A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z Baal – Bettler Beute – Bylbrief   1059. Man soll die Beute nicht vor dem Siege teilen. 1060. Alte Beutel schließen übel. 1061. Aus fremden Beutel n ist gut blechen. 1062. Aus andrer Leute Beutel ist gut zehren. 1063. Tu den Beutel nicht weiter auf, als er geschlitzt ist. 1064. Nach dem Beutel richte den Schnabel. 1065. Wer nichts im Beutel hat, muß mit der Haut zahlen. 1066. Beutel schneiderei ist die beste Kunst. 1067. Wer in seinen Beutel lügt, Niemand als sich selbst betrügt. 1068. Wo mein Beutel aufgeht, da raucht meine Küche. 1069. Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen. 1070. So geht es in der Welt, Der eine hat den Beutel , der andre hat das Geld. 1071. Wer zu viel beweis t, beweist nichts. 1072. Klingende Beweis e überführen am besten. 1073. Es ist keinem zu verdenken, der bezahl t sein will. 1074. Wer gut bezahl t, mag wieder borgen. 1075. Gleich wieder ist die beste Bezahl ung. 1076. Wo kein Bezwang , da ist keine Ehre. 1077. Bibel , Babel, Bubel. 1078. Im Munde Bibel , Im Herzen übel. 1079. Wie einer liest die Bibel , So steht seines Hauses Giebel. 1080. Ich strafe mein Weib mit guten Worten, sagte jener Bauer, da warf er ihr die Bibel an den Hals. 1081. Biber und Otter haben keine Hege. 1082. Biedermanns Erbe liegt in allen Landen. 1083. Es muß biegen oder brechen! 1084. Lieber biegen als brechen. 1085. Eine Biene ist so gut als eine Hand voll Fliegen. 1086. Bier und Wein folgt dem Zapfen. 1087. Es war gut Bier , aber der Zapfen ist ab. 1088. Das Bier schmeckt gern nach dem Faß. 1089. Er bietet es aus wie sauer Bier . 1090. Bier auf Wein, Das laß sein; Wein auf Bier, Das rat ich dir. 1090a. Achternao löpp dünne Beer . 1091. Bieten und Widerbieten macht den Kauf. 1092. Was kein Bildstock werden will, das wird ein Sautrog. 1093. Bildstock weist andern den Weg und geht ihn selbst nicht. 1094. Was billig und recht ist, ist Gott lieb. 1095. Billig keit muß das Recht meistern. 1096. Bims bringt selten Wasser. 12280. Binz und Benz haben einander getroffen. 1097. Wenn die Birne reif ist, fällt sie vom Baum. 1098. Gerät der erste Wurf nicht, so fällt die Birne beim zweiten. 1099. Kleine Birne , langer Stiel. 12281. Er nimmt's an seinen Birne n ab, wie andrer Leute ihre teigen. 1100. Er weiß, was Bisam ist und was Marderdreck. 1101. Bischof oder Bader. 1102. Wir können nicht alle Bischof werden, man muß auch Bader haben. 1103. Jeder Bischof ist Papst in seinem Sprengel und jeder Pfaff Bischof in seiner Parochie. 1104. Man muß den Bissen nicht größer machen als das Maul. 1105. Es ist ein übler Bissen , daran man erstickt. 1106. Auf einen guten Bissen gehört ein guter Trunk. 1107. Bitt en ist lang, befehlen kurz. 1108. Bitt ens und Wünschens geht viel in einen Sack. 1109. Großer Herrn Bitt en ist Befehlen. 1110. Guter Herren Bitt e ist Mordgeschrei. 1111. Die Bitt e ist immer heiß, der Dank kalt. 1112. Wer verzagt ist im Bitt en, macht den andern beherzt im Abschlagen. 1113. Wie ge bet en, abgeschlagen. 1114. Man soll niemand seine erste Bitt e abschlagen. 1115. Wer für den andern bitt et (betet), erlöst sich selbst. 1116. Bitt kauf, teurer Kauf. 1117. Wer sie bäte , Wer weiß, was sie täte? 3112. Elendiglich ausgesehen ist genug ge bet en. 1118. Bitter im Mund, Dem Herzen gesund. 