Das Weinspiel. Fastnachtspiel von Hans Rudolf Manuel 1548.   Herausgegeben von Theodor Odinga.     Halle a. S. Max Niemeyer. 1892.     Ein holdsa e ligs Faßnachtspil / dari n der edel wyn von der Truncknen rott beklagt / vonn Ra e blüthen gschirmbt v n von Richtern ledig gesproch e wirt / gantz lieplich zela e sen. Gespilt vonn jungen Burgern Zürich. Beschriben durch Hansen Rodolffen Manuel von Bern 1548   Getruckt zů Zürych / by Rodolffen Wys- senbach Formschnyder.   Der erst Narr.         Machend wyte, lieben gsellen, So kan ich mich ouch nerrisch baren! Dann ich bin darumb zů üch kon, Ich han gar eygentlich verstanden, 5   Wie vil gůtter gsellen hie sygind. Drumb bitt ich üch, jr wo e llind syn losen! Min trüw wil ich üch darumb gen, Ir werdend afenthür verston. Drumb machend nit ein groß gebra e cht, 10   So mo e gend jrs verston wol! Vnd yetzund an in sunderheit, Dann mir ist heimlich grunet, Wie etlich miner gsellen gůt Habind etwas in jrem sinn 15   Vnd sygind hie mit grossen Eeren, Wo e llind die faßnachtbutzen gro e ssern. Drumb schwygend, so werden jr sehen, Was afenthür hie wirt begangen! Zů eeren diser gůtten Herren 20   Sol sich schwygens nyemand widern, Ein spil wirt nun zů eeren ghalten, Nun tapffer dran, Gott můß sin pfla e gen.   Der ander Narr. Marx Witwenfurtz.   Die faßnacht ist ein fro e lich zyt Nach vnd ferr in allen landen, 25   Thorlichem schimpff sy vrsach git, Des wirt vil vnderstanden. Des fro e w ich mich in mim gedicht, Sunst mu e st ich mich thůn schmucken; Dann es ist nach der faßnacht gricht, 30   Da bschend vil na e rrscher stucken. Vnd acht man gar nit vmb ein schů, Das sol mich billich tro e sten, Ob es joch schon gadt na e rrisch zů, So schetz mans nit zum bo e sten. 35   Ich hab mich nye genommen an, Mit wyßheit etwas zmachen 4 Vnd darffs onch noch nit vnderstan, Ich fo e rcht, man wurd min lachen; Das mir wurd glich als wol anston, 40   Als gieng ein ků off sta e ltzen Vnd wo e lt ein suw die luten schlan, Das wa e r on zwyfel sa e ltzen; Oder ich wurd dem esel glycht, Der vnderstůnd ze singen. 45   Ein schna e ck, der vff der erden schlycht, Der mo e cht wol ho e her springen, Dann min vernunfft vergriffen hat. Ein milwen zan ist gro e sser. Noch sind jr vil in minem stadt, 50   Ist leyder nun dest bo e ser Drumb nimm ich mich keinr wyßheit an; Hiemit syg es beschlossen Es fu e gt ouch nit für yederman, Bsunder für mine bossen.   Der dritt narr Cla e wy Tryfůß.   55   Ich hab da miner gsellen gacht, Wie sy beyd hand jr bossen gmacht, Das gfalt mir doch so hertzlich wol, Das sy der narry sind so vol. Nun weiß ich in mir selber ouch, 60   Was wol dient zů eim yeden gouch Vnd wo e lt min ampt ouch wol verseen, Wie dann vor mer durch mich ist bscheen; Wils doch yetz vnderwegen lan: Ich sinnen erst vnd dencken dran, 65   Es wa e r nit hübsch vnd wurde zvil, So gar vil narren in eim spil, Es wurdind villycht etlich achten, Man wo e lts durch ytel narren btrachten; Wiewol ich bsorg, es syg schier war, 70   Darffs doch nit reden offenbar. Der narren ist ein große Zal, Drumb wil ich schwygen off diß mal, Vnd gůt acht nemen aller sachen, 5 Wil snnst ein gůten possen machen 75   Oder ein lamen zotten ryssen, Keinr witz wil ich mich wyter flyssen. Min narrenkappen hat den ritt; Wie ich dran zerren oder schütt, Kan ich sy doch nit von mir tryben, 80   Drumb lond mich recht ein Narren blyben!   Herold Heraclius Erstlyman.   Ersamen, frommen, wysen Herren, Ein yeden gnempt nach sinen eeren! An üch langt vnser früntlich bitt, Ir wo e llend hie ansehen nit 85   Bekleydung, zierden vnd person, Wie wir dann har sind für üch kon! Dann man findt allenthalben lüt, Eim gfalt es wol, dem andern nit, Vnd mo e chtind villycht etlich achten, 90   Man wo e lt ander dardurch verachten Vnd zů verschma e hung so e mlichs halten. Aber gar nit, in keinen gstalten! Es wirt nyemand hie angetast, Er syge Burger oder Gast, 95   Rych, arm, hoch oder niders stands, Von wannen har, ald welches lands; Allein, so e lt jr yetz glouben mir, Vmb kůrtzwyl willen so hand wir Disen faßnachtschimpff gfangen an, 100   Dardurch anders vermitten glan, So sich offt in der faßnacht git. Doch wend wir nyemand tratzen mit. Allein hand wir hierinn gedicht Ein history, so ta e glich bschicht, 105   Namlich, wie sich die jungen gsellen So grusam ab dem wyn thůnd stellen, Wie er jnn rum seckel vnd ta e schen, Das jnen kum blyb warme a e schen. Des wil nit gichtig syn der wyn, 110   Vermeint, die schuld syge nit syn; 6 Sy sygind selber schuldig dran Vnd wo e llind jn nit ru e wig lan. Deßhalb büt er jn für das gricht. Was nun ein yeder daruf spricht 115   Vnd welcher theyl na e m vberhand, Des werden jr han gůt verstand, So sich vom anfang biß zum end Keiner von sinem o e rtly wendt, Sunder daselbst fyn blybe stan. 120   Des wo e ln wir üch geba e tten han, Ir wo e llind losen vnd still schwygen, Das jr ouch nit vnru e wig sygen. Mit trucken, stossen vnd geschwa e tz, Vch nit stellind so grob vnd la e tz, 125   Damit man mo e g von wort zů wort, Hie vnd do e rt vnd an allem ort, Eygentlich vnd wol ersa e hen, Was red vnd antwort wirt bescha e hen Vnd was doch syge vnser will. 130   Drumb haltend üch ein zytlin still, So mo e gend jrs dest baß verstan! Nun blasend vf, so wend wir dran!   Trummeten. Heiny Fra e fenrotzig, ein junger gsell.   Mich dunckt, es syge bald mittag. Als lang ich mich besinnen mag, 135   Hab ich nye ghan kein gro e ßern lust, Ze trincken oder ztempffen sust. Wu e ßt ich nun yetzund mine gsellen, Die ouch sa e ltten nach rychthůmb stellen, Ich hulffs mit jnen fahen an, 140   Do wirs zum schlaafftrunck na e cht hand glan. Botz blůst! do e rt gsich ich schon den einen, Es ist grad eben, den ich meinen; Ich ko e ndt jn fryer nit vßgan, Ich weiß, er wirt mirs nit abschlan. 145   Er hocket wol so gern bym tisch. Gott gru e ß dich, min lieber stockfisch! 7 Dir wa e sserts mul, wo wend wir dran? Dich dürstet ouch, ich gsich dirs an.   Ludy Süwburst, ein junger gsell.   Getz mans, du yettists schier erraaten! 150   Gott hat mich dryer batzen braaten, Die mu e ßend doch verza e chet syn. Wo weist vns etwan gůtten wyn? Mich thut doch wol so übel dürsten, Mir ist, ich wo e lt eim tapffer bürsten, 155   Der sich yetz wo e lte an mich ryben; Ich wo e lt jm etwan mengs zůschyben. Wüßtind wir noch zwen oder dry, Das etwar mer noch by vns sy!   Heiny Fra e fenrotzig.   Wie wa e rs, es gieng einer zum Fritzen? 160   Er blybt doch nit daheim lang sitzen, Der lur ouch nit wol wercken mag Vnd bsunders am gůtten mentag.   Ludy Süwburst.   Ey, ey, er hat das bo e sist wyb, Der Tüfel sta e ckt jr gwüß im lyb! 165   Sy hat mich na e her mals vßgriben, Ich dacht, werist daheimen blyben! Sy sprach: laß mir daheim min man, Das dich die pestilentz stoß an! Das macht, das ichs darff nit mer wagen, 170   Ich bsorg, ich wurd noch von jr gschlagen.   Heiny Fra e fenrotzig.   So wend wir ee alleyn daruon, Villycht wirt etwar zů vns kon; War meinst du, das wir wo e llind hin? Ich bin lang nye zum Ra e bstock gsin.   Ludy Süwburst.   175   Daselbst sind sta e ts vil wyser lüt, Die fu e gend zů mim wa e sen nüt; Ich wo e lt vil lieber mit dir gan, Do vnser wyß mo e cht fürgang han. 8   Heiny Fra e fenrotzig.   So kum mit mir zur blawen a e ndten, 180   Do findend wir etlich studenten! Vil possen ouch sich offt zůtragend, Die nüt nach schand vnd laster fragend.   Ludy Süwburst.   Woluf, wir wend vns nit lang sumen! Mich dürstet, das ich mo e chte schumen; 185   So gsich ich an dim spüwen wol, Du hieltist ouch ein stifel vol.   Heiny Fra e fenrotzig zum Wirt.   Gott gru e ß dich, Wirt! gang, bring vns wyn! Ich bin syd na e cht nye by dir gsyn.   Wirt Policarpus Schind den gast.   So sagend mir vor allen dingen, 190   Was ich üch sol für wyn thůn bringen, Nit das jr mirs darnach verwyssen! Wend jr rotten oder des wyssen, Va e ldtliner, alten oder nüwen? Das es üch nit darnach tyů grüwen.   Heiny Fra e fenrotzig.   195   Bin ich so lang gsin vff der fardt, Das du vergessen hast min ardt? Bring vns den besten, den du hast! Ich bin nit so ein seltzner gast, Das man mich lang můß darumb fragen, 200   Was man mir sol für wyn vftragen. Bring nüwen, alten, most vnd suser, Laß etwas gůts zum züglin vßer!   Wirt.   Ich wil jn bringen schna e ller yl. Verziehend nun ein kleine wyl.   Wirt zum Bůben.   205   Louff hurttig, bůb, vnd laß dir lingen, Du můst vns ring vnd weggen bringen! Ich hab da gest, die sind min fůg. Drumb bring vns brod vnd des nun gnůg! 9   Wirtsbůb, Ru e fly Beltzbla e tz.   Ich wils als na e n, was man mir gjt, 210   Allein ich nimm altbachens nüt.   Ludy Süwburst.   Ey ey, des hab ich gar vergessen! Am fischmarckt ist ein Büwrin gsa e ssen, Die hat nun gar hübsch ra e ttich bracht Vnd hab ich sydher nye dran gdacht. 215   Wie meinst, ich so e lte noch bald louffen Vnd jren noch einen abkouffen?   Heiny Fra e fenrotzig.   Was wilt der ra e ttich, lieber myn? Ich het schier gseit, ich thet dir dryn. Wie magst dich nummen also voppen! 220   Sie gend die aller süwrsten koppen, Das es nyemand erzügen mag, Stinckend eim vß dem halß dry tag. Darumb sy vnkonfft lassen sott!   Wirt.   Da stadt der wyn, den gsa e gn üch Gott! 225   Das ist der best, den ich yetz han, Ich hab zum hindern zapffen glan.   Heiny Fra e fenrotzig.   Da da, den laß mir ynher susen! Do suff ich, das mir dougen busen. Gsichsts, du kutz, ich bring dir ein? 230   Es gilt dir da die siben stein!   Ludy Süwburst.   Gsa e gne dirs Gott, ich wil jn han, Vnd kla e btind schon noch siben dran. Mich dürst gar übel vber dmaß.   Heiny Fra e fenrotzig.   Gsichst dus da, wie gfalt dir das? 235   Ga e lt ga e lt, ich habs fry eben troffen, Ich hab nit me dann siben gsoffen. Schenck yn vnd thů mir bscheid wol gschwind! Er ist gůt, rücht eim bald jn grind. 10   Ludy Süwburst.   Er kan ein gwaltigs fa e rblin han. 240   Des walt Gott, ich wil aber dran!   Heiny Fra e fenrotzig.   Schad wers, daß dich der keyb hett gschlagen, Das muß ich immer von dir sagen! Du tropff, du magst noch gar wol zien, Das dich der tod als kutzn mu e ß flien!   Ludy Süwburst.   245   A e ha e , ich hab jm schier zvil than. Wol za e hen stein ich truncken han, Er tycht hindurch so lycham gschwind, Das ich sin nit im halß empfind.   Wirtsbůb.   Gelten, ich bin bald wider kon? 250   Ich hab für siben schilling gnon, Er wolt mir nun altbachens ga e n, Ich wolts aber kurtzumb nit na e n; Es ist so hart, man mo e chts nit gnagen, Ich hett gern mit dem Pfister gschlagen; 255   Da was er zfeer hinden im gaden. Das aber er nit wer on schaden, Warff ich ins fenster mit eim stein, Darnach bin ich schna e ll glouffen heim.   Wirt.   Ja darumb bist du so bald kon, 260   Nun beyt, sa e , ha e b den o e ring zlon!   Ra e bman Chrisostomus Trubenhirß.   Gott gsa e gnes üch gsellen, was ists, wie, wie?   Heiny Fra e fenrotzig.   Ey nüt dann gůts, send, trinckend hie! Trinckend redlich ein gůtten schlabutz, Am boden vnden sta e ckt der butz!   Ra e bman.   265   Gott danck üch, was gůtten wyns ist das! 11   Heiny Fra e fenrotzig.   A e lieber miner, trinckend baß! Wenn er üch schmeckt, so trinckends vß! Der Wirt, der hat noch vil im huß.   Ra e bman.   So bring ich üwerm gsellen ein, 270   Er schlacht mirs nit ab, als ich mein.   Ludy Süwburst.   Ich wart sin all min la e ben lang, Gott ga e b, wies wyb vnd kinden gang.   Ra e bman.   Ich wil mich ra e cht ouch zů üch setzen, Ich můß doch aber d zungen netzen!   Heiny Fra e fenrotzig.   275   Ir gsellen, wend jrs mit vns han, So kummend har, frisch tapffer dran! Es sind doch nüt dann eerlich sachen, Wir wend einandern kurtzwyl machen! Ir ko e ndtends nimmer tra e ffen baß, 280   Wir hand grad yetz die erste maß.   Pauly Gumpostbru e y, ein junger poß.   Ich wags, ich bin vor me hie gsa e ssen. Hat dann der Tüfel s rossz gefra e ssen, So fra e ß er ouch den zoum grad mit! Mich mu e yt, das du nit sitzen wit. 285   Lieber, setz dich ouch hie nider, Wir wend den Reyen anfahn wider!   Cůntz Lo e ffelstil, ein junger poß.   So syge recht, es můß doch syn! Gůt gsell, es gilt dir so vil wyn!   Vly Knopff, ein junger Buwr.   Ich wil recht ouch syn in der büt, 290   Ich hab doch sunst hüt zschaffen nüt; Ouch bin ich lang gnůg nüchter gsin, Laß gsen, was ist das für ein wyn? 12   Heiny Fra e fenrotzig.   Schouw, beneuenertis herr domine! Ziend d juppen ab, kumpt nyeman me?   Theobaldus Geißziger, Pfaff.   295   Der Fritz kumbt ouch, er mag nit blyben, Wie fast sin wyb thůt mit jm kyben. Das jr hie sind, hat er vernon Vud wil von stund an zů üch kon.   Fritz Sa e ltenla e r, ein voller Zapff.   Botz ku e ry, sind jr an der sach! 300   Es gilt mir ouch, thůnd gmach, thůnd gmach!   Ludy Süwburst.   Ich dacht wol, du blibst nit daheim, Vud trüw dirs bas, dann sunst gar keim. Ich wolt dich in dim huß han gsůcht, So hat zum na e chst din wyb mir gflůcht 305   All flu e ch, die sy ye mocht ersinnen. Ich gloub, wer ich gsin byn jr dinnen, Vff dhuben hett s' mir do e rffen springen. Gwüß ist sy ein Passower klingen. Sy schutt off mich die bo e sten wort, 310   Die ich min la e btag nye erhort. Züru nit, Fritz, das ich dich nit reich! Ich fürcht fürwar dinr frowen streich, Sy hat mir so wu e st vßher geben, Das ich mich stalt an s eck darneben, 315   Glych wie ein kind, das sich hat bschissen. Aber du bist dannocht so gflissen, Das du wol selb kanst naher gan Vnd hast dich nye lang tryben lan. Es kan dir nyemand das verwyssen, 320   Das du dir lassist dro e ck zerryssen, Oder man dich lang bitten mu e ß, Daßt vndern tisch streckist din fu e ß. Ich syg ye kon zů allen stunden, Hab ich dich allweg willig funden. 325   Lůg zů, wie dir die ougen bůßen, Sy ragend für den kopff wit vßen! 13 Du hast na e cht aber zvil yngnon, Mich wundert, wie du heim sygst kon.   Fritz Sa e ltenla e r.   Ich bin heim kon truncken vnd vol. 330   Doch frag min wyb, die weißt es wol!   Turß Geradtwol, ein Kriegsman.   Gott gsa e gne s üch, jr lieben Heren! Ich wo e lt gern mit üch zabend zeren, Wenn es üch allen gsellig wa e r!   Pauly Gumpostbru e y.   O ja, Kriegsman, sitz zů vns ha e r! 335   Also heißt man ein wilkumm syn: Es gilt dir eben so vil wyn!   Kriegsman.   Von hertzen gern wil ich jn han, Den ersten kan ich nit abschlan.   Pauly Gumpostbru e y.   Von wannen kumpt der gůt gsell ha e r, 340   Was bringt er vns für nüwe ma e r?   Kriegsman.   A e lieben herren, nit fast vil! Ich weiß nit, was druß werden wil, Einer seyt diß, der ander das, Der drit seyt sunst, ich weiß nit was. 345   Ich bin eben darumb har kon, Ich hab im Turgo e w diß vernon, Es solle z Baden houptlüt han, Die na e mind all vil kriegsknecht an. Da meint ich, wenn ich zschlag mo e cht kon, 350   So wo e lt ich ouch mit jn daruon.   Pauly Gumpostbru e y.   Es mo e gend wol houptlüt dar kon, Man weißt hie oben nüt daruon.   Kriegsman.   Ich wil recht morn fru e abhin gan, Wer weißt, villycht ist etwas dran, 14 355   Ein gůter krieg wa e r wol min fůg. Der vogel singt: yetz lupff dich, bůb! Das ho e r ich lieber weder gygen. Doheim mu e ßt ich schyter vffbygen, So ich im krieg fyn mu e ssig gon, 360   Ich wil min vater tro e schen lon; Vnd mu e ssend mine bruder ma e yen, Wil ich im krieg gůt schüßlen tra e yen.   Lantzknecht Veyt Glücksteüber von Schweynfurt.   Gott eers gloch, jr lieben Bru e der! Ich meint, es were nyemand mu e der 365   Dann allein wir armen Lantzknecht; So sich ich wol, ist mir a e cht recht, Ir Schweitzer sind ouch gern im tampff Vud habt ouch recht, sammer botz krampff! Es gfalt mir auß der massen wol, 370   Das jr einandren sauffend vol; Ich wo e lt ouch ser gern mit euch han, Wenn nyemand hett verdruß daran, Dann mir ist wol mit solchen sachen; Wo man einandren voll kan machen, 375   Do blyb ich lieber, dann im tempel. Des sprüchworts nimm ich ein exempel An euch auff den heuttigen tag, Wer wol fra e ssen vnd sauffen mag, Den thůt man für ein Helden breysen, 380   Wil ich alleyn mit euch beweysen. Ich hab so manich Land durchkunden, Hab allzeyt meins geleychen funden, Gůt Schlucker ich yetz aber find. Das wa e r ouch grad für mich ein gsind. 385   Drumb lieber, wie ich vor gsagt hab, Ir wo e llind mirs nit schlahen ab! Achtt nit, das ich zerlumppet gan Vnd fro e mbde kleydung an mir han! Ich za e ch ouch gern mit gůtten possen, 390   Sy sygind Schwaben ald Eydgnossen; Ich hab ouch gůts vnd bo e ß versůcht 15 Vnd bin nit halb so gar verrůcht, Als jr mich villycht sehen an.   Cůntz Lo e ffelstil.   Ey Kriegsman, es lyt vns nüt dran! 395   Wir ko e nnend dinen nit embern, Glychs vnd glychs gesellt sich fast gern. Wir hand dich gern, sitz grad zů mir! Ein solchen stumpen gilt es dir!   Lantzknecht.   So kum, hůr, setz dich ouch hiehar, 400   Hilff mir den sold verza e chen gar!   Emerita Schmollenba e ckly, des Lantzknechts hůr.   O gern, ich wil dir ghorsam syn! Ich trinck wol so angstlich gern wyn.   Cůntz Lo e ffelstil.   Wohar, Kriegsman, vß welchen landen, Was gůten gschreys ist yetz vorhanden?   Lantzknecht.   405   Es ist ein gschrey, das gott erbarm! Wers besser, ich wer nit so arm. Vnd hab doch keinen freund nit zerben, Frid vnd gnad wil mich gar verderben. Ich wo e lt vil lieber vnrůw han. 410   Ach Gott, weß sol ich mich began? Des werckens hab ich nit gewont, Mein la e btag mich daruor geschont. Sol ich dann inn mein alten tagen Erst stein, erd, holtz vnd pflaster tragen, 415   So thůts mir martter wee im rucken, Wenn ich mich hart darnach můß bucken; Zů dem, das ich nit bstee damit. Ob man mir glych sex batzen git All tag, so hab ich doch nit gnůg, 420   Dann ich drauß essen můß; nun lůg, Wo sol ich dann bekleydung han? So mag ich spilen ouch nit lan. 16 Vnd hett ich schon ein handwerck gleert, Damit ich mich wol hett erneert, 425   So ko e nd ichs doch yetz nit mer treyben, Drumb můß ich wol ein ba e ttler bleyben. Dann meine hend sind mir lamm gschnitten, So scha e m ich mich, wann ich sol bitten Vmb brot vor eins bidermans hauß. 430   Ach muttergotz, wo sol ich auß? Stil ich, so wirts mir auch nit gschenckt, Ich wurd an na e chsten Galgen ghenckt, So bschiß mich dann erst gar der ritten. Drumb helfft mir all Gott trewlich bitten, 435   Das er den Frid in vnrůw wend Vnd vns ein gůtten krieg bald send!   Kriegsman.   Ett gsell, es ist dir grad wie mir. Vff die red hin so gilt es dir!   Lantzknecht.   Danck hab, danck hab, mein lieber Kerly! 440   Ich zeuch dirs nit ab, nein ich, werly.   Kriegsknecht.   Brůder, der ist schna e ll ynhin gjuckt, Du hast jn gschwind ab acher gschluckt.   Rosina Suppenschmidin, wirttin.   Sind Gottwilkum, jr hübschen Gest! Wie kumpts, das du mir nüt gseit hest, 445   Das dise lüt werind vorhanden? Ich bin doch sunst do e rt mu e ssig gstanden. So hett ich jnen etwas kocht; Dann ich was ful, nit spinnen mocht. Aber wend jr noch etwas han, 450   So wil ichs thůn, zeygend mirs an!   Cůntz Lo e ffelstil.   A e min Frow Wirttin, lieber ja, Doch kummend vor vnd trinckend da! 17   Wirtin.   Du wüster wust, das dich der ritt In dknoden mit dim gryffen schitt! 455   Ich weiß wol, wo mir so e ltist gryffen, Doselbst hin solt du mir ouch pfyffen.   Wirt.   Was gast du dann nit für dich gschwind? Du weist wol, wie es gsellen sind, Sy sind jung, fro e lich all vnd geyl 460   Vnd zugind gern an Venus seyl. Gang, heiß die Ma e tzen ynher gan, So werdend sy dich ru e wig lan.   Wirtin.   Ir meytle, gond zů denen gsellen, Thůnd hübschlich, fall keins vber dschwellen!   Froneck Vmb vnd vmb, ein Ma e tz.   465   465 Gott gsa e gne üchs, jr hübschen lüt! A e , lo e nd vns ouch syn in der büt!   Cordely Huyuff ein Ma e tz.   Ist nyenen me kein o e rtly la e r? Dann ich ouch gar gern zů üch wa e r.   Kriegsman.   Kum grad zů mir, mins Cordelin, 470   Sitz an die gru e ne sytten min.   Pauly Gumpostbru e y.   Meitly, kumm, sitz du zů mir har, Es gilt dir disen mygel gar!   Froneck Vmb vnd vmb.   Y ja wol, ein solchen stotzen! Wenn ichn trunck, so mu e st ich kotzen.   Wirt.   475   Da wil ich üch gen vollen gwalt, Mit jnen zhandlen, wies üch gfalt! Thůnd mir allein der Frowen nüt, Das selb ich üch by lyb verbüt! 18   Cůntz Lo e ffelstil.   Ja, wenn ich nyenen Frowen hett, 480   Ich weiß nit, was ich yetzund thett, Oder wurd sy es nun nit jnnen, Ich ga e b üch gwüsslich etwas zgwünnen.   Froneck Vmb vnd vmb.   Ich mein, jr wo e ltind mich gern gschenden, Gond dannen da mit la e ren henden! 485   Ich wil nit syn eins yeden Ma e tz!   Cůntz Lo e ffelstil.   Wie gstelst dich dann, wie thůst so la e tz! Ich hab dir noch nye nüt zleyd than Vnd gsichst mich dannocht so sur an.   Froneck Vmb vnd vmb.   A e , wilt dich dann nit bschowen lan, 490   Sicht doch ein katz ein Bischoff an!   Kriegsman.   I, was hübscher roter ba e cklin! Was sta e ckt darin für ein schla e cklin?   Cordely Huyuff.   Ir sind werlich ein bo e sen man, Ir ko e nnend eins nit ru e wig lan! 495   A e , ho e rend vf, jr machtind schier, Das ich üch sfallend übel schwu e r.   