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    <teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Autorenwörterbuch zu Günter Grass’ »Unkenrufe«</title><author>Mirjam Blümm</author></titleStmt><publicationStmt><authority>Mirjam Blümm</authority></publicationStmt><sourceDesc><bibl>born digital</bibl></sourceDesc></fileDesc></teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div xml:id="">
                <head></head>
                <p>Vorliegende Arbeit erfasst lediglich den Wortschatz von Günter Grass. Zitate und
                    Inschriften, die in die <hi rend="italic">Unkenrufe</hi> eingebettet sind und
                    nachweislich nicht vom Autor stammen, sind von dieser Untersuchung ausgenommen,
                    werden aber der Vollständigkeit halber hier wiedergegeben, sortiert nach ihrem
                    ersten Vorkommen im Text.</p>

                <div xml:id="_dem_dichter_seine_landsleute_seite_61_zeile_27-28">
                    <head><hi rend="bold">»Dem Dichter seine Landsleute« </hi> Seite 61, Zeile
                        27-28</head>                  
                    <p>Bodengrabplatte des Dichters Martin Opitz im nördlichen Seitenschiff der
                        Marienkirche</p>
                    <p>Gravur: Dem Dichter seine Landsloite 1873</p>
                    <p>[Dro4]</p>
                </div>

                <div xml:id="lemman">
                    <head><hi rend="bold">»Ihre Gebeine grünen noch immer und ihr Nahme wird
                        gepreiset in ihren Kindern welchen er geerbet ist...« </hi> Seite 61,
                        Zeile 30-32</head>
                    <p>Grabplatte der Eheleute Mattias und Lovise Lemman in der Marienkirche</p>
                    <p>Bezeichnung: Matthias Lehmann und Luisa Euphrosina Lehmann/geborene
                        Grunwaldtin und ihren Erben Anno 1732</p>
                    <p>Text: Ihre Gebeine grunin noch immer und ihre Namme vird geprhreiset in thren
                        Kindern auf welder er geerbet ist; Sirrach Cap. 46 V: 14.15</p>
                    <p>Christus lebet und wir allen auch leben.</p>
                    <p>[°]</p>
                </div>

                <div xml:id="_...und_die_frösche_und_die_unken_singen_bei_johannisfunken_ihre_metten_ganz_betrunken..._seite_126_zeile_29-31">
                    <head><hi rend="bold">»...und die Frösche und die Unken singen bei
                        Johannisfunken ihre Metten ganz betrunken...« </hi> Seite 126, Zeile
                        29-31</head>
                    <p>Clemens von Brentano: Aus dem Frühlingskranz</p>
                    <p>Brief an Bettine Nr. 260 der Frankfurter Brentano-Ausgabe</p>

                    <lg>
                        <l>Sieh dort auf dem Wiesengrunde,</l>
                        <l>Tanzen jetzt ein Elfchen munter</l>
                        <l>Unterm Rosenbusch hinunter,</l>
                        <l>Der die Blätter niederstreut.</l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>Elfchen spielen Lotto heut,</l>
                        <l>Schreiben auf die Blätter Nummern,</l>
                        <l>Ja du darfst nur kühnlich schlummern,</l>
                        <l>Denn dein Glück kommt Dir im Schlummer.</l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>Du gewinnst die beste Nummer:</l>
                        <l>Eine Braut wirst Du im Schlummer,</l>
                        <l>Drum erwachst du ohne Kummer,</l>
                        <l>Hochzeit Hochzeit, hohe Zeit. - </l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>Sieh wie scheint der Mond so weit,</l>
                        <l>Und die Frösche und die Unken</l>
                        <l>Singen bei Johannisfunken</l>
                        <l>Ihre Metten ganz betrunken.</l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>Brünstig glühn Johannisfunken,</l>
                        <l>Sternlein kühl am Himmel prunken,</l>
                        <l>Und das Irrlicht hüpft betrunken,</l>
                        <l>Wo Du gingst ein Jungfräulein.</l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>Auf dem Acker glüht ein Schein,</l>
                        <l>Wo beim Drachen eingetruhet,</l>
                        <l>Kaltes Gold das roth ergluthet,</l>
                        <l>Fiel dein Kränzlein unvermuthet</l>
                    </lg>
                    <lg>
                        <l>In des Drachen Gruft hinunter</l>
                        <l>Und der Drache ist gebunden,</l>
                        <l>Und der Schatz ist dir gefunden:</l>
                        <l>Gold und Silber, Edelstein,</l>
                        <l>Und drei Rosen die sind dein.</l>
                    </lg>
                    <p>[FBA]</p>
                </div>


                <div xml:id="_nach_vollbrachter_mueh_und_jammer_ruh_ich_hier_in_meine_kammer_bis_ich_eins_werd_auferstehen_und_zur_ewigen_freid_eingehen._seite_253_zeile_24-26">
                    <head><hi rend="bold">›Nach vollbrachter Mueh und Jammer / Ruh ich hier in
                            meine Kammer / bis ich eins werd Auferstehen / Und zur ewigen Freid
                            eingehen.‹ </hi> Seite 253, Zeile 24-26</head>
                    <p>Bodengrabplatte von David Salomon Baehr in Sankt Trinitatis; Steinnummer
                        62</p>
                    <p>Bezeichnung: David Salomon Baehr und seinen Erben Anno 1765</p>
                    <p>Text: Nach vollbrachter Mueh und Jamer ruh ich hier in meine Kamer Bis ich
                        eins wird auferstehn und zur ewigen Freid eingehn denn ich weiss das mein
                        Erloeser lebet; Hiob Cap. 19 V: 25</p>
                    <p>[Dro5]</p>
                </div>

            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>