Vorwort Preface Im Norden Indiens stand einst ein Kloster, genannt die Ghubara des Dhunni Bhagat. Niemand weiß heute mehr, wer Dhunni Bhagat gewesen ist. Er hatte sein Leben gelebt, wie es eben jeder Hindu lebt, hatte ein bißchen Geld erworben und es, wie jeder gute Hindu tun soll, auf ein frommes Werk verwendet: eben jene Chubara. Diese Chubara enthielt eine Menge gemauerter Zellen, deren Wände mit Bildern von Göttern, Königen und Elefanten bunt bemalt waren. Asketisch aussehende Priester pflegten darin zu sitzen und über die Letzten Dinge nachzudenken. Die Gänge waren mit Ziegeln gepflastert; die nackten Füße Tausender hatten sie zu Rinnsteinen ausgehöhlt. Grasbüschel wuchsen in ihren Ritzen, heilige Feigenbäume breiteten ihre Blätter aus über die Brunnenwinde, die den ganzen Tag über knarrte und ächzte, Scharen von Papageien schwirrten durch das Geäst, Krähen und Eichhörnchen waren zahm wie Haustiere; wußten sie doch, daß ihnen von den Priestern keinerlei Gefahr drohte! In Northern India stood a monastery called The Chubara of Dhunni Bhagat. No one remembered who or what Dhunni Bhagat had been. He had lived his life, made a little money and spent it all, as every good Hindu should do, on a work of piety--the Chubara. That was full of brick cells, gaily painted with the figures of Gods and kings and elephants, where worn-out priests could sit and meditate on the latter end of things; the paths were brick paved, and the naked feet of thousands had worn them into gutters. Clumps of mangoes sprouted from between the bricks; great pipal trees overhung the well-windlass that whined all day; and hosts of parrots tore through the trees. Crows and squirrels were tame in that place, for they knew that never a priest would touch them. Die wandernden Bettler, die Amulettverkäufer und heiligen Landstreicher auf hundert Meilen in der Runde machten die Chubara zu ihrem Unterkunfts- und Ruheplatz. Mohammedaner, Sikhs, Hindus, einträchtig gesellten sie sich zueinander unter den Bäumen - Greise alle mitsammen. - Wenn der Mensch sich dem Wegkreuz der großen Nacht nähert, erscheinen ihm die vielen, verschiedenen Glaubensformen der Welt wunderbar gleich und farblos. The wandering mendicants, charm-sellers, and holy vagabonds for a hundred miles round used to make the Chubara their place of call and rest. Mahomedan, Sikh, and Hindu mixed equally under the trees. They were old men, and when man has come to the turnstiles of Night all the creeds in the world seem to him wonderfully alike and colourless. Gobind, der Einäugige, erzählte mir dies alles. Er war ein heiliger Mann, hatte früher auf einer Insel inmitten des Flusses gelebt und zweimal am Tage die Fische mit Brotkrumen gefüttert. Wenn zur Zeit des Hochwassers aufgedunsene Leichen an den Strand getrieben kamen, sorgte Gobind dafür, daß sie pietätvoll begraben wurden - um der Ehre der Menschheit willen und auch mit Rücksicht auf seine eigene dereinstige Abrechnung mit Gott. Als später eine Überschwemmung zwei Drittel der Insel wegspülte, kam Gobind über den Fluß hinüber in die Chubara des Dhunni Bhagat mit seinem kupfernen Trinkgefäß, das ihm am Brunnenseil befestigt um den Hals hing, mit seiner nägelbeschlagenen kurzen Armstütze, seiner Gebetrolle, seiner großen Pfeife, seinem Sonnenschirm, seiner hohen zuckerhutförmigen Kopfbedeckung mit der nickenden Pfauenfeder. - Er wickelte sich in seine, aus Flicken jeder Farbe und jedes Stoffes der Welt zusammengesetzte Decke, hockte sich in eine Ecke der friedvoll ruhigen Chubara, stützte den Arm auf seine kurze Krücke und erwartete den Tod. - Das Volk brachte ihm Nahrung und Sträußchen von Dotterblumen, und er gab ihnen seinen Segen dafür. - Er war fast blind und sein Gesicht über jede Beschreibung faltig, verrunzelt und durchfurcht, denn er hatte schon zu einer Zeit das Licht der Welt erblickt, als die Engländer noch nicht einmal auf fünfhundert Meilen an das Gebiet herangekommen waren, in der die Chubara des Dhunni Bhagat lag. Gobind the one-eyed told me this. He was a holy man who lived on an island in the middle of a river and fed the fishes with little bread pellets twice a day. In flood-time, when swollen corpses stranded themselves at the foot of the island, Gobind would cause them to be piously burned, for