Glossar A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z zách (zach), zähe, träge, schwer zu behandeln. zág'n zeigen. zárr'n zerren; mühsam [ziehen]. záx'ln in kurzen Schritten gehen, hüpfen; zickzack trippeln; vielleicht von: zacken . Zächern (dö), die Zähren, Tränen; Sing. da Zácher vom Althochdeutschen: zahar (δάκρυ). Zähnt' (dö), die Zähne; von: dá Zahnd Zahn. Zahná ('s), das Weinen; von zannen , zahnen, d. h. die Zähne zeigen, das Gesicht so verziehen, daß man die Zähne sieht. zaunfalsch sehr falsch, hinterlistig; hinter dem Zaune, wie ein Vogelsteller lauernd, um jemand in seine Schlinge zu bekommen. (Im Slovenischen heißt ein hinterhälterischer Mensch:   saplotnik , d. h. Hinterzäunler, von sa , hinter und plot , Zaun). zaunsper spröde, zähe, wie ein Zaunstecken; siehe: sper . zausát zausig, zerzaust; von zaus'n . zechá (– ∪ ), zechen. Zeiss'l ('s), das Schild eines renommierten Gasthauses in Wien: »Zum Zeisig«. Zeisserl ('s), Zeischen, ein bekannter Singvogel ( fringilla spinus ). Zeitlang (aus), aus Langeweile, zum Zeitvertreibe. z'ert zuerst, anfangs, erstlich; auch z'escht , in der Ert : Höfers Volksspr. S. 57. Zeug'l ('s), das Zeug, Fuhrwerk. Z'hausweg (dá), das Nachhausegehn, der Heimweg. Zidán (dö), die Zither, ein Lieblingsinstrument des Landmannes. zidán zittern. Subst. 's Zidán ; sprichwörtlich: dá hilft kán Zidán vur'm Frost da ist alles Sträuben vor der Gefahr fruchtlos. zieg'n ziehen; auch: in starken Zügen trinken. ziemá ziemen, gutdünken, dann überhaupt: dünken; mih (má) ziemt mir scheint. Zill'n (á), ein leichtes, geringes Flußfahrzeug, ein Nachen. zimperli verschämt, schüchtern, jungfräulich, mit dem Nebenbegriffe des Affektierten; von zimpern sich affektiert, zärtlich benehmen. Siehe das Wort: zumpfer bei Adelung. zipfát kränklich; den Zipf haben; siehe: Nipf . zipf'ln wenig und in kurzen Absätzen trinken, nippen; von zipfel , bißchen. ziz'lweise nach und nach, in kleinen Portionen (Summen); von zizeln (zetzeln), statt: zetteln , streuen. z'klieb'n zerklieben. z'náchst (z'náckst), zunächst; neulich. z'nebst zunebst, nebstbei. zod'ln langweilig geben; von zochen ziehen; man sagt auch zoll'n , wovon zodeln nur die Distraktion ist. z'rinná zerrinnen, sich verzerren; siehe: Pápp'n . z'sammá-dividir'n scherzweise für: zusammenzählen, summieren. z'sammá-geh'n zusammen gehen, passen, richtig sein. z'sammá-g'langá zusammenlangen, sich die Hände reichen. z'sammá-simulirn zusammendenken; aussinnen; siehe: simulir'n . z'sammá-tüpfeln zusammendenken; bis auf den kleinsten Punkt in's klare bringen. z'samm-g'wichst geputzt, aufgedonnert, im vollen Staate; von wichs'n schmieren, salben. z'samm-kláb'n (klaub'n) zusammenklauben; als Reflex. sich sammeln, erholen, fassen; klaub'n von klieben , spalten; also: splitterweise auflesen. z'samm-pelz'n zusammenschießen, niederschießen; von Pelz , auf den Pelz brennen. z'schnell'n (sih), sich zerschnellen; um sich schlagen. z'strát (z'schdrád), zerstreut. z'trag'n zertragen, überwerfen, zanken. zua-steh'n zustehen, bevorstehen. zua-trag'n zutragen, zuführen, anschwemmen. Zuckerbachá (dá), der Zuckerbäcker. zu-n-erst zuerst; siehe: z'ert . z'untást zu unterst; z'obást zu oberst. zuwi hinzu. zuwi-papp'n hinzukleben; an etwas befestigen. zwá-r-álei zweierlei. z'weg'n we? (ze we?), warum; aus dem gotischen du hwe? – Höfers Volksspr. S. 136. Gewöhnlicher: z'weg'n was? z'weitest vom Weitesten her. z'werch (übá), quer, in die Quere; die ursprüngliche Form war twerch , duerah ( transversus ). zwickelhart hart, daß man einen Keil (Zwickel) braucht, um es zu spalten. zwoa (zwá), zwei. zwoanz'g (zwoanz'gi), zwanzig. A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z