Lieder aus dem Gebirge 1830. 1831. Der treue Gefährte Ich hatt' einst einen Genossen treu, Wo ich war, war er auch dabei; Blieb ich daheim, ging er auch nicht aus, Und ging ich fort, blieb er nicht zu Haus. Er trank aus einem Glas mit mir, Er schlief in einem Bett mit mir, Wir trugen die Kleider nach einem Schnitt, Ja selbst zum Liebchen nahm ich ihn mit. Und als mich's jüngst zu den Bergen zog, Und Stab und Bündel im Arm ich wog, Da sprach der treue Geselle gleich: Mit Gunsten, Freund, ich geh' mit euch! Wir wallten still hinaus zum Thor, Die Bäume streben frisch empor, Die Lüfte bringen uns warmen Gruß, Da schüttelt der Freund den Kopf mit Verdruß. Im Aether jauchzt ein Lerchenchor, Da hält er zugepreßt sein Ohr; Süß duftet dort das Rosengesträuch, Da wird er schwindlig und todtenbleich. Und als wir stiegen den Berg hinan, Verlor den Athem der arme Mann; Ich wallt' empor mit leuchtendem Blick, Doch er blieb keuchend unten zurück. Ich aber stand jauchzend ganz allein Am Bergesgipfel im Sonnenschein! Rings grüne Triften und Blumenduft! Rings wirbelnde Lerchen und Bergesluft! Und als ich wieder zu Thal gewallt, Da stieß ich auf eine Leiche bald: O weh, er ist's! Todt liegt er hier, Der einst der treu'ste Gefährte mir! Da ließ ich graben ein tiefes Grab Und senkte die Leiche still hinab, Drauf setzt' ich einen Leichenstein Und grub die Wort' als Inschrift drein: »Hier ruht mein treu'ster Genoß im Land, Herr Hypochonder zubenannt; Er starb an frischer Bergesluft, An Lerchenschlag und Rosenduft! Sonst wünsch' ich ihm alles Glück und Heil, Die ewige Ruh' werd' ihm zu Theil, Nur wahr' mich Gott vor'm Wiedersehn Und seinem fröhlichen Auferstehn!« Ungleicher Tausch Alpensöhne, frei und bieder, Wenn in unsre Städt' ihr wallt, Jauchzt ihr auch das Lied hernieder, Das auf euren Bergen hallt; Wollt' auch unsern Augen bieten, Was auf euren Alpen blüht: Rosen auf den grünen Hüten, Und wohl Rosen im Gemüth. Jetzt da ich erklommen habe Eurer Berge Hochgebiet, Bring' auch ich euch würd'ge Gabe? Kranz für Kranz, und Lied für Lied? Blumen mag ich zwar auch bieten, Aber frostig, steif und kalt, Wie der Winter solche Blüthen Höhnend uns ans Fenster malt. Kranz um Kranz auch mag ich tauschen, Aber dürr und ohne Duft, Knisternd wie Cypressenrauschen An gestorb'ner Hoffnung Gruft. Denn des Thals Gedanken drängen Sich um mich hier oben auch, Und als eis'ge Blumen hängen Sie sich rings an Fels und Strauch. Auf der Bank der Alpenhütte Sitz' ich nun zur Abendraft, In der grünen Triften Mitte, Schönste Hirtenmaid, dein Gast. Stolz sehn dort die Tannen nieder, Ihr Gewand vertauschend nie! Freiheitsdurst'ge Waffenbrüder, Haltet Farbe, so wie sie! Fällt auch eine gleich von diesen Hier und dort der Aexte Spiel, Ist's vom Haupt des Bergesriesen Nur ein Haar, das ihm entfiel. Seht den Quell Demanten stäuben Im Gebirg', wo frei er fleußt, Doch verdämmt nur Mühlen treiben! – Stäub' Demanten, Menschengeist! Ha, wie fest die Sennenhütte, Steinbeschwert, im Sturm sich hält! Seht's, ihr Bauherrn, die zum Kitte Eures Baues Blut ihr wählt! Seht auch dort das Bergschloß schimmern, Dessen Mörtel laut'rer Wein! Wollt ihr auch so dauernd zimmern, Nehmt auch Kitt, so frisch und rein! Horch, ein Knall! die Felsenadern Dort am Bergwerk sprengen sie! Pulver sprengt wohl einz'le Quadern, Doch ein Volk von Felsen nie! Stolzen Haupts im Silberstrahle Stehn die Riesen unbesiegt, Während etwas Staub im Thale Ihnen von den Sohlen fliegt! Adler, hoch im Blau dich wiegend, Lieblingslied im Fürstentraum, Doppelt ihrem Stolz kaum g'nügend Und erreicht doch einfach kaum! Thier, flieg in die Sonnenauen, Laß im Staub den Menschen gehn! Doch ein Lamm in deinen Klauen! Ha, war's also zu