DER TEPPICH DES LEBENS UND DIE LIEDER VON TRAUM UND TOD MIT EINEM VORSPIEL Bild: Wiedergabe einer Zeichnung von Melchior Lechter NACH EINER STUDIE VON MELCHIOR LECHTER⋼ZU DEM TAFELGEMÄLDE:⋼'DIE WEIHE AM MYSTISCHEN QUELL'⋼IM PALLENBERG - SAAL ZU KOELN A. RH. Widmung MELCHIOR LECHTER Vorrede Da diese allgemeine ausgabe den schmuck der ersten entbehren muss: zu den kostbaren einfassungen die bilder des über wolken thronenden engels der lebenergiessenden blumen und der harfe in der hand der lezten leidenschaft: so sei es mir vergönnt den erlauchten namen vor diese seiten zu schreiben der mit ihnen so eng verbunden ist und der sie auf immer ziere. VORSPIEL I Ich forschte bleichen eifers nach dem horte Nach strofen drinnen tiefste kümmerniss Und dinge rollten dumpf und ungewiss – Da trat ein nackter engel durch die pforte: Entgegen trug er dem versenkten sinn Der reichsten blumen last und nicht geringer Als mandelblüten waren seine finger Und rosen rosen waren um sein kinn. Auf seinem haupte keine krone ragte Und seine stimme fast der meinen glich: Das schöne leben sendet mich an dich Als boten: während er dies lächelnd sagte Entfielen ihm die lilien und mimosen – Und als ich sie zu heben mich gebückt Da kniet auch ER · ich badete beglückt Mein ganzes antlitz in den frischen rosen. II Gib mir den grossen feierlichen hauch Gib jene glut mir wieder die verjünge Mit denen einst der kindheit flügelschwünge Sich hoben zu dem frühsten opferrauch. Ich mag nicht atmen als in deinem duft. Verschliess mich ganz in deinem heiligtume! Von deinem reichen tisch nur eine krume! So fleh ich heut aus meiner dunklen kluft. Und ER: was jezt mein ohr so stürmisch trifft Sind wünsche die sich unentwirrbar streiten. Gewährung eurer vielen kostbarkeiten Ist nicht mein amt · und meine ehrengift Wird nicht im zwang errungen · dies erkenn! Ich aber bog den arm an seinen knieen Und aller wachen sehnsucht stimmen schrieen: Ich lasse nicht · du segnetest mich denn. III In meinem leben rannen schlimme tage Und manche töne hallten rauh und schrill. Nun hält ein guter geist die rechte wage Nun tu ich alles was der engel will. Wenn auch noch oft an freudelosem ufer Die seele bis zum schluchzen sich vergisst Sie hört sogleich am ankerplatz den rufer: Zu schönerm strand die segel aufgehisst! Wenn mich aufs hohe meer geneigt ein neuer Gewittersturm umtost vom wahne links Vom tode rechts – so greift ER schnell das steuer Der kräfte toben harrt des einen winks: Gebietend schlichtet ER der wellen hader Die wolken weichen reiner bläue dort .. Bald zieht auf glatten wassern dein geschwader Zur stillen insel zum gelobten port. IV Zu lange dürst ich schon nach eurem glücke. Dass mich des herren joch nicht mehr bedrücke! Zu düster und zu einsam war sein dienst Als du mir schmerzlichem am weg erschienst. Er gebe mir die freiheit wieder · nehme Die palmen und die starren diademe – Versprechen einer neuen morgenblust – Um dich! mit meiner stirn an deiner brust .. Da trat ER mir entgegen fahnenschwinger Im herbstes-golde und er hob den finger Und lenkte mich zurück in seinen bann Mit einem ton wie einst den geist umspann Beim märchen der antikischen Sirenen Und mit dem langen schwermutblick der jenen Des Meisters an dem see der heimat glich Als er die jünger fragte: liebt ihr mich? V Du wirst nicht mehr die lauten fahrten preisen Wo falsche flut gefährlich dich umstürmt Und wo der abgrund schroffe felsen türmt Um deren spitzen himmels adler kreisen. In diesen einfachen gefilden lern Den hauch der den zu kühlen frühling lindert Und den begreifen der die schwüle mindert Und ihrem kindesstammeln horche gern! Du findest das geheimnis ewiger runen In dieser halden strenger linienkunst Nicht nur in mauermeeres zauberdunst. »Schon lockt nicht mehr das Wunder der lagunen Das allumworbene trümmergrosse Rom Wie herber eichen duft und rebenblüten Wie sie die Deines volkes hort behüten – Wie Deine wogen – lebengrüner Strom!« VI Entsinne dich der schrecken die dir längst Verschollen sind seit du mir eigen bleibst Und nur durch mich der gluten kelch empfängst Der dich berauschen wird solang du leibst. Du danktest damals mir als grösste gunst Dass dich mein friede nicht mehr schauen liess Der trocknen sommer wilde feuersbrunst Die heimatlos dich in die wüste stiess. Als dir mein haus – so hoch – verächtlich war »Nur diesen einen kurzen blick der wahl Und ich verleugne lehre und altar« So zischte durch die nacht dein ruf der qual. Das opfer bäumte sich am herde auf Der purpur zündete wie leichtes stroh Und floss in flammen um der säulen knauf Der ganze tempel wankte lichterloh. VII Ich bin freund und führer dir und ferge. Nicht mehr mitzustreiten ziemt dir nun Auch nicht mit den Weisen · hoch vom berge Sollst du schaun wie sie im tale tun. Weite menge siehst du rüstig traben Laut ist ihr sich mühendes gewimmel: Forscht die dinge nützet ihre gaben Und ihr habt die welt als freudenhimmel. Drüben schwärme folgen ernst im qualme Einem bleichen mann auf weissem pferde Mit verhaltnen gluten in dem psalme: Kreuz du bleibst noch lang das licht der erde. Eine kleine schar zieht stille bahnen Stolz entfernt vom wirkenden getriebe Und als losung steht auf ihren fahnen: Hellas ewig unsre liebe. VIII Du sprichst mir nie von sünde oder sitte. »Ihr meine schüler · sprossen von geblüt· Erkennt und kürt das edle unbemüht .. Auch heimlich bin ich richte eurer tritte. So lieb ich dich: wie früher lehren spruch Als märchen ehrend du in mittaglicher Umgebung vor dich hinschaust · weges-sicher Nicht weisst von scham von reue oder fluch. Du wohntest viel in enger wahlgemeinde Im lieben ohne maass und ohne lass Vorm schicksal wenig klage wenig hass Doch lange rache nährend wider feinde. Und bei den taten denen weder lohn Noch busse – die du strahlend rühmst vor freien Und die nach volkes wahn zum himmel schreien Da zuckte ich nur lächelnd: sohn! o sohn!