24/6861. An den Prinzen Friedrich von Sachsen-Gotha [Concept.] [Berka, 20. Juni 1814.] Ew. Durchlaucht. verzeihen gnädigst meine verspätete Antwort, wenn ich gleich die Gründe die mich entscguldigen würden gegenwärtig nicht beyfüge. Höchstdieselben kennen meine lebenslängliche Abhängigkeit zu gut, als daß Sie mein Zaudern ungnädig aufnehmen sollten. Und doch muß ich etwas sagen, das mir zu Statten kommt. Es schmerzt mich immer das Zutrauen zu sehen, womot man mich und unser Theater beehrt und wo ich so oft in dem Falle bin es ablehnen zu müssen. Gegenwärtig sind wir hinreichend besetzt, der Sommer ist da, unsere Schauspieler gehen in wenig Tagen nach Halle wo keine neuen Stücke einstudirt werden, wie denn überhaupt nur zu Michael bey uns eingetreten werden kann, wenn sich nicht Stellen erledigen, deren Termin in andere Quartale fällt. Gedenken Ew. Durchlaucht mein und der Meinigen in Gnaden. Die Frauenzimmer bereitet sich zu einer Reise nach Carlsbad und freuen sich unendlich, Ew. Durchlaucht dort zu verehren, wozu der gute Cesaris Hoffnung macht. Ich für meine Person bin ungewiß was ich thun soll, wünsche mir aber die Gewißheit Eurer Durchlaucht Gnade. Berka an der Ilm den 5. Juni 1814.