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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="u">
                <head>U</head>
                <entry xml:id="überbleibsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überbleibsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[Über]rest; Relikt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und weitere Überbleibsel [175.2], die unser Freund für uns
                                aufgespart hatte: etwa jene in eine freistehende Ziegelmauer
                                eingelassene Travertinplatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überdüngung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überdüngung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Ökologie</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Belastung mit zu vielen Nährstoffen</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] die allgemein fragwürdige, durch Abwässer, Giftstoffe
                                und Überdüngung [281.28] geminderte Qualität der Erde
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übereifer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übereifer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">allzu großer falscher <ref target="textgrid:24cg7#eifer">Eifer</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Fast fürchte ich, daß Jerzy in seinem Übereifer [212.21] den
                                Umbettungen Raum schaffen wird;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übereinkunft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übereinkunft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einigung, Abmachung hinsichtlich bestimmter
                                Punkte, Bedingungen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Übereinkommen]</ref></def><cit>
                            <quote>Welch leise Übereinkunft [9.2]!</quote>
                            <quote>[…] in Warschau hatte man damals die erste deutsch-polnische
                                Übereinkunft [193.27] zu Papier gebracht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übereinstimmung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übereinstimmung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gleiche Meinung, Ansicht</hi> [° D übereinstimmen
                            1]</def><cit>
                            <quote>Konsistorialrat Karau und Hochwürden Bieroński warnten in
                                deutsch-polnischer Übereinstimmung [231.29] vor den Gefahren des
                                Zentralismus.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überfall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überfall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">plötzlicher, unvermuteter Angriff, bei dem jmd.,
                                etw. plötzlich attackiert wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D überfallen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Weit weg, doch mit Hilfe des Fernsehens nah herangebracht, löste
                                der Überfall [152.5] des Irak auf das Ölscheichtum Kuwait eine Krise
                                aus, die bald Golfkrise genannt wurde.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überfluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überfluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">übergroße, über den eigentlichen Bedarf
                                hinausgehende Menge</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Überfluss]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] jammert er über westlichen Überfluß [92.26]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überführen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überführen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ überführen</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(mithilfe eines Transportmittels) von einem Ort an
                                einen anderen bringen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ¹überführen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee flügge, nur noch um
                                Begräbnisinstitute […] und zu erwartende Schwierigkeiten beim
                                Überführen [40.26] der Särge und Urnen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überführung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überführung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Transportieren von einem Ort an einen
                                anderen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Gleichfalls - wenn es denn eines Tages soweit sein wird - an
                                Überführungen [109.7] von Gdańsk nach Wilna...</quote>
                            <quote>Die Überführung [133.8] der Leichen sollte von einem
                                Beerdigungsinstitut übernommen werden […]</quote>
                            <quote>Später kam es zu Überführungen [141.13] aus Übersee.</quote>
                            <quote>Umständlich ging es um […] die Überführung [195.1] der
                                Gebeine aus Familiengräbern in die Beinkammern der jeweiligen
                                Pfarrkirche […]</quote>
                            <quote>[…] wenn man die Überführung [228.4] aus dem Kirchenschiff
                                in die Gruft als nur kurze Störung wertet.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#überführungskosten">Überführungskosten</ref>; <ref target="#urnenüberführung">Urnenüberführung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="überführungskosten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überführungskosten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#überführung">Überführung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#kosten">Kosten</ref></def><cit>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir […] das Kalkulieren von
                                Überführungskosten [108.30] […] so viel Spaß, nein, wohl mehr
                                innere Freude bereiten könnte.</quote>
                            <quote>[…] daß die anfallenden Überführungs- [157.26] und
                                Nutzungskosten - den Rest zahlten Kranken- und Sterbekassen - nur
                                unerheblich das Kapital minderten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übergabe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übergabe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Aushändigen von etw. an einen Empfänger (der
                                damit zum Besitzer wird)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D übergeben 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Er hielt hin, sie griff zu. Eine wortlose Übergabe
                                [9.11].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übergang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übergang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="übergang.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Wechsel zu etw. anderem, Neuem, in ein anderes
                                    Stadium; die Überleitung zu einem anderen Thema</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] um dann plötzlich, ohne Übergang [282.5], auf die
                                    Tätigkeiten der Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft aus
                                    Zehnjahresdistanz zurückzublicken:</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="übergang.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Zwischenlösung</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3b]</ref></def><cit>
                                <quote>Die mochten allenfalls für den Übergang [192.15]
                                    taugen.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überlaufbecken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überlaufbecken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[aufgrund von Bevölkerungsexplosion] übervölkertes
                                Land o.Ä., dessen Bewohner versuchen in weniger besiedelte Gebiete
                                abzuwandern</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieser sich britisch gebende Bengale schilderte anschaulich das
                                Überlaufbecken [51.21] Asien.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überleben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überleben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fortbestehen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sind wir den Toten verpflichtet, will er das Überleben [164.7]
                                der Menschheit sichern.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überlegung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überlegung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Folge von Gedanken, durch die sich jmd. vor einer
                                Entscheidung o.Ä. über etw. klar zu werden versucht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>Seiner Kladde sind nur »zukunftweisende Überlegungen
                                [163.27]«  abzulesen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="übermaß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übermaß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">über das Normale hinausgehendes Maß; ungewöhnlich
                                große […] Menge, […] von etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dabei verfügt die Uni über Geräte, die Daten speichern, im
                                Übermaß [93.10]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übermut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übermut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">ausgelassene Fröhlichkeit, die sich in
                                leichtsinnigem, mutwilligem Verhalten ausdrückt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihr mädchenhafter Übermut [292.18] […] und ihr Lachen von
                                damals sind sich treu geblieben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überraschung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überraschung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">freudiges Erstaunen, Verwunderung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das war wirklich Überraschung [114.5], daß mein Aleksander hat
                                Zuhaus so ordentlich […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überrest">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überrest</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <re><form> *die sterblichen Überreste</form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh. verhüll.</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">der Leichnam</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D*]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] hörte sich die Umbettung sterblicher Überreste
                                    [207.26] praktikabel und kein bißchen mehr anstößig an.</quote>
                                <quote>[…] der Versöhnungsfriedhof allein wäre diesem Ansturm
                                    sterblicher Überreste [212.23] nicht gewachsen.</quote>
                                <quote>[…] wurden in zwei Gemeinschaftsgräbern die ersten
                                    Lieferungen sterblicher Überreste [215.4] in jeweils hundert
                                    schlicht hölzernen Kleinbehältern bestattet.</quote>
                                <quote>[…] mutmaßte Reschke, vor den sterblichen Überresten
                                    [228.8] des Bürgermeisters Daniel Gralath gestanden zu haben
                                    […]</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>

                <entry xml:id="überschneidung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überschneidung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">teilweise Deckungsgleichheit</hi> [° D
                            überschneiden 1]</def><cit>
                            <quote>Wie sie liegend zu viert ihre hohen und weiten Hüte gegeneinander
                                kehren und dabei vom Fotografen so gelegt sind, daß es kaum zu
                                Überschneidungen [12.31] kommt, bilden sie ein Stilleben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was zur Kennzeichnung des Inhalts über einem
                                Text geschrieben steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf eine der Glossen, die unter der Überschrift [140.13] »                                Deutsche Friedhofsruhe gesichert!«  stand […] hat er
                                prompt als geübter Leserbriefschreiber geantwortet […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überschwang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überschwang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Übermaß an Gefühl, Begeisterung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Der körperliche Überschwang [71.26] der Witwe mag den Witwer
                                irritiert haben […]</quote>
                            <quote>[…] wobei ich gestehen muß, daß mir der Überschwang [84.17]
                                des Professors allenfalls dort einleuchtet […]</quote>
                            <quote>[…] war ihm einerseits die Lösung der deutschen Frage durch
                                Vereinigung »rein gefühlsmäßig wünschenswert«, fürchtete er
                                andererseits nationalen Überschwang [105.15] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übersee">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übersee</hi></form> <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">in präpositionalen Fügungen wie: aus, in, […]
                            Übersee</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus, in, nach, von Gebieten, die jenseits des
                                Meeres, des Ozeans liegen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] denn gleich anderen Professoren haben auch ihm
                                Gastdozenturen in Übersee [104.5] […] jenes Maß an
                                Weltläufigkeit vermittelt, das erlaubt, zu Hause nur noch Provinz zu
                                wittern.</quote>
                            <quote>Hinzu kommt, daß, neben vielen Kleinspenden, beachtliche Beträge,
                                darunter einige aus Übersee [139.23], auf dem seit Anfang Juni
                                eröffneten Spendenkonto verbucht worden sind.</quote>
                            <quote>Später kam es zu Überführungen aus Übersee [141.13].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übersendung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übersendung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Zuschicken, Zusenden</hi> [° D
                            übersenden]</def><cit>
                            <quote>[…] weshalb sie nicht nur aus Höflichkeit die Bitte nach
                                gelegentlicher Übersendung [74.24] seiner Doktorarbeit
                                aussprach:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übersetzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übersetzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[wortgetreue] (schriftliche od. mündliche)
                                Wiedergabe in einer anderen Sprache</hi> [° D ²übersetzten
                            1]</def><cit>
                            <quote>Er rückte einen Hocker näher heran und sagte, frei nach Reschkes
                                Übersetzung [46.12]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übersteigerung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übersteigerung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">sehr starke [bildhafte] Übertreibung; weit über
                                das normale Maß hinaus gehende Darstellung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Zwar fließen ihm hymnische Übersteigerungen [84.10] aus der Feder
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überweisung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überweisung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Geldbetrag, der zulasten eines Kontos einem
                                bestimmten anderen Konto gutgerschrieben wurde</hi> [° D1b; D
                            überweisen 1]</def><cit>
                            <quote>[…] der Vizedirektor der Nationalbank bestätigte die
                                fristgerechten Überweisungen [176.16] der Pacht und der
                                Nutzungsgebühren […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="überzeugung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Überzeugung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">feste, unerschütterliche [durch Nachprüfen eines
                                Sachverhalts, durch Erfahrung gewonnene] Meinung; fester Glaube</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] so daß er den Resten linker und liberaler
                                Grundausstattung ökologische Überzeugungen [104.1] beimischen
                                konnte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übriggebliebene">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übriggebliebene</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der/die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd. [älteres], der noch am Leben ist [während
                                seine Altersgenossen bereits gestorben sind]</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Viele der Übriggebliebenen [257.20] waren gekommen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="übung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Übung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Lehrveranstaltung an der Hochschule, in der etw.,
                                bes. das Anwenden von Grundkenntnissen, von den Studierenden geübt
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] dachte Reschke sich als Professor Übungen [100.11] für
                                seine Studenten aus.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ufer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ufer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bereich, in dem der Spiegel eines Gewässers, bes.
