Wilhelm Müller
Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
1824

Dem Meister des deutschen Gesanges Carl Maria von Weber als ein Pfand seiner Freundschaft

und Verehrung gewidmet


von dem Herausgeber.

Tafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
König WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[75] [77]Tafellieder für Liedertafeln

König Wein

Der König, dem ich diene,
Als treuer, tapfrer Held,
Er ist der größte König
In Gottes weiter Welt.
Die Fahne, der ich folge,
Sie ist ein grüner Zweig,
Der weht vor allen Schenken
In meines Königs Reich.
Ich trage seine Farbe
In meinem Angesicht:
Auf Kragen und Rabatten
Sieht unser König nicht.
Hochroth ist seine Farbe,
Glänzt wie ein Edelstein,
Die Farbe unsrer Feinde
Hat matten, bleichen Schein.
Ihr General und König
Wird Durst auf Deutsch genannt,
Zieht sengend und verbrennend
Durch unsres Königs Land.
Bibamus, eh bibamus!
Ist unser Feldgesang,
Und unsre Schlachttrompete
Ist voller Gläser Klang.
[77]
Auch fehlen nicht die Trommeln,
Auch donnert mancher Schuß:
Wir schlagen auf die Tische,
Wir stampfen mit dem Fuß.
Wir haben scharf geladen,
Wir führen gut Gewehr:
Kanonen sind die Flaschen,
Von edlem Safte schwer.
Wohlauf, wohlauf zum Siege!
Die Nase und der Bart
Sind besser, als im Helme,
In einem Glas bewahrt.
Und wirft ein Hieb mich nieder
In diesem wilden Strauß,
Ich schlafe jede Wunde
In wenig Stunden aus.
Heil dir, mein großer König,
Heil dir und deinem Thron,
Und allen treuen Brüdern
In deinem edlen Frohn!
Schlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Schlechte Zeiten, guter Wein

Über schlechte Zeiten
Klag' ich nimmermehr,
Wird von gutem Weine
Nur mein Faß nicht leer.
Willst die Zeitung lesen?
Bruder, geh' zu Bier!
Zu dem Saft der Reben
Schmeckt kein Löschpapier.
Ob auf dieser Erden
Auch von Tag zu Tag
Matter, kälter, schwächer
Alles werden mag:
[78]
Doch der Wein im Fasse
Trotzt der Macht der Zeit,
Fühlet nichts vom Alter
Als die Würdigkeit.
Was das Jahr dem Menschen
Allgemach entrafft,
Das, das giebt's dem Weine:
Gluth und Muth und Kraft.
Wollen's wieder holen
Aus dem Faß hervor,
Was im Flug der Jahre
Jeglicher verlor!
Und wer mit dem Leben
Lebt in Leid und Streit,
Trink' aus altem Fasse
Alte gute Zeit!
Warnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Warnung vor dem Wasser

Guckt nicht in Wasserquellen,
Ihr lustigen Gesellen,
Guckt lieber in den Wein!
Das Wasser ist betrüglich,
Die Quellen sind anzüglich:
Guckt lieber in den Wein!
Narciß, der hat's erfahren
In seinen schönsten Jahren:
Er sah nicht in dem Wein,
Nein, in dem Quell der Wildniß,
Sein allerliebstes Bildniß:
Guckt lieber in den Wein!
Trink' ich aus vollem Glase,
Da spiegelt meine Nase
Sich lang und roth im Wein
Sie ist nicht zum Verlieben,
Sie ist nicht zum Betrüben,
Drum guck' ich in den Wein.
[79]
Schon Mancher ist versunken,
Noch Keiner ist ertrunken
In einem Becher Wein.
Die sich darin betrachten,
Sie können nicht verschmachten,
Drum guck' ich in den Wein.
Ihr lustigen Gesellen,
Guckt nicht in Wasserquellen,
Guckt lieber in den Wein!
Doch über euer Gucken
Vergeßt auch nicht zu schlucken:
Trinkt aus, trinkt aus den Wein!
Selbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Selbstgenügsamkeit des Zechers

Wenn ich trinke guten Wein,
Fällt es mir mit nichten ein,
Über dieser Erde Schranken
Aufzuschwingen die Gedanken,
Und zu schaun in blaue Fernen
Nach des ew'gen Ruhmes Sternen.
Wenn ich trinke guten Wein,
Will ich nicht im Himmel sein.
Wißt ihr von dem Phaeton,
Phöbus naseweisem Sohn,
Der auf seines Vaters Wagen
Wollte durch den Himmel jagen?
Jupiter mit seinem Blitze
Schmettert' ihn vom Kutschersitze
Häuptlings in den Po hinab,
Und das Wasser ward sein Grab.
Anders ging es nicht dem Kind,
Das aus Kreta's Labyrinth
Wollt' auf seinen eitlen Schwingen
Grad' empor zur Sonne dringen.
Bald zerschmolz das Wachsgefieder,
Und der Vogel stürzte nieder:
In des Meeres bittrer Fluth
Büßt' er seinen tollen Muth.
[80]
Phaeton und Ikarus,
Du im Meer, und du im Fluß,
Hättet ihr hübsch Wein getrunken,
Nimmer wäret ihr gesunken
Von dem hohen Himmelsbogen
In die tiefen Wasserwogen:
Die da trinken guten Wein,
Wollen nicht im Himmel sein.
Wenn ich trinke guten Wein,
Fällt mir oft eur Schicksal ein,
Und ich blick' als frommer Zecher
Nieder in den engen Becher,
Nicht empor nach Ehrensternen,
Nicht hinaus in blaue Fernen:
Wenn ich trinke guten Wein,
Mein' ich, was ich will, zu sein.
Wein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Wein, der Lebensbalsam

An dem Strand des grünen Nils,
In dem Reich des Krokodils,
Ließen Männer einst und Weiber
Salben ihre todten Leiber
Mit des Balsams edlem Duft
Für die enge, finstre Gruft.
Ach, was hilft es ihnen doch,
Stehen ihre Leiber noch
Hart und steif in Felsenkammern?
Muß uns nicht der Balsam jammern,
Den man ohne Nutz und Noth
Hat versalbet an dem Tod?
Ich hab' einen andern Sinn:
Weil ich noch lebendig bin,
Will ich meinem Leibe geben
Balsam von der Frucht der Reben,
Der ihn auf der Oberwelt
Frisch und stark und fest erhält.
[81]
Schenket mir vom besten Wein
In den größten Becher ein!
Balsam, wolle du bewahren
Auch noch unter weißen Haaren
Unsre Stirnen glatt und blank,
Unsre Herzen froh und frank!
Doppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Doppeltes Vaterland

An der Elbe Strand
Liegt mein Vaterland,
Lieb's von ganzer Seele.
Aber meine Kehle
Ist zu Haus am Rhein,
Dürstet nur nach Wein.
Wem es Freude schafft,
Trinke Brüderschaft
Mit den kalten Fröschen!
Meinen Durst zu löschen
Hol' ich mir vom Rhein
Lebenswarmen Wein.
Spricht ein kluger Mund
Wein sei nicht gesund,
Ei, so trink' er keinen!
Doch mir will es scheinen:
Der den Geist erfreut,
Thut dem Leib kein Leid.
Mancher Medikus
Trank sich aus dem Fluß
Flüsse in die Glieder.
Wein und frohe Lieder!
Heißt mein Rezipe
Wider jedes Weh.
Und muß einst es sein,
Sterb' ich doch an Wein
Lieber als an Pillen.
Vor dem letzten Willen
Leer' ich erst mein Faß
Bis auf's letzte Glas.
Die schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[82] Die schönsten Töne

Von allen Tönen in der Welt
Ist keiner, der mir baß gefällt,
Als voller Gläser Klingen,
Wenn einen Spruch, wie 's Herz ihn meint,
Entgegenbringt der Freund dem Freund,
Daß hoch die Tropfen springen.
Auch hör' ich gern des Hammers Schlag,
Der aus den Tonnen allgemach
Den Spund weiß aufzutreiben.
Und wenn der liebe klare Wein
Rinnt plätschernd in die Flaschen ein,
Der Klang ist zum Betäuben.
Hoch springt mir gleich mein Herz empor,
Hör' ich der Winzer Jubelchor
Von einem Berge schallen,
Verkündend gute Erntezeit,
Verheißend Heil und Seligkeit
Uns treuen Zechern allen.
Wer's also meint, der stoße an,
Und wer nicht mit mir singen kann,
Sein Glas das wird doch klingen.
Und wer den Becherklang nicht liebt,
Und wer sich ohne Schmerz betrübt,
Dem soll'n die Kauze singen!
GeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Geselligkeit

Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Mag allein der Geizhals fasten
Neben dem gefüllten Kasten,
Mag der Dieb an dunkler Mauer
Einsam schleichen auf der Lauer.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
[83]
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Mag allein der tiefe Weise
Brüten, bis er wird zum Greise
So zu leben und zu lieben,
Wie's die Schule vorgeschrieben.
Ich bin nicht gern allein.
Mit meinem Glase Wein.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Mag der Mönch in seiner Zelle
Einsam ringen mit der Hölle,
Die mit süßem Bratenrauche
Nachstellt seinem feisten Bauche.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Knäblein, klag' im Mondenscheine
Einsam dem verschwiegnen Haine,
Was die Holde, die dir's lehrte,
Gern mit eignen Ohren hörte.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Wenn verdorben ist mein Magen,
Will ich nach dem Tranke fragen,
Den man muß aus kleinen Flaschen
Ganz allein mit Löffeln naschen.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Muß ich einst allein auch sterben,
Lass' ich doch nicht viel zu erben,
[84]
Will mein Lebelang den Becher
Schwingen in dem Kreis der Zecher.
Ich bin nicht gern allein
Mit meinem Glase Wein.
Stundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Stundenglas und Weinglas

Der Alte, der die Stunden mißt,
Hat Sand in seinem Glase,
Daher er auch so grämlich ist
Vom Zeh bis in die Nase.
Hätt' er im Glase unsern Wein,
Was würden das für Zeiten sein!
Da würde sie den trägen Schritt
Gar bald verlernen müssen,
Die gute Zeit, sie müßte mit
Auf Händen und auf Füßen,
Sie müßte mit uns, Zug auf Zug,
Hinauf, hinab, in leichtem Flug!
Nun aber rinnt sie stäubchenweis
Durch ihre Nadelöhre,
Und ängstlich guckt der finstre Greis,
Daß nichts den Paß ihr störe.
Und wenn das Glas ist ausgeleert,
So wird es wieder umgekehrt.
Hätt' er im Glase unsern Wein,
Ich glaub', es könnt' geschehen,
Daß dann viel flinker aus und ein
Die Stunden thäten gehen.
Das Glas wär' schneller ausgeleert
Und öfter wieder umgekehrt.
Nun, Kronus, bleib' in deinem Gang!
Ich geh' nach meinen Sinnen,
Und lasse keine Stunde lang
Mein Glas feintröpfelnd rinnen.
Hinein, heraus mit einem Zug!
Zum Schleichen ist noch Zeit genug.
Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[85] Der Nachtwächter

Hört, ihr Herrn, und laßt euch sagen:
Weil die Uhr hat Zehn geschlagen,
Laßt uns unsrer Rausche Zahl
Überschlagen auch einmal.
Will das Jahr, in dem wir leben,
Nicht die volle Zahl dir geben,
Trink' den zehnten heute dir,
Und du bist so gut, wie wir.
Hört, ihr Herrn, und laßt euch sagen:
Weil die Uhr hat Elf geschlagen,
Denkt doch an den Elferwein,
Und schenkt keinen schlechtern ein.
Denn der edle deutsche Elfer
Ist der wahre Seelenhelfer.
Elf! ihr Herrn, der Wächter spricht:
Höret und verzählt euch nicht!
Hört, ihr Herrn, und laßt euch sagen:
Weil die Uhr hat Zwölf geschlagen,
Und zur Neige geht der Tag,
Seht auf euren Tischen nach,
Ob sich hier und da nicht zeigen
Volle Flaschen oder Neigen.
Alle müssen sein geleert,
Eh' der Wächter wiederkehrt.
Hört, ihr Herrn, und laßt euch sagen:
Weil die Uhr hat Eins geschlagen,
Und der neue Tag beginnt,
Holet neuen Wein geschwind,
Und erwählt euch einen Andern,
Mit dem Horn umher zu wandern.
Guten Morgen! Guten Tag!
Meine Uhr geht immer nach.
Oben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[86] Oben ab!