Kriegsman.   Ich bitt dich, züch mit mir, jungs mendsch, Ich wil dich bkleyden in gůt Lo e ndsch Von fu e ssen an biß vff die scheytle, 500   Du wa e rist grad für mich ein meytle! Ich můß doch ouch ein Ma e tzen han, Dann ich ye nit selb kochen kan, Vnd bsunder in eim fro e mbden land. Wilts thůn, so schlach mirs har in dhand!   Cordely Huyuff.   505   Das syg ein ma e rckt vnd gilt mir glych, Ich züch mit dir durch alle Rych! 19   Musica. Ludy Süwburst.   Wie sitzest, Fritz? Biß gůter dingen! Ich dacht, du wo e ltist ein liedlin singen; So hockest a e ben wie ein brut. 510   Na e cht ließest du dich mercken lut, Hütt aber bist du gantz erschlagen. Krücht dir etwas ober den magen, Ald lyt dir etwas anders an? Mich dunckt, du wo e llist nit recht dran. 515   Ich han dich nye so trurig gsa e hen, Nit weiß ich, was dir ist bescha e hen. Hab frischen můt vnd biß gůt man! Laß lunggen vnd la e ber sant Va e ltin han! Du seyst mir vil von gůtten sachen, 520   Ich mag sin aber gar nüt glachen; Ich weiß wol, wo der schů mich truckt: Na e cht hab ich aber vil zvil gschluckt, Das empfind ich yetz im hirn wol, Es sta e cket hütt ye tro e scher vol; 525   Mir ist so sa e ltzam in mim houpt, Das mirs kein Christenmensch nit gloupt. Es ist yedoch ein grosse plag, Das ich den wyn nit miden mag; So vil als er mir zleyd hat than, 530   Noch kan ich sin nit mu e ssig gan. Er hat mich aber gar zersto e rt, All tha e rm im lyb sind mir vmbkert Vnd truckt mich übel vber shertz, Das ich die gantz nacht lig vnd bertz, 535   Glych wie ein Ků, die kalbren wil. Noch mu e yt mich das als nit so vil, Als mins verflu e chten wybs geschrey, Das sy mit mir brucht mancherley. Zum grossen vnglück, das ich han, 540   Můß ich mich von jr scha e ltten lan Ein Suw, Esel, vnd volle Ků. 20 Wiewol ich znacht nit vil drab thů, Am morgen aber facht sy an Vnd spricht: Du heylosiger man! 545   Du bist ein Suw, so vil din ist, Ein voller zwo e lffnarr du ouch bist! Vnd facht dann an im schalck erzellen, Wie ich mich so la e tz hab than gstellen Vnd alle ding im huß vmbkert, 550   Ouch sy bym har im bett vmbzert. So můß ich dann fyn vor jr stan Vnd mir all plagen wünschen lan, Darff ouch kein wort darwider sagen; Das ich der dingen selb schuld tragen, 555   Des můß ich mir vor jr erkennen. Das schafft, das ich zum wyn sta e tz rennen, Von dem ich solchen lon empfan. Das jn all plaagen mu e ß angan!   Heiny Fra e fenrotzig.   O, das sol dich nit wunder na e n, 560   Ob er dir solchen lon thůt ga e n! Das bschicht mir von jm offt vnd dick On vnderlaß, all ougenblick. Er zunt mir na e chten aber nider, Ich kum sin dryer tag nit wider. 565   Der wyn der gab mir heim das gleyt, Das ich mich vff min kasten leyt Vnd meint, ich la e g im bett grad wol. Am morgen, so ich vfftan sol, So lig ich zunderst an der sta e gen 570   Vnd bin ein loch in ruggen gla e gen, Darzů wol dry bülen in grind. Gryff, lieber, wie ist es so lind Vnd allenthalben so gar seer! Der possen ryßt er mir vil mer, 575   Dann ich yemand erzellen kan: Ich gsichs offt als für zwyfach an, Vnd thůts doch alles nun mit listen, Facht zersten an in fu e ssen nisten, 21 Das ich kan weder stan noch gan. 580   Am morgen, wenn ich vf sol stan, So lyt er mir dann erst im kopff; Dann sitz ich vnglückhaffter tropff Vnd zittren grad wie ein alts wyb, Empfind sin allenthalb im lyb, 585   Im houpt, vmbs hertz, im buch vnd fu e ssen, Das jn all plaagen angan mu e ssen, Die dba e ttler ye gen Zurzach trůgend.   Ra e bman.   Hübschlich, jr gsellen, lieber lůgend, Das jr wüssind, was jr sagend, 590   Solch sachen gar vil vff jn tragend! Ir redend da, das nüt verfat Vnd das üch gantz übel anstat. Dschuld ist nit swyns, sunder üwer; Es ist kein creatnr trüwer, 595   Dann a e ben der hochloblich wyn, So man jn nüsset recht vnd fyn.   Heiny Fra e fenrotzig.   Wa e r redt mit dir, was gadts dich an, Ob ich den wyn schon gscholten han? Ich schilt jn ja, warumb des nit? 600   Das jm der ritt das hertz abschitt! Er ist ein Lur, so vil sin ist, Vnd sta e cket vol boßheit vnd list, Vnd du wilt dich sin nemmen an? Hast hoben sunst nüt zschaffen ghan, 605   So wa e rist wol bliben daniden! Darumb so laß mich grad mit friden! Ob ich den wyn schon gscholten han, Das gadt dich gantz vnd gar nüt an.   Ra e bman.   Es gadt mich an vnd nummen vil, 610   Das ich gar wol bewysen wil. Ich bin ye sin der na e chste fründ, Ja sin vatter vnd er min kind; Von jugend hab ich jn erzogen, 22 Beschnitten, ghacket vnd ouch bogen, 615   In summa, was da gnempt mag werden. Drumb kenn ich sine wyß vnd berden, Das er der ding keins vff jm treyt, Die aber jr jm zů hand gleyt, Wenn man jn brucht jn rechter maß 620   Vnd nit ynschütt on vnderlaß. Solt ich min fründ erst nit verspra e chen, So jr jm alle schand vftra e chen? Ich wil jms ouch nit lang verhalten Vnd wenn jr üch noch so la e tz gstalten, 625   So gwinnen jr doch nu e t damit, Ja weder du, noch keiner nit, So dus dann a e ben wissen witt!   Heiny Fra e fenrotzig.   Du bist gwüßlich ein weydlich man, Nach dem, als du mich sur gsichst an; 630   Noch dannocht fürchten ich dich nit, Ghock vff dir selber, ob du witt!   Hie gschicht ein vffrhůr, als obs einandren wo e llen schlahen. Pfaff.   A e nit also, jr lieben gsellen! Wie ko e nnend jr üch so la e tz gstellen! Ich wo e lt als ma e r min ga e lt verza e chen, 635   Als gen den Herren vnd Fürspra e chen, Oder so liederlich verschlan; So eim doch nüt daruß mag gan, Denn das einer vmb das sin kumm Vnd gschicht jm nimmer lieb darumm. 640   Mit gantzer hut ich gůt heimgan, Ir so e lts bym na e chsten blyben lan!   Ra e bman.   Wirt, mach mir dürthy, ich můß gan! Ich wirdens nit erligen lan, Was da gredt worden ist vom wyn, 645   Des solt jr mir all zügen syn! 23   Fritz Sa e ltenla e r.   Du darffst kein kundtschafft darumb zbstellen, Wir sind nit so e mlich heyloß gsellen, Das wir sin wo e llind hindersich gan! Alles, das ich vom wyn gredt han, 650   Das red ich noch, ist das nit gnůg? Ich hett wol besser glimpff vnd fůg, Das ich jn selb mit recht fürna e m, Eb doch ich vmb das min als ka e m.   Ra e bman.   Sag an, was kostet dise ürthy?   Wirt.   655   Ich weiß es nit, kum morn, frag dwürty!   Ra e bman.   Morn wil ich wider kon haryn, Der red so e lt jr mir yndenck syn!   Heiny Fra e fenrotzig.   A e heuw, wie sind wir dann so groß! Lůg, das der kopff nyenen ynstoß!   Ludy Süwburst.   660   Bist ho e n, sv mach dich von der wand, Das du nit etwan bra e mist dhand!   Pauly Gumpostbru e y.   Wo vß, Hans Latz, wilt du daruon? Ja, ja, er rytet schon!   Cůntz Lo e ffelstil.   Erwütsch den esel wol byn oren! 665   Du hast den gouch nit recht abgschoren.   Vly Knopff der jung Buwr.   Der Esel wirt sich einßdar speren, Biß das dnarren last von dir bschweren.   Kriegsman.   A e lieber, ryt, wie lang du witt, Der ritt dich vnd den esel schitt 24   Lantzknecht.   670   Er hat zeyt, das er sich hat trolt, Dann ich jm vber dhauben wolt!   Fritz Sa e ltenla e r.   Ir sind gůt geuch, das můß ich jehn, Am gricht wend wir jn vmbher ziehn, Das kost jn dann etwan mengs ba e tzli, 675   Mu e yt jn vil wirs, dann dise spa e tzli.   Pfaff.   Was hilffts üch, wenn jr schon lang fa e chten Mit zancken, tro e len vnd ouch ra e chten? So gwünnend jr doch zbeyden siten Nüt anders, dann das jr by zyten 680   Kommend vmb üwer gůt vnd Hab. Sobald man üch das gelt nimpt ab, Thůt es üch dann gar übel grüwen, Ich sags üch zů in allen trüwen. Drumb nemmend min red vf mit danck! 685   Ich ouch bin in dem spital kranck Vnd wirden ouch zů zyten vol, Drumb weiß ich by mir selber wol, Wie üch vmb üwre hertzen ist, Das üch mißfalt des wynes list; 690   Vnd klagend, wie er u e ch wee thu e ye, Darumb es üch gar billich mu e ye, So er üch offt wa e rff dsta e gen nider, Vnd an dwend felle hin vnd wider, Ouch üwer sinnen thu e y berouben. 695   Das mag ich üch nun als wol glouben, Dann es mir ouch bschicht manichmal, Ouch andren lütten vberal. So e lt ich jn drumb mit recht für na e n, Was man mir wurde zantwvrt ga e n, 700   Das weiß ich als vor anhin schon. Ir bringend ouch sunst nüt daruon, Dann das man üwer spottet dran, Mu e ssend den spott zum schaden han. Man spricht: wa e r hat üch darzů zwungen, 25 705   Das jr also hand zů jm trungen? Wenn man einn wo e lte überheren, Ists billich, das er sich solt weren. Hettend jr jn selb ru e wig glan, So hette er üch ouch nüt than; 710   Vnd fatzet man üch nun damit. Man gibt dem wyn vngwunnes nit, Das sol nun üwer keiner dencken; Ich mein offt, ich wo e ll jms nit schencken, Wann er mich kranck vnd ellend macht. 715   So aber ich darna e ben btracht: Wolan, du bist selb schuldig dran, Du hattest grad recht truncken ghan, Vnd trinck erst über dnottdurfft mee, Weiß doch vorhin, das es thůt wee; 720   Noch kan ich mich des wyns nit massen, Mo e chts doch wol vnderwa e gen lassen. So er mich doch nit zwingt darzů Vnd ichs on not můtwillig thů, So bin ich ye selb schuldig dran 725   Vnd nit der wyn, weißt yederman, Der fyn stillschwygend vor mir stat. Drnmb, lieben fründ, so wa e r min rhat, Das man by zyten tha e t zur sach, Eb das ein vnrůw druß erwach! 730   Dann sin fründ hat vns all verlan, Er ist hinweg vnd zeigts gwüß an Sim fründ, dem wyn, den jr hand gscholten; Der wirts nit lassen vnuergolten Vnd wirt üch bieten lan für gricht, 735   Ir scha e ltend jn einen bo e ßwicht. Das mo e gend jr nit vf jn bringen. Drumb wa e r gůt, das vor allen dingen, Eb das die vfrhůr wa e r angfangen, Üwer einer wa e r zů jm gangen 740   Vnd jn fründtlichen ba e tten hett, Das ers an üch nit zürnen wett Vnd das ers nit für dHerren bra e cht; Das jr jn also hand geschma e cht, 26 Wa e r bschen vß vnuerdachtem můt, 745   Wie man dann offt by gsellen thůt, Mu e ß aber nimmermer bescha e hen. Ich weiß, er würds üch nit verja e hen. Das rath ich üch in gůtten trüwen, Wa e r mir volgt, den wirt es nit grüwen. 750   Dann dherren liebend disen Man, Das jr jm gwüß nüt gwünnend an.   Heiny Fra e fenrotzig.   O nit ein krütz! des denckend nit, Das man den schelm erst darzů bitt Zůdem, das er vns thůt vil zleyt! 755   Schad ists, das jn der boden treyt!   Ludy Süwburst.   A e lieber herr, sind ru e wig gar! Es wer mir doch ein schand fürwar, Das ich des so e lt hindersich gan, Das aber ich vom wyn gredt han. 760   Das wo e ll Gott hüt noch nimmermee, Gott ga e b, sra e cht thu e y mir wol ald wee.   Lantzknecht.   Botz martter! seyt nur handtlich dran, Ir so e lt an mir ein zeugen han, Da er verfu e rt vil gůtter gsellen! 765   Ich will mich tapffer zů euch stellen. Ich hab des weyns tück ouch empfunden, Des trag ich manche Kauffmanswunden, Die man mir in der vo e ll hat gschnitten, On anders, das ich hab erlitten. 770   Das wil ich als bringen ann tag, Das es der schelm nit laugnen mag. Er hat mir gschafft manch bo e se růr. Gelt yoch, es ist also, du hůr?   Des lantzknechts hůr.   Ja frylich, frylich ist es war! 775   Du magsts wol vff jn bringen dar. Vnd ob mans als nit glouben wil, 27 Wil ich der stuck erzellen vil, Die ich von jm erlitten han. Wie offt hat er dich greyset an, 780   Das du mich hast vmb vnschuld gschlagen; Man hett mich do e rffen von dir ztragen, Das ich růrt weder fu e ß noch hend! Das jn all bu e l vnd blagen schend!   Fritz Sa e ltenla e r.   Ey lieber, sind nun gůter dingen! 785   Wir wends mit warheit vff jn bringen, Gott ga e b, wie la e tz er sich thu e y gstellen, Ich weiß noch an eim ort gůt gsellen, Die werdend vnser ha e lffer syn; Sy klagend sich ouch ab dem wyn.   Pauly Gumpostbru e y.   790   Ich weiß wol, was ich im sinn han, Wiewol ichs yetz nit wil vßlan.   Cůntz Lo e ffelstil.   Nun wil ich jm gwu e ß ouch nit fa e len, Ich wil jm dniß suber abstra e len!   Bly Knopff.   Was ich nit mag zu wegen bringen, 795   Das wil ich minem wyb verdingen, Die selbig schetz ich für ein Raby, Will gsen, wie sy jm drud abschaby!   Kriegsmann.   Lond vns yetz gschwygen diser dingen, Wir wends als ma e r einandren bringen! 800   Ich bin nit hie von rechtens wa e gen, Wens aber kumpt bis an ein sa e gen, So wil ich denn ouch reden dryn. Wil aber yetz gůt ma e nnlin syn. A e lond vns singen fro e lich, frisch 805   Ein gůt schla e mmerliedlin ab tisch! 28   Jetz singend die Za e chbru e der ein lied.   Frisch fro e lich wend wir singen Ein fro e lich liedlin gůt, Das eim durch sherz mo e cht tringen! Man můß vns wyns gnůg bringen, 810   Drumb hand all frischen můt!   Herr wirt, kumm du verga e ben, Mach nummen vns gůt gschirr! Wir wend in fro e uden la e ben, All truren laßen kla e ben, 815   Trag nummen redlich fu e r!   Du darffst darby nit zsorgen, Das man dich u e beryl Mit ga e lt, du můst vns borgen Noch etwan manchen morgen, 820   Wir hand noch lang der wyl!   Wirt.   Lůg einer wunder zů dem gsind, Wie sy so gůter dingen sind! Nyemand kan jnen wyns gnůg bringen. Nun wil ich jnen ouch bald singen 825   Ein lied, so ich selb dichtet hab, Sy werdend all smul hencken drab.   Otmar Friß den gwin, Fryertsbůb.   Da kumm ich recht, benedicite! Der lym der süt, Herr Barthlyme! Da find ich mine rechten possen, 830   Mir ist ein fro e ud in dachßlen gschossen, Wie bald ich üch ersehen han. Machend gůt gschirr, londs vmbher gan! Ich mo e cht ouch hertzwol mit üch a e ssen, So hab ich min seckel vergessen, 835   Darin ich gwonlich min müntz bhalt. Die kronen aber, nüw vnd alt, Hab ich in ein wetzstein verna e yt, Dem hab ich diesen winter gma e yt, 29 By disem disen summer gtro e schen, 840   Dem halff ich fern den wyer lo e schen, Er wa e re jm sunst gar verbrunnen; Dem trůg ich einist schnee an dsunnen, Das er hert wurde wie ein stein: Den traff ich fern an slincke bein, 845   Das er am rechten hincken můß, Vnd disen warff ich an ein fůß, Das er die geltsucht hat ererbt. Deren hab ich ein krebs verderbt, Dem hab ich sin schüttstein verbrent 850   Ich hab dinr můter strowsack kent. Also hab ich üch dienet allen. Wutsch zerß, mir was schier sholtz empfallen.   Cůntz Lo e ffelstil.   Loß, gsell, ich weiß nit, wie du heißst, Züch vß dim sack, wie du wol weißst, 855   Das gygly, so ich drinn hab gsen! Dir wirt ein batzen oder zwen! Dann ich gsen dich wol darfür an, Du bist ein gsell, der etwas kann! A e lieber miner, mach vns das, 860   Es gadt gar wol, du weist wol was.   Fryertsbůb.   Ich merck dich wol, darff nit lang dichten! Beit nun, laß mich vor dseitten richten! Ich wil üch machen mancherley, Was wend jr han, den tuteley?   Vly Knopff.   865   Mach, was du wilt, es lyt nüt dran! Ich mo e cht das bonenlied wol han. Mach aber du, was dich gelust, Den spysinger ald etwas sust!   Fryertsbůb.   A e lond mich miner arbeit gniessen, 870   Thůnd mir etwas an ein schilt schießen! 30   Fritz Sa e ltenla e r.   Ey sitz dafür zů vns ins mal! Friß, trinck, füll dhut, gott ga e b, wa e rs zal!   Fryertsbůb.   Ich wils gschwind thůn, eb es üch grüw, Du bist recht dran, jad vff min rüw.   Musica. Ra e bman zum wyn..   875   Loß fru e nd, warumb ich zů dir kumm, Sag mir dwarheit, ich bitt dich drumm! Lieber, was bist doch für ein gsell? Gott ga e b, ich ko e m hin, war ich well, Klagt man ab dir, es ist ein schand, 880   Es sy kein gro e ßrer keyb im land, Kein gro e ßer schalck vff aller erden Mo e g nit ersůcht noch funden werden. Man wünscht dir all die flu e ch vnd plagen, Die man erdencken kann vnd sagen. 885   Lieber miner, nun sag mir an, Was hast du doch den lütten than, Das sy dich all so fyndtlich hassend? Vnd bsunder, die am meisten prassend, Die sind dir also fynd fürwar, 890   Vnd schwerend vber dich so gar, Das es ein stein erbarmen sott. Ich bin do e rt gsyn by einer rott, Mit denen wolt ich za e chen zabend, Die selben dich verflu e chet habend, 895   Das ich jn nit mer zů mocht losen, Sy wunschtend dir tusent frantzosen. Das ist mir doch die gro e ste plag, Die ich vff erden haben mag! Sol ich erst yetz an dir erla e ben, Das dir all wa e lt thůt widerstra e ben 900   Vnd nyemand nüt gůts von dir seyt, Wie hab ich so übel angleyt Die arbeit, so ich mit dir ghan, Eb das ich dich recht bracht vff dban! 31 905   Des ich mich yetz ergo e tzen so e tt. So machst du mich der wa e lt zum gspo e tt! Darumb hast du mich schandtlich btrogen, Ich wo e lt, ich hett dich nye erzogen!   Wyn.   A e nit also, min lieber herr, 910   Bekümbrend üch nit gar so ser! Laßt mich üch vor der sach berichten! Vil sind, die über mich erdichten Groß schalckheit vnd luginen vil, Die ich all gar bald gschweygen wil, 915   Wenn ich selb gegenwirttig bin. O nein, es hat ein andren sin! Die red wirt bald ernider gleyt, Ists a e cht war, wie der wyß mann seyt: Nit vrtheyl vff ein yede klag, 920   Loß vorhin, was der ander sag! Ouch wenn man nun verho e rt den einen, Ists grad als vil, als ghort man keinen. Wa e r sind die, so mich hand anklagt Vnd so vil übels von mir gsagt?   Ra e bman.   925   Zur blawen Entten sind vil gsellen, Die selben sitzend do vnd zellen All plagen, die sy lyden mu e ßen Im houpt, vmbs hertz, in hend vnd fu e ßen. Des alles beklagend sy sich, 930   Legend allein die schuld vff dich. Wilt dus vff dir erligen lan, Will ich dich für kein fründ me han!   Wyn.   Min lieber herr, lond nun mich machen, Ich kan jm fry thůn, disen sachen! 935   Dem richter wil ich min not klagen, Ich habs jn nun lang gnůg vertragen! 32   Ra e bman.   So gang in Gotts namen vnd klags! Büt jnen für noch hütt des tags! Sy hand mir so vil spa e tzlin ga e n, 940   Vor zorn empleckt ich mine za e n. Dorfft doch nüt wyters vnderstan, So ich jn frecht fürgschlagen han, Wiewol sys an mir nit hand ghalten. Aber ich wil srecht Gott lan walten, 945   Der kan jrn můtwiln wol zerbra e chen; Mo e cht ich mich vorhin an jn ra e chen, So wo e lt ich dann gern willig sta e rben. Ich trüw, ich wo e ls noch wol erwa e rben.   Wyn zum Richter.   Herr Richter, Gott gru e tz üwer wyßheit 950   Mit embietung aller dienstbarkeit!   Prouerius Witzbütel Richter.   Danck so e nd jr han, min Herr der wyn! Ir so e nd mir ouch Gott willkumm syn! Was wa e re üwer bitt vnd bga e r, Vnd warumb sind jr kommen ha e r?   Wyn.   955   Herr Richter, losend, wies mir gath! Drumb hett ich gern, Herr, üwern rath, Wie ich mich in der sach sol halten. All wa e lt, die jungen vnd die alten, Die zyhend mich einr bo e sen sach, 960   Wie ich die lüt gantz růchloß mach Vnd bringe sy vmb gůt vnd hab, Von Eer vnd gůt an ba e ttelstab. Ich richte an vil bo e ß vnfůren, Als sta e chen, houwen, spilen, hůren, 965   Vnd noch vil bo e ser stucken me. Das thůt mir in minem hertzen we. Dann es mir nach gadt an min eer, Ich kan es nimmer lyden mer. 33 Darumb min herr, a e , thůnd so wol, 970   Rhatend, wie ich mich halten sol! Die sach lyt mir gar ma e chtig an, Das ich die ding all můß than han, Die aber bschehend durch ander lüt. Nun weiß Gott! ich thů nyemand nüt, 975   Erzürnen wa e der wyb noch kinder, Noch spra e chends, ich bring sy darhinder, Das man ein andren offt ersta e ch, Znacht all ding vff der gassen bra e ch; Wenns alles vnder obsich gadt, 980   Kein kra e merbanck me vfrecht stadt, Die o e fen vnd fenster zerschlan, Dann můß ichs armer wyn han than! Das bkrenckt mich vß der maßen ser. Wie sol ichs wenden, lieber Her?   Richter.   985   Fürwar das ist ein bo e se that! Darumb so volgend minem rhat! Thůnd eins vnd na e mmend ein stattknecht, Der üch die sach versorge recht, Vnd büttend denen für das gricht, 990   Durch welche solche anklag bschicht. So wil ich morn vor mittem tag Verho e ren antwort vnd ouch klag. So jr dann ho e rend, was sy sagend Vnd was sy schanden ab üch klagend, 995   So heissend sy dann kundtschafft bringen, Die zügen sygind solcher dingen; Mo e gend sy es dann nit bezügen, So ist gůt zdencken, das sy lügen, Vnd kumbt üwer vnschuld ann tag. 1000   Nüt bessers ich üch rathen mag.   Wyn.   Her Richter, ich danck u e wer gnad. Ich wil von stund an louffen grad, Ob ich ein Stattknecht mo e chte finden, 34 Damit die sach nit blib dahinden. 1005   Ich hab jns nun lang gnůg vertragen, Sy mu e ßend mir die wahrheit sagen, Ob ich doch schuldig sy der sach. Herr, das ich üch vnru e wig mach, Da wo e llind jr nüt zürnen an, 1010   Wil ich üch früntlich ba e tten han. Es kumbt als von der vollen rott. Min lieber Herr, nun blhu e t üch Gott!   Richter.   Gott bhu e t üch, lieber Herr der wyn, Der selb sol üwr beleyter syn!                                   Krumbho e rner Ra e bman.   1015   Hast du din sach vollendet schon?   Wyn.   O ja, ich kumm grad yetz daruon.   Ra e bman.   Vnd wie ists gangen? das sag mir. Meinst, wirt yetz werden gholffen dir, Das du doch nit sygist allein 1020   Verwyßt in aller wa e lt so gmein?   Wyn.   Ich trüwen Gott, min sach werd gůt! Min herr Richter mir rhaten thůt, Ich so e lle einen Stattknecht sůchen, Der allen denen, so mir flůchen, 1025   In minem namen büt für Gricht. Ich hoff min sach werd gůt villycht. Das wil ich thůn, grad yetz angentz, Ich wo e lt ee, das mich pestilentz An minem halß zwyfach anstieß, 1030   Eb ichs den luren me nachließ. Vnd solts mich zeyen gulden gstan, Wil ich mich sy nüt rüwen lan. 35   Ra e bman.   