                                eines Binnengewässers, an höher gelegenes Land grenzt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und verschwand entlang dem Ufer [50.25] der Radaune im
                                Nachtdunkel.</quote>
                            <quote>[…] ob im flachen Werder oder an den Ufern [125.25]
                                kaschubischer Seen […] allerorts lärmten Kröten
                                […]</quote>
                            <quote>[…] um Kopfweiden zu fotografieren, die am Ufer [126.26] der
                                Tiege oder längs Wassergräben in Reihe standen […]</quote>
                            <quote>Alexandra hatte zum Picknick eingekauft, das sie am Ufer [142.31]
                                eines Sees nahe Zuckau auf hübsch rotblau besticktem Tuch
                                breitete:</quote>
                            <quote>[…] nahm Rücksicht auf Baumgruppen und ließ am Ufer [234.12]
                                des Sees keine Hochbauten zu […]</quote>
                            <quote>Mit ziegelroten, nicht etwa schindelbraunen Dächern zuunterst,
                                säumt das Ufer [278.11] eine Siedlung […]</quote>
                            <quote>Wenn ich nunmehr erkennen muß, daß […] die Ufer [282.10]
                                einst wolkenspiegelnder Seen in Masuren […] der Besitzgier
                                anheimgefallen sind, kommen mir Zweifel, ob unsere Idee gut und
                                richtig gewesen ist;</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgv#radauneufer">Radauneufer</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#schilfufer">Schilfufer</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#seeufer">Seeufer</ref>;
                                <ref target="#ufergebüsch">Ufergebüsch</ref>; <ref target="#ufergestrüpp">Ufergestrüpp</ref>;
                            <ref target="#ufersaum">Ufersaum</ref>; <ref target="#uferschilf">Uferschilf</ref>;
                        <ref target="#uferwasser">Uferwasser</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="ufergebüsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ufergebüsch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#ufer">Ufer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gebüsch">Gebüsch</ref></def><cit>
                            <quote>[…] schlurfte er zielstrebig auf eine Kneipe zu, die
                                […] auf ihn wartete, putzig ans Ufergebüsch [45.5] der Radaune
                                gerückt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ufergestrüpp">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ufergestrüpp</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#ufer">Ufer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gestrüpp">Gestrüpp</ref></def><cit>
                            <quote>Im Ufergestrüpp [277.3] fanden sie zwischen Schilf eine kleine
                                Bucht […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ufersaum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ufersaum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(seichter) Rand eines Gewässers in der Nähe
                                    des<ref target="textgrid:24ch0#ufer">Ufers</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Saum 2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und ist dann bei den viel zu vielen Schwänen am Ufersaum
                                [265.26] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="uferschilf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uferschilf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#ufer">Ufer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#schilf">Schilf</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ob im flachen Werder oder an den Ufern kaschubischer
                                Seen, hier in den Wassergräben des eingedeichten Landes, dort im
                                Uferschilf [125.27], allerorts lärmten Kröten […]</quote>
                            <quote>Später […] höre ich sie, vor Uferschilf [131.11] stehend,
                                über die Unkenrufe hinweg aufs Tonband sprechen:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="uferwasser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uferwasser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#ufer">Ufer</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wasser">Wasser</ref></def><cit>
                            <quote>Vier Flaschen Bier stellte sie ins schmatzende Uferwasser
                                [143.6].</quote>
                            <quote>Mit hochgekrempelten Hosen nur, mit geschürztem Rock haben sie
                                sich ins seichte Uferwasser [144.31] gestellt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="uhr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uhr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[11*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="uhr.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="uhr.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Instrument, mit dem die Zeit durch Zeiger auf
                                        einem Zifferblatt od. unmittelbar durch Ziffern angegeben
                                        wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                    <quote>Fest steht, daß sie am Tag nach der Ankunft […] den
                                        Dom und in ihm die astronomische Uhr [110.13] besucht,
                                        danach im Restaurant »Schiffergesellschaft« 
                                        zu Mittag gegessen haben […]</quote>
                                    <quote>Dem Bett gegenüber hing an der Wand eine Uhr [242.3], die
                                        stehengeblieben war.</quote>
                                </cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24ch2#wunderuhr">Wunderuhr</ref></xr></sense><sense n="b)" xml:id="uhr.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                                <def><hi rend="italic">im Querschiff der Danziger Marienkapelle
                                        aufgestellte Uhr (1a), die nicht nur die Zeit, sondern auch
                                        Datum und Wochentag sowie die Lage von Sonne und Mond im
                                        Tierkreis anzeigt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[DR]</ref></def><cit>
                                    <quote>Wo große astronomische Uhr [99.20] steht, die gemacht
                                        hat, wie Du weißt, gewisser Hans Düringer.</quote>
                                    <quote>[…] die zwölf goldenen Stundenziffern auf dem
                                        Außenring der Uhr [100.2] und die wenigen Goldspuren der im
                                        inneren Zirkel gereihten Tierkreiszeichen standen ihr noch
                                        bevor.</quote>
                                    <quote>Es könnte sein, daß der tägliche Umgang der Vergolderin
                                        mit der astronomischen Uhr [101.14] die sonst sachliche
                                        Piątkowska ins Grübeln gebracht hat […]</quote>
                                    <quote>[…] wenn ich sitz in Gerüst und hab vor mir große
                                        astronomische Uhr [116.8], vergeht Zeit wie nichts.</quote>
                                    <quote>Die Piątkowska begann, die Goldspuren am äußersten
                                        Rand der astronomischen Uhr [122.19] zu sichern.</quote>
                                    <quote>Danach hat sich das Paar in Sankt Marien vor Alexandras
                                        Arbeitsplatz, die astronomische Uhr [155.8],
                                        gestellt.</quote>
                                    <quote>Der Piątkowska gab die Uhr [157.3] letzte
                                        Arbeit:</quote>
                                </cit></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="uhr.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">bestimmte Stunde der Uhrzeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Es mag an diesem Tag, zu dieser Stunde - Schlag zehn Uhr
                                    [7.19] - Fügung gewesen sein, die uns zusammenführte...</quote>
                                <quote>Über die Eheschließung schreibt Reschke nur, sie sei »                                    Schlag elf Uhr [291.20]! im Roten Saal vollzogen worden
                                    […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ukrainer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ukrainer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einwohner zu <ref target="textgrid:24cgw#ukraine">Ukraine [Register]</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wenige Weißrussen und Ukrainer [211.3], viele Russen und
                                Polen, denen die von der Mehrheit geforderte Unabhängigkeit zu wenig
                                Sicherheit versprach […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ulme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ulme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Laubbaum mit eiförmigen, gesägten Blättern u.
                                büschelig angeordneten Blüten u. Früchten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Hohe, Schatten versprechende Kastanien, Ulmen [67.23],
                                Trauerweiden.</quote>
                            <quote>[…] einzelne Baumgruppen, hier Ulmen [137.17] und Kastanien,
                                dort die Trauerweide […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="ultimatum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ultimatum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[auf diplomatischem Wege erfolgende] Aufforderung,
                                eine schwebende Angelegenheit befriedigend zu lösen unter Androhung
                                harter Gegenmaßnahmen, falls der andere nicht Folge leistet</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Als noch das Ultimatum [190.7] lief, hatten ihn eindeutig die
                                deutschen Waffenlieferungen in den Irak empört […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umarmung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umarmung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Haltung, bei der jmd. die Arme um jmdn. legt,
                                jmdn. mit den Armen umschließt [u. an sich drückt]</hi> [° D
                            umarmen]</def><cit>
                            <quote>Doch muß eine Umarmung [71.10] nachgetragen werden, bevor
                                abermals Handlung ihre Geschichte beschleunigt.</quote>
                            <quote>Nicht frei von Schrecken habe er die Umarmung [71.15]
                                erlebt.</quote>
                            <quote>Nicht nur häufige Umarmungen [212.3], zärtliche Wörter mögen
                                hilfreich gewesen sein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbenennen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbenennen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ umbenennen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wiederholt einen neuen Namen geben</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] wie viele Straßen, Plätze, Städte, Stadien und
                                Werftanlagen im Verlauf unseres Lebens ihre Namen haben ablegen,
                                ändern, erneuern müssen, mehrmals, nach jeder Kehrtwende der
                                Geschichte, als wolle das Um- und Umbenennen [272.15] kein Ende
                                nehmen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbetten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbetten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ umbetten</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von einem Grab in ein anderes bringen</hi> [D
                            umbetten 2]</def><cit>
                            <quote>Nur Umbetten [228.25] ist falsch, weil Umbetten [228.25] stört
                                Ruhe von Tote.</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="#umbettung">Umbettung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="umbettung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbettung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[14*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das <ref target="#umbetten">Umbetten</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihr solltet auf jeden Fall Umbettungen [186.14] zulassen.</quote>
                            <quote>Fortan sollte der Umbettung [193.23] von Leichen und Gebeinen
                                Platz eingeräumt werden.</quote>
                            <quote>Allen nach jenem Datum verstorbenen Umsiedlern sollte nunmehr die
                                Möglichkeit der Rückkehr durch Umbettung [193.29] eröffnet
                                sein.</quote>
                            <quote>Selbstverständlich werde auch ich meinen Mitte und Ende der
                                siebziger Jahre verstorbenen Eltern eine Umbettung [194.5]
                                ermöglichen.</quote>
                            <quote>Selbstverständlich müsse bei den geplanten Umbettungen [196.16]
                                das Raumproblem bedacht werden.</quote>
                            <quote>[…] indem sie auf das Doppelgrab ihrer Eltern auf dem
                                Friedhof am Hagelsberg hinwies und eine Umbettung [197.10], selbst
                                wenn sie in Wilno möglich werden sollte, strikt verweigerte:</quote>
                            <quote>Marczak hatte sie in der Hand, so auch bei jener
                                Aufsichtsratssitzung, die in Sachen Umbettung [198.28] keinen
                                Entschluß zugelassen hatte. </quote>
                            <quote>[…] und Karau durch die Behauptung: »Auch Umbettungen
                                [199.3] sind Vertreibung«, provozierte.</quote>
                            <quote>[…] hörte sich die Umbettung [207.26] sterblicher Überreste
                                praktikabel und kein bißchen mehr anstößig an.</quote>
                            <quote>Umbettung [208.10] wird sein nur über meine Leiche!</quote>
                            <quote>Fast fürchte ich, daß Jerzy in seinem Übereifer den Umbettungen
                                [212.21] Raum schaffen wird;</quote>
                            <quote>Vor vollendete Tatsachen gestellt, blieb unserem Paar nur übrig,
                                die vollstreckten Umbettungen [215.16] hinzunehmen, freilich unter
                                Protest. </quote>
                            <quote>Spätestens ab Beginn der Umbettungen [237.17] war ein
                                Planungschef vonnöten.</quote>
                            <quote>Sie waren gegen Umbettung [299.27].</quote>
