>Den hier berichteten Sitzungsverlauf sollte man sich nicht mehr
                                im siebzehnten Stockwerk [272.18] des Hotels Hevelius
                                vorstellen.</quote>
                            <quote>Ein Stockwerk [279.20] höher zahlte die Firma Chatterjee &amp;
                                Co. Miete.</quote>
                            <quote>[…] daß die Verwaltungen der expandierenden Gesellschaft und
                                der auf Export zielenden Firma im gleichen Hochhaus, Stockwerk
                                [279.31] über Stockwerk [279.31], eingemietet waren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stolpern">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stolpern</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ stolpern</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beim Gehen, Laufen mit dem Fuß an eine Unebenheit,
                                ein Hindernis stoßen, dadurch den festen Halt verlieren u. zu fallen
                                drohen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Ins Stolpern [7.16] hat ihn die Bürgersteigkante
                                gebracht.</quote>
                            <quote>Er, zum Stolpern [14.10] neigend, leicht schleppend und gut einen
                                Kopf größer als sie.</quote>
                            <quote>Dann erst stand vom Stolpern [52.1] vor den Blumeneimern, von
                                rostroten Astern, von der Witwe und höherer Fügung zu lesen.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stolperschritt">Stolperschritt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stolperschritt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stolperschritt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#stolpern"><ref target="#stolpern">Stolpern</ref></ref></def>; <def n="compound"><ref target="#schritt">Schritt</ref></def><cit>
                            <quote>Sie machte einen kleinen Schritt, er einen Stolperschritt
                                [78.11].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stolz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stolz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="stolz.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">ausgeprägtes, jmdm. von Natur mitgegebenes
                                    Selbstwertgefühl</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                <quote>Noch hindere ein, wie er finde, übertriebener Stolz [58.19]
                                    die Polen, ihre Arbeitskraft seinem Verkehrsbetrieb
                                    anzuvertrauen.</quote>
                                <quote>Mein Mitschüler gratulierte, zumal ein zweiter Pole seinen
                                    Stolz [80.28] überwunden hatte.</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgp#nationalstolz">Nationalstolz</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="stolz.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Selbstbewusstsein u. Freude
                                    über einen Besitz, eine [eigene] Leistung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie hat ihm nicht ohne Stolz [155.9] im Kreis der Tiere und
                                    zeichenhaften Gestalten den Löwen gezeigt</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg9#finderstolz">Finderstolz</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stopfgarn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stopfgarn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Faden aus Fasern mit dem ein Loch in einem Gewebe
                                o.Ä. mithilfe einer Nadel ausgebessert wird</hi> [° D Garn 1a;
                            stopfen 1]</def><cit>
                            <quote>Stopfgarn [10.4] und Räucherfisch, amerikanische Zigaretten und
                                polnische Senfgurken […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stöpsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stöpsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form><usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">knopfförmige Lautsprecher eines Walkmens, die in
                                die Ohren gesteckt werden</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Abseits, auf leerem Sockel, zwei junge Burschen mit Stöpseln
                                [224.19] in den Ohren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="störung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Störung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Unterbrechen eines Zustandes, Fortgangs;
                                Unterbrechen der Ruhe</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D stören 1]</ref></def><cit>
                            <quote>»Bin Alexandra dankbar«, schreibt er, »daß ich
                                diesen Blick auf gut zweihundert Jahre währende Ruhe werfen durfte,
                                wenn man die Überführung aus dem Kirchenschiff in die Gruft als nur
                                kurze Störung [228.5] wertet.«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stoß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stoß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aufgeschichtete Menge; Stapel</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieser Stoß [14.25] Briefe […] wäre besser bei einem
                                Archivar abzulagern gewesen als bei mir.</quote>
                            <quote>Er gab Reschke einen Stoß [81.5] Prospekte - »Chatterjees
                                Sightseeing-Tours«  - mit auf die Reise:</quote>
                            <quote>Weil sich in Alexandras windschiefem Büchergestell zwischen der
                                nautischen Fachliteratur, oder belastet von einem Stoß Krimis
                                [180.31], gewiß ein Atlas fand, sehe ich die beiden über den
                                italienischen Stiefel gebeugt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>


                <entry xml:id="strafe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strafe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., womit jmd. bestraft wird, was jmdm. zur
                                Vergeltung, zur Sühne für ein begangenes Unrecht, eine unüberlegte
                                Tat (in Form des Zwangs, etw. Unangenehmes zu tun od. zu erdulden)
                                auferlegt wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>So, in Filzstiefeln, die sie gelegentlich auszog, unterm Topfhut,
                                den sie nie abnahm, vollstreckte sie ihren Rücktritt wie eine Strafe
                                [229.18].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strahlenkranz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strahlenkranz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">den Kopf umgebende hell leuchtende Streifen,
                                Heiligenschein</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Strahl 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Gleichgestimmt rufen dort die Schwarze Madonna von Wilna in ihrem
                                Strahlenkranz [260.6] und Calcuttas Muttergottheit, mit roter Zunge
                                die Schwarze Kali, zur Andacht.</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">den Mund umgebende Lachfalten, die einem
                                Strahlenkranz ähneln und hervortreten, wenn eine Person froh ist und
                                lacht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Schon begann er, ihre Lachfalten zu zählen: »Dieser
                                Strahlenkranz [40.23]!«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Strände</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">flacher, sandiger od. kiesiger Rand eines
                                Gewässers, bes. des Meeres (der je nach Wasserstand von Wasser
                                bedeckt sein kann)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Danach befindet sich das Paar übergangslos am Strand
                                [265.19].</quote>
                            <quote>Reschke beschreibt die Ostsee als trüb, grau, unbewegt, sagt
                                nichts übers Wetter, erwähnt nur kurz das seit Jahren über alle
                                Strände [265.24] der Bucht verhängte Badeverbot […]</quote>
                            <quote>Habe nachmittags, während wir den verdreckten Strand [267.5]
                                entlangliefen, Alexandra einen Heiratsantrag gemacht
                                […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stranddüne">Stranddüne</ref>; <ref target="#strandkiefernwald">Strandkiefernwald</ref></xr></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stranddüne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stranddüne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#strand">Strand</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg6#düne">Düne</ref></def><cit>
