<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!--
            Diese Datei wurde automatisch generiert aus file:///home/tv/Documents/Dropbox/MT-Shared/Diss_Buch/wb/wb_tei/detex/w_tei.xml – bitte nicht von Hand bearbeiten.
        --><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="w"><head>W</head>
                <entry xml:id="waage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="waage.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <re><form>*einander die Waage halten</form>
                                <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">sich im Ausmaß, in der Intensität, in
                                            der Bedeutung o.Ä. gleichkommen)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Nach kurzem Hin und Her, bei dem deutsche
                                            Rechthaberei und polnische Empfindlichkeit einander die
                                            Waage [151.15] hielten […]</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="waage.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <usg><hi rend="spaced">Astrol.</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Tierkreiszeichen für die Zeit vom 24.9. bis
                                    23.10.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>plastische Darstellung der Waage im Tierkreiszeichen [°]</def><cit>
                                <quote>Der Piątkowska gab die Uhr letzte Arbeit: die Sonne
                                    zwischen Krebs und Zwillingen und auch der Mond zwischen Waage
                                    [157.4] und Skorpion verlangten nach Gold.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wacholder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wacholder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(zu den Nadelhölzern gehörender) immergrüner
                                Strauch od. kleinerer Baum mit nadelartigen od. schuppenförmigen
                                kleinen, graugrünen Blättern u. blauschwarzen Beerenfrüchten (die
                                bes. als Gewürz u. zur Herstellung von Branntwein verwendet
                                werden)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Gegen die Anpflanzung einer schnellwachsenden Hecke - Reschke
                                schlug Wacholder [154.15] vor - gab es keine Einwände.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#wacholdergebüsch">Wacholdergebüsch</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wacholdergebüsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wacholdergebüsch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wacholder">Wacholder</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gebüsch">Gebüsch</ref></def><cit>
                            <quote>Auf der Hinfahrt fiel mir […] jenes kugelige
                                Wacholdergebüsch [125.14] auf, das ich mir sogleich als genügsam
                                vorstellte, geeignet für unsere Friedhofsanlage...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wachstuchtasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wachstuchtasche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#tasche.2">Tasche (2)</ref>; aus einem einseitig mit
                                einer Art Firnis beschichteten Gewebe, das wasserabstoßend ist</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Wachstuch 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] verdrängt von häßlichen Wachstuchtaschen [17.14] und
                                radikal entwertet durch den Plastikbeutel.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waffenlieferung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waffenlieferung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die <ref target="textgrid:24cgk#lieferung">Lieferung</ref> von Geräten,
                                Instrumenten, Vorrichtungen als Mittel zum Angriff auf einen Gegner,
                                zur Zerstörung von Bauwerken, technischen Anlagen usw. od. zur
                                Verteidigung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Waffe 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Als noch das Ultimatum lief, hatten ihn eindeutig die deutschen
                                Waffenlieferungen [190.8] in den Irak empört […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waffensystem">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waffensystem</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Milit.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">militärisches Kampfmittel, das aus dem
                                eigentlichen Angriffs- bzw. Verteidigungsgerät besteht und dem zu
                                seinem Einsatz erforderlichen Ausrüstungen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Waffe]</ref></def><cit>
                            <quote>War es hier die arabische Wüste, in der neue Waffensysteme
                                [154.22] erprobt werden sollten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wagen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wagen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[28*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wagen.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Auto […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Das beste ist, wir nehmen den Wagen [62.31]...</quote>
                                <quote>Wir nahmen den Wagen [63.6]...</quote>
                                <quote>Als wir den Wagen [63.6] auf dem bewachten Parkplatz
                                    abgestellt hatten...</quote>
                                <quote>Es bleibt bei seiner Umschreibung: »Am besten, wir
                                    nehmen den Wagen [63.19]...«</quote>
                                <quote>Da er seine Forschungen in den Hauptkirchen der Stadt zu Fuß
                                    erledigte, hatte er den Wagen [63.21] auf dem bewachten
                                    Hotelparkplatz abgestellt.</quote>
                                <quote>Während Reschke den Wagen [65.20] parkt […]</quote>
                                <quote>[…] parkte er seinen Wagen [67.1] […]</quote>
                                <quote>[…] auf dem Weg [70.14] zum geparkten Wagen
                                    […]</quote>
                                <quote>Ein stabiler Wagen [70.28], der Sicherheit
                                    garantiert.</quote>
                                <quote>Er parkte den Wagen [71.9] auf dem Hotelparkplatz.</quote>
                                <quote>Als Reschke den Wagen [72.11] seitlich vom Hevelius parkte,
                                    lag die Stadt schon im Novemberdunkel.</quote>
                                <quote>Wenn es bei ihr nicht schnell genug mit dem Visum geklappt
                                    hätte, wäre ihm die Anreise mit dem Wagen [115.25] oder per
                                    Flugzeug möglich gewesen. </quote>
                                <quote>Er nahm den Wagen [117.4], drei weitere Personen flogen ab
                                    Hamburg:</quote>
                                <quote>Sie nahmen den Wagen [121.14].</quote>
                                <quote>[…] als sie auf der Chaussee von Neuteich nach Tiegenhof
                                    den Wagen [126.24] zwischen Chausseebäumen parkten
                                    […]</quote>
                                <quote>Das Paar war mit dem Wagen [142.25] in die Kaschubei
                                    gefahren.</quote>
                                <quote>Am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages trafen sie -
                                    per Wagen [182.9] - in Bremen ein.</quote>
                                <quote>Reschke nahm den Wagen [209.29], die Piątkowska benutzte
                                    die Eisenbahn, und Chatterjee, nun ja, der flog.</quote>
                                <quote>[…] über Reschkes Wagen [240.5] steht ja seit Wochen
                                    kein Wort geschrieben […]</quote>
                                <quote>Dann kam der Ärger mit dem Wagen [267.22], dieser Unflat
                                    gehässiger Verdächtigungen.</quote>
                                <quote>Auf einem Notizzettel steht: »Endlich mit neuem Wagen
                                    [276.3] ins Grüne.«</quote>
                                <quote>Der Picknickkorb war im Wagen [277.15] geblieben.</quote>
                                <quote>[…] jenseits der Chaussee, wo sie den neuen Wagen
                                    [277.21] abgestellt hatten […]</quote>
                                <quote>[…] mein Wagen [284.7] von unbewachtem Parkplatz
                                    gestohlen […]</quote>
                                <quote>Erst als sie in die Kaschubei fuhren, […] hat er mit
                                    einer Notiz den »neuen Wagen [284.25]« 
                                    vorgestellt.</quote>
                                <quote>[…] Reschkes neuer Wagen [287.19] -jetzt bin ich sicher,
                                    ein Volvo - stand, als Ende Mai die Hochzeit Anlaß zur Feier
                                    bot, auf dem bewachten Parkplatz […]</quote>
                                <quote>Ich weiß, daß der neue Wagen [295.8], in dem sie südwärts
                                    fuhren, ein Volvo 440 war.</quote>
                                <quote>Heil, weil aus dem Wagen [299.19] geschleudert, der sich
                                    überschlug, überschlug, blieben ein Lederpantoffel und ein
                                    gehäkeltes Einkaufsnetz.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgp#neuwagen">Neuwagen</ref>; <ref target="textgrid:24cgr#privatwagen">Privatwagen</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="wagen.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">dem Transport von Personen od. Sachen dienendes,
                                    auf Rädern rollendes Fahrzeug, [das mit einer Deichsel versehen
                                    ist u. von Zugtieren (bes. Pferden) gezogen wird]</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgk#leichenwagen">Leichenwagen</ref>; <ref target="textgrid:24cgr#pferdewagen">Pferdewagen</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wahl.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl. selten</form><def><hi rend="italic">Möglichkeit der Entscheidung; das Sichentscheiden zwischen zwei
                                    od. mehreren Möglichkeiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] immerhin standen noch blaßviolette und weißliche zur
                                    Wahl [8.31].</quote>
                                <quote>[…] kann ich das Schreibwerkzeug - im Gegensatz zum Auto
                                    seiner Wahl [82.16] - bestimmen:</quote>
                                <quote>[…] daß seine Manier, sich altmodisch elegant zu
                                    kleiden, auch bei der Wahl [284.1] seines Autos den Ausschlag
                                    gegeben haben kann […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wortwahl">Wortwahl</ref></xr><re><form> *dritte Wahl</form>
                                <usg><hi rend="spaced">bes. Kaufmannsspr.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">dritte Güteklasse</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Die Schnittblumen waren dritte Wahl [8.9].</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense><sense n="2." xml:id="wahl.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Abstimmung über
                                    die Berufung bestimmter Personen in bestimmte Ämter, Funktionen,
                                    über die Zusammensetzung bestimmter Gremien, Vertretungen,
                                    Körperschaften durch Stimmabgabe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24ch1#volkskammerwahl">Volkskammerwahl</ref>; <ref target="#wahlgang">Wahlgang</ref>;
                                    <ref target="#wahlniederlage">Wahlniederlage</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahlgang">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahlgang</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gänge</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Abstimmung, Stimmabgabe bei der <ref target="textgrid:24ch2#wahl.2">Wahl
                                    (2)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Jener Ministerpräsident […] konnte sich, als in zwei
                                Wahlgängen [171.20] um das höchste Staatsamt gestritten wurde,
                                bereits im ersten nicht behaupten;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahlniederlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahlniederlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgp#niederlage">Niederlage</ref> bei einer <ref target="textgrid:24ch2#wahl.2">Wahl
                                    (2)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ferner beklagt er […] die Wahlniederlage [99.16] der
                                Sandinisten in Nicaragua […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einbildung, irrige Annahme; falsche Vorstellung,
                                die sich bei jmdm. festgesetzt hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Doch zu diesem Wahn [92.2] und zum Sinn dieses Wahns [92.3], zu
                                unserem Wahn-Sinn sage ich ja, ja, immer wieder ja...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#wahn-sinn">Wahn-Sinn</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahnsinn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahnsinn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großer Unsinn, sehr unvernünftiges, unsinniges
                                Denken, Verhalten, Handeln; grenzenlose Unvernunft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Ist das nicht Wahnsinn [91.24]?</quote>
                            <quote>Ja, das ist Wahnsinn [91.25]!</quote>
                            <quote>Bei allem, was geschieht, hat Wahnsinn [91.26] im Spiel zu
                                sein.</quote>
                            <quote>Jedem offenen Topf ist Wahnsinn [91.28] der passende Deckel. </quote>
                            <quote>Und selbst uns, Liebste, mag Wahnsinn [91.29] […]im schmalen
                                Bett ineinandergefügt haben. </quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">R</hi></usg><usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <def>Ausruf der Verwunderung, Begeisterung <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] all das hat eine auflagenstarke Zeitung, die unserem
                                Volk täglich zuspricht, auf ein einziges Schlagzeilenwort gebracht:
                                ›Wahnsinn [91.22]!‹  </quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wahn-sinn">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wahn-Sinn</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">einem <ref target="#wahn">Wahn</ref> zugrunde liegender [tieferer] <ref target="textgrid:24cgx#sinn.2">Sinn
                                    (2)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Doch zu diesem Wahn und zum Sinn dieses Wahns, zu unserem
                                Wahn-Sinn [92.3] sage ich ja, ja, immer wieder ja...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="währung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Währung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="währung.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">gesetzliches Zahlungsmittel eines Landes od. der
                                    Länder einer Währungsunion</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] unsicher angesichts der an Nullen so reichen Währung
                                    [11.2].</quote>
                                <quote>Ich frage mich, ob er seine Währung [12.14] kopfrechnend in
                                    Vergleich zu den vielstelligen Zahlen der Złoty-Scheine
                                    gebracht [hat]</quote>
                                <quote>Da der Złoty nichts tauge, müsse die Währung [70.20] des
                                    westdeutschen Staates ihrer zum Projekt gewordenen Idee das
                                    Fundament legen.</quote>
                                <quote>[…] die erbarmungslose Härte der westdeutschen Währung
                                    [92.27] […]</quote>
                                <quote>[…] hatte sie wechselnden Währungen [124.3] ein solides
                                    Gehäuse geboten […]</quote>
                                <quote>[…] zumal die neue, nur begrenzt eins zu eins
                                    umgetauschte Währung [148.27] […] knapp wurde.</quote>
                                <quote>Summen in harter Währung [194.9] mit dennoch vielen Nullen
                                    wurden genannt.</quote>
                                <quote>[…] um diese gegen westliche Währungen [255.10] zu
                                    tauschen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgk#landeswährung">Landeswährung</ref>; <ref target="#währungsunion">Währungsunion</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="währung.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Währungssystem</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Um diese Zeit begann die kurzfristig stabilisierte Währung
                                    [205.10] wiederum inflationär zu tendieren […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="währungsunion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Währungsunion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Bund, Zusammenschluss, der darin besteht, dass in
                                einem bestimmten Gebiet eine einheitliche <ref target="#währung">Währung</ref> gilt
                                od. eine einheitliche Geld- u. Währungspolitik betrieben wird</hi>
                            <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Union]</ref></def><cit>
                            <quote>Zurück in Gdańsk, mußte Alexander seine Alexandra beruhigen,
                                die wegen der kürzlich vollzogenen Währungsunion [142.10] in Sorge
                                um das arme Polen war, das fortan mit der Deutschmark Tür an Tür
                                leben müsse.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wald">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wald</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s; Pl. Wälder</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">größere, dicht mit Bäumen bestandene Fläche</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Und um schöne Stadt rum stand Wald [27.8], immerzu Wald
                                [27.8]...</quote>
                            <quote>Doch diesem Orkan folgten fünf weitere, die in den ohnehin
                                kranken Wäldern [101.30] ein unentwirrbares Chaos hinterlassen
                                haben.</quote>
                            <quote>Und dann erst führte sie Jerzy Wróbel dorthin, wo sich […]
                                ein Parkgelände zu Wald [223.23] verdichtet […]</quote>
                            <quote>[…] abermals Wald [277.29], dann wieder Felder und inmitten
                                der Felder Baumgruppen.</quote>
                            <quote>So unbebaut das Land - wenn man vom Stallgebäude absieht - über
                                dem See gehügelt ist und Wechsel nur zwischen Feld und Wald [278.8]
                                bietet […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgn#mischwald">Mischwald</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#olivaer_wald">Olivaer Wald [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgv#regenwald">Regenwald</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#strandkiefernwald">Strandkiefernwald</ref>;
                                <ref target="#waldfriedhof">Waldfriedhof</ref>; <ref target="#waldstück">Waldstück</ref>;
                            <ref target="#waldwiese">Waldwiese</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waldfriedhof">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waldfriedhof</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wald">Wald</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#friedhof">Friedhof</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Was mein Mann ist gewesen, liegt auf Waldfriedhof [23.20]
                                Sopot.</quote>
                            <quote>Hier und überall. Auch auf Waldfriedhof [24.11].</quote>
                            <quote>Reschke hält fest, daß er das Gelände zwischen Brentau und Matern
                                anfangs als geeignet für einen Waldfriedhof [64.2] gesehen habe
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waldstück">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waldstück</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Teil eines <ref target="textgrid:24ch2#wald">Waldes</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] so daß kleinere Waldstücke [278.14] und Baumgruppen dem
                                Willen des planenden Architekten und des ausführenden Baumeisters
                                haben weichen müssen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waldwiese">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waldwiese</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wald">Wald</ref></def>; <def n="compound"><ref target="#wiese">Wiese</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Wo Reschke Waldwiesen [64.21] erinnerte und sonntägliche
                                Familienausflüge, bedrängten zeltartig konstruierte Holzhäuser
                                einander, umgeben von Schrebergärten.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wallung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wallung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">heftige Erregung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] das abendliche Gespräch bei zuviel Kaffee wird sie immer
                                wieder […] in Wallung [39.9] gebracht haben […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wälzen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wälzen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→wälzen</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bei der Suche nach etw. Bestimmtem an
                                verschiedenen Stellen lesend) eifrig, über längere Zeit
                                durchblättern; studieren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich hätte nie gedacht, daß mir […] das Wälzen [108.31] von
                                Sargkatalogen […] Freude bereiten könnte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wälzer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wälzer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">großes, schweres Buch</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] als werde er von nun an daheim, etwa auf dem Weg zur
                                Ruhruniversität, seine Fachliteratur, dicke Wälzer [18.21] zum Thema
                                barocker Emblematik, in einem gehäkelten oder geknüpften
                                Einkaufsnetz tragen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Wände</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im Allgemeinen senkrecht aufgeführter Bauteil als
                                seitliche Begrenzung eines Raumes, Gebäudes o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                            <quote>An den Wänden [35.13] gerahmte Reproduktionen altflämischer
                                Meister […]</quote>
                            <quote>Zwischen den engstehenden Wänden [46.24] der Kneipe wird ihm das
                                für nahe Zukunft versprochene Gedränge vor Augen gewesen
                                sein.</quote>
                            <quote>Dem Bett gegenüber hing an der Wand [242.3] eine Uhr, die
                                stehengeblieben war.</quote>
                            <quote>An allen Wänden [259.20] Menetekel ...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wappen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wappen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">in stilisierender Darstellung u. meist mehrfarbig
                                gestaltetes, meist schildförmiges Zeichen, das symbolisch für eine
                                Person, eine Familie, eine Dynastie, eine Körperschaft u.a.
                                steht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und wie er in seiner Doktorarbeit die drei Disteln und fünf Rosen
                                im Wappen [17.22] des Theologen Aegidius Strauch [deutet]</quote>
                            <quote>[…] zählte sie das halbe Pferd im roten Feld und die drei
                                Lilien auf blauem Grund im Wappen [28.13] des Jakobus Schadius als
                                vergoldenswert auf.</quote>
                            <quote>Nach Reschkes Aussage verschlingt, trotz Sprung, noch immer der
                                im Neuwergschen Wappen [61.2] aus Ranken wachsende Hund einen
                                steinernen Knochen […]</quote>
                            <quote>Auch ist mir kein Grabspruch gewidmet worden, geschweige ein
                                Wappen [62.11].</quote>
                            <quote>Die Namen und Wappen [74.11] ausgestorbener Patriziergeschlechter
                                […]</quote>
                            <quote>[…] den Kaufmann Schwartzwaldt, […] dessen Wappen
                                [74.15], trotz Zungenrot und Helmblau, auf Schwarz und Gold beruhte
                                […]</quote>
                            <quote>[…] bis zu Johann Uphagens Wappen [74.16], in dem des
                                silbernen Schwans höckriger Schnabel ein goldenes Hufeisen trug
                                […]</quote>
                            <quote>[…] dessen Wappen [271.31] übrigens ein Löwe krönt
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wärmflasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wärmflasche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist aus Gummi o.Ä. bestehender flacher,
                                beutelartiger, mit heißem Wasser zu füllender Behälter, der zur
                                Wärmebehandlung, zum Anwärmen von Betten o.Ä. benutzt wird</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Steingutkrug sollte als Wärmflasche [242.8] gefüllt und ein
                                Kännchen Hustentee aufgebrüht werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="warnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Warnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Hinweis auf eine Gefahr</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D warnen 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich frage mich, ob er […] erwogen hat, seinen im Tagebuch
                                notierten Hinweis auf Tschernobyl und die Folgen als nachträgliche
                                Warnung [12.19] auszusprechen.</quote>
                            <quote>Die im Sejm ausgesprochene Warnung [236.18] vor »deutscher
                                Landnahme«  will er schon hier ans Brett genagelt sehen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="warte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Warte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hoch gelegener Platz, von dem aus die Umgebung gut
                                zu überblicken ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Fast bewundere ich, wie die beiden, gehoben von ihrer Idee, mehr
                                und mehr abseits ihrer Nationen lebten oder sich ihnen überstellt
                                begriffen, so daß sie aus schrägem Winkel an ihnen vorbei und
                                zugleich von hoher Warte [172.1] auf sie herabsahen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wartebank">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wartebank</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg4#bank-1.a">¹Bank (a)</ref>;, auf der jmd. Platz
                                nehmen kann, um auf etw. zu warten, etw. entgegenzusehen</hi> [° D
                            warten 1a]</def>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">Menge, die etw. [ungeduldig] erhofft</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Die Wartebank [97.5] wird immer länger.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="warteliste">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Warteliste</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">schriftliche Aufstellung mit den Namen von
                                Personen, die der Lieferung, Zuteilung, Bewilligung o.Ä. von etw.