1119. Wer nicht Bitter gekostet hat, weiß nicht, was Süß ist. 1119a. Bes du geck, Sting, dä Blaffert es got. 1120. Außen blank , Innen Stank. 1124. Wenn die Blase zu voll ist, zerplatzt sie. 1121. Blasen und schlucken zumal ist schwer. 1122. Es ist bös blasen mit vollem Munde. 1123. Besser hart ge blasen als den Mund verbrannt. 1125. Behalt dir ein gut Blatt auf die Letzt. 1126. Er nimmt kein Blatt vors Maul. 1127. Das Blätt chen hat sich gewandt. 1128. Nach den Blätt ern fallen die Bäume. 1129. Ich habe schon mehr Blätt er rauschen hören. 1130. Wenn die Blatter voll ist, so zerspringt sie. 1131. Mancher schießt ins Blaue und trifft ins Schwarze. 1132. Wer nicht kann blechen , Der lasse das Zechen. 1133. Er verkauft Blei für Gold. 1134. Er bleib t bei dem Mann wie der Has bei dem Hunde. 1135. Er bleib t lang aus, der nicht kommt. 1136. Es gibt Blick e, es wären ihrer neun genug zum Tode. 1137. Unter Blind en ist der Einäugige König. 1138. Unter Blind en kann auch der Bucklige König sein. 1139. Besser einäugig als gar blind . 1140. Ein Blind er spottet des Hinkenden. 1141. Wenn der Blind e den Lahmen trägt, kommen sie beide fort. 1142. Ein Blind er weist dem andern den Weg. 1143. Wenn ein Blind er den andern führt, fallen sie beide in den Graben. 1144. Ein blind er Mann schoß einen Vogel. 1145. Wenn Blind e und Scheele zusammenkommen, stoßen sie einander über den Haufen. 1146. Wir wollen sehen, sagt der Blind e. 1147. Er übersieht's wie der Blind e das Dorf. 1148. Was soll der Blind e mit dem Spiegel? 1149. Blind er Mann, ein armer Mann; Noch ist das ein ärmrer Mann, Der sein Weib nicht zwingen kann. 1150. Blind er Mann, ein armer Mann, Hätt' er auch Seid und Sammet an. 1151. Besser blind an den Augen als blind am Gemüt. 1152. Wenn ich dich nicht hätte und meine Augen nicht, so wär' ich blind . 1153. Du urteilst wie der Blind e von der Farbe. 1154. Es schlägt nicht immer ein, wenn es blitz t. 1155. Ist kein Block im Wege, so fällt man über einen Span. 1156. Von großen Blöck en haut man große Späne. 1157. Zum groben Block gehört eine Bauernaxt. 1158. Man muß manch ästigen Block ungespalten lassen. 1159. Blöde s Herz buhlt keine schöne Frau. 1160. Wo man blöken hört, da sind auch Schafe im Lande. 1161. Gemalte Blume n riechen nicht. 1162. Schöne Blume n stehn nicht lang am Wege. 1163. Nicht alle Blume n taugen zum Sträußchen. 1164. Eine Blume macht keinen Kranz. 1167. Blut fordert Blut. 1168. Blut ist dicker als Wasser. 1169. Blut kriecht, worin es nicht gehen kann. 1170. Blut rinnt zusammen, hat der Geißbock gesagt. 1171. Der Nächste am Blut , Der Erste zum Gut. 1165. Ist die Blüte abgefallen, so haut man darum den Baum nicht um. 1166. Es wird ihm in die Blüte n regnen. 1172. Der Bock weiß, daß er Hörner hat. 1173. Alte Böck e, steife Hörner. 1174. Je älter der Bock , je härter das Horn. 1175. Ich hatte mich drauf verlassen wie der Bock auf die Hörner. 1176. Die Welt lohnt wie der Bock , wenn er Hörner kriegt. 1177. Der Bock läßt wohl von Bart, Aber nicht von Art. 1178. Wider stößigen Bock wird kein Prozeß erkannt. 1179. Man muß den Bock nicht zum Gärtner setzen. 1180. Er setzt den Bock auf die Haberkiste. 1181. Ist gleich der Bock aus dem Hause, so bleibt der Gestank doch darin. 1182. Ein grindiger Bock ist einer goldenen Ziege wert. 1183. Ein Bock zeigt den andern an. 1184. Barbati praecedant, sagte Magister Fuchs, da stieß er einen Bock die Treppe hinunter. 