the sake of the honour of mankind, and having regard to his own account with God hereafter. But when two-thirds of the island was torn away in a spate, Gobind came across the river to Dhunni Bhagat's Chubara, he and his brass drinking vessel with the well-cord round the neck, his short arm-rest crutch studded with brass nails, his roll of bedding, his big pipe, his umbrella, and his tall sugar-loaf hat with the nodding peacock feathers in it. He wrapped himself up in his patched quilt made of every colour and material in the world, sat down in a sunny corner of the very quiet Chubara, and, resting his arm on his short-handled crutch, waited for death. The people brought him food and little clumps of marigold flowers, and he gave his blessing in return. He was nearly blind, and his face was seamed and lined and wrinkled beyond belief, for he had lived in his time which was before the English came within five hundred miles of Dhunni Bhagat's Chubara. Als wir näher miteinander bekannt wurden, erzählte mir Gobind bisweilen Geschichten mit einer Stimme, dumpfrollend wie eine Holzbrücke, über die schwere Kanonen fahren. Es waren wirklich wahre Geschichten, aber unter zwanzig könnte man auch nicht eine in einem europäischen Buche drucken; die Europäer denken in anderer Weise als die Eingeborenen. Sie brüten über Dinge, die zu überdenken der Eingeborene sich Zeit läßt, bis der geeignete Moment eingetreten ist, und worauf sie nicht zwei Gedanken verwenden würden, darüber grübelt der Eingeborene stundenlang nach. - Wenn sie dann zu einer gemeinsamen Unterhaltung zusammentreffen - Eingeborene und Europäer - so starren sie einander verglast an, durch breite Klüfte des Mißverstehens getrennt. When we grew to know each other well, Gobind would tell me tales in a voice most like the rumbling of heavy guns over a wooden bridge. His tales were true, but not one in twenty could be printed in an English book, because the English do not think as natives do. They brood over matters that a native would dismiss till a fitting occasion; and what they would not think twice about a native will brood over till a fitting occasion: then native and English stare at each other hopelessly across great gulfs of miscomprehension. »Und was ist dein ehrenwertes Gewerbe«, fragte mich eines Sonntagabends Gobind, »und womit erwirbst du dir dein tägliches Brot?« 'And what,' said Gobind one Sunday evening, 'is your honoured craft, and by what manner of means earn you your daily bread?' »Ich bin«, sagte ich, »ein Kerani – einer, der mit der Feder auf Papier schreibt -, obgleich ich nicht im Dienste der Regierung stehe.« 'I am,' said I, 'a kerani--one who writes with a pen upon paper, not being in the service of the Government.' »Was schreibst du also?« fragte Gobind. »Komm näher, denn ich kann dein Gesicht nicht sehen und das Tageslicht schwindet.« 'Then what do you write?' said Gobind. 'Come nearer, for I cannot see your countenance, and the light fails.' »Ich schreibe von allen Dingen, die ich verstehe, aber auch von vielen Dingen, die ich nicht verstehe. Hauptsächlich schreibe ich über das Leben und über den Tod, von Männern und von Weibern und über Liebe und Schicksal, je nach dem Maß meiner Kraft, indem ich die Geschichten einer, zwei oder mehreren Personen in den Mund lege. - Dann werden die Geschichten verkauft, wenn Gott es zuläßt, und das Geld fließt mir zu, damit ich davon leben kann.« 'I write of all matters that lie within my understanding, and of many that do not. But chiefly I write of Life and Death, and men and women, and Love and Fate according to the measure of my ability, telling the tale through the mouths of one, two, or more people. Then by the favour of God the tales are sold and money accrues to me that I may keep alive.' »Ich verstehe«, sagte Gobind. »Dasselbe tut auch der Geschichtenerzähler in den Bazars, nur spricht er unmittelbar zu den Männern und Frauen und schreibt nichts auf. Wenn jedoch seine Geschichte die allgemeine Erwartung erregt hat und auf dem Punkte angelangt ist, wo dem Tugendhaften in der Schilderung Gefahr droht, dann unterbricht er sie plötzlich und verlangt Bezahlung, bevor er fortfährt. - Machst du es bei deinem Berufe ebenso, mein Sohn?« 'Even so,' said Gobind. 