Da gfielist mir, laß nun nit ab. Dann ich des gar kein zwyfel hab, 1035   Sy gwünnend dir mit ra e cht nüt an, Thůst a e cht, wie ich dich zogen han. Der ding han ich dich nye keins glert, Die aber sy vff dich hand kert. Drumb wolt es mich ye wunder na e n, 1040   Wer dir doch das in sinn het ga e n, Das sy ab dir alles hand klagt, Ein yeder hat ein bsunders gsagt, Als wa e rist du der gro e st bo e ßwicht, Den man vff erden ye hat gricht. 1045   Vnd wenn du wa e rist schuldig dran, So gieng es mich zum teyl ouch an. Man spra e ch daby, sitz daby leer, Das gieng mir dann ouch an min eer. Dann ich dich ye von nüwen an 1050   Gepflantzet vnd erzogen han, Das ich dich aber so e mlichs leer, Das wo e ll Gott hütt noch nimmer mer!   Wyn.   Hand frischen můt vnd trurend nit! Die sach mir gar nüt zschaffen git. 1055   Dann ich mich selb vnschuldig weiß. Ich wil yetz thun nachs Richters gheiß Vnd lůgen vmb ein Stattknecht bhend, Der mir den handel bald vollend.   Ra e bman.   Dasselbig thů im namen gots, 1060   So kumbst du ab der schand vnd spots!   Wyn zum Stattknecht.   Sa e hin, Batt, nimm da die dry schillig, Lieber, louff bald vnd biß gůtwillig! Zur blawen Entten sitzend knaben, Die mir fast an min eer gredt haben. 36 1065   Den büt mir allen für das gricht, So gho e rst wol, was ein yeder spricht.   Batt La e rdenmigel, Stattknecht.   Ich wils versorgen artig fyn. Gott danck üch üwers gelts, Herr wyn!   Stattknecht zů den gsellen.   Ir gsellen, losend nüwe ma e r! 1070   Min Herr, der wyn, schickt mich hieha e r, In deß namen ich üch verkünd, Das yeder morn am gricht sich findt. Ir hand jm gredt hütt an sin eer, Das wil er nimmer lyden mer 1075   Vnd büt üch allen recht bym eyd, Das jr jm darumb ga e bind bscheyd.   Heiny Fra e fenrotzig.   Och, och, du hast vns übel bissen! Gang, sa e g, der bott der hab sich bschissen! Din red bringt mir so große klag, 1080   Das ich bynacht nit schlaaffen mag.   Ludy Süwburst.   Nun lyt mir warlich ouch nüt dran, Ich wil jm vnder dnasen stan Vnd jn vßfiltzen, daß er wett, Das ers vermitten glassen hett.   Pauly Gumpostbru e y.   1085   Aber ich fu e rcht mir lycham ser, Ich mag vor angst nit trincken mer, So ich den stattknecht gsehen han. Laß gsen, mo e cht das noch ynher gan!   Cůntz Lo e ffelstil.   Ich mo e cht mins theyls wol rüwig syn, 1090   Wiewol mir ouch vil bschicht vom wyn. 37 Wil aber ers nit lan erligen, So gilts mir gleych, hett doch gern gschwigen!   Kriegsman.   Ich bin erschrocken ab der sach, Das ich die gantz nacht nit erwach 1095   Vnd wol dry stund in tag darzu. Lůg einr, hab ich nit lützel růw?   Fritz Sa e ltenla e r.   Ey lieber minen, land mich machen, Wir wend des schimpffs noch all gnůg lachen! Ich wil vfwiglen vnsre wyber, 1100   Das sind die rechten ra e dlitryber; Die wurdend jm fyn tapffer schnützen, Sy henckend ouch gern smul an stytzen!   Vly Knopff   Botz todtenbaum! das wa e re ra e cht, Wenn man die wyber darzů bra e cht, 1105   Das sy vns hulffind jn verklagen. Das můß ich by der warheit sagen. Ich hab daheimen ouch ein wyb, Es ist kein Luchs vff erd so bschyb, Sy do e rfft jm handtlich zum zil stan; 1110   Ich wo e lt ein Tüfel mit jr fahn, Wenn er schon lieff in wyttem veld! Wie meinend jr, hulffs nüt, das selb?   Fritz Sa e ltenla e r.   Dank hab din lyb, du bist recht dran! Lieber, bring sy, wir münd sy han!   Pfaff.   1115   Ir gsellen, es laßt sich wol spotten! Richtend nun an, dru e ben sind gsotten! Ir gwünnend aber gwüß nüt dran, Wie ich üch vor offt me gseyt han, Wiewol ich üch nit gstillen mag.   Lantzknecht.   1120   Das ist ye wol sant Kürins plag, 38 Was man vff erd anfahen wil, Sind dpfaffen sta e ts im widerspil! Des seind wir gůtten Kriegsleut arm. Schaw, herr Vrban, ist der leym warm? 1125   Ir ga e bind schier ein beßren karrer, Dann ein seelsorger oder Pfarrer! Ich meint, jr so e lttinds mit vns han, Ir wüssends baß, dann der gmein man, Das der weyn so vil vnglücks stifft, 1130   Findt man allenthalb in der gschrifft, Die jr on zweyfel ouch habt gla e sen, Von Holoferno vnd seim wa e sen; Des gleychen ouch von andren mee, Die er hat bracht in not vnd wee. 1135   Die soltend jr frey all erzellen Zů hilff vnd schntz vns armen gsellen! So wirts mit heilger gschrifft bewa e rt, Wie er vns gůten schlucker bschwa e rt, So habt jrs mit jm, gleych wie hartz. 1140   Herr doctor, wie seyt jr so schwartz, Das jrs nit ko e nnend baß erma e ssen! Ir seyt, ich gloub, mit narren bsa e ssen! Thůnd auff die augen, seyt nit blind! Sta e ckt euch der narr so tieff im grind, 1145   Das jrs nit baß ko e nnend erwa e gen, Was großer schalckheit er hat pfla e gen An manchem frommen biderman, Vnd euch selb offtmals auch hat than? Des habt jr, lieber herr, kein pfrůnd, 1150   Das jr so vil beym weyn verthůnd. Wenn jr die Bibel hettind gla e sen, Wie jr so vil darinn sind gwa e sen, Die er hat bracht in groß vnmůt, Ouch etlich gar vmb lyb vnd gůt, 1155   Ir wurdind jm nit fast bystan. Es wil mich aber duncken lan, Ir la e sind mer von vnser Greten, Dann in den Psalmen vnd Propheten, Die schelmenzunfft vnd den Esopus, 39 1160   Vlenspiegel vnd Marcolphus, Das Narrenschiff, Gouchmatt, vnd fablen; Vnd schiessend lieber auff der tahblen Mit würffel, kartten vnd bra e ttspil, Dann das jr sunst studierind vil. 1165   Drumb sparend den athen, ist mein bitt, Vnd blasend morgen das kraut damit!   Pfaff.   Wolan ich sags in gůten trüwen! Wil gern gsen, wa e ns zersten wo e ll grüwen.   Lantzknecht.   Ich hab ein lust mit jm zebalgen, 1170   Wo e lt Gott, er hieng am ho e chsten galgen. O meryen, wie wolt ich sein lachen, Wann sich der laur wolt mausig machen! So darff ich jm sammer botz kreyden Ein loch in seinen scha e del schneyden, 1175   Vnd solt ich darumb schma e rtzen leyden.   Tüfel.   Was großer fro e ud min gmu e t empfadt, Das es mir nach mim willen gadt! Wie ko e nd ich gro e ßer fro e ud empfan Denn das ich ghorsam Schůler han? 1180   Groß wyßheit ich an jnen gspür, All gsatz, so ich jn bilden für, Die haltend sy mit grossem flyß, Erst wil ich an sy ho e chster wyß Müglichen flyß mit ernst ankeren, 1185   Das ich sy mo e g min willen leeren. Der tod Christi hat mir offt bracht Groß schra e cken das ich manchsmal dacht, Ich wurd verlieren all die kunden, Die ich vor hab durch Adam funden. 1190   Aber es wil noch wol ergan, Sy wend sich wider wysen lan. Sy volgend vil me miner ler 40 Dann Christo, der doch ist jr Her; Die arbeit so er mit jn ghan, 1195   Die ist an jn übel gleyt an. Groß not hat er für sy erlitten, Dardurch ma e chtig wider mich gstritten, Deshalb mir groß abbruch ist bschen. Aber ich hab an denen gsen, 1200   Das min sach oben stadt vff erden, Vil kunden wend mir wider werden, Die Christus mir hat brochen ab. Danck hab der wyn, von dem ichs hab! Er bringt mir manchen wider yn, 1205   Der sunst were vermunttet gsyn. Danck sol er han, er thůt jm ra e cht, Die sach wa e r sunst nit halb so schla e cht; Ich mu e ßt vff dürrer ouwe grasen, Erst wil ich jnn mit ernst yn blasen, 1210   Damit mir keiner me entgang. Ma e chtig wol gfalt mir der anfang. Nit weiß ich, wie das end wirt syn, Ich hoff, es werd sich schicken fyn. Wie gfallends dir, min lieber Sun, 1215   Mins hertzens hochste fro e ud vnd Wun?   Der jung Tüfel.   Ach aller liebster vatter min, Sy ko e ndtend doch nit besser syn! In allem dem, so jr sy leeren, Als spilen, hůren, suffen, schweren 1220   Sind sy üch doch so ghorsam all, Das mans nach rechtem wunsch vnd wal Von jenen besser nit ko e ndt bga e ren. Ach wenn doch nit die alten wa e ren! Die selben bkennend vnser list, 1225   Das ist das gro e st, das vns noch prist. Ich fo e rcht, das sy sy etwan leerind, Das sy Gott jren Scho e pffer eerind, So wa e r dann vnser ding schon nüt. Mo e chtind wir han die alten lüt, 41 1230   So wa e rs vfra e cht vmb vnser sachen. Drumb wend wir vns fyn tha e ttig machen!   Der alt Tüfel.   Danck habist du, min liebes kind! Groß fürsorg ich an dir empfind.   Musica. Heiny Fra e fenrotzig.   Wirt, mach vns dürten! wir wend gan, 1235   So mo e gend wir morn fru e vffstan! Der schelmshalß vns gwüßlich nit fyrt, Nun tantz ich nit gern, was er lyrt.   Wirt.   Ir gsellen, ich hab drechnung gmacht. So hat es grad eim yeden bracht 1240   Dry schilling, hand damit vergůt, Biß das es besser werden thůt! Vnd hett ich etwas bessers ghan, So hett ichs üch ouch werden lan.   Fryertsbůb.   Ich gsich wol, wie es zů wil gan, 1245   Der wirt wird yetz ga e lt wo e llen han, Ich wil den weg na e n vnder dfůß, Das ich jn nit bezalen mu e ß!   Wirt.   Der donder dich als keyben schüß!   Heiny Fra e fenrotzig.   Schryb mir die ürthy in min schilt, 1250   Ich hab ein, der zwo e lff krützer gilt, Ich darff jn aber wa e chßlen nit, Biß mir der ander dmüntz drumb git.   Wirt.   Bis ru e wig, hab kein truren drumb! Wo e lt Gvtt, es wa e r ein grvße summ 42 1255   Vnd dir nüt schu e d noch dinen kinden, Ich gloub, ich wo e lt dich wol drumb finden!   Ludy Süwburst.   Ich hab nüt by mir, schrybs ouch vf! Morn wil ich mer verza e chen druf So wil ich eins ons ander ga e n, 1260   Ich wil dest minder zů mir na e n, Das ich dich bar bezale ab, Was ich by dir verza e chet hab.   Wirt.   Du sta e ckest warlich tieff im bad, Es ist yetz siben guldy grad!   Pauly Gumpostbru e y.   1265   Du weist wol, was du gnommen hest, Da dir zna e chst kamend so vil gest! Das selb ich nit verra e chnet han, Drumb laß mirs grad yetz da abgan!   Wirt.   Ja, Pauly, ich weiß es noch wol, 1270   Billich ich dir nüt ho e uschen sol.   Cůntz Lo e ffelstil.   Wirt, wilt mir nit ein zytly wartten? Min Frow lo e ßt yetz nüt vß dem garten, Der knoblach ist gar übel gradten, Damit man spicken so e lt die braten, 1275   Der bo e llen wil nit dick gnůg syn; Die ra e ttich vnd der Roßmarin Vnd kürps ouch sind noch nit errunnen; So sind mir dru e ben all verbrunnen Vom ryffen, der zum na e chst ist gfallen, 1280   Mir gadt nüt vß den blůmen allen. So wil das tufftloß wyb nit spinnen Vnd weist doch, das ich sunst nüt gwünnen Drumb thů mir sbest, das ist min bitt! Ich wil dir doch entlouffen nit. 43   Wirt.   1285   Ich wil dir wartten, lieber gast! Doch můß ich wol, so du nüt hast!   Vly Knopff.   Herr wirt, ich wird morn ynher kon, Ich hab kein gelt yetz zů mir gnon, Ich wil dich aber zfriden stellen. 1290   Schilt mich nimmer kein gůtten gsellen, Wenn ich dich nit morn zalen ab, So fer ich von gott sla e ben hab!   Wirt.   Ey ja, gůt gsell, bis nun gůt man! Ich trüw, du werdst mir nit entgan, 1295   So es doch zthůn ist vmb ein tag. Der nit einr ürten beytten mag, Der ist ein schla e chter wirt, fürwar! Ich beytte mengem schier zwey jar, Der mir doch keiner zalung denckt. 1300   Lang beyttet aber ist nit gschenckt.   Kriegsman.   Ich wirden hinnacht blyben hie Vnd morn so wend wir lůgen, wie Ich üch, herr wirt, zefriden stell!   Wirt.   Es kumbt noch wol, min lieber gsell! 1305   Ich wils wol schryben an ein ort, Da wirs als findend by eim wort.   Fritz Sa e ltenla e r.   Du weist, das ich nimmer gelt han, Kum morn vnd nimm sunst etwas dran!   Wirt.   Es hat kein not, min lieber Fritz, 1310   Nun ru e wig vff dir selber sitz! 44   Lantzknecht.   Hůr, gib mir meine würffel har, Ich wil den wirt bezalen bar.   Hůr.   Das ist ye wol ein große plag! Kein mensch dich darab gwennen mag, 1315   Das du doch wo e llist sspielen lan, Vnd gsichst, das ich kein gelt me han.   Lantzknecht.   Gib mir die würffel flux vnd bhend, Du sack, daß dich dfrantzosen schend! Vnd schweyg, eb dir ein o e rig werd, 1320   Der dich mach strauchen auff die erd!   Hůr.   Botz blůst, sa e hin, laß mich vngschlagen, Ich hab sunst numen vil zvil plagen!   Lantzknecht zum Wirt.   Mein lieber wirt, gee zů mir her! Wann dirs als mir gefellig wer, 1325   So wo e lt ich mit dir spilen drumb, Ob ich vnd dhůr verga e bens kumm, Oder ob ich es zwyfach bezal! Thů weders du wilt, du hast die wal!   Wirt.   Es ist mir lieb, ich machen mit, 1330   Drü grad oder was du wit!   Lantzknecht.   Ich wo e lt, daß zmeren augen bscha e ch. Den ersten wurff, so wers bald gra e ch.   Wirt.   So syg! das gilt die ürthen gantz, Siben das ist ein schwytzerschantz! 45   Lantzknecht.   1335   Die schantz mir nit fast wol gefalt. Auffsecht, das keinr den wurff mir halt! Mein lieber wirt, du bist schabab, Zinck quatter ich geworffen hab!   Wirt.   Du hast es vffrecht vnd redlich 1340   Gwunnen, das sag ich sicherlich; Ich günn dirs ouch von hertzen wol Vnd gilt dir zlon ein so e mlichs vol.   Lantzknecht.   Horch, lieber wirt, was ich dir sag! Kein pfennig ich nit bey mir trag, 1345   Es kumpt mir wol, daß ist worden wett, Ich hab dich doch nit zů zalen ghett; Drumb treyb ich mit dir solchen schimpff, Das ich dich zalen ko e nn mit glimpff.   Wirt.   Ich hab dirs wol vorhin angsen. 1350   Im namen Gotts, es ist schon bschen, Drumb lond vns recht sbest darzů reden! Wilt gern, so gilt es me vns beden.   Lantzknecht.   O nein, ich hab kein gelt zuzsetzen, Sunst do e rfftest du mich nit lang zhetzen; 1355   Darzu hab ich ein gwunnen spil. Das selbig ich yetz zmal nit wil Dir vbergeben vmb kein sach. Lůg, das ein ander mit dir mach!   Wirtin ist ho e n über den wirt vons spils wa e gen.   Du soltist wol vorhin dacht han, 1360   Das du jms nit gewunnist an! Es ist sin gwa e rb vnd ist sin fry, Er wirfft all lyblich mal seß dry. 46 Als offt vnd dick ers haben wil; Er neert sich numen mit dem spil. 1365   Das so e ltist du wol gsinnet han. Was sol ich mit dir fahen an? Was ich mit großer arbeit gwinn, Wiewol ich angstlich vngern spinn, Ich gwinnen aber sunst sta e ts vil, 1370   Das selb verthust mir mit dim spil Schla e chtlich; wilt du nit anderst dran, So wil ich grad vom hußhan lan. Das syg dir a e ben gseyt kurtzumb, Das dich shertzleyd als mans ankumm!   Wirt.   1375   Ey laß mich du on not vnd schwyg, Eb das ich dir zum tu e chlin styg! Es ist dir sunst wol mit dem klaffen, Gang lůg, was dussen syge zschaffen!   Wirtin.   Ich wird gwüß mit dem Man noch graw, 1380   Wie schetzt er alle ding so gnaw!   Kriegsman.   Der Wirt gfalt mir, er ist der best, Er wird schier vo e ller dann die gest!   Pfaff.   Ach min herr wirt, das Gott erbarm! Du gloubst nit, wie ich bin so arm, 1385   Ich denck wol, das es vil baß stůnd; Du weist, ich hab yetz zmal kein pfrůnd Vnd weder gelt noch pfand im kasten, Drumb wart mir recht biß zur Fronfasten, Ein gůte pfrůnd wird ich dann han; 1390   Sobald die selb anfacht yngan, Wil ich dich dann eerlich bezalen. Thů sbest, ich bitt dich ztusent malen! 47   Wirt.   Ich wils gern thůn, min lieber Herr, Dfronfasten, die ist nimmer fer!                                                   Musica. Ba e tler Lazarus Lumpensack.   1395   A e theylend mit dem armen man, Der sin spyß nit verdienen kan, Vmb Gottswillen ein stuckin brot. Gsend an min jamer, angst vnd not, Ziend vß den seckel vß dem bůsen 1400   Vnd gend mir durch Gott ein allmusen!   Fritz Sa e ltenla e r.   Ich wil dir recht gen, wyl ich han, Ich můß doch bald ouch ba e ttlen gan. Des glücks hab ich mich gar versumbt, Daheimen hab ich schon vffgrumbt 1405   Acker, matten kleyder vnd hab. Mir brist nüt dann der ba e ttel stab, Demnach ein ba e ttelsack am halß, Das schafft der lydenloß wyn als.   Ba e ttler.   O lieben fründ, so e nd gwarnet syn, 1410   Das jr üch hu e tind vor dem wyn! Zum exempel sehend mich an, Wie ich im ellend vmbher gan. Darzů hat mich ouch bracht der wyn, Der hat mich bracht vmb all das min. 1415   Drumb lůgend, truwend jm nit zvil! In trüwen ich üch warnen wil, Eb er üch ouch ins ellend send. Sinr listen weiß kein mensch kein end.   Fritz Sa e ltenla e r.   O ho, da wil es wol ergan! 1420   Da werdend wir ein zügen han. Der wyn, der hat jm ouch gschir gmacht, 48 Das sin der arm tropff yetz nit glacht. Den land mir klagen, dem thůts not. Ir gsellen, gend mirs bottenbrod! 1425   Die sach, die wil sich artig schicken, Du můst dich morn fyn zů vns flicken. Er hat vns drumb fürs gricht botten, Das wir jn des entschlan sotten, So wir jm zů gredt hand yetz lang 1430   Vmb den notzwang vnd übertrang, Den er vns allen ta e glich thůt. Darzů wirst du überuß gůt. Wenn man ansicht din arme gstalt, Wie er mit dir hat brucht sin gwalt, 1435   So darff es nit fast lang kramantzen, Was wir pfyffend, das můß er tantzen, Es sind yetz mal schon vnser vil, Ein yeder da sin bests thůn wil, Das vns wider werd vnser hab, 1440   Die er der schelm vns zühet ab Wider Gott, eer vnd alle recht Vnd vns darzů gern zschanden brecht. Drumb lůg vnd blyb ouch nit dahinden, Du wirst vns vff dem kornmarckt finden.   Ba e ttler.   1445   O rycher Gott, das gfalt mir wol, Das ich üch darzů ha e lffen sol. Ich ga e r nit me vff diser erd Dann das ich an jm grochen werd. Kein Tüfel bin ich nit so fynd, 1450   Wie bo e ß vnd grusam sy joch synd. Als dem tufftlosen fulen wyn, Der mir zů grüst hat solche pyn.   Vly Knopff.   Woluff jr herren, es ist zyt. Ich hab noch zů minr frowen wyt, 1455   Die wird ich nit dahinden lan, Vnd solt ich schon die gantz nacht gan.                           Jetz stond sy vff vom tisch. 49 Heiny Fra e senrotzig.   Dasselbig thů vor allen dingen. Wir wend die vnsern ouch harbringen. Ich wil zum minsten mine han. 1460   Gsell Ludi, sa e g, wie wilt du dran?   Ludy Süwburst.   O ich wil gar kein bo e sen ga e n! Gsell Fritz, wilt dine nit ouch na e n?   Fritz Sa e ltenla e r.   Ob Gott will, můß sy ouch mit mir; Sy bschüßt als vil als sunst jr vier. 1465   Die best ist sy im kartenspil; Drumb ich sy billich bringen wil.   Pauly Gumpostbru e y.   Ich heißen Pauly Gumpostbru e yen, Es wurd min frouwen übel mu e yen, Wenn ich sy so e lt dahinden lan, 1470   Ich wurd kein gůts mer an jr han. Drumb ich sy ouch darbringen wil. Was wilt du thůn, Cůntz Lo e ffelstil?   Cůntz Lo e ffelstil.   Du weist wol dalome min sin, Das ich nit gern der bo e sist bin. 1475   Drumb můß mine ouch mit mir gan, Oder ich wil jr smul zerschlan.   Kriegsman.   Ich bin noch ledig, hab kein wyb, Wil aber darston mit eygnem lyb, Vch ha e lffen üwer meynung bschützen. 1480   Ir werdend gsen, das ich üch nützen!   Lantzknecht.   Ich wil mit fu e ßen vnd mit henden Euch helffen, das man mo e ge wenden, 50 Das man dem schelmen nit geb recht, So fromm als ich bin ein Lantzknecht, 1485   Wil ich bey euch stan vnuerzagt. Darzů wirt gůt sein auch mein magt: Es ist jr art schelten vnd flůchen, Man ko e nds im Land nit besser sůchen. Wilts thůn, so sags heraußer frey, 1490   Damit ich wüß, woran ich sey!   Hůr.   Wenn du mich hettist gheißen ghan Etwas, das vor Gott recht wer than, So do e rfft ich dir es wol versagen, Des hast du mich offt übel gschlagen. 1495   So du mir aber büttest fry, Das ich erzeyg min bu e bery Mit schenden, schma e hen vnd ouch dadren, Flůchen, schweren vnd vil pladren, So wil ich dir ghorsamy leysten 1500   Glych in dem minsten, als im meysten. Hab ouch ein bsundren lust darzů, Mir ist nit wol mit frid vnd růw. Wo ich die lüt vfwiglen kan, Das sy einandren dgrind vol schlan, 1505   So ist mir, ich heigs gschaffet wol. Ouch bin ich solcher tück so vol, Das ich mich noch wo e lt vnderstan Ein hader mit jm zfahen an, Das alle die, so sind am gricht 1510   Vnd ander Herren me villycht Mit mir wurdind han zschaffen gnůg. Wie dunckts üch, wirts nit vnser fůg?   Heiny Fra e fenrotzig.   Danck hab din lyb, min liebe Gret! Oder wie heissest du, Elßbet? 1515   Wenn wir mit glück kommend daruon, So můß dir ein rock werden zlon. Der můß syn gru e n, ga e l, rott vnd blaw, Ein blegy drumb schier Eselgraw. 51   Hůr.   A e ja, da ha e lffend, hübscher man! 1520   So wil ich erst recht handtlich dran!   Lantzknecht zum Bůben.   Bůb, stoß vns diß stuck brod in dta e schen Vnd schütt vns disen weyn in dfla e schen, So haben wirs morgens auff der straaß, So mo e gen wir dann streychen dest baß.   Bůb Diethelm Lusig.   1525   Ich bhalt wol sbrot, fo e rcht doch darby, Eb das es morndes sibne sy, So finde er kein broßmen nit; Dann er mir lützel zfra e ßen git. Er hockt zum tisch, hat min kein acht, 1530   Das hat mir offt den buch la e r gmacht. Drumb wird ich disem stuck brod wincken, Wil jn recht lon den wyn vßtrincken, Den ich jm hab in dfla e schen than, So wirt er sbrods kein acht mer han.   Kriegsman.   1535   Bůb, gschicht dir nimmer nüt vom wyn? Kanst nit ouch vnser kuntschafft syn?   Bůb.   Ich hab jn noch nye recht erkent. Min meister hat mich nit dran gwent, Deßhalben trengt er mich nit ser. 1540   Het ich gnůg za e ssen, wer min fůg, Ich bhulff mich mit dem wasserkrug.   Fritz Sa e ltenla e r.   Wir wend daruon, wolan, wolan! Ir gsellen, machend üch vff dban! Der handel wirt wol morn vßgmacht. 1545   Alde Wirt, ztusent gůter nacht Wünsch ich in vnser aller namen! 52 Morn fru e kummend wir wider zsamen, Dann wend wir han ein gůtten můt.   