Aller Praktik Grossmutter von Johann Fischart.   Abdruck der ersten Bearbeitung (1572).     Halle a /S. Max Niemeyer. 1876.     Ein dückgeprockte, jmmerwa e rende Prockdick, durch Schwinhold Sewblůt, Obersten Stirn- mauser Ko e nigs Gargantsus geprockt, or- denlich wie man die Sa e w bad, vnd den Mist lad. ALs man das Jar zeichnet mit einem gelegten kessel, oder einem Rincken mit seinem dorn, vnnd vier huffeisen, auch einer zimmeraxt, mit angehenckten zwo spindeln, zwen schmaltzha e fen vnnd zween kru e g, ward dises geprochtiziert, durch den Mistalten pruchtizierer Weinhold Weinblůt, der den Sternen im glaß sach, auff alle volgende jar, vnnd za e hlt man nach Raumkannischer vnnd gipwischer ziffer zwey tausendt Eyer, siben hundert Bratwürst, zwey vnnd achzig maaß ku e hmost, vnd halt sich wie volget. Diß jar würd ein Schalckjar sein von halb hundert gůten faul Montagen, auch dritthalb schlaafftrüncken. Darumb seind die scha e lck vnd Narren dis jar bald zeitig: Vnd die lüfft den ga e uchen vergifft, also das sie sich in die sta e tt vnd ha e user zůleben werden begeben. Der Ro e mer zinßzal 0. 0. dann die steüwr würd schwa e rlich zůbekommen sein. Der Sonnen Circkel rund. Des Sontags bůchstab sůch man auff den Zünfften vnd stuben, mit Q. S. ist drey schilling Newer plappart, verzehrt Winhold Reinblůt, sagt des alten gelts ist wenig. Zwischen Weinacht vnnd aller Narren faßnacht seind vngleiche wochen vnnd tag, Dann an eines Samstags abend kam jenem Schneider ein par strümpff zůpletzen, da er zů vor ein gantz woch war mu e ßig gesessen. Auch würd ettlichen lieben Menschen die nacht zů kurtz, vnd der tag zů lang sein, dargegen den faulen arbeitern, der tag zů lang, die nacht zu kurtz. Die gulden zahl, erzeigt sich bey den armen schmal. Diß jar würt nur ein Mon sein, vnnd dannocht nicht New, dann es vil tausendt jar seind, daß jn Gott geschaffen hat, vnd darff niemand sorgen, das jhn der Wolff werd fressen, dann er ist jm zů hoch gesessen. 4 Wann der Himmel fa e llt, so werden alle Vo e gel gefangen sein. Nach wind kompt regen, wann es regnet ists naß, glaubst du das? Nebelecht jar, macht fruchtbar gar. Cometen machen vil Propheten, vnd sagen all von to e dten, comede mein feisteten. Wer lang na e gel hat, würdt ein vortheil zůkratzen haben, doch den gründigen nicht wol bekommen, aber die Seckelabschneider wol frommen, so schneiden sie on ein fingerhůt nit in die finger. Grosse kinder werden schwa e rlich zůentwa e nen sein. Wann die natiuiteten war sind, so zieh keiner seine kind. Es wa e scht sich keiner selbst so scho e n, als wann er würd zům scherer gehn. Weisse Ha e nd seind genůg gewaschen. Wann der Mist faul ist, würd er gůt an zůlegen sein, vnnd würd on den Arß nit geschehen ko e nnen. Artzeney mit tranck, bringt gestanck. Artzeney in gemein, kan nit nützlich sein. Dann wir haben nicht gleich gemein fleisch blůt vnd bein, ein jeder hat sein eigen la e uß, auch sein Narrenweiß. Confect infect, contrect inschlect, leckt biß ich auch mag. Von der Finsternuß im Eülenflug. ES würd ein groß Eclypsis vnnd abnemmen in den seckelen sein, vom riemen biß in grundboden, fürnemlich wann man vil betrieget vnd lieget, da würd auff eim theil S. Mangolt regiern, dem einen zů schaden, dem andern zů gnaden. Es würd ein groß finsternuß sein bey nacht in der finstermetten, da die Pfaffenka e llerin die liecht auslo e schet, vnd man den Judas jaget, \&c. Ich will es sehen sagt ein mahl ein blinder. Von den vier gezeiten deß Jars. DEr Früling würdt nichts bey den sieben schla e ffern vermo e gen, vnd wann er erst im Augst ka e me, so hieß er wol Spa e tling. Auff Sant Va e ltins tag, ist der früling nach. Vnnd dieweil auff den Karfreitag jederman will fladen vnd Eyerka e ß essen, würd ein eyerbrůch mu e ssen 5 vorgehen, vnd wolfeile in den Eyerschalen entstehen. Die verbunden zeit geht ein, wann man der blinden ma e uß spielet. Die Faßnacht würd jren Rechtshandel gewinnen, dann die Doctor seind gar wolfeil vnd wurmstichig worden, vnd helffen erhalten den Narrenorden. In der faßnacht würd ein theil der welt sich verkleiden, darmit sie das ander betriegen. Mir ohn schaden, so mach jch auch mit. Im Sommer ist trucken ein kommen, vnd würd am ku e len getranck Weins vnd Biers mangel sein. Auch würd das Dorff wasser im Brunnen so su e ß vnd geschmack werden, das manchem dürstigen Schnitter ein kalter trunck wassers baß schmacken würd, dann den Reichen hu e nerfressern der badwarm ga e nßwein. Die Sonn würd diß jar einem wa e rmer scheinen dann dem andern, angesehen das etliche in den kelleren sitzen, vnd nicht allein die Weber, sonder auch die weinspu e ler. Das abgema e yt graß vnnd die eingeschnitten frucht würdt nicht mehr wachsen. Im Sommer würd nichts hitziger sein, dann das fewr, vnd darff die Schaubenhu e t verbrennen, wann man das fewr darmit anmacht. Auch werden die flo e h den Weibern fast vber die knie steigen, vnnd weder schůh noch hosenbendel zůvor vmb erlaubnuß fragen. Bey den flo e hen im mittel des Sommers, vnd den filtzla e usen im regen würd das jucken wolfeil sein: Auch werden die weiber die schwartzen Reütter mit den blossen wehren oder messern auß den haarechten vnd beltzechten busch klopffen vnd scheichen. O jhr flo e h weichen, eh sie euch beseichen. Im Herbst des Ha e ndschůchs würd ein grosser abfall werden, daß man vil laubreicher ba e um kleidung würd ligen sehen auff erden, vnd also nackend zůschanden werden. Es würd diß jhar meh wasser sein dan wein. Im Herbst würd man die trauben vor oder nach ablesen. Wer zů viel Most einschütt, verknipff die Nestel nit. Der auffgang des Mosthardi mit dem Weinmann würd ein abgang in die Newen la e ren fa e sser verursachen, vnd mangel an vollen seckelen machen. In weinla e ndern würd das bauchgerümpel mit einer wüsten influentz den durchbruch bringen, also das manchen der weg zůlang würd sein, 6 etwann nur bey dem nechsten weinstock nieder zů sitzen, vnd zů schwitzen. In solcher Not wer mein Rhat, daß jhr euch nicht auffnestelten, sonder das wammest mit dem gesa e ß verbunden abstreiffeten: Es iß auff der post scheissen (wie die Walchen auff der post essen) auch ein vortheil: doch hu e ten euch daß jr nicht wie jener lecker, euch selber in den Ermel scheisset, wann jhr das wammest nicht genůg an euch halten. Den besten Most würd der gemein Mann am liebsten trincken. Es soll in dieser zeit o e pffel vnd biren den Bauren vngescha e lt zů essen erlaubet sein. O Jockel beiß kein zan auß daran. Der Winter würd dem Herbst gestracks auff den fersen in pantoffeln vnnd im Wolffsbeltz nachfolgen mit weissem schnee vnnd schwartzen kolen, mit kaltem eyß vnd heyssen o e ffen. Was man im Winter im schnee verschart, würd im Sommer offenbart. Zwischen Arm vnd Reich ist es fast nacht, vnnd schafft es B der Bůchstab, vnd würd der Wassermann meh bey jhnen sein dan der Weinmann. Es würd sehr kalt sein, wann es gefrieren würd. Ein beckelhaub würd den Narren wa e rmer halten, dann der doppelgeha e ubelten deck den thoren stuben vnd kammer vber einander, ich na e m sie vnd hielt eim ein stirn schnall. Es würd auch volgen, das die vom Kachelberg vnd die stat offen mit dem feurigen Aspect vom Dürren holtz dermassen erzürnt werden, daß man sich leichtlich an jnen verbrennen mag: Derhalben sie billich in ehren gehalten sein, sonderlich vom weiber volck. Die ma e gd vnd frauwen, werden