'That is the work of the bazar story-teller; but he speaks straight to men and women and does not write anything at all. Only when the tale has aroused expectation, and calamities are about to befall the virtuous, he stops suddenly and demands payment ere he continues the narration. Is it so in your craft, my son?' »Ich habe gehört, daß es auch bei meinesgleichen so etwas Ähnliches gibt. Wenn eine Geschichte sehr lang ist, dann verkauft man sie in Abschnitten wie eine Melone.« 'I have heard of such things when a tale is of great length, and is sold as a cucumber, in small pieces.' »Oh, ich war auch einmal ein berühmter Geschichtenerzähler«, sagte Gobind. »Damals, als ich auf der Landstraße zwischen Koshin und Etra bettelte, vor meiner letzten Pilgerfahrt nach Orissa. Oh, ich habe sehr viele Geschichten erzählt und noch viel mehr gehört, wenn wir des Abends nach langer Wanderung froh beisammen saßen. Ich trage die Gewißheit im Herzen, daß erwachsene Menschen so sind wie die Kinder, wenn es sich um Geschichten handelt; die ältesten Geschichten sind ihnen die liebsten.« 'Ay, I was once a famed teller of stories when I was begging on the road between Koshin and Etra; before the last pilgrimage that ever I took to Orissa. I told many tales and heard many more at the rest-houses in the evening when we were merry at the end of the march. It is in my heart that grown men are but as little children in the matter of tales, and the oldest tale is the most beloved.' »Bei deinen Leuten ist das so«, sagte ich, »aber die Menschen meines Volkes wollen immer neue Geschichten und, wenn sie sie gelesen haben, dann stehen sie auf und sagen, so oder so geschrieben hätten sie ihnen besser gefallen; sie bezweifeln, ob sie auch wahr seien, oder sprechen geringschätzig von ihrer Erfindung.« 'With your people that is truth,' said I. 'But in regard to our people they desire new tales, and when all is written they rise up and declare that the tale were better told in such and such a manner, and doubt either the truth or the invention thereof.' »O wie töricht!« rief Gobind und erhob seine runzlige Hand. »Eine Geschichte ist wahr, solange die Erzählung dauert. Und was das Schwätzen darüber betrifft - nun, du weißt ja, was Bilas Khan, der doch der König aller Geschichtenerzähler war, zu einem gesagt hat, der ihn in einem großen Unterkunftshause an der Straße nach Jhelum unterbrach und verspottete: - ›Fahr du jetzt fort, mein Bruder‹, sagte er, ›und vollende, was ich begonnen habe!‹ - Der Spötter nahm zwar den Faden der Erzählung auf, aber da er weder die Stimme noch die nötige Gabe besaß, blieb er stecken und mußte es sich gefallen lassen, daß ihn die Pilger die halbe Nacht hindurch verhöhnten und knufften.« 'But what folly is theirs!' said Gobind, throwing out his knotted hand. 'A tale that is told is a true tale as long as the telling lasts. And of their talk upon it--you know how Bilas Khan, that was the prince of tale-tellers, said to one who mocked him in the great rest-house on the Jhelum road: "Go on, my brother, and finish that I have begun," and he who mocked took up the tale, but having neither voice nor manner for the task came to a standstill, and the pilgrims at supper made him eat abuse and stick half that night.' »Bei uns sind die Leute aber in ihrem Recht, da sie ja ihr Geld dafür hergeben. Man darf doch auch einem Schuster Vorwürfe machen, wenn die Schuhe nicht gut sind, die man bei ihm gekauft hat. Wenn ich wieder einmal ein Buch schreibe, sollst du es zu sehen kriegen und beurteilen.« 'Nay, but with our people, money having passed, it is their right; as we should turn against a shoeseller in regard to shoes if those wore out. If ever I make a book you shall see and judge.' »Ja, ja, auch der Papagei sagte zu dem fallenden Baum: Warte, Bruder, bis ich eine Stütze hole«, sagte Gobind und lachte grimmig. »Gott hat mir bereits achtzig Jahre gegeben und noch ein paar darüber. Ich kann jetzt nur mehr auf Tage rechnen. Jeder Tag, der mir gewährt wird, ist eine Gnade. Du müßtest dich also recht sehr beeilen.« 'And the parrot said to the falling tree, Wait, brother, till I fetch a prop!' said Gobind with a grim chuckle. 