verstehn? – Ferne Abendglocken singen Frieden ins Gebirg hinein, Und die Alpenhörner klingen Und die Blumen nicken ein. Glocke voll der Zauberklänge, Menschenwort! O daß so traut Frieden durch das Thal es sänge, Wo die Menschheit Hütten baut! Guten Abend, schöne Dirne, Ei und bringst du Röslein mir? Eine Maid mit heit'rer Stirne Ist die Freiheit auch, gleich dir! Ach, wann wird sie Rosen pflücken Aller Welt, so wie du mir? Wann die Welt ins Aug' ihr blicken Ach so gerne, wie ich dir? Alpenblümlein rings im Moose, Ei, was sagt denn ihr dazu? Alpendirnlein, schön und lose, Und was meinst denn du? Kern und Schale Ein Schenkhaus, draußen schlicht und klein Ein dürrer Kranz als Zeichen; Doch drin, voll kühlem, goldnem Wein Ein Keller sonder Gleichen! Am Fenster manch zerbroch'ner Topf, Drin blüh'nde Rosen schwanken; Am Schenktisch manch ein ernster Kopf, Drin fröhliche Gedanken! Ein Kirchlein, halb verfallen schon, Die Pforte morsch und enge; Doch drinnen Andacht, Orgelton Und Trost und Liederklänge! Ein blinder Kutscher, lahme Pferd', Ein alter Karr'n im Sande, Doch drin im morschen Kasten fährt Die schönste Maid im Lande! Ein graues kahles Felsenthal, Drin frische Quellen rinnen; Ruinen alt, verwittert, fahl, Doch grüner Epheu drinnen? Ja, seht mich selbst, den Wandersmann, Gebräunt vom Sonnenbrande, Mit grauem Kittel angethan, Beschneit von Staub und Sande! Doch ist mir in der Brust das Blühn Des Frühlings aufgegangen, Mit blauem Himmel, frischem Grün, Gesang und Blumenprangen! Ja, zweierlei ist Schal' und Kern! Den Spruch hab' ich erwandert! Und zweifelt wer an ihm, ihr Herrn, Knackt Nüsse, oder wandert! Wandergruß Dort am Bergschloß, da ich raste, Lädt der Blüthenbaum mich ein, Freundlich winkt der Vogt zu Gaste Mit dem vollen Becher Wein. Den Urahn und seine Gäste Hat dieß Kelchglas schon geletzt, Und an ihrem Hochzeitfeste Ahnfrau diesen Baum gesetzt. Drum wie seinen Blüthenregen Ueber mich der Baum jetzt streut, Dünkt's mich wie ein Ahnensegen Aus der alten fernen Zeit. Und wie ich, vom Born zu nippen, Mit dem Glas berührt den Mund, Ist's, als ob des Ahnherrn Lippen Böten mir den Gruß zum Bund. Die in weiter Welt sich mieden, Einte dieses Glases Kreis; Was durch Zeit und Land geschieden, Drückt hier Lipp' an Lippe leis. Von Geschlechten zu Geschlechten Schlinge sich der heil'ge Bund! Fort und fort sein Band zu flechten, Weiht, o Glas, dich Herz und Mund! Diesen Kuß, zu fernen Tagen, Wenn zu Staube längst ich bin, Sollst du auf die Lippen tragen Einer späten Enkelin. Für den Enkel Gruß und Segen Will ich dir, o Baum, vertrau'n, Daß du ihn als Blüthenregen Um sein Haupt magst niederthau'n. Scenerie Ein Kreis von grünen Bäumen, Gesträuch und Rasengrün; Der Pfarrer wandelt betend Mit dem Brevier dahin. Die Lüfte blättern dienend Sanft Blatt für Blatt herum; Ein Strahl der Gnade, leuchtet Die Sonn' ins Heiligthum. Ein Kreis von grünen Bäumen, Gesträuch und Rasen dabei, Und jauchzend tafelt drunter Eine lust'ge Kumpanei. Die Büsche wölben als Keller Sich über die Flaschen kühl, Als Tafelmusik beginnen Die Vögel im Laub ihr Spiel. Ein Kreis von grünen Bäumen Und Rasen und Gesträuch, Da wallt, zermalmt von Elend, Ein Mann gar trüb' und bleich. Er seufzt, – da seufzt das Echo, Wie eine Stimm' aus dem Grab; Er weint, – da weinen die Zweige Den Abendthau herab. Ein Kreis von grünen Bäumen, Gesträuch und Rasenplan; Es schleicht mit blankem Dolche Ein Mörder lauernd heran. Der Büsche dichtes Dunkel Versteckt den Finstern gut; Da trieft vom Himmel selber Das Abendroth als Blut. Ein Kreis von grünen Bäumen, Gesträuch und Rasen blos; Da wallt mit Dint' und Feder Der Amtmann aus den Schloß. Als Pult dient ihm ein Baumstamm, Dran lehnt