Rechtfertigung So wie der Wandrer, der durch manch Verhau, Manch blühend Dickicht seinen Weg gefunden: Zerrißne Ranken haben ihn umwunden, Auf Haar und Schläfen glänzt der frische Tau, Und um ihn webt ein Duft noch viele Stunden Wie Frühlingsgären und wie Ätherblau –: So trägt der Dichter unbewußt zur Schau Was schweigsam oft ein Freundesherz empfunden. Er raubt es nicht, es kommt ihm zugeflogen Wie Tau aus Blütenkelchen sich ergießt; Der Blumen Zutraun hat er nicht betrogen, Weil sichs ihm selber, unbegehrt, erschließt: Den Tropfen hat ein Sehnen hingezogen, Wo Bach zum Strom, und Strom zum Meere fließt.