                                entgegensehen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Liste a; D warten 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Wartelisten [191.22] wurden notwendig.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wartezeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wartezeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Dauer bis etw. [Erwartetes, Ersehntes] eintrifft,
                                Wirklichkeit wird</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mit Unruhe reagiere die Kundschaft - wirklich, er sprach von
                                Kundschaft! - auf allzu lange Wartezeiten [250.13].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waschbecken">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waschbecken</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[an der Wand befestigtes] großes, flaches,
                                schüsselförmiges Gefäß zum Waschen, Reinigen der Hände, des
                                Körpers</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Becken]</ref></def><cit>
                            <quote>Nun kann endlich das defekte Waschbecken [133.22] in der
                                Hundegasse ausgewechselt werden […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgr#porzellanwaschbecken">Porzellanwaschbecken</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="waschblau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Waschblau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">früher</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">bei der Wäsche dem Spülwasser zugesetzter blauer
                                Farbstoff, der vergilbten Stoff aufzuhellen vermag</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Unter den Friedhofsbäumen wandelte sich das Waschblau [32.29]
                                ihres Blicks zum Lichtblau […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasser">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasser</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="wasser.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(aus einer Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindung
                                    bestehende) durchsichtige, weitgehend farb-, geruch- u.
                                    geschmacklose Flüssigkeit, die bei 0°C gefriert u. bei 100°C
                                    siedet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] ein Gasherd, auf dem die Piątkowska Wasser
                                    [242.7] aufsetzte.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgj#kaffeewasser">Kaffeewasser</ref>; <ref target="#wassergraben">Wassergraben</ref></xr></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="wasser.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Wasser (a) eines Gewässers; ein Gewässer
                                    bildendes Wasser</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>Zwischen der Katharinenkirche und der Großen Mühle, an denen
                                    vorbei der Radaunekanal kaum noch Wasser [19.6] führt
                                    […]</quote>
                                <quote>Libellen über dem Wasser [143.11], Hummeln, Kohlweißlinge,
                                    was noch?</quote>
                                <quote>Er betrachtet seine Füße unter Wasser [145.1], wie sie
                                    verschwimmen, mal so, mal so versetzt, ihm fern, fremd
                                    sind.</quote>
                                <quote>Wróbel ließ einige Steine flach übers Wasser [277.18]
                                    springen […]</quote>
                                <quote>Riefen mehrere zur gleichen Zeit, schwoll ihre Klage - überm
                                    Wasser [283.13] besonders hallend - zum endlos schwingenden
                                    Ruf...</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgx#seewasser">Seewasser</ref>; <ref target="textgrid:24ch0#uferwasser">Uferwasser</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24ch0#unterwassergesellschaft">Unterwassergesellschaft</ref>; <ref target="#wasserfläche">Wasserfläche</ref>;
                                    <ref target="#wasserqualität">Wasserqualität</ref>;
                                    <ref target="#wassertemperatur">Wassertemperatur</ref></xr><re><form> *ins Wasser fallen
                                            </form><sense><def><hi rend="italic">nicht stattfinden,
                                            nicht durchgeführt werden können</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Vor und nach zu kurzen Aufheiterungen ließen
                                            Regenschauer ihr spätes Frühstück ins Wasser [276.31]
                                            fallen, dennoch machten sie irgendwo halt. </quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>das Wasser steht jmdm. bis zum Hals […]</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">jmd. steckt in Schulden, ist in großen
                                            Schwierigkeiten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Denen steht doch das Wasser bis zum Hals
                                            [55.25].</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wässerchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wässerchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Anspielung auf das Grimm-Märchen das tapfere
                            Schneiderlein, in dem ein Riese aus einem Stein Wasser presst</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Grass</hi></usg>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Rinnsaal; etwas Zuversicht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Er preßt aus allem, was uns zentnerschwer drückt, ein positives
                                Wässerchen [161.9].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasserfläche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasserfläche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">große, von <ref target="textgrid:24ch2#wasser.a">Wasser (a)</ref>; bedeckte,
                                eingenommene <ref target="textgrid:24cg9#fläche.1">Fläche (1)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Von unbewegter Wasserfläche [143.17] hebt sich solch Geläut
                                besonders ab.</quote>
                            <quote>[…] das werbende Locken der mit Schallblasen gerüsteten
                                Männchen, die auf der Wasserfläche [283.7] des verzweigten
                                Grabensystems trieben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasserglas">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasserglas</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gläser</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">becherartiges <ref target="textgrid:24cgd#glas">Glas (2 a)</ref>;</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie griff nach der Flasche, sie, die allenfalls am Likörgläschen
                                nippt, goß aus Wassergläsern [212.10] Wódka Wyborowa in sich hinein
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wassergraben">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wassergraben</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -gräben</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit <ref target="textgrid:24ch2#wasser.a">Wasser (a)</ref>; angefüllte [Wasser
                                ableitende] längere, schmale Vertiefung im Erdreich</hi> [° D; D
                            Graben 1]</def><cit>
                            <quote>[…] hier in den Wassergräben [125.26] des eingedeichten
                                Landes, dort im Uferschilf, allerorts lärmten Kröten
                                […]</quote>
                            <quote>[…] um Kopfweiden zu fotografieren, die am Ufer der Tiege
                                oder längs Wassergräben [126.26] in Reihe standen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasserkopf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasserkopf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">übergeordnete Instanz von übertriebener Größe;
                                aufgeblähter Verwaltungsapparat</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Konsistorialrat Karau und Hochwürden Bieroński nannten die
                                Zentralverwaltung »einen Wasserkopf [269.13]«  und
                                »absurd bürokratisch«.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasserqualität">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasserqualität</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Güte des <ref target="textgrid:24ch2#wasser.a">Wassers (a)</ref>;</hi> [D
                            Wassergüte]</def><cit>
                            <quote>Obgleich dieser Antrag, mit Hinweis auf die miserable
                                Wasserqualität [236.26] der Küstengewässer, abgelehnt wurde, kam es
                                später dennoch, von Kuttern aus, zu »wilden
                                Seebestattungen«  […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wassertemperatur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wassertemperatur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wasser.b">Wasser (b)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgz#temperatur">Temperatur</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Bei höheren Wassertemperaturen [283.8] waren die Intervalle
                                zwischen den Rufen kürzer.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wasserzeichen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wasserzeichen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(als Markenzeichen einer Papiermühle, als
                                Echtheitsnachweis bei Banknoten u. Wertpapieren) beim Schöpfen
                                angebrachtes Muster, das sich hell abhebt, wenn das Papier gegen das
                                Licht gehalten wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Diese […] Himmelsrichtungen sind ihrem Briefpapier wie
                                Wasserzeichen [92.21] eingeprägt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="wechsel.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl. selten</form>
                            <def><hi rend="italic">[(nach gewissen Gesetzen) öfter od. immer wieder
                                    vor sich gehende] Veränderung in bestimmten Erscheinungen,
                                    Dingen, Geschehnissen o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] einem sommerlichen Fest, das, Dominik genannt, seit
                                    dem späten Mittelalter allen politischen Wechsel [10.16]
                                    überlebt hat […]</quote>
                                <quote>So unbebaut das Land - wenn man vom Stallgebäude absieht -
                                    über dem See gehügelt ist und Wechsel [278.7] nur zwischen Feld
                                    und Wald bietet […]</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="wechsel.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">das bewusste Ersetzten von etw. durch etw.
                                    anderes derselben Art; Aufgabe einer Sache und Wahl einer
                                    entsprechenden neuen</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D wechseln 1a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgq#ortswechsel">Ortswechsel</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechselfälle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechselfälle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Situationen, in die man durch Veränderungen in
                                seinem Leben geraten kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Und wie er in seiner Doktorarbeit die drei Disteln und fünf Rosen
                                im Wappen des Theologen Aegidius Strauch […] deutet und mit den
                                Wechselfällen [17.25] eines streitbaren Lebens in Beziehung setzt
                                […]</quote>
                            <quote>Unter hochragenden, allen politischen Wechselfällen [25.18]
                                entwachsenen Buchen und Linden […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechseljahre">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechseljahre</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitspanne etwa zwischen dem 45. u. 55. Lebensjahr
                                der Frau, in der die Menstruation u. die Empfängnisfähigkeit
                                allmählich aufhören; Klimakterium</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Wir haben gehabt Glück, Alexander, weil ich hab' Wechseljahre
                                [78.27] vorbei schon […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechselkröte">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechselkröte</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorwiegend nachtaktive <ref target="textgrid:24cgj#kröte">Kröte</ref>, die als
                                östliche Steppenart an Trockenheit, Wärme und Kälte gut angepasst
                                und in trockenem Brachland auf Feldern und in Abgrabungsflächen
                                anzutreffen ist; Bufo viridis</hi> <ref target="textgrid:24cgt#WWW195" type="source">[WWW195]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] war der Professor der Kunstgeschichte gut vorbereitet
                                zum nicht nur naturwissenschaftlichen Vortrag über Scheibenzüngler,
                                Schlammtaucher, Erd- und Wechselkröten [126.5] […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechselrede">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechselrede</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">bildungsspr.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von zwei od. mehreren Personen abwechselnd
                                geführte Rede u. Gegenrede; Zwiegespräch, Dialog</hi> [° D Dialog
                            1a]</def><cit>
                            <quote>Allen Wechselreden [51.3] des verstrichenen Tages blieb er
                                hinterdrein.</quote>
                            <quote>Alexandra hat diesen Wechselreden [144.8], die sich mit den
                                Unkenrufen wiederholten, ein Ende gesetzt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wechselstube">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wechselstube</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Stelle, meist als Filiale einer Bank [an Bahnhöfen
                                u. Grenzübergängen], wo Geld einer Währung in Geld einer anderen
                                Währung umgetauscht werden kann</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] in der das Untergeschoß des ehemaligen Wehrturms mit
                                handgemaltem Schild »Kantor«  als Wechselstube
                                [10.24] ausgewiesen war.</quote>
                            <quote>Ringsum war alles Zeuge: der achteckige Wehrturm, dessen neuester
                                Untermieter, die gedrängt volle Wechselstube [13.23]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weg">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weg</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[21*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="weg.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><sense n="a)" xml:id="weg.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><def><hi rend="italic">Strecke, die zurückzulegen ist, um an ein
                                        bestimmtes Ziel zu kommen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] als werde er von nun an daheim, etwa auf dem Weg
                                        [18.21] zur Ruhruniversität, seine Fachliteratur […] in
                                        einem gehäkelten oder geknüpften Einkaufsnetz
                                        tragen.</quote>
                                    <quote>Um den weiteren Weg [20.20] der beiden zum Friedhof
                                        abzukürzen:</quote>
                                    <quote>Vorbei am Hotelparkplatz hatte Reschke einen nur kurzen
                                        Weg [50.27].</quote>
                                    <quote>[…] auf dem Weg [70.14] zum geparkten Wagen sprach
                                        Alexandra Piątkowska vom Erlös ihrer fast schlaflosen
                                        Nacht, vom Geld, das als Startkapital nötig sein
                                        werde.</quote>
                                    <quote>Doch als sie ihn zum nahen Hotel begleitet hatte und dann
                                        allein, bei schlechter Straßenbeleuchtung allein den Weg
                                        [76.7] zur Hundegasse nehmen wollte, setzte er sich durch
                                        […]</quote>
                                    <quote>[…] worauf er, nun mit seinem Schlurfgang allein,
                                        den Weg [76.23] zurück nahm.</quote>
                                    <quote>Verständlich, daß die Piątkowska in ihrem
                                        Antwortbrief, der auf polnisch verschlungenen Wegen [84.28]
                                        zehn Tage bis nach Bochum benötigte, Einspruch
                                        erhebt.</quote>
                                    <quote>[…] denn die Rikschas legten wie die Taxis den nur
                                        im Fahrpreis unterschiedlichen Weg [138.6] mit seitlich
                                        wehendem Trauerflor zurück.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cg3#arbeitsweg">Arbeitsweg</ref>; <ref target="textgrid:24cgf#heimweg">Heimweg</ref>; <ref target="textgrid:24cgf#hinweg">Hinweg</ref>;
                                        <ref target="textgrid:24ch0#umweg">Umweg</ref></xr><re><form> *einer Sache im Weg(e)
                                        stehen </form><sense><def><hi rend="italic">bewirken, dass
                                                etw. nicht durchführbar ist; etw. verhindern</hi>
                                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2b*]</ref></def><cit>
                                            <quote>[…] damit der geschachtelten Kompaktheit
                                                dieser Siedlung, in der ich das Spiegelbild einer
                                                mir vom Entwurf her vertrauten Bebauung sehe, nichts
                                                Hinderliches im Weg [278.19] steht.</quote>
                                        </cit></sense></re></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="weg.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <re><usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                                    <form>neue Wege gehen </form><sense><def><hi rend="italic">neue
                                                Methoden entwickeln, anwenden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                            <quote>Zudem haben mich Gespräche mit dem Management
                                                zweier namhafter Beerdigungsinstitute erfahren
                                                lassen, daß diese Großunternehmen bereit sind, neue
                                                Wege [108.20] zu gehen;</quote>
                                        </cit></sense></re></sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="weg.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Gang, Fahrt mit einem bestimmten Ziel</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>Alexander Reschke scheute den Weg [44.14] an der Markthalle
                                    vorbei.</quote>
                                <quote>Jeder hatte es eilig und machte sich mit wenig Gepäck auf den
                                    Weg [209.29].</quote>
                                <quote>[…] als sich der Trauerzug - Priester und Meßdiener
                                    voran, Wróbel gleich hinterm Sarg - zum schwarzen Gewimmel
                                    formierte, das seinen Weg [258.8] nahm […]</quote>
                                <quote>Sie werden ihren Weg [265.21] an der alten Volksschule vorbei
                                    durch die Dünen genommen haben. </quote>
                                <quote>Schon damals haben wir alle längeren Wege [297.18] mit der
                                    Rikscha gemacht, über den Tiber zum Vatikan.</quote>
                                <quote>Auf dem Weg nach Neapel [298.32] oder auf dem Rückweg ist es
                                    geschehen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgk#leidensweg">Leidensweg</ref></xr></sense>
                        <sense n="3." xml:id="weg.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">etw., was wie eine Art Streifen - im Unterschied
                                    zur Straße oft nicht befestigt - durch ein Gebiet, Gelände führt
                                    u. zum Begehen [u. Befahren] dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Wo Herbstlaub raschelte, schlurfte er auf bemoosten Wegen
                                    [22.12]. </quote>
                                <quote>Auf Eigenständigkeit aus, suchte Alexandra Piątkowska
                                    ihren Weg [22.8] zwischen Gräberfeldern.</quote>
                                <quote>Dennoch ist der Weg [60.28] an den Seitenkapellen entlang,
                                    durchs Mittelschiff oder Querschiff, am Altarraum vorbei,
                                    namhaft und vieldeutig gepflastert.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgf#hauptweg">Hauptweg</ref>; <ref target="textgrid:24cgp#nebenweg">Nebenweg</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#pelonker_weg">Pelonker Weg
                                [Register]</ref></xr></sense>
                        <sense n="4." xml:id="weg.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Art u. Weise, in der jmd. vorgeht, um ein
                                    bestimmtes Ziel zu erreichen; Möglichkeit, Methode zur Lösung
                                    von etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D4]</ref></def><cit>
                                <quote>Deshalb wolle er auf verschwiegenen Wegen [171.5] dessen Wert
                                    mehren. </quote>
                                <quote>Jedem Problem sei eine Lösung eigen. Man müsse nur wollen,
                                    dann finde sich auch ein Weg [196.28].</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wegerecht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wegerecht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit der Rechtsvorschriften, die sich auf
                                den Bau, die Benutzung u. Unterhaltung öffentlicher Straßen u. Wege
                                beziehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die verschnürten Akten voller deutschsprachiger Rechtshändel um
                                Grundstücksgrenzen und Wegerecht [146.27] […] machten ihn nicht
                                satt;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wehrturm">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wehrturm</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(im MA.) befestigter <ref target="textgrid:24cgz#turm">Turm</ref></hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>der Turm <ref target="textgrid:24cgw#kiek_en_de_köck">Kiek en de Köck [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] daß der von achteckiger Grundfläche über sieben
                                Stockwerke hoch ragende Wehrturm [9.19] als nordwestlicher Eckturm
                                zur großen Stadtmauer gehörte.</quote>
                            <quote>[…] in der das Untergeschoß des ehemaligen Wehrturms [10.23]
                                mit handgemaltem Schild »Kantor«  als Wechselstube
                                ausgewiesen war.</quote>
                            <quote>Ringsum war alles Zeuge: der achteckige Wehrturm [13.22]
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weichselbrücke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weichselbrücke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgw#weichsel">Weichsel  [Register]</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#brücke">Brücke</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] doch sind zwei Wochenendausflüge belegt: die Autofahrt
                                über die Weichselbrücke [124.15] ins Werder und die Fahrt an einen
                                See.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weichseldeich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weichseldeich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aufgeschütteter Erddamm längs der <ref target="textgrid:24cgw#weichsel">Weichsel
                                    [Register]</ref> zum Schutz tiefer liegenden Geländes gegen
                                Überschwemmung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Deich]</ref></def><cit>
                            <quote>Auf der Fahrt durch die Niederung fällt auf, wie krebsartig das
                                östlich der Stadt wuchernde Industriegebiet sich ins flache, nur
                                durch den Weichseldeich [159.8] begrenzte Land frißt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weichselfähre">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weichselfähre</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24cgw#weichsel">Weichsel  [Register]</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#fähre">Fähre</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Hätten nicht Fotos, die das Paar als Paar ausweisen - etwa beide
                                auf der Weichselfähre [181.31] […] -, als Hinweis auf ihr
                                spätes Verhältnis genug gesagt?</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnacht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnacht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#weihnachten">Weihnachten</ref></hi></def><cit>
                            <quote>Schon wieder keine weiße Weihnacht [187.12]...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnachten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnachten</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(am 25. Dezember begangenes) Fest der christlichen
                                Kirche, mit dem die Geburt Christi gefeiert wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>In Briefen, die sich das Paar während der Adventszeit, dann zu
                                Weihnachten [87.25] und zum Jahresende geschrieben hat
                                […]</quote>
                            <quote>Man mag fragen, warum sich Witwer und Witwe nicht früher
                                wiedergesehen haben, etwa zu Weihnachten [115.22] schon.</quote>
                            <quote>Sie hatte über Weihnachten [116.17] ihren Sohn Witold zu Besuch
                                […]</quote>
                            <quote>Weihnachten [184.13] und der ganze Feiertagsrummel sind schon
                                deprimierend genug.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#weihnacht">Weihnacht</ref>; <ref target="#weihnachtsbrief">Weihnachtsbrief</ref>;
                                <ref target="#weihnachtsfeiertag">Weihnachtsfeiertag</ref>; <ref target="#weihnachtsgeschenk">Weihnachtsgeschenk</ref>;
                                <ref target="#weihnachtsreise">Weihnachtsreise</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnachtsbrief">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnachtsbrief</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#weihnachten">Weihnachten</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#brief">Brief</ref></def><cit>
                            <quote>Im Weihnachts- [90.25] und Neujahrsbrief ist es die sonst auf
                                Sachlichkeit eingeschworene Piątkowska, die sich des mageren
                                Körpers auf, unter und neben ihrem Fleisch erinnert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnachtsfeiertag">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnachtsfeiertag</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#weihnachten">Weihnachten</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#feiertag">Feiertag</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages [182.9] trafen sie
                                - per Wagen - in Bremen ein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnachtsgeschenk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnachtsgeschenk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#weihnachten">Weihnachten</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#geschenk">Geschenk</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>An Weihnachtsgeschenken [183.8] für den Vater, die Mutter habe es
                                nicht gefehlt.</quote>
                            <quote>Sein Weihnachtsgeschenk [183.31], ein gewiß teurer
                                Dachshaarpinsel für die Vergolderin, lag neben dem Teller der
                                Mutter, in einer Plastiktüte verpackt.</quote>
                            <quote>Die für uns bestimmten Weihnachtsgeschenke [186.18] […]
                                ließen wir liegen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weihnachtsreise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weihnachtsreise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#weihnachten">Weihnachten</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgv#reise">Reise</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] seit der verunglückten Weihnachtsreise [292.13] finde
                                ich keinen Hinweis mehr auf Familie.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weilchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weilchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form>/Vkl./</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[kürzere] Zeitspanne von unbestimmter Dauer</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Weile]</ref></def><cit>
                            <quote>Oder: so stehen die beiden mir, damit ich mich gewöhne, ein
                                Weilchen [11.31] und noch ein Weilchen [12.1] Modell.</quote>
                            <quote>Für ein Weilchen [23.8] lasse ich ihn bei den übriggebliebenen
                                Steinen.</quote>
                            <quote>[…] während meine Gedanken noch ein Weilchen [60.19] jener
                                Rikscha hinterdrein sind, die, wo auch immer, in Richtung Zukunft
                                rollt...</quote>
                            <quote>Von Personen umstellt, die abstimmen, dreinreden, aufpassen
                                wollen, dürfen Alexander und Alexandra noch ein Weilchen [122.16]
                                für sich sein;</quote>
                            <quote>[…] gefiel sich ein Weilchen [74.5] im Austausch nationaler
                                Klischees […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wein">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wein</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus dem gegorenen Saft der Weintrauben
                                hergestelltes alkoholisches Getränk</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                            <quote>Erst als die Witwe im Verlauf des Abendessens, bei diesmal
                                ungarischem Wein [74.31], seinen Universitätsrang mit Hilfe des
                                Diminutivs verniedlichte […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgv#rotwein">Rotwein</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weinen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weinen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">→ weinen</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(als Ausdruck von Schmerz, von starker innerer
                                Erregung) Tränen vergießen [u. dabei in kurzen, hörbaren Zügen
                                einatmen u. klagende Laute von sich geben]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>So empfindlich las Reschke die Glossen, daß ich mich frage, ob
                                mein Banknachbar aus Schulzeiten etwa jener langaufgeschossene,
                                picklige Junge gewesen ist, den leiseste Kritik zum Weinen [140.2]
                                brachte.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Art, Form, wie etw. verläuft, geschieht, getan
                                wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>So hat der wuchernde Efeu die gewaltsame Räumung des Friedhofs
                                überstanden und ist auf ihm gemäße Weise [26.12] siegreich, wenn
                                nicht unsterblich geblieben...</quote>
                            <quote>Auf vielfache Weise [151.28] bewies der August seine Veranlagung
                                zum Krisenmonat.</quote>
                            <quote>Auf seine Kosten und Nutzen nennende Weise [193.19], die per
                                saldo immer Gewinn versprach […]</quote>
                            <quote>Da bei Prüfung aller Konten offenbar geworden war, auf welch
                                gewinnbringende Weise [279.23] […] Reschke das verzweigte
                                Kapital der Friedhofsgesellschaft angelegt […] hatte
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weisheit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weisheit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">auf Lebenserfahrung, Reife [Gelehrsamkeit] u.
