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            <title>Erstes Straff-Gedichte</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0003-1898-E</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:p7nk.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Andreas Gryphius: Gesamtausgabe der deutschsprachigen Werke. Herausgegeben von Marian Szyrocki und Hugh Powell, Tübingen: Niemeyer, 1963.</title>
                  <author key="pnd:118543032">Gryphius, Andreas</author>
               </titleStmt>
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                  <pubPlace>Tübingen</pubPlace>
               </publicationStmt>
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                                 <p rend="zenoPLm16n16" xml:id="tg718.3.2">
                                    <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg718.3.2.1">Nil adeò sub Sole novi.</seg>
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                              <lg>
                                 <l xml:id="tg718.3.4">Komm werthe Freyheit komm! Komm Göttin hilff mir schreiben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.5">Weil ich ja schreiben soll. <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.5.1">Calliope</hi> mag bleiben</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.6">Und heucheln wie sie will. Der schönen Worte Pracht</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.7">Hilfft doch der Warheit nicht. Und nun ich mich bedacht/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.8">Befind' ich daß sie woll/ dafern ich bitten wolte/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.9">Mit ihrer Schwestern Schaar mich nicht besuchen solte:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.10">Weil sie den langen Tag bey jenem embsig sitzt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.11">Der Flüsse von Verstand (wenn ihm die Stirn erhitzt)</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.12">Mit Strömen von sich geußt: Wenn <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.12.1">Faunus</hi> hier zu finden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.13">So spräch' er bey uns ein/ doch wandelt um die Linden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.14">Doch wandelt auf der Burg/ doch wandelt in der Stadt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.15">So viel gehörntes Volck/ das <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.15.1">Faunus</hi> selbst sich hat</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.16">Verkannt als jener Knecht der von sich wurd geschlagen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.17">Und vor sich selber lieff. Jedoch was werd' ich sagen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.18">Daß neu und zierlich sey. Phantast! wo denck' ich hin/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.19">Der ich noch in der Welt/ und in dem Lande bin/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.20">Da man die alten Schwänck in neue Formen drücket/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.21">Und ein verfaultes Buch mit Kupffer-stichen schmücket/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.22">Und auf die Groschen hält die jener König schlug/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.23">Der Hörner auf der Müntz an statt der Crone wug.</l>
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                                 <l xml:id="tg718.3.25">Man kaufft ein halbes Brett/ auf welchem kaum zu kennen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.26">Wo Albert Dürer steh: Last nur den Lucas nennen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.27">Den Ruhm der Weisen Stadt/ der schier vor Hunger starb;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.28">Den rufft ein ieder mein! der Mann der nicht erwarb/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.29">Was auf die Farbe lieff. Der auf gemeiner Bahre</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.30">Ward nach der Grufft geschickt/ dem zahlen hundert Jahre</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.31">Für die berauchte Kunst viel tausend Gulden aus!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.32">Wie viel hält Kottwick itzt auf sein verschwemmtes Haus/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.33">Von welchem kaum die See sechs Steine lassen bleiben?</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.34">Denckt nur/ wie viel anitzt zu jenem Schreiber schreiben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.35">Der von den Helden sang/ die Asien verheert/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.36">Und <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.36.1">Pergamus</hi> geschleifft/ und <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.36.2">Trojen</hi> umgekehrt!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.37">Es sind von <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.37.1">Arbiter</hi> nicht so viel Stücke blieben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.38">Als Federn sich an ihn in einem Jahr gerieben;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.39">Und denckt man woll das <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.39.1">Tros</hi> der tausend Bücher macht</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.40">So viel aus einem Hirn (das nicht zu klug) erdacht:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.41">Nein warlich! wenn man nur solt auf die Schaale legen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.42">Was sein Erforschen fand/ es würde leichter wägen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.43">Als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.43.1">Psychens</hi> Jungfrauschafft/ als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.43.2">Flacci</hi> theurer