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An Johann Friedrich Cotta
Ew. Wohlgeboren
erhalten durch die fahrende Post
Diderots Rameau
. Die Geschichte meiner Autorschaft wird zu rechter Zeit erfolgen und die sämmtlichen Epochen in gedrängter Kürze der Reihe nach enthalten.
Welchen lebhaften und aufrichtigen Antheil ich an der Stuttgarter Ereignissen genommen und wie sehr ich das Unangenehme, was Ihnen dabey widerfuhr mitempfunden, davon sind Sie überzeugt. Die allgemeine Zeitung beruhigt mich einigermaßen, doch wünschte darüber von Ihnen selbst ein Wort zu hören.
Das Beste wünschend und mich zu geneigtem Andenken empfehlend.
Die 3000 rh. habe in Leipzig noch nicht erhoben, weil über deren Anwendung noch zufällig einiger Zweifel obwaltet. Kleine Posten habe mir indessen auszahlen lassen.
ergebenst
Weimar d. 20. May 1817.
Goethe.
[Beilage.]
Die Anfrage des Herrn Factors beantworte folgen dermaßen. Da das Vorspiel
Was wir bringen
, Fortsetzung im Juli 1814, Halle, bey Gelegenheit der Eröffnung des neuen Schauspielhauses gedichtet worden, so kann es gar wohl unter der Rubrik:
theatralische Gelegenheitsgedichte
mit abgedruckt werden und zwar als das erste derselben.
Jenes erste
Was wir bringen
, von dem das zweyte die Fortsetzung ist, wird nicht abgedruckt, da es in der alten Ausgabe steht.
Weimar d. 20. May 1817.
G.