Christian Felix Weiße
Scherzhafte Lieder

Vorrede

[3] Ich weis in der That nicht, was ich der Welt, indem ich ihr diese Lieder übergebe, für ein Compliment machen soll. Sie wird unzufrieden seyn, daß man sie mit solchen Tändeleyen überhäuft, und ich werde nichts darauf zu antworten wissen, und es Zeit genug bereuen. Aber was ist der Autorstolz nicht für eine wunderliche Sache? Man glaubt anfangs blos zu seinem Zeitvertreibe zu spielen, man gefällt sich, und wie bald bildet man sich nicht ein, man müsse auch der witzigen Welt gefallen? Man läßt drucken, man wird getadelt: man nimmt es übel, schreyt über den Verfall des Geschmacks, und es fehlt nicht viel, daß man seine Leser nicht lieber gar für Thoren hält. Und wer war der größte Thor? ich will die Frage unentschieden lassen: die Antwort möchte den Autor zu sehr demüthigen. These World was made for fools, sagt Shakespear, und wer wollte sich davon ausschließen? Das größte Verdienst des Autors, wenn er einiges hat, ist, daß er noch einen großen Theil von solchen Kleinigkeiten unterdrückt, und niemals wieder auf diese Art zu erscheinen verspricht.

Unter den Liedern sind einige aus der Stephanianischen Anthologie, und aus dem Französischen entlehnt. Da der Autor aber vergessen, woher er eins oder das andere genommen hat: so will er sie, um sie nicht unrichtig anzugeben, lieber gar nicht angeben; [4] und wie wenig würde auch daran liegen, wenn sie das Glück zu gefallen hätten.

An die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[4] An die Muse

Scherzhafte Muse, meine Freude,
Die in zufriedner Einsamkeit
Mich oft, entfernt vom Stolz und Neide,
Mehr, als ein lautes Glück erfreut:
Laß dich in Auen, Büschen, Gründen,
Wo ich dich suche, liebreich finden,
Und lächle Heiterkeit und Ruh
Den freyen Nebenstunden zu.
[5]
Ich will nicht Helden ewig singen,
Noch mich durch sie zur Ewigkeit:
Mein Lied soll nicht von Waffen klingen;
Die Muse bebt vor Blut und Streit.
Hier, unter Oel–und Lorberbäumen
Soll sie von Fried und Freuden träumen:
Den schönsten Mädchen, besten Wein
Und liebsten Freunden heilig seyn.
Die Scherze sollen sie begleiten,
Von süßer Unschuld sanft regiert:
Sie lasse keinen von der Seiten,
Wenn ihn der Jugend Witz verführt!
Ihn, solt ihr einer ja entfliehen,
Soll gleich der Ernst zurücke ziehen;
Er leg ihm Blumenfesseln an,
Daß er nicht mehr entwischen kann.
[6]
Wohlan! so sing in süßen Tönen
Dein junges anmuthsvolles Lied!
Und wird dich gleich kein Lorbeer krönen,
Der für die Heldendichter blüht:
Der Beyfall, den dir Freunde senden,
Ein Veilchen aus Selindens Händen,
Der Chloe Lächeln, wenn sie liest;
Sprich, was dir wünschenswerther ist?
Die Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[7] Die Bosheiten der Stadt

Crispus kauft und baut Palläste,
Lebet herrlich, groß und reich;
Hält Maitressen, feyert Feste,
Und traktirt den Fürsten gleich:
Dennoch sagt die karge Stadt,
Daß er nicht viel übrig hat.
Mops zählt seinen Eheseegen
Uns in funfzehn Kindern her;
Und man rühmet allerwegen,
Daß sie klüger sind, als Er:
Dennoch sagt die böse Stadt,
Daß er sich verzählet hat.
[8]
Agnes schlägt die Augen nieder,
Hasset Tanz, Musik und Spiel,
Singet stets Bekehrungslieder,
Und hält auf den Cubach viel:
Doch sagt die verbuhlte Stadt,
Daß sie Fleisch und Blut noch hat.
Ueberall verfolgt Selinden
Ein gepudert Stutzerheer;
Jeden weis sie zu entzünden,
Und ihr wird kein Sieg zu schwer:
Dennoch sagt die höhnsche Stadt,
Daß sie keine Freyer hat.
Stax beweist aus vielen Fällen
Seinen göttlichen Verstand,
Und aus seinen Ehrenstellen
Sein Verdienst ums Vaterland:
Doch sagt die vermeßne Stadt,
Daß er keins von beyden hat.
[9]
Mit dem vollen Federhute
Prangt der güldne Gänserich,
Und von seinem edlen Blute
Ueberzeugt sein Wappen mich:
Dennoch sagt die plumpe Stadt,
Daß kein Kutscher Ahnen hat.
Crantor richtet alle Sachen
Nach der strengsten Billigkeit,
Und man wird ihn böse machen,
Wenn man ihm Geschenke beut:
Doch sagt die verwegne Stadt,
Daß er sie betrogen hat.
Der bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[10] Der bescheidne Schäfer

Mein Schäfer, ach! der ist bescheiden!
Er liebt mich, zärtlich liebt er mich!
Der Innbegriff von seinen Freuden,
Sagt er mir öfters, sey nur ich:
Doch bleibt er allezeit bescheiden.
Jüngst ließ die Mutter uns alleine;
Was denkst du, ist alsdenn geschehn?
Da stand er starr, gleich einem Steine,
Guckt in den Hut, und wolte gehn,
Und ach! wir waren ganz alleine!
Der Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[11] Der Sieg über sich selbst

Hört zu! ich will die Weisheit singen:
Die Kunst, sich selbsten zu bezwingen,
Kenn ich, ich kenne sie allein.
Es lehrt kein Dockter und Professer
Sie leichter, gründlicher und besser:
Trinkt Wein!
Dieß lernt euch weise seyn.
Müßt ihr euch vor Markolphen beugen,
Seht ihr ihn täglich höher steigen,
Man weist euch ab, läßt Narren ein:
O laßt die Narren beyeinander,
Und schleichet aus der Antichamber
Zum Wein:
Da seyd ihr groß, er klein.
[12]
Zwingt euch Gelastens Glück zum Neide:
Euch kleidet Wolle: doch ihn Seide:
Ihr geht, er muß gefahren seyn.
Er fahre! und berechne Schulden!
Geht ihr, und gebt den letzten Gulden
Für Wein:
So schlaft ihr ruhig ein.
Wenn sich die Nachbarn mit euch zanken,
Und eure kämpfenden Gedanken
Den Tod zum mindsten ihnen dräun:
So lauft ja nicht zum Advocaten;
Ihr könnt euch selbst am klügsten rathen:
Trinkt Wein!
So werdet ihr verzeihn.
Wenn Chloris ewig grausam bleibet,
Und Spott mit eurem Feuer treibet,
Das eure Musen kläglich schreyn:
So zittert nicht vor euer Leben;
Eilt, ihnen gleich den Rest zu geben!
Trinkt Wein!
So wird es euch gereun.
Damon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[13] Damon und Doris

Doris.

Geh Damon, sahst du nicht, wie jener Schmetterling
Die junge Rose dort boshaftig hinterging?
Kaum küßt er sie, so fliegt der Schalk zu andern Rosen!
Sprich, wenn du von mir gehst, wen eilst du liebzukosen?
Damon.

Der Schalk! ich seh es, ja; doch wirst du auch gewahr?
Dem Schmeichler bot sie kaum den schönen Busen dar,
So läßt sie gleiches Glück der Biene hier genießen:
Wenn Damon dich verläßt, sprich, wer wird Doris küssen?
Der SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[14] Der Spas

Die alte buhlende Finette
Fragt einst, ich war allein mit ihr;
Ob ich ihr nichts zu sagen hätte?
»Ich? Nichts – – als – – Sie gefallen mir.«
Sie seufzt und sinkt aufs Ruhebette;
Im Ernst, seufzt sie, sie glauben das?
Ich Thor! daß ich so albern redte!
Versteht die Närrin keinen Spas?
Allein aus dichtbewachsnen Hecken
Guckt lauschend Doris, ruft mich an,
Und eilt, sich wieder zu verstecken,
Doch so, daß man sie finden kann.
Ich greife nach dem losen Kinde,
Und zieh sie kämpfend in das Gras;
Sie schreyt, ob ich nicht Spas verstünde?
Doch da versteh ich keinen Spas.
Der KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[15] Der Knabe

Mich will der Informator schlagen?
Nein, nein, das geht nicht weiter an:
Als Knabe must ich es ertragen,
Doch jetzt bin ich schon halb ein Mann.
Ist er nicht klüger dieß zu wissen?
So hör er nur, was Hannchen spricht;
Will ich die kleine Närrin küssen:
So spricht sie, geh, dein Bart, der sticht.
Die GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[16] Die Gesellschaft

Umringt von Scherz und Fröhlichkeiten
Versammelt uns die Freundschaft hier:
Entweicht ihr Klagen böser Zeiten
Dem Gott der Freuden feyern wir.
Auch Liebe, du, laß uns alleine:
Wir feyern jetzt dem besten Weine.
Zwar deine Freuden sind auch süße,
Und durch sie wird kein Herz entehrt:
Denn junger Schönen sanfte Küße
Sind unsrer besten Stunden werth:
Doch iezt möchtst du Verächter finden,
Und wir, wir fürchten uns der Sünden.
[17]
Komm, holde Freyheit, laß dich nieder!
Du bist die Freundinn von dem Wein:
Ertönt ihr Chöre froher Lieder,
Ihr muntern Scherze mischt euch ein!
Hier trinkt, hier scherzt man fern vom Neide:
Wo Bacchus wohnt, da wohnt die Freude.
Der SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[18] Der Sturm

Der lichte Himmel schwärzet sich:
Ein jäher Sturm braust in den Zweigen,
Und überall herrscht fürchterlich
Ein ehrerbiethig Schweigen.
Der kleinen Sänger tonreich Chor
Vergißt sein Lied, und lauscht in Sträuchen,
Und nur die Schwalbe schießt hervor,
Und schwebet auf den Teichen.
Komm Chloe, eilends folge mir:
Doch sieh, wie sich die Rosen bücken,
Vom Sturm bedroht flehn sie zu dir;
Du sollst sie liebreich pflücken.
Sie zittern vor den nahen Tod.
O sieh, wie schön sie sich entfärben!
Viel lieber wünscht ihr schamhaft Roth
An deiner Brust zu sterben.
[19]
Wir sind entflohn, was fürchten wir
In dieser dicht verwachsnen Laube:
Welch Glück! es wartet unser hier
Der Saft der Moslertraube.
Verwegner Nord! tob immerhin,
Und nimm, willst du ja hier noch wehen;
Nimm meiner Chloe Palatin!
Nur laß die Gläser stehen.
Die Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[20] Die Geburt der Venus

Die Zephyr wiegten sich auf sanft geschwollnen Wellen,
Und Frühling war ums stille Meer:
Der leichten Scherze flüchtigs Heer,
Die jungen Freuden, ihre Gesellen,
Und Grazien mit sanftumschlungner Hand
Umringten den beblümten Strand:
Da sah die Fabel Cytheren
Vom Schaume des Meeres gebähren.
Doch Damon störet kühn den alten Aberglauben;
Bey einem Glase blanken Wein
Sah er das Ding weit besser ein:
Die frohen Winzer kelterten Trauben;
Es schäumete der Most mit Ungestüm,
Und Chloe zeigt es lächelnd ihm:
Da sah er ganz deutlich Cytheren
Vom Schaume des Weines gebähren.
Die AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[21] Die Abbitte