                            <quote>In andere Richtung verlief die Straße zu den Stranddünen [240.19]
                                hin.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strandkiefernwald">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strandkiefernwald</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -wälder</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#wald">Wald</ref> am <ref target="#strand">Strand</ref> aus Kiefern,
                                auf sandigem Boden wachsenden, harzreichen Nadelbäumen mit langen,
                                kantigen, in Bündeln wachsenden Nadeln u. kugeligen bis
                                walzenförmigen, meist hängenden Zapfen</hi> [° D ²Kiefer
                            1]</def><cit>
                            <quote>Diese Strandkiefernwälder [56.26]!</quote>
                            <quote>Ostseelage, Strandkiefernwälder [176.27] und kaschubische Seeufer
                                seien erwünscht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strandwald">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strandwald</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -wälder</form></form>
                    <sense><def>/kurz für <ref target="#strandkiefernwald">Strandkiefernwald</ref>/</def><cit>
                            <quote>Im Laubtunnel der Chausseebäume an Strandwäldern [159.4]
                                entlang.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßbesatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßbesatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verzierung aus bleihaltigem Glas mit starker
                                Lichtbrechung, als Nachbildung von Edelsteinen</hi> [° D Strass
                            a]</def><cit>
                            <quote>Ihre Brillenfassung - »Hab' mir schönes Geschenk gemacht in
                                Antwerpen«  - soll dank Straßbesatz [35.2] auffällig
                                wirken.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straße</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bes. in Städten, Ortschaften gewöhnlich aus
                                Fahrbahn u. zwei Gehsteigen bestehender) befestigter Verkehrsweg für
                                Fahrzeuge u. (bes. in Städten, Ortschaften) Fußgänger</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur im Krieg war schrecklich in Wilno. Seh' ich noch Tote auf
                                Straße [27.14] liegen.</quote>
                            <quote>In andere Richtung verlief die Straße [240.19] zu den Stranddünen
                                hin.</quote>
                            <quote>[…] wenn Alexandra und ich bedenken, wie viele Straßen
                                [272.12], Plätze, Städte, Stadien und Werftanlagen im Verlauf
                                unseres Lebens ihre Namen haben ablegen, ändern, erneuern müssen
                                […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgf#hauptstraße">Hauptstraße</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgk#landstraße">Landstraße</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#nebenstraße">Nebenstraße</ref>;
                                <ref target="#schnellstraße">Schnellstraße</ref>; <ref target="#straßenbeleuchtung">Straßenbeleuchtung</ref>;
                                <ref target="#straßenbild">Straßenbild</ref>; <ref target="#straßencafé">Straßencafé</ref>;
                                <ref target="#straßenende">Straßenende</ref>; <ref target="#straßenrand">Straßenrand</ref>;
                                <ref target="#straßenschild">Straßenschild</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="straßenbahn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenbahn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schienengebundenes, mit elektrischer Energie
                                betriebenes Verkehrsmittel für den Stadtverkehr</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie nahmen die Straßenbahn [30.6] und fuhren am Hauptbahnhof
                                vorbei bis zum Hohen Tor, das Brama Wyżynna heißt.</quote>
                            <quote>Alles, was Wróbel wichtig war, sogar die Linienführung der
                                Straßenbahnen [147.17] und wer in welcher Kirche kurz oder lang
                                gepredigt hatte, konnte die Brakup auf Befragen hersagen.</quote>
                            <quote>Weil Wróbel neuerdings an Benzin sparte […], nahmen sie an
                                der Haltestelle Brama Wyżynna die Straßenbahn [240.6] nach Nowy
                                Port, um in Brzeźno auszusteigen.</quote>
                            <quote>Gleich nachdem Wróbel die Nachricht vom Ableben der Alten in die
                                Küche und Werkstatt gebracht hatte, waren sie, wie bei allen
                                Besuchen zuvor, mit der Straßenbahn [264.19] nach Brzeźno gefahren
                                […]</quote>
                            <quote>Doch zwingen weder die Straßenbahn [264.22] noch der
                                Abschiedsbesuch bei der aufgebahrten alten Frau zum
                                Zeitsprung;</quote>
                            <quote>Wie berichtet, fuhr das Paar zu Krankenbesuchen mit der
                                Straßenbahn [284.20].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#straßenbahnhaltestelle">Straßenbahnhaltestelle</ref>;
                        <ref target="#straßenbahnlinie">Straßenbahnlinie</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="straßenbahnhaltestelle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenbahnhaltestelle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#straßenbahn">Straßenbahn</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#haltestelle">Haltestelle</ref></def><cit>
                            <quote>Die Witwe führte ihn aus der Stadt hinaus zur
                                Straßenbahnhaltestelle [21.1] Olivaer Tor […]</quote>
                            <quote>[…] denn die Brakup wußte, wer in den restlichen
                                Fischerkaten und hinter den bröckelnden Fassaden der Bürgerhäuser
                                nahe der Straßenbahnhaltestelle [221.26] gewohnt [hatte]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenbahnlinie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenbahnlinie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von der <ref target="#straßenbahn">Straßenbahn</ref> regelmäßig
                                befahrene, beflogene Verkehrsstrecke zwischen bestimmten Orten,
                                Punkten</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Linie 6a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als rechts und links von ihrer Kate sowie beiderseits
                                der Straßenbahnlinie [217.22] nach Nowy Port kastenförmige Neubauten
                                hochgezogen wurden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenbeleuchtung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenbeleuchtung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit von Lampen o.Ä. , die die
                                    <ref target="textgrid:24cgx#straße">Straßen</ref> bei Dunkelheit beleuchten, hell machen</hi>
                            [°]</def><cit>
                            <quote>[…] nachdem er das vielbeklagte Schieberunwesen, die vorm
                                Hotel bettelnden Kinder, den Zustand der Bürgersteige, die
                                lückenhafte Straßenbeleuchtung [52.21] […] beklagt
                                [hatte]</quote>
                            <quote>Doch als sie ihn zum nahen Hotel begleitet hatte und dann allein,
                                bei schlechter Straßenbeleuchtung [76.7] allein den Weg zur
                                Hundegasse nehmen wollte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenbild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenbild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#bild.3">Bild (3)</ref>;, das die <ref target="#straße">Straße</ref>
                                bietet, wie es sich in gewohnter, charakteristischer Weise
                                darstellt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach langer Reihung der dem Straßenbild [52.15] »                                einverleibten polnischen Armut«  […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßencafé">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßencafé</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Kaffeehaus an einer <ref target="#straße">Straße</ref>, in einer
                                Fußgängerzone, bei dem der Gast auch draußen sitzen kann</hi> [° D;
                            D Café]</def><cit>
                            <quote>Danach saßen sie in einem Straßencafé [297.1] und haben an
                                niemanden Postkarten geschrieben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#straße">Straße</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg7#ende.1c">Ende (1c)</ref></def><cit>