mit solcher einbrünstiger lieb gegen den weissen Moren vom ofenloch entzündt werden, das zůbesorgen sie mu e ssen jnen zů dem hindern hinein blasen, so lang biß sie feüwr außspeyen, vnd sich entgegen mit hitziger brunst vernemmen lassen: Pfuy was stinckt also? Gredt dir ist der beltz verbrendt, Ey daß dich Bock scha e nd, wie blast am hindern end? Wolan wer in der zeit ein gefroren Ey legt, dem ist gewißlich der magen erkalt, gleich wie jenem bauren der den jegel schiß, vnd jhn im hindern biß. O wie erka e lte Eyer sein bawren Eyer, es seind keine die eher gefrieren, man leg sie hin wo man wo e ll, dann sie seind nicht heyß gewürtzt, wie die Polnischen fürtz. Im Winter würd mit 7 kalten ha e nden nicht gůt in bart zůgreiffen sein. Die Weinacht vom wein würd in schlafftrüncken bra e uchlich sein. Im winter würd nichts ka e lter sein dann das Eyß, vnd die Ga e uch werden vmb die selb zeit auff den gassen gehen, auch die Rotbrüstlein auff die nasen fliegen. Das nasen fůter her mit za e hem witwenleimen gefütert vnnd mit starkem baurenstreck gelidert. Die mag man wol für Narren tauffen, die im winter den beltz verkauffen, auff das sie brillen kauffen, guck mir durchs loch, seh bedarffst ein ha e ndschůh noch. Von den regirenden Planeten. DIe Planeten diß jar (wie auch alle zwar) werden vnsta e t sein, vnd gehen nach dessen willen der sie regiert. Saturnus würd hinder sich gehen wie ein sta e ttiger Esel, die Venus für sich, wie ein vorha e ngig Roß, Mercurius würd schweiffen, wie ein Neapolitanisch pferd dantzt. In disem jar werden vil Regenten sein, oder geborn oder erkoren. Es seind bo e se contrectationen vnnd contemplationen mit dunckelen zerbrochenen brillen in eim la e ren sa e ckel, so die contraction zů groß ist. Es seind bo e se inclinationen vnd neigungen wann man die stiegen einfa e lt: Vnd die da fallen, da würd es nur zů jnen stehn, das sie widerumb auffstehn. Wolauff die hüner braten schon. Ein langweiliger Aspect eine ha e ßliche jungfraw, aber ein scho e ne, macht ein hüpsche complexion. Aber sie seind all hüpsch ohn die mein. Vom stand ettlicher leüth nach den Planeten. DIe Ko e nig werden eben die Planeten im himmel haben, welche die bettler, dann auff der Ko e nigen kro e nung kein neuwe gestirn gescho e pfft seindt worden. Es sey Heintz oder Bentz, Colfactor oder Doctor, groß Hans oder klein Hans, da ist kein glantz. Die dem Kindfresser Saturno vnderworffend seind, 8 als alles dürstiges gesindlein, vnd vngerhatene kindlein, daß mehr la e uß ha e lt dann par gelt, als daube, vnsinnige, wetterleünige leüt, Kerchelzieher, Sawbru e er, Ka e mmetfeger, Mist, Most vnd Holtztra e ger, Hosenlepper, Schůchstepper, Todtengra e ber, Peltzweber, Würstler, Schůchlümmeltrager, Hundsschlager, Hundsdrecksamler, Alt Eisen vnnd Eschensamler, Hudelumper, Růbenbumper, Hu e ner vnd Würstfüller, Besemstieler, Schlegelflicker, Steinpicker, Ziegeiner, Ro e delsteiner, Weinru e ffer (ru e fft den wein auß, vnd trinckt er wasser zů hauß) Leimengraber, Seitenschaber, Hornschaber, Ofenpletzer, Zeichenschwetzer, Lederschinder, Weidenbinder, Wurmsamen Kra e mer, Salbenklicker, Reiffwickler, Laternenpletzer, Nußscheler, Kirschenzehler, Eseltreiber, Knapsa e ck, Stra e ubleinbeck, Partecksammler, Obstler, Stundaußru e ffer, Suppengieser, Kuchesu e ser, Vnholden, Hexenmeister, Parillenseher, Landspeher, Milchsta e ler, Diebsha e ler, Bock vnd Gabelreüter, Zeichendeüter, Mantelfahrer, Schatzscharrer, Cristallengucker, Leimentretter, Zwillchgletter, Kerner, Ka e mmacher, Ortbandmacher, Klamperer, Kartetschenmacher, Fu e terleinmacher, Zweckfeiheler, Laßeisenwetzer, Pflasterschleiffer, Oelpresser, Vnschlitsieder, Kuttelnwa e scher, Winckelmesser, Spinnenfresser, Senffmenger, vnd andere Melancholische dreckschlindige vnfla e tter, die werden nicht vil recht ha e ndel treiben, vnd nicht alles empfangen, was sie gern erlangen, werden sich fast des Festes der kreüzerfindung behelffen, vnd oft sůchen la e uß da sie nicht beißt, Werden auch jhren speck nicht den Hunden geben, als ob sie es nicht bedo e rffen, noch vil Thaler nach der Katzen werffen. Dann nichts gewinnen, vil verthon, macht ein zůletzst betteln gohn. Es würdt das gelt viel Kauffmanschatz bey jhnen verhindern. Auch werden sie dasselbige gleich außtheilen, Ja wann die Sternenplacker, vnd Proctickprocker der lu e gen eins werden, vnd wann man ein sechtzigja e rigen Bader find, der nie geschwitzt hat, einen Warsager der nie gelogen hat, einen Koler der nie ist ru e sig worden, Fůhrleüt vnd Schiffleüt die nie geschworen haben, Betler die gůt kleider tragen, Mamalucken die recht glauben, Jůden die nicht durch wůcher rauben, Pfleger, Schaffner vnnd Amptleüt die in jhrem dienst verderben, Krancke die nicht gern 9 gesundt weren ohn sterben, Procuratoren die jr gůt für ander leüt versetzen, Hencker die niemandt verletzen, Kürßner die den beiß nit saltzen, Taglo e ner die nicht gern wolten, daß die Arbeyt schon wer vergangen, wann sie anfangen, Roßteuscher, vnd Kra e mer die nit liegen, Wa e chßler die nit betriegen, Ko e ch die nichts verschütten, Hůren von gůten sitten, Schreiber die nit radirn, Studenten die nit lieber hoffieren dan studieren, Münch die niemand verfu e ren, Ein troß on nasse knaben, Zehen Gelehrter vnd Formenschneider deren nit etlich bo e ß augen haben, Trucker die nicht gern Wein trincken: Ein dutzent Schneider darunder nit ettliche hincken, Metzger, Gerber, Seitenmacher, Oeler die nicht schmutzig sein: Schůchster, Nestler, Ferber die nicht wu e st na e gel haben, Kannengiesser, Schleiffer, Tra e her, Schlosser, die nit kirren: Wirtt die nicht wasser vnder den wein schütten: Ma e gd die nicht Ha e fen brechen, Junge gesellen die nicht gern scho e ne Meidlein sehen, \& contra von Jungfrawen die nicht gern scho e ne gesellen schawen, \&c. Ja wan der Teüffel gestirbt, ist jm noch nicht weh, \&c. Kurtzumb den Armen werden die Engellotten auffzůwa e chßlen verbotten sein. Angesehen des Saturni steltzende retrogradation würd ein krippel vnd krummer vnflat im Spittal sterben, vnd werden die Erben nit viel vmb das Erb werben, noch schwartze Ro e ck darauff außnemmen. Die vnder dem blo e den Jupiter, als die zaghaffte gesellen, die nicht viel arbeyten wo e llen, die ein schelmenbein haben im rucken, das sie sich nich gern bucken, die Neuwzeitung frager, die laßbrieff trager, hie wat nüws vom Tüffel, Ablaß kra e mer, Klosterschla e mmer, Stationirer, Hoffierer, Glockner, Herr Colfactor, Amptleüt die dem Fürsten geben ein Ey, vnnd nemmen dem gemeinen Mann zwey, paternostler, Ko e rnleinmacher, Kertzeka e uffler, Almuser oder Allmauser, Stattbüttel im dorff, Junckern von Adelstoltz, vnd Herren von dem leffelholtz, deller schlecker, Auch sonst mu e ßig lecker, Copisten, Bulisten, Mu e nch vnd Pfaffen, die viel thünchen vnd nichts schaffen, Nonnen vnnd klo e sterso e n, Einsidler, Gleißner Kirchenra e uber, Schreiber, Pergamentschaber, Beuelchhaber, Retscher, Rotschwetzer, 10 Pfulwentrescher, Papyrgletter, Notnarry, Schoffnar, Podagransgenossen, zwifach geha e ubelt bossen, Papyrsudler, vnd andere Hudler, werden nach gelegenheyt jres gelts leben, vnnd ettlich mehr kisten voll brieff oder staub haben dan voll gelts. Die Aduocaten werden dapffer das gelt aduociern vnd procuriern. Die Schreiber werden mehr gewinnen mit kauffen vnnd sitzen, dan ein Bott mit lauffen vnd