Das Vierde Lied Von Jambischen und Trochäischen Versen/ Nach Pindarischer Art. Wer in seiner Lebens-Zeit Nur ist auff Einsamkeit beflissen/ Solcher hasset Freundligkeit und achtet gäntzlich nicht/ was weise Leute wissen/ Wil auch kein weiser Mensche seyn; Verwirfft der Schrifften hellen Schein/ So ein anders bringen für/ Wanns schon befihlt der Römer Jupiter/ So muß doch diß/ was uns gebeut der Herr/ Den Vorgang haben hier. Alles/ was mann findet hier/ Auff diesem weiten Rund der Erden/ Das muß lieben für und für: Die Sternen wincken sich mit lieblichen Geberden; Der fetten Erlen grüne Zier/ So liebt die Flüsse für und für/ Giebt dem grünen gute Nacht/ Wenn sich verliert der Flüsse Feuchtigkeit; Das Volck der Lufft kann auch nicht allezeit Vermeiden Liebes-Macht. Drüm seyd/ Herr Breutgam/ dran/ Laßt schwinden Einsamkeit/ greifft nun mit Freuden an/ Der Ehe Zucker-süßen Streit/ So Juno hatt bereit: Dann Weißheit wil nun auch durch Liebes-band verbunden seyn mit Euch in diesen Stand: Gott gebe Glück und Heil dazu und stille Friedens-Ruh!