Schwur/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.44">Als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.44.1">Trullens</hi> Redlichkeit dir durch die Lüffte fuhr/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.45">Eh als sie <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.45.1">Polydor</hi> mit Lügen recht gefiedert/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.46">Entsetzt man sich/ da sich mein Anfang etwas wiedert/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.47">Und mit dem Mittelstück so stimmet überein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.48">Als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.48.1">Cajus</hi> gantzer Hals und sein durchschossen Bein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.49">Als Madons grauer Bart/ und die Blut-rothe Nase/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.50">Als ein behertzter Löw/ und ein verzagter Hase.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.51">Es ist ja mehr denn wahr/ daß man sich itzt so trägt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.52">Daß man so lehrt/ und schreibt/ und so zu reden pflegt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.53">
                                    <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.53.1">Flaccilla</hi> steht es zu. Die schmückt die fremden Haare/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.54">Den Deckel ihrer Platt'/ und ziert mit theurer Waare</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.55">Die Brüste trefflich aus/ doch ist der Leib befleckt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.56">Den ein zerrissen Tuch an statt des Hemdes deckt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.57">Was ist Leanders Kleid? ein Spiegel seiner Sitten!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.58">Schön' oben/ unten kahl/ leichtfertig in der Mitten/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.59">Meint ihr/ daß ihm der Strauch der Schlingen schöner steh'/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.60">Als itzt der Federpusch/ den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.60.1">Fallus,</hi> der wohl eh'</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.61">Auf einer Wiesen pflag behertzt das Gras zu mayen?</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.62">Wie ändert sich die Zeit! itzt kan er Gold ausstreuen/</l>
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                                 <l xml:id="tg718.3.64">Das er den Bauren hat so tapffer abgejagt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.65">Als er sein Leben gar biß in den Speicher wagt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.66">Meint ihr/ daß er die Kett' hab auf dem Mist erworben!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.67">Ach nein! er hat getrost den Völckern/ die gestorben</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.68">Eh' er gebohren ward/ gedräut mit Flamm und Schwerdt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.69">Er hat ihr altes Hauß/ die Todt-Kist/ umgekehrt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.70">Und (was <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.70.1">Ulysses</hi> nicht bey <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.70.2">Hectors</hi> Grab gewaget)</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.71">Sie aus der Grufft gebracht/ und in die Lufft getaget.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.72">Ich hab es selbst geschaut/ wie sie in Asch' und Wind/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.73">Als er die Faust anlegt/ so bald verstoben sind.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.74">Unangesehn daß sie vordessen gantze Hauffen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.75">Der Türcken in die Flucht in Hungarn lehrten lauffen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.76">Ich weiß wol daß ihn nechst der strenge <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.76.1">Sejus</hi> stieß.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.77">Daß er den gantzen Leib zu Boden sincken ließ.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.78">Doch litt' ers mit Gedult/ und hielt es ihm zu gute.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.79">Warum? der <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.79.1">Sejus</hi> war von nicht so edlem Blute.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.80">Und last ihn edler seyn; Es stehet Helden an/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.81">Daß man/ dafern es Noth/ auch was verzeihen kan.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.82">Thats <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.82.1">Isabelle</hi> doch/ die hat sich nie beschweret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.83">Daß <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.83.1">Robert</hi> ihren Mann bey später Nacht entwehret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.84">Entwehret und erwürgt. Wenn er nicht selbst entdeckt</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.85">Was seine Faust verübt: er wäre nie gereckt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.86">Und nie des Kopffs beraubt. Sie hat mit Angst empfunden</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.87">Sein unverhofftes Weh; die auf des Mannes Wunden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.88">Durch die ihm Blut und Seel auf eine Zeit ausfloß/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.89">Nicht einen Seuffzer ließ/ nicht einen Thränen goß.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.90">Das hieß recht treue Gunst. Das hieß die Feinde lieben!