Wirt.   A e lieben gsellen, hand vergůt 1550   Vnd kommend morn fru e wider har, So wil ich ettwas gůts biß dar Zůrüsten, ob ichs a e chter find! Ich gsich, das jr gůt bůben sind. 1555   Thůnd gmach, fall keiner dsta e gen nider, Vergessend nit, kommend bald wider!   Wirtin.   Samer botz blůst! es wa e r kein wunder, Das dise lüt all schuß der donder Mit jrem wu e sten su e wenla e ben; 1560   Was sol man den vnfla e tren ga e ben? Ich reden das by miner trüw, Sy fra e ssend wu e ster dann die süw! Y bhu e t mich gott, lůg nummen eins, Der glesern ist schier gantz da keins, 1565   Sy sind den merteyl alle brochen! Der Tüfel so e lt jnen gern kochen! Mir diser gesten nimmer vil, Wenn ich a e cht lenger hußhan wil! Zů dem, das sy kein haller hand, 1570   Verwu e stend sy, es ist ein schand, Gleser, ba e cher, na e pff vnd krůg; Ich kan mich nit verwundren gnůg. Herr bhu e t, herr bhu e t, was wu e ster lüt, Sy schonend keiner dingen nůt! 1575   Lieber, schow eins wunder zů, Ob ich nit billich la e tz drab thů! Was broßmen hand sy da verrert, Wie hand sy das tischtůch zerzert, Was gůtten wyns hand sy verschüt! 1580   Sy so e nd zů mir me kommen nit, Ich wurd sunst mit jn allen balgen. Fast vß mit jn an liechten galgen! 53   Pfyffen. Cůntz Lo e ffelstil.   Gsell Fritz, bist voll wyn oder kranck, Das du so sa e ltzam gast im schwanck? 1585   Nun wil es mich doch gar nit duncken, Das du darnach vil habist truncken, Ich hab dich offt mer trincken gsehen, Es můß dir sunst etwas syn bschehen.   Fritz Sa e ltenla e r.   Ich weiß nit, wie mir ist, botz tufft! 1590   Sobald als ich bin kon an lufft, Do bin ich erst worden so toll; Sunst wa e r ich nyenen halb so voll. Mich dunckt, es wo e ll als louffen vmb, A e , fu e r mich heim, ich bitt dich drumb!   Cůntz Lo e ffelstil.   1595   So kumm, ich wil gan mit dir hein, Du ko e ndtist doch nit gan allein!   Fritz Sa e ltenla e r.   Kumm, du můst mit mir vfhin gan, Wir wend ein gsottne suppen han!   Cůntz Lo e ffelstil.   Ey nein, es wa e r doch nyener für! 1600   Gang du fyn nider, bschlüß die thür! Din frow wurd ho e n vnd übel zfriden, So e lt sy dir erst ein suppen schniden. Wir wend sy hinacht ru e wig lan. Alde, gsell Fritz, ich můß heim gan!   Fritz Sa e ltenla e r.   1605   So e lt ich mich min wyb meistren lan, Ich wo e lt jr e beyd arm abschlan! Meinst du, das ich sy fürcht, min wyb? Ich bitt dich, lieber, by mir blyb. 54   Cůntz Lo e ffelstil.   Denck mir sy nit, ich thůn es nit! 1610   Alde, so du nit nider wit!   Fritz Sa e ltenla e r. Klopft an der thür.   Hoscha, hoscha, Gret, thů mir vff! Ich wirff es sunst als vff ein huff!   Sibilla Scha e lckly, sin wyb.   Ists nit, das dkumbst, du trunckne loß? Das dich bül aller suw anstoß!   Fritz Sa e ltenla e r.   1615   A e das dichs Erdrych fra e ß, wie thůst, Du nütso e llender suppenwůst! Woltest du erst lang mit mir bochen? Nun beyt, setz zů vnd laß mich kochen!   Sibilla.   Ha e lffenjo, ha e lffenjo, lieben nachburen, 1620   Das ich nit werd ermo e rdt vom luren!   Adelheit Klapperma e tz.   Mordjo, mordjo, was mag das syn! Gwüß ist Fritz aber vollen wyn.   Freny Wytmu e ly.   O we, we gfatter, kommend bhend! Ich gloub, das Fritz sin Frowen gschend.   Eufrosina Nago e rly.   1625   Y bhu e t mich Gott vnd vnser Frow! A e nachbuwr Fritz, sind nit so row!   Fritz Sa e ltenla e r.   Nun bhackend üch flux, gschwind vnd bhend! Das üch go e tz vff ein huffen schend, Aller verflu e chten o e den secken! 55 1630   Kumbt eine me, ich wil sy strecken Vnd by dem har vmbzien dermassen, Das jr mich werdend ru e wig lassen! Vnd kumbst du mir wider ins huß, Was gilts, ich wo e ll dir ha e lffen druß!   Ra e geli Spitzna e sly.   1635   Was mag das für ein lermen syn? Ach allerliebste gfatter myn; Ich weiß nit, was jr damit meinend, Das jr so bitterlich weynend.   Fritzen wyb.   O mein gfatter, was so e lt es syn? 1640   Min man ist aber vollen wyn, Ja ich seyte schier, voll tüfel, Die hand jn ouch bsa e ssen on zwyfel. Lůgend, was schimpffs er mit mir tryb! Ach Gott, ach Gott, ich ellends wyb, 1645   Wie sol ich min la e ben anfan! Nun darff ich nimmerme heim gan. Als Vnglück ist gar in jn gstigen. Ich můß recht vff der gassen ligen. Wenn man mir nun die kind vßtru e g, 1650   Das er sy nit etwan lam schlu e g.   Adelheit.   Er thůt den kinden nüt, o nein! Kommend, jr mu e ssend mit mir heim! Ich laß u e ch vff der gassen nit, Wer weißt, weß er sich morn ergit!   Freny.   1655   A e ja, fu e rend sy mit üch nider! So wend wir ouch gan heimwertz wider, Dann min man der ist ouch nit la e r, Ich wo e lt schier, daß er braten wa e r!   Eufrosina.   A e lond vns gan, dann es ist zyt, 1660   Min mann daheim am bett schon lyt! 56 Ich hab die thür lan offen stan, Das er sy nit ghorte ynschlan; Er thůt gar la e tz, wenn er erwacht. Sy hand einandren all voll gmacht.   Ra e geli.   1665   Hettind jr erst den minen gsen! Im ist ein fryer possen bschen, Wie er zur hußtür wil yngan, So gsicht er do e rt min kuncklen stan; Da hat er gmeint, es sey vnghür 1670   Vnd er flux vff vnd wil zum fhür Vnd wil wol bald ein liecht anzünden, So kan er dkuchenthür nit finden Vnd falt als lang vnd breit er ist. Im ist ein grosser furtz entwist. 1675   Ich mein, ich hab sinen gnu e g glacht. Alde, zů tusent guter nacht!   Der alt mann Joseph Erbarkeit.   Mich wundert, wo min fru e nd mo e g syn, Das er nit mer kert zů mir yn. Ich hab jn nit gsen lange zyt, 1680   Vy dryen wochen fa e lts nit wyt. Nit mag ich in mir selb ersinnen, Was vrsach das mo e g zwa e gen bringen. Nun weiß ich in mir selber nit, Was ich jm hab gethan damit, 1685   Ich jn erzu e rnet mo e ge han, Es ist mir leyd, hab ich es than. Er hats doch nit vmb mich verdient. Lieber wer mirs mit jm versu e nt, Es mag wol syn, doch weiß ichs nit, 1690   Sin abwa e sen mir kumber git. Dann er was allwa e g ga e n mir gneigt, Vil gůts er mir ouch hat erzeigt Vnd liebet mir für yederman. Wen gsich ich do e rt gegen mir gan? 1695   Ist mirs nun recht, so ists min fründ. 57 A e grütz dich Gott, das ich dich find, Deß bin ich vß der massen fro!   Der alt Buwer Ja e gkly im Tha e nn.   Nun danck dir Gott! mir ist also Ouch a e ben in mim hertzen zwar. 1700   Mir ist, es syg wol za e hen jar, Syd ich dich sletst mal gsehen han. Was hast im sinn, das zeyg mir an?   Alter mann.   Ich hab yetz in mir selber warlich Bekümbert dinet halben mich, 1705   Das ich din so lang gmanglet han, Vermeint, ich het dir etwas than, Dadurch mich hettist überga e ben, Hab doch nit mo e gen wüssen a e ben, Wodurch solchs mo e chte bscha e hen syn, 1710   So vngwon ist mir, wenn ich din Müß manglen nun ein tag, zwen, dry. Lieber, sag mir, was dvrsach sy, Das wir nüt hand von dir vernon, Vnd du selb lang nit bist har kon?   Alt Buwer.   1715   Das magst du by dir selb wol dencken! Ich kans nit an ein nagel hencken, Was ich daheimen zschaffen han, So darff ichs an min volck nit lan. Kein ding sy mir nit recht versorgen, 1720   Kumbts hüt nit hin, ey so kumbts morgen. Das ist yetzund der jugend sinn, Kein fu e rsorg gspürt man nit by jnn, Mit boßheit aber sind sy gschwind, Ich hab ein jung vnd fro e lich gsind, 1725   Das nit denckt, was die Ru e ben ga e lten, Was salter bringt, sinnend sy sa e lten, Vnd was es zů letst vff jm treyt. Wol war ist, wie man gmeinlich seyt, 58 Wie bald vß dem huß kumbt die katz, 1730   Zu tantzen ist den müsen watz. Das bschynt sich wol an minen knaben. Ich wo e lt schier, das sy fressind dschaben, So bald ich jn den Ruggen ker, Ist da kein huß han nyenen mer, 1735   Es můß als vnder obsich gan, Ir keiner wil nit vnrecht han, Da ist denn sta e ts zancken vnd kyben, Das selbig sy so lang zyt tryben, Biß das sis zletst vßmachend gar. 1740   Dann fallend sy einandren ins har, Als obs ein Buwren kilby wa e r. Sie ziend einandren hin vnd ha e r. Denn facht sich an ein so e mlich zablen, Der ein erwütscht ein mistgablen 1745   Vnd knülts dem na e chsten vmb das mul, So ist derselbig ouch nit ful Vnd wil es disem nit nachlan, Gsicht etwan dort ein pflegel stan, Zum selben wütscht er dann gar gschwind 1750   Vnd schlacht jn disem vmb den grind, Das jm das mul vnd dnasen blu e t. Ye einer zů dem andern wu e t. So hebt sich dann der ba e tteltantz. Kein ku e bel blybt im huß nit gantz, 1755   Sy werffends einandren vmb die ko e pff, Lug einer zů, wie sind das kno e pff! Schuflen, houwen, geißlen, ra e chen, Das selbig sy mir als zerbra e chen, Vnd so bald ich wider heim kumm, 1760   So wil jr keiner nüt wüssen drnmb. Sprich ich, wo ist mir das hin kon? So hats dann als der nyemand gnon, Vnd was ich gsich zerbrochen stan, Hat als allein der nyemand than. 1765   Ich mo e cht doch wol den nyemand kennen, Den ich so offt vnd dick ho e r nennen, Mag sinen aber nit gwar werden! 59 Er mu e ßte vil guts han vff erden, Wenn er das alles zalen so e lt, 1770   Das man gern vff jn tra e chen wo e lt. Yetz weist, min fründ, in einer summ, Worumb ich offt nit zů dir kumm, Wo ich nit bin, so thůnds nüt gar. Ein sprüchwort ist von alter har: 1775   Welcher wo e lle, das jm geling, Der lůge selb zů sinem ding. Das bschynd sich an dem hußgsind min. Ich do e rfft sta e ts hinden an jnn zsyn, Sunst wird ich mit jnn nimmer gra e ch, 1780   Vnd wo e ltte Gott, das dannocht bscha e ch!   Alter mann.   Das ist mit mir noch wunderbar! Es ist der sitt von alter har, Das djugend nit zum alter stimpt, Wenn sy nun thůnd, was sich wol zimpt 1785   Zů eeren, můß man übersa e hen, Ob schon darna e ben possen bscha e hen, Das einer dem andern dhut erblüwt, Sy sind die ersten, die es grüwt. Wenn sy sich numen eerlich tragen, 1790   Das man von jnn kein schand kan sagen, Als ich jnn allen wol vertrüw, So gads wol hin, es ist nit nüw, Dann glych im ersten anfang, Als dwa e lt noch nit was gstanden lang, 1795   Erhůb sich solcher zanck vnd not. Cain der schlůg den Abel ztodt, Romulus sin brůder Remum. Das sagen ich dir nit darum, Das ich dim volck vertruwe das, 1800   Allein darumb, das du dest baß Dich wüssist gegen jnen zhalten, Ich hab vil gsen, die sich la e tz gstalten, Vnd schůdend doch sunst nyemand nüt, Wurdend demnach gar redlich lüt, 60 1805   Vnd yederman jn günstig was. So weist du by dir selber, das Wir ouch seltzam sind vmbher gfaren, Da wir noch beyd jung gsellen waren. Es ist vns aber bald vergangen! 1810   Wir hand ouch etwan manchs angfangen, Das vnsern Eltern was zewider. Wir giengend offt nach midnacht nider, Hattends dozmal für gůt la e ben. Wenn man mir yetz wo e lt ga e lt zlon ga e ben, 1815   Das ich sa e ß biß zů mitternacht, So tha e t ichs nit, habs etwan gacht Für gůt la e ben, fro e nd vnd kurtzwyl. Mir waß nit zvil, wenn ich ein myl Zů einer liechtstubenden můst gan. 1820   Ha e ts drumb nit vnderwa e gen glan, Das mich aber yetz sur ankem, Eb ich den wa e g vnder dfu e ß nem Also wirts ouch gan dinen knaben, Die yetz fro e liche gmüter haben, 1825   Vnd meinend, Gott geb war sy styben, Der Himmel hange vollen gygen. Es wirt jn von jm selbs vergan! Wie lond sich dine to e chtern an?   Alt Buwer.   Es ist warlich fast gurr als gul! 1830   Sind dknaben bo e ß, so sind sy ful! Kein hußhan mag ich in sy bringen, Ir ding ist nüt dann gumpen, springen Am Ringentantz vnd ballen schlan; Ein myl wa e gs nach eim tantz zegan, 1835   Darzů sind sy nit ful vnd tra e g. Zbruchen aber in ander wa e g, Als schu e ßlen, ta e ller vnd platten, Kessel, ha e fen, lo e ffelkratten Wa e schen vnd fyn in eeren han, 1840   Am morgen frů vom bett vfstan, Die Ku e melchen, den Süwen misten, 61 Die benck fa e gen, kasten vnd kisten, Vnd sorg zehan in andren dingen: Darhinder mag sch sy nit bringen. 1845   Wenn sy nun alle ha e ttind man, Gott geb, wies gieng mit dem hußhan!   Der alt Man.   Du wirst gsen, jn wirt noch wol glingen! Man spricht: die zyt wirt rosen bringen. Die witz kumbt nimmermer vor jaren, 1850   Sy sind noch jung, hand nüt erfaren. Wenn sy die kindschůch gnůg zerrennen, So werdend sy sich selb erkennen. Also hand ouch wir alten than Vor zyten, wie ich vor gseyt han. 1855   Es ist ouch bschehen ye vnd ye. Was wilt du sunst gůts schaffen hie?   Der alt Buwer.   Na e cht dussen ich vernommen han In vnserm dorff vom Heinyman, Die vnnütz rott vnd ouch der wyn, 1860   Die so e llind neißwan sto e ssig syn, Vud werdind hüt kummen für gricht, Also bin ich des handels bricht.   Der alt Man.   Ja, es ist war vnd wirt hüt bschen. Wend wir nit ouch dargan vnd gsen, 1865   Welcher theyl werd na e n über hand? Sy scha e ltend jn, es ist ein schand!   Der alt Buwer.   Ich bin drumb hie, sunst nyenerumb. A e laß vns gan, ich bitt dich drumb! Ich ha e tt daheim wol anders zschaffen, 1870   Noch dennocht wil ich gan vnd gaffen. Dann ist es, wie man mir hat gseyt, So hand sy jm gar vil zů gleyt; 62 Nun wil ich dennocht gern verna e n, Wie sy einandren vßher ga e n.   Der alt Man.   1875   Ich halt jn für ein gůten gsellen. Wir wend vns vff sin sytten stellen Vnd jm ha e lffen das best reden. Dann er ist ouch wol an vns beden, Vnd vnser gůter fründ, ich mein. 1880   Kumm mit mir noch ein genglin hein. Wir kommend noch wol dar by zyt; Es ist doch nit zum Richthuß wyt. Wir wends noch wol by zyt verna e n. Kumm, ich wil dir ein trüncklin ga e n!                                                   Trummeten. Vrban Ofenrůß Meyer.   1885   Machend wytte, lieben lüt, Damit jr vns hie jrrind nüt! Ich würff üch sunst mit minem sack. Du Esel, dich bald von mir pack! Was ich anfahn, falst du mir dryn! 1890   Wie kanst ein solcher tüppel syn? Der narr hat dich noch nit recht gossen, Es hat gar übel an dir bschossen.   Der ander Meyer Lux Kuttelbla e tz.   A e ho e w, lieber, ist es gfroren? Du bist jm noch nit hoch gnůg gschoren! 1895   Das man nit do e rffte mit dir schimpffen, Wolttist du dich darab rimpffen, Wenn man mit dir ein possen riß. Ich schiß ein großen dra e ck, den friß! Du wilt allweg der gschicktist syn 1900   Vnd trybst da wort, ich schiß dir dryn.   Der dritt Meyer Hans Memůß.   A e lieber ja, gstellend dich la e tz, Vnd bsunder du Lux Kuttelbla e tz! 63 Ir hand vff min seel nit vnrecht! Ir sind zwen gar holdsa e lig knecht, 1905   Zwen gar fyn possen, vff min trüw. Doch ist es an üch nüt fast nüw, Was man vff erd ansahen wil, So wa e rffend jr ein Suw ins spil!   Der vierdt Meyer Hug La e tzkopff.   Ich weiß nit, was ich gůts sol hoffen! 1910   Die Rosen sind nit wol vßgschloffen. Drumb sind so vil kno e pffen bliben, Das hand jr yetzund mengsmal triben, Wo wir noch ye sind kommen hin, Wil ein yeder der gschicktist syn 1915   Vnd ziendt doch allsampt in eim karren. Schwygend nun, jr sind all groß narren! Die muß man üch ouch blyben lan, Vnd solttend jrs gnaslochet han. Der gschicktist bin ich noch im spil, 1920   Vnd wa e rind üwer noch so vil.   Der fünfft Meyer Zentz vnnütz.   Lug nun einer zů den Luren. Du hast, ich gloub, bo e ß nachburen, Das du dich selber ru e mbst so vil, Du sygist noch der best im spil. 1925   A e wie gfalst dir selb so wol! Du bist ein wůst vnd grober knoll. Ja ouch ein narr, laß nun daruon Vnd sa e , ha e b da den wa e ffling zlon! Als ich an wyß vnd wa e sen gsich, 1930   So wil an mengklich duncken mich, Es sygind vil vnder üch allen, Denen diser schimpff nit wo e ll gfallen, 64 Vnd meinend ouch villych darby, Es syg nüt dann ein fu e llery, 1935   Vnd was wir noch bishar hand gmacht, Das bscha e he ta e glich tag vnd nacht. Das selb ist leyder nun wol war Vnd bschicht nummen vil zvil durchs jar. Ir so e nds aber also verstan, 1940   Das dardurch wirt gebildet an Der wa e lt louff, u e bung vnd handel, Ir thůn vnd lan, jr wyß vnd wandel. So leyder Gott erbarms! yetz vil Wirt vmb vnd vmb sta e ts brucht on zil, 1945   Wie jr vor ougen all hand gsen. Das aber als ist nit drumb bschen, Das man drin leer spilen vnd suffen, Hůren, schweren vff ein huffen, Sunder wie ich üch vor gseyt han, 1950   Das man dardurch soll sehen an, Wie es eim so übel anstadt, Der mit solchem la e ben vmbgadt. Vnd ob schon drinn ist schimpffens vil, So ists doch nit als kindenspil. 1955   Deßhalben der ouch recht gseyt hett. Zschimpff vnd zernst wird all ding gredt. Ouch ist das sprüchwort nit erdicht, Das man allenthalb gmeingklich spricht: Dnarren, die redend ouch offt war. 1960   Das lyt am tag, ist offenbar. Deßglychen ouch die jungen kind, Welche doch on vernunfft noch sind. Darumb so ist min früntlich bitt: Zum bo e sen mir das zühind nit! 1965   Dann ich mich schon verwa e gen han, Es werd mir wie der blumen gan, Daruß das bylin honig zücht; So bald aber die spinn druff krücht, So sucht sy nüt dann ytel gifft. 1970   Das selbig a e ben die antrifft, Die sich nit wo e llind wysen lan, 65 Sunders alle ding la e tz verstan. Vnd werdend jren sagen vil: Můß man vns leeren durch ein spil, 1975   1975 Wie man einandren füllen sol, Wir ko e nnends doch voranhin wol! Wie dann ouch mit der predig bschicht, Die durch vil lüten vß wird gricht. Dem ist es zlützel, dem ists zvil 1980   Vnd schüsset keiner recht zum zil. Vnd wo man dann kumpt ins Wirtshuß, So lißt ein yeder etwas druß. Dem hat er das nit recht vßgleyt, Dem andren hat er sunst zvil gseyt, 1985   Dem dritten hat er gschelckt vnd gflůcht, Vnd da das hung soll werden gsůcht, Da laßt mans stan vnd sůcht mans gifft. Dasselbig bschicht der heilgen gschrifft, Wie man dann offt vnd dick hat gsen. 1990   Was solt dann yetz vns anders bschen, Die vß einfalt, schla e chtem verstand Dise kurtzwyl fürgenommen hand? Ich hoff aber vnd zwyflen nüt, Man find noch vil verstandner lüt, 1995   Die es nach not ko e nnend erma e ssen Vnd nit angsen suffen vnd fra e ssen, Sunder den rechten grund erwa e gen; Denselben wirt es hung fürtra e gen. Nun yetz im nachuolgenden teyl 2000   Wirt anzeygt, wie so groß vnheil Erwachse vß der füllery, Ja so vil schand vnd bu e bery. Dann wie in einem spiegelglaß Der mensch mag sehen all glidmaß, 2005   Wo er hu e bsch oder ha e ßlich sy, So mag ers ouch hie finden fry. Nun werdend aber etlich jiehen, Ich so e l den Wißboum vor vßziehn Vß minem oug, eb daß ich sa e ch, 2010   Das dich ein spryß in din oug sta e ch, 66 Vnd so e l vor a e ben bschouwen mich, Eb das ich wo e lle straaffen dich! Das bkenn ich an mir selber wol, Das ich ouch tag vnd nacht wird vol, 2015   Ja a e ben ich, so das hab gmacht; Darumb ich gantz nyemand veracht. Des wil ich Gott zum zügen na e n, Dann yetlichs můß selb rechnung ga e n, Sin burdy selb personlich tragen, 2020   Was wolt ich dann von andren zsagen? Hiemit wil ichs yetz han beschlossen, Ein lange red die macht verdrossen, Drumb haltend üch fyn alle still, Was wyter syge vnser will! 2025   Vnd ob das vnnütz truncken gsind, Die yetz bym tisch hie gsa e ssen sind, Vor gricht dem wyn es gwünnind an, Das wend wir üch kurtz ga e n zuerstan. Frisch blasend vf, wir wend me dran!   Trummeten. Yetz hebt sich das Gericht an.   Ra e bman zum Stattknecht.   2030   Loß, Batt, merck vf, was ich dir sag! Der richter gab vns gester tag, Das wir hüt so e ltind für gricht kon, Drumb hat mich min fründ mit jm gnon. Lieber, louff bald vnd zeig jms an, 2035   Es lyt vns warlich etwas dran!   Stattknecht zum richter.   Herr der Richter, es kombt der wyn Vnd sonst ein mu e de rott ha e ryn, Die grichts zu e beyden sytten bga e rend, Ob jr desselben willig wa e rend! 2040   Dann sy hand mit einandren ein stoß, Der ist ma e chtig schwa e r vnd ouch groß. 67   Richter.   Zů eer der heiligen gerechtigkeit, So sitz ich hie vnd bin bereyt, Klag vnd antwort zů verna e n 2045   Vnd demnach grecht vrteyl ze ga e n.   Der Richter verbannet das gericht.   Verbannend sgricht einist, andrist, Zum dritten mal, wie recht hie ist! Nyemand sol reden noch sich ra e chen On sin erloupten fürspra e chen!   Wyn.   2050   Min Herr, gend mir ein fürsprechen!   Richter.   Den kan ich üch nit abspra e chen. Nemend einen, welchen jr wend!   Wyn.   Herr o e pffelmůß, so kommend bhend! Gend antwort wider alle die, 2055   So mich yetz werdend scha e lten hie! Vnd gend dem Richter zů uerstan Die klag, so ich ze fu e ren han!   Anßhelm o e psfelmůß.   Ir hand vnrecht, herr der wyn, Ir wurdend mit mir versumbt syn! 2060   Der handel ist gar groß vnd schwa e r, Das ich jm nit gnůg witzig wa e r.   Wyn.   Herr, thůnd das best, das ist min bitt!   Fürspra e ch.   Herr der wyn, ich thůn es nit! Ir hand mir nit ein wo e rtlin gseyt, 2065   Sunst wa e r ich willig vnd bereyt. 68 Doch wil ich dennocht zů üch stan Vnd üch die sach selb reden lan.   Fürt in na e bend sich ond erzelt jm sin handel, zeigt darnach den Herren an. Fürsprech zum Richter.   Herr der Richter, heissend die gsellen Sich wol hie für min herren stellen 2070   Vnd reden yetz, das sy sta e tz sagend Mit hinderred vnd jn verklagend, Wie er ein großer bo e ßwicht sy Vnd ha e lff zů aller bu e bery.   Richter zů den vollen possen.   