1185. Er will den Bock melken. 1186. Er ziert die Gesellschaft wie der Bock den Marstall. 12282. Der Bock traut der Geiß, Was er selbst wohl weiß. 1l87. Wer den Boden im Wasser nicht sieht, der lasse den Fuß heraus. 1188. Wenn der Boden zu fett ist, so erstickt die Frucht. 1189. Von Bodmerei ist man keine Haverei schuldig. 1190. Der jüngste Bodmereibrief geht allen andern dergleichen vor. 1191. Der Geld auf Bodmerei gibt, läuft Risiko dafür. 1192. Spann den Bogen nicht zu strenge, Soll er halten in die Länge. 1193. Man soll den Bogen nicht überspannen, noch den Esel übergürten. 1194. Wer den Bogen überspannt, der sprengt ihn. 1195. Was gute Bohne n sind, die schneiden sich von selbst. 1196. Das geht über das Bohne nlied. 1197. Es läßt sich nicht alles Holz zu Bolz en drehen. 1198. Man muß nicht alles zu Bolz en drehen. 1199. Der Bolz findet die Meise wohl. 1200. Er dreht die Bolz en und läßt andere schießen. 1201. Bona dies Nur wegen der lieben quies. 1202. Was man über Bord wirft, macht keine Jungen mehr. 1203. Borg en Macht Sorgen. 1204. Borg en macht Sorgen, Wiedergeben macht Sauersehen. 1205. Wer gern borg t, bezahlt nicht gern. 1206. Der Borg er muß auf den Zahler denken. 1207. Borg en tut nur einmal wohl. 1208. Borg en und Jucken tut nur eine Weile wohl. 1209. Wer will borg en, Der komme morgen. 1210. Laß die sorgen, Die uns borg en. 1211. Lang ge borg t ist nicht geschenkt. 1212. Wer borg t ohne Bürgen und Pfand, Dem sitzt ein Wurm im Verstand. 1213. Borch hard ist Lehnhards Knecht. 1214. Wer will verderben, Der borg e Geld und kaufe Erben. 1215. Wer borg en will, soll nicht viel dingen. 1216. Bös ist, was nicht zu bessern ist. 1217. Mancher ver bös ert und glaubt, er verbessert. 1218. Von bös er Art soll man auch keine Jungen lassen bleiben. 1219. Des Bös ten Soll man sich getrösten. 1220. Bös es hört man immer mehr als Gutes. 1221. Bös es erfährt man zeitig genug. 1222. Das Bös e glaubt man gern. 1223. Des Bös en denkt man lange. 1224. Das Bös e schreibt man in Stein, das Gute in Staub. 1225. Bös es muß man mit Bösem vertreiben. 1226. Bös es muß man mit Bösem überbösen. 1227. Wenn er noch so bös e ist, er muß sich doch selber ausziehen. 1228. Der Bös e ist nimmer böse, denn so er sich fromm stellt. 1229. Wer Bös es tut, daß Gutes draus komm', Ist er kein Schalk, ist er doch nicht fromm. 1230. Bös und Bös vergleicht sich gern. 1231. Das Bös e lernt sich von selbst. 1232. Bos heit ist bald gelernt. 1233. Bös es kommt geritten, Geht aber weg mit Schritten. 1234. Bös es läßt sich leicht verrichten, Aber nicht leicht wieder schlichten. 1235. Ein Ding ist nicht bös , wenn man's gut versteht. 1236. Keine Kunst, eine gute Sache zu gewinnen, sondern eine bös e. 1237. Bös es bleibt nicht ungestraft. 1238. Tu nichts Bös es, so widerfährt dir nichts Böses. 1239. Bos heit tut sich selbst den größten Schaden. 1240. Der Bös en Wohlstand ist der Frommen Jammer. 1241. Wer des Bös en schont, schadet den Frommen. 1242. Ein bös er Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwärzt. 1243. Es ist nichts so bös , es ist zu etwas gut. 1244. Die Bos heit steht dir in den Augen. 1245. Unwilliger Bot e, guter Prophet. 1246. Üble Bot schaft kommt immer zu früh. 1247. Wer schlechte Bot schaft bringt, kommt früh genug. 