Johann Anton Leisewitz Alexander und Hephästion Hephästion . Du kannst mit dir unzufrieden seyn, du, den der ganze Erdkreis bewundert? Alexander . (bitter) Sonst niemand? Hephästion . Herr – Alexander . Ach, ich bin des Geschmeisses satt. Ich wollte mich nicht sowohl bey den Göttern eindrängen, nur von den Menschen ausgehn. Hephästion . Sey gerecht! So lang, als das Menschengeschlecht nicht ausstirbt, wird es einige hervorbringen, die würdig sind, dich zu bewundern. Alexander . Alles zugegeben, so ist das wenig. – Ach Hephästion, meine Seele ängstigen die Kometen, das Feuer, das Wasser, die das Menschengeschlecht vertilgen, und diese Erde umschmelzen werden – und dann die neuen Geschöpfe, die von Alexandern nichts wissen! Hephästion . Herr, mir schwindelt vor deiner Seele. Alexander . Mir auch – Laß mir die Thais kommen und Chierwein! Bekränze die Becher mit Rosen.