« IX Nicht forsche welchem spruch das höchste lob Und welchem sang der kranz gebührt am fest! Was gestern sturm durch herbe felder schnob Ist heut im lorbeerbusch geweihter west. Bald war es leuchtende und reine saat Kristalle die durch klaren morgen schien Bald finster-ädrig fliessender achat Dann wie ein heftig sprühender rubin. Was als ein rieseln kam gelind und lau In der verlassenen welkenden allee Und mehr nicht als ein tropfen duftiger tau Der von der blume fiel zum tiefen see: Ward volle feuchte die den berg durchbrach Und die in dunkelsten mittnächten dann Als jäher strahl ins herz der felsen stach Wie eine rote quelle sprang und rann. X Verweilst du in den traurigsten bezirken Wo ruhmlos tat der starken wie der bleichen Begraben wird so lenkt – wie ohn entweichen Zu jeder lust der leib – mein ruf zum wirken. Die klare antwort steigt mit meiner sonne Wenn du dich fragst: nach welchem winde kehren Wo greifen da sich alle fäden queren Wo schöpfen da es quillt aus jedem bronne? Und leidest du am zagemut der väter Dass der gestalten wechselnd buntes schwirren Und ihre überfülle dich verirren: Vernichtet dich die weltenzahl im äther: So komm zur stätte wo wir uns verbünden! In meinem hain der weihe hallt es brausend: Sind auch der dinge formen abertausend Ist dir nur Eine – Meine – sie zu künden. XI Ihr bangt der Obern pracht nie mehr zu nennen Wenn nicht auf schwerer stirn ihr blitz euch zückt Der sich nicht rufen lässt .. die kinder flennen Um selige stunde die so kurz nur schmückt. Dann fleckt auf jedem wort der menge stempel Der toren mund macht süsse laute schal Ihr klagt: du ton der donner ton der tempel Ergreifst du uns allmächtig noch einmal? Es sanken haupt und hand der müden werker Der stoff ward ungefüge spröd und kalt .. Da – ohne wunsch und zeichen – bricht im kerker Ein streif wie schieres silber durch den spalt. Es hebt sich leicht was eben dumpf und bleiern Es blinkt geläutert was dem staub gezollt .. Ein bräutliches beginnliches entschleiern .. Nun spricht der Ewige: ich will! ihr sollt! XII Wir die als fürsten wählen und verschmähn Und welten heben aus den alten angeln Wir sollen siech und todesmüde spähn Und denken dass des höchsten wir ermangeln – Dass wir der liebe treuste priester wol Sie suchen müssen in verhülltem jammern Die augen weit von wilden feuern hohl – Und wenn wir endlich unser gut umklammern Dass es gekrönt verehrt genossen kaum Den sinnen wieder flüchtet fahl und mürbe .. All unsre götter schatten nur und schaum! »Ich weiss dass euer herz verblutend stürbe Wenn ich den spruch nicht kennte der es stillt: Da jedes bild vor dem ihr fleht und fliehet Durch euch so gross ist und durch euch so gilt .. Beweinet nicht zu sehr was ihr ihm liehet« XIII Seit jenem märchen wo ihr meine mündel An leicht bewölktem sonnigem gestade Geleitet wart auf schmale weisse pfade Und lilien trugt und korn- und traubenbündel Ist dir die Eine liebe unvergänglich .. So oft es auch in toll verschlungne äste Und nebel lockte schwankender moräste Und in das dickicht düster und verfänglich: Du fühltest scheu wie vor dem ungestümen Des wimmelnden und kämpfenden getreibes Wie vor dem falschen maass unedlen leibes Und übergliedern an den ungetümen. Die frühe liebe blieb zum licht · zu holden Geländen sanftem berg und schlanker pinie Zur reinen farbe und zur klaren linie Und zum geflüster aus den gartendolden. XIV Du stiegest ab von deinem hohen hause Zum wege · manche freunde standen neben Du suchtest unter ihnen deine klause Und sahst dich um gleichwie in andrem leben. Dich werden deine gipfel nicht mehr schützen Doch wie seither in lauterstem gewande Wirst du an deines nächsten arm dich stützen Und bleibst wie vormals gast von fernem strande Den vielen – die du immer meiden möchtest. Vergeblich wäre wenn sie dich umschlängen Und töricht wenn du zwischen ihnen föchtest. Sie sind zu fremd in deines webens gängen. Nur manchmal bricht aus ihnen edles feuer Und offenbart dir dass ihr bund nicht schände. Dann sprich: in starker schmerzgemeinschaft euer Erfass ich eure brüderlichen hände. XV Dein geist zurück in jenes jahr geschwenkt Begreift es heut nicht welche sternenmeilen Vom ort dich trennten wo die menschen weilen So dass sich jede stirne staunend senkt: Als du die tempel bautest für das Vliess Die bleiche pracht hienieden übertrafen Und alles stumm war im verwunschnen hafen Und gold die farbe aller träume hiess. Da führte dich durch felsiges gerill Bekannten pfad ein fruchtbeladner sommer Die hänge lächelten dem frohen kommer Gesichter grüssten wenn auch scheu und still. Dies sind die wiesen mit geblümtem sammt Die schweren ähren auf den schwanken stengeln Gesang der schnitter die die sensen dengeln .. Dir ruft die erde zu der ihr entstammt. XVI Dem markt und ufer gelte dein besuch Der starken und der schlanken sehne schnellen Der menge stürmen jauchzen lied und spruch Der nackten glieder gleiten in den wellen. Zu neuer form und farbe wird gedeihn Der streit von mensch mit mensch und tier und erde Der knaben sprung der mädchen ringelreihn Und gang und tanz und zierliche geberde. Doch ist wo du um tiefste schätze freist Der freunde nächtiger raum · schon schweigt geplauder Da bebt ein ton und eine miene kreist Und schütteln mit der offenbarung schauder. Da steigt das mächtige wort – ein grosses heil – Ein stern der auf verborgenen furchen glimmert Das wort von neuer lust und pein: ein pfeil Der in die seele bricht und zuckt und flimmert. XVII Er darf nun reden wie herab vom äther Der neue lichter zündete im nachten Erlösung fand aus dumpfen lebens schmachten Der lang verborgen als ein sichrer täter Die welken erden hob durch neue glänze Und seinen brüdern durch sein amt bedeutet Wo sie vor allen wahren ruhm erbeutet Und das geheimnis lehrte neuer tänze. Ihm wird die ehre drum wie keinen thronen Dem sich in froher huldigung ergaben Die seherfrauen und die edlen knaben – Die herrscher denen künftig völker frohnen. So steigt allein den göttern opferbrodem Wie ihm der heiligen jugend lobesstimme Die über seine stufen höher klimme In ihrem odem viel von seinem odem. XVIII Einst werden sie in deinen schluchten spüren Was noch darin von deiner stimme dröhne. »Ist dies der ort von klagen tränen schwüren! O kleine tiefe« und der eine höhne: »Sind dies die so gelobten hügelspitzen Mit ihrem freudenblick in fabellande? Sind dies die wellen die verderblich spritzen? Wir reichen mit dem finger bis zum sande« Und jener wende sich von dir verdrossen: »Er gab uns nur zu staunen und zu scheuen · Wie fernab diese menschentage sprossen! Wie könnten wir uns ihrer früchte freuen« So sind dir trost und beispiel höchste meister Die attischen die reinsten gottesdiener Der Nebel-inseln finstrer fürst der geister Valclusas siedler und der Florentiner. XIX Zu wem als dir soll sie die blicke wenden Die glühend Suchende der du zuerst Die höhen wiesest und das glück bescherst Das diese bunten tage nimmer senden? Du gibst den rausch · sie schwebt zum ewigen tore Erhoffter strahlen jauchzendem gemisch Sie gleitet durch den saal zum göttertisch Erfüllung