er die Bogen auf, Die Zweige schütteln als Streusand Den Blüthenstaub ihm drauf. Ein Kreis von grünen Bäumen, Gesträuch und Rasengrün, Und Bursch' und Dirne lagern Sich küssend und kosend hin. Die Bäume stehen Wache, Der Rasen ist breit und weich, Die Nacht senkt still den Vorhang, Verschwiegen ist das Gesträuch. Baumpredigt Um Mitternacht, wenn Schweigen rings, Beginnt's durch Waldesräume, Und wo sonst Büsch' und Bäume stehn, Zu flüstern, rascheln und zu wehn, Denn Zwiesprach halten die Bäume. Der Rosenbaum loht lustig auf, Duft raucht aus seinen Gluthen: »Ein Rosenleben reicht nicht weit, Drum soll's, je kürzer seine Zeit, So voller, heller verbluten!« Die Esche spricht: »Gesunkner Tag, Mich täuscht nicht Glanz und Flittern! Dein Sonnenstrahl ist Todesstahl, Gezückt aufs Rosenherz zumal, Doch auch wir Andern zittern!« Die schlanke Pappel spricht, und hält Zum Himmel die Arm' erhoben: »Dort strömt ein lichter Siegesquell, Der rauscht so süß und glänzt so hell, Drum wall' ich sehnend nach oben!« Die Weide blickt zur Erd' und spricht: »O daß mein Arm dich umwinde, Mein wallend Haar neig' ich zu dir, Drein flechte deine Blumen mir, Wie Mütterlein dem Kinde.« Drauf seufzt der reiche Pflaumenbaum: »Ach, meine Füll' erdrückt mich! Nehmt doch die Last vom Rücken mein! Nicht trag' ich sie für mich allein; Was ihr mir raubt, erquickt mich!« Es spricht die Tanne guten Muths: »Ob auch an Blüthen ich darbe, Mein Reichthum ist Beständigkeit; Ob Sonne scheint, ob's stürmt und schneit, Nie ändr' ich meine Farbe!« Der hohe stolze Eichbaum spricht: »Ich zittre vor Gottes Blitzen! Kein Sturm ist mich zu beugen stark, Kraft ist mein Stamm, und Kraft mein Mark, Ihr Schwächern, euch will ich schützen!« Die Epheuranke thät an ihn Sich inniger nun fügen: »Wer für sich selbst zu schwach und klein, Und wer nicht gerne steht allein, Mag an den Freund sich schmiegen!« Drauf sprachen sie so Manches noch, Ich hab' es halb vergessen. Noch flüsterte manch' heimlich Wort, Es schwiegen nur am Grabe dort Die trauernden Cypressen. O daß die leisen Sprüchlein all' Ein Menschenherz doch trafen! Was Wunder, wenn sie's trafen nicht? Die Bäume pred'gen beim Sternenlicht, Da müssen wir ja schlafen. Der Ring Ich saß auf einem Berge Gar fern dem Heimatland, Tief unter mir Hügelreihen, Thalgründe, Saatenland! In stillen Träumen zog ich Den Ring vom Finger ab, Den sie, ein Pfand der Liebe, Beim Lebewohl mir gab. Ich hielt ihn vor das Auge, Wie man ein Fernrohr hält, Und guckte durch das Reifchen Hernieder auf die Welt: Ei, lustiggrüne Berge Und goldnes Saatgefild, Zu solchem schönen Rahmen Fürwahr ein schönes Bild! Hier schmucke Häuschen schimmernd Am grünen Bergeshang, Dort Sicheln und Sensen blitzend Die reiche Flur entlang! Und weiterhin die Ebne, Die stolz der Strom durchzieht; Und fern die blauen Berge, Grenzwächter von Granit! Und Städte mit blanken Kuppeln, Und grünes Wälderreich, Und Wolken, ziehend zur Ferne, Wohl meiner Sehnsucht gleich! Die Erde und den Himmel, Die Menschen und ihr Land, Dieß Alles hielt als Rahmen Mein goldner Reif umspannt. O schönes Bild, zu sehen Vom Ring der Lieb' umspannt Die Erde und den Himmel, Die Menschen und ihr Land! Elfenleiden In geheimer stiller Freude Blickt' ich eine Rose an, Die im Perl- und Purpurkleide Schwellend aufzublühn begann. Bange doch vielleicht zu Muthe War's dem Elfen, klein und traut, Der in ihrem Kelche ruhte, Drin sein Häuschen er gebaut. Wenn ein Knöspchen platzend springet, Kracht's ihm wohl wie Donnerklang, Wenn ein West die Rose schwinget, Macht ihm Erdebeben bang! Wie ihr Kelch sich aufthut Allen, Schreckt ein Abgrund schwindelnd ihn, Und des Blüthenstaubes Fallen Stürzt auf ihn als Schneelavin'. Eine