Selinde sah vor wenig Tagen
Den jungen Damon freundlich an:
Wie konnt ich einen Blick vertragen,
Der viel, sehr viel bedeuten kann!
Ich wollte sie alsbald verlassen,
Und schwur: ich wollte nimmermehr
Sie wieder sehn, ja, sie gar hassen, – –
Wenn es mir möglich wär.
Sie rieb die schönen Augenlieder,
Und hub sie schmachtend in die Höh:
Dann fiel ein falsches Thränchen nieder
Wie Morgenthau auf jungen Klee.
Drauf rang sie ihre weißen Hände,
Und seufzt ein halb gebrochnes Ach!
Ich – – sah erschrocken an die Wände,
Und – – seufzte heimlich nach.
[22]
Sie wollte mir darauf entrinnen:
Und ach! was hatt ich ihr gethan?
Durch Seufzen war nichts zu gewinnen;
Drum fing ich laut zu weinen an.
Ich warf mich nieder: auf den Knieen
Stellt ich ihr meine Reue dar:
Daß ich – – daß ich ihr schon verziehen,
Daß ich – – zu ehrlich war.
Die betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[23] Die betrogene Welt

Der reiche Thor mit Gold geschmücket,
Zieht Celimenens Augen an:
Der wackre Mann wird fortgeschicket,
Den Stutzer wählt sie sich zum Mann:
Es wird ihr prächtigs Band vollzogen
Und bald sieht sie ihr Elend ein:
Die Welt will ja betrogen seyn;
Drum werde sie betrogen!
Auf närrischen geschmückten Bühnen
Schreyt Stax den albern Bürger stumm,
Preist Curen, die nicht möglich schienen,
Und zeigt sein Privilegium:
Hanns gafft, und seinem Wahn gewogen,
Schluckt er den Tod in Billen ein;
Die Welt will ja betrogen seyn,
Drum werde sie betrogen!
[24]
Beate, die vor wenig Tagen
Der Buhlerinnen Krone war,
Fängt an sich violet zu tragen,
Und kleidet Canzel und Altar.
Dem äußerlichen Schein gewogen
Hält mancher sie für engelrein.
Die Welt will ja betrogen seyn:
Drum werde sie betrogen!
So oft ich Carolinchen küsse,
Schwör ich ihr zärtlich ewge Treu:
Sie stellt sich, als ob sie nicht wisse,
Daß außer mir ein Jüngling sey.
Kaum hat mich Doris weggezogen,
So nimmt mein Aemtgen Damon ein.
Die Welt will ja betrogen seyn:
Drum werde sie betrogen!
Die HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[25] Die Haselsträuche

Heil sey euch, sichern Haselsträuchen,
Wie lieben euch die Schäfer nicht!
In eure Schatten seh ich manchen Hirten schleichen
Mit seiner Schäferin, so bald die Sonne sticht:
Es muß des Schatten wegens seyn;
Denn warum schlichen sie hinein?
Heil euch, fruchtbaren Haselsträuchen!
Auch wenn die Sonne nicht mehr sticht,
Im Herbst seh ich sehr oft den Schäfer zu euch schleichen
Mit seiner Schäferin; des Schattens wegen nicht?
Es muß der Nüsse wegen seyn:
Denn warum schlichen sie hinein?
Die künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[26] Die künftige Zeit

Mein Leben eilet schnell dahin,
Bald bin ich nicht mehr, was ich bin,
Und meine Kräfte sinken:
Dann sieht mein abgenützter Blick,
Nicht weiter seines Lebens Glück,
O Quaal! im Glase blinken.
Man ladet mich zu Festen ein,
Ich sitz in junger Schönen Reihn,
Da fang ich an zu schlafen.
Ein reizend Mädchen kützelt mich:
Da sitzt der Thor, da schämt er sich,
Und kann sie nicht bestrafen!
[27]
Nun tönt der Instrumenten Chor:
Es tritt die Jugend muthig vor,
Und tanzt durch alle Glieder:
Aus Mitleid reicht Selinde mir
Die schöne Hand: kaum folg ich ihr,
So sink ich taumelnd nieder.
Sie tanzen freudig, bis es tagt:
Ich unvermißt und unbeklagt,
Schleich in einsame Betten:
Da kömmt kein Traum, der mir ersetzt,
Was wachend mich vormals ergötzt:
Kein Schlaf kömmt mich zu retten.
Dann – – Himmel ach! wo denk ich hin?
Fühl ich nicht jetzund, wer ich bin?
Seh ich nicht Doris winken?
Komm Mädchen, gieb mir einen Kuß!
Madera her, geschwind! man muß
Ein solch Gespenst vertrinken.
StaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[28] Stax

O sollt ich es doch noch erleben,
Sprach Stax, daß man das Aergerniß
Der Hahnreyzunft ins Wasser schmiß!
Zehn Thaler wollt ich geben.
Sein Nachbar schien ihm beyzustimmen:
Wie kam sich Stax nicht witzig vor!
Doch seine Frau zischt ihm ins Ohr!
Heh, Männgen, kannst du schwimmen?
Die AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[29] Die Amazone

Du kleine stolze Amazone,
Mit deinem großen Federhut!
So sehr ich meines Lebens schone,
So hab ich doch bey dir noch Muth.
Du sollst mich auf dem Kampfplatz finden,
So bald dein Mund, »zum Waffen!« spricht:
Doch laß die Augen dir verbinden,
Mit deinen Augen fecht ich nicht.
Die GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[30] Die Grausame

Belind' erzählt, wenn sie mich spricht,
Wie viel sie Freyer abgewiesen:
Man hat sie zwar nie schön gepriesen;
Doch glaub ichs: warum glaubt ichs nicht?
Nur wird Belinde mir verzeihn,
Wenn ich um sie nie werde werben:
Denn lieber wollt ich zehnmal sterben,
Als von ihr abgewiesen seyn.
Die WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[31] Die Wünsche

Zwey Dinge wünsch ich auf der Erde,
Ihr Götter, hört mich, sie sind klein:
Fürs erste, daß aus Wasser Wein,
So oft ich wünsche, werde!
Fürs andre: werd ich alt und träge
Zum Freuden, meiner ersten Pflicht;
Daß ich, so bald mein Wunsch geschicht,
Zum Jüngling werden möge!
Die MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[32] Die Mütze

Als Junker Hanns in den Alleen
An seinem Schloß spatzieren gieng;
Sah er den Gärtner, Lukas, stehen,
(Es war ein Fest,) geputzt und flink.
Er sah: gethürmt, von seinem Ohr
Stieg eine steife Mütz empor.
Wie kömmst du zu der Hahnreymütze?
Sprach Junker Hanns, dieß ist zu früh!
»Mein, kennen sie die goldne Spitze,
Sprach Lukas, nicht? sie kennen sie?
Es gab mir sie die gnädge Frau,
Sie ist nicht so, wie sie, genau.«
Der ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[33] Der Zerstreuete

Leider! bin ich sehr zerstreut!
Und ich thu zu mancher Zeit
Nicht, was ich wohl soll!
Will mein Nachbar billig seyn,
So muß er mir dieß verzeihn:
Doch der Mann ist toll!
Jüngst kam ich zu ihm gerennt:
Eben schickt ihm ein Client
Ein paar Flaschen Wein;
Voll Zerstreuung leer ich aus:
Denn er selbst war nicht zu Haus,
Und sein Weib allein.
[34]
Dieß verlohnte sich der Müh:
Voll Zerstreuung sah ich sie
Für mein Weibgen an:
Eben kam der Narr zurück;
Und wer weiß, es war sein Glück!
Was ich sonst gethan!
Die SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[35] Die Schamhaftigkeit

Wie schamhaft, wie bescheiden ist
Mein Mädchen, die sanfte Blondine!
Als ich sie öffentlich geküßt,
Sprach sie mit zorniger Mine:
Wie? Unverschämter, geh! was denkt die Welt von mir?
Heut Abends fordr' ich selbst noch Rechenschaft von dir.
Wie schamhaft sittsam ist sie nicht
Mein Mädchen, die keusche Blondine!
Ich kam zu ihr: schon brannte Licht,
Ich wagts – – mit drohender Mine
Rief sie: o schäm dich! sieh! der Nachbar guckt heraus:
Sie zog den Vorhang vor, und blies die Lichter aus.
TrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[36] Trinklied

Es irrt Cartesius; es ist ein leerer Raum,
Ich sehs an meinem Magen:
Denn dieser kann das Leere kaum
Minuten lang vertragen:
Er will mit ausgesuchtem Wein
Von oben angefüllet seyn,
Und scheint mich stets zu fragen:
Schenkst du nicht wieder ein?
Die EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[37] Die Einfalt

Unter Rosen und Jesminen
Fand den letzten Frühlingstag
Mops die Chloe, die im Grünen
Ueberrascht vom Schlummer lag:
Weste spielten mit dem Kleide,
Und des Busens leichten Flor:
Und der Gott der Lieb und Freude
Guckt aus jedem Strauch hervor.
Mops wirft neben ihr sich nieder,
Kneipt sie, bis er sie geweckt:
Sie seufzt, schmählet, seufzet wieder,
Fragt, warum er sie erschreckt?
»Weißt du, was du mir versprochen?«
Ruft Mops; »jetzund halt es fein!
Es sind, dünkt mir, schon vier Wochen; – –
Gelt? so lange muß es seyn?«
[38]
Chloe wundert sich der Fragen,
Lächelt ja, und saget: Nein!
Ich? versprochen? kannst du sagen!
Glaube mir, es kann nicht seyn.
O, ruft Mops, wollt ich nur schwören
Doch Amynt belauscht uns ja:
Gleich sollst du es selber hören;
Ja, ich such ihn, warte da.
Nein, ich will ihn lieber suchen,
Sagte Chloe, warte du,
Und sie lief den stillen Buchen,
Wo Amyntas weidet, zu.
Mops bleibt voll Erwartung stehen;
Doch, wie lange wartet er?
Man würd ihn noch warten sehen,
Wenns nicht Nacht geworden wär.
Die LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[39] Die Lachtaube

An Phillis.


