1. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[244] [93]Sonnette. Aus dem Nachlaß

[93][95]

1.
Uber die Geburt des Herren Jesu

Der Himmel hat bißher sich auf die Erd erhitzt
Und mit viel Schwefel/ Feur und Flammen lichten krachen/
Gelodert und getobt; Die Erd hat aus dem Rachen
Des Abgrunds auf die Luft und Sternen selbst geblitzt:
Nicht einer der das Schloß des grossen Throns besitzt
Hat iemahls sich ins Feld der Erden wollen machen/
Nicht einer der allhier muß auf der Erden wachen
Hat auf den gülden Bau des Himmels sich gespitzt.
Nunmehr wil Gott Friede machen und schlägt edle Mittel vor/
Er wird selbst ein Mensch gebohren und entschleust des Himmels-Thor
Was haben wir für Ursach mehr zu zancken?
Gott und Engel steigen nieder; Schwache Menschen fahren auf
Nunmehr wird eins Erd und Himmel/ Engel/ Menschen sind ein Hauff.
Wer wundert sich daß Mensch und Engel dancken.
2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

2.
Uber die Geburt Christi 1657

Kind dreymalh süsses Kind/ in was bedrängten Nöthen
Bricht dein Geburts-Tag ein! Der Engel Schaaren Macht
Bejauchtzet deine Kripp' und singt bey stiller Nacht/
Die Hirten preisen dich mit hellgestimmten Flöten.
Ach um mich klingt der Hall der rasenden Trompeten/
Der rauhe Paucken Klang/ der Büchsen Donner kracht:
[95]
Du schläffst/ der tolle Grimm der schnellen Zwietracht wacht/
Und dräut mit Stahl und Schwerdt/ und Flamm/ und Haß/ und Tödten.
O Friede-Fürst lach uns aus deinen Windel an!
Daß mein bestürtztes Hertz das nichts als Seuffzen kan/
Dir auch ein Freunden Lied/ O Sohn der Jungfrau/ bringe.
Doch wenn ich/ Gott/ durch dich mit Gott in Friede steh/
So kan ich frölich seyn/ ob auch die Welt vergeh/
Indem du in mir ruhst. O Kind mein Wundsch gelinge!
3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

3.
An den Neugebohrnen Herrn Jesum

So vielmahl hundert Jahr von Anbegin der Zeiten
Hofft nicht Judäa nur/ es hofft die gantze Welt/
Dieweil du noch nicht dar in Schuld und Angst verfällt/
Auf dich/ O höchstes Kind! O Fürst der Ewigkeiten!
Wol! nun die Stund ist hier du wilst die Welt beschreiten/
Die schwangre Jungfrau hat sich rüstig eingestellt/
Wie daß man keinen Ort denn für dich offen hält?
Wie daß dir niemand denn die Wiegen wil bereiten.
Dein Salem das so lang gezagt in Nacht und Sünd/
Wird nun du Sonn auffgehst vor deinen Strahlen blind.
Drum läst sie dich im Stall ohn Sorg und Wartung liegen,
Komm werther Gast/ O komm ich öffne Seel und Hertz/
Mein Hertz das für und für der Jammerreiche Schmertz
Und stete Furcht bewegt/ sey deine liebe Wiegen.
4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

4.
Uber die Beschneidung unsers Heylandes

Vor Blut-Schuld fordert Recht nichts als nur Blut vergiesen/
Die Liebe brennt in Blut/ und wird durch Blut bewährt/
Ein blutig Opffer ist/ das Gottes Grimm begehrt;
Mein Jesus lebt/ und kommt/ vor Schuld und Grimm zubüssen.
Er lebt/ drum wil Er uns/ und vor uns blutig grüssen/
Und zwar so bald er uns zu unserm Heil beschert.
Bekräfftigt er den Bund/ und lescht/ was uns verzehrt.
Durch erstes Blut/ das wir schaun reichlichst von Ihm fliessen.
[96]
Diß unbefleckte Kind stellt sich zu solcher Pein/
Vor die/ die es nicht werth/ in dieses Elend ein.
Und zeigt auch zeitlich an/ wie es erlösen wolle.
Diß Blut schreibt dir O Mensch die schuldigste Gebühr
Und traute Pflicht-Schuld vor. Schau Seel es zeiget dir
Was wer erlöst/ vor Gott und Jesum wagen solle.
5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

5.
An den leidenden Herren Jesum

So gehst du nunmehr hin/ und trägst den Fluch mit dir!
Den König/ dir die Welt zum letzten Abscheid giebet/
Dein Land/ das du vielmehr noch als dich selbst geliebet/
Das dir das Creutz aufflegt: Ach was verzieh ich hier/
Ich seh das Jesus selbst mich zu dem Leben führ/
Doch nur durch Schmach und Tod. Warum denn so betrübet?
Er rufft: Weint nicht um mich/ Ihr die die Buß auffschiebet/
Weint über euch: Der Grimm/ die Straffe kommt nach mir.
Fort dann mit Jesu fort? Last uns weil Zeit/ entfliehen
Ob schon man sonder Creutz aus Salem nicht kan ziehen/
Es zeigt uns dieses Holtz/ was man von hinnen trägt.
Besitze was du wilt/ du wirst noch alles lassen/
Ein Stück ists von dem Creutz/ was dich nur wird umfassen/
Drey Bretter sind/ darmit man dich ins Grab einlegt.
6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

6.
An den aufferstehenden Jesum

Auf! Seligmacher auf! wach auf von deiner Ruh/
Und eile früh den Stand der Ehren zu beginnen/
Die Hölle wird nunmehr mit Schrecken deiner innen/
Der Satan bebt und fleucht/ der Himmel jauchtzt dir zu.
Der Schlangen Gifft ist hin/ du du bists/ König/ du/
Der sterbend durch den Tod/ dem Tod kan abgewinnen!
Doch weil mein' Augen noch mit herben Thränen rinnen/
So zeige doch der Welt wie unbedacht sie thu.
Sie ist bemüht dein Grab mit Siegeln zu beschliessen/
Da du das feste Thor des Abgrunds hast zurissen/
[97]
Sie legt verstärckte Wach/ und Waffen um den Stein.
Da du dem Starcken doch die Waffen abgenommen/
Wach auf! ich schau dich schon aus deiner Grufft vorkommen/
Und senck all Angst und Ach in dein Begräbnis ein.
7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

7.
Uber die Sendung des heiligen Geistes

Diß ist das heilige Feur/ das Jesus wolt entzünden/
Indem was irrdisch ist verlodert und vergeh't/
Durch daß was tod/ sich regt/ was kalt/ in Hitze steht/
Vor dem die schwartze Nacht des zagens muß verschwinden:
Der ists durch den sich Gott mit Menschen wil verbinden/
Diß ist der Perlen-Thau/ der frischen Morgenröth:
Der die verwelckte Seel erfrischt/ was liegt/ erhöht.
Diß ist der Trost durch den wir Muth im Zagen finden:
Als er die Welt erschuff schwebt er still auf der Flut/
Jtzt kommt er in dem Sturm/ die Erde zu erneuen/
Dort war es angesehn auf ein vergänglich Gut.
Jtzt baut er was da sol die Ewigkeit erfreuen.
Er kam auf Wasser dort bey finster düstre Nacht/
Er kommt bey Tag in Feur/ da Er die Kirche macht.
8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

8.
An den Heiligen Geist

Geist grosser Geist der sich in Feur-getheilten Zungen
Mit Segen-reicher Macht der höchsten Wissenschafft
Und Felsen-fester Stärck' und unerschreckter Krafft
Auf die vor mehr denn blöd' itzt kluge Schaar geschwungen/
Erwecke doch mein Hertz/ wenn ich/ in Angst gedrungen/
Zag ohne festen Trost/ wenn nun kein Rath mehr hafft/
Und mich der Sünden Grimm gleich einer Blum' hinrafft/
Wenn mich der Erden Trotz und Höllen-Angst besprungen.
Was wil mein blöder Mund? wil er sich unterwinden
Den Ländern vorzustehn/ der Fürsten Hand zu binden?
Nein Herr/ die Lipp' erstarrt und zittert und erstirbt.
Ach rede du durch mich/ gib Muth frey auszusprechen/
[98]
Wenn mir Bedeckens-Zeit und Wort und Zung gebrechen/
Daß man den Nachdruck schau wenn Gott durch Menschen wirbt.
9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

9.
Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit

Du siehst es wil bey uns nun mehr denn finster werden/
Der reinen Liebe Flamm und heisser Andacht Gluth
Erkaltet und verlöscht/ der tollen Laster Fluth
Reist ein/ und überschwemmt den Kreiß bestürtzter Erden.
Wir zagen sonder Trost in schrecklichen Beschwerden/
Der ehrne Himmel dräut mit einer neuen Ruth/
Die Ströme trocknen ein/ die Felsen schwitzen Blut/
Die Hirten sind verzagt/ verirret sind die Heerden
O reiß von Himmel ab! du Sturm/ der Feinde Schrecken/
Du keusche Gluth/ die uns mit Liebe kan entstecken/
Du Thau/ der uns mit Trost in dieser Angst erquickt/
Du Licht/ das unsre Nacht und Tunckelheit vertreibet/
Du Krafft/ durch die ein Hertz/ wenn alles fällt/ doch bleibet:
Der lebt auch in der Grufft/ der dich/ mein Gott/ erblickt.
10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