Deutsche Weine in dem Keller,
Deutsche Lieder in der Brust!
Und die Sorgen und die Heller
Schwimmen fort im Strom der Lust.
Schwimmet nur in meinem Rheine!
Lauter brauset jeder Fluß,
Wenn er über harte Steine
Seine Wellen treiben muß.
Was im tiefen Grunde liege,
Macht mich heute noch nicht bang';
Denn ich habe zur Genüge
Nachzugießen Wein und Sang.
Auf den goldnen Spiegelflächen
Perlt der Freude frischer Schaum.
Lasset oben ab uns zechen!
Ohne Schaum kein schöner Traum.
Und wer in den Grund will schauen,
Sieht sein eigenes Gesicht:
Helle Stirne, glatte Brauen,
Nebelloses Augenlicht.
Sollt' ich in der Tiefe wühlen,
Um zu trinken trüben Wein?
Ehe wir die Hefen spülen,
Muß der Saft getrunken sein.
Alexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Alexander und Diogenes

Bringt mir die liebe Jugend fort
Mit ihrem Saus und Braus!
Es ziemet sich ein kluges Wort
Zu einem guten Schmaus.
Drum setzet Einen zu mir her,
Der älter ist, als ich,
Und weitgereist durch Land und Meer:
Nach diesem dürstet mich!
[87]
Der in dem stillen dunkeln Faß
Viel Jahre lang gedacht,
Er weiß gewißlich dies und das,
Was uns auch weiser macht.
Diogenes sei er genannt,
Der Herr Philosophus,
Und wär' ich Herr von Griechenland,
Ich böt' ihm meinen Gruß.
Und spräche: Wenn ich Ich nicht wär'
Und ich nicht tränke dich,
So wollt' ich Du sein ohn' Beschwer,
Und du, du tränkest mich!
Die Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Arche Noäh

Das Essen, nicht das Trinken,
Bracht' uns um's Paradies.
Was Adam einst verloren
Durch seinen argen Biß,
Das giebt der Wein uns wieder,
Der Wein und frohe Lieder.
Und als die Welt auf's Neue
In Bauches Lust versank,
Und in der Sünde Fluthen
Die Kreatur ertrank,
Blieb Noah doch am Leben,
Der Pflanzer edler Reben.
Er floh mit Weib und Kindern
Wohl in sein größtes Faß,
Das schwamm hoch auf den Fluthen,
Und Keiner wurde naß.
So hat der Wein die Frommen
Dem Wassertod entnommen.
Und als die Fluth zerronnen,
Da blieb das runde Haus
Auf einem Berge sitzen,
[88]
Und alle stiegen aus,
Begrüßten froh das Leben,
Und pflanzten neue Reben.
Das Faß blieb auf dem Berge
Zum Angedenken stehn:
Zu Heidelberg am Neckar
Könnt ihr es selber sehn.
Nun wißt ihr, wer die Reben
Am Rhein uns hat gegeben.
Und will noch Einer wagen,
Den heil'gen Wein zu schmähn,
Der soll in Wasserfluthen
Erbärmlich untergehn!
Stoßt an und singt, ihr Brüder:
Der Wein und frohe Lieder!
Der neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der neue Demagoge

Euch, ihr edlen deutschen Reben,
Sei mein Lied geweiht!
Sing' ein Andrer von den Helden
Dieser lieben Zeit.
Fehlen mir auf ihre Namen
Reime zum Gedicht,
Und zum Ungereimten brauchen
Sie den Dichter nicht.
Hab' mich in dem Geist der Zeiten
Auch einmal berauscht;
Hab' den Rausch nun ausgeschlafen
Und den Trank vertauscht.
Deutsch und frei und stark und lauter
In dem deutschen Land
Ist der Wein allein geblieben
An des Rheines Strand.
[89]
Und er läßt die deutsche Tugend,
Läßt den deutschen Muth
Frank und frei im Glase sprudeln,
Und man heißt es gut.
Und er zieht durch Deutschlands Gauen,
Predigt deutschen Geist,
Wenn durch froher Männer Runde
Er im Becher kreist.
Landsmann! grüßt ihn mit Entzücken
Jeder deutsche Mund,
Und er hält in alter Treue
Seinen deutschen Bund.
Frägt nicht nach der Herren Wechsel,
Nach der Seelen Tausch,
Kennt nur eine deutsche Erde,
Einen deutschen Rausch.
Ist der nicht ein Demagoge,
Wer soll einer sein?
Mainz, du heil'ge Bundesfeste,
Sperr' ihn nur nicht ein!
Freiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Freiheit im Wein

Und wüßt' ich, wo es besser wär',
So zög' ich aus der Welt.
'S ist wahrlich keines Bleibens mehr
In diesem Erdenzelt!
Hab' mit dem Teleskop von fern
Des Himmels Rund besehn,
Ob nicht in irgend einem Stern
Weinstöcke sollten stehn.
Doch hab' ich keine noch entdeckt,
Und Herschel ist nun todt!
Wenn uns die Welt noch ärger neckt,
Wohin aus unsrer Noth?
[90]
O Brüder, Brüder, schwebt mir ja
In's Blaue nicht hinaus!
Die beste Freistatt liegt so nah
In unsres Wirthes Haus.
In seinen Keller flüchten wir,
Und der ist bombenfest.
Potz alle Welt! wir trotzen dir,
Wenn Sturm du blasen läßt!
Wird auch die Freiheit vogelfrei
Hier oben wohl genannt,
Da unten hat die Sultanei
Sie noch nicht weggebannt.
Noch braust sie auf im jungen Wein,
So oft die Reben blühn:
Dann will der Geist entfesselt sein
Und in dem Becher glühn.
Und in dem Brausen toben sich
Die wilden Hefen aus:
Der ächte Geist, er hält den Stich
Und triumphirt im Strauß.
Auf, Brüder, lösen wir den Spund,
Und machen frei den Wein!
Sein freier Geist weih' unsern Mund
Zu freien Liedern ein!
Guter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Guter Wein, gut Latein

Guter Wein lehrt gut Latein.
Sitz' ich bei dem vollen Glase,
Mein' ich, ein Apoll zu sein,
Und es hebt sich meine Nase
In die Wolken fast hinein.
Zöpfe, Beutel und Perrücken
Wachsen flugs auf meinem Haupt,
Es mit Ehren auszuschmücken,
Die kein Säkulum ihm raubt.
[91]
Guter Wein lehrt gut Latein.
Seh' ich schon der Flasche Boden,
Ist mir auch Apoll zu klein;
Kühner, als die kühnsten Oden,
Stürm' ich in die Welt hinein.
Und nach meinem Saitenspiele
Lass' ich sich die Reiche drehn;
Liberale und Servile
Müssen Musterung bestehn.
Guter Wein lehrt gut Latein.
Ist der Tisch erst naß geworden,
Werd' ich gar ein Taktikus,
Lasse nach der Regel morden,
Und es geht auf Hieb und Schuß.
Mit dem Finger mal' ich Flüsse,
Seen mit der ganzen Hand;
Meines rothen Weines Güsse
Strömen für das Vaterland.
Guter Wein lehrt gut Latein.
Ist der Tisch dann abgewaschen,
Steck' ich ein das Schwert indeß,
Und vor meinen leeren Flaschen
Halt' ich friedlichen Kongreß.
Länder reiß' ich flugs in Stücken,
Kann mit einer neuen Nath
Alte Fetzen wieder flicken –
Bin ich nicht ein Diplomat?
Guter Wein lehrt gut Latein.
Komm' ich an die letzten Tropfen,
Ist mir nichts mehr gut genug;
Und ich riech' an meinem Pfropfen,
Kritisire den Geruch.
Leer ist meine Westentasche,
Und der Wirth liebt baares Geld. –
Schafft mir eine neue Flasche,
Oder eine neue Welt!
VergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[92] Vergangenheit

Wann im Kreise froher Zecher
Ich in meinen vollen Becher
Schaue hellen Blicks hinein,
Wann um mich die Gläser klingen,
Und die Freunde Lieder singen
Dir zur Ehren, deutscher Wein!
Dann, dann steht's vor meinen Blicken,
Wie die goldnen Trauben nicken
Nieder in den klaren Fluß,
Wie die Wogen lustig rauschen,
Und die Winzerinnen lauschen
Auf des Fischers Abendgruß.
Und der Mond am stillen Himmel
Freut sich mit an dem Getümmel,
Das er auf der Erden sieht,
An den Fässern mit den Kränzen,
An den Liedern und den Tänzen,
Bis er sacht von dannen zieht.
Zündet an die bunten Lichter,
Daß die seligen Gesichter
Nicht die finstre Nacht bedeckt!
Wer zu selig für das Helle,
Sucht sich eine dunkle Stelle,
Wo kein Nüchterner ihn neckt.
Auch die Liebe kennt viel Wege
In dem grünen Weingehege,
Und sie alle stehn ihr an;
Denn auf krummen und geraden,
Breiten oder engen Pfaden
Geht's in Amors Kanaan.
Brüder, laßt die Gläser klingen,
Laßt ein frohes Hoch uns bringen
Unsrem alten deutschen Rhein,
Ihm und seinen jungen Reben,
Daß dies Jahr uns möge geben
Einen neuen Elferwein!
ZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[93] Zukunft

Seh' ich eine volle Traube,
Die aus dichtem Rebenlaube
Ungeduldig blickt hervor,
Buhlend mit den Sonnenstrahlen,
Die mit klarem Gold bemalen
Ihrer Beeren grünen Flor:
Dann, dann denk' ich an die Säfte,
An die wunderbaren Kräfte,
Die der Beere Rund umschließt,
Fülle schon mir einen Becher
Mit dem jungen Sorgenbrecher,
Der aus diesen Trauben fließt.
Meine Freunde sind geladen,
Wollen sie mit mir sich baden
In dem Quell der Fröhlichkeit.
Seht, der Spund ist aufgehoben,
Und die Geister ziehn nach oben,
Und der Himmel ist nicht weit.
Volle Becher hör' ich klingen,
Höre neue Lieder dringen
Süß bethörend in mein Ohr.
Horch, es rauscht im Rebenlaube!
Sieh, es regt sich in der Traube!
Lieder, Lieder, nur hervor!
Die Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Blume des Weins

Es blühen Blumen mannigfalt
In Feld und Garten, Wies' und Wald,
Und hinter Rahm und Glase;
Sie schütten ihren süßen Duft
Mit vollen Schalen in die Luft
Zum Opfer für die Nase.
[94]
Und von den Blumen mannigfalt
In Feld und Garten, Wies' und Wald,
Erwähl' ich heut' mir keine.
Kein indianischer Geruch
Thut meiner Nase noch genug:
Sie riecht an deutschem Weine.
Heb' ich mein Glas zur Nas' empor,
Möcht' ich, daß Auge, Mund und Ohr
Sogleich auch Nasen wären,
Um aus dem vollen, goldnen Strauß
Bis auf den letzten Gran heraus
Den Balsamduft zu leeren.
Gesegnet sei des Winzers Hand,
Die an des deutschen Stromes Rand
Mir solchen Strauß gebunden,
Von Blumen nicht, die schnell verblühn,
Die ihren leichten Duft versprühn
In wenig Maienstunden.
Die Blume, die im Fasse ruht,
Sie trotzt der dürren Sommergluth
In ihrer kühlen Klause,
Läßt Eis und Schnee vorüberwehn,
Sieht Lenze kommen, Lenze gehn,
Und blüht zu jedem Schmause.
Und schlürf' ich ihre Düfte ein,
Sie rieseln mir durch Mark und Bein,
Wie reine Ätherflammen,
Und wirbeln in verklärtem Glanz
Zu einem hellen Sternenkranz
Sich um mein Haupt zusammen.
Gesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Gesellschaftliches Trinklied für Philister

Chor.