                            <quote>Die rechte Seite begrenzten verschachtelt stehende Neubaukästen,
                                die auch das Straßenende [240.17] sperrten: eine Sackgasse.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenrand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenrand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#straße">Straße</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rand.1a">Rand (1a)</ref></def><cit>
                            <quote>Niemand weiß, wo sie liegen. Verscharrt am Straßenrand
                                [37.25].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="straßenschild">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Straßenschild</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[an Straßenecken angebrachtes]
                                    <ref target="textgrid:24cgx#schild-2">²Schild</ref> mit dem Namen der
                                <ref target="#straße">Straße</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Bei dem ging es um erklärende Schilder an historischen Gebäuden
                                und um Straßenschilder [243.31] in der Alt- und Rechtstadt.</quote>
                            <quote>Beantragt wurde, Straßen- [244.6] und Denkmalschilder nun auch
                                mit überlieferten deutschen Namen und Erklärungen zu beschriften
                                […]</quote>
                            <quote>Ganz in meinem Sinn setzten sie viersprachige Straßenschilder
                                [250.3] durch, wollten allerdings Russisch durch Schwedisch ersetzt
                                sehen.</quote>
                            <quote>Dann kamen Muster viersprachiger Straßenschilder [271.5] und
                                Schilder für Baudenkmäler zur Ansicht.</quote>
                            <quote>Überall hingen mehrsprachige Straßenschilder [292.9].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strategie">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strategie</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">genauer Plan des eigenen Vorgehens, der dazu
                                dient, ein militärisches, politisches, psychologisches o. ä. Ziel zu
                                erreichen, u. in dem man diejenigen Faktoren, die in die eigene
                                Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren
                                versucht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Kaum hatte Timmstedt seine Pläne offengelegt und mit dem Willen
                                zu »flächendeckender Strategie [250.26]«  ein Stichwort
                                geliefert, bat Alexandra ihren Alexander, mit ihr vorzeitig zu
                                gehen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>


                <entry xml:id="strauch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strauch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Sträucher</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Pflanze mit mehreren an der Wurzel beginnenden,
                                holzigen Zweigen; Busch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] bei dachlosem Zustand Bäume und Sträucher [9.25] trieb
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="strauß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strauß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zusammengebundene od. -gestellte abgeschnittene
                                od. gepflückte Blumen, Zweige o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹Strauß]</ref></def><cit>
                            <quote>Weder der Witwe noch dem Witwer reichte es zum Strauß
                                [9.7].</quote>
                            <quote>Der Witwer wollte nicht nur seine, er wollte auch ihre Astern,
                                den nun einzigen Strauß [10.31], bezahlen und zog Scheine aus der
                                Brieftasche, […]</quote>
                            <quote>Nun ist schöner Strauß [11.7] doch noch geworden […]</quote>
                            <quote>Dann habe sie einen Asternstiel aus dem Strauß [20.7] gerupft,
                                […]</quote>
                            <quote>Frau Piątkowska wird inzwischen den Strauß [23.10] Astern am
                                Grab ihrer Eltern in eine Vase gestellt haben.</quote>
                            <quote>Nur Jerzy Wróbel trug seine Wißbegier der alten Frau unbekümmert
                                und manchmal mit einem Strauß [221.16] Blumen wie ein Liebhaber
                                an.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cg3#asternstrauß">Asternstrauß</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="strecke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strecke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stück, Abschnitt eines [zurückzulegenden] Weges
                                von bestimmter od. unbestimmter Entfernung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie hätten diese Strecke [59.29] oft per Fahrrad
                                genommen.</quote>
                            <quote>Sie hatten die Reise über Slowenien, Triest geplant, fuhren aber,
                                von neuesten Meldungen gewarnt, auf alteingefahrener Strecke [295.7]
                                über den Brenner den Stiefel runter nach Rom.</quote>
                            <quote>Auf einer kurvenreichen Strecke [299.7] muß es sie - doch wer ist
                                Es? - aus der Kurve getragen haben.</quote>
                        </cit><re><form> *auf der Strecke bleiben </form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">nicht mehr weiterkönnen, aufgeben müssen,
                                        scheitern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Da blieben viele auf der Strecke [37.23], Tote
                                        ungezählt.</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="streik">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streik</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gemeinsame, meist gewerkschaftlich organisierte
                                Arbeitsniederlegung von Arbeitnehmern zur Durchsetzung bestimmter
                                wirtschaftlicher, sozialer, die Arbeit betreffender Forderungen;
                                Ausstand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>War mal gut für Streik [171.24] von Arbeiter.</quote>
                            <quote>Alexandra sagte: »Hier haben sie auf Dezember '70, als
                                Streik [224.30] war, Arbeiter eingesperrt.«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="streit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[10*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">heftiges Sich-auseinander-Setzen, Zanken [mit
                                einem persönlichen Gegner] in oft erregten Erörterungen, hitzigen
                                Wortwechseln, oft auch in Handgreiflichkeiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ein kleiner Streit [13.11], dieses Hin und Her, […] hielt
                                das Paar an Ort und Stelle, als hätten beide ihren Treffpunkt nicht
                                aufgeben, noch nicht aufgeben wollen.</quote>
                            <quote>Übrigens hätte es wegen Chodowiecki beinahe Streit [75.11]
                                gegeben.</quote>
                            <quote>[…] Du erinnerst Dich an den kleinen Streit [100.29]
                                […]</quote>
                            <quote>Der kurze Streit [121.22] zwischen Alexander und Alexandra hat
                                sich übrigens nicht am Rikschafahren an sich entzündet.</quote>
                            <quote>Die Piątkowska soll über diesen Streit [151.25] hinweg
                                gelacht haben:</quote>
                            <quote>Doch auch ohne Blick über die Grenzen sah es nicht gut aus: der
                                Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft stand Streit [152.11]
                                bevor.</quote>
                            <quote>Der Friedhof florierte, als ihm der Streit [154.2] um den Zaun
                                widerfuhr;</quote>
                            <quote>Dennoch kam Streit [193.17] auf.</quote>
                            <quote>Marczak beteuerte, es seien, außer Gdańsk, Kraków und Poznań
                                erwogen worden, doch habe nach heftigem Streit [269.8] die
                                Hauptstadt den Zuschlag bekommen.</quote>
                            <quote>Von fern kamen Stimmen über den See, rauh, wie im Streit
                                [277.17], dann wieder Stille.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#streitgeröll">Streitgeröll</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="streitgeröll">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streitgeröll</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sich bei einem <ref target="#streit">Streit</ref> anhäufende harte,
