<?xml-model href="textgrid:40f9x" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?><?xml-model href="textgrid:40f9x" type="application/xml" schematypens="http://purl.oclc.org/dsdl/schematron"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
	<teiHeader>
		<fileDesc>
			<titleStmt>
				<title type="short">19. Juni 1828. Emilie Seebeck an
					Juliane Seebeck (Auszug)</title>
				<title type="desc"><date type="orn" when="1828-06-19" sameAs="thursday">Donnerstag, 19. Juni 1828</date>.
					Schreiben an <name type="person" subtype="rcp">Seebeck,
						Juliane</name>. (Auszug)<lb/>
				</title>
				<author><name type="person" subtype="aut">Seebeck,
						Emilie</name></author>
				<editor>Projekt „Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur
					Farbenlehre‘ in Berlin 1810-1832“</editor>
				<funder><name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2021825-4">Schweizerischer Nationalfonds</name></funder>
				<funder><name type="org" subtype="fnd" ref="gnd:2007744-0">Deutsche Forschungsgemeinschaft</name></funder>
			</titleStmt>
			<editionStmt>
				<edition>Goethes Farbenlehre in Berlin.
					Repositorium</edition>
				<respStmt>
					<resp>Transkription</resp>
					<name type="person" subtype="crr" ref="gnd:112790542">Thomas Nickol</name>
				</respStmt>
				<respStmt>
					<resp>Kollationierung</resp>
					<name type="person" subtype="trc" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
				</respStmt>
				<respStmt>
					<resp>TEI-Kodierung</resp>
					<name type="person" subtype="trc" ref="gnd:172196361">Krayer, Albert</name>
				</respStmt>
				<respStmt>
					<resp>Kommentar</resp>
					<name type="person" subtype="wac" ref="gnd:112790542">Thomas Nickol</name>
				</respStmt>
			</editionStmt>
			<publicationStmt>
				<publisher>
					<name type="org" subtype="pbl" ref="gnd:2020450-4">Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
						Göttingen</name>
				</publisher>
				<availability>
					<licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode">CC-BY-NC-SA-4.0</licence>
					<p>Editionstext kann unter der Lizenz „Creative Commons
						Attribution Non Commercial Share Alike 4.0
						International“ genutzt werden.</p>
				</availability>
				<pubPlace><name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4021477-1">Göttingen</name></pubPlace>
				<date>2018</date>
			<idno type="TextGrid">textgrid:40mqk</idno></publicationStmt>
			<sourceDesc>
				<bibl>
					<author>
						<name type="person" subtype="aut" ref="gnd:116511680">Richter, Gustav</name>
					</author>
					<title level="a" type="main" xml:lang="ger">I. Moritz
						Seebeck. Eine Gedächtnisrede gehalten in der Rose zu
						Jena am 3. März 1886. Mit Anmerkungen und
						urkundlichen Beilagen</title>
					<editor>
						<name type="org" subtype="edt" ref="gnd:38319-3">Verein für Thüringische Geschichte und
							Altertumskunde</name>
					</editor>
					<title level="j" type="main" xml:lang="ger">Zeitschrift
						des Vereins für thüringische Geschichte und
						Altertumskunde</title>
					<biblScope unit="volume" n="13">Neue Folge. Fümfter
						Band. Der ganzen Folge dreizehnter Band</biblScope>
					<pubPlace>
						<name type="place" subtype="pup" ref="gnd:4028557-1">Jena</name>
					</pubPlace>
					<publisher>Gustav Fischer</publisher>
					<date type="pub" when="1887">1887</date>
					<biblScope unit="page" from="54" to="56">S.
						54-56</biblScope>
				</bibl>
				<listBibl>
					<bibl><relatedItem type="print">
							<bibl><ref target="https://textgridlab.org/1.0/tgcrud-public/rest/textgrid:3zhh6/data#page=455">LA II 5B/2</ref>, S. 1302, Z 13. Juni 1822.
								Emilie Seebeck an ihre Mutter</bibl>
						</relatedItem></bibl>
				</listBibl>
			</sourceDesc>
		</fileDesc>
		<encodingDesc>
			<projectDesc>
				<p>Volltexte und TEI-Kodierung für das Projekt
					„Wirkungsgeschichte von Goethes Werk ‚Zur Farbenlehre‘
					in Berlin 1810-1832“</p>
			</projectDesc>
			<editorialDecl>
				<correction method="markup">
					<p>Sämtliche für das Verständnis des Textes
						erforderlichen Herausgeberkorrekturen werden über
							<gi>choice</gi> in die Texte eingearbeitet.