schwitzen. Die weisse Herren werden schwartze Ro e ck verlassen. Mo e nch vnd Pfaffen werden mehr erschnappen mit singen, dan ein Aff vnnd Gauckler mit springen, O Brůder an ein Růder. Pfaffen die gern ho e ren kinder wein, Juden die gern wohnen bey den Schweynen, vnd Mo e nch die zů weltlich scheinen, Hencker so to e dten keinen, vnd Teüffel so nicht gern peinen, Müssen jhr art vnd eyd verneinen. Nicht jedes gleich ein handwerck heißt, was einen kleidet oder speißt, sonder was einen nehrt vnd ehrt, dasselb ein handwercks namen ho e rt. Kein volck würd meh mit der schwartzen dinten farben kunst erklittern vnd erklettern, dan die mit der federn. Es würd meh nutz eintragen ein Abt zů sein, dan ein schlechter Münch, darumb werden viel nach den Abteyen stellen lieber, dan nach dem vierta e gigen fieber. Ich will lieber eins Anthonier Münchs saw vnd bauch sein, dan sein bůch. Ettliche Trucker vnd Schreiber werden sich mehrtheils mit blossen worten ernehren. Die geistlichen werden offt singen vnd ru e ffen, da sie lieber schlieffen, vnd betten lieber in betten. Sie werden sehr anda e chtig lesen allzeit, wan es lange gůtte opffer geyt, das sie als dan zů den Bu e chern der vier Ko e nig haben mu e ssen, vnd solt es nur zwey bletter haben. Der Arm Priscianus würd sein fegfeüwr inn den Klo e stern haben. Den grossen Herrn werden viel auff dem fůß nachgehen, Vnd jnen lieber auff den kopff stehn. Zů hoff würd es nicht lang wol schmecken, sich schlaffen auff die kisten strecken (wann schon golt darinn leg) dann sie seind ein wenig ha e rter dan die federn. Die Schreiber vnd Notnarry solten wol bald verderben, wann man es also halten will, daß man keinem auff schermesser vnd papyrenwisch leihen will, er hab den bürgschafft vnd pfand, vnd das gelt in der hand. Zů hoff werden suppen vnd brieff liederlich zůbekommen 11 sein. Hu e t euch jr Jouisten, das podagram will zů eüch nisten, jr mo e cht eüch wol mit beltzen socken vnd krucken rüsten: Ey laßt eüch den wein mischen, ob jrs darmit verdüsten. DIe im Eisenbeisser Mars, als das redlich bürstlein, Hencker, Schinder, Ragker, Mo e rder, brenner, Ra e uber, Kistenfeger, Galgenvo e gel, Bawrenflegel, schergen, Oelberger, Eselschreyende Zanbrecher, Starenstecher, Steckenknecht, Bettelrichter, Schnappha e n, Lo e wen, Fechter, Faustrechter, Mo e nch vnd Hodenschneider, Galgenleyter, Tyriaxkra e mer, Schlangeklemmer, Schwebelho e ltzleinmacher, Bautzbacher, Zundelkra e mer, Freihartzbůben, Rosbůben, Troßbůben, Stallbůben, Mistfincken, Marterhansen, Lumpenhosen, Halbscheidler, Ratzento e dtler Ratzenbeschwo e rer, Glücksteiber, fleckentreiber, Bangart, Catalinisch geselschafft, vnnd sonst die bo e se bůben seind im dritten grad, vnnd gesind, daß man auff jarma e rckten find, vnd nach der ma e ß für die zahlung an galgen bind, die werden diß jar vil scho e ns dings dichten vnd verrichten. Aber der Mars tro e wet jrem einen, daß er bald zů einem veldbischoff erho e cht soll werden, der den fürgehenden leüten mit den fu e ssen die benediction, oder den segen gibt: hüt sich des namen H. anfa e ngt, wan er schon nicht würd gehenckt, vileicht er daran gedenckt. Welche nicht der Mars kan vmbringen, die würd der Mors verschlingen. Krieger, Reüter, Fechter werden sich verhalten das jhnen kein Wirt nichts lang schuldig bleib. Es würdt ein rauher krieg sein zwischen hund katzen, vnd Ratzen, Kappen vnd den Eyern, dem gesa e ß vnd dem gefra e ß, dem wasser vnd dem feüwr, zwischen wolfeil vnd theür. Im krieg, werden viel gleiches todts umbkommen, die doch vngleich Natiuiteten hatten. DEr staubechten Sonnen kinder, Taglo e ner, Hundsentwehner, Landtzettler. Bettler, Kuderwelschen, Briefffa e lscher, Meelka e uffler, Kornscha e uffler, Paretleinsa e uberer, Fleckenreiber, Bierendürrer, Hundsbůben, Beckenbůben von Basel, Hipenbůben, Kommetfu e ller, Schüsselspieler, Sacktra e ger, Koltra e ger, Stiffelschmierer, so da blasen wann sie die Stiffel spicken, Feüwrschu e rer, Hechler, Schnitter, Saltzsieder, Ga e nßhu e ter, Lolbru e der, Bierkoster, Tra e scher, 12 Pfla e sterer, Boßler, Roßler, Bratspißwender, Handwerckscha e nder, Alga e wische spinner, Haubenstreicher, Eßigweicher, Weinschencken, Kretschmar, Rebknecht, Raupen von Thubingen, Tauben vo e gt, Vogler kautzen, Ja e gerschnautzen, Lackeyen, Ma e der, Katzenwadel schneider, Weckholterhawer, Papirenhu e tmacher, Ha e fftler, Schützen vnd o e berste Vrenrichter im Dorff, Halbho e ßler, Guffenspitzer, Einleger, Brunnefeger, die lieber die fa e sser fegeten, Kuchenratzen, Reyfftrager, Lebzelter, Leffelschmid, Sibmacher, Stroschneider, Kra e utler, Stubenreiber, Sudelko e ch, Haußknecht, Koler, Roller, Keller, Schneller, Schinbruckergrauen, die gern in den ga e rten schlaffen, vnd alle andere saubere besta e ubte verbrente kinder, vnd weinnasse dürstige Rinder, auch gemeinlich alle die, so gepletzte hembder auff dem rucken tragen, oder den das haar zům hůt außgeht, oder den Barfüsser orden fu e hren vnnd la e uß in der Sonnen erklauben, die werden diß jhar nicht das zipperlein in den za e hnen haben, wann man sie zů gast würd laden: Sie werden gern ho e ren schlagen, aber nit gern tragen: Es mo e cht jhnen auch vileicht schaden, wann man jn zů vil wolt auffladen, es seind gar zarte knaben, man schlu e g jn mit der holtzaxt ein beül. Hu e t euch vor dem pfeil, daran man die ku e h bind, heißt ein seil, daß es euch nit werd zů theil. DEr Venus mit dem hitzigen stro e winen Arsch verwante, als allerley Nachtlauren, hůren, bůben, kuppler Rifia e ner, Hennengreiffer, Nachtschweiffer, die nach der kammerlaug schmecken, leffler, Ga e ffelma e uler, Spanische Caressierer, Liebthurnierer, Ha e ndleintrucker, Brüstleinschmucker, Narrenfresser, die jhres drecks ein pfundt essen, wündlein wescher, die lo e blich gesellschafft vom Gauch, die der Rauch auß dem hauß beißt, Frauwenknecht vnnd thůn jhn doch selten recht, Meidleinpfetzer, Leißschwetzer, Liebtraber, Schmollappen, Haußbesem, Spinnenstecher, Kamerjungen, Bo e ckische Ma e nnlein, Rote ha e nlein, Tüttenlüller, Hundsstiller, Lieba e ugler, Můterso e nlein, Huldaffen,Vom Affen auff dem Milchhafen mit dem pfeil des Narren geschossen, Amadißla e ser die ober dem Keyser Octauiano weinen. Item Haußma e gd, Ketschma e gd, Kindsmeidlein, 13 Stiffelbraune Bawrenma e tzlein, Dantzgredlein, Rockenstuben bey den Roßbuben oder Rotzbuben. Vnnd nomina desinentia in in , namen die auff ein in sich enden, vt Na e derin, Ko e chin, Baucherin, Pfaffen ka e llerin, Klosterla e ufferin, Beschliesserin, Lohnspinnerin, Wollenstreicherin, Stra e ußleinmacherin, Senffschreyerin, Badreiberin, Walckerin, Hosenstrickerin, Reiberin, Landtkremerin, Warterin, Klosterwa e scherin, Leirerin, Stra e ubleinbacherin, Goldspinnerin. Excipe Hebammen, Seugammen, Landsknechtsmůtter, Ladenpuppen, Begynen, Nonnen, Grempelsrawen \&c. werden in grossem ansehen sein. Aber im Krebs hu e ten sich eteliche vor des Frantzenhosen vnd den bo e cken, wann sie zů viel schlecken. Es werden auch kein Nonnen ohn ma e nnliche beywonung empfahen, vnd wenig Jungfrawen Milch geben, es werd dann ein constellation. Bey leib laß man die To e chter nicht veralten, es ist kein legerops, das man kan halten. Der Metzen ein dantz, Eim jungen lappen ein krantz, dem Spieler ein schantz, dem fraaß ein ganß, dem Krieger ein lantz, demm Hoffmann ein