                                zornige Worte [mir denen etw. zerredet wird]</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und wahrscheinlich wäre das […] Unternehmen als nicht
                                mehrheitsfähig zerredet, unter Streitgeröll [194.23] begraben
                                worden, wenn in Reschke nicht der Professor die Oberhand gewonnen
                                hätte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="streß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erhöhte Beanspruchung, Belastung physischer od.
                                psychischer Art</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Stress 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Überall Stau, Streß [81.7], Lärm! Da hilft nur</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="streudöschen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streudöschen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kleines, geschlossenes Gefäß, dessen Deckel od.
                                obere Fläche mit Löchern zum Ausstreuen eines pulvrigen od.
                                feinkörnigen Inhalts versehen ist</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Streubüchse]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] dazu Butter und Brot, das Streudöschen [143.5] Salz
                                nicht vergessen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="streuselkuchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Streuselkuchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit aus Butter, Zucker u. etwas Mehl zubereiteten
                                Bröckchen bedecktes Hefegebäck aus Mehl, Fett, Zucker, Eiern u.
                                anderen Zutaten</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Steusel; D Kuchen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] damit sich unsere Kolonne […] zum Schlußfest in der
                                Gutsscheune Kelpin ein paar Extras leisten konnte: Streuselkuchen
                                [170.6], Lutscher und Malzbier.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit einem Schreibgerät o. Ä. gezogene, meist
                                gerade verlaufende, nicht allzu lange Linie</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                            <ref target="#strichmännchen">Strichmännchen</ref></xr><re><form> *unterm Strich <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            </form><sense><def><hi rend="italic">als Ergebnis [nach Berücksichtigung
                                        aller positiven u. negativen Punkte, aller Vor- u.
                                        Nachteile]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a*]</ref></def><cit>
                                    <quote>Am Aufsichtsrat vorbei, hat er Gespür bewiesen, Konten
                                        gesplittet, hier rechtzeitig abgestoßen, dort Gewinn gemacht
                                        und unterm Strich [170.12] Grundlagen für Investitionen
                                        geschaffen […]</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strichmännchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strichmännchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit einfachen <ref target="textgrid:24cgx#strich">Strichen</ref> schematisch
                                dargestellte kleine Figur eines Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Weiß wirklich nicht, wer wo und ab wann neben mir Strichmännchen
                                [15.15] gekritzelt hat.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="strohhut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Strohhut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#hut.1">Hut (1)</ref>; aus einem Geflecht trockener
                                Halme [von ausgedroschenem Getreide]</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Stroh]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] er im seesandfarbenen Leinenanzug unter einem Strohhut
                                [290.10] mit schmaler Krempe;</quote>
                            <quote>[…] er unterm schmalkrempigen Strohhut [292.4], sie
                                verschattet von verschwenderisch ausladender Krempe, sehen die
                                beiden aus, als seien sie schon unterwegs und weit weg.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stube">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stube</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">landsch., sonst veraltend</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zimmer, Wohnraum</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Auch in Gdańsk und Bochum sahen Alexander und Alexandra, was
                                ihnen das Fernsehen in die Stube [90.21] brachte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stuck">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stuck</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verzierung aus Stuck, einem Gemisch aus Gips,
                                Kalk, Sand u. Wasser</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] so mürbe bröckelt von den Gesimsen der Stuck
                                [30.17].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#stuckmarmor">Stuckmarmor</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stück">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stück</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="stück.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic"> bestimmte Menge eines Stoffes, Materials o.Ä.,
                                    die [in handelsüblicher Form, Abmessung] ein in sich begrenztes
                                    Ganzes bildet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Ein Glas eingeweckte rote Bete, gereiht auf langer, zur Kette
                                    geknüpfter Schnur: getrocknete Steinpilze, und ein walnußgroßes
                                    Stück [78.1] Bernstein - »Mit Mücke drin!«  -
                                    füllten das Einkaufsnetz.</quote>
                                <quote>Wer mochte da abschalten und hier ein Foto betrachten, das
                                    Pilze zeigt, dort ein walnußgroßes Stück [90.23] Bernstein gegen
                                    Licht halten?</quote>
                                <quote>Er will wie die Mücke im walnußgroßen Stück [116.10]
                                    Bernstein sein:</quote>
                            </cit><re><form> ein Stück Land</form><sense><def><hi rend="italic">eine
                                            begrenzte Fläche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Unsere Idee weist nach vorne, selbst dann, wenn sie
                                            den Toten ein nur knapp bemessenes Stück [148.10]
                                            Heimaterde verspricht.</quote>
                                    </cit><xr>
                                        <ref target="#stückchen">Stückchen</ref></xr></sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="stück.2"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><sense n="a)" xml:id="stück.2a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 2. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">[in seiner Besonderheit
                                        auffallendes] Exemplar von etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Möbel der sechziger Jahre, einige Stücke [35.11]
                                        rustikal.</quote>
                                    <quote>Kleidet ihn saisonbedingt eine Neuanschaffung, oder hat
                                        Alexandra ein eingemottetes Stück [188.10] aus vergangenen
                                        Ehejahren gefunden?</quote>
                                    <quote>Erstaunlich, wie das heruntergekommene Stück [254.26]
                                        unter Alexandras Händen gewonnen hat.</quote>
                                </cit></sense><sense n="b)" xml:id="stück.2b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">einzelner Gegenstand,
                                        einzelnes Tier, einzelne Pflanze o.Ä. aus einer größeren
                                        Menge von Gleichartigem, aus einer Gattung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Da Alexandra ›Kirchen höchstens drei Stück [297.5]
                                        pro Tag‹  sehen will […]bleibt viel Muße zum
                                        Bummeln und für ihren geliebten Espresso.</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="3." xml:id="stück.3"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><sense n="a)" xml:id="stück.3a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 3. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">abgetrennter od.
