46. Paris den 4/14 July 1685 . Die Angabe "4./14. July" verweist auf die Umstellung vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender, der in Sachsen erst um 1700 eingeführt wurde. Paris ist des ganzen Königreichs Franckreich Haupt, und eine sehr große Stadt, also, daß sie von etl. eine Welt genennet, dahere wegen dem von Adel, Studenten, Bürgern und fremden eine große anzahl, deßgl. des großen Kauffhandels und gewerbs halber vielen in Eüropa vorge„ zogen wird, Sie lieget fast ganz gleich und fließet mitten durch der Fluß die Seine genant, darinnen sind ohngefehr 504. Gaßen, 22000. Häuser und Paläste ohne die Königl. Gebeüde 11. Vorstädte 69. Kirchn 14. Capelln, 24. Kloster, 20. hohe Schulen 6. Academies , 9. Spitäle, 11. Märkte und Kaufpläze 11. Brücken 15. Thor , Man hält dafür daß sich in 1000000 Seelen alda aufhalten dabeÿ zum wenigsten 100000 bewehrte Bürger sich befinden , Sie ist mit treflichen Pallä„ sten gezieret und sind sowohl diese als die Bürgerhäuser meistentheils von Werckstücken , Weiln nun der Gebeüde halber nacher Franckreich insonderheit Pariß gereÿset, so will solche vornehmen und von den kleinen Bürgerhäusern den anfang machen, belangend diese, so werden sie meistentheils von qua„ derstein 5. biß 6. Stock hoch aufgeführet, da ieder Stock über 10. Pariser Fuß nicht hoch, Die Steine sind gar weich in anfang, und laßen sich mit einer Seegen schneiden, hernach werden sie härter, Sie bauen auch von Eichen Holz und überziehen das ganze Haus mit GipsKalge welches Sie la platre heißen, Sie bauen aber 47. ganz schlecht ohn überflüßige Zierathen, deren dann ein Architectus Muet viel angeben hat, so schneiden sie auch die Tächer oben ab, uf Zelten art, welche ein Architect Mansard angeben, und deßwegen a la Mansarde genennet werden, Ihre disposition betreffend so bauen sie gern sehr enge, doch machen sie noch feine Stiegen, hier folgen unterschiedl. Arten, weiln diese Arten nicht mit sonderl. Architecton ischen Zierathen geführet werden, sonder mit streifen od bandes so wird sie a la fantasie genennet, Zu Rom sagt man alla schietta . 48. Hier sind Sechserleÿ Arten Bogen Anmerckung wo ein austrit wie beÿ A gemacht werden soll, konnen die sopports uf diese arten s eyn wehre der Stein sehr lang und zum Halt nicht bequehm kan man einen unterseyen wie a , od einen Kopf mit fostons profil 49. 50. 49. a . ist eine aufgehengte Löwenhaut mit armaturen b . Ein halber Harnisch mit armatur en au Plaz de la Victoire Die Schnitte der Eckpfeiler sind nicht eben allzeit viereckt ein„ geschnitten wie a . sonder mei„ stentheils wie beÿ b 52. Haus wo der ChurPrinz von Sachßen in Paris logire t ligt in der rue de l’universite au Faubourg S. Ger- main , Kahm den 23 xbr: st: n: 1685. Die Angabe "styli: novi:" verweist auf die Kalenderangabe im "neuen Stil" und damit auf die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender, der in Sachsen erst um 1700 eingeführt wurde. nach Paris und reÿsete den 29. May 1686 wiederumb nach dem zu Versaill gehaltenen Carousel nach Engelland 1. éntre od einfahrt 2. Stiege 3. magazin 4. Küche 5. garde mange 6. Stiege 7. antichambre 8. chambre 9. chambre pour couche 10. garde robe 11. cabinet Es ist in vorigen Zeiten auch noch zu König Ludwig des 13. Zeit eine manier aufkommen, daß man, endweder den grund an der fazzata der Häuser von Ziegeln roth oder also angestrichn, ob wehren es Ziegel ge„ macht, und die ornamenten weiß gelaßen, oder haben sie mit quadri uf art der Ziegel gemacht, wie in Pariß viel Häuser auch Paläste also gesehen werden, ingl. Palais Royal an der Pont neuf . Hier sind etl. verzeichnet, 53. Obwohln vorbezeichnete Häuser keine Pälläste nichts desto weniger sind es trefliche Häuser, mit ihren einfahrten, Höfen remises unter„ schopfen zu carossen , Ställen und ander gelegenheiten auch trefl. Stiegen ob sie gleich nur von Holz, so man oben eine Laterne hänget bescheinet sie die ganze stiege Anmerckung Die fenstergestell sind insgemein nur schlecht ohne Figurirung und Die bandes die Stocke Stocke = Stockwerke. zu unter schieden etwa uf diese Art gemacht Sie gebrauchen sich se h r der Attica zu Pilastern (den rund ich keine gesehen) welche iezuweiln ganz wie die Dorica mit der base und Capitell gemacht wird oder mit einer schlechten sottobase oder mit der eigendlichn base attica , zum Capitell so sie unter das Tach zustehen komet wird noch die gala mit ihren orlo gethan Sehr gemein ists daß sie das Ionische Capitell mit Laubwerg behängen auch nicht übel stehet Iezuweiln greiffen die fenster cornices mit in die bandes oder oberste cornic . so denn uf diese Art geschiehet Die Pfeiler in Bogen bekommen iezuweiln imposten schlecht uf diese art, 54. Die Tachrinnen sind sehr nöthig, sonst der regen an die gebäude schleg t und solche sehr ungestalt macht, Ins gemein werden rinnen von Kupfer herumb geführet, so Köpfe so etwa 6´.vorgehen ausgießen welche aber auch nicht sehr bequehm, denn wo die gebeüde hoch, so schlegt der Wind das Waßer ans gebeüde und gar in die Fenster, od in nieder fallen uf die Erde sprizet sehr umb sich Wenn rinnen umbs tach geführet und in die Ecken röhren von oben biß unten gemacht werden, so fället das Waßer bequehm herunder, und kan in Cisternen , secrete oder canal gelaßen werden, dürfften aber in Teütschland sehr einfrieren, Eine feine manier ists die Rinnen uf die cornice zulegen, und einen außguß 6´. lang zugeben, oben in stab muß ein eisen kommen sonsten der Schne in Winter die rinne zertreiben dürffte, beÿ die„ ser art ist aber zuerwegen, wenn in Winter die Rinne voll schnee und schnell tauwetter oder Regen einfället, die rinne über„ lauffen und das gebälcke verderben kan Wenn ein Waßerbecken in Gärten oder Waßerhalter reservoir soll gemacht werden, so muß erstl. ganz untermauert, an seiten alles umbmauert, mit Lot od Hafner Erde fest ausgesezt, wieder über mauert und mit steinplatten beleget werden, an seiten wird auch 3´. plaz glaßen mit Lot ausgesezt und wieder eine mauer aufgeführet, wo die Canals 55. sollen gefüttert werden, muß es guten Grund haben, sonsten das Waßer die Steine ob es gleich Werckstück alle auswäschet Ein bestandig Paviment von großen Platten od Es seÿ in einer Kirche Saal oder sonst zumachen, so muß der Boden erstl. mit Kalck über und über fein gleich überpflastert, hernach die großen Steine drauf geleget werden, Die Camin der Gemächer werden nach Größe derselben auch groß oder klein, schlecht oder zierlich gemacht auch mit Figuren großer Herren thaten, Statuen zu Pferde und dergl. gezieret profil So in einem Zimmer der Fußboden von Holz, kan vor dem camin eine steinerne Plate gelegt werden auch nach gelegeheit zierlich seÿen camin Die kleinen Seülgen oder Ballustrelli rund zu machen haben hier bezeichnete Machine oder Drehbanck gesehen Es muß auch eine Schiene vorkommen die Eisen ufzulegen, So : in allen seÿen wie eine Drehbanck, nur das es mit einen Rade gehet, 56. Nun soll folgen die manieren von Pallästen, wie solche alda an„ geleget werden, weiln aber in Franckreich und Italien nicht über„ flüßig Holz von großen Tannenbaumen wie in Teutschland , große Brücken gerüste zumachn, wie zu großen gebeüden hoch gerüste nöthig so gebrauchen sie sich der Krahne, so die Franzosen grue , die Italiä„ ner Altalena , ordegni od Ergata heißen, werden groß und klein gemacht, nachdem das gebeüde hoch, so aber der Krahn nicht hoch genug seÿn kann, wie an Kirchen, wird er oben drauf aufs gebeüde gesezt und die Steine hingetragen wo es nöthig, den Männern wird nur ein schlecht gerüst drauf zustehen gemacht, Die Last wird angefast endweder mit einer Zange, oder so die Last groß mit zweÿen oder mit ein od 2. Kögln mit a zuverstehen ist zuwißen daß erstl. die Keil einzulegen, hernach der Riegel durch die Keil und Ring zustoßen Kleiner Kranich Korb zum Steinen Kasten zu Kalck Wagen die Steine herbeÿ zubringen 57 Anlangend nun die Pälläste so werden solche uf unterschiedl. Art angeleget, denn etl. das corpus und fazzata an die gaßen sezen (wie hier 2. dergl. folgen) und haben d wie die Italiäner ins gemein thun, umb beßer zusehen, was uf der gaße passier et, inwen„ dig haben sie ihre Höfe, Hingegen wollen die Franzosen insonderheit in Paris wegen der großen unruhe, vielen schreÿens Fahren und Reü„ thens, diese manier nicht haben, sondern, sezen das Corps in Hof dem eingange endgegen, machen dem Hof Viereckt, oder 1 1/4 . od 1 1/2 ., machen drumb bauen den Hof uf allen 4.Seiten, od sezen vorn vor eine gal- lerie od terrasse mit einer Ballustrade , welche manier fast am gebräuchlichsten, in das corps wird insgemein eine Vorlage gemacht wie mit einem frontespic oder mit einen Dome , hinder dieses corps werden garten geordnet, ob sie gleich nicht groß, so ist es doch nicht übel, denn solcher gestalt ruhig zuwohnen, not: beÿ a wahr ein austrit wohl practicir et uf diese Art, so sehr wohl stunde 5 8. Dieses ist ein kleiner Pallast von 5. Fenstern, mit einer Logie uf Römisch Dieser Pallast mit 2. Höfen so Msr Ame- lot gehört hat trefl. gelegenheiten mit vielen Zimmern Kammern und Saalen mit Cupoln auch mit mahlwerck wohlversehen Garten nice Bürgerhaus basse cour vor Ställe Bürgerhaus Straße 2. Stock Die Seite beÿ A . Die seite beÿ B . Beÿ diesen Pallast ist zu observier en daß die die concordanz inwendig beÿ A . und auswendig beÿ B . wohl genommen, Die Seiten bey C . beÿ a beÿ b beÿ c . LöbenKopf HerculesKopf mit Fruchthornern beÿ d LöbenKopf mit den Pfoten 59. Garten Gaße Die Seite A Die Seite B . nach dem garten Dieses ist l’ hostel Duc d’Aomont unweit der rue St: Antoin an beÿden seiten stößet er an andere Privat Häuser, ist treflich meublier et, von schönen Betten Tischen und Tapezereÿn, deren etl. von Sammet und reich von Gold und und Silber gestickt, ingl. die Courti- nen vor denen Thüren. Garten Die Fliegel stoßen an andere Häuser Palais Royal wo Monsieur wohnet hat diese Grundlegung hinten ist ein Garten und eine terrasse von bogen deren Pfeiler wieder hohl daß man durchgehen kan, die bogen sind mit Eisern Gittern verwahret, in diesen Hof A sind auch lauter bogen vorn zum eingange ist wied eine terrazze , die colonnen sind wegen des vorstoßens halb in die Mauer ausgehölt gesezt Unweit Msr: Colbert l’hostel wahr ein l’ hostel uf diese Art da die Ecken ausgerückt biß unters Dach, kan innerlich die bequehmlichkeit geben passage zuhaben . 