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.91">Und sich ob eigner Noth nicht gar zu hoch betrüben!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.92">Diß kan <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.92.1">Petrinus</hi> nicht/ der viel von Tugend schwätzt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.93">Und doch mit Hurerey und Lügen sich ergetzt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.94">Wie offt hab' ich gehört/ daß er den Ketzern fluchte:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.95">Daß er der Menschen Thun auffs fleißigste durchsuchte!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.96">Wie offt/ daß er was falsch/ vor Warheit hat bericht!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.97">Wie offt/ daß er aus Haß ein Laster hat erticht/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.98">Wo man kein Laster fand! Doch daß er selbst ist kommen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.99">Zu <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.99.1">Phrynen</hi> iede Nacht/ sie in den Arm genommen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.100">Kam eher nicht ins Licht/ biß sie das Kind gebahr/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.101">Daß ihr/ doch ihm vielmehr/ nicht angenehme war.</l>
                                 <pb n="184" xml:id="tg718.3.102"/>
                                 <l xml:id="tg718.3.103">Die Arme/ wie man weiß/ ward darob so betrübet/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.104">Daß sie ein Mord-Stück hätt an ihrer Frucht verübet/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.105">Wenn nicht der schnelle Tod das abgekränckte Pfandt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.106">Noch vor der sechsten Nacht der Gruben zugesandt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.107">Wie schamroth ward <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.107.1">Petrin!</hi> wie hat er sich verkrochen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.108">Als ieder schrie; der Mann hat Ehr' und Eid gebrochen!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.109">Er schwieg. Doch länger nicht/ als an den zwölfften Tag/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.110">Da leugnet er so frech/ als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.110.1">Turbo</hi> lügen mag.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.111">Doch weiß die grosse Stadt/ daß <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.111.1">Phryne</hi> klar erwiesen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.112">Mit Schrifft/ mit Eid/ und Pfand/ und Zeugen die man kiesen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.113">Nicht zehlen hat gesehn/ daß er die That verbracht/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.114">Und in der Mutter Burg zur Hure sie gemacht.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.115">Was ists denn (sprach er) mehr! Und wär es gleich gesechhen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.116">Man hat mich dennoch nicht mit Schwestern buhlen sehen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.117">Nicht in der Tochter Schoß/ wie <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.117.1">Verianus</hi> pflegt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.118">Der sich zu Kind und Weib/ und Baas und Schwester legt;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.119">Lebt mäßig/ sprach <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.119.1">Melin,</hi> wo ihr mit achzig Jahren/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.120">Und zehnmal dreyen noch/ wo ihr mit greisen Haaren</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.121">Wolt nach der Gruben gehn/ und tranck den Becher aus/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.122">Der weiter als sein Kopff/ und grösser als der Straus/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.123">Den neulich jener Artzt vor einen Luchs ansahe/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.124">Hilff Gott/ wie lachten wir! doch als der Abend nahe/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.125">Und der verlogne <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.125.1">Ceph</hi> sich selbst vor Ritter schalt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.126">Da zogen wir den Hut/ da neigten wir alsbald</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.127">Den Kopff schier in den Dreck/ da küsten wir die Hände/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.128">Wir sassen unten an/ wir starrten wie die Wände/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.129">Wenn er den Blasebalck der Zungen spielen ließ/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.130">Und eitel Wunderwerck aus seiner Gurgel stieß.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.131">Wie hörte <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.131.1">Cælia,</hi> da er mit Gläsern schantzte/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.132">Da er Pocal um sich/ gleich als Carthaunen pflantzte:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.133">Da er die Schüssel nahm: und schrie diß ist die Stadt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.134">Diß ist das Feld! auf dem mein Fürst gefochten hat.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.135">Hier lag der stoltze Feind/ hier stieg Staub/ Rauch und Flamme</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.136">Mit Krachen Himmel-an: Hier gieng mit Ast und Stamme</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.137">Der gantze Wald in Brand. Und hier/ hier/ merckt es wol/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.138">Hier war mein Tummelplatz/ hört was ich sagen soll:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.139">Durch hundert drang ich hin/ den stieß ich durch die Lenden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.140">Den andern durch den Bauch/ der fiel mit lahmen Händen/</l>
