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            <title>[Gottlose, ihr sucht einen Gott!]</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0002-ECAB-7</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:npdk.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
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                                 Entstanden 1847.
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                  <title>Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Ausgewählte Briefe, Gespräche, Berichte. Herausgegeben von Peter Frank und Karl Pörnbacher, München: Hanser, [1960–1965].</title>
                  <author key="pnd:118542192">Grillparzer, Franz</author>
               </titleStmt>
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                  <pubPlace>München</pubPlace>
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                              <head type="h4" xml:id="tg288.3.1">[Gottlose, ihr sucht einen Gott!]</head>

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                                 <l xml:id="tg288.3.2">Gottlose, ihr sucht einen Gott!</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.3">Er fehlt und ist euch doch vonnöten.</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.4">Dem Sünder tut ja auch ein Scherge not,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.5">Soll er nicht fälschen, rauben, töten.</l>
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                                 <l xml:id="tg288.3.7">Euch wäre fremd des Rechts Bereich,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.8">Wenns ein Gesetz nicht scharf umschrieben?</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.9">Unschuldig ist das Mädchen euch,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.10">Das leiblich unberührt geblieben.</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg288.3.12">Euch hebt sich nicht die dürre Brust,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.13">Wenn menschlich Hohes aus sich kündet,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.14">Die Lust, sie dünkt euch dann noch Lust,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.15">Wenn sie auf fremdes Weh sich gründet.</l>
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                                 <l xml:id="tg288.3.17">Euch ist, was war und ist und wird,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.18">Nicht Glied derselben, einen Kette,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.19">Der Lohn, den Rechttun selbst gebiert,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.20">Ihr wollt ihn bar auf einem Brette.</l>
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                                 <l xml:id="tg288.3.22">Was in der Brust, im Geiste lebt,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.23">Gilt euch für wesenlose Träume,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.24">Damit ihr Wirklichkeit ihm gebt,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.25">Mußt Ort erfüllen es und Räume.</l>
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                                 <l xml:id="tg288.3.27">So ballt denn, was lebendig quillt,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.28">Nehmt einen Götzen euch zum Schilde,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.29">Und wie er euch nach seinem Bild,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.30">So schaffet ihn nach eurem Bilde.</l>
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                                 <l xml:id="tg288.3.33">Wenn euer Aug kein Großes faßt,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.34">So schließt ihn ein in enge Rahmen,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.35">Nehmt einen Gott, der liebt und haßt,</l>
                                 <l xml:id="tg288.3.36">Und liebt und haßt in seinem Namen.</l>
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