A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z Haar – Hecht Herd – Hochzeit Hof – Hütte   4809. An Höf en gibt es mehr Achitophel als Josephe. 4810. Bei Hof ist Gunst im Maul, Mißtrauen im Herzen. 4811. Bei Hof gibt man viel Hände, aber wenig Herzen. 4812. Bei Hof e gibt man keine Beine. 4813. Lang zu Hof e, lang zur Hölle. 4814. Weit von Hof hat wenig Verdruß. 4815. Wer zu Hof e sein will, muß bald oben, bald unten liegen. 4816. Alte Diener, Hund und Pferd Sind bei Hof in einem Wert. 4817. Wer zu Hof e wohl dient, der hat bald Neider und Hasser. 4818. Verklappern ist das tägliche Brot bei Hof e. 4819. Zu Hof kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen. 4820. Wer lange will zu Hof e reiten, Hänge den Mantel nach beiden Seiten. 4821. Als Petrus zu Hof e kam, verleugnete er seinen Herrn und Meister. 4822. Zu Hof e dienen alle der Suppen, nicht der Herrn wegen. 4823. Wenn zu Hof e gegessen ist, sind die Schüsseln leer. 4824. Wer zu Hof e tauglich ist, den treibt man zu Tode. 4825. Wer zu Hof tüchtig ist, der muß Wasser und Holz tragen oder ein Narr sein. 4826. Zu Hof gilt gleich, der hinter die Tür hofiert und der's auskehrt. 4827. Hans Schenk hat Gnade zu Hof e. 4828. Die krumme Hand kennt man zu Hof e. 4829. Hof manier Führt irr. 4830. Gold auf den Hosen und keins darin, ist Hof-Art . 4859. Wenn der Fuchspelz abgezogen, Steht der Höfling nackend da. 4858. Wo Hofluft weht, ist nicht gut wohnen. 4860. Es darf mir keiner ein Hofrecht in die Stube machen. 4861. Die Hofzucht bringt die Franzosen. 4862. Hoff en und Harren Macht manchen zum Narren. 4863. Ich hoff e noch Und zweifle doch. 4864. Wer von der Hoff nung lebt, stirbt an der Fasten. 4865. Die Hoff nung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen. 4866. Wer auf Hoff nung traut, Hat auf Eis gebaut. 4867. Wer mit der Hoff nung fährt, hat die Armut zum Kutscher. 4868. Wer auf Hoff nung jagt, der fängt Nebel. 4869. In Hoff nung schweben Macht süßes Leben. 4870. Es ist kein süßer Leiden als hoff en. 4871. Wenn Hoff nung nicht wär', So lebt' ich nicht mehr. 4872. Man muß das Beste hoff en und das Böse gewarten. 4873. Man muß das Beste hoff en, das Schlimme kommt von selbst. 4874. Hoff nung läßt nicht zuschanden werden. 4875. Hoff nung braucht man nicht zu kaufen. 4876. Hoff nung erhält, Wenn Unglück fällt. 4877. Die Hoff nung ist unser, der Ausgang Gottes. 4878. Die Hoff nung ist mir in den Brunnen gefallen. 4831. Hoffart War nie guter Art. 4832. Hoffart will Zwang leiden. 4833. Hoffart will Pein haben. 4834. Hoffart ist ein süßes Leben. 4835. Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren. 4836. Hoffart meint, Stuhl und Bänke sollten vor ihr aufstehen. 4837. Hoffart steckt den Schwanz übers Nest. 4838. Hoffart und Armut halten übel Haus. 4839. Hoffart ist leicht zu erlernen, kostet aber viel zu erhalten. 4840. Wenn Hoffart aufgeht, so geht Glück unter. 4841. Hoffart löscht das Feuer in der Küchen aus. 4842. Wer zur Hoffart borgt, trägt am Ende geflickte Schuh. 4843. Hoffart ist allenthalben Sünde, aber in Augsburg ist sie Wohlstand. 4844. Hoffart ist allemal Sünde, sie habe ein Helmlein oder trag ein Fähnlein. 4845. Die Hoffart mißt sich nach der langen Elle. 4846. Hoffart ist des Dünkels Wassersucht. 