Brüder, stellt das Trinken ein!
Was nicht sein kann, kann nicht sein:
Lehren unsre Weisen.
[95]
Denkt, ihr müßt noch gehn nach Haus,
Könnt' ein Aug' euch fallen aus,
Ach, vielleicht gar zweie!
Setzt die Flaschen all' beiseit,
Morgen ist ja auch noch Zeit,
Neigen auszutrinken.
Gute Pfropfen aufgesteckt,
Daß kein Kellner sie beleckt!
Alles ist bezahlet.
Und zum Abschied stimmet ein:
Was nicht sein kann, kann nicht sein.
Reisender.

Viel giebt's in der Welt zu sehn:
So sah ich zwei Esel stehn
Einst auf meinen Reisen.
'S mocht' wohl Mann und Weibchen sein,
Und ein Bach, o grimme Pein!
Schied sie von einander.
Er wollt' hin und sie wollt' her,
Schrieen beide gar zu sehr,
Daß es mich erbarmte.
Doch bald fiel es beiden ein:
Kalt und tief kann 's Wasser sein –
Gaben sich zufrieden.
Und zum Abschied stimmet ein:
Was nicht sein kann, kann nicht sein.
Hagestolz.

Einst hatt' ich ein Mägdlein lieb,
Sie auch fühlte gleichen Trieb
In dem schönen Herzen.
Dacht' ich: Bin ja reif zum Frein,
Sie auch wird's zufrieden sein;
Muß mich 'mal erkund'gen. –
Nachbar, sagt, was einem Mann
Eine Frau wohl kosten kann
Jährlich zu ernähren. –
Hundert Thaler recht und gut. –
Ach, da schwand mein Freiersmuth,
Denn mir fehlt' ein Thaler!
[96]
Und zum Abschied stimmet ein:
Was nicht sein kann, kann nicht sein.
Gelehrter wider Willen.

Gar ein seltner Knab' ich war,
Las so manches liebe Jahr
In viel dicken Büchern.
Doch in einem fand ich halt:
'S wird kein kluges Kindlein alt:
Und hört' auf zu lesen.
Doch was ich nun einmal weiß,
Macht mich vor der Zeit zum Greis;
Denn es giebt auf Erden
Keinen so gelehrten Mann,
Der den Klugen lehren kann,
Wieder dumm zu werden.
Und zum Abschied stimmet ein:
Was nicht sein kann, kann nicht sein.
Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Meine Muse

Meine Mus' ist gegangen
In des Schenken sein Haus,
Hat die Schürz' umgebunden
Und will nicht heraus;
Will Kellnerin werden,
Will schenken den Wein:
Da steht sie am Thore,
Und winkt mir herein.
Und über ihrem Haupte
Da spielet die Luft
Mit grünenden Zweigen
Und würzigem Duft.
Seht, wie sie sich drehet
So flink, so gewandt,
Die Kann' unter'm Arme,
Das Glas in der Hand!
[97]
»Herein, lieber Zecher!
Ich schenke dir Wein,
Ich schenke dir Lieder
Noch obendarein.
Nur mußt du hübsch bleiben
Im Wirthshaus bei mir:
Ich gebe freie Zeche
Und freies Quartier.
Drum locke mich nimmer
Hinaus in den Hain
Zu einsamen Klagen
Ob sehnlicher Pein.
Hier unter den Zweigen
Vor unserem Haus
Da schlafen die Leiden
Gar lustig sich aus.
Auch laß uns nicht schweifen
Umher in der Welt,
Einen Helden zu suchen,
Der Allen gefällt.
Gar lang sind die Wege,
Gar kurz ist die Zeit,
Und auf den Karpathen
Sind die Straßen verschneit.«
So ließ sie sich hören –
Wer hielte das aus?
Flugs bin ich gesprungen
Ihr nach in das Haus.
Nun schenke mir Lieder
Und schenke mir Wein,
Und rufe mir frohe
Gesellen herein!
Rückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Rückwärts!

Bei Achtundvierziger zu singen.


Rückwärts! heißt das Wort der Zeit:
Rückwärts soll es gehen!
Brüder, laßt doch sehn, wie weit
Wir uns rückwärts drehen?
[98]
Brüder, wißt ihr, wo ich bin?
Anno Achtundvierzig.
Rückwärts, rückwärts geht mein Sinn:
Da wird's warm und würzig.
Mancher hat's gar weit gebracht
Mit sothanem Schreiten.
Kreuze, Sterne, Gold und Macht
Schafft's den guten Leuten.
Ich bin auch ein Held der Zeit,
Könnt' was Großes werden:
Wär' ein Keller nur so weit,
Wie das Rund der Erden!
Geist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Geist der Zeit und Geist des Weins

Bei Zweiundzwanziger zu singen.


Was klagen wir ob Jahr und Zeit?
Laßt fahren, Brüder, Zorn und Leid
Beim blanken, vollen Becher!
Was dieses Jahr auch Arges thut,
Der Wein macht Alles wieder gut
Für alle gute Zecher.
Es ist der gute Geist der Zeit
Mit seiner Kraft und Herrlichkeit
Gefahren in die Reben;
Drum wollen sie uns dieses Jahr
Ein Säftchen stark und warm und klar
Für unsern Keller geben.
Laßt fahren, Brüder, Zorn und Leid!
Es ist der gute Geist der Zeit
Für uns noch nicht verflogen.
Wir holen ihn beim frohen Schmaus
Aus Zweiundzwanziger heraus:
Der hat ihn eingesogen.
[99]
Ei Zeit, was bist du matt und schaal,
Und trüb' und kalt, und bleich und fahl,
Und wohl vielleicht noch ärger!
Dein Geist, wenn's doch ein Geist soll sein,
Frißt sauer uns durch Mark und Bein,
Wie schlechter Grüneberger!
Ei Wein von diesem schlechten Jahr,
Was bist du stark und warm und klar,
Was duftest du im Glase!
Auf, laßt mit einem vollen Zug
Uns gleich vertreiben den Geruch
Der Zeit aus unsrer Nase!
Wer trinkt mit uns? Heran, ihr Herrn!
Wir geben diesen Wein euch gern,
Ihr Großen und ihr Kleinen.
Trinkt alle denn in einem Zug,
Trinkt alle, bis ihr habt genug!
Vivant, die's redlich meinen!
Der TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Teufelsbanner

Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Der Teufel dacht' in seinem Sinn,
Ich sollt' ein Frömmler werden,
Und weil ich's nicht geworden bin,
So zieht er mir Geberden,
Zeigt Rosenkränz' und Geißeln mir
Und thut sich drehn und bücken;
Ich sitze bei dem Glase hier
Und spotte seiner Tücken.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Dem Teufel fiel es wieder ein,
Das Kriechen mir zu lehren;
Er pfiff und lockte grob und fein,
Und sprach von hohen Ehren.
[100]
Flugs warf ich in die Brust mich recht
Und reckt' empor den Nacken,
Trank Pereat dem Wurmgeschlecht:
Da wies er mir die Hacken.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Da endlich, Brüder, wollt' er mich
Zum Diplomaten machen,
Und wähnte schon: Jetzt hab' ich dich!
Ich lacht' und ließ ihn lachen.
Er führte mich zu einem Schmaus
Mit großen Diplomaten:
Ich trank die besten Flaschen aus,
Und aß den feinsten Braten.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Nun will er in Verzweiflung heut'
Zum Dichter mich kreiren,
Und meint, ich soll aus Dankbarkeit
Ihn weidlich honoriren.
Ich aber lass' in hellem Ton
Mein frohes Lied erklingen:
Herr Satanas, ich singe schon!
Jetzt rühre deine Schwingen!
Lustig leben, selig sterben,
Heißt des Teufels Spiel verderben.
Weisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Weisheit im Wein

Wollt ihr werden weise Leute,
Liebe Brüder, macht es heute,
Wie es gestern ward gemacht.
Trinket Wein! Er weckt die Geister,
Macht die blöden Zungen dreister
Und erhellet jede Nacht.
[101]
Also haben es gehalten
Unsre lieben tapfern Alten,
Sie beriethen sich beim Glas,
Und die neuen Diplomaten
Halten auch auf Wein und Braten
Und hernach auf dies und das.
Glaubt ihr, ohne gute Weine
Käme Deutschland auf die Beine?
Liebe Brüder, glaubt es nicht!
Frankfurt zapft die allerbesten
Seinen hohen weisen Gästen,
Und sie ehren ihre Pflicht.
Freuet euch! An Gottes Segen
Ist das Meiste doch gelegen,
Und er segnet Main und Rhein.
Nicht bei Wassern oder Bieren
Will man uns konstituiren,
Und die Freiheit lebt im Wein.
Deutsches Recht und deutsche Reben,
Deutsches Licht und deutsches Leben,
Steigt empor im deutschen Land!
Freudig folgen wir dem Zügel
Dessen, der vom besten Hügel
Erntet an des Rheines Strand.
Meine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Meine Kameradschaft

Wer will mein Kamerade sein,
Der darf nicht fest stehn auf dem Bein.
Komm, Glas, ich schlag' den Fuß dir ab,
Ich will von heut' an sein dein Stab,
Will nimmer von dir lassen.
Mund an und ab, Mund ab und an,
So lang' ich dich noch heben kann!
Nur nimmer leer und stille stehn,
Nur nimmer, nimmer müßig gehn,
Wo's giebt noch volle Flaschen!
[102]
Die Flaschen werft zum Thor hinaus,
Daß nicht etwa in Hof und Haus
Sie zähl' ein nüchtern kluger Mund
Und in der Zeitung mache kund,
Wie tapfer wir gewesen.
Wir dürsten nicht nach Heldenruhm,
Wir preisen nur ein Alterthum,
Das ist das Alterthum des Rheins,
Das Alterthum des deutschen Weins,
Der uns im Glase sprudelt.
Und wenn die letzte Flasche klingt,
Die um die Thür in Scherben springt,
Dann seufzen Alle Mann für Mann,
Wie Alexander einst gethan:
Giebt's nichts mehr zu zerstören?
Tres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Tres faciunt Collegium

Tres faciunt Collegium.
Wir zwei und ein Pokal!
Zwei sitzen, Einer geht herum
In unsrer vollen Zahl.
Und einig sind wir alle drei,
Daß Rebensaft kein Wasser sei.
Tres faciunt Collegium.
Lisett' und ich sind zwei,
Die Nachtigall ist auch nicht stumm,
Und also werden's drei.
Und einig sind wir ohne Frist,
Daß es am Abend düster ist.
Tres faciunt Collegium.
Ein Doktor, ein Barbier,
Und ich dazu, macht um und um
Eins weniger als vier.
Und einig sind wir ohne Noth:
Es wächst kein Kraut uns für den Tod.
[103]
Tres faciunt Collegium.
Drei Sprüche gab ich aus,
Ein richtiges Trifolium –
Apollini sit laus!
Die drei auch stimmen überein,
Sie könnten ihrer vier wohl sein.
Der Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Zechbruder und sein Pferd

Romanze.