leuchtet · lösung schallt im chore. Die unerreichte flur scheint ihr gewonnen Sie überfliegt die klüfte mit dem aar Sie schaltet mit der kleinen sterne schaar Und stürzt entgegen väterlichen sonnen. Nun musst du sie im irren hasten zügeln Du beugest dich aus deiner wolkenstatt Und hüllst die zitternd ist und freude-satt Getreuer geist! mit schweren traumesflügeln. XX Ihr ist als ob bei jeder zeitenkehr Sie mehr nur hungre nach der heiligen zehr Verstossen von dem flor der ufer-bänke Im strom des grams nur immer tiefer sänke Verlassen von den leitern ihrer bahn Der Venus heller fackel und dem Schwan Gefährdet gar vom glanzumflossenen gotte Und taumelnd wie die licht-versengte motte. Da sinnt sie nach: wenn ein verglühter kien Der tag ein end und ein begräbnis schien In immer schwärzere nebel sich verdichtend: Noch niemals blieb der morgen aus der lichtend Das tal ihr wieder wies das duftig bläut Wo heimlich singen und ein tief geläut Und ein gesicht aus maienbüschen lugend Ihr riefen: sieh dich noch mit deiner jugend! XXI Solang noch farbenrauch den berg verklärte Fand ich auf meinem zuge leicht die fährte Und manche stimme kannt ich im geheg · Nun ist es stumm auf grauem abendsteg. Nun schreitet niemand der für kurze strecke Desselben ganges in mir hoffnung wecke Mit noch so kleinem troste mir begehr · So ganz im dunkel wallt kein wandrer mehr. Und mit des endes ton – dem lied der grille – Geht auch erinnrung sterben in der stille. Ein fahler dunst um kalte wälder braut Verwischt die pfade ohne licht und laut. Ein grabesodem steigt aus feuchtem bühle Wo alle schlummern müssen · doch ich fühle DEIN wehen noch das wieder glut entfacht Und deine grosse liebe die noch wacht. XXII So werd ich immer harren und verschmachten Die sonne steigt noch · meine fahrt wird schlimm. »Gepeinigt wärest du von gleichem trachten Auch wenn ich heut dir sagte: komm und nimm! Denn du gedeihst in kämpfen die dir ziemen Du weisst dass stets ein linder balsam fliesst Von meinem munde auf die blutigen striemen Doch ist dir niemand der sie dauernd schliesst« Und die verehrend an mein knie getastet Und die ich lenke mit dem fingerzeig Und deren haupt an meiner brust gerastet? »Die jünger lieben doch sind schwach und feig« So ring ich bis ans end allein? so weil ich Niemals versenkt im arm der treue? sprich! »Du machst dass ich vor mitleid zittre · freilich Ist keiner der dir bleibt · nur du und ich« XXIII Wir sind dieselben kinder die erstaunt Vor deinem herrschertritt doch nicht verzagt Uns sammeln wenn ein waffenknecht posaunt Dass in dem freien feld dein banner ragt. Wir ziehn zur seite unsres strengen herrn Der sichtend zwischen seine streiter schaut Kein weinen zieht uns ab von unsrem stern Kein arm des freundes und kein kuss der braut. In seinen blicken lesen wir erfreut Was uns erkannt ist im erhellten traum Ob ehre oder dunklen zug gebeut Sein abgeneigter sein erhobner daum. Was uns entzückt verherrlicht und befreit Empfangen wir aus seiner hand zum lehn Und winkt er: sind wir stark und stolz bereit Für seinen ruhm in nacht und tod zu gehn. XXIV Uns die durch viele jahre zum triumfe Des grossen lebens unsre lieder schufen Ist es gebühr mit würde auch die dumpfe Erinnrung an das dunkel vorzurufen: Das haupt gebettet folgte noch in stummer Ergebung alten ehren siegen straussen .. Blumen der frühen heimat nickten draussen Und luden schaukelnd ein zum langen schlummer. Und jenes lezte schöne bild ist sachte Zurückgesunken in der winde singen. Kein freund war nahe mehr · sie alle gingen Nur ER der niemals wankte blieb und wachte. Mit der betäubung wein aus seinem sprengel Die dichten schatten der bedrängnis hindernd Des endes schwere scheideblicke lindernd So stand am lager fest und hoch: der engel. DER TEPPICH DES LEBENS DER TEPPICH Hier schlingen menschen mit gewächsen tieren Sich fremd zum bund umrahmt von seidner franze Und blaue sicheln weisse sterne zieren Und queren sie in dem erstarrten tanze. Und kahle linien ziehn in reich-gestickten Und teil um teil ist wirr und gegenwendig Und keiner ahnt das rätsel der verstrickten .. Da eines abends wird das werk lebendig. Da regen schauernd sich die toten äste Die wesen eng von strich und kreis umspannet Und treten klar vor die geknüpften quäste Die lösung bringend über die ihr sannet! Sie ist nach willen nicht: ist nicht für jede Gewohne stunde: ist kein schatz der gilde. Sie wird den vielen nie und nie durch rede Sie wird den seltnen selten im gebilde. URLANDSCHAFT Aus dunklen fichten flog ins blau der aar Und drunten aus der lichtung trat ein paar Von wölfen · schlürften an der flachen flut Bewachten starr und trieben ihre brut. Drauf huschte aus der glatten nadeln streu Die schar der hinde trank und kehrte scheu Zur waldnacht · eines blieb nur das im ried Sein end erwartend still den rudel mied. Hier litt das fette gras noch nie die schur Doch lagen stämme · starker arme spur · Denn drunten dehnte der gefurchte bruch Wo in der scholle zeugendem geruch Und in der weissen sonnen scharfem glühn Des ackers froh des segens neuer mühn Erzvater grub erzmutter molk Das schicksal nährend für ein ganzes volk. DER FREUND DER FLUREN Kurz vor dem frührot sieht man in den fähren Ihn schreiten · in der hand die blanke hippe Und wägend greifen in die vollen ähren Die gelben körner prüfend mit der lippe. Dann sieht man zwischen reben ihn mit basten Die losen binden an die starken schäfte Die harten grünen herlinge betasten Und brechen einer ranke überkräfte. Er schüttelt dann ob er dem wetter trutze Den jungen baum und misst der wolken schieben Er gibt dem liebling einen pfahl zum schutze Und lächelt ihm dem erste früchte trieben. Er schöpft und giesst mit einem kürbisnapfe Er beugt sich oft die quecken auszuharken Und üppig blühen unter seinem stapfe Und reifend schwellen um ihn die gemarken. GEWITTER Die irren flämmchen allerwege sind erloschen Ein jäher donner hat die hohe saat gedroschen Der sturm der nacht zerspaltet das geäst im forste Er stört der eber lager und der geier horste. Der strenge könig sprengt aus seinem wolkenschlosse Er folgt auf goldgeschirrtem pferd mit grossem trosse Der falschen gattin die sich tummelt in den wettern Und preisgegeben ist den zügellosen rettern. Oft glaubt er mit der rauhen faust sie zu versichern Doch sie entwindet sich mit einem leisen kichern – Bis er sie festet .. zwischen seines gürtels spangen Und dem genick des pferdes ist sie quer gefangen. Bezwungen schluchzend regt sie ihre blanken