fuchßschwantz, so ist der reyen gantz. Wa die Ma e gd sich lang besinnen, vnd die frawen mu e ssen spinnen, da würd man nicht viel gewinnen. Man würd viel vnder dem weibs volck verdencken, als wan sie jungfrawen oder ehrlich weren. Vnnd ob man jhnen gleich hieran vnrecht thůn würd, so werden sie doch den vnbill gern gedultig leiden. Die diß jar frů freyen, würd es fru e gerewen. Die wol verheurahten werden dis Jar accidentales , vnd vngefa e rlich sein, dann es ist ex rarò contingentibus von Seldenaw, die es meinen werden betrogen, wie jener lecker, der ein bißlin vermeint in das bett zůmachen, vnd fu e llt es gar darmit, pfuy, verbrenn dich nit du lappenheüser am lech. Die ha e ßlich gema e ulten junckfrawen werden den schleyer vor dem Maul haben. Der Graue von Tugenthoffen würd diß jar nicht vil heurhat machen, sonder der von Lugenstall vnd Goldburg, wers trifft, dem klapt es, Besser scha e l dan fa e hl, sagt ein mahl ein schielender schütz. DEr Marckjuncker Mercurius, welcher zům theil dem Geltmelckend geitzbürstlein auff der bürst, zům theil den Fantastischen ko e pffen, vnd kurtzweiligen künstlergescho e pffen 14 vorstehet, als den liegern, betriegern, Beuteltreschern, Müntzwa e schern, Kauffscha e ndern, Marckedentern, Pfa e ffersa e cken, Müntzfa e lschern, Müntzschmeltzern, Speckheckern, Diebischen Müllern, Kreißspielern, Würffelknipffern, (die darnach meister Hanß knipfft für ein klipffel in ein feldglocken) wechßlern, vorka e ufflern, Seckelabschneidern, Schatzgra e bern, Kra e tzbereytern, Buttenkra e mern, glaßtra e gern, Goldsandfa e gern, zo e lnern, Allchimisten, Decretisten, in den kisten, Meistern der siben faulen künst, Gaucklern, Da e ntzern, Seulga e ngern, Marcksa e ngern, Brenneisenschneidern, Schwerdda e ntzern, Cůntzenjagern, Britschenschlagern, Meisterha e mmerlein, Affenbosselern, Hündlein stoßlern, Welschengeigern, Schalmeyern, Leirern, Bergreyern, Teüfelbeschwerern, Hexenmeistern, Mo e nchischen Nachtgeistern, Schůlsackfressern, Schinhůtbesserern, Kirchma e ßkeglern, Spanischpfefferkra e mmern, Schmaltzka e ufflern, Hültzenbratspießmachern, Ha e spelho e splern, Ka e ßka e ufflern, Fegsandschreyern, Gremplern, Besenbindern, Leffelschnitzern, Gabelspitzern, Roßkammen, Muckenwadlern, Spicknadlern, Schaubenhütflechtern, Mo e rdelknechten, Speckho e ltzlein, Steltzern, Zapfenspitzern, Tellerschnitzern, Ma e ußfallenzimmern, Vo e gelbekümerer, Algo e wischen haußmalern, Ka e ffichschnitzlern, Fischnetzlern, Spindeltra e hern, Sternensehern, Würffeldrehern, Trummenschlagern, Fidlern, Schweglern, Trumscheitern, Alpenho e rnern, Brüchlern, Frettnern. Nun disse alle vnd andere jres gleichen, warnet Mercurius, vnd fu e r das erst die ersten, daß sie steiff auff den ba e ncken sollen sitzen, daß sie nicht brechen vnd banckerottieren, die andern, daß sie nicht singen sollen wann sie lieber weineten, vnd des gelts halben nicht bekümmert sein, sonder nur vmb wein, das gibt gůt thauben ein. Es werden die Tůchleüt an dem daumen nicht bald erlamen, oder das podagram kriegen, dann sie brauchen jn wol im elen messen. Auß den Alchimisten werden eh falsch Müntzer entstehn, dan auß den Odenwa e ldern. Es würd vil dieb auff jarma e rckten geben, Aber Mercurius tro e wet jn bey jrem leben, das sie nicht bleiben bekleben, man würd jn sonst ein stopffung geben. Wiewol den dieben alle kleider gerecht sein, so geschicht jn doch wie den Affen, die man in den stiffeln fa e ngt, vnd darnach an 15 die ketten ha e ngt. Den dieben würd man nicht lang trawen. Der finster stern tro e wt dem Spanischen pfeffer, o jr Landkra e mer lauffet, secht das jr vorkauffet, die bauren haben starcke Eselszungen, die wurtz schmeckt jhn sonst nicht, sie sey dan ra e ß vnd beiß sie in daß gesa e ß. Den Mercurium werden die Alchimisten als ein Ketzer verbrennen, vnd im grund den Lapidem Spittallauficum finden. DEr Wetterlünig Mon zeigt an, das sein kalte lunsichtige vnderthanen nicht viel richtiges grosses handels treiben werden: als da seind Narren, Stockfisch, Esel, Beschneidstül, Gebichte thoren, gefürnißt fantasten, Fischka e uffer, Bottenla e uffer, Postillion, Holtzhacker, Angelfischer, Kesselbesserer, Pfannenbletzer, Badkretzer, Kra e tzenbesserer, Vergenfůhrleut, kumetziger, Jacobsbru e der, Geißhu e ter, Hu e nerbeschroter, Capaunenschneider, Fensterpletzer, Ku e nhawer, Thüncher, Tachdecker, Schindleinleger, Fischerbu e ben von Straßburg, Bilger, Walfartlauffer, Biersauffer, Rubenschreyer, Brotma e ier, Scherenschleyffer, Thurnpfeiffer, Schneckengraber, Lederschaber, Karrherren, Laugen distillierer, Clistierer, Brunnenscho e pffer, Baumpfro e pffer, Galeenknecht, Riemenzieher, Ru e derer, Flo e tzer, Baursknecht, Bürstenbinder, Schatzgru e nder, vnd vnglückfinder, Hawer, Monschawer, Ra e ttichplotzer, Gumposter, Baderknecht vnd alles Melancholisch schwerko e pffig Naß geschlecht, vnd langweiliges gema e cht: Dise werden jn gro e ssere Reichthumb einbilden, dan sie empfinden, vnd den schimmel wol vom gelt treiben. Sie sollen bey leib nicht die alten Schůch hinwerffen, sie haben dan newe. Die Fischer werden zů land nicht gerhaten. Die in die Krebslo e cher greiffen, werden ein Menschen hand herauß ziehen. Ihr glück ist im spaten wa e del gehawen. Aber wer kan für vnglück, wan sein das hauß voll ist: Besser ein fenster auß, dan ein hauß. O frommer schein, O falscher schatten. 16 Von den XII. Monaten vnd dem eingang der Sonnen in die XII. Zeichen, auch jrer wu e rckung, sampt einer grillischen Laßtaffel. IM Jenner würd die Sonn vmb ein stund fru e er auffstehn vnd der Wasserman ein warmes bad giessen, deren würckung in badstuben am sta e rcksten würd fliessen. Wann es in disem Monat gefroren ist, so würd es sein ku e l, trucken, vnd frisch. Vnd würd der Arm gleich so wol ein ku e len trunck mo e gen haben, als der Reich, wiewol die tra e nck seind vngleich. Der weiß Schnee würd den vnsauberen Menschen nutzlich sein, dan im ersten grad ku e lt er, im anderen feuchtet er, im dritten sauberet er. Schwartz Erd ist golds werd, Rote ist todte, Steine ist keine, Weisse erd ist auß gedert. Voll sand gibt voll hand. Die alten hu e ten sich, das jhn nicht der Eyerstock erfriere. Welchen nit freüßt soll den offen hinderwertling ansehen. S. Vincent disen Monat den gro e sten Winter seind: Vnd ist zů der zeit wol zůerkennen, welche suppen warm oder kalt seind. 1. Das erst Neuw würdt an Cůntz Schlauraffen hochzeit, zů nacht bey dem Ka e lber dantz auff dem Nollsack, und ist der Mon im schopff, auch gůt lassen hinder dem offen, in der glu e enden kachel, da man die fu e ß verbrennt, gleich mitten im glaß, da man die zungen schleifft. IM Hornung, welcher kein garten hat, der soll sein ba e um vngebutzt lassen. Wer im Fisch dises Monats geboren ist. der würd gewiß kein Menschenfleisch haben. Das kalt Wee würd noch vil zitterns geben, besonders den barfüssern, sie ziehen dan vor Offen, vnd lesen im bůch der Ko e nig vom schellenko e nig, wie der Karttenheüser vbung ist. Tyriacks auß dem Weinglaß ist gůt für vnmůt, aber er můß nicht groß sein, er vberwieget sonst den Wein, vnd macht die witz klein. Schaw hu e t dich vor vberiger 17 Weißheyt, dann man würfft die Narren bald auß der wiegen, wer dann mit ga e uchen zů ackern gehet, der můß mit gecken a e gen. Vmb des Peterstůl fest, sůchen die Storcken jr nest, vnnd kompt von Schwalben der rest. Mattheis bricht das Eyß, find er keins, so macht er eins. Der Jenner vnd Hornung haben mu e h, füllen die ka e sten oder la e ren sie. Es sagt der Bawr ein kurtzer Hornung sey ein laur: aber sie seind selbst lauren, sie sagen nur von jren Mauren. In der fasten würd das Miserere sehr gemein sein, wie das vluluya zwischen Pfingsten vnd Ostern. 