                                        abzutrennender Teil eines Ganzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Nun verkaufen sie uns, Stück [236.15] nach Stück
                                        [236.16].</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cg8#stickchen">Stickchen [ Brakup Missingsch]</ref></xr></sense><sense n="b)" xml:id="stück.3b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">einzelner, eine Einheit
                                        bildender Teil eines Ganzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Dort fanden wir wahre Raritäten, die uns Jerzy mit
                                        verschämtem Finderstolz wie Stücke [174.22] aus grauer
                                        Vorzeit bloßlegte.</quote>
                                </cit></sense></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stückchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stückchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def> /Vkl. zu <ref target="textgrid:24cgx#stück.1">Stück (1)</ref>;/</def><cit>
                            <quote>Nur um dieses Stückchen [113.1] bemessene Heimaterde geht
                                es.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stuckmarmor">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stuckmarmor</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eingefärbte <ref target="#stuck">Stuck</ref>masse, die besonders
                                im Barock und Rokoko verwendet wurde, um <ref target="textgrid:24cgn#marmor">Marmor</ref>
                                nachzuahmen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW170" type="source">[WWW170]</ref></def><cit>
                            <quote>Nicht nur Barockengel, auch Polimentvergoldung auf Stuckmarmor
                                [27.30].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stückwerk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stückwerk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist in der Verbindung: Stückwerk sein</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">recht unvollkommen u. daher unbefriedigend
                                sein</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>... die, unvollendet, bloßes Stückwerk [144.7] ist...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="student">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Student</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der eine Hochschule besucht und sich Wissen
                                auf einem bestimmten Fachgebiet aneignet</hi> [° Da; D studieren
                            1a,b]</def><cit>
                            <quote>[…] wo als Neubau mit Flachdach das Spezialkrankenhaus für
                                Studenten [67.13] über eingeebnetem Gräberfeld […] erbaut
                                worden war.</quote>
                            <quote>Hier und da Zeitungsleser, dort ein Paar und dort ein
                                vereinzelter Student [67.27], der, behauptet Reschke, halblaut
                                Gedichte, französische, gelesen habe.</quote>
                            <quote>Während die Piątkowska zum Stillstand gebrachte Zeit
                                vergoldete, dachte Reschke sich als Professor Übungen für seine
                                Studenten [100.11] aus.</quote>
                            <quote>Diese Originalzeichnungen begeistern meine Studenten
                                [101.4].</quote>
                            <quote>Kein Wunder, daß zwei Studentinnen und bald danach ein Student
                                [101.9] begonnen haben, Einkaufsnetze in Zackenmuster zu
                                häkeln.</quote>
                            <quote>Bei seinen Studenten [104.9] beliebt […]</quote>
                            <quote>Reschke hatte anhand von Statistiken nachgewiesen, wie viele
                                Studenten [106.18] die Universität unvorbereitet auf das spätere
                                Berufsleben verlassen.</quote>
                            <quote>Alexandras […] Thesen zur Notwendigkeit des Wiederaufbaus
                                kriegszerstörter Altstädte fanden bei meinen Studenten [114.16]
                                Anklang.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#studentin">Studentin</ref>; <ref target="#studentenjahrgang">Studentenjahrgang</ref>;
                                <ref target="#studentenklinik">Studentenklinik</ref>; <ref target="#studentenmund">Studentenmund</ref>;
                                <ref target="#studentenzeitung">Studentenzeitung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="studentin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studentin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def>/w. Form zu <ref target="#student">Student</ref>/</def><cit>
                            <quote>Kein Wunder, daß zwei Studentinnen [101.8] und bald danach ein
                                Student begonnen haben, Einkaufsnetze in Zackenmuster zu
                                häkeln.</quote>
                            <quote>Eine Studentin [104.24], die am Seminar zum Thema Körbe,
                                Einkaufsnetze, Plastiktüten teilgenommen hatte, sagte mir:</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgn#medizinstudentin">Medizinstudentin</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="studentenjahrgang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studentenjahrgang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gänge</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#student">Student</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgh#jahrgang.b">Jahrgang (b)</ref></def><cit>
                            <quote>Im Verlauf der achtziger Jahre widerfuhr ihm durch immer neue
                                Studentenjahrgänge [103.30] eine Bereicherung seiner Positionen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studentenklinik">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studentenklinik</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -en</form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#student">Student</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#klinik">Klinik</ref></def><cit>
                            <quote>Der gesamte Grund und Boden […] wurde, ausgenommen das Areal
                                der Studentenklinik [118.6], auf 60 Jahre von der nunmehr kurzgefaßt
                                deutsch-polnisch genannten Friedhofsgesellschaft unter Pachtvertrag
