3.

Wenn mitternächtig auf den Gassen
Des Tages letzter Lärm verhallt,
Weil' ich allein in deinem Zimmer
Und sehe, wie des Mondes Schimmer
Zu all den Plätzen, nun verlassen,
Mit blassem Dämmerscheine wallt.
Ein leises Zittern schleicht, ein Beben
Hin an den Wänden, bang und stumm;
Der Rosenstrauch, den du begossen,
Strömt Duft aus Kelchen, neu erschlossen,
Und träumend hinter seinen Stäben
Regt sich der Zeisig wiederum.
Im Strahl des Mondes tönt mit matten,
Gebrochnen Klängen das Klavier;
In Wonne halb und halb in Trauer
Zieht durch die Saiten hin ein Schauer –
Ich fühle, aus dem Reich der Schatten,
Adele, ist's ein Gruß von dir!

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