2. Das ander New würd am kalten Montag, als die fraw den beltz verbrant, zů mitternacht am sonnenschein, 3. stund siben minuten im Eselsstall, bey dem Melckkübel, vnd ist im kalb, hat jnnen den kragen vnd magen, vnd würd gůt lassen am augapffel, Artzeney gůt auff dem strosack, da ein die federen in hinderen beissen. IM Mertzen wo e llen Sonn vnnd wider schertzen, da würd das baursvolck reisig werden, vnnd ein feldordnung anrichten, derhalben gemach ins dorff, die bauren hund schlaffen. Wann in disem Monat mit eim schertzet der wider, so stoßt er jn nider. O die kranckheyt flieh ein jeder, dann in der gantzen welt sollen viel leüth sterben, die kein Schnecken essen, vnd nicht la e nger leben ko e nnen: O ich a e ß eher wie jene Edel fraw, Ka e ß vnd Brot, dan ich hungers stirb. Zů anfang oder zů end, der Mertz sein gifft send. Ein feüchter fauler Mertz, ist der bauren schmertz. Kein Ma e ußlein on ein heüßlein, kein Ruffian on ein putan, kein hinders on vornen, kein Ros ohn dornen. Auffstehn fru e h hat mu e , vnd kompt nur offt zů fru e h, wie jener fraw wann sie zů fru e h auffstůnd, so versaltzt sie die supp. 3. Das dritt Neuw würdt an dem blawen freytag, drey schrit, zwo minuten hinder der thür, da der Jeckel in die grůben fiel: Vnnd ist der Mon inn der scheißbütten: Würdt gůt lassen bey der krautdunnen, am kellers halß, im fladen hauß, da man die ga e nß schu e rt, hart am quatterloch, als der lecker die waden bescheiß da man den gelben brey kocht: Artzney iß in der schmeißbütten. 18 IM Aprillen brilt der Ochß weit, weil jn die Sonn reut. Vnd ist der Gauch Monat, dann da lassen sich die Ga e uch ho e ren vnnd ehren. Wer nicht halten kan der soll lassen. Jederman hu e t sich vor grosser kranckheyt, dann sie ist fast vngesund, den todten würd gůt ko e pffen sein. Der Reitend würd leichter vortkommen dan der fůßgehend. Auff Kirchweihen soll woll mancher den Gauch im pfeffer essen. Wer ander leüt schwertzt, ist darumb nit weiß. Ein dürrer Aprill, ist nicht der bauren will, sonder der Prillenregen, ist jn gelegen. Am morgen ku e l im Aprill, macht schlaffen vil vnd still. Ostern ist nie on staub vnd laub. 4. Das vierd New würd an tag Heintz lappenschedels, zwo e lff hanenschritt hinder der holtzmu e l, da der fridel die hosen schmiert, der Mon im singfinger zeichen, vnnd hat jnnen die oberst krüpff, würd gůt lassen am lincken ohrla e pplein für den Narrenstich auff dem beschneidstůl, ist gůt baden die zungen ins Kellers loch. IM Meyen kompt die Son zů zweien zwilling (dann drey hab ich nie gesehen) Darumb würd niemand gern allein sein. Den lieben würd die nacht kaum .8. stund, den za e nkischen der tag noch so lang werden. Welche fraw disen Monat empfa e ngt, würd darnach bald schwanger werden. Es sollen dise Monats zeit die Ba e um vnder dem laub stehen: Die gebornen Doctor werden fast la e ppisch sein, vnd die alten ha e ut werden vil gerbens bedo e rffen. Der hat ein bo e ß nachtmahl gewiß, der alles auff den Imbiß ißt, Schwartz hennen werden weiß Eyer legen. Die Ga e uch werden im feld fliegen, aber in der Statt werden sie gehen. Wer dem Hirten das graß abma e yet, wird den Schaffen schaden. Die Eyer kuchen von neün vnd neüntzig kra e utern werden gemein sein, secht daß euch kein ga e uchkraut im halß besteck. dann es ist kein schleck, was die ku e h vnder dem schwantz hacken, Ich geb eim nit ein dreck vmb die Naß, wann eim ein kůh auff ein aug thůt. Den Meyen voll wind begert das baurengesind: aber der mehst theil sagt der Meyen solte sein zwischen zweyen, nicht zů feücht, wie mu e ßt er 19 sein vileicht? Ist der Mey ein ga e rtner, so ist er ein gůter ackerer, \& contra wie man die wollen streücht. 5. Das fünfft New würd am gelben Mittwoch, als der Ripel die stieg abfül mit drey schüssel eingesultzter hundsfu e ß, vnd ist der Mon auf Schwa e bisch voll, hat jnnen sieben maaß tromiers, vnd ist gůt lassen an dem lincken Holtzschůch, Artzney gůt in der hundsmilch. Baden im weinbach. IM Brachmonat würd das schaffscheren erst recht angehn, dan die Son bringt den krebs mit seinen grossen Thonawischen scheren, welchen die bauren zů Liegfeld für ein schneider ansahen, vnd darnach ertrenckten. Wer im Krebs gebvren ist wu e rd jm haben mu e ssen vnder dem schwantz liegen. Vmb Sanct Johans tag würd es viel brunst geben. Die scho e nsten würd man am liebsten haben. Bey den hohen bergen wu e rd man thieffe tha e ler finden. Barnabas den la e ngsten tag las, vnd wu e tet sens im hew. Sanct Medard ist ein Ma e der, vnd das er nicht regen trag, er regnet sonst viertzehen tag, vnd noch mehr wers glauben mag. Bey den schlo e ssern vnd schmiden würd es vil sta e hlens geben, So werden die Haffner aber ein mahl den bauren kru e g anrichten. Hertzog von Du e rstberg würd vmbschlagen, vnd das Milchvolck nach dem gesundbrunnen weisen. Wann es nach dem Krebs gehen soll, so werden die seulen hinder sich gehn, die scha e mel auff die ba e nck steigen, die hauptküssen ligen zů den fu e ssen, der bauch zů vorderst gehen, der Arsch zům ersten nidersitzen, der geknipfft würffel auff elff fallen, Kein Eß im flüßspiel gefunden werden, noch die bonen im Ko e nig kůchen auff die heyligen drey Ko e nig tag, vnd die nasen krumm wachssen, die augen hinder sich sehen, vnd der arß hinden auß blehen. 6. Das sechst New würd auff den hungerigen freytag vor der faßnacht im thaubenschlag, da die Flederma e uß außhecken, vnd ist der Mon in der Meid, Ist gůt lassen auff dem dach vnder der stiegen, da die ga e uch jr na e ster haben. 20 IM Ho e wmonat hu e t sich bey leib jederman daß er kein ho e w eß, aber daß ho e w daruon man in lidern singt, das bringt. Es würdt dise zeit die Son so hoch stehn, das sie niemand erlangen würd, vnd so fast eilen dem lo e wen zůentlauffen, das sie jhr vnd vns heisse hundstag machen würd. In dem Monat werden Neun mucken fette halben so gůt sein als ein velthůn, Darumb werfft sie nicht auß dem salat oder pfeffer. Auch würd das klein gevo e gel vmb Sanct Veits tag so heimisch werden, Das es frey mit dem grobsten bauwren die Milch würd auß der schüssel essen. Zerbrochen fenster werden zerbrochen Gla e ser anzeigen. Wann man Ho e uw ab lad würd man vor großem gesta e ub die Muck nicht sehen, die darauff saß, vnd sich groß vermaß. Dise Monats frist werden die dornen scharff sein, darumb wer zo e rnen will, gang von der hecken, daß er den arß nicht zerreiß. 