                                genommen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studentenmund">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studentenmund</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">verbreitete Äußerung, mündlich Überliefertes im
                                Kreis der <ref target="textgrid:24cgx#student">Studenten</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Was er nicht wußte: Professor Dr. Alexander Reschke hing, aus
                                Studentenmund [105.6], ein Spitzname an, die Unke.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studentenzeitung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studentenzeitung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <def n="compound"><ref target="#student">Student</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch4#zeitung">Zeitung</ref></def><cit>
                            <quote>Als der Chefredakteur einer Studentenzeitung [120.1] die immer
                                noch nicht ausgesprochene Anerkennung der polnischen Westgrenze
                                anmahnte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studienaufenthalt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studienaufenthalt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">längerer <ref target="textgrid:24cg3#aufenthalt.a">Aufenthalt (a)</ref>; an einem Ort,
                                bes. im Ausland, um dort eine Hochschule zu besuchen</hi> [° D; D
                            studieren 1a]</def><cit>
                            <quote>[…] gleich anderen Professoren haben auch ihm Gastdozenturen
                                in Übersee sowie längere Studienaufenthalte [104.6] in London und
                                Uppsala jenes Maß an Weltläufigkeit vermittelt […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studiengang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studiengang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gänge</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[vorgeschriebene] Abfolge von Vorlesungen,
                                Seminaren, Übungen, Praktika im Verlauf eines <ref target="textgrid:24cgx#studium.1">Studiums
                                    (1)</ref>; bis zum Examen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dabei ging es um praxisbezogene Studiengänge [106.17] für
                                Kunsthistoriker.</quote>
                            <quote>Also sah sein Studiengang [106.27] Kurse für die Bereiche
                                Erwachsenenbildung, Massentourismus, Freizeitgestaltung und
                                Seniorenbetreuung vor.</quote>
                            <quote>Seine praxisbezogenen Studiengänge [107.5] wurden beispielhaft
                                genannt.</quote>
                            <quote>An anderen Universitäten wurde sein »praxisbezogener
                                Studiengang [107.15] für Kunsthistoriker«  kopiert. </quote>
                            <quote>Reschke hat sie in die Universität mitgenommen und dort mit
                                Kollegen und seinen praxisbezogenen Studiengängen [114.12]
                                bekanntgemacht.</quote>
                            <quote>Kaum in Bochum zurück, übergab er die laufenden Seminare und den
                                praxisbezogenen Studiengang [131.20] für Kunsthistoriker seinen
                                Assistenten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studienjahr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studienjahr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitraum von einem <ref target="textgrid:24cgh#jahr.1">Jahr (1)</ref>; während
                                eines <ref target="textgrid:24cgx#studium.1">Studiums (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir, dem das Postulat der Vergänglichkeit seit frühen
                                Studienjahren [62.15] vertraut ist, wollte diese Vorspiegelung nicht
                                einleuchten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="studienrat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studienrat</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -räte</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">beamteter Lehrer an einer höheren Schule</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] mit gemildert sich breitmachendem Gemaule sogar
                                Studienräte [128.23], Post- und Polizeibeamte […]</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgq#oberstudienrat">Oberstudienrat</ref>; <ref target="#studienrätin">Studienrätin</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="studienrätin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studienrätin</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def>/w. Form zu <ref target="#studienrat">Studienrat</ref>/</def><cit>
                            <quote>Und Margaretha, Studienrätin [186.21] aus Passion, wurde
                                abschließend, bei schon offener Wohnungstür vulgär:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="studium">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Studium</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Studien</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="studium.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><form type="inflected">o. Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">das Studieren; akademische Ausbildung an einer
                                    Hochschule</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Das alles nivelliere das Studium [107.12].</quote>
                            </cit><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgr#philosophiestudium">Philosophiestudium</ref>; <ref target="#studiengang">Studiengang</ref>;
                                    <ref target="#studienjahr">Studienjahr</ref>; <ref target="textgrid:24ch4#zweitstudium">Zweitstudium</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="studium.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">eingehende
                                    [wissenschaftliche] Beschäftigung mit etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und erwähnte das Warburgsche Institut als Quelle
                                    seiner Londoner Studien [46.31].</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stufe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stufe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einzelne Trittfläche einer Treppe bzw.