                        </cit><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgw#aktion_umbettung">Aktion Umbettung [Register]</ref>; <ref target="textgrid:24cg8#umbättung">Umbättung [Brakup
                                Missingsch]</ref>; <ref target="#umbettungsaktion">Umbettungsaktion</ref>;
                                <ref target="#umbettungsantrag">Umbettungsantrag</ref>; <ref target="#umbettungsgeschäft">Umbettungsgeschäft</ref>;
                                <ref target="#umbettungswunsch">Umbettungswunsch</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="umbettungsaktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbettungsaktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#umbettung">Umbettung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#aktion.a">Aktion (a)</ref></def><cit>
                            <quote>Ich, leichtfertigerweise ich, habe Argumente für seine
                                widerwärtige Umbettungsaktion [208.6] geliefert.</quote>
                            <quote>[…] und nach Reschkes Absicht sollte der Umbettungsaktion
                                [210.9] ein Riegel vorgeschoben werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbettungsantrag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbettungsantrag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -anträge</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#umbettung">Umbettung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#antrag.2">Antrag (2)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sprach von 37 000 Umbettungsanträgen [209.14] bei
                                angehobener Grundgebühr von sage und schreibe 2000
                                Deutschmark.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbettungsgeschäft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbettungsgeschäft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#umbettung">Umbettung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#geschäft.1">Geschäft (1)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nur Reschke hatte nichts in der Hand, als er in Lübeck
                                Einspruch erhob gegen das, wie er sagte, »menschenunwürdige
                                Umbettungsgeschäft [210.22]«.</quote>
                            <quote>[…] und bewerteten ihre Tätigkeit - vom Umbettungsgeschäft
                                [243.15] abgesehen - als sinnvoll […]</quote>
                            <quote>[…] das Umbettungsgeschäft [246.3] jedoch ist, weil es
                                floriert, besonders verwerflich, wenn nicht obszön.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbettungswunsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbettungswunsch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -wünsche</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#umbettung">Umbettung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wunsch.1">Wunsch (1)</ref></def><cit>
                            <quote>Man kann gut und gerne von mehr als dreißigtausend
                                Umbettungswünschen [194.1] ausgehen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umbra">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umbra</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erdbraune Farbe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                            <quote>Kein eigentliches Umbra [7.23], mehr Erdbraun als
                                Torfschwarz...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="umerziehung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umerziehung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Anleiten, Fördern zu einer anderen
                                Einstellung, Haltung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D umerziehen; D erziehen 1a,b]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] bis sie uns nach Kriegsende, dank demokratischer
                                Umerziehung [230.8], mit anderen Unsitten abhanden gekommen
                                ist.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="umgang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgang</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">[bestimmte] Behandlung</hi> [°
                            D umgehen 3a]</def><cit>
                                <quote>Gewiß wünsche man sich humaneren Umgang
                                    [24.24] mit Toten.</quote>
                                <quote>Nicht ihre Satzstellung oder ihr
                                    sparsamer Umgang [86.26] mit den Artikeln […] bereiten mir
                                    Schwierigkeiten […]</quote>
                                <quote>Das hätte ich ihm nicht zugetraut,
                                    diesen lockeren Umgang [95.12] mit dem Software-System.</quote>
                                <quote>Es könnte sein, daß der tägliche Umgang
                                    [101.13] der Vergolderin mit der astronomischen Uhr die sonst sachliche Piątkowska
                                    ins Grübeln gebracht hat […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umgangsdeutsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgangsdeutsch</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[Kenntnis der] Alltagssprache in 
                        <ref target="textgrid:24cgw#deutschland">Deutschland [Register]</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sein Satz ›Das ist euer Bier!‹                                beweist immerhin, wie geläufig sein Umgangsdeutsch [183.14] ist.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umgangspolnisch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgangspolnisch</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[Kenntnis der] Alltagssprache
                        in<ref target="textgrid:24cgr#pole">Polen</ref></hi>  [Register] [°]</def><cit>
                            <quote>Sie übte sich rasch ein
                                notdürftiges Umgangspolnisch [217.18] ein […]</quote>
                            <quote>Danach hat sie nur noch mit Wróbel,
                                später sparsamer mit der Piątkowska ihr Umgangspolnisch [240.30]
                                gesprochen, an Reschke gewendet kein Wort.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umgangston">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgangston</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form> <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art, in der Mitglieder einer Gruppe miteinander sprechen;
                        Sprechweise innerhalb einer Gruppe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dank Marczaks Charme schlug der Umgangston
                                [198.2] der versammelten Aufsichtsräte, selbst bei kontroverser Debatte, so gut
                                wie nie in verletzenden Schlagabtausch um […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umgebettete">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgebettete</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der/die</form> <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form> <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">jmd. [dessen Leiche] von einem Grab in ein anderes
                        gebracht wurde</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D umbetten 2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wobei die Namen und Daten der Umgebetteten
                                [196.20] auf schlichtem Stein alphabetisch gereiht Platz finden könnten.</quote>
                            <quote>Als Reschke, angesichts der neuverlegten
                                Bodenplatten, nach den Gebeinen der Umgebetteten [225.29] fragte, machte
                                der Priester ihnen das Angebot, unterhalb der links gereihten Kirchenbänke eine
                                Gruft zu besichtigen.</quote>
                            <quote>Bei den Urnenbeisetzungen
                                [149.4] war der Kreis der Leidtragenden kleiner […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umgebung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umgebung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit dessen, was sich von allen Seiten um jmdn.,
                            etw. herum befindet, bes. Landschaft, Bauwerke, Straßen usw. im Umkreis um
                            einen Ort, ein Haus o.Ä.</hi> [°
                            Da; D umgeben b]</def><cit>
                                <quote>Die ehemaligen Einwohner der bis
                                    '39 freien, danach dem Reich eingegliederten Stadt Danzig und Umgebung
                                    [94.11] hatten überwiegend in Schleswig-Holstein […] erträgliches Unterkommen
                                    gefunden;</quote>
                                <quote>Immer wieder hatten hochbetagte
                                    Trauergäste […] den Wunsch geäußert, wenn nicht in unmittelbarer Nähe des
                                    Versöhnungsfriedhofs, dann doch in dessen landschaftlich freundlicher Umgebung
                                    [176.23] ihren Lebensabend verbringen zu dürfen.</quote>
                                <quote>Wie sich das Paar in verschneiter Umgebung
                                    [190.19] darstellte, wissen wir schon, neu ist die Brakup.</quote>
                                <quote>Sie zählte zu den knapp
                                    sechshundert Deutschen, die in Gdańsk und Umgebung [217.5] übriggeblieben
                                    waren.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umhängetasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umhängetasche</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tasche.2">Tasche (2)</ref>;, die
                        an einem Riemen o.Ä. über der
                        Schulter getragen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Jedenfalls fand die Witwe in ihrer Umhängetasche
                                [13.5] ein Einkaufsnetz für die in Zeitungspapier eingeschlagenen Pilze […]</quote>
                            <quote>Weil sie in ihrer Umhängetasche
                                [17.29] aus Kalbsleder jederzeit zwei von den sechs mit sich führte […]</quote>
                            <quote>Atemlos kam sie und trug außer
                                ihrer Umhängetasche [77.18] das gefüllte Erbstück, Mamas Einkaufsnetz.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umkehr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umkehr</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Kehrtmachen, Wenden und
                        Zurückgehen, -fahren</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D umkehren 1]</ref></def><cit>
                            <quote>So gepflegt und genutzt sich das
                                Kleingärtnerglück mit Zäunen abgrenzte, […] Reschke schlug dennoch Umkehr
                                [64.27] vor.</quote>
                            <quote>[…] bei der ein Herzog aus
                                ruhmreichem Piastengeschlecht zwar den Tod gefunden, doch die Mongolen zur Umkehr
                                [288.19] gezwungen haben soll.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umland">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umland</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">eine Stadt umgebendes,
                        wirtschaftlich u. kulturell überwiegend auf sie ausgerichtetes Gebiet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Weil die anreisenden Enkel […]
                                nicht nur die vieltürmige Stadt, sondern auch deren flaches und gehügeltes Umland
                                [233.10] kennenlernten […]</quote>
                            <quote>Wer hätte zu glauben gewagt, die
                                Stadt und ihr Umland [259.23] werde sich doch noch wirtschaftlicher
                                Blüte erfreuen dürfen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umlauf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umlauf</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form></form><re><form>
                            etw. in Umlauf bringen
                        </form><sense><def><hi rend="italic">dafür sorgen, dass etw.
                            verbreitet wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Und dankenswerterweise haben
                                    beinahe alle Ortsstellen meinen Fragebogen in Umlauf [97.21] gebracht</quote></cit></sense></re></entry>
                
                <entry xml:id="umorientierung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umorientierung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Neuausrichtung</hi> [°]</def><cit>
                        <quote>[…] der als Vizedirektor der
                            Nationalbank mit »sanfter Schärfe«  darauf gepocht habe, daß die gebotene Umorientierung
                            [120.11] der Wirtschaft […] keine Halbheiten dulde […]</quote></cit></sense></entry>
                <entry xml:id="umriß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umriß</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -risse</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">äußere, rings begrenzende
                        Linie bzw. Gesamtheit von Linien, wodurch sich jmd., etw. [als Gestalt] von
                        seiner Umgebung abhebt, auf einem Hintergrund abzeichnet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Umriss]</ref></def><cit>
                            <quote>Dem Belag sind deutlich die Umrisse
                                [159.12] plattgewalzter Kröten eingezeichnet.</quote></cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> <def>Andeutung [°]</def><cit>
                            <quote>In Briefen […] wird in Umrissen
                                [87.26] erkennbar, welche Richtung ihre Bemühungen einschlagen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umsatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umsatz</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtwert (innerhalb eines
                        bestimmten Zeitraums) abgesetzter Waren, erbrachter Leistungen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Zahl der Versöhnungsfriedhöfe
                                versprach, sich demnächst auf hundert zu runden, entsprechend schnellte der Umsatz
                                [269.4] hoch.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umschlag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umschlag</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">plötzliche, unvermittelte
                        starke Veränderung, plötzliche Umkehrung, Verkehrung; das Umschlagen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                            <quote>Dennoch kann ich die gegenwärtige
                                Hochstimmung nicht ohne Vorbehalt teilen: ihr Umschlag [89.9] in
                                Bitternis ist wie vorgeschrieben.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umschreibung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umschreibung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Ausdruck, Satz mit dem etw.