Wo sind jr gsellen? gand herfür, 2075   Verbergend üch nit hinder dthür, Vnd hand jrs than, so sagens hie! Wenn wir dann wüssend, was und wie, So ko e nnend wir ein vrtheyl fellen. Wolan, gand hie herzů, jr gsellen!   Heiny Fra e fenrotzig.   2080   Herr, gend vns ouch ein fürspra e chen! Wir so e ltend den bo e ßwicht ztod sta e chen!   Richter.   Das wa e r nit ordnung des ra e chten, Wenn man mit der hand wo e lt fa e chten Vnd yeder tryben sinen gwalt, 2085   Das hette weder form noch gstalt! Dann darumb halt man Recht vnd Gricht, Das, wo eim etwas leyds beschicht, Daß jm das recht dann tro e stlich sy. Es gscha e he sunst vil bu e bery. 2090   Man sol sich mit dem Ra e chten ra e chen. Wolan, na e mend ouch ein Fürspra e chen!   Heiny Fra e fenrotzig.   Herr Sixt Haseney, thůnd vns swort! 69   Sixt Haseney.   Ir werdend fa e len an dem ort! Na e mend einen, ders baß kan!   Heiny Fra e senrotzig.   2095   Herr, wir wo e llend a e ben üch han! A e stond zů vns, wir bittend üch drumb!   Fürsprech Haseney.   2095   Wolan in Gotts namen, ich kumm! Es lyt aber fast an üch beden, Ir mu e ssend warlich selber reden!   Die vollen possen.   2100   Das wir gredt, das laugnen wir nit. Doch nit so vil, als er fürgit.   o e pffelmůß fürspra e ch.   Wend jrs glouben, das ist mit heyl! Dann sunst wagend wir vnsren theyl. Darumb so gend üch willig dryn, 2105   Das wirt üch selber sbest gwüß syn! Sunst můß man kuntschafft lassen reden, Die fu e rt man in Beyern vnd Schweden Vnd allenthalb in fro e mbden landen. Darumb so na e mends recht zů handen! 2110   So e ltend jr üch bezügen lan, Es wurd ein schwa e rer kost druf gan. Darumb so sind daruor vnd lůgen, Machend dsach mit beßren fůgen!   Heiny Fra e fenrotzig.   Schla e chtlich ich lougnen mins teyls nüt, 2115   Wir sind nit so e mlichs lümplis lüt, Das wir sin yetzund lougnen wellen. Wir wend jm kundtschafft gnůg darstellen, Das er ein vnglückmacher ist Vnd kan darby die gro e sten list, 2120   Das man jn drumb nit langet an. 70 Wie ist so mancher biderman Vernünfftig gnůg, wenn wyn nit wa e r! Am morgen, nu e chter vnd ouch la e r, Kan er sin wyßheit wol bewa e ren, 2125   Das mans nit besser ko e nd bega e ren; Sobald er aber kumbt zum wyn, Der gibt jm dann ein anders yn, Hilfft vnd rhatet vnd wyßt jn an, Das mancher gůter gsell hat than 2130   Ein sach, das sin vernunfft vnd witz Ward grad gscha e tzt wie ein birenschnitz, Vnd das er kam vmb lyb vnd gůt. Gar mancher voll ein sach offt thůt, Die jn darnach gar hoch gerüwt! 2135   Wee dem, der jm zeuil vertrüwt! Wie groß schwa e r sachen hat er than! Allein durch list wyßt er sy an Vnd nit mit gwalt noch eigner hand In stetten vnd ouch vff land. 2140   Das thůt er vmb vnd vmb in gmein, Man wa e ge es mir gar so klein. Nachts vff der gassen durch groß pracht Schryen, juchtzen vil vnglücks macht, Kein banck noch faß mag sicher blyben, 2145   Gantz karren, schlitten dberg abtryben, Die wa e gen jr reder verloren; Dardurch wirt dann gar übel gschworen. Die hundsmett hebt sich denn erst an, Sobald der schlaafftrunck wirt gethan; 2150   Da ist dann kein vernunfft nit me, Er macht den menschen glych dem vee; Dann gadt es an ein houwen, sta e chen, Kübel vnd gelten můß zerbra e chen, Der ofen inůß byn fenstern stan, 2155   Stu e l vnd benck and gassen gan, Da můß ein gsottne suppen syn Vnd stoßt man kertzenstümply drin. Den wyn thůt man mit küblen ma e ssen, Bringt einr dem andren ein filtzhůt zfra e ssen, 71 2160   Den er nit wol mag do e üwen ab, Treyt jn im magen biß ins grab. Am morgen, so man so e lt in dkilchen, So sind wir dann im thurn gottwilchen, Wasser vnd brodt ist vnser spyß, 2165   Hand wir als von der vollen wyß. So das im thurn einmal ist grochen, Denn bzalt man erst, was man hat brochen. Noch ist es als nit worden wett, Das wir nyemand das best hand gredt 2170   Vnd hinderwert vil eer abgschnitten, Das nu e chter wol wa e r gsin vermitten: Můß mancher schweren vß dem land, Kummend vmb alles, was wir hand; Die sunst fast rych wa e rend geschetzt, 2175   Hands als verschlagen vnd versetzt Vnd kummend dann zů armen zytten. Wenn sy der vnfal anfacht rytten, Dann werdend sy so gar verrůcht, Das mancher sta e len ouch versůcht, 2180   Liegen, triegen, schelmengwa e rb; Ich bsorg, mancher am galgen sta e rb, Der sunst wer gsin ein eerenman, Denn daß er das vom wyn můß han. Wie manche hůr wirt durch den wyn, 2185   Die sunst ein fromme frow wer gsyn! Wie mancher schweert vnd lestert Gott, So er ist in der vollen rott, Dem man die zung vom nacken zücht, Der sunst schweeren het übel gschücht, 2190   Denn das jn bringt der wyn darhinder Man richt jn aber nüt dest minder. Wie mancher falt ztod oder stirbt Vnd sunder mancher ee zyt verdirbt, Das jm der wyn bald nider zündt, 2195   Dem Gott noch lang het sla e ben günt. Sol dann das alles gar nüt ga e lten Vnd sol jn nyemand do e rffen scha e lten? Das wil doch wol der Tüfel fu e gen. 72 Ob er sich dessen nit wil bnu e gen 2200   Vnd wils erfahren by eim quinten, So sta e cket noch me in der tintten, Můß ich dann alles vßher lan, So gwinst du warlich nit vil dran!   Wyn.   Fro e mbd, wunder vnd fast vnbillich 2205   Beduncket zwar die klage mich. Ir zyhend mich vil bo e ser sachen, Wie ich als vnglück thu e ye machen, Vnd alles, was da la e tz ist than, Das wend jr von dem wyn nun han. 2210   Schweren, spilen vnd ouch hůren, Schlahen, bochen, all vnfůren, Liegen, triegen, was alles bschicht, Das wirt allein vff mich erdicht, Sünd vnd laster zycht man mich. 2215   Nun wüß Gott, das ich nyemand stich, Noch houwe oder mach ze sterben, Dann das sy all selb darnach werben. Wenn einer dem andern mo e rder spricht, Sobald es dann kumbt für das gricht, 2220   Er spricht, er syge truncken gsyn Vnd gibt allein die schuld dem wyn; Der muß die sachen all han than, Die man nit wol verantworten kan; Vnd so das als die warheit wa e r, 2225   So wurd es mir doch vil ze schwa e r; Man wurde mich nit allein hencken, Sunder, was man als mo e cht erdencken, Redren, spissen, schinden, brennen, Wurd man als über mich erkennen, 2230   Wo man es über mich mo e cht zügen. Das man gar vil vff mich thůt lügen, Mich wundert doch, wohar es kumm, Das jr mich scha e ltend vmb vnd vmb, Vnd ko e nnend doch nit on mich syn! 2235   Ir hand ouch kein fro e ud on den wyn 73 Vnd sonderlich jr wysen alten, So ich üch doch gantz vfenthalten Vnd bin der, der üch nit erleydet; So frowenliebe von üch scheydet, 2240   So glieb ich üch von tag zů tag: Darumb mich billich wundren mag, Daß jr ein so e mlich wa e sen tryben Vnd mir all laster zů wend schryben; Ouch über mich ziend vß den stetten, 2245   Als ob jr den Türcken vor üch hetten, Vff dorffkilwy mit spieß vnd stangen. Ir wa e rind des wol mu e ssig gangen, So ich mich doch verbirg vor üch Vnd in die tüffen keller flüch 2250   Vnd lig da gbunden vnd gefangen. Ich hab nach üch gar kein verlangen, Wo jr nit so fast vff mich trungen. Nun hab ich üch nye darzů zwungen, Ich hab üch ouch nit vrsach geben, 2255   Vnd fürend jr ein so e mlichs la e ben, Hett ich üch vater vnd můter to e dt Vnd bracht in führ- vnd wassersno e t, So gstaltend jr üch doch la e tz gnůg, Hand aber weder glimpff noch fůg. 2260   Ich mag mich nit vor üch verschlüffen, Ir suffend, das üch dougen trüffen Vnd scha e ltend mich an minen eeren. Das müssend jr mir widerkeren!   Der alt Buwer.   Ir hand ouch recht, land nun nit nach! 2265   Littend jr dise schand vnd schmach Vnd wo e ltend jr üch nit verspra e chen, Wo e ltends aber wir Buwren ra e chen, Jar wir ein erbarkeit vff dem land, Wir wo e ltends ra e chen mit der hand. 2270   A e das üch joch botz ba e ttel ghy! Ich gloub schier, das üch zwol sy, Wie gstellind jr üch so grüwlich! 74 Wa e r sind jr dann ouch so schüwlich? Schla e chtlich wüssend üch darnach zerichten, 2275   Wolttind jr erst vil nüws erdichten. Nun lands im alten wa e sen blyben Vud woltend jr vns den vertryben, Den vnser vordren mit arbeit Hand buwen vnd in eeren gleyt, 2280   Vnd der so manchen byderman Hat tro e st vnd so vil guts gethan, Der edel, biderb, gůt fromm fründ! Es wa e r doch immer schad vnd sünd. Wa e ger wa e rs, jr wa e rind nye gboren. 2285   Pfuch scha e mend üch, jr esels oren! Tag vnd nacht sind jr by jm gla e gen, Man kond üch nyenen gnůg vftra e gen, Vud suffend, das jrs wider kotztend, Das jr am na e chsten roßmist stotztend. 2290   Des muß der gůt fromm edel wyn Yetz so thür vnd gsüchig syn, Das jr jn also schandtlich bruchend, Das jr vff ebuer erden struchend. Vnd nun so wend jr mit jm bochen. 2295   Wa e ger wers, jr wa e rind erstochen Vnd alle von dem land verjagt. Eb das der wyn wurde verklagt, Mir sturbe lieber wyb vnd kind; Der meynung vnser noch vil sind. 2300   Gond syn mu e ssig by lyb vnd la e ben Vud lůgend, hüttend üch grad a e ben, Das wil ich üch yetz zůgseyt han, Es wurd sunst nimmer glück dryn schlan. Er ist vor alter zyt hie gsin, 2305   Vnser vordren trunckend ouch wyn In züchten vnd mit rechten massen. Ir mu e ßt jn dannocht blyben lassen!   Ludy Süwburst.   O ho e r vnd laß vns hie vngirt; Dann da gantz anders nüt vß wirt, 75 2310   Dem schelmen ist kein warheit ztrüwen. Drumb schwyg grad, o e b es dich werd grüwen!   Des Wyns Fürspra e ch.   Herr der Richter, jr hand verstanden, Die wort jm gredt zů grossen schanden, Das jm nun starck gadt an sin eer 2315   Vnd ist jm not, das er sich weer. Dann er vermeint, als ich verstan, Er syg nit schuldig, heygs nit than. Das lyt am tag vnd darff nit wort, Man ru e mbt jn wol an manchem ort 2320   Vud bsunders alt verstanden lüt. Die jungen go e ffel wüssend nüt Vnd wend sich mit jm überladen; Sunst thet er jnen keinen schaden. Der jn recht brucht vnd zimlich nüßt, 2325   Deß ouch zů vil nit in sich güßt, Dem ist er gsund vnd gar kein schad, Er sterckt das hirn vnd bhaltet grad Vfrecht den magen vnd den lyb. Drumb liessends wol von disem kyb, 2330   Vnd zygind jn nit solcher sachen; Damit wil ichs vffs kürtzist machen Vnd sagen als, das er mich heißt, Das er vmb die ding gar nüt weißt. Vnd so e lte man jn darumb schinden, 2335   Wirt sich ob Gott will nit erfinden.   Ludy Süwburst.   Es hat sich funden, find sich noch! Er schetzt sich selber thür vnd hoch! Der jm gloubt, so kan er vil Vnd bsunder mit dem schelmen spil, 2340   In allem vnglück ist er ouch, Macht manchen wysen man zum gouch Vnd hilfft zů aller bu e bery. Das kan er wol vnd ist sin fry. Er thůts ouch gwonlich by der nacht, 76 2345   So dfrommen sich hand schlaaffen gmacht, Wenn schelmen vnd bo e ßwicht thůnd wandlen, Dann facht er an sin tück zů handlen. Die frommen wandlend by dem tag, Darby man sy erkennen mag. 2350   Du gibsts den lüten gůt in mund, Glychst dich eim falschen bo e sen hund, Der schmuckt die oren vnd den schwantz, Erzeyget sich fründlichen gantz, Biß das er kumbt gantz nach vnd gwiß, 2355   Denn gibt er erst ein schelmen biß Dem menschen etwan in ein bein, Das man jn dann můß tragen hein. Gar mancher zů dir vfrecht gadt Vnd denn sich von dir fu e ren ladt 2360   Oder vff einer mistba e ren tragen. Der stuck wüßt ich dir noch vil zsagen!   Richter.   Was sagend jr yetz, Herr der wyn, Wie dunckt üch dise antwort syn?   Wyn.   Herr Richter, wend sys nit erlügen, 2365   So müssend sys noch anderst bzügen, Es ist noch nyenen offenbar, Ich sagen nein vnd ist nit war.   Pauly Gumpostbru e y.   Můß es dann als erlogen syn? Ist nüt zglouben den worten myn? 2370   Sag an, was hab ich dir zleyd than, Das du mich nit on not wilt lan? Es ist noch nit lang zyt verloffen, Do hattest du mich ouch getroffen, Ich was in fründschafft zů dir kon, 2375   Do hattest du mit gwalt mir gnon Vernunfft vnd red hast du mir gstellt, Ja darzů ouch dsta e gen abgfelt. 77 Des hatt ich mich gantz nüt verseen, Das mir von dir solt so e mlichs bschen. 2380   Wie dick ich, wen ich wo e l dich lan! Noch kan ich din nit mu e ssig gan Vnd weiß doch wol din hinderlist, Das dir so gar nüt ztruwen ist.   Vly Knopff.   Das dich der donder schieß als keyben! 2385   Du wilt mir in mim huß nüt leyben! Du bringst mich vmb als, was ich han. Nun lůg, wie ich so schandtlich gan! Darzů bringt mich din süsser gschmack, Das ich bald trag den ba e ttelsack. 2390   Ich fieng zum ersten hübschlich an, Verthet nit me, dann ich gewan, Das mir kein haller üherbleyb Vnd doch ich das ein wyly treyb. Do fieng ich an dem hußrat an, 2395   Ha e fen vnd kessy ließ ich gan, Den strowsack ouch wol zů dem bett, Vnd do ichs als fyn gar verthet, Huß vnd hof, acher vnd matten, Was min vordren erspart hatten, 2400   Vertranck ouch dkappen von dem grind, Vnd ward die katz das best hußgsind. Ra e chen vnd gablen fůr daruon, Vnd also bin ich darumb kon. Durch dinent willen, du bo e ßwicht, 2405   So hab ichs als durchs arßloch gricht. Ich weyß nit, wieß so gleyttig gieng, Das mir kein sparen darinn bhieng. Roß, rind, den wagen vnd den pflůg, Der Tüfel als sampt durhin trůg.   Else Krut Vly Knopffen wyb.   2410   Der tod dich schendt als fulen wyns! Ich ga e be ouch gar wenig zinß. Wa e rist du nit mit dinen listen, 78 Blib mir min gelt wol in der kisten, Ouch kleyder, ro e ck vnd ander ding, 2415   Das ich sunst als dem Wirt heim bring. Hab bald weder tu e chle noch schurtz. Vor boßheit ließ ich schier ein furtz, Das ich so groß schwa e r arbeit han. Vnd so ich dann zů marckt sol gan, 2420   Verkouff Gens, Entten, vnd des glychen, So machst du, das ich zů dir schlychen, Verthůn das gelt wol zů dem sack, On das ich minem mann erzwack Vß siner ta e schen, was ich find, 2425   Das wir bald beyde ba e ttler sind. Als ist es mit dem wyn verthan. Man gsicht mir by miner seel schier dran! Wil mir der wyn nit wirß thůn schmecken, Mag ich bald smützly nimmer decken. 2430   Ouch machst du mich über tag kranck, Das ich so seltzsam gon im schwanck. Wie handlest du mit mir so ruch! Im houpt, vmbs hertz vnd ouch im buch Hab ich schier nimmer gůte stund. 2435   Verflůchet werdist zů eim hund!   Ammarentia Wa e schbla e tz. des alten Buwren wyb.   O nun schwyg grad, du drunckne na e rry? Was machst du da für wirry, wa e rry? Du weist, daßd wider dich selb bist, So du dem wyn vngwunnens gist. 2440   Pfuch, scha e m dich durch din fleisch vnd blůt, Du arbeitsa e ligs ellends gůt, Das du din eygne schand vnd schmach Erzellest hie einandren nach! Darby můß man heyter verstan, 2445   Wie wol versorget syg din man Mit eim so liederlichen thier. Du redst fry heyter selb von dir, Wenn du verkouffist diß vnd ens, Hüner, Entten, Eyer vnd Gens, 79 2450   So louffist du grad ins wirtshuß Vnd ko e mmist ouch nimmerme druß, Biß das das gelt als syg verthan. Wilts yetz lan übern wyn vßgan. Wer heißt dich das, wer bitt dich drumb, 2455   Das du dich suffist lamm vnd krumm Vnd da verthůst din gelt alßamen? Blyb duß in aller Tüfel namen Vnd wart, biß das er nach dir schick! Du oumechtiger galgenstrick, 2460   Schemst du dich nit, das du darffst jien: Was ich erzablen vnd erzien, Das ist als mit dem wyn verthan, On das ich erzwack minen man? Lůg nun, wie du so hübschlich bstast, 2465   Das du fry selb on not hingast Vnd redst fry heyter vnuerholen, Du heygist dinem man offt gstolen, Das jr bede bald ba e ttler syen! Ich ho e r wol, du witt daruff schryen, 2470   Als ob der wyn syg schuldig dran; Das jr bald müssend ba e ttlen gan, Das mach er mit sim süssen gschmack. Ja, der dich stiesse in ein sack Vnd liesse dich den see vßtrincken, 2475   Das dich der ritt schütt als mostfincken Vnd wa e r ouch grad din rechter lon! Darumb so laß nun grad daruon Vnd laß den frommen wyn vngschma e cht! Dann er ist fromb, biderb vnd grecht, 2480   So wir allsamen sind arm Sünder. Was ist vns alten wybren gsünder Dann ein gůts trünckly frischen wyn? Der ist der liebest bůle min. Er wermbd mich wol vnn macht mich gsund, 2485   Vertrybt mir manche bo e se stund. Wenn mich die můter stosset an, So lůg ich, das ich wyn mo e g han, Das dunckt mich syn die best artzny, 80 Gloub ouch, das keine drüber sy; 2490   Wils ouch bwysen mit frommen lüten, Die jn hoch haltend, nit vernüten, Vnd bsunders man vil frowen findt, Wie wir schwacher natur dann sind, Die haltend jn für hoch vnd werd, 2495   Ja, für die best artzny vff erd. Dann manche ist gar schwach vnd blo e d, Vmbs hertz ist sy gantz la e r vnd o e d, So aber sy recht brucht den wyn, Den jr scheltend ein bo e ßwicht syn, 2500   Der selb der bringt sy bald zrecht wider Vnd sta e rkt jr jr vernunfft vnd glider Vnd wermbd sy allenthalb im lyb. Darumb mir jn nyemand vertryb, Den vßerwelten, edlen wyn! 2505   Vor zyten, da ich jung bin gsyn, Do fro e ut er mich nit vil, wiß Gott, Ich dacht nit, warzůs kommen sott, Das er dem alter ist so trüw. Er macht vergangen fro e uden nüw. 2510   Do ich ein jungs bo e ß meytlin was Vnd vngern by der kuncklen saß, Do schatzt ich jn gar lycht vnd ring, Dozmal fro e udt mich wol ander ding: Wenn ich ein nüwen schurtz leyt an, 2515   So meint ich, ich gfiel yederman; Vnd wo ich etwan wußt ein tantz, So meint ich, sspil das wa e r nit gantz, Ich wa e r dann zfoderist am spitz. Wos wild zuging, was ich inmitz. 2520   Kein tantz der was mir nimmer zlang, Ich gumpet, zablet, randt vnd sprang, Das mir der schweiß zendvmb abran; Ja, solt ich also gwerchet han, Das ich also het mu e ssen schwitzen, 2525   Ich hett mir ee lan doren schlitzen, Vnd thet grad wie ander jung lüt. Das selbig als fro e wt mich yetz nüt. 81 Ich nimmen ein gůt ma e ßly wyn Vnd sitz zum warmen o e felin, 2530   Demselben klag ich all min wee; Das kost dry krützer vnd nit me, Erfro e wt mich vil baß, dann min man, Den ich vor han vil lieber ghan, Vnd noch vff den hüttigen tag 2535   Ich sinen nit emba e ren mag. Der wyn tro e st aber mich vil baß. Yetz weist warumb, wie schmeckt dir das? Das dich als vnglück schend als balgs! Wie sta e ckist so vol nyd vnd schalckß 2540   Vnd seyst, all dine weetagen Im houpt, vmbs hertz vnd vmb den magen, Die heygist du von jm ererbt! Du hast als gwüß ein kind verderbt.   Elsy Krut.   O Herr Gott bhu e t, was bo e sen wybs! 2545   Wie steckt sy so vol schalck vnd kybs! Schouw, herr Pantly, ich hab nit gwißt, Das du ein solcher doctor bist, Biß das ichs yetz von dir erfar! Du kumbst gwüß von Bolonia har 2550   Vnd hasts glernt vff dem hosenstůl, Wie heißt? ja vff der hohen schůl! Die kunst dich bald rych machen wirt. Mir ist ein furtz im ars verirt: Kanst mir den fu e ren vff die straß, 2555   Do er vorhin daheimen was, So wil ichs glouben vnd sunst nit. Ich fo e rcht, du ko e nnist nüt damit. Du heißt gwüß doctor Igelburst! Ja wie ein dra e ck ein la e berwurst 2560   So magst du wol ein doctor syn, Das du mit einer kantten wyn Die kranckheit machst zů vergan! Sag an, was hab ich dir zleyd than, Das du mich schma e chst an eeren min 2565   Vnd schiltst ein kindsverderberin? 82   Schlahend einander. Cla e ywy Trifuß, narr.   Frid, frid, das üch botz houwbanck schend! Du alte peck, kumm mit mir bhend!   Marx Witwenfurtz narr.   Kumm du mit mir, du trunckne brecky! Das üch der bitter tod bed strecky!   Richter.   2570   Was ist das für ein wild gefert? Ir eselßgsind, wo hand jrs glert, Vor offnem gricht einandren schlan? Worfür ists Gricht sunst gsehen an, Denn das man so e lle bschirmen, die 2575   Vmb vnschuld werdend anklagt hie, Vnd dann bym eyd die warheit sprechen? Drumb sol sich keiner selber rechen. Ho e rend vf die eseloren regen, Ich wird üch gwüßlich sunst lan legen 2580   An ort vnd end, da man üch find! Drumb sind ru e wig vnd das nun gschwind, Eb das ich üch sunst bhalten lan! Schwygend vnd lond die houptsach gan!   Adelheit Klapperma e tz, Heiny Fra e fenrotzigs wyb.   Sag an, du onmechtiger wyn, 2585   Warumb bringst du mich vmb das min? Nit das ich din dardurch genieß Vnd das ich vil wyns in mich gieß; Aber der man, der min so e lt syn, Den nimbst du mir vnd züchst jn yn, 2590   Das ist ouch zwar min gro e ste klag, Was ich erzien vnd zablen mag, Gibt er vmb dich; wie gadt es zů? Ich gloub, er mo e cht nit haben rů, Wo er nit all stund by dir wa e r, 2595   So wurd er brumlen wie ein ba e r. So hold ist dir der heylos tropff. 83 Da sitz ich offt mit la e ren kropff Daheim mit minen kleinen kinden Mit spinnen, ha e chlen, na e yen, winden, 2600   Damit ich brod im huß mo e g han. Das verthůt der heyloß narrecht man Als mit dir, du schandtlicher wyn, Die brůch die mag kum sicher syn, Das er sy nit vom arß verkoufft 2605   Vnd mit dem gelt zum wyn loufft.   Freny Wytmüly, Ludy Süwbursts wyb.   Du o e der keyb, bist du der selb, Der mir min man macht gru e n vnd gelb? Du wirffst jn offt die sta e gen nider Vnd machst jm schwach vernunfft vnn glider. 2610   Des nachts, wenn er ein trunck hat than, Vnd wenn er zů dem huß wil gan, So weißt er nit wol, wo er ist, Vnd blybt im na e chsten Roßmist. So darff ich wol so kybig syn 2615   Vnd kouff mir ouch ein ma e ßlin wyn. Wenn er ist voll vnd nit fast la e r, So bin ich voll, vo e ller dann er. Ich suffen, das ich seich ins bett; Damit so sind wir a e ben wett. 2620   Denn kombt er heim, bochet vnd schwert, So hab ich flůchen ouch wol gleert. Er nimbt dkuncklen vnd ich ein schyt, Da wirt ein lerman vnd ein stryt, Deßglychen nye kein man erhort. 