Ich hatt' einmal ein Gaul,
Das thät schön galoppiren,
War von gar frommer Art,
Ein Kindlein konnt' es führen;
Doch wenn es an ein Wirthshaus kam,
Den Kopf es in die Beine nahm,
Warf in den Sand mich lieber,
Als daß es ging vorüber.
Der Wirth saß vor der Thür,
Und sprang herzu behende;
Gleich stand das Rößlein still,
Als ob's ein Zauber bände.
So ging's in Stall und Stub' hinein,
Das Roß fraß Hafer, ich trank Wein:
Das Rößlein wurde wählig,
Der Reiter wurde selig.
Da fiel es denn mir ein,
Das Rößlein zu verkaufen,
Das mich so tückisch zwang,
Mich täglich zu besaufen.
Denn ach! viel Schenken giebt es hier,
Und überall gut Wein und Bier:
In jeder nur ein Gläschen,
So wirbelt's schon im Näschen.
Verruchtes Teufelsthier!
Nun hatt' ich's in den Taschen,
Als baares blankes Geld,
Vollauf zu tausend Flaschen.
[104]
Doch um zu zeigen, wer ich sei,
Wollt' ich am Wirthshaus frank und frei
Gleich 'mal vorübergehen,
Ohn' auch hinein zu sehen.
Und als ich ging vorbei,
Da ward das Geld lebendig,
Und wühlt' und stieß und sprang
Umher so ganz unbändig,
Als wollt' es auf der Stelle schier
Zermalmen alle Rippen mir,
Bis ich mich ließ bethören,
In's Wirthshaus einzukehren.
Da fand das arge Geld
Bald seine gute Ruhe.
Nun liegt der ganze Schatz
Schon in des Schenken Truhe.
Ach, aber tief in meinem Bauch
Da liegt das Gaul, die Thaler auch,
Und treiben's zum Erbarmen
Noch immer mit mir Armen.
Wenn ich ein Wirthshaus seh',
Fängt's in mir an zu toben,
Als wollt' es kehren gleich
Das Unterste zu oben.
Und sprech' ich in dem Wirthshaus ein,
Der Wirth, der Schuft, giebt keinen Wein
Für's Gaul und's Geld im Magen,
So arg sie mich auch plagen.
Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Trinker von Gottes und Rechts wegen

Romanze.


Ich hatt' in meiner Mutter Leib
Gewohnt ein halbes Jahr,
Da sprang zu hoch das junge Weib,
Dacht' nicht an die Gefahr.
[105]
Auf einem Weinberg tanzte sie
Bei einem Winzerfest;
Das Röcklein flog bis an die Knie',
Das Mieder saß nicht fest.
Da roch ich was von Rebensaft,
Da hört' ich Gläserklang,
Und flugs heraus aus meiner Haft
Sprang ich in wildem Drang.
Sie legten mich auf Rebenlaub,
Sie sprengten mich mit Wein,
Ich blieb nicht blind und stumm und taub,
Und sog die Tropfen ein.
Ein Schenkwirth war mein Herr Papa,
Goß immer ein und aus.
Das Wasser stand dem Weine nah
Allzeit in seinem Haus.
Und als der Pfaff nach Wasser rief',
Daß er mich taufte drein,
Mein Vater sich in Eil' verlief
Und brachte blanken Wein.
Damit begoß der heil'ge Mann
Mein Haupt und mein Gesicht,
Und sprach dazu den Segen dann,
Ich schrie und muckte nicht.
In sel'gem Rausche lag ich da
Den ganzen lieben Tag;
Sie glaubten schon mein Ende nah,
Da ward ich jauchzend wach.
Und als ich lernte selber stehn,
Trieb ich's, wie mein Papa:
Sollt' ich zum Wasserfasse gehn,
Gar oft ich mich versah,
Und schöpfte nebenbei heraus
Und nebenbei hinein;
Ich war der einz'ge Gast im Haus,
Der zechte reinen Wein.
[106]
Und nun, ihr Leute, sagt mir an,
Wie sollt' es anders sein,
Als daß mein Mund nichts trinken kann,
Als guten reinen Wein?
Er ist's, der vor der Zeit mich rief
In diese Welt heraus;
Wär' er nicht mehr, fürwahr, ich lief'
Auch vor der Zeit hinaus.
Er ist es auch, der mich hernach
Zum Christen hat gemacht,
Das hab' ich mir so manchen Tag.
Fein christlich überdacht.
Und weil's muhamedanisch ist,
Zu trinken keinen Wein,
Will ich beim Wein ein guter Christ
Trotz Türk' und Teufel sein!
Est Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Est Est!

Romanze.


Hart an dem Bolsener See, 1
Auf des Flaschenberges Höh', 2
Steht ein kleiner Leichenstein
Mit der kurzen Inschrift drein:
Propter nimium Est Est
Dominus meus mortuus est.
Unter diesem Monument,
Welches keinen Namen nennt,
Ruht ein Herr von deutschem Blut,
Deutschem Schlund und deutschem Muth,
Der hier starb den schönsten Tod –
Seine Schuld vergeb' ihm Gott!
Als er reist' im welschen Land,
Vielen schlechten Wein er fand,
Welcher leicht, wie Wasser, wog
Und die Lippen schief ihm zog;
Und er rief: Ich halt's nicht aus!
Lieber Knappe, reit' voraus!
[107]
Sprich in jedem Wirthshaus ein,
Und probire jeden Wein;
Wo er dir zum besten schmeckt,
Sei für mich der Tisch gedeckt,
Und damit ich find' das Nest,
Schreib' an's Thor mir an ein Est.
Und der Knappe ritt voran,
Hielt vor jedem Schenkhaus an,
Trank ein Glas von jedem Wein,
War der gut, so kehrt' er ein,
War der schlecht, so sprengt' er fort,
Bis er fand den rechten Ort.
Also kam er nach der Stadt,
Die den Muskateller hat,
Der im ganzen welschen Land
Für den besten wird genannt;
Als von diesem trank der Knecht,
Dünkt' ein Est ihm gar zu schlecht.
Und mit feuerrothem Stift,
Und mit riesengroßer Schrift,
Malt er nach des Weins Gebühr
Est Est an der Schenke Thür;
Ja, nach anderem Bericht
Fehlt die dritte Silbe nicht.
Der Herr Ritter kam, sah, trank,
Bis er todt zu Boden sank.
Schenke, Schenkin, Kellner, Knapp'
Gruben ihm ein schönes Grab,
Hart an dem Bolsener See,
Auf des Flaschenberges Höh'.
Und sein Knapp', der Kostewein,
Setzt' ihm einen Leichenstein,
Ohne Wappen, Stern und Hut,
Mit der Inschrift kurz und gut:
Propter nimium Est Est
Dominus meus mortuus est.
[108]
Als ich nach dem Berge kam,
Eine Flasch' ich zu mir nahm,
Und die zweite trug ich fort
Nach dem weltberühmten Ort,
Wo der deutsche Ritter liegt,
Der vom Est Est ward besiegt.
Selig preis' ich deine Ruh',
Alter, guter Freiherr du,
Der du hier gefallen bist
Von dem Trank, der doppelt ist,
Doppelt ist in Kraft und Gluth,
Goldnes Muskatellerblut!
Jahr für Jahr an jenem Tag,
Wo dein Leib dem Geist erlag,
Zieht, was trinkt in Hof und Haus,
Feierlich zu dir hinaus,
Und begießt mit deinem Wein
Dir den Hügel und den Stein.
Aber jeder deutsche Mann,
Welcher Est Est trinken kann,
Denke dein bei jedem Zug,
Und sobald er hat genug,
Opfr' er fromm dem edlen Herrn,
Was er selbst noch tränke gern.
Also hab' ich's auch gemacht
Und dazu dies Lied erdacht.
Lieber singen Eins beim Wein,
Als im Grab besungen sein.
Propter nimium Est Est
Liegt manch Einer schon im Nest.

Fußnoten

1 Lago di Bolsena.

2 Montefiascone.

An die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

An die Ungünstigen

Und laßt mir doch mein volles Glas,
Und laßt mir meinen guten Spaß
Mit unsrer schlechten Zeit!
[109]
Wer bei dem Weine singt und lacht,
Den thut, ihr Herrn, nicht in die Acht!
Ein Kind ist Fröhlichkeit.
Es neckt und zeckt aus Zeitvertreib,
Rückt aber Keinem auf den Leib
Mit hartem Stoß und Schlag;
Es hat's auf Niemand abgesehn,
Und Allen, die vorübergehn,
Schickt es ein Schnippchen nach.
Wie groß und schwer die Leute sind,
Was frägt danach das wilde Kind?
Bleibt es doch leicht und klein.
Es spritzt dem steifen Lachenicht
Ein Glas Champagner in's Gesicht
Und kichert hinterdrein.
So laßt ihm denn sein volles Glas,
Und laßt ihm seinen guten Spaß
Mit unsrer schlechten Zeit!
Seht nur nach dem, der Wasser schluckt,
Und einsam in dem Winkel muckt,
Und stumme Galle speit.
Er soll von altem Adel sein,
Und erbt die Gicht durch Arm und Bein
Schon von dem zwölften Ahn.
Er heißt der Herr von Mißvergnügt,
Der Steine sä't und Wasser pflügt,
Und doch nicht ernten kann.
Vor diesem seid auf eurer Hut!
Der Unmuth thut nicht eher gut,
Bis ihr ihn tauft mit Wein.
Und soll das Werk von Statten gehn,
So ladet zum Gevatterstehn
Den Übermuth ihm ein.
Ungünstige gestrenge Herrn,
Noch einen Becher leer' ich gern
Auf euer Wohl zuletzt.
Es geht auf Erden jede Kunst
Nach Brot und Wein, nach Dunst und Gunst,
Und wohlfeil ist es jetzt.
Die WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
Gute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[110] Die Winterreise