Ueberschwemmung drohte Seiner Wohnung, Hab' und Haut, Als es kühl aus Morgenrothe Perlen in den Kelch gethaut. Als mein Athem freier wehte, Schien's ihm Sturmwinds Ungestüm, Und vielleicht gar als Komete Droht' mein heitrer Blick ob ihm. Und mit Bangen sonder Gleichen Harrt der Kleine ängstlichscheu, Was wohl all der Schreckenszeichen Grausenhaftes Ende sei? Doch mit tiefer stiller Freude Blickte ich die Rose an, Die im Perl- und Purpurkleide Blüthenvoll sich aufgethan. Elfe und Kobold Stehn zwei Sennenhütten ferne, Wo die Alpenwiese lacht, Ob den Giebeln halten Sterne, Blumen vor der Schwelle Wacht. In dem Moos der einen Hütte Schläft die blonde Sennin leis; Welches Alpenkind bestritte Ihr der Schönheit ersten Preis? Daß mein Aug' noch Schön'res labe, Müßt' ich wandern wahrlich weit, Wenn du, schöner Jägerknabe, Nicht ihr lägest hier zur Seit'! Und der Elf', der weiße feine, Der dieß Hüttlein treu bewacht, Legt zu Häupten ihnen eine Frische Rosenknospe sacht. Als das Knöspchen aufgegangen War zur blüh'nden Rose kaum, Hat die Schlummernden umfangen Gar ein lieblich süßer Traum. In dem Moos der andern Hütte Schläft die braune Alpenmaid; Welch Gebirgskind wohl bestritte Ihr den Preis der Häßlichkeit? Daß Unholdres ich entdecke, Müßt' ich wandern wahrlich weit, Wenn du, Köhler, schwarzer Recke, Nicht ihr lägest hier zur Seit'! Der Kobold, der braune Kleine, Der dieß Hüttlein treu bewacht, Legt zu Häupten ihnen eine Frische Rosenknospe sacht. Als das Knöspchen aufgegangen War zur blüh'nden Rose kaum, Hat die Schlafenden umfangen Gar ein lieblich süßer Traum. – Morgens als erzählt ihr Träumen Dieses sich und jenes Paar, Mocht' es sich gar seltsam reimen, Daß derselbe Traum es war! Morgens als im Himmelsgarten Früh der liebe Gott spaziert, Seine Blumen mild zu warten, Deren Pracht sein Haus umziert; Fand er alle blühn zum Besten, Sonnenrosen üppig glühn, Feuerbüsch' in Flammenästen, Sternenblumen duftig sprühn; Nur vom blühendsten Gesträuche, Das ganz voll von Rosen stand, Kamen Nachts ihm zwei ganz gleiche Schöne Knospen heut' abhand. Legende Auf eines Berges Rücken Saß einst der liebe Gott, Und maß mit fröhlichen Blicken, Was rings dem Auge sich bot. Er sah zu seinen Füßen Gewalt'ge Berge sich reih'n, Und grüne Wälder sprießen Und goldne Saaten gedeih'n. Er sah die Quellen springen, Er athmete Blumenduft, Und hörte die Vögel singen In goldner Morgenluft. Da lächelte zufrieden Er stille vor sich hin; Die Menschen im Thal hernieden Sah'n goldner die Berge glühn. Er sah nun lange mit Freude Herab auf seine Welt, Und sprach: Bei meinem Eide, Das hab' ich wohl bestellt! Und reichere Blumendüfte Erquollen bei seinem Wort, Es rollte durch Erd' und Lüfte Harmonisches Klingen fort. Die Welt lag in der Blüthe, Es lächelt' des Herrn Gesicht; Da klang in seinem Gemüthe Empor ein himmlisch Gedicht. Da wollt' er in Worte kleiden Und schreiben auf Pergament All' seine Schöpferfreuden, Wie nun sein Herz sie kennt. Doch als er's drauf besehen, Wie's auf dem Blatte steht, Da war's auch ihm geschehen, Wie's manchem Dichter geht: Nicht konnt' er treu berichten Des Herzens warmen Schlag; Nicht konnt' er's schöner dichten, Als rings es vor ihm lag! Da riß er's zu tausend Stücken Und gab's den Winden preis, Sah wieder mit frohen Blicken Auf seinen Erdenkreis. Doch wie nun hin und wieder Der Wind die Stücke weht, Da ward aufs Thal hernieder Ein Blüthenregen gesät! – Wer Freitags auf der Reise, Braucht nicht zu fasten dabei; Wer Sonntags auf der Reise, Ist von der Messe frei. So hab' ich dieß Lied gesungen Statt eines Gebetes heut', Von Sonntagsglocken umklungen, Von Blüthen überschneit. Der Deserteur Auf der Hauptwacht sitzt geschlossen Des Gebirges