10.
An den Heiligen Geist

Mehr kalt denn Scytisch Eiß ist mein erfrörtes Hertz:
Es weiß vom Leben nichts/ es starrt ohn alles Regen/
Es kan das Blut nicht mehr durch Leib und Glied bewegen;
Und dennoch steckt mich an ein feurig-fressend Schmertz.
Ein wilder kalter Brand/ als wenn die Todten-Kertz
Sich in die Leichen macht/ die Rom auffs Holtz hieß legen;
Als wenn die heisse Seuch' pflegt Gluth im Blut zu hegen/
Durch die das Fleisch verfällt/ wie Schnee bey spätem Mertz.
Es hitzt in mir/ es hitzt ein höllisch-kaltes Brennen/
O Flamme/ die wir Gott und lebend-machen nennen/
O komm und zünd' in mir dein schütternd Feuer an!
Verzehr/ O reine Gluth/ die Zunder meiner Flammen/
Die Fackeln/ die in mir/ mir leuchten zum Verdammen/
Weil vor dir Seuch und Höll und Todt nicht stehen kan.
11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[99] 11.
Gleiches Inhalts

Ich schmacht'/ O Lebens-Lust! erquicke mein Gemüth!
Ich brenn/ O süsser Thau! befeuchte meine Glieder:
Ich zag'/ O höchste Freud! komm du mit Trost hernieder/
Ich gleite/ treue Stärck/ befeste meinen Schritt.
Man haßt mich: bleib mein Freund/ O unverfälschte Gütt:
Ich schlummer; lichte Flamm/ strahl auf mein Augenlieder:
Bleib du mein Gast und Wirth mir ist die Welt zuwider.
Ich seuffz'/ erhöre mich/ und gib mir was ich bitt';
Ich irre/ führe mich/ Verstand/ auf rechte Wege/
Ich zweiffel; Wahrheit steh mit deiner Weisheit bey/
Ich diene/ Freyheit/ reiß die harten Band entzwey/
Ich zitter/ Schutz/ halt auf des Himmels Donnerschläge;
Ich schwind/ O Ewigkeit! erhalte für und für/
O Leben aller Ding! Ich sterbe! leb' in mir.
12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

12.
Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins

Wer leugnets? sie sind voll/ und wissen selber nicht
Wie ihnen sey geschehn. Der vorhin schier verzaget
Vor einer blossen Magd/ hat sich ins Volck gewaget/
Darunter redend er drey taußend Hertzen bricht.
Der keine Schrifft gelernt versteht was Joël spricht/
Erklärt was David längst von Jesu vor gesaget;
Die Zwölffe freuen sich indem man sie verklaget/
Und über sie die Schul hegt blutig Hals-Gericht.
Sie ringen nach dem Tod und hassen Stand und Leben/
Sie schätzen Schmach für Ehr und Kercker für Palläst/
Sie achten Gold für Koth und Stürtzen für Erheben;
Sind Bürger anderwerts/ im Vaterlande Gäst/
Und sollen/ Solyme, sie denn nicht truncken seyn?
Wo aber keltert man so süß und starcken Wein.
13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[100] 13.
An den Heiligen Geist

Wie Angst wird mir/ O grosser Freuden-Geist/
Ich kan mich in mir selbst nicht mehr vor Kummer finden/
Mir wil die bange Seel in tieffsten Weh verschwinden/
Doch weiß ich nicht was mich so hefftig reisst.
Ach! Ach! die Sünd/ die Sünd ists die mich beist/
O Heiliger Gott komm an/ und laß durch dein Entzünden
Mich innre Wärm und Krafft/ und neue Freud empfinden.
Und schencke mir was Jesus hoffen heist.
Ich irr in Unverstand/ ich kan mich nicht entschliessen/
Komm und beherrsch/ O Herr! mein Wissen und Gewissen/
Mir graut ob rauher Noth/ gib du mir Muth ins Hertz/
Laß mich der Erden Lust nur Traurens würdig schätzen/
Verfolgung/ Schmach/ und Creutz sey einig mein Ergetzen/
Den du mein Trost erquickst/ dem ist die Qual ein Schertz.
14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

14.
An Gott den Vater

Ach Schöpffer! Vater Ach! der du mich mit dem Tod/
Als unser Sünden Straff in Adam hast beschweret;
Der du mir hast die Straff in ein Geschenck verkehret/
Als Jesus dich versöhnt durch seine Sterbens-Noth.
Mein Herr/ durch welchen mir der Todt ein Lebens-Bot/
Gib/ wenn ich auf der Welt den Rest der Zeit verzehret/
Gib dem/ vor den dein Kind sich in den Tod gewehret/
Nur einen Gnaden-Blick/ unendlich guter Gott.
Hast du aus Mutterleib ins Licht mich leiten können;
Warum denn woltest du nicht Hülff und Beystand gönnen?
Wenn die beklemmte Seel ins neue Leben ringt.
Dir war es leicht aus nichts mich/ Schöpffer/ vorzubringen/
Wie könte es dir den zu retten mißgelingen/
Der voll Vertrauens sich/ Herr/ in dein Armen schwingt.
15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[101] 15.
An Gott den Sohn

Erlöser der du mir zu gut ein Mensch gebohren/
Und in der Jungfrau Leib dich in mein Fleisch verhüllt/
Mein Bruder/ der Gesetz und Gottes Fluch bestillt/
Durch dessen Tod der Todt den Stachel hat verlohren.
Herr/ den der Vater selbst zum Richter auserkohren/
Ob dem der Richter Grimm doch streng und grausam hielt/
Vor dessen Anblick nun Welt/ Grufft und Hölle brüllt:
Gedencke was du mir/ O Warheit/ selbst geschworen/
Wie kommt mir Sterbens Furcht in meinem Zagen ein?
Warum entsetz ich mich weil du wirst Richter seyn?
Wer glaubt/ der weiß daß du gerichtet und gestorben!
Gestorben/ daß der Tod mir nicht mehr schädlich sey/
Gerichtet: daß ich gantz von Klag und Urtheil frey.
Diß hast du meinem Fleisch/ O Gott und Fleisch/ erworben.
16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

16.
An Gott den Heiligen Geist

Ach grosser Gott! Ach Trost der gantzen Welt/
Der in uns wirckt/ und Abba ruffen lehret/
Durch den uns Gott unendlich seufftzen höret/
Ach tröste/ wenn der Menschen Trost verfällt.
Erquicke mich wenn meiner Glieder Zelt
Entspannet wird; indem sich Hitze mehret/
Und Todes-Angst den matten Geist versehret/
Und Ewigkeit uns auf die Wage stellt.
Ach zeige mir/ daß Gott mich vor sein Kind geschätzet/
Daß Christus unser Fleisch auf diesen Thron versetzet/
Von dem er über Tod und Leben Urtheil hegt/
Ach Herr/ damit ich nichts mit dieser Welt verliehre/
Daß mich ein Augenblick in stete Wollust führe/
Gib daß ich sey bereit/ wenn meine Stunde schlägt.
17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[102] 17.
Uber die Heimsuchung Mariä

Kind! nicht gebohren Kind/ doch schon der Welt Verlangen!
Kind das noch eh als Mensch der Menschen Tröster heist/
Das dieses Kind besucht/ das voll von Flamm und Geist/
Dich in der Mutter Leib mit Hüpffen hat empfangen!
Schau Kind/ schau Freuden-Kind/ wie mit bethränten Wangen
Ich in der Wehmuth schwimm/ in Wehmuth die mich beist/
In Wehmuth/ die mein Hertz umschlossen hält/ und reist.
Daß ich offt wünsch' ich wär in Mutterleib vergangen.
O komm doch süsses Kind/ du kanst mich frölich machen!
Komm/ komm/ mein Geist wird dir mit Lust entgegen gehn/
Und ob er liegt/ durch dich in lauter Wonn auffstehn!
Gleich wie Elisabeth fühlt ihre Frucht auffwachen/
Wen du besuchst/ fühlt/ ob er schon nicht sieht/
Dich Lebens-Krafft/ durch die das Leben blüht.
18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

18.
Schluß des 1648sten Jahres

Zeuch hin betrübtes Jahr/ zeuch hin mit meinen Schmertzen!
Zeuch hin mit meiner Angst und überhäufften Weh!
Zeuch so viel Leichen nach! Bedrängte Zeit vergeh/
Und führe mit dir weg die Last von diesem Hertzen!
Herr/ vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Schertzen/
Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmeltzter Schnee/
Laß doch/ weil mir die Sonn gleich in der Mittags-Höh/
Mich noch nicht untergehn/ gleich ausgebrennten Kertzen.
Herr es ist genung geschlagen/
Angst und Ach genung getragen/
Gib doch nun etwas Frist/ daß ich mich recht bedencke/
Gib daß ich der Handvoll Jahre
Froh werd' eins vor meiner Bahre/
Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschencke.
19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[103] 19.
Auf den Anfang des 1650sten Jahres

Nachdem das müde Land in harter Dienstbarkeit/
In Schmertzen/ Krieg und Ach und unerschöpfften Thränen/
Schier zweymal sechzehn Jahr geschmachtet/ hört auf Sehnen/
Auf Seuffzen/ auf Gebet/ der Hertzog aller Zeit.
Er reist die Fahnen ab/ und bricht den grimmen Streit/
Und wil uns selbst den Weg zum süssen Friede bähnen;
Die Zunge wil sich schon ans Lob-Geschrey gewehnen/
Und singt vom neuen Jahr des Friedens weit und breit.
Herr/ muß gantzer Länder Kriegen
Auf dein Wort in Ruh verfliegen/
Ach warum denn wilst du nicht mein bestritten Hertz erquicken?
Soll in dem Jubeln aller Heyden
Nur einig meine Seele leiden?
Oder wilst du mit Ergetzen auch ein Jubel-Jahr zuschicken.
20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

