Die Sachen sind, wie sie sind. Ich bin nicht von den Tories zu den Whigs übergegangen, aber ich war, wie ich die Augen über mich öffnete, ein Whig.
Chamisso, Briefe an de la Foye.
Die Sachen sind, wie sie sind. Ich bin nicht von den Tories zu den Whigs übergegangen, aber ich war, wie ich die Augen über mich öffnete, ein Whig.
Chamisso, Briefe an de la Foye.
Dem Versteckten offne Frage,
Das Verstockte frisch in Fluß!
In die Stickluft dieser Tage
Dieses Büchleins kecken Schuß!
Die jüngste Wendung der Dinge in meinem engeren Vaterlande Preußen hat mich, der ich zu den Hoffenden und Vertrauenden gehörte, in vielfacher Weise schmerzlich enttäuscht, und sie ist es vornehmlich, welcher die Mehrzahl der in der zweiten Abteilung dieses Buches mitgeteilten Gedichte ihre Entstehung verdankt. Keines derselben, kann ich mit Ruhe versichern, ist gemacht; jedes ist durch die Ereignisse geworden, ein ebenso notwendiges und unabweisliches Resultat ihres Zusammenstoßes mit meinem Rechtsgefühl und meiner Überzeugung, als der gleichzeitig gefaßte und zur Ausführung gebrachte Entschluß, meine vielbesprochene kleine Pension in die Hände des Königs zurückzulegen. Um Neujahr 1844 hab' ich aufgehört, sie zu erheben.
Indem ich mich solchergestalt, durch Wort und Tat, offen und entschieden zur Opposition bekenne, schicke ich gleichwohl der zweiten Abteilung die erste, schicke ich den unzweideutigen Stimmen einer ausgebildeten und in sich gefesteten politischen Meinung die minder sicheren und bewußten einer erst werdenden und sich gestaltenden voraus. Ich kann nicht anders! Wer am Ziele steht, soll auch den Umweg nicht verleugnen, auf welchem er es erreicht hat! Dies mein Glaube, und dies der einzige Grund, der mich gerade bei dieser Gelegenheit zur Wiederveröffentlichung jener älteren Gedichte bestimmt. Andere Motive, vollends solche des Hasses und des Neides, wie man sie einst bei meinem Liede gegen Herwegh vorausgesetzt hat, sind mir jetzt so fremd, wie sie es damals waren, und ich stelle sie hiermit aufs entschiedenste in Abrede. Es ist mir hauptsächlich [9] darum zu thun, eine nunmehr hinter mir liegende Übergangsepoche meiner poetischen und politischen Bildung auch sichtbar für mich und andere zum Abschluß zu bringen.
Und so leg' ich denn die Sammlung, Älteres und Neuestes, vertrauensvoll an das Herz des deutschen Volkes! Die Besonnenen und ruhig Prüfenden, hoff' ich, werden die zahlreichen Fäden leicht entdecken, welche aus der ersten Abteilung des Buches in die zweite herüberführen. Sie werden es erkennen, hoff' ich, daß hier nur von einem Fortschreiten und einer Entwicklung die Rede sein kann, nicht aber von einem Übertritt, nicht von einem buhlerischen Fahnentausch, nicht von einem leichtfertigen Haschen nach etwas so Heiligem, wie die Liebe und die Achtung eines Volkes es sind. Sie werden es vielleicht um so eher, wenn sie gleichzeitig erwägen, daß die ganze Schule, die ich soeben als Individuum vor den Augen der Nation durchgemacht habe, doch am Ende nur die nämliche ist, welche die Nation, in ihrem Ringen nach politischem Bewußtsein und nach politischer Durchbildung, als Gesamtheit selbst durchlaufen mußte und zum Teil noch durchläuft; – und das Ärgste, was sie mir vorzuwerfen haben, wird sich zuletzt vielleicht auf das eine beschränken: daß ich nun doch von jener »höheren Warte« auf die »Zinnen der Partei« herabgestiegen bin. Und darin muß ich ihnen allerdings recht geben! Fest und unerschütterlich trete ich auf die Seite derer, die mit Stirn und Brust der Reaktion sich entgegenstemmen! Kein Leben mehr für mich ohne Freiheit! Wie die Lose dieses Büchleins und meine eigenen auch fallen mögen: – solange der Druck währt, unter dem ich mein Vaterland seufzen sehe, wird mein Herz bluten und sich empören, sollen mein Mund und mein Arm nicht müde werden, zur Erringung besserer Tage nach Kräften das ihrige mitzuwirken! Dazu helfe mir, nächst Gott, das Vertrauen meines Volkes! Mein Gesicht ist der Zukunft zugewandt!
