Berlin den 9ten May 1821! An den Königl. ausserordentl. pp Herrn Geh: Reg: Rath Rehfues Hochwohlgeboren zu Bonn . Cito! Ew. p eröffne ich auf den Bericht vom 2ten v. Mts., dass mir die ge- wünschte förmliche Anstellung des p Hermann Beckers als Zeichners für die dortigen akademischen Institute nicht räthlich zu sein scheint, theils weil derselbe noch zu jung ist, und noch zu wenig Proben seiner Kunst ab- gelegt hat, als dass sich mit Bestimmt- heit auf den bei seiner Anstellung beabsichtigten Erfolg dürfte rechnen lassen, theils weil erst neuerdings ein Zeichner und Kupferstecher besonders für botanische Gegenstände dort an- genommen worden, überdies aber der Professor d'Alton zu einem ähnlichen Zwecke berufen und endlich zu hoffen ist, dass der nun aus Italien zurückkehrende Zeichenlehrer Raabe auch zu seinem Theile dem angezeig- ten Bedürfnisse abhelfen wird. Wenn ich daher meiner Seits die förmliche Anstellung des jungen p Beckers nicht genehmigen kann, so habe ich doch an- derer Seits dagegen nichts zu erin- neren, daß derselbe nach wie vor von den Vorstehern der betreffenden Institute beschäftigt und ihm für die, einzelnen Anstalten angeblich wirklich geleisteten Dienste eine angemesse- ne Remuneration aus deren Fonds gezahlt werde, um somit die äusse- re Subsistenz des p Beckers dort einigermaßen zu sichern. Hierbei muss ich aber ausdrücklich bevorworten, dass die Vorsteher der verschiedenen Universitäts Institu- te, aus den etatsmässigen Fonds derselben die hierdurch entstehenden Mehr-Ausgaben nothwendig decken müssen, indem es unter keinerlei Bedingung zulässig ist, den Etat dieser Anstalten noch zu erhöhen. Berlin den p (Namens Sr Excellenz) Altenstein