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				<title type="short">3. März 1822. Rust an Purkinje</title>
				<title type="desc"><name type="place" subtype="orn" ref="gnd:4005728-8">Berlin</name>. <date type="orn" when="1822-03-03" sameAs="sunday">Sonntag, 3. März
						1822</date>. Brief an <name type="person" subtype="rcp" ref="gnd:118597159">Purkinje, Jan
						Evangelista</name>.<lb/>
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				<author><name type="person" subtype="aut" ref="gnd:116711671">Rust, Johann
					Nepomuk</name></author>
				<editor>Projekt „Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur
					Farbenlehre‘ in Berlin 1810-1832“</editor>
				<funder><name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2021825-4">Schweizerischer Nationalfonds</name></funder>
				<funder><name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2007744-0">Deutsche Forschungsgemeinschaft</name></funder>
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				<edition>Goethes Farbenlehre in Berlin.
					Repositorium</edition>
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					<resp>Transkription</resp>
					<name type="person" subtype="trc" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
					<name type="person" subtype="trc" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
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					<resp>Kollationierung</resp>
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					<name type="person" subtype="crr" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
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					<resp>TEI-Kodierung</resp>
					<name type="person" subtype="dtc" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
					<name type="person" subtype="dtc" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
					<name type="person" subtype="dtc" ref="gnd:1224431839">Hölscher, Steffen</name>
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					<resp>Kommentar</resp>
					<name type="person" subtype="wac" ref="gnd:112790542">Nickol, Thomas</name>
					<name type="person" subtype="wac" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
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					<name type="org" subtype="pbl" ref="gnd:2020450-4">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
						Göttingen</name>
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					<licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode">CC-BY-NC-SA-4.0</licence>
					<p>Editionstext kann unter der Lizenz „Creative Commons
						Attribution Non Commercial Share Alike 4.0
						International“ genutzt werden.</p>
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				<pubPlace><name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4021477-1">Göttingen</name></pubPlace>
				<date type="pub" when="2021">2021</date>
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					<author>
						<name type="person" subtype="aut" ref="gnd:140403655">Kruta, Vladislav</name>
					</author>
					<title level="m" type="main" xml:lang="cze">K počátkum
						vědecké dráhy J. E. Purkyně : Korespondence s
						přáteli z pražských let 1815-1823 [Beginnings of the
						scientific carreer of J. E. Purkyně : Letters with
						friends from the Prague years 1815 - 1823]</title>
					<title level="m" type="sub"/>
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					<title level="s" type="main" xml:lang="lat">Acta
						Facultatis Medicae Universitatis Brunensis</title>
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						<name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4008456-5">V Brně</name>
					</pubPlace>
					<publisher>Lékařská Fakulta University J. E.
						Purkyně</publisher>
					<date type="pub" when="1964">1964</date>
					<biblScope unit="page" from="103" to="104">S.
						103-104</biblScope>
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				<p>Volltexte und TEI-Kodierung für das Projekt
					„Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur Farbenlehre‘
					in Berlin 1810-1832“</p>
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			<editorialDecl>
				<correction method="markup">
					<p>Sämtliche für das Verständnis des Textes
						erforderlichen Herausgeberkorrekturen werden über
							<gi>choice</gi> in die Texte eingearbeitet.
						Innerhalb von <gi>choice</gi> steht der korrigierte
						Wert in <tag>corr type="corrigenda"</tag> und der zu
						korrigierende Wert in <tag>orig</tag>.</p>
				</correction>
				<normalization method="silent">
					<p>Die folgenden Aspekte der Vorlage werden nicht
						erfasst:</p>
					<p>Rezente archivalische Vermerke, Zählungen usw.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Sogenannte Suspensionsschlingen als Zeichen der
						Abkürzung werden durch einen Schlusspunkt als
						allgemeines Abkürzungszeichen ersetzt.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Ligaturen werden aufgelöst.</p>
				</normalization>
				<normalization method="markup">
					<p>Textbereiche in einer von der Grundschrift
						abweichenden Schriftart werden als <tag>hi
							rendition="simple:italic"</tag>
						ausgezeichnet.</p>
				</normalization>
				<hyphenation eol="all">
					<p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen (weiche
						Zeilentrennungen) werden durch ein einfaches
						Bindestrich-Minus (002D) angezeigt.</p>
					<p>Erstreckt sich die Worttrennung über einen
						Seitenumbruch steht das Element <gi>pb</gi> direkt
						hinter dem schließenden <tag>lb</tag></p>
				</hyphenation>
			</editorialDecl>
			<tagsDecl>
				<rendition xml:id="no_indent" scheme="css">text-indent:
					none;</rendition>
				<rendition xml:id="indent-1" scheme="css">text-indent:
					-1em;</rendition>
				<rendition xml:id="indent" scheme="css">text-indent:
					1em;</rendition>
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					2em;</rendition>
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					3em;</rendition>
				<namespace name="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
					<tagUsage gi="pb">Trägt obligatorisch die folgenden
						Attribute: <att>n</att> gibt die Originalseite der
						Vorlage wieder (bei Blattzählung die Zahl mit dem
						Zusatz "r" [recto] bzw. "v" [verso]);
							<att>facs</att> ruft die Faksimiledatei auf,
							<att>xml:id</att> bildet für Seitenverweise eine
						ID aus dem Wert von <att>n</att>.</tagUsage>
				</namespace>
			</tagsDecl>
			<refsDecl>
				<p>Element <gi>pb</gi>: Für das Attribut <att>n</att> sind
					neben Seitenzahlen weitere zugelassene Werte
					definiert.</p>
			</refsDecl>
			<listPrefixDef>
				<prefixDef ident="gnd" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://d-nb.info/gnd/#$1">
					<p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "gnd" können
						umgewandelt werden, damit sie auf einen Eintrag der
							<ref target="http://d-nb.info">Gemeinsamen
							Normdatei (GND)</ref> der Deutschen
						Nationalbibliothek zeigen.</p>
				</prefixDef>
			</listPrefixDef>
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			<langUsage>
				<language ident="ger"/>
			</langUsage>
			<textClass>
				<!-- SW ergänzen -->
				<keywords scheme="#gnd">
					<term ref="gnd:4008240-4">Brief</term>
					<term ref="gnd:118597159">Purkinje, Jan Evangelista</term>
				</keywords>
				<keywords scheme="free">
					<term>Druck</term>
				</keywords>
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			<change when="2021-08-04" who="AK">Text eingefügt</change>
			<change when="2022-06-07" who="SH">Normdaten referenziert</change>
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				<pb n="103"/>
				<opener><dateline rendition="simple:right"><name type="place" ref="gnd:4005728-8">Berlin</name>, den
						3ten März 1822.</dateline><salute>Werthester
						College!</salute></opener>
				<p>Eben erhalte ich Ihr Schreiben vom 28ten v. M., da ich
					eine Minute Zeit habe, und mich gerade im
					Briefschreiben befinde, so eile ich Ihnen zu antworten.