2625   Ich schwyg jm nit ein ein einzigs wort, Biß das wir beyde samen blu e ten. Also macht vns der wyn zů wu e ten. Herr, redend mit jm in der maß, Das er vns fürhin zrůwen laß. 2630   Wo e lt Gott ich jn im keller hett Vnd das ich mit kempffen so e tt! Ich bstünd jn mit gsaltznen wu e rsten, Ich mein, ich mein, ich wo e lt jn bürsten. 84   Eufrosina Rago e rly Pauly Gumpostbru e yen wyb.   Herr Richter, min not klag ich ouch, 2635   Das er mir macht min mann zum gouch. Des ersten jars, als ich jn nam, Da gsach ich, das er fru e heim kam Vnd legt sich zů mir an min bett, Fründliche wort er mit mir redt; 2640   Halsen, küssen kond er gar vil Vnd brucht mit mir der fro e uden spil, Das mich zum ho e chsten wol erfrouwt. Yetz gadt er heim, er sticht vnd houwt, Verschlacht das syn, er spilt vnd hůrt; 2645   Des wa e sens er gar nüt fůrt, Eb er so wu e st hat gwont zesuffen. Yetz schlacht er wyb vnd kind zů huffen So er des nachts kombt vmb das ein Vnd man jn halb můß tragen hein, 2650   So stinckt er wie ein suw vom wyn, Er schyßt vnd furtzet wie ein schwyn. Sol mir dann das gefallen wol? Er kotzet mir das huß ouch vol Vnd das er offt in dhosen schyßt. 2655   Ich bin mit jm yetz gar verwyßt, Das ich sin gar nit me mag gniessen. Solt mich dann das nit ser verdriessen? Er war so ein fründlicher man, Als man jn wyt so e lt funden han. 2660   Er was ein jrrdisch paradyß, Ee das er gwan die truncken wyß. Nun hast du mir jn anderst gwent, Du wyn, das dich Pilatus schend!   Ra e gely Spitzna e ßly, Cůntz Lo e ffelstils wyb.   Ich solt dem schelmen dnaß abhouwen! 2665   Er macht mich offt ein arme Frouwen. Des nachts spat, wenn min man heim gat Vnd wie ein o e lgo e tz vor mir stat, Sicht wie ein stier, falt wider dwend, Das ist ein jamer vnd ellend. 85 2670   Die kleyder můß ich jm abzjen, Er ko e ndte nit ein wo e rtlin jien, Ich můß jm vorgon wie eim kind. Darnach wirt jm so wee im grind, Das ich jm erst nüw betten můß, 2675   Er regte weder hend noch fůß. Denn můß ich jm ein wyn warm kochen, Als ob er vff den tod syg gstochen, Mandelmüßlin, hu e ner bru e yen. Solts aber mich nit billich mu e yen? 2680   Das schafft, das jn der wyn nit lat So witzig, als er zů jm gat. Drumb dunckt mich, das ich vrsach hab, Das ich jm nimmer lassen ab, Sonder das ich jn schedigen so e ll. 26(%   Ich finde jn yoch, wo ich wo e ll Zů wasser, zland, zů holtz vnd zva e ldt, Damit er komme ab der wa e lt. Ich wil min la e ben an jn wagen, Vnd so e lt ichs jm im sack nachtragen!   Fritz Sa e ltenla e r.   2690   Ey was darff es so lang zhofieren? Nit müglich ists, das wirs verlieren! Das weiß ich wol, es darff nit wort, Er stifft diebstal, ouch brand vnd mort Vnd me, das ich wol sagen wett, 2695   Wiewol er vil darwider redt. Ach glaubends nit, es ist erlogen! Als vnglück hat jn wol erzogen. Ich wo e lt, er wa e re nye erboren! Min namen der ist nit verloren 2700   An mir, ich heiß Fritz Sa e ltenla e r, Vnd wenn der krefftig wyn nit wa e r, So hieß ich ee Fritz Sa e ltenvol, Das bschynt sich an mim wa e sen wol. Dann ich můßt offt groß hunger han, 2705   So ich mich sunst bald füllen kan. Der Tüfel danck jms anders nyemen! 86 Man so e lt den schelmen houwen zriemen, Eb das er noch me vnglücks mach. Ich mag nit werchen vmb kein sach, 2710   Darzů hat mich ouch bracht der keyb, Zů dem das ich im huß nüt leyb. Ich kumm grad in min kleydern allen, Als syg ich erst vom galgen gfallen. Vermag aber nit andre zkouffen. 2715   Das schafft, das ich zum wyn sta e tz louffen. Darzů bin ich yetz aber kranck, Drumb das ich na e cht zvil in mich tranck. Ich wo e lt gern ab dir klagen me, So ist mir in min houpt so wee, 2720   Das ichs nit bringen mag durch dka e len. Ich wils recht minem wyb empfa e len! Ich gloub, sy werd mir nüt verho e nen. Laß sehen, wie wil din red tho e nen!   Fritz Sa e ltenla e rs wyb, Sibilla Scha e lckly.   Wiewol gar vil hand klagt jr vier, 2725   Noch gadt es keiner wirs dann mir Mit dem verflůchten o e den wyn, Ich můß min la e btag ellend syn. Also hat mich min mann na e cht gschlagen. Wa e r schuldig syg, kan ich wol sagen: 2730   Sonst nyemant dann der diebsch bo e ßwicht, Der jn also hat angericht. Ach lieber Gott, es wa e r ein klein ding, Ich wo e lts gern scha e tzen lycht vnd ring, Wenn er mich schlu e g nun yely mal! 2735   Des wesens aber ist kein zal! Es bschicht mir von jm ůber tag, Das ich es nit mer lyden mag. Gnedig jr min lieben Heren, Wenn jrs dem schelmen nit wend weren 2740   Vnd jm die boßheit alle schencken, So wird ich mich noch selb erhencken, Damit ich komm der marter ab, Die ich yetz lang zyt glitten hab. 87 Ich kan vnd mags nit me erzügen. 2745   Meinend aber jr, das ich lügen, So bschowend mine kleine kind, Deren daheim noch sibne sind, Die alle wie die ba e ttler gand, Kein gantzen fa e tzen sy nit hand. 2750   Doch wa e r es als ein kleine sach, Das ich jn nit vil kleyder mach; Das wil mir aber shertz zerryssen, Wenn eins ein bissen ab wil byssen, So hülends alle wie die hund, 2755   Zerends einandren vß dem schlund. So e lts aber eim nit zhertzen gan, Wenn ich die not muß sehen an? Gar groß lyden es mir anthůt, Das ich min eygen fleisch vnd blůt 2760   Můß sehen vor mir hunger lyden, Wiewol ichs selber ouch můß myden. Noch überwinden ichs vil ee, Es thůt mir nyenen halb so wee, Als wenn ich mine armen kind 2765   Gsich, wie sy so gar ellend sind. An jn ist nüt dann hut vnd bein. Des ich zum offtern mal gnůg wein. Ach rycher Gott, wa e rend sy tod, So ka e mend sy doch ab der not! 2770   Das hand wir alles von dem wyn, Der nimpt den vatter, zücht jn yn Vnd bringt jn vmb sin gůt vnd hab, Als was er gwünt, zücht er jm ab, Das er sim eygnen blůt so e lt sparen, 2775   Damit, wenn sy ouch ka e mind zjaren, Nit müßtind an spyß mangel han. Aber was ists? er gsicht nit an Ir ellend, jamer, angst vnd not, So noch keins gwünnen kan sin brodt. 2780   Was wo e lt erst thůn der heyloß man, Wenn sy sich selb wol mo e chtind bgan? Drumb ist es vß vnd gantz verga e ben. 88 Diewyl man disen wyn laßt la e ben, So ist kein besserung da zhoffen. 2785   Wa e r ich vor langist von jm gloffen, So wer mir so e llichs nye bescha e hen. Vnd noch eins das muß ich verja e hen: Das aller bo e st sta e ckt noch dahinden. Es ist nit gnůg an armen kinden, 2790   Das sy müssend vnga e ssen syn; Zů dem erst, wenn jn trügt der wyn Vud von jm kumbt truncken vnd vol, So wüssend wir vor anhin wol, Das keins sich sol im huß lan finden, 2795   Wenn wir a e cht nit wend streich empfinden, Oder er wirfft vns ab die sta e gen. Wir sind offt an der gassen gla e gen, Da mir die armen kind erfrieren. Vnd můß ich schon min lyb verlieren, 2800   So wil ich jn noch selb erstechen, Wens jr, min Herren, nit weud ra e chen!   Lantzknecht.   Ha e r, ha e r ich můß mich mit jm streüssen! Du schalck, du must mir wider theüssen, Was ich vmb deinet willen han 2805   Verzecht, verbalget vnd verthan! Mir prest dann so vil rechts auff erden, So můß mir alles wider werden. Du galgenvogel, sag mir ha e r, Warumb bringst mich in solch gefa e r, 2810   Als ich dann yetz auff disen tag Sworzeichen auff der nasen trag, Auch auff dem kopff vnd an der stirn, On das ich sta e tz empfind im hirn? Das hast du gschafft, kein andrer nit! 2815   Du laur, was hast vermeint damit, Daß du mich hast an dbauwern ghetzt, Die mir mein angsicht habn zerkretzt? Dann na e cht spat, als ich bey jn saß Vnd mit jn gůt im ta e ber was, 89 2820   Da hast du mich durch deinen list, Wie du ein nasser knab dann bist, Darhinder bracht, das ich nit hab Kein trunck keinem nit gschlagen ab, Wie hoch die kanttel jmmer wer. 2825   Da kumpt mir solcher schmertzen her. Dann als ich mich tranck lauter vol, Do gfiel mir jr weyß nit fast wol, Was sy sagtend, fiel ich jnn dreyn; Desselben bist du vrsach gseyn. 2830   Vnd gab jn ouch vil schno e de wort, Das gantz nix zů den sachen ghort, Das wolt jn (als bauwern) nit schmecken, Hůbend an dko e pff zsamen strecken Vnd stauchtend mich so ja e merlich, 2835   Das ich můß selbs erbarmen mich. Der ein erwutscht mich bey dem grind, Der ander bey den oren gschwind, Der dritt mir meines maul zerreyß, Der vierdt mich in die gurgel beyß, 2840   Der sünfft mich bey dem har vmbzart, Der sechst wuscht mir in knebelbart, Der sibend mich auff dnasen schmützt, Das mir das blůt herausser sprützt, Wie jrs dann all gemeinlich sehen. 2845   Nun mag ich bey der warheit Jehen, Das ich dich můß fürchten vil mer Dann Lucifer vnd all sein her. Ich glaub, ich wo e lt mich vor jn gsa e gnen. Deßgleych hat mir nye thůn bgegnen, 2850   Als ich von dir empfangen han, Hab doch vil manche Reyß gethan! Es sey in Hungern, ald Kroatzien, In Vehem, Meyssen ald Dalmatzien, In Poland, Holand, Lombardey, 2855   In Preussen, Napols, Picardey, In Meyland, Franckreych vnd Pemund, Ich glaub nit, das man schier ein fund, Der zogen sey ein solchen kreyß, 90 Als ich dir wol zenennen weyß. 2860   Noch hab ich vff all diser fart Nüt glitten, das mich also hart Gepeynigt hab über mein hertz Vnd mir hab bracht ein solchen schmertz, Als ich von dir erlitten han. 2865   Das dich die feyfel mu e ß angan! Wenn ich schon mein gantz witzig seyn Vnd hu e t mich fleissig vor dem weyn, So kanst du doch durch dein wild rencken Allzeyt etlich auffrůr erdencken, 2870   Dardurch ich můß geschmissen sein, Zů dem, das ich kumm vmb das mein. Einsmals als ich beyn bru e dern saß, Tranck ich nit über siben maß, Deß ward ich marter übel gschlagen; 2875   Dann ich mocht sy nit leychtlich tragen Vnd bsunderlich vmb mitternacht, Do gieng es, das der boden kracht. Deß hab ich vil durch dich erlitten. Der grind ist mir gar wu e st zerschnitten, 2880   Darzů hab ich ein lamen tatzen, Auch wilt du mir daugen außkratzen. Was zeychst du mich ellenden tropff, Ich sauff die augen auß dem kopff, Das sy gantz rot sind, vnd auch rünnen! 2885   Du schelm, es ist nichts an dir zgwünnen! Wann ich schon mein, ich wo e ll dich lan, Ein monat bsoldung für mich schlan, So kanst du allzeyt listigklich Erdencken etwas, das ich mich 2890   In deinen gwalt leychtlich ergib. Ich glaub, wenn ichs noch kurtz zeyt trib, So wurd mir ouch noch dise hand, Die noch bißhar hat ghebt ein bstand, Zerschnitten werden gleych wie die, 2895   So wa e r ich doch ein ba e ttler ye. Dann weß wolt ich mich sonst erneren? Ich mu e ßt brennen vnd mürden leren. 91 Dasselbig ka e m dann als von dir, Wiewol ich ouch zun zeyten bier 2900   Mit küblen in mich gossen han; Doch hast den gro e sten schaden than. Noch hat dich dessen als nit bnu e gt. Das feber hab ich auch bekriegt, Zu voller weyß hab ich offt gspilt. 2905   La e r was ich reychlich vnd ouch milt; Wann ich aber ward voll vnd taub, So gieng es hin gleych wie der staub, Vnd alles gelt, ja, das ich hatt, Das gieng doch numen gleych von statt, 2910   Das es mich offt groß wunder nam, Wo doch der Teufel als hinkam. Vil wee hab ich an dir ersoffen, Ich bin gar manche land durchloffen Vnd weiß kein man, ich do e rfft jn bstan. 2915   Wie kumbt dann, das ich dich nit kan Bezemmen vnd mich vor dir fristen? Du hast die Heyden vnd die Christen, Vnd ist dir auff erd nyemands zlieb. Darumb bist bo e ser dann ein dieb. 2920   Ey wenns damit solt außgricht sein, Wann ich zerschnitt den co e rpel dein, So fer mir nix darnach bescha e ch, Ich wo e lt bald mit dir werden gra e ch! Aber du solt noch an mich dencken! 2925   Man wirt dirs nit allzeyt schencken: Wenn man dir lang gnůg übersicht, Vnd manchem frommen zkurtz beschicht, So wirt dann ouch bey mitler zeyt, Wann es sich gleych am besten geyt, 2930   Etwan ein schla e chte creatur Von gantz vnachtbarer natur Dein bu e berey bringen an tag. Das dich ankumm sant Vrbans plag! Du lastersack, gee da herbey, 2935   Sag an, wer diser kutler sey! 92   Des Lantzkna e chts Hůr.   Wer solt er sein? er ist ein dieb! Min eer, die mir was werd vnd lieb, Die hat er mir (in andrer) gstolen. Das red ich von jm vnuerholen. 2940   Ich wil üch sagen, wies zůgieng. Als ichs zum ersten mal anfieng, Fullt mich ein junger gsell voll wyn, Der dozmal dient bym meister myn, Das ich nüt von mir selb me wußt, 2945   Er halset mich vnd fründlich kußt, Er bat mich drumb vnd nit nachließ, Bis das ichs jm vff dletst verhieß. Ich het es nu e chter gwüß nit than, Het mich nit überreden lan, 2950   Dacht nit, ich arbeitsa e lige burt, Wie es mir zletst vßschlitzen wurdt! Dann ich was voll vnd dacht nit dran, Ich wagts vnd kondt jms nit abschlan. Bym werchbanck er über mich juckt, 2955   Fründlichen er sich zů mir schmuckt Vnd schimpfft mit mir so lieblich gantz, Biß ich verlor min Rosenkrantz. Do was ich schon kon vmb min eer, Es gliebt mir wol, ich thets noch mer. 2960   Also bin ich in dgwonheit kon, Yetz kan ich nimmer lan daruon. Wir tribends mit einandren vil. Eins mals der knab in gaden wil, Der fand vns by einandren stan, 2965   Er gsach wol, was wir hatten than, Lieff vfhin schna e ll vnd seyts der frowen, Sy so e lte abhin gan vnd bschowen, Was wir da trybend für ein spil. Ich laugnet ma e chtig lang vnd vil 2970   Vnd hets überauß gern verquantet, Sy gsach wie wir von andren ranttet Vnd fand vns an der offnen that. Drumb halffs nüt, wie lang ich sy bat, 93 Das sy mir wo e lte das verga e n, 2975   Sy müßt nüt so e mlichs me verna e n, Diewyl mir Gott verlych das la e ben. Es bschoß als nüt vnd was verga e ben, Sy was gar ho e n vnd übel zfriden. Das dich Gott schend im gaden nider, 2980   Sprach sy zů mir vß grossem schalck, Du nütso e llender schno e der balck! All mine har mir obsich fůren, Sy schalt mich ein vßghyte hůren Vnd sprach zů mir fast vß, fast vß 2985   Das hůrenla e ben in mim huß Ich nümen lenger lyden wil, Vnd gab mir vrlob vor dem zil. Do wußt ich nit, wo vß noch an Vnd wolt mich nyemant me ouch han. 2990   So bracht sy mich der wa e lt in hals, Sy seyt es den nachbuwren als. Nun můßt ich dennocht gessen han Vnd wußt nit, was ich solt anfan. Ich dacht: du bist zur hůren worden, 2995   Drumb schick dich recht nun grad in orden, So můst du doch nit hungers sterben! Fieng an vnd schlůg es als an dkerben, Vnd galt mir glych, wie es mir gieng, Es war als recht, was ich anfieng. 3000   Dasselbig treib ich schier zwey jar, Ich ward verrůcht vnd bo e ß nun gar. Als was ich gwan, ward schna e ll vfgrumbt, Kein Zurzach marckt ich nye versumbt, Am tantz kondt ich frey vmbher faren, 3005   Ich weiß, das etwan offt da waren Zweyhundert hůren in einer schar, Ja seyt ich me, so redt ich war, Die aller boßheyt waren wyß. Noch hatt ich über all den pryß 3010   Mit spetzlen vnd vil allefantzen Vnd gwan den gulden ouch mit tantzen. Demnach überkam ich ein man, 94 Der ouch dfu e ß sta e ts bym tisch wolt han, Wiewol er ouch vil gwan darneben. 3015   Mit mir aber was es vergeben, Sant va e ltins plag, die was wol drinnen, Ich mocht daheim nit syn vnd spinnen, Tag vnd nacht dachte ich daran, Wie ich vor het gůt la e ben ghan, 3020   Von eim dorff gloffen in das ander. Yetz gab mir Claus, dann Alexander, Das ich daby mocht mu e ßiggan. Das het ich bym man ouch gern ghan, Da wolt er mirs nit als vertragen, 3025   Ich thet nüt dann ich fullt den kragen Vnd was er gwan mit sinr arbeit, Das selbig ich als übel anleyt. Keins hußhans ich nimmer acht hatt; Kurtzumb es wolt nit gan von statt, 3030   Die vorig zyt lag mir noch inn Zur selben stůnd mir sta e ts im sinn, Vnd ließ als im huß zschyttern gan, Des ward ich übel knült vom man. Da dacht ich, wie ich von jm ka e m, 3035   Das vordrig wa e sen an mich na e m. All sin bar gelt trůg ich jm vß Vnd lieff gen Mentz ins Frowenhuß. Da hatt ich aber dhut voll zprassen, Man seyt mir Hans in allen gassen. 3040   Die Buwren ich vmb lon da trůg. Eins mals mich einer übel schlůg Vnd thet mir ouch zum teyl schier recht. Darnach kam ich zů dem Lantzknecht, Der hat mich vfgnon für sin ma e tz. 3045   Was ich jm thů, das ist als la e tz: Wenn er byn gsellen sitzt vnd sufft, Das er glych wie ein obsba e r schnufft, Vnd was jm dann zů leyd wirt gthan, Laßt er als über mich vßgan. 3050   Wenn er voll ist vnd vil verspilt, So ist jm lychtlich gredt in schilt, 95 Das er mir über dhuben wütscht Vnd mir die hut recht wol erknütscht. Deß alles samen ist der wyn 3055   Zum ersten mal der anfang gsin, Wie ich üch gnůgsam hab erzelt, Das er mich zersten hat verfelt. Der fallend siechtag stoß dich an, Sant Vyts tantz vnd das Podagran, 3060   Die platterla e my vnd shelsch fhür! Du scha e tzst dich selber hoch vnd thür Vnd weist, das nüt darhinder ist, Dann daßd ein diebscher vnflat bist! Mag ich mich nit noch an dir rechen, 3065   So wirt mir shertz im lyb zerbra e chen!   Froneck Vmb vnd vmb.   Es ist mir grad gangen wie dir!   Cordely Huyuf   Also ist es ouch gangen mir!   Ba e ttler.   Nun schwygend, laßt mich an jn hin! Das ich ein armer Ba e ttler bin, 3070   Hat nyemand gschafft dann der Lurshals, Der hat mich vmb das min bracht als. Es ist nit lang, do was ich rych Vnd wolt eim yeden za e chen glych, Im land vmb reyt ich hin vnd wider, 3075   Die gassen trat ich vf vnd nider Vnd lůgt, wo ich min possen fund, Mit denen ich fry rencken kund. Die selben fultend mich vol wyn, So gieng ich übern seckel min; 3080   Die würffel nam ich bald zur hand. Wenn ich des wyns recht wol empfand, So gsach ich sechß für quater an, Biß man mir all min gelt abgwan. Vnd bsonders mit dem kartenspil 96 3085   Hab ich min tag verloren vil, Gůt kronen vnd dick pfenning schwa e r. Wenn ich nit voll was, sunder la e r, So gwan ichs als, was man mir schlůg. Man kondt mir offt nit setzen gnůg. 3090   Als bald ich aber ward vol wyn, So was es dann schon nimmer min, Dann bleib mir weder stoub noch floug, So wenig als ich hab im oug, Rübis, stübis, butzen vnd stil, 3095   Wie ich hernach wol zellen wil. Vor vo e lle kant ich dkarten nit, Verlor dann all min gelt damit, Wenn ich dann morndes wider kam, So was ich demu e tig vnd zam, 3100   Es was dann nimmer me juheyen Ich kratzt im kopff vnd schrey oweyen, All min gelt ich verspilet han. So gabends mir dann spa e tzly dran, Sprachend zů mir: Herr Jarlime, 3105   Ist üch nit hüt im seckel wee? Wenn jr das best im spil wend han, So mu e ssend jr swyns mu e ssig gan! Ich ließ aber darumb nit ab, Biß da ich kam vmb all min hab 3110   Vnd mir vergantet ward min gůt. Do ward mir wee vnd übel zmůt. Min fründ woltend mich nyenen wüssen. Der Tüfel hat mich mit eim bschissen! Wenn ich jm wa e re kon ins huß, 3115   Er het mich ghetzt mit hunden druß, Drumb das ich hatt das min verthan, Daran ich min la e btag het ghan, Vnd so schna e ll gricht durch dschyßgrůben Mit dir schantlichen lottersbůben. 3120   Do wußt ich nüt anders anzfan Dann das ich můst gen ba e ttlen gan, Das kumbt mich an so angstlich sur. Ach ich ellende creatur, 97 Wie bin ich doch so kranck vnd arm! 3125   Ist yemand, den ich nit erbarm, Der hat ein steinin hertz vnd gmu e t! Wenn jr wüßtind, o Herr Gott bhu e t, Wie ich an beinen bin erfroren! Ach rycher Gott, wa e r ich nye gboren, 3130   So stůnd es vmb sy nit so übel, Sy gsend grad wie zwen ancken kübel Vnd sind mir gschwollen wie ein trummen; Das ist mir als vom wyn har kummen, By dem ich hab das min verthan, 3135   Můß yetz so gots erbermklich gan, Vnd issen sa e lten warme spyß, Mich aber fra e ssend schier die lüß, Můß lyden hunger, durst vnd frost, Ja wenns mich schon min la e ben kost, 3140   Wil ich mich an dir rechen noch. Das hab ich gschworen thür vnd hoch! Ich wil dirs yntrencken was gilts? Das dich skalt wee ankumm als filtz!   Der alt man.   Das sind mir seltzam na e rrisch sachen, 3145   Das jr ein solchen vflouff machen Vber den frommen edlen wyn, Der doch sin tag gůt gsell ist gsin. Das ist ein groß narry fürwar, Sind jr dann all vnsinnig gar? 3150   Vnd ist es war, als ich vernimm, So sind jr vil lieber by jm, Dann der gůt, fromm wyn syg by üch. Ich gsich nit das jn yemand schüch, Ir suchend jn vnd er üch nit, 3155   Er gieng üch ouch nit nach ein tritt. Man můß jn tragen oder fu e ren. Vnd daß jr noch so übel schwu e ren, Er laßt sich handlen, wie man wil, Man trinck sin lützel oder vil. 3160   Er ligt ouch still an sinem o e rtly 98 Vnd redte nit ein bo e ß wo e rtly, Wenn jr jn liessend ru e wig blyben. Ir wends aber sta e ts übertryben, Wend sin zeuil all zů üch na e n. 3165   Vnd wenn ich drumb ein eyd solt ga e n, Ich weiß kein bessern fründ vff erd, Durch den ich baß erfro e wet werd. Denn all frowen sind mir erleydet, Den zlieb ich mich offt ko e stlich bkleydet, 3170   Verthet mit jnn vil me das min Wol za e hen mal, dann mit dem wyn; Bkleydt sy in Lampartsch vnd in Lo e ndsch, Was zů der zyt mein ouch ein mendsch. Ich meint, sy wa e rind mir sonst hold 3175   Vnd nit alleinig vmb den sold, Ich meint, ich so e llt minr hübsche gniessen, Das sy mich by jnn ligen liessen. Biß das das Geld im seckel starb, Do gsach ich erst, wornach ich warb, 3180   Dann sy wend gůte bitzly a e ssen. Wil dennocht der Arbeit verga e ssen, Die man můß han nach jnen zstellen, Eb das sy eims verheissen wellen. Das nahin louffen hat den ritten, 3185   Man můß sy ouch gar lang drumb bitten, Den falben hengst ko e nnends wol strychen, So e lts einr ee erlamen dann rychen. Ich byn sin lam in minen beinen Vnd was als starck als üwer einen. 