Das fünf und zwantzigste Lied Auf die lieblich-blitzlenden äugelein der überlieblichen Lielje auf die stimme: Repicabam Lasca panium. oder God der minne siet etc. Süße Lielje/ schau! deiner äuglein blitz verwürret mier hertz/ sinn/ verstand und witz; verwürret mier hertz/ sinn/ verstand und witz. mein mund ist als verklummet/ verstummet. O süße Lielje/ halt. ich hitz'/ ich hitz'. o süße Lielje/ o süße Lielje/ halt. ich hitz'/ ich hitz'. Halt ein wenig der strahlen blitz zurük. Ich bin ja schohn in deiner liebe strük; ich bin ja schohn in deiner liebe strük. Mich hält die zier der wangen gefangen. Die starke flammen gehn durch mark und bein. die starke flammen/ die starke flammen gehn durch mark und bein. Schöne Lielje/ da hastdu dieses hertz/ das du versetzt in lauter angst und schmertz; das du versetzt in lauter angst und schmertz. Hiermit sei Dier gegeben mein leben/ mein gantzes leben schwebt in deiner hand. Mein gantzes leben/ mein gantzes leben schwebt in deiner hand. Uhrteil-spruch über zwoer Jungfrauen schöhnheit 1. Wan ich an Paris stat sol richten/ so weis ich warlich nicht/ wie ich dis spiel sol schlichten/ das itzt ausbricht. Die Klugemund und Elard seind erkohren/ und zur folkommenheit gebohren. 2. Nuhn fraget sichs/ wer unter ihnen die schönste Schöne sei/ der man als Göttin sol aufdienen? wem steht es frei/ daß er so kühne sei zu sprechen/ was alle Götter würden rechen? 3. Ich mag mich nicht so hoch erkühnen/ dan meiner augen licht verbleicht/ weil dieser Zweling ist erschienen/ dem alles weicht. Ich kan mein wort nicht von mier geben/ und solt' es kosten selbst mein leben.