zähne Und schüttelt zürnend ihre aufgelöste mähne Um ihre nackten glieder spült der schiefe regen Ihr kalter busen sieht gefasst der haft entgegen. DIE FREMDE Sie kam allein aus fernen gauen Ihr haus umging das volk mit grauen Sie sott und buk und sagte wahr Sie sang im mond mit offenem haar. Am kirchtag trug sie bunten staat Damit sie oft zur luke trat .. Dann ward ihr lächeln süss und herb Gatten und brüdern zum verderb. Und übers jahr als sie im dunkel Einst attich suchte und ranunkel Da sah man wie sie sank im torf – Und andere schwuren dass vorm dorf Sie auf dem mitten weg verschwand .. Sie liess das knäblein nur als pfand So schwarz wie nacht so bleich wie lein Das sie gebar im hornungschein. LÄMMER Zu dunkler schwemme ziehn aus breiter lichtung Nach tagen von erinnerungschwerem dämmer In halbvergessner schönheit fahler dichtung Hin durch die wiesen wellen weisser lämmer. Lämmer der sonnenlust und mondesschmerzen Ihr keiner ferngeahnten schätze spürer! Lämmer ein wenig leer und eitle herzen Stolz auf die güldnen glocken eurer führer! Alternde uns! in eurem geiste junge! Lämmer von freuden die für uns erkühlen Lämmer mit schwerem schritt mit leichtem sprunge Mit einem heut kaum mehr begriffnen fühlen! Vorsichtige! vor keinen hängen scheue! Lämmer der wolumfriedigten zisternen Lämmer zu alter doch bewährter treue Lämmer der schreckenlosen fernen! HERZENSDAME In enger gasse winkelreichem düster Lief aus der kirche angsterfüllt der küster Und rief den frommen frauen seiner pfarre Dass jezt das gnadenbild nach oben starre Dass seine lippen redend offen stünden .. Sie kamen denkend ihrer lezten sünden Sie warfen sich zu boden vor dem wunder – Auch die gerechten zitterten jetzunder. Es wurde nacht und tief erschauernd wallten Sie aus dem tor .. nur sie in weissen falten Die als die erste kam und deren name Getreue ist und schöne herzensdame Sie hatte nur das zeichen wahr gesehen Ganz offen war es nur vor ihrem flehen – Sie schritt mit leicht geneigtem haupt in blauer Verzückung und in wunderbarer trauer. DIE MASKE Hell wogt der saal vom spiel der seidnen puppen. Doch eine barg ihr fieber unterm mehle Und sah umwirbelt von den tollen gruppen Dass nicht mehr viel am aschermittwoch fehle. Sie schleicht hinaus zum öden park · zum flachen Gestade · winkt noch kurz dem mummenschanze Und beugt sich fröstelnd übers eis .. ein krachen Dann stumme kälte · fern der ruf zum tanze. Keins von den artigen rittern oder damen Ward sie gewahr bedeckt mit tang und kieseln .. Doch als im frühling sie zum garten kamen Erhob sich oft vom teich ein dumpfes rieseln. Die leichte schar aus scherzendem jahrhundert Vernahm wol dass es drunten seltsam raune .. Nur hat sie sich nicht sehr darob gewundert Sie hielt es einfach für der wellen laune. DIE VERRUFUNG Geht ein weg noch hinter den weidenstümpfen Wo die halme sich vor dem wetter ducken? Führt dieser fluss dich nicht fort zu den giftigen sümpfen Wo die grünlichen lichter zusammenzucken? Schlangen erheben sich · ihre verderblichen schlünde Recken entgegen die schnellen und glühenden zungen – Reiter! lebe nur über der einen sünde – Hasse den einen bis dein hass ihn bezwungen! Nur der tote löst dich vom wilden drange Bricht das grollen der erstickenden stimme Kühlt den brand auf der verlezten wange .. Rufe bis er hier vorüber schwimme! Lippe bleich die keinen zwist mehr schaffe! Arme schlaff die nie mehr schlagen mögen! In dem busen noch die blanke waffe Treibt er durch die hohlen brückenbögen .. DER TÄTER Ich lasse mich hin vorm vergessenen fenster: nun tu Die flügel wie immer mir auf und hülle hienieden Du stets mir ersehnte du segnende dämmrung mich zu Heut will ich noch ganz mich ergeben dem lindernden frieden. Denn morgen beim schrägen der strahlen ist es geschehn Was unentrinnbar in hemmenden stunden mich peinigt Dann werden verfolger als schatten hinter mir stehn Und suchen wird mich die wahllose menge die steinigt. Wer niemals am bruder den fleck für den dolchstoss bemass Wie leicht ist sein leben und wie dünn dass gedachte Dem der von des schierlings betäubenden körnern nicht ass! O wüsstet ihr wie ich euch alle ein wenig verachte! Denn auch ihr freunde redet morgen: so schwand Ein ganzes leben voll hoffnung und ehre hienieden .. Wie wiegt mich heute so mild das entschlummernde land Wie fühl ich sanft um mich des abends frieden! SCHMERZBRÜDER So zieht ihr im düster und euer geleit Ist lächelnder strahl – ihr die sinkende zeit. Da alles gesagt ist in stummem verein Ihr fühlet gefasst die unwendbare pein: Wer ganz sich verschenkt wie er wenig empfängt Und blühende stirn in die fernen nur drängt. So zieht ihr im düster und euer geleit Ist lächelnder strahl – ihr die sinkende zeit. Und manchmal noch wenn euch ein milderer ton Ein engeres schmiegen wie rührung und lohn Und wenn euch ein deutendes schweigen umfliesst Erscheint es dass leis eine hoffnung euch spriesst: Mit zitternden armen am busen gepresst So haltet den ziehenden abend ihr fest Ob er für die einzige stunde nun säumt .. Doch euer geleit hat vom morgen geträumt. DER JÜNGER Ihr sprecht von wonnen die ich nicht begehre In mir die liebe schlägt für meinen Herrn Ihr kennt allein die süsse · ich die hehre · Ich lebe meinem hehren Herrn. Mehr als zu jedem werke eurer gilde Bin ich geschickt zum werke meines Herrn Da werd ich gelten · denn mein Herr ist milde Ich diene meinem milden Herrn. Ich weiss in dunkle lande führt die reise Wo viele starben · doch mit meinem Herrn Trotz ich gefahren · denn mein Herr ist weise Ich traue meinem weisen Herrn. Und wenn er allen lohnes mich entblösste: Mein lohn ist in den blicken meines Herrn. Sind andre reicher: ist mein Herr der grösste Ich folge meinem grössten Herrn. DER ERKORENE Sie grüssen dich laut zur schönern geburt Den dunkel umfing verherrlicht ein schein. Was schwer sich erwirbt ward früh dir bestimmt Dir gaben den preis die meister im lied. Was huldigt erhöht du nahmest es zag Die stirne geneigt doch froh dir bewusst Wie jeglichem ding in ehrfurcht genaht – So zogest du gern dem leben entlang Mit prüfendem blick und liebend allein Und griffest nur zu mit lauterer hand In frommer beschau mit rühmlicher scheu: Dem reicheren trieb des edleren tiers. Was heute dich krönt wird dornige last Dem jemals es welkt · der selbst sich nicht wahrt. Nur wenn du noch ehrst bist du dir noch treu Dann bleibt wie du dir o jüngling der kranz! DER VERWORFENE Du nahmest alles vor: die schönheit grösse Den ruhm die liebe früh-erhizten