1248. Üble Bot schaft verdient kein Botenbrot. 1249. Wenn man selbst geht, so betrügt einen der Bot e nicht. 1250. Der hinkende Bot e kommt hinterdrein. 1251. Botmäßigkeit ist nicht flugs Gerichtsbarkeit. 1252. Es beißt kein Brack eine Bräckin. 1253. Die Brat wurst sucht man nicht im Hundestall. 1254. Es ist ein magerer Brat en, davon nichts tropft. 1255. Wo's der Brauch ist, singt man den Pumpernickel in der Kirche. 1256. Wo's der Brauch ist, legt man die Kuh ins Bett. 1257. Brauche , was du willst, und gewarte, was Gott will. 1258. Beim Brau en gesungen, gerät das Bier. 1259. Das Brau en bringt den Bürgern eine goldene Nahrung. 1260. Brau werk ist keine Kaufmannschaft. 1261. Wo ein Brau haus steht, kann kein Backhaus stehen. 1262. Braunschweig , wärst du wasserreich, Käm' nicht leicht ein Land dir gleich. 1263. Jeden deucht seine Braut die schönste. 1264. Wer 's Glück hat, führt die Braut heim. 1265. Braut leute sind vor Gott schon Eheleute. 1266. Weinende Braut , lachende Frau. 1267. Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß. 1268. Auf der armen Braut Gelöbnis trinkt der Schenk zuerst. 1269. Ist die Braut nicht reich, so hat sie doch ihr Mütterliches. 1270. Bitte die Braut , So schreit sie laut. 1271. Sachte mit der Braut am Sande! 1272. Das ist die Braut , um die man tanzt. 1273. Für einen Bräutigam ist gut Bürge sein. 1274. Den Brei , den du angerührt, mußt du ausessen. 1275. Iß den selbstgekochten Brei . 1276. Iß deinen Brei und halt dein Maul. 1277. Man geht so lang um den Brei , bis er kalt wird. 1278. Der Brei wird nicht so heiß gegessen, als er aufgetragen wird. 1279. Es kann niemand zwei Brei e in einer Pfanne kochen. 1280. Man muß den Brei nicht weiter treten, als er von selbst fließt. 1281. Wenn es Brei regnet, hab ich keinen Löffel. 1282. Es ist so breit , als es lang ist. 1283. Er hat sich breit schlagen lassen. 1284. Die Bremen haben die Gerechtigkeit von alters her, daß sie Blut saugen. 1285. Wer stehlen will und nicht hangen, Geh' nach Bremen und lasse sich fangen. 1286. Was dich nicht brennt , blase nicht. 1287. Was dich nicht brennt , sollst du nicht löschen. 1288. Wenn Heu und Stroh beisammen sind, so brennt es gern. 1289. Ein Brand alleine brennt nicht lange. 1290. Ge brannt e Kinder scheuen das Feuer. 1291. Wer sich einmal ver brannt hat, bläst hernach die Suppe. 1292. Als alles brannt e, brannte das Wasser nicht. 3116. Ge brannt ist nicht gebraten. 1293. Man soll das Brett bohren, wo es am dünnsten ist. 1294. Wer reich werden will, muß zuerst dicke Brett er bohren. 1295. Wer ein Schreiner werden will, muß auch harte Brett er bohren lernen. 1297. Die Welt ist nirgend mit Brett ern vernagelt. 1298. Er kann durch ein Brett sehen, wenn's ein Loch hat. 1296. Bricht ein Ring, so bricht die ganze Kette. 1299. Brief e sind besser denn Zeugen. 1300. Die ältesten Brief e gehen vor. 1301. Kurze Brief e, viel Glaubens; lange Briefe, wenig Glaubens. 1302. Ein Brief lein wäre gut dabei. 1303. Die Brieg und die Breg Bringen die Donau zuweg. 1304. Er bedarf keiner Brille , der wohl durch die Finger sieht. 1305. Ich will ihm eine Brille auf die Nase setzen. 1306. Dazu muß man die hölzerne Brille aufsetzen. 1307. Wer bring t, ist willkommen. 1309. Da bring ich's, sagte Paul, und fiel damit zur Tür hinein. 