7. Das sibend New würd auff des karno e ffels tag des spielers, drey stund nach mitternacht, vier minuten im gold, vnd ist der Mon in eim bo e sen zeichen, wan der Man das weib schla e cht: vnd hat jnnen den la e ren seckel, ist gůt lassen im ha e ffenkübel, da die geda e wten linsen in liegen, die dem Schwaben seind entfallen, der sein karrenma e sser mit vier jungen deglein daran verschlecket: Artzney gůt in der suppen, gůt baden im kuchenladen, da der fritz hinein gutzt, vnd man die hund bespritzt. IM Augst gibt es hitzig lieb dan die Sohn geht in die jungfraw, dise zeit würd so grausam heyß sein, das ein schwartzer Krebs, so man jn siedet, gantz rot würd, das seind dan lustige todten, wie auch ein spinfa e rlein. Die in hunstagen nach dem hund lauffen sollen nicht gebissen werden. Sanct Laurentz ist der wa e rmst lentz. Augst soll sein ein Augentrost, Macht zeitig korn vnd Most. Es würd sich nit bedo e rffen das man hund, fliegen vnnd junge fa e hrlein auff die hochzeit lad, sie werden on das kommen. Das pulffer wird so feürgirig sein, das es von eim kalten stein vnd ku e len eisen mag erzürnt werden. Hu e t dich vor bleyenen pillulein, sie mo e chten dir zůstarck sein. Die dürren ku e h werden meh Milch geben, 21 dann die feißten ochsen. Man würd die fisch mit den ha e nden fahen ohn Reigerschmaltz im dreck gesaltzt, Ey lieber lapp, greiff darmit in halß. 8. Das acht New würd auff Lutz Schwolnars tag, der den schlegel fraß, sechs hasensprung hinder dem Kalkoffen. Vnd ist der tag kurtz wann der Mann nicht daheim ist, würd gůt lassen in der klapperbüchßen, bey den alten Weibern, zů dem Sieman Schneider in der wasser gassen: Ist der Mon im krebs, so gůt anschla e g hinder sich gehen. DEr Herbstmonat steht in der wag, da würd er viel wackelende weinenten geben. Bachus würd auff der kirmeß Sanct Othmars fla e schlein kauffen, vnd darmit tauffen. Oepffel vnd Bieren werden mit dem gegenschein des starcken winds grossen abfall leiden. Der Kauffleut glück würd in der wag stehn. Man wu e rd nicht viel Rephu e ner vmb wenig Danzapffen geben, aber viel Schnecken schalen würd man zahlen. Ist im Herbst das wetter hell, So bringt es wind im Winter schnell. Wa kein Bangart ist, würdt leicht trauben abzůbrechen sein. In weinfa e ssern vnd gauckelsa e cken, sollen große freüden stecken. Man würd den wein on leytern in den halß ablassen. Vor dem Herbst würdt man nicht bald most trincken. Sanct Vrbans plag vnd der Rang, würd vielen machen bang. Die vor dem Durst trincken, Werden nicht bald in ein Onmacht sincken. Auß eim Mageren gesa e ß, würd auch kommen ein groß gefra e ß. Die Sackpfeiff wu e rd nicht gehn sie sey dan voll. Derhalben auff du Rebendroll, es gilt dir voll ein boll, So würst zeittlich doll, vnd machst den hůt voll. 9. Das neünd New würd so man alt schuld heischt, vnnd ist in eim bo e sen zeichen, so der mann kein gelt hat, sieben stund neben der spindelmetzen, bey dem Eßigfaß nach der bierglocken. Vnd der Mon ist im bock, so er die geyß stoßt. DIeweil im Weinmonat die Sonn im Scorpion ist, würd es manchem den Magen vergifften, das er außbrechen můß. Im Beyer land werden auff den Ackern ganz wa e gen voll Raben wachsen, im land zů Francken 22 wu e rd kein fliegen mehr sein, aber auß ta e ygen bieren werden sie Bo e hmisch feygen machen. Drey weiber vnd sechs Ga e nß werden ein klappermarckt anrichten. Die ha e fen werden auff die drey fu e ß steigen. die hu e t auff die ko e pff, die stein werden hart sein, die flo e h schwartz, wie auch sonst die Nachtraben vnd finstere knaben, die bey nacht traben. 10. Das zehend New würd am gru e nen Mittwoch im finstern loch, da die Eülen schnappen, Vnd ist der Mon in der geyß, hat jnen das mittel in der glocken, würd gůt lassen am kreiden marckt, da man kolen mißt: bei der dreck orgel, da die Sa e w zů Chor singen, ein Kyfigß auff der barillen, da man mit dem gsa e ß durchguckt, am tag als Cůntz Sawdreck gehn Pfingsten reut. DEr Wintermonat würd den Sommer theür machen, vnd dem herbst das hertz abschiessen, auch den schützen feirabend geben. Die himmel federn werden zů fliegen anfangen, doch nicht so warm sein als sanct Martins gans federn. Dem flachs würd es vbel gehn würd er anderst nicht geradbrecht. Es würd viel plitzens vnd donnerens geben in Badstuben. Die von Schweinfort werden die Aicheln mit der haut zahlen mu e ssen, dann würd es in eim gůten naschspeckt sein. Es werden sich jr viel lieber spat niederlegen, dan fru e auffstehn, Auff Sanct Martin u e bt man gůten win, aber da erschrickt mancher baur vnd Zinßmann, der nicht zahlen kan. Auff Martins tag der winter fa e lt, wa e chset der tag so wa e chßt die ka e lt. Welcher sich auff Sanct Andres abend zů tod fast, der würdt noch disen Monat sterben müssen, vberlebt ers aber, vnd jhr noch elffe darzů, so würdt er vmb ein jar a e lter werden. 11. Das eylfft New würd an dem tag des würdigen latzenbesserers, vnd ist der Mon im schüsselkorb, da die fraw dem Herman den fischberen vber den kopff zog, zwischen Stocknarrn vnd wenden schimpff, vnd hat jnnen das vnder theil der steltzen: Ist gůt lassen hinden an der Mistporten, in der vnderen Apotecken, da man das Balsam gra e bt, genandt in dich zů leck ein: Artzney gůt im hinder spiegel, da man die brieff mit gelb sigelt. 23 IM Wolffmonat wu e rd der Steinbock die Sonn aufferwecken. vnd so vngestümm sein, daß er dem jar den boden gar würd außstossen. Das blaw vom Himmel zwey lot, das grůn vom Regenbogen vier lot, ein stuck von dem Nebel, das alles mit eim Affenzagel zůsammen gebunden ist gůt für den blawen hůsten. Wer disen Monat nit vberleben mag, dem soll niemands kein new Jar wünschen. An Lucie tag wachßt der tag vmb ein flo e hhupff. Der fro e rer würd den vbelkleideten den kalten schweiß zůr nasen außtreiben. Goldtwurtz eingenommen so viel genůg ist, für die armůt gůt. 12. Das zwo e lfft New würt am tag Heintz lapp den Bapp, des würdigen Würstbůben, zwo stund zwischen Loch vnd Brůchausen. in dem Eulenflug. Vnd geht der Mon in die Karpffen, in ein bo e ß zeichen, das haben die Narren jnnen, würd gůt lassen am tag Seitz Todtengrabers, vor dem gerner an der grabschauffel, jnnerhalb des leich thůchs, vnder dem grabstein, das ist die letzt la e ß im jar. Von früchten, Obs, Wein, auch anderm gena e sch vnd essensspeiß, vnd vieh vnd Thieren. DEr gemein Mann so vil saur butter Milch, vnzeitiges ops, vnd pflaumen ißt, würd daruon durchfa e llig werden, vnnd alles bey jm erstincken, vnd erfaulen. Das getreyd, korn vnd weytzen würd dem Armen am kauff alzeit zů theür vnd dem Reichen zů wolfeil sein. Der wein wu e rd im Schwartzwald vbel gerhaten, im Bo e hmer wald gar vmbfallen, aber in gůten Weinla e ndern zimlich ansetzen, auch viel leüt ernidern von stu e len, ba e ncken vnd stiegen. Volle fla e schen werden machen la e re ta e schen, bo e se kleider vnd liecht kuchen vnd ha e user. Das jenig bier ist am besten, darinn am wenigsten wasser ist: Dis jar würd es viel kerschen, pflaumen, o e pffel vnd bieren geben, vnd werden wol gerahten auff dem obern Marckt zů Costentz, zů Augspurg auff dem Berlach, zů Straßburg vor dem Münster, zů Bamberg auff der hohen Brucken. 