538   D' Weiz' Oberpf. von J. A. Pangkofer. – Das Wort Weizen bedeutet Geisterspuk. S. Schmeller, Bayer. Wörterb., IV., 205.               's is gweian an oita Pflega, A bittaböisa Mou, Dea hout die Bauan gschunden, Un eih vial Iargs tou. Hout Leut' und Kuarfüarst bschissen, Suvial a nou hout kinnt; Doh endla kreigt da Tuifel Davou an reten Wind. Dea pfoiten af da Nodel, Bis gweian übagnou, Und wei sei Stündel kemma, Dou glangt a gwoltla zou. Un in an Souck, do trougt an Am Schwiarzlber geih fuat, Da Mou, dea tout dawacha Zun Glück am reten Uat. »Jeises, Moarie und Josef!« In seina Angst a schreit; Dou hout en gschleu da Tuifel In Weiha z' gneigast keit. Mou sida duaten weizen Ols oarme Seil da Mou, Un jeida tout si scheuzen, Dea z' Nachts voubeigeiht drou. Doh dea 'n wullt dalöisen, Dea meut a Pflega sei, Vun Bauangout und Kuarfüarst Ols wei an Engel rei. Etwa zu übersetzen als: Es war ein alter Pfleger, Ein bitterböser Mann, Der hat die Bauern geschunden, Viel Arges ihnen getan. Hat Leut' und Kurfürst betrogen, Soviel als er nur konnt'; Da endlich kriegt der Teufel Davon einen rechten Wind. Der greift ihn am Schlafittchen, Jetzt triebst du es zu weit, Und wie sein Stündlein kommen, Langt er gewaltig zu. In einem Sack trägt er ihn Am Schwarzlberg vorbei, Der Mann erwacht gerade Zum Glück am rechten Ort. »Jesus, Maria, Josef!« Schreit er in seiner Angst, Da hat ihn schnell der Teufel Im nächsten Weiher versenkt. Man siehet dorten spuken Als arme Seel' den Mann, Und jeder blickt scheu um sich, Der nachts vorübergeht. Doch wer ihn will erlösen, Der muß ein Pfleger sein, Voll Güt' zu Bauern, dem Kurfürst Als wie ein Engel rein.