sinns Im spiel · und als du sie im leben trafest Erschienen sie verblasst dir nur und schal. Du horchtest ängstlich aus am weg am markte Dass keine dir verborgne regung sei .. In alle seelen einzuschlüpfen gierig Blieb deine eigne unbebaut und öd. Du fandest seltne farben schellen scherben Und warfest sie ins wirre blinde volk Das überschwoll von preis der dich berauschte .. Doch heimlich weinst du – in dir saugt ein gram: Beschämt und unstät blickst du vor den Reinen Als ob sie in dir läsen .. unwert dir So kamst du wol geschmückt doch nicht geheiligt Und ohne kranz zum grossen lebensfest. ROM-FAHRER Freut euch dass nie euch fremdes land geworden Der weihe land der väter paradies Das sie erlöst vom nebeltraum im norden Das oft ihr sang mehr als die heimat pries. Dort gaukelt vor euch ein erhabnes ziel Durch duft und rausch in marmor und paneelen Dort lasset ihr vom besten blute viel Und ewig fesselt eure trunknen seelen Wenn auch verderbenvoll der schöne buhle .. Wie einst die ahnen denen dürftig schien Die kalte treue vor dem fürstenstuhle: Wunder der Welt! und sänger Konradin! Durch euer sehnen nehmt ihr ewig teil An froher flucht der silbernen galeeren Und selig zitternd werfet ihr das seil Vor königshallen an den azur-meeren. DAS KLOSTER Mit wenig brüdern flieht die lauten horden Eh eure kraft verwelkt im kalten gift Erbaut nach jungem wunsch das friedensstift In einem stillen tal für euren orden. Gewiegt von gleicher stunden mildem klang Ist euch der keuschen erde arbeit heilig Der tag verrinnt im wirken siebenteilig Euch und der reinen schar die ich euch dang. Umschlungen ohne lechzende begierde Gefreundet ohne bangenden verdruss – So flieht im abend schluchzen wort und kuss .. Und solches ist der frommen paare zierde: Von ebnem leid von ebner lust verzehrt Zur blauen schönheit ihren blick zu richten Geweihtes streben göttlichstes verzichten – Wie einst ein mönch aus Fiesole gelehrt. WAHRZEICHEN So ist bei euch das los: nach kurzen fristen Der stolzen blüte hausen lichtverächter Mit rohem schwärmen und die vipern nisten. Nur heimlich sind dem zarten keime wächter. Dann sucht der frühen bildner herbe wonnen Und holt euch rates wie sich mut gewinne Vorm keuschen zauber heimischer madonnen Und eurer ganzen schönheit höchster zinne Holbein dem einzigen .. im rauhen sturme Beschüzt die glorienschar vom Rhein und Maine .. Und dorrt das land vom unfruchtbaren wurme: Das heiligtum steht unberührt im haine. Bescheidet euch mit alten leidensregeln! Der glanz der war bringt wenn auch späte spende Die geister kehren stets mit vollen segeln Zurück ins land des traums und der legende. JEAN PAUL Wenn uns Stets-wandrern und die heimat schmälend Zu ihr die liebe schönerer nachbar würgt So rufst du uns zurück – verlockend quälend Du voll vom drange der den Gott verbürgt. In dir nur sind wir ganz: so wirkt kein weiser Der grauen gaue zwischen meer und kolk .. Du sehnenvoll des heitren südens preiser – Wie unser breites etwas schlaffes volk In trübem dämmer bergend stahl und zunder Draus gluten fahren grell und schillernd mild Du bist der führer in dem wald der wunder Und herr und kind in unsrem saatgefild. Du regst den matten geist mit sternenflören Dann bettest du den wahn auf weichem pfühl .. Goldharfe in erhabnen himmels-chören Flöte von Maiental und Blumenbühl! STANDBILDER · DIE BEIDEN ERSTEN Im maasse mit der landschaft wuchs dein haus Nicht höher als der nahe baum es sinnt. Hier weihen töchter dir ihr reines haar Und söhne schliessen glühend grossen bund. Du siehst in blauer klarheit deine schar Stets für dein heiter tiefes fest bereit Die ihres leibes froh und seiner lust Und stolz und lächelnd zwischen blüten geht. – In wolkige nebel deuten deine türme Beflügelt floh der geist die schwere scholle Der körper muss zermalmt zum himmel streben Der spröde stein in immer zartern rosen. Wenn dein kasteiter über-spitzer finger Sich faltet weiss dein weit erhobnes auge Dass sich im frommen rausch die kniee lösen Das ganze volk vorm wunder schluchzt und zittert. STANDBILDER · DAS DRITTE Wie dacht ich dich mir schön · verhüllte frau! Von welchem zauber dass du durch jedweden Betrübten tag hindurch noch an ein eden Den glauben wecktest hinter berg und bau! Hat oft das allzu träge blut gestockt Wie wusstest du mit einem blitz die untern Die müden kranken irren zu ermuntern! Wie ist die macht die stets uns fürder lockt .. Du kind bemerktest nie: was euch befahl So fortzuschreiten sei nur not und schauer .. Sie färbten dir die fernen hügel blauer Und qualen löst ich meist mit frischer qual. Da du nicht länger säumen magst so heb Die hülle – sie wird jezt dir nicht mehr frommen .. Nun sieh was du die jahre hin genommen Für demant-tüpfel schimmernd durchs geweb! STANDBILDER · DAS VIERTE Wenn heut sie naht mit würdig festem gange Und strengem blick trifft sie nicht mehr enteiler – Ihr ist nun auch im marmorbau ein pfeiler Und beter beugen wir uns edlem zwange. Denn früher schauderten wir ihr zu dienen Gespielen! weisst du? Zweig von fremdem stamme Du Kuss der dämmerung! du des morgens Flamme! Sobald sie mit den starren kalten mienen Die bucht betrat wo unsre reigen schwangen So rafften wir soviel vom farbigen tande Als lustverwöhnte arme nur umschlangen Und stiessen ab vom heimgesuchten strande Mit unsrern überquellend vollen kahne Mit wimpel sang und klang mit frau und knabe Aufs helle meer wo sich für unsre habe Der weg zum nächsten frohen eiland bahne! STANDBILDER · DAS FÜNFTE Ich bin es einzig die auch euch die klugen Zur irre reisst · wenn meine lider schlugen Sind eure festen bauten mürb und öd Ihr ziehet hinter mir wie kinder blöd. Euch selber fremd seid ihr nur meine knechte Vergesset eure taten wünsche rechte .. Ihr traget meine qual und nennt kein wie Ein göttlich rasen zwinget euch ins knie. Erfind ich euch die grausamsten gesetze Dass keinen meiner lippe süsse letze Der eine gunst genoss in meinem schoss: Ihr fraget nicht .. ihr glaubt und duldet bloss. Ich bins die eure engen himmel ändert Einmal in weite blut- und strahlumrändert .. Dass euch der abgrund hallt wie schwacher schrei Und todes fluch wie klingen der schalmei. STANDBILDER · DAS SECHSTE Dreh ich in meinen händen die rötlichen urnen Dann spähe ich durch den rest der verwitterten krust Glieder der stattlichen die in kämpfen turnen Spiele der badenden und ihre lust. An den engeln mit quälendem glanze verglast Such ich die pochenden adern und drängenden rippen Brenne von gluten die in ihren