AUS: SATURNISCHE GEDICHTE DIE STUNDE DES SCHÄFERS Rot tritt der mond aus dunstigem himmel vor Es scheint der nebel tanze – es verlösche Das rauchige feld .. und das geschrei der frösche Steigt aus dem schauer-überlaufnen rohr. Die wasserblumen ruhn · gebeugte schläfer Die pappelbäume bleichen in der weite Hoch und gedrängt · ein schemenhaft geleite Und nach den büschen irren feuerkäfer. Die käuze wachen auf und streifen sacht Die schwarze luft mit ihrem schweren fittich Mit dumpfem leuchten füllet der zenith sich Und weiss taucht Venus auf – und es ist nacht. HERBSTLIED Seufzer gleiten Die saiten Des herbsts entlang Treffen mein herz Mit einem schmerz Dumpf und bang. Beim glockenschlag Denk ich zag Und voll peinen An die zeit Die nun schon weit Und muss weinen. Im bösen winde Geh ich und finde Keine statt .. Treibe fort Bald da bald dort – Ein welkes blatt.