4847. Gott widersteht den Hoffärt igen. 4848. Kein hoffärt iger Tier, denn so eine Magd Frau wird. 4849. Wäre Hoffart eine Kunst, so hieß' er längst Doktor. 4850. Röche Hoffart wohl, so wär' er lauter Bisam. 4851. Höflich keit ist nicht Schuldigkeit. 4852. Höflich keit und Treue Bringt nimmer Reue. 4853. Höflich keit ziert den Mann und kostet nichts. 4854. Höflich e Worte vermögen viel und kosten doch wenig. 4855. Eine Höflich keit ist der andern wert. 4856. Gar zu höflich ist bäurisch. 4857. Zu höflich wird tölpelig. 4879. Hohl Bis auf die Fußsohl. 4880. In allen Landen sind hohl e Fässer und Kübel. 4881. Hohn für Lohn, Stank für Dank. 4882. Nun ist Holland in Not. 4883. Wer vor der Hölle wohnt, muß den Teufel zu Gevatter bitten. 4884. In die Hölle kommt man mit größrer Mühe denn in den Himmel. 4885. In die Hölle ist es überall gleich weit. 4886. In der Hölle gilt kein Stimmensammeln. 4887. Wenn eine Hölle ist, so steht Rom darauf. 4888. Wo ein Ort auf der Hölle steht, tritt man dem Teufel leicht auf den Kopf. 4889. Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert. 4890. Vor Holunder soll man den Hut abziehen und vor Wacholder die Knie beugen. 4891. Das Holz muß pfleglich gehalten werden. 4892. Jedes Holz hat seinen Wurm und jedes Mehl seine Kleie. 4893. Im Holz wachsen Würmer, die es fressen. 4894. Je krummer das Holz , je besser die Krücke (Je größer der Schelm, je besser das Glücke). 4895. Krumm Holz hat viel Glut. 4896. Krummes Holz brennt so gut wie gerades. 4897. Krummes Holz gibt auch gerades Feuer. 4898. Es ist wohl eher ein krumm Holz zum Löffel geraten. 4899. Mein Holz kann mir niemand verbrennen. 4900. Alt Holz brennt besser als junges. 4901. Alt Holz gibt gut Feuer. 4902. Grünes Holz , große Hitze. 4903. Nicht jedes Holz Gibt einen Bolz. 4904. Nicht aus jedem Holz kann man Pfeifen schneiden. 4905. Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt. 4906. Aus Holz macht man große und kleine Heilige. 4907. Wo Holz gehauen wird, da fallen Späne. 4908. Gibt man ihm viel Holz , so macht er viel Späne. 4909. Wer im Holz arbeitet, wird nicht reich. 4910. Wer beim Holz hauer steht, der hat einen Span am Kopf zu Lohn. 4911. Wie man ins Holz schreit, so schreit es zurück. 4912. Der gut ins Holz ruft, kriegt eine gute Antwort. 4913. Auf ein hölz ern Geschirr gehört ein hölzerner Deckel. 4914. Wer allerlei Holz aufliest, hat bald einen Arm voll. 4915. Holz , Haar und Unglück wachsen über Nacht. 4916. Es führt mehr denn ein Weg ins Holz . 4917. Gerade – wie grün Holz hinter dem Ofen getrocknet. 4918. Wäre Holz hauen ein Orden, Wär' nicht so mancher Mönch geworden. 4919. Ein Holz apfel schmeckt wie der andere. 4920. Kannst du regnen, kann ich auf Holz schuhen gehen. 4921. Honig im Munde, Galle im Herzen. 4922. Honig im Mund, Schermesser in der Hand. 4923. Eitel Honig rede ist nicht ohne Gift. 4924. Kein Honig ohne Gift. 4925. Wer Honig will, muß der Bienen Sumsen leiden. 4926. Wer Honig lecken will, muß der Bienen Stachel nicht scheuen. 4927. Der Honig ist nicht weit vom Stachel. 4928. Teurer Honig , den man aus Dornen muß lecken. 4929. Honig essen ist gesund, zuviel macht speien. 4930. Wer viel Honig schleckt, muß viel Wermut fressen. 4931. Mit einem Löffel Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Faß voll Essig. 