60. L’ hostel Msr: Colbert basse cour bürgerhaüser basse cour bürgerhaüser a sind casquet mit Federn b . sind fortitu- do und Palles von weißen Marmor beÿ G ist ein bas- se cour zur menagerie 61. Pave vor Marmor unter dem Portico beÿ ⊕ an seiten colonnen und nice in welchen Statuen oben flach und gewölbet Entree od Portico eines l’ hostel mit einer schönen treppen, 3 Stocks von Stein ganz freÿ mit einen gelend von Eisen beÿ a ist ein Postament uf welchen eine große vase stund, so ansehen gab l’ hostel de liancour dans la rue de Seine aux Fau- baurg S. Germain ist regulier angeleget, doch ist die seite A noch nicht gebaut, ist 7. Fenster breit und lang mit einer terrasse von vor auch abgebunden inwendig beÿ a ist ein flacher Bogen carossen hinein zuschieben In der rue S. Antoin hat es unterschiedliche Palläste, so von Ziegelsteinen aufgeführet die anten und Fenstergestelle rusti scher Art, ingl. ist der l’ hostel de Conti proch Pont neuf auch so gebauet, 62. Uf diese Art gehet es nun umb und umb innerlich und eüserlich auch beÿ der terrasse , dieses hier ist die fazzate dem Haupt eingange zugegen, der Grund ist roth von Ziegelsteinen Die Fenster werden insgemein uf diese Art ge„ macht, wird das Glas in kein Bleÿ eingesezt, auch ins Holz in keine nuth, sondern eußwendig in einen Falz die seiten werden mit Papier überklebet von schmalen steinen und stifftlein zum Halt vorgeschlagen, Wird nichts mit eisen beschlagen als die Fliegel Die Hauptthürn in Saaln und dergl. Zimmern werden insgemein 6´. breit gemacht und 12´ hoch, weiln aber diese Höhe nicht nöthig werden etwa 4´ abgeschnitten und die thür mit 2. Fliegeln gemacht, da man nach gelegenheit eine od alle beÿde aufthut, Vor die Pforten der Haupteingänge oder stiegen werden conos , cono , cosne gesez, damit man nicht anfahren und schaden thun könne Nun folget Palais d’Orleans ins gemein l’ hostel de Luxenbourg genant, welcher vor besten und schönsten nicht allein in Pariß , sondern ganz Franckreich gehalten werden will, und ist die wahrheit zusagen, nichts daran gespahret 63. le jardin petit jardin magazin la cour pavé de marbre bleu et noir blanc la cour la basse cour la galerie voutée la cuisine l’entré Schue 64. von weißen Marbre das gelend iede seüle ist dicke 2.´9´´ ieder Pfeiler 10´ ieder bogen 8´ iedes Fenster 4.6´´ die Mauer dicke in erste plan 7´. La Sale chambre chambre pour couche cabiner grande gallerie 65. 9. bogen müßen hier seÿn die seite u w ist eben wie die seite u t, wie auch x y, mit frontespic: bildern und allen y z sind auch bogen und fenster welche nur blind angeleget und nicht durch die Mauer gehen, beÿ ∫ + ist wie ∫ + weiset 66. Vorgezeichnetes Palais d’orleans insgemein l’ hostel de Luxenbourg genennet zu Paris , ist sehr wohl regular , erbaut hat 3. ordines nehml. Tuscana , Dorica und Ionica auch mit einer attica untermischt , durchaus mit Rusti schen Banden, auch sonst mit allerhand Schniz„ werck, statuen und frontespic wohl gezieret und zwar stunden uf den Dom zum eingang 8. stat emblemati sche statuen in den nicen so in den zweÿ ersten Pavillons sind statuen von König und Königinen, ferner beÿ A . 4 statuen von Königen, ihre Cron und Zepter in der Hand, die frontespicia sind mit emblem: stuen so drauf sizen, in den Feld aber mit schniz werck gezieret beÿ a oben ein Schild mit Wapen beÿ welches 2. Kinder mit festunen Die seite nach dem Garten betreffend so ist solche auch trefl. denn beÿ B . stunden die Vier Jahreszeiten mit Blumen, Früchten d dergl. uf den frons: zur rechten die Gedult mit den Becher und Creüz in der Hand, Zur lincken Die Liebe mit einen Kind, sizen d beÿ C die Stärcke und vorsichtigkeit sizend, beÿ D zweÿ martial ische bilder und dergl. ferner uf allen frontespic , in den Feldern aber Palm und Lorbeer Zweÿge mit der Cron und festu- nen , der Garten ist auch sehr wohl angeleget, neben diesen Pallast sind zweÿ Höfe einer der zur lincken des eingangs zur Haußhaltung Backen und Waschen, der andere zur andern seiten, vor Ställe Pferde und Guzschen zu stellen, Zwischen diesen Höfen d G artten, sind zu ieder seite ein Kleiner Lustgarten, ist aber nicht ganz ausge„ bauet was die neben gebäude betrift inwendig sind die Zimer und Decken mit mancherleÿ schnizwerck und bildern wohl gezieret, Dieser Palais wird vor den besten in ganz Paris gehalten, auch war in der großen gallerie die Decke uf diese Art gemacht, cupola crottesquen , p iedes- tal so in Garten stund, hier ein alter man einen Fluß vo rstell end hier eine nackende Frau fluß 67. a Jet d’au Garten zum Luxenbourg allee 460´ alee einfaßung zum bassin Hier sind etl. Thüren von Holz so wohl vor Palläste als Kirchthüren, Es ist aber zumercken, daß wo hinder einem Pallast ein Grotten man prospects halber keine Thüren vor mache, sondern Gitter von Eisen ist zuverstehen unter das corpus dem eingange gegenüber. beÿ a kan man beÿde Thorfliegel aufthun oder nur die Thür 68. Die Tächer sind ins gemein uf diese Art a la Masar- de , Zelten, Pavillon gemacht und mit Schiefer belegt beÿ a wird ein Blech von Bleÿ geleget, doch so man mit Ziegeln decken will, leßt man selche beÿ a ein wenig übergehen, da man des Bleÿes nicht nöthig In Pariß wurde zu der Zeit treflich nette Tischer arbeit gemacht, von Schräncken, Tischn und dergl. aber alles glat unverleist ist, welches von allerhand fremden Holz ein„ gelegt, uf art der Marmor Fußböden mit mancherleÿ ab„ theilung, auch mancherleÿ farben Blumwerck, so man mar- quetterie nanten, auch wurde in ebenholz mancherleÿ Laubwerck, spielende Kinder und dergl. von Englischen Zinn, Meßing oder Kupfer eingelegt und drauf ausgestochen, von Kupferstechern Palais de Tuillerie Unterschiedl. Practica der Stiegen Nun folgen unterschiedl. Portal so vor denen Pallästen angetroffen derowegen hier verzeichnet 69. Mathemat: über dem Portal einer Academie Diese Manier der Portal so vorn ausgeschweifft ist in Gaßen sehr bequehm zum einfahren, stehet auch sonsten sehr wohl und gibt dem Pallast ein trefl. ansehen, 70. Portal zu einer fontaine Anmerckung Wo an einen fontain ein waßerhan gesezt so groß ists unmüglich mit der Hand uf zutrehen, derowegen bequehmer so ein Knebel durch den Hahn gehet Wo eine Vorlage, so etl. Schue, kan das tach zwar mit aus gerückt aber nicht höher, sondern oben angeschmieget werden, Wo ein thurm gemacht wird, so nicht gar hoch, das Tach daneben aber höher, kan man es abschneiden, durch dieses wird auch sonsten dem thurm geholffen, das er beßer herfür und ein ansehen bekömt. Kellerfenster werden uf diese Art gemacht, 71. Man beachte sehr auf kleine eiserne Öfen mit kleinen thür m lein zugebrauchen in ecken gingen eisen durch so hoch der Ofen und oben wurden Meßing Knöpfe vorgeschraubt schön Pollirt, die eisen sind deßwegen daß die Hize nicht die Platte in die höhe hebe, oben wurde ein thürmlein drauf gesezt mit einer röhre dem rauch hinzuleiten wo man will, einige machen Bleche in das thürm wie ein halber Mond, ein spirale zumachen, soll dem rauch trefl. ziehen, zu Versaille brauchte man ins Königs und andern Gemachern runde Meßing Öfen so 3´ hoch und 2´. weit, oben drauf stunden 3 röhren wie colonnen , so oben in eine röhre zusammen gingen und dem rauch ausführete, wurden Englische Ofen genant A . Ist wohl practicirt und an die Schmiegen ausgeschweifft und nice dreingesezt, der globus und die Tropheés können über thor thüren über Portal und in die frontespic gesezt werden Pont neuf in Pariß wird vor eine der schönsten Bruck in ganz Europa gehalten man kann in der mitten fahren zu beyden seiten gehen, ist ganz von Steinen beÿ a steht Henry quatre zu Pferde von bronce , beÿ b geht man uf eine Insel Palais Royal c . fauxbourg S Germain 72. Pont nostre Dame , Pont S. Michel , Pont de Change sind alle auch von Steinen, aber an denen seiten stehen Häuser, da denen unwißenden kein unter schied ob sie uf der Gaßen od über eine Brücke gehen, Dem Louvre gegen über wurde eine neüe Brücke gebauet Pont Royal genant, die Wiederlagen am ufern wurden 30´. stark angeleget, die Pfeiler z wurden auch stark und brauchte man deren fundament zulegen das Waßer aus zuziehen mancherleÿ machinen , als Kugel Pumben p. insonderheit eine Rinne in welcher breter mit eisen Gliedern zusammen gehenget und sich wenden ließ gab viel Waßer und wurde von Pferden und men s chen getrieben, ie ge„ schwinder es getrieben iemehr waßer es gabe, die Pfeiler wurden umb und umb 8´. breiter angelegt als sie oben, wurden junge eichen 9´. dicke und 10´. lang mit eisern Schuen eingeschlagen, mit Eichnen Pfosten 6´´. dicke belegt und mit Hölzern Nageln uf genagel, das erste lager mit thon gemaue rt und hernach nach und nach mit Absezen ufgeführt Weiln nun die Bogen sehr weit, konten die steine ob sie gleich 6´. lang, dennoch wenig dicke gegen unten gemeinen derowegen wurden sie alle verklammert und mit Bleÿ vergoßen ist 432 piet Royal lang mit 5 Bogen, der mittelste 72´. die Pfeiler in Fluß 14´ stark a tubus Dieser tubus stund unten vor dem Hause beÿ a. wahren quadre uf welchen allerhand mathemat: instrum: feston weise gemacht Die treppe b stund ganz freÿ, und 5´. breit mit einen eisern gelender von Sonne Mond und Sternen vergüldet, die wendelstiege c . 