Gute Nacht

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh' ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh' –
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.
Was soll ich länger weilen,
Bis man mich trieb' hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern, –
Gott hat sie so gemacht –
Von Einem zu dem Andern –
Fein Liebchen, Gute Nacht!
[111]
Will dich im Traum nicht stören,
Wär' Schad' um deine Ruh',
Sollst meinen Tritt nicht hören –
Sacht, sacht die Thüre zu!
Ich schreibe nur im Gehen
An's Thor noch gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
Ich hab' an dich gedacht.
Die WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht' ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff' den armen Flüchtling aus.
Er hätt' es ehr bemerken sollen,
Des Hauses aufgestecktes Schild,
So hätt' er nimmer suchen wollen
Im Haus ein treues Frauenbild.
Der Wind spielt drinnen mit den Herzen,
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.
Gefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Gefrorene Thränen

Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Und ist's mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab'?
Ei Thränen, meine Thränen,
Und seid ihr gar so lau,
Daß ihr erstarrt zu Eise,
Wie kühler Morgenthau?
[112]
Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis.
ErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Erstarrung

Ich such' im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Hier, wo wir oft gewandelt
Selbander durch die Flur.
Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Thränen,
Bis ich die Erde seh'.
Wo find' ich eine Blüthe,
Wo sind' ich grünes Gras?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.
Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr?
Mein Herz ist wie erfroren,
Kalt starrt ihr Bild darin:
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch das Bild dahin.
Der LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Thore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt' in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
[113]
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud' und Leide
Zu ihm mich immer fort.
Ich mußt' auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab' ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh'!
Die kalten Winde bliesen
Mir grad' in's Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör' ich's rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Die PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Post

Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz?
Die Post bringt keinen Brief für dich:
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz?
Nun ja, die Post kommt aus der Stadt,
Wo ich ein liebes Liebchen hatt',
Mein Herz!
Willst wohl einmal hinübersehn,
Und fragen, wie es dort mag gehn,
Mein Herz?
WasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[114] Wasserfluth

Manche Thrän' aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh.
Wann die Gräser sprossen wollen,
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen,
Und der weiche Schnee zerrinnt.
Schnee, du weißt von meinem Sehnen:
Sag' mir, wohin geht dein Lauf?
Folge nach nur meinen Thränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.
Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
Muntre Straßen ein und aus:
Fühlst du meine Thränen glühen,
Da ist meiner Liebsten Haus.
Auf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Auf dem Flusse

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Giebst keinen Scheidegruß.
Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande hingestreckt.
In deine Decke grab' ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund' und Tag hinein:
Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging,
Um Nam' und Zahlen windet
Sich ein zerbrochner Ring.
[115]
Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob's unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?
RückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Rückblick

Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret' ich auch schon auf Eis und Schnee.
Ich möcht' nicht wieder Athem holen,
Bis ich nicht mehr die Thürme seh'.
Hab' mich an jedem Stein gestoßen,
So eilt' ich zu der Stadt hinaus;
Die Krähen warfen Bäll' und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.
Wie anders hast du mich empfangen,
Du Stadt der Unbeständigkeit!
An deinen blanken Fenstern sangen
Die Lerch' und Nachtigall im Streit.
Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten! –
Da war's geschehn um dich, Gesell!
Kömmt mir der Tag in die Gedanken,
Möcht' ich noch einmal rückwärts sehn,
Möcht' ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille stehn.
Der greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der greise Kopf

Der Reif hatt' einen weißen Schein
Mir über's Haar gestreuet.
Da meint' ich schon ein Greis zu sein,
Und hab' mich sehr gefreuet.
[116]
Doch bald ist er hinweggethaut,
Hab' wieder schwarze Haare,
Daß mir's vor meiner Jugend graut –
Wie weit noch bis zur Bahre!
Vom Abendroth zum Morgenlicht
Ward mancher Kopf zum Greise.
Wer glaubt's? Und meiner ward es nicht
Auf dieser ganzen Reise!
Die KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Krähe

Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen,
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen.
Krähe, wunderliches Thier,
Willst mich nicht verlassen?
Meinst wohl bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen?
Nun, es wird nicht weit mehr gehn
An dem Wanderstabe.
Krähe, laß mich endlich sehn
Treue bis zum Grabe!
Letzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Letzte Hoffnung

Hier und da ist an den Bäumen
Noch ein buntes Blatt zu sehn,
Und ich bleibe vor den Bäumen
Oftmals in Gedanken stehn.
Schaue nach dem einen Blatte,
Hänge meine Hoffnung dran;
Spielt der Wind mit meinem Blatte,
Zittr' ich, was ich zittern kann.
[117]
Ach, und fällt das Blatt zu Boden,
Fällt mit ihm die Hoffnung ab,
Fall' ich selber mit zu Boden,
Wein' auf meiner Hoffnung Grab.
Im DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Im Dorfe

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten.
Die Menschen schnarchen in ihren Betten,
Träumen sich Manches, was sie nicht haben,
Thun sich im Guten und Argen erlaben:
Und morgen früh ist Alles zerflossen. –
Je nun, sie haben ihr Theil genossen,
Und hoffen, was sie noch übrig ließen,
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.
Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
Laßt mich nicht ruhn in der Schlummerstunde!
Ich bin zu Ende mit allen Träumen –
Was will ich unter den Schläfern säumen?
Der stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid!
Die Wolkenfetzen flattern
Umher in mattem Streit.
Und rothe Feuerflammen
Ziehn zwischen ihnen hin.
Das nenn' ich einen Morgen
So recht nach meinem Sinn!
Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eignes Bild –
Es ist nichts als der Winter,
Der Winter kalt und wild!
TäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[118] Täuschung

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her;
Ich folg' ihm nach die Kreuz und Quer;
Ich folg' ihm gern, und seh's ihm an,
Daß es verlockt den Wandersmann.
Ach, wer wie ich so elend ist,
Giebt gern sich hin der bunten List,
Die hinter Eis und Nacht und Graus
Ihm weist ein helles, warmes Haus,
Und eine liebe Seele drin –
Nur Täuschung ist für mich Gewinn!
Der WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Wegweiser

Was vermeid' ich denn die Wege,
Wo die andren Wandrer gehn,
Suche mir versteckte Stege
Durch verschneite Felsenhöhn?
Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheun –
Welch ein thörichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenein?
Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu,
Und ich wandre sonder Maßen,
Ohne Ruh', und suche Ruh'.
Einen Weiser seh' ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch Keiner ging zurück.
Das WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Das Wirthshaus

Auf einen Todtenacker
Hat mich mein Weg gebracht.
Allhier will ich einkehren:
Hab' ich bei mir gedacht.
[119]
Ihr grünen Todtenkränze
Könnt wohl die Zeichen sein,
Die müde Wandrer laden
In's kühle Wirthshaus ein.
Sind denn in diesem Hause
Die Kammern all' besetzt?
Bin matt zum Niedersinken
Und tödtlich schwer verletzt.
O unbarmherz'ge Schenke,
Doch weisest du mich ab?
Nun weiter denn, nur weiter,
Mein treuer Wanderstab!
Das IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Das Irrlicht

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin:
Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.
Bin gewohnt das irre Gehen,
'S führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, unsre Wehen,
Alles eines Irrlichts Spiel!
Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind' ich ruhig mich hinab –
Jeder Strom wird 's Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch ein Grab.
RastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Rast

Nun merk' ich erst, wie müd' ich bin,
Da ich zur Ruh' mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirthbarem Wege.
[120]
Die Füße frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum Stehen,
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.
In eines Köhlers engem Haus
Hab' Obdach ich gefunden;
Doch meine Glieder ruhn nicht aus:
So brennen ihre Wunden.
Auch du, mein Herz, im Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still' erst deinen Wurm
Mit heißem Stich sich regen!
Die RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Rebensonnen

Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn,
Hab' lang' und fest sie angesehn;
Und sie auch standen da so stier,
Als könnten sie nicht weg von mir.
Ach, meine Sonnen seid ihr nicht!
Schaut Andren doch in's Angesicht!
Ja, neulich hatt' ich auch wohl drei:
Nun sind hinab die besten zwei.
Ging' nur die dritt' erst hinterdrein!
Im Dunkel wird mir wohler sein.
FrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrieen die Raben vom Dach.
[121]
Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?
Ich träumte von Lieb' um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonn' und Seligkeit.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz' ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.
Die Augen schließ' ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt' ich dich, Liebchen, im Arm?
EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke
Durch heitre Lüfte geht,
Wann in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:
So zieh' ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben,
Einsam und ohne Gruß.
Ach, daß die Lust so ruhig!
Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend nicht.
Muth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[122] Muth!

Fliegt der Schnee mir in's Gesicht,
Schüttl' ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing' ich hell und munter.
Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren.
Fühle nicht, was es mir klagt,
Klagen ist für Thoren.
Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter.
Der LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Leiermann

Drüben hinter'm Dorfe
Steht ein Leiermann,
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.
Barfuß auf dem Eise
Schwankt er hin und her;
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.
Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an;
Und die Hunde brummen
Um den alten Mann.
Und er läßt es gehen
Alles, wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.
Wunderlicher Alter,
Soll ich mit dir gehn?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier drehn?
Ländliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
Der BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[123] Ländliche Lieder

Der Berghirt

Wenn auf dem höchsten Fels ich steh',
In's tiefe Thal hernieder seh'
Und singe,
Fern aus dem tiefen dunkeln Thal
Schwingt sich empor der Wiederhall
Der Klüfte.
Je weiter meine Stimme dringt,
Je heller sie mir wiederklingt
Von unten.
Mein Liebchen wohnt so fern von mir,
Drum sehn' ich mich so heiß nach ihr
Hinüber!
Viel steile Berge vor mir stehn,
Die Flüsse schäumend sich ergehn
Im Thale.
Der Aar sich in die Wolken schwingt,
Die Gemse durch die Klüfte springt
Hinüber!
Die Wolken ruhen auf der Höh',
Und durch die Nebel glänzt der Schnee
Der Gipfel.
[124]
Je stolzer mir mein Mädchen thut,
Je höher steigt empor mein Muth
In Liebe.
Ein Glöckchen klingt im stillen Thal,
Die Essen rauchen überall
Im Dorfe.
Ach, Mädchen, Mädchen, nimm mich bald!
Es ist so öd', es ist so kalt
Hier oben.
LiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Liebesaufruf

Nun ist dein kleines Fensterlein
Wohl wieder aufgethaut?
Lieb Dirnel, hab' so manches Mal
Im Winter 'nach geschaut.
War'n dicke weiße Blumen vor,
Ich konnte dich nicht sehn;
So mußt' ich über Eis und Schnee
Betrübt nach Hause gehn.
Da hab' ich auf dem kalten Weg
An dich recht warm gedacht,
Hab' deinen lieben Namen laut
Genannt bei Tag und Nacht.
Wenn ich so oft gebetet hätt'
Die ganze Winterzeit,
Als dein gedacht in einem Tag,
Ich wäre benedeit.
Ob's Lieben wohl was Böses ist?
Die Vöglein thun's uns vor,
Und schwingen doch mit Sang und Klang
Zum Himmel sich empor.
[125]
So zieh' ich aus zur Maienzeit
Auf grüne Liebeslust!
Ist's Fensterlein erst aufgethaut,
Wird's warm auch um die Brust.
ErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Ergebung