4932. Honig ist der Mücken Tod. 4933. Wer sich zu Honig macht, den benaschen die Fliegen. 4934. Es ist zu gewinnen – wie Honig von Wespen. 4935. Viel Hopf en, viel Rocken. 4936. Da ist Hopf und Malz verloren. 4937. Der Horch er an der Wand Hört seine eigne Schand. 4938. Hör und sei nicht taub, Aber langsam glaub. 4939. Wer nicht hör en will, muß fühlen. 4940. Du hör st übel, ich muß dich einmal zum Bade führen. 4941. Man muß hör en und nicht hören. 4942. Man muß viel hör en, eh ein Ohr abfällt. 4943. Hör e viel und rede wenig. 4944. Wer schlecht hör t, reimt leicht. 4945. Wer nicht rechtmäßig ge hör t ist, wird nicht rechtmäßig verdammt. 4946. Hörensagen ist halb gelogen. 4947. Vom Hörensagen kommen die Lügen ins Land. 4948. Vom Hörensagen leugt man viel. 4949. Vom Hörensagen und Wiedersagen Ward mancher schon aufs Maul geschlagen. 4950. Das kleine Horn spricht zum großen Horn: Hätt' ich die Macht wie du, Ließ' ich erfrieren das Kalb in der Kuh. 4951. Kurzer Hornung , sagt der Bauer, Ist gemeiniglich ein Lauer. 4952. Wenn's der Hornung gnädig macht, Bringt der Mai den Frost bei Nacht. 4953. Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, Muß man im März die Ohren wärmen. 4954. Halte dich ans Hornvieh , Aber nicht ans Kornvieh. 4955. Man sieht's an den Hosen , wo das Bein entzwei ist. 4956. Er lebt im Stand der geflickten Hosen . 4957. Die Frau hat die Hosen an. 4958. Wer subtil ist, dem entfallen die Hosen . 4959. Bist du nicht hübsch , so tu hübsch. 4960. Eine hübsche Seele will auch einen hübschen Leib haben. 4961. Eines Hufeisen s willen verdirbt oft ein Pferd. 4962. Hügel werfen Berge nicht um. 4963. Trittst du mein Huhn , so wirst du mein Hahn. 4964. Wer mit den Hühn ern zu Bette geht, kann mit den Hahnen aufstehen. 4965. Früh mit den Hühn ern zu Bette Und auf mit den Hahnen zur Wette. 4966. Hühn er und Hahnen Bleiben Gespanen. 4967. Kein Huhn hält sich zum Kapaunen, sondern zum Göckelhahn. 4968. Es ist kein Hühn chen noch so klein, Übers Jahr will's eine Henne sein. 4969. Das Huhn legt gern ins Nest, worin schon Eier sind. 4970. Bereitet man den Hühn ern nicht beizeiten ein Bett, so legen sie in die Nesseln. 4971. Kluge Hühn er sch– auch in die Nesseln. 4972. Hühn er, die daheim essen und anderswo legen, soll man am Bratspieß ziehen. 4973. Sieh auf die Hühn er und nicht auf die Nester. 4974. Kein Huhn scharrt umsonst. 4975. Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich. 4976. Sind die Hühn er brütig, so hätten sie gern Eier. 4977. Seine Hühn er legen Eier mit zwei Dottern. 12334. Wie bald hat ein Huhn ein Ei verlegt. 12334a. Die Hühn er legen Eier durch den Kröpf. 12335. Ein Huhn und Reben Tun nichts vergeben. 4978. Wessen Huldin schielt, der sagt, sie liebäugelt. 4979. Ich brauche keine Hummel n in meinem Bienenkorbe. 4980. Die großen Humpler machen die meisten Späne. 4981. Hund , so nicht auf einer Spur bleibt, fängt weder Hirsch noch Hasen. 4982. Guter Hund , so nur einem Wilde nachjagt. 4983. Guter Hund , so die Fährte nicht verliert. 4984. Mit altem Hund e sicherste Jagd. 4985. Man soll Hund um Eberköpfe geben. 4986. Viel Hund e sind des Hasen Tod. 4987. Der Hund , der den Hasen aufspürt, ist so gut, als der ihn fängt. 4988. Während der Hund sch–, läuft der Has in den Busch. 4989. Wenn der Hund hofiert, so kann er nicht bellen. 