                                Distanz gegenüber den Dingen beruhende, einsichtsvolle Klugheit</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>In früheren Zeiten jedoch ist der Unke Weisheit [126.17]
                                angedichtet worden;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weiß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weiß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="weiß.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">weiße Farbe, weißes Aussehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] die Außenfelder in Grün, Weiß [124.2] und Ocker
                                    gehalten […]</quote>
                                <quote>Bieroński und die Meßbuben in Weiß [136.6] und
                                    Violett.</quote>
                                <quote>Die Priester und Meßdiener in Weiß [256.13] und
                                    Violett.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="weiß.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">etw. Weißes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Schnee</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>[…] alles liegt unter dickem Weiß [188.29], die
                                    frischgepflanzten Buchsbaumeinfassungen, alle die Gräber zur
                                    Winterzeit abdeckenden Tannenzweige.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weißkäse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weißkäse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">landsch.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Quark</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Zum Frühstück […] wollte Reschke […] Konfitüre und
                                Weißkäse [55.4] bestellen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weißgold">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weißgold</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit Silber od. Platin legiertes, silbrig
                                glänzendes <ref target="textgrid:24cgd#gold.1">Gold (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] nachdem sie das zwischen Weiß- [254.10] und Rotgold
                                legierte Material der Mastixschicht überm Kreidegrund aufgetragen
                                hatte […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weißrusse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weißrusse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) -n</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Einwohner zu Weißrussland, einem Staat in
                                Osteuropa</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Weißrussland]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wenige Weißrussen [211.3] und Ukrainer, viele Russen und
                                Polen, denen die von der Mehrheit geforderte Unabhängigkeit zu wenig
                                Sicherheit versprach […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weitblick">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weitblick</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fähigkeit, vorauszublicken, frühzeitig künftige
                                Entwicklungen u. Erfordernisse zu erkennen u. richtig
                                einzuschätzen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur du hast Weitblick [279.7] bewiesen.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#weitsicht">Weitsicht</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weiterentwicklung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weiterentwicklung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Fortführung, Fortsetzung, Neuerung</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Durchaus vertretbar diese künstlerische Weiterentwicklung [274.2]
                                der klassischen, doch mittlerweile protzig verkommenen
                                Sargform.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weitsicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weitsicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#weitblick">Weitblick</ref></hi></def><cit>
                            <quote>Ich hätte Alex […] soviel Weitsicht [206.24] nicht zugetraut
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="welle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Welle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der aus der Wasseroberfläche sich für kurze Zeit
                                hervorwölbende Teil bei bewegtem Wasser</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Den Ausschnitt eines Durchgangs breit sah man die Ostsee kleine
                                Wellen [240.21] machen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="welt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Welt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[15*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="welt.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">(gesamtes) Leben, Dasein, (gesamte) Verhältnisse
                                    [auf der Erde]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Als eine Allerweltsgeschichte hätte beginnen können, begann
                                    sich die Welt [16.7] oder ein Teil dieser unabänderlichen Welt
                                    [16.8] tatsächlich zu verändern […]</quote>
                                <quote>Nach Reschkes Eintragungen sei einzig die benachbarte
                                    Großtankstelle von dieser Welt [26.28] gewesen […]</quote>
                                <quote>[…] weil auf dieser Welt [41.12] nichts umsonst ist
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] daß Reschke in günstiger, seiner Idee zuträglicher
                                    Zeit expandierte, als alles ins Rutschen geriet, die Welt
                                    [206.27] aus den Fugen war und nichts mehr als sicher
                                    galt;</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#weltverlust">Weltverlust</ref></xr><re><form> *jmdn. auf die Welt bringen
                                            </form><sense><def><hi rend="italic">Geburtshilfe
                                            leisten</hi> [°]</def><cit>
                                        <quote>[…] doch wird es in Polen gewiß nicht an Ärzten
                                            und Hebammen fehlen, die qualifiziert genug sind, unsere
                                            Neu-Danziger Erdenbürger auf die Welt [271.4] zu
                                            bringen...</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>etw. aus der Welt schaffen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. bereinigen, endgültig
                                            beseitigen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Fortan schaffte dieses Geläut mit seiner schönen
                                            Traurigkeit das aggressive Dauerhupen aus der Welt
                                            [213.5] […]</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>zur Welt kommen </form><sense><def><hi rend="italic">geboren
                                            werden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3*]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] der, wie ich, zur Welt [49.28] kam, als der
                                            Turm der Marienkirche, weil baufällig, bis zur stumpfen
                                            Kappe hoch eingerüstet stand.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="2." xml:id="welt.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">Erde, Lebensraum des Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>So und nicht anders gehe es überall auf der Welt [58.15]
                                    zu.</quote>
                                <quote>Ach, wie unheilschwanger damals die Welt [259.18]
                                    aussah.</quote>
                                <quote>Alexander und Alexandra sahen von der Couch aus, was die Welt
                                    [261.2] zu bieten hatte.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg8#welt">Welt [Brakup Missingsch]</ref>; <ref target="#weltgesellschaft">Weltgesellschaft</ref>;
                                    <ref target="#weltkrisenlage">Weltkrisenlage</ref>; <ref target="#weltlage">Weltlage</ref></xr>
                            <re><form> *aus aller Welt</form><sense><def><hi rend="italic">von
                                            überall her</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] Feuerzeuge aus aller Welt [10.7]
                                            […]</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                        <sense n="3." xml:id="welt.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Gesamtheit der
                                    Menschen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>Sonst wird Einheit gefährlich sein, wie war schon oft für
                                    ganze Welt [90.5] von Gefahr.</quote>
                            </cit><re><form> *alle Welt</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">jedermann, alle</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Mein ehemaliger Mitschüler […] reagierte
                                            empfindlich, als ihm nicht alle Welt [119.25] zustimmen
                                            wollte.</quote>
                                        <quote>[…] daß dieser, schon ab Februar mit
                                            orkanartigen Stürmen zu früh ausgerufene Frühling alle
                                            Welt [124.22] trügt.</quote>
                                    </cit></sense>
                            </re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltbürger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltbürger</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., nach dessen Anschauung alle Menschen
                                gleichwertige u. gleichberechtigte Mitglieder einer die ganze
                                Menschheit umfassenden Gemeinschaft sind u. die Zugehörigkeit zu
                                einer bestimmten Nation von untergeordneter Bedeutung ist;
                                Kosmopolit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Noch fehlte den Zahlen des Weltbürgers [46.18] der leibhaftige
                                Beweis.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltgeist">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltgeist</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -(e)s; o.Pl.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">Philos.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">die Weltgeschichte steuernder, in ihr waltender
                                Geist, allem zugrunde liegendes Prinzip</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dazwischenreden der Politik, dieser sogar die Träume einholende
                                »Hufschlag des reitenden Weltgeistes [90.10]«, diese
                                Transparentinschriften.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltgesellschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltgesellschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von der Bevölkerung der <ref target="textgrid:24ch2#welt.2">Welt (2)</ref>;
                                gebildete <ref target="textgrid:24cgd#gesellschaft.2">Gesellschaft (2)</ref>;</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>Sehen Sie, bitte, in mir einen Vorboten oder Quartiermacher der
                                zukünftigen Weltgesellschaft [47.22], in der sich die ichbezogenen
                                Angstzustände Ihrer Landsleute verlieren werden.</quote>
                            <quote>Der prognostizierten Weltgesellschaft [48.15] des Herrn
                                Chatterjee werde eine zukünftige Weltkultur entsprechen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltjugendfestspiele">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltjugendfestspiele</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vom Weltbund der Demokratischen Jugend (1945
                                gegründet) seit 1947 regelmäßig organisierte Treffen (bes.
                                kommunistischer und sozialistischer Jugendorganisationen)</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#WWW196" type="source">[WWW196]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>die vierten Weltjugendfestspiele 1953 in Bukarest, bei denen das
                            Waffenstillstandsabkommen nach dem Krieg in Korea im Mittelpunkt stand
                            <ref target="textgrid:24cgt#WWW196" type="source">[WWW196]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] sie gehörte schon '53, bei den Weltjugendfestspielen
                                [31.10] in Bukarest, dazu […]</quote>
                            <quote>Bei den Weltjugendfestspielen [275.13] in Bukarest hat sie in
                                kurzer Rede Stalin als Befreier Polens gefeiert.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltkrisenlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltkrisenlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Situation, in der große Teile der <ref target="textgrid:24ch2#welt.2">Welt
                                    (2)</ref>; von einer <ref target="textgrid:24cgj#krise">Krise</ref> betroffen sind</hi> [°
                            Weltkrise]</def><cit>
                            <quote>Vielleicht hat die Weltkrisenlage [172.26], deren Bilderflut
                                jeden Haushalt heimsuchte, das Paar so friedfertig gemacht
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltkultur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltkultur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">über die ganze Erde verbreitete <ref target="textgrid:24cgj#kultur.a">Kultur
                                    (a)</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der prognostizierten Weltgesellschaft des Herrn Chatterjee werde
                                eine zukünftige Weltkultur [48.16] entsprechen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltläufigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltläufigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Weltgewandtheit, Sicherheit im Auftreten und
                                Umgang</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; weltgewandt]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] denn gleich anderen Professoren haben auch ihm
                                Gastdozenturen in Übersee […] jenes Maß an Weltläufigkeit
                                [104.7] vermittelt, das erlaubt, zu Hause nur noch Provinz zu
                                wittern.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(bes. politische) <ref target="textgrid:24cgk#lage.1">Lage (1)</ref> in der
                                    <ref target="textgrid:24ch2#welt.2">Welt (2)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Der Kontostand der Friedhofsgesellschaft bewies jedoch, daß die
                                gespannte Weltlage [157.20] dem deutsch-polnischen Versöhnungswerk
                                nicht abträglich war.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="weltverlust">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Weltverlust</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#welt.1">Welt (1)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#verlust.1">Verlust(1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>»Abgesang, nimmermehr, Weltverlust [282.4]«</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">mit best. Art.</form>
                        <usg><hi rend="spaced">hist.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">der große politische u. gesellschaftliche Umbruch
                                des Jahres 1989 in der DDR und Osteuropa</hi> [° ¹Wende
                            D1b]</def><cit>
                            <quote>Als nach der Wende [220.8] in Osteuropa allen in Polen
                                gebliebenen Deutschen erst zögernd, dann doch erlaubt wurde, sich in
                                einem Verein zu finden, war Erna Brakup nicht nur passiv
                                dabei.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wendeltreppe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wendeltreppe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgz#treppe">Treppe</ref> mit spiralig um eine Achse
                                laufenden Stufen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] vorbei an Konsolen, die Wendeltreppe [291.15] hinauf
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wendemarke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wendemarke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zeitpunkt, an dem eine [radikale] Änderung
                                eintritt; [alles] verwandelnde Situation</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] doch wurde mit dem Vorschlag, aufzuhören, solange es
                                schön sei, ihrer Geschichte die Wendemarke [144.15] gekerbt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werbebroschüre">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werbebroschüre</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Druckschrift von geringem Umfang, in der für ein
                                Produkt o.Ä. Reklame gemacht wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Broschüre]</ref></def><cit>
                            <quote>In glanzvollen Werbebroschüren [191.19] gepriesen, war das
                                Projekt unter dem Motto »Den Lebensabend in der Heimat
                                verbringen«  ein Selbstgänger.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werden">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werden</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">das Wachsen, in der Entwicklungsphase
                                begriffen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Weil im Werden [160.18] plattgewalzt, waren es sicher
                                Tieflandunken.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">industrielle Anlage für Bau u. Reparatur von
                                Schiffen od. Flugzeugen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Übers Wetter, den Dollarkurs, die Dauerkrise der Werft [49.14],
                                sie redeten jetzt eher belanglos.</quote>
                            <quote>[…] dahinter Bahngleise, die Siedlung Neuschottland, die
                                Werft [66.29], der Hafen.</quote>
                            <quote>Und Chatterjee hörte aufmerksam zu, als ich ihm von Johann
                                Wilhelm, dem Gründer der ersten hiesigen Werft [199.26],
                                erzählte...</quote>
                            <quote>[…] und schwor, bei Klawitter, die Werft [201.9] zur
                                Goldgrube zu machen.</quote>
                            <quote>Der Werft [212.25] hingegen hat Chatterjees Rundreise
                                gutgetan.</quote>
                            <quote>Das alles vermehrte Arbeitsplätze und belebte die dahinkümmernde
                                Werft [213.7] […]</quote>
                            <quote>[…] als die prosperierende Produktionsstätte, die immer noch
                                anhänglich Werft [213.25] genannt wurde […]</quote>
                            <quote>Allen Bahngleisen, den Arbeiterhäusern aus Kaiser- und
                                Schichauzeiten und der Werft [214.23] mit Kränen und Docks
                                vorgelagert, breiteten sich, über acht Hektar groß, die vereinigten
                                Friedhöfe […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgw#klawitterwerft">Klawitterwerft [Register]</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#leninwerft">Leninwerft [Register]</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgw#pariser-kommune-werft">Pariser-Kommune-Werft [Register]</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#schichauwerft">Schichauwerft
                                [Register]</ref>; <ref target="#werftanlage">Werftanlage</ref>; <ref target="#werftarbeiter">Werftarbeiter</ref>;
                                <ref target="#werftgelände">Werftgelände</ref>; <ref target="#werftgründer">Werftgründer</ref>;
                                <ref target="#werfthalle">Werfthalle</ref>; <ref target="#werftkrise">Werftkrise</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werftanlage">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werftanlage</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#anlage.1">Anlage (1)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] wie viele Straßen, Plätze, Städte, Stadien und
                                Werftanlagen [272.12] im Verlauf unseres Lebens ihre Namen haben
                                ablegen, ändern, erneuern müssen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werftarbeiter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werftarbeiter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg3#arbeiter">Arbeiter</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>So maulten Nachbarn, Bierkutscher, Werftarbeiter [128.19]
                                […]</quote>
                            <quote>Weil mit einem Werftarbeiter [147.19] verheiratet
                                […]</quote>
                            <quote>Achtundzwanzig ausgesucht tüchtige Werftarbeiter [162.20], sagt
                                Chatterjee, habe er unter Vertrag […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werftgelände">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werftgelände</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gelände.a">Gelände (a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] als Chatterjee auf dem Werftgelände [207.5] mit Freibier
                                und Bratwurst seine vierte Montagehalle einweihte.</quote>
                            <quote>Zum Zeitpunkt ihres Rücktritts hatte die Friedhofsgesellschaft
                                […] schon eigene Büroräume, und zwar nahe dem Werftgelände
                                [279.19], in der Etage eines Hochhauses, gebaut während der
                                Gierekzeit.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werftgründer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werftgründer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def> ; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#gründer">Gründer</ref></def><cit>
                            <quote>[…] versprach, mit Hinweis auf den Grabstein des
                                Werftgründers [201.4], dessen Unternehmungsgeist zu beleben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werfthalle">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werfthalle</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgf#halle.2">Halle (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Chatterjees Rikschaproduktion läuft in drei Werfthallen [201.11]
                                auf Hochtouren.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#werfthallenproduktion">Werfthallenproduktion</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werfthallenproduktion">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werfthallenproduktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werfthallen-Produktion</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werfthalle">Werfthalle</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgr#produktion.1a">Produktion