schlanker Sohn, Morgen frühe wird erschossen, Der dreimal der Fahn' entflohn. Heute gönnten mit Erbarmen Sie ihm Wein und Prasserkost; Doch in seiner Mutter Armen Gibt und nimmt er letzten Trost: »Mutter, seht, die närr'schen Leute Heischten Treu' und Eid mir ab, Die ich doch, und nicht erst heute, Meiner lieben Sennin gab! Soll mein Blut dem Fürsten geben, Mag wohl sein ein guter Mann; Doch er fordre nicht mein Leben! Was blieb' euch, o Mutter, dann? Eures Hauptes Silberflocken, Acker schirmen, Hof und Haus Und der Liebsten goldne Locken, Füllt's nicht schön ein Leben aus? Hoch von langen Stangen wallten Fetzen Tuchs, drauf sie recht fein Ein geflügelt Raubthier malten; Und da sollt' ich hinterdrein! Dem Gevögel Adlern, Geiern, War ich doch mein Lebtag gram; Schoß manch einen, der zu euern Und der Liebsten Heerden kam! Ueber eine blanke Schachtel Spannten sie ein Eselsfell: Welch Gedröhn, statt Lerch' und Wachtel, Die im Korn einst schlugen hell! Trommellärm trieb mich von dannen, Alphorn rief mich zu den Höhn, Wo die grünen, duft'gen Tannen, Meine echten Fahnen, wehn! Unserm Küster lauscht' ich lieber Mit dem tapfern Fiedelstrich, Während vom Gebirg herüber Süß'rer Klang mein Ohr beschlich! In zweifarbig Tuch geschlagen, Knebelten mich Spang' und Knopf, Einen Höcker sollt' ich tragen Und als Hut solch schwarzen Topf! Besser läßt, das sieht doch Jeder, Mir der grüne Schützenrock, Auf dem Hut die Schildhahnfeder, Stutzen auch und Alpenstock! Wachtstehn sollt' ich Nachts vor Zelten! Lullt mein Wachen sie in Ruh? Legt der Herr den mir geschmälten Schlummer wohl dem ihren zu? Besser als durch mich geborgen Stellt' in Himmels Schutz ich sie; Und vor Liebchens Haus am Morgen Stand als Ehrenwacht ich früh. Morgen, wenn die Schüsse schüttern Mutter, denkt, daß fern von euch Im Gebirg bei Hochgewittern Mich erschlug ein Wetterstreich! Besser will mir's so behagen! Kann doch auf den Lippen treu Euren, ihren Namen tragen, Wie der blüh'ndsten Rosen zwei!« Und der Morgen stieg zur Erde; Unter laub'gem Blüthenbaum Ruht die Sennin; ihre Heerde Weidet rings am Bergessaum. Horch! Im Thalgrund Büchsenknalle, Daß, aus seinem Morgentraum Aufgeschreckt vom rauhen Halle, Bang und zitternd lauscht der Baum! Aus der Krone losgerüttelt Taumeln Blüthenflocken hin, Tropfen Thau's, wie Thränen, schüttelt Er aufs Haupt der Sennerin! Und entsunken sind zur Stunde In dem Thale, grün und frei, Einem rothen Jünglingsmunde Wohl der blüh'ndsten Rosen zwei. Der Friedhof im Gebirge 1. Friedhof der Alpen, deine Hügel schwellen So friedensgrün am Tannenwald vor mir, Als schlüge seine leisen grünen Wellen Der stille Ozean des Todes hier. Nicht hast du nach der Städter Art umzogen Mit blanken Mauern rings den Wellenschwall! Die sanften Hügel, als empörte Wogen, Durchbrächen, überfluthend, bald den Wall! Auf ihnen wogen nicht im fahlen Schimmer Steinkreuze, Säulen, Katafalke fort, Und Urnen, Pyramiden, gleichwie Trümmer Vom Wrack des Lebensschiffs, gestrandet dort! Nein, sie verspülen sanft und frei! – Entstiegen Ist draus ein Kreuz allein, kunstlos und schlicht, Als Leuchtthurm wohl, der, wenn die Sterne schwiegen, Auf diese dunkle See ausgießt sein Licht. Der Vollmond quillt durch dunkle Tannenreiser Und mündet seinen Lichtquell wellenwärts. Die Waldeswipfel flüstern immer leiser, Und stiller Meeresfahrt gedenkt das Herz. Du träumst, dein Haupt verhüllt in Silberschleiern, Und ahnst, o Tannenbaum, wie du als Kahn Einst wirst hinaus ein Kind des Friedens steuern In diesen stillen grünen Ozean! 