4990. Wenn die Hund e gähnen, ist die beste Jagd vorbei. 4991. Wer nicht Hund slauch riechen kann, soll auch kein Wildbret essen. 4992. Wenn der Hund nicht Lust hat zu jagen, reitet er auf dem Hintern. 4993. Alte Hund e reiten auf dem A–. 4994. Wenn der Hund wacht, mag der Hirte schlafen. 4995. Wenn die Hund e schlafen, hat der Wolf gut Schafe stehlen. 4996. Ich will keinen Hund beißen, denn ich muß meinen Zahn für den Wolf sparen, sagt der Schafhund. 4997. Der Hund wird nicht ledig, ob er gleich in die Kette beißt. 4998. Wer fremden Hund anbindet, gewinnt nichts als den Strick. 4999. Wenn ein alter Hund bellt, soll man hinausschauen. 5000. Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein Bellen. 5001. Bellet ein Hund , so klaffen sie alle. 5002. Bellende Hund e beißen nicht. 5003. Stumme Hund e und stille Wasser sind gefährlich. 5004. Schweigender Hund beißt am ersten. 5005. Verzagter Hund bellt am meisten. 5006. Laß die Hund e bellen, wenn sie nur nicht beißen. 5007. Schätze den Hund nicht nach den Haaren, sondern nach den Zähnen. 5008. Alte Hund e ist schwer bellen lehren. 5009. Alte Hund e sind bös ziehen. 5010. Wer nach jedem bellenden Hund e werfen will, muß viel Steine auflesen. 5011. Wer mag den Hund en das Bellen verbieten? 5012. Es ist Chrysam und Tauf an alten Hund en verloren. 5013. Was vom Hund e kommt, bellt gern. 5014. Der Hund weiß seines Herrn Willen wohl. 5015. Wer dem Hund e nicht wehrt, der hetzt ihn. 5016. Zu einem bösen Hund e gehört ein Knüppel. 5017. Der Knüppel liegt beim Hund e. 5018. Wenn man unter die Hund e wirft, welchen es trifft, der schreit. 5019. Gemeiniglich wenn man unter die Hund e wirft, so trifft man einen. 5020. Ein Hund schnappt nach einer Fliege. 5021. Es ist nicht Not, daß man den Hund mit Bratwürsten werfe, solange man noch gute Bengel hat. 5022. Schwerlich essen die Hund e Bratwürste, sie stehlen sie denn. 5023. Der Hund ist tapfer auf seinem Mist. 5024. Ein Hund ist nicht lang an eine Bratwurst gebunden. 5025. Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten. 5026. Er kam dazu wie der Hund zur Bratwurst. 5026a. Wenn man selber nicht hangen will, muß der Hund die Wurst gestohlen haben. 5027. Bissige Hund e haben zerbissene Ohren, böse Hunde zerbissen Fell. 5028. Wirfst du den Hund mit einem feisten Bein und den Bettler mit einem Pfennig, so kommt er wieder. 5029. Es geschieht ihm wie dem Hünd chen von Bretten. 5030. Schlafende Hund e soll man nicht wecken. 5031. Ein wütiger Hund läuft nur neun Tage. 5032. Ein toller Hund läuft sieben Jahr. 5033. Wenn man dem Hund e an die Haut will, so sagt man, er sei wütig. 5034. Wenn man den Hund schlagen will, so hat er Leder gefressen. 5035. Kein Hund läßt sich ein Bein nehmen, er knurre denn. 5036. Zwei Hund an einem Bein Kommen selten überein. 5037. Je mehr Hund e, je weher dem Bein. 5038. Man lasse dem Hund e den Knochen, so bleibt man ungebissen. 5039. Der Hund kennt sein Bein. 5039a. Hund e, die einen Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken. 5040. Es ist dem einen Hund e leid, Daß der andre in die Küche geht (geit). 5041. Man gibt den Hund en nicht so viel, Als sie heischen mit des Schweifes Spiel. 