Asmannhausen, Mai 1844.
Ferdinand Freiligrath. [10]
Ich habe stets das Rechte nur gewollt;
Und währt'es lange, ging ich suchend um,
Bis ich's erfaßte – eines bleibt mein Trost:
Niemals dem Unrecht lieh' ich meine Stimme.
Anonymus.
Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor.
Darmstadt, November 1841.
1 Des Diego Leon
Hieher soll man junge Leute führen, damit sie den Eindruck eines soliden, redlich verwandten Daseins gewinnen; hier soll man sie drei Gelübde ablegen lassen, das des Fleißes, der Wahrhaftigkeit, der Konsequenz.
Wir sind weit mehr in andern vorhanden, als in dem, was wir unser Selbst nennen. Die ganze Bedeutung des höheren Lebens ist eben, aus uns heraus zu gelangen und in anderen eine verklärte Persönlichkeit zu gewinnen. Denkt man dies recht durch, so verliert der Tod den größten Teil seiner Schaurigkeit, selbst wenn man die Hoffnung persönlicher Fortdauer auf sich beruhen läßt. Ich glaube an letztere und halte es für wahrscheinlich, daß die Hand, in welcher jedes Stäubchen aufbehalten bleibt, auch das kleine Fünkchen, welches Ich heißt, vor dem Erlöschen in der großen Nacht zu bewahren wissen wird. Nur verliert sich alle ängstliche und ausmalende Betrachtung dieses Punktes an den Särgen so hoher Menschen, wo man mit einem Blicke ihre verstäubende Asche und ihr ewiges, wesenhaftes Fortleben auf der Oberwelt umfaßt. Dann erscheint ein unvergängliches Leben schon hienieden verbürgt, dem dereinst die Auferstehung folgen möge, wenn sich die Zeiten erfüllt haben werden.
Immermann,
Tagebuchblätter über Goethes
Haus und Goethes Grab
St. Goar, Juni 1842.
St. Goar, September 1842.
St. Goar, Januar 1843.
[23]St. Goar, Januar 1843.
Nach dem Amerikaner William Cullen Bryant
[25]St. Goar, Januar 1843.
's ist ein Bestreben, herb und mühevoll,
Das brennende Wort zu halten in den Schranken,
Und in der Seele dunkler Urne Groll
Und Zorn zu häufen – selber den Gedanken
Zu einem Schatze machend, der nur dann
Mit kühnem Spruch gehoben werden kann,
Wenn Nacht und Schlaf und Schatten niedersanken.
Ich trug es nicht! –
Felicia Hemans,
Das Waldheiligtum
St. Goar, Januar 1844.
Weise: »Prinz Eugenius, der edle Ritter«
St. Goar, Oktober 1843.
St. Goar, Oktober 1843.
Weise: »In des Waldes düstern Gründen.«
St. Goar, Oktober 1843.
An Berthold Auerbach
St. Goar, November 1843.
St. Goar, November 1843.
Nach Robert Burns
[35]St. Goar, Dezember 1843.
St. Goar, Dezember 1843.
Kreuznach, 14. April. Wie man vernimmt, wird auf der Ebernburg, auf welcher es wenigstens wieder wohnlich ist, eine Spielbank errichtet.
»Kölnische Zeitung vom 16. April 1842.«
[39]Darmstadt, Mai 1842.
Dulce et decorum est etc.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
Fortsetzung des vorigen
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Januar 1844.
St. Goar, Februar 1844.
Nach Thomas Campbell
St. Goar, Januar 1843.
St. Goar, Februar 1844.
Wahre Geschichte.
St. Goar, Februar 1844.
Nach Ebenezer Elliott, dem Korngesetzdichter
[61]St. Goar, Februar 1844.
[63]St. Goar, Februar 1844.
St. Goar, März 1844.
Kein Intermezzo
1 Es soll nun doch eine Oper sein.
Anmerkung während des Drucks
St. Goar, April 1844.
St. Goar, April 1844.
St. Goar, Juli 1843.
St. Goar, August 1843.
Asmannshausen, Mai 1844.
Asmannshausen, Mai 1844.
1 1842
Asmannshausen, Mai 1844.
Asmannshausen, Mai 1844.
Asmannshausen, Mai 1844.
1 Zu Koblenz, vom 16. auf den 17. August 1843.
St. Goar, Dezember 1843.
[88]Asmannshausen, Mai 1844.