                        anders, mit anderen, bes. mit mehr als den direkten Worten [verhüllend]
                        ausgedrückt od. beschrieben wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2; D umschreiben 2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Es bleibt bei seiner Umschreibung
                                [63.18]: »Am besten, wir nehmen den Wagen...«</quote>
                            <quote>[…] zu der ihm teils abgeschmackte,
                                teils originelle Umschreibungen [84.7] einfallen […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umschulung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umschulung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ausbildung für eine andere
                        berufliche Tätigkeit</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D umschulen 2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Achtundzwanzig ausgesucht tüchtige
                                Werftarbeiter, sagt Chatterjee, habe er unter Vertrag und zwei holländischen
                                Meistern zur Umschulung [162.22] anvertraut.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umsetzbarkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umsetzbarkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">Möglichkeit etw. umzuwandeln,
                            umzugestalten [u. dadurch zu verdeutlichen, zu verwirklichen]</hi> [° D
                            umsetzten 3c]</def><cit>
                                <quote>Überzeugt vom Anspruch der Toten
                                    auf Heimkehr und der Umsetzbarkeit [70.2] ihrer Idee gewiß […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umsetzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umsetzung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">Verwirklichung, Durchführung</hi> 
                            [°]</def><cit>
                                <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir die
                                    praktische Umsetzung [108.29] unserer Idee […] so viel Spaß, nein, wohl
                                    mehr innere Freude bereiten könnte.</quote>
                                <quote>[…] die völkerrechtlich wirksame
                                    Anerkennung der polnischen Westgrenze […], ist für die weitere Umsetzung
                                    [135.17] unserer Idee günstig gewesen:</quote>
                                <quote>Ihr Mann […] ging zwar auf unsere
                                    Idee und deren, weiß Gott, schwierige Umsetzung ein [185.8], allerdings
                                    so, wie ich ihn kenne, von oben herab:</quote>
                                <quote>[…] daß dieses Gerät […] bei der
                                    tätigen Umsetzung [280.5] der Idee treue Dienste geleistet habe;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umsiedler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umsiedler</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) - </form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">jmd., der anderswo angesiedelt,
                        ansässig gemacht wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D umsiedeln 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Übrigens hat unser gemeinsamer
                                Freund Chodowiecki […] in seinen Stichen und Zeichnungen viele dieser
                                nützlichen Utensilien [100.30] überliefert […]</quote>
                            <quote>Mein Mitschüler schwankt zwischen
                                den Kategorien und sagt »Umsiedler [96.13]«, wenn er »Vertriebene«  meint
                                […]</quote>
                            <quote>Ist es nicht so, als versuche das
                                hohe Lebensalter der ehemaligen Umsiedler [96.28] uns mahnend
                                anzudeuten, daß man mit Ungeduld auf die Gründung der Friedhofsgesellschaft
                                wartet, ja, sie herbeisehnt?</quote>
                            <quote>[…] deshalb sprach er abwechselnd
                                von »Vertriebenen«  und von »Umsiedlern [106.1]«;</quote>
                            <quote>Allen nach jenem Datum verstorbenen
                                Umsiedlern [193.28] sollte nunmehr die Möglichkeit der Rückkehr durch
                                Umbettung eröffnet sein.</quote>
                            <quote>Da die Anzahl der Anträge einstiger
                                Umsiedler [231.21] aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern Dimensionen annahm,
                                die alle Danziger Zahlen auf Mittelgröße herabstuften […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umsiedlung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umsiedlung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das anderswo Ansässigmachen,
                        -werden; Emigration</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D umsiedeln 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Dann sprach Reschke vom Bedürfnis
                                des Menschen, zuletzt dort zur endlichen Ruhe zu kommen, wo er vor Flucht oder
                                erzwungener Umsiedlung [38.1] seinen Ort gehabt […] habe.</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24ch4#zwangsumsiedlung">Zwangsumsiedlung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="umstand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umstand</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Umstände</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="umstand.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">zu einem
                        Sachverhalt, einer Situation, zu bestimmten Verhältnissen, zu einem Geschehen
                        beitragende od. dafür mehr od. weniger wichtige Einzelheit, einzelne Tatsache</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] ein Wunsch übrigens, der zumeist
                                bitter unerfüllt bleibt, denn oft stehen die Umstände [38.10] diesem Verlangen
                                entgegen.</quote></cit>
                    </sense>
                        <sense n="2." xml:id="umstand.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num> <form type="inflected">meist Pl.</form><def><hi rend="italic">in
                            überflüssiger Weise zeitraubende, die Ausführung von etw. [Wichtigerem] unnötig
                            verzögernde Handlung, Verrichtung, Äußerung usw.; unnötige Mühe u. überflüssiger,
                            zeitraubender Aufwand</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Als eine Allerweltsgeschichte hätte
                                    beginnen können, begann sich die Welt oder ein Teil dieser unabänderlichen Welt
                                    tatsächlich zu verändern, und zwar ohne Umstände [16.9] zu machen, im
                                    Schweinsgalopp.</quote></cit></sense></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umtrunk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umtrunk</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">gemeinsames Anstoßen und
                        Konsum [von alkoholischen] Getränken in einer Runde</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] danach lud er die versammelte
                                Aufsicht zu einem Umtrunk [197.27] in die Hotelbar ein.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umwälzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umwälzung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">grundlegende Veränderung bes.
                        gesellschaftlicher o.ä. Verhältnisse
                    </hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                        <quote>Umwälzungen [89.5] von barbarischer
                            Gewalt sehe ich auf Umwegen und direkt auf uns zukommen […]</quote>
                        <quote>Doch unsere Idee, die nun eine
                            feste Adresse hat, wird von den großen Umwälzungen [125.2] nicht
                            betroffen sein […]</quote></cit></sense></entry>
                <entry xml:id="umweg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umweg</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#weg.1a">Weg (1a)</ref>;, der
                        nicht direkt an ein Ziel führt u. daher länger ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und sein Umweg [44.9]
                                durch die Beutlergasse auf Sankt Marien zu mein Umweg [44.10] hätte sein
                                können […]</quote>
                            <quote>Nicht alle seine Umwege
                                [60.17] müssen meine sein.</quote></cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> <def>längere Zeitspanne [°]</def><cit>
                            <quote>Umwälzungen von barbarischer Gewalt
                                sehe ich auf Umwegen [89.6] und direkt auf uns zukommen […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umweltministerium">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umweltministerium</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgn#ministerium">Ministerium</ref> für
                        Umweltfragen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ihr Mann, der mittlerweile
                                Abteilungsleiter im Umweltministerium [185.6] ist […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umwertung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umwertung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">neue veränderte Deutung,
                        Sinngebung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sogar mit einem Nietzsche-Zitat
                                wollte er mir die Zeitenwende und mit ihr die Umwertung [200.24] aller
                                Werte schmackhaft machen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="umzäunung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umzäunung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zaun">Zaun</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                        <quote>[…] die Betonpfosten haben
                            anderswo, etwa zwischen Schrebergärten oder bei der Umzäunung [153.27]
                            von Hühnerhöfen, Verwendung gefunden.</quote>
                        <quote>Er wartete, an die Umzäunung
                        [200.1] der Grabstelle gelehnt.</quote></cit></sense></entry>
                <entry xml:id="umzug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Umzug</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="umzug.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">das Übersiedeln in eine andere Wohnung, Unterkunft; 
                        Wohnsitzwechsel</hi> [° D umziehen
                        1a]</def><cit>
                            <quote>Wenige Jahre nach dem Umzug [31.16]
                                in die Hundegasse starb ihr Mann an Leukämie.</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgj#kleinumzug">Kleinumzug</ref></xr>
                    </sense><sense n="2." xml:id="umzug.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">aus bestimmtem
                        Anlass veranstalteter gemeinsamer Gang, Marsch einer Menschenmenge durch die
                        Straßen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                            <ref target="textgrid:24cgj#karnevalsumzug">Karnevalsumzug</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="unabhängigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unabhängigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">Eigenschaft, souverän, frei
                            von der Befehlsgewalt eines anderen Staates,  zu sein</hi> [° D1b; D unabhängig
                            1b]</def><cit>
                                <quote>[…] viele Russen und Polen, denen
                                    die von der Mehrheit geforderte Unabhängigkeit [211.4] zu wenig
                                    Sicherheit versprach […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unausgereifte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unausgereifte</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <form type="inflected">→  unausgereift</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">nicht bis zu einer möglichen
                        Vollkommenheit entwickelt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unausgereift; D ausreifen 2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] fehle, da nur im Widerstand
                                erfahren, die demokratische Reife, so daß fortan Unausgereiftes [172.10]
                                nachbarlich ins Kraut schießen werde, arm wie reich.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="uneinsichtigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uneinsichtigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unvernunft, Verstocktheit;
                        Borniertheit</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D uneinsichtig]</ref></def><cit>
                            <quote>Darauf jammert Reschke über die »selbstsüchtige
                                Uneinsichtigkeit [99.10]«  zweier seiner drei Töchter […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unerklärliche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unerklärliche</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→  unerklärlich</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">sich nicht erklären lassend,
                        unergründlich</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D unerklärlich]</ref></def><cit>
                            <quote>Passiert Unerklärliches
                                [91.26], erklärt dieser Ausruf alles sogleich.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unerträglichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unerträglichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zustand in dem (etw.