Bin gefahren auf dem Wasser,
Hab' kein Ruder eingetaucht;
Hab' das Lieben ausgelernet,
Keinen Lehrer je gebraucht.
Gestern fuhr ich auf dem Wasser,
Heute sitz' ich auf dem Sand;
Gestern hatt' ich noch ein Dirnel,
Heut' hat's mir den Korb gesandt.
Und nun ich im Trocknen sitze,
Sing' ich mir ein Lied dazu,
Und als ich mein Dirnel küßte,
Hatt' ich zum Gesang nicht Ruh'.
Daß es ist im Walde schattig,
Seht, das macht der Bäume Laub,
Und daß ich ein Liedchen singe,
Seht, das macht, mein Schatz ist taub.
Willst nicht hören, wirst wohl fühlen,
Wenn's zum Ändern ist zu spat.
Kind, wach' auf, wach' auf und horche!
Über Nacht kömmt guter Rath.
Bin zu dir so oft gegangen
In der Nacht durch Eis und Schnee,
Hab' vor deiner Thür gesungen,
Wind und Wetter thät nicht weh.
Blieb das Fenster auch verschlossen,
Hat kein Lied mich doch gereut.
Meine Saiten sind gesprungen,
'S ist das letzte Liedel heut'.
Jägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[126] Jägers Lust

Es lebe, was auf Erden
Stolzirt in grüner Tracht,
Die Wälder und die Felder,
Die Jäger und die Jagd!
Wie lustig ist's im Grünen,
Wenn's helle Jagdhorn schallt,
Wenn Hirsch' und Rehe springen,
Wenn's blitzt und dampft und knallt!
Ich hab' mir schwarz gesenget
Das rechte Augenlied:
Was thut's, da mich mein Dirnel
So schwarz auch gerne sieht?
Mein Stutz 1 und meine Dirne,
Sind die mir immer treu,
Was thu' ich weiter fragen
Nach Welt und Klerisei?
Im Walde bin ich König,
Der Wald ist Gottes Haus;
Da weht sein starker Odem
Lebendig ein und aus.
Ein Wildschütz will ich bleiben,
So lang' die Tannen grün,
Mein Mädchen will ich küssen,
So lang' die Lippen glühn.
Komm, Kind, mit mir zu wohnen
Im freien Waldrevier!
Von immergrünen Zweigen
Bau' ich ein Hüttchen dir.
Dann steig' ich nimmer wieder
In's graue Dorf hinab,
Im Walde will ich leben,
Im Wald grabt mir ein Grab!
[127]
Daß nicht des Pfarrers Kühe
Darauf zur Weide gehn:
Das Wild soll drüber springen,
Kein Kreuz im Wege stehn.

Fußnoten

1 Büchse (U).

Jägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Jägers Leid

Es hat so grün gesäuselt
Am Fenster die ganze Nacht –
Mein Schatz im Tannenwalde,
Hast wohl an mich gedacht?
Und wann alle Bäume rauschen
Im weiten Jagdrevier,
Und weht kein Lüftchen am Himmel,
Herzliebste, dann fing' ich von dir!
Und wann alle Zweige sich neigen
Und nicken dir Grüße zu,
Herzliebste, das ist mein Sehnen,
Hat nimmer Rast, noch Ruh'!
Ach Welt, ich muß dich fragen,
Warum du bist so weit?
Ach Liebe, ferne Liebe,
Warum nicht heißt du Leid?
Ich möchte die Büchse laden,
Nicht laden mit Pulver und Schrot,
Ich möcht' in die Lüfte schießen
All' meine Liebesnoth.
Und wenn von allen Bäumen
Stürzen die Waldvögelein,
Dann ist der Schuß gefallen –
Wer soll nun Sänger sein?
LiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[128] Liebesgedanken

Je höher die Glocke,
Je heller der Klang:
Je ferner das Mädchen,
Je lieber der Gang.
Der Frühling will kommen,
O Frühling, meine Freud'!
Nun mach' ich meine Schuhe
Zum Wandern bereit.
Wohlauf durch die Wälder,
Wo die Nachtigall singt!
Wohlauf durch die Berge,
Wo 's Gemsböcklein springt!
Zwei schneeweiße Täubchen,
Die fliegen voraus,
Und setzen sich schnäbelnd
Auf der Hirtin ihr Haus.
Ei bist du schon munter,
Und bist schon so blank?
Gott grüß' dich, schön's Dirnel!
Ach, der Winter war lang!
Zwei Augen wie Kirschkern',
Die Zähne schneeweiß,
Die Wangen wie Röslein
Betracht' ich mit Fleiß.
Ein Mieder von Scharlach,
Ganz funkelnagelneu,
Und unter dem Mieder
Ein Herzlein so treu!
Und ihr Lippen, ihr Lippen,
Wie preis' ich denn euch?
So wie ich will sprechen,
So küßt ihr mich gleich!
[129]
Ei Winter, ei Winter,
Bist immer noch hier?
So darf ich doch wandern
In Gedanken zu ihr.
Auf Siebenmeilenstiefeln
Geht's flink von der Stell',
Auf Liebesgedanken
Geht's siebenmal so schnell.
AusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Ausforderung 1

Eine hohe Hahnenfeder
Steck' ich auf meinen Hut!
Mein Hut hat grüne Farbe,
Mein Herz hat frischen Muth.
Was will die Hahnenfeder?
Sie ruft zu Kampf und Streit,
Sie ruft: Ich lieb' die Beste
Im Lande weit und breit!
Und kennst du eine bessre,
Und ist sie deine Wahl,
Steck' auf eine höh're Feder,
So raufen wir einmal.
Und muß ich unterliegen,
Und lieg' ich in dem Sand,
Ich halt' auf meinem Spruche
Zeitlebens festen Stand.
Und ist dein Dirnel schöner,
So trag's zur Stadt hinein,
Zum Markte, zum Verkaufe,
Für's Dorf ist's halt zu fein.
[130]
Und ist dein Dirnel frömmer,
So führ' es gleich nach Rom,
Und laß es heilig sprechen,
Zur Lieb' ist's halt zu fromm.

Fußnoten

1 In Tyrol pflegen junge Bauerbursche sich Hahnenfedern auf den Hut zu stecken, zum Zeichen, daß sie bereit sind, es mit Jedem im Raufen aufzunehmen (U).

AbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Abschied

Was soll ich erst kaufen
Eine Feder und Tint'?
Buchstabiren und Schreiben
Geht auch nicht geschwind.
Will selber hinlaufen
Zu der Nannerl in's Haus,
Will's mündlich ihr sagen:
Unsre Liebschaft ist aus!
Unsre Liebschaft ist zerrissen,
Wird nimmermehr ganz;
Und morgen da führ' ich
Ein' Andre zum Tanz.
Es springen viel Dirnen
Und singen dazu,
Ach Nannerl, ach Nannerl,
Doch Keine wie du!
Unsre Liebschaft ist zerrissen,
Unsre Liebschaft ist aus!
Ich klopfe nicht wieder
An der Nannerl ihr Haus.
Der Häuser giebt's viele
Mit Fenstern darein;
Doch's klinget kein Fenster
Wie deines so fein!
Unsre Liebschaft ist zerrissen –
Leb' wohl denn, mein Kind!
Was ist's, daß so beißend
Aus den Augen mir rinnt?
Es weinen viel Bursche
Und jammern dabei –
Doch, Nannerl, 's kömmt Keinem
Vom Herzen so treu!
[131]
Unsre Liebschaft ist zerrissen,
Mein Herze dazu –
Ach Nannerl, mein Nannerl,
Was meinest denn du?
Und müssen wir scheiden
In jetziger Zeit,
Führ' Gott uns zusammen
In die ewige Freud'!
ErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Erlösung

Vor meines Mädchens Fenster,
Da schwing' ich meinen Hut,
Ich schwing' ihn in die Lüfte
Mit freiem, leichtem Muth.
Sieh, sieh die grüne Flagge,
Die von dem Hut mir weht!
Das Band weht in die Weite,
Mein Weg von dannen geht.
Kind, hast in deinem Käfich
Gequält mich lang' genug.
Ich hab' den Stab zerbrochen,
Hab' wieder freien Flug.
Juchhe, ihr Berg' und Wälder!
Juchhe, nun bin ich frei,
Und schlage froh ein Schnippchen
Der harten Liebestreu'!
Nun hüpft und springt, ihr Heerden!
In's Freie geht's hinaus.
Sollt nicht mehr Stoppeln suchen
Vor meines Mädchens Haus.
Ich treib' euch auf die Weide
Nach frischen Felsenhöhn,
Wo thauig ist der Rasen,
Wo kühle Bächlein gehn.
[132]
Rupft im Vorübergehen
Euch noch ein Hälmchen aus,
Indeß mein Abschiedsliedchen
Ich singe vor dem Haus.
Die UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Umkehr

Auf die Alpen dort bin ich gestiegen,
Habe weit und breit mich umgesehn:
Heerden sah ich in dem Grase liegen,
Schäferinnen bei den Schäfern stehn.
Aber auf den schönen grünen Auen
Fand ich Eine, die ich suchte, nicht;
Und das lange, ferne, starre Schauen
Machte trübe meiner Augen Licht.
In das Thal bin ich zurückgegangen,
In das kleine, tiefe, finstre Thal,
Habe meinen Mantel umgehangen
Und mich hingestreckt mit meiner Qual.
Ja, und wenn die Engel einst mich führen
Aus dem Grabe nach dem Paradies,
Seh' ich erst vor seinen goldnen Thüren
Weit und breit mich um nach ihr gewiß.
Wenn sie meine Augen nicht erblicken,
Kehr' ich um und schaue nicht hinein.
Will in' s enge, dunkle Grab mich drücken
Und verschlafen alle Freud' und Pein.
AbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Abrede

Vor meiner Liebsten Fenster
Da klingen meine Sporn:
Thu' auf, Herzallerliebste,
Laß schwinden deinen Zorn!
[133]
Die Fiedel ruft zum Tanze,
Meine Tänz'rin sollst du sein:
Ich kann nicht von dir lassen,
Es fällt mir gar nicht ein.
»Mein Zorn der ist verschwunden,
Mein Tanzkleid ist bereit,
Doch wenn's ein Nachbar sähe,
Es brächt' mir Schmach und Leid.«
So geh' voraus zur Schenke
Und steh' nicht vorn am Thor,
Tritt in den tiefsten Winkel,
Gewiß, ich hol' dich vor.
Und schwenk' ich dich im Tanze,
So zieh' mir ein Gesicht.
Dann denken alle Leute:
Die tanzte lieber nicht!
Und red' ich mit den Andren,
Das mach' dir keine Pein,
Ich rede mit den Andren
Und denk' auf dich allein.
Und willst du gehn nach Hause,
So warte nicht auf mich,
Geh' fort nur auf dem Steige –
Gewiß, ich treffe dich.
Der KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Kranz

Sie war kaum aus dem Kinderkleid,
Das Mieder war ihr noch zu weit,
Da liefen schon am hellen Tag
Ihr alle flinke Bursche nach.
Sie ließ es ohne Zank geschehn,
Hat sich auch manchmal umgesehn.
[134]
Die Mutter sprach: Nimm dich in Acht!
Schon manche Dirne hat's gebracht
Um's grüne Kränzchen in dem Haar,
Daß sie im Dorf die Schönste war.
Da fiel es erst der Tochter ein:
Sollt' ich denn wohl die Schönste sein?
Nach einer Quelle thät sie spähn,
Sie wollte sich darin besehn,
In manche guckte sie hinein,
Doch keine war recht klar und rein;
Da kam ein Jäger frank und frei,
Und sagt' es ihr, wie schön sie sei.
Und siehe, schon im andern Jahr
Hat sie den grünen Kranz im Haar,
Hat sie den grünen Mann im Arm,
Hat sie im Hause Reigenschwarm:
Da lacht sie keck der Alten zu:
Nun, Mutter, sag', was meintest du?
Die Mutter sprach: Nimm dich in Acht!
Und ach, noch in derselben Nacht
Fiel ihr das Kränzchen aus dem Haar;
Da seufzte sie: Es ist doch wahr!
Und fragte nie die Mutter mehr,
Wie's mit dem Kranz gemeinet wär'.
WanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
Der ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[135] Wanderlieder