20.
Schluß des 1650zigsten Jahres

Nach Leiden/ Leid und Ach und letzt ergrimmten Nöthen/
Nach dem auf uns gezuckt- und eingestecktes Schwerdt/
Indem der süsse Fried ins Vaterland einkehrt.
Und man ein Danck-Lied hört statt rasender Trompeten:
Indem wir eins aus Lust und nicht durch Glut erröthen/
Schließ ich diß rauhe Jahr und was mein Hertz beschwert:
Mein Hertz das nicht die Angst die unser Land verhert
Vermocht durch rauhen Sturm und linde Gifft zu tödten.
Gott wir haben diß erlebet was du uns verheissen hast/
Daß der unerhörte Schmertzen und der überhäufften Last/
Letztes Ziel ist angebrochen.
Bißher sind wir todt gewesen/ kan nun Fried ein Leben geben/
Ach so laß uns Friedens König durch dich froh und friedlich leben/
Wo du Leben uns versprochen.
21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[104] 21.
Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres

Wir zehlen was nicht ist und längst in nichts verschwunden/
Verwichner Zeiten Lauff und Menge vieler Jahr
Und was den Augenblick noch kaum verhanden war.
Wir zehlen was sich noch nicht von der Zeit gefunden.
Umsonst! wir Armen/ Ach! Jahr/ Monat/ Tag und Stunden/
Sind kein beständig Gut/ doch bringen sie Gefahr
Und höchsten Nutz zu uns. Sie bieten alles dar/
Wordurch die Ewigkeit uns Menschen wird verbunden.
Gott dem nichts fällt noch kommt/ dem alles steht und blüht/
Der was noch künfftig ist als gegenwärtig sieht/
Wil auch vor Augenblick uns Ewigkeiten geben.
Ach Seel! Ach! sey mit Ernst denn auf die Zeit bedacht/
Nimm Jahr und Monat/ Stund/ und Augenblick in acht.
Ein einig Augenblick verspricht Todt oder Leben.
22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

22.
Uber seinen Geburts-Tag

Die edle Sonn' ersucht nunmehr Astræens Schalen/
Und theilt die Stunden gleich dem Tag aus und der Nacht/
Sie bringt mir diese Zeit/ die mich ans Licht gebracht/
Als sie den neundten Theil erreicht mit goldnen Strahlen.
O ewiglichte- Sonn! die du die Himmel mahlen/
Die Erden schmincken kanst; die meine Seel anlacht/
Die da ich tod in Schuld mich gnädigst lebend macht/
Wie werd ich deine Huld/ und mit was Danck bezahlen!
Hilff daß ich meine Zeit genau und wol abtheil/
Gerechtigkeit Ach hilff! Hilff daß ich nimmer feil/
Und leben mag an dir wann du wirst Urtheil hegen.
In dessen gib daß ich das Pfand so mir vertraut
Zu deiner Ehr und Nutz/ der die auf dich erbaut/
Mög embsig weil ich hier auf Erden leb'/ anlegen.
23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[105] 23.
Auf seinen Geburts-Tag

Danck sey dir! ewig Danck! vor höchste Wunderthaten/
Danck sey dir/ Herr/ daß ich dein Wunderwerck an mir
Und Allmacht deiner Hand und Höchste Gunst verspür/
Dadurch in Mutterleib ich dein Geschöpff gerathen.
Du hast mit deinem Licht in den verborgnen Schatten
Die Seel in mir entsteckt/ die Glieder die ich führ/
Der Beiner Meisterstück/ das Fleisch/ der Adern Zier/
Sind Wunder. Wunder ists was du mir wilst verstatten;
Doch über Wunder geht Herr daß ich dich erkenn/
Daß ich/ ich blöder Mensch/ dich Gott und Schöpfer nenn/
Daß ich mich von der Erd' hinauf in Himmel schwinge.
Mehr über Wunder geht daß du dich mir entdeckt/
Und Zuversicht zu dir in meinem Geist erweckt/
Daß ich/ O Wunder Gott/ von deinem Wunder singe.
24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

24.
Auf seinen Geburts-Tag

Daß du den Bau gemacht/ den Bau der schönen Welt
Und so viel tausend Heer unendlich heller Lichter
Und Cörper die die Krafft gleich fallender Gewichter
An dem gesetzten Ort/ durch deinen Schluß erhält/
Daß du die Cörper selbst mit so viel Schmuck bestellt
Und auf der Erden Hauß unzehlich Angesichter/
Die ungleich dennoch gleich als vorgesetzte Richter
Aussprechen daß nur dir nichts gleich wird hier vermeldt.
Diß rühm ich doch noch mehr daß du mir wollen gönnen/
Daß Herr/ dein Wunderwerck ich habe rühmen können:
Daß du die Augen mir zu schauen auffgemacht.
Diß rühm ich doch noch mehr daß du mir mehr wilt zeigen
Als diese Welt begreifft und mir versprichst zu eigen
Dein Hauß/ mehr dich/ den nichts satt schaut und satt betracht.
25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[106] 25.
Auf seinen Geburts-Tag

A. 1656.


Der Wunder-grosse Gott der nichts als Wunder macht/
Pflegt diese/ die ihm treu/ nur wunderlich zu führen/
Sie gehn durch Stahl und Schwerdt/ doch muß kein Schwerdt sie rühren;
Sie stehn/ ob um und um der Erden Grund erkracht/
Es wird kein Haar versehrt ob schon die Flamm erwacht
Und an die Sternen schlägt. Wo Pest und Todt zu spüren
Verspürt man seine Krafft/ er weiß sie auszuzieren
Mit diesem was der Feind zu ihrer Qual erdacht.
Er führt in wüstes Feld durch ungebähnte Wege
Und führt auf rechte Weg aus Hecken-vollem Stege;
Und führt durch Hertzens-Angst zu ewig steter Ruh.
Die ungeheure Flut schluckt offt in tieffste Täuffen
Die Er erheben wil/ und darff sie nicht erseuffen:
Gott und was Gottes ist kommt nichts als Wunder zu.
26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

26.
Andencken eines auf der See ausgestandenen gefährlichen Sturms

O Gott! was rauhe Noth/ wie schaumt die schwartze See
Und sprützt ihr grünes Saltz/ wie reist der Zorn die Wellen
Durch Nebel volle Lufft wie heult das wüste Bellen
Der tollen Stürm uns an. Die Klippe kracht von Weh/
Wir fliegen durch die Nacht und stürtzen von der Höh
In den getrennten Grund die offten Stösse fällen
Den halb-zuknickten Mast/ die schwache Seiten prellen
Auf die gespitzte Klipp O Himmel ich vergeh!
Der dicke Querbaum bricht und schlägt den Umgang ein.
Das Seegel flattert fort/ der Schiffer steht allein
Und kan noch Boß-Mann mehr/ noch Seil/ noch Ruder zwingen/
Wir missen Glaß/ Compaß/ und Tag/ und Stern/ und Nacht/
Todt war ich vor dem Todt. Doch Herr du hasts gemacht
Daß ich dir lebend und errettet Lob kan singen.
27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[107] 27.
Auf das grausame Ungewitter/ so den 24. Aug. 1654. entstanden

Der Himmel brand im Feur/ die Lufft erklang vom krachen
Der schröcklich harten Donner Schläge/
Die Nacht verdekcte Land und Stege/
Die Nacht die in den Lauff des Lichts sich drang zu machen;
Der Wind heult/ brüllt und bließ und rieß aus Ditis Rachen/
Die tollen Geister wurden rege/
Die Mauern stürtzen und die Wege/
Verdeckte Grauß und Kalck der Strom zustieß die Nachen;
Als mitten in dem Feld mich/ Herr/ der Todt ergriff/
Der hinter mir in Sturm/ vor mir in Flammen lieff/
Vor mir die Bahn verfällt/ und über mir die Hütten
In leichte Splitter stieß. Doch lebt ich/ Herr/ durch dich/
Mir selber war ich todt/ dein Engel wacht um mich/
Stets neu gebohren wird/ den Gott wil stets begütten.
28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

28.
Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand

Der höll'sche Trauer-Geist/ erhitzt von Rach und Toben/
Riß mitten in der Nacht aus seines Kerckers Nacht/
Und wolt in Asch und Rauch/ durch grauser Flammen Macht/
Umstürtzen was sich kaum aus seinem Grauß erhoben.
Die Funcken schwungen sich/ der Wiederglantz von oben
Erschröckte Gaß und Wall/ weil Dach und Pfost erkracht;
Doch ward sein Grimm gedämpfft/ weil du vor uns gewacht/
Du Freuden-Geist/ den wir als Gottes Flamme loben.
Du Feuer/ das den Pusch entzündet nicht verzehrt/
Hast des Verderbers Gluth allmächtig abgewehrt;
Gleich wie der lichte Blitz den schwachen Brand erstecket.
Der Feind trug unrein Feur auf deinen Lob-Altar;
O Quelle reiner Lust! du löschest die Gefahr/
Wir schlieffen/ du hast uns bestürtzt in Freud erwecket.
29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[108] 29.
Auf die Geburt seines ältesten Sohnes Christiani