                        Unangenehmes, Lästiges, Quälendes) kaum mehr hingenommen u. ausgehalten werden
                        kann</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unerträglich; D ertragen]</ref></def><cit>
                            <quote>Chatterjee meint, der Golfkrieg sei
                                notwendig, um die Verelendung, zum Beispiel in Asien und Afrika, bis zur Unerträglichkeit
                                [200.18] spürbar zu machen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unfall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unfall</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">den normalen Ablauf von etw.
                        plötzlich unterbrechender Vorfall, ungewolltes Ereignis […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß uns beiden ein glückliches
                                Altern bevorstand, bei wechselseitiger Fürsorge, bedingt durch den Unfall
                                [267.14] und dessen Folgen...</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unfehlbarkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unfehlbarkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">Eigenschaft,
                            dass jmd. keinen Fehler begeht, keinem Irrtum unterworfen ist</hi> [° D
                            unfehlbar 1]</def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg> <def>die Unfehlbarkeit des Papstes [°]</def><cit>
                                <quote>Dessen Unfehlbarkeit [225.13]
                                wolle er als Christ nicht untertänig sein.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unflat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unflat</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">widerlicher, ekelhafter
                        Schmutz, Dreck</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> <usg><hi rend="spaced">geh. abwertend</hi></usg> 
                        <def><hi rend="italic">Anklage; Verleumdung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dann kam der Ärger mit dem Wagen,
                                dieser Unflat [267.22] gehässiger Verdächtigungen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="ungar">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ungar</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Einwohner zu Ungarn, einem Staat im südöstlichen
                        Mitteleuropa</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Ungarn]</ref></def><cit>
                            <quote>Und wenn der Pole nicht will, klopfen
                                wir bei den Tschechen und Ungarn [56.19] an.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="ungeduld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ungeduld</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unfähigkeit, sich zu
                        gedulden, etw. ruhig, gelassen abzuwarten, zu ertragen, durchzuführen; Mangel
                        an Geduld</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] daß man mit Ungeduld [96.29]
                                auf die Gründung der Friedhofsgesellschaft wartet, ja, sie herbeisehnt?</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="ungenauigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ungenauigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">etw., was nicht einwandfrei,
                        exakt dem Erwarteten, Angestrebten entspricht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2, D genau Ia]</ref></def><cit>
                            <quote>Und Wróbel bat darum, die kleinen Ungenauigkeiten
                                [239.14] der Brakup zu vergessen und dem geschäftsführenden Paar, wie er es
                                tue, das Vertrauen auszusprechen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="ungewöhnliche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ungewöhnliche</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→  ungewöhnlich</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">vom Üblichen, Gewohnten,
                        Erwarteten abweichend; selten vorkommend</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ungewöhnlich 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nichts Ungewöhnliches
                                [272.10], wenn Alexandra und ich bedenken, wie viele Straßen […] ihre Namen
                                haben ablegen, ändern, erneuern müssen […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unglaube">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unglaube</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zweifel an der Existenz, am
                        Wirken Gottes, an der Lehre der [christlichen] Kirche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] lehrte ihren Alexander, daß in
                                Polen gelebter Unglaube [257.7] katholisches Verhalten nicht
                                ausschließt.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unglaubliche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unglaubliche</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→  unglaublich</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">unwahrscheinlich u. daher
                        nicht, kaum glaubhaft, nachvollziehbar</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unglaublich]</ref></def><cit>
                            <quote>Du wirst bestimmt irgendwas damit
                                anfangen können, gerade weil alles ans Unglaubliche [15.19] grenzt.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unheil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unheil</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">etw. (bes. ein schlimmes,
                        verhängnisvolles Geschehen), was einem od. vielen Menschen großes Leid, großen
                        Schaden zufügt; Unglück</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Droht nun Unheil [51.23],
                                oder wird […] das alte Europa einer so radikalen wie heilsamen Verjüngungskur
                                unterworfen?</quote>
                            <quote>[…] um sogleich den Kommunismus für
                                alles kommende Unheil [93.2] verantwortlich zu machen […]</quote>
                            <quote>In vielen deutschen Märchen […]
                                verheißt der Unkenruf Unheil [126.14].</quote>
                            <quote>Die Unke unkt Unheil
                                [126.14] herbei, wird gesagt.</quote>
                            <quote>[…] wird ihr, nicht etwa der
                                Erdkröte, die Rolle der Ruferin zugedacht, die kommendes Unheil [126.20]
                                einläutet.</quote>
                            <quote>Der jedes Unheil [211.27]
                                vorkostende Professor glaubte dem Bengalen blindlings;</quote>
                            <quote>Satt an Unheil [276.9],
                                bedrängten Meldungen einander […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="uni">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uni</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">Jargon</hi></usg></form> 
                    <sense><def>/kurz für <ref target="#universität">Universität</ref>/ <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ²Uni]</ref></def><cit>
                        <quote>Dabei verfügt die Uni [93.9]
                            über Geräte, die Daten speichern, im Übermaß...</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="uniform">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uniform</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bes. beim Militär u. bei der
                        Polizei) im Dienst getragene, in Material, Form u. Farbe einheitlich gestaltete
                        Kleidung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Aus dem Reichsarbeitsdienst
                                entlassen, wurden wir auf Truppenübungsplätzen in Uniform [261.24]
                                gesteckt […]</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgh#jungvolkuniform">Jungvolkuniform</ref>; <ref target="textgrid:24cgn#marineuniform">Marineuniform</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="universität">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universität</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[10*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">in mehrere Fakultäten
                        gegliederte [die Gesamtheit der Wissenschaften umfassende] Anstalt für wissenschaftliche
                        Ausbildung u. Forschung; Hochschule</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>»Ich habe mich«, schreibt er, »durch
                                ein liebenswürdiges Geschenk von Deiner Hand anstoßen lassen, den Ärger über
                                die Universität [100.14] und ihre Intrigenwirtschaft durch Tätigkeit
                                abzustellen […]</quote>
                            <quote>[…] auch einige in diesem Bereich
                                forschende Kollegen meiner Universität [102.10] sehen […] den sogenannten
                                Treibhauseffekt als Verursacher der gewalttätigen Orkane.</quote>
                            <quote>Reschke und die Universität
                                [102.19].</quote>
                            <quote>Die Universität [104.13] und
                                - wie er der Piątkowska schreibt - »mehr noch ihr Lehrbetrieb«  ekelten ihn
                                an.</quote>
                            <quote>[…] wie viele Studenten die Universität
                                [106.19] unvorbereitet auf das spätere Berufsleben verlassen.</quote>
                            <quote>Die Universität [107.12]
                                dürfe nicht zum Vermittlungsbüro für Arbeitsplätze verkommen.</quote>
                            <quote>An anderen Universitäten
                                [107.15] wurde sein »praxisbezogener Studiengang für Kunsthistoriker«  kopiert.</quote>
                            <quote>Reschke hat sie in die Universität
                                [114.11] mitgenommen und dort mit Kollegen und seinen praxisbezogenen Studiengängen
                                bekanntgemacht.</quote>
                            <quote>Aus naheliegenden Gründen und weil
                                ihm die Universität [131.17] ohnehin stank, ließ sich Professor Reschke
                                beurlauben.</quote>
                            <quote>[…] so rückversichert, fiel es ihm
                                leicht, von der Universität [131.27] und ihrem Lehrkörper Abschied zu
                                nehmen.</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgw#ruhr-universität">Ruhr-Universität [Register]</ref>; <ref target="#uni">Uni</ref>; <ref target="#universitätsbereich">Universitätsbereich</ref>; <ref target="#universitätsbibliothek">Universitätsbibliothek</ref>; <ref target="#universitätshaushalt">Universitätshaushalt</ref>; <ref target="#universitätsrang">Universitätsrang</ref>; <ref target="#universitätsreform">Universitätsreform</ref>; <ref target="#universitätssekretärin">Universitätssekretärin</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="universitätsbereich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätsbereich</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#universität">Universität</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#bereich.b">Bereich (b)</ref></def><cit>
                            <quote>Ferner beklagt er den bürokratischen
                                Kleinkram im Universitätsbereich [99.16] […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="universitätsbibliothek">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätsbibliothek</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zentrale wissenschaftliche <ref target="textgrid:24cg4#bibliothek.a">Bibliothek
                        (a)</ref> einer <ref target="#universität">Universität</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Nachdem er über die Universitätsbibliothek
                                [95.21] Einsicht in mehrere Jahrgänge der Monatszeitschrift »Unser Danzig«                                genommen hatte […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="universitätshaushalt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätshaushalt</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#universität">Universität</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#haushalt.3">Haushalt (3)</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als Reschkes Idee im Universitätshaushalt
                                [107.8] gutdotiert Platz gefunden hatte […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="universitätsrang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätsrang</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#universität">Universität</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#rang.2">Rang (2)</ref></def><cit>
                            <quote>Erst als die Witwe im Verlauf des
                                Abendessens, bei diesmal ungarischem Wein, seinen Universitätsrang
                                [74.31] mit Hilfe des Diminutivs verniedlichte […]</quote></cit></sense></entry>
                <entry xml:id="universitätsreform">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätsreform</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">planmäßige Neuordnung,
                        Umgestaltung, Verbesserung der<ref target="textgrid:24ch0#universität">Universitäten</ref> (ohne Bruch mit den
                        wesentlichen geistigen u. kulturellen Grundlagen)</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Reform]</ref></def><cit>
                            <quote>Jedenfalls ging von seinen zeitbedingten
                                Thesen, sei es zur Universitätsreform [103.8], sei es zum Sinn studentischer
