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            <title>Biographie: Federer, Heinrich</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <head type="h1" xml:id="tg1.2.2">Heinrich Federer</head>

                  <head type="h4" xml:id="tg1.2.3">(1866–1928)</head>

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                     <head type="h2" xml:id="tg2.4.1">Biographie</head>



                     <p xml:id="tg2.4.2">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.2.1">1866</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.3">
                        <hi rend="italic" xml:id="tg2.4.3.1">6. Oktober:</hi> Heinrich Federer kommt als Sohn eines Künstlers (sein Vater ist Musiker, Maler und Bildhauer) und einer Lehrerin in Brienz im Kanton Bern zur Welt. Während seiner Kindheit leidet er unter der unglücklichen Ehe seiner Eltern, zudem fesselt ihn ein Asthmaleiden häufig ans Krankenbett.</p>
                     <p xml:id="tg2.4.4">Seine Mutter hat einen starken Einfluss auf ihn und drängt ihren Sohn, katholischer Priester zu werden. Sie ist es auch, die ihm den Besuch der von Benediktinern geführten Kantonsschule Sarnen im Kanton Obwalden ermöglicht. Hier wird früh sein literarisches Talent entdeckt und gefördert.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.6">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.6.1">1881</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.7">Beide Eltern sterben. Auch nach ihrem Tod studiert Federer seinen schriftstellerischen Ambitionen zum Trotz weiterhin katholische Theologie in Eichstätt, Luzern, Freiburg/Schweiz und St. Georgen im Kanton St. Gallen.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.9">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.9.1">1893</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.10">In St. Gallen erfährt er die Priesterweihe. Fortan hat er die Kaplanstelle in Jonschwil (Toggenburg) inne.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.12">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.12.1">1900</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.13">Aus gesundheitlichen Gründen muss Federer seine Tätigkeit als Kaplan aufgeben. Er wird Redakteur und nach kurzer Zeit Leitartikler bei den »Zürcher Nachrichten« und übernimmt gleichzeitig das Amt des Hausgeistlichen in einem Schwesternhaus.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.15">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.15.1">1902</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.16">Bei einem Ferienaufenthalt auf dem Stanserhorn wird Federer mit dem Vorwurf des homosexuellen Umgangs mit Minderjährigen konfrontiert und verhaftet. Aus Mangel an Beweisen wird die Anklage später fallen gelassen, doch aufgrund des Skandals muss er seine Stelle aufgeben und fällt bei der Kirche und in der Öffentlichkeit in Ungnade. In den folgenden Jahren schlägt er sich mehr schlecht als recht als freier Journalist durch.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.18">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.18.1">1907</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.19">Federer ist nun als freier Schriftsteller tätig.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.21">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.21.1">1911</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.22">Die »Lachweiler Geschichten« und der Roman »Berge und Menschen« verschaffen ihm endlich den Durchbruch als Schriftsteller. Finanziell abgesichert kann er sich nun ganz seiner schriftstellerischen Laufbahn widmen.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.24">
                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.24.1">1913</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.25">Die Romane »Pilatus« und »Jungfer Therese« sowie die Erzählung »Sisto e Sesto« erscheinen.</p>
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                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.27.1">1916</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.28">Im Roman »Das Mätteliseppi« spiegelt sich Federers eigene Kindheit wider.</p>
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                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.30.1">1924</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.31">Nach »Jungfer Therese« erscheint sein zweiter Priesterroman »Papst und Kaiser im Dorf«.</p>
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                        <hi rend="bold" xml:id="tg2.4.33.1">1927</hi>
                     </p>
                     <p xml:id="tg2.4.34">Federer veröffentlicht unter dem Titel »Am Fenster« seine Jugenderinnerungen.</p>
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                     <p xml:id="tg2.4.37">
                        <hi rend="italic" xml:id="tg2.4.37.1">29. April:</hi> Heinrich Federer stirbt in Zürich.</p>
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