Willkommen süsses Kind/ der Mutter höchste Lust/
Doch die sich schier mit beyder Tod erkäufft/
Willkommen Kind/ das/ weil die Nacht umläufft/
Mit neuer Freud erquickt des Vatern trübe Brust:
Wie? gleich um Mitternacht/ ist dir denn nicht bewust
Was Mitternacht/ in der nur Furcht sich häufft:
Und Wahn in Angst/ und Angst in Weh sich täufft:
Wie? daß du denn gleich itzt das Leben grüssen must.
Diß ist der Engel Fest/ die offt bey Nacht erschienen/
Die führen dich ins Licht/ mit diesen solst du dienen/
Dem/ welcher dich aus Nacht hat in den Tag gebracht/
Die Engel kommen mit! O daß sie dich begleiten!
O daß sie durch die Welt/ durch die gesetzten Zeiten/
Dich führen wo ihr Heer um deinen Schöpffer wacht.
30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

30.
Ein anders

Geh! Liebes Kind/ geh hin! und schwere zu der Fahn
Des Königs/ der für dich sich in den Tod verschworen:
Geh! liebes Kind/ geh hin! itzt wirst du neu gebohren/
Und setzest deinen Fuß auf Gottes Ehren-Bahn.
Ach schwer' und bleib getreu/ wie Jesus selbst gethan/
Der dich zu seinem Glied hat durch sein Blut erkohren/
Er ists der dich erhöht/ durch mich bist du verlohren.
Wie sicher schifft wer schifft in dieses Noæ Kahn.
Gott müsse mehr dich sein/ als ich dich mein/ erkennen/
Laß dich von deinem Haupt/ von diesem Herren nennen/
Dem dich dein Vater gantz zu eigen übergiebt.
Laß andern hohe Wort und grosse Nahmen bleiben/
Für mich und dich sey groß wenn du dich so machst schreiben/
Wie die berühmte Schaar/ die ihren Christus liebt.
31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[109] 31.
Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde

Mein Kind du wilst die Welt/ du wilst die Welt beschauen/
Jtzt nun die Wanckelmuth uns und die Welt verkehrt
Und schärffer denn vorhin der rauhe Krieg verheert/
Komm denn und lern allhier nur deinem Christo trauen/
Der Höchste gab dich mir/ komm laß dir ja nicht grauen/
Dem Höchsten geb ich dich/ was dich und mich beschwert
Nimmt seine Treu hinweg/ er prüfet auf der Erd
Dem er zum Vaterland verspricht des Himmels Auen.
Geh Kind! bleib ewig Treu den/ dem ich ietzt dich schicke/
Beständigkeit/ mein Kind/ trotzt Himmel/ Todt/ und Welt/
Und steht wenn Tag/ wenn Nacht/ wenn Mond/ und Sonne fällt/
Geh Kind! bleib ewig treu/ schau nimmermehr zurücke/
Geh hin! und schwere dem beständig stets zu seyn
Der vor dein Leben litt beständig Creutz und Pein.
32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

32.
Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt

Auf mein Röschgin! das der Höchste in dem Dornen-Pusch der Zeiten/
Die uns ritzen/ die uns stechen; Daß die Hertzens-Ader springt:
Indem selbst die Rose Sarons mit dem schärffsten Tode ringt/
Er die Rose Sarons selber/ wolt in diese Zeit einleiten.
Auf mein Röschgin! Das beflecket Mutter Evens Heßligkeiten/
Das verdorret von dem Fluchen welches Dorn und Disteln bringt:
Dich erquicke diese Quelle/ die aus Christi Seit entspringt;
So wird dich kein Sonnen-stechen auch kein Nachtes Frost bestreiten.
Sind Rosen von der Göttin Blute roth:
Wer glaubet diß? dir blutet selber Gott/
Und läst Ihm dir zu gut Händ/ Fuß und Hertz auffreissen.
Wenn dich dieser Purpur schmücket;
Ist dirs hier und dort geglücket
Und kanst bey Mensch und Gott ein schönes Röschgin heissen.
33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[110] 33.
Uber seines Sohnes Theodori Geburt

Kind/ das der Höchst uns hat aus lauter Hold gegeben/
Kind/ das man schon vor Todt eh es gebohren schätzt:
Kind/ das nach langer Angst hat unser Hertz ergötzt/
Kind/ das des Lebens Herr auch in dem Todt hieß leben!
Der müsse für und für in deinem Hertzen schweben/
Der sich vor dich und uns vom Thron ins Creutz versetzt/
Den Liebe nur allein zu dir und uns verletzt;
Er müsse für und für dich sein Geschenck erheben
Ja Gottes sein Geschenck: Ach danck es ihm allein;
Daß du ein Mensch/ sein Kind/ und noch kanst lebend seyn.
Was kanst du Ihm/ als dich hergegen wieder schencken.
Er nehme dich/ von uns/ mein Kind genädig an/
Der diß was von Ihm kommt ja nicht verschmähen kan/
Dann liegt Ihm ob vor dich zu sorgen und zu dencken.
34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

34.
Auf seines Sohnes Theodori Absterben

Du forderst Herr von uns zum Neu-Jahr dein Geschencke/
Das du auf kurtze Frist uns und der Welt vertraut.
Nimm den! Ich laß es hin; es hat die Welt geschaut
Und wie sich in der Welt ein Mensch in Schmertzen kräncke.
Es schaut nun freudig an/ wie lieb reich Gott bedencke/
Den Er durchs reine Bad abwusch/ wofür ihm graut/
Dem Er ein Grab allhier und dort ein Schloß auffbaut
Und zu sich rufft/ daß Er sich nicht von Ihm ablencke.
Zeuch hin! zeuch frölich hin! Ob schon mein Hertze bricht/
Beklag ich liebstes Kind doch deinen Abschied nicht/
Weil dir weit besser ist als ich je wüntschen können.
Du forderst grosser Gott diß werthe Pfand von mir;
Ich weigre ferner nicht. Wolan es zeucht zu dir:
Was wirst hergegen du mir vor ein Neu-Jahr gönnen?
35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[111] 35.
Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag/ war das Fest Concordiæ

Komm Pfand der Eintracht komm/ die grimmen Völcker wütten/
In rasend vollem Zanck/ die Kirche wird getrennt/
Und zwar von dieser Schaar/ die sich von Christo nennt/
Du findest nichts allhier/ als ungebundne Sitten/
Ach wenn des Höchsten Hertz von Menschen zu erbitten
Daß Er/ der einig nur die Eintrachts Mittel kennt/
Durch seines Geistes Glut/ die nur bey Frieden brennt/
Wolt aller Menschen Sinn/ weil du noch lebst/ begüten.
Ists möglich/ es gescheh: Bit aber ich zuviel/
So bleibe deinem Gott mit Eintracht doch verbunden/
Die lieblich' Einigkeit sey deiner Sinnen Ziel/
Es werd' in deinem Mund kein zornig Wort gefunden.
Erreichst du diesen Wuntsch/ so wirst du nicht nur mein:
Nein: sondern dreymahl mehr/ des Höchsten Tochter seyn.
36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

36.
Uber seines jüngsten Sohnes Danielis Geburt

Wo sind wir! sind wir nicht fast in der Löwen Rachen?
Schwächt nicht die Freyheit selbst in mehr den ehrnen Band!
Was schauen wir vor uns/ als ein verheertes Land/
Und weinen wir nicht stets/ weil die in Babel lachen!
Beginnt der Fels nicht schon das Bild zu Staub zu machen/
Das längst schon nach dem Ertz in Stahl und Thon verschwand/
Und doch schenckt Gott dich mir/ O keuscher Liebe Pfand/
Indem die letzten Reich' auf eignen Flammen krachen.
Willkommen! der du mich in Schmertzen sollst ergetzen;
Komm sey mein Daniel/ komm/ weil die Zeit einbricht/
Die Jammer uns gedräut: komm/ gilt kein Rathen nicht/
So ist Beständigkeit vor weise Kunst zu schätzen.
Laß jenem Stand und Amt und Gold den schönen Kott/
Halt nur/ biß an den Tod/ wie jener/ fest an Gott.
37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[112] 37.
Uber das Unglück seiner Tochter/ an eine Fürstliche Person

Mein Kind/ Loise fleht/ doch mit erstarrter Zungen/
Und sucht/ O Fürstin! Hülff aus der Durchlauchten Hand;
Sie tret' an Gottes statt und helff/ O Himmels-Pfand!
Der/ die von etwas mehr denn Menschlich wird besprungen.
Ich flehe vor mein Kind/ und werd' aus Angst bezwungen
Zu schweigen: Wehmuth ists die meine Lippen band/
Der Mutter Thränen-Fluth erhitzt den grausen Brand/
Der nunmehr durch diß Hertz biß an den Geist gedrungen.
Princeß' ich bitte nur diß einig/ sie vergönne
Daß man doch auf ihr Wort der Noth abhelffen könne/
Die drey so unerhört als unaussprechlich kränckt.
Princeß'/ es ist was viel/ was ich von ihr begehre/
Doch such' ich nichts als das Ihr schuldigst Lob gewähre
Ein Kindlich Mund/ dem sie die Zung auffs neu geschenckt.
38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