1308. Dicke Brock en geben fette Vögel. 1310. Es ist ein schlimmer Brock en, daran man würgen muß. 1311. Er brock t mehr ein, als zehn ausessen können. 1312. Was du ein brock st, mußt du ausessen. 1313. Brock e nicht mehr, als du essen magst. 1314. Ein Stück Brot in der Tasche ist besser als eine Feder auf dem Hut. 1315. Wer Brot hat, dem gibt (leiht) man Brot. 1316. Eigen Brot nährt am besten. 1317. Wer lange Brot ißt, der wird alt. 1318. Wer sein Brot allein ißt, muß auch sein Pferd allein satteln. 1319. Kein Mahl taugt ohne Brot . 1320. Es ist ein teures Brot , das einen Kuchen kostet. 1321. Vorgegessen Brot Bringt Not. 1322. Vorgegessen Brot macht faule Arbeiter. 1323. Gegessen Brot soll man gedenken. 1324. Fremd Brot (Schwarzes Brot) Macht Backen rot. 1325. Fremd Brot schmeckt wohl. 1326. Gebetteltes Brot schmeckt süß. 1327. Brot backt man nicht ohne Mehl. 1328. Wer will werden reich, Schneid' das Brot fein gleich. 1329. Spar dein Brot , es kommen Eier! 1330. Wes Brot ich esse, des Lied ich singe. 1331. Die in eines Brot sind, müssen auch in seinem Besten sein. 1332. Man ißt so lange weißes Brot , bis man nach schwarzem verlangt. 1333. Man muß sich mit Brot behelfen, bis man Fleisch bekommt. 1334. Wer's feine Brot vorißt, muß das grobe nachessen. 1335. Man soll ihm den Brot korb höher hängen. 1336. Anderwärts ist auch gut Brot essen. 1337. Überall backt man das Brot im Ofen. 1338. Ungegönnt Brot macht auch satt (wird auch gegessen). 1339. Brot und Wein gibt auch eine Suppe. 1340. Das Brot sei leicht, der Käse schwer. 1341. Dazu gehört mehr als Brot essen. 1342. Der Tag ist ihm eher im Hause denn Brot . 12283. Erst Brot und dann Fleisch. 12283a. Ein nachtalt Brot gibt neun Stärke. 1343. Glücklich über die Bruck Verlacht man Nepomuck. 1344. Von Brück engeld ist niemand frei. 1345. Gleiche Brüder , gleiche Kappen. 1346. Bruder zorn, Höllenzorn. 1347. Bruder zwist Gar heftig ist. 1348. Brüder haben ein Geblüte, Aber selten ein Gemüte. 1349. Bruder liebe Sieht oft trübe. 1350. Viel Brüder Machen schmale Güter. 1351. Je mehr der Brunnen gebraucht wird, je mehr gibt er Wasser. 1352. Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser. 1353. Trinke, wenn du am Brunnen bist. 1354. Je näher dem Brunnen , je frischer das Wasser. 1355. Wenn man den Brunnen verstopfen will, muß man die Quelle suchen. 1356. Aus kleinen Brunnen trinkt man sich ebenso satt als aus großen. 1357. An kleinen Brunnen löscht man auch den Durst. 1358. Kleine Brunnen sind leicht erschöpft. 1359. Von lautern Brunnen fließen lautre Wasser. 1360. Wenn das Kind ertrunken ist, deckt man den Brunnen . 1361. Die Hoffnung ist in den Brunnen gefallen. 1362. Böser Brunnen , in den man das Wasser tragen muß. 1363. Wenn alle in den Brunnen springen, würdest du nachspringen? 1364. Man bohrt leichter einen Brunnen , als daß man verfallene aufdeckt. 1365. Brunze nicht gegen den Wind. 1366. Große Brüste verheißen viel und geben wenig. 1367. Ein Bub e macht mehr Buben. 1368. Gott straft Bub en mit Buben. 1369. Die Bub en haben Lust zu reiten und zu kriegen, Die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen. 1370. In Rams sticht der Bub die Dame. 1371. Wenn dich die bösen Bub en locken, so folge ihnen nicht. 1372. Man kann Bären und Bauern zähmen, warum nicht auch böse Bub en? 1373. Es macht oft ein Bub e, daß sein viel fromme Leute entgelten müssen. 