2. O Tod, du warst, Ungleiches auszugleichen, Doch allzuhart und gar zu eifrig hier! Ach, keine Inschrift und kein Liebeszeichen, Nur leises Ahnen nennt die Schläfer mir! Ein Hirte wohl ruht hier im duft'gen Rasen: Ich seh' ja frei um seinen grünen Rain Die Alpenheerde in den Kräutern grasen; Und wo die Heerde, muß der Hirte sein! Ein Jäger träumt da unter kühler Decke: Mir sagt's das Rehlein, weidend hier bei Nacht, Als ob es sanft die todte Hand ihm lecke; Wem wäre sonst so milde Rach' erdacht? Ein Schnitter schlummert dort am fernen Saume: Ich seh' es an der Blumen selt'nem Tanz, Als wühle seine Hand darin im Traume, Zu flechten sie zum heit'ren Erntekranz! Doch will zum Grab des Lieben Liebe wandern, Auf welches ströme sie den Thränenzoll? Nun, was verschlägt's, erquickt er einen Andern, Zu dem vielleicht noch keine Zähre quoll?! O Trauer, suchst du nur nach Einer Welle? Und ist das ganze dunkle Meer doch dein! Dünkt dir ein einzig Sternlein tröstend helle? Dein soll der ganze Strahlenhimmel sein! O Liebe, spähst du nur nach Einem Halme? Die ganze Erde fiel dir ja zum Loos! Verletze nicht die Tanne ob der Palme, Nicht ob des Blumenstrauchs das arme Moos! Die Muse vor Gericht Komm, Muse meines Liedes, komm ins wilde Steinklippenthal der Urwaldsnacht mit mir! Vor jener Eichen alter Richtergilde Dort spräch' ich gern ein ernstes Wort mit dir. Nicht gnügt's, daß dir der Markt, der leichtentzückte, Des Lobs Almosen zuwarf manchesmal, Manch allzumilder Freund die Hand dir drückte, Und Beifallswort sich seinem Mund entstahl! Kein Mensch beschritt den Waldpfad, den wir wählen; Horch, von den Zweigen träuft der Vögel Sang Wie Frühthau auf die Blumen unsrer Seelen! Ach, er verstummt bei unsrer Schritte Klang! Sie sangen nicht, um unsrem Ohr zu dienen, Und Lerchenweisen lallt der Finke nie: Mein besser Seelentheil wohl sang aus ihnen! Sprich, Muse meines Lieds, thatst du wie sie? – Ein Blüthenbaum verlor sich dort zu Eichen, Die blüthenlos, wenn sonst auch schön und grün; Doch er kann anders nicht, als Blüthen reichen, Nur Axt und Blitz gefährden einst sein Blühn! Froh wiegt er sein Gezweig im Sonnenlichte! Dem Blitze schlägt sein blumiges Gesträuch, Die blüh'nde Waffe, er ins Angesichte! Sprich, Muse meines Lieds, thust du's ihm gleich? – Am Grunde modert eine alte Eiche, Manch hundert Lenze füllten einst ihr Mark; Gleichgültig stehn die Brüder um die Leiche, Sind alle ja noch laubig, grün und stark! Der Vogel, der des Baumes Lenzgefühle Von seinem Blatte las und statt ihm sang, Der liederreiche, düngt in Gartenkühle Jetzt Blumen fern zu Duft und Blüthendrang. In dunkler Nacht, wenn Stern' und Mond nicht glänzen, Umquillt phosphorisch Licht den morschen Baum: Traun, ihn umwallt von seinen todten Lenzen Ein leuchtender und schöner Grabestraum! Und wird auch mir, wenn einst im Waldesdüstern Fern und vergessen sich mein Hügel hebt, Ein lichter Traum von dir es tröstend flüstern, Daß kein verlornes Leben ich gelebt? Sprich, wird einst meines Jugendliedes Rose Dem greisen Haupt nur Flitter, deß sich's schämt, Nicht eine Zierde, gleich dem Kranz von Moose, Der jenes kahle Felshaupt schön verbrämt? – Der Wildbach schlägt sich tapfer hier durch Klippen, Ein Röslein wiegt auf seinen Wellen sich! Das wuchs nicht hier auf diesen Felsenrippen, Und mahnt an schön'res Land, das er durchstrich! Das Bächlein bangt nicht, daß die Klippe zürne, Wenn es der nackten zeigt, was ihr gebricht, Und über ihrer finstern Felsenstirne Die klaren Sterne spiegeln rein und licht! Hast du auch frei und ohne Furcht und Lüge Stets, Muse meines Lieds, geoffenbart Die Ahnungsrosen deiner Seelenzüge, Die Glaubenssterne deiner Geisterfahrt? Blick' in die strengen Felsenangesichter, Sie sprechen dir dein Urtheil unerweicht! Lies es im grünen Blatt, das dir dein Richter, Der Waldbaum, wie mit leisem Zittern reicht! Spricht dich's