38.
Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben

Mehr denn durchlauchter Geist/ zureissest du das Band
Mit welchem Sterblichkeit umsonst dich sucht zu halten/
Schwingst du dich Himml auf/ was ewig zu verwalten/
Und denckst du nicht an dein in Leid vertiefftes Land?
Rufft Gott/ der Fürsten Fürst/ dich sein unschätzbar Pfand/
Das er der Erden lieh! Jtzt nun die Treu wil alten/
Nun Redligkeit verblüht/ und Recht und Lieb erkalten/
Dorthin wo alles gläntzt/ im immer-festen Stand.
Blut würd an Thränen statt aus unsern Augn fliessen/'
Wenn nicht dein Tod die Seel uns aus der Brust gerissen/
Wie! nenn ich deinen Tod/ was dich ins Leben führt?
Ach Fürst: ich schau wie fern es mit uns leider! kommen/
Weil du den Ehren Schmuck mit aus der Welt genommen/
Der Kirch'/ und Rath und Schul und Schwerdt und Schild geziert.
39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[113] 39.
Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften/ der Fruchtbringenden Gesellschaft Oberhaubts Absterben

Du woltest/ heilge Seel/ mich unter denen Wissen/
Die fern von fremder List/ ausländscher Völcker Pracht/
Und schön-geschmincktes Nichts mit grossem Muth verlacht/
Und deutscher Treu und Brust und Zunge sich befliessen!
Man soll auf deinen Schluß mich als unsterblich grüssen/
Ach Fürst! zu grosse Huld! Hier ist nichts was die Nacht
Des Todes pochen kan: Mein bebend Hertze kracht/
Indem es überlegt' wie Zeit und Welt verschiessen.
Dis schrieb ich und erfahr daß du von hinnen seyst/
Und selbst unsterblich dich der Ewigkeit vermählet.
Hast du zu guter Nacht denn mich/ durchlauchter Geist/
Zu dem/ was du ergetzt besitzest/ auserwählet?
Ich kan der Fürsten Schätz und Güter andern gönnen/
Kein Fürst hat keinem ie/ was du mir schencken können.
40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

40.
Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes

So reist holdselges Kind der unverhoffte Tod
Dich von uns hin/ und macht kaum inner einem Lichte/
Das liebreichst Ebenbild der Anmuth gantz zu nichte.
Ach kaum erhörter Fall! durch rauher schmertzen Noth.
Doch dir ist ewig wohl: der überweise Gott
Bricht/ weil der Winter kommt/ die schönsten Himmels-Früchte
Zu ihrem besten ab: Du schaust sein Angesichte
Höchst frölich und verlachst der Erden Tand und Koth.
Was von dir sterblich war/ wird in der Saate Zeit
Der Gruben anvertraut/ daß zu der Ewigkeit
Es herrlich dermahleins in höchster Zier auffblühe.
Du warest zu der Cron gebohren. In der Welt
Ist nichts denn Dienstbarkeit/ die uns gefässelt hält/
Drum besser daß dich Gott auf seinen Thron entziehe.
41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

[114] 41.
Auf das Absterben einer Adlichen Frauen

Auf Seel! auf! mag ein Mensch die Greuel länger sehn.
Sucht man die Tugend nicht gantz aus der Welt zu dringen;
Was soll mich länger dann allhier zu wohnen zwingen/
Solt ich vor jener Lust nicht diese Noth verschmähn?
Zwar scheint es um dein Hauß/ der Glieder Bau/ geschehn/
Den Jahre/ Sorg/ und Qual bestürmen und bespringen/
Doch wird des Grabes Ruh ihn in Beschützung bringen/
Laß Länder um die Cron/ in der du prangest/ flehn
Auf/ Gott dein Heyland kommt; erwart/ O müde nicht!
Daß er dich schlummernd find/ entzünde Lamp und Licht/
Und eil/ eh er erschein/ entgegen ihm zu gehen/
Auf! rechte Liebe sucht auch bey der finstern Nacht/
Du weist schon wo er sey: Fand ihn/ als er erwacht/
Maria nicht ergötzt/ dem Grabe nahe stehen?
42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

42.
Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben

Ich/ die zu Weh und Angst in diese Welt gebohren/
Hab/ indem sich das Land nach Krieg in Ruh gesetzt/
Indem die Nachbarschafft/ Schwerdt/ Spiß und Säbel wetzt/
Mir Gottes Schooß zum Schloß der wahren Ruh erkohren.
Hier schläfft mein keuscher Leib der nichts allhier verlohren/
[115]
Weil sich die Seel in Lust der Ewigkeit ergötzt.
Kind/ Ehgemahl und was die Welt verlassen schätzt/
Folgt mir/ und wüntscht den Sitz den Gott uns selbst verschworen.
Der du fürüber gehst/ betraure nicht mein Sterben/
Weil ich durch Sterben nur die Freude kont erwerben/
Die hier kein Hertz empfind und nur der Himmel kennt.
Traur über dich der du must auf der Erden kämpffen/
Wo wir mit Fall und Blut den Brand der Länder dämpffen;
Denck auch daß deine Zeit/ weil du hier stehst/ hinrennt.
43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

43.
Auf das Absterben eines Adelichen Kindes an die betrübte Frau Mutter

Bißher dem Vaterland/ hochwehrte Frau/ gebohren!
Bißher Eur Ehgemahl mit keuscher Frucht ergötzt!
Bißher der Häuser Fall durch beyde Sohn ersetzt!
Nun hat der Himmel auch zur Mutter euch erkohren.
Man hält diß Kind vor todt/ man spricht es sey verlohren:
Ach nein! was auf der Welt die Sünde nicht verletzt/
Kan ja nicht sterblich seyn: der Herr nimmt was er schätzt/
Stracks hin/ wo Leben sich und Ewigkeit verschworen.
Denckt welch ein rauher Schmertz eur bebend Hertz umfieng/
Als dieses Liebe-Pfand gleich einer Sonn auffgieng/
Und küßt euch naß vor Angst und Furcht und Liebes-Zähren.
Jtzt griff der fünffte Tag euch an mit rauhem Weh/
Weil aus dem Thränen-Thal diß Kind drang in die Höh:
Gedult! könt ohne Schmertz auch wol ein Weib gebähren?
44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

44.
Auf eine Wöchnerin/ unter eines andern Nahmen

Du auch mein ander Ich/ du Lust in meinen Schmertzen/
Mein Seelen Auffenthalt/ du Spiegel reiner Zucht/
Die ich bißher umsonst im Kreiß der Welt gesucht/
Du scheidest und zureist dein Band in meinem Hertzen/
Doch nein/ das Band ist gantz/ ob schon die Trauer-Kertzen
[116]
Verlodern über dir/ und der betrübten Frucht/
Mein Lieben brennet noch/ und läst bey deiner Flucht/
Sich durch die Grabes-Nacht des Todes nicht verschertzen/
Ob schon dein Cörper fault/ dein Leben lebt in mir.
Ich irre/ mein Gemüth ist ausser dir bey dir/
Indem mein mattes Fleisch verschmeltzt in heissen Thränen.
Wie? lässest du mich hier? Wie? giebst du gute Nacht/
Indem die Flamme sinckt/ indem der Fried erwacht?
Wie? oder hast du dort wornach wir hier uns sehnen.
45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

45.
An einen guten Freund/ über das Absterben seiner Tochter

Gott selbst blitzt auf dich zu/
Und reist die Tochter dir/ mein Herr/ aus Arm und Hertzen/
Du du fühlst/ doch nicht sie/ die grimmsten Todtes-Schmertzen/
Bestürtzter Vater du!
Gott weiß warum ers thu.
Indem die Welt ihr Heil höchst eifrig zu verschertzen/
Indem der Himmel treufft mit lichten Schwefel-Kertzen/
Liegt sie in stiller Ruh.
Dich ließ sie schon als sie dem Ehmann übergeben:
Weit besser dann bey Gott/ als einen Menschen leben/
Doch läst sie dir anitzt ihr Kind/ ihr liebstes Pfand.
Sie ging doch nur voran/ um dir die Bahn zu zeigen.
Sie geht aus fremder Hütt ins Haus das stets ihr eigen.
Sie küßt des Höchsten Mund/ du küsse seine Hand.
46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

46.
An die Durchl. Princeßin Elisabeth/Pfaltz-Gräfin am Rhein

Wie offt hab ich verhofft/ Durchlauchtes Licht der Welt/
Und Wunder aller Zeit/ zu knien vor ihren Füssen/
Und Sie/ wiewol vorhin/ in tieffster Pflicht zu grüssen.
Umsonst! weil Land und Stand mich als in Bande stellt/
Doch ob mich schon entfernt mein rauh Verhängnis hält/
Such ich durch diese Faust die Ketten zu entschliessen/
Und ehr hiermit in ihr was Menschen können wissen/
[117]
Und was der Götter Gott auf Erden noch gefällt.
Es ist zu viel vor mich/ daß ich mich unterwinde
Zu wagen/ was ich thu/ O Bild der Ewigkeit/
Doch Gnade/ die an ihr allein ich lebhafft finde/
Und über Cronen strahlt/ lockt meine Sicherheit.
Sie einig hat/ Princeß/ was nimmermehr gemein/
Durchlauchtigst'/ höchst-gelehrt/ und doch demüthig seyn.
47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

