Wilhelm Busch Eugen, der Honigschlecker Hans Dralle schläft. – Ob seinem Kopf Steht wohlverwahrt der Honigtopf. Da ist's ihm so, als ob 'was rauscht – Hans Dralle spitzt das Ohr und lauscht. Ha! Schleicht nicht dort aus jener Tür Ein greulich Phänomen herfür?! In seinen Augen kann man's lesen: Dies ist fürwahr kein menschlich Wesen!! Ein Quadruped ist hier zu schauen, Ein Flügeltier mit Schweif und Klauen. Hans Dralle steht das Haar nach oben, Die Zipfelhaube wird gehoben. Schon kommt's in fürchterlichen Sprüngen, Der Bienenvater zu verschlingen. Und – buh! – ertönt's wie Geisterchor In Junker Drallens rechtes Ohr. Es hebt sich auf die Hintertatzen, Man hört es an den Wänden kratzen. Gottlob! Jetzt kehrt es wieder um! Hans Dralle ist vor Schrecken stumm. Ihm hängt der Schweiß an jedem Haar Bis das Phantom verschwunden war. Bald drauf sitzt das Gespenst zu Haus Und schleckt den Topf voll Honig aus.