47/152. An die Großherzogin Maria Paulowna [Concept.] [Mitte August 1830.] Ew. Kaiserlichen Hoheit fühle mich durch gnädigste Mittheilung der hiebey zurückkommenden Bände auf's neue zu lebhaftestem Dank verpflichtet, indem ich dadurch in den Stand gesetzt werde im Einzelnen genau und ausführlich einzusehen, was ich im allgemeinen schon wissen und vermuthen konnte. Sey mir gegönnt bey dieser Gelegenheit schriftlich auszudrucken was man, wenn es auch auf der Zunge, mündlich zu äußern Anstand nimmt. Über 50 Jahre bin ich dem Fürsten, dem hohen Hause, dem Lande angehörig und habe so manches gelingen und mißlingen sehen durch Verdienst und Schuld der Personen wie auch durch Einwirkung höherer Gewalten, dabey hat es mir nie an treuem Einwirken und an ernsten Wünschen gefehlt, deren Erfüllung ich nun mit einiger Freude vor mir sehe. Einsicht und Übersicht, thätige Besonnenheit, reine Beharrlichkeit und wie viel andere treffliche Eigenschaften seh ich nicht wirksam zu klarsten edelsten Zwecken und genieße auf solche Weise eines Glücks, welches wohl selten einem Men schen zu Theil wird. Hiezu füge nur noch den Wunsch, Ew. Kaiserliche Hoheit mögen einen ungestörten Genuß des glücklichen Gelingens Selbstempfinden, dessen sich alles Unternommene zunächst schon jetzt erfreut und sich in unausbleiblicher Steigerung zunächst erweisen wird; wobey mir die Hoffnung bleiben möge, nach Kräften in einem so herrlichen Kreise auch fernerhin mitwirken zu dürfen.