                                Treppenleiter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und schlurfte neben ihr, während sie stöckelte, bis vor
                                die Stufen [76.10] des ihrer Haustür vorgelagerten Beischlags
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="stufung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stufung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Stufen [D1]; Staffelung nach dem Grad, dem Wert, der Bedeutung
                                o.Ä. </hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D stufen 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Ausführlich finden in ihr Begräbnisbräuche und deren soziale
                                Stufungen [103.16] Raum:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stuhl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stuhl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Stühle</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit vier Beinen, einer Rückenlehne u. gelegentlich
                                Armlehnen versehenes Sitzmöbel für eine Person</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Stichwörtern lese ich ab, daß in Erna Brakups Kate Wohn- und
                                Schlafzimmer sowie die Veranda überfüllt gewesen sind, kein
                                Durchkommen, zu wenige Stühle [265.1].</quote>
                            <quote>Die üppig geschnitzten Lehnen der feierlich schwarzbraun
                                polierten Stühle [274.16] täuschen, so unbequem hartkantig sie sein
                                mögen, dennoch barocken Rückhalt vor:</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg7#eichenstuhl">Eichenstuhl</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#klappstuhl">Klappstuhl</ref>; <ref target="textgrid:24cgk#lehnstuhl">Lehnstuhl</ref>;
                                <ref target="#stuhllehne">Stuhllehne</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stühlerücken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stühlerücken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ein Wechsel in den Positionen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nach dem abermaligen Stühlerücken [248.28] baten sie
                                Vielbrand, den löchrig gewordenen Aufsichtsrat bis zur
                                Vollzähligkeit zu ergänzen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stuhllehne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stuhllehne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#stuhl">Stuhl</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgk#lehne">Lehne</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] während die Ehrenvorsitzenden, selbst hinter hohen
                                Stuhllehnen [274.11] fotografiert und mehr erahnt als gesehen,
                                gepaart wirken, wenngleich sie noch nicht verheiratet sind.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stuka">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stuka</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -s</form> /kurz für Sturzkampfflugzeug/</form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[während des 2. Weltkriegs eingesetztes] Flugzeug
                                der deutschen Luftwaffe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW171" type="source">[WWW171]</ref></def><cit>
                            <quote>Keine Panzer, keine Stukas [246.12] sind diesmal im
                                Einsatz.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stumpfsinn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stumpfsinn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Teilnahmslosigkeit, Dumpfheit u. geistige
                                Trägheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke ärgerte sich zum wiederholten Mal über die »aus
                                lokalpatriotischem Stumpfsinn [61.26]«  im Jahr 1873
                                zusätzlich gemeißelte Inschrift:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stündchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stündchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">fam.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ungefähr eine <ref target="textgrid:24cgx#stunde">Stunde (die sich jmd. Zeit
                                    nimmt für etw., jmdn.)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst am Nachmittag fanden wir Zeit für Alexandras Elterngrab, ein
                                Stündchen [174.16] nur, kurz vorm Eindunkeln.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stunde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stunde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitraum von sechzig Minuten; der
                                vierundzwanzigste Teil eines Tages</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Es mag an diesem Tag, zu dieser Stunde [7.18] - Schlag zehn Uhr -
                                Fügung gewesen sein, die uns zusammenführte...</quote>
                            <quote>Die Tatsache, daß am gleichen Tag, ja, zur Stunde [135.13] der
                                Einsegnung des Versöhnungsfriedhofes […] die völkerrechtlich
                                wirksame Anerkennung der polnischen Westgrenze ausgesprochen wurde
                                […]</quote>
                            <quote>Mein ehemaliger Mitschüler hat dieses Geheimtreffen seinem
                                Tagebuch anvertraut; von mir gerafft, wird es knapp eine halbe
                                Stunde [199.30] gedauert haben:</quote>
                            <quote>Darüber das Glockenspiel vom Rathausturm, Schlag volle Stunde
                                [253.14]:</quote>
                            <quote>Da sich viele erleichterten, dauerte die Messe längerals eine
                                Stunde [256.21].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#stündchen">Stündchen</ref>; <ref target="#stundenziffer">Stundenziffer</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stundenziffer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stundenziffer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#ziffer">Ziffer</ref> an einer Uhr, die für eine
                                    <ref target="#stunde">Stunde</ref> steht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] die zwölf goldenen Stundenziffern [100.1] auf dem
                                Außenring der Uhr und die wenigen Goldspuren der im inneren Zirkel
                                gereihten Tierkreiszeichen standen ihr noch bevor.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sturm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sturm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Stürme</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sehr heftiger, starker Wind</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Schon am 25. Januar hat der erste Sturm [101.27], von England
                                über Belgien und Nordfrankreich kommend, beträchtliche Schäden
                                angerichtet.</quote>
                            <quote>Dabei ist zwischen den Stürmen [102.4] das Wetter mild, zu mild
                                für den Februar.</quote>
                            <quote>[…] es bleibt bei meinem Verdacht, daß dieser, schon ab
                                Februar mit orkanartigen Stürmen [124.21] zu früh ausgerufene
                                Frühling alle Welt trügt.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#sturmflut">Sturmflut</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sturmflut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sturmflut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(oft schwere Schäden verursachendes) durch
                                auflandigen <ref target="#sturm">Sturm</ref> bewirktes, außergewöhnlich hohes
                                Ansteigen des Wassers an Meeresküsten u. in Flussmündungen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Er sah in Hausschuhen zu, sie mit Zigarettenspitze, als
                                zeitweilig Sturmfluten [261.3], Brandfackeln und Kurden als
                                Flüchtlinge für Meldungen gut waren […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="stützbalken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Stützbalken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vierkantiges, massives, langes Stück Bauholz, das
                                etw. abstützt und so vor dem Einstürzen bewahrt</hi> [° D Balken
                            1]</def><cit>
                            <quote>Dort liegen im dämmrig gebrochenen Licht unter Baugerüsten und
                                Stützbalken [195.18], zwischen geborstenen Grabplatten und gotischem
                                Gewölbeschutt die Zeugnisse unserer Vergänglichkeit:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="subkontinent">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Subkontinent</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Geogr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größerer Teil eines Erdteils, der aufgrund seiner
                                Größe u. Gestalt eine gewisse Eigenständigkeit hat</hi> [° D; D
                            Kontinent]</def><cit>
                            <quote>[…] als dem indischen Subkontinent [49.26] Teilung widerfuhr
                                […]</quote>
                            <quote>Soweit er den indischen Subkontinent [51.21] anführte, war ihm
                                nicht zu widersprechen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="suche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Suche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bemühung jmdn., etw. Verlorenes, Verstecktes zu