Du fragst, warum dieß artge Täubgen lacht?
Sahst du, was es vorhergemacht?
Es schnäbelte sein Weibchen da:
»Darüber lacht man,« fragst du? »Ja.«
Da sieh nur hin! es schnäbelt wiederum,
Und sieht sich lachend nach uns um.
Glaub mir, es lacht uns spöttisch an,
Daß wirs ihm noch nicht nachgethan.
Mein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[40] Mein Vorsatz

Wie sehr lieb ich mein Mädchen nicht!
Sie hat ein allerliebst Gesicht,
Zu schön, um es recht zu beschreiben:
Doch daß, wenn sie mir untreu wär,
Ich drüber den Verstand verlöhr:
Das laß ich wohl bleiben.
Ich trinke gern ein Gläßgen Wein,
Schenkt mir Freund oder Mädchen ein,
Darzu laß ich mich niemals treiben:
Doch daß ich Nächte lang dieß trieb,
Und morgen mir die Stirne rieb:
Das laß ich wohl bleiben.
[41]
Ich wünschte mir ein eigen Haus,
Und theilte gern auch Gnaden aus
Ließ Hypothecken mir verschreiben;
Doch daß durch niedrigen Gewinn
Ich reicher würd, als ich jetzt bin:
Das laß ich wohl bleiben.
Mit einer Frau von vielem Geld,
Hat sie noch sonst, was mir gefällt,
Würd ich mich allenfalls beweiben:
Doch daß ich Schwägern demuthsvoll
Viel Reverenze machen soll,
Das laß ich wohl bleiben.
Ein Amt, wobey die Welt mich ehrt,
Das mich bequem und reichlich nährt,
Darwider werd ich mich nicht sträuben:
Doch soll ichs durch Laqueyn erflehn,
Mich krank in Antichambern stehn?
Das laß ich wohl bleiben.
[42]
Des Lebens Glück ist mir ein Freund:
Auch bin ich keines Menschen Feind,
Die oft durch Thorheit uns betäuben:
Doch daß ich aus der Narren Zahl
Vertraute hole, sonder Wahl:
Das laß ich wohl bleiben.
Noch wallt die Freud in meiner Brust;
Noch hab ich viel zu leben Lust,
Wenn mich die Welt nicht will vertreiben:
Doch daß ich winselnd Abschied nähm,
Wenn schon so früh die Parce käm:
Das laß ich wohl bleiben.
Die MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[43] Die Mutter

Was fällt doch meiner Mutter ein!
Vorzeiten ließ sie mich allein:
Jetzt keinen Augenblick.
Ich geh ins Feld, ich geh in Hayn,
Gleich hör ich sie von weiten schreyn:
»Heh, Mädchen, komm zurück!«
Wie ist der guten Mutter bang,
Als würde mir die Zeit zu lang?
Ja, dafür steh ich ihr.
Ich geh da, oder dorten hin,
Mein Thyrsis weiß schon, wo ich bin,
Und alsdann – – spielen wir.
[44]
Denkt sie, wenn sie nicht bey mir ist,
Daß mir der Wolf mein Schäfgen frißt?
Denn nie verläßt es mich.
Ey, ja doch, das hat große Noth:
Ich glaube, Thyrsis schlüg ihn todt:
Er liebt es mehr als ich!
Die SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[45] Die Schwatzhaftigkeit

So schweig doch, kleine Schwätzerin!
Hast du noch stets etwas zu sagen?
Und immer noch etwas zu fragen?
Die Zeit fliegt, wie ein Vogel hin.
Bringt dir das Gestrige Genuß?
Kennst du das Glück vom nächsten Morgen?
So laß uns lieber dafür sorgen,
Was man jetzt thun, nicht, sagen muß.
Bedenk, wie mancher Augenblick
Ist plaudernd, ungenützt verschwunden,
Und Augenblicke werden Stunden,
Und Jahre, Stunden voller Glück.
Du machst, daß ich selbst schwatzhaft bin – –
Wohlan, laß uns mit heißen Küssen
Den plauderhaften Mund verschließen! – –
Wenn wirds, du kleine Schwätzerin?
Die schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[46] Die schöne Aussicht

Wie wunderlich ist nicht die Welt,
Daß sie die Aussicht hier für unvergleichlich hält:
Hier blüht, sagt sie, ein junger Wald,
Der von Gesängen wiederschallt.
Dort schwatzt ein buhlerischer Bach
Dem lispelnden Geräusch der nahen Sträuche nach:
Hier strahlt die bunte Wiese vor:
Dort schwillt ein stolzer Berg empor.
Da duften Blumen ohne Zahl
Die Ros im Garten hier, die Veilche dort im Thal,
Hier – – doch laßt mich erst Doris sehn,
Ist ohne Doris etwas schön?
Die stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[47] Die stumme Schöne

Als ich die junge Clitia
Schön, wie ein Tag im Frühling, sah,
Rief ich: welch reizendes Gesicht!
O Schade! daß sie doch nicht spricht!
Sie sprach, und nun war ich ganz Ohr,
Kaum stammelt sie zwey Worte vor;
So rief ich: welch ein schön Gesicht!
Nur ewig Schade! daß sie spricht.
Die WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[48] Die Wahl

Mein Nachbar will, ich soll einmal
Von seinen Töchtern eine wählen,
So sehr kann keine Kayserwahl
Des Reichs erlauchte Fürsten quälen:
Die ein ist blond, die andre braun,
Und beyde reizend anzuschaun;
Wie soll ich wählen?
Wär nur der gute Mann gescheut,
So könnten wir dieß Glück erleben;
Er dürfte mir auf einge Zeit
Die artgen Kinder beyde geben:
Ich schwör bey meiner Ehrlichkeit,
Ich wollt ihm eine, mit der Zeit
Wohl beyde wiedergeben.
Das KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[49] Das Kammermädchen

O was für Augen! welch ein Mund!
Die Brust, wie weis, wie voll, wie rund!
Wie schalkhaft der verstohlne Blick!
Der schlanke Leib, welch Meisterstück!
Wahrhaftig! ja, sie ist zu schön!
Wer kann der Sehnsucht wiederstehn?
Mich ladet Mund und Busen ein;
Das Mädchen muß geküsset seyn – –
Doch, Chloris schreyt? – Nein, halte nicht
Den Fächer spröde vors Gesicht!
Gewiß, ich redte nicht von dir,
Dein Kammermädchen meynt ich hier.
Der EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[50] Der Eremit

Dem stürmischen Geräusch der schnöden Welt entrissen
In diesem finstern einsamen Hayn,
An den Gedankenreichen Flüssen
Will ich mich ganz der Weisheit weihn.
Von keinem eitlen Wahn bethört,
Von tummen Narren nicht beschwert
Soll mich die ernste Stille lehren – –
Mein Glas in frohen Zügen leeren.
Dem kritischen Geschwätz der neidschen Welt entrissen,
Im Feld, im Thal, im schattichten Hayn,
An diesen blumenreichen Flüssen
Will ich mich der Natur ganz weihn.
Wenn iezt die Sonn im Majestät
Dort auf, der Mond hier untergeht,
So lehr die Flucht der Zeit mich schließen –
Jetzt sey es Zeit, mein Mädchen zu küssen.
Doris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[51] Doris im Nachtkleide

Artges Mädchen! schämst du dich,
Daß ein leichtes Kleid dich decket?
Schäm dich! daß darhinter sich
Zu viel Schönheit noch verstecket!
Sah man einen Palatin
Auf Cytherens Busen schwimmen?
Oder Schnabeleisen glühn,
Um das blonde Haar zu krümmen?
Frey ließ sie, der Weste Spiel
Es von weißen Schultern fallen,
Und der süßen Neugier Ziel
Stolz die Brust entgegen wallen.
[52]
Keine Spitze, kein Gewand
Drückte die polirten Glieder,
Nur des Gürtels leichtes Band
Lief von stolzen Hüften nieder:
Doch war jedes unterthan,
Wo ihr Blick die Herrschaft übte,
Menschen beteten sie an,
Und der ganze Himmel liebte.
Du, an gleicher Anmuth reich,
Laß dir deine Macht nicht nehmen!
Du bist einer Göttin gleich,
Und kannst dich so menschlich schämen?
Der BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[53] Der Betrug

Ich trink, und oft betrink ich mich,
Mein Mädchen, auf dein Wohlergehen!
Da solltest du den Vater Bacchus sehen:
Er denkt, und brüstet sich,
Es sey blos ihm zum Trost geschehen.
Der gute Narr! er brüste sich,
Frohlocke gegen seine Brüder!
Ich sag es dir, doch sag es ihm nicht wieder!
Aus Liebe nur für dich,
Trink ich, trink ich mich öfters nieder.
Die ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[54] Die Zeit

Wenn mich bejahrte Spröden quälen,
Mir ihrer Jugend Glück erzählen,
Und auf die ietzgen Zeiten schmählen:
Wie lang wird mir die Zeit!
Wenn artge Mädchen mit mir spielen,
Die noch wie ich, ihr Leben fühlen,
Und schlau nach meinem Herzen zielen,
Wie hurtig verschwindet die Zeit!
Wenn meine Vettern mich betäuben,
Mir weise Regeln niederschreiben,
Wie ich soll gute Wirthschaft treiben:
Wie lang wird mir die Zeit!
Doch wenn sie wie der Tejer winken,
Wo eingeschänkte Gläser blinken,
Mit ihnen jugendlich zu trinken,
Wie hurtig verschwindet die Zeit!
[55]
Wenn mich politsche Mäckler stören,
Sich wieder Türk und Pabst verschwören,
Bald Reiche baun, bald sie zerstören,
Wie lang wird mir die Zeit!
Doch wenn mit unsrer Zeit zufrieden,
Mich muntre Freund im Krieg und Frieden,
Durch heitre Scherze nie ermüden:
Wie hurtig verschwindet die Zeit!
Wenn meine Wechsel langsam gehen,
Die Gläubiger nicht Spas verstehen
Und Wirthe mich nicht gerne sehen,
Wie lang wird mir die Zeit!
Doch wenn die volle Börse klinget,
Man Wein mir ungefordert bringet,
Wenn man bald tanzt, bald küßt, bald singet:
Wie hurtig verschwindet die Zeit!
Das hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[56] Das hat er gut gemacht

Clitandern macht sein Reichthum Sorgen:
Der bringt ihm Geld, und der will borgen,
Und jener handelt um den Pacht:
O welche Quaal! um sie zu enden,
Eilt er sein Reichthum zu verschwenden:
Das hat er gut gemacht!
Stax fordert Geld, um froh zu leben,
Sein Vater will ihm keines geben
Von Schätzen, die er toll bewacht:
Er thut dem Vater einen Possen,
Geht in den Krieg, und wird erschossen:
Das hat er gut gemacht!
Mops, in Carossen herzufahren,
Nimmt sich ein Weib von siebzig Jahren,
Denn sie hat Geld, und er liebt Pracht;
Nie hat ihm mehr als jetzt gefehlet:
Im kurzen ist er todt gequälet,
Das hat er gut gemacht!
[57]
Jobst, seiner Kinder Glück zu heben,
Läßt sich des Adels Würde geben,
Und lehrt sie ihres Standes Macht:
Doch bey freyherrlichen Geberden
Sieht sie die Welt zu Bettlern werden:
Das hat er gut gemacht!
Ruffin will als Minister sterben,
Und sucht durch Ränke zu erwerben,
Worzu ihn kein Verdienst gebracht;
Er steigt am Hof und fällt auch wieder,
Der Höfling tritt ihn stolz darnieder:
Das hat er gut gemacht!
Veit, der der Zeiten Bosheit kannte,
Freut sich jetzt seiner alten Tante,
Die seine junge Frau bewacht:
Doch die zu menschlich sie zu quälen,
Hilft ihr die jungen Buhler wählen:
Das hat er gut gemacht!
Thyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[58] Thyrsis und Chloe

Thyrsis.

Mein Kind, laß nicht den Lenz verstreichen,
Mehr als mein Leben lieb ich dich.
Ach! Chloe, liebest du auch mich?
Willst du mir Hand und Herze reichen?
Chloe.