                                Mitbestimmung […] etwas Radikales aus.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="universitätssekretärin">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Universitätssekretärin</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#universität">Universität</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#sekretärin">Sekretärin</ref></def><cit>
                            <quote>Er richtete in seiner
                                Junggesellenwohnung ein Sekretariat ein, das bald darauf seiner Universitätssekretärin
                                [132.17] Raum und leergeräumte Regale bot.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unke</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[23*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="unke.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Kröte mit plumpem,
                        flachem Körper, schwarzgrauem bis olivgrünem, manchmal geflecktem, warzigem
                        Rücken u. grauem bis schwarzem Bauch mit gelber bis roter Fleckung; Feuerkröte</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber er will gesehen haben, wie ich
                                eine ausgewachsene Kröte, nein, Unke [42.9], Rotbauchunke […] runtergeschluckt
                                habe, rein und weg, ohne Wiederkehr.</quote>
                            <quote>[…] Frösche jeder Größe,
                                Froschlurche, also auch Unken [126.6]:</quote>
                            <quote>Kein Wunder, daß der Ruf der Unke
                                [126.11], mehr noch als Kauz und Eule, Aberglauben gefördert hat.</quote>
                            <quote>Die Unke [126.14] unkt
                                Unheil herbei, wird gesagt. </quote>
                            <quote>In früheren Zeiten jedoch ist der Unke
                                [126.17] Weisheit angedichtet worden; </quote>
                            <quote>[…] zitierte der Professor, weil Unken
                                [126.27] den Ton angaben, aus den Dichtungen der Romantiker […]</quote>
                            <quote>[…] um die deutlich
                                glasglockenzarten Rufe der Unke [127.22] einzufangen.</quote>
                            <quote>Und plötzlich dann doch der Ruf
                                einer einzelnen Unke [143.14]:</quote>
                            <quote>Es ist die einzelne Unke
                                [144.17] gewesen, die Alexandra geraten hat, das Ende unserer Bemühungen
                                vorwegzunehmen.</quote>
                            <quote>»Das war eine Unke [160.9]«</quote>
                            <quote>»Diese Unke [160.9] ruft
                                nicht mehr«</quote>
                            <quote>»Platte Unke [160.10]«</quote>
                            <quote>»Noch eine plattgewalzte Unke
                                [160.10], kein gutes Zeichen!«</quote>
                            <quote>[…] werden es wohl doch
                                Froschlurche, also Unken [160.16], gewesen sein […]</quote>
                            <quote>[…] sogleich entsteht mir ein Bild,
                                auf dem eine blitzneue Fahrradrikscha mit einer Unke [211.29] als
                                Fahrgast in Richtung Zukunft rollt...</quote>
                            <quote>Wenn im Vorjahr alles zu früh, viel
                                zu früh gekommen war - der Raps, die Unken [276.6] -, war in diesem
                                Frühjahr alles spät, viel zu spät dran. </quote>
                            <quote>Deshalb wohl ließen sich keine Unken
                                [280.14] hören...</quote>
                            <quote>[…] aber es rief keine Unke
                                [284.24] […]</quote>
                            <quote>[…] doch ließ ich zum Rund der
                                Kuppelöffnung empor eine einzelne Unke [296.17] rufen:</quote>
                            <quote>Doch nicht ich bin der Rufer
                                gewesen, vielmehr hat die Unke [296.24] aus meinem Innersten heraus...</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgd#gelbbauchunke">Gelbbauchunke</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rotbauchunke">Rotbauchunke</ref>; <ref target="#unkenruf">Unkenruf</ref>; <ref target="#unken">Unken</ref>; <ref target="#unkengeläut">Unkengeläut</ref></xr>
                    </sense><sense n="2." xml:id="unke.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num> 
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg> 
                        <def><hi rend="italic">jmd., der [ständig] unkt;
                            Schwarzseher</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Bist selber Unke [127.12]!</quote></cit></sense>
                        <sense n="3." xml:id="unke.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num><usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg> <def>Spitzname für <ref target="textgrid:24cgw#alexander_reschke">Alexander Reschke
                            [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>Professor Dr. Alexander Reschke
                                    hing, aus Studentenmund, ein Spitzname an, die Unke [105.7].</quote>
                                <quote>Was hat ihn, den Zauderer, »die Unke
                                    [106.11]«, zum Handelnden gemacht?</quote></cit></sense></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unken</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→  unken</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">das Rufen einer <ref target="textgrid:24ch0#unke.1">Unke (1)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                        <quote>Und in die Stille und über das
                            endlose Unken [143.25] hinweg sagte die Piątkowska:</quote></cit></sense></entry>

                <entry xml:id="unkengeläut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unkengeläut</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="unkengeläut.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num><def><hi rend="italic">glockenartiges Rufen
                        einer<ref target="textgrid:24ch0#unke.1">Unke (1)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] wie fordernd sie ihre Wörter
                                anstößt und mit dem Unkengeläut [128.8] mischt.</quote>
                            <quote>[…] im Chor und vereinzelt, Unkengeläut
                                [166.10].</quote>
                            <quote>Die in Chatterjees Werkstätten
                                entwickelte Dreitonklingel ließ vielerorts ein melodisch tönendes Konzert
                                vertraut werden, das […] dem Unkengeläut [213.2] nachempfunden worden
                                war.</quote>
                            <quote>Unkengeläut [280.16], das wir im Frühling […] zwischen Kopfweiden
                                im flachen Werder aufgenommen hatten, wurde uns behilflich.</quote>
                            <quote>Nur so ließ sich mit dem vom Unkengeläut
                                [283.21] gehobenen Wort »hochzeitlich«  die zukünftige polnisch-bengalische
                                Symbiose feiern;</quote></cit>
                    </sense><sense n="b)" xml:id="unkengeläut.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num> <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Fahrradklingel, die eine Tonfolge ähnlich dem
                            Unkengeläut (a) wiedergibt</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Auch dieses Modell lief mit traurig
                                    schönem Unkengeläut [213.16].</quote></cit></sense></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unkenruf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unkenruf</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[12*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense n="1." xml:id="unkenruf.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                        <def><hi rend="italic">dumpf klingender<ref target="textgrid:24cgv#ruf.1">Ruf
                            (1)</ref> einer<ref target="textgrid:24ch0#unke.1">Unke (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>In vielen deutschen Märchen […]
                                    verheißt der Unkenruf [126.14] Unheil.</quote>
                                <quote>Wenn Arnim die Unkenrufe
                                    [127.1] auf Johannisfunken reime, wolle er den späten Juni, die Zeit des
                                    Johannisfeuers andeuten;</quote>
                                <quote>So ausführlich sind mir, mit Hilfe
                                    der Tontechnik, seine Orts- und Zeitangaben, ihre Beschwerden und die Unkenrufe
                                    [128.3] zum Trio gemischt.</quote>
                                <quote>Eine Tonbandaufzeichnung, die
                                    gleich hinter den Unkenrufen [128.17] Erna Brakups Gebrabbel bewahrt,
                                    wärmt Erinnerungen auf.</quote>
                                <quote>Später […] höre ich sie, vor
                                    Uferschilf stehend, über die Unkenrufe [131.11] hinweg aufs Tonband
                                    sprechen:</quote>
                                <quote>Der Unkenruf [143.23] wollte
                                    nicht enden...</quote>
                                <quote>Alexandra hat diesen Wechselreden,
                                    die sich mit den Unkenrufen [144.9] wiederholten, ein Ende gesetzt:</quote>
                                <quote>[…] da zu Reschkes Nachlaß jenes
                                    Tonband vom Vorjahr gehört, auf dem er Unkenrufe [280.29] als Vorrat
                                    eingefangen hatte […]</quote>
                                <quote>Erst als sie in die Kaschubei
                                    fuhren, um mit dem Tonbandgerät Unkenrufe [284.24] aufzuzeichnen</quote>
                                <quote>Und die Pantheonkuppel war wie
                                    erbaut für den Unkenruf [296.19] […]</quote>
                                <quote>[…] doch ist der Unkenruf
                                    [296.28] von mir abgehoben gewesen bis hoch zur Scheitelöffnung […]</quote></cit>
                    </sense><sense n="2." xml:id="unkenruf.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">pessimistische
                        Äußerung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber verehrte Frau Piątkowska!
                                Was sollen denn diese Unkenrufe [247.20]?</quote></cit><xr>
                                    <ref target="#unkenrufen">Unkenrufen</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="unkenrufen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unkenrufen</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Kundtun eines<ref target="textgrid:24ch0#unkenruf.2">Unkenrufs (2)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                        <quote>[…] was jedoch hier, Mitte Mai zu
                            Gehör komme, sei beklemmend vorweggenommenes Unkenrufen [127.5].</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unkraut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unkraut</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Pflanzen, die zwischen
                        angebauten Pflanzen wild wachsen [u. deren Entwicklung behindern]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>An anderer Stelle wußte er, hinter Unkraut
                                [174.28] versteckt, eine hohe Stele aus Kalkstein […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unrecht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unrecht</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">als falsch, verwerflich
                        empfundene Verhaltensweise, Handlung, Tat</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1b; D unrecht 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nach all dem Unrecht
                                [85.11], das sich Menschen angetan haben […]</quote>
                            <quote>[…] als die Grabsteininschrift »Nach
                                Unrecht [151.11] ward das Recht geboren, die Heimat blieb ihm unverloren«                                zur Debatte stand.</quote>
                            <quote>Ihre Existenz erinnerte die Polen
                                an Unrecht [221.10], das nicht, wie sonst üblich, den Russen zugeschoben
                                werden konnte.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unreifezeugnis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unreifezeugnis</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Wortspiel zu Reifezeugnis = Urkunde, mit
                            denen Abiturienten von der Schule abgehen [°] und Unreife =
                            Unerfahrenheit, Unfähigkeit [°]</form> <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zeugnis.2">Zeugnis  (2)</ref>;, das
                        jmd., etw. keine oder nur ungenügende <ref target="textgrid:24cgv#reife">Reife</ref> zuspricht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] auch fiele es schwer, dem
                                doppelten Unreifezeugnis [172.17] mit besseren Schulnoten nachzuhelfen, zumal
                                die Schwarzseher, nach Lage der Dinge, meistens recht behalten;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unruhe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unruhe</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">unter einer größeren Anzahl
                        von Menschen herrschende, durch [zornige] Erregung, Empörung, Unmut,
                        Unzufriedenheit gekennzeichnete Stimmung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                            <quote>Bei sonst normalem Friedhofsbetrieb
                                kam es während der Aufsichtsratssitzung vom 5. November zu kontroverser Debatte.