3´. breit mit einen eisen gelend 73. Es ist möglich, die Skizzen Pitzlers mit bestimmten Stichen in Verbindung zu bringen, die ihm offensichtlich als Vorlagen bei der Anfertigung seiner Zeichnungen gedient haben. Veue de Portique de Vincennes par ou l’on entre de la Parc 74. la Porte St. Antoine la Porte S. Bernhard 75. Vorherstehendes observatorium in der zu eüserst der faubourg S. Jaque . ist ganz neü erbauet, ist ohne Tach sondern abhängig und mit kleinen 6. Eckten Ziegelsteinen gepflastert, biß oben auf wahren 156. Stufen, durch die kleine wendelstiege konte man 173. stufen hinunder gehen in der mitten der Wendel„ stiege wahr ein Loch welches auch durchs ganze Haus ging, konte man am Tage die Sterne am Himel sehen, zu unterst wahr ein gang fast wie ein Irrgarten, da man 300. schritt zugehen biß in die mitten und wahr sehr kühle, nec pluribus impar Der Duc de Feuillade ließ aus dem hinder seinem Pallast gelegenen Garten einen Plaz zurichten zu dem er viel Häuser kauffte 2. Gaßen dahin zu führen und sezte des Königs Statua dahin, wurde Plaz de la Victoire genant, der König in Königl. Habit 8´. hoch die Victoir darhind 6´. hoch von bronce und Zier in Feüer vergüldet unten zun Füßen viel armat: auch eine WeltKugel mit der LöwenHaut bedeckt, das Königl. Wapen a die Bombar- dierung Algier Pitzler täuscht sich, die Bombardierung der Stadt Algier wird in den Reliefs auf der Place des Victoires nicht dargestellt. , zur Seite die submission des Doge von Genua und Batailles unten Sclaven an Ketten auch 4-8´ hoch mit armatur en, umb dieses 6´. breit ein pave- ment von weiß und schwarzen Marmor und ein eisern Gitter, zier vergüldet Zu denen Seiten 40. schrit darvon iedes mahl 3. colonnen von rothen marmor uf welchen eine Laterne Nachts Licht zubrennen zwischen den seülen oval von Eichen Laub in welchen des Königs thaten komen sollen, alle architecton ische Zierathen Marmor, alle Zierathen auch die bas relief von bronce 76. Uf diese Art wahr der Piedestal darauf das Pferd und uf demselben Henry IV uf der Pont neuf stund h . bedeüt Historien von Batailles s. inscriptiones . Das Piedestal warauf das Pfer in Palais de Prion stunde wahr also Nun folgen die Gitterwercke von Eisen (treillis.) und zwar erstl. zu den austritten vor Fenster od uf den Stiegen Diese können von Schniz werck gemacht von metal gegoßen und vergüldet werden 77. Die Ansicht von dem Ziergitter vor der Avant-cour in Versailles ist bei Pitzler stark verändert. Diese Gitterwercke sind zu Versaille vor dem Schloße der bogen aber beÿ der audienz treppen , die Zierathen daran wahren alle vergüld das übrige schwarz, a sind große Streben an die Thor b . kleine Streben an die Gitter c . ist 2´. erhöhet, und sind die Gitter 10´. hoch Dieses Gitter stund in der Kirche au Vall de Grac vor den Chor des Altars, die Zierathen vergüldet, 78. Beÿ Höfen wird uf Stiegen öfters das Licht aus den Laternen ge„ stellen, dieses zu verwahren kan ein lang Kästlein mit ein Schloß in die Mauer gemacht werden In Palais de Prion wahr die Academie der Mahler und Bildhauer alle Abend gehalten, So wurde auch Wöchentl. 5. mahl von einem Architecto über die Geometrie und Architectur öffendlich gelesen, Jardin du Roy au Faubourg S. Victoir Ist ein garten vor die Medici , wahr wohl angelegt, denn vorher an der Seite wahren Gewölbe in Winter gewiße Dinge zuerhalten, hatte einem Berg diejenigen Kreüter dahin zu Pfla n zen, so gern uf Bergen wachsen, Hatte einen Morast und feüchtes Land, und endl. den gleichen Garten von zieml. Größe Au grand arsenal wurden nebst den Canons viel Bilder vor dem Konig gegoßen, und wurde also gehandelt, Erstl. wird ein Bild von Thon formirt dann wird Wachs Fingersdicke drüber goßen und abgeformt, Von Wachs das ganze Bild wieder zusammen gesezt, und inwendig von Gießer mit Leimen Leimen = Mörtel, Lehm. ausgefült, dann wird es wieder rein Formirt in Wachs von eben dem Meister so es erstl. gemacht, nachdem wird es von Gießer mit Leimen so ganz dün mit einen Pinsel vielmahl überstrichn, biß es fingers dicke, dann wird andre Leimen so gröber, pfannen dicke drüber geleget auch mit eisen die Länge und quehre feste über bunden, damit es in gießen nicht reiße, hierauf wird es an einen sehr warmen Ort 79. gebracht, damit das Wachs heraus schmelze und endl. vor dem Gießofen eingesezt, ehe aber noch der Leimen drüber kömt, werden viel röhren von oben in alle Glieder gesezt, daß das Bild nicht anders als eine große Wurzel von einen umb welche viel Kleinere Wurzeln anzsehen ansehen, Wenn es in Guß gerathen, wird es von Silberschmieden Schwerdfegern und Schlößern ciselirt Coblin ist ein Ort über der faubourg S. Jaque , wo viel schöne und große Tapzereÿn gemacht wird, wird auch alles alda gefärbet, wurden Tische von allerhand raren steinen eingeleget und verfertiget, Inson„ derheit, wahr wohl zusehen daß an einer gallerie von SchildKröten Arbeit gearbeitet wurde, wahr uf diese Art angefangen, Die Pilaster roth wie die SchildKröte pfleget, in denselben füllungen, in welche Spiegel gesezt, und uf den Glas wieder foston von allerhand edlen aber nur Franz Steinen gesezt, die bases und Capitel Meßing in feüer vergüldet, der Grund Blau aber nur Horn, Zwischen den Pil: quadre in welchen Spiegel 80. In Pariß zehlet man 44 Pfarren, in ganzen Kirchspiel 600. Glockenth ür„ me, über 30. andere Kirchen 45. Münchs 45. Nonnen Klöster 80. Priorate od Stiffts Kirchen 60. Collegia 30. Hospitale 200000. Menschen so gew ehr tragen können, 2000000 Seelen, 50000. Häuser, 720. Gaßen 25. öffen tl. Pläze 10. thore 10 Brücken, alle Jahr werden gebraucht 50000. Ochsen 20000. Kühe, 400000. Schaafe 10000 Kälber 50000. Schweine Hier folgen etl. Ballhäuser so abgemeßen mit beÿgezeichneten halben Pariser Fuß, und wurden diese vor die besten gehalten so in Pariß 81. Die besten Ballhäuser in Paris sind folgende so ich ausgemeßen, beÿ solchen ist zu obsor- viren daß zu beÿden seiten gleich vollkömlich licht einfalle, und gleich gepflastert seÿ Jeu de paume a la Ville d’Orleans rue de guatre Vent au fauxbourg S. Germain nach diesen ist das Versailli sche gemacht Die länge A B ist 87´.8´´. Die breite C D 27´.4´´. Die höhe a b 42´. Die höhe des kleinen Lochs Begriff bei Jeux de paume, Punktgewinn bei Treffen des Lochs. 1´.2´´. Das Maas ist Pariser Schue, deren 1 Schu 12 Zoll hat, und ein halber F hierbeÿ gerißen, Saal zur Drinktafel 82. Jeu de paume au Faubourg S. Germain rue des mauvais- garcons ganze läng A B 87´.4´´. breite C D 26´.4´´. höhe 42´. hoch die gall: 6.7´´ hoch das brust gel änder . 3 ´.1´´. große loch von tach an Hoch 2´.10´´. Jeu de Paume au fauxbuorg S. German rue du Bussi a cheval d’Or länge A B 87´.2´´. breite C D 26´.9´´. gänze höhe 41´ höhe der Mauer 18´ höhe des brust gel. 3´ höhe der gall 6.9 länge des großen Lochs von kl tach an mauer beÿ d gall 3´ höhe 83. Jeu de Paume rue du Mazarin au Fau- bourg S. Germain welches ist Mons. Jourdain is und in diesen unterschieden, daß die ecke vorgerückt, das kleine Loch weg , hingegen die andere gallerie offen wie der Riß weiset Ist lang von A. biß B. 87´.6´´. breit C. D. 28´.3´´. hoch 42´. die Mauer hoch 16´. hoch die gallerie 6.7´´. brust hoch 7 .2´´. gallerie beÿ x Es ist so wohl diese gallerie als auch an andern wie in den andern Balhäusern voller grilles . 85. Louvre oder Königliche Pallast Zu Pariß , so zwar neü zubauen ange„ fangen, aber nicht vollbracht worden Die Seite gegen die Saine B Die Seite gegen Pont neuf . A. not : iede seite des frontespicii sind von einen stück stein 52. Pariser Fuß lang und die Colonnen und Pilaster alle canellirt und Corinthische Ordnung, 8 6. Dieses in größerer Form gehört hinüber zu D . 87. Die Helffte einer innerlichen seite beÿ D . und sind alle 3. Stock Corinthische Ordnung auch Pilaster und Colonnen canellir et Palais de Tuilerie attica vertè also wahr unten die Ionischen Colonnen geziert gallerie über den bogen von b biß zu c ins ge„ sims eingesenckt , so die brust gibt a münzn , allerley Krohnen bischöffshut, Perlen, Ketten p. 88. beÿ a sollen 2. pilaster stehen ist in Riß versehen, Dieser Palais de Tuilleries wahr nur ein einzige linie darhinder ein Garten deßhalber auch keine hölzerne Thüren vor, sond Gitter und ging lang des Pallast 3´ stufen in Garten Zum eingang unter Dome (ist eine feine Stiege (so albereit bezeichnet;) uf welche man uf einen VorSaal so unter den Dom, so 3. Stock hoch und oben rund mit einen Vierecketen Feld in der mitten, aus diesen kahm man in einen langen Saal kahm so auch rund Der Fu Die Decke , der Fußboden von Holz, in diesen stunden schöne schräncke von Schild Kroten Arbeit so sie cabinets nennen, dan folgen unterschiedl. Zimer ,| hind diesen Saal ging die gallerie de passage so eingesenck war.| so zum theil runde deckn mit feinen Feldern, und gemählden drein od perspectiv ischen gemählden, hatte auch decken so oben sch i ef und uf Zelden od Pavillions art, so perspectiv isch gemahlt wahren In einen Zimmer wahr ein schöner Cristallinenleüchter, weiln aber im mittelsten großen Felde ein schön gemählde, wahr er an 4. Schnuren gehänget, an welchen große güldene quasten abhängeten in dem Pavillion gegen die Saine stund ein klein Theatrum uf der rechten seiten etl. Zimmer und das große Theatrum so fürtreflich schön und kostbar, das Amphitheatrum 89 mit 2. gallerien über einand |: mit freÿstehenden Pilastern :| a terre size und eine gelegenheit vor die Konigl. Persohnen, die Decke von Schnizwerck von Holz und vergüldet, hat ein schon Portal vor dem Theatro der Scenen , und stehen die Scenen schif werden von Leüten gezogen stehen 8´. untern Boden, zu ieder Scene gehörn 2. biß 4 Persohnen Donnerwetter wurde mit Kugeln gemacht, so in einen langen Kasten rolleten, und der schlag, und der schlag wenn die Ku„ gel etl. Schue herab uf einem andren Boden fällt. So eine machine von Wolcken helle scheinen soll, so werden die Wolcken doppelt gemacht, und Licht darzschwischen gesezt, In der lezten opera so gemacht worden hat man 500. Persohnen, solches zu rigiren gebraucht, ingl. 4000. tt: Lichter Diesen Palais de Tuillerie und das Louvre hält eine lange Gallerie längst der Saine zusammen, über diesen ist eine gallerie (243 tois ) 700. Schrit lang und 12 (5 tois ) schritte breit, Zwischen ieden Fenster am Pfeiler, 2. Corinth. Pilaster zwischen denselben aber wahr ein quadre von Holz, welches herund laßen konte, wie ein ufschlag tisch, in solchen wahr ein Modell von Holz von einer fortresse od Stadt im Reich, drüber in einen Feld wahr diese Stadt auch gemahlt eüserl. und wahr die ganze gallerie uf diese art, Le Jardin du Tuilleries so gleich hinder diesen Pallast also genant ist ganz regulier man findet eine Art Bäume drinne von