3190   Vmb den wyn ists ein lieblich ding, Man spyßt jn lycht vnd bkleydt jn ring: Ein ta e nnin schuben man jm git, Die fra e ssend jm die schaben nit; Ouch darff mans nit mit sammet bsetzen, 3195   On den dfrowen dkleyder nüt scha e tzen. Er tregt nit gold noch so e mlich ding, Haßlin reyff, das sind sin ring; Die wend die frowen guldin han Vnd dannocht kostlich stein daran, 99 3200   Da einer siben kronen gstadt. Wenn dann einr zů einr andern gadt, So ist das fhür erst gar im tach. Der wyn achtet keinr solchen sach, Trinckt einer schon za e chnerley wyn, 3205   So mag er deßhalb sicher syn, Das er jn nit thůt scha e lten drumb. Der wyn, der ist gantz grecht vnd frumb. Ir soltind üch sin übel schemen, Das jr die wort in sinn nun nemen!   Kriegßmann.   3210   Du alter stock, laß dirs vergan Vnd schwyg nun grad, du alter man Vnd laß vns dfrowen vngescholten! Man hat jr nye so vil entgolten Als aber swyns, das will ich glouben 3215   Vnd du wilt sy jr eeren brouben. Ja ja, du hast nit gar vnrecht, Es ist richtig vnd a e ben schla e cht, Sag yetz dfrowen habind dich glembt. Ja wenn du hettist den wyn gnembt, 3220   Das hette man dir vil ee gloubt, Dir zitterend yetz din hend vnd houpt, Din ougen sind tru e b, rot vnd rünnen. Das ists, das jr am wyn gwünnen! Zersto e rt vernunfft vnd die natur. 3225   Du bist ein filtz vnd grober buwr! Du lobst das schandtlich safft, den wyn, Als ob er syg din scho e pffer gsyn. Vnd stu e nd an jm ein sa e ligkeit, So wa e r jm eeren gnůg zugleyt. 3230   Gang hin vnd suff, wie lang du wit, Schilt vns allein die frowen nit! Ja darum das du nüt me magst, Drumb fachst du an vnd dich beklagst, Du heygst das din mit jnn verthan, 3235   So hast dus in der fla e schen glan. 100   Der alt man.   Hübschlich ins dorff dburen sind truncken. Woltst du dich aber drüber duncken, Das man nit mit dir do e rffte reden? Gsich mich nit an gantz für ein greden! 3240   An alt kessel solt dich nit ryben, Der raam do e rfft dir im antlitz blyben, Drumb das du ko e stlich bkleydet gast Vnd vff dem hůt vil fedren hast. Wenn die allweg die lüt erschlu e gen, 3245   Die da am meisten fa e deren tru e gen, So wer ein gans ein schedlich thier. Min junckher, sag wie heissend jr? Des schelckens do e rfft es wol gar nüt. Ir sind so gantz venünfftig lüt, 3250   Das jr nit wüßt, war von ich sag Vnd fu e rend vff den wyn ein klag, Die er billich zů üch solt fu e ren. Nun beittend, ich wil üch baß ru e ren, So jr mir bo e se wort wend ga e n 3255   Vnd nit min straaff für gůt vfna e n. Trunckend jr den wyn zimlich recht Vnd machtind nit wie die Lantzknecht; Das zůtrincken hand sy erdacht, Wir hands einandren vor nye bracht, 3260   Ein yeder tranck jm selber gnůg. Ir ko e nnen weder glimpff noch fůg. Wie manchsmal trinckt ein eintzig man, Ir za e hen hettind gnůg daran. Das doch dem lyb vnd seel thůt wee. 3265   Stirbt mancher za e hen jar dest ee, Dann er villycht sunst wa e re gstorben, Manch redlich man ist syn verdorben, Noch stossend jr üch nit daran. Mo e chtind jr nun so vil witz han, 3270   Als smüllers esel oder hund, Die trinckend sich nimmer vngsund, Den turst lo e schends vnd gond daruon. Wo e lt einer mit dem schwert darkon 101 Vnd sy mit gwalt ze trincken zwingen, 3275   Man mo e cht sy nit darhinder bringen. Das thůnd die vnuernünfftigen thier, Die sind in dem witziger dann jr. Aber jr kerend üch nüt daran, Es můß grad wie ein mu e ly gan. 3280   Ist aber das nit ein wu e st ding? Trinck einer, so mans jm nit bring, Sol es dann ouch ein fründschafft syn, Das man einandren fült vol wyn Vnd fült jn, das er zbett můß ligen? 3285   Das blybt dann nit fast lang verschwigen. Es seyts das kind wol vff der gassen, Vnd witzig lüt, die thund jn hassen. Was sol man eim truncknen empfa e len, Der doch nüt heymlichs kan verha e len 3290   Vnd wer doch sunst vernünfftig gnůg. So spricht doch yedermann: nun lůg, Do e rt gadt der heyloß truncken man! Dkind vff der gassen schryend jn an Vnd wa e rffend jn mit dra e ck vnd kat. 3295   Ist das nit ein großer vnflat? Ir hand kurtzwyl in wu e sten dingen. Wo findt man by vns mer, die springen, Steinstossen, louffen, anders me, Das man byn alten vor hat gse? 3300   Drumb warend es gar weydlich lüt, By vns findt man der dingen nüt; Es ist yetz alles sampt dahin. Ir ko e nnnend nüt dann truncken syn! Aller kunst hand jr nimmer acht, 3305   Keiner nach subtiligkeit tracht. Wir alten warend gůter dingen Mit Luten, Gygen vnd singen; Wo man dann by den gsellen was, So tranckend za e hen kum zwo maß, 3310   Het einer kotzet oder gspüwt, Man het jm keiner eeren trüwt Vnd hett jn gstraafft in der massen, 102 Das er fyn daruon hett glassen. Gott straafft fürwar das vnnütz suffen, 3315   Des gond üch plagen an bym huffen. Es ist der siben todsünd eine Vnd ist on zwyfel nit ein kleine, Wirt bgriffen in der fra e ssery. Meinst du, das Gott ein Behem sy, 3320   Das er sich also fatzen laß? Bruchend die ding in rechter maß, Die üch der Herr zur notturfft git. Ich mein es gůt, drumb zürnends nit.   Kriegsman.   Was gadt es aber vns yetz an, 3325   Was jr alten vor hand gethan? Wir hand noch zschaffen me dann das, Daby ichs yetz belyben laß Vnd red mit namen mit dem wyn, Als er vermeint vnbillich syn. 3330   Das man jn überzücht mit gwalt, Mit spiessen vnd in kriegscher gstalt, Das laß dich nit so wunder na e n, Ich wil dir druf ein antwort ga e n, Wenn du darumb fast lang wilt kyben 3335   Vnd es nit lan bym na e chsten blyben. Sag an, was ansprach hast du doch? Es ist kein schloß noch burg so hoch, Du thůst zun zyten schaden drinn, Beroubist wyb vnd kind jr sinn. 3340   In allen landen wyt vnd breyt, Daruon man wunder schrybt vnd seyt, Stett, schloß, merckt, do e rffer vnd Lender Bist du ein Ro e uber vnd ein Pfender. Darumb solt du nit wunder han, 3345   Ob wir joch ouch zesamen stan. Wir sind dir dennocht vil zeschwach, Vnd des mercklichen groß vrsach, Das yetz bißhar ist wol erkla e rt, Vnd nun ein lange zyt hat gwa e rt. 103 3350   Drumb sind daruor, o lieben Heren, Eb das wirs als mit jm verzeren!   Richter.   Herr wyn, was sagend jr darzů? Ir gho e rind die mercklich vnrůw, Vnd was hie wider üch wird klagt, 3355   Das nun a e ben vil vff jm tragt Vnd warlich schwa e r zeho e ren ist, Bedarff wol kunst vnd wyser list Zverantworten die artickel all, Das es der grechtigkeit gefall 3360   Vnd üch nit werde vrteyl geben, Die üch schade an lyb vnd la e ben.   Wyn.   Herr Richter vnd lieb min Heren! Ich truw mich des noch wol zerweren! Es ist ob Gott wil nit an dem, 3365   Das man mir lyb vnd la e ben na e m. Verstand min wort recht nach dem sinn, Beyde recht die halten das inn, Das man verho e ren sol beyd teyl. Sonst wer ich schon dem tod gantz feyl, 3370   Wenn ich nit redte ouch zur sach. Damit ichs ouch ordenlich mach, So sag ich nein zů allen dingen, Vnd mags ouch nyemand vff mich bringen, Damit sy mich in mancher gstalt 3375   Verklagt hand hie vor üwerm gwalt. Das findt sich hüt noch nimmerme, Mir bscha e he ra e cht wol oder wee. Das sy vor üch zerkennen gend, Wil wartten wie sys bzügen wend!   Cůntz Lo e ffelstil.   3380   Es ist nit not zügnuß zestellen! Hie sind wol za e hen gůter gsellen, So e lt denen nit baß zglouben syn 104 Denn da dem hochmu e tigen wyn? Das wa e r doch fürwar immer schad. 3385   Drumb denck sin nüt, vnd schwyg nun grad.   Wyn.   Das wer mir ein seltzame meynig, Wenn ich hie so e lte stan alleinig Vnd jr als redten, was jr wo e lten Vnd aber das nit zügen so e lten. 3390   Dann wa e rind jr sa e cher zügen. Nun wil ich min wort nit erlügen, Es ist ouch zglouben minem wort. Wo wer das recht? an welchem ort? Ir sind überuß witzig gsellen, 3395   Das jr die vrteyl selb wend fellen! Ich setz zů recht, syd keinr sin klag Nach lut des rechten darthůn mag, Ob sy nit so e llind all darstan Vnd mich yetz solcher red entschlan 3400   Vnd sagen, weß sy mich hand zogen, Das syg erdicht, darzů erlogen Vnd setzen das yetzmal zů recht.   Cůntz Lo e ffelstil.   Ja, ja, es ist grad a e ben schla e cht! O nein, nein, wir hoffend vnd truwen, 3405   Es syg noch so vil vff vns zbuwen, Kein zügnuß wend wir wyter stellen. Da stond wol za e hen gůter gsellen Vnd erbar frouwen ouch darby, Ich hoff, das es genůgsam sy, 3410   Vnd das wir die sach nit verlieren. Was darff man lang daran zhofieren? Gend vns recht vnd gend jm la e tz! Er tribs ein jar mit sinem gschwa e tz, Ich setz zů recht mit kurtzem gfert, 3415   Das vns sol werden wider kert Alles das, so wir hand verthan. Ja mit dem wyn da sind all an, 105 Das er dasselb vns wo e ll bezalen. Es kost mich manche silberschalen, 3420   Ligends, farends, kleinot vnd hab. Herr der Richter, ha e lffend vns drab!   Des Wyns Fürsprech.   Gnedig jr min liebe Heren, Ir gsend, wie sich die gsellen speren, Mit wunderbaren wilden sachen 3425   Woltend sy sich gern luter machen, Wie jr das selber wol hand gsen. Kein zügnuß ist aber noch bschen, Dann was sy selber noch hand gredt, Welchs weder fu e ß noch hend nit hett, 3430   Kein kuntschaft nit, allein groß pra e cht. Drumb setzend wirs Herr wider zra e cht.   Richter.   Ir beid partheyen trettend vß, So kann man üch verrichten druß!   Musica. Richter zun Richtern.   Ir mine Herren, hand wol gho e rt 3435   Von beyden teylen das gefert. Darüber laßt nun dvrteyl gan. Herr Haseney, ich frag üch an!   Haseney.   Billich ist, daß sy jn entschland, So sys doch nit bezüget hand!   Richter.   3440   Herr o e pffelmůß, was sagend jr? Das so e lt jr yetz anzeygen mir!   o e pffelmůß.   Ir scha e lten, das ist mancherley; Drumb volg ich mim Herr Haseney. 106   Richter.   Herr Buwherr, wie dunck es üch syn? 3445   Ir mo e gend ouch wol reden dryn!   Buwherr Charius Fygenbutz.   Ich kan nit in mir selb ersinnen, Das sy dem wyn mit recht abgwinnen, Was aber sy ab jm hand klagt, Ein yeder hat ein bsunders gsagt. 3450   Dem wyn aber me zglouben ist, Darzů jnen noch kuntschafft prist, Welche man von jnn gfordert hat, Vnd nit erscheindt an diser stat. Darüber bkenn ich vff min eyd, 3455   Dem wyn nit zlieb, jnen nit zleyd, Das sy gro e ßlichen vnrecht hand; Darumb sy jn billich entschland Des alles, so sy vff jn klagen. Nun mo e gen jr wol wyter fragen!   Richter.   3460   Herr seckelmeister, Rhattend drumb, Vff das man shandels gar abkumm!   Seckelmeister Mercurius Strowbart.   Ich hab wol gho e rt jr wild geschrey Mit flůchen, scha e lten mancherley, Kein gwüsse kundtschafft aber nit, 3465   Das sy es habind bzügt damit. Drumb volg ich vff min eyd vnd eer, Wie grhaten hat min herr Buwher.   Richter.   Herr Panerherr, was sprechend jr? Offnend mir üwer meynung schier!   Panerherr Saturnus Holtzschůch.   3470   Sydtmal kein kundtschaft da ist gsen, Wie aber not halb so e lt syn bschen, 107 So blyb ich by dem vordren bscheyd, Erkenns für grecht ouch, vff min eyd.   Richter.   Nun rhatend ouch, herr Vogt im wald. 3475   Das man der sach zum end kumm bald!   Vogt im Wald Jupiter Tubenkropff.   Ich bin vff min eyd ouch daran, Daß sy den wyn so e llind entschlan Aller der oberzelten sachen, Sydtmals sys nit war ko e nnend machen.   Richter.   3480   Von der vrteyl fall ich nit ab. Wa e m es lieb syg, sin hand vfhab!   Richter zum Stattknecht.   Batt, heiß die gsellen vnd den wyn Yetz widerumb kummen ha e ryn!   Stattknecht.   Nun kommend wider vnd sind still, 3485   Losend, was man üch sagen wil!   Richter.   Clag vnd antwort hab ich vernon, So beyd teyl in das gricht sind kon. Verstond, was dsach im grund ertragt, Vnd was der wyn hat von üch klagt, 3490   Deßglych herwider jr von jm. So ich das als nun recht vernim, Was antwort jr ha e rwider gend, Daruff jr vrteyl haben wend, So red ich das vff minen eyd, 3495   Niemand weder zů lieb noch zleyd, Das ich in keinem rechten kan Erfinden noch gsen gschriben stan, Das kleger so e llind zügnuß ga e ben. 108 Nunmůß ich ye hie demnach la e ben. 3500   Stattut vnd ordnung vom heylgen Rych Vnd sol deßhalb vrteylen glych Rych vnd arm, ouch yederman, Wie ich dasselbig gschworen ham Dem wil ich ouch yetz hie noch la e ben 3505   Vnd wil üch also vrteyl ga e ben. Das ist nit recht vnd hat kein gstalt, Das man eim so e lle mit gewalt Sin eer abschnyden so verdacht, Es werd dann mit recht vff jn bracht, 3510   Nach form des rechten vnd sunst nüt, Vnd das durch vnparthygisch lüt, Gůt, fromm vnd vnuerlümbdet man. Der zügen mu e ßt jr siben han, Der hab ich noch keinen hie gsen; 3515   Es ist wol vil beklagung bschen, Wil aber an zügen erwinden Vnd mag sich nit vff jn erfinden. Darfür jr jn yetz hand geschetzt, Des ist er noch gar nit besetzt, 3520   Dann das jr selb wend von jm sagen, Das aber srecht nit mag ertragen. Darumb erkenn ich vff min eyd Vnd gib üch vrteyl mit dem bscheyd, Das jr vor mengklich vf so e lt stan, 3525   Mit worten jn deß als entschlan Vnd jm wider geben sin eer. Spra e chend mir nach, wie ich üch leer!   Der Richter redt inen vor. sy sprechend jm all nach.   Alles, was wir vom wyn hand gseyt, Das hand wir jm als sunst zůgleyt 3530   Vß nyd vnd haß, sonst nyenerumb; Vnd daß er syg gerecht vnd frumb, Bekennend wir, alls war es ist, On alle gferd, betrug vnd list   Yetz redt der Richter wyter.   Des fra e fels halb so jr begangen, 3535   Darumb jr noch kein straaff empfangen, 109 Den wird ich wytter langen lan. Die straaff ich mir yetz vorbehan. Darumb so tra e ttend wider ab, So wend wir üch bald ha e lffen drab!   Musica. Richter.   3540   Wolan jr mine lieben Herren, Der heilgen grechtigkeit zů eeren, Von deren wa e gen jr sind bstelt, Vdn Gott har gsetzt vnd vßerwelt, Das man das vnrecht straaffen sol, 3545   Dargegen das recht bschützen wol, Dem armen richten als dem rychen, Eim kleinfu e gen desselben glychen Als eim, der schon hat grossen gwalt, Wie dann das go e ttlich recht innhalt. 3550   Deß bschützer vnd bschirmer sind jr, Von Gott har gordnet mit sampt mir, So gib ich üch vff üwre eyd Zerkennen by der billigkeit, Was so e llich lüt verdienet hand, 3555   Die einn fra e fenlich vnderstand Zbringen allein vß nyd vnd haß Vmb eer vnd gůt vnd alles das, So jm in zyten hie ist ga e ben, Ja darzů ouch vmb lyb vnd la e ben. 3560   Als sich vor üch yetz hat erzeygt, Wie dise gsellen sind so gneigt Zů uerligen disen heilgen wyn Vnd zbringen vmb das la e ben sin. Nun ist der bruch gsin ye vnd ye, 3565   Welcher einen hat anklagt hie, Ouch anderßwo in allen landen, Das eim mo e cht reychen zgrossen schanden, Vnd es aber nit mocht bezügen, Sonder schandtlich vff jn thet lügen, 3570   Das er jn dann des so e lt entschlan, Für jn an sin fůßstapffen stan. 110 Das ist nun yetzmal ouch hie bschen. Wie jr, min Herren, wol hand gsen, Das sy dem wyn ouch zůgeredt hand 3575   Diebstal, verra e tery, mord vnd brand. Desselben hands jn nun entschlagen Vnd ko e nnend nüt bo e ß von jm sagen, Sonder er syge grecht vnd frumb. So frag ich üch yetz wyter drumb. 3580   Wie man gen jm sol halten sich, Das sy hin gond so fra e fenlich, Einr solchen sach sich vnderstan, Damit sich mengklich stosse dran Vnd nit vß eygnem will vnd gwalt 3585   Ein yeder mache, was jm gfalt. Dann so e lte man das selb nach lan, Es wurd vff erden übel gan. Herr Haseney, deß frag ich üch, Damit es sich nit lang verzüch!   Haseney.   3590   A e lieben Herren, wa e rs müglich, Das man mit jn für bscheydenlich, Vnd nit antha e te dise schand, Dann sy mir alssampt gschworen hand By jren trüwen, eyd vnd eer, 3595   Ir la e btag wo e llind sy mit mer Kein solchen handel vnderstan, Svnder syn alzyt mu e ssig gan, Vch allweg ghorsam syn, hiemit Ist jrer aller ernstlich bitt, 3600   Ir wo e llind mit jn teylen gnad, Das es jn an eeren nüt schad.   Richter.   Wie meinend jr, Herr o e pffelmůß? Was wo e llind jr jnn geben zbůß?   o e pffelmůß.   Ich volgen ouch; vnd ist min bitt, 3605   Das man jnn gnad sol teylen mit! 111   Richter.   Herr Buwherr, wie duncket üch die red? Rhatend jr ouch, wie dise bed?   Buwherr.   Es ist der bruch vnd ist wol war, Hat vil zyt gwa e rt vnd manche jar, 3610   Wie jr, Herr Richter, hand erzelt, Das einer so e lle werden gstelt An dessen fůßstapffen billich, Den er hat gscholten fra e fenlich Vnd es aber mit der wahrheit 3615   Gar nit mag werden vff jn gleyt. Das ist nit hübsch vnd vnrecht gar Vnd mag vil vnrats kon dahar, Es ka e m darzů mitler zyt, das Ein yeder, der da mo e chte baß, 3620   Wurd ye den nechsten wo e llen grad Fu e ren in ein so e mlichs schweyßbad. Yedoch ist ouch min früntlich bitt, Man wo e lle jnn gnad teylen mit. Es sind noch jung vnd fro e lich hachen, 3625   So e lt man sy all zů schelmen machen, Wie sy dann zů hand gredt dem wyn On anders, so vil bo e sers gsin, So wa e r es immer sünd vnd schad. Es sind jung possen hübsch vnd grad! 3630   Deßglychen holdsa e lige wybly! Es wer schad vmb jr scho e ne lybly! Dann wo sy vßka e mind im land, So wer es jnn ein grosse schand, Wenn sy wa e rind zů schelmen gmacht. 3635   Keinr frommkeit hettind sy mer acht, Vnd wenn sy es schon tha e tind joch, Wurd man jns nit vertruwen doch. Für das einer ein masen empfat, Sin la e ben lang sy jn nit lat, 3640   Allwegen man jm heimlich flůcht. Dann wurdind sy so gar verrůcht 112 Vnd fiengend etwas bo e sers an, Das sy sunst nimmer ghettind than. Drumb laßt vns mit jnn zimlich faren, 3645   Ein solche ruhe straaff ersparen Vnd sonst jn anzeygen jr schand Fry glatt, woran sys gfressen hand, In der gstalt so e llinds nimmer kon. Ich trüw, sy werdind lan daruon, 3650   Es ist in einem zorn zůgangen, Hand nit dacht, war es mo e ge langen. Drumb sind jn gnedig, ist min bitt, So ferr sys wyter thu e gind nit!   Richter.   Herr Seckelmeister, sagend an, 3655   Wend jr der vrteyl ouch nach gan?   Seckelmeister.   Ir handel ist fürwar nit schlecht, Sonders ein můtwill gantz vnrecht Vnd nit vil besserung zehoffen. Doch das ein mittel werde troffen, 3660   Wie dann der Buwherr hat anzeigt, Des bin ich willig vnd geneigt, Das man sy nit gar znüte mach Vnd man sbest rede zů der sach. So sy es doch nit lougnen ko e nnen, 3665   Wil ich jns mins teyls gern vergo e nnen, Das man mit jnen zimlich far, Aber das man jns schencke gar, Da bin ich gantz vnd gar nit an, Ein andrer liesse sich sunst dran, 3670   Wenn er gsech, wie es jn vßschlitzt On alle straaff vnd vngeschmitzt. So da e cht er, ist es denen ra e cht, Ob ich schon ouch einandren schma e cht, So mu e ßte man mirs ouch nachlan, 3675   Als wol als man disen hat than. Das machte dann vnghorsam lüt, 113 Die vmb kein gwalt me ga e bind nüt, Sunder ein yeder wurd fürfaren Vff sjner wyß vnd gwonheit bharren, 3680   By disen ein exempel na e n, Vmb kein oberkeit nüt me ga e n. Ein rüdig schaaff in grosser schaar Macht dise alle rüdig gar. Das ist von vnsern vordren gseyt, 3685   Hat sich ouch offt vnd dick erzeygt. Drumb ich darum nit gstatten wil, Das man jn solt nachlan so vil, Damit es nit ergernuß ga e b, Vnd ouch ein andrer darnach la e b, 3690   Sonder wenn man straafft zimlich recht, Denckt ouch daran ein ander gschlecht Vnd weißt sich dest baß daruor zhu e ten. Nit vmb ein yeden hab danck wu e ten. Deßhalben dunckt mich billich syn, 3695   Das man sy wider bschick ha e ryn Vnd jnen doren wol entschieb, Daß sy denckind als werd vnd lieb In syg lyb, la e ben, gůt vnd eer, Daß sy nit vnderstandind mer 3700   Ein solchen Fra e fenlichen handel, Sonders anna e n ein andren wandel. Dann so e llind sy in diser gstalt Wider har kon für üwern gwalt, So wurd man sy straaffen der massen, 3705   Daß sys wo e ltind vermitten glassen. Vnd darnach zů der straaff vnd peen So habend min Herren angsen, Des fra e fels halb so sy begangen, Der nun wol fast wyt mo e chte langen, 3710   Doch vß erbermbd vnd lutren gnaden Wo e ll man nit ra e chen allen schaden, Vnd sol ein yeder also bar Dry gulden angends bringen har. 114   Richter.   Rhatend yetz ouch, herr Panerher! 3715   Was soll man wyter handlen mer?   Panerherr.   