Einem Dichter Ueber klarem Meeresspiegel, Durch der Lüfte freies Reich, Zieh'n mit kräftig kühnem Flügel Wandervögel liederreich. Fern weg lenket ihr Gelüste Ihren Flug von Baum und Flur Und die Menschen an der Küste Kennen ihre Stimme nur. Wo Lavinen niedergleiten, Wurden von gewalt'ger Hand Einer Aeolsharfe Saiten Kühn von Berg zu Berg gespannt. Klingen nur beim Mondenstrahle Mystisch wie ein Geistesschwur, Doch die Menschen tief im Thale Kennen ihre Töne nur. Und so dringet meine Stimme Zu dem trostlos öden Strand, D'ran ich von des Schicksals Grimme Wie Andromeda gebannt! Durch die Nächte meiner Schmerzen Hallt vermittelnd dein Gesang; Doch du selbst bist meinem Herzen Nur ein Lied, ein Ton, ein Klang!