Castanien Bei den "Castanien" handelt es sich um Marronnier d’Inde. werden aber nicht ganz reif, wachsen sonst fein gleich auf und haben breite Bletter Ingl. hat es eine Art Tannen so artl. Formirt werden und hin und wird zur Zierrath gesezt werden, als 90. Jardin du Palais de Tuillerie beÿ a . wahr es erhöhet doch konte man dafahren und gehen auch beÿ b . wieder herund gehen, sonsten ist der ganze Garten ganz gleich, auch stunden beÿ b . die kleinen Büsche beÿ c . sind die quartier wasen das andere erde in diesen quartier bey d: Weißbuchen Buschwerk in welchen gange, es sind die langen quartier mit Johannis und Stachelbeer Hecken umbgeben sind in allen gängen Bäume wo aber runde ringel od kleine , sind es pyramiden wie drüben bezeichnet Die Treppe beÿ h 9 1. L’ Hospital Royal ou l’hostel du Mars, nomme aux invallides Der Hof A . ist umb und umb von Bogen doppelt über einander In den kleinen Höfen g ist nur über zwerch die gänge gepflastert das andere ist gas Wasen od Sand Um den Graben sind ga rten zu od potageries deßwegen in ecken Brunnen, 9´. ein Bogen in lichten 5. ein Pfeiler brei t 3. ein Pfeiler dicke 12. die Gänge bre it sind aber durch gehents wie a n das portic ingl eichen gewölbet in portic ist es ein e Stufe erhöhet, d die colonnen stehen beÿ x Küchen Kirche Küchen Bogen 5 bogen 16 bogen 3 bogen 10 bogen niedrige Gebeüde zur menagerie einfahrt Gebeüde zu Schlachten Backen Waschen p. 17 Fenster mit Thor 3 f. mit Thor Vorhof A Schilderhaus a 34´ profil zum graben 92. Die Helffte der faççade beÿ A . vor die piedestaux ist noch ein pied: gelegt uf welchen Mars zur rechten und Pallas od Bellone zur lincken sizen über denen Bogen in Schlußsteinen sind Hercules und Löwen Köpfe uf die Balcons beÿ g . faççade beÿ zur Kirche im Hofe beÿ B . in fron- tespi ist ein weiser weiser = Ziffer(n)blatt. , zur rechten liegt ein alter ma nn mit der Sense zur lincke eine Frau mit Pf eil liegen in der Lufft Wie beÿ a hier so lauffen die Bogen in ganzen Hofe rumb 93. Dieses ist die Seite beÿ C od D . Die kleinen Ballustrell Seülgen sind rund ordinair werden 2500. estropies in diesen hospital unterhalten Beer od Löwe Kapfenster so im großen Hofe abwechselungsweise stunden beÿ a sa cris teÿ b . be ÿ d ist der hohe Altar zu b eÿden seiten Meß ing tühren Grundriß zur Cupol und Kirche aux invallide Ballustrade umb und umb sind nicht durchgebrochen Korint. Die imposte oben beÿ d ist ein architrav Es sind 9. Bogen mit dem so gebogen vorn auser wo die Orgel ist noch einge rund die untersten zwerch Bogen die Orgel steht ist dieser bogen erhöhet profil zur seiten 7´. Ein Pfeiler 12´ Bogen weit 3 1/2 ´. pilaster breit 1/2 ´. sticht vor Pil 42. breit die Kirche 9. Bogen lang 3´. die Mauer dicke 94. Faççade der Kirche mit deren Cupol aux invallides das Modell so sehr net und gut gemacht wahr hat gekostet 10000. Thl nur beß die Cupol und 1. Bogen wahr ohngefehr 10. Fuß hoch, Die unterste Ordnung ist Dorica in fries Zwischen den triglif en sind in den metop en die instrumenta passionis Christi , die andere Ordnung ist Romisch profil 95. Die Kirche au Val du Grac so vor die schönste in ganz Pariß gehalten wird oben die Bogen geziert über b . a ufn Zettel so Kind halten Gloria in excel- sis Deo. Röm: Dieser Altar ist von sonderbar schönen Marmor, braunroth, iedoch Lichte, die gewundenen streifen, von Natur, die Cap und bas: und alles schnizwerck vergüldet Profil der Kirche und Cupol in gewölbe ist wohlewig nehml. nehml. Die himl. gloria in wolcken mit viel tausenden beÿ. a stehn sind die 4. Evangelisten sizend fenster Die Pilaster stehn 1/8 vor und sind uf 1/2 . des Pil: flach canell: hernach der halben Circel Corinth. 3 1/2 ´ breit 96. Faççade und Cupol au vall du Grac . St. Pietro in Roma e la Cupola alto 7 t. 3p: et il diametro colla mura 26 t in luce 22 1/2 t. 16 Fenster der diam: ist 21. toises Kind mit urnen ufn Kopf Rom: Corinth. Die neben Seite beÿ B . sind 15 Stufen Jesu nascenti Virginique matri in fries Hier folgen die Pavement von Marmor 97. 98. 99. Ecclise de la Sorbonne a Paris iede colon: dicke 8. Stufen Rom Corinth. 100. Diese seite gehet ins Collegium der Sorbonne , das Tach über der Lanterne Kupf geland ingl. die Streiffen auf der Haube ist alles vergüldet übern Portico in fries stund geschrieben Armandus Joannes Card: Dux Richelieu. Sorbonne Provisor. adificavit domum et exaltavit Templum Sanctum Domino 1642. Profil der Cupola 101. Meudon le Pavillon L’entreé de Meudon . Le Monastere de Val de Grace fut acheve 1668 . 102 102a obgleich in Gärtten hohe e spalier gemacht werden können doch die piedest von stein seÿn, Bilder und Vase drauf gesezt werden 102b La Veue du Monastere Royal du Val de Grace . Veue de la Grotte de Rüel 103 a la Sorbonne . 104 S. Louys vor den Altar 105. L’ Ecclise Saint Louys ou nomme aux grand Jesuits GrundRiß a ist das Chor mit der Orgel, weiln nun oben ein Fenster so hat die Orgel nur 2. thürme, damit es nicht das Licht verderbe beÿ b . lief oben die cornic fort der architr: aber verkröpfft, so wahr oben an die Cornic ein Pignolt gemacht, Profil die Cupol hat 4. Fenster und 4. Thur nices die Later „ ne hat 4. Fenster faççade Cor: Rom: Cor: sind alles colonnen stehen 3/4 vor die pil: aber 1/8 vor 106. L’ Ecclise du quatre Nations a Paris avec le College Diese Kirche mit dem Collegio steht dem großen od mittelsten Pavillon des Louvers gegen über und macht einen trefl. prospect , die Cupol ist oval und hat 8. Fenster , beÿ b . sizen Pischoffe, d ist ein architravage , mit Ioni schen pilastern , oben drauf ist eine attica , hernach sind Corint h: Pil. fris bog La Saine Fluß beÿ a ist zugleich der Hohe Altar Grundriß Die kleine pil: beÿ c . sind Cor . pilaster mit Cap: Cor Profil . 107. in A komt ein Stein wie drüben C . 108. Pave dans l’ Eclise du quatres Nations devent l’autel 109 Paroisse in der faubourg St: Jaque mit den beÿden cloche zur Seiten Pitzler täuscht sich, es wurde tatsächlich nur einer der beiden Kirchtürme realisiert. Faççade de l’ ecclise St: Gervais l’invention de l’archi- tect la Brosse beÿ a sizen die 4. Evangelisten, es sind alle Colon: und Pil: canellirt . Dor. Ion. Corinth. Grundriß der Kirche S. Silpic in der fauebourg St: Germain beÿ a ist ein Loch od Cupol damit Licht in diesen gang gebracht werden Profil eüserl. wie die Fenster komen 110. L’ Ecclise de Petits Peres a Paris Die Ansicht und der Grundriss entsprechen nicht dem Couvent des Augustins déchaussés genannt Petits Pères. faççade dans la rue St Honore ist ein Nonnen Kloster darbeÿ, Pitzler täuscht sich, es handelt sich nicht um ein Nonnen-, sondern um ein Mönchskloster. faççade In der Kirche les Pere s de l’oratoir wahr oben eine gallerie uf diese Art, die Pilaster sind Corinth: . Die Kl. auch Cor und sind 3/4 .ihrer breite an die großen angesezt Hier folgen unterschiedl. Kleine Kirchn faccades , als vor Klöster Hospital Findel od Wäisenhäuser 111 Tabernacel in der Kirche des Carmes chauses . das Marien Bild hat Bernin gefertigt und wurde sehr viel draufgehalten l’hostel Pitzler meint "autel", Altar, anstatt von "hostel". dans l’ ecclise des Carmes aux Augustin Es könnte sich möglicherweise um eine der drei genannten Kirchen handeln. Nun folgen hier auch etl. Epitaphia . So bezeichnet dieses ist hangend an einen Pfeiler Ist schwarzer Marmel die Streifen a aber rother Ist schwarzer Marmel 112 dans l’ Abbaye S: Germain Des Konigs in Pohlen Johannes Casimir , in d Abbaye St. Ger- main Der Konig Kniet und übergibt Gott Scepter und Cron, ist von Weißen Marmel die hist: aber ist von bronse , das Gewand ist nurgemahlt Des Grafen Turenne Epita- phium zu St. Denis in der Kirch e Ist von Weißen Marmel die Piramide von gelben der Grund schwarz, die Palmbäume und armatur en alles vergüldet liegt uf einer Löwenhaut, unter n Ko p f eine urne aus welcher Geld fällt, hind ihm fama fortuna so ihn eine Krohne ufsezt faççade zu Kloster gebäuden 113 Die Kloster werden insgemein umb bauet mit einen Vier Ecketen Hof, umb welchen Bogen rings herumb zugehen, in bogen wird eine Brust 1´. hoch gemacht, und biß an die imposte eiserne Gitter, da denn aus dem Hofe ein Lustgarten wird gegen einem Plaz od große Straße die Kirche, unten unter den Bogen sind ge„ wölben, auch wa r Keller Küche und dergl. doch haben sie dieses lieber abwerts, aber refectoria sind unten, oben sind die Zellen, gelegenheit vor dem Pater Prior und Bibliotheck absonderl. gelegenheit zu abtritten und eine Kamer vor die Krancken, not: das Kloster aux Cordeliers dans la rüe des Cordeliers und l’ abbaye St. Germain inwendig, Hospital wird mit einer Kirche gegen eine öffentl. Straße angelegt, an seiten, werden gebeüde geführet damit ein Hof bleibet, und wird umb und umb wie ein Saal od gallerie zum seiten stehen der quehre die Betten in der mitten bleibet ein Gang, Zur menagerie wird unten auch gelegenheit gemacht, oben eine andere gelegenheit vor die Jenigen mit welchen es sich gebeßert. Item vor den Priester Medicum, Chirurgum und Haus Vater Alter armer Leüte Wäisen und Findelhäuser, haben andere gelegenheiten haben auch wo müglich eine Kirche, Plaz zur menagerie , unterschiedl. Kammern, darinnen 6. 8. od 10 beÿsammen sind wie aux invallide gelegenheit vor dem Hauß Vater und Kammer vor Kranke 114 Navire Royale Dieses Schiff hat vor diesen zu Paris zur Königes Lust uf der Saine gestanden L’ Arc de Triouf devant La Porte S. Antoin à Paris Dieser Triumphs Bogen ist zwar angefan„ gen aber nicht weiter kommen biß an die pie- destaux , steht in modell in ganzer größe von platre od Gips, oben ist der König zu Pferde, in die oval sollen bas relief seiner Thaten Ist von der inven- tion M: Blondel . LUDOVICUS XIV. Die Seiten A . 