Das Achte Lied Auff einen schönen Lust-Platz. Nach der Melodey: Itzund kömmt die Nacht herran: 1. Wohl dem der sich für und für Letzen kann und laben hier/ Wo die schönen Blumen stehn und die glatten Hirsche gehn. 2. Hier ergießet sich ein Fluß/ Der das Feld befeuchten muß/ Von den Alben nimmet Er Seinen Gang und leufft anher. 3. Hier ist ja die güldne Spur/ Hier bekleidt sich die Natur Mit Tapeten überall untermänget mit Korall. 4. Das verbuhlte Lufft-volck singt. Mit dem Staar die Lerche ringt/ unsre Vogel-Meisterin Nimmet doch den Palmen hin. 5. Dich du schönste Nachtigall/ lobet selbst der Widerschall/ Echo das verliebte Kind Nach zu ruffen dier beginnt. 6. Hatt Athen wohl solche Lust/ als dier itzund ist bewust? Hat Adonis und Lucan Solche Lust geschauet an? 7. Nein. Hier ist der Götter seyn/ Hier ist Pallas Sitz allein/ Hier ist Venus und ihr Sohn/ Hier ist Phöbus und sein Thron. 8. Alle Götter wohnen hier/ und genießen deiner Zier; Deine Liebligkeit und Lust Ist uns Nymphen wohl bewust. 9. Drüm sey fruchtbar fort für fort/ Du O wunder-schöner Ort/ grüne/ blühe/ weil auffsteht Phöbus/ und zu Bette geht. 10. und ihr Vogel tiereliert/ Weil das Gold die Sonne führt; Macht Euch lustig/ euer Schall Soll erklingen überall.