						Innerhalb von <gi>choice</gi> steht der korrigierte
						Wert in <tag>corr type="corrigenda"</tag> und der zu
						korrigierende Wert in <tag>orig</tag>.</p>
				</correction>
				<normalization method="silent">
					<p>Die folgenden Aspekte der Vorlage werden nicht
						erfasst:</p>
					<p>Rezente archivalische Vermerke, Zählungen usw.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Sogenannte Suspensionsschlingen als Zeichen der
						Abkürzung werden durch einen Schlusspunkt als
						allgemeines Abkürzungszeichen ersetzt.</p>
				</normalization>
				<normalization method="silent">
					<p>Ligaturen werden aufgelöst.</p>
				</normalization>
				<normalization method="markup">
					<p>Textbereiche in einer von der Grundschrift
						abweichenden Schriftart werden als <tag>hi
							rendition="simple:italic"</tag>
						ausgezeichnet.</p>
				</normalization>
				<hyphenation eol="all">
					<p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen (weiche
						Zeilentrennungen) werden durch ein einfaches
						Bindestrich-Minus (002D) angezeigt.</p>
					<p>Erstreckt sich die Worttrennung über einen
						Seitenumbruch steht das Element <gi>pb</gi> direkt
						hinter dem schließenden <tag>lb</tag></p>
				</hyphenation>
			</editorialDecl>
			<tagsDecl>
				<rendition xml:id="no_indent" scheme="css">text-indent:
					none;</rendition>
				<rendition xml:id="indent-1" scheme="css">text-indent:
					-1em;</rendition>
				<rendition xml:id="indent" scheme="css">text-indent:
					1em;</rendition>
				<rendition xml:id="l2em" scheme="css">margin-left:
					2em;</rendition>
				<rendition xml:id="l3em" scheme="css">margin-left:
					3em;</rendition>
				<namespace name="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
					<tagUsage gi="pb">Trägt obligatorisch die folgenden
						Attribute: <att>n</att> gibt die Originalseite der
						Vorlage wieder (bei Blattzählung die Zahl mit dem
						Zusatz "r" [recto] bzw. "v" [verso]);
							<att>facs</att> ruft die Faksimiledatei auf,
							<att>xml:id</att> bildet für Seitenverweise eine
						ID aus dem Wert von <att>n</att>.</tagUsage>
				</namespace>
			</tagsDecl>
			<refsDecl>
				<p>Element <gi>pb</gi>: Für das Attribut <att>n</att> sind
					neben Seitenzahlen weitere zugelassene Werte
					definiert.</p>
			</refsDecl>
			<listPrefixDef>
				<prefixDef ident="gnd" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://d-nb.info/gnd/#$1">
					<p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "gnd" können
						umgewandelt werden, damit sie auf einen Eintrag der
							<ref target="http://d-nb.info">Gemeinsamen
							Normdatei (GND)</ref> der Deutschen
						Nationalbibliothek zeigen.</p>
				</prefixDef>
			</listPrefixDef>
		</encodingDesc>
		<profileDesc>
			<langUsage>
				<language ident="ger"/>
			</langUsage>
			<textClass>
				<keywords scheme="#gnd">
					<term ref="gnd:4008240-4">Brief</term>
					<term ref="gnd:117654698">Seebeck, Thomas Johann</term>
					<term ref="gnd:118547739">Hegel, Georg Wilhelm
						Friedrich</term>
					<term ref="gnd:118806556">Weiss, Christian
						Samuel</term>
				</keywords>
				<keywords scheme="free">
					<term>Druck</term>
				</keywords>
			</textClass>
		</profileDesc>
		<revisionDesc>
			<change when="2022-03-17" who="AK">Datei angelegt</change>
			<change when="2022-03-17" who="AK">Header</change>
			<change when="2022-03-17" who="AK">Text eingefügt</change>
		</revisionDesc>
	</teiHeader>
	<text xml:id="Z_1828-06-19_p" xml:lang="ger">
		<body>
			<div>
				<pb n="54"/>
				<p>[...] Heute ging ich noch einmal zu <hi rendition="simple:smallcaps">Goethe</hi> um Abschied
					zu nehmen. [...] <pb n="55"/> [...] Heute ließ sich <hi rendition="simple:smallcaps">Goethe</hi> wieder von
					Euch erzählen, und fragte mich unter andern, ob Vater
					und <hi rendition="simple:smallcaps">Hegel</hi> noch
					zusammen umgingen? Als ich sagte, sie sehen sich gar
					nicht, meinte er, in Nürnberg waren sie viel zusammen
					erinnere ich mich; ich antwortete hierauf, dies sey
					allerdings der Fall gewesen, aber ihr Verhältnis sey
					schon in Nürnberg ein anderes geworden, worauf <hi rendition="simple:smallcaps">Goethe</hi> meinte,
					verschiedene Meinungen und Ansichten brächten zuweilen
					auseinander und veränderten äußerlich die Verhältnisse,
					was denn bey Gelehrten leichter der Fall sey. Mit
					größter Leichtigkeit ging er hiervon zu der Frage über,
					mit wem der Vater vorzüglich in Berlin umginge? Ich
					nannte <hi rendition="simple:smallcaps">Weiss</hi> und
					fügte hinzu, daß dieser Umgang in wissenschaftlicher
					Hinsicht Interesse für den Vater habe, und
					gegenseitigen Austausch von Dingen, die für beide
					interessant wären, veranlasse, worauf er erwiederte,
					ganz richtig liebes Kind, das ist allerdings der
					erfreulichste Umgang, und das muß hier auf hübsche
					Weise der Fall seyn. Ich nannte dann noch einige, die
					der Vater sieht, erzählte ihm überhaupt noch einiges
					von Berlin, Allgemeines heißt das, und blieb etwa 1/2
					Stunde. Vom Tod des Großherzogs war nicht die Rede,
					[...] Die Todesnachricht hatte ihn sehr erschüttert.
					[...] <pb n="56"/> [...] Nun aber genug von <hi rendition="simple:smallcaps">Goethe</hi>, ich war
					ausführlich, aber ich glaube, es wird dem Vater recht
					sein. [...]</p>
			</div>
		</body>
	</text>
</TEI>