115. Von Virtuos en und berühmten Künstlern befanden sich dahmahls in Franckreich insonderheit in Paris Msr: Blondel , Architect , so starb, M: Perold Archit: M: Charl le Brun } Mahler M: Mignar } Mahler M: Girardon } sculpteur M: Jardin flammand } sculpteur M: Odran } graveur M: Edling flammand } graveur M: de Vauban Ingenieur General M: de la Ville , Maistre de Machine de Liege M: Kellner , Schweizer, Gießer ufn Großen Arsenal M. Chapeteau instrument machr M: Rotiers Medailles schneider flammand M: Petiteau meniatur mahler in Semalto . LUDOVICUS MAGNUS historien Porte St: Denis dessein M: Blondel LUDOVICUS MAGNUS Porte S. Martin dessin Mrs: Blondel , Porte de Conferenc Dieses ist es nun so in Pariß angemercket, nun will außerhalb Pariß gehen und der Prinzen Land„ häuser besehen, von Versalles aber den anfang machen, 116. Dem Canzler Tellier so gestorben, wurde in der abbaye S. Germain ein Castrum doloris gefertigt es, wahr ein piedestal 3. Stufen erhöhet gesezt uf solchen Kniete der Verstorbene, wahr an„ gekleidet, mit einen Purpor Sametrock , mit Karme„ sin Samet gefüttert, vor ihn lag ein buch so aufge„ than, die Stufen voller Silbernemer Leüchter, ufn Eck 4. Pyram: mit licht und Wapen dran, oben ein Baldequin mit Flohenen festons und Spizen, inwendig ein Creüz weiß, und in feldern Wapen, Mauselee der Lezt verstorbenen Konigin in Franckreich Pitzler zeigt das Castrum doloris für Henrietta Maria von Bourbon, Königin von England, meint mit "Lezt verstorbenen Konigin" aber wahrscheinlich Maria Theresia von Spanien, Königin von Frankreich, die 1683 verstorbene Frau Ludwigs XIV. Castrum doloris des Prinzen Conde in der Kirche Nostre Dame A der eingang ins Chor, unten bilder Mars und Victoria so trauern B . inwendig in mitten des Chors unter welchen eine Tombe C . umb und umb umbs Chor in der Hohe 119. Nachdem alles so mir in Pariß merckwürdig vorkommen, vorher beschrieben, so will nun anmerken was ufn Lande der Prinzen und Herrn Lusthäuser sich befindet, von dem Königlichen Resi- denz Schloße Versaille dem anfang machn, Dieses Versailles ist anfangs einem Edelmanne und Staadts minister de Lomenie , gewesen so es 1560. zubauen angefangen, als er aber 1572 Bartholomä tag uf der Pariser Bluthochzeit, mit massecrir et worden, sind deßen Güther dem Königl. fisco zugefallen, dabeÿ es langezeit verblieben, Ludwig der Dreÿzehende aber ließ es ergrößern und ein Viereckt Schloß dahin bauen und starb darauf. Jeziger Konig Ludwig der Vierzehende hat iederzeit groß belieben zu diesem Ort getragen, finge derowegen an 1661. solches zu einem Königl. Schloß und Hofhaltung anrichten zulaßen, iedoch mit dem Befehl, daß von dem jenigen was sein H. Vater gebauet, nichts geändert, sondern mit derselben Baumanier von außen continuir et werde, deme man auch gefol„ get und alles, ob seÿ es von Ziegelsteinen erbauet angestrichen Ist numehr ein solches Werck und Gebeüde daraus worden, darüber zuverwundern, und dergl. wenig zufinden, Die Situation be„ langet, so liegt es uf einem erhabenen Ort od Hügel, in einem Thal so uf 1. Stunde weit mit Bergen umbgeben, ist etwas Morastig hat unfruchtbar Land und kein gut waßer, Ist 4. Franz: Meilen von Paris , und eben deßweges 2. Meilen von Fluß der Saine 120. wie gedacht so liegt das Schloß uf einem Hügel, gehen also die Höfe und Ge„ beüde alle Berckauf, unten aber sind 2. schöne Ställe und hinder dem„ selben gelegenheit zur Jägereÿ und Falcknereÿ, umb diese herumb ligt das Stadtlein , hinder dem Schloß bergunder der Garten , uf der ebene aber ist der Canal , Hier folget der Grundriß zum Schloß und Ställen , von chemin Royal od der Hauptstraßen kömt man Pariß beÿ A an, zu beÿden seiten allees von Bäumen, B . ist ein Jägerhaus wo die Jagthunde vorn an ist ein Haus beÿ a wo ein Caputain de Chas wohnet b . sind lauter Höfe, c. sind wohnungen vor die Jagt bedienten, drunder diese wohnungen niedrige gelegenheit vor die Hunde vor den Höfen wahren eiserne gitter gegen über wahr die Fauconnerie , diesen gleich, zum eingange wahr ein Thorweg C oben in Schloßsteine ein HirschKopf, am anderen Der Falcknereÿ ein Falcke. Ferner gelanget man zu denen Ställen da der beÿ D. le grand Ecurie der beÿ E le petit Ecurie du Roy gennennet werden, sind zweÿ Stock hoch von lau„ ter gehauenen Steinen, iedoch sind solche roth angestrichen uf ziegelroth, od fleischfarb so baillet genennet wird Pitzler beschreibt an mehreren Stellen Fassadenteile, die entweder in Ziegelstein gemauert sind oder verputzte Flächen, die rot angestrichen und in Ziegelsteinoptik bemalt wurden. Beides kommt tatsächlich in Versailles vor. , iedoch nur außwendig an denen seiten , vorn und im Hofe haben die steine ihre Natürl. farbe, die seite beÿ F . ist hier verzeichnet nun zum eingange D sind eiserne gitter so uf Einer Mauer 2´. Hoch stehn, c . sind gelegenheiten zuwohnen f . Reüth Haus g . Höfe i . Ställe, sind nur einfach, daß die Pferde nicht doppelt sondern in einer reÿhe stehen, h . ist nur eine Mauer vor dem Hofe dahin F . mit anstößet, K ist ein großer Plaz zum Reüthen und Rennen, der Stall E ist diesen in allen gleich, oben auf wohnen die Pagen mit ihren Maistres des Exercices . 121. Das Carousel wurde in Stall E gehalten beÿ d . hatte es diese faççade und Portal, über der Thür 3. Pferde mit halben Leibern, a Reütherey Rüstung Nun kömt man uf einem freÿen Plaz G . beÿ m ist weiln alles Bergauf gehet, unter der terrasse gelegen„ heit zu abtritten, nun stehet das Haus n zum theil sehr hoch od tief, da sind unten an stad der Keller beÿ o . courps de gardes . uf dieser seiten vor die Franz: garde , uf der andren seite eben so vor die Schweizer garde , beÿ p . gehet man ins Schloß in dem ersten Hof , welcher mit eisern Gittern so vergüldet verwehrt unten ist 2´. hoch eine mauer q . sind Schilderhauser uf welchen die 4 Jahrs Zeiten Es handelt sich nicht um die vier Jahreszeiten, sondern um die Skulpturen der Unterwerfung Spaniens und der Unterwerfung des Reichs , sowie des Friedens und des Überflusses . sizn, mit ihren Früchten so sie nach unterschied des Jahrs bringen, beÿ r gehet es Berckauf daß man hinauf fahren kann, weiln aber das Haus dem horizont gleich seÿn muß hat es eine ballustrade beÿ s . das Haus H ist auch uf ziegel arth gebauet wie beÿgezeichnetes, I . Ist ein gebeüde H fast gleich, in solchen sind les offices de bouch des communes , beÿ t . geht man in andern Hof , auch wie der erste mit Gittern versehen Die Gebeüde K hatten dieses ansehen auch uf ziegel arth angemahlet, Gemeltes Gebeüde ist eigendlich pour les offices de bouch du Roy , vorher stehn uf ieder Seiten 6. colonnen von der Mauer abgerückt daß man wie unter einem Portico gehen kann, uf diesen Colonnen stehen statuen von denen 4. Elementen , weiln diese zu erhaltung Menschl. Lebens 122. Denn die Erde gibt Thiere, Früchte, Blumen und geträncke, das Waßer Fische, die Lufft Vögel, und das Feüer, solches zuzurichten, uf der rechten seite aber im eingange zur linken, wird es vorgestellet durch Ceres Pomene , und Flore , das Waßer Neptun , Thetis und Galathee , uf den andern 6. colonnen , die Lufft Iuno , Iris und Zephire , das Feüer durch Vulcain und zweÿ Cyclopes , nehml. Sterops und Bronte , les offices de bouch sind, office du gobelet , Panneterie , und de la fruiterie , Das Tach über diesen Gebeüde hat eine ballustra- de umb und umb, und wahr mit vielen Zierathen versehen, die Tachfenster nicht weniger, was nun Zierathen war meisten„ theils auch fein vergüldet, etwa uf diese Art ⊗. In dem Seitengebeüde L mit 3. Höfen u . wohnen ins ge„ mein die Prinze von Geblüthe, weiln es unten tiefer als im Schloße so ist die Küche dahin gelegt, hat uf den 3. Vorlagen 3. Povillon nur 1. Stock höher, ist auch uf ziegelart gebauet, die Andere Seite od lincke Flügel ist nur zum theil fertig Beÿ M ist des Dauphin seine wohnung und gelegenheit, beÿ v . stehn 4. rothe Marmor colonnen uf piedest e aux uf welchen sind austritte mit schönen, meßingen vergüldeten Gelendern, Beÿ N sind des Königs Zimmer und gehet man beÿ x . etl. u stufen uf den von roth und weißen Marmor pavir ten Hof , iede Platte ist 1 1/2 ins Gevierte, beÿ y . sind 8. roth marmor colonnen mit piedestaux uf welchen austritte, über ist das Gebeüde hier nur 2. Stock hoch, steht in der mitten ein balcon mit vielen armatur en drauf, beÿ diesen 8. colonnen sind 3. Bogen, ganz offen ein Portico , da man hinein kommt sind noch 7. Bogen offen, in Garten zusehen, und sind in der mitten Pfeiler so das gewölbe tragen 123. Trianon Menagerie 124. 125. 126. Chateau orangerie 127. Beÿ Z hat es auswendig dieses ansehen auch auf ziegel„ art Pitzler täuscht sich an dieser Stelle, hier handelt es sich um Ziegelsteine. und im obern Marmel pavirt en Hofe diese ⨀ profil über welchen auch uf ums Tach eine Ballustrade von Steinen und ufn piedesteaux schone Vases In denen Dreÿen Bogen beÿ Z uf der rechten Seiten hinein gehents ist die audiens treppe od Royale so in wahrheit also zunennen, vor denen dreÿen Bogen, sind schöne gitter von eisen, und viel ver„ güldet, die treppe ist von lauter rothen und mancherleÿ farben Marmor, ist oben drüber eine Cupol ganz offen, nur mit großen Spiegelta„ feln überlegt, welches die Stiege sehr Licht macht, vorher sind 3. Bogen alles von Marmel auch das gewölbe oben audiens Stiege beÿ a ist eine stufe beÿ b sind 2. stufen über denen bogen ist oben beÿ x auch ein gelend in allen sind 35. stufen iede 5 1/2 ´´. hoch, von der thür g . geht man ins Konigs Zimer beÿ h . in die 7. appart: beÿ c . der bogen schnizwerck vergüldet pavement beÿ d . Die audiens treppe ein wenig in prospect ist alles von Marmel, cap: base und alles schniz werck vergüldet, beÿ e . ist schön Mahlwerck f . mit Glas belegt 128. Von dieser Stiege gelanget man in die 7. appartement de parade , welche auch von mancherleÿ Marmor ausgesezt zumahl in Fenster gewenden, son„ sten sind trefl. schöne und Kostbare Tapeten drinnen, weiln nun der König die Sonne zum emblema hat, so sind solche nach der Zahl der 7. Plane„ ten angelegt, denn auch in ieden Zimer an der Decke, in ein groß Feld ein Pla„ net gemahlet, in die kleinen Felder aber actiones nach iedes Planeten eigenschafft, ie näher man nach der gallerie kömt, ie schöner auch die Zimmer gezieret, die erste Camer ist ein Vorsaal 5 1/2 tois lang und 5 t: breit, die thürn und Fenster gestelle sind rother Marmel, die thürn und Fenster gewende, weißer Marmel von gen mit Feldern von grünl. marmor, das andere Sal des gardes , die Fenster