Der ewige Jude

Ich wandre sonder Rast und Ruh',
Mein Weg führt keinem Ziele zu;
Fremd bin ich in jedwedem Land,
Und überall doch wohlbekannt.
Tief in dem Herzen klingt ein Wort,
Das treibt mich fort von Ort zu Ort;
Ich spräch's nicht aus, nicht laut, nicht leis',
Sollt' ew'ge Ruh' auch sein der Preis.
Es wärmt mich nicht der Sonne Licht,
Des Abends Thau, er kühlt mich nicht;
Ein lauer Nebel hüllt mich ein
In ewig gleichen Dämmerschein.
Kein Mensch sich je zu mir gesellt,
Es lacht kein Blick mir in der Welt:
Kein Vogel singt auf meinem Pfad,
Ob meinem Haupte rauscht kein Blatt.
So zieh' ich Tag und Nacht einher,
Das Herz so voll, die Welt so leer;
Ich habe Alles schon gesehn,
Und darf doch nicht zur Ruhe gehn.
Vom Felsen stürzt der Wasserfall,
Fort schäumt der Fluß im tiefen Thal;
Er eilt so froh der ew'gen Ruh',
Dem stillen Ozeane zu.
[136]
Der Adler schwingt sich durch die Luft,
Verschwebend in des Äthers Duft;
Hoch in den Wolken steht sein Haus,
Auf Alpenspitzen ruht er aus.
Der Delphin durch die Fluthen schweift,
Wenn in die Bucht der Schiffer läuft;
Und nach dem Sturm im Sonnenschein
Schläft er auf Wellenspiegeln ein.
Die Wolken treiben hin und her,
Sie sind so matt, sie sind so schwer;
Da stürzen rauschend sie herab,
Der Schooß der Erde wird ihr Grab.
Der müde Wandrer dieser Welt,
Ein sicher Ziel ist ihm gestellt.
Was klagt er ob des Tages Noth?
Vor Nacht noch holt ihn heim der Tod.
O Mensch, der du den Lauf vollbracht,
Und gehest ein zur kühlen Nacht,
Bet', eh' du thust die Augen zu,
Für mich um eine Stunde Ruh'!
Der MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Mondsüchtige

Du bleicher Mann da droben,
Siehst wieder so mürrisch aus:
Bist wohl recht unzufrieden
Mit deinem luftigen Haus?
Hör', Freund, wir wollen tauschen:
Ich geh' und räume dir
Für diesen kühlen Abend
Mein warmes Lager hier.
Dafür sollst du mich heben
In deinen Mond hinauf,
Mich mit ihm wandeln lassen
Den hellen Himmelslauf.
[137]
Will auch auf deiner Warte
Ganz mäuschenstille stehn,
Und nach der bösen Erde
Nicht viel herunter sehn.
Will keinen Dieb verrathen,
Will stören kein liebendes Paar:
Nur Eines möcht' ich sehen,
Und das recht hell und klar.
Dir, Mond, will ich's vertrauen:
Es ist die Liebste mein,
Die ich beschauen möchte
In deinem goldnen Schein.
Sie wohnet in der Ferne,
Blickt oft empor zu dir:
Du guckst im Weltgetümmel
Wohl kaum einmal nach ihr.
Ich wollt' sie besser finden,
Ich kenn' ihr Fensterlein;
Durch Laden, Glas und Gitter
Schlüpft' ich zu ihr hinein.
Hinein in ihre Kammer
Mit aller Strahlen Fluth! –
Wo ist der Mond geblieben?
Der Himmel auf Erden ruht.
Der ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Apfelbaum

Was drückst du so tief in die Stirn den Hut?
Wohin so früh, du junges Blut?
»Herr Thürmer, schließt nur auf das Thor!
Ich hab' eine lange Reise vor.«
Und also ging's zur Stadt hinaus,
Es hielt der Mond am Himmel Haus,
Wohl über die Brücke, wohl über den See:
Da wurde dem Wandrer so wunderweh.
[138]
Es rauschten die Zweige vom Ufer her,
Und sie rauschten so tief und sie rauschten so schwer.
»Wer schüttelt die Zweige? Es weht ja kein Wind,
Und es spielen um's Haupt mir die Lüfte so lind.«
Da gab es im See einen plätschernden Schall,
Als hätt' es gethan einen schweren Fall.
»Herzliebste, das muß von dem Baume sein,
Den ich habe gepflanzt in dem Garten dein.
Die schönen Äpfel, so roth, so rund,
Nun liegen sie unten im kalten Grund!«
Die BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Bäume

Grüne Bäume, kühle Schatten,
In den Wäldern, auf den Matten,
Seid dem Wandrer immer hold!
Wollt an seine Straß' euch stellen,
Flüsternd euch ihm zugesellen
In des Mittags schwüler Gluth!
Hat das Stadtthor mich empfangen,
Such' ich wieder mit Verlangen
Nach dem ersten grünen Baum,
Der mit seinen frischen Zweigen
Mir den rechten Weg will zeigen
Zu dem kühlen Labewein.
Euch begrüß' ich auch, ihr Linden,
Mag euch gern auf Märkten finden,
Dicht und kugelrund belaubt.
In des Abends Feierstunde
Führt mich die gewohnte Runde
Immer zu den Bäumen hin.
Vöglein in den Wipfeln singen,
Und die Funkenwürmchen schwingen
Ihre Lichter in dem Grün;
Unten wollen sich ergehen,
Die im Dunkel sich verstehen
Besser als im Sonnenschein.
[139]
Heim in meines Mädchens Garten
Grünen Bäume vieler Arten,
Doch vor allem preis' ich dich,
Baum, in dessen glatten Rinden
Unsre Namen sind zu finden
Und ein flammend Herz darum.
Haben oft dabei gesessen
Und des Scheidens gar vergessen,
Meinend, daß wir wären eins,
Wenn wir so in eins verschlungen,
So von einem Brand durchdrungen
Unsre beiden Namen sahn.
HeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Heimkehr

Vor der Thüre meiner Lieben
Häng' ich auf den Wanderstab,
Was mich durch die Welt getrieben,
Leg' ich ihr zu Füßen ab.
Wanderlustige Gedanken,
Die ihr flattert nah und fern,
Fügt euch in die engen Schranken
Ihrer treuen Arme gern!
Was uns in der weiten Ferne
Suchen hieß ein eitler Traum,
Zeigen uns der Liebe Sterne
In dem traulich kleinen Raum.
Schwalben kommen hergezogen –
Setzt euch, Böglein, auf mein Dach!
Habt euch müde schon geflogen,
Und noch ist die Welt nicht wach.
Baut in meinen Fensterräumen
Eure Häuschen weich und warm!
Singt mir zu in Morgenträumen
Wanderlust und Wanderharm!
Der Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[140] Der Wandrer in Welschland

In dem lichten Sonnenschein,
Durch den immergrünen Hain,
Wandrer, wie so eilig?
Lerche ruft: Schau' um dich her,
Rechts und links und kreuz und quer,
Kennst die bunten Boten?
Mandelblüth' das Veilchen grüßt:
Ach, gar lange Zeit es ist,
Daß sie sich nicht sahen!
Mit den Grüßen, mit dem Duft,
Flattert Zephyr durch die Luft,
Froh der süßen Beute.
In dem Ginster, an dem Quell,
Horch, wie's da so flink und hell
Auf und nieder raschelt!
Halt, Lazertchen, laß mich sehn,
Wie der Sonnenstrahl so schön
Spielt auf deinem Rücken!
Nachtigall ist auch dabei,
Doch noch etwas blöd' und scheu,
Sucht sie stille Plätze;
Und was einzeln flog hinein,
Fliegt bald paarweis aus dem Hain
Mit Gesang und Girren.
Amor, nun brich auf in Eil'
Mit dem Bogen, mit dem Pfeil,
Mit dem ganzen Heere!
Zum Versteck, zum Überfall
Lauben sich die Hecken all',
Kleiner, scharfer Schütze!
Devisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2
Amor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[141] Devisen zu Bonbons

Amor in der Vigne

Jüngst fand in einer Vigne
Ich Amorn mit den Andern,
Die zu den losen Streichen
Ihm nimmer fehlen dürfen.
Die Kinder spielten Schaukel,
Auf Weinguirlanden sitzend,
Die hoch von Baum zu Baume
Der Winzer pflegt zu ziehen.
Flugs riß die beste Schaukel,
Und Amor lag am Boden,
Umsonst nach Hülfe schreiend;
Denn die Gespielen flohen
Und riefen: Diebe! Diebe!
Aus vollem Halse lachend.
Ich hob den armen Kleinen
Vom Boden auf, befühlte
Die umgeknickten Federn
Und stäubt' ihm ab die Locken.
Da rafft' er sich zusammen,
Und ohne mir zu danken,
Ging's fort, husch in die Lüfte!
Noch stand ich, fast betroffen,
Und sah ihm nach, dem Schalke,
Da rief ein süßes Stimmchen
Gar drohend mir entgegen:
Seid ihr der Dieb der Trauben?
[142]
Es war das Winzermädchen,
Und hinter ihr ganz leise
Hört' ich den Kleinen flüstern:
Halt fest den losen Buben!
Und sie hat's gut verstanden.
Der WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Wildfang

Wie eine Gemse springt sie hin,
Entgegen frisch dem Winde!
Roth, feuerroth brennt Wang' und Kinn
Dem lieben, wilden Kinde.
Ihr langes Haar vom Nacken fliegt,
Die Bäume könnten's fassen,
Doch jeder Zweig sich schüchtern schmiegt,
Sie ruhig ziehn zu lassen.
Die losen Disteln wagen's kaum,
Die rüstige zu necken,
Und nach des leichten Kleides Saum
Die Stacheln auszustrecken.
Amor, was soll's, daß wir im Thal
Uns auf die Lauer legen?
Sie ruht nicht – Wagen wir's einmal,
Und treten ihr entgegen!
Der ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Der Elfentraum