bildnern gerast Heiligen marmor befeuchten die frevelnden lippen. Angst und verlangen erwecken die klingenden namen Prächtiger fürsten und führer in gold und rubin – Ihre köpfe beschaun mich aus rissigem rahmen In ihrem silbrigen dunkel und blassen karmin .. Und ich frage: wie hat dieser haare zier Und dieses blickes die früheren wesen umzingelt! Wie dieser mund hier geküsst zu dem die begier Sinnlos hinan als rauch ohne flamme sich ringelt! DER SCHLEIER · DAS SIEBENTE Ich werf ihn so: und wundernd halten inne Die auf dem heimischen baumfeld früchte kosten .. Die ferne flammt und eine stadt vom Osten Enttaucht im nu mit kuppel zelt und zinne. Einst flog er so empor: und öde schranken Der häuser blinkten scheinhaft durch die nässe Es regte sich die welt in silberblässe – Am vollen mittag mondlicht der gedanken! Er wogt und weht: und diese sind wie hirten Der ersten tale · jene mädchen gleiten Wie sie die einst im rausch der Göttin weihten .. Dies paar ist wie ein schatten unter mirten. Und so gewirbelt: ziehen sie zu zehnen Durch dein gewohntes tor wie sonnenkinder – Der langen lust · des leichten glückes finder .. So wie mein schleier spielt wird euer sehnen! DIE LIEDER VON TRAUM UND TOD BLAUE STUNDE An Reinhold und Sabine Lepsius Sieh diese blaue stunde Entschweben hinterm gartenzelt! Sie brachte frohe funde Für bleiche schwestern ein entgelt. Erregt und gross und heiter So eilt sie mit den wolken – sieh! Ein opfer loher scheiter. Sie sagt verglüht was sie verlieh. Dass sie so schnell nicht zögen So sinnen wir · nur ihr geweiht – Spannt auch schon seine bögen Ein dunkel reicher lustbarkeit. Wie eine tiefe weise Die uns gejubelt und gestöhnt In neuem paradeise Noch lockt und rührt wenn schon vertönt. DÜNENHAUS An Albert und Kitty Verwey Ist ein dach noch das so tiefen friedens Freien stolzes neben solcher fülle – Düster-mütigen starren gast Lud und hielt und fern oft winkte? Wo ihr gern erforscht wann meine seele Euch umarmt · wann ihr sie ewig fliehet Sinnend wenn die schatten weich Abends über Holland sinken .. Milde reden schmeicheln in den binsen Zu der wellen schlag · doch starke stimmen Lauern immer · wenn ihr ton Rauscht im frischen meereswinde Schont Er keine trauer · schiffe pfeifen Städte sind voll lust und kampf: »so irrte Sonnensohn an wolken hin Starb im rasen nach dem glücke« EIN KNABE DER MIR VON HERBST UND ABEND SANG: I An Cyril Meir Scott Sie die in träumen lebten sehen wach Den abglanz jener pracht die sie verliessen Um gram und erde · und sie weinen stille Die stunden füllend mit erinnerung Ans blaue ufer wo mit sanftem tritt Goldflügel-kinder wandeln und die müden Vom kerker eben freien seelen grüssen Die noch verwirrt die blöden blicke drehn In dem erstaunend hellen wunderland .. So helft euch aus der wahrheit – mitgefangene! Es bleibt für euch noch eines lächelns schatten Wenn euer beider leben auch gebannt Jezt wieder schmachten muss in grabesluft. Ein flüchtiger blick in euren gittern zündend Belebt die hoffnung eurer engen wüste .. Und bleich und plötzlich küsst ein strahl dein haar. II Ihr kündigtet dem Gott von einst die liebe – Nun zeigt er sich mit rachevoller braue: Ihr nanntet joch mein kostbares gesetz Ihr lasst mein haus zu beugungen zu stolz. Neigt ihr euch jezt nicht schmählicherem dienste? Ermattet er nicht die gewundnen arme Mehr als die klanges-kette die ihr bracht? Ruft ihr nach gnade nicht und wacht und weint? Ja wie wir einst voll demut und verlangen Uns zu des Heilands blutigen füssen bückten So knien wir huldigend dem neuen Gott Und zittern und verzückung wie zuvor Erhöhen uns doch andere rnitgefühle Verzehrender und weniger verzichtend Wenn schweres licht des beter-abends sinkt In gold und purpurscheiben unsres doms. III Ich stand im sommer wartend · mit erbleichen Seh ich nun schon das scharlach-banner wehen Es winkt dem tanz der ernter mit dem grabe Mit ungepflückter frucht zerzaust vom sturme. Nun schwindet mir der sorgenlosen glaube Nun eil ich in der kargen frist und pflücke Von dem was blieb und binde laub und blumen Halbwelke wunder meiner grames-hand. Die hand mit widmender verehrung hebt Beschämt empor dir die verstreuten gaben – So wenig von erträumter pracht ein zeichen Wenn auch von mancher seltnen träne leuchtend .. So wenig eine wahl von edelsteinen Die ich dir vom geschick erobern wollte Als je die mär von flammen-hass und -liebe Kund wird durch diese brechend leise stimme. JULI-SCHWERMUT An Ernest Dowson Blumen des sommers duftet ihr noch so reich: Ackerwinde im herben saatgeruch Du ziehst mich nach am dorrenden geländer Mir ward der stolzen gärten sesam fremd. Aus dem vergessen lockst du träume: das kind Auf keuscher scholle rastend des ährengefilds In ernte-gluten neben nackten schnittern Bei blanker sichel und versiegtem krug. Schläfrig schaukelten wespen im mittagslied Und ihm träufelten auf die gerötete stirn Durch schwachen schutz der halme-schatten Des mohnes blätter: breite tropfen blut. Nichts was mir je war raubt die vergänglichkeit. Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flur Aus mattem munde murmelt es: wie bin ich Der blumen müd · der schönen blumen müd! FELD VOR ROM An Ludwig von Hofmann Von höhen maassen wir die abendgegend Der welten trümmer sich im glanze regend Wir treten in die fluren öd und streng Von nah und fern ein hauch macht bang und eng. Denn mussten wir vor aufgehäuftem prunke Vor grosser gruft glorreichem säulenstrunke Weniger weinen? und was war uns seit Der kronen zier · der völker herrlichkeit! Wir fühlen scheidend: säen oder roden Verwehrt den schmerzlichen der stolze boden .. Sieh! weit in wolken schein des ewigen tors Und blut- und veilchenfalten eines flors Auf wehem grün der welligen ebne fliegend Frascati bleicher an den berg sich schmiegend .. Noch einmal halt an diesem hügel still Pflückend die schattenlilie asphodill. SÜDLICHE BUCHT An Ludwig von Hofmann An grünen klippen laden selige gärten Wo blumen sich mit blauen wogen mengen Und frühe winde zart und glühend sprengen Um den Gebundnen die metallnen härten. In lila-himmel streuen berge funken – Hier lockt die dämmerung der saffirgrotte Dort in verklärte fernen zieht die flotte .. Ihn hat ein schauer jung geküsst und trunken Dass er berührt vom spiel gewiegter hüfte Den einen namen seufze sage singe .. Und starker odem in dem zauberringe Wie wein und honig meer und tempelgrüfte Hat ihm in traumes ruhe-reich verholfen .. Wo er in lied und segen der zipresse Sein kaltes land und steiles