und thür gestelle, rother marmor, grund weiß, felder schwarz und gölbe, das Dritte antichambre , Fenster und thür gestelle braun roth, grund weiß, Felder grünl i ch marmor, Vierte Cammer , Fenster und thürgestelle grün braunroth mit adern grün weiß adericht Felder, röthlich, mit schwarz eingefast, das Fünfte grand cabinet , thür und Fenster gestelle, schwarz mit gölben Adern, Feld weiß, das Sechste, kleine SchlaffKammer , die Fenster und thür gestelle Feüer„ farb, Tapeten Gold, Siebende, kleine cabinet , die gestelle, grün roth mit weißen adern Pitzler täuscht sich, zum Zeitpunkt seines Versaillesaufenthalts waren die beiden zuletzt genannten Räume bereits durch die Spiegelgalerie ersetzt worden. Aus dem „grand cabinet“ war der Salon de la Guerre geworden. , diese Zimmer sind fast alle von marmorn Fußböden, mit emblamat ischen Bildern Busti , Vases und statuen gezieret uf den thüren schniz werck von Holz sind von 2. theilen und drüber, wie gemeldet schniz werck die alcoves sind nur eine Stufe erhöhet mit einer ballustrade ganz zwerch des Zimmern, in solchen aber die Fuß b oden von Holz, schön eingeleget, wo Tapeten wahr unten 3´. hoch ein gelender von Holz weiß, vergüldet od , gemarmelt, 129. Fußboden Fußboden audiens alcov Nun gelangen wir in die Große Gallerie , solche hat ihr aussehen gegen dem Gartten , ist 18. Bogenfenster lang Pitzler täuscht sich, tatsächlich handelt es sich um 17 Fenster. od 98. schritte od 245´. und 40´. breit, von Lauter Marmor auser dem Fußboden so von Holz uf unten verzeichnete Art, die Decke ist rund mit Feldern und treflichen mahlwerck ohngefehr uf diese Art, zum eingange aus dem lezten und Siebenden gemach , wie auch zum Königlichen Zimmern , wahr inwendig diese façca- de da hier der Grund A . leistenwerck ver, güldet, das andere mahlereÿ, basement roth quadre in piedestal , wie Serpentin Bogen verzierung roth, alle quadri wie Serpentin stein Cornic weiß die geschnittene leisten vergüldet fries weiß, schnizwerck Gold arch: weiß und leisten vergüld cap: meßing und in Feüer vergüldet colonna roth pilaster base meßing und in Feüer vergüldet Cimac roth piedestal weiß 130. aller Grund in der ganzen gallerie weißer Marmel und weiß geädert alles schniz werck matt vergüldet, gegenüber dieser Bogen an seiten, wahren an stat der Fenster so hoch und groß als die Bogen Spiegel, so schönen prospect machte und alles doppelt sich sehen ließe, Wo 2. pilaster beÿ einander stunden wahr ein Tisch von Marmor drauf eine Vase von granito , zur Seiten 2 Busti uf hier bezeichnete Art, Vor denen einzeln Pilasti große Vases 5. biß 6´ hoch von Silber Diese große Gueridons wurden Abends in die gallerie gesezt, sind versilbert und 8´. hoch ohne die lichte, In fenster gewenden wahr der grund auch weiß, roth quadre und in Bogen die rosen vergüldet, In des KönigsZimmer stunden ganz güldene Tapeten, und hingen .12 Silberne und Cristalline Cronleüchter von der Decke herab, Not die beÿden Model Cambery und Condé so in eckgemach stunden die Wälle grün von kleinen Walle die Waßer Graben Frauen Glas 131. der Großen Königs Treppen gegen über wahr die Treppen so zum Dau- phin gemächern führet, auch von Marmel, die füllungen sind aber nicht glat, sondern erhohet wie die profile weisen, Ist nur uf 1. Stock und oben die Decke rund mit mahlwerck die pilaster roth bases und Cap: vergüldet zwischen den Colonnen treflich mahlereÿ wo keine Fenster Die treppe ruheten uf einem ganz flachen Bogen in Fenster gewenden Hier bezeichnete Pavement habe auch alda gesehen und bemerck t 132. GrundRiß zur faççade gegen dem Garten , so nicht baillet ange„ strichn, sondern von lauter Werckstücken sehr herrlich und schön aufgeführet, oben ist eine Attica , das mittelst Ion: und unten Rustico mit einen Sims und stäblein wie eine imposte 480'. zusammen Diese façade hat 3. avantcorps ou Balcons uf welche man die 12. Monath gesezt, und zwar Monath Mars , d’Avril , May et de Juin zur rechten, mitten Juillet , Aoust , Septembre et Octobre , zur linken Novembre Decembre , Janvier et Febrier , darhinder in bas relief Kinder so den Monath zuständige actiones machen, in untersten Stock in Schloßsteinen sind Menschen Köpfe, Manns und Weibes, von der Kindheit 10. Jahr biß 100. Zur Seiten des Blumen Gartens hat es auch 3. avantcorps , ufn ersten stehen 4. Figuren, Flore , Zephire , Hyacinte et Clytie , hinder denenselben 133. bas relief , Kinder so blumen pflanzen, in Schlußsteinen Jünglings und Jungfraun gesichter, mit Blumen Kränzen, uf den andern Pomene Ver- tumne die nymphe Hesperide nebst ihr ein Pomeranzen Baum mit Früchten welche der Trache hütet, und die nymphe Amalthe so das Horn des über„ flußes mit früchten, in bas relief Kinder so bäume pflanzen und früchte lesen, in Schlußsteinen, Jünglings und Jungfraun gesichter mit Früchten gekröhnet , In der mitten weil der Commœdien Saal daher komen soll, die Muse Thalie , Momus als ein Narr, Terpsicore eine Muse welche tanzen will, und Pan , bas relief , Kinder vermaschket, tanzen, in beÿ den niches , in einer, eine Figur, welche die Music vorstellt in der andern den Tanz, in Schlußsteinen Satyres und Lachende Gesichter In der andern seite nach der grote sind auch 3. avant corps , das erste hat 4. Figuren, die Nymphe Echo , welche in einen Felsen verwandelt, Narcisse Thetis et Galathee , welche Waßer prasentir en, darhind bas relief Kinder in Waßer, in Schlußsteinen, Gesichter mit Muscheln gezie„ ret, uf den andern avant corps , sind 2. Götter der Flüße, und 2. Waßer Nymphes . in bas relief Waßer Trümph, in Schloßsteinen, Köpfe von Meer„ Göttern, Nymphen mit naßen Haaren und rÿß gekröhnet, In der mitten Ceres und Bachus welche zu eßen und trincken prasentir en, comus Gott der festins und freide und Genie , bas relief Kind so trincken und Lustig sind, Schlußsteine, Silenes Köpfe, Satures und Bachantes , in nichen , in der eine Ganimede und in der andern Bebé welche vor die Götter einschencken, 134. Nun kommen wir in Garten des Koniges in die große und kleine Parc , was oben beÿ dem Schloße in gleicher ebene lieget wird le Jardin genant, beßer nunder biß an Canal la petite parc , und das übrige so 10. Franz: Meilen in umbgrif hat und mit einer Mauer umbge„ ben, la grande parc genant, in dieser ist die menagerie , trianon und Merly , auch viel Dörffer mit ihren Feldern, da denn nechst denen Dörff wo straßen Thore, und ein Pförtner ins Königs Livree , es hat allerleÿ Wild und fremd fliegelwildpreth drinnen, Von Schloß aus sind etl. stufen und denn gleich 2. große bassin mit Waßer und zudenen seiten die Lust quartier, da hin und wieder weiße Marmelsteinerne Statuen Vases uf hier bezeichnete Art, des finçes von Marmel und bronçe 5´.l. 4´b. 5´ lang 4´ breit ist oval von Metal 135. Ferner thal unter beÿ a. ist alles vol bilder von Weißen Marmel beÿ b . deßgl. abgewechselt mit Therms Bilder so Arm und Hände haben, ingl. beÿ c . biß an Canal , welches die allee Royale genennet wird, in der mitten ist es Wasen und grün zur seiten aber Erd od Sand, d ist alles Buschwerck von Weißbüchen Holz alles wie wände verschnitten, in diesen Busch„ wergken ist alles voller Waßerwerck so treflich schön, als unten beÿ e ist bassin d’Apollon , wo Apollo uf seinen Wagen von 4. Pferden bespannt, unten mit 4 tritons und 4 Walfischen Tatsächlich handelt es sich um Delphine. umbgeben, beÿ f . ist bassin de Latone , Montangne d’eau , Marais mit dem Baum, le Theatre , de Ceres , le Sal des Festins , (55 t: b: 40 t l. ) le Dragon ( 20 t: diam ) et Cascade , Gallerie d’eau les Sources d’eaux , l’ Arc de Triomphe, Fontaine d’oree , la Re- nommée ou Fama , und wurde noch eins gemacht le Colonnate genant von roth Ionischen col: darhinder Pil: weiß mit rothen flecken die Cornic ist ein architravage , oben ein gelend zur Zierath umb und umb Stufen, unten mit blauen und weißen marmel parvi ret, sind 32. Bogen So hat es auch ein Labyrinth des Fables enciens d' Eusope 38. uf diese hier bezeichnete Art, einfaßung der großen bassin so von weißen Marmel 136. Die Orangerie ist auch ein treflich Werck von lauter Bogen abgebun„ den, die colonnen aber sind glat und Tusc: Ordnung, weiln es in einem grunde lieget, ist sie dem oberste horizont des Lustgartens oben drüber gleich, deßwegen auch eine ballustrade oben und ufn Stiegen herumb, das Erdreich wurde ufs gewölbe sehr fest gesezt und hart gemacht wie ein Tonn, die feichtigkeit machte aber dennoch das ge„ wölbe unscheinbar, so wahren auch doppelte Fenster vorgesezt, der Plaz war in quartier eingetheilet und im Somer mit den Bäumen besezt winders stunden sie in diesen gewölbe, es gingen von unten hinauf zu beÿden seiten dreppen so breit als das gebeüde mit ruhepläzen, unten wahr ein zweÿ Portal vor, ingl. quer vor eine ballustrade und ein Graben 6´. breit dem prospect nicht zu verhindern und daß auch niemand hinein gehen kann graben 137. Nun kommen wir zum canal so ins Kreüz, dem Schloße gerade im Gesicht das eine Theil gehet uf die Menagerie das andere ufn Trianon , ist 900 t: od 540.0 Pariser Schue lang nehml. von f . biß zu g . und von h biß in i . auch so viel 900 tois , ist breit 32. tois od 80´. beÿ K.L. , darauf nun ist des Konigs Lust Schiffarth, Eine Gallere , eine Lustjagt, andere kleine Fahrzeüge und Gondeln , Zudem ende auch 85. Matelots unterhalten werden, Eins habe hier bemerckt darauf dem Dauphin mit den Dames habe fahren sehen, und er selbst steüerte denn von steüer ein Lang eisen mit einen Krummen Hals welches er unter dem Arm nahm, 6. Persohnen ruder n Weiter folget die menagerie an einem ende des Canals , dieses ist ein Ort wo seltsame Thiere aufgehalten werden, als Lüchse, Straußen CibetKazen, Pelican p. in ihren sonderl. Fachen und behältnüßen In der mitten des Plazes ist ein 8. Eckt thürmlein da unten eine grote oben ein Saal, im Saal sind schöne Gemählde von den fremden Thieren und Tisch von Marmel marquetterie treflich schön, In der Grotte ist ein pavè von Kleinen steinlein einer Haselnuß groß schwarz und weiß, umb das Thürmlein ufn Hofe so gepflastert herumb stunden Marmelm steine 3´. hoch, da oben hoch