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			<titleStmt>
				<title type="short">13. September 1816. Hegel an Paulus
					(Auszug)</title>
				<title type="desc"><name type="place" subtype="orn" ref="gnd:4042742-0">Nürnberg</name>. <date type="orn" when="1816-09-13" sameAs="friday">Freitag, 13. September 1816</date>. Brief an <name type="person" subtype="rcp" ref="gnd:115368361">Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob</name>.
					(Auszug)<lb/>
				</title>
				<author>
					<name type="person" subtype="aut" ref="gnd:118547739">Hegel, Georg Wilhelm Friedrich</name>
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				<editor>Projekt „Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur
					Farbenlehre‘ in Berlin 1810-1832“</editor>
				<funder>
					<name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2021825-4">Schweizerischer Nationalfonds</name>
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					<name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2007744-0">Deutsche Forschungsgemeinschaft</name>
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			<editionStmt>
				<edition>Goethes Farbenlehre in Berlin.
					Repositorium</edition>
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					<resp>Transkription</resp>
					<name type="person" subtype="trc" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
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					<resp>Kollationierung</resp>
					<name type="person" subtype="crr" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
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					<resp>TEI-Kodierung</resp>
					<name type="person" subtype="dtc" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
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					<resp>Kommentar</resp>
					<name type="person" subtype="wac" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
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			<publicationStmt>
				<publisher>
					<name type="org" subtype="pbl" ref="gnd:2020450-4">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
						Göttingen</name>
				</publisher>
				<availability>
					<licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode">CC-BY-NC-SA-4.0</licence>
					<p>Editionstext kann unter der Lizenz „Creative Commons
						Attribution Non Commercial Share Alike 4.0
						International“ genutzt werden.</p>
				</availability>
				<pubPlace>
					<name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4021477-1">Göttingen</name>
				</pubPlace>
				<date>2021</date>
			<idno type="TextGrid">textgrid:40fb7</idno></publicationStmt>
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				<bibl>
					<editor>
						<name type="person" subtype="aut" ref="gnd:1145415970">Hoffmeister, Johannes</name>
					</editor>
					<title level="m" type="main" xml:lang="de">Briefe von
						und an Hegel</title>
					<title level="m" type="sub">Bd. 2 : 1813-1822</title>
					<title level="s" type="main" xml:lang="ger">Philosophische Bibliothek</title>
					<biblScope unit="volume">Bd. 236</biblScope>
					<edition>Dritte, durchgesehene Auflage</edition>
					<pubPlace>
						<name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4023118-5">Hamburg</name>
					</pubPlace>
					<publisher>Felix Meiner</publisher>
					<date type="pub" when="1969">1969</date>
					<biblScope unit="page" from="131" to="133">131-133</biblScope>
				</bibl>
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			<projectDesc>
				<p>Volltexte und TEI-Kodierung für das Projekt
					„Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur Farbenlehre‘
					in Berlin 1810-1832“</p>
			</projectDesc>
			<editorialDecl>
				<correction method="markup">
					<p>Sämtliche für das Verständnis des Textes
						erforderlichen Herausgeberkorrekturen werden über
							<gi>choice</gi> in die Texte eingearbeitet.
						Innerhalb von <gi>choice</gi> steht der korrigierte
						Wert in <tag>corr type="corrigenda"</tag> und der zu
						korrigierende Wert in <tag>orig</tag>.</p>
				</correction>
				<normalization method="silent">
					<p>Die folgenden Aspekte der Vorlage werden nicht
						erfasst:</p>
					<p>Rezente archivalische Vermerke, Zählungen usw.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Sogenannte Suspensionsschlingen als Zeichen der
						Abkürzung werden durch einen Schlusspunkt als
						allgemeines Abkürzungszeichen ersetzt.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Ligaturen werden aufgelöst.</p>
				</normalization>
				<normalization method="markup">
					<p>Textbereiche in einer von der Grundschrift
						abweichenden Schriftart werden als <tag>hi
							rendition="simple:italic"</tag>
						ausgezeichnet.</p>
				</normalization>
				<hyphenation eol="all">
					<p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen (weiche
						Zeilentrennungen) werden durch ein einfaches
						Bindestrich-Minus (002D) angezeigt.</p>
					<p>Erstreckt sich die Worttrennung über einen
