Der Tiger Ein Tiger scharrte mit geschärften Klauen Den Leichnam eines Bramen aus, Dem hinter seinem Palmenhaus Sein Sohn ein Grab in weichen Tuff gehauen. Dieß sah der Redliche: mit bangem Grauen Kam er herbey, vom schauerlichen Schmaus Durch frommes Flehn das Unthier abzuziehen. Laß, rief er, laß das heilige Gebein! Hier ist ein bessrer Raub. Des Tigers Augen glühen; Er stürzet auf den Jüngling ein Und reißt das Herz, das Brama nun belohnet, Ihm aus der Brust. Der Bösewicht! Doch wer die Todten nicht verschonet, Verschont die Lebenden auch nicht.