					Es thut mir herzlich leid Ihnen keine Gewissheit wegen
					Ihrer Berufung, ob sie nähmlich erfolgen oder
					unterbleiben <sic>werden</sic>, geben zu können. Es
					sind da Competenten um diesen Posten, die sich seit dem
					eingefunden haben, viele und darunter einige recht
					ehrenwerthe Männer, die als Innländer oder als schon
					angestellte Dozenten im Lande bei gleicher
					Verdienstlichkeit der Regel nach vor dem Ausländer den
					Vorzug haben sollen. Dies Alles aber thut nichts zur
					Sache, da Sie einmal im Vorschlag mit sind. Gut wäre
					es, wenn Sie durch etwaige Connexionen es dahin bringen
					könnten, von der <rs type="org" ref="gnd:5202195-6">Fakultät</rs> in <name type="place" ref="gnd:4008216-7">Breslau</name> selbst in
					Vorschlag gebracht zu werden. Dies würde der Sache
					einen grossen Vorschub leisten. Was ich thun konnte,
					ist gethan, - Die weitere Entscheidung hängt vom
					<rs type="person" ref="gnd:11862783X">Minister</rs> und dem <rs type="person" ref="gnd:118535986">Könige</rs> ab.</p>
				<p>Soll ich Ihnen also rathen, so verabsäumen Sie nichts,
					was Sie <rs type="place" ref="gnd:4005728-8">hierorts</rs> ferner zu empfehlen im Stande ist,
					aber auch von der anderen Seite nichts, was Ihnen im
					österreichischen Staate Ihr weiteres Fortkommen
					begründen kann. Was schadet es den Concurs für die
					<name type="object" ref="gnd:4001895-7">Anatomie</name>, wenn Sie Neigung zu diesem Fache haben,
					mitzumachen? Auch von <name type="place" ref="gnd:4021912-4">Grätz</name> können Sie berufen werden
					und zwar um so gewisser, wenn Sie schon anderswo eine
					fixe Anstellung als öffentlicher Lehrer bekleiden und
					dann auch mit um so besseren Bedingungen.</p>
				<p>Alles, was man <rs type="place" ref="gnd:4005728-8">hierorts</rs> gegen Sie einwendet, ist, dass
					Sie noch nicht dozieren, man als auch keine Beweise
					hat, ob Sie ein ebenso guter Dozent (im Bezug auf
					Vortrag) als Gelehrter sein werden. Sie sehen, dass ich
					aufrichtig spreche, und ich darf wohl erwarten, dass
					Sie diese meine Aufrichtigkeit weder übel deuten noch
					mich deshalb in irgend eine Verlegenheit setzen
					werden.</p>
				<p>Concurse, um die Fähigkeit der Lehrer zu prüfen, giebt
					es ein Mahl bei uns nicht, weil wir sie unter der Würde
					des Amtes, zu dem man berufen wird, halten. Dagegen hat
					jeder D<hi rendition="simple:superscript">or</hi> das
					Recht, der sich aufs Lehrfach legen will, zu docieren,
					d. h. Privat Collegien zu lesen, und aus diesen
					Dozenten werden dann die künftigen Professoren gewählt,
					falls nicht ein schon bekannter Gelehrter von einer
					Universität auf die andere oder auch vom Auslande her
					berufen wird.</p>
				<p>Wären Sie hier Dozent statt in <name type="place" ref="gnd:4076310-9">Prag</name> Assistent, so
					würden Sie sich nicht allein bisher höchst
					wahrscheinlich besser gestanden haben, sondern gewiss
					schon lange Professor auf irgend einer Universität
					sein.</p>
				<pb n="104"/>
				<p>Gewissheit kann ich Ihnen also nicht geben, aber hoffen
					dürfen Sie noch, - deshalb aber, was Sie dort fördern
					kann, nichts verabsäumen. Meinen herzlichen Gruss an H.
					P. <hi rendition="simple:normalstyle"><name type="person" ref="gnd:116194936">Bischof</name></hi>, <hi rendition="simple:normalstyle"><sic><name type="person" ref="gnd:117550175">Krumpholz</name></sic></hi>, <hi rendition="simple:normalstyle"><name type="person">Fritz</name></hi>. - Sie
					aber behalten lieb Ihren Sie recht sehr schätzenden</p>
				<closer><signed rendition="simple:right">v. <hi rendition="simple:normalstyle"><name type="person" ref="gnd:116907525">Lenhossék</name></hi></signed></closer>
			</div>
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