                                 <pb n="185" xml:id="tg718.3.141"/>
                                 <l xml:id="tg718.3.142">Den trat sein Roß in Sand/ dem schlitzt ich Haupt und Brust/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.143">Den zwang ich/ daß er Fahn und Leben lassen must.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.144">Die Kugeln flogen mir als Schlossen um die Ohren!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.145">Der Bart ist noch versengt/ den Zopff hab ich verlohren/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.146">Als die Carthaune mir drey von der Seiten nahm/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.147">Und ich mit Blut und Staub bedeckt entgegen kam/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.148">Dem Haupte/ das auf uns das Gegentheil verhetzte/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.149">Ich schlug/ (wiewohl <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.149.1">Bramant</hi> es zwantzig mahl entsetzte.)</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.150">So auf en Helden loß/ daß ihm der Geist entwich/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.151">Und wenn <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.151.1">Alcander</hi> nicht/ der auf dem Platz erblich/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.152">Ihm beygesprungen wär'/ er hätte mir sein Leben</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.153">Wohl dreymahl und noch mehr zu Pfande müssen geben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.154">Drauf fiel ich auf die Stadt/ die man umsonst gequält/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.155">Mit Flammen/ Sturm und Schwerdt/ so lang es an mir fehlt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.156">Als ich mich auf den Wall der stoltzen Burg geschwungen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.157">Da ist der Anschlag uns/ da ist das Werck gelungen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.158">Man hat vor andern mich sehn in dem Graben gehn/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.159">Man hat vor andern mich sehn auf den Mauren stehn/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.160">Diß hörten unser zwölff! und keiner wolte pfeiffen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.161">Unangesehn daß wir mit Fingern konten greiffen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.162">Daß er der Schwätzer war/ der durch das gantze Land</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.163">Hat Kräuter/ <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.163.1">Theriac</hi> und Salben für den Brand/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.164">Und Pulver für die Würm/ und für die faulen Zähne/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.165">Den Bauren offt verkaufft: ja/ daß ich nicht erwehne/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.166">Daß ihm mit Bircken-Laub der Rücken abgefegt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.167">Auch nicht/ daß ihm ein Band von Hanff ward angelegt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.168">Wir wusten über diß daß ihm der Geist entwichen;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.169">Als er den Cörper sah der auf dem Rad erblichen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.170">Behertzter Rittersmann/ du hast dich ja gewagt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.171">Wohin es möglich war/ biß man dich hat verjagt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.172">Doch diß ist nun kein Hohn. Wer vor sein Land wil wachen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.173">Wer nach Gewissen geht/ und den/ der in den Rachen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.174">Des strengen Todtes rennt/ auffhält so lang er kan/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.175">Wer ein geschmincktes Wort/ und was ein Fürst beut an/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.176">Und was ein König dräut/ ohn Angst und Hoffen höret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.177">Wer Redlichkeit allein/ nicht Ruhm/ nicht Schmeicheln ehret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.178">Geht offt/ wohin man vor die Schelmen lauffen hieß/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.179">Und den/ der Frau und Kind mit einem Dolch erstieß.</l>
                                 <pb n="186" xml:id="tg718.3.180"/>
                                 <l xml:id="tg718.3.181">Drum loben wir was recht/ und thun/ was uns ergötzet/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.182">Wir rühmen was <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.182.1">Camill</hi> in sein groß Jahr-Buch setzet/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.183">Und leben wie es Brauch. Der ist ein guter Mann</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.184">Der nicht mit einem Mund zwey Liedlein singen kan:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.185">Diß reden/ was man meint/ so leben/ wie man lehret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.186">War jene Zeit gemein; da man die Tugend ehret/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.187">Einfältig sonder Pracht/ da man mehr that/ als schrieb/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.188">Mehr wust als hören ließ/ und in den Schrancken blieb.