Mir gfalt wol, wie min herr da seyt, Das jnen ruch gnůg werd fürtreyt Ir můtwil vnd fra e fene that, Die sich dann yetz verlouffen hat 3720   Zwüschend jn vnd dem frommen wyn, Vnd so e llind fürbaß ru e wig syn, Keinr solchen sach sich fürbaß flyssen, Der Tüfel mu e sse sy sunst bschyssen! Vnd man sy nun gantz ruch fu e r an, 3725   Das gfalt mir ouch vnd bin wol dran, Damit ein andrer sich dran ker Vnd nit ein yeder wo e ll syn her. So vil aber antrifft das gelt, Als yetzund da ist worden gmelt, 3730   Namlich die dry gulden eim yeden, Wiewol sy vns nit fast vil schu e den, So bin ich doch mins teils nit dran. Nach dem als ich sy bschowet han, Sind sy einandren gar vnglych, 3735   Etlich sind drunder, die sind rych, Die hettinds numen für ein spot, Wenn einer nit me geben sot Dann nun ein gulden oder dry, Das wurdind sy verachten fry 3740   Vnd schetztens als hoch, das ist gwiß Als wenn sy ein wentelen biß. Dargegen dise lümplis lüt, Die hand doch vff Gotts erdtrich nüt, Ja nit ein haller in ein bad, 3745   Den mu e ßtend jr es schencken grad. So doch an jn nüt zgwünnen ist, Drumb wüßte ich kein fryern list, Der sich baß zů jr straaff thet fu e gen, Denn das mans über ein banck sol biegen 115 3750   Vnd jnen allen, vßgnon den frowen, Den kopff sol vor dem ars abhowen. So wurdend sy all arm vnd rych Mit einer vrteyl gstraaffet glych, Vnd darnach mancher ru e wig blib. 37550   Das ist der rath, den ich üch gib!   Richter.   Herr Vogt im wald, nun radtend an, Wend jrs hieby belyben lan?   Vogt im Wald.   Ja, Herr, es gfalt mir mechtig wol, Das man sy also straaffen sol, 3760   Damit es glychlingen zůgang, So ko e nnend sy nit kyben lang, Der rych dem armen nüt verwyssen, Man kans in keinen wa e g baß bschyssen, Dunckt mich in mim schla e chten verstand. 3765   Dann a e ben wie jr yetz gho e rt hand, Wie min Herr Panerherr zeygt an, Die rychen stiessend sich nüt dran, Dry gulden sy lychtlich verachten Vnd do e rfftends wol nit gro e sser achten, 3770   Als wenn sy hett bissen ein luß, Machtind damit ein gla e chter druß, So sy sonst dises übel byßt. Wenn man jn jre schand verwyßt, Das richtschwert vnd den narrenbanck 3775   Man mo e cht nit finden fryern ranck. Dann ich weiß etlich in der zal, Die ga e bind lieber siben mal Das gelt, wie jr vor gmeldet hand, Dann das sy lidtind dise schand. 3780   Demnach die andern hudel lüt, Die jnen selber bhaltend nüt, Als dann der Lantzknecht einer ist, Dem ba e ttler noch vil me gelts brist, Die andren ouch daheimen hocken, 3785   Hand nit eim hund vom ofen zlocken. Was wend jr jnn dann gwünnen an? Nüt, dann man müßts verloren han. Wo weder butzen ist noch stil, Obschon der Keyser hoch dran wil, 3790   So můß er doch voruß vnd an Sin recht daselbst verloren han. Drumb wie der Panerherr hat gseyt, Das sy all so e llind werden gleyt Vber ein banck, vßgnon die frowen, 3795   Vnd man jnn da glatt soll abhouwen Den kopff, der jnn bym arßloch stat, Das volg ich ouch vnd ist min rath! So fer das man vorhin sy wol Mit gantzem ernst vßfiltzen sol, 3800   Vff das sich menklich stosse dran Vnd ander lüt mit friden lan.   Richter.   Wem gfall, das so e mlichs hab ein bstand, Der hebe mit mir vff sin hand.   Richter.   Die vrteil ist besta e tet schon. 3805   Batt, heiß sy wider ynher kon!   Stattknecht.   Ir gsellen, tra e ttend wider yn, Sind still, losend dem Richter fyn!   Richter zů den Gsellen.   Ir gsellen, hand gůt acht der dingen, Die man da yetz wirt an üch bringen. 3810   Lůgend ouch vnd stossend üch dran! Herr Schryber, zeygends jnen an!   Onofrius Dintenfra e sser Schryber.   Nun losend, was es ist, jr gsellen, Ir hand üch grusamklich thůn stellen, 117 Den frommen wyn schandtlichen gschma e cht, 3815   Wider Gott, eer vnd wider recht. Ir hand jm schand vnd schmach zůgleyt, Doch wider alle billigkeit, Drumb jr jn dann entschlagen hand. Das ist ein wůst, pfuy dich der schand! 3820   Das jr ein frommen bidermann, Der nye keim menschen leyds hat than Vnd nyemand nüt bo e ß bgert zůzfu e gen, So schandtlichen do e rffend verliegen. Deß so e ltend jr üch hertzlich schemmen, 3825   Das jr es in sinn do e rffend nemmen! Wo kein scham ist, da ist kein eer! Gwu e ß lůgend vnd thůnds nimermer! Min Herren sind sin übel zbaß, Das jr allein vß nyd vnd haß 3830   Ein so e mlichs do e rffend vnderstan, Ein solchen thüren frommen man So schandtlich on vrsach verrhaten. Pfuch scha e mmend üch jr schluchpraten! Den gantzen tag sind jr bym wyn 3835   Vnd werdend vo e ller dann die schwyn, Biß jr üch nimmer ko e nnend regen. Denn wo e lt jr alle ding zrecht legen, Vnd was jr gschendend vnd zerbra e chend, Dasselbig jr dann morndes tra e chend 3840   Vff ander vnuerlümbdet lüt, Die vmb solch sachen wüssen nüt, Als sich dann yetz wol hat erfunden. Drnmb lůgend grad, jr fulen kunden, Das so e mlichs fürter nimmer bscha e ch, 3845   Es wer sonst aller dingen gra e ch, Wurd üch nimmer so schla e cht vßschlitzen, Ir wurdind anders müssen schwitzen. Das syg üch a e ben gseit kurtzumb, Fürchtend jr doch nit Gott darumb, 3850   Das jr mit üwerm wu e sten suffen Vwer wyb vnd kind schlahend zhuffen, Einer den andern trincket kranck, 118 Deß weißt er jm morn stüfels danck, Am abend aber ists jm lieb, 3855   Gott geb, wie manchs man jm zůschieb, So schluckt ers inn sich wie ein ků Vnd ho e rt nit, biß es kumpt darzů, Das ers nit lenger me mag bhan. Vnd darnach der, so schuldig dran, 3860   Der ist der erst, ders von jm seyt, Sin vnzucht allenthalb vßspreyt. Diß ist die liebe vnd fründtschafft, Die üwer gottloß suffen schafft, Vnd noch me, das noch ist vil bo e ser, 3865   Man schma e cht vnd lestert den erlo e ser, Der vns durch sinen grimmen tod Erlo e ßt hat vß des Tüfels not, Vnd mit sim heilgen blůt erkoufft. Wa e r in jn gloubt vnd wirt getoufft, 3870   Der wirt bsitzen die sa e ligkeit, Wie er vns heyter zů hat gseit. Demselben fragend jr nüt nach, Sonders thůnd jm ouch an die schmach, Das jr sin lyden vnd grimm sta e rben, 3875   Dardurch wir alles heyl erwa e rben, Im hebend vf vnd darby schweren. Man so e lt üch zung vom nacken zeren! Sin lyden, wunden, tod vnd macht, Das wirt von üch ta e glich veracht. 3880   Kein schwůr noch flůch blybt nit vermitten, Das krütz, daran er hat gelitten, Das hebend jr jm darzů vf. Vnd noch eins, das gho e rt ouch wol druf: Der nechst sin gsellen übergit, 3885   Vß was vrsach, weißt er selb nit. Noch dennocht er so wyt druf tringt, Biß er sin besten fründ vmbbringt, Vnd morndes, wenn er nu e chter wirt, Vor grossem leyd er ouch schier stirbt. 3890   Ist aber nit vßgricht damit, Biß man jm ouch sin lon drumb git. 119 Drumb sind gwarnet, thůnds nimmermer, Als lieb üch syge Gott der Her. Dann mine Herren sind des gsindt, 3895   Wo man solchs me vff üch erfindt, Wil man üch straaffen an dem la e ben. Doch wend sys üch yetzmal verga e ben, So e nd aber nüt me vff üch laden. Vnd vß erbermd vnd lutren gnaden 3900   Hand sy vff jren eyd erkent, Ein yeder, wie der syge gnent, Die frowen vßgnommen allein, Die andern aber allgemein, Sol man vmb jren kyb vnd zanck 3905   All legen vff den narrenbanck, Demnach jnen abhowen glat Den kopff, der vor dem arßloch stat. Vnd so e lt also, jr nassen knaben, Dem Gricht vnd Rechten büßt haben!   Richter zum Nachrichter.   3910   Wo bist du, Wolff? Gang zůha e r bhend! Ich empfilch dir die lüt in dhend, Das du der vrteyl thu e gist gnůg, Wie du gho e rt hast, drumb denck vnd lůg, Wie ich dir das empfolhen han, 3915   Dem solt du ordenlich nachgan!   Wolff Vngnad Nachrichter.   Ich wils versorgen artig vnd fyn. Kumm, Marx, du můst min ha e lffer syn, Hilff mir sy gwaltig legen zrecht! Erwütsch mir zerst den Lantzknecht 3920   Vnd leg jn do e rt an a e nes eck, Das er die fu e ß fry von jm streck, Den Schwytzer dann vff dise syten; Ich wil jnn fry die ko e pff abschyten.   Marx Witwenfurtz Narr.   Haha, des schimpffs, deß muß ich lachen! 3925   Ich wils gern thun, laß nun mich machen 120 Nimm du das Richtschwert zů der hand, Die ko e pff, die jnn bym arßloch stand, Die selben how jn gwaltig ab. Gang zůher hie, du blawer schwab!   Lantzknecht.   3930   O nit ein meyt, deß denck mir nit! Kein Lantzknecht sich so bald ergit!   Marx Witwenfurtz.   Nun flux, flux, gib dich willig dryn, Vnd numen bald, es můß doch syn.   Cla e ywy Trifůß.   Nun kumm, lig du hieha e r, Kriegsman! 3935   Man můß dir ouch vmbs lürtzy gan!   Kriegßman.   Nun pack dich von mir flux vnd schwyg Als lieb, als dir die hut gantz syg!   Zentz Vnnütz.   Schick dich, schick dich das nun gschwind! Wilt a e cht nit han ein gůts zum grind?   Vrban Ofenrůß.   3940   Heiny Fra e fenrotzig, kumm, Biß willig fyn, ich bitt dich drumb!   Heiny Fra e fenrotzig.   Ach thů mir hübschlich, lieber narr, Ich bitt dich, mit mir zimlich far!   Lux Kuttelbla e tz Narr.   Ha e r zů, ha e r zů, Ludy Süwburst! 3945   Du kumbst mir ra e cht, botz magenwurst!   Ludy Süwburst.   Ich wil mich willig schicken dryn, So es doch nit mag anderst gsyn! 121   Hans Memůß Narr.   Kumm, lug, min Pauly Gumpostbru e yen, Was dine gůten gsellen thůyen!   Pauly Gumpostbru e y.   3950   Ich gsichs schon leyder Gott erbarms, Es gibt mir weder kalts noch warms!   Hug La e tzlkopff Narr.   Schouw, bist du da, Cůntz Lo e ffelstil? Kumm, kumm, du ho e rst ouch in das spil!   Cůntz Lo e ffelstil.   Ey, ey ich mo e cht sin wol embern! 3955   Wie thůns doch ich so kro e s vngern!   Heintz Schnuderkengel.   Nun kumm, nun kumm, min Vly Knopff! Du bist mir doch der liebst, du tropff!   Vly Knopff.   Des walt der Tüfel vnd sin můter! Wie gstelst dich dann, lůg zů, wie thůt er?   Joß Schüsselkorb.   3960   O Gott wilkumm, Fritz Sa e ltenla e r! sSpil wa e r nit gantz, wenn der nit wa e r!   Fritz Sa e ltenla e r.   Es wa e r ein grossen dra e ck vff dnasen, Ind kuchy solst mir darfür blasen!                                   Yetz ha e lfiend die narren all einander                                 vnd tragend den ba e ttler ha e rzů. Wolff Vngnad, Nachrichter.   O Ba e ttler, das dich der ritt schütt! 3965   Ich hett dich schier do e rt gsehen nit! 122   Ba e ttler.   A e meister, schon mir nun allein Minr armen fulen gschwollnen bein!   Cla e ywy Tryfůß, der Narr spottet, diewyl sy vff dem narrenbanck sitzend.   Schow, sind Gott willkumm, liebe gest! Ich hab ein Scha e rmůß vff üch gmest, 3970   Ein dürre ha e tzlen für ein hůn, Damit ich üch ko e nn gu e tlich thůn. Hab nummen gfo e rcht, jr ka e mind nit, Es ist sunst gwonlich üwer fitt. Ir hand mich aber nit veracht 3975   Vnd üch als flyssig zů mir gmacht. Lieber. wie stadt es vmb den wyn, Mit dem jr hüt sind stossig gsy? Ir woltend jn nit ru e wig lan, Was hand jr yetzund gwunnen dran? 3980   Nüt dann das man üch das verwyßt. Wa e r in ein eygen na e st jm schyßt, Den grüwt es, eb es trochen wirt! Dasselb man yetz an üch wol spürt. A e lieber mine, zürnend nit, 3985   Das man üch yetzund fatz damit! Ich so e lts wol vnderwa e gen lan, Mag mich sin doch nit überhan. A e schouw, wie sy so fyn da hocken, Wie sind sy all so gar erschrocken! 3990   Sy warend vor gar fra e uen lüt Vnd gabend vmb kein Tüfel nüt, Ja weder vmb jn, noch sin můter. Ich gloub, sy habe gstochen sfůter. Die geiß scharret, wenn sy wol stat, 3995   Ho e rt bald vff, wenns jr übel gadt. Also ist ouch yetz denen bschen, Ich hab sy nye so trurig gsen; Vor warend sy all frisch vnd ka e ck Vnd hüwend handtlich ab dem spa e ck. 123 4000   A e zürnend nüt, ich bitt üch drumb Vnd kerend üch fyn hübschlich vmb! Gsell Wolff laß du dir tapffer glingen, So wend wir dir all fyn nachsingen!                                   Yetz houwt man inen den Kopff                                 bym arß ab. Das Britschenlied.   Nun singen mir nach, jr lieben knaben! 4005   Ein fro e lichs mu e tlin wellend wir haben! Darumb sind gůter dingen Vnd losend a e ben vff die wort, Die ich üch vor wil singen.   Ko e nd ich mich numen la e tz gnůg gstellen! 4010   Da ligend so vil gůter gsellen, Ich kan sy nit gnůg bschowen, Den kopff, der jn bym arßloch stadt, Den můß ich jn abhowen!   Sy klagend ma e chtig ab dem wyn, 4015   Vnd ist aber die schuld nit sin, Sunder jren selb eygen. Drumb můß ich mine meisterstuck Ob jnen hie erzeygen.   Ey nun frisch vf, so wend wir dran! 4020   Bym Schwaben wend wirs heben an, Der wil jn gar vertryben. Drumb můß ich jm mit disem schwert Sin arßloch ka e rben ryben.   So ist der Kriegßman ouch gar ho e n, 4025   Thůt wol so la e tz als sunst jr zween, Er wil jn la e bend fra e ssen. Drumb wil ich jm mit diser Elln Glych wie dem Schwaben ma e ssen.   Der Heiny Fra e fenrotzig ouch, 4030   Der machte gern dem wyn ein rouch, 124 Wil sich aber nit schicken. Ich wil jm ouch vmb dkuchy gan, Vnd solt er drab ersticken.   Desselben glych Ludy Süwburst 4035   Klagt, wie er jm offt lo e sch den durst, Er kan jn fry vßspitzen. Ein bad hat er jm überthan, Darinn můß er selb schwitzen.   Der heisset Pauly Gumpostbru e yen! 4040   Es thůt jn gar kro e s übel mu e yen, Noch dannocht můß ers lyden. Hand acht, wie ich jm wil so glatt Den kopff bym arß abschnyden!   Diser ist noch der best im spil! 4045   Er heißt vom gschla e cht Cůntz Lo e ffelstil, Der wolt jn gar zerryssen. Ich wil jm ouch vmbs lüfy gan, Vnd so e lt er sich drab bschyssen.   Dar kumm ich erst an Vly Knopff, 4050   Der wyn lyt jm ouch sta e ts im kopff Er fieng sich la e tz an gstellen. Drumb lyt er vff dem narrenbanck By andren gůten gsellen.   Hie ligt der voll Fritz Sa e ltenla e r. 4055   Wenn er zwen tag vngsoffen wa e r, Ich gloub, er mu e ßte sta e rben. Drumb lyt er vff dem narrenbanck Vnd gan ich jm vmbd ka e rben.   Wo sol ich disen gryffen an? 4060   Ich darff jn vff die bein nit schlan, Sy sind jm gar groß gschwullen. Glych wie ein bo e ßer klosterhund Hat er ab dem wyn bullen. 125   Ir lieben gsellen, hand wol gho e rt, 4065   Warumb ich jn hab dhut erbert, Darby wil ichs lan blyben. Vnd kommend jr mir in min bad, Ich wil üch baß vßryben.   Nun ist mir zwar in minem můt, 4070   Ich hab es a e ben gmacht fast gůt, Ich můß mich selb verspra e chen. Nun wütschend vf vom narrenbanck! Wir wend gan wider za e chen!   Der Nachrichter fragt, ob er recht gericht habe.   Herr Richter, hab ich dem than statt, 4075   Wie man mir dann empfohlen hat, Vnd nachdem sy verdienend hand? Deß bga e r ich von üch ein verstand.   Richter.   Du hast than nach empfelchnuß min; Die sach versorget artig fyn. 4080   Nun lůgend, wie ich üch gsagt han, Das jr sin fürhin mu e ssig gan So e llind vnd nüt anfahen mer. Nun farend hin, bhu e t üch der Her!   Beschlußred.   Frommen, fürna e men vnd wysen, 4085   Wie ich üch billich so e lte brysen, Das wo e llind jr selb baß verstan, Dann ich nach notturfft erzellen kan. Vch bittend früntlich alle die, So dise kurtzwyl gspilt hand hie, 4090   Ir wo e llinds jn für arg nit achten, Sunder das best dardurch betrachten, Angsehen, das wir sind jung lüt, Die mit dem handel ko e nnend nüt. Deßhalben wir üch bittend all, 126 4095   Ob yemand syg, dem es nit gfall, Der gebs zů vnserm vnuerstand, Vnd das wir nit baß ko e nnen hand. Wir bkennends leider selber wol, Das wir der witz nit sind gar vol, 4100   Sunder vollen narry vnd grillen, Doch na e mend für die wa e rck den willen. Wir hand allein geben anlaß Eim andren, der es kan vil baß. Yedoch so mans erma e ssen wil, 4105   So ists nit gar erdicht das spil. Das es zum teyl etwas antrifft, Deß hand wir zügnuß in der gschrifft. Als sich Noe, der gůt fromm man, Denn wyn hatt überwinden lan, 4110   Da schma e cht jn sin eygner sun Cham, Gieng hin vnd emplo e ßt jm sin scham. Deßglych, so finst du ouch wie Lott, Als er von Sodom ziehen sott, Ouch überwunden ward vom wyn, 4115   Das er beschlieff die to e chtren sin. Der wyn bracht Ella ouch in not, Von Simry ward er gschlagen ztodt. In voller wyß wardt to e dt Ammon Durch gheiß sins brůders Absolon. 4120   So findt man in der Bibel stan, Wie Holofernes, der thür man, Der zwungen hat vil stett vnd Land, Im ghorsam gmachet vnd verbunden, Vom wyn ward er ouch überwunden, 4125   Das jm ein wyb gnennt Judith Das houpt von sinen achßlen schnitt. So finst du ouch deß selben glych Von Veltschazar dem Künig rych, Als er betrogen ward vom wyn, 4130   Do hieß er jm bringen ha e ryn Die gschir, so sin vatter Nebucad-Nezar Von Jerusalem mit jm bracht har, Da selbst ers in dem Tempel gnon. 127 Als sy nun warend für jn kon, 4135   Bodt er, das man druß trincken sott. Des ward er gar hart gstraafft von Gott. Vnd wyter lißt man von Simon, Als er gen Jericho was kon, Mit jm sin sun Mathathia, 4140   Der ander wirdt genembt Juda, Vberwandt sy ouch des wyns gwalt, Den jm Ptolomeus fürstalt. Deß můßt der gůt vnd fromm Simon Vnd sine Su e n vmbs la e ben kon, 4145   Ouch sine diener, die er hatt, Die blibend all do von der statt. In summa, was darff man gründen wyt? Beschouw man die gegenwirttig zyt, Vnd lůg man nun sSchwatzma e ßlin an, 4150   Der wa e r yetz wol ein rycher man, Wenn ers nit alles hett verto e ßt, Das er sin tag vß schwumm hat glo e ßt. Vnd ander vnnütz heyloß gsellen. Das nit not ist alls hie zerzellen. 4155   Ich stell jn dar für ander all Zů einem spiegel vnd schouwfall, Wie er so lustig vmbha e r gadt, Vnd wie es jm so wol an stadt, Will sy by jm all bgriffen han, 4160   Damit sy sich doch stossind dran. Deßhalben nyemand mein noch acht, Das vnser spil darumb syg gmacht, Das man darinnen suffen leer, Sunder das man sich daruon keer. 4165   Dann nüt gůts kumbt von füllery, Wol aber alle bu e bery, Als spilen, hůren, houwen sta e chen, Sta e len, liegen vnd Eebra e chen, In summa vil bo e ser schalckheit 4170   Das gottlvß suffen vff jm treyt, Dardurch wir dann erzürnend Gott, Den man von hertzen lieben sott, 128 Das er sin go e ttlich gnad abwendt, Ein straaff sta e tz vff die ander sendt, 4175   Zů zyten krieg, dann pestilentz, Ein grosse thüre druf angentz: Das selb als vnser wa e sen macht, Das man die gaben gotts veracht, Die er vns zů der notturfft git; 4180   Deß achtend wir vnd btrachtends nit, Sunder bruchends glych wie das vee, Verwu e stend wol drümalen me, Dann wir bruchend znotturfft vnd nutz, Zů sla e bens vfenthalt vnd schutz. 4185   Darzů es dann verordnet ist Von Gott vnd sim sun Jesu Christ, Der vns empfolhen hat die armen, Wir so e llind vns sy lan erbarmen, Vnd mit sim go e ttlichen mund seydt, 4190   Wa e r arm lüt spyßt, trenckt oder bkleydt, So wo e lle er es darfür han, Als habe man jms selber than. So lieb sind jm die armen lüt. Wir aber achtend jren nüt. 4195   Man findt manchen, eb das er wo e lt, Das er ein armen spysen so e lt Nun von dem, das jm überblybt Vnd damit er u e berfluß trybt: So wurd er a e ben meinen grad, 4200   Er mu e ßt sin kon an ba e ttelstab. Wo aber er weyßt vnnütz possen, Die jr gůt nie nüt hat bschossen, An dieselbigen rüwt jn nit, Wenn er jn allen ztempffen git, 4205   Das sy glych wie die o e fen glu e yend, Gott ga e b, wie wu e st vnd la e tz sy thu e yend; Vnd kotztend jm all winckel vol, So lacht er jr vnd gfalt jm wol, Das er sy all hat gfüllt voll wyn, 4210   Vermeint dardurch dest ho e her zsyn Vnd henckt etwan deren eim an, 129 Es hettind zehen arm gnůg dran, Das nüt bschüßt an dem vollen klotz. Heißt aber das die gaben gotts 4215   Nit znutz brucht on alle maß? Daruon krieg, thüre, alles das, So vns ta e glich wachßt vff den hals, Wir von dem la e ben erbend als, Vnd wirt damit nit syn vßgricht. 4220   Gvtt der Herr richt, so nyemand spricht, Der bo e sen zucht er nit verschont, Kein gůts laßt er ouch vnbelont. Drumb lassend vns zů Gott dem Herren Von vnser angenommnen wyß keren, 4225   Der wirt vns geben, was vns brist, Diewyl er doch so gu e tig ist Vnd vns in sim wort heyter seydt, Wen sin sünd rüwend vnd sind leyd, Dem wil er jren nimmer dencken, 4230   Sunder fry loß vnd ledig schencken! Darumb er dann für vns hat glitten. Durch sin lyden wend wir jn bitten, Er wo e ll vns deß lan teylhafft werden, Mit sla e bens besserung vff erden 4235   Vnd demnach vns nach disem la e ben Das ewig vnzergengklich ga e ben, Damit hoch pryset werd sin namen. Wa e r das bega e r, spra e ch mit mir Amen!   1548   Personen diß spils.         Heintz Schnuderkengel Narr. Marx Witwenfurtz Narr Cla e ywe Tryfůß Narr Heraclius Erstlyman Herold Heiny Fra e fenrotzig ein junger gsell Ludy Süwburst ein junger gsell Policarpus Schinddengast Wirt Ru e ffly Beltzbla e tz Wirtsbůb Crisostomus Trubenhirß Ra e bman Pauly Gumpostbru e yen, ein junger poß Cůntz Lo e ffelstil ein junger Buwr Vly Knopff ein junger Buwr Theobaldus Geyßziger Pfaff Fritz Sa e ltenla e r ein voller zapff Durß Gradtwol Kriegßman Veyt Glücksteuber Lantzknecht Emerita Schmollba e ckly Lantzknechts hůr Rosina Suppenschmidin Wirttin Froneck Vmb vnd vmb ein Ma e tz Cordely Huyvf ein Ma e tz Otmar Friß den gwün Fryertsbůb Simpliciuis süssigkeit Wyn Prouerius Witzbütel oberster Richter Batt La e r den migel Stattknecht Der alt Tüfel Der jung Tüfel Lazarus Lumpensack Ba e ttler Diethelm Lusig deß Lantzknechts bůb Sibilla Scha e lckly ein wyb Adelheit Clapperma e tz ein wyb 131 Freny Wytmüly ein wyb Eufrosina Rago e rly ein wyb Ra e geli Spitzna e ßli ein wyb Joseph Erbarkeit ein alter man Ja e gkly im Thenn ein alter Buwr Vrban ofenrůß Meyer Lux Kuttelbla e tz Meyer Hans Memůß Meyer Hůg La e tzkopff Meyer Anßhelm o e pffelmůß des wyns Fürspra e ch Sixt Haseney der Gsellen Fürspra e ch Elsy Krut ein trunckne Bürin Ammarentia Wa e schbla e tz ein alte Büwrin Carius Fygenbutz Buwherr Mercurins Holtzschůch Panerherr Jupiter Tubenkropff, vogt im wald Onoffrius Dintenfra e sser Schryber Wolff Vngnad Nachrichter Joß Schüsselkorb narr.