5042. Damit lockt man keinen Hund vom Ofen. 5043. Der Hund frißt wieder, was er gespien hat. 5044. Es wird dir bekommen wie dem Hund e das Gras. 5045. Ein blöder Hund wird selten fett. 5046. Je magrer der Hund , je größer die Flöhe. 5047. Wer mit Hund en zu Bette geht, steht mit Flöhen wieder auf. 5048. An fremden Hund en riechen die andern. 5049. Ein Hund riecht am andern, ob er den Pfeffer nicht habe. 5050. Hund e pissen und Weiber weinen, wann sie wollen. 5051. Hat der Teufel den Hund geholt, so hol' er auch den Strick. 5052. Komm ich über den Hund , so komm ich auch über den Schwanz. 5053. Er ist ein Hund , wenn er nur einen Schwanz hätte. 5054. Besser ein lebender Hund als ein toter Löwe. 5055. Liegt der Hund , so beißen ihn alle. 5056. Tote Hund e beißen nicht. 5057. Da liegt der Hund begraben. 5058. Begoßne Hund e fürchten das Wasser. 5059. Er schüttelt es ab wie der Hund den Regen. 5059a. De Hund , de bött (biß), De liecht vergött (vergißt), Aberscht de, de ward gebeten, Ferr dem öß schwär to vergeten. 5060. Ein Mann kann machen, daß ihn seine eigenen Hund e beißen. 5061. Hund sbiß heilt Hundshaar. 5062. Er muß es hinnehmen, als wenn ihn ein Hund gebissen hätte. 5063. Er ist mit allen Hund en gehetzt. 5064. Ich habe den Hund lieber zum Freund als zum Feind. 5065. Laß einen Hund sorgen, der bedarf vier Schuhe. 5066. Man hält einen Hund in Ehren seines Herrn wegen. 5067. Edelleute und Hund e lassen die Tür auf. 5068. Eilte die Hünd in nicht, so würfe sie nicht blinde Jungen. 5069. Einen Mann hungerte manche Stund: Er ging und kaufte sich einen Hund . 5070. An der Hund e Hinken, An der Huren Winken, An der Weiber Zähren (Und der Krämer Schwören) Soll sich niemand kehren. 5071. Wenn der Hund will sch– gehn, So sieht man ihn gekrumpen stehn. 5072. Es gibt mehr als einen bunten Hund . 5073. Hund e, die jedermanns Gesellen sind, hat man nicht gern. 5074. Du wirst noch Hund e führen müssen. 5075. Er muß Hund e führen bis Bautzen. 5076. Er sieht einen weißen Hund für einen Bäckersknecht an. 5077. Er treibt die Hund aus und geht selbst mit. 5078. Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack. 5079. Greift man den Hund beim Schwanz, so knurrt er. 12336. Er macht's wie Fuggers Hund . 12337. Er läuft davon wie's Hünd lein von Bretten. 12338. Er meint, er sei des großen Hund s Großvater. 12339. Man kann sich an einem Hund versündigen. 12340. Man muß einem bösen Hund ein Stück Brot ins Maul werfen. 12341. Es ist bös dem Hund das Bein abjagen. 5080. Hundstage hell und klar Deuten uns ein gutes Jahr. 5082. Hunger ist der beste Koch. 5083. Hunger ist das beste Gewürz. 5084. Hunger macht Saubohnen zuckersüß. 5085. Hunger macht rohe Bohnen zu Mandeln. 5086. Hunger macht hart Brot zu Lebkuchen. 5087. Dem hungrig en Bauch schmeckt alles wohl. 5088. Der Hunger macht alle Speise süß, allein sich selbst nicht. 5089. Hunger lehrt geigen. 5090. Hunger ist ein guter Redner. 5091. Der Hunger findet den Doktorhut. 5092. Hunger leiden ist ein gewisses Einkommen. 5093. Hunger und Durst singen keinen Alt. 5094. Hungrig er Bauch singt einen bösen Alt. 5095. Hunger lehrt die Katzen mausen. 5096. Der Hunger treibt den Wolf aus dem Busch. 5097. Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis. 5098. Den Hungrig en ist nicht gut predigen. 5099. Hunger leidet keinen Verzug. 5100. Einem hungrig en Bauch kann niemand lügen. 