47.
An einen höchstberühmten Feldherrn/ bey Uberreichung des Carl Stuards

Held/ den die Tapfferkeit/ Held den die Kunst zu kriegen/
Der treffliche Verstand/ des alten Hauses Pracht/
Und das verknüpffte Glück mit Tugend/ herrlich macht/
Und der durch Blut gesucht in Flamm und Blut zu siegen;
Schau an in seinem Blut gestürtzt vom Throne liegen/
Der Britten hohes Haupt/ indem das Reich erkracht/
Das eines Henckers Beil auffs Königs Hals gebracht/
Mit dessen Seel auch Ruh/ und Zucht/ und Recht verfliegen/
Die todte Majestät/ die auf das Mord-Klotz fällt/
Beschwärtzt das weisse Land/ und schreckt die grosse Welt/
Die sich von Britten sucht weit mehr denn vor zu schneiden/
Die Unschuld/ die den Geist in solchem Hohn auffgiebt/
Erfordert was gerecht/ und rechte Waffen liebt/
Zu rächen diesen Fall. Heer Schwerdter aus der Scheiden!
48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

48.
An eine hohe Standes-Person

Herr/ der durch hohen Ruhm den Glantz so vieler Ahnen
Weit übertroffen hat/ dem selbst der grimme Neid
Vor/ da man Schwerdter wetzt/ und bey nun stiller Zeit
Den Weg zu solcher Ehr/ die ewig blüht/ muß bahnen/
Last mich diß neue Jahr um seine Pflicht-Schuld mahnen/
[118]
Mein Vaterland begehrt/ daß eure Freundligkeit
Von etwas höherm Ort tröst unser Völcker Leid/
Und wünscht euch reichern Sieg bey treuer Liebe Fahnen/
Komm längst-gehofftes Jahr/ komm vieler tausend Wonne/
Und laß durch Silas Lust uns alle frölich seyn/
Gib ihm sein junges Hertz/ er steige mit der Sonne/
Und nehme jener Geist und unser Seelen ein.
Komm gib ihm noch mehr Jahr; und wenn er wird verschwinden/
Gib du/ daß wir ihn hier in seinem Blut auch finden.
49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

49.
An den Erlauchten Unglückseligen

Held/ den rauh unglücklich seyn Unglück überwinden lehret;
Der du rauher Donner Macht
Unerschröckt in Noth verlacht/
Blicke diesen Schauplatz an/ drauf man nichts denn Unglück höret/
Schau hier scheitert Kiel und Mast/ weil sich Sturm auf Stürme mehret/
Der besteinten Scepter Pracht/
Stuhl und Crone bricht und kracht/
Weil der Fall die Eitelkeit mit Blut/ Brand und Folter ehret.
Du senckst den Ancker selbst in bittre Teuffen ein/
Bejammre denn mit mir die unerhörte Pein
Der Seelen/ die in Ach in Leid und Todt verschmachten.
Man rühme wie man wil/ ein Blumen-reiches Feld/
Wer alles überlegt/ wird/ tieff-gesinnter Held/
Für leichter Rosen Lust die ernsten Disteln achten.
50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

50.
An eben selbigen/ als er ihm den Papinian übersendete

Der standhafft reine Geist/ der für das Recht der Welt
Ehr/ Amt/ und Ruhm und Gold/ Hof/ Kind und Leib auffsetzet/
Lebt/ ob des Käysers Beil schon Fleisch und Hals verletzet.
Und pocht was Erd und Zeit in engen Gräntzen hält.
Er höhnt den trotzen Todt/ er steigt indem er fällt/
Und schröckt/ und tritt/ und bricht/ was ihm sich widersetzet
[119]
In Purpur/ die er selbst mit heilgen Blut genetzet/
Als er der Themis sich zum Opffer hingestellt/
Ich weiß ihn Held zu dir/ so/ wie er mir erschienen/
Als er zu seinem Dienst die schwache Faust erkohr;
Hör an/ wofern er sich zu reden darff erkühnen/
Sein überwunden Angst/ mit gnädig-offnem Ohr/
Wem möcht er lieber wol sein herrlich Leid erzehlen/
Als dem der Unglück hier wolt ihm zum Ruhm erwehlen.
51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

51.
An ein Adeliches Frauenzimmer/ in eben selbiger Gelegenheit. Als er ihr seinen Papinian übersendete

O Rose/ die du nun auf Dornen gantz verblühst/
Benetzt mit stetem Thau der immer frühen Thränen/
Bestürmt von langem Leid/ bewährt mit bangem Sehnen/
Indem du dich allein und gantz verlassen siehst:
Laß von dem Kummer ab mit den du dich bemühst/
Und schaue wie gar nicht durch Lob/ durch Schmach/ durch Dehnen/
Durch Beil/ Verlust und Todt die Tugend zu verwehnen/
Die auch ein Mord-Gerüst zum Ehrenbett erkiest.
Der Leben/ Stand und Gunst des Fürsten/ der die Pracht
Des ausgezierten Hofs und Furcht und Fall verlacht/
Wil dein betrübtes Hertz durch seine Qual erquicken.
Nimm denn nicht weinend an/ den/ der auch sterbend siegt/
Der durch Beständigkeit der Erden Weh bekriegt.
Was schöners könt ich dir/ O Allerschönste/ schicken.
52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

52.
Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit in Crossen

Das vor in Krieges-Blut durchaus verglimmte Crossen/
Wird/ nun der neue Fried uns höchst-erfreulich grüßt/
Auch mitten in der Kält/ durch Amors süsse List/
Mit unversehnem Feur umringet und beschlossen.
Mit Fried- und Freuden-Feur/ das was uns vor verdrossen
Verzehrt und gantz verbrennt: das nicht die Häuser frist/
Das Haus und Städte baut/ komm der du frostig bist
[120]
Und schau wie Kält und Krieg und Trauren wird beschlossen.
Ihr werthen Bürger folgt/ eur Vater geht voran;
Wünscht nicht alleine Glück/ versucht was er gethan.
Der Bürgermeister kan alleine nicht bestellen
Das schwere Regiment/ den angestifften Bau/
Den Richterstuhl/ den Rath/ Land/ Weinberg/ Feld und Au/
Drum gibt die Richterin ihm einen Hülff-Gesellen.
53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

53.
Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit

Holdseligstes Geschlecht an Treffligkeit und Sinnen/
Wen hast du nicht bißher zu deinem Dienst bewegt?
Es hat sich West und Ost und Nord und Sud erregt/
Und deine Gunst gesucht durch Liebe zu gewinnen.
Vor dir lag Kunst und Schwerdt/ du zwangest das Beginnen
Der Reisenden zu stehn/ der Handel ward gelegt/
So bald man um dich ward/ der nicht zu ruhen pflegt/
Die Riesen werden nun auch deiner Schönheit innen.
Einer aus der allzeit rauhen Wolck und Himmel-Stürmer Schaar
Suchet deiner Schönsten eine die durch ihrer Sternen Paar
Sein nie gezwungen Hertz verändert und verkehret/
Er vergisst der Riesen Sitten/ er wil mehr denn Menschlich seyn/
Er verwirfft die wilden Speisen/ unsre Nahrung geht ihm ein/
Er wil die Beckerin/ dieweil er Brodt begehret.
54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

54.
Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager

Bißher habt ihr nichts gesehen/ werther Freund/ als Noth und Tod/
Nichts als Elend/ nichts als Schmertzen/ nichts als überhäuffte Klagen/
Ihr habt eurer Seelen Seele auf der Bahr hinweggetragen/
Euer Nistitz ward zunichte/ Staub und Rauch und Grauß und Koth/
Wir selbst sahen nichts als Flammen und entblöster Schwerdter Noth/
Musten was wir saur erworben auf die grimmen Heere wagen;
Ja das Leben-lose Leben täglich in die Schantze schlagen/
Waren unser Feinde Schrecken und der rauhen Feinde Spott.
Jtzt seht euch besser um/ indem der Fried auffwacht/
[121]
Und euch ein lieblich Aug und reines Hertz anlacht/
Indem das Land beginnt als aus der Grufft zu blühen:
Ihr könt eur eigen Glück nicht gäntzlich übersehn/
Drum sieht die Seherin was guts noch wird geschehn/
Durch euren Fleiß und Schweiß und ihr erhitzt Bemühen.
55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

55.
Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit

Bisher bist du/ mein Freund/ ein Mann der jungen Heere/
Die du durch tappfre Zucht/ der Tugend Kunst und Schweiß/
Führst zu der Ewigkeit und theurer Künste Preiß/
Daß sie die rauhe Nacht der Thorheit nicht beschwere.
Schau was der Himmel dir vor Nahmen nicht beschere?
Jtzt wirst du Herr und Mann/ den treu-gesinnten Fleiß
Bekräntzt auf diesem Zug ein werthes Myrthen-Reiß/
Und bringt was deine Müh in lauter Lust verkehre.
Was wünsch ich dir? Sey Herr und Mann/
Thu was ein Herr Mann soll und kan/
Vermehr ein junges Heer mit noch mehr kleinen Heeren.
Diß sucht die Kirch/ ein Fürsten Wohnhof sieht
Nach diesem Zweck/ durch den das Land auffblüht:
Bedencke welche/ was/ wieviel von dir begehren.
56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

56.
Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ gebohrner Jonstonin Vermählung

Der weitberühmte Mann/ der Vater hat der Welt
Der Kräuter Eigenschafft/ der Vögel Art und Wesen/
Der Thiere Zucht und was von Fischen auszulesen/
Und Ertz und Holtz und Säfft und Steine vorgestellt/
Er zeigt uns was den Leib/ der Seelen Hauß/ erhält/
Bringt alle Zeiten vor: lehrt wie das Land genesen/
Und sich entziehen mög' erhitzter Seuchen Besen;
[122]
Wie daß aus allen ihr denn nur ein Schaf gefällt?
Holdselge Königin schätzt sie den Hirten-Stab
Vor allen/ was man schätzt/ denn vor die schönste Gab?
Ist sonst nichts/ als ein Schaf/ das würdig sey zu lieben?
Nein warlich/ weil nichts mehr den reinen Sitten gleicht/
Nochmehr weil dieses Schaf von Gott durch Bitt erreicht.
Dis bleibt das höchste Gut was Gott uns selbst verschrieben.
57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

57.
Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin Hochzeit

Ederin/ Redein.