Das wird man dir auch gleich erzählen,
Ich sage weder Ja noch Nein.
Ein Mädchen muß gehorsam seyn:
Drum laß nur den Papa befehlen.
Chloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[59] Chloe im Bade

Ich habe Chloen im Bade gesehn,
Sie war – – wie sehr war sie nicht schön!
Sie stand wie eine der Göttinnen da,
Die Paris auf dem Ida sah.
Wie eine Lilje im reinen Crystall,
So glänzte Chloe überall.
Ich sah – – doch nein, geblendet zu sehr,
Sah ich ganz außer mir nicht mehr.
Der SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[60] Der Sperling

An einem heitern Frühlingsmorgen
Trat Doris früh erwacht ans offne Fenster hin;
Allein ihr alter Geck Crispin,
Schnarcht noch empfindungslos, und träumet güldne Sorgen.
Sie fühlet halb des Morgens Freuden,
Jedoch nur halb – – indem sah sie in süßer Müh
Den Spatz bey seiner muntern Sie,
Sie liebten sich so oft, man mußte sie beneiden.
Auch weis ich nicht, was Chloen fehlte:
Sie ward bestürzt, ganz roth, fing laut zu seufzen an;
Sah bald ins Feld, bald nach dem Mann,
Der noch im Traum sein Geld und Wechsel überzählte.
[61]
Zuletzt stört sie mit heißen Küssen
Und süßem Ungestüm ihn in der Träume Lauf,
Er springt bestürzt vom Lager auf,
Und schreyt: wo ist der Dieb, der mir mein Gut entrissen?
Sie zieht ihn mit beredten Schweigen
Ans Fenster hin, und seufzt: ach Männchen, glaubest du,
(Schon seh ich eine Stunde zu,)
Seit diese Vögelchen sich so verliebt bezeigen.
Für Bosheit fängt er an zu beben,
Sperrt weit die Augen auf, und schreyt erstaunungsvoll:
»Wie? sag mir, Närrin, bist du toll?
Bleibst du in Ewigkeit an Kinderpossen kleben?«
Die UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[62] Die Ungerechtigkeit

An Chloen.


Man rühmt an Chloen jederzeit,
Wie tugendhaft sie sey:
Und für die Ungerechtigkeit,
Trägst du doch keine Scheu?
Mit schönem Zorne drohst du mir,
Stampfst mit dem kleinen Fuß,
Und stößest mich erzürnt von dir,
Verdiente dieß ein Kuß?
Gut! daß du weißt, auf welch Versehn,
Dergleichen Rache blitzt;
So laß mich es geschwind begehn,
Dann strafe so wie itzt!
Die MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[63] Die Mondenfinsterniß

Die Finsterniß des Monden zu sehn,
Ladt ich jüngst Freund und Brüder ein:
Dieß kann, sprach ich vortrefflich geschehn
In einem Glase blanken Wein.
Sie kamen und ich schenkte frisch ein:
Gebt acht! schrie ich, da, seht ihr, da!
Jedoch sie stürzten hurtger hinein,
Als sich der Mond im Glase besah.
Die Finsterniß gieng wieder vorbey,
Man sah den Strahl des Mondenlichts:
Was saht ihr, rief ich – – mit großem Geschrey
Antworteten sie taumelnd: Nichts!
Das GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[64] Das Gelübde

Unter dicht bewachsnen Linden
Fand mich Damon ganz allein,
Und er glaubt aus tausend Gründen,
Meiner Liebe werth zu seyn:
Doch ich sprach, nein, dich zu lieben,
Lieber Damon, geht nicht an,
Von der Freyheit Glück getrieben,
Hab ich ein Gelübd gethan.
Seines Lebens ganzes Glücke,
Seiner Freuden Gegenstand
Nennt er mich: mit sanftem Blicke
Drückt er mir dabey die Hand.
Ja, er raubt mir einge Küsse,
Eh ich weis, wie mir geschicht;
Schmeckten sie gleich noch so süße,
Mein Gelübd brach ich doch nicht.
[65]
Wild zog er mich zu sich nieder,
Setzte mich auf seinen Schoos;
Doch mir bebten alle Glieder,
Kraftlos sank ich auf das Moos:
Nacht umnebelte die Sinnen,
Ich weis nicht, wie mir geschah!
Kurz: beklagt mich Schäferinnen,
Mein Gelübde brach ich da!
Mädchen, wollt ihr etwas wagen,
Wagt nur ein Gelübde nicht!
Denn ihr brechts in ersten Tagen,
Wenn euch nur ein Schäfer spricht:
Mit der Freyheit frey zu walten,
Welch gefährlich Eigenthum!
Götter! dieß Gelübd zu halten,
Schafft uns und die Schäfer um!
Der SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[66] Der Spiegel

Ja Doris, du bist mir zu schön!
Hier! willst du dich im Spiegel sehn?
Da sieh! und sag mir ob ich wohl
Dich sehn, und dich nicht lieben soll?
Doch Doris, nein: du bist zu schön!
In Spiegel darfst du selten sehn:
Vielleicht möchtst du zu meiner Pein,
Ein weiblicher Narcissus seyn!
Der Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[67] Der Gebrauch der Jugend

Was hilft das Leben, wenn man es nicht nützt?
Wenn man die fröliche Zeit
Zu lieben sich verbeut:
O Doris, was hilft dir dein Leben anitzt?
Was nützt die Rose wenn man sie nicht bricht?
Man geht unfühlend vorbey,
Fragt nicht, wie schön sie sey;
Sie stirbt, kein Liebling beklaget sie nicht!
[68]
Was nützt die Traube, wenn man sie nicht preßt?
Sie muß durch göttlichen Wein,
Erst unser Herz erfreun;
Sonst schmückt sie traurig das durstige Fest.
Was hilft die Schönheit, die ungenützt flieht?
Zu keinem Kusse verführt,
Matt, kindisch, ungerührt,
Entweicht sie im Jahren des Lenzes verblüht.
Wohl! ich bin jung; du, Doris, bist schön!
Wenn meine Jugend verraucht;
Dein Reitz flieht ungebraucht,
So denke, wie werden wir beyde bestehn?
GrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[69] Grablied auf einen in der Schlacht gebliebenen jungen Helden

Jüngling.

Hier fiel der Jüngling unser Freund!
Der Held sank hier dahin!
Noch schlug er sterbend seinen Feind,
Fiel siegreich über ihn.
Mädchen.

Der Mädchen stiller Wunsch war Er!
Der jungen Manner Neid:
Der Kriegesgott im Helm und Speer,
Apoll im Friedenskleid.
Chor der Jünglinge und Mädchen.

Auf! stattet der Zärtlichkeit Pflichten ihm ab!
Umpflanzet mit düstern Cypressen sein Grab!
Erhebt ihn in Liedern, und baut ihm Altäre,
Und weint ihm der Liebe gebeiligte Zähre!
[70] Jüngling.

Voll Schweis und Blut riß seine Hand
Viel an ihr Lebensziel:
Für König und für Vaterland
Verblutet er und fiel!
Mädchen.

Da trug ihn hoch sein stolzes Roß,
Voll von des Jünglings Muth:
Für uns, für unsre Mütter floß
Sein edles Heldenblut!
Chor der Jünglinge und Mädchen.

Des Jünglings Verdiensten und Thaten getreu,
Erbaut ihm Tropheen und singt ihn dabey!
Und nennet ihn unter den Helden, den Größten,
Und unter den Freunden der Menschen, den Besten!
[71] Jüngling.

Nicht Wall noch Mauern schreckten ihn,
Er schwung sich kühn darauf!
Zuletzt riß ihn sein Muth dahin
In seines Ruhmes Lauf.
Mädchen.

Noch todt, schön, wie der Maja Sohn,
Lag er voll Blut besprützt:
Ein ewger Nachruhm bleibt sein Lohn:
Man sing ihn spät, wie itzt!
Chor der Jünglinge und Mädchen.

Pflückt Rosen und Veilchen sein Grab zu bestreun!
Umpflanzt es mit Rosen, begießt es mit Wein!
Umhänget die Urne mit blühenden Kränzen!
Sein Name wird bey den Unsterblichen glänzen!
Der ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[72] Der Zweifel

Daß Weltbezwinger voll von Krieg,
Durch Schlacht, Eroberung und Sieg,
Die Bürger groß und glücklich machen:
Ja, daran zweifl' ich sehr:
Doch daß die Staaten reizend blühn,
Wo Fürsten weise Bürger ziehn,
Und über die Gesetze wachen:
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
[73]
Daß das Verdienst am Hofe steigt,
Das Laster vor der Tugend schweigt,
Vom Thron beschämt die Schmeichler eilen,
Ja, daran zweifl' ich sehr:
Daß Narrheit, Bosheit, Trug und List
Zur Hoheit oft die Leiter ist,
Laquayen Huld und Gnad ertheilen,
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
Daß jeder Priester heilig lebt,
Der Philosoph nach Weisheit strebt,
Die Unschuld vor Gerichte sieget;
Ja, daran zweifl' ich sehr.
Daß oft der Fromme menschlich irrt,
Der Philosoph zum Thier oft wird,
Das Recht dem Gold oft unterlieget;
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
[74]
Daß, wer aus goldnen Schüsseln speist,
Den laut der Pöbel glücklich preist,
Des Lebens wahres Glück empfindet;
Ja, daran zweifl' ich sehr:
Doch daß der Mann sein Leben nützt,
Der nicht mehr wünscht, als er besitzt,
Sich nicht am Wahn des Pöbels bindet;
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
Mein Vetter schüttet Geld in Hut,
Und ruft: dieß ist das höchste Gut!
Sieh Kind, dieß mußt du dir erwerben;
Ja, daran zweifl' ich sehr.
Doch wenn man nicht sein Geld vergräbt,
Mit Freunden davon freudig lebt,
Daß es denn schön ist, Geld zu erben:
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
[75]
Wenn sich Beatrix schminkt und schmückt,
Liebäugelt, buhlt, die Hände drückt,
Daß sie dadurch ein Herz entrissen.
Ja, daran zweifl' ich sehr:
Doch daß, wenn auch kein Putz sie ziert,
Die göttliche Selinde rührt,
Und jeder Mund sie wünscht zu küssen,
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
Daß, um geehrt und reich zu seyn,
Ich mich demüthig, kriechend, klein,
Wenn mich das Glücke flieht, geberde;
Ja daran zweifl' ich sehr.
Daß ich entfernt vom Sklaverey,
Freund, Vaterland und Mädchen treu,
Frey leben und frey sterben werde:
Nein, daran zweifl' ich nicht mehr.
Zweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[76] Zweykampf mit dem Amor

Ja, die Vernunft bewaffnet mich:
Nun Amor, streit ich wider dich;
Du magst ein Gott, ich sterblich seyn:
Nur komm, und kämpf, wie ich, allein!
Ich sieg, und weis es im Voraus!
Nur darfst du, dieß bitt ich mir aus,
Den Bacchus nicht um Hülfe flehn! – –
Ein andrer streite wieder zween!
Was ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[77] Was ich will und nicht will

