Das heimgeholte Lächeln Helmut Wördemann Es war einmal ein Lächeln, das verwandelte sich in einen Traum und segelte am blauen Himmel dahin wie ein Wölkchen. Von unten grollte der Schatten der Erde ihm nach, doch von oben füllte gutmütiges Sonnenlicht den Gedankensegler. Da plötzlich stach ein Schrei empor, bohrte sich mit Widerhaken in das süße Lächeln und riss das Traumgebilde in eine dunkle Kammer nieder, wo es auseinanderschneite. Doch für den Kranken, der dort litt, lächelten die Flocken weiter. Nun waren sie wie ein buntes Gestöber, das auf dem Gesicht des Sterbenden spielte, um ihn zu erlösen.