Wilhelm Busch Diogenes und die bösen Buben von Korinth Nachdenklich liegt in seiner Tonne Diogenes hier an der Sonne. Ein Bube, der ihn liegen sah, Ruft seinen Freund; gleich ist er da. Nun fangen die zwei Tropfen Am Fasse an zu klopfen. Diogenes schaut aus dem Faß Und spricht: »Ei, ei, was soll denn das?« Der Bube mit der Mütze Holt seine Wasserspritze. Er spritzt durchs Spundloch in das Faß. Diogenes wird pudelnaß. Kaum legt Diogenes sich nieder, So kommen die bösen Buben wieder. Sie gehn ans Faß und schieben es; »Halt, halt!« schreit da Diogenes. Ganz schwindlich wird der Brave. – Paßt auf! Jetzt kommt die Strafe. Zwei Nägel, die am Fasse stecken, Fassen die Buben bei den Röcken. Die bösen Buben weinen Und zappeln mit den Beinen. Da hilft kein Weinen und kein Schrein, Sie müssen unters Faß hinein. Die bösen Buben von Korinth Sind plattgewalzt, wie Kuchen sind. Diogenes der Weise aber kroch ins Faß Und sprach: »Ja, ja, das kommt von das!!«