waßer heraus sprünge, iedoch nicht stets 138. beÿ a stunden termes und abge„ wechselt pilaster , oben drauf eine vase . entreé Strauß Endlich folget der Garten zum Trianon also benahmt wegen eines Dorffs so alda gewesen, in diesen ist ein klein Haus vor dem König mit Einem Tach von vielen schnizwerck blau gemahlt ob seÿ es Porcellan zur seiten a . stehen 2. Kleinere auch mit solchen Tächern, doch etwas schlechter in Ecken b . gelegenheit vor den Gärtner, c . allees von Bindwerck, aber beÿ d . von Citren Bäumen so man Winters überdeckt, endlich unten ist Puschwerck, zur seiten eine alle von Tachs„ baum, da oben und unten beÿ e . cascaden von vases wie so vergüldet, wie ein Tresoir , zur seiten Bäncke sich nied zusezen, am Hause ist beÿ f . ein ercker ausgerückt wo Türteltauben sind 139. Pusch Pusch beÿ g sind Pil: uf welchen vases beÿ h sind cones , sonsten ist alles mit eisern Gittern versehen Dieses pavement ist in dem Vorsaal von Holländ Steingen gelegt, Die Pleze A zu den Gärten sind in Felder eingetheilt und niedrig mit Bocksbaum besezt In der großen Parc ist des Dauphins Lusthaus gelegen Pitzler täuscht sich, das Schloss von Marly gehörte nicht dem Dauphin, sondern König Ludwig XIV. , ist 2. Stunden von Vers- alle und wird Marli genant weiln nechst darbeÿ ein Dorff dieses Nahmens, liegt in einem Grunde gegen St: Germain welches man eigendlich sehen kan, ist 1/2 Stunde darvon In der mitten steht das Königl. Haus, zu r ieder seiten 8. Tatsächlich waren es lediglich jeweils sechs Pavillons auf jeder Seite und damit insgesamt zwölf Pavillons. andere mit gallerie von Bindwerck zusammen gehalten, sind a fres- co gemahlt un von mancherleÿ Farben nur architecton isch und nicht prospecti- v isch haben keine Tächer und werden Pavilli- ons genand, der Garten ist mit absäzen thalein in grunde etl. u bassin d’eau , uf den absezen ist es mit Pyramiden von Tachsbaum mü leÿ Art, wie in Garten de Tuillerie a Paris besezt 140. Uf ieder seite ist eingang mit einem Vorsaal Die Fenster gehn biß ufn Boden, die Gemächer sind unter schiedl. meubliret , als courtines Bettn und Tapicerie rother Damaß Grün, Gölbe, Blau 3. Zimer als antichambre , Chambre und Cabinet , alle mahl überein, der Saal 8. Eckt mit Statuen und Tisch, busti und dergl. gezieret in der mitten ein groß er Leüchter von Cristall, die Tische sind meist von Marmor und eingelegt, Schöne Spiegel und gemählde, von Batailles und dergl. sehr viel und Kunstreich, façade zum Haus A alles schnizwerck gölbe als bronçe , die colonn: steinfarb, arch: röthlich cim: und base rothlich quadri grünlich 3. unterschiedl. façades . Profil le Plan 14 1 Von diesen Garten über dem Berg siehet man die Großen Machinen so das Waßer von der Saine nach Versaille und im Gartten dahin bringen solche machin: sind Stangenwercke mit druckwercken, werden das Waßer wird 3. mahl gefast, in eiserne Röhren 2´. lang getrieben, muß Bergauf 2000. gemeine Schritt, perpendicular ist die höhe 500 Pariser Schue, sind wegen größe und Vielheit billig zuverwundern, beÿ a sind die gerinne zu 6. Rädern b . der Dam c die eÿßwehre d. canal damit Schiffarth nicht verhindert werde e . die Saine 2000 gemeine schritt von Pariß her An das Rad A ist eine Kurbe gelegt und an solche ein Schwengel g . so die mouvement treibet, h sind die Stangen da wenn ein ende hin das andere her gehet, B . ist ein Haus da sich das Waßer aus„ gießet, und durch die Druckwercke weiter getrieben wird, durch diese Wercke können mancherleÿ Pomben angelegt werden, ○ sind die Pomben □ ist ein Holz die Pomben richtig zuhalten die druckröhren sind alle von Meßing, 142 Der Dam ist mit Cammern von Holz geschloßen, und mit steinen aus gesezt, auch sehr flach, damit das Waßer und eÿß beßer über„ gehen könne, der Eÿßschuz und Machinen wahren an fugen und enden mit Bleÿblech beschlagen und mit Ther und Öhl angeschmiert Der Eÿßschuz ist etwa uf diese Art Uf dem Thurn C . gießen sich 4 röhren in eine große Pfanne aus sind in diam 1´. inwendig zum Waßer, von dar das Waßer uf den Bogen und dann ferner in einem von Steinen eingefaßeten canal 2´. breit in Lichten biß nacher Vers- alle da im Thal beÿ Cligni eine Mauer 12´. dicke wo es von dar uf den Berge in die reservoir kömt, dieses ist nur vor das Stadtlein und niedrige Waßerwercke, das große Waßer im Garten oben von Berge weg, unweit der großen mauer war diese machine von Kupfern Eimern, von Wind getrieben, Die Reservoir so uf die Sand berge g welche eben zu considerir et angeleget wurden also gemacht, Vierekt iede seite von 200 Fuß Es ward ein stark fundamen gelegt 12. dicke 6´. über diesen fund: inwendig alles doppelt und fast 2´. dick gepflastert, dann ein 2´. dicke Hafner Erde drauf geschüt feste gesezt und wieder überpflastert, uf diese mau mauer wurde fort geführet und fast in der mitten ein spatium 3´. dicke gelaßen so auch fest mit hafner Erde so hoch das Waßer komen soll, die mauer am ende wird biß 2´. übern horizont fortgeführet, dann hat es 143. sein bewenden, inwendig kan man herumb gehen, und werden unterschiedl. Hähne geordnet, das Waßer hin zuleiten wo es nöthig, auch wird am Boden ein Loch gelaßen, das Waßer ganz ab„ zulaßen und dem reservoir zu saubern Am ende gegen Pariß zu, hatte der König einem Pallast zu Versal: vor Madame de Montespan bauen laßen, so Cligni genennt wurde, vielleicht dieserwegen, weil das Dorff Cligni nechst darbeÿ, die façade A sahe gegen dem Königl. Schloß , und der Garten war davor die façade gegen dem Garten wahr dieser in Hofe in allen gleich 144. Die Schäffte der colon: beÿ A sind von 2. Stückn Im Garten stund diese Laube von Bindwerck und grün angestrichen Zu Versalles wurde eine neüe Kirche gebauet zu einer Paroisse selbiges Orts uf diese Art mit einer halben Cupol a liebe und getuld profil 147. Es ist auch ein Haus dar wo allerleÿ Thiere als Löben Tieger Bären p. ufbehalten werden, dieses Haus war also angelegt, a Haus vor den Thierwärter b Hütten vor die Thiere c Höfe vor dieselben d. gang umb und umb vor den wärter die thiere zu füttern e. gang oben oben umb und umb f: Saal wo der König hintrit die thier in dene Höfe zusehen g ist ein Garten, unter dem Gange sind auch behältnüs vor Vögel als Adler p. der ganze diameter ist 90 Pariser Schue und wird in 6. theil getheilt Plan de la Sepulture des Roys de Franc à S. Denis 148. S. Deni ist ein klein Städgen 2. Meilen von Pariß , es werden die Könige dahin begraben, wird ein Schaz von Crohnen, Gold und Perlen, auch viel Reliquien zur rarität gewiesen, Zur seiten der Kirche wahr dieses Mauelee so die vorigen Könige de Valois haben bauen laßen, wird aber nicht gebraucht attica 149 Veüe du Chasteau neuf de St: Germain en Laye du costé du Jardin 152 a meudon Cabinet von Bindwerck à Clagni unterschiedl. abtheilungen der garten quartire orangerie remises pour carausses La Maison de Sceaux , située aupres du Bourg-la-Reine , appartient à Mon- sieur Colbert , elle a esté achevée l’an 1674 . 154 a Richelieu die rabat blumen und kleine runte bäume von taxis wo kein Waßer kan man die abtheilungen der quartier machen, aber anstat waßers ein stück Wasen wie a mit einer Statua und noch kleine beÿ b . darin ganz darumb gelaßen wird die quartier beÿ a . müßen beßer hinüber kommen daß allee beÿ b . gleich fort gehe Le Chateau d’Ancy-le franc qui appartient a Mons: le Comte de Tonere , une maison de plaisance en Bourgogne , elle est a 5 ou 6 lieues d’ Auxerre 155 cabinet von bindwerck, es ist uf 2. seiten wie A und uf den andern beÿden wie B . Le Chateau de Chaville a demie lieue de Versailles appartient a Monsieur le Tellier Chancellier de France il fut acheve vers l’annee 1660, cette veue est du coste de l’Entréé . 156 Chaville , cette face regarde le Jardin 157. Madrit ist auch ein Königlich Haus, so Franciscus primus , soll dem Königl. Residenz Schloße Madrit in Spanien gleich gebauet seÿn es liegt 3. meilen von Pariß , und wird izt wenig geacht, werden manufactu- r en als strümpffe und dergl. gemacht, hat etwa diese Zeichnung St: Cloud ein offenes Städtlein 2 meülen von Pariß gehöret des Königs Bruder Monsieur le Du d’Orleans , das Schloß liegt am Berge und ganz regulier und 2. Stock hoch, ist treflich meublirt die gallerie schön a fresce gemahlet, mit den vornehmsten Städten des Reichs Schlößern des Königs, die Alcoven bloß mit einer ballustrade und nicht erhöhet, des Königs appart: sehr schön und reich, alle Tische, Stühle von Silber, die gallerie hatte 12. Bogen, sind fast alle Fußböden von Eichenholz, busti an pfeilern und Spiegeln mangeln nicht wie zu Versaill: Die Decken fast alle rund, unten ein post: von Holz 3´ hoch drüber die Tapeten vor allen Thürn courtinen und vor denen Fenstern Laden, von a biß zu b sind 3. Stock oben eine attica beÿ c . 4. freÿ stehende colonnen uf welchen Bilder, die colonn: reichen 2. Stock hoch A 158. beÿ d . sind zweÿ Galleries od terrasses 1. Stock hoch, beÿ e . sind ei„ serne Gitter und 2. Thore od einfahrten wegen der Concordanz denn an der einen seiten ein Thal beÿ f ist rechte eingang von Städtlein her , A . ist der grund zum Vorsaal der gallerie , die Thürn sind meisten„ theil zur Helffte von Spiegeln, umb diesen Pallast ist alles von Garttenwerck , feinen Cascade und boccage . Maison ein treflich schönes Landhaus 4. meülen von Pariß ist ein Dorff gehört dem Prasident Maison , liegt an der Saine ist schön meublir et, und treflichen prospect die Haußhaltungs gele„ genheiten sind untern horizont , weiln ein trockner graben drum Die Seite gegen dem Garten beÿ B . und C . Die Seite beÿ D . dabeÿ die gallerie ⨀ Die innerliche seite A . 159. a . ist der Hof b . der Pallast c . die terrasse 1. Stock hoch d . die terrazze mit einer ballu- strade 2´ erhöhet von horiz: unten sind gelegenheiten zur menagerie e . drockner Graben f . parterre zu garten g . Vorhof h Ställe mit einer Cupol i . portal zun prospect vor welche ein Grabn die einfahrt ist an der seite k . menagerie von Guthe l . boccage m la Saine riviere . 