                                Unruhe [174.2] seitdem...</quote>
                            <quote>Erst als ein neues Projekt
                                beantragt wurde, kam auf polnischer Seite Unruhe [233.2] auf […]</quote>
                            <quote>Mit Unruhe [250.11] reagiere
                                die Kundschaft - wirklich, er sprach von Kundschaft! - auf allzu lange
                                Wartezeiten.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unschickliche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unschickliche</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                        <form type="inflected">→  unschicklich</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einer bestimmten menschlichen
                        od. gesellschaftlichen Situation unangemessen u. daher unangenehm auffallend</hi> [°
                        D unschicklich; D schicklich]</def><cit>
                            <quote>[…]»wenngleich«, wie Reschke
                                schreibt, »nichts Unschickliches [138.4] geschehen ist, denn die
                                Rikschas legten wie die Taxis den […] Weg mit seitlich wehendem Trauerflor zurück«.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unschuld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unschuld</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <re><form>
                        *Unschuld vom Lande</form> <usg><hi rend="spaced">scherzh.</hi></usg>, meist <usg><hi rend="spaced">spöttisch</hi></usg><sense>
                            <def><hi rend="italic">unerfahrenes u. moralisch
                                unverdorbenes, naives, nicht gewandt auftretendes junges Mädchen vom<ref target="textgrid:24cgk#land.3">Land
                                    (3)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Man kann nicht einerseits den
                                            Kapitalismus wollen und andererseits die Unschuld vom Lande [56.3]
                                            spielen.</quote></cit></sense></re></entry>
                
                <entry xml:id="unsitte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unsitte</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">abwertend</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schlechter Brauch; schlechte
                        Gewohnheit, Angewohnheit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] bis sie uns nach Kriegsende, dank
                                demokratischer Umerziehung, mit anderen Unsitten [230.9] abhanden gekommen
                                ist.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="untat">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Untat</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                        <usg><hi rend="spaced">emotional</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">böse, grausame,
                        verbrecherische, verwerfliche <ref target="textgrid:24cgz#tat.1">Tat (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ganz zu schweigen von all den
                                anderen unsäglichen Untaten [25.14]...</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterfutter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterfutter</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Belag, Schicht auf der
                        eigentlichen äußeren Hülle von etw.</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Wenig Abfall: außer dem moosigen Unterfutter
                                [33.25] der Pilzhüte geringe Schneckenfraßspuren.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="untergeschoß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Untergeschoß</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Souterrain, untere Etage,
                        Kellergeschoss</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Untergeschoss; D Souterrain]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in der das Untergeschoß
                                [10.22] des ehemaligen Wehrturms mit handgemaltem Schild »Kantor«  als Wechselstube
                                ausgewiesen war.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterhaltskosten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterhaltskosten</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">mit dem Instandhalten von
                        etw. verbundene<ref target="textgrid:24cgj#kosten">Kosten</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Unterhalt 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Trotz erheblicher Neben- und Unterhaltskosten
                                [157.22] schnellten die Konten in unerwartete Höhe.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterhose">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterhose</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgf#hose">Hose</ref>, die unter der
                        Oberbekleidung unmittelbar auf dem Körper getragen wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in der während des ersten oder
                                zweiten russischen Kriegswinters Wollsachen, vom Pullover bis zum Pulswärmer,
                                lange Unterhosen [140.28] und Pelzmäntel […] verpackt wurden.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterkommen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterkommen</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unterkunft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                        <quote>Die ehemaligen Einwohner […] hatten
                            überwiegend in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen wenn nicht
                            Heimat, so doch erträgliches Unterkommen [94.13] gefunden;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterlagen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterlagen</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">schriftlich Niedergelegtes,
                        das als Beweis, Beleg, Bestätigung o.Ä.
                        für etw. dient; Dokumente; Urkunden; Akten o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar fehlt im Wust der vorliegenden
                                Unterlagen [92.8] kein einziger Brief […]</quote>
                            <quote>Seinem Brief legte er entsprechende
                                Unterlagen [108.13] bei.</quote>
                            <quote>Das lese ich der Hotelrechnung ab,
                                die […] zu den Unterlagen [110.4] auf meinem Tisch gehört.</quote>
                            <quote>In meinen Unterlagen [156.6]
                                finden sich keine Hinweise auf Reisen.</quote>
                            <quote>Sie sei bereit, mit allen Unterlagen
                                [250.16] und Daten nach Düsseldorf umzuziehen […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterlippe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterlippe</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">untere <ref target="textgrid:24cgk#lippe">Lippe</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                        <quote>Ihr voller Mund, seine
                            zurückweichende Unterlippe [155.30].</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="untermieter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Untermieter</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">gewerblich genutzte Räume in
                        einem [dafür ursprünglich nicht vorgesehenen] Gebäude</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] der achteckige Wehrturm, dessen
                                neuester Untermieter [13.22], die gedrängt volle Wechselstube […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unternehmen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unternehmen</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="unternehmen.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was durch
                        Aktivität in die Tat umgesetzt wird; Vorhaben</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1, D unternehmen 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Und doch gibt er der Schubkraft des
                                Unternehmens [53.9] Vorschuß:</quote>
                            <quote>[…] obgleich ihm bewußt war, daß
                                schon die Ankündigung des Staatsbesuches dem Unternehmen [131.2] »Versöhnungsfriedhof«                                ein günstiges Licht geworfen hatte.</quote>
                            <quote>Und wahrscheinlich wäre das […] von
                                Marczak als »erweiterte Friedhofstätigkeit«  umschriebene Unternehmen
                                [194.22] als nicht mehrheitsfähig zerredet, unter Streitgeröll begraben worden
                                […]</quote>
                            <quote>Dieses raumsparende Unternehmen
                                [207.30] verlangt absolut würdevolle Gestaltung.</quote></cit>
                    </sense><sense n="2." xml:id="unternehmen.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">[aus mehreren
                        Werken, Filialen o.Ä. bestehender]
                        Betrieb (im Hinblick auf seine wirtschaftliche Einheit)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Demnächst wird auch dieses Unternehmen
                                [108.25] mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen haben;</quote>
                            <quote>[…] mit deren Hilfe die DPFG ein
                                verzweigtes, ich meine, ein undurchsichtiges Unternehmen [170.14] wurde.</quote>
                            <quote>[…] sein mittelständisches Unternehmen
                                [191.27], spezialisiert auf Fußbodenheizung, bot Möglichkeiten fachkundiger
                                Zusammenarbeit.</quote>
                            <quote>Wohl deshalb genießt Chatterjees
                                Produktion, so mittelgroß das Unternehmen [205.28] vorerst noch ist,
                                wachsendes Ansehen...</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgd#großunternehmen">Großunternehmen</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#reiseunternehmen">Reiseunternehmen</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#unternehmen_coloradokäfer">Unternehmen Coloradokäfer [Register]</ref>; <ref target="#unternehmer">Unternehmer</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="unternehmer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unternehmer</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Eigentümer eines<ref target="textgrid:24ch0#unternehmen.2">Unternehmens (2)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg><def>
                            der Unternehmer <ref target="textgrid:24cgw#gerhard_vielbrand">Gerhard Vielbrand [Register]</ref> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] Herr Gerhard Vielbrand, 57
                                    Jahre alt, mittelständischer Unternehmer [117.8] aus Braunschweig […]</quote>
                                <quote>[…] wobei es zu
                                    Meinungsverschiedenheiten zwischen dem mittelständischen Unternehmer
                                    [151.9] Gerhard Vielbrand und dem Vizedirektor Marian Marczak kam […]</quote>
                                <quote>Und bei Reschke finde ich Hinweise,
                                    die den Unternehmer [193.8] in ein milderes Licht rücken:</quote>
                                <quote>Indem der mittelständische Unternehmer
                                    [207.22] des Professors kürzlich dozierten Vortrag nach seinem Belieben
                                    auswertete […]</quote>
                                <quote>[…] wird wohl die Aufsicht,
                                    vertreten durch den Unternehmer [237.20] Vielbrand, tätig geworden sein;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unternehmungsgeist">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unternehmungsgeist</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Initiative, etw., was
                        bestimmte Handlungen, Aktivitäten o.Ä.
                        erfordert, in die Tat umzusetzen, durchzuführen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D unternehmen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] versprach, mit Hinweis auf den Grabstein
                                des Werftgründers, dessen Unternehmungsgeist [201.5] zu beleben.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterschrift">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterschrift</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">zum Zeichen der Bestätigung,
                        des Einverständnisses o.Ä.
                        eigenhändig unter ein Schriftstück, einen Text geschriebener Name</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Keine Unterschriften [248.18]
                                durften die beiden leisten oder verweigern.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterseite">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterseite</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">nach unten gewandte, nicht
                        sichtbare <ref target="textgrid:24cgx#seite.5b">Seite (5b)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Hätte Reschke […] die seitlich
                                geplatzte Unterseite [160.21] fotografiert, könnte ich jetzt mit
                                Bestimmtheit von Rotbauchunken sprechen.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterstellung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterstellung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def><hi rend="italic">falsche Behauptung, mit der jmdm.