5101. Hunger ist ein scharf Schwert. 5102. Wen nicht hunger t, der fastet leicht. 5103. Lange hunger n ist kein Brot sparen. 5104. Der Hunger kostet wenig, der Überdruß viel. 5105. Der Hunger Ist ein Unger. 5106. Hunger n und Harren stinkt übel in die Nase. 5081. Halt dein Maul, Halt deinen Gaul, Halt deine Tück: Sonst kommst du nicht mit Glück Vom Hunsrück . 5107. Hur en sind Kohlen, die schwärzen und brennen. 5108. Hur enlieb so lange währt, Als das Feuer auf dem Herd. 5109. Wer die Hur e nimmt zur Eh, Bedarf keines Unglücks meh. 5110. Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib. 5111. Wer die Hur e zur Ehe nimmt, ist ein Schelm oder will einer werden. 5112. Die Hur e kommt schnell ins Haus, Aber langsam heraus. 5113. Kommt die Hur ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel. 5114. Hur entränen, Säckelzieher. 5115. Judenzins und Hur enheuer Sind gemeiniglich sehr teuer. 5116. Wer von einer Hur e scheidet, macht eine gute Tagreise. 5117. Arm wie eine Hur in der Karwoche. 5118. Hur en und Buben verstehen sich bald. 5119. Hur en und Buben kommen ungerufen. 5120. Hur en und Buben, ein Gespann. 5121. Wer mit Hur en zu Acker fährt, der eggt mit Buben zu. 5122. Hur en und Hasen sind schwer zu zähmen. 5123. Es sind nicht alle Hur en, die einem Manne zu Willen sind. 5124. Eine Hur e nimmt lieber mit einem Auge vorlieb als mit einem Buhler. 5125. Es wird keine eine Hur von eines Mannes wegen. 5126. Junge Hur e, alte Betschwester. 5127. Junge Hur e, alte Kupplerin. 5128. Alte Hur en sind der Buhler beste Boten. 5129. Junge Hur en, alte Wettermacherinnen. 5130. Einmal Hur e, immer Hure. 5131. Hur en haben Mausfallen mit Speck darauf. 5132. Was von Hur en geboren, Ist zu huren erkoren. 5133. Was von Hur en säuget, Das ist zum Huren geneiget. 5134. Mutter eine Hur , Tochter ein Hürlein. 5135. Auch eine Hur hat oft ein fromm Kind. 5136. Es ist keine Hur so bös, sie zöge gern ein fromm Kind. 5137. Wer einen Fuß im Hur enhaus hat, hat den andern im Spital. 5138. Von Hur en geschah nie einem Mann Gutes denn einem, der ward gehängt: da kam er der Marter ab. 5139. Wenn die Hur en schimpfen, so bricht die Schand aus. 5140. Wenn Hur en spinnen, so ist die Nahrung schwach. 5141. Es gilt mir gleich, ob eine Hur mich lobt oder ein Dieb schilt. 5142. Schöne Hur ist ein lebendiger Sarg. 5143. Einer Hur e Trost ist, daß sie die erste und letzte nicht sei. 5144. Husar en beten um Krieg und der Doktor ums Fieber. 5145. Wenn man sagt husch , so meint man die Hühner. 5146. Trockner Husten ist des Trompeters Tod. 5147. Hut bei Schleier und Schleier bei Hut. 5148. Hut in der Hand Hilft durchs ganze Land. 5149. Geschwinde zum Hut und langsam zum Beutel. 5150. Gute Hut macht guten Frieden. 5151. Weise Hut Behält ihr Gut. 5152. Keine Hut ist so gut, Als die ein Weib sich selber tut. 5152a. Es ist schwer zu hüt en, was jedermann gefällt. 5153. Hüt e dich vor dem, den Gott gezeichnet hat. 5154. Wen Gott und die Natur zeichnet, vor dem soll sich Roß und Mann hüt en. 5155. Hüt e dich vor denen, die niemand leiden kann. 5156. Hüt e dich vor dem Hintersten, der Vorderste tut keinem was. 5157. Schöne Hütte n, schlechte Sitten. 5158. Andre Hütte n, andre Sitten.   Haar – Hecht Herd – Hochzeit Hof – Hütte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z