160. profil zur Treppe mit der Cupol . façade zu denen Ställen so mit einer Cupol . dem eingange endgegen in der rundung ist eine grote . Not: die beÿden beweglichen Thüren am Pallast, da iede von 2. Stückn od Fliegeln und von ei„ sen sehr Kunstreich gear„ beitet, durchbrochen und Polirt, sollen gekostet haben 50000. Thll: Meudon . 2. meilen von Pariß in der höhe gelegen mit einen Garten am Berge, und einer Parc , so etl. u meilen in umbgrif, in welcher Wein„ Lust„ und Küchengarten, gehört izt dem Marquis de Louvoye , zu Zeiten Francisco hat es der Cardinal Antonio Sanguino zubauen angefangen, unter Heinrico II ist zu ende komen , es ist uf ziegelart roth Unklar ob Pitzler Ziegelstein oder Ziegelsteinoptik meint. , aber die Ar- chitecton ischen Zierathen haben ihre natürliche farbe von stein 161. A . das Schloß a Waßer bassin b . parterres c . orangerie so gewölbet d . priperie prerie Das Becken ist so groß, daß Lustschiffe drauf gehen 162. Rincy ist auch ein treflich schön gebeüde von 2. Stock so abgebunden mit einem drocknen Graben und ballustrade umbgeben, liegt 3. meilen von Paris und hat es der Secretaire du conseil et Intendant des finances, Mons: Bordier gebauet, Dieses ist die seite beÿ A . Die seite beÿ B . zum eingang die seite beÿ D . inwendig wo sind les offices des communs . 163. Die seite beÿ E . Chateau de Faÿelle le Plan , Ist 2. Stock hoch und abgebunden Die seite des Einganges beÿ A . Façade du Chateau de Pontz en Champagne . 164. Chateau de Touars . Chateau Colombié en Brie 165. Veüe generale de Liencour . 166. 167. Veue du Chasteau de Vaux le Vicomte du costé de l’Entrée 168. Vue de la Maison de Vaux le Vicomte du coste de Jartin, fut commencé 1653 et a este mise avec prompti 169. 170. la Porte de Conference a Paris Kasten zum orange bäumen, obgleich ein baçin eckicht wie a . so kanns an seiten doch rund werden wie b wo viel baçin kann auch eins Vier„ eckt werden wie hier zusehen, Le Palais Royal a Paris , le Cardinal de Richelieu le fit bastir 171. Boi Demie lune Boi Grote Grote Cave Le jeu de ma ille chapelle 174. Jar din A . 10 toises inw endig Cour B . ga nzen hofe die grotte an halben Monden hind en in dem Gartten Portals in anti-cour 175. pro fil du grand pav illon Elevation de l’entree 1. un Hercule antique 2 un Mars antique 3. Louis 13 Roy de France 4. deux Colonnes raustrales de marbre Jaspé 176. 177. 1 une venus antique 2 un Apollon 3 trois petits Hercules 4 une Renommee de Bronze 5 deux Piramides de marbre 178 V eüe Generale en Prospective du Chasteau de Richelieu en Poictou b asse Court a rriere cour et Ecuries du comun a rriere cour ou sont les Fourieres Boulangerie et Menagerie a nticour ou sont les belles Ecuries, le Manege etc 4. anticour, ou sont les Fourieres, Boul les belles Ecuries 5. Le Chateau Boul le Manege etc: 6. le grand Parc et le Bois 10. Fenster wie diese von * biß zu x x Die inwendige seite unter der gallerie Le Derrière de l’Entree du coté du Jardin Le Chateau du Costé de l’Entree 180. Veüe du Costé du Jardin Face du grand corps de Logis du costé du Parterre Face du grand corps de Logis du costé du Parterre 181. Vernevil 12 Lieu de Paris solches hat Henry 4. vor seinen Natürlichen Sohn bauen laßen, fontain beÿ b . Die Treppe in Garten Die Seite beÿ A . Der Thurm beÿ B . 182. Die Seite des Einganges beÿ C . mit den Thürmen, Plan du Jardin a Chantilly 183. die inwendige Seite beÿ A . die außwendige façade beÿ B . 184. die Seite zum eingange A . façade beÿ B . façade beÿ C . profil profil profil 185. profils 186. grote fontaine en glacis ou la grote de Rocaille 187. Mausolee Porte de la Ville de Nancy 197 canal darauf Schwanen und Lustschiffe gehen, Grotte du Chateau de Veaux le Vicomte 198. 199. Grande Cascade de Chantilly la salle de Festins de Vers ailles 200. 201. des trois bassins de Vers: 200-201 v. Palais Garten an seiten mit terrazzes wo die mauer nicht von quadre steinen, so kan sie mit tax od Heinbüschen espalier besezt werden, cascade in einer allee so berg auf od Bergunter ge„ het, 207 208 bastiment Bassin a la Jartin du S. Clou dieser casus ist zu oberservir en wo eine treppe, und nechst drunder ein bacin angeordnet werden soll, Veue de L’Entrée de la Menagerie a Vers. Veue du Chateau de St: Clou 209 La Menagerie de. Versailles . Veue du Trianon a Versailles . 210. Veue du Palais d’Orleans, appelé Luxenbourg 212. Waßer Cascaden 213. Nachdem nun mir fürgenommen Italien auch zusehen, als bin im Nahmen Gottes den 5./15. Marty 1687 . mit Noel de la Chambre , Goldarbeitern von Hamburg von Pariß abgereÿset, und zu Waßer uf der Saine nach Oxair kommen, welches eine feine ErzBischoff„ liche Stadt, von dan bin uf der Guzsche uf Dijon alwo ein Parlement und so ist ein fein Städtlein, und ferner uf Challon sur Saone kommen, Dann bin uf der Saone über Mascon nacher Lyon gelanget den 15./25. dito nachmittags, Lyon ist eine sehr große und reiche Stadt, da starcke Handlung getrieben wird, die Saone fließet fast mitten durch, hinder der Mauer aber die Rhone sehr schnel über welchen ufs Land zukomen eine sehr lange Brücke , über die Saone sind auch etl. u Brücken, S. Jean ist die vernehm„ ste Kirche in welcher ein Uhrwerck so mancherley Bilder ehe es schläget pra- sentir et, sonderl. dem Englischen Gruß, so sind auch zweyy zieml hohe Berge drinnen, welche aber mit Klöstern und Kirchen angebaut darauf man die Stadt und Landschafft wohl übersehen kann, es ist ein Plaz dar mit Lindenbäumen besezt, so belle cour genant wird, und die Leüte spaziren drauf gehen, die Stadt hat sonst nicht gar prächtige Häuser und sehr enge Gaßen, Von gebeüden ist sonderlich zusehen der Hospital la Charitè genant welches ein groß gebeüde, Ingl. das Stadthauß welches ein feiner Pallast Vor diesen Rathhaus ist ein 4. Eckter Plaz , so breit das Haus, und in 214. der mitten ein großer Brunnen , hier folget der endwurf zum Grund und façade . façade zum eingange beÿ A . façade zum Seiger beÿ B . in wendig uf der terrasse beÿ C . Obwohln den geraden weg über die Monts Senis und Savoyen zu rÿsen gesonnen, so bin wegen übel einfallenden Wetters, da hin innerhalb etl. u Wochen zugehen icht müglich gewesen, abgehalten worden , und veruhrsachet worden, nacher Marseille zugehen, derowegen den 9. Apr. / 29. Mart: von Lyon uf der Rhone abgereÿset, uf etl. u Städte 215. als Vienne , Valence , Pont St: Esprit , alwo eine lange steinerne Brücke über die Rhone und gefährlich durchh in zu schiffen gehalten wird, uf Avignon kommen, welche eine große Stadt mit seinen Mau„ ern und drocknen Gräben umbgeben, ist ein alt Schloß da so mit Schweizer Soldaten besezt, alda haben vor diesen eine zeitlang die Päbste residier et, hat eine träfl. schöne situation , hat viel Wein Öhl und Seide hat, ganze Straßen mit Maulberrbäumen besezt, Aix , Ist eine feine Stadt alwo ein Parlement , man baut izt seine Häuser dar hat auch eine Promenade wie zu Lyon Marseille , ist eine große alte Stadt, bin den 14./4. April dar ankomen :| doch am Hafen und Plaze sind feine neüe Häuser aufgeführet ist wohlfeÿl zehren dar hat treflichen guten wein, so etwas Braun„ roth aus siehet und vor gesund gehalten wird, das Holz ist etwas theüer, indem in verkauff und kauff es gewogen wird, zwischen Avignon und Aix ist eine tref. situation da in einem Thal gesehen, daß Rosmarie, Spica Spica = Lavendel. und HÿacinthBlümlein, ganz dichte voll wuchsen und das Viehe drauf geweidet wurde, zu Mars: hat es einen schönen sichern Hafen , wo des Königs Galeres stun„ den, derer 40. wahren, zu ieder galere gehören 250. galleriens 4. Matelots und Officier , 60. Soldaten, 1. halbe canon und 4. 1/4 . canons auch etl. Berces Pierriers , am eingange des Hafens liegen 2 Schanzen da die eine an die Citadell angehänget, sonsten sind umb die Stadt 216. fast lauter Berge, und uf denenselben etl. alte Schlößer, das Rathhaus zu Mars: hatte eine feine façade beÿ a . ist der Bogen flach ausgehölet fast wie eine nice , in welchen die Thür steht arsenal havre citadell la bouche du mer fort S. Jean la Ville Ob nun wohl in diesen Haven die Schiff und galleres sehr sicher liegen, so können doch gar große Schiffe weiln er zu flach dar nicht einlauffen, und so der Wind uf den eingang oder contrair wehet, kan nichts weder aus noch einkomen wie denn selbst wegen solches Windes uf enderung 13. Tage in Mars: stille liegen müsten, da wir endlich ausgelauffen aber wegen Wind stillen Wetters ufn mittelmeer wenig avancir eten, da der Schiffer uf an einem Dorff wo er sonst Bürtig 2. Stunden von Toulon landete, zu Toulon ist ein sehr großer Hafen mit 2. eingangen, man konte dem Hafen kaum übersehen, die ein„ gange sind mit Schanzen verwahrt, so war auch nahe der Stadt 2. sonderliche Hafen, als einer vor des Königs Capital und der andere vor die Kaufschiffe gebauet es wurde ein Dam von steinen 50´. breit gemacht mit einer mauer 15´. dicke drauf, unten sind Bogen und Schießlöcher vor canons oben, wie ein Wall mit einer Brustwehr 217. a lda stehn 60. der grösten Kriegs Schiffe, dabeÿ das große so grand Louys genant wird sonderlich schön inwendig mit unterschiedl. Kamern Saalen, sonderlich wohl gemahlt, hat 120. metalline Stück, Ist lang 84. Schrit breit 24. hat außwendig viel sculptur , und alles vergüldet, sind in der pope pope = Heck. 3. galleries über einander, alwo auch des Königs Emble- ma die Sonne, und auch die Schrifft Je suis l’unique sur l’onde comme mon Roy l’est dans le monde , soll 2. millions francs zu fertigen und zu equipir en gekostet haben, alda lagen 2. Bom- ben ohngefehr 9´. lang 6´. hoch und 6´´. am metall starck, dienen zum sprengen A ., Die Galiots worauf die Bomben geworffen werden stunden auch zu sehen, uf ieder 2. mortier mit metallenen Fuß uf eine Pfosten gemacht, die Mortier hatten dieses ansehen B . die Bomben von Eisen, die grösten wahren 15´´. in diam: starck Stadt Stadt havre A . B . Als wir 2. tage still gelegen erhub sich etwas Wind, wir begaben uns ufs Meer , als nun einen halben Tag schon über Monaco wahren, erhub sich contrair wind, da wir zurück nach Antibe einliefen, welches die lezte Franz: Seestadt gegen Savoyen , ist etwas feste hat auch eine Citadell gehabt , ist angefangen worden einem neüen Hafen zubauen