Berette mit den gelben Haaren
Und todtenfarbigem Gesicht;
Jung am Verstand und alt an Jahren,
Will mich, allein ich mag sie nicht.
Themiren, die wie Rosen blühet,
Um die der Frühling Liljen flicht,
Nie Herzen preßt, nie spröd entfliehet,
Will ich, allein sie will mich nicht.
Megäre, die zu allen Dingen
Mit Fingern schnippt und widerspricht,
Gebietrisch winkt, um uns zu zwingen,
Will mich, allein ich mag sie nicht.
Climene, die die Macht nicht fühlet,
Wenn sie gefällig weichend ficht,
Und wenn sie zärtlich fleht, befiehlet,
Die will ich, doch sie will mich nicht.
[78]
Nerine, die in tiefen Schlüssen
Sich grundgelehrt den Kopf zerbricht,
Vom Grundtrieb redt, wenn sie soll küssen,
Will mich, jedoch ich mag sie nicht.
Lucinden, die von Witz beseelet,
Vernünftig mehr, als witzig spricht,
Bescheiden urtheilt, niemals fehlet,
Will ich, allein sie will mich nicht.
Corinne, deren Zauberblicken
An Buhlern es niemals gebricht,
Doch neue stets sucht zu berücken,
Die will mich, doch ich will sie nicht.
Selinde, die die Herzen raubet,
Wenn jede Mine Seele spricht,
Und siegt sie, nie zu siegen glaubet,
Die will ich, doch sie will mich nicht.
An ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[79] An ein Veilchen

Mein Veilchen, laß die Schmeicheleyen
Des jungen Zephyrs dich nicht reuen,
Du unsrer Gärten erste Zier!
Dich soll ein schöner Loos beglücken;
Den schönsten Busen sollst du schmücken,
Und alle Grazien mit dir.
Ja, an dem Busen vom Selinden
Sollst du den stolzen Wohnplatz finden! – –
Für Freuden, seh ich, zitterst du?
Hier laß dich stolzre Blumen neiden,
Und duft ihr dankbar alle Freuden
Der süßesten Gerüche zu.
Geh hin zu ihren schönen Händen!
Durch dich, mein Glücke zu vollenden,
Sey ihr mein treues Herz erklärt! – –
Umsonst! wie könnte dieß geschehen?
Wie bald! wie bald wirst du vergehen,
Da ewig meine Liebe währt!
FortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[80] Fortsetzung der Erzählung des Hesiodus von der Büchse der Pandore

Als einst die Büchse von Pandoren
Das Unheil durch die Welt verstreut:
Wie kläglich wurden da die Ohren
Der Menschen Vater voll geschreyt!
Der will von Liebesflammen sterben,
Der klagt des Nachbars Freundschaft an:
Dem fehlt die Frau, und dem die Erben,
Die quält den Mann, und sie der Mann.
[81]
Was sollte Jupiter da machen?
Im ganzen Himmel war kein Rath.
Im Anfang mußt er drüber lachen;
Doch man wird auch des Lachens satt.
Zuletzt gab er der Welt die Beere,
Aus der man Wein durch Keltern preßt,
Die that mehr, als die beste Lehre,
Denn jeder Klagort ward ein Fest.
Der Jüngling heilt von seinen Wunden,
So bald der helle Römer klingt:
Dem Nachbar gönnt man frohe Stunden,
Wenn man in seinem Keller trinkt:
Man trinkt sich stark zum Eheseegen,
Und schickt zur Noth die Frau ins Bad:
Man trinkt, wenn Händel sich erregen,
Bis man sich fromm getrunken hat.
Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[82] Der Vogel im Sprenkel

Du weinest, schöne Caroline,
Daß sich dies Vögelchen hier in dem Sprenkel quält?
Doch siehst du längst an mir die bange düstre Mine,
Und fragst nicht einmal, was mir fehlt?
Du wünschst die Freyheit ihm zu geben?
Wohlan! es flattre hin! sein Glück verdank es dir!
Da sieh! vom nächsten Ast dankt dir sein Lied das Leben,
Allein das Meine raubst du mir. – –
Dich scheint der Vorwurf zu betrüben,
Du rufst: »so grausam! ich? und wie? wenn raub ichs dir?«
Ja, Schönste, raubst du mir die Freyheit dich zu lieben,
Raubst du da nicht das Leben mir?
Trinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[83] Trinklied

Die Kehle tönt nicht ewig Lieder,
Den Fuß hebt nicht stets Frölichkeit:
Drum leert die Gläser, werthen Brüder,
Und singt und tanzt, noch ist es Zeit!
Was hilfts, wenn einst gleich alle Schönen
Mit Blumen euer Grab bestreun:
Jetzt lasset uns mit Rosen krönen,
Jetzt salbt die muntre Scheitel ein!
Jetzt netzt den Gaum mit frischem Weine,
Und stärket Muth und Blut zugleich:
Wenn einst die modernden Gebeine
Im Weine schwömmen: hülf es euch?
Der SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[84] Der Soldat

Zieht hier ein Krieger stolz geschmücket,
Den Hut ins Auge tief gedrücket,
Mit bloßem Schwerdt vor seinen Reihn,
So wünsch ich ein Soldat zu seyn:
Doch soll der Zug nach Böhmen gehen,
Wo bärtige Panduren stehen,
Die mit verdammten Messern dräun;
So wünsch ich, kein Soldat zu seyn.
Wenn schmetternd die Trompete klinget,
Die Freud aus rauhen Kehlen singet,
Und muthge Rosse wiehernd schreyn,
So wünsch ich ein Soldat zu seyn:
Doch wenn sie keine Menschheit fühlen,
Nach Köpfen, wie nach Scheiben zielen,
Ihr junges Leben nicht bereun,
So wünsch ich, kein Soldat zu seyn.
[85]
Wenn sie in volle Keller brechen,
Und brüderlich zusammen zechen,
Im Ungarn oder an dem Rhein,
So wünsch ich ein Soldat zu seyn:
Doch wenn sie sich zu frech bezeigen,
Und kühn auf Wäll' und Mauern steigen,
Wo plumpe Mörser Feuer speyn,
So wünsch ich, kein Soldat zu seyn.
Wenn Mädchen vor Croaten beben,
Und sich in ihren Schutz begeben,
Den sie den Mädchen gern verleihn,
So wünsch ich ein Soldat zu seyn.
Doch wenn, den Raub davon zu tragen,
Sie sich darum mit Säbeln schlagen,
Sich nie der Beute sicher freun,
So wünsch ich, kein Soldat zu seyn.
Ein VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[86] Ein Verweis

Mein sag mir, Niklas, wie du bist;
Da weinst du, weil ich dir erzählet,
Daß mich die Mutter ausgeschmälet,
Daß du mich, weist du wohl, geküßt.
Du Narr, wie schmält sie denn auf dich?
Ich will dir wieder was erzählen – –
Laß doch die Mutter immer schmälen,
Und komm du her und küsse mich!
Der geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[87] Der geflügelte Amor

Es wartet Amor hier auf dich,
Bezaubernde Climene!
Hier in den Büschen, wo ich mich
Nach deinen Küssen sehne:
Er nimmt oft deine Minen an,
Damit er sichrer siegen kann.
O! um geschwinder hier zu seyn,
Laß dir ietzt seine Flügel leihn!
Der IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[88] Der Irrthum

Ja, liebe Mutter, ihr habt Recht,
Daß ich der Männer falsch Geschlecht,
Wie ihr verlangt, zu hassen schwur:
Doch da ich schwur, da kannt ich meine Vettern nur:
Da glaubt ich, alle Männer wären
Den alten Zänkern gleich:
Doch Mutter, wenn ihrs glaubt, o so betrügt ihr euch!
Da solltet ihr den jungen Damon sehn:
O der ist frisch! o der ist schön!
Ich weiß, ihr würdet ihn zu lieben nicht verschwören!
Die RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[89] Die Rose

Mutter und Tochter.

Mutter.

Wo ist die schöne Rose hin,
Die ich dir vorhin gab?
Halb aufgeblüht brach ich sie diesen Morgen ab:
Sie war des Frühlings letzte Zier,
Die schönst am Stock, und doch gab ich sie dir!
Sag mir: wo ist sie hin?
Tochter.

Da kam mir Damon in den Lauf:
(Ihr wißt es, er ist schön!)
Er bat entzückt darum, so bald er sie gesehn:
Er küßte sie, und bat recht sehr.
Ich dacht – – Je nun, wie? wenn ich sie verlöhr?
Und er – – er hebt sie auf.
ChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[90] Chloe

Ja, Chloe, wenn du bey mir bist,
Was auf der Welt nur reizend ist,
Hab ich alsdenn gesehn:
Allein umringet ohne dich,
Der ganzen Erde Schönheit mich,
So ist mir doch nichts schön.
Die Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[91] Die Liebe ist blind

Mein Onkel stellt mir ewig vor:
Es sey die Liebe blind.
Doch im Vertraun, er ist ein Thor,
Und redet wie ein Kind.
Denn wär sie blind, wie? säh ich ein,
Wie reizend Chloe blüht!
Er mag wohl blind für Thorheit seyn,
Weil er nicht dieses sieht?
Der FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[92] Der Friede

induciae,

Bellum, pax rursum.

Schon lang trink ich den goldnen Frieden
Mit meiner Chloe her:
Bald wird uns sein Verzug ermüden,
Wir seufzen, trinken, flehn, und doch, wo bleibet er?
O nähmen Könige der Erden
Zum Beyspiel dich und mich:
Sie würden bald versöhnet werden;
Den Mittag zanken wir, und Abends küß ich dich.
Der WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[93] Der Weise

Von allen Freuden abgeschieden,
Mit Wasser und mit Brod zufrieden,
Lebt dort Arist vergnügt allein.
Und man verleibet ihn den Reihn
Der Weisen unsrer Zeiten ein.
Von ihm bin ich nicht unterschieden.
Ich lebe so wie er zufrieden, – –
Doch nur bey Freuden, Mädchen, Wein:
Warum verleibt man mich den Reihn
Der Weisen unsrer Zeit nicht ein?
Der SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[94] Der Schwur

Du willst es, eine ewge Treu
Soll ich dir, schöne Doris, schwören:
Du dringst darauf? wohlan es sey!
Doch mußt du meinen Wunsch erhören.
Eh hasse Freud und Jugend mich,
Eh sey mein Wein von Wasser trübe;
Eh ich nicht, schöne Doris, dich – –
Wie alle Mädchen ewig liebe.
An einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[95] An einen Bach im Winter

Du rauschest, sanfter Bach, auch nicht für Freuden mehr?
Kein Blümchen spiegelt sich in dir:
Vom Schnee bedeckt, vom Eise schwer,
Gleichst du, ja gleichst du mir.
Du gleichest mir, so lang mir Chloe grausam ist:
Da glänzt mir keine Freude mehr,
Mein Herz, das alles Glück vergißt,
Klopft kaum von Seufzern schwer.
[96]
Doch dich lös't einst der Lenz zu neuen Freuden auf:
Da singt um dich der Vögel Chor,
Dein murmelnder verliebter Lauf
Lockt Blum und Laub hervor.
O daß mir doch, wie dir, auch einst ein Lenz erschien,
Ergäb sich einstens Chloe mir!
Da würden mir auch Freuden blühn,
Ein ewger Lenz in ihr!
Der HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[97] Der Herbst

Trinklied.