                                finden</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D suchen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch war Alexander Reschke auf Suche [22.27].</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#spurensuche">Spurensuche</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="süden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Süden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist o. Art.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">dem Norden entgegengesetzte Himmelsrichtung, in
                                der die Sonne am Mittag ihren höchsten Stand erreicht</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Das Zimmer des Sohnes, nun Arbeitszimmer der Piątkowska,
                                öffnete nach Süden [32.12] hin Aussicht über die
                                Schnellstraße.</quote>
                            <quote>Auch das gleichfalls nach Süden [32.15] gelegene Schlafzimmer
                                zeigte die Witwe dem Witwer mitsamt angrenzendem Bad.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="summe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Summe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Geldbetrag in bestimmter Höhe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Allerdings müsse ein Drittel der Summe [94.1] für den Friedhof in
                                Wilna abgezweigt und auf einem Sperrkonto verwahrt werden
                                […]</quote>
                            <quote>Im Tagebuch wird keine Summe [163.25] genannt.</quote>
                            <quote>Summen [194.9] in harter Währung mit dennoch vielen Nullen wurden
                                genannt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sünde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sünde</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Übertretung eines göttlichen Gebots</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><xr>
                            <ref target="#sündenfall">Sündenfall</ref>; <ref target="#sünder">Sünder</ref></xr>
                        <re><form>[teuer] wie die Sünde </form><sense><def><hi rend="italic">sehr
                                        [teuer]</hi> [°]</def><cit>
                                    <quote>Ist teuer wie Sünde [73.17] und schmeckt nach
                                        nichts!</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sündenfall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sündenfall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Sündigwerden des Menschen, sein Abfall von
                                Gott durch die <ref target="#sünde">Sünde</ref> Adams u. Evas</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach Zitaten aus seiner Habilitationsschrift sollten flache,
                                bildhafte Reliefs Bibelmotive nacherzählen: den Sündenfall [150.21],
                                das Gleichnis vom verlorenen Sohn […]</quote>
                            <quote>[…] indem er jedem ökologischen Sündenfall [162.4], vom
                                brasilianischen Regenwald bis zum Braunkohleabbau in der Lausitz,
                                schlimmste Folgen voraussagt;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sünder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sünder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der eine <ref target="#sünde">Sünde</ref> begangen hat, der
                                sündigt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] stand zwischen allen, die wie sie die Beichte hinter
                                sich hatten, im Mittelgang, wartete in Demut die letzten Sünder
                                [257.1] ab […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="suppe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Suppe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">warme od. kalte flüssige Speise [mit Einlage], die
                                vor dem Hauptgericht od. als selbstständiges Gericht serviert
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Offenbar keine Spezialität, denn in Reschkes Aufzeichnungen sind
                                zwar die Suppe [76.1] aus roten Beten, die Piroggen und der Karpfen
                                in Braunbiersoße, doch nicht der Nachtisch vermerkt.</quote>
                            <quote>[…] in Polen gebe es jetzt gegen Vorlage eines »                                Kuroniówka«, benannt nach dem Sozialminister Jacek Kuroń, für
                                Notleidende einen Schlag Suppe [92.25] […]</quote>
                            <quote>Noch über der Suppe [183.22] hat er dann heftig und auf polnisch
                                seine Mutter beschimpft.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="suppenküche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Suppenküche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">öffentliche, karitative Einrichtung, die warme
                                Mahlzeiten für Bedürftige anbietet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Von Suppenküchen [232.8] für alte Menschen, die in Not waren,
                                konnte berichtet werden. </quote>
                            <quote>[…] lobten die Suppenküchen [243.14] einiger Seniorenheime
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgp#notküche">Notküche</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="süßigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Süßigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw. Süßes in Form von Schokolade, Praline, Bonbon
                                o.Ä. </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Überall stehen Süßigkeiten [185.1] rum:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="sütterlinschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Sütterlinschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">deutsche Schreib<ref target="textgrid:24cgx#schrift.1a">schrift (1a)</ref>; (die von
                                1935 bis 1941 an deutschen Schulen verwendet wurde)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ist mir in Fotokopie ein handgeschriebener Brief
                                überliefert, den die alte Frau am Tag ihres einprägsamen Rücktritts
                                leicht zittrig in jener Ableitung der Sütterlinschrift [230.5]
                                geschrieben hat […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="symbiose">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Symbiose</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">Biol.</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">das Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Art zu gegenseitigem Nutzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> <def><hi rend="italic">Symbiose unterschiedlicher Kulturen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Nichts ist wünschenswerter als die Symbiose [48.6] Kali-Maria, als der von Ihnen beschworene Doppelaltar.</quote>
                            <quote>Hochzeitlich blüht die polnisch-bengalische Symbiose [282.20].</quote>
                            <quote>Nur so ließ sich mit dem vom Unkengeläut gehobenen Wort »hochzeitlich«  die zukünftige polnisch-bengalische Symbiose [283.22] feiern;</quote></cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="symbol">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Symbol</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.- e</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Sinnbild</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                        <quote>Sogar für überlieferte Symbole [196.25] bleibe Raum, etwa für den vorhin noch erwähnten Schlüssel.</quote></cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="symptom">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Symptom</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Anzeichen einer [negativen] Entwicklung; Kennzeichen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                        <quote>Und dann beklagt er […] den Sieg des westlichen Kunststoffbeutels als ein weiteres Symptom [18.9] menschlicher Selbstaufgabe.</quote></cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="synagogengemeinde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Synagogengemeinde</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">unterste Verwaltungseinheit der jüdischen Religionsgemeinschaft</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Gemeinde 1b]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg> <def>die ab 1883 bestehende Danziger Synagogengemeinde <ref target="textgrid:24cgt#Loe" type="source">[Loe]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich weiß, daß die Danziger Synagogengemeinde [224.11] ab 1937 gezwungen war, diesen und andere Friedhöfe an den Freistaat zu verkaufen, um die Auswanderung 
                                ihrer Gemeindemitglieder nach Palästina zu finanzieren.</quote></cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="szene">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Szene</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">auffallender Vorgang, Vorfall, der sich zwischen Personen [vor andern] abspielt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                        <quote>Freigesetzte Gewalt schlug zu, Parolen aus dem Sprachschatz, Szenen [255.15] aus dem Bilderbuch deutsch-polnischer Geschichte wiederholten sich häßlich […]</quote>
                    </cit></sense>
                </entry>



            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>