werk vergesse Langsam sich lösend vor den purpurgolfen. WINTERWENDE An Clemens Franckenstein Ist von mond – von sonne dieser glanz? Auf verstorbne wege von Byzanz Bricht er schaudernd flammt er grell Hain und halle macht er hell. Spiegelt eine flur von freuden vor Euch verwaisten gängern bei dem tor Dass ihr staunt und weint und euch vergesst Lippe an lippe stumm gepresst. Welch ein wunder in dem dürren jahr! Mögt ihr nie an einer totenbahr Mögt ihr nie im raume kalt und klein Dies vergessen diesem ferne sein! Eure blicke taten-wach und kühn Die bis tief hinein ins dunkel sprühn Scheidend ahnen sie und mahnen sie: Solch ein strahl erbleicht uns nie .. DEN BRÜDERN An Leopold Andrian Als unsre schnelle jugend noch nicht wählte Im edlen preisen und verwerfen gleich War unsre liebe für das viel geschmälte Für unser: euer sieches Oesterreich. Wir – wie ihr – zeigten glücklichern barbaren Dass höchster stolz ein schönes sterben sei .. Bis wir bemerkt wie sehr wir lebend waren Da schlossen wir uns stärkern trieben bei. Vernahmen vor uns reiche fülle kreissen Und frische wünsche traten uns zunächst .. Da wollten wir euch freundlich an uns reissen Mit dem was auch in euch noch keimt und wächst. Denn dazu lieben wir zu sehr euch brüder Um zu geniessen nur als spiel und klang An euch die schwanke schönheit grabes-müder An euch den farbenvollen untergang. DIE EBENE An Carl August Klein Silberne himmelsferne spannt Ueber der endlosigkeit deiner ruhenden ebene. Suchest du sinnend darin das uns beiden gegebene Zwischen den furchen seit jahren verkannt? Unter der weiden frühem erblühn Horchen die kinder entzückt einer scherzenden flöte In die veilchenwolkige blendende röte Hüpfen und tanzen sie hoffend und kühn. Greisin kehrte sich von dem schimmernden tand Zu dem gemilderten glanze der fichten drüben An den beglückenden gräbern die treue zu üben – Ahndevoll raunt sie vom anderen land. Und – denen flitternde hülle wol riss Aber wie wir noch von irdischen wünschen genährte Suchst du im bilde sie? fürchtest du · bleicher gefährte · Unsren zug zur finsternis? FAHRT-ENDE An Richard Perls Wir schritten redend auf den tempeldielen Du klagend über siecher welten fäule Ich sah ein kämpferfeld mit weiten zielen Und stand ein jüngling herrisch an der säule. Du hörtest staunend mich nach langem wandern Noch schwärmen für das unverlierbar Stete An weichen nebel-abenden in Flandern Wo brünstig flammen zucken durch gebete. Dann liess ich dich zu maasslosen Titanen Und einsam steigen zu den grausen Müttern. Ich hasste die vergeblich dunklen bahnen .. Nun deine trauerboten mich erschüttern Wall ich verträumt wohin du gern entflohest Zu grüner nacht der schaurigen pagode Des nicht-mehr-suchens nicht-mehr-tuns: so drohest Als überwinder du bei deinem tode. GARTENFRÜHLINGE Schimmer aus lichtgoldnem blatte Treibt aus dem waldigen finster .. Dass die bescheidene ginster Ruhe der trauer beschatte! Nah in den gärten duften die rnandeln Dort sah ich augen voll glut und traum Ich will die gärten wieder durchwandeln Hände baden im blumigen flaum. Seltnerer vögel gefieder Büsche in zierlichen kegeln! Trunkene falter segeln Reicher ertönen dort lieder. Kostbarer wie sie die quelle verstreut Schmächtigem springbrunn funken entstieben .. Werden sie leuchten leuchten mir heut? Werd ich die süssen traum-augen lieben? MORGENSCHAUER Lässt solch ein schmerz sich nieten Und solch ein hauch und solch ein licht? Der morgen sich gebieten Der fremd und selig in uns bricht? Wie durch die seele zogen Die pfade – dann durch das gefild. Gelinde düfte sogen Dann gossen sie sich schnell und wild. Trüb wie durch tränen schwimmen Der baum · das haus das uns empfängt. Ein weisses festtag-glimmen Der kirschenzweig der überhängt Ein rauschendes geflitter Entzückt und quält – macht schwer und frei. Ein schwanken süss und bitter Ein singen sonder melodei .. DAS POCHEN Dies pochen sagt uns was wir liessen Das an der leeren stätte quillt Wo unsre freude scheidend winkte. Nicht stunde mehr nicht weg mehr gilt! Wie wir im schlafe wandelnd irren! Wie es bei allen worten schrillt Die uns gleich ihren lezten klingen! Wie jeder stein uns nun vergilt Dass wir solang nur uns erblickten .. Wie es im raum beklemmt und schwillt Den dingen nahe die sie liebte .. Wie wir zu bannen wol gewillt – Weil um die sucht so kleinen zieles Die ernste tat uns fragt und schilt – Doch diesem pochen nicht gebieten Das erst die wehmut langsam stillt! LACHENDE HERZEN .. Lachende herzen die ihr die freude schauet Als ein mädchen von wolken herniederwandelnd Gaben verteilend um die ihr als einziges werbet Wachsender hoffnung von einem zum andern fest: Die ihr die lieblichsten sonnenstrahlen vereinet Auf der zartblumigen wangen gerötetem schmelze Dunkle tage verschmerzend als kurze busse Schwere gedanken verbietet anmutig flehend: Tanzende herzen die ich bewundre und suche Gern mich erniedernd dass ich eure bälle nicht hemme Die ihr mich rühret ihr leichten – und ganz erfüllet Die ich verehre dass selber ihr lächelnd erstaunet: Die ihr mich schlinget in euren geselligen reigen Nimmer es wisst wie nur meine verkleidung euch ähnelt Spielende herzen die ihr als freund mich umfanget: Wie seid ihr ferne von meinem pochenden herzen! FLUTUNGEN Erst ging sie voll und litt an zu viel licht. Der gaben schatz den huldigung ihr bot Erwog sie kaum und misste oft das glück Im starren stolz der jugend die nicht spricht. Sie wuchs sie zog hinaus und sie umwarb Was nun entrann · sie sah mit heissem wunsch Den lebenden die sie nicht liebten nach Den toten all von ihr noch ungeliebt. Da stand sie einst mit ihrem schmerz · der schien Ihr leicht und leer · sie blickte prüfend um Und fröstelte · so sagt dem blinden kind Die kühle an dass schon der abend kam. Nun reisst und rinnt von neuem früheres weh Ihr ist wie sonst dass jede fiber fühlt .. Dass vieles ging · nur gleich im wechsel blieb Was sie ergreift was sie noch immer sucht. TAG-GESANG I So begannst du mein tag: Von verheissungen voll Aus dem kindlichen tale Ein jauchzen erscholl. Du ergingst dich in strahlen Bekränzt und erlaucht Hast dein schimmerndes haar Dann in blüten getaucht. In umschwärmendem chor Und in zitternder jagd Nach den wiesen die woge Nach silber smaragd So folgen dir froh Die dein lächeln erkürt .. O mein tag mir so gross Und so schnell mir entführt! II Bewältigt vom rausche noch sah ich ihm nach Er wandte sich dem der ihn liebend besprach. Mein lob sich auf fittichen hin zu ihm schwang Bis