Trinkt, trinkt, trinkt,
Trinkt, ihr unverdroßnen Brüder
Eures Lebens Sorgen nieder!
Singt, singt, singt,
Singt darunter frohe Lieder,
Trinkt darauf und singet wieder!
Reich, reich, reich,
Träufelt Seegen von Lyäen,
Von den weinbepflanzten Höhen!
Euch, euch, euch,
Lächelt er zukünftge Freuden,
Um die Götter euch beneiden.
[98]
Hört, hört, hört,
Hört der Winzer frohen Willen
Fässer her! wir müssen füllen.
Leert, leert, leert,
Leert dieß Faß mit tapfern Zügen,
Daß die Winzer Tonnen kriegen!
Der blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[99] Der blöde Liebhaber

Dein schmachtend Auge scheint mir, Chloe, längst zu sagen,
Daß du nicht unempfindlich bist,
Und daß der Wunsch von meinen stillen Klagen
Dir kenntlich worden ist:
Doch was dein schmachtend Aug mir scheinet zu gewähren,
Hab ich zu fodern nie gewagt:
O! frage mich, laß dir von mir erklären,
Was dir mein Auge klagt!
Der MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[100] Der Morgen

Damon.

So glänzt die Zier der jungen Flore,
Die Rose, die sich erst entschließt,
Wenn sie die lächelnde Aurore,
Begleitet von dem Zephyr küßt:
Wie du, wenn du voll Reitz und Leben
Gegrüßt von Lerchen früh erwachst,
Und mir, von Grazien umgeben,
Mit sanftem Aug entgegen lachst.
Sylvie.

Vergebens fliehen vor Auroren
Die Schatten der bethauten Nacht,
Der junge Tag bereits gebohren,
Ist ohne dich mir finstre Nacht.
Die Blumen, die ich für dich pflücke,
Die schlummern noch: in süßem Wahn
Bricht mit dem ersten deiner Blicke
Mir erst mein schöner Morgen an.
Die LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[101] Die Linde

An Chloen.


Ach Chloe! von der schönen Linde,
Die unsrer Lieb oft Schatten gab,
Fällt bleich, getödtet von dem Winde,
Das Laub, der Stolz des Frühlings ab.
Doch wird nach langen Wintertagen,
Für sie ein neuer Frühling blühn,
Und dieser Schmuck, den wir ietzt klagen,
In voller Pracht sie überziehn.
Nur Chloe, uns, wenn wir verblühen,
Keimt nie ein neuer Frühling auf,
Und Jahre, die uns ietzt entfliehen,
Beschleunigen zum Herbst den Lauf.
Was ist zu thun? – – bleib mir ergeben,
Mir sollst du ewig reitzend seyn:
So werden wir, wenn wir verleben,
Im Herbst uns eines Frühlings freun.
Die UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[102] Die Unschuld

Mutter.

Ja, liebes Kind, bisher hab ich dich selbst bewacht:
Nun bist du sechzehn Jahr, nun nimm dich selbst in Acht!
Flieh aller falschen Schäfer List:
Sie sagen dir, wie schön du bist,
Wie sehr ihr Herz von dir entzündet ist!
Doch darfst du ihnen niemals traun,
Und schwören sie, auf ihren Schwur nicht baun;
Denn wenn man ihnen nur den mindsten Kuß erlaubt,
So ist uns schon die Unschuld halb geraubt!
[103] Tochter.

So, Mutter? giengs euch so? ey warum sagtet ihr
Mir dieses nicht schon längst: was kann ich nun dafür,
Daß sie mir halb geraubet ist?
Denn Damon hat mich, welche List!
Zehnmal, ja hundertmal geküßt.
Schön ists: o wär es doch erlaubt!
Wie schön muß es erst seyn, wenn man sie ganz uns raubt!
Sagt Mutter, wie mans macht; sonst schweig ich etwan still,
Wenn Damon kömmt, und mir sie rauben will.
Die NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[104] Die Nachtigallen

Erwachet, holde Nachtigallen!
Laßt eure frühen Lieder schallen!
Die Liebe wecket euch,
Und mich zugleich.
O wär ich euch in allem gleich!
Allein, ihr singt der Liebe Freuden,
Ich aber ihre Leiden; – –
Wie sehr beneid ich euch!
Die EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[105] Die Eifersucht

Ja, ja, ich weis es, glaube mir,
Ich sah es selbst, daß Damon hier
Vertraulich mit dir sprach:
Ich merkt es auch, daß er dich pries,
Und sah es, da er dich verließ,
Sahst du, gestehs, ihm lächelnd nach.
Ich bin gutherziger Natur:
Dieß weis der Schalk, o wüßt ich nur,
Wie man recht böse thut. – –
Geh mit den kleinen Schmeichelein:
Ich will nun nicht geküsset seyn,
Du küssest mich nur wieder gut.
Doris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[106] Doris an Damon

Ich glaube dir:
Du schwörest mir,
Mir ewig treu zu seyn!
Kann ich wohl mehr begehren?
Doch auch mein Herz bleibt ewig dein;
Dies schwör ich dir,
Mein Damon, hier;
O könnt ich dir auch schwören
Stets jung und schön zu seyn!
Der UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[107] Der Undankbare

Mein Damon – – ja, er fliehet mich,
Entreisset meinen Fesseln sich!
Was gleichet meinem Schmerz!
Er glaubt, daß ich ihm grausam bin,
Und trägt sein Herz zu Daphnen hin:
Ach! kennt er doch mein Herz!
Macht ihm mein oft verirrter Blick
Sein mündlich ihm versagtes Glück
Nicht schmachtend offenbar?
O möcht er mir nur untreu seyn,
So rächt ich mich durch Stolz: allein,
Er ist auch undankbar!
Der RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[108] Der Ruf

Ja, reizende Selinde,
Von unsrer Zärtlichkeit,
So unwahr ich es finde,
Spricht man seit langer Zeit:
Man saget, deine Blicke
Verriethen dich zu sehr;
Zu meinem ganzen Glücke
Ach! fehlte wenig mehr.
Ich weiß, dein Auge schmählet,
So oft man davon spricht:
Du weist, wie viel noch fehlet,
Ich wünscht, es fehlte nicht!
Doch um nicht mehr zu klagen,
Selinde, weiß ich Rath:
Erfülle, was sie sagen!
So schweigt die ganze Stadt.
Amynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[109] Amynt und Doris

Amynt.

Ich nenne dich, ohn es zu wissen,
Im Traume glaub ich dich zu küssen,
Abwesend seufzt mein Herz nach dir:
Was um dich ist, zwingt mich zum Neide:
Erblick ich dich, o welche Freude!
Weist dus, so sag, was fehlet mir?
Doris.

Ein jeder Ort, wo ich dich finde,
Wird mir ein Heiligthum: die Linde,
Der Hayn, die Au, das Ufer hier:
Da hör ich Philomelen schlagen,
Gerührt sing ich in ihre Klagen,
Weist dus, so sag, was fehlet mir?
[110] Amynt.

Entfernt hab ich dir viel zu sagen,
Du kömmst, und mußt mich alles fragen,
Und ganz verstummt geh ich von dir:
Ich geh von dir, um dich zu suchen,
Und einsam red ich mit den Buchen:
Weist dus, so sag, was fehlet mir?
Doris.

Dein Auge trauert, und ich weine,
Du lächelst: gleich dem Sonnenscheine
Im May, fließt Freud auf mich von dir,
Man lobt dich, um mich zu gewinnen,
Doch zittr' ich, thun es Schäferinnen:
Weist dus, so sag, was fehlet mir?
[111] Amynt.

Mir gilt ein einzger deiner Blicke
Mehr als der Erde gröstes Glücke,
Wie sollt es wohl die Liebe seyn?
Doris.

Die Heerden wollt ich alle missen,
Um dich, beschämt sag ichs, zu küssen:
Gewiß, es muß die Liebe seyn.
Das macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[112] Das macht er mir nicht weiß

Lykas, zitternd mit der Brille,
Küßt Belinden, sie hält stille,
Und wird seines Goldes Preiß:
Daß er sich durch Liebkosungen
Ihre Hand, ihr Herz errungen,
Nein, das macht er mir nicht weiß.
Gestern scherzt ich mit Nerinen,
Trotz der alten Modeminen
Sah sie ziemlich roth und weiß:
Doch daß sie vom Schlaf erwachet,
Gleich so frühlingsmäßig lachet,
Nein, das macht sie mir nicht weiß.
Mops will keine Schwäger nähren,
Und macht seiner Frau, Neären,
Oft darum die Hölle heiß:
Er kauft ihr die frömmsten Bücher,
Schließt sie ein, und glaubt sich sicher:
Doch mir macht er es nicht weiß.
[113]
Ueber den Verfall der Tugend
Schreyt Beatrix, da die Jugend,
Was sonst Mütter lernten, weiß.
Daß stets Singen, Beten, Lesen
Einst ihr Zeitvertreib gewesen,
Nein, das macht sie mir nicht weiß.
Keinen von den Freyern allen
Läßt Themire sich gefallen,
Sie kennt ihrer Schönheit Preis:
Eingebildet will sie sterben,
Wenn nicht Grafen um sie werben;
Mir nur macht sie es nicht weiß.
Meine reitzende Selinde,
Mit der ich mich ietzt verbinde,
Ist für andre kalt wie Eis.
Daß sie einzig für mich brennet,
Außer mir kein Glücke kennet,
Dies macht sie mir doch wohl weiß.
Der EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[114] Der Entschluß

Ja ja, der Trauben Gott allein
Will ich die besten Stunden weihn:
Ich fühlte gnug der Liebe Plagen,
Kommt Brüder, helft mir sie verjagen.
So sang ich; Brüder sangen drein:
»Was ist die Liebe gegen Wein?
Ein Auge gegen eine Rebe.
Es sterbe Venus! Bacchus lebe!«
So recht! fieng jeder an zu schreyn!
Trotzt alle – – Chloe trat herein.
Ich schwieg: mir bebten alle Glieder,
Und schamvoll beugten sich die Brüder.
Der TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[115] Der Traum

Hier wars, hier lag ich, auf der Stelle,
In diesem veilchenvollen Gras;
An diesem Baum, bey dieser Quelle,
Da träumte mir vom jungen Licidas!
Der Büsche kleine Sänger fühlten
Den Lenz, und sangen Lieb und Lust!
Ich lag, die freyen Zephyr spielten
Muthwillig mir um die halb offne Brust.
Da kam er, o mit welchen Blicken!
Beredter, als das, was er sprach:
Der Liebe Sehnsucht auszudrücken,
Versucht er oft, und stammelte nur Ach!
[116]
Ich seufzt ihm nach: wir seufzten beyde
Uns endlich unsern stillen Schmerz;
Und ich gestand ihm, welche Freude!
Voll Zärtlichkeit, ihm, wie er mir, sein Herz.
Frey küßt er mich, und welches Glücke!
Ich ward nicht einmal roth dabey.
Ich gab ihm jeden Kuß zurücke;
Ich, ich? und ward nicht einmal roth dabey!
Hier schlummr' ich ietzt von neuem wieder,
O Traumgott! komm mit leisen Schritt,
Und zeige mir den Schäfer wieder! – –
Hast du noch mehr der Freuden, bring sie mit!
Die früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[117] Die früh aufgehende Sonne

Ihr Freunde, wundert euch doch nicht,
Daß Titan stets so früh erwachet,
Da mich kaum sein mittäglich Licht
Zur Mahlzeit wieder munter machet.
Ihr Freunde, kann das anders seyn?
Da, gebt nur Achtung, geht er unter,
So trinkt er Wasser, und ich Wein,
Glaubt ihr, sonst wär er auch so munter?
CupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[118] Cupido