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.189">Die kein Verstand bewegt: Als ein Gesetz alleine</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.190">Für tausend Länder stund/ als man das Mein und Deine</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.191">Nicht mit dem Spieß abmaß/ als Kirchen und Altar</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.192">Zwar sonder Gold/ doch wol von göldnen Priestern war/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.193">Die Liebe/ die Geduld/ vor höchste Weißheit achten;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.194">Und nicht aus ihrem Dienst ein weltlich Handwerck machten.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.195">Als man mehr weise Leut'/ als itzund Narren fand/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.196">Mehr Werck' als Tittel nun/ die einig unser Land/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.197">Das nicht mehr tragen wil/ so reichlich auff-läst gehen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.198">Die Schlösser brechen ein/ die neuen Tittel stehen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.199">Der Thurm stürtzt auf den Grund/ die Kirch' ist Asch und Grauß/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.200">Man kehrt die Gräber um. Die blinde Fledermaus/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.201">Der Uhu/ nebst der Schaar der ungepaarten Eulen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.202">Bewohnen den Pallast. Die grausen Wölffe heulen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.203">Durch die nun wüste Stadt. Und was nun ist/ verschwindt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.204">Die Tittel sinds allein/ die man im Blute findt.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.205">Und die man finden wird/ wenn keiner mehr wird suchen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.206">Ich wil was <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.206.1">Celsus</hi> weiß/ und <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.206.2">Crassus</hi> hat/ verfluchen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.207">Wenn ein erlogen Wort mir diß und jenes giebt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.208">Und mehr denn <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.208.1">Cajus</hi> wünscht/ und <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.208.2">Theopompus</hi> liebt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.209">Glaubt fest/ es ist mein Ernst/ ich wil es klar beweisen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.210">Daß wir an <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.210.1">Alcidor</hi> nichts als den Tittel preisen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.211">Ko i grosse Göttin ko i/ und beut mir Hülff und Hand:</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.212">Du weist wol was ich wil: Dir ist der Mann bekannt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.213">Der ihn (wofern man soll der Mutter Worten glauben)</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.214">Für seinen Sohn erkiest; sein nicht verdecktes Rauben</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.215">Und offenbahre List/ stinckt mehr denn sein Gebein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.216">Das in der Gruben fault/ der Bruder ist allein</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.217">Berühmt durch fremder Angst. Er selbst ward aufferzogen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.218">Da/ wo die junge Sau der alten Brust gesogen/</l>
                                 <pb n="187" xml:id="tg718.3.219"/>
                                 <l xml:id="tg718.3.220">(das Unmensch bey dem Vieh.) und von der Lämmer Schaar/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.221">Als dreyzehnmal die Erndt itzt angebrochen war/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.222">Gezwungen in die Stadt/ in welcher <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.222.1">Varus</hi> wohnet/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.223">Dem der nicht weise Rath mit baarem Gelde lohnet.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.224">Daß er die Knaben streicht/ und diese rasend macht</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.225">Die man ihm anvertraut. Der schlug ihm iede Nacht</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.226">Die Kunst mit Ruthen ein. Der <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.226.1">Varus</hi> solt' ihm zeigen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.227">Was <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.227.1">Varus</hi> nicht verstund. Der <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.227.2">Varus</hi> lehrt ihn schweigen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.228">Denn reden kont er nicht. In kurtzem <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.228.1">Alcidor</hi>
                                 </l>
                                 <l xml:id="tg718.3.229">Ward ein so grosser Plock/ und ungehirnter Thor</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.230">Als nicht sein Meister ist. Drauf ließ er sich hinführen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.231">Wo man die Esel schleifft/ und mit dem Holtz-Beil zieren.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.232">Doch leider nur umsonst/ es hängt uns ewig an</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.233">Was Schul' und Amm' einschmiert. Als nun das Geld verthan/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.234">Das ihm die Mutter gab/ als er die Nacht mit Sauffen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.235">Den Tag mit Kost' und Ball/ das Jahr mit Tantz' und Rauffen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.236">Den Rest in <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.236.1">Chloes</hi> Arm beschlossen/ dacht er nach/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.237">Daß die geschwinde Zeit/ gleich einer schnellen Bach/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.238">Sich gar nicht hemmen läst. Daß ihm die Schwäger schrieben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.239">Daß Braut und Schwester ihn gleich als nach Hause trieben/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.240">Und hub zu lernen an. Zwey Bücher kaufft er ein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.241">In welchen allerhand vermischt wie Kalck und Stein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.242">Wie Klee- und Körbel-Kraut/ und Nesseln/ und Violen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.243">Und Kreß/ und Majoran/ wie Asch und lichte Kohlen.