24 Von welchem kerschengenesch viel leut die stein im leib bekommen: Welche zůr hinderthür sollen außpurgiert werden. Vmb dise zeit sagen die alten were dz Mauren am besten, angesehen das Mo e rdel vnd stein bey einander sein: Auch sein die stein gedo e rt gůt zů wa e rm sa e cklein die die Nonnen vnder die füß legen, fürnemlich so man sie auß dem bach ließt, oder hinder den zaunen, nur auffgeklopfft vnd die kern zů den Apotheckern geschickt, die wissen sie theuer zů verkauffen. Wer den wein nicht vermag, würd sich das wasser zů trincken nicht verschmehen lassen. Wa die Narren nicht brot essen, würd man den Rocken wo e lffeler messen. Gelb vnd weiß Růben, Rettich, Zwibel vnd kraut wu e rd man genug finden vmbs gelt zů Straßburg bey den fischba e ncken, Zů Bamberg in der ka e ßlers gassen vnd auff dem krautmarckt. Die schwartze ku e h werden weisse Milch geben. Diß jar wu e rd das gro e st theil von speck schweinen sein. Die blu e est an ba e umen würd den früchten vorgehn. Wan der armen leut wůnsch vortgeht, so wu e rd ein grosser vberfluß des Korns vnd Weins sein. Man wu e rd diß jar kein Krebs im lufft fangen. Ein grosser mangel würdt an distelen sein, von wegen der Esel mit den kurtzen Ohren. Auff wol fu e tern ist gůt Růdern. Wer můß ißt, wu e rd wol etwas mit můß erzehlen ko e nnen, fu e rnemlich wann er den brey im Maul hat. Wann der stein auff liegt würd der bratspiß nicht meh lauffen. Rote o e pffel do e rffen auch wol würmstichig sein, wie auch die scho e nen jungfrawen. Wer ein Reiger schindet hat ein magern vogel. Gehst in die Erbsen, so issest kein bonen. Drey ta e gig fisch, taugen auff kein Disch, vil lieber frisch. Besser ein Muck im honig, dan hundert hu e rnaussen on honig, dan wa nicht ist speiß, da seind auch nicht Ma e uß, vnd wer todt ist empfind kein la e uß. Das sagt mir wol ein Narr, vnd bleibest du weiß. Metall, Gold vnd Reichthumb. DAs Silber wu e rd dem bley vorgehn, auch dem Englischen Zinn. Aber die Platner vnd schlosser werden mehr eisen verschmieden dan silbers. Das kupffer würd 25 zů grossen Ehren kommen, dan mans in viel Mu e ntzhütten zům Silber heurhaten würd. Das geschmiert gold würd vngeschmirt nicht prob haben. Das heilig kreütz würd man auff der gulden Mu e ntz werd halten vnd leiden, aber an der stirnen würd mans neiden. O du heyliges ducaten creütz, wie reitzst zů kreütz vnnd geitz. Man würd meh beschnitten gelts finden, dan beschnitten finger. Die kronen werden sehr getruckt werden. Man würd nichts bald so fleißig behalten, als die alten doppeln Ducaten. Gelt würd bringen gunst, aber kein kunst. Die im Bergwerck graben werden meh stein finden, dann gelt gründen. Gelt einnemen würd diß jar für den Reichthumb mehr im brauch schweben, dann das außgeben. Es würd bleich sehen gold vnd geld, vor sorgen, das man jhm so sehr nachstelt. Die reichen werden besser zehlen mo e gen (wann sie anderst wo e llen) dan die Armen. Die Alchimisten werden den Mercurium braten vnd sieden, vnd im grund den lapidem Spittal lauficum schmieden. Wer das gelt veracht vmb des bo e sen seckels willen, den solt man mit Mum fu e llen. Es würd gůt sein, das man meh vorrhat schaff von gelt dan von hew. Dann wiewol es theür ist, so essen es doch nicht alle thier. Des S. Francisci leiden vnnd Orden würd sehr groß sein bey denen so kein gelt haben. Wer gelt hat wu e rd es ohn zweiffel warm halten, wer keins hat, darff kein seckel darzů kanffen, noch zů den wechßlern lauffen. Von Vngern erho e rtem glück. NIchts würd dis Jar ko e stlichers auffkommen, darob man doch weniger frewd haben würd, dann ob den vnuerhofften früchten der schwangeren jungfrawen, ob welcher frucht kleine frewd ist, so doch nichts ko e stlichers dan der Mensch auff erden erschaffen würd. So werden Vielma e nner durch grawe haar zů ehren vnd einem alten ansehen kommen, dessen sie sich auch frewen werden, wiewol sie in der jugend nicht kondten bald genůg alt werden. Der Hanenkra e h würd den faulen Ma e gden nicht lieb sein, 26 fürnemlich der La e nen. Besser ein weites glück auff dem Rück dan ein nahes vnglück im anplick. Gewitter. DAs Thonnern würd meh gethümmels han, dann der plitz. Wann es regnet würd es weniger besta e ubt schůch geben. Haltet die Münch zů hauß, dann kommen sie auß, so regnets oder will anfangen drauß. Im grossen regen werden sich die weiber hinden auffdecken, auff das sie das haupt verstecken. Wann der Hagel als erschlagen hat, So ist das Wetter la e uten zů spaat. Man kent das wetter an dem Wind, die fraw nach dem gesind. Den gebichten vnd gefürnißten Narren würd kein Regen schaden, es sey dan das sie warm baden. Von Nationen vnd Sta e tten. POlen vnd Vngeren würd diß Jar groß Krieg führen mit dem vngeziffer. Sachßen, Meyssen vnd Thüringen würd das gering bier nicht gern trincken. Venedig, Straßburg, Costentz vnd Lindaw würd an wasser nicht leichtlich abgang haben. Aber der gemein Mann zů Würtzburg wu e rd nicht so reich sein, als desselbigen orts ettliche Domherrn. Den Bayern vnd Schwaben würd es wol gehn, wann sie kein mangel an der notturfft hetten. Die Sta e tt werden ledig vom Todt sein, so bald man sie hat eingegraben. Antorff würd vngleiche ka e uff treiben. Zů Regenspurg würds wasser vnder der Brucken hinfliessen biß gehn Constantinopel ins Meer. Zů Augspurg werden Ma e uß an statt der Ratzen sein. Spanien würd zůnemmen wann es jm nicht fehlt. Man würd den Spaniern vnd den Polen acht auff die ha e nd haben mu e ssen. Das Niderland würd zůsteigen haben will es in das Oberland. Die Italia e ner werden sehr die Esel trucken. Die Saracenen werden mechtig von den Mucken vexiert werden. Es würd viel fisch im Meer geben, vnd niergend meh saltz 27 dan in der pfannen, vil Sa e w im Beyerland, vil sand zů Nu e renberg vnd Hagenaw, vil Rettich vnd Růben zů Straßburg, vil wein vnd bettler im Elsaß, vil Korn in Polen, vil ku e h im Schweitzerland, viel Ochsen in Vngeren, vil Butter in Holand, viel Ka e ß in Flandern, vil Ha e ngst in Frießland, vil danzapffen im Schwartzwald, vil ha e ring inn Seeland, vil Roß in Denmarck, vil mandelen vmb Speir, vil Honig in der Eyfel, vil Hopffen in Saxen, viel Speck in Westphalen, vil Ga e ns im No e rdlingergaw, vil Geissen in Hessen, vil Hutzelen im Algo e w, Lo e wen in Affrica, Kümmich in Malta, Maulbeerbletter zů Messana. Schwartz leut in Morenland, Weiß leut in Schweden. Corallen in Egypten, Zimmet in Zalon, pfeffer vnd imber in Calicuth, Greiffen in India, Pantherthier in Parthia, Tigerthier in Hircania, Perlin in Persien, Myrrhen in Arabien, Thůch von Antorff, Gewürtz von Lisabona, Seiden von Venedig, Barchet von Vlm, Eisenwerck von Nürenberck, Reiß von Meiland, leinwat von S. Gallen, Baumwollen auß Cypern, Cypreß in Creta, Magneten in Macedonien, gifft in Thessalien, zucker zů Palermo sümpff in Massow, feüwr im Heckelberg, Schnee auff Alpengebirgen, Veltliner vom Chumersee, Rangenwein von Dann, hammelfleisch in Malta, Küngelein in Spanien, Arles von Arles. Eulen zů Athen, Ka e lt in Samogetia, Granato e pffel zů Granata, Augstein in Preüssen, Schlehen im Jochimerthal, Quecksilber im Scho e nbach, Schiff im Haaffen, Auwerochsen in Polen, Schiffholtz vmb Genua, Wullen in der Bůch, Brunnen in Burgund Krebs zů Pruntraut, Scorpion in Welschland, Wandleüß in Franckreich, Marmelstein zů Verona, Reinfal in Ho e sterich, Growerck in Lyffland, Schleiffstein zů Padenborn, graw hasen in litthaw, Pfaffenhůren vnnd Esel zů Rom, Weiß Ba e ren bey den Reüssen, Su e ßholtz zů Bamberg, Ka e mmetfa e ger in Churwalen: Curßwein in Corsica, Kreiden auff der Schampagni, Kro e pff im Pintzgo e w, Silber in Tyrolischen bergen, Warm wasser in den Ba e dern, Saltz zů Hall, Mett zů Eger, Stockfisch in Nortwegen, Rainger in Lappenland, Wachs in der Moscaw, Schaff vnd thůch in England, Steinsaltz zů Crackow, Weyerfisch in Westerich, 28 Seefisch im Heegew, Hanff in der Mortnaw, Eßigwein zů Ingelstatt, Eichelen im Nordgaw, Dantzend pferd zů Neaples, Juden zů Franckfurt, Muffelthier in Sardinien, Holtzo e pffel vmb Saltzburg, Zwibeln in Francken, Gersten auff der Alb, kesten vmb Heidelberg, Salmen in Schotten vnd Ga e uch durch alle Land. Kranckheyten Artzneyen vnd sterben. WAnn der Wind nicht blaset würd ein groß