Stellt mir der weise Lisidor
Den Gott der Liebe schrecklich vor,
Mit schweren fürchterlichen Pfeilen,
Wovon die Wunden selten heilen:
So irrt er sich,
Glaubt er, ich fürchte mich.
Doch mahlt ein zärtlicher Amynt
Ihn als ein liebenswürdigs Kind,
Sanft, schlau, zu schmeicheln stets beflissen,
Schön wie der Lenz, schön bis zum küssen.
Wie fürchterlich
Wird dieses Kind für mich!
An den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[119] An den Amor

Lieber Amor, leihe mir
Einen doch von deinen Pfeilen,
Ich will auch den Raub mit dir,
Chloens Herz selbst mit dir theilen. – –
Du willst nicht? Dich solls gereun,
Ich wills deiner Mutter klagen:
Chloens Blick kannst du sie leihn,
Und mir willst du sie versagen?
Die NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[120] Die Nacht

Der schöne Mond! still grüßt er mich!
Die jungen Blumen schließen sich,
Der Büsche kleine Sänger schweigen:
Nur an dem nahen Wasserfall
Schlägt die verliebte Nachtigall:
O möchte sich ietzt Thyrsis zeigen!
Doch nein: – – welch einen süßen Schmerz
Singt Philomel schon in mein Herz,
Es schmilzt bey ihren sanften Klagen:
Wenn Thyrsis käm, ach wenn er käm,
Mich küssend in die Arme nähm,
Was könnt er ietzt, ach käm er! wagen?
Das wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[121] Das wird sich weisen

Lucinden, welch ein schönes Kind!
Das jeder Jüngling lieb gewinnt,
Sucht ietzt ein zärtlicher Amynt
Im Lieben oft zu unterweisen:
Noch färbet, wenn er davon spricht,
Ein sanftes Roth ihr hold Gesicht:
Obs in acht Tagen noch geschicht?
Das wird sich weisen.
Cotill, ein junger Candidat,
Sucht, da er noch kein Aemtgen hat,
Gerecht zu seyn in Rath und That,
Den Richtern herrlich anzupreisen.
Durch den bestochenen Patron
Trägt sein Verdienst ein Amt davon:
Spricht er nun den Geschenken Hohn?
Das wird sich weisen.
[122]
Wie ärgert sich Belinde nicht,
Wenn eine Frau Gesetz und Pflicht
Und die geschworne Treue bricht!
Da soll der Himmel sich zerreißen.
Itzt reichet sie ihr Herz und Hand
Dem jungen flatternden Cleant,
Ist noch ihr Eifer vom Bestand?
Das wird sich weisen.
Selinde zieht den Bellamor
Dem seufzervollen Lisidor
In seinen heißen Wünschen vor:
Er droht mit Gift, Pistol und Eisen:
Man läßt ihn ungeschlossen gehn,
Läßt alles ihm im Wege stehn,
Ists um sein Leben nun geschehn?
Das wird sich weisen.
[123]
Jobst, der das Geld nach Scheffeln zählt,
Dem der Verstand, nichts weiter fehlt,
Geht, von dem edlen Stolz beseelt,
Galant und klug zu seyn, auf Reisen:
In Frankreich, Welschland, Engeland
Wird bald der reiche Jobst bekannt:
Kömmt er zurück reich am Verstand?
Das wird sich weisen.
Bey Römern, niemals leer vom Wein,
Hör ich dort meine Nachbarn schreyn,
Wer von den kriegenden Parteyn
Noch sieget? Oestreich oder Preussen?
Sie rufen mir entrüstet zu:
»Komm Bruder, komm, entscheide du!«
Ich sag: ihr Narren, trinkt in Ruh,
Das wird sich weisen.
Der langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[124] Der langsame Crispin

Bey heitern Mondenscheine,
Erwartete im Hayne
Voll Zorn Claudine den Crispin.
Wie ärgerte Claudinen
Die Trägheit von Crispinen!
Denn, eh er kam, gieng halb der Abend hin.
Sie wollt ihn nicht mehr sehen,
Und hochgelehrt im Schmähen
Empfing sie zornig den Crispin.
Sie weinte, schimpfte, drohte,
Wenn er die Hand ihr bote:
Woher du kömmst, schrie sie, geh wieder hin!
[125]
Sein Reden, Bitten, Flehen
Half nichts, sie hieß ihn gehen,
Dieß währte bis um Mitternacht:
Er bat mit mildern Blicken,
Ihn mindstens fortzuschicken:
Doch desto mehr schien sie nur aufgebracht.
Wohl! sprach er, deinen Willen
Muß ich einmal erfüllen,
Und drollte nach dem Weinhaus hin:
Da fing sie erst von neuen
Erbärmlich an zu schreyen:
Du gehst, Crispin? Ach bleib Crispin! Crispin!
Der VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[126] Der Vorwurf

Wie, Damon, du beklagest dich,
Daß du weit stärker liebst, als ich!
Sprich, was hast du noch je gewagt?
Von mir gefordert? ich versagt?
Du kömmst, entgegen lauf ich dir:
Du sprichst, es wallt mein Herz in mir:
O fordre mehr! dann siehe zu,
Wer stärker liebt, ich, oder du?
Die boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[127] Die boshafte Schäferin

Thyrsis.

Der Frühling ist schon wieder da,
Und du liebst noch nicht, Sylvia?
Wenn wird einmal dein Herz empfinden!
Glaubst du, du seyst darzu zu jung?
Nein: Schäferinnen, die entzünden,
Sind auch zur Liebe reif genung.
Sylvia.

Ich weis es, und ich folgte dir;
Wie oft riethst du die Liebe mir!
Wie schön hab ich den Rath gefunden!
Ja Thyrsis, dich werd ich zwar fliehn:
Doch heute noch werd ich verbunden:
Mich liebt Amynt, wie lieb ich ihn!
Die KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[128] Die Klugheit

Wohin, mein Damon, nähre dich!
Du wünschst mir einen Kuß zu rauben?
Gut! einen will ich dir erlauben:
Doch sey auch klug! verstehst du mich?
Der Strauß am Busen reizet dich?
Ich seh, du wünschst mir ihn zu rauben?
Komm nur, ich will es dir erlauben:
Doch sey auch klug! verstehst du mich?
Du sehnest nach den Schatten dich,
Und sagst, nichts gliche jenen Lauben:
Komm, führ mich hin, ich will dirs glauben:
Doch sey auch klug! verstehst du mich?
Der entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[129] Der entflohene Amor

Ich trank, und Chloe trank mit mir,
Gleich war der Gott der Lieb auch hier:
Ach! seufzte Chloe, sieh! schon stört er unsre Freuden,
Hasch ihn, wir wollen ihm die Flügel gleich beschneiden.
Nein, sagt ich, da könnt er noch fliehn:
Die Flügel wachsen: laß uns ihn,
Den kleinen Bösewicht, eh er entflieht, ersticken!
Nicht wahr? so kann er uns doch weiter nicht berücken.
[130]
Wir haschten: eh man sichs versah,
War er bald dort, bald wieder da:
Und als ich ihn einmal recht fest zu halten dachte,
Floh er in unser Herz; wir seufzten, und er lachte!
Das SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[131] Das Singen

Chloe an Thyrsis.


Ich singe, weil du es begehrst,
Und singe gern, weil du es gerne hörst:
Denn dir wünsch ich vor allen,
Mein Thyrsis, zu gefallen.
Doch Thyrsis, sprich! was soll ich dir
Stets singen? wie? hast du denn sonst bey mir
Nichts, gar nichts anzubringen?
Kann ich nichts mehr, als singen?
Die schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[132] Die schreckliche That

Ihr Götter! hört, was ietzt geschehen!
Könnt ihr ihn unbestrafet sehen?
Ihn, der die unerhörte That
Mit frecher Faust begangen hat!
Es wird die Nachwelt zwar empören;
Doch auch die Nachwelt soll es hören,
Was Frevel und was Bosheit kann:
Sie hörs und klag den Thäter an!
Hier auf den sonnenreichen Höhen,
Brach ein Verräther von Lyäen
Sie, die zur Reife Hoffnung gab – –
Der Trauben schönste, unreif ab!
Der KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[133] Der Kuß

Ich war bey Chloen ganz allein,
Und küssen wollt ich sie:
Jedoch sie sprach: sie würde schreyn,
Es sey vergebne Müh!
Doch wagt ich es, und küßte sie,
Wie oft? fällt mir nicht ein!
Und schrie sie nicht? Ja wohl, sie schrie – –
Doch lange hinter drein.
Der traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[134] Der traurige Lukas

Als Lukas bey der Flasche saß,
Da weint er laut bey jedem Glaß,
Das er sich eingeschenkt:
Sein Nachbar sah ihm lange zu,
Und rief zuletzt: was weinest du?
Mein, sag mir, Lukas, was dich kränkt?
Die Flasche, seufzt er, kränket mich!
Trink ich einmal, wie grämt sie sich!
Wie schrecklich nimmt sie ab!
Ach ja, rief Stax, itzt seh ichs ein!
Und half dem armen Lukas schreyn,
Wenn dieser ihm zu trinken gab.
Der Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[135] Der Vorzug der Deutschen

Trotzt auf den Vorzug nur, entfernt Nationen!
Nein, Deutschlands Klugheit lob ich mir:
Und die in Süd und West, in Nord und Osten wohnen,
Sind halb so weise nicht, als wir.
Der leere Franzmann pfeift, und schneidet Capriolen;
Der römische Castrate singt;
Der Britte läßt am Strang sich Miltons Teufel holen,
Der Deutsche, was thut der? er trinkt!
Die Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[136] Die Sicherheit in der Flucht

Mein Thyrsis, dürft ich dir doch sagen,
Warum ich dich so schüchtern flieh!
Du würdest nicht voll Wehmuth klagen,
Nur hassen könnt ich, lieben nie.
Ach Thyrsis! grausam gegen mich,
Flieh ich – – aus Liebe flieh ich dich!
Oft sitz ich an geheimen Flüssen,
Und seufze: Thyrsis, wärst du da!
Es haucht ein West, mit schnellen Füßen
Flieh ich, und glaub, du seyst mir nah.
Aus Haß nicht, grausam gegen mich,
Flieh ich – – aus Liebe flieh ich dich!
[137]
Ja Thyrsis, würdst du nichts begehren,
Als dieß mein zärtlichs Herz allein;
So wollt ich schöner Jüngling schwören,
Mein zärtlichs Herz sey ewig dein;
Doch Himmel! solltest du mehr flehn,
Was würd ich dir nicht zugestehn!
Das Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[138] Das Glück der Liebe

Du kleine Heerde! welche Freude
Bringt dir des Frühlings junge Zier!
Auf einer blumenvollen Weide
Scherzt Lieb und Unschuld frey in dir.
Du buhlest nicht um Geld und Ehren,
Und blos die Liebe liebt in dir:
Wir lassen uns die Klugheit lehren,
Und die Natur vergessen wir!
Liebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[139] Liebe und Gegenliebe

Myrtill, der Liebe ganz ergeben,
Fand seine Chloe, außer sich
Sang er: Dich lieb ich als mein Leben,
Mehr als mein Leben lieb ich dich!
Sie wollt ihm anfangs widerstreben,
Jedoch gar bald besann sie sich:
Sie sang: Dich lieb ich als mein Leben,
Mehr als mein Leben lieb ich dich!
Das ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[140] Das ist nicht auszustehn