ganz ihn im westen die wolke umschlang. Um wen soll ich werben mit minderem hall Da nichts wie Er gross ist und nichts wie Er all! So schritt ich vertrauert und horchte mit fleiss Zu schluchten gebeugt auf ihr dunkles geheiss. III An dem wasser das uns fern klagt Wo die pappel sich lind wiegt Sizt ein vogel der uns gern fragt Der im laube sich dem wind schmiegt. Und der vogel spielt leis auf: Flur und garten sind vom blühn tot Jedes weiss sich schön im kreislauf .. Sieh die gipfel vor dir glühn rot! Nur erinnrung lässt als traumsold Der zu glücklichern seinen zug lenkt Seiner hand entrieselt traumgold Das er früh und nur im flug schenkt. Heb das haupt das sich bang neigt Ob aus tiefen ein gesicht winkt – Und so warte bis mein sang schweigt Und so bleibe bis das licht sinkt. NACHT-GESANG I Mild und trüb Ist mir fern Saum und fahrt Mein geschick. Sturm und herbst Mit dem tod Glanz und mai Mit dem glück. Was ich tat Was ich litt Was ich sann Was ich bin: Wie ein brand Der verraucht Wie ein sang Der verklingt. II Mich erfreute der flug Aller tiefdunklen pracht Aller ernten voll glut Aller seufzer der nacht Und von frauen die schar Die uns lenkend uns fröhnt Sie im wallenden haar Sie im tanz erst so schön. Und der jünglinge chor Der mich feurig gegrüsst Deren wort ich belobt Deren scheitel geküsst. Erst an euch hab ich spät Hohe freunde gefühlt Was uns mählich zerfällt Und was ewig uns glüht. III Sei rebe die blümt Sei frucht die betört Dir lieb und gerühmt .. Nur meide was stört Was siecht und vermorscht Was hastet und brüllt .. Von seltnen erforscht Der menge verhüllt Begehre das graun Das schwellt nicht mehr sprengt – Das schöne zu schaun Das wärmend nicht sengt Bis traumstill auf höhn Der strahl in dir tauscht In goldnem getön Dein leben verrauscht. TRAUM UND TOD Glanz und ruhm! so erwacht unsre welt Heldengleich bannen wir berg und belt Jung und gross schaut der geist ohne vogt Auf die flur auf die flut die umwogt. Da am weg bricht ein schein fliegt ein bild Und der rausch mit der qual schüttelt wild. Der gebot weint und sinnt beugt sich gern »Du mir heil du mir ruhm du mir stern« Dann der traum höchster stolz steigt empor Er bezwingt kühn den Gott der ihn kor .. Bis ein ruf weit hinab uns verstösst Uns so klein vor dem tod so entblösst! All dies stürmt reisst und schlägt blizt und brennt Eh für uns spät am nacht-firmament Sich vereint schimmernd still licht-kleinod: Glanz und ruhm rausch und qual traum und tod. ANHANG Die erste ausgabe dieses bandes erschien im winter 1899 mit der jahreszahl 1900 im verlag der Blätter für die Kunst. Die gesamte ausstattung als titel vollbilder umrahmungen zierbuchstaben und einband waren von Melchior Lechter unter dessen leitung das werk bei Otto von Holten gedruckt wurde. Die erste öffentliche ausgabe erschien bei Georg Bondi 1901. Aus dem VORSPIEL erschienen vor der ersten ausgabe die folgenden gedichte: mit den überschriften DER BESUCH das erste (Bl. f. d. K. III. F. 1. B.) und SEIT DER ANKUNFT DES ENGELS die erste strofe von I dann II IV V III (Bl. f. d. K. IV. F. 1/2. B.). In der Zweimonatlichen Zeitschrift Amsterdam sept. 1899 stehen folgende gedichte in dieser reihenfolge I VI VII IX VIII XIII XVIII XVII XIV XV XXI XXII XIX XXIII XXIV. Aus dem TEPPICH DES LEBENS waren vorher bekannt geworden: DER TEPPICH (s. 40) DER FREUND DER FLUREN (s. 42) LAEMMER (s. 45) HERZENSDAME (s. 46) DIE MASKE (s. 47) durch die Bl. f. d. K. IV. F. 3. B. aus den LIEDERN VON TRAUM UND TOD als gedenkspruch für Richard Perls FAHRT-ENDE (s. 79) Bl. f. d. K. IV. F. 3. B. und BLAUE STUNDE (s. 68) FELD VOR ROM (s. 74) Bl. f. d. K. IV. F. 4. B. Die gedichte EIN KNABE DER MIR VON HERBST UND ABEND SANG waren zuerst in englischer sprache abgefasst. Von den wenigen und geringfügigen abweichungen der früheren drucke sei erwähnt dass s. 77 Vernahmen vor uns reiche fülle kreissen nur einige ausgaben bisher die richtige schreibung des reimworts boten. Obwol in allen früheren ausgaben im selben gedicht s. 77 »glücklichen barbaren« steht · scheint »glücklichern« die bessere lesart zu sein. Handschriftproben HANDSCHRIFTPROBEN Erste Reinschrift des Vorspiels in Versalien · Schwarz und Rot · Zwölfte Seite: [Ich forschte bleichen eifers] (GAW 5, S. 96) Vorspiel: [Gib mir den grossen feierlichen hauch], Dreizehnte und vierzehnte Seite (GAW 5, S. 97)⋼Vorspiel · Dreizehnte und vierzehnte Seite: [In meinem leben rannen schlimme tage] (GAW 5, S. 97/98) Vorspiel: [Zu lange dürst ich], Fünfzehnte Seite (GAW 5, S. 98) Vorspiel: [Du wirst nicht mehr], Sechzehnte und siebzehnte Seite (GAW 5, S. 99)⋼Vorspiel: [Entsinne dich der schrecken die dir längst], Sechzehnte und siebzehnte Seite (GAW 5, S. 99) Umschlagseite des handgeschriebenen Buches · Blau auf geripptem silbergrauem Papier: Der Teppich des Lebens (GAW 5, S. 101) Der Teppich des Lebens: Urlandschaft, Einundvierzigste Seite (GAW 5, S. 102) Der Teppich des Lebens: Die Fremde, Vierundvierzigste Seite (GAW 5, S. 103) Der Teppich des Lebens: Lämmer, Fünfundvierzigste Seite (GAW 5, S. 104) Der Teppich des Lebens: Die Maske, Siebenundvierzigste Seite (GAW 5, S. 105) Der Teppich des Lebens: Die Verrufung, Achtundvierzigste Seite (GAW 5, S. 106) Der Teppich des Lebens: Schmerzbrüder, Fünfzigste Seite (GAW 5, S. 107) Der Teppich des Lebens: (Der jünger 2) [Ihr sprecht von wonnen die ich nicht begehre], Einundfünfzigste Seite (GAW 5, S. 108) Der Teppich des Lebens: Der Verworfene, Dreiundfünfzigste Seite (GAW 5, S. 109) Der Teppich des Lebens: Romfahrer, Vierundfünfzigste Seite (GAW 5, S. 110) Die Lieder von Traum und Tod: Blaue Stunde, Achtundsechzigste Seite (GAW 5, S. 111) Die Lieder von Traum und Tod: Ein Knabe der mir von Herbst und Abend sang: 1, Siebzigste Seite (GAW 5, S. 112) Die Lieder von Traum und Tod: Ein Knabe der mir von Herbst und Abend sang: 2, Einundsiebzigste Seite (GAW 5, S. 113) Die Lieder von Traum und Tod: Ein Knabe der mir von Herbst und Abend sang: 3, Zweiundsiebzigste Seite (GAW 5, S. 114) Die Lieder von Traum und Tod: Juli Schwermut, Dreiundsiebzigste Seite (GAW 5, S. 115) Die Lieder von Traum und Tod: 1. Feld vor Rom, Vierundsiebzigste Seite (GAW 5, S. 116) Die Lieder von Traum und Tod: 2. Südliche Bucht, Fünfundsiebzigste Seite (GAW 5, S. 117) Die Lieder von Traum und Tod: Morgenschauer, Einundachzigste Seite (GAW 5, S. 118) Die Lieder von Traum und Tod: Flutungen, Vierundachzigste Seite (GAW 5, S. 119) Die Lieder von Traum und Tod: Traum und Tod, Einundneunzigste Seite (GAW 5, S. 120)