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.244">Die las er fleißig durch. Drein setzt er manche Hand/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.245">Und Stern' und Eselsohr und durchgeflochten Band.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.246">Die fast' er in den Kopff/ die kont er eh'r auffsagen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.247">Als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.247.1">Prisca</hi> zehlen wird wie viel sie hat getragen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.248">Als <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.248.1">Best,</hi> wie viel er stahl/ wenn er nur einen fand/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.249">Der noch was gröber war/ denn maß er den Verstand</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.250">Mit vollen Maltern aus/ denn wust er zu erzehlen</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.251">Was <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.251.1">Socrates</hi> gelehrt/ wo <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.251.2">Plato</hi> pflegt zu fehlen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.252">Die er so offt durchsucht/ als ich der Mohren Feld.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.253">Und der mein Vaterland/ der in der neuen Welt</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.254">Geröste Schlangen frist. Doch wenn der Fall ihn setzte</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.255">Zu einem/ der den Zeug nach seiner Würde schätzte.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.256">Vor dem ein Esel sich umsonst in Löwen-Haut</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.257">Verkleidet/ sah' er aus wie ein verschimmelt Kraut.</l>
                                 <pb n="188" xml:id="tg718.3.258"/>
                                 <l xml:id="tg718.3.259">Das mir nechst <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.259.1">Themison</hi> für Balsam geben wolte/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.260">Als ich nach seinem Rest den Wagen saubern solte.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.261">Denn schwieg er wie <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.261.1">Carin,</hi> dem Muth und Zung entschlieff/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.262">Als die bewegte Stadt ihn anzuhören lieff.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.263">Doch was kan dieser nicht/ bey dem die Scham verlohren/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.264">Sein Silber ward (nicht er) zu diesem Amt erkohren.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.265">Sein Silber sprach vor ihn/ das bracht ihn in den Stand</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.266">In welchem er geblüht/ als sich das gantze Land</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.267">Vor seiner Macht entsetzt. Doch die ist nun verschwunden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.268">Der Lands-Knecht hat das Geld sein Amt ein ander funden/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.269">Den Tittel hat er noch/ der bracht ihn zu der Eh'</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.270">Der bracht ihn auf den Hof/ der setzt ihn in die Höh'.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.271">Der macht/ daß ich nicht mehr von seinen Wercken schreibe!</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.272">Ich/ der ich meine Zeit in Einsamkeit vertreibe/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.273">Ich/ der ich eine nicht als Jungfrau ehren kan/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.274">Die schon das sechstemal wird Mutter sonder Mann.</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.275">Ich/ der ich einen nicht kan einen Herren nennen/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.276">Den ich nicht würdig acht' als einen Knecht zu kennen;</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.277">Ich/ der nur lachen muß wenn den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.277.1">Josippus</hi> ehrt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.278">Dem er den Galgen wünscht/ wenn man den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.278.1">Ruf</hi> gelehrt/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.279">Den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.279.1">Tallus</hi> edel nennt/ den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.279.2">Bassus</hi> wohlgebohren/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.280">Den <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.280.1">Lycus</hi> unverzagt/ und <hi rend="italic" xml:id="tg718.3.280.2">Marrucin</hi> den Thoren</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.281">Ein Wunder dieser Welt. Doch lach' ich nur allein/</l>
                                 <l xml:id="tg718.3.282">Bey Bauren stellt man Schertz/ bey Narren Lachen ein.</l>
                              </lg>
                           </div>
                        </div>
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            </TEI>