Wenn sich ein Narr im Pompe zeiget,
Der Pöbel sich demüthig beuget,
Sich niemals glaubet satt zu sehn:
Das laß ich gern geschehn.
Doch wenn bey magern plumpen Scherzen
Ein lauter Hof von ganzem Herzen
Sein Bravo! schreyt, schreyt: das war schön!
Das ist nicht auszustehn!
[141]
Wenn Fräulein, bey der Gans gebohren,
Im städtischen galanten Thoren
Den Phönix aller Junker sehn,
Das laß ich gern geschehn!
Doch wenn hochweis erfahrne Damen
Das beste Herz um Westen, Namen
Und fein fresiertes Haar verschmähn,
Das ist nicht auszustehn!
Wenn junge Krieger vor ihr Leben,
Das sie zu sehr empfinden, beben,
Mit blasser Stirn zu Felde gehn:
Das laß ich gern geschehn.
Doch wenn sie ohne Graun und Zagen
Sich wild um Concubinen schlagen,
Durch Brunst und Wein den Tod erflehn:
Das ist nicht auszustehn!
[142]
Wenn oft ein Mann beym zänkschen Weibe
Ihr Mädchen sich zum Zeitvertreibe,
So ungerecht es ist, ersehn:
Das laß ich noch geschehn.
Doch wenn ein Mann bey einer Schönen,
Der Tugend Zier, des Jünglings Sehnen,
Sucht plumpe Dirnen auszuspähn,
Das ist nicht auszustehn!
Wenn Mädchen, Herzen zu berücken,
Sich tagelang vorm Spiegel schmücken,
Und auch was menschliches versehn,
Das laß ich gern geschehn.
Doch wenn es alte Jungfern wagen,
Den ganzen Lenz an sich zu tragen,
Zu siegen sich noch unterstehn,
Das ist nicht auszustehn!
[143]
Wenn Juden niederträchtig sinnen,
Durch schlauen Wucher zu gewinnen,
Auf Vortheil, nicht auf Ehre sehn,
Das laß ich gern geschehn!
Doch wenn vom Schweiß gedrückter Armen
Sich Fürsten mästen, ohn Erbarmen
Da erndten, wo sie doch nicht sä'n:
Das ist nicht auszustehn!
Wenn Thoren mich unglücklich schätzen,
Wenn sie bey schimmerndem Ergötzen
Mich einsam ohne Reigen sehn;
Das laß ich gern geschehn!
Doch wenn sie taumelnd sich bemühen,
Mich in ihr lermend Glück zu ziehen,
Unwitzig Witz von mir erflehn,
Das ist nicht auszustehn!
Befehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[144] Befehl an Zephyr

Du Zephyr, der das stille Sehnen
Des Schäfers, Mädchen oft gesagt,
Wenn er, zu blöde bey der Schönen,
Nur Büschen seinen Kummer klagt.
Findst du dem Schlummer überlassen
Selinden, die die Lieb empört,
Lispl' ihr doch zu: ich würd erblassen,
Wenn sie mein Wünschen nicht erhört.
Doch fragt sie nichts nach meinen Klagen,
Lacht sie wohl noch zu der Gefahr;
So kannst du im Vertraun ihr sagen:
Was du erst sagtest, sey nicht wahr.
An AmorBefehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[145] An Amor

Du kleiner Gott, belehre mich,
Wie ich, wenn ich vom Lieb entbrenne,
Dem Mädchen mich erklären könne:
Red ich von Flammen, Pfeil und Stich,
Von Wunden und vom Tode,
Dieß ist ja aus der Mode?
»Sey erst verliebt, sprach er, und dann
Kannst du zum Mädchen gehen:
Gieb acht! sie wird dich bald verstehen.
Es bricht das Licht der Sonnen an:
Brauchst du der Welt zu sagen:
Jetzt fieng es an zu tagen!«
Der HundAn AmorBefehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[146] Der Hund

Damon und Phyllis.

Damon.

Du küssest deinen kleinen Hund:
Warum? das möcht ich wissen!
Ist eines jungen Schäfers Mund
Nicht reizender zu küssen?
Phyllis.

Ist eines jungen Schäfers Mund
Gleich reizender zu küssen:
Sind Schäfer, wie der kleine Hund
So treu? das möcht ich wissen!
Die Annäherung des FrühlingsDer HundAn AmorBefehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[147] Die Annäherung des Frühlings

Schon ist er bald entflohen,
Der Winter, meine Lust!
Die sanften Weste drohen
Mir schrecklichen Verlust!
Umsonst blüht mir Betrübten
Die neugebohrne Welt:
Der Krieg ruft den Geliebten
Von mir ins rauhe Feld.
In jeder Blum entschließet
Sich mir ein neuer Schmerz,
Der Zephyr, der sie küsset,
Haucht Wehmuth in mein Herz:
Der Landschaft bunte Scenen,
Die blumenreiche Au,
Sehn meiner bangen Thränen
Mehr als den Morgenthau.
[148]
Umsonst singt jede Kehle
Den Frühling froh bemüht:
Mir singt selbst Philomele
Ein banges Klagelied.
Des Leidens Melodien
Hör ich im freyen Bach:
Es reißt der Nord im Fliehen
Mein ganzes Glücke nach.
O steig noch nicht hernieder
Du Lenz, der Erde Lust!
Mir bringst du Blumen wieder,
Doch Gram in meine Brust.
Dich wünscht die Welt: die Freuden
Der Liebe bringst du ihr:
Sollt ich sie nicht beneiden?
Die meinen raubst du mir!
Cephalus und AuroreDie Annäherung des FrühlingsDer HundAn AmorBefehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[149] Cephalus und Aurore

Cantate aus dem Russeau.


Die Lüfte deckte noch der dunkle Flor der Nacht,
Die Welt erleuchtete nur der Diane Pracht,
Als schon von Orients entfernten heißen Flüßen
Aurore, durch der Liebe Macht,
Dem sanften Schlaf entrissen,
Nach ihrem liebsten Cephal gieng,
Den noch des Schlafes Arm umfieng.
Sie nahet sich: Furcht, Zweifel und Entzücken
Entdecken sich in ihren Blicken,
Da sie den holden Jüngling sieht:
Der Liebe Brand, von dem sie glüht,
Erklärt sich schamhaft durch dieß Lied.
[150]
Ihr Flüsse, rauschet ganz gelinde!
Weht sanft und kühl, ihr Frühlingswinde!
Ihr Vögel, dämpft die Melodien!
Verliehrt kein Blatt, ihr stillen Bäume,
Wieg ihn, o Schlaf, in sanfte Träume!
Ihr Liebesgötter, wacht um ihn!
Allein, was sag ich? nein: die blinde Zärtlichkeit
Verführet mich zu weit.
Leichtsinniger, ist dieß dein Sehnen,
Daß dich der Schlaf besiegt?
Und seufzet so dein Arm nach seiner Schönen,
Daß er auf weichem Mooß hier sinkend kraftlos liegt?
So soll ich ungeküßt hier einsam bey dir stehen,
Und dich dem Schlaf in Armen sehen? – –
Vortrefflich! ey wie sehr
Hoffst du auf meine Wiederkehr!
[151]
Cephalus! noch blüht dein Glücke!
Cephalus, erwache doch!
Bald, bald kömmt der Tag zurücke,
Ein Gewölk nur deckt ihn noch!
Und du weist, vor seinem Blicke
Flieht Auror': erwache doch!
So sprach sie: und der Silberwagen
Bringt schon vom fern den Gott getragen,
Der auf die Welt sein Licht ergießt:
Sein naher Glanz entschließt,
Wiewohl zu spät, des Jünglings Augenlüder:
Sein Glück war da, und sieh, es floh auch wieder!
Er wachet, sieht sie, schreyt ihr nach:
Sein Weinen ist umsonst, vergebens ist sein Ach!
Sie flieht, und läßt zu seinen Schmerzen
Das Bild von einem kurz beseßnen Glück,
Das er verschlief, zurück.
[152]
So straft die Lieb oft junge Herzen:
Ihr jungen Herzen merkt, merkt ja wohl sein Geschick!
Erwartet nie den späten Morgen,
Wacht ja, so bald Aurore wacht:
Der Liebe Macht bleibt euch verborgen,
Wenn euch der Schlummer fühllos macht.
Die Schäferstunde flieht von hinnen,
Als wie ein West streicht sie vorbey,
Und hinterläßt den trägen Sinnen
Verschlafner Liebe Gram und Reu.
An die Muse [1]Cephalus und AuroreDie Annäherung des FrühlingsDer HundAn AmorBefehl an ZephyrDas ist nicht auszustehnLiebe und GegenliebeDas Glück der LiebeDie Sicherheit in der FluchtDer Vorzug der DeutschenDer traurige LukasDer KußDie schreckliche ThatDas SingenDer entflohene AmorDie KlugheitDie boshafte SchäferinDer VorwurfDer langsame CrispinDas wird sich weisenDie NachtAn den AmorCupidoDie früh aufgehende SonneDer TraumDer EntschlußDas macht er mir nicht weißAmynt und DorisDer RufDer UndankbareDoris an DamonDie EifersuchtDie NachtigallenDie UnschuldDie LindeDer MorgenDer blöde LiebhaberDer HerbstAn einen Bach im WinterDer SchwurDer WeiseDer FriedeDie Liebe ist blindChloeDie RoseDer IrrthumDer geflügelte AmorEin VerweisDer SoldatTrinklied [1]Der Vogel im SprenkelFortsetzungAn ein VeilchenWas ich will und nicht willZweykampf mit dem AmorDer ZweifelGrabliedDer Gebrauch der JugendDer SpiegelDas GelübdeDie MondenfinsternißDie UngerechtigkeitDer SperlingChloe im BadeThyrsis und ChloeDas hat er gut gemachtDie ZeitDer BetrugDoris im NachtkleideDer EremitDas KammermädchenDie WahlDie stumme SchöneDie schöne AussichtDie SchwatzhaftigkeitDie MutterMein VorsatzDie LachtaubeDie EinfaltTrinkliedDie SchamhaftigkeitDer ZerstreueteDie MützeDie WünscheDie GrausameDie AmazoneStaxDie künftige ZeitDie HaselsträucheDie betrogene WeltDie AbbitteDie Geburt der VenusDer SturmDie GesellschaftDer KnabeDer SpasDamon und DorisDer Sieg über sich selbstDer bescheidne SchäferDie Bosheiten der StadtAn die MuseGedichteWeiße, Christian FelixScherzhafte Lieder

[153] An die Muse

Hier nimm die sanfte Leyer wieder,
O Muse, die du mir geliehn:
Nun sing ich weiter keine Lieder,
Die von der Jugend Freuden glühn.
Verzeih, wenn ich zu schwach gespielet:
Die Liebe fodert unser Herz:
Das wenigste hab ich gefühlet;
Das meiste sang ich blos aus Scherz.
Von Waffen und vom Haß umgeben,
Sang ich von Zärtlichkeit und Ruh:
Ich sang vom süßen Saft der Reben,
Und Wasser trank ich oft darzu.
Kömmt einst der goldne Friede wieder,
Fühl ich einst gar der Liebe Glück:
Vielleicht wag ich dann schönre Lieder:
Dann, Muse, gieb mir sie zurück!