nicht frei, dann wage nie zu schreiten In dieses Waldes Dom, deß Fluch dich bannt, Der Sündrin gleich, die einst in alten Zeiten Im Bußhemd vor der Kirchenpforte stand! Der Armen reichen im Vorüberschweben Ehrsame Bürger Mitleidsspenden mild; Wer kann ihr Reinheit, Ehre wiedergeben, Und Trost und Segen, der im Dome quillt? Das Alpenglühen Das ist im Thal ein Glänzen, Kosen Von Blumen, Bäumen, Sonnenlicht, Durch die sich, wie lebend'ge Rosen, Ein Kranz von blüh'nden Menschen flicht! Mit kaltem strengen Angesichte Blickt nur das Alpenhaupt darein; Ist' s denn nicht auch berührt vom Lichte? Was mag sein düstres Sinnen sein? Nacht ist's geworden allzuschnelle Und Dunkel hüllt des Thales Hag; Nicht ahnt, wer's sah so froh und helle, Daß es so finster, stumm sein mag! Auf allen Wesen, graunbeklommen, Der Finsterniß Vernichtung ruht! Einst, als die erste Nacht gekommen, Wie war es, Mensch, dir da zu Muth? Den Bäumen bangt und graut im Düstern, Die Zweige tasten scheu im Kreis; Ihr Dasein noch sich zuzuflüstern Beginnt's im Laub zu rauschen leis. Der Rose Gluth kann jetzt nicht hellen! Daß sie der Mensch zertrete nicht, Läßt sie ihr Duften bange quellen, Ihr Duft wird Hülfeschrei und Licht! Der Lichterglanz, der wie mit Sehnen Im Thal aus Fensteraugen bricht, Er quillt wie flammenhelle Thränen Um ein verlornes, größres Licht. Doch sieh vom Flammenkranz umschlungen Das Haupt der Alpe, gluthumrollt, Als ob zu sparen ihr gelungen Ein Theil von ihrem Tagesgold! Als ob tagüber sie gefangen Im Kranz die Rosen all' im Thal; Als ob bei Tag dir von den Wangen, Du Volk des Thals, das Roth sie stahl! Wenn um der Witwe Leib sich senken Die schwarzen Trauerhüllen dicht, Glüht oft ein süßes Rückgedenken Noch fort auf ihrem Angesicht. Du aber, heitres Herz im Thale, Nun deine hellen Tage blühn, Bewahre sorgsam ihre Strahle, In deinen Nächten nachzuglühn. Sturm Es beschaut in Wellenkläre Sich der Fels, ein schöner Greis, Durch den See zieht meine Fähre Leise ihr kristallnes Gleis. Vorn im Schiff, das Ruder rührend, Scherzt die schlanke Schifferin! Hinten, fest das Steuer führend, Starrt ihr Vater ernst dahin. Vorn am Schiffe scheint zu glimmen In der Fluth ein rother Schein; Sind es Rosen, die da schwimmen? Mädchen, sind's die Wangen dein? Hinten an dem Steuer blinken Rings die Wellen silberweiß; Spiegeln sich der Gletscher Zinken? Ist's dein Lockenschnee, o Greis? Doch die Wellen werden rege, Es verschwinden Ros' und Schnee, Als ob Geisterhand sie zöge Nieder in den tiefen See. Weh, sturmlust'ge Winde fallen Aus der Felsen Hinterhalt. See, dein schlummernd Kindeslallen Als Gigantenfeldschrei hallt! Ungethüme sind die Wellen, Bäumend hoch den Leib empor, Ihre Zottenmähnen schwellen, Und ihr Rachen heult im Chor. Ungestüm in tollem Satze Springen schnaubend sie heran, Haun die grimme weiße Tatze In den morschen, schwanken Kahn. Aber peitschend ihre Flanken Wild der Greis sein Ruder schwingt, Bis die Bestienhord' im Schwanken Knirschend, heulend, ihm entspringt. Leis die krausen Schädel streichelnd Rührt die Maid ihr Ruder nun, Bis, wie Hündchen, wedelnd, schmeichelnd Alle ihr zu Füßen ruhn. Nimmer sind die Wellen rege, Wieder schimmern Ros' und Schnee, Als ob Geisterhand sie lege Auf den hellen, stillen See. War ein Kämpfen das und Kosen, Abzuringen von dem See, Mädchen, du die Handvoll Rosen, Alter, du die Handvoll Schnee! Des Zechers Grab Der Bach tief unterm Klippenhang Rauscht in Sirenensängen, Daß, hart am Felsrand, schwindelbang, Gekrümmt, die Fichten hängen. Am Kreuz von Holz spricht noch davon Die Schrift mit trunk'nem Lallen, Daß ein bezechter Alpensohn Sich hier zu Tod gefallen. Und wie ich lauschend Aug' und Ohr Geneigt zur Abgrundstiefe, Da