In Nachtviolenkelchen eingeschlossen,
Verschliefen einen heißen Tag die Elfen.
Nun öffnen sie die schummertrunknen Augen
Und blinzeln, weil zu nah die Funkenwürmchen
Um ihre Lager schwärmen. – Gut geschlafen?
Frägt Ariel sein Liebchen Ariella. –
Ach nein, mein Herz, ich hatte bange Träume.
Ich sahe dich, du warst in einen Tropfen
Eiskalten Thau, der tief versteckt im Kelche
Der Nachtviole lag, hineingefallen.
[143]
Ich schrie und rief zu Hülfe, was von Elfen
Im ganzen Kelche war – sie kamen alle,
So weit sie meine Stimme nur vernahmen,
Bis von den allerhöchsten Blätterspitzen –
Ach ja, die Noth lehrt schreien, mein Geliebter!
Und flugs hing eins sich an des andern Flügel,
Wie Glieder einer Kette sich verbindend,
Und unsre Kette ward so lang, mein Herzchen,
So lang, wie ich gesehn noch keine andre,
Selbst nicht bei unsres Königs Hochzeitfeier,
Im großen Reigen, welchen alle Gäste
Mittanzen mußten auf dem Lilienplane.
Ich war das unterste der Glieder, wurde
Hinabgelassen in den tiefen Tropfen,
Und sahe dich – du lagst und zappeltest
Und strecktest sehnlich deine lieben Arme
Zu mir empor – ich aber sehnt' und dehnte
Mich aus mit allen Kräften – Ach, vergebens!
Die Kette war zu kurz, und alle Elfen
Schrien hinter mir: Sie reißt, sie reißt, die Kette!
Da wacht' ich auf und lag in deinen Armen
Und mußte dich mit meinen Küssen wecken,
Zu sehn, ob du auch wirklich unversehrt bist.
MärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Märzschnee

Schnee im Märzen,
Schmerz im Herzen,
Er zergeht am Sonnenstrahl,
Mag die blaue Luft ihn schicken,
Mag er auch aus blauen Blicken
Fallen in die Brust herein.
Schnee im Märzen,
Schmerz im Herzen,
Er zergeht am Sonnenstrahl.
LiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Liebe

Aus Schaum ist sie entsprungen,
Mit Schaum will sie uns nähren,
Wie Schaum muß sie zerfließen.
[144]
So laßt uns denn die Schäume,
Eh' sie zu Wasser werden,
In vollen Zügen schlürfen.
Ihr preist ja den Champagner,
Je flüchtiger er schäumet:
Was wollt ihr von der Liebe?
Rosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Rosenknospe und Thautropfen

So oft ich einen Tropfen Thau
Seh' an der Rosenknospe hangen,
Erkenn' ich meiner Liebe Bild.
Die Rosenknospe bist du selbst,
Die, kalt und starr, vor jedem Strahle
Der Sonne noch das Herz verschließt.
Ich aber bin der Tropfen Thau,
Der, weil dein Herz ihm ist verschlossen,
Sich in der Sonne Brand verzehrt.
Frühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Frühling der Liebe

Draußen tobt der böse Winter,
Und die Blumen, die er knickte,
Malt er höhnisch an die Fenster
Mir in bleichen, starren Bildern.
Winter, stürme nur und brause!
Machst mich doch nicht mehr erzittern.
Denn aus meines Herzens Grunde
Lass' ich einen Frühling sprießen,
Den der Schnee nicht kann bedecken,
Den das Eis nicht macht gefrieren,
Einen Frühling, dessen Sonne
Ist das Auge meiner Liebsten,
Dessen Luft und Duft ihr Odem,
Dessen Rosen ihre Lippen,
Und ich schweb' als junge Lerche
Drüber hin mit meinen Liedern.
Ein Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

[145] Ein Rosenblättchen zwischen zwei Lippen

Ein junges Rosenblättchen,
Der Knospe kaum entwunden,
Will gar sich unterfangen,
Mit deines Mundes Röthe
Sich prahlend zu vergleichen.
Da kommen die Zephyre
Und blasen es herunter,
Und tragen es gerade
Auf deine Purpurlippen,
Wo es in Schimpf und Schande
Sich büßend muß verzehren.
Amors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amors Feder

Jüngst sah ich einen Knaben
Mit rosenrothen Flügeln
An einem Rohre schnitzen.
Dacht' ich: 'S ist eine Feder:
Und bat darum den Kleinen.
Er warf sie mir entgegen
Grad' auf die Brust, und lachte.
Was hat er denn zu lachen?
Fragt' ich mich selbst und setzte
Mich nieder, um zu schreiben
An meine gute Mutter.
Doch ach, die arge Feder!
Ich kann kein andres Wörtchen
Damit, als Liebe, schreiben,
Und immer, wenn ich schreibe,
Denk' ich an schmucke Mädchen.
Amor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amor in einer Rosenknospe

Frau Venus wollte neulich
Ihr loses Söhnchen schlagen:
Da ist er ihr entlaufen
Und hat sich still gekauert
In eine Rosenknospe.
Kommt, ruft er, kommt, ihr Mädchen,
[146]
Und pflückt euch eine Rose!
Und Eine, selbst ein Röschen,
Brach sich die Blum' und steckte
Sie an den kleinen Busen.
Das ist ihr schlecht bekommen!
Denn Amor, ohne Bogen
Und Pfeile, rupft ein Dörnchen
Sich von dem Rosenstiele,
Und sticht damit die Arme,
Daß sie es viele Sommer
Noch wird im Busen fühlen.
Amors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amors Fangeball

Amor wollte Fangebällchen
Neulich mit den Nymphen spielen.
Diese ließen Knabenherzen,
Die in Träumen sie gestohlen,
Durch die Lüft', als Bälle, fliegen.
Amor hatte nichts zu werfen;
Alsobald sandt' er die Blicke
Durch die weiten Himmelsräume,
Und das Erste, was er sahe,
War der Weltkreis, welcher ruhte
In des Götterkönigs Rechten.
Amor zielt' und traf die Kugel
Grade durch die beiden Pole,
Daß sie flugs vom hohen Äther
Niederfiel zu seinen Füßen.
Jetzt, ihr Nymphen, kann er spielen!
Amor, ein SchmetterlingsfängerAmors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amor, ein Schmetterlingsfänger

Ich fange Schmetterlinge
Zu meinem Zeitvertreibe.
Wo aber soll ich alle
Die bunten Thierchen lassen?
Ich werfe gleich die Pfeile
Heraus aus meinem Köcher,
Und lasse sie indessen
Im hohen Grase liegen.
[147]
Und wenn die Schnitterinnen
Mit bloßen Füßen kommen
Heut' Abend von der Wiese,
So sollen sie sich ritzen;
Denn meine Pfeile dürfen
Mir nimmer müßig liegen.
Amor, ein SchneiderAmor, ein SchmetterlingsfängerAmors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amor, ein Schneider

Amor ist ein Schneider worden,
Näht die ersten runden Mieder
Für die jungen Erdentöchter,
Näht hinein viel kleine Seufzer,
Viele leise, blöde Wünsche,
Bange Neugier, scheue Lüstchen,
Und viel süßes Namenloses.
Manche Nadel bleibt zerbrochen
Zwischen Zeug und Futter sitzen,
Die nachher den Busen stachelt
Und das Herz lebendig kitzelt.
Auch manch Tröpfchen seines Blutes
Läßt der Gott aus Nadelwunden
In das weiche Linnen fallen.
Hütet euch vor solcher Waare!
Denn die rothen Tropfen brennen,
Unaufhaltsam, unerlöschlich,
Sich durch Adern, Fleisch und Nerven
Bis in's tiefste Herzensgrübchen.
Amor, ein BettlerAmor, ein SchneiderAmor, ein SchmetterlingsfängerAmors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amor, ein Bettler

Verbannet aus dem Himmel
Um seine losen Streiche,
Muß Amor hier auf Erden
Verstohlen betteln gehen.
Er klopft an alle Herzen,
Und bettelt um ein Stübchen,
Er schaut in jedes Auge,
Und bettelt um ein Flämmchen,
[148]
Er geht an alle Lippen,
Und bettelt um ein Küßchen.
Ach, wenn von allen Mädchen
Ihm Eine, die ich meine,
Die milden Gaben gäbe,
So würd' er seinen Himmel
Auf Erden wiederfinden.
Amor, ein SprachlehrerAmor, ein BettlerAmor, ein SchneiderAmor, ein SchmetterlingsfängerAmors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Amor, ein Sprachlehrer

Amor ist ein Sprachverderber,
Wortverdreher, Lautverwirrer,
Der beim großen Thurm zu Babel
Schon die Händ' im Spiele hatte.
Wenn ich weine, raunt er leise
Mir in's Ohr etwas von Wonne;
Wenn ich schmachte, läßt er dennoch
Reden mich von Seligkeiten.
In dem lauten Schwarm der Feste
Muß ich, diesem Lehrer folgend,
Sagen, daß ich einsam stehe,
Und im einsam stillen Haine
Darf ich mich allein nicht nennen.
Bittersüß und lieblichherbe,
Grausam mild und labend schmerzlich,
Solche Reden hat er viele
Stehn in seinem Wörterbuche,
Das die größten Sprachgelehrten
Mir nicht auszudeuten wagen,
Und mit dem ich alle Tage
Mehr mein bißchen Deutsch verlerne.
Die SchlummerndeAmor, ein SprachlehrerAmor, ein BettlerAmor, ein SchneiderAmor, ein SchmetterlingsfängerAmors FangeballAmor in einer RosenknospeAmors FederEin Rosenblättchen zwischen zwei LippenFrühling der LiebeRosenknospe und ThautropfenLiebeMärzschneeDer ElfentraumDer WildfangAmor in der VigneDevisen zu BonbonsDer Wandrer in WelschlandHeimkehrDie BäumeDer ApfelbaumDer MondsüchtigeDer ewige JudeWanderliederDer KranzAbredeDie UmkehrErlösungAbschiedAusforderungLiebesgedankenJägers LeidJägers LustErgebungLiebesaufrufDer BerghirtLändliche LiederDer LeiermannMuth!EinsamkeitFrühlingstraumDie RebensonnenRastDas IrrlichtDas WirthshausDer WegweiserTäuschungDer stürmische MorgenIm DorfeLetzte HoffnungDie KräheDer greise KopfRückblickAuf dem FlusseWasserfluthDie PostDer LindenbaumErstarrungGefrorene ThränenDie WetterfahneGute NachtDie WinterreiseAn die UngünstigenEst Est!Der Trinker von Gottes und Rechts wegenDer Zechbruder und sein PferdTres faciunt CollegiumMeine KameradschaftWeisheit im WeinDer TeufelsbannerGeist der Zeit und Geist des WeinsRückwärts!Meine MuseGesellschaftliches Trinklied für PhilisterDie Blume des WeinsZukunftVergangenheitGuter Wein, gut LateinFreiheit im WeinDer neue DemagogeDie Arche NoähAlexander und DiogenesOben ab!Der NachtwächterStundenglas und WeinglasGeselligkeitDie schönsten TöneDoppeltes VaterlandWein, der LebensbalsamSelbstgenügsamkeit des ZechersWarnung vor dem WasserSchlechte Zeiten, guter WeinKönig WeinTafellieder für LiedertafelnGedichteMüller, WilhelmGedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2

Die Schlummernde

Mein Mädchen war entschlummert
In einer Rosenlaube;
Da sandt' ihr gleich Kupido
Ein Heer von Liebesgöttern.
Der schlug die goldnen Flügel,
[149]
Die Wangen ihr zu kühlen,
Der band sich Myrtensträuße,
Die Mücken wegzujagen,
Und Andre winkten drohend
Den Vögeln in den Lüften,
Die sie erwecken wollten
Mit fröhlichen Gesängen.
O nektarsüßer Schlummer,
Wie hingest du voll Liebe,
So wohlgefällig lächelnd,
An ihren Augenwimpern!
Und Amoretten blickten
Mit großen Flammenaugen
Aus ihren blonden Locken,
Und ließen Pfeil' auf Pfeile
Wie spielend um sich fliegen.
Und doch, ihr kleinen Schützen,
Auch spielend mit dem Bogen,
Habt ihr mein Herz getroffen!
[150][235]