Cirruswolken 1 Am Sommerabend, im trocknenden Heu, an des Berges duftigem Wiesenhang liegt still ein Kind und schaut hinauf mit märchenträumenden Augen: Weiche Wolkenflöckchen, ihr da droben, von der Sonne rosig angehaucht, o ihr wunderschönen Himmelsschäfchen, heute weidet euch der liebe Gott! 2 Durch der Weltstadt schwelenden Athem braust vorwärts mit ehernen Schlägen der Zug. Da lehnt ein Mann am Fenster und starrt hoch über die Stadt in die Ferne: Düsterroth, hart aneinander, endlos scharen sich die Wolkenreihn dort oben! Roth hinein drängt sich der Rauch der Schlote ... Blut trieft von des Himmels harter Wölbung!