						Seitenumbruch steht das Element <gi>pb</gi> direkt
						hinter dem schließenden <tag>lb</tag></p>
				</hyphenation>
			</editorialDecl>
			<tagsDecl>
				<rendition xml:id="no_indent" scheme="css">text-indent:
					none;</rendition>
				<rendition xml:id="indent-1" scheme="css">text-indent:
					-1em;</rendition>
				<rendition xml:id="indent" scheme="css">text-indent:
					1em;</rendition>
				<rendition xml:id="l2em" scheme="css">margin-left:
					2em;</rendition>
				<rendition xml:id="l3em" scheme="css">margin-left:
					3em;</rendition>
				<namespace name="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
					<tagUsage gi="pb">Trägt obligatorisch die folgenden
						Attribute: <att>n</att> gibt die Originalseite der
						Vorlage wieder (bei Blattzählung die Zahl mit dem
						Zusatz "r" [recto] bzw. "v" [verso]);
							<att>facs</att> ruft die Faksimiledatei auf,
							<att>xml:id</att> bildet für Seitenverweise eine
						ID aus dem Wert von <att>n</att>.</tagUsage>
				</namespace>
			</tagsDecl>
			<refsDecl>
				<p>Element <gi>pb</gi>: Für das Attribut <att>n</att> sind
					neben Seitenzahlen weitere zugelassene Werte
					definiert.</p>
			</refsDecl>
			<listPrefixDef>
				<prefixDef ident="gnd" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://d-nb.info/gnd/#$1">
					<p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "gnd" können
						umgewandelt werden, damit sie auf einen Eintrag der
							<ref target="http://d-nb.info">Gemeinsamen
							Normdatei (GND)</ref> der Deutschen
						Nationalbibliothek zeigen.</p>
				</prefixDef>
			</listPrefixDef>
		</encodingDesc>
		<profileDesc>
			<langUsage>
				<language ident="ger"/>
			</langUsage>
			<textClass>
				<keywords scheme="#gnd">
					<term ref="gnd:4008240-4">Brief</term>
					<term ref="gnd:118547739">Hegel, Georg Wilhelm
						Friedrich</term>
					<term ref="gnd:117654698">Seebeck, Thomas Johann</term>
				</keywords>
				<keywords scheme="free">
					<term>Druck</term>
				</keywords>
			</textClass>
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		<!-- X -->
		<revisionDesc>
			<change when="2022-04-01" who="AK">Datei angelegt</change>
			<change when="2022-04-01" who="AK">Text eingefügt</change>
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	</teiHeader>
	<text xml:id="Z_1816-09-13_k" xml:lang="ger">
		<body>
			<div>
				<pb n="132"/>
				<p>[...]</p>
				<p>Wegen Ihrer Besorgnisse in Ansehung [von] Seebecks
					Genialität für eine Lehrstelle vergaß ich das letzte
					Mal zu schreiben. Von dieser Seite ist wohl nichts zu
					befürchten. Er ist ein verständiger Mann; wenn sich eine
					Widerborstigkeit an ihm etwa hervortut, so ist es eben
					nicht aus Genialität. - Er sprach mir seitdem davon,
					daß er an Schelver sich für eine <hi rendition="simple:italic">außerordentliche</hi>
					Professur bereitwillig erklärt habe, - keine
					ordentliche, um mit Fakultäts- und Senats-Verhältnissen
					nichts zu tun zu haben. - Ferner erklärt er sich, wenn
					er Astronomie (wie Fries) lesen sollte, so wäre es keine
					Stelle für ihn. - Auf m[ein]e Bemerkung, daß er bei
					[eine]r außerordentlichen Professur auf keinen
					beträchtlichen Gehalt Anspruch machen könne, gab er
					dies zu. Da die Chemie einen eignen Professor hat, so
					würde er auf e[ine] bloße Vorlesung über die
					Experimentalphysik beschränkt sein. - Ich habe ihm
					100mal geraten, auf e[ine] Universität zu gehen, dort
					publica oder privata über Teile der Physik oder die
					ganze zu lesen. Er hätte auch für sich selbst daran die
					Erfahrung gemacht, wie die Vorlesungen für ihn passen.
					- Ihnen darf ich wegen der<pb n="132"/>Genialität mein Urteil
					sagen, daß er ein mittelmäßiger Kopf ist. Mathematik,
					die dermalen als ein wesentliches Ingrediens der Physik
					gilt, hat er nur so weit inne, daß er mühselig bei den
					Gegenständen seiner Versuche vorkommende Elemente
					herausgebracht hat. Ich sehe eine Möglichkeit,
					Experimentalphysik ohne oder mit wenig Mathematik zu
					traktieren. Aber es gehört ein Talent [da]zu, ihr diese
					gewissermaßen neue Form und Bearbeitung zu geben, und
					alle Verlegenheit darüber zu beseitigen. Zu seiner
					Brauchbarkeit vermisse ich, wenn ich meine Stimme geben
					sollte, nichts, als daß er für sich und andre eine Probe
					hätte machen sollen. - Dies, aber <hi rendition="simple:italic">schlechterdings nur unter
						uns</hi>, nicht in dem Sinne, wie wenn man etwas zu
					jedermann sagt, unter uns hinzu[ge]setzt. Schelver und
					Boisserée werden eine ganz andere Ansicht haben; weil
					Sie aber mich gefragt, so habe [ich] Ihnen die meinige
					geschrieben.</p>
				<p>[...]</p>
				<p>Herr von Reizenstein ist, höre ich, in Bayreuth.
					Minister von Altenstein will, wie mir Seebeck sagte,
					wegen seiner an ihn schreiben. Von Berlin hofft
					S[eebeck] dermalen nicht viel für sich. [...]</p>
			</div>
		</body>
	</text>
</TEI>