'God has given me eighty years, and it may be some over. I cannot look for more than day granted by day and as a favour at this tide. Be swift.' »In welcher Weise gehe ich wohl am besten bei meinem Berufe vor«, fragte ich, »o du Fürst aller derer, die Perlen mit der Zunge aufreihen?« 'In what manner is it best to set about the task.' said I, 'O chiefest of those who string pearls with their tongue?' »Wie kann ich das wissen?« Gobind dachte eine kleine Weile nach. »Doch warum sollte ich es auch nicht wissen! – Gott hat viele Köpfe gemacht, aber es gibt nur ein Herz in der ganzen Welt, bei deinen Leuten und bei meinen Leuten. Alle sind sie Kinder, wenn es sich um Geschichten handelt!« 'How do I know? Yet'--he thought for a little--'how should I not know? God has made very many heads, but there is only one heart in all the world among your people or my people. They are children in the matter of tales.' »Ja, aber gerade Kinder können fürchterlich werden, wenn man ein Wort an die falsche Stelle setzt oder beim zweitenmal Erzählen auch nur um einen Deut abweicht.« 'But none are so terrible as the little ones, if a man misplace a word, or in a second telling vary events by so much as one small devil.' »Freilich! Das weiß ich! Habe ich doch auch einst solchen Kindern Geschichten erzählt; mach es so: -« Seine alten Augen ruhten versonnen auf den bunten Wandmalereien, der blauen und roten Kuppel und den flammenden Poinsettien im Hintergrund. »Erzähl ihnen zuerst von den Dingen, die du mit ihnen zusammen gesehen hast. Dann wird ihr eigenes Wissen das ergänzen, was du unvollständig läßt. Sodann erzähle ihnen, was du allein gesehen hast, dann, was du selber gehört hast, und dann - da sie ja alle Kinder sind - erzähl ihnen von Schlachten, von Königen, Pferden, Teufeln, Elefanten und Engeln; aber vergiß auch nicht, ihnen von Liebe und dergleichen zu erzählen. Die Erde ist voll von Geschichten für jemand, der hören kann und die Armen nicht von seiner Türe weist; die Armen sind die besten Geschichtenerzähler, denn sie müssen jede Nacht ihr Ohr an die Erde legen.« 'Ay, I also have told tales to the little ones, but do thou this--' His old eyes fell on the gaudy paintings of the wall, the blue and red dome, and the flames of the poinsettias beyond. 'Tell them first of those things that thou hast seen and they have seen together. Thus their knowledge will piece out thy imperfections. Tell them of what thou alone hast seen, then what thou hast heard, and since they be children tell them of battles and kings, horses, devils, elephants, and angels, but omit not to tell them of love and suchlike. All the earth is full of tales to him who listens and does not drive away the poor from his door. The poor are the best of tale-tellers; for they must lay their ear to the ground every night.' Seit jenem Gespräch reifte der Stoff für mein Buch in meinem Kopf von Tag zu Tag, und Gobind erkundigte sich wiederholt und eingehend, welche Fortschritte es mache. After this conversation the idea grew in my head, and Gobind was pressing in his inquiries as to the health of the book. Nachdem wir uns Monate nicht mehr gesehen hatten, erhielt ich die Nachricht, daß ich verreisen müßte, und ging, Abschied von ihm zu nehmen. Later, when we had been parted for months, it happened that I was to go away and far off, and I came to bid Gobind good-bye. »Ich komme heute, um dir Lebewohl zu sagen«, begann ich, »denn ich muß eine lange Reise unternehmen, Gobind.« 'It is farewell between us now, for I go a very long journey,' I said. »Ich auch! Eine längere noch als du! Aber wie steht es mit dem Buch, mein Sohn?« 'And I also. A longer one than thou. But what of the book?' said he. »Es wird rechtzeitig geboren werden, wenn es so sein soll.« 'It will be born in due season if it is so ordained.' »Ich wollte, ich könnte es noch sehen«, sagte der alte Mann und kauerte sich unter seiner Decke zusammen. »Aber das wird nicht geschehen. Ich werde in drei Tagen sterben. Nachts. Kurz vor Sonnenaufgang. Die Zahl meiner Jahre ist reif.« 'I would I could see it,' said the old man, huddling beneath his quilt. 'But that will not be. I die three days hence, in the night, a little before the dawn. The term of my years is accomplished.' In neun Fällen unter zehn täuscht sich ein Eingeborener nicht über den Tag seines Todes. Er hat in dieser Hinsicht das Ahnungsvermögen eines Tieres. In nine cases out of ten a native makes no miscalculation as to the day of his death. He has the foreknowledge of the beasts in this respect. »Dann wirst du in Frieden scheiden; deine Rede ist gute Rede, daß das Leben dir keine Freude ist.