war mir's, als ob draus empor Dumpf eine Stimme riefe: »Zechbrüderlein, hilf mir doch aus Dem Felsenkeller wallen! Sieh, in ein leeres Faß, o Graus, Bin ich dahier gefallen! Durchs Spundloch leuchtet karg und gelb Der Tag in meine Tonne: Dein Himmel ist mein Faßgewölb, Mein Spundloch deine Sonne! Und wenn dieß karge Licht verschwand, Dann funkelt Weinsteinglimmer An meines Fasses dunkler Wand! Du nennst es Sternenschimmer! Was rauscht da? Weinfluth hör' ich voll Aus offnen Zapfen jagen! Dir ist's ein Bach! ein, Wasser soll Sich doch zu mir nicht wagen! Träum ich im grünen Friedhofraum Bei Brüdern und Gespielen, Wo Engel unsrer Stirne Saum Mit Tannenreisern kühlen? Nein, Weinlaub seh' ich über mir In Kränzen lieblich schwanken! Sprich, oder wehn um Klippen hier Nur lose Epheuranken? Ach, und zerfiel sich nicht mein Leib An Klippen und in Lüften? Wie Weinesblüth' und Most zerstäub' Er froh in Schaum und Düften! Doch du, herabgeneigt zum treu'n Vasallen mächt'ger Fässer, Dein Rausch von Lenz und Sonnenschein Ist er so gar viel besser? Wohl bist, wo strauchelnd ich geschwankt, Du sacht vorbeigeglitten; Doch bin ich oft, wo du gewankt, Aufrecht und fest geschritten. O schlürf' ihn ganz, den Goldpokal Von Frühlingsduft und Rose, Von Freiheit, Licht und Sonnenstrahl Und Nachtigallgekose! Ein süßer Taumel hebt den Schritt Den Zechern und den Dichtern, Wo scharfer Kies die Fersen schnitt Den Armen, die da nüchtern! In diesen Abgrund sinkst du nicht, Doch anderswo in einen! Geb' einen Traum, so schön und licht, Der Herr dir dann, wie meinen!« Der Sennerin Heimkehr Es blinken die Alpenzinnen In Eis schon silbern ganz, Der Herbst entlaubt im Thale Der Bäume grünen Kranz. Ums Dörflein dort am Hange Grünt noch die Wiese fort, Doch auf der Wiese die Blumen Sind alle schon verdorrt. Horch, was erklingt vom Berge Wie voller Glockenklang? Was tönt zum Thale nieder Wie süßer Brautgesang? Das ist mit ihrer Heerde Die junge Sennerin, Die von den Alpen nieder Zur Heimat wallt dahin. Die schönste ihrer Kühe Mit hellem Glockenlaut, Voran mit frischem Kranze, Geschmückt wie eine Braut. Rings um sie hüpft so fröhlich Die ganze Heerde drein, Wie treue Jugendgenossen, Die sich des Tages freun. Der schwarze Stier den Festzug Als würdiger Pater führt; Er schreitet hin bedächtlich, Wie's solchem Herrn gebührt. Und vor dem ersten Hause Jauchzt dreimal hell die Maid, Daß laut es gellt durchs Dörflein, Durch Thal und Alpen weit! Die Mütterlein und Dirnen Sind flink herbeigerannt, Die Sennerin drückt Allen So warm und treu die Hand: »Viel Grüße, schöne, frische, Von grünen Alpenhöhn! Wie lange, ach, wie lange, Daß wir uns nicht gesehn! Den ganzen langen Sommer Saß ich so ganz allein Mit Heerden und mit Blümlein, Mit Sonn' und Mondenschein!« Sie grüßt die Burschen alle Mit heit'rem Angesicht, Nur einen, und den schönsten, Den grüßt sie eben nicht. Nicht scheint es ihn zu grämen, Und lächelnd läßt er's geschehn! Er hat wohl auch die Schöne So lange nicht gesehn? Er trägt ein grünes Hütlein Umsäumt von Rosen dicht. Ei, solche Alpenrosen, Im Thale blühn sie nicht! Zwei Heimgekehrte Zwei Wanderer zogen hinaus zum Thor, Zur herrlichen Alpenwelt empor. Der Eine ging, weil's Mode just, Den Andern trieb der Drang in der Brust. Und als daheim nun wieder die Zwei, Da rückt die ganze Sippe herbei, Da wirbelt's von Fragen ohne Zahl: »Was habt ihr gesehn? Erzählt einmal!« Der eine drauf mit Gähnen spricht: »Was wir gesehn? Viel Rares nicht! Ach, Bäume, Wiesen, Bach und Hain, Und blauen Himmel und Sonnenschein!« Der Andere lächelnd dasselbe spricht, Doch leuchtenden Blicks, mit verklärtem Gesicht: »Ei, Bäume, Wiesen, Bach und Hain, Und blauen Himmel und Sonnenschein!«