Idiotikon des Niederösterreichischen A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z Pákett'l ('s Bágett'l), Päckchen, Bündel. Pál Paul. Páphnuzi (dá Prinz), scherzweise für: gar ein vornehmer Herr. Pápp'n (d'), Maul, von pápp'n (bápp'n), essen, ( pappo Plaut ). – Es z'rinnt erm d' Pápp'n er sperrt das Maul vor Erstaunen auf. Páreck'n (d', – – ∪ ), Perücke; scherzweise auch für: Kopfhaar. párir'n gehorchen ( parere ). Párutsch ('s), ehem. übliches, halbgedecktes, vierräderiges Fuhrwerk, dessen Dachteil sich zurücklegen läßt; Birutschgefährtlein ( rheda ). Pássá (dá), Passer, Ruhe, Teilnahmlosigkeit; von páss'n ( pausare ) im Spiele nichts mitmachen. pássád passend, zweckmäßig. Pássion (dö), Lust, Vergnügen. páss'n passen; sich ruhig verhalten, um etwas zu beobachten; lauern. Palmbusch'n (dá), Palmstrauß. Am Palmsonntage werden nämlich Sträuße, welche man aus den weichen und wolligen Knospen der Weiden, der Haselnüsse usw., aus Buchs, Federn, Flitterwerk usw. um einen hölzernen Stiel zusammenbindet, in der Kirche geweiht, und vom Landvolke zwischen den Fenstern, unter den Dachsparren oder an der Zimmerdecke aufgesteckt, im festen Glauben, daß solch ein Strauß das Gebäude nicht nur vor Wetterschaden, sondern auch vor Unglück überhaupt schütze. Paschá (dá), der Schmuggler; von pauschen ( passer ). unterschlagen. Schmeller I. 299. Anderwärts heißen sie: Schwärzer . Paschhand (á), Handschlag; von: pasch'n klatschen; gleichen Ursprunges mit: patsch'n , siehe: niedápatsch'n . Pauxerl (á), ein drolliges, kleines Kind; á Paux'l (Paunx'l), ein kleiner, putziger Kerl. Pech (Bech), Pech; sprichwörtlich statt: wenig , nichts ( nauci, flocci ); es is Pech es ist nichts. peck'n pulen, zupfen; vielleicht richtiger: beck'n , verwandt mit: bec, Schnabel. Pelz (án'n Pelz mach'n), die Federn aufsträuben. pempern hämmern, pochen; verwandt mit: pámpern , pimpern , pumpern . penz'n durch Zudringlichkeit etwas zuwege bringen wollen; tadeln, schelten, zanken; im Altdeutschen: kämpfen , turnieren, daher der Name der nächst Schönbrunn (bei Wien) gelegenen Ortschaft Penzing , als eines ehemaligen Turnierplatzes. Pfingst-Kini Pfingstkönig (ironisch: Pfingstlümmel), der König des Pfingstfestes. In manchen Gegenden (z. B. in Grinzing, Weidling am Bach bei Wien usw.) pflegt man noch jetzt am Pfingstmontag einen possierlichen Menschen in Laubwerk und Blätter vom Fuße bis zum Kopfe einzuhüllen. A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z