                            in ungerechtfertigter Weise etw. zugeschrieben wird</hi> [° D2; D unterschieben
                            b]</def><cit>
                                <quote>Marczak berichtete, daß mehrere
                                    Abgeordnete des Sejm diese Unterstellung [197.24] zurückgewiesen […]
                                    hätten;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterstützung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterstützung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Unterstützen, Helfen,
                        Fördern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Im nachhinein weiß ich, daß von seiten
                                des Flüchtlingsverbandes […] diskrete Unterstützung [112.25] zugesagt worden
                                ist.</quote>
                            <quote>Frau Johanna Dettlaff […] fand bei Karau
                                Unterstützung [238.29], als sie den abmahnenden Satz: »Privat- und Geschäftsleben
                                müssen künftig streng getrennt werden«, ins Protokoll aufgenommen haben wollte.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="untertassenteller">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Untertassenteller</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">kleinerer <ref target="textgrid:24cgz#teller">Teller</ref>,
                        in dessen leichte Vertiefung in der Mitte die <ref target="textgrid:24cgz#tasse">Tasse</ref> gestellt wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Untertasse]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir fielen drei Untertassenteller
                                [265.6] auf, halb oder nur noch spärlich gefüllt mit Lutschbonbons […]</quote>
                            <quote>Vorhin noch waren mir […] die drei Untertassenteller
                                [268.4] voller rosa Lutschbonbons wichtig […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="untertertianer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Untertertianer</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form>
                        <usg><hi rend="spaced">veraltend </hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Schüler der vierten Klasse
                        des Gymnasiums</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Untertertia]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] man wird uns als Untertertianer
                                [21.27] in eine Schulbank gezwängt haben […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterwassergesellschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterwassergesellschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgd#gesellschaft.3b">Gesellschaft (3b)</ref>;,
                        die unter der <ref target="textgrid:24ch2#wasser.b">Wasser(b)</ref>oberfläche zusammenkommt</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Sie alle waren klagende Mitglieder einer
                                Unterwassergesellschaft [268.12], anwesend und weit weg zugleich...</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unterzeichnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unterzeichnung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unterschrift, mit der der
                        Inhalt eines Schriftstücks bestätigt wird; Signatur</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unterzeichnen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Beschwerden der Presse, man
                                habe den Journalisten erst nach Unterzeichnung [119.27] des Vertrages
                                erlaubt, Fragen zu stellen, wehrt er wie Fliegen ab:</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unvereinbarkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unvereinbarkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Trennung aufgrund
                        widerstreitender Interessen, die nicht miteinender in Einklang zu bringen sind</hi> 
                        <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unvereinbar]</ref></def><cit>
                            <quote>Mit Mühe hatte ihr Jerzy Wróbel die
                                Unvereinbarkeit [146.3] eines zum Friedhof gehörenden Arbeitsplatzes mit
                                ihrem Sitz in der Aufsicht erklärt […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unverträglichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unverträglichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Streitsüchtigkeit, Zank</hi> 
                        <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D unverträglich 2]</ref></def><cit>
                            <quote>Zunehmend bereitet mir das
                                Tagesgeschehen Kummer, weil unsere Idee unter der Last deutscher Unverträglichkeiten
                                [98.14] Schaden nehmen könnte...</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="unwille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Unwille</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">lebhaftes Missfallen, das
                        sich in Ungehaltenheit, Gereiztheit, unfreundlicher od. ablehnender Haltung
                        äußert</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sauber und krakelig rechtfertigen
                                die Februarbriefe meinen Unwillen [98.29].</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="uralte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Uralte</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der/die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <form type="inflected">Pl. -n</form> <usg><hi rend="spaced">verstärkend</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">jmd. der sehr alt, bejahrt ist</hi> 
                        [°; D uralt; D alt 1a]</def><cit>
                            <quote>Es ist, als ob die Alten und Uralten
                                [97.6] uns zuriefen: Beeilt euch!</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urenkel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urenkel</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) - </form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Kind eines <ref target="textgrid:24cg7#enkel">Enkels</ref>
                        od. einer Enkelin; Großenkel</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] unter ihnen Urenkel [137.31]
                                der Verstorbenen […]</quote>
                            <quote>Weil die anreisenden Enkel und Urenkel
                                [233.8] der Verstorbenen nicht nur die vieltürmige Stadt, sondern auch deren
                                flaches und gehügeltes Umland kennenlernten […]</quote></cit><xr>
                                    <ref target="#urenkelgeneration">Urenkelgeneration</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="urenkelgeneration">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urenkelgeneration</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urenkel">Urenkel</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#generation.1">Generation (1)</ref></def><cit>
                            <quote>Die hinlänglich bekannte
                                Vergnügungssucht der Enkel- und Urenkelgeneration [246.6] will man dafür
                                zur Kasse bitten.</quote>
                            <quote>[…] weil immer mehr hochschwangere
                                Frauen der Enkel- und Urenkelgeneration [270.19] die Reise nicht
                                scheuten:</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urgroßeltern">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urgroßeltern</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg7#eltern">Eltern</ref> des Großvaters
                        od. der Großmutter</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Deutlich, wenn nicht gar fordernd,
                                spreche sich die Bereitschaft der Familienangehörigen aus, diesen Wunsch der Eltern,
                                Großeltern, Urgroßeltern [177.9] zu erfüllen. </quote>
                            <quote>[…] wo die Großeltern und Urgroßeltern
                                [233.14] durch Erst- oder Zweitbestattung letzte Ruhe gefunden hatten.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urlaub">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urlaub</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(in Betrieben, Behörden, beim
                        Militär nach Arbeitstagen gezählte) dienst-, arbeitsfreie Zeit, die jmd. [zum
                        Zwecke der Erholung] erhält</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] hatte sich bei einigen dieser
                                noch jungen Menschen […] der Wunsch verfestigt, dort den Urlaub [233.13]
                                zu verbringen […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urne</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[7*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">krugartiges, bauchiges, meist
                        künstlerisch verziertes Gefäß aus Ton, Bronze o.Ä., in dem die Asche eines Verstorbenen aufbewahrt u.
                        beigesetzt wird u. die früher auch zur Aufnahme von Grabbeigaben diente</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar ging es, kaum war die Idee
                                flügge, nur noch um […] Schwierigkeiten beim Überführen der Särge und Urnen
                                [40.27] […]</quote>
                            <quote>Nur Reschke war, weil Ästhet von
                                Berufs wegen, angesichts der überführten Urnen [149.18] besorgt.</quote>
                            <quote>Indem er Kunststoffgefäße unter
                                Verbot stellte, gelang es ihm, die Verwendung von hartgebrannten, aus Töpferton
                                geformten Urnen [149.23] zu fördern.</quote>
                            <quote>[…] als dann sogar eine Urne
                                [152.24], ohne allerdings zu zerscherben, umgestoßen, brutal mutwillig
                                umgestoßen wurde […]</quote>
                            <quote>Bei minus siebzehn Grad konnten
                                selbst Urnen [188.16] nicht fachgerecht beigesetzt werden.</quote>
                            <quote>Angesichts der Schneekappen auf den
                                Urnen [189.1] mußte Alexandra lachen.</quote>
                            <quote>[…] die Alte wird das Paar zwischen
                                verschneiten Grabhügeln, vor weißverkappten Urnen [190.15] und unter überzuckerten
                                Friedhofslinden fotografiert haben.</quote></cit><xr>
                                    <ref target="#urnenbeisetzung">Urnenbeisetzung</ref>; <ref target="#urnenbereich">Urnenbereich</ref>; <ref target="#urnenfeld">Urnenfeld</ref>; <ref target="#urnenfriedhof">Urnenfriedhof</ref>; <ref target="#urnengrab">Urnengrab</ref>; <ref target="#urnenüberführung">Urnenüberführung</ref></xr></sense>
                </entry>
                
                <entry xml:id="urnenbeisetzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnenbeisetzung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form><sense> <def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#beisetzung">Beisetzung</ref></def><cit>
                            <quote>Bei den Urnenbeisetzungen
                                [149.4] war der Kreis der Leidtragenden kleiner […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urnenbereich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnenbereich</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#bereich.a">Bereich (a)</ref></def><cit>
                            <quote>Das untere Viertel, den Urnenbereich
                                [188.22], sehe ich bis dahin gleichfalls als geschlossenes Feld.</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urnenfeld">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnenfeld</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -er</form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#feld.1a">Feld (1a)</ref></def><cit>
                            <quote>Als sie […] weiteren Raum für Grab-
                                und Urnenfelder [68.18] ahnten, nahm ihre Begeisterung um gut eineinhalb
                                Hektar zu.</quote>
                            <quote>[…] Ende Juli wurde es notwendig,
                                auf dem Versöhnungsfriedhof ein Urnenfeld [148.15] anzulegen […]</quote>
                            <quote>[…] wurde das erste Urnenfeld
                                [149.1] gleichfalls im westlichen Bereich des Versöhnungsfriedhofs angelegt […]</quote>
                            <quote>Schon lag die siebte
                                Grabstellenreihe aufgefüllt, und das Urnenfeld [154.1] verlangte
                                Erweiterung.</quote>
                            <quote>Gräberreihe um Gräberreihe, Urnenfeld
                                [173.28] an Urnenfeld [173.28].</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urnenfriedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnenfriedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#friedhof">Friedhof</ref></def><cit>
                            <quote>Auch dieser Urnenfriedhof
                                [66.16] wurde bis Ende der sechziger Jahre eingeebnet […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urnengrab">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnengrab</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gräber</form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#grab.a">Grab (a)</ref></def><cit>
                            <quote>Den Maßeinheiten deutscher
                                Friedhofsordnung folgend, konnte bei voller Belegung mit 20 000 Grabstellen
                                gerechnet werden, einschließlich der kleineren Urnengräber [118.13].</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urnenüberführung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urnenüberführung</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form><sense><def n="compound"><ref target="#urne">Urne</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#überführung">Überführung</ref></def><cit>
                            <quote>Für diese Wünsche werden außerdem
                                die niedrigen Kosten, insbesondere bei Urnenüberführungen [148.25],
                                gesprochen haben […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="ursache">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Ursache</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">etw. (Sachverhalt, Vorgang,
                        Geschehen), was eine Erscheinung, eine Handlung od. einen Zustand bewirkt,
                        veranlasst; eigentlicher Anlass, Grund</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Reschke wird […] die Piątkowska
                                nach den Ursachen [39.20] ihrer Deutschkenntnisse gefragt haben […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="urteil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urteil</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">prüfende, kritische
                        Beurteilung […], abwägende Stellungnahme</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Schon früh, noch vor den ersten
                                Beerdigungen, hat Reschke ihr Urteil [164.23] festgehalten:</quote></cit><xr>
                                    <ref target="textgrid:24cgr#pauschalurteil">Pauschalurteil</ref>; <ref target="#urteilskraft">Urteilskraft</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="urteilskraft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Urteilskraft</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">Fähigkeit, über etw. ein <ref target="#urteil">Urteil</ref> 
                        zu fällen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Tatsache, daß nach Ende des
                                Zweiten Weltkriegs Millionen Deutsche ihre Heimat […] verlassen mußten, teilte
                                gleichfalls seine Urteilskraft [105.23], ohne ihn zu zerreißen;</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="utensil">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Utensil</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">meist Pl.: -ien</form>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">etw., was man für einen
                        bestimmten Zweck braucht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Übrigens hat unser gemeinsamer
                                Freund Chodowiecki […] in seinen Stichen und Zeichnungen viele dieser
                                nützlichen Utensilien [100.30] überliefert […]</quote></cit></sense></entry>
                
                <entry xml:id="utopiescheiße">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Utopiescheiße</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>  <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form> <usg><hi rend="spaced">derb
                            emotional abwertend</hi></usg>
                    </form><sense><def><hi rend="italic">als schlecht und verabscheuenswürdig
                        angesehenes, von <ref target="textgrid:24cgw#bloch">Bloch [Register]</ref> in seinem philosophischen
                        Werk „Geist der Utopie“ (1918) entwickeltes Prinzip, wonach Utopie ein
                        geistlich-metaphysischer Zug aller Individuen und allen seins ist</hi> [°KNLL; D
                        Scheiß-]</def><cit>
                            <quote>Wir nehmen jetzt Bloch auseinander.
                                Na, diese Utopiescheiße [183.17].</quote></cit></sense></entry>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>