« 'Then thou wilt depart in peace, and it is good talk, for thou hast said that life is no delight to thee.' »Es ist schade, daß das Buch noch nicht geboren ist. Wie werde ich wissen, ob mein Name wirklich darin aufgezeichnet ist?« 'But it is a pity that our book is not born. How shall I know that there is any record of my name?' »Ich verspreche dir, daß gleich am Anfang des Buches, allem ändern voran, stehen soll, daß Gobind, der Saddhu, von der Insel im Flusse, und in Erwartung Gottes in der Chubara des Dhunni Bhagat, mir zuerst von dem Buche gesprochen hat«, sagte ich. 'Because I promise, in the forepart of the book, preceding everything else, that it shall be written, Gobind, sadhu, of the island in the river and awaiting God in Dhunni Bhagat's Chubara, first spoke of the book,' said I. »Und seinen Rat dazu gegeben hat - den Rat eines alten Mannes - den Rat Gobinds, des Sohnes Gobinds, aus dem Dorfe Chumi im Kreis Karaon, im Distrikt Mooltan. Wird auch das darin stehen?« forschte der Greis. 'And gave counsel--an old man's counsel. Gobind, son of Gobind of the Chumi village in the Karaon tehsil, in the district of Mooltan. Will that be written also?' »Auch das wird darin stehen.« 'That will be written also.' »Und das Buch wird über das Schwarze Wasser gehen bis in die Häuser der Leute deines Volkes, und alle Sahibs werden von mir wissen, der ich jetzt älter als achtzig Jahre bin?« 'And the book will go across the Black Water to the houses of your people, and all the Sahibs will know of me who am eighty years old?' »Alle, die das Buch lesen, werden von dir wissen. Für die anderen kann ich nicht gutstehen.« 'All who read the book shall know. I cannot promise for the rest.' »Das ist gute Rede. Ruf sie alle herbei mit lauter Stimme, die im Kloster sind, damit ich es ihnen erzählen kann!« 'That is good talk. Call aloud to all who are in the monastery, and I will tell them this thing.' Und sie kamen alle herbei, die Fakire, die Saddhus, die Sunnyasis, die Bairagis, die Nihangis und Mullahs, - Priester aller Religionen und in jedem Grade der Zerlumptheit. Gobind, auf seine Krücke gestützt, sprach zu ihnen mit einer Begeisterung, daß sie sämtlich von Neid erfüllt wurden, bis ein weißhaariger Greis ihn ermahnte, an sein Ende zu denken, anstatt an den vergänglichen Ruhm im Munde der Fremden. Dann gab mir Gobind seinen Segen, und ich ging fort. They trooped up, faquirs, sadhus, sunnyasis, byragis, nihangs, and mullahs, priests of all faiths and every degree of raggedness, and Gobind, leaning upon his crutch, spoke so that they were visibly filled with envy, and a white-haired senior bade Gobind think of his latter end instead of transitory repute in the mouths of strangers. Then Gobind gave me his blessing and I came away. Die Geschichten, die ich in dem Buche bringe, habe ich an allen möglichen Orten gesammelt, habe sie gehört aus dem Munde so manchen Priesters in der Chubara, aus dem Munde Ala Yars, des Bildschnitzers, und Jiwun Singhs, des Schlossers - von Menschen ohne Namen, die ich auf Dampfern und in Eisenbahnzügen traf, von Weibern, die im Zwielicht vor ihren Hütten spannen, von Offizieren und Gentlemen, die längst tot und begraben sind; einige hat mir mein Vater auf den Weg mitgegeben, sie sind die besten. These tales have been collected from all places, and all sorts of people, from priests in the Chubara, from Ala Yar the carver, Jiwun Singh the carpenter, nameless men on steamers and trains round the world, women spinning outside their cottages in the twilight, officers and gentlemen now dead and buried, and a few, but these are the very best, my father gave me. The greater part of them have been published in magazines and newspapers, to whose editors I am indebted; but some are new on this side of the water, and some have not seen the light before. Die bemerkenswertesten Geschichten kann ich hier nicht bringen - aus leichtbegreiflichen Gründen! The most remarkable stories are, of course, those which do not appear-- for obvious reasons.