Der gespenstische Küfer In dem Keller des Schönborner Hofes zu Aschaffenburg, unter dem Baue, welcher zunächst des Freihofes liegt, befand sich ein großes Weinlager. Der Küfer, welcher dasselbe zu beaufsichtigen hatte, war so diensteifrig, daß er alles andre darüber vergaß; er hämmerte oft an den Fässern herum bis tief in die Nacht. So trieb er's einst auch an dem hl. Weihnachtsabend, und die Leute, die in die hl. Christmette gingen, und die, welche herauskamen, hörten ihn noch im Keller klopfen. Deshalb hebt er jetzt noch, wenn es zur hl. Christmette läutet, zu klopfen an, und man kann das unheimliche Hämmern hören, solange die heilige Christmette währt.