Herr Klesel fühlt er auch die bitter-süsse Pein/
Mit der die Liebe quält? setzt dem verletzten Hertzen
Die strenge Hitze zu mit immer-neuem Schmertzen?
Hochwerthe Jungfrau Braut sie red ihm Trost-Wort ein:
Verzehrt er seine Zeit in Trauren so allein?
Wacht er die lange Nacht bey den gelehrten Hertzen?
Sie red ihm Lust-Wort ein: ein Wort voll Wonn und Schertzen/
Ein Wort voll Freud und Heil wird nur ihr Jawort seyn!
Wie wol! wann Gottes Fried und unbefleckte Sinnen/
Durch Einred ohne Falsch einander lieb gewinnen.
Ich weiß/ der Herren Herr steht alles ihnen zu/
Sein Einred ists was ihn in allem Stand ergötzet/
Ihr Einred ist die er weit über alles schätzet!
Sie finden Lust bey Gott/ und er bey ihnen Ruh.
58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

58.
Auf eines guten Freundes Hochzeit

Man glaubt das Schnee und Lufft auf Bergen stets zu finden/
Ob schon der Himmel sich in lauter Gluth verkehrt/
Und von der Sonnen Brand die Ströme selbst verzehrt/
[123]
Auch Chloris vor dem Grimm des Löwen muß verschwinden/
Drum habt ihr/ nun den Leib die Sonn euch wil entzünden/
Nun euch der Liebe Flamm in Seel und Hertze fährt;
Erquickung/ Lufft und Trost auf Bergen itzt begehrt/
Und sucht der Sorgen euch im Frischen zu entbünden.
Doch lockt euch ieder nicht auf die gespitzte Höh/
Ein Rosen-Berg allein gibt Rath in heissem Weh/
Der auf dem Wipffel läst die schöne Nymfe schauen.
Wohl! achtet keiner Müh/ besteigt was ihr begehrt/
Und wo euch auf dem Berg Erfrischung wird beschert/
So last uns auffs Gebirg im Sommer Hütten bauen.
59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

59.
An eine Frauens Person/ die mit Meyfahrts Himmlischen Jerusalem gebunden wird

Die Erde/ die euch nichts gewährt denn Ach und Weh/
Die Erde/ die mir selbst nichts gab als Schmertz und Leichen/
Die Erde/ die nichts hat als rauhe Jammerzeichen/
Und uns in Bitterkeit setzt zwischen Fall und Höh/
Die Erd'/ aus welcher ich voll Angst und Thränen geh/
Kan mir kein Band für euch/ wie hoch ich suche/ reichen:
Drum muß ich in das Schloß der Ewigkeiten weichen/
Und suchen solch ein Band das trotz der Zeit besteh.
Hier find ich nichts als Lust/ hier weiß ich nichts zu wählen/
Der Schatz ist mehr denn groß/ die Freud ist nicht zu zehlen;
Mit kurtzem/ hier ist nichts als lauter Wonn und Gott.
Weil ich denn kein Geschenck/ das grösser sey/ kan finden/
Wil ich Frau Mutter sie mit Gott und Himmel binden.
Diß Band alleine bindt und zwinget Angst und Todt.
60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

60.
Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person

O Blume dieser Zeit! ist wohl ein Wunsch zu finden
Der recht bequem für euch/ indem die grosse Welt
Sich mit dem Jahr verneut/ und viel auf Wünschen hält/
Und doch nichts wünscht als was mit Zeit und Welt muß schwinden/
[124]
Eur ewig hoher Geist verlacht was uns wil binden
Und pocht die Eitelkeit die über morgen fällt/
Er höhnt die rauhe Noth und lacht was nach uns stellt/
Und sucht nicht als durch Gott in Gott sich zu entzünden.
Gott/ den der in der Zeit euch über Zeit bewehrt/
Vergönn euch/ die nunmehr das dritte Jahr beschwert/
Mit diesem so viel Lusst/ als Drangsal euch betrübet.
Er gönne mir/ daß ich an eurem Beyspiel seh
Daß/ wenn er ferne scheint/ er gleichwol in der Näh/
Zu recht-und seiner Zeit auch küsse die Er liebet.
61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

61.
Gebündnis an einen guten Freund

Ich suche/ werther Freund/ ich such und kan nicht finden/
Indem eur Nahmens-Tag euch frölich wieder sieht/
Und euer neues Glück beym neuen Jahr auffblüht/
Ein Band/ ein festes Band/ auf ewig euch zu binden.
Ein hoher Geist läst sich mit keinem Gold umwinden/
Wer Diamanten sucht ist sonder Nutz bemüht/
Was über Sonnen strahlt/ was durch die Nächte glüt/
Muß vor dem edlen Glantz der freyen Seele schwinden;
Doch Liebe zwingt was Welt und Himmel zwingen kan/
Sie band den Höchsten selbst an harte Höltzer an!
Die bitt ich/ daß sie mir woll ihre Ketten leihen.
Was sag ich? nein nicht mir/ nur einer frischen Braut/
Die eh diß Jahr hinweg auf ewig euch vertraut/
So binde/ daß euch nicht mög eine Macht befreyen.
62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

62.
Auf ein Jungfern-Spiel

Mein Freund wo muß ich hin! verzeiht ich muß ja fragen/
Findt auch bey euer Lust mich mein stets während Leid?
Mich kränckt was euch ergetzt/ der angenehme Streit;
Erweckt nur mehr und mehr mein immer-frisches Klagen:
Wenn Doralice mich die Hurtige wil jagen/
Versetzt Uraine mit strenger Liebligkeit
[125]
Den nicht mehr freyen Lauff. Alisa springt zur Seit/
Und läst Roselien anmuthig auf mich schlagen;
Seh ich Roxanen denn die Widrige nur an/
Bald denck ich wie mit mir der Himmel spielen kan/
Von dem ich minder noch weiß etwas zu erlangen/
Ich wünsch/ ich ruff/ ich hoff/ ich leid/ ich streit/ ich flieh/
Ich irr/ ich lauff/ ich such/ und finde nichts als Müh/
Und daß mich alles jagt/ und niemand doch wil fangen.
63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

63.
Auf eben Selbiges

Ich werde gantz erschröckt: so trefflich diß Gesichte/
So sittsam jener Zucht/ so herrlich dieser Geist/
Und munterer Verstand/ der alles nach sich reist/
So liebreich jener Mund/ der gleicht dem Morgenlichte;
So widrig kommt mir vor diß wegernde Gezüchte/
Der/ die nur stets versagt. Wo ihr diß Tugend heist/
Versteh ich warlich nicht wo Hochmuth sich erweist/
Und ob ein solcher Wahn trag angenehme Früchte.
Vier Sonnen scheinen uns/ was fragen wir nach der
Die nur sich selber acht. Kommt Nymfen kommt heran/
Kommt Doralice wil ein neues Lust-Spiel preisen;
Jedoch was wünschen wir/ was suchen wir vor Spiel/
Wenn Jugend/ Muth/ Verstand und Schönheit spielen wil/
Kan sie noch etwas mehr das schöner sey uns weisen/
64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

64.
An Eugenien

Ich lebe/ wo man den mit Recht kan lebend nennen/
Der sonder Geist verfällt in bitter-süsse Pein/
Die Seel ist ausser mir/ und sucht den Glantz allein
Der Augen/ die mir nur zu angenehme brennen/
Was kan in meiner Nacht ich als die Stern erkennen.
Holdseligst ihr Gesicht/ der Wunder-helle Schein/
Erleuchtet diß Gemüth/ das (geht die Welt schier ein)
[126]
Kein Schwefel-lichter Blitz wird von dem Vorsatz trennen.
Lasset Nord und Wetter toben weil mir diese Rosen blühen/
Schreckt mich keiner Winter Rasen/ last die heisse Sonn entfliehen/
Mir ist die Abend-Lufft weit lieber als der Tag.
Ob die Zunge nicht mehr schwatzet/ die nie ein End-Urtheil spricht/
Treugt doch der entfärbten Wangen lieblich Abendröthe nicht.
Die redet nur zu wohl/ die schweigend reden mag.
65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

65.
An eben Selbige

Doch grünt die frische Lieb/ ob Blum und Baum erbleicht/
Die Liebe/ die sich mir in einem Krantz verehret/
Dem Bild der Ewigkeit/ die durch kein End auffhöret/
Und keiner Zeiten Grimm/ ja nicht dem Tode weicht/
Ihr keuschestes Gemüth/ das reinem Silber gleicht/
Mein Licht/ hat ihr Geschenck mit Perlen noch vermehret/
Die/ wenn das rauhe Saltz der Wellen sich empöret/
Kein scharffer Schlag der See/ kein schäumend Fleck erreicht/
So bleibt ihr hoher Geist doch rein in trüben Schmertzen/
Ihr Geist/ den rechte Treu aus unverfälschtem Hertzen
Durch ihrer Seuffzer West in meinen Cörper schickt.
Ich wil zwar ihr Gemüth aus dem Geschencke schätzen/
Diß Wort doch/ das sie ließ auf dieses Silber etzen/
Ist was den Krantz recht ziert und mich allein erquickt.
66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

