65. Die Höhlen am Hüggel werden auch wulweslöcker, wüllekeslöcker, wünnerkeslöcker, auch düvelslöcker genannt; ein Bergmann aus den dicht dabei befindlichen Gruben nannte sie das wunnerslock, weil es ein so wunderbares Werk gewesen. Derselbe sagte auch, daß man im Berge deutliche Spuren ehemaliger Bergarbeit finde; man sei dabei schräg in die Tiefe gegangen, habe aber nur die groben Erze genommen, die feinen dagegen stehen lassen; er habe auch nicht selten Scherben von alten Töpfen unten gefunden. – Wirth Beckmann in Hagen erzählte, daß mehrere alte Graburnen in den Gängen gefunden seien, und schilderte die Höhlen so: man sei erst in einen Gang gekommen, dann in eine größere rümte (Raum), wo ein steinerner Tisch auf vier Pfeilern geruht, auf dem man die Bestellungen habe niederlegen müßen (der Bergmann hielt den Tisch für ein von der Decke der Höhle herabgefallenes Stück Gestein); nachher habe sich der Gang weiter fortgesetzt und dann zu einer zweiten, größern Höhle geführt. Zu dem Tisch vgl. Pröhle, Oberharzsagen, S. 211; Lyncker, Nr. 149; Rochholz, I, Nr. 185, 198, 232; ferner den stets wiederkehrenden Tisch, auf welchen die den Berg öffnende Blume in den Sagen von den weißen Frauen gelegt wird, sowie den, unter welchem der Hund liegt oder der Schreiber sitzt; vgl. oben zu Nr. 58.