                            (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Das Farbfoto jedoch, auf dem Erna Brakup Mittelpunkt ist, zeigt
                                ein blitzneues Rad aus der Werfthallen-Produktion [204.21].</quote>
                            <quote>Nach Reschkes Beschriftungen handelte es sich um das allerneueste
                                Exportmodell der Werfthallenproduktion [289.27].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werftkrise">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werftkrise</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#werft">Werft</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgj#krise">Krise</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>In zwei mittelgroßen Montagehallen, die seit der Werftkrise
                                [162.16] leer stehen, will er produzieren.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werk">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werk</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="werk.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">einer bestimmten [größeren] Aufgabe dienende
                                    Arbeit, Tätigkeit; angestrengtes Schaffen, Werken</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Mir jedenfalls steht vor Augen, wie unser Werk [164.4], das
                                    dem zu Staub verfallenden Menschen gewidmet ist […]</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgd#gemeinschaftswerk">Gemeinschaftswerk</ref>; <ref target="#werkentwurf">Werkentwurf</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="werk.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">Handlung, Tat</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgz#teufelswerk">Teufelswerk</ref></xr></sense>
                        <sense n="3." xml:id="werk.3"><num type="ordering"><hi rend="bold">3.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Produkt [schöpferischer] Arbeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgh#jahrhundertwerk">Jahrhundertwerk</ref></xr></sense>
                        <sense n="4." xml:id="werk.4"><num type="ordering"><hi rend="bold">4.</hi></num><def><hi rend="italic">technische Anlage, Fabrik, [größeres]
                                    industrielles Unternehmen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D5a]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgv#rikschawerk">Rikschawerk</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werkentwurf">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werkentwurf</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#werk.1">Werk (1)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg7#entwurf.2">Entwurf (2)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Mir jedenfalls steht vor Augen, wie unser Werk, das dem zu Staub
                                verfallenden Menschen gewidmet ist, seinem Werkentwurf [164.5]
                                beigeordnet werden kann.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werkstatt">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werkstatt</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -stätten</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Arbeitsraum eines Handwerkers mit den für seine
                                Arbeit benötigten Geräten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] weshalb ihr ein langer Arbeitsweg zu den Werkstätten
                                [31.7] der Innenstadt vorgeschrieben war;</quote>
                            <quote>Sie benutzt die Küche gelegentlich als Werkstatt [34.14]
                                […]</quote>
                            <quote>Die in Chatterjees Werkstätten [212.30] entwickelte
                                Dreitonklingel ließ vielerorts ein melodisch tönendes Konzert
                                vertraut werden […]</quote>
                            <quote>Sie hatte die holzgeschnitzte Figur aus anderer Werkstatt
                                [253.29] übernommen.</quote>
                            <quote>Gleich nachdem Wróbel die Nachricht vom Ableben der Alten in die
                                Küche und Werkstatt [264.18] gebracht hatte […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgx#steinmetzwerkstatt">Steinmetzwerkstatt</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="werkzeug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Werkzeug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="werkzeug.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">für bestimmte Zwecke geformter Gegenstand, mit
                                    dessen Hilfe etwas [handwerklich] bearbeitet od. hergestellt
                                    wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] und weist auf ein Regal voller Flaschen, Dosen und
                                    Werkzeug [34.16] hin.</quote>
                            </cit>
                        </sense>
                        <sense n="b)" xml:id="werkzeug.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Gesamtheit von
                                    Werkzeugen (a),die für eine Arbeit gebraucht werden</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] wurden ihr der Leichenwagen, das Gärtnergerät und
                                    Werkzeug [145.30] der Totengräber anvertraut.</quote>
                                <quote>Wie sakrale Gegenstände feiert er, ihr Werkzeug [251.23]
                                    […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wert">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wert</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wert.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren
                                    sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist [u. sich verkaufen,
                                    vermarkten lässt]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] dessen knappes Geld stündlich an Wert [13.29] verlor
                                    […]</quote>
                                <quote>Deshalb wolle er auf verschwiegenen Wegen dessen Wert [171.5]
                                    mehren.</quote>
                                <quote>Sie beweist Krämerseelen, welch begrenzten Wert [282.21]
                                    Besitztitel haben.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wertverfall">Wertverfall </ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="wert.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">positive Bedeutung, die jmdm., einer Sache
                                    zukommt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3]</ref></def><cit>
                                <quote>Sogar mit einem Nietzsche-Zitat wollte er mir die Zeitenwende
                                    und mit ihr die Umwertung aller Werte [200.24] schmackhaft
                                    machen.</quote>
                            </cit>
                            <re><form>Wert auf etw. legen </form>
                                <sense><def><hi rend="italic">etw. für sehr wichtig halten, einer
                                            Sache für sich selbst Bedeutung beimessen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3*]</ref></def><cit>
                                        <quote>[…] weil eine wachsende Zahl »                                            Beerdigungswilliger«  auf Feuerbestattung Wert
                                            [148.17] legte.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wertverfall">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wertverfall</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verringerung des materiellen <ref target="textgrid:24ch2#wert.1">Werts
                                (1)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wertverlust]</ref></def><cit>
                            <quote>Dem widerspricht die Piątkowska so unbeirrt, als hätten sich
                                alle polnischen Zukunftsängste mit dem Wertverfall [89.27] des
                                Złoty verflüchtigt:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="west">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">West</hi></form>
                    </form>
                        <form type="inflected">o.Art.</form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cgq#ost">Ost</ref></def></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="westen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Westen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[9*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="westen.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Westeuropa (im Gegensatz zu den Ländern des
                                    Ostblocks)</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Und als sich Witold, der spät geborene einzige Sohn, gleich
                                    zu Beginn der achtziger Jahre […] nach Westen [31.20]
                                    absetzte […]</quote>
                                <quote>[…] und schließlich die Deutschen mit Sack und Pack
                                    Richtung Westen [37.22].</quote>
                                <quote>Das war gegen Ende Februar, als der ostdeutsche Staat in
                                    Richtung Westen [98.7] auszulaufen drohte […]</quote>
                                <quote>Sein Mitbringsel aus dem Westen [121.5], ein handlich
                                    tragbarer Personalcomputer, begeisterte Alexandra
                                    […]</quote>
                                <quote>Erika von Denkwitz […] war fünf Jahre alt, als sich ihre
                                    Mutter mit ihr […] auf die Flucht in Richtung Westen
                                    [141.25] machte.</quote>
                                <quote>[…] oder hatten den Ortswechsel in Richtung Westen
                                    [217.11] verpaßt:</quote>
                                <quote>[…] war es gar nicht erstaunlich, daß viele, die
                                    eigentlich in Richtung Westen [255.21] unterwegs sein wollten,
                                    zu Erna Brakups Beerdigung kamen.</quote>
                                <quote>[…] blieben wir bis auf ein paar Schrammen heil und
                                    retteten uns in den Westen [264.6];</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg8#wästen">Wästen [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="westen.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">meist o. Art.</form>
                            <def><hi rend="italic">Himmelsrichtung, in der (bei Tagundnachtgleiche)
                                    die Sonne untergeht</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] eine Brücke, die […] alle von Danzig oder
                                    Gdańsk nach Westen [20.24] führenden […] Eisenbahngleise
                                    überwölbt.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgp#nordwest">Nordwest</ref>; <ref target="#westgrenze">Westgrenze</ref>;
                                <ref target="#westprovinz">Westprovinz</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="westgrenze">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Westgrenze</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#westen.2">Westen (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgd#grenze.1a">Grenze (1a)</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>die Grenze zwischen Deutschland und Polen, die Oder-Neiße-Linie
                            [°]</def><cit>
                            <quote>Als der Chefredakteur einer Studentenzeitung die immer noch nicht
                                ausgesprochene Anerkennung der polnischen Westgrenze [120.3]
                                anmahnte […]</quote>
                            <quote>Die Tatsache, daß am gleichen Tag […] im Bundestag wie in
                                der Volkskammer die völkerrechtlich wirksame Anerkennung der
                                polnischen Westgrenze [135.16] ausgesprochen wurde […]</quote>
                            <quote>[…] durften die Polen endlich visafrei über die Westgrenze
                                [255.7] hinweg durch Deutschland nach Frankreich, Holland, Italien
                                reisen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="westliche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Westliche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw. aus Westeuropa, -deutschland</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] es mußte schon etwas teuer Westliches [284.13]
                                sein.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="westprovinz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Westprovinz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">im <ref target="textgrid:24ch2#westen.2">Westen (2)</ref>; eines Landes gelegene
                                    <ref target="textgrid:24cgr#provinz.1">Provinz (1)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Eine Armee deutscher Leichen tritt zur Eroberung unserer
                                Westprovinzen [197.23] an!</quote>
                            <quote>[…] die schon seit längerem die deutschen Kulturleistungen
                                in Polens Westprovinzen [244.17] anerkannt sehen wollten:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wetter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wetter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[20*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s; o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten
                                Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort, der in Gestalt von Sonnenschein,
                                Regen, Wind, Wärme, Kälte, Bewölkung o.Ä. in Erscheinung tritt</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D ²Wetter 1]</ref></def><cit>
                            <quote>Sie trafen einander am 2. November bei sonnigem Wetter [16.4],
                                wenige Tage bevor in Berlin die Mauer hinfällig wurde.</quote>
                            <quote>Übers Wetter [49.13], den Dollarkurs, die Dauerkrise der Werft,
                                sie redeten jetzt eher belanglos.</quote>
                            <quote>Weißrot gestreift das Klappdach zum Schutz der Fahrgäste bei
                                widrigem Wetter [57.29].</quote>
                            <quote>Ferner beklagt er […] das Wetter [99.17] und die
                                neonationalen Töne seiner Kollegen;</quote>
                            <quote>Das entsprach Reschkes Befürchtungen, dem allerdings weniger die
                                verstreichende Zeit, weit mehr das Wetter [101.26] Sorgen
                                bereitete:</quote>
                            <quote>Dabei ist zwischen den Stürmen das Wetter [102.4] mild, zu mild
                                für den Februar.</quote>
                            <quote>[…] ständig hat er ziemlich negativ rumgefuchtelt, na, über
                                die Zukunft, das Wetter [105.2] und das Verkehrschaos, über die
                                Wiedervereinigung und so.</quote>
                            <quote>Trotz schönen Wetters [134.20] , heiter bis wolkig, waren gottlob
                                nur wenige Neugierige gekommen:</quote>
                            <quote>Zudem lud das Wetter [135.29] zum Bleiben ein.</quote>
                            <quote>Sonst steht noch zu lesen, daß das Wetter [187.11] während der
                                Feiertage zu mild, viel zu mild gewesen sei:</quote>
                            <quote>Als mit dem vorfrühlingshaften Wetter [203.3] der Betrieb auf dem
                                Versöhnungsfriedhof zunahm […]</quote>
                            <quote>Dort kam zum naßkalten Wetter [240.8] böiger Wind aus
                                Nordwest.</quote>
                            <quote>Jedenfalls mußte schon die Brakup bei jedem Wetter
                                [241.31]...</quote>
                            <quote>Reschke beschreibt die Ostsee als trüb, grau, unbewegt, sagt
                                nichts übers Wetter [265.23] […]</quote>
                            <quote>Dazu das Wetter [267.20].</quote>
                            <quote>Das Wetter [276.4] wird sie nicht verlockt haben. </quote>
                            <quote>Doch als sie zu dritt ins Grüne fuhren, muß das Wetter [276.17]
                                wechselhaft gewesen sein:</quote>
                            <quote>Das Wetter [280.11] war zu unbeständig.</quote>
                            <quote>[…] kurz bevor der polnische Papst bei stürmischem Wetter
                                [295.14] zu Besuch nach Polen kam […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgf#herbstwetter">Herbstwetter</ref>; <ref target="textgrid:24cgx#schönwetter">Schönwetter</ref>;
                            <ref target="textgrid:24cgx#sommerwetter">Sommerwetter</ref></xr><re><form> *bei jmdm. gut Wetter
                                machen</form>
                            <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                            <sense><def><hi rend="italic">jmdn. günstig, gnädig stimmen</hi> [D
                                    ²Wetter 1*]</def><cit>
                                    <quote>Der Präsident der westdeutschen Republik war unterwegs,
                                        um […] für die bevorstehende Nachbarschaft der beiden,
                                        einander so viel Leid nachtragenden Völker gut Wetter
                                        [129.20] zu machen.</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="whisky">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Whisky</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus Gerste od. Malz hergestellter [schottischer]
                                Branntwein mit rauchigem Geschmack</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] blieben die beiden - den ersten, den zweiten Whisky
                                [72.22] lang - einzige Gäste an langer Theke.</quote>
                            <quote>Sie wäre womöglich - nach nur zwei Whisky [73.13] - mit direkter
                                Kundenwerbung aktiv geworden […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="wider">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wider</hi></form></form></form>
                    <sense><def><ref target="textgrid:24cg9#für_und_wider">Für</ref></def></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="widerborstigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widerborstigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Sträuben gegen jmds. Willen, Absicht durch
                                Nichtbefolgen; Eigensinn; Trotz</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D widerborstig b]</ref></def><cit>
                            <quote>Mir ist, als wolle Alexandra ihre manchmal kindisch anmutende
                                Widerborstigkeit [52.8] durch Charme wettmachen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="widerrede">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widerrede</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Antwort, Erwiderung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Gegenrede 1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] verstand es, als vielsprachiger Gesprächsleiter jeder
                                heftig werdenden Rede und Widerrede [198.10] die Schärfe zu nehmen
                                […]</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def>entgegen gesetzte Note [°]</def><cit>
                            <quote>Sie nahm den Geruch ihres vorlauten Parfüms mit, er die leise
                                Widerrede [14.15] seines Rasierwassers.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="widerspruch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widerspruch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -sprüche</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="widerspruch.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Äußerung, mit
                                    der eine Aussage o.Ä. als unzutreffend bezeichnet und mit
                                    Gegenargumenten belegt wird</hi>  [° Widersprechen 1a]</def><cit>
                                <quote>Dem geschäftsführenden Paar konnten die Entschlüsse der
                                    Aufsicht keinen nachhallenden Widerspruch [180.5]
                                    abnötigen.</quote>
                                <quote>Alexandra, die anfangs Widerspruch [183.26] versucht hatte,
                                    wurde stiller und stiller.</quote>
                                <quote>[…] indem er den Widerspruch [199.1] der Herren
                                    Vielbrand und Karau durch die Behauptung: »Auch Umbettungen
                                    sind Vertreibung«, provozierte.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="widerspruch.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">das Sichwidersprechen, Sichausschließen; fehlende
                                    Übereinstimmung zweier od. mehrerer Aussagen, Erscheinungen
                                    o.Ä.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Gleich ihm brachten viele ihre Widersprüche [103.26] auf
                                    einen Nenner […]</quote>
                                <quote>Nachdem ich in der als Tagebuch geführten Kladde […]
                                    über diese Widersprüche [106.6] gestolpert bin […]</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="widerstand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widerstand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Widerstände</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="widerstand.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">das Sichwidersetzen, Sichentgegenstellen</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] den anderen und armen jedoch, die ihrer Nation
                                    immer, selbst bei nicht existierendem Staat, gewiß waren, fehle,
                                    da nur im Widerstand [172.9] erfahren, die demokratische Reife
                                    […]</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="2." xml:id="widerstand.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num><def><hi rend="italic">etw., was jmdm., einer
                                    Sache entgegenwirkt, sich als hinderlich erweist</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D3a]</ref></def><cit>
                                <quote>Nur zögernd, wie gegen innere Widerstände [55.5], näherte
                                    sich die Serviererin weißgerüscht.</quote>
                                <quote>Nun sagen meine Recherchen, daß er schon einmal - und zwar
                                    als Professor - eine Idee gehabt und beharrlich gegen
                                    Widerstände [106.14] der Kollegen […] durchgesetzt
                                    hatte.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="widmung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widmung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">persönliche, in ein Buch, unter ein Bild o.Ä.