66.
An eben Selbige

So fern/ mein Licht/ von euch/ so fern von euch gerissen/
Theil ich die trübe Zeit in Schmertzen und Verdruß/
Und wünsch all Augenblick daß mir des Himmels Schluß
Erlaub euch bald voll Lust und unverletzt zu grüssen/
Mein Trauren kan ja nichts (wie hoch es auch) versüssen/
Als ihr/ O meine Lust. Wie daß mit schnellem Fuß
Ich denn mein werthes Heyl bestürtzt verlassen muß/
Indem ich einig mag die keusche Schönheit küssen.
Ihr Parcen, die ihr uns das Tag-Register setzt/
[127]
Ach führt mich wieder hin zu dem/ was mich ergetzt/
Warum doch suchet ihr mich von mir selbst zu scheiden?
Mein Leib/ ich geb es nach/ sitzt ja in diesem Land/
Die Seele geb ich dir zu fester Treue Pfand;
Bey welcher ich voll Ruh/ ohn welch' ich stets muß leiden.
67. An eben selbige66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

67.
An eben selbige

Was hat des Fürsten Hof/ was fand die weise Stadt/
Das mächtig sey mich zu erfreuen?
Ich muß die schöne Zeit bereuen/
Die mein Gemüth ohn sie/ mein Licht/ verzehret hat.
Bey ihr find ich/ was ich voll Hertzens-Seuffzer bat.
Die Saamen in das Land einstreuen
Begehren so nicht das Erneuen
Des Frühlings/ der mit Thau krönt die erfrischte Saat;
Als mich verlanget sie zu schauen/
Sie meine Lust/ Wonn und Vertrauen/
Die mir der Himmel gab zu enden meine Klagen.
Sie kan ich diesen Tag nicht sehn/
Ach Himmel laß es doch geschehn
Daß mir mög ihr Gesicht die Nacht ein Traum vortragen.
68. An Eugenien67. An eben selbige66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

68.
An Eugenien

Ich finde mich allein und leb in Einsamkeit/
Ob ich schon nicht versteckt in ungeheure Wüsten/
In welchen Tygerthier und wilde Vögel nisten.
Ich finde mich allein vertiefft in herbes Leid/
Auch mitten unter Volck/ das ob der neuen Zeit
Des Friedens sich ergetzt in Jauchzen-vollen Lüsten/
Find ich mich doch allein. Wir/ die einander küßten
In unverfälschter Gunst/ sind leider nur zu weit.
Ich finde mich allein/ und einsam/ und betrübet;
Weil Sie so fern von mir mein Alles und mein Ich/
Ohn die mir auf dem Kreyß der Erden nichts beliebet/
[128]
Doch tritt ihr werthes Bild mir stündlich vor Gesichte/
Solt ich denn einsam seyn? Ihr Bild begleitet mich.
Was kan sie? wenn ihr Bild mein Trauren macht zunichte.
69. An eben Selbige68. An Eugenien67. An eben selbige66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

69.
An eben Selbige

Sie dennoch sie/ mein Licht/ sie wil beständig seyn/
Ob die Zeit sich gleich verändert und die Sonne sich versteckt/
Und die wüsten Felder trauren/ und das Feld mit Schnee bedeckt/
Sie dennoch (wie sie schreibt) geht kein Verändern ein
Die Bäume sind entblöst/ das Wasser hart als Stein/
Der Palläste göldne Spitzen sind mit grauen Reiff befleckt/
Aller Blumen welcke Blätter die durchbeiste Kält erschreckt.
Nur ihre Rose steht in frischem Glantz allein/
Warum doch wil ich hier verziehen?
Wo nichts denn Unlust ist und kalte Winter-Lufft/
Weil sie mir noch/ mein Licht/ zu ihren Rosen rufft.
Ade ich muß von hinnen fliehen!
Wer länger schmachten wil in scharffer Frostes-Pein/
Wenn ihm der Frühling rufft/ muß es nicht würdig seyn.
70. Neujahrs-Wunsch an Eugenien69. An eben Selbige68. An Eugenien67. An eben selbige66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

70.
Neujahrs-Wunsch an Eugenien

Man fängt das Neue Jahr mit Wunsch und Gaben an/
Mein Hertz/ ihr hab ich selbst zu eigen mich gegeben/
Und bin nicht weiter frey/ mein ihr verpflichtet Leben
Hat nichts/ zu dem Sie nicht schon Anspruch haben kan.
Doch wünschen mag ich noch: der grosse Wunder-Mann
Durch den die Erde muß in ihrem Wesen schweben/
Durch den der Himmel muß sich in die Höh erheben/
Hat offt dem Wünschen Krafft und Fortgang zugethan.
Was wünsch ich aber ihr das gut vor sie und mich/
Und nicht vergänglich sey/ das iede Zeit für sich
Und nicht durch fremde Gunst beständig könne werden?
Wer achtet was die Zeit/ was Seuch und Räuber nimmt?
[129]
Was seinen Untergang/ indem es wächst/ bestimmt/
Wenn Gott uns Zweyen nur wolt einen Geist bescheren.
71. An Clelien70. Neujahrs-Wunsch an Eugenien69. An eben Selbige68. An Eugenien67. An eben selbige66. An eben Selbige65. An eben Selbige64. An Eugenien63. Auf eben Selbiges62. Auf ein Jungfern-Spiel61. Gebündnis an einen guten Freund60. Gebündnis-Sonnet an eine Frauens Person59. An eine Frauens Person58. Auf eines guten Freundes Hochzeit57. Auf Hn. Gottfried Klesels und Jungfrau Catharinä Ederin56. Auf Hn. Samuel von Schafs und Frau Reginæ55. Auf Herrn Ephraim Herrmans Hochzeit54. Auf Herrn von K. und Jungfrau von S. Beylager53. Auf Jungfer Marianæ Beckerin und Hn. Rieses Hochzeit52. Auf Herr Seilers und Frau Richterin Hochzeit51. An ein Adeliches Frauenzimmer50. An eben selbigen49. An den Erlauchten Unglückseligen48. An eine hohe Standes-Person47. An einen höchstberühmten Feldherrn46. An die Durchl. Princeßin Elisabeth45. An einen guten Freund44. Auf eine Wöchnerin43. Auf das Absterben eines Kindes42. Auf eines Adelichen Frauenzimmers Absterben41. Auf das Absterben einer Adlichen Frauen40. Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes39. Auf des Durchlauchtigsten Schmackhafften38. Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben37. Uber das Unglück seiner Tochter36. Uber seines Sohnes Danielis Geburt35. Uber seiner Tochter Maria Elisabeth Geburts-Tag34. Auf seines Sohnes Theodori Absterben33. Uber seines Sohnes Theodori Geburt32. Uber seiner Tochter Annæ Rosinæ Geburt31. Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde30. Ein anders29. Auf die Geburt seines Sohnes Christiani28. Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand27. Auf das grausame Ungewitter26. Andencken eines auf der See ausgestandenen Sturms25. Auf seinen Geburts-Tag24. Auf seinen Geburts-Tag23. Auf seinen Geburts-Tag22. Uber seinen Geburts-Tag21. Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres20. Schluß des 1650zigsten Jahres19. Auf den Anfang des 1650sten Jahres18. Schluß des 1648sten Jahres17. Uber die Heimsuchung Mariä16. An Gott den Heiligen Geist15. An Gott den Sohn14. An Gott den Vater13. An den Heiligen Geist12. Uber die Worte: Sie sind voll süsses Weins11. Gleiches Inhalts10. An den Heiligen Geist9. Seuffzer an eben selbige Person der H.H. Dreyfaltigkeit8. An den Heiligen Geist7. Uber die Sendung des heiligen Geistes6. An den aufferstehenden Jesum5. An den leidenden Herren Jesum4. Uber die Beschneidung unsers Heylandes3. An den Neugebohrnen Herrn Jesum2. Uber die Geburt Christi 16571. Uber die Geburt des Herren JesuSonetteGedichteGryphius, AndreasSonnette. Aus dem Nachlaß

71.
An Clelien

Zeit mehr denn über Zeit die Brüste zu verdecken/
Indem der Jahre Reiff sich an die Schläffe legt/
Deckt zu was Grauen/ Haß/ und keine Lust erregt/
Verdeckt/ vor was ihr selbst (beschaut euch) must erschrecken.
Der Rosen Schnee ist weg/ versteckt die dörren Hecken/
Ob Chloris ob Dian nackt einzuziehen pflegt/
Stehts dennoch der nicht an/ die nichts als Knochen trägt/
Gehüllt in schrumpffend Fell voll schwärtzlich-gelber Flecken/
Legt ein/ eur Marckt ist aus/ schließt Kram und Laden zu/
Fragt nicht was Lieben sey/ denckt an die lange Ruh.
Doch nein! was fällt mir ein entblösset Hals und Brüste/
Entdeckt (damit ihr noch was nützet auf der Welt)
Wie Seuch und lange Zeit und Schminck hab euch verstellt:
Dämpfft durch diß fremde Bild der tollen Jugend Lüste.
[130]