sterben in dem Spittal in die flo e h kommen. Es werden so vil geistliche sterben, das man niemands finden würd ko e nnen, dem man die pfründen verleihe, dermassen das jren vil zwo drey, vier vnd mehr besitzen werden. Die blinden werden nicht einen sticken sehen, die tauben werden gar wenig ho e ren: den podagramischen würd das dantzen erleiden, die stummen werden stillschweigen vnd die hinckende sich neigen. Vil Schaaff, Ochsen, Schwein, Vo e gel, Hu e ner, Dauben, Ga e nß, Enten, werden sterben in den kuchen, vnd würd ein solch sterben nicht vnder die Affen vnd Ka e mmelthier kommen, wiewol man es sonst genaw sůcht, das auch die Fro e sch vnnd schnecken vor grossem schlecken nit thieff genůg sicher in der erden stecken. Vil wunden werden vnheilbar sein. Ein Wundartzt der barmhertzig ist, ein wund nur meh verwüst. Ein Artzt verzagt, der die krancken viel fragt, sie doppel plagt. Die Polnischen kopen von gewürtz, auch von Rettich vnd zwibeln die fürtz, werden den luft vergifften. Als dan wann ein sterben vnder die Ga e uch kompt, so sperret fenster vnnd laden zů, es mo e cht sobald ein vnschuldigen treffen, duck dich gauch der Narr ist voll, \&c. Werden sich die jungen wie die alten zů sterben entsetzen. Kein Milch auff die Fisch, sonder ein Nuß erwisch. Milch auff wein ist gifft, Aber auff Milch den wein, das mag ein Artzeney sein. Wz sol andere Artzney zuckerey vnd zauberey, die die leüt to e dten on scho e w: Aber die Artzeney ist galgenfrey, Auch kan ich wol ermessen, dz kopffwe erfordert essen, vnd das Magenwee scheissen das darff 29 mich kein Theophrastist weissen. Vnd essen vnd nit getruncken, ist sv vil als gehuncken. Deßgleich wer wol schla e fft, seicht, kopt vnd furtzt, Bedarff kein Artz noch wurtz. Vnd fleisch macht fleisch, fisch macht nisch, und knobloch ist ein gůter koch, erhalt den bauren noch, den Apotheckern zů schmoch, vnd den Doctorn zů poch. Ein kappen acht Monat alt, ich für ein Keysers essen halt, wiewol ein Kochersperger Baur auch mit a e ß. Die flüß vnd Catarrhi werden diß Jhar meh vom haupt fallen, dan vom gesa e ß, dann auß dem fallen kein flüß, sonder ef er es. Die gründigen werden sich selbst beissen grammen vnd fressen. Die blo e digkeit der augen würd dem gesicht wee thůn. Die padagrammischen werden sich baß an den za e hnen dan an den beinen befinden. Die gesunden werden sich besser gehaben dan die krancken. Die das durchlauffen kriegen, werden offt den ko e nigstůl besůchen, vnd soll jhn in solchen aufflauff erlaubt sein, wann sie kein wisch haben, die finger oder das hembd zů brauchen, oder, wie ichs von eim lecker gesehen hab, zieh den einen strumpff auß, vnd wisch inwendig das gesa e ß dran, Deren lungensichtigen würd vom stechen der Kützel in der seitten vergehn. Das Grün würd zů vertreiben sein mit dem schwa e rtzen. Wann ein Podagramischer ein Pfersichkern trucket das er Oel gibt, so würd jm geholffen. Die feüchten getreuwen Nasen werden vil schluckens vnd truckens bedo e rffen. Das Alte würd sein vnheilbar von wegen der vergangnen jar. Es würd das leben kosten denselbigen die da sterben vnd als dan werden sie kein beckelhaub meh bedo e rffen. Kurtzumb wir mu e ssen vns zůletz alle im ha e ußlin behelffen, da der gibel biß an die nasen stoßt, vnd wer da fro e lich vnd fridlich fahrt daruon, der würd auch fridsam auffersthon. Darauff do e rfft ich schier sterben, daß jm also sey, wann es nicht weh thet, vnd sein müßt. Nun das ich es recht beschließ, dann so das end gůt ist, so ist es alles gůt, sagt ein mahl ein Herr sehr Reich, mir vngleich, belegt er ein zwilchenen küttel mit borten von guldenen stücken. 30   Es steht in Ecclesiaste.               WEr allzeit auff all wind will sehen,     Der wu e rd nicht sa e yen oder ma e hen. Drumb nam ich Winhold dise mu e h,     Vnd procket dise praetick hie Das die Sternbla e nder vnnd sternscha e nder     Betriegen nicht meh sta e tt vnnd la e nder Mit falsch Prognosticationen,     Da sie den Herren vnd Nationen Wo e llen vorsagen künfftig sachen     Vnd lu e gen das die himmel krachen, Wo e llen die leu e t mit sternen schrecken.     Doch wer wolt glauben disen gecken. Weil sie offt in geringen dingen     Gar ha e ßlich grob zůsamen klingen. Vnd setzen offt ein Schaubenhůt,     Da wol ein filtzhůt besser thůt. Wa sie in solchen sachen fehlen     Wer will sie dann fu e r glaubhafft zehlen In stu e cken daran meh gelegen     Wann kranckheyt, krieg sich sollen regen, Wa sie nicht sagen war dem Bauren,     Wann er soll pflantzen oder Mauren, Wie wolten sies dan treffen gleich     Mit Herrn vnd jrem ko e nigreich? Man laßt die Sternkunst gelten sta e t     In jrer Generalitet Das ein groß neigung han besunder     Die ober Co e rper zů den vndern, Aber man handelt viel zů schno e d     In der particularitet, Wie heut thůn vnsre Manuisten     Manes ju e nger des Widerchristen, Welcher im selbst nicht kond verku e nden     Das jn ein Perser noch solt schinden. Derhalben bleibt nur vnerschrocken,     Wan sie schon dicke proctick procken, 31 Vnd laßt euch nicht durch jhren schein     Erleiden weder bier noch wein, Es ist ein lastrolugium,     Vnd macht die leut mit nichten frumb. Sonder weißt sie von Gott zůn sternen,     Das ist, zůr schalen von dem kernen. Glaubt aber bit ich nun vortan     Dem Rechten gstirn erfahrnen Mann, Welcher verzuckt ist worden gar     Bitz in den dritten himmel zwar Der spricht, wann Gott hie fu e r vns ist     Wz schads, wan sichs alls gen vns ru e st Das sternen gscho e pff nichts schaden kan.     Wan wir des scho e pffers huld nur han Derhalb auff das man Gott zů schmoch     Solch lo e ppisch ding nicht halt zů hoch, So hab ich hie die Wetterhanen     Im schimpff ein wenig wo e llen manen, Das sie jr practick vnd vorsagen     Ein wenig hobeln vnd benagen. Benagens wol jr wetterschmecker     Im finstern stern gibts ra e se lecker, Oder wolt jr den den jrthumb sta e rcken     So werden es die Bauren merken, Vnd es nicht ko e nnen meh vertrucken,     Sonder euch lan in hindern gucken. Da guck du sterngauch, guck du gauch     Wie blintzelst? beißt dich schon der rauch, Wolher nun jr Newzeitung kra e mer,     Die Proctick wu e rd euch angenemer Dan het es Murnar Naßhoch gstelt,     Dieweil es euch tra e gt schmutzig gelt. Wolher kaufft jr newzeitung schreyer     Hie ißt wat nu e ws vom Sternen geyer. Ich bit S. Claus von Alten hulden     Das er euch 10 000. gulden Einkommens ja e rlich wo e ll bescheren     On liegend gu e ter, die euch nehren. 32 Das wer ein boß, das wer gůt leben,     Dieweil wir warn am wu e nschen eben, Wu e nscht ich so ma e r den rechten butz,     Weil mir eins wie das ander nutzt, Doch wann es war wu e rd in eim schertz     Wie wu e rd dir lachen da dein hertz, Vnd wan es schon geht hinderwertz     So ist er nur gewu e nscht im schertz, Wem nicht wu e rd Nieren oder hertz     Sey fro der bieren vnd des stertz. Nun bey dem schwantz vnd stertz     End sich die Schantz vnd schertz.   Ich můß auffs zůkunfftig auch etwas sparen, sonst wa ich es alles sagt, so wer es meh dan das halb: Vnd euch vorthin weitter zů- rhoten, erwartet die zůkunfft des hinckenden botten.     E. W. Proctickprocker vnd Sternendocker                             Weinholdt Seinhlůt von Narmur im Nebelschiff.       Getruckt zů Altennarren im land Narrenwiegen, durch den Culkus Cochlearicus Bůchtrucker zů Narrweiden.