                                geschriebene Worte [durch die kenntlich gemacht wird, dass es sich
                                um ein Geschenk o.Ä. handelt]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Schließlich das Geschenk der Piątkowska an den Bund: die
                                Kopie eines […] Bechers der Danziger Brauerzunft, mit Widmung
                                [113.12], 1653 datiert;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="widrigkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Widrigkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">etw., was jmdn. in einem Tun o.Ä. hemmt,
                                behindert; Schwierigkeit; Unannehmlichkeit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Danach steht, daß der Besuch in der Gruft […] sie angespornt
                                habe, allen Widrigkeiten [228.20] zum Trotz weiterzumachen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiederaufbau">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiederaufbau</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[nach Zerstörung, Krieg o.Ä.] Erneuerung; erneute
                                Herstellung des früheren Zustands von etw.</hi> [° D
                            wiederaufbauen]</def><cit>
                            <quote>Alexandras […] Thesen zur Notwendigkeit des Wiederaufbaus
                                [114.15] kriegszerstörter Altstädte fanden bei meinen Studenten
                                Anklang.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiederaufnahme">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiederaufnahme</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">neuer Beginn von etw., das zuvor vorhanden aber
                                [für bestimmte Zeit] unterbrochen war</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>An die Wiederaufnahme [266.23] des Kurbetriebs war damals, als
                                Erna Brakup aufgebahrt lag, nicht zu denken.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiederholung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiederholung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorgang o.Ä., der ein weiteres Mal stattfindet,
                                geschieht</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D wiederholen 4a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] auch sie wünsche sich »schöne Wiederholung [84.31]
                                und bald«  […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiederinstandsetzung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiederinstandsetzung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Papierdt.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[abermalige] Instandsetzung, Wiederherstellung;
                                Ausbesserung</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Instandsetzung]</ref></def><cit>
                            <quote>An eine Wiederinstandsetzung [133.16] des alten Krematoriums
                                […] konnte vorerst nicht gedacht werden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiederkehr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiederkehr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgv#rückkehr">Rückkehr</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Aber er will gesehen haben, wie ich eine ausgewachsene Kröte
                                […] runtergeschluckt habe, rein und weg, ohne Wiederkehr
                                [42.11].</quote>
                        </cit>
                        <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                        <def><hi rend="italic">erneutes Auftreten</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Aber nein, sie schmeckten noch einmal die Nacht im Hotel
                                Kaiserhof nach, den Besuch von Zimmer zu Zimmer, die Wiederkehr
                                [111.22] ihrer gestauten Inbrunst;</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiedersehen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiedersehen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erneutes Treffen, Aufsuchen von jmdn., etw. nach
                                kürzerer od. längerer Trennung, Abwesenheit</hi> [° D
                            wiedersehen]</def><cit>
                            <quote>Das Paar hatte sein Wiedersehen [110.7] per Telefon
                                abgesprochen.</quote>
                            <quote>Ich weiß nicht, ob sie schon in Gdańsk […] geschworen
                                hatten, einander mit einem Wiedersehen [116.26] erst dann zu
                                belohnen, wenn ihre Idee gelernt habe, freihändig zu laufen
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiedervereinigung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiedervereinigung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">erneute <ref target="textgrid:24ch1#vereinigung">Vereinigung</ref> von etw., das
                                ursprünglich zusammen, dann jedoch getrennt war</hi> [°]</def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>die Deutsche Wiedervereinigung [°]</def><cit>
                            <quote>Mein ehemaliger Mitschüler schloß nicht aus, daß nach vollzogener
                                Wiedervereinigung [94.18] mit weiterem Zuwachs zu rechnen sei
                                […]</quote>
                            <quote>[…] ständig hat er ziemlich negativ rumgefuchtelt, na, über
                                die Zukunft, das Wetter und das Verkehrschaos, über die
                                Wiedervereinigung [105.2] und so.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wiese">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wiese</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[zur Heugewinnung genutzte] mit Gras bewachsene
                                größere Fläche</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Gegenüber dem auf ansteigender Wiese [21.12] benachbarten
                                Soldatenfriedhof […] wußte die Witwe ein Loch im Zaun.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#waldwiese">Waldwiese</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wildwuchs">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wildwuchs</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">vom Menschen nicht beeinflusstes Wachsen (von
                                Pflanzen)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Wróbel voraus, stolperten sie […] über mehrere abgeräumte,
                                vom Wildwuchs [223.12] besetzte Friedhöfe […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wille">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wille</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmds. Handlungen, Verhaltensweise leitendes
                                Streben, Wollen, bes. als Fähigkeit des Menschen, sich bewusst für
                                od. gegen etw. zu entscheiden; durch bewusste geistige Entscheidung
                                gewonnener Entschluss zu etw.; bestimmte feste Absicht</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Soweit Reschkes Wille [171.11], den er, neben Mitbringseln
                                anderer Art […] zum Gepäck für die Rückreise zählte.</quote>
                            <quote>Nach meinem Willen [228.27] tritt sie erst jetzt wirklich zurück
                                […]</quote>
                            <quote>Kaum hatte Timmstedt seine Pläne offengelegt und mit dem Willen
                                [250.26] zu »flächendeckender Strategie«  ein
                                Stichwort geliefert […]</quote>
                            <quote>[…] so daß kleinere Waldstücke und Baumgruppen dem Willen
                                [278.14] des planenden Architekten und des ausführenden Baumeisters
                                haben weichen müssen […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgj#kooperationswille">Kooperationswille</ref>;<ref target="textgrid:24cgk#leistungswille">Leistungswille</ref>;
                                <ref target="#willensstärke">Willensstärke</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="willensstärke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Willensstärke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">hohes Maß an Willenskraft, Konzentration des
                        <ref target="textgrid:24ch2#wille">Willens</ref> auf etw.</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] gleichfalls gewinnt die Witwe, wie sie neben ihm Schritt
                                vor Schritt Richtung Friedhof setzt, durch bloße Willensstärke
                                [18.29] Kontur:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wimper">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wimper</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">kräftiges, relativ kurzes, meist leicht gebogenes
                                Haar, das mit andern zusammen in zwei bis drei Reihen angeordnet am
                                vorderen Rand des Augenlids sitzt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] wobei die strahlende Helligkeit durch schwarze, ich
                                meine, zu schwarz getuschte Wimpern [33.2] gesteigert wurde.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wind">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wind</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[5*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="a)" xml:id="wind.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">spürbar stärker bewegte Luft im Freien</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Aus nordwestlicher Ecke pustete Wind [80.16] den Gestank der
                                    Schwefellöschplätze im Hafen woandershin.</quote>
                                <quote>Dort kam zum naßkalten Wetter böiger Wind [240.8] aus
                                    Nordwest. Regenschauer wie Peitschenhiebe.</quote>
                                <quote>Selten rillt Wind [278.1] den See.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cgd#gegenwind">Gegenwind</ref>; <ref target="#windjacke">Windjacke</ref></xr><re><form> *irgendwo
                                    weht ein [frischer] Wind<usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                                </form><sense><def><hi rend="italic">irgendwo werden andere,
                                            strengere o.ä. Methoden angewandt, Maßstäbe
                                            angelegt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Ab Ende März wehte, nach Vielbrands Worten, »ein
                                            frischer Wind [238.5]«.</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re></sense>
                        <sense n="b)" xml:id="wind.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg>
                            <def><hi rend="italic">Luftzug, Luftbewegung</hi> [°]</def><cit>
                                <quote>Die Herren durften keinen Wind [243.3] machen und saßen
                                    abseits mit ihren Kaffeetassen.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="windjacke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Windjacke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Sportliches, den Oberkörper bedeckendes,
                                langärmliches Kleidungsstück aus leichtem, meist
                                wasserundurchlässigem Material, das gegen <ref target="textgrid:24ch2#wind.a">Wind (a)</ref> und
                                Regen schützt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Jacke]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Jerzy Wróbel, von dem es heißt, er betreibe in seiner
                                ewigen Windjacke [122.5] spurensichernde Feldforschung
                                […]</quote>
                            <quote>Seine Windjacke [135.1], die ihm Reschke bei jeder Gelegenheit
                                nachsagt, muß zum gegebenen Anlaß passen.</quote>
                            <quote>Wróbel […] stand verlegen in seiner Windjacke [175.15]
                                zwischen den Steinen […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="windlicht">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Windlicht</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch einen Behälter aus Glas geschütztes Wachs
                                    <ref target="textgrid:24cgk#licht.2b">licht (2b)</ref>;</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] hier und da bezeugen Windlichter [23.16] an Grabstellen
                                Besuch, der wieder gegangen ist.</quote>
                            <quote>[…] daß nah und fern weitere Friedhofsbesucher mit Blumen
                                und Windlichtern [25.28] ihrer Toten gedachten.</quote>
                            <quote>Angesichts zweier Windlichter [29.23] beiderseits der Vase
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="windstoß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Windstoß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -stöße</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">plötzlich auftretende, starke Luftbewegung</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] selbst jetzt, nachdem Windstöße [278.29] die Seefläche
                                aufgerauht und das Bild zerstört haben.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="winkel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Winkel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">Math.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">geometrisches Gebilde aus zwei von einem Punkt
                                ausgehenden u. in einer Ebene liegenden Geraden</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] so daß sie aus schrägem Winkel [171.30] an ihnen vorbei
                                und zugleich von hoher Warte auf sie herabsahen.</quote>
                            <quote>[…] so daß der gehobene Deckel einen Winkel [226.30] von
                                etwa fünfundvierzig rad bildete […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="winter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Winter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Jahreszeit zwischen Herbst u. Frühling als
                                kälteste Zeit des Jahres, in der die Natur abgestorben ist</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Einen richtigen Winter [102.5] hat man schon lange nicht mehr
                                erlebt.</quote>
                            <quote>Der Herbst wollte nicht aufhören, und der Winter [173.24]
                                versprach, so milde zu werden […]</quote>
                            <quote>Jetzt durften sie sogar singen: Waldeslust... Am Brunnen vor dem
                                Tore... oder, mitten im Winter [220.16]: Der Mai ist
                                gekommen...</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgd#grippewinter">Grippewinter</ref>; <ref target="textgrid:24cgj#kohlrübenwinter">Kohlrübenwinter</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgj#kriegswinter">Kriegswinter</ref>; <ref target="textgrid:24cg8#winters">Winters [Brakup Missingsch]</ref>;
                                <ref target="#wintersonne">Wintersonne</ref>; <ref target="#winterzeit">Winterzeit</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wintersonne">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wintersonne</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#winter">Winter</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgx#sonne.1a">Sonne (1a)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Alle mir vorliegenden Fotos erzählen vom Januarfrost, von der
                                Wintersonne [190.17], vom blau verschatteten Schnee.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="winterzeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Winterzeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zeit.4">Zeit (4)</ref>;, in der es <ref target="#winter">Winter</ref>
                                ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] alle die Gräber zur Winterzeit [188.31] abdeckenden
                                Tannenzweige.</quote>
                            <quote>Als Reschke wissen wollte, wie das Geschäft zur Winterzeit
                                [202.20] laufe […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirbelsäule">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirbelsäule</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">aus gelenkig durch Bänder u. Muskeln miteinander
                                verbundenen Wirbeln u. den dazwischen liegenden Bandscheiben
                                gebildete Achse des Skeletts bei Wirbeltieren u. Menschen, die den
                                Schädel trägt u. dem Rumpf als Stütze dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Ich sah Einzelteile der Wirbelsäule [195.22] und Knöchlein
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>

                <entry xml:id="wirklichkeit">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirklichkeit</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[alles] das, Bereich dessen, was als Gegebenheit,
                                Erscheinung wahrnehmbar, erfahrbar ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] entsprach die Wirklichkeit [59.12] seinen
                                Visionen:</quote>
                            <quote>Man könnte meinen, es hätte dieser Ansturm datensetzender
                                Wirklichkeit [90.7] der kaum entfachten Liebe zwischen dem Paar
                                abträglich werden können:</quote>
                        </cit><re><form> in Wirklichkeit </form><sense><def><hi rend="italic">wie
                                        sich die Dinge verhalten</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                    <quote>Dieser Fred, der sich für einen Schauspieler hält, in
                                        Wirklichkeit [186.10] aber seit Jahren von meiner dummen
                                        Gret ausgehalten wird […]</quote>
                                </cit></sense></re></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirkung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirkung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">durch eine verursachende Kraft bewirkte
                                Veränderung, Beeinflussung, bewirktes Ergebnis</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom bevorstehenden Papstbesuch war die Rede, von dessen Wirkung
                                [292.28] auf den Zustand Polens sich Wróbel mehr versprach, als die
                                Piątkowska dem Stellvertreter Gottes erlauben wollte.</quote>
                            <quote>Selbst Alexandras in beiden Sprachen erklärter Protest […]
                                wirkte wie aus dem Fenster gesprochen - nein, ganz blieb ihm Wirkung
                                [208.12] nicht versagt: Erna Brakup war wieder wach.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg3#auswirkung">Auswirkung</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirrnis">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirrnis</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Verworrenheit, Durcheinander von etw.
                                Geschehendem</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Spätestens jetzt fällt mir auf, daß sich in den Papieren meines
                                Mitschülers Einbrüche von Wirrnis [258.27] breitzumachen
                                beginnen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirtschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirtschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wirtschaft.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Gesamtheit der Einrichtungen u. Maßnahmen, die
                                    sich auf Produktion u. Konsum von Wirtschaftsgütern
                                    beziehen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>[…] daß die gebotene Umorientierung der Wirtschaft
                                    [120.12] auf die Gesetze des Marktes, im Interesse Polens, keine
                                    Halbheiten dulde […]</quote>
                                <quote>Reschke war sicher, daß die Deutschmark genug zu tun haben
                                    werde, die ostdeutsche Wirtschaft [142.16] auf die Beine zu
                                    bringen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wirtschaftskraft">Wirtschaftskraft</ref>; <ref target="#wirtschaftsliberalismus">Wirtschaftsliberalismus</ref></xr>
                        </sense><sense n="2." xml:id="wirtschaft.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*polnische Wirtschaft</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs. abwertend</hi></usg>
                                <sense><def><hi rend="italic">Unordnung, Schlendrian</hi>  [Ko]</def><cit>
                                        <quote>Wo wir müssen lernen schon, daß nicht polnische
                                            Wirtschaft [40.17] darf sein, nur deutsche noch.</quote>
                                        <quote>Ich mußte Abhilfe fürs nächste Mal versprechen und
                                            mir Vorwürfe wie ›Polnische Wirtschaft
                                            [174.15]‹  anhören.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense>
                    </sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirtschaftsgebäude">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirtschaftsgebäude</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">zu einem Kloster, Schloss, Gut gehörendes
                                    <ref target="textgrid:24cgd#gebäude">Gebäude</ref> als Küche, Stall, Scheune, Brauhaus, Schmiede o.Ä.
                                    (in der Nähe des Wohngebäudes);</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Absurd, dieser ausgeweidete Trolleybus zwischen Herrenhaus und
                                Wirtschaftsgebäude [179.2].</quote>
                            <quote>[…] gleich hinterm übriggebliebenen Wirtschaftsgebäude
                                [215.2] des Cafés Vierjahreszeiten […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirtschaftskraft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirtschaftskraft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Möglichkeiten eines Landes, eines Unternehmens
                                o.Ä. bezüglich der <ref target="#wirtschaft">Wirtschaft</ref></hi> [° D
                            Finanzkraft]</def><cit>
                            <quote>Hier wird, was durch Krieg verlorenging, mit Wirtschaftskraft
                                [246.11] wieder eingeheimst.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wirtschaftsliberalismus">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wirtschaftsliberalismus</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Grundhaltung, die die freie Entfaltung u.
                                Autonomie der <ref target="#wirtschaft">Wirtschaft</ref> fordert u. staatliche Eingriffe
                                auf ein Minimum beschränkt sehen will</hi> [° D; D Liberalismus
                            1]</def><cit>
                            <quote>Dieser Pan Marczak gefällt mir, wenngleich ich seinen
                                Wirtschaftsliberalismus [120.16] nicht voll und ganz teilen
                                kann...</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wißbegier">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wißbegier</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Begierde, Verlangen, etw. zu wissen, zu
                                erfahren</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wissbegier]</ref></def><cit>
                            <quote>Nur Jerzy Wróbel trug seine Wißbegier [221.15] der alten Frau
                                unbekümmert […] an.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wissen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wissen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="wissen.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Gesamtheit der Kenntnisse, die jmd. [auf einem
                                    bestimmten Gebiet] hat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                <quote>Der gute Wróbel hätte sein katasteramtliches Wissen [179.8]
                                    besser unter Verschluß halten sollen.</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wissenschaft">Wissenschaft</ref></xr>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="wissen.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num><def><hi rend="italic">Kenntnis, das Wissen (a)
                                    von etw.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                                <quote>Gleich hinter dem Krematorium, dessen Abdankungshalle, nach
                                    Alexandras Wissen [68.22], von der […] weißrussischen
                                    Minderheit für Gottesdienste nach orthodoxem Ritual genutzt
                                    wurde […]</quote>
                                <quote>[…] auf welch gewinnbringende Weise, doch ohne Wissen
                                    [279.23] der Aufsicht […], Reschke das verzweigte Kapital
                                    der Friedhofsgesellschaft angelegt [hatte]</quote>
                            </cit><re><form> etw. wider besseres […] Wissen tun.
