Abschied an die Schweiz Im Sommer 1812. Der alten deutschen Sitte Spiegel, Du biedres Land, Wo ich der frommen Vorzeit Siegel So gern erkannt; Dem Gott der Alpen Burg zur Wehre Hat aufgebaut, Von wo dein Volk auf Land und Meere Herniederschaut! Du Vaterland der Winkelriede Heil sei dir, Heil! Gerechte Freiheit, Freud' und Friede Dein stetes Theil! Was eure Väter zu erwerben Kein Blut gespart, Sei unversehrt den späten Erben Wie jetzt bewahrt. Jüngst brach aus seinen alten Schranken Das Chaos los, Da rißen Reiche, Throne sanken Vom ersten Stoß. Die wüsten Fluten überschwellen, Was fern und nah; Du stehst noch wie auf Felsenwällen Ein Eiland da. Mein Vaterland ist mir verloren Durch hart Geschick, Vom süßen Ort, wo ich geboren, Wend' ich den Blick. Nicht fremden Herrscherlüsten fröhn' ich Zu Scham und Reu; Jenseit des Meeres thront mein König, Ihm bleib ich treu.