1374. Der Bub e bleibt ein Bube auch unter dem Chorrock. 1375. Gib einem Bub en eine Frau und einem Kind einen Vogel, es ist beider Schade. 1376. Büch er geben keine Handgriffe. 1377. In schönen Büch ern blättert man gern. 1377a. Er liest gern in Büch ern, wo man die Blätter mit dem Knie umwendet. 1377b. Er hat ein Buch durch ein Nachbarloch gesehen. 1378. Er hat drei Buchstab en auf einem Lebkuchen gegessen. 1379. Der Buchstab e tötet, der Geist macht lebendig. 1380. Hält der Buchstab dich gefangen, Kannst du nicht zum Geist gelangen. 1381. Der Buchstab e ist ein Sklave. 1382. Drei Buchstab en machen uns eigen und frei (Eva, Ave). 1383. Dazu hat Buchholz kein Geld. 1384. Wer aus vielen Büchse n schießt, trifft selten die Scheibe. 1385. Oft ist auch eine rostige Büchse geladen. 1386. Bücke n muß man sich, wenn man durch die Welt will. 1387. Bücke dich eher dreimal zuviel als einmal zuwenig. 1388. Er mag sich nicht bücke n: Ihm steckt ein Schelmenbein im Rücken. 1389. Es ist gut hinter dem Buckler fechten. 1390. Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen. 1391. Buhl en Verderbt die Schulen. 1392. Buhl er geben schlechte Krieger. 1393. Buhl en bauen selten große Häuser. 1394. So manches Gras aus der Erde sprießt, so manche Gefahr aus Buhl schaft. 1395. Der Buhl er Zorn Ist der Liebe Sporn. 1396. Buhl schaft Leidet keine Gesellschaft. 1397. Buhl schaft Ist mit Galle behaft. 1398. Buhl schaft schlägt zu den Augen heraus. 1399. Die Buhl er wissen allezeit, wieviel es geschlagen hat. 1401. Mein Buhl die schönste. 1400. Bündnis macht die Schwachen stark. 1402. Wer nicht Bunt ge heißen will, muß keine Flecken haben. 1403. Es gibt mehr als eine bunt e Kuh. 1404. Gleiche Bürde bricht keinem den Rücken. 1405. Leichte Bürde wird in die Länge schwer. 1406. Gleiche Bürde hält feste Freundschaft. 1407. Bürge n Soll man würgen. 1408. Bürger und Bauer Scheidet nichts denn die Mauer. 1409. Wenn die Bürger zu Rathaus gehen, so geht der Bauer vor. 1410. Wollen die Bürger mit Fürsten gehen, so müssen sie Geld oder Haar lassen. 1411. Einmal Bürgermeister , allzeit Bürgermeister. 1412. Wo der Bürgermeister selbst ein Beck ist, da backt man das Brot zu klein. 12284. Bursch enschaft ist Burschenschaft, sagt Kampz. 1413. Reicht der Busch dem Reiter an die Sporen, So hat der Bauer sein Recht verloren. 1414. Der eine klopft auf den Busch , der andre fängt den Vogel. 1415. Büsch e haben Ohren und Felder Augen. 1416. Wer alle Büsch e scheut, kommt selten zu Holze. 1417. Greif in den eignen Busen . 1418. Buß e gehört auf die Sünd Wie die Laus in den Grind. 1419. Nicht wieder tun ist die beste Buß e. 1420. Es gibt viel Büß er, aber wenig Lasser. 1421. Mancher büß t, was andere verbrochen haben. 1422. Der Büttel löst das Gebot auf, das der Amtmann schließt. 1423. Butter verderbt keine Kost. 1424. Butter bei die Fische! 1425. Gelbe Butter am Spunde Ist nicht immer gut auf dem Grunde. 1426. Das ist Butter an den Galgen. 1427. Er steht wie Butter an der Sonne. 1428. Seine Butter muß immer oben schwimmen. 1429. Es geht nichts für ein gut Butter brot, es ist besser als den ganzen Tag gar nichts. 1430. Es will nicht butter n! 1431. Bylbrief geht vor Bodmereibrief.   Baal – Bettler Beute – Bylbrief A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z