                                            </form><sense><def><hi rend="italic">obwohl man weiß,
                                            dass es falsch ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Db]</ref></def><cit>
                                        <quote>Abermals wider besseres Wissen [51.15]
                                            gehandelt.</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wissenschaft">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wissenschaft</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(ein begründetes, geordnetes, für gesichert
                                erachtetes) <ref target="textgrid:24ch2#wissen.a">Wissen (a)</ref>; hervorbringende forschende
                                Tätigkeit in einem bestimmten Bereich</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Schon oft war der Professor hier eingekehrt: während früherer
                                Besuche in der ärmlichen, doch an Türmen so reichen Stadt, als ihm
                                seine Wissenschaft [45.9] noch kurzweilig gewesen war
                                […]</quote>
                            <quote>[…] einige in diesem Bereich forschende Kollegen meiner
                                Universität sehen, bei aller der Wissenschaft [102.11] auferlegten
                                Zurückhaltung, den sogenannten Treibhauseffekt als Verursacher der
                                gewalttätigen Orkane.</quote>
                            <quote>Die im Bundesland Nordrhein-Westfalen für Wissenschaft [107.7]
                                zuständige Ministerin sprach […] von »einer sozial
                                verantwortlichen Tat«.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#wissenschaftler">Wissenschaftler</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wissenschaftler">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wissenschaftler</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der über eine abgeschlossene
                                Hochschulbildung verfügt u. im Bereich der <ref target="#wissenschaft">Wissenschaft</ref>
                                tätig ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Im Vergleich dazu waren dem Wissenschaftler [50.6] nur wenige und
                                immer gleich trübe Gesten geläufig […]</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgk#literaturwissenschaftler">Literaturwissenschaftler</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="witwe">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Witwe</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[83*]</lbl> </form></form>
                    <sense><sense n="a)" xml:id="witwe.a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Frau, deren Ehemann gestorben ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                <quote>Weil Frau Martha Eggert, die Witwe [136.18] des Egon Eggert,
                                    anwesend war […]</quote>
                                <quote>Erna Brakup war bei Kriegsende eine vierzigjährige Witwe
                                    [217.17];</quote>
                            </cit>
                        </sense><sense n="b)" xml:id="witwe.b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                            <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                            <def>die Witwe (a) <ref target="textgrid:24cgw#alexandra_piątkowska">Alexandra Piątkowska [Register]</ref>
                                [°]</def><cit>
                                <quote>Der Zufall stellte den Witwer neben die Witwe [7.1].</quote>
                                <quote>Jedenfalls war die Witwe [7.3] schon zur Stelle, als der
                                    Witwer anstieß, stolperte, doch nicht zu Fall kam.</quote>
                                <quote>Vor den Auslagen einer Bäuerin […] fanden Witwer und
                                    Witwe [7.10] einander.</quote>
                                <quote>Obgleich die Dahlien und Chrysanthemen mehr hergaben,
                                    entschied sich die Witwe [8.16] für Astern. </quote>
                                <quote>Als die Witwe [8.23] aus den drei oder vier Eimern die erste,
                                    dann eine weitere, unschlüssig eine dritte Aster zog
                                    […]</quote>
                                <quote>[…] und diese, wählerisch wie die Witwe [8.29],
                                    auszuwechseln […]</quote>
                                <quote>Weder der Witwe [9.6] noch dem Witwer reichte es zum Strauß. </quote>
                                <quote>Der Witwer übergab der Witwe [9.9] seine rostrote
                                    Beute.</quote>
                                <quote>[…] schräg gegenüber dem achteckigen »Kiek in de
                                    Köck«, fanden sich Witwer und Witwe [10.21] […]</quote>
                                <quote>Da sagte die Witwe [11.2] mit Akzent:</quote>
                                <quote>[…] wäre die zufällige Begegnung zwischen Witwer und
                                    Witwe [11.9] mit dem Kursverfall des Złoty zu vergleichen
                                    gewesen.</quote>
                                <quote>Er schreibt, es habe, noch während die Witwe [11.11] zahlte,
                                    ein Gespräch über Pilze, besonders über die späten, verspäteten
                                    Steinpilze begonnen.</quote>
                                <quote>Die Witwe [11.20] lachte häufig.</quote>
                                <quote>Jedenfalls fand die Witwe [13.4] in ihrer Umhängetasche ein
                                    Einkaufsnetz […]</quote>
                                <quote>[…] während Witwe [13.29] und Witwer einander wie
                                    Zugewinn verrechneten und nicht voneinander lassen
                                    wollten.</quote>
                                <quote>[…] die Witwe [16.31] fand das Netz im Nachlaß ihrer
                                    Mutter […]</quote>
                                <quote>[…] waren ihm nun die Einkaufsnetze der Witwe [17.12]
                                    […] Zeugnisse vergangener Kultur […]</quote>
                                <quote>[…] so deutelte er an den geerbten Einkaufsnetzen der
                                    Witwe [17.28].</quote>
                                <quote>Erst gegen Schluß seiner Klage werden ihm wieder die
                                    Einkaufsnetze der Witwe [18.11] lieb, prall gefüllt mit
                                    Bedeutung.</quote>
                                <quote>[…] wie er leicht vornübergebeugt neben der stöckelnden
                                    Witwe [18.17] schlurft […]</quote>
                                <quote>[…] und gleichfalls gewinnt die Witwe [18.28] […]
                                    durch bloße Willensstärke Kontur:</quote>
                                <quote>Ein langer, dennoch kurzweiliger Fußweg, denn die Witwe
                                    [19.2] unterteilte ihn, indem sie erklärend in knappen, alles
                                    verknappenden Sätzen sprach […]</quote>
                                <quote>Die Witwe [19.28] sagte: »Das war mal gewesen
                                    Solidarność«  […]</quote>
                                <quote>Der Witwer will diesem Satz der Witwe [20.4] »eine an
                                    Verzweiflung grenzende Bitterkeit«  abgehört
                                    haben.</quote>
                                <quote>Rauchend führte die Witwe [20.21] den Witwer aus der Stadt
                                    über eine Brücke […]</quote>
                                <quote>Die Witwe [20.30] führte ihn aus der Stadt hinaus
                                    […]</quote>
                                <quote>Gegenüber […] wußte die Witwe [21.15] ein Loch im
                                    Zaun.</quote>
                                <quote>[…] zwischen überwucherten Einzel- und Doppelgräbern -
                                    stellte sich der Witwer förmlich der Witwe [21.18] vor:</quote>
                                <quote>Doch auch den Witwer und die Witwe [22.3] […] wird die
                                    Distanzlosigkeit der Vornamen erschreckt haben.</quote>
                                <quote>Doch Witwe [23.18] und Witwer hatten keinen Blick
                                    frei.</quote>
                                <quote>Weil sie sich als Witwe [23.26] zu erkennen gegeben hatte
                                    […]</quote>
                                <quote>Die Witwe [24.6] schwieg.</quote>
                                <quote>Wenn ich Reschkes Notizen folge, versuchte er, die laut
                                    gewordene Witwe [24.17] zu beruhigen […]</quote>
                                <quote>[…] angesichts der beiden schiefstehenden Grabsteine
                                    waren sich Witwe [25.21] und Witwer einig […]</quote>
                                <quote>Und jetzt erst sagte die Witwe [25.29], was wörtlich die
                                    Kladde des Witwers festgehalten hat:</quote>
                                <quote>[…] ist es unvermittelt wieder die Witwe [29.26]
                                    gewesen, die der Handlung Auftrieb gab.</quote>
                                <quote>Nun trug die Witwe [30.3] das Einkaufsnetz. </quote>
                                <quote>[…] war die Witwe [31.21] in der vormals engen, nun
                                    geräumigen Dreizimmerwohnung allein […]</quote>
                                <quote>Auch das gleichfalls nach Süden gelegene Schlafzimmer zeigte
                                    die Witwe [32.16] dem Witwer mitsamt angrenzendem Bad.</quote>
                                <quote>Vielleicht, weil die Witwe [32.25]...</quote>
                                <quote>Nach letztem Ton kommentierte die Witwe [33.18]:</quote>
                                <quote>Nachdem die Witwe [34.19] Salzkartoffeln aufgesetzt hatte
                                    […]</quote>
                                <quote>Zuerst wollte die Witwe [35.8] den wachstuchbezogenen
                                    Küchentisch decken:</quote>
                                <quote>Die Fotos auf dem verglasten Geschirrschrank zeigen den Mann
                                    der Witwe [35.22] in Marineuniform […]</quote>
                                <quote>Die Witwe [36.5] hatte zum Schluß Sahne an die Pilze gerührt
                                    […]</quote>
                                <quote>»Ist nach berühmtes Poem von Maria Konopnicka«,
                                    sagte die Witwe [36.12].</quote>
                                <quote>»Wie bei Mama und Papa!«  rief die Witwe
                                    [37.1].</quote>
                                <quote>Und jetzt erst […] gelang es dem Witwer und der Witwe
                                    [37.6], eine Idee abzustimmen […]</quote>
                                <quote>Nur wenn die Witwe [39.6] erregt war […]</quote>
                                <quote>Ich vermute eine zweite Flasche bulgarischen Rotwein, die
                                    sich im Küchenschrank der Witwe [40.20] fand.</quote>
                                <quote>Dann ging der Witwer, nachdem ihn die Witwe [41.20]
                                    verabschiedet […] hatte:</quote>
                                <quote>[…] im Gespräch mit der Witwe [46.20] […]</quote>
                                <quote>Er hatte die Baskenmütze bei der Witwe [49.3]
                                    vergessen.</quote>
                                <quote>Dann erst stand vom Stolpern vor den Blumeneimern, von
                                    rostroten Astern, von der Witwe [52.2] und höherer Fügung zu
                                    lesen.</quote>
                                <quote>[…] wird ihm die von der Witwe [53.3] vorgeschlagene
                                    »Polnisch-Deutsch-Litauische
                                    Friedhofsgesellschaft«  wichtig.</quote>
                                <quote>Ein Satz der Witwe [53.21], dem nur zuzustimmen ist:</quote>
                                <quote>[…] wurde Reschke noch einmal das Einkaufsnetz der Witwe
                                    [54.8] wichtig.</quote>
                                <quote>[…] den geknüpften und gehäkelten Maschen aller
                                    Einkaufsnetze folgend, die die Witwe [54.16] von ihrer Mutter
                                    geerbt hatte […]</quote>
                                <quote>Die Witwe [62.23] hatte sich halbtags frei genommen.</quote>
                                <quote>Als sich Witwe [63.22] und Witwer unterm geschwungenen
                                    Dreizack des Gottes Neptun trafen […]</quote>
                                <quote>Auch die Witwe [67.6] erinnerte sich:</quote>
                                <quote>[…] wie die Witwe [67.14] sagte, »auf Knochengebein
                                    von Tote«  erbaut worden war.</quote>
                                <quote>Als Witwe [67.29] und Witwer […] die querlaufende
                                    Lindenallee […] abgeschritten [hatten]</quote>
                                <quote>Die Witwe [70.1] muß ihn beruhigt haben.</quote>
                                <quote>Es sei ihm, meldet Reschke, die Witwe [71.12] um den Hals
                                    gefallen […]</quote>
                                <quote>Der körperliche Überschwang der Witwe [71.26] mag den Witwer
                                    irritiert haben […]</quote>
                                <quote>Unschlüssig, was mit dem frühen Abend zu tun sei, lud der
                                    Witwer die Witwe [72.16] zu einem Drink in die Bar
                                    […]</quote>
                                <quote>Nicht nur er, auch die Witwe [73.6] begriff das
                                    […]</quote>
                                <quote>Erst als die Witwe [74.29] […] seinen Universitätsrang
                                    mit Hilfe des Diminutivs verniedlichte […]</quote>
                                <quote>Worauf die Witwe [75.27] mit ihm anstieß und zum ersten Mal
                                    nachgab:</quote>
                                <quote>Und dann ließ die Witwe [76.19] den Witwer […] vor der
                                    Haustür stehn […]</quote>
                                <quote>»Da bin ich wieder«, sagte die Witwe [77.15]
                                    Alexandra Piątkowska […]</quote>
                                <quote>Daß die Witwe [78.22] […] ihre Zahnbürste mitgebracht
                                    hatte […]</quote>
                                <quote>Nun bin ich nicht Witwe [80.11] mehr.</quote>
                                <quote>[…] als der Briefwechsel zwischen Witwer und Witwe
                                    [104.12] begann […]</quote>
                                <quote>[…] doch muß des Witwers Wohnung der Witwe [114.4]
                                    gefallen haben […]</quote>
                                <quote>Man mag fragen, warum sich Witwer und Witwe [115.21] nicht
                                    früher wiedergesehen haben […]</quote>
                                <quote>[…] war das Nein der Witwe [121.29] vom Nationalstolz
                                    bestimmt und deshalb dem Witwer ärgerlich.</quote>
                                <quote>[…] weil so dem Berichtenden die Aufgabe erspart wird,
                                    den Kunsthistoriker und die Vergolderin, den Witwer, die Witwe
                                    [144.26] […] als Badende nachzuzeichnen.</quote>
                                <quote>Weder Witwe [156.10] noch Witwer hatten Anlaß, über den toten
                                    Ehemann, die tote Ehefrau zu klagen;</quote>
                                <quote>Nicht mehr als Witwer und Witwe [206.30], als Paar treten sie
                                    auf.</quote>
                            </cit></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="witwer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Witwer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[51*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Mann, dessen Ehefrau gestorben ist</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def>
                        <usg><hi rend="spaced">Unkenrufe</hi></usg>
                        <def>der Witwer <ref target="textgrid:24cgw#alexander_reschke">Alexander Reschke [Register]</ref> [°]</def><cit>
                            <quote>Der Zufall stellte den Witwer [7.1] neben die Witwe.</quote>
                            <quote>Jedenfalls war die Witwe schon zur Stelle, als der Witwer [7.4]
                                anstieß, stolperte, doch nicht zu Fall kam.</quote>
                            <quote>Vor den Auslagen einer Bäuerin […] fanden Witwer [7.10] und
                                Witwe einander.</quote>
                            <quote>»Kein Wunder«, schreibt der Witwer [8.10], »daß die
                                Stände neben der Dominikshalle so dürftig bestellt aussahen
                                […]</quote>
                            <quote>Der Witwer [8.16] blieb unsicher:</quote>
                            <quote>[…] begann auch der Witwer [8.28], Astern aus den Eimern zu
                                ziehen […]</quote>
                            <quote>Weder der Witwe noch dem Witwer [9.6] reichte es zum Strauß. </quote>
                            <quote>Der Witwer [9.9] übergab der Witwe seine rostrote Beute.</quote>
                            <quote>[…] mengt meine teils verwischte, dann wieder überdeutliche
                                Ortskenntnis mit des Witwers [9.16] forschendem Fleiß
                                […]</quote>
                            <quote>[…] schräg gegenüber dem achteckigen »Kiek in de
                                Köck«, fanden sich Witwer [10.21] und Witwe […]</quote>
                            <quote>Der Witwer [10.29] wollte nicht nur seine, er wollte auch ihre
                                Astern, den nun einzigen Strauß, bezahlen […]</quote>
                            <quote>[…] wäre die zufällige Begegnung zwischen Witwer [11.9] und
                                Witwe mit dem Kursverfall des Złoty zu vergleichen
                                gewesen.</quote>
                            <quote>Dem Witwer [11.23] gefiel dieses ans Schrille grenzende Lachen
                                […]</quote>
                            <quote>Und wahrscheinlich hat der Witwer [13.2] einen entsprechenden
                                Kommentar gegeben;</quote>
                            <quote>[…] während Witwe und Witwer [13.29] einander wie Zugewinn
                                verrechneten und nicht voneinander lassen wollten.</quote>
                            <quote>Nun war auch des Witwers [14.18] Baskenmütze weg.</quote>
                            <quote>Ich lasse den Witwer [18.15] das Erbstück tragen […]</quote>
                            <quote>Doch seitlich der Bibliothek […] kam der Witwer [19.14] zum
                                Zug.</quote>
                            <quote>Der Witwer [20.4] will diesem Satz der Witwe »eine an
                                Verzweiflung grenzende Bitterkeit«  abgehört
                                haben.</quote>
                            <quote>Rauchend führte die Witwe den Witwer [20.21] aus der Stadt über
                                eine Brücke […]</quote>
                            <quote>Da in des Witwers [20.27] Notizen polnische und deutsche
                                Schreibweisen willkürlich wechseln</quote>
                            <quote>[…] zwischen überwucherten Einzel- und Doppelgräbern -
                                stellte sich der Witwer [21.18] förmlich der Witwe vor:</quote>
                            <quote>Doch auch den Witwer [22.3] und die Witwe […] wird die
                                Distanzlosigkeit der Vornamen erschreckt haben.</quote>
                            <quote>Doch Witwe und Witwer [23.18] hatten keinen Blick frei.</quote>
                            <quote>Dann trat sie näher […] an die schiefstehenden Grabsteine
                                heran, die dem Witwer [24.8] bemerkenswert gewesen waren.</quote>
                            <quote>[…] angesichts der beiden schiefstehenden Grabsteine waren
                                sich Witwe und Witwer [25.21] einig […]</quote>
                            <quote>Und jetzt erst sagte die Witwe, was wörtlich die Kladde des
                                Witwers [25.30] festgehalten hat:</quote>
                            <quote>Der Witwer [30.3] hatte sich fügen müssen</quote>
                            <quote>Auch das gleichfalls nach Süden gelegene Schlafzimmer zeigte die
                                Witwe dem Witwer [32.16] mitsamt angrenzendem Bad.</quote>
                            <quote>Der Witwer [34.22] lernte »masło«, das polnische Wort
                                für Butter, aussprechen.</quote>
                            <quote>Etwas zu lange verlor sich der Witwer [36.1] in Betrachtung der
                                Seestegfotos.</quote>
                            <quote>Und jetzt erst […] gelang es dem Witwer [37.6] und der
                                Witwe, eine Idee abzustimmen […]</quote>
                            <quote>Dann ging der Witwer [41.19] […]</quote>
                            <quote>Doch weil sich der Witwer [46.19] […] nur auf die Toten und
                                deren letzte Wünsche konzentriert hatte […]</quote>
                            <quote>[…] drei Flaschen Dortmunder Export hatten dennoch dem
                                Witwer [50.30] nicht zu ausreichender Bettschwere verholfen</quote>
                            <quote>[…] wird der Witwer [54.17] doch noch Schlaf gefunden
                                haben;</quote>
                            <quote>[…] zumal der Witwer [62.26] tags drauf seine Heimreise
                                antreten mußte.</quote>
                            <quote>Als sich Witwe und Witwer [63.22] unterm geschwungenen Dreizack
                                des Gottes Neptun trafen […]</quote>
                            <quote>Als Witwe und Witwer [67.29] […] die querlaufende
                                Lindenallee […] abgeschritten [hatten]</quote>
                            <quote>Der körperliche Überschwang der Witwe mag den Witwer [71.27]
                                irritiert haben […]</quote>
                            <quote>Unschlüssig, was mit dem frühen Abend zu tun sei, lud der Witwer
                                [72.16] die Witwe zu einem Drink in die Bar […]</quote>
                            <quote>Und dann ließ die Witwe den Witwer [76.19] […] vor der
                                Haustür stehn […]</quote>
                            <quote>[…] als sie kurz vor Mitternacht den Witwer [77.16]
                                Alexander Reschke heimsuchte.</quote>
                            <quote>[…] wie der Witwer [78.22] am nächsten Morgen bemerkte
                                […]</quote>
                            <quote>[…] als der Briefwechsel zwischen Witwer [104.12] und Witwe
                                begann […]</quote>
                            <quote>[…] doch muß des Witwers [114.3] Wohnung der Witwe gefallen
                                haben […]</quote>
                            <quote>Man mag fragen, warum sich Witwer [115.21] und Witwe nicht früher
                                wiedergesehen haben […]</quote>
                            <quote>[…] war das Nein der Witwe vom Nationalstolz bestimmt und
                                deshalb dem Witwer [121.30] ärgerlich.</quote>
                            <quote>[…] weil so dem Berichtenden die Aufgabe erspart wird, den
                                Kunsthistoriker und die Vergolderin, den Witwer [144.26], die Witwe
                                […] als Badende nachzuzeichnen.</quote>
                            <quote>Weder Witwe noch Witwer [156.10] hatten Anlaß, über den toten
                                Ehemann, die tote Ehefrau zu klagen;</quote>
                            <quote>Nicht mehr als Witwer [206.30] und Witwe, als Paar treten sie
                                auf.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="witz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Witz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -e</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="witz.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <form type="inflected">o.Pl.</form><def><hi rend="italic">Gabe, sich
                                    geistreich, witzig, in Witzen zu äußern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2a]</ref></def><cit>
                                <quote>Dann versuchte er, Witz [46.31] zu beweisen, indem er auf
                                    jüngste politische Veränderungen anspielte</quote>
                                <quote>Zeitungskommentare gefielen sich in Reihungen von »                                    hämischem Witz [139.29] und zynischen Ausfällen«.</quote>
                            </cit></sense>
                        <sense n="2." xml:id="witz.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <re><form>*Witze reißen</form>
                                <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg><sense>
                                    <def><hi rend="italic">[derbe] Witze erzählen, [prägnant
                                            formulierte] kurze Geschichten, die mit einer
                                            unerwarteten Wendung, einem überraschenden Effekt, einer
                                            Pointe am Ende zum Lachen reizt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D1, D1*]</ref></def><cit>
                                        <quote>Ein Zyniker, der früher mal extrem links stand, jetzt
                                            aber nur noch Witze [184.21] reißt […]</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="woche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Woche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(ständig wiederkehrende) Folge von 7 Tagen (die
                                als Kalenderwoche mit Montag, in der christlichen Liturgie mit
                                Sonntag beginnt)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                            <quote>Yvonne gerufen, gab sich das Mädchen hinter der Theke als
                                Medizinstudentin aus, die nur zweimal in der Woche [49.5]
                                Tresendienst leisten könne.</quote>
                            <quote>Er […] lobt die […] Loyalität der Denkwitz und überläßt
                                ihr das Sekretariat nach knapp zwei Wochen [142.6].</quote>
                            <quote>Knapp eine Woche [199.13] nach dieser Sitzung hat Reschke wieder
                                einmal ein Gespräch mit Chatterjee geführt […]</quote>
                            <quote>Die nächste Sitzung sollte in zwei Wochen [209.11] stattfinden,
                                man hatte es eilig.</quote>
                            <quote>[…] über Reschkes Wagen steht ja seit Wochen [240.5] kein
                                Wort geschrieben […]</quote>
                            <quote>Einige Wochen [255.11] oder nur Tage lang sollten alle polnischen
                                Kümmernisse vergessen sein.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cgh#januarwoche">Januarwoche</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wochenendausflug">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wochenendausflug</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -ausflüge</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">über das <ref target="#wochenende">Wochenende</ref> bzw. an einem Tag
                                des Wochenendes stattfindender <ref target="textgrid:24cg3#ausflug">Ausflug</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] und doch sind zwei Wochenendausflüge [124.14]
                                belegt:</quote>
                            <quote>[…] was von den Wochenendausflügen [166.8] ins Werder oder
                                an die Schilfufer kaschubischer Seen geblieben war:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wochenende">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wochenende</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[Freitagabend,] Samstag u.Sonntag (als
                                arbeitsfreie Tage)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Dieses Gespräch fand, bald nach seiner Rückkehr aus Bochum, an
                                einem Wochenende [142.24] statt.</quote>
                            <quote>Das Motiv ergab sich Anfang September, an einem Wochenende
                                [158.25].</quote>
                            <quote>Dieses Verhalten, dem am Wochenende [167.2] angepaßte Kleidung,
                                der Partnerlook entsprach, wurde von Reschkes Reise nach Bochum
                                unterbrochen.</quote>
                            <quote>Am folgenden Wochenende [275.29] machten sie einen Ausflug in die
                                Kaschubei.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#wochenendausflug">Wochenendausflug</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wodka">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wodka</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[russischer] Branntwein aus Korn od.
                                Kartoffeln</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Angenommen, es war kein weiterer Rotwein im Haus, auch Wodka
                                [41.15] nicht […]</quote>
                            <quote>Ich hätte mir, ungeladen und ein halbes Dutzend Barhocker
                                entfernt, einen Wodka [49.11] bestellt.</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="#wodkaflasche">Wodkaflasche</ref>; <ref target="textgrid:24cgw#wódka_wyborowa">Wódka Wyborowa
                        [Register]</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wodkaflasche">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wodkaflasche</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wodka">Wodka</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg9#flasche">Flasche</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Des gerechten Ausgleiches wegen habe ich dann, ohne zur
                                Wodkaflasche [212.14] greifen zu müssen, uns, die Deutschen,
                                verflucht.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohlstand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohlstand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Maß an Wohlhabenheit, die jmdm. wirtschaftliche
                                Sicherheit gibt; hoher Lebensstandard</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] bei einigen dieser noch jungen Menschen, denen Wohlstand
                                [233.11] zugewachsen oder dank Erbschaft zugefallen war
                                […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohltäter">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohltäter</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der anderen Wohltaten erweist, der selbstlos
                                handelt und damit anderen Hilfe, Unterstützung o.Ä. zukommen
                                lässt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D Wohltat]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] man respektierte die DPFG, während Chatterjee zum
                                Wohltäter [206.19] mystifiziert wurde.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohndiele">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohndiele</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">
                                <ref target="textgrid:24cg6#diele.2">Diele (2)</ref>;, die gleichzeitig als Wohn-, Aufenthaltsraum
                                dient</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Mit den Büchern mußte die Sammlung handgeschmiedeter Sargnägel in
                                die Wohndiele [132.20] umziehen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnraum">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnraum</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="#wohnung">Wohnung</ref></hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Als langjähriges Mitglied […] glaubte sie, nahegelegenen
                                Wohnraum [31.11] beanspruchen zu können.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnsitz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnsitz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[4*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Ort, an dem jmd. seine <ref target="#wohnung">Wohnung</ref> hat</hi>
                            <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Wie gut, daß […] alle Jubilare mit […] ihrem
                                derzeitigen Wohnsitz [97.13] […] bekannt gemacht
                                werden.</quote>
                            <quote>[…] die sollten jedoch, falls erwünscht, am Wohnsitz
                                [133.15] der Verstorbenen stattfinden.</quote>
                            <quote>Egon Eggert, früher Danzig, Große Krämergasse 8, letzter Wohnsitz
                                [136.2] Böblingen […]</quote>
                            <quote>[…] Auguste Koschnick, früher Nassenhuben, Kreis Danziger
                                Niederung, letzter Wohnsitz [136.4] Peine, 91 Jahre alt.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">meist aus mehreren Räumen bestehender, nach außen
                                abgeschlossener Bereich in einem Wohnhaus, der einem Einzelnen od.
                                mehreren Personen als ständiger Aufenthalt dient</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                            <quote>Da Wohnungen [30.24] im historischen Bereich der Alt- und
                                Rechtstadt begehrt waren […]</quote>
                            <quote>Die Wohnung [32.4] im dritten Stock lag am Ende der Gasse, die
                                wie alle nach Osten laufenden Gassen der Rechtstadt mit einem Tor,
                                dem Kuhtor, zur Mottlau hin ausläuft.</quote>
                            <quote>Die Wohnung [52.29] in der Hundegasse verengte sich ihm zu »                                einem alles in allem gemütlichen Nest«. </quote>
                            <quote>Nichts über das Ruhrgebiet, doch muß des Witwers Wohnung [114.3]
                                der Witwe gefallen haben, […]</quote>
                            <quote>[…] unterbrach er seinen Aufenthalt in Gdańsk, um von
                                seiner Bochumer Wohnung [139.12] aus die regelmäßige Beschickung des
                                Versöhnungsfriedhofs zu sichern.</quote>
                            <quote>Es war richtig, Liebste, das Sekretariat so früh einzurichten,
                                auch wenn uns dadurch meine Wohnung [139.16] klein geworden
                                ist.</quote>
                            <quote>[…] nicht nur die Wohnung [156.12] in der Hundegasse, auch
                                das Bochumer Appartement bewahrte gerahmte und in Fotoalben
                                versammelte Erinnerungsstücke aus normal glücklichen Tagen
                                auf.</quote>
                            <quote>Wieder zu zweit trinken sie in Reschkes Wohnung [182.18] plus
                                Sekretariat auf das neue Jahr:</quote>
                        </cit>
                        <xr><ref target="textgrid:24cg6#dreizimmerwohnung">Dreizimmerwohnung</ref>; <ref target="textgrid:24cgh#junggesellenwohnung">Junggesellenwohnung</ref>;
                                <ref target="textgrid:24cgj#kellerwohnung">Kellerwohnung</ref>; <ref target="#wohnraum">Wohnraum</ref>; <ref target="#wohnsitz">Wohnsitz</ref>;
                                <ref target="#wohnungstür">Wohnungstür</ref>; <ref target="#wohnungsvergleich">Wohnungsvergleich</ref>;
                                <ref target="#wohnverhältnisse">Wohnverhältnisse</ref>; <ref target="#wohnzimmer">Wohnzimmer</ref></xr></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnungstür">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnungstür</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wohnung">Wohnung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cgz#tür.b">Tür (b)</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Soeben hat sie ihn, nach zwei Gläschen Honiglikör, an der
                                Wohnungstür [44.3] verabschiedet...</quote>
                            <quote>Und Margaretha, Studienrätin aus Passion, wurde abschließend, bei
                                schon offener Wohnungstür [186.22] vulgär:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnungsvergleich">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnungsvergleich</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="#wohnung">Wohnung</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24ch1#vergleich">Vergleich</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>Hier unterbrach bis in die Küche hinein das langanhaltende und
                                tragisch klingende Glockenspiel vom Rathausturm her ihren
                                westöstlichen Wohnungsvergleich [33.15];</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnverhältnisse">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnverhältnisse</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[allgemeine] Gegebenheiten, Bedingungen, die Art,
                                Beschaffenheit, Verfügbarkeit, Größe und Einrichtung der
                                    <ref target="textgrid:24ch2#wohnung">Wohnungen</ref> [eines Gebietes] betreffend</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und dann erst zitierte er seine Angaben zu westlichen
                                Wohnverhältnissen [33.5]:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wohnzimmer">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wohnzimmer</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[6*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch4#zimmer.b">Zimmer (b)</ref>; einer <ref target="#wohnung">Wohnung</ref>
                                für den Aufenthalt während des Tages</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Vom Wohnzimmer [32.7] aus gesehen, standen der schlanke
                                Rathausturm und der stumpfe Turm der Marienkirche im Blick
                                […]</quote>
                            <quote>Und in der Küche neben dem Wohnzimmer [32.18] sagte Alexandra
                                Piątkowska:</quote>
                            <quote>In Küche ist immer gemütlich«, dann sollte es doch das
                                Wohnzimmer [35.10] sein.</quote>
                            <quote>Nur wenige Minuten lang erlaubten sie dem Fernsehen, ihr
                                Wohnzimmer [165.28] mit krisenhaften Ereignissen zu
                                besetzen.</quote>
                            <quote>Das Schlafzimmer war zugleich Wohnzimmer [242.2].</quote>
                            <quote>Stichwörtern lese ich ab, daß in Erna Brakups Kate Wohn- [264.30]
                                und Schlafzimmer sowie die Veranda überfüllt gewesen sind, kein
                                Durchkommen, zu wenige Stühle.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wölkchen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wölkchen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. - </form> /Vkl./ <usg><hi rend="bold">Ü</hi></usg> rosarote Wölkchen [°] </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Unbekümmertheit, Zuversicht</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Dieser Mister Chatterjee versteht es, meine oft trüben
                                Vorahnungen in Luft aufgehen zu lassen; oder er koloriert sie im
                                Handumdrehen zu rosaroten Wölkchen [163.31].</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wolke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wolke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wolke.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">sichtbar in der Atmosphäre schwebende Ansammlung,
                                    Verdichtung von Wassertröpfchen od. Eiskristallen (von
                                    verschiedenartiger Form u. Farbe)</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Darüber tief treibende, tintige Wolken [235.27].</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wolkensack">Wolkensack</ref></xr></sense>
                        <sense n="2." xml:id="wolke.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <def><hi rend="italic">Menge von etw., was - einer Wolke (1) ähnlich -
                                    in der Luft schwebt, sich quellend, wirbelnd o.ä. in der Luft
                                    od. in einer flüssigen Substanz ausbreitet</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cg3#abgaswolke">Abgaswolke</ref></xr></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wolkensack">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wolkensack</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -säcke</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wie ein prall gefüllter <ref target="textgrid:24cgx#sack">Sack</ref> aussehende
                                    <ref target="textgrid:24ch2#wolke.1">Wolke (1)</ref>;</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Und weiße, von Nordost her schwimmende Wolkensäcke [143.22]
                                gehörten zum kaschubischen Sommer.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wollsachen">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wollsachen</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[gestrickte] Kleidungsstücke aus Wolle, einem aus
                                Tierhaar gewonnenen und zu Garn gesponnenen Naturprodukt</hi> [° D;
                            D Wolle 1a]</def><cit>
                            <quote>[…] der sich […] durch die Einrichtung einer
                                Sammelstelle ausgezeichnet hat, in der während des ersten oder
                                zweiten russischen Kriegswinters Wollsachen [140.27] […]
                                verpackt wurden.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wollschal">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wollschal</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">(zum Schutz od. als nur schmückendes Zubehör
                                getragenes) langes, schmales Tuch, das um den Hals gelegt od.
                                geschlungen wird aus Wolle, einem aus Tierhaar gewonnenen und zu
                                Garn gesponnenen Naturprodukt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D Schal a; D Wolle 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] Alexandra trägt einen breiten Wollschal [290.7] überm
                                Kostüm.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wollschur">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wollschur</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Vorgang, bei dem Schafe mithilfe einer Schere von
                                ihren Haaren befreit werden</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D ¹scheren 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Bin zwar noch rüstig mit meinen demnächst 75 Jahren und mach bei
                                der Wollschur [141.10] mit, erwäge aber, von Ihrem hochherzigen
                                Angebot Gebrauch zu machen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wort">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wort</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[44*]</lbl> </form></form>
                    <sense>
                        <sense n="1." xml:id="wort.1"><!--generated @n--><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num>
                            <sense n="a)" xml:id="wort.1a"><num type="ordering"><hi rend="bold">a)<!--original @n was 1. a)--></hi></num><form type="inflected">Pl. Wörter; gelegtl. auch: Worte</form><def><hi rend="italic">kleinste selbstständige sprachliche Einheit
                                        von Lautung u. Inhalt bzw. Bedeutung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1a]</ref></def><cit>
                                    <quote>Der Witwer lernte »masło«, das polnische Wort
                                        [34.23] für Butter, aussprechen.</quote>
                                    <quote>Hab' gelernt deutsches Wort [40.14]:
                                        Friedhofsordnung...</quote>
                                    <quote>[…] aber in einem Brief, Wort [85.1] für Wort [85.1]
                                        niedergeschrieben, wolle sie diese Anhäufung von
                                        Deutlichkeiten […] nie wieder lesen.</quote>
                                    <quote>Jetzt, wo ich mit meinen übriggebliebenen Wörtern [42.16]
                                        ganz woandershin will, holt er mich in den Schulmief
                                        zurück.</quote>
                                    <quote>Es ist, als hätten ihre Wörter [86.30] und mit ihnen die
                                        einzelnen Buchstaben die Fallsucht.</quote>
                                    <quote>Ja, Alexandra, mit diesem Wort [91.23] ist das neue
                                        Jahrzehnt eingeläutet worden.</quote>
                                    <quote>Ich muß mich an Nebensätze klammern oder ein einzelnes
                                        Wort [92.12] leermelken, damit ihre Sache in Fluß
                                        bleibt.</quote>
                                    <quote>Wörter [94.27] wie Network, Monitor oder Digipad
                                        rutschten in seine Briefe.</quote>
                                    <quote>So sehr sie einander in Briefen begehrten und beide nun
                                        überhitzte Wörter [115.29] für ihre Begierde fanden, sie
                                        wollten dennoch nichts übereilen.</quote>
                                    <quote>Seitdem weiß ich, […] wie fordernd sie ihre Wörter
                                        [128.7] anstößt und mit dem Unkengeläut mischt.</quote>
                                    <quote>Etwas zu lang die Predigt des Konsistorialrates Karau,
                                        der überbetont die Wörter [137.1] »                                        Heimaterde«  und »Rückkehr«  in
                                        seine immerfort Gleichnisse suchenden Sätze
                                        schummelte.</quote>
                                    <quote>[…] und dieses Wort [163.10] sich vom japanischen
                                        »Jin riki shaw«  herleitet […]</quote>
                                    <quote>Einige polnische Wörter [165.30] wurden ihm
                                        geläufig.</quote>
                                    <quote>Nicht nur häufige Umarmungen, zärtliche Wörter [212.3]
                                        mögen hilfreich gewesen sein.</quote>
                                    <quote>[…] weiß Wörter [282.2] wie »räuberisch«,
                                        »Spottgeburt«, »Teufelswerk« 
                                        […]</quote>
                                    <quote>So konnte er zwischen Ruf und Ruf einzelne Wörter
                                        [283.18] wie »deutscherseits«  und »                                        räuberisch«  oder »Menschenrecht«, aber
                                        auch »heimatlos«  und »                                        nimmermehr«  aufs Podest heben.</quote>
                                </cit><xr><ref target="textgrid:24cgx#schlagzeilenwort">Schlagzeilenwort</ref>; <ref target="#wortabstand">Wortabstand</ref>;
                                        <ref target="#wortschatz">Wortschatz</ref>; <ref target="#wortwahl">Wortwahl</ref></xr></sense>
                            <sense n="b)" xml:id="wort.1b"><num type="ordering"><hi rend="bold">b)</hi></num>
                                <form type="inflected">Pl. Worte</form>
                                <def><hi rend="italic">Wort (1a) in speziellem Hinblick auf seinen
                                        bestimmten Inhalt, Sinn; Ausdruck, Begriff</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1b]</ref></def><cit>
                                    <quote>Doch das Wort [7.17] Zufall kommt bei ihm nicht
                                        vor.</quote>
                                    <quote>Hier wurde mir das Wort [22.25] Friedhofsruhe wieder
                                        bewußt.</quote>
                                    <quote>Das Wort [85.16] Friedhofsruhe wurde oft negativ benutzt
                                        […]</quote>
                                    <quote>Er lobt die »Minimalisierung der Leichen« 
                                        und wagt das Wort [139.1] »Raumersparnis«.</quote>
                                    <quote>Vielbrand entschuldigte sich schriftlich, weil er im
                                        Verlauf einer telefonischen Intervention das Wort [151.22]
                                        Zensur verwendet hatte;</quote>
                                    <quote>[…] da sprach Jerzy Wróbel […] wie beiläufig
                                        das Wort [243.19] Rücktritt aus; </quote>
                                    <quote>Nur so ließ sich mit dem vom Unkengeläut gehobenen Wort
                                        [283.21] »hochzeitlich«  die zukünftige
                                        polnisch-bengalische Symbiose feiern;</quote>
                                    <quote>[…] ein Wort [283.23] übrigens, das, je näher der
                                        Termin der Eheschließung rückte, immer häufiger in sein
                                        Tagebuch fand.</quote>
                                </cit>
                            </sense></sense>
                        <sense n="2." xml:id="wort.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl. Worte</form>
                            <def><hi rend="italic">etw., was jmd. als Ausdruck seiner Gedanken,
                                    Gefühle o.Ä. zusammenhängend äußert; Äußerung</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                <quote>Mehrmals nannte sie mich altmodisch oder, mit ihren Worten
                                    [52.12], ›von alte Schule noch‹  […]</quote>
                                <quote>Wenn große Worte [164.9] noch Sinn machen, dann hier, auf dem
                                    Feld unserer gemeinsamen Bestrebungen.</quote>
                                <quote>Diese Peinlichkeiten, diese verlegen um Nachsicht bittenden
                                    Worte [181.29].</quote>
                                <quote>Später, als Witold, noch vor dem Dessert, gegangen war, hat
                                    sie geweint, wollte mir aber nicht sagen, mit welchen Worten
                                    [183.29] ihr Sohn sie gekränkt hat.</quote>
                                <quote>Ausgesprochen in vielen Briefen, lassen sich diese Wünsche
                                    auf wenige Worte [193.4] bringen: Wir wollen in unserer Heimat
                                    sterben.</quote>
                                <quote>Er hat mich mit meinen Worten [208.5] geschlagen.</quote>
                                <quote>Mit letztem Wort [228.30] begann sie ihre Filzstiefel
                                    […] wieder anzuziehen […]</quote>
                                <quote>Ab Ende März wehte, nach Vielbrands Worten [238.5], »ein
                                    frischer Wind«.</quote>
                                <quote>[…] über Reschkes Wagen steht ja seit Wochen kein Wort
                                    [240.5] geschrieben […]</quote>
                                <quote>Danach hat sie nur noch mit Wróbel […] ihr
                                    Umgangspolnisch gesprochen, an Reschke gewendet kein Wort
                                    [240.31].</quote>
                                <quote>[…] Szenen aus dem Bilderbuch deutsch-polnischer
                                    Geschichte wiederholten sich häßlich, und alle schönen Worte
                                    [255.17] der letzten Zeit verfielen abgewertet.</quote>
                                <quote>Und wie zu Alexandras wenigen Worten [282.27] höre ich das
                                    allen zuletzt beschworenen Bildern unterlegte Rufen der
                                    Tieflandunken.</quote>
                                <quote>Kein Wort [293.5] über die Friedhofsgesellschaft bis zum
                                    Kaffee.</quote>
                                <quote>Mit ihren Worten [296.30] hat Alexandra alles gesagt:</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="#wortballung">Wortballung</ref>; <ref target="#wortwechsel">Wortwechsel</ref></xr><re><form> das
                                    Wort an jmdn. richten </form><sense><def><hi rend="italic">jmdn.
                                            ansprechen, zu jmdm. sprechen</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Kein einziges Mal hat Dorothea das Wort [185.5] an
                                            Alexandra gerichtet.</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>zu Wort kommen […] </form><sense><def><hi rend="italic">[…] Gelegenheit […], sich zu äußern</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Ausgehungerte Fragesätze und Leidenschaft, streng auf
                                            zwei Personen verengt, die mittels Papier zu Wort [82.7]
                                            kommt, ohne Dreinrede von außen...</quote>
                                    </cit>
                                </sense></re>
                            <re><form>jmdn. [nicht] zu Wort kommen lassen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">jmdm. [keine] Gelegenheit geben, sich
                                            zu äußern</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                                        <quote>Die auf Mitte November datierte Tonbandaufzeichnung
                                            läßt die Brakup zu Wort [173.15] kommen:</quote>
                                    </cit></sense></re>
                            <re><form>das Wort ergreifen</form>
                                <sense><def><hi rend="italic">in einer Versammlung o.Ä. in die
                                            Diskussion eintreten, zu sprechen beginnen</hi>
                                        <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2*]</ref></def><cit>
                                        <quote>»Oft werfen die Ratsmitglieder«, schreibt
                                            Reschke, »einander Blicke zu, sobald Erna Brakup
                                            das Wort [220.29] ergreift.«</quote>
                                        <quote>Gegen unsere Absprache ergriff sie das Wort [246.24]
                                            […]</quote>
                                    </cit></sense></re></sense></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortabstand">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortabstand</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cg3#abstand.a">Abstand (a)</ref>; zwischen den <ref target="textgrid:24ch2#wort.1">Wörtern
                                    (1)</ref>; eines Textes</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] gönnen einander weder Zeilen- noch Wortabstand [87.2]:
                                tanzende Buchstaben in Ekstase, nicht ohne optischen Reiz.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortballung">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortballung</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -en</form></form>
                    <sense><def n="compound"><ref target="textgrid:24ch2#wort.2">Wort (2)</ref></def>; <def n="compound"><ref target="textgrid:24cg4#ballung">Ballung</ref></def>
                        <cit>
                            <quote>[…] und steigerte ihre Flüche zu Wortballungen [212.11], die
                                ich nicht zitieren mag.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortfluß">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortfluß</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24cgv#redefluß">Redefluß</ref></hi></def><cit>
                            <quote>Ich bin ihm dankbar, daß er den Wortfluß [189.9] der alten Frau
                                gleich nach dem Friedhofsbesuch niedergeschrieben hat, ohne ihr
                                Gebrabbel in schriftdeutsche Reihe zu bringen.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortgeklingel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortgeklingel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">leeres und zugleich eloquentes Gerede, um etw. zu
                                beschönigen</hi> [°]</def><cit>
                            <quote>Das Ganze verschönt mit versöhnendem Wortgeklingel [246.8], als
                                wären Golfplätze erweiterte Friedhöfe nur.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortlaut">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortlaut</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">wörtlicher, dem [Original]text genau
                                entsprechender Text von etw.</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D, D wörtlich 1a]</ref></def><cit>
                            <quote>Zwar spricht aus dem Wortlaut [215.27] dieser Protestnote mehr
                                Alexander als Alexandra […]</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortschatz">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortschatz</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Gesamtheit der <ref target="textgrid:24ch2#wort.1">Wörter (1)</ref>;, über die
                                ein Einzelner verfügt</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><cit>
                            <quote>Als die Piątkowska, stolz auf ihren Wortschatz [126.1],
                                ausrief:</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortwahl">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortwahl</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">o.Pl.</form>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic"><ref target="textgrid:24ch2#wahl.1">Wahl (1)</ref>; der <ref target="textgrid:24ch2#wort.1">Wörter (1)</ref>;,
                                die jmd. beim Sprechen, Schreiben trifft</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Mit der ihr eigenen Wortwahl [208.14] machte sie Eindruck
                                sogar.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wortwechsel">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wortwechsel</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[2*]</lbl> </form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">mit <ref target="textgrid:24ch2#wort.2">Worten (2)</ref>; ausgetragener
                                Streit</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wortgefecht]</ref></def><cit>
                            <quote>[…] kam es zu einem Wortwechsel [121.18], der ihr Glück
                                hätte trüben können.</quote>
                            <quote>[…] obgleich der Wortwechsel [198.5] in zwei Sprachen, dazu
                                auf englisch, oft genug Zündstoff bot.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wruke">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wruke</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. -n</form>
                        <usg><hi rend="spaced">nordostd.</hi></usg>
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Kohlrübe</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                            <quote>Die Bäuerin hockte seitlich der Markthalle zwischen anderen
                                Bäuerinnen und dem Ertrag ihrer Kleingärten: Sellerie,
                                kindskopfgroße Wruken [7.13], Lauch und rote Bete.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wunder">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wunder</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">das</form>
                             <lbl type="frequency">[8*]</lbl> </form></form>
                    <re><form> *kein Wunder</form>
                        <usg><hi rend="spaced">ugs.</hi></usg>
                        <sense><def><hi rend="italic">nicht verwunderlich, erstaunlich sein</hi>
                                <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>»Kein Wunder [8.10]«, schreibt der Witwer
                                    […]</quote>
                                <quote>Kein Wunder [101.8], daß zwei Studentinnen und bald danach
                                    ein Student begonnen haben, Einkaufsnetze in Zackenmuster zu
                                    häkeln.</quote>
                                <quote>Kein Wunder [104.15], daß ihm die auf einem stillgelegten
                                    Friedhof geborene Idee sogleich einleuchtete.</quote>
                                <quote>Kein Wunder [114.17]: mit all ihrem Charme überspielte sie
                                    die jeder Rekonstruktion zugrunde liegende Fälschung...</quote>
                                <quote>Kein Wunder [126.11], daß der Ruf der Unke, mehr noch als
                                    Kauz und Eule, Aberglauben gefördert hat.</quote>
                                <quote>[…] kein Wunder [154.3], daß die wechselnden
                                    Trauergesellschaften Fragen nach der Sicherheit ihrer Toten zu
                                    stellen begannen.</quote>
                                <quote>Kein Wunder [267.23], daß wir ihnen […] den Krempel
                                    hingeschmissen haben, bei Gott nicht wortlos.</quote>
                                <quote>Kein Wunder [292.24], daß Jerzy Wróbel und Alexandras
                                    Kollegin leicht ins Gespräch gekommen sind.</quote>
                            </cit></sense></re>
                </entry>
                <entry xml:id="wunderuhr">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wunderuhr</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">die</form>
                             <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form><form type="inflected">Pl.
                            -en</form></form>
                    <sense><def><hi rend="italic">[technisch] besonders eindrucksvolle <ref target="textgrid:24ch0#uhr.1a">Uhr
                                    (1a)</ref></hi> [°]</def><cit>
                            <quote>[…] denn Rat von Patrizier hat ihm beide Augen gestochen und
                                blind gemacht, damit er nicht konnte Wunderuhren [99.24] machen
                                woanders.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="wunsch">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wunsch</hi></form><pc>,</pc> 
                            <form type="determiner">der</form>
                             <lbl type="frequency">[28*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. Wünsche</form></form>
                    <sense><sense n="1." xml:id="wunsch.1"><num type="ordering"><hi rend="bold">1.</hi></num><def><hi rend="italic">Begehren, das jmd. bei sich hegt od. äußert,
                                    dessen Erfüllung mehr erhofft als durch eigene Anstrengungen zu
                                    erreichen gesucht wird</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                <quote>Durchaus vertraut sei ihm der Wunsch [24.31], die Gräber der
                                    nächsten Angehörigen in gutem Zustand zu wissen.</quote>
                                <quote>[…] deshalb haben so viele, gewiß nicht alle, doch mit
                                    dem Älterwerden eine wachsende Zahl Menschen den Wunsch [38.7],
                                    sozusagen zu Haus unter die Erde zu kommen […]</quote>
                                <quote>[…] ein Wunsch [38.9] übrigens, der zumeist bitter
                                    unerfüllt bleibt, denn oft stehen die Umstände diesem Verlangen
                                    entgegen.</quote>
                                <quote>Und werden sagen laut, wo Politik aufhört und Mensch anfängt,
                                    nämlich wenn tot ist und nichts mehr in Tasche hat, nur letztes
                                    Wunsch [39.1] noch […]</quote>
                                <quote>Kann mich aber nur an Poggen erinnern, die ich auf
                                    Sportplätzen oder am Strießbach auf Wunsch [42.6] schluckte,
                                    wieder hochholte und dann weghüpfen ließ.</quote>
                                <quote>Doch weil sich der Witwer tagsüber und im Gespräch mit der
                                    Witwe bis in die Nacht hinein nur auf die Toten und deren letzte
                                    Wünsche [46.21] konzentriert hatte […]</quote>
                                <quote>Wie viele Wünsche [54.12], darunter sehnsüchtige, darin Platz
                                    fänden.</quote>
                                <quote>Ich hörte aus dem Geplapper der Frauen heraus, daß es ihr
                                    Wunsch [59.25] war, nach nur kurzer Stadtrundfahrt die Große
                                    Allee von Danzig nach Langfuhr zu befahren […]</quote>
                                <quote>Also gut, ich habe als Schüler auf Wunsch [60.9] Kröten
                                    geschluckt.</quote>
                                <quote>[…] und Alexandra ist froh, daß ich über allen
                                    Aktivitäten ihren Wunsch [133.24] nicht vergessen habe.</quote>
                                <quote>Für diese Wünsche [148.24] werden außerdem die niedrigen
                                    Kosten, insbesondere bei Urnenüberführungen, gesprochen haben
                                    […]</quote>
                                <quote>Sicher ging man dabei von zu Lebzeiten geäußerten Wünschen
                                    [149.9] aus […]</quote>
                                <quote>[…] doch das Verlangen der Litauer nach nationaler
                                    Unabhängigkeit schloß Wünsche [158.7] von Minderheiten
                                    aus.</quote>
                                <quote>[…] doch dann löste die deutsche Seite durch bloßes
                                    Nennen von Wünschen [176.18] eine grundsätzliche Diskussion
                                    aus.</quote>
                                <quote>Immer wieder hatten hochbetagte Trauergäste nach Begräbnissen
                                    gleichfalls Hochbetagter den Wunsch [176.20] geäußert,
                                    […]</quote>
                                <quote>Falls man aber die Wünsche [177.18] alter Menschen mit
                                    Mißtrauen höre […]</quote>
                                <quote>Deutlich, wenn nicht gar fordernd, spreche sich die
                                    Bereitschaft der Familienangehörigen aus, diesen Wunsch [177.9]
                                    der Eltern, Großeltern, Urgroßeltern zu erfüllen.</quote>
                                <quote>Selten, daß Alexandra einen Wunsch [180.19] hat, der nur sie
                                    betrifft.</quote>
                                <quote>Eigentlich hatten wir mit Margaretha und ihrem Fred gemeinsam
                                    Silvester feiern wollen. Das war ihr Wunsch [186.2]
                                    gewesen.</quote>
                                <quote>So individuell die einzelnen Gräber auf Wunsch [188.24] der
                                    Familien gärtnerisch gestaltet sein mögen, der Schnee hat alles
                                    gleich gemacht.</quote>
                                <quote>Ausgesprochen in vielen Briefen, lassen sich diese Wünsche
                                    [193.3] auf wenige Worte bringen:</quote>
                                <quote>[…] kein gutes Klima für Alexandras Wünsche [211.6] zur
                                    Folge:</quote>
                                <quote>[…] worauf Reschke, ohne einem ausgesprochenen Wunsch
                                    [226.32] Alexandras zu folgen, […] mit Blitzlicht in den
                                    klaffend geöffneten Sarg hinein fotografierte […]</quote>
                                <quote>[…] hatte sich bei einigen dieser noch jungen Menschen
                                    […] der Wunsch [233.13] verfestigt, dort den Urlaub zu
                                    verbringen, wo die Großeltern und Urgroßeltern […] letzte
                                    Ruhe gefunden hatten.</quote>
                                <quote>Der Wunsch [236.5] nach Ruhe, wie ich sie zuletzt in der
                                    Gruft der Kirche zum Heiligen Leichnam erschaut hatte, kam auf,
                                    diese letztmögliche Ruhe.</quote>
                                <quote>Wünsche [255.11] wollten erfüllt werden.</quote>
                                <quote>Das war - man staune - Alexandras Wunsch [287.26].</quote>
                                <quote>Auch wenn ich vor den Zuständen dort gewarnt habe, ist Neapel
                                    weiterhin Alexandras langgehegter Wunsch [298.29].</quote>
                            </cit>
                            <xr><ref target="textgrid:24cg3#alterswunsch">Alterswunsch</ref>; <ref target="textgrid:24cgv#rücktrittswunsch">Rücktrittswunsch</ref>;
                                    <ref target="textgrid:24ch0#umbettungswunsch">Umbettungswunsch</ref>; <ref target="#wunschverhalten">Wunschverhalten</ref></xr>
                        </sense>
                        <sense n="2." xml:id="wunsch.2"><num type="ordering"><hi rend="bold">2.</hi></num>
                            <form type="inflected">Pl.</form>
                            <def><hi rend="italic">jmdm. aus bestimmtem Anlass wohlmeinend
                                    Gewünschtes</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref></def><xr>
                                <ref target="textgrid:24cgd#glückwunsch">Glückwunsch</ref></xr>
                        </sense></sense>
                </entry>
               <entry xml:id="wunschverhalten">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wunschverhalten</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">das</form>
                         <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Gen. -s</form>                  
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">von den eigenen <ref target="textgrid:24ch2#wunsch.1">Wünschen (1)</ref> geprägtes, nicht an der Wirklichkeit orientiertes <ref target="textgrid:24ch1#verhalten">Verhalten</ref></hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D Wunschvorstellung °]</ref></def><cit>
                        <quote>Die Piątkowska teilt mit, daß ihr in Bremen studierender Sohn alle 
                            Pläne seiner Mutter und ihres Geliebten, die sich mit der Friedhofsgesellschaft befassen, 
                            als »typisches Produkt kleinbürgerlichen
                            Wunschverhaltens [99.3]«  abgekanzelt habe.</quote>
                        </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="würde">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Würde</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">die</form>
                         <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>            
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">Achtung gebietende Erhabenheit einer Sache […]</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1c]</ref></def><cit>
                        <quote>Eine gewisse Würde [228.11] war der Mumie des Patriziers eigen.</quote>
                    </cit></sense>
                </entry>
                <entry xml:id="würdenträger">
                    <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Würdenträger</hi></form><pc>,</pc> 
                        <form type="determiner">der</form>
                         <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                        <form type="inflected">Pl. (m+f) - </form>   
                        <usg><hi rend="spaced">geh.</hi></usg>                        
                    </form>
                    <sense><def><hi rend="italic">jmd., der ein hohes Amt, eine ehrenvolle Stellung innehat</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                        <quote>Nach Gesprächen mit Würdenträgern [88.18] der Kirche lutherischer Spielart […] seien Anfangserfolge zu verbuchen.</quote>
                    </cit></sense>
                </entry>                    
                        <entry xml:id="würdigung">
                            <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Würdigung</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">die</form>
                                 <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                            </form>
                            <sense><def><hi rend="italic">Äußerung, Darlegung o.Ä., in der jmds. Leistung, Verdienst, der Wert einer Sache anerkannt u. 
                                in gebührender Weise lobend hervorgehoben wird</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D; D würdigen 1]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…]  könne eine Würdigung [293.16] der Deutsch-Polnischen Friedhofsgesellschaft zu Papier kommen […] </quote>
                            </cit></sense>
                        </entry>
                       <entry xml:id="wurf">
                            <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wurf</hi></form><pc>,</pc> 
                                <form type="determiner">der</form>
                                 <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                            </form>
                            <sense><def><hi rend="italic">kräftige, schwungvolle Bewegung des Arms mit der man etw. durch die Luft fliegen lässt</hi> <ref subtype="modified" target="textgrid:24cgt#D" type="source">[° D werfen 1a]</ref></def><cit>
                                <quote>Sie trifft, daß es aufstäubt, Alexander Reschke, der zum Wurf [191.6] ausholt und dessen Pelzmütze verrutscht ist.</quote>
                            </cit></sense>
                        </entry>                       
                            <entry xml:id="würfel">
                                <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Würfel</hi></form><pc>,</pc> 
                                    <form type="determiner">der</form>
                                     <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>
                                    <form type="inflected">Pl. - </form>   
                                </form>
                                <re><usg><hi rend="bold">R</hi></usg><form>die Würfel sind gefallen</form>
                                    
                                <sense><def><hi rend="italic">die Entscheidung ist gefallen</hi><ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D2]</ref> </def><cit>
                                    <quote>Die Würfel [200.22] seien gefallen.</quote>
                                </cit></sense></re>
                            </entry>
                            
                            <entry xml:id="wust">
                                <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wust</hi></form><pc>,</pc> 
                                    <form type="determiner">der</form>
                                     <lbl type="frequency">[3*]</lbl> </form>
                                    <usg><hi rend="spaced">abwertend</hi></usg>
                                </form>
                                <sense><def><hi rend="italic">Durcheinander, ungeordnete Menge, Gewirr</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D]</ref></def><cit>
                                    <quote>Dieser Stoß Briefe […] der Wust [14.28] Zeitungsausschnitte, die Tonbandkassetten - all das wäre besser bei einem Archivar abzulagern gewesen als bei mir.</quote>
                                    <quote>Zwar fehlt im Wust [92.7] der vorliegenden Unterlagen kein einziger Brief […]</quote>
                                    <quote>Er nannte Zitate, gewonnen aus Sekundärliteratur, den schnörkeligen Wust [95.15] barocker Emblematik als der Speicherung bedürftig […]</quote>
                                </cit>
                                    <xr><ref target="textgrid:24cgr#papierwust">Papierwust</ref></xr>
                                </sense>
                            </entry>
                            <entry xml:id="wüste">
                                <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wüste</hi></form><pc>,</pc> 
                                    <form type="determiner">die</form>
                                     <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>                             
                                </form>
                                <sense><def><hi rend="italic">durch Trockenheit, Hitze u. oft gänzlich fehlende Vegetation gekennzeichnetes Gebiet der Erde, das über weite Strecken mit Sand u. Steinen bedeckt ist</hi><ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[Da]</ref></def><cit>
                                    <quote>War es hier die arabische Wüste [154.21], in der neue Waffensysteme erprobt werden sollten […]</quote>
                                </cit>
                                    <xr><ref target="textgrid:24cg8#wieste">Wieste [Brakup Missingsch]</ref></xr>
                                </sense>
                            </entry>
                            <entry xml:id="wut">
                                <form><form type="lemma"><form type="headword"><hi rend="bold">Wut</hi></form><pc>,</pc> 
                                    <form type="determiner">die</form>
                                     <lbl type="frequency">[1*]</lbl> </form>                                             
                                </form>
                                <sense><def><hi rend="italic">heftiger, unbeherrschter, durch Ärger o.Ä. hervorgerufener Gefühlsausbruch, der sich in Miene, Wort u. Tat zeigt.</hi> <ref target="textgrid:24cgt#D" type="source">[D1]</ref></def><cit>
                                    <quote>[…] sie konnte glaubhaft in Wut [25.17] geraten.</quote>
                                </cit></sense>
                            </entry>              
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>