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			<titleStmt>
				<title>Kommentar zum <ref target="textgrid:2r58n">Schreiben Eberhard Rosslenbroichs an das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (15.10.1975)</ref></title>
				<funder>Deutsche Forschungsgemeinschaft </funder>
				<principal>
					<rs type="person">Prof. Dr. Gabriele Lingelbach</rs>
					<affiliation>
						<rs type="institution" ref="http://d-nb.info/gnd/2097883-2">
							Historisches Seminar der
							Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
						</rs>
						<address>
							<street>Leibnizstr. 8</street>
							<postCode>24118</postCode>
							<settlement>Kiel</settlement>
							<country key="XA-DE">Deutschland</country>
						</address>
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				</principal>
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					<resp>Digitalisiert von</resp>
							<name>Sebastian Schlund</name>
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				<distributor><rs type="institution" ref="http://dnb.info/gnd/2097883-2">Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</rs> 
				</distributor> 
				<availability><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en"><p> Lizenziert unter der Creative-Commons Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Germany (CC BY 3.0)</p></licence>
				</availability>
				<date when-iso="2016-4">April 2016</date>
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				<title>Quellensammlung zur Geschichte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland seit 1945</title>
				<editor>DFG-Projekt „Menschen mit Behinderung in Deutschland nach 1945. Selbstbestimmung und Partizipation im deutsch-deutschen Vergleich: Ein Beitrag zur Disability History“
				</editor>
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			<sourceDesc>
				<p>born digital</p>
				<p><bibl>Kommentar von <author>Sebastian Schlund</author> zum Schreiben von Eberhard Rosslenbroich an das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
				vom <date when-iso="1975-10-15">15.10.1975</date>.</bibl></p>
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				<p>Die digitale Quellensammlung wurde im Rahmen des DFG-Projektes "Menschen mit Behinderung in Deutschland nach 1945. Selbstbestimmung und Partizipation im deutsch-deutschen Vergleich: Ein Beitrag zur Disability History" erstellt. Zielgruppe der Quellensammlung ist die interessierte Öffentlichkeit, die Materialien sind gerade auch für den Unterricht an Schulen und Hochschulen ausgewählt.</p>
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			<samplingDecl>
				<p>Die Auswahl der Quellen erfolgte auf Grundlage der Rechercheergebnisse der Dissertationen der Projektmitarbeiter Bertold Scharf, Sebastian Schlund und Jan Stoll.</p>
				<p>Es wird keine Vollständigkeit angestrebt. Ziel ist es, Ausschnitte zu präsentieren, die paradigmatisch für die Geschichte(n) von Menschen mit Behinderungen stehen oder auf markante Ausnahmen hinweisen.</p>
				<p>Die fünf Bereiche stehen für unterschiedliche gesellschaftliche	Sphären, die von der Forschung bisher kaum	berücksichtig wurden.</p>
			</samplingDecl>
			<editorialDecl>
				<hyphenation eol="none">
					<p>Die Silbentrennung des Quelltextes wurde nicht beibehalten.</p>
				</hyphenation>
				<p>Die alte Rechtschreibung wird beibehalten, Rechtschreibung und Fehler im Quelltext werden nicht korrigiert. Fehler im Original werden mit [sic!] gekennzeichnet oder mit dem Element <sic/> gekennzeichnet und im Element <corr>[Ausbesserung]</corr> ausgebessert. Zeilenumbrüche und das Layout werden nicht originalgetreu wiedergegeben. Auslassungen sind mit <gap reason="sampling"><desc>[...]</desc></gap> gekennzeichnet. Abkürzungen werden beibehalten, ggf. aber zusätzlich aufgelöst und in eckigen Klammern dargestellt.</p>
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		<langUsage>
		<language ident="de" usage="100">Deutsch</language>
		</langUsage>
			<textClass>
				<keywords>
				<term>BRD</term>
				<term>Sport</term>
				<term>Behindertenbewegung</term>
				<term>Selbstvertretung</term>
				<term>Kriegsopfer</term>
				</keywords>
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					<rs type="person">Bertold Scharf</rs>
					<note>Version 1.0. Veröffentlicht am:</note>
					<date when-iso="2018-01-25">25.1.2018</date>
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					<rs type="person">Bertold Scharf</rs>
					<note>Endkorrektur</note>
					<date when-iso="2018-01-25">25.1.2018</date>
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					<rs type="person">Raphael Rössel</rs>
					<note>Anpassung an die Encoding Guidelines</note>
					<date when-iso="2018-01-15">15.1.2018</date>
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			<p>Der lapidare Ton täuscht: Hinter der Umbenennung des vormaligen <rs type="association" ref="http://d-nb.info/gnd/37146-4" key="Deutscher Behindertensportverband">DVS</rs> in <rs type="association" ref="http://d-nb.info/gnd/3003712-8" key="Deutscher Behindertensportverband">Deutscher Behinderten-Sportverband e.V.</rs>, die <rs type="person" key="Rosslenbroich, Eberhard">Eberhard Rosslenbroich</rs> hier in einem knappen Schreiben dem <rs type="institution" ref="http://d-nb.info/gnd/2028862-1" key="Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung">Bundesarbeitsministerium</rs> mitteilt, steckte ein jahrzehntelanger interner Konflikt. Zahlreiche kriegsversehrte Sportler bezeichneten sich selbst bewusst als <q>versehrt</q>, um sich von jenen Menschen abzugrenzen, deren Beeinträchtigung nicht ursächlich auf eine Kriegsverletzung zurückging. Zudem assozierte die Mehrheit der Versehrtensportler mit der Bezeichnung <q>behindert</q> auch Menschen mit geistiger Behinderung, deren Integration in den meisten Vereinen zu dieser Zeit noch abgelehnt wurde. Die Titeländerung des <rs type="association" ref="http://d-nb.info/gnd/3003712-8" key="Deutscher Behindertensportverband">Bundesverbandes</rs> glich einer symbolischen Öffnung des organisierten Behindertensports für alle Menschen mit Behinderung.</p>
			<p>In der Praxis gelang dieser sprachpolitische Wandel jedoch nur allmählich. Zahlreiche Landesverbände und ihnen angeschlossene Vereine verabschiedeten sich nur zögerlich und oft nur nach heftigen Debatten von der Selbstbezeichnung <q>versehrt</q>. Im Rückblick erscheint dieser Streit um Begrifflichkeiten als Folge widerstreitender Selbstbilder und asymmetrischer Machtverteilungen im <rs type="association" ref="http://d-nb.info/gnd/3003712-8" key="Deutscher Behindertensportverband">Behindertensportverband</rs>. Während die über <date when-iso="1975">1975</date> hinaus auf Funktionärsebene dominante Gruppe kriegsversehrter Männer auf ihrem traditionellen Selbstverständnis als <q>versehrt</q> beharrte, konnten sich meist jüngere, zivilbehinderte Menschen mit diesem Begriff nicht identifizieren. Die Umbenennung ist daher Markstein eines längerfristigen generationellen Umbruchs und sich mithin wandelnder Identitätskonstruktionen.</p>
		<listBibl>
				<head>Literaturhinweise:</head>
				<bibl><author><rs type="person" ref="http://d-nb.info/gnd/11218751X">Sebastian Schlund</rs></author>: <title type="main">"Behinderung" überwinden?</title>. <title type="sub">Organisierter Behindertensport in